Lerne Nein zu sagen zum Konsum


New York, 7. Januar 2017

Fressen bis zum Umfallen. Entwickelt eine Selbstdisziplin im Leben. So macht das Leben mehr Spass.

Wenn Euch die Industrie ein Sonderangebot unterbreitet, seid vorsichtig. Es besteht kein Grund schnell zuzuschlagen. Lasst Euch Bedenkzeit. Sonderangebote laufen nicht weg. Sie sind entweder dauerhaft. Oder sie kommen wieder.

Wenn Firmen einen großartigen Deal anbieten, hat das einen Grund. Sie möchten beileibe nichts verschenken. Sondern sie wollen Geld am Konsumenten verdienen. So müsst Ihr es betrachten.

Der Pay-TV-Kanal Sky hat kürzlich mit einem großen Rabatt geworben. 30 Euro im Monat sind trotzdem happig für das Abo, finde ich. Das macht im ersten Jahr immerhin 360 Euro. Nach der Anfütterung ist der Kunde „abhängig“ und muss im zweiten Jahr 77 Euro im Monat blechen. Pro Jahr macht das happige 924 Euro.

Ähnlich gehen TV-Streamer vor. Amazon Prime und Netflix füttern Dich mit einem Gratis-Monat an. Du gewöhnst Dich an den Dienst. Und magst nicht mehr darauf verzichten.

Der Gratis-Versand bei „Amazon Prime“ ist auch kein Geschenk. Der Dienst soll Dich abhängig machen und zu vielen Bestellungen führen.

Wenn Firmen Rabatte anbieten, sind sie nicht dumm. Das ist alles knallhart durchkalkuliert. Merke Dir: Sie wollen Dein Geld! Sie haben nichts zu verschenken!

Wir Menschen treffen massenweise emotional Entscheidungen. Du hast vielleicht ein Budget von 300.000 Euro für ein Haus und findest eines, das 500.000 Euro kostet – und schlägst zu, weil es Dein Traumhaus ist. Du reizt alles aus. Du gehst bis zur Grenze mit der Hypothek. Dann kannst Du Dir aber nichts mehr leisten. Keine Möbel, keinen Urlaub, keine Reparaturen, keine Restaurants, womöglich kein Essen… Das Geld wird verdammt knapp.

Ein Traumauto oder Traumhaus zu finden und zuzuschlagen ist im Grunde idiotisch. Denn Du vergisst, worum es eigentlich geht. Beim Auto ist es der Transport von „A“ nach „B“. Beim Haus ist es das Dach über dem Kopf.

Was ist mit der Traumhochzeit? Bei der Hochzeit geht es um die Feier an sich. Mehr noch: Es ist das Schwören des Zusammenhalts „bis dass der Tot uns scheidet“. Muss das dann gleich ausarten in eine extrem teure Veranstaltung? Darum geht es doch gar nicht.

Wer sich den Traum (Haus, Auto, Hochzeit, Urlaub) erfüllen will, greift tief in die Tasche. Dann kann aus dem Traum ein Albtraum werden.

Es ist befreiend, wenn Du sparst und investierst. Es ist wie ein Friedensschluss mit Dir und Deiner Zukunft. Gebe nicht all Dein Geld aus. Dein Zuhause, Auto, Anzug, Schmuck… das ist ein Lifestyle. Das ist keine Geldanlage.

Wenn Du sparst, kannst Du frei entscheiden, was Du Dir leisten willst.

Klar sind Lebensmittel, ein Dach über dem Kopf, Transportmittel, Sicherheit und Kleidung ein Muss. Das brauchst Du. Es geht aber um das Ausmaß. Es geht um den Luxus.

Warum ist ein T-Shirt von Aldi/Lidl/C&A für 8 Euro nicht gut genug für Dich? Warum muss es eines von Hugo Boss für 59 Euro sein? Ist das Boss-T-Shirt so viel besser und wärmer?

Sparsam zu sein ist eine weise Entscheidung. Es ist die beste Entscheidung, die Du machen kannst. Keine Autoleasingraten, keine Konsumkredite, keine Hypothekenzinsen, keine Kopfschmerzen… das ist großartig. Das Leben wird so angenehmer. Der Urlaub macht mehr Spaß, wenn Du keine Geldsorgen hast. Die Ehe wird besser. Du hast keine Angst mehr, Deinen Job zu verlieren. Du kannst besser schlafen.

Ich betrachte Schulden wie eine Kürzung künftiger Gehälter. Wer mag schon sein Gehalt dauerhaft kürzen?

Denkt immer über die Konsequenzen nach. Habt Selbstdisziplin! Verhaltet Euch wie Erwachsene und nicht wie Kleinkinder.

Ich musste als Kind hart für mein Geld arbeiten. Ich teilte Zeitungen aus. Ich ging nach der Schule ins McDonald’s arbeiten. Es war hart. Aber so lernte ich Geld zu schätzen. Ich begann, es zu schützen. Und zu investieren. Ich verstand, dass ich mein Geld nicht verschwenden sollte. Denn es war so anstrengend, es zu verdienen. Ich bin meinen Eltern für diese Erziehung dankbar. Es war gewiss nicht immer leicht.

Ich finde Talkshow-Königin Oprah Winfrey kultig. Sie wuchs in armen Verhältnissen auf. Lange Zeit fuhr sie uralte Autos – selbst als sie bekannter wurde, fuhr sie Rostschüsseln. Noch heute kann sich die Milliardärin aufregen, wenn etwas zu teuer ist. Besonders ärgert sie sich über die Wäschereinigung in Hotels. 12 Dollar kann die Reinigung von einem Paar Socken oder einem Unterwäscheteil kosten. Das sei irre, schimpfte sie kürzlich. Ich gebe ihr Recht.

Fazit: Wer seinen Konsum nicht unter Kontrolle hat, bleibt für immer ein Kind.

PS: Gestern habe ich dieses kurze Video in Manhattan aufgenommen:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Lerne Nein zu sagen zum Konsum

  1. Dorothea

    Ein gutes Neues Jahr lieber Tim!

    Du hast ja so recht. Mein Bekannter blättert jedes Prospekt durch um mal zu gucken, was es denn so für Angebote gibt und kauft soviel unsinnige Sachen. Das verrückte dabei ist, dass er sich dabei einbildet gespart zu haben, weil es ja ein Sonderangebot war.

    Ich fühle mich immer wohler, wenn ich, ohne das Gefühl mich einzuschränken, an den ganzen Verlockungen vorbeigehen kann. Meine Wohnung ist zwar nicht minimalistisch, ich habe immer noch zu viel Zeugs, aber es kommt so gut wie nichts mehr dazu, es sei denn wichtige Dinge müssen ersetzt werden. Und ich freue mich, wenn ich mal wieder etwas hergeben kann.

    Dein Verhalten, mein Verhalten und das der anderen die hier schreiben nenne ich Selbstverantwortung übernehmen und das vermisse ich bei vielen die heute eher fragen, wer gibt mir was wofür ich nichts tun muss. Nur, um dann wieder konsumieren zu können.

    In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein erfolgreiches 2017. Ich bin mal gespannt wo die Börsenreise hingeht, Trump macht mir immer noch Angst.

    Und viele motivierende Posts von Dir lieber Tim und den vielen Kommentatoren.

     

  2. Dennis

    @Dorothea

    Ja meine Freundin ist leider auch genau so nur Sie geht in die Geschäfte und sucht nach reduzierte Kleidung und zeigt dann immer was Sie „tolles“ gekauft hat obwohl der Kleiderschrank mehr als voll ist 🙁 und mir bringt sie auch bei Gelegenheit etwas mit obwohl ich es nicht brauche…verrückte Welt.

  3. Couponschneider

    Ich erinnere mich an eine Dienstreise im Jahre 2009. Ich war längere Zeit in den USA und ich war noch Berufsanfänger. Ich habe meine Kleidung nicht in dem Hotel zum Waschen überlassen. Ich bin mit dem Auto herumgegurkt und habe mich in einen Laundry begeben. Statt 40 Dollar mehr habe ich am Ende nur 5 Dollar bezahlt. Das Hotel hätte nach Anzahl an Kleidungsstücken abgerechnet. Danach war ich noch häufig in den USA. Ich achte darauf, dass die Hotels Waschmaschinen zum Selberwaschen haben. Im letzten Jahr war ich einem Hotel, da war die Nutzung von Waschmaschine und Trockner kostenlos. Die Packung Tide hat einen Dollar gekostet. Bei längeren Aufenthalten kann man sich auch sein Tide bei Walgreens beispielsweise kaufen. Die praktischen Einzelpackungen, die man im Hotel kaufen kann, gibt’s aber nicht in den Drogerien und Supermärkten. Ein anderes Hotel hatte auch Waschmaschinen, aber da kostete es 2 $ pro Waschgang, 2 $ für den Trockner und 1 $ für das Waschmittel. Das geht auch. Das alles allemal besser als es vom Personal waschen zu lassen.

    Ein Kollege von mir hat waschen lassen. Die Rechnung war dann sehr hoch.

    Übrigens: Wer noch nie einem amerikanischen Laundry war, der hat ein Stück authentisches Amerika verpasst. Es ist einfach cool, eine Maytag mit 8 Vierteldollar-Münzen zu füttern, die daraufhin losrattert. Selbstverständlich sind deutsche Waschmaschinen viel besser, aber man möchte doch auch etwas erleben.

    Wie wäscht eigentlich Tim Schäfer seine Wäsche? Hat er eine eigene Waschmaschine?

     

  4. Stefan Müller

    Wenn ich z.B. meinen 20 jährigen Stiefsohn, der noch Lehrling ist, sehe, der sein gesamtes Geld für Konsum ausgibt und in 3,5 Jahren schon zwei Tophandy geschrottet hat und jetzt sein 3tes Handy kauft.

    Ich schüttle nur mit dem Kopf und frage mich, wieso es bei der Lebensdauer schon wieder ein Handy der über 500€ Klasse sein. Aber ich bin nur uncool und eine Spaßbremse. Er hat sich an die Topklassehandy gewöhnt und will nicht mehr weniger.

    So einfach ist das. Und wenns mal eng wird, ist halt die Mama, Oma oder sonstwer da und lässt etwas springen.

    Das ist symptomatisch für viele der aktuellen Generation. Ich fühle mich ohnmächtig und habe trotz Topverdienst seit 2 Jahren nur ein 150€ Hany und bin zufrieden damit.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dorothea

    Danke. Das wünsche ich Dir auch und all den Lesern. Happy 2017!

    Ja, das stimmt. Viele Menschen sind auf der Jagd nach Schnäppchen. Sie kaufen zuweilen Zeug, das sie niemals nutzen werden. Kleidung landet ungetragen im Schrank für Jahre. Schuhe drücken oder gefallen nicht mehr. Und so ist das meiste Zeug einfach nur eine Last. Weniger ist mehr. Weniger Kram bedeutet mehr Zeit und Geld für andere Dinge: Natur, Freunde, Familie, Kollegen, Sport, Spaziergang, Waldwanderung, Buch…

     

    @ Dennis

    Ja, das ist leider Alltag. Die Leute gehen ständig in die Einkaufstempel und glauben, sie werden so zufriedener. Es ist aber ein Weg in die Unzufriedenheit.

     

    @ Couponschneider

    Ich ging lange Zeit in so einen Waschsalon in Chinatown, wie Du ihn beschreibst. Ich habe noch immer keine Waschmaschine und keinen Trockner. Wir haben im Haus einen Waschraum. Dort gibt es keine Münzen mehr, sondern Karten, auf die ich Geld auflade. Auf den Trockner verzichte ich weitgehend. Ich hänge die Wäsche auf und trockene sie schonend an der Luft.
     

    @ Stefan
    Das ist auch ein Versagen der Familie. Ich würde das finanziell nicht unterstützen. Ich würde sagen: Dazu bekommst Du kein Geld mehr, wenn das schon wieder kaputt ist.

  6. Andrea

    Stefan, ich stimme zu, mir fällt auch auf, dass viele junge Leute das Geld nicht zu schätzen wissen. Wieviele Schüler habe ich schon gesehen, deren Familie vom Staat unterstützt wird und die ein iPhone besitzen. Meine Nichte hat seit kurzem ihre erste Arbeitsstelle und verdient den Mindestlohn und hat sich gerade wieder ein neues iPhone gekauft. Es ist unglaublich. Es zählt unter den Armen wohl als Statussymbol. Ich selber bin Akademikerin und habe mir ein gebrauchtes iPhone 4 für 80 Euro gekauft.

  7. Obama

    Hallo Tim

    Hallo @all,

     

    wünsche Euch allen ein zufriedenes, gesundes, renditestarkes,….. Jahr 2017.

    Danke Tim, für den guten Artikel.

    Ich stimme mit Dir in sehr vielen Dingen überein.

    Jedoch bei Amazon Prime, muss ich gestehen, bin ich dabei.

    Für mich persönlich ist dieses keine Geldverschwendung. Als Musikfan, kaufe ich mir, dank Prime Musik viel weniger CD´s. Musik versüßt mein Leben und mit Prime habe ich jetzt überall – auch im Urlaub – immer meine Wunschmusik zur Verfügung ( und dass für noch 49€ pro Jahr.

    Gezielt nutze ich auch den Versand. Man kann bei Amazon auch gut Artikel für die man sich interessiert beobachten, und wenn dann der Preis passt kaufen.

    Da ich persönlich von dem Amazon Konzept zufrienden bin und dieses mich nicht zu übermäßigen Konsum verführt, bin ich natürlich auch zufriedener Anteilseigner von Amazon.

    Ansonsten werde ich 2017 mein Leben minimalistischer gestalten und genießen. Meine Spar- und damit Investmentquote möchte ich noch weiter hochfahren.

    Meine momentanen größten Depotpositionen sind:
    KPS; SNP Schneider; IRobot; Hypoport; Nemtschek; Apple, Amazon; Alphabet; IBM und Microsoft

    Alles Liebe,

    Obama

     

    Ich wünsche Dir…

    Ich wünsche dir Augen, die die kleinen Dinge des Alltags
    wahrnehmen und ins rechte Licht rücken.

    Ich wünsche dir Ohren, die die Schwingungen und Untertöne
    im Gespräch mit anderen aufnehmen.

    Ich wünsche dir Hände, die nicht lange zögern,
    zu helfen und gut zu sein.

    Ich wünsche dir zur rechten Zeit das richtige Wort.
    Ich wünsche dir ein liebendes Herz
    von dem du dich leiten lässt.

    Ich wünsche dir Freude, Zuversicht, Liebe,
    Gelassenheit, Glück, Demut.

    Ich wünsche dir Güte – Eigenschaften, die dich
    das werden lassen, was du bist und immer werden willst –
    jeden Tag ein wenig mehr.

    Ich wünsche dir genügend Erholung und ausreichend Schlaf,
    Arbeit, die Freude macht, Menschen, die dich mögen
    und bejahen und dir Mut machen, aber auch Menschen,
    die dich bestätigen, die dich anregen,
    die dir Vorbilder sein können, die dir weiterhelfen,
    wenn du traurig bist und müde und erschöpft.

    Ich wünsche dir viele gute Gedanken und ein Herz
    das überströmt in Freude und diese Freude weiterschenkt.

     

     

     

  8. Maschinist

    Frohes Neues Jahr Tim und welcome back nach der Pause!

    Schoener Artikel. In den USA ist einfach alles noch eine Liga verrueckter. Ich mag die Amis und Ihren Optimismus sehr aber der Konsumwahnsinn ist „von aussen betrachtet“ verrueckt. Das hilft mir auch heute noch bei mir selbst zu reflektieren.

    Gruss von DC nach New York und ein schoenes Wochenende!

    Maschinist

    freiheitsmaschine.com

  9. Kai

    Hallo Tim,

    darf ich dein Forum dazu benutzen mir bei einer sehr wichtigen Frage zu helfen?

    Hier schreiben so viele verschiedene Menschen das es mir ein Anliegen ist, meine Frage hier zu stellen, und dadurch für mich eine wichtige Entscheidung zu treffen.

    Vor über 10 Jahren habe ich mir eine kleine Wohnung zum vermieten gekauft.Bezahlt habe ich sie bar.Bisher ist auch alles recht gut verlaufen und ich hatte nur ein einziges Mal einen kleinen Mietausfall.Nachdem nun jetzt der letzte Mieter in die Schweiz zieht und ich schon wieder einen Mieterwechsel habe stelle ich mir die Frage ob ich nun nicht doch die Wohnung veräußern sollte.Da ich sie recht günstig erworben habe und die Preise für Immobilien gestiegen sind, müßten ca 30 % mehr beim Verkauf rausspringen.Die Rendite bei der Vermietung ist nicht hoch. Da habe ich mal ein neues Bad gemacht, neuer Boden etc. Denke so in etwa 2-3%, wenn überhaupt.Aber es geht ja auch um Werterhalt seines Geldes.

    Was meint ihr ??Soll ich die Immobilie verkaufen ??Weiter vermieten??

    Was mache ich mit dem Geld beim Verkauf??? In Aktien stecken ?

    Aktuell spare ich 50% meines Einkommens und stecke das in Aktien. Wäre bei einem Verkauf das Klumpenrisiko so hoch ??

    Vielen Dank für ein paar Meinungen.

     

    Beste Grüße

    Kai

     

     

  10. Ex-Studentin

    @Tim

    Ich finde die Videos, in denen man was von der Stadt sieht, immer sehr toll! Irgendwann laufe ich da auch mal lang. 🙂

    @Stefan

    Für mich ist da leider auch die Familie mehr schuld als der Junge selbst. Meine Eltern haben uns alles wichtige gekauft: Schulsachen, Kleidung.. Wenn ich aber etwas außer Plan haben wollte, dann musste ich es selbst zahlen oder zumindest etwas drauf zahlen. Weihnachtsgeschenke gab es für 100DM/50€ von den Eltern und noch mal von den Großeltern. Taschengeld gab es jedes Jahr ein bisschen mehr, sodass ich als Abiturientin kurzzeitig 20€ im Monat bekam. Meine Brüder und ich wurden dadurch sehr selbstständig erzogen und haben uns seit wir 15 sind (teilweise früher) nebenbei was dazu verdient. Meine Brüder durch Rasenmähen und Ferienjobs, ich durch regelmäßige Nachhilfe und Nachmittagsbetreuung. Mit der Ausbildung haben meine Brüder sich mit 100-200€ an den Wohnkosten beteiligt. Ein Smartphone für 500€? Da hätten wir 5 Jahre lang unser Weihnachtsgeld für sparen müssen. Für mich war meine Kindheit sehr prägend, weil ich mich dadurch sehr viel mit anderen Familien verglichen haben: Was muss man besser machen, damit es mir mal finanziell besser geht? Was darf ich hingehen nicht machen?

    Deswegen: Den Kindern den Konsumwahn nicht vorleben und nicht mit Markenprodukten ersticken und ihnen jegliche Urlaube und Elektrikschnickschnack finanzieren, ohne dass die Kinder selbst was arbeiten müssen. Kindern Grenzen aufzeigen statt Bedienstete zu spielen.

    Ich hoffe, dass ich meine Kinder mal besser erziehen werde.

  11. PIBE350

    Bis auf 2 Versicherungen (Reisekranken- und Haftpflichtversicherung) habe ich keine Verträge oder Abos am Laufen. Ich möchte flexibel und ungebunden sein.

    Ich bin vorhin kurz meinen Haushaltsplan für 2017 durchgegangen und komme auf Gesamtkosten von unter 10.000 Euro. Der Rest wird schön wieder investiert.

    Dorothea: ,,Dein Verhalten, mein Verhalten und das der anderen die hier schreiben nenne ich Selbstverantwortung übernehmen und das vermisse ich bei vielen die heute eher fragen, wer gibt mir was wofür ich nichts tun muss. Nur, um dann wieder konsumieren zu können.“

    Amen. Passend hierzu fällt mir nur noch eine Textpassage aus einem Buch ein: ,,Geld ist ein Machtfaktor. Wer über das Geld verfügt, trifft auch die Entscheidungen. Wer von finanziellen Zuwendungen anderer abhängt, ist auch in anderen Fragen des Lebens abhängig.“ 🙂

  12. Max

    @Kai: Ich kann dir da leider keinen Rat geben. Ich selbst habe auch eine Eigentumswohnung gekauft. Ziel war bei mir die Diversifikation. Jetzt – nach über zwei Jahren – stellt sich mir die Frage, ob die Entscheidung damals die Richtige war. Aus heutiger Sicht hätte ich mein Geld lieber in den Aktienmarkt gesteckt (Und das obwohl bisher alles recht gut läuft und ich erst eine Reparatur an der Wohnung hatte). Zu beachten ist in meinen Augen das Klumpenrisiko. Eine Wohnung ist doch etwas wenig um sagen zu können, dass eine vernünftige Streuung vorliegt (Mietausfall über längere Zeit, Renovierung, Mietnomade mit anschließender Sanierung, …). Mein Steuerberater hat mich damals vor dem Kauf übrigens gewarnt, dass der Immobilienmarkt genauso wie Aktien schwanken und er auch in unserer Region (zw. Stuttgart u. München) schon fallende Mietpreise/Immobilienpreise erlebt hat.
    Mein Gedanke geht eher Richtung: Warum selbst eine Wohnung kaufen, wenn eine Vonovia z.B. über 1 Mio. Wohnungen verfügt und diese professionell verwaltet. Wäre eine Investition in dieses Unternehmen nicht die Bessere Wahl?

    Zum Kommentar von Ex-Studentin: Ich finde ja die Videos von Tim auch immer schön anzusehen. Jedoch frage ich mich, ob die umstehenden Leute nicht kritisch schauen, wenn Tim unentwegt in sein Smartphone redet 🙂

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Obama

    Auch Dir Happy New Year. Danke für die netten Worte.

    Zu Amazon: Das ist ein gutes Unternehmen. Aus Kundensicht gibt es wenig zu meckern. Sie machen einen verdammt guten Job. Da hast Du sicherlich mit Deiner Musik einen großen Vorteil.

    Aber wir Verbraucher müssen schon wahrnehmen, dass hier ein Gigant entsteht, der eine enorme Marktmacht aufbaut. Wir können Amazon in gewisser Weise „ausgeliefert“ sein in einigen Jahren oder Dekaden. Diese Gefahr würde ich einkalkulieren. Amazon hat ja schon ein Monopol im Buchmarkt errichtet.

     

    @ Maschinist

    Die netten Grüße sende ich zurück nach DC. Schneit es bei Euch auch so heftig wie hier in NYC?

     

    Klar ist der Konsum in den USA verrückter als in Deutschland. Die Amis sind Europa voraus. Vielleicht fangen die Deutschen in ein paar Jahren auch an, Container zu mieten, um ihr uraltes Sofa, Brautkleid, Kühlschrank und Staubsauger einzulagern.

    https://www.youtube.com/watch?v=zGd6vBoVNfQ

     

    @ Kai

    Gratulation zu Deiner hohen Sparquote. Und zum schuldenfreien Renditeobjekt. Das ist großartig. Ich würde die Wohnung vermutlich behalten (ich kenne jetzt nicht die Details). Damit streust Du Dein Vermögen. Ich bin ein Fan von Buy and Hold auch bei Immobilien. Beim Verkauf fallen wieder unnötige Kosten an (Makler, Notar…). Warren Buffett besitzt übrigens seit etlichen Dekaden Gewerbeimmobilien in New York, die er nie hergeben wird. Sie wird er an seine Kinder vererben.

     

    @ Ex-Studentin

    Danke fürs Schauen der Videos. Ich werde noch mehr über meine Fehler/Missgeschicke erzählen.

     

    @ PIBE350

    Ich habe nur eine Krankenversicherung. Das ist alles.

  14. Couponschneider

    Ständig ein neues Smartphone haben, ist auch so eine Sache. Das machen tatsächlich häufig Leute, die sich über solchen Schnickschnack definieren. Die Leser können sich denken, mit was für ein Telefon „mein Justin“ telefoniert. Der hat natürlich auch die 50€/60€ teure Telekom-Flat und ist ständig am Surfen. Da hat er auch noch ein tolles Auto und einen 40-minütigen Arbeitsweg. Auf den Tipp, dass er doch währenddessen Podcasts hört und sich bildet (die ganzen Autoradios müssten doch Airplay können), hat er nur resignierend geantwortet.

    Zu mir: Ich habe das billigste Smartphone gekauft, das ich finden konnte. Es funktioniert. Das wichtigste ist für mich die Kontakt-Liste und die Mail-App. Ich surfe wenig, weil es mir zu ineffizient ist. Für den Zeitvertreib habe ich immer papierne Lektüre zur Hand.

    Ich habe aber auch Verschwender in der Familie. Da wird ein Kindle aussortiert und durch die neue Generation ersetzt, weil er alt ist. Ich hatte meinen Kindle vier Jahre, bis er kaputt war. Ich habe, das kann man gut auf amazon.de nachlesen, in den vier Jahren über 60 Titel bei Amazon heruntergeladen. Oder ein anderer Fall: Es wird bestellt wie ein blöde, aber immer per Nachnahme, anstatt per Lastschrift oder Vorkasse. Jedes Mal wurden 15 € Nachnahmegebühr fällig. Das lief über ein paar Jahre und ca. 10 mal pro Jahr. Ich könnte heulen, wenn ich an das schöne Geld denke.

    Oder nehmen wir die eine Tante, die äußerte: „Meine Söhne sollen keine gebrauchte Kleidung tragen.“ Damit brachte sie zum Ausdruck, dass gebrauchte Kleidung etwas schlechtes wäre. Übrigens: Obwohl ihr Mann als Diplom-Ingenieur immer gut verdiente und sie auch mindestens 13 Jahre lang ein Einkommen beisteuerte, ist die Ehe zerbrochen und es war nichts übrig. Es wurde all die Jahre zu viel konsumiert: Ständig neue Möbel, ständig neue Autos (obwohl ihm ein Firmenwagen zur Verfügung stand), ständig irgendwelche Reisen. Es wurde 1999 sogar eine KLV gekündigt, damit man in der Bettenhochburg Djerba Urlaub machen konnte.

    Seine Geschwister haben weniger verdient, aber waren bzw. sind sparsamer, und haben es aber dennoch zu mehr geschafft. Ich denke, mein Onkel hat mit der Frau keine gute Wahl getroffen. Die brachte eine Menge durch. Aus der Ehe sind zwei Söhne hervorgangen und mit Geld können die beiden auch nicht umgehen. Der eine verdaddelte Zeit nach dem BWL-Studium und ist nun „Wirt“, der andere wurde Barkeeper und hält 1200 € netto für ein starkes Gehalt.

    Ich bin sparsam erzogen worden und große Geschenke gab es nur zu Weihnachten.

  15. Dominik

    @Tim 19:18

     

    so so eine Containeranlage wird gerade in Leipzig gebaut, finanziert über eine deutsche Immobilien crowdfunding Plattform. So weit ist es also nicht mehr bis deine Vorhersage eintrifft / eintreffen kann.

  16. Ganfalf

    Nabend Zusammen!

    Nun Sonderangebote bei Lebensmitten oder Verbrauchsmittel wie z.b Waschmittel usw. für den täglichen Gebrauch auf Vorrat zu kaufen finde ich jetzt nicht falsch da kann man schon eine Menge sparen.Mein Handy ist auch schon fast 5 Jahre alt und das Auto wurde verkauft den ich habe den absoluten Luxus diese quasi vor der Türe zu haben.Es ist schon der Wahnsinn was man dadurch ein Geld spart und es auch die Nerven schont.

    Und genau das Auto ist die Verlustquelle Nr.1 und wenn ich sehe was da an Kohle in meinem Umfeld verbrannt wird und ich auch selbst getan habe zog ich die Reißleine.

    Bin seid Anfang 2016 ETF`ler und habe auch Fonds seid 2000 in Besitz die ich aber Stück für Stück unter Inanspruchnahme des Sparerfreibetrags verkaufe,möchte aber jetzt einige tausend Euro die ich gespart habe  in Aktien investieren und ich denke da ist die USA der beste Einkaufsplatz.4 Monatsgehälter habe ich auf hoher Kante als Bargeld.

    Nun bin ich auf der Suche nach Aktien die ich als Buy and Holder erwerben kann vielleicht mag mir einer von euch ein paar Tipps geben.

    Ich dachte dachte da z.b an Jonhson&Johnson,Procter and Gamble ,Berkshire Hathaway oder auch Amazon

    Gruß,Der Gandalf

     

     

     

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dominik

    Das wusste ich nicht, dass es in Deutschland diese Container schon gibt.

    Der Marktführer für die Container-Vermietung ist Public Storage. Der Aktienchart zeigt, dass es eine Goldgrube ist:

    https://finance.yahoo.com/chart/PSA#eyJtdWx0aUNvbG9yTGluZSI6ZmFsc2UsImJvbGxpbmdlclVwcGVyQ29sb3IiOiIjZTIwMDgxIiwiYm9sbGluZ2VyTG93ZXJDb2xvciI6IiM5NTUyZmYiLCJtZmlMaW5lQ29sb3IiOiIjNDVlM2ZmIiwibWFjZERpdmVyZ2VuY2VDb2xvciI6IiNmZjdiMTIiLCJtYWNkTWFjZENvbG9yIjoiIzc4N2Q4MiIsIm1hY2RTaWduYWxDb2xvciI6IiMwMDAwMDAiLCJyc2lMaW5lQ29sb3IiOiIjZmZiNzAwIiwic3RvY2hLTGluZUNvbG9yIjoiI2ZmYjcwMCIsInN0b2NoRExpbmVDb2xvciI6IiM0NWUzZmYiLCJyYW5nZSI6Im1heCJ9

    Die Menschen können sich einfach von all dem Konsumzeug nicht mehr trennen. Sie hängen emotional an den Sachen.

     

    @ Gandalf

    Die größten 3 Kostenblöcke sind in der Tat Wohnen, Transportmittel, Lebensmittel.

    http://www.nomadwallet.com/save-money-on-3-biggest-expenses/

    Deine Aktien klingen super. Die eignen sich für Buy and Hold, finde ich.

  18. Fit und Gesund

    Als Kind (Einzelkind!) bekam ich wesentlich weniger an Geschenken wie die Nachbarskinder, ich habe als Kind oft gehadert und fand das ungerecht, meine Eltern meinten, „die kaufen aber Alles auf Pump, wir machen das nicht“, ich hätte wohl auch lieber auf Pump gekauft, ich verstand es nicht wirklich,

    heute bin ich froh, es fiele mir im Traum nicht ein Konsumschulden zu machen, ich mag auch nicht so viel Krimskrams, Deko… ich bevorzuge den minimalistischen Lebensstil.
    Klamotten und Schuhe kauf ich im Ausverkauf, bevorzuge aber Qualitätsware, wobei… das findet sich nicht immer so einfach, selbst Markentshirts sind schnell labbrig oder haben ganz schnell ein kleines Loch, das ist glaub so konzipiert dass es nicht lange hält.

    Heute auf der Arbeit wieder das was ich nicht verstehe, seit Neuestem müssen wir unseren Kaffee selber zahlen,(Kasse) der Kaffee schmeckt ganz normal, aber die Mädels rennen zum Kiosk und kaufen sich einen im Pappbecher, weiss nicht was der kostet, schmeckt Kaffee im Pappbecher besser oder ist das nur cool mit so einem Becher rumzulaufen? Sind auch eher die Jüngeren (die verdienen ja auch weniger)

    Ich glaube der ganze Konsum hängt auch mit dem Selbstwertgefühl zusammen, cool sein, dazugehören, das scheint wichtig, aber ich muss nicht cool sein, für wen denn? ich mach mein Ding und gut ist es.

    Wie viele Eltern definieren sich über ihre Kinder? wie die klug sind, was die Alles können, wo die überall mitmachen, viele Kinder sind völlig verwöhnt, da killt der Bub das neue iphone und bekommt am nächsten Tag ein Neues, mir stehen da die Haare zu Berge, was wird aus diesen Kindern wenn sie den ersten Job antreten? Zum Glück sind aber nicht alle Eltern so!

     

  19. Couponschneider

    Ich glaube, das ist nur „cool“. Ich kann ja verstehen, wenn man aus Bequemlichkeit etwas mehr Geld ausgibt, aber die geben mehr Geld aus für Unbequemlichkeit. Die müssen extra nach draußen latschen. Den Starbucks-Quatsch habe ich nie verstanden. Der Kaffee schmeckt nicht und mit ein bisschen Enthusiasmus bekommt man zu Hause besseren Kaffee hin. Ich kenne nur den US-Starbucks. Da schmeckte der „Latte-Macchiato“ nach H-Milch. Mal im Ernst: Mitunter schmeckt mir so mancher Thermoskannenkaffee für 50 Cent besser, wo man dann noch ein Tütchen Zucker und ein Kondensmilchkännchen dazubekommt. Deutschland wird zwar auch belächelt wegen seines Filterkaffees, aber im Gegensatz zu diesem Ami-Zeug ist der gar nicht mal so schlecht. Problematisch in Deutschland ist eher der Vollautomatentrend in den kleinen Läden. Da kriegt man zu doppelten Preis einen schlechteren Kaffee, weil die sich auf das Knöpfchendrücken verlassen.

    Wir hatten auch mal einen Studenten bei uns, der jeden Tag mit einem Starbucks-Becher kam. Ich hatte keine Ahnung, woher er das Geld hatte. Die jetzigen Studenten dagegen sind da wiederum ganz anders. Da habe ich noch keinen Starbucks-Becher gesehen.

     

  20. Christoph

    Vielleicht wollen die auch einfach an die frische Luft und verbinden das mit dem Kaffee?

    ich msg ja keinen Kaffee aber ich hab neulich erst wieder gelesen dass es schön ist mittlerweile fast überall leckeren trinken zu können und nicht so ne plörre wie früher.

     

  21. Skywalker

    Eigentumswohnung bis jetzt sehe ich drei Stück man darf den Aufwand nicht unterschätzen man hat immer mal wieder Kontakt mit Mietern auch gerne anrufen Sonntag abends um 10 Uhr

    Ich hatte das Glück quasi kein Eigenkapital einbringen zu müssen die Wohnung tragen sich dank niedrigem Kaufpreis von selbst ich kann 5% im Jahr tilgen und nach 15 Jahren gehören Sie mir so etwas geht mit Aktien leider nicht.

     

    Was man keinesfalls tun sollte ist sind Wohnung kaufen mit einer Bruttorendite unter 4% wenn man da ehrlich alle Kosten abzieht bleibt nichts übrig unterm Strich würde ich aktuell keine Immobilie kaufen wenn nicht gerade ein super Schnäppchen auftaucht

  22. Kall

    Bonjour Tim,

    erst einmal wünsche ich dir und den Fristen ein gesundes und erfolgreiches Jahr. Du hast völlig Recht mit den Abos, die dazu verführen, eine Menge Geld auszugeben.

    Bei Sky stellt sich für einen Fußballfan allerdings ein richtig großes Problem:

    Wenn man wie ich für einen Rekordabsteiger in der zweiten Liga hält (der „Club“) und 250 km einfache Strecke zum Spiel hat, macht ein Abo fast schon wieder Sinn. (Die öffentlich rechtlichen Sender übertragen inzwischen fast nur noch zeitversetzt und meistens erste Liga.)

    Allerdings muss man eigentlich ständig kündigen und nachverhandeln. So haben wir das letzte Mal 30% Nachlass bekommen. Dann ist es noch immer teuer, aber das ist halt eine Entscheidung, die man selbst zu verantworten hat.

     

    Ich habe eine Frage: Du schreibst man solle Qualitätsaktien kaufen-richtig. Dann nennst du in den Videos häufig, Johnson oder Procter. Über Visa habe ich noch nie was gelesen oder gehört.

    Ich habe sie in meinen Depot. Findest du Visa zu schlecht oder zu teuer?

    Die gleiche Frage zu Reckitt. Habe ich auch und finde sie trotz Rückschlägen ganz gut, breites Angebot, ordentliche Dividende.

    Beste Grüße über den Teich

    Kall

  23. Gandalf

    @Tim

    Danke dir, dann werde ich mal demnächst einkaufen gehen:)

    Bis bald

    Was Eigentum betrifft ich habe vor 12 Jahren eine neue Maisonette Eigentumswohnung die nicht zu klein/groß ist für meine kleine Familie zur Selbstnutzung erworben und denke in ca 8 Jahren sind wir schuldenfrei.Nebenkosten dann von 250 Euro und ca noch mal 200 Euro freiwillig für Instandhaltung für eine 80qm Wohnung ,da kann keine Mietwohnung mithalten Eigentum wenn es man nicht übertreibt ist was sinnvolles.

  24. Andreas

    @Kall:

    Zu Visa hat sich Tim auch schon geäußert. Und klar, das ist ein sehr guter Wert, mit Wachstumspotenzial.

    Ich persönlich sammle momentan erstmal Cash ein, habe noch keinen Termin, wann ich welche Aktien kaufe. Gerade USA kommt mir momentan etwas zu hoch vor, da wird es sicher mal einen Rücksetzer geben und dann schlage ich zu. Auf der Liste für 2017 z.B.: Intel, Microsoft, Cisco, Visa, Walt Disney (da hätte ich schon zuschlagen sollen), 3M, also plane jedenfalls 2-3 US-Werte zusätzlich mit aufzunehmen, ansonsten schaue ich mal was die nächsten Monate bringen.

    Und zum Thema Konsum: Ja da kann man sich wirklich wundern, wie leicht sich manche davon verführen lassen. Das habe ich selbst sehr gut im Griff, bin eher dabei Sachen zu verkaufen, die ich nicht mehr brauche. Habe ebenfalls nur eine Krankenversicherung und Haftpflicht, mehr nicht. Ist alles für die Jahresbilanz toll, wenn man die eigenen Ausgaben reduziert und zusätzliche Einnahmen generiert:)

  25. Kall

    Bonjour Andreas,

    danke für die Info. Das habe ich dann wohl überlesen. Ich sehe es ähnlich wie du. Man wird das Gefühl nicht los, seit dem Wahlsieg Trumps baut sich eine Blase auf. Zumal seine wirtschaftspolitisch wirren und schädlichen Ideen zumindest an der Börse aktuell völlig ausgeblendet werden. Ich baue jetzt auch mal Cash auf und warte, zumindest bis Sommer

    Microsoft und Walt Disney gefallen mir auch.

    Beste Grüße

    Kall

  26. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    ich habe auch diese Woche eine Sondertilgung eines „noch“ bestehenden Konsumentenkredits durchgeführt. Dadurch reduzieren sich meine Restzinsen auf nur noch 132€ bis 30.11.2017. (Ersparte Zinsen: 400€)

    Dann ist da finito und neue Kredite gibt es nicht mehr. War ohne hin eine „Jugendsünde“ – vielen Dank nochmal an meine EX…

    Glück Auf!

     

     

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kein Kommunist

    Danke für den Link. Ja, die Altersarmut wird ein Problem. Wir haben eine alternde Gesellschaft. Und aufgrund der Software, des Internets und Roboter fallen massig Jobs weg.

    Das Deutsche Aktieninstitut macht gute Vorschläge. Die Aktie muss als Teil der Altersvorsorge gestärkt werden. Der Staat sollte helfen, wenn Bürger langfristig mit Aktien vorsorgen. Leider kommt es bei den Betonköpfen in Berlin nicht an. Ich bin für eine starke gesetzliche Rente. Wir brauchen sie. Und sollten sie nicht weiter schwächen. Ich bin dafür, dass alle einzahlen – vor allem die Politiker.

    https://www.dai.de/de/das-bieten-wir/studien-und-statistiken/studien.html?d=466

     

    Kall

    Beide Aktien eignen sich zum Kaufen und Liegenlassen, finde ich.

     

    Delura

    Gratulation zur Sondertilgung. Das ist super. Das höre ich gerne.

  28. Sascha

    Absolut meine Meinung. Wenn du mit weniger glücklich bist, bist du schneller glücklicher! Der Verzicht auf unnütze Dinge ist eine wahre Kunst. Aber am Ende haben die einfachsten Dinge ohne viel TamTam den größten Erfolg – siehe Apple! 🙂

  29. Erfolgsmaschine

    Das sehe ich auch sehr oft, dass Kleider im Überfluss gekauft werden. Jedes Jahr muss eine neue Winterjacke her, die ein Vermögen kostet. Klar kann man sich auch teurere Kleidung als C&A leisten, jedoch im Masse. Ich kaufe mir auch gerne etwas teurere Kleidung, dafür gehe ich vielleicht 3 Mal im Jahr shoppen und kaufe auch immer nur das nötigste.

    Viele haben einfach keinen Bezug zu Geld. Vielleicht, weil sie als Kind mit Geld von den Eltern überhäuft werden und nun das Gefühl haben, dass Geld sei zum verbrauchen da.

    -Erfolgsmaschine

  30. Claus

    Hallo zusammen,

    im März wird bei uns immer kostenlos Klein-Elektroschrott abgeholt. So habe ich letzte Woche mal im ganzen Haus nach alten „Schätzen“, die schon ewig herumstehen, aber nicht mehr benutzt werden, Ausschau gehalten.

    Da war ein ca. 25-jähriger Drucker für Umschläge, den ich früher im Büro gebraucht habe, der aber bestimmt schon 10 Jahre im Schrank steht. Und meine über 25 Jahre alte Stereoanlage, bestehend aus vier Geräten, die ich aufgrund eines Defektes vor Weihnachten ersetzten musste. Dann habe ich noch eine alte Digitalkamera (Sony 3,3 MP) gefunden, die aufgrund der modernen Handys/Smartphones wohl keiner mehr kaufen wird.

    Bevor ich den ganzen Ballast im März an die Strasse stelle, dachte ich mir, biete es einfach mal im Internet per kostenlosen Kleinanzeigen an, vielleicht will es ja noch jemand für kleines Geld kaufen…

    Womit ich nicht gerechnet habe: Noch am gleichen Tag waren 3 Sachen verkauft. Der Drucker + 2 Teile der Stereoanlage, macht 171,- EUR…

    Ausmisten befreit und macht Spass!

     

  31. Sams1974

    @ kein Kommunist

    Ich bin auch begeistert wie niedrig die gesetzliche Rentenversicherung doch die Latte legt.

    Ich meine ein Minijob und etwa den Gegenwert von 2 Mittelklassewagen in Wertpapiere  und schon hast du  deine Rentenzukunft im heute und jetzt.

    Mit den restlichen 20 Stunden in der Woche kraulst du dir die Eier oder baust den größten Bierdeckelturm der Welt oder oder oder.

    Zum Glück geht es bei 50% nicht nur um das sondern es fehlt gottseidank in Deutschland an genügend Freizeitaktivitäten. Ich frage mich warum ein Wort wie Kindergarten es in das englische schafft. Eigentlich gibt es so schöne Wörter  wie Kadavertreue die in die Welt gehören.

    Ein Anflug von Sarkasmus und schon am Montag morgen. Bitte um Verzeihung.
    P.S.
    http://www.focus.de/finanzen/boerse/ihr-depot-fuer-ein-sorgenfreies-leben-die-alternative-dividendenstars-aus-europa_id_6463350.html

    Puh, ich meine ob der eine oder andere bei solchen Schlagzeilen nicht auf falsche Gedanken kommt. Was kostet ein neuer 5er von BMW? Wieviel nochmal der Urlaub in der Karibik? Ich mach mir Sorgen das die Leute ihre Wurstigkeit verlieren!

  32. Fit und Gesund

    @Claus,

    Ich liebe es ja eher minimalistisch, war schon immer so, böse Zungen behaupten das sei ungemütlich hi hi….aber so ist eben schnell geputzt und Zeit ist so gut wie Geld 🙂

    Super Dein „Verkauf“, Du hast Talent, vielleicht ist da noch mehr was weg könnte, viel Spass falls Du noch mehr verticken
    möchtest und eben viel Erfolg!

    Heute hab ich es nicht mehr ausgehalten, ich musste mir was gönnen, ich hab mir eine klitzekleine Portion JNJ gekauft, vermutlich stürzen sie dann morgen ab, aber egal, die mussten es nunmal sein, die werden erst ganz kleine und wenig Früchte tragen, ich werde sie wachsen lassen und die Zweiglein niemals abschneiden.

    @All,

    schimpft bloss nicht, ich weiss die sind nicht billig, und eigentlich wollt‘ ich ja Techno/IT, kommt auch noch 🙂
    Gold ist soooo doof, es soll fallen und nicht steigen, auf mich hört Keiner!

  33. Christoph

    Fit und gesund

    glaub keiner wird bei johnson und Johnson schimpfen denn das ist einfach ein tolles Unternehmen.

    Da hast du nix falsch gemacht. Und ich fürchte die wird nicht wirklich fallen.

  34. Snufkin

    @F&G:

    Ich schließe mich Christoph an. Mit J&J kann man fast nichts falsch machen. Betrachtet man den Chart der letzten 10 Jahre, sind größere Einbrüche kaum zu erkennen – das heißt natürlich nicht, dass es in Zukunft zu massiven Einbrüchen kommen könnte 😉

    http://shuu.de/uCP

    Das KGV ist im Vergleich zum doch relativ überhitzten amerikanischen Markt auch noch ok. Die Dividenden werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin kräftig sprudeln.

    Ich bin mir fast sicher, dass du mit J&J gut schlafen kannst.

  35. Fit und Gesund

    Danke an Christoph und Snufkin, zuviel cash kann ich nun auch nicht ansammeln, besser doch immer mal wieder was investieren, jetzt geht AT&T etwas runter, mal sehen ob ich da auch noch einsteige.

  36. Claus

    @ fit und gesund

    habe noch einen alten Videorekorder und einen el. Brieföffner gefunden. Werde die Teile auch noch ins Netz stellen, mal sehen, ob jemand Interesse hat. Wenn das alles weg ist, muss ich mich unbedingt um die Reste aus dem Nachlass meiner Mutter kümmern. Die Kartons stehen seit knapp 28 Monaten so da, wie ich sie damals abgestellt habe. Mir graust davor, aber es muss sein…

    Ja, weniger ist für mich auch mehr, obwohl es bei mir nicht gerade kahl und ungemütlich ist. Ich kann mich sehr gut von nicht mehr notwendigen Dingen trennen. Vermutlich liegt das daran, weil meine Eltern damals als ich Kind war, alle 2-3 Jahre umziehen mussten und wir ständig alles am verpacken und wieder aufbauen waren. Da gab es keinen Ballast, wir hatten sowieso nicht viel. Mein Vater war Abteilungsleiter in einer größeren Kaufhauskette und wurde alle paar Jahre in ein anderes Haus versetzt. Köln, Stuttgart, Düsseldorf… Macht Spaß, wenn man laufend die Schule wechseln muss, wenn man gerade ein paar Freunde gefunden hat…

    Mit J&J machst du keinen Fehler, ich sehe dieses Unternehmen fast wie einen „Gesundheitsfond“ aufgrund der breiten Ausrichtung. Das ist eine der wenigen Aktien, die ich niemals verkaufen würde und nach etwas grösseren Rückgängen immer wieder aufstocken würde, soweit es die Gewichtung im Depot zuläßt und sich beim Unternehmen nichts zum Negativen ändert.

    Heftige Rückgänge sind eher selten: 2002-2003 ging es mal von ca. 75 auf 39 EUR, -52%. 2015 von 96 auf 79 EUR, -18%.

    Im Moment tue ich mich etwas schwer mit der Entscheidung Vodafone aufzustocken, zu verkaufen oder „nichts“ zu tun. Es ist eine meiner 4 Verlustpositionen. Vom Aufstocken hält mich mein Verstand ab, denn die geschäftliche Entwicklung ist aufgrund des Wettbewerbs nicht gerade rosig in den letzten Jahren. Die Dividende soll weiterhin gezahlt und sogar gesteigert werden, obwohl die Bilanz Verluste ausweist. Das zehrt an der Substanz. Die Aktie gefällt mir nicht mehr wirklich, mal sehen…

    Aber es gibt ja auch noch andere Aktien…

     

  37. Fit und Gesund

    @Claus,

    ich kann mich so gut in Deine Lage versetzen mit den Sachen der Mutter, das ist echt hart, ich habe das hinter mir, meine Mutter lebte in D und ich in der CH und ich konnte nur die Erinnerungsstücke mitnehmen, ihre Möbel konnte sie ins Heim mitnehmen, aber ich fürchte sie wird auch die nicht mehr lange brauchen, sie hat sich vor Silvester den Oberschenkelhals gebrochen und wurde operiert, davon wird sie sich vermutlich nicht mehr erholen. Alles sehr traurig, das letzte Hemd hat keine Taschen, sie war so sparsam, sie war nicht unglücklich dabei, aber ich wünschte sie hätte sich mehr gegönnt, sie hat auch für mich gespart.

    Als Kind sind wir auch öfter umgezogen und ich selber bin früher auch alle paar Jahre woanders hin, jetzt bin ich eher ruhig geworden, ich fühle mich hier auch sehr wohl und mit Wohneigentum ist man eher gebunden.

    Ja, mit JNJ bin ich zufrieden, ich werde diese Position auch immer mal vergrössern, Nestle, Unilever, Roche, Novartis, Medtronic und Novo Nordisk sind so meine Wohlfühlaktien die ich auch zu halten gedenke, sozusagen das Rückgrat meiner Anlagen, da muss ich auch keine TER mehr für zahlen, sie gehören mir und da hält kein ETF Betreiber mehr die Hand zusätzlich auf.

    Vodafone weiss ich nicht, nur wegen den Dividenden würd ich sie glaub nicht behalten, dann ist da noch der Wechselkurs und wiegesagt, es gibt bestimmt lohnenswertere Firmen, aber Du kennst Dich besser aus damit als ich.

    Werde mal schauen ob ich auch noch was verticken kann 🙂

     

     

     

  38. Claus

    @ fit und gesund

    das mit Deiner Mutter ist furchtbar. Das Leiden ist doch schon groß genug (auf beiden Seiten). Aber so ist das leider, ich habe es ja auch erleben müssen. Ich hätte alles gegeben, damit es meiner Mutter wieder gut geht, sogar mein Leben. Schließlich war sie 56 Jahre immer für mich da und wir waren wie allerbeste Freunde. Nun bin ich der Letzte aus der Familie…

    Geld ist nicht alles und die wichtigsten Dinge kosten bekanntlich nichts.

    Werde jetzt mal sehen, was die Aktien heute so machen. Viel Glück Dir und starke Nerven!

     

  39. PetraB.

     

    Ich habe einen sehr guten Tipp um „Nein“ zum Konsum zu sagen, und zwar: schmeißt endlich alle den Fernseher raus und legt mal öfter die Smartphones beiseite. Verbringt wieder mehr Zeit mit der Familie und unterhaltet euch öfter.
    Bei uns gibt es mittlerweile seit zwei Jahren keinen Fernseher im Haus und ich kann es nur empfehlen. Macht die Köpfe mal wieder frei für die wichtigen Dinge im Leben !!!

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