Konjunktur bricht ein


New York, 11. Juni 2008

bild

Angesichts der ungebremsten Ölpreisexplosion gehe ich fest von einer langwierigen Rezession in den USA aus. Den Verbrauchern bleibt einfach zu wenig Geld in der Tasche. Mit den Energiekosten ziehen vor allem die Lebensmittelpreise an. Kein Wunder, dass der Dow-Jones-Index in den vergangenen Tagen von 13.000 auf 12.289 Zähler einbrach. Kurzfristig sehe ich keine Erholungstendenzen. Lediglich der Dollar hat sich gegenüber dem Euro stabilisiert bei 1,54.
Erstaunlich: Die FED zeigt sich entschlossener denn je, die US-Währung zu stärken. Notenbank-Präsident Ben Bernanke signalisierte die Bereitschaft, die Leitzinsen zu erhöhen. Bernanke glaubt, dass die Wahrscheinlichkeit eines „substanziellen Abschwungs“ abgenommen hat, woran ich so meine Zweifel habe. Gleichzeitig beklagte der FED-Chef heute: „Die Inflation ist weiterhin hoch.“ George Bush hob bei seinem Deutschlandbesuch hervor, alles daran zu setzen, den US-Dollar zurück zu alter Stärke zu bringen. Bush richtete zudem drohende Worte an den Iran. Insofern konnte sich der Ölmarkt nicht entspannen. Im Gegenteil: Die Nervosität nimmt zu.
Ich bin derzeit im texanischen Houston und sehe mir verschiedene Öl- und Gaskonzerne an. Ich informiere mich hier auf einer der weltweit größten Investorenkonferenzen. Die meisten Aktien gehen regelrecht durch die Decke. Echt aufregend! Es ist allerdings extrem heiß hier. Das Thermometer zeigt mehr als 30 Grad Celsius an. Es ist wie in der Wüste. Ich halte Sie auf dem Laufenden.


tim schaefer (Author)

drucken


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *