Kanadisches Paar, 31 Jahre alt, sparte 1 Million $. Sie reisen um die Welt. Sie genießen die finanzielle Freiheit


New York, 4. März 2017

Wer die finanzielle Freiheit erreichen möchte, kann das schaffen. Es sind gewisse Grundprinzipien nötig: Sparsamkeit, Motivation, Zielstrebigkeit… (Ich habe hier Monets Garten fotografiert).

Wenn Dir Deine Arbeit Spaß macht, ist das grandios. Das ist ein Grund mehr, Dich zu engagieren und zu sparen wie kaum ein anderer. Wir wissen nie, wie lange wir so eine großartige Situation haben werden (dass Dir die Arbeit so viel Freude macht). Firmen gehen pleite. Sie werden verkauft, verkleinert, leiden, Abteilungen schließen, Projekte sterben. Insofern ist es gut, wenn Du so schnell wie möglich ein Finanzpolster aufbaust. Bist Du finanziell unabhängig, brauchst Du Dir weniger Sorgen um den Fortbestand Deiner Firma zu machen.

Der typische Konsument gibt praktisch jeden Euro aus, der reinkommt. Da lautet das Motto: „Arbeiten. Kaufen. Verschulden. Konsumieren. Sterben.“ Bist Du finanziell frei, kannst Du aus der Tretmühle ausbrechen. Und statt der Arbeit etwas anderes machen.

Kristy Shen kündigte mit 31 Jahren ihren Job. Die Kanadierin hat mit dem Gatten eine Million Dollar gespart. Sie reisen seither. Sie leben von 25.000 bis 40.000 Dollar im Jahr.

Hier waren sie in Tokyo für 55 Dollar die Nacht:

In den angelsächsischen Ländern ist eine Bewegung entstanden. Millionen Bürger möchten finanziell frei werden. Sie möchten ihr Leben nicht am Konsum ausrichten und ständig neuen Autos, Smartphones, Kleidungsstücken hinterher jagen. Sie möchten nicht das Wochenende in Einkaufszentren oder IKEA-Hallen verbringen, sondern lieber in der Natur.

Wie diese Frührentner ticken, ähnelt sich. Die Grundgedanken sehen so aus: Sie haben einen einfachen Lebensstil und verzichten auf unnötige Ausgaben. Sie unterscheiden zwischen den Dingen, die sie wirklich brauchen (MUSS) und jenen, die zwar schön sind zu haben, aber nicht nötig sind (KANN). Sie erkennen, dass es sich auszahlt heute weniger auszugeben, um später mehr Freizeit/Freiheit zu haben. Sie sind engagiert. Sie möchte in ihrem Job alles geben.

Manchmal nehmen sie Nebenjobs an, um das Sparen zu beschleunigen. Sie versuchen, 50 Prozent und mehr im Monat zu sparen, um möglichst schnell frei zu werden. Sie investieren ihre Ersparnisse weise. Meist wählen sie kostengünstige ETFs. Sie machen das Sparen auf monatlicher Basis. Sie sind nicht daran interessiert, langsam zu sparen. Ihr Ziel ist es, die Freiheit so schnell wie möglich zu erreichen. Sie lehnen traditionelle Sparformen wie Riester-Versicherungen, Bausparen, Kapitallebensversicherungen etc. ab.

Mit diesem Online-Rechner kannst Du ausrechnen, wie lange Du brauchst bis zur Freiheit. Es ist möglich, die finanzielle Freiheit zu erreichen wie das kanadische Paar zeigt. Klar verdienten sie sehr gut.

Auch mit einem durchschnittlichen Einkommen lässt sich die Frührente erreichen, wenn Du früh genug anfängst und motiviert bist. Natürlich ist es nicht leicht. Es sind viele Entbehrungen nötig. Die Einstellung basiert auf einem minimalistischen Gedankengut. Manchmal kann das nervig sein. Aber die Ernte ist später umso größer: Freiheit, Freizeit.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Kanadisches Paar, 31 Jahre alt, sparte 1 Million $. Sie reisen um die Welt. Sie genießen die finanzielle Freiheit

  1. Ralph

    Echt Klasse, mit 31 ist es schon sehr früh und ob dieses in Europa mit einem normalen Angestellten Job machbar, fraglich. Ich finde es trotzdem super, dass du immer wieder Beispiele von Personen zeigst, welche es geschafft haben.

    Gruß ralph

  2. Felix

    Mich würde interessieren, wieviel zahlt man eigentlich so Krankenkasse im Monat     als „freier Frührentner“, der um die Welt reist? Gibt es weltweite Tarife? Die AOK fühlt sich, glaube ich, nur für Europa zuständig.

    Wie ist das bei dir Tim: amerikanische KV, bestimmt nicht preiswert?

    Auf irgeneinen Blog habe ich mal gelesen, man solle schauen, dass man einen Minijob hat, um im System zu sein. Dann wäre das billig, weil staatlicherseits subventioniert.

  3. Markus

    Mit „normalen“ Job`s ist die ominöse 1 Mio in so einer kurzen Zeitspanne nicht möglich!

    Wenn die best ausgebildeten Ingenieure/Manager nach so kurzer Zeit hinschmeißen fragt man sich nach der Nachhaltigkeit eines solchen Systems.

    Normalerweise sollte die bestbezahlten Leute auch die sein, die wirklich überdurchschnittliches leisten, weil ihnen z. B. auch überdurchschnittlich was an den Job liegt…

  4. Kia

    Der Rechner sagt ich könnte erst in 30 Jahren in Rente gehen. ?  Ich habe wohl zu spät angefangen. Wenn ich noch bedenke das nach 14 Jahren das Depot zum erstenmal herhalten muss um Kind 1 ein Studium o.ä. zu finanzieren (wer weiß was sowas dann kostet), muss Monets Garten wohl noch warten.

  5. Mark85Mark85

    Glückwunsch an das junge Pärchen. Tim, kannst du mir etwas über die Geschichte dieser Bewegung sagen? Entstand sie im Zuge der letzten Finanzkrise in den USA oder schon früher?

    Bei uns in Deutschland gab es ja schon zur Jahrtausendwende Bodo Schäfer, der mediale Präsenz in Fernsehrunden zeigte und viele Bücher verkaufte. Eine massentaugliche Bewegung wurde meines Wissens bis heute nicht daraus. Erst mit dem vermehrten Aufkommen von Indexfonds in den Medien liest man wieder mehr über dieses Thema.

  6. Philipp

    Wie immer interessanter Artikel Tim!

    Auch ich (29) versuche das Ziel finanzieller Freiheit zu erreichen. Allerdings habe ich manchmal echt das Gefühl, dass man als Angestellter in Deutschland kaum die Chance hierfür hat wenn man nicht das „richtige“ Studium (Ingenieur, IT, Chemie o.ä.) und einen gutbezahlten Job in der richtigen Branche hat. Ich selbst habe mit 20 eine kaufmännische Ausbildung gemacht und nebenberuflich (Samstags) meinen Bachelor in BWL. Mittlerweile arbeite ich im Vertrieb und habe einen Firmenwagen. Ich verdiene „brutto“ nicht schlecht, aber dank der kalten Progression bekomme ich jeden Monat bei der Abrechnung Bauchschmerzen, wenn ich sehe was letztendlich netto rauskommt. Dazu kommt dann noch, dass ich jedes Jahr mehr Umsatz machen muss um meinen Bonus zu erhalten (der steigt aber nicht jedes Jahr…). Man könnte also sogar behaupten, dass ich jedes Jahr weniger verdiene…

    Noch eines am Rande: Wir (meine Frau und ich) haben keine teuren Handy-Verträge, Kein Pay-TV und sonst auch keine „unnötigen“ teuren Verträge und leben eher ländlich. Trotzdem haben wir keine Chance in den nächsten 10 Jahren eine Million zu sparen (Unser erstes Kind ist auf dem Weg. Ich bin schon gespannt wie sich unsere finanzielle Situation hierdurch ändern wird…).

    Ich bin jedenfalls mittlerweile davon überzeugt, dass in Deutschland der „Mittelstand“ zerstört wird. Trotz guter Ausbildung und vermeintlich „guter“ Jobs rutschen immer mehr Familien in Deutschland ab…

    VG

  7. Michael

    Laut Rechner kann ich in 10 Jahren in Ruhestand gehen, dann wäre ich 43 Jahre alt. Na ob ich das glauben soll 😀

    Und ich hätte sicher noch einiges Potential, was die Sparrate betrifft. „Leider“ kostet die Freundin doch etwas. Ohne Freundin hatte ich um einiges weniger Ausgaben (weniger Urlaube, weniger Restaurantbesuche, keine Blumenkäufe, kaum Geschenke gekauft). Aber wenn ich die Wahl hätte würde ich  mich immer für das Glück einer Beziehung entscheiden. Privates Glück kann man um nichts in der Welt kaufen.

    Würde aber niemals ganz in den Frühruhestand gehen. Da fallen zu viele Begünstigungen einfach weg. Möchte versichert sein und zumindest die Mindestpension abgreifen. Ein Halbtagsjob bringt keinen um.

    Wenn der Halbtagsjob 1k-1,3k einbringt, kann man die gewonnene Freizeit, meiner Meinung nach, noch viel besser genießen. Ich würde mir sonst viel zu viel Sorgen machen mit Anfang 40 ob das Geld auch wirklich reicht. Unvorhersehbare Ausgaben können immer anfallen.

    Falls man den Polster beisammen hat den man braucht, einfach Halbtags weiterarbeiten. So kann man aus dem Cashflow die Rechnungen bzw. die täglichen Lebensausgaben bezahlen und vielleicht bleibt sogar noch etwas über vom Gehalt für kleinere Extrainvestitionen an der Börse. Die „Extras“ zahlt man von der Rendite wie z.B. Urlaube, den TV, den Laptop oder was auch immer. Alles was über bleibt weiter veranlagen. Auch auf die Cashquote achten. Bischen etwas in Gold. Fertig ist der Mix.

    Good luck all!

    LG Michael

  8. Michael

    @Phillipp

    Niemand braucht 1 Million um finanziell frei zu sein. Wenn man die oft propagierte 4%-Regel heranzieht. Hättest du mit 1 Mio somit 40.000 € im Jahr zur Verfügung, 3.333 € im Monat und würdest die 1 Mio nicht mal angreifen. Das braucht doch niemand… Also ich zumindest nicht.

    Wenn du noch einen Halbtagsjob hinzurechnest wärst du schon auf 4.333 €. Und da kommt ja noch deine Frau hinzu. Angenommen sie bekommt auch einen moderaten Halbtagsjob (alleine in die Arbeit zu düsen ist doch langweilig). und schwups ist man schon auf einem Haushaltseinkommen von ca. 6.000 €

    Das braucht doch keiner…

    Außerdem glaube ich, dass die 4% etwas niedrig gegriffen sind. Da sollte schon mehr machbar sein. Ich würde da locker 6% annehmen inkl. Sicherheitspuffer.

    Meiner Meinung nach genügt schon viel weniger als 1 Mio für den Teilruhestand.

    LG Michael

  9. Delura

    Ich kann laut Rechner in 7,9 Jahren in Rente gehen. Dann wäre ich 58 Jahre „jung“.

    Ich habe meinen eigenen Kopf, ich gehe mit 56 Jahren (Basta) 🙂 Erstmal komplett raus aus dem Hamsterrad und 2-3 Jahre all das tun, was man sonst nicht tun konnte. Habe z.B. seit 16 Jahren keinen dreiwöchigen Urlaub gemacht, ich weiß gar nicht wie so etwas funktioniert….

    Und sollte es (was ich mir z.Zt. aber nicht vorstellen kann) irgendwann langweilig werden mache ich einfach noch einen Mini/Halbtagsjob nebenbei. Im Nachhinein habe ich leider zu spät angefangen mit dem Streben nach der FF. Das war im August 2003, also vor 13,5 Jahren.

    Aber, wie sagt man so schön – alles kommt zu dem der warten kann – Glück Auf!

  10. Andrea

    Kalkuliert Ihr bei dem Rechner mit 7 Prozent Zuwachs?

    Bei 7 Prozent und 38 Prozent Sparrate, die ich im Moment habe, komme ich auf 18,1 Jahre. Bis dahin bin ich auch regulär im Ruhestand, macht aber nichts. Immerhin habe ich dann noch ein Zubrot zum Ruhestandsgeld.

    Wenn ich meine Sparrate noch ein bisschen steigere, was mit ein bisschen Anstrengung möglich wäre (bislang lasse ich es mir doch noch ziemlich gut gehen …), dann wäre ich bei einer Sparrate von 46 Prozent in 14,9 Jahren soweit. Dann könnte ich ein bisschen vor dem regulären Ruhestand in Rente gehen. Na, das kann ich wohl so auch, da ich dann ja noch Ruhestandsgeld zusätzlich bekomme.

    Wenn ich sparen würde wie ein „Berserker“, dann wäre ich in 11,5 Jahren soweit. Alles setzt einen durchschnittlichen Ertrag von 7 Prozent voraus. Man weiß ja nie, wie sich der Akrienmarkt entwickelt.

     

  11. Mark85Mark85

    An Andrea: Oder mit etwas Kapitalverzehr in den Vorruhestand gehen und so die Zeit bis zum Ruhestand überbrücken. Meine Mutter hört so immerhin 7 Jahre früher auf. Das ist doch auch eine feine Angelegenheit im Vergleich zur Masse, die bis 65 bzw. 67 arbeiten muss. 😉

  12. Andrea

    Ja, ehrlich gesagt spare ich im Moment einfach das Geld, das ich sowieso nicht brauche und übrig habe. Ich habe eigentlich den Plan, zum frühestmöglichen Zeitpunkt in den Ruhestand zu gehen. Mal schauen, wann das sein wird. Jetzt bin ich 51, ich denke, dass ich in 12 Jahren gehen kann? Keine Ahnung. Neben der wohl nicht so hohen Pension, die ich dann bekomme, gibt es auch noch einen Hunderter oder so aus der Riesterrente und eventuell auch noch einen Anspruch aus der gesetzlichen Rente, da ich dort 5 Jahre voll hatte. Keine Ahnung, wie das verrechnet wird. Ich werde sowieso nicht verhungern, da mein Mann noch arbeitet, wenn ich in den Ruhestand gehe. Mir geht es eigentlich bei dem Sparen darum, so früh wie möglich in den Ruhestand gehen zu können und nicht gezwungen zu sein, bis 67 arbeiten zu müssen. Auch will ich meinem Mann, der ja noch jünger ist als ich, hoffentlich etwas Geld hinterlassen. Mal schauen, wie es dann tatsächlich wird.

  13. Markus

    @Andrea

    Der Rechner ist standardmäßig auf 5 % Zuwachs und 4 % Entnahme eingestellt, kann aber selber eingestellt werden…

    @Tim

    Gibt es denn dafür objektive Daten dass das in Amerika eine neue Bewegung ist oder ist dass Dein subjektiver Eindruck?

    Mir stellt sich immer die Frage der Vorleistung der Eltern, Studium, Erbe, Schenkung etc. wäre bei so extrem jungen Leuten, die finanziell unabhängig sein sollen.

    Wie viel Prozent der Mitte 20 jährigen in Amerika verdienen netto 100.000 $ im Jahr?

    Ich glaube nicht an ein Massenphänomen… Da Glauben bekanntlich nicht Wissen ist, mag ich gerne Daten.

    Daten viel lieber als Geschichten, obwohl die Mehrheit lieber tolle Geschichten mag.

  14. Mr. B

    Lt. Rechner habe ich es geschafft. Für mich allein. Bin aber nicht allein – zum Glück.

    Ausserdem stell ich es mir gesellschaftlich schwierig vor die Situation zu erklären. Möchte das vorhandene Vermögen ungern preisgeben.

    Da bewundere ich dich, Mark.

  15. Mr. Pino Cavallo

    @Michael

    „Würde aber niemals ganz in den Frühruhestand gehen. Da fallen zu viele Begünstigungen einfach weg. Möchte versichert sein und zumindest die Mindestpension abgreifen. Ein Halbtagsjob bringt keinen um.“

    Ich glaube die Krankenversicherung kostet pro Monat an die 150€. Das müsste man in seine Planung also auch miteinfließen lassen.

    Glaube auch, dass ich selbst bei finanzieller Freiheit einen Halbtagsjob annehmen würde. Bis das bei mir so weit ist, dauert es -lt. Rechner- noch mindestens 10 Jahre. Ich rechne damit, dass ich bis dahin Frau und Kinder (im ggf. schulpflichtigen Alter) haben werde und ich dann sowieso nicht einfach ortsunabhängig leben kann. Von 8 bis sagen wir mal 13 Uhr zu arbeiten ist dann sicherlich ein ganz guter Kompromiss zwischen Work und Life.

    IT-Milliardär Markus Persson war ja vor einiger Zeit in den Medien, als er sich nach dem Verkauf seiner Firma über sein langweiliges Leben öffentlich beschwert hat. Der Mann hatte von heute auf morgen einfach zu viel Zeit und wusste damit nichts anzufangen. Er meinte auch, dass in der Zeit, in der zu Hause nutzlos rumsitzt, seine Freunde auf der Arbeit sind und keine Zeit zum Abhängen haben.

    Wichtig ist, dass man also auch bei finanzieller Freiheit ein Ziel im Leben haben muss.

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ralph

    Danke noch mal für das Interview. Es hat mir Spass gemacht:

    https://youtu.be/N2Y0PRiqDWM

     

    @ Strassenpunk

    Genau. Das kanadische Paar war clever. Anstatt das Geld für sinnlosen Konsum zu verpulvern, haben sie gespart. Sie haben ein ganzes Leben lang Zeit, das zu tun, was sie wirklich tun wollen.

     

    @ Felix

    Ich bin bei einer großen US-Krankenversicherung. Obama-Care kostet zwischen 350 und 800 Dollar im Monat. Es kommt auf den Vertrag an. Meine Assekuranz deckt alles weltweit ab. Ich habe aber eine Co-Zahlung zu leisten, wenn ich zum Arzt gehe. Jeder Arzt-Besuch kostet mich 25$ pauschal. Zahnarzt kann mehr kosten verursachen. Das kann richtig ins Geld gehen. Ein Prophylaxe-Besuch kostet allerdings nichts.

    Allianz, DKV und andere bieten Auslandskrankenversicherungen an:

    https://www.dkv.com/produktinfo-avl-usa.html

     

    @ Markus

    Viele Menschen werden mit der Arbeit depressiv. Angst und Depression nehmen besonders im mittleren Management alarmierend zu. Der Konsum (die neuen Autos, die großen Häuser, die Kleidung) macht die Menschen nicht glücklich. Es gibt etliche Studien dazu:

    https://www.theatlantic.com/business/archive/2015/08/middle-managers-stress-depression/402193/

     

    @ Mark 85

    @ Markus

    Ok, die reichen Frührentner ist eine Nischenbewegung. Zahlen habe ich keine genauen.
    Allein diese 4 Geld-Promis haben Millionen Fans in Summe auf Facebook. Hier geht es um Entschuldung, Sparen, Millionärsdasein:
    http://www.daveramsey.com
    http://www.suzeorman.com
    https://www.clark.com
    http://gailvazoxlade.com

    Diese Frührentner sind im Internet unterwegs. Eine Leitfigur ist Blogger „Mr. Money Mustache“. Sie sind außerdem Fans von Vanguard-Gründer John Bogle, der das Indexsparen (ETFs) beliebt gemacht hat:

    http://www.bogleheads.org/wiki/Main_Page

    Ein Idolfigur für sie ist Autorin Vicki Robin:

    https://www.youtube.com/watch?v=I8lz13SWZ5w

    Diese Blogs werden gerne gelesen:

    http://earlyretirementextreme.com/

    https://www.reddit.com/r/financialindependence/

    Sie sind alle miteinander befreundet. Sie treffen sich hin und wieder in Berghütten und geben Talks/Vorträge/Seminare:

    https://buynothingproject.org
    http://www.millennial-revolution.com
    http://www.mrmoneymustache.com/
    http://www.theminimalists.com
    http://jlcollinsnh.com
    http://www.frugalwoods.com
    http://www.madfientist.com
    http://rootofgood.com
    http://www.gocurrycracker.com
    http://livingafi.com

    In den Niederlanden wächst auch eine eigene Bewegung:
    https://www.reddit.com/r/DutchFIRE/

    Foren:
    http://www.fairmark.com/forum/
    http://forum.earlyretirementextreme.com
    http://forum.mrmoneymustache.com
    http://www.bogleheads.org/forum/index.php
    http://www.permies.com/permaculture-forums
    http://permaculturenews.org/forums/index.php
    http://simplelivingforum.net
    http://www.early-retirement.org/forums/

  17. Mark85Mark85

    An Andrea: Wenn es dir darum geht, so früh wie möglich in den Vorruhestand zu gehen, würde ich mir mal einen Nachmittag lang in Ruhe Zeit nehmen, alle heutigen und zukünftigen Zahlen zusammentragen und eine eigene Berechnung anstellen. Der Link mit dem Rechner ist zwar schön und gut, aber er berücksichtigt nicht die individuellen Lebensverhältnisse. 🙂

    An Mr. B.: Ich verstehe, was du meinst, aber es ist nichts falsch daran, von seinem Vermögen zu leben. Genau dafür ist es da. Du hast es dir weder ergaunert, noch liegst du dem Staat auf der Tasche.

    Wenn du wirklich mal eine Antwort geben willst, kannst du ja sagen, dass du Vermögensverwalter bist. So mache ich das immer, was aber relativ selten vorkommt, weil ich einen minimalistischen Lebensstil pflege.

    Sieh es als eine Art Spiel an: ,,Wie gut, dass niemand weiß, dass ich … heiß!“ Mr. B auf geheimer Mission. 😀

  18. Michael

    Diese Beispiele sind eigentlich nichts für normalsterbliche. Wer hat schon mit 30 Jahre 1 Million? Das sind immer schöne Geschichten, aber Tatsache ist, dass man froh sein muss, wenn man 2.000 netto im Monat hat.

    Extrem viele Menschen in Europa müssen mit viel weniger auskommen, das ist Tatsache.

    Die Kunst ist es mit eben diesen Gehalt in Frührente gehen zu können.

    Ich zumindest bin kein IT-Millionär oder Manager 😀

    Wenn ich 100k oder mehr im Jahr verdienen würde, ist es keine Kunst in Frührente zu gehen. Schwierig wird es mit einem normalen Gehalt/Lohn.

  19. Mr. B

    Mir geht es weniger um flüchtige Bekannte ( da hätte ich auch ein paar gute „Berufe“ die mir einfallen würden 😉 ) sondern eher um das direkte Umfeld, bei denen ein Spruch nicht ausreicht. Vorallem geht es mir auch um meinen Nachwuchs, da möchte ich ein normales Vorbild sein. Es ist auch schwieriger zu erklären dir etwas nicht leisten zu wollen als zu können . Ich hoffe du verstehst was ich meine. Viele verstehen nicht warum man z. B. als Millionär nur von 30 TEUR pro Jahr leben soll. Ich will es aber so. Derzeit lebe ich von meinem Teilzeit. Da bleibt quasi nichts über. Und das ist leider die Normalität in Deutschland.

  20. Michael

    Ich benötige keine 1,1 Millionen. Deswegen verabschiede ich mich schon früher 😉

  21. Mark85Mark85

    An Mr. B: Also ich sehe sparsame Menschen als eine Art Vorbild an. Selbst Menschen wie Warren Buffett, weil sie für ihre Verhältnisse ziemlich bodenständig und bescheiden auftreten.

    Die entsprechenden Leute sollen sich mal entscheiden: Haut man auf den Putz, gilt man als Proll. Lebt man sparsam, wird man als Geizhals angesehen. Dies verstehe widerum ich nicht. 😀

    Mit ,,Ich will es aber so.“ ist für mich alles gesagt. Wichtig ist nur, dass ihr (du und dein Nachwuchs) zufrieden seid. 😉

    An Tim: Vielen Dank für die vielen Links. Bei mir war es damals Bodo Schäfer, der ein Umdenken in mir bewirkte. Später kam noch der aufkommende Minimalismus-Trend dazu. Für mich ist das die perfekte Kombination: sparen/investieren und gleichzeitig einfach leben. Kapitalismus und Minimalismus miteinander vereint. 😉

  22. Andrea

    Mark, ich verstehe, was du meinst. Ich denke, ich werde wahrscheinlich bis zu dem frühestmöglichen Zeitpunkt arbeiten, an dem ich ein Ruhestandsgeld bekommen kann. Für alles andere bin ich wahrscheinlich zu alt. Vielleicht kann ich aber die letzten Jahre auf 50% Teilzeit gehen, mal schauen. Es ist besser so für mich als direkt aus dem Beruf auszuscheiden, wegen der Krankenversicherung usw. Es macht nichts, im Moment hasse ich meinen Beruf nicht allzu sehr. 🙂 Aber es ist gut, ein dickes finanzielles Polster zu haben, man weiß ja nie, was einmal passiert.

    Wenn ich jünger wäre, würde ich auf jeden Fall das Berserkersparen versuchen. 🙂

  23. Ralf

    Super Sache! Aber in Deutschland ohne lukrative Nebenjobs zum gut bezahlte Hauptjob meist schwer umsetzbar. Ich bin Ingenieur von Beruf mit vielen Jahren Berufserfahrung und Verantwortung für Millionenprojekte. Trotzdem halte ich trotz eisernen sparen mit Familie eine so frühe FU für unrealistisch.

    Das Lohniveau ist in D insgesamt zu niedrig. Ich habe rund 5.500 Brutto. Finde ich angesichts der Position und großen Verantwortung keineswegs für überbezahlt, eher nur mäßig. Und Brutto ist auch nicht Netto. Die Abzüge sind trotz Familie sehr hoch. Das ist besonders ärgerlich. Und wenn ich mir derzeit viele Stellenanzeigen für Ingenieure so anschaue bin ich noch gut bedient. Viele Stellen sind befristet oder noch mauer bezahlt. Der angebliche Fachkräftemangel existiert auch bei Ingenieuren nicht. Eher ein Mangel an noch günstigeren Mitarbeitern.

    Heute müssen viele Paare zu zweit arbeiten um ihre Familie durchzubringen. Warum? Die Jobs liegen oft nicht um die Ecke und zum Pendeln werden dann zwei PKW nötig. Und speziell die Wohnkosten sind in vielen Regionen rasant gestiegen. Hier sehe ich noch keinerlei Lösung.

    In den Staaten scheint es da teilweise günstigere Rahmenbedingungen zu geben. Fängt ja schon bei der günstigeren Bauweise von Häusern oder Preise für Grundstücke an.

    Trotzdem: Die Richtung ist wichtig und wir sparen eisern ETFs.

  24. Oliver

    Ich denke auch, dass es in Deutschland fast unmöglich ist, mit 31 so weit zu sein. Das geht bestenfalls mit einer sehr guten Geschäftsidee, die dann in der Praxis aufgeht. Aber in den 20ern ist fast niemand so reif, eine erfolgreiche Firma aufzubauen. Der Lernprozess ist steil und die Fehler dürfen nicht zu viele sein.

    Wenn man sich die Lohnabrechnungen für fest angestellte Mitarbeiter anschaut, werden die Leute damit schon behumst. Wenn ich sie herausgegeben habe, standen zwar die Arbeitnehmer-Abzüge alle schön mit drauf inklusive dem Bruttogehalt, aber alle Arbeitgeber-Anteile nicht. Selbst ohne diese Angaben haben die meisten über 40% Abzüge gehabt. Wenn man dann noch die Arbeitgeber-Anteile dazunimmt, bekommt der Arbeitnehmer weit weniger als 50% ausgezahlt, was der Arbeitgeber für den Angestellten aufwendet. Im Grunde ein Wahnsinn, was die Überbesteuerung (Die Sozialversicherungen sind nur eine andere Art von Steuer, man kann es sich ja nicht aussuchen) in unserem Lande betrifft.

    Ralf beschreibt dann eine zweite Tatsache durchaus richtig: Unser Lohnniveau erlaubt es neben den überbordernden Abgaben kaum, dass man sich selbstständig – obwohl man durchschnittlich oder gut verdient – in kürzerer Zeit genug Finanzpolster aufbauen kann. Ich schätze, wenn jemand mit 18 zielstrebig ist und alles in Bestzeit hinlegt, ein bisschen Glück hat, sich nicht sonderlich viel gönnt und Familie auf die 30er verschiebt, dann kann er vielleicht ein paar hunderttausend schaffen. Frei ist man damit in den meisten Fällen nicht und eigentlich sind die 20er sowohl gesundheitlich als auch von den Möglichkeiten die besten Jahre. Ich war in den 20ern nicht sonderlich zielstrebig und habe viel ausprobiert, deshalb hatte ich mit 30 nicht viel Geld. Aber andersherum viel Erfahrungen und kurz nach 30 dann die erste Firma gegründet. Die Firma war aber in den ersten fünf Jahren auch mehr Kampf, damit sie überleben durfte und mehr als einmal hatte ich gedacht, das ist es jetzt gewesen. Wenn man eine Firma hat, ist der Staat noch ätzender als bei Festangestellten, von den Sozialversicherungen brauchen wir gar nicht reden. Die erinnern einen eher an die Mafia und sitzen immer am längeren Hebel. Man braucht zusätzlich auch Zeit, um zumindest ein passabler Geschäftsführer zu werden.

    Wenn Tim von diesen Sondersituationen mit 31 schreibt, ist das vielleicht ganz nett zu lesen. Ich halte das aber für über 99% der Bevölkerung in Deutschland nicht erreichbar, weil Lohnniveau und die Abgaben komplett dagegen sprechen. Etwa 1% haben eine Chance, so jung so viel Geld zu haben, wenn sie die richtige Idee, die Tüchtigkeit, die Gesundheit und auch das Quentchen Glück haben. Ich sehe so etwas eher als Wolkenkuckucksheim. Selbst für amerikanische Verhältnisse ist das nicht ohne, der größte Teil der Bevölkerung verdient auch dort keine sechsstelligen Gehälter. Im Gegenteil, dort gibt es sehr viele wirklich arme Menschen.

    Das heißt nicht, dass man es nicht mit den Jahren schaffen kann, sich nach und nach finanziell frei zu machen. Wie ich schon geschrieben habe, ist mein Depotwert schon dort, wo ich hinwollte. Aber aufgrund des steilen Anstiegs der letzten Monate sind natürlich die Dividendenerträge nicht so mitgezogen, also dauert es noch etwas. Nur bin ich keine 31, sondern 50. Also bitte nicht kirre machen, wenn jemand mit Anfang der 30er das schafft. Das ist nicht der Regelfall. Andererseits kommt es natürlich auf den Lebensstil an, den man anstrebt. So wie Pibe zum Beispiel schreibt, braucht er nicht viel. Für ihn also optimal und deshalb einfacher zu erreichen. Glückwunsch zu der Lebenseinstellung. Für mich ist es aber nichts, mit 1000 EURO/Monat zu leben. Daher brauche ich länger. Finanzielle Freiheit ist sehr individuell.

  25. Markus

    Die Frage ist, ob es wirklich in den Staaten so viel einfacher ist in so jungen Jahren die ominöse 1 Mio zu knacken (ich denke es sind auch deutlich weniger als 1 % die das komplett aus eigener Kraft ohne Vorleistungen Elternhaus schaffen).

    Dass es in den Staaten so viel einfacher ist, wird hier suggeriert (mein persönlicher Eindruck, wenn falsch, bitte korrigiert mich) und viele motzen dann über den bösen deutschen Staat und die bösen Steuern.

    So ala wenn ich in den Staaten leben würde, hätte ich es längst gepackt…

    Die Laberei & Motzerei darüber ist aber etwas ganz anderes, als es dann wirklich durch zu ziehen! Ich reden sind viele große Klasse, in der Praxis dann deutlich weniger.

     

    In 5 oder 10 Jahren (kürzeren Zeiträumen) wirkt sich der Zinseszins deutlich weniger stark aus, als die Sparsumme.

    Die großen Lohnsteigerungen über der Inflation kann man in fast allen Industriestaaten in den letzten 1-2 Dekaden nicht beobachten, da die Globalisierung und der globale Wettbewerb (Angebot/Nachfrage) es auch für viele Arbeitgeber gar nicht zulassen und die Menschen in den emerging markets zunehmend besser ausgebildet, jünger und hungriger sind.

    Ich denke auch dies ist ein Faktor unter mehreren, warum die Populisten die vielen unzufriedenen mit staatlichem Protektionismus ködern können. Dass Protektionismus wirtschaftlich aber ein Negativ-Summenspiel ist, sehen viele nicht.

  26. Sparfuchs

    Was Oliver schreibt ist absolut korrekt. Wie sagte mein Geschäftsfreund so richtig: It seems impossible to get rich in Germany. Ich stimme dem zu. Ich bin Ende 20 und habe direkt nach der Uni begonnen auf das Ziel finanzielle Freiheit hinzuarbeiten, auch schon vorher viel gearbeitet und gespart und die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben seit ich 23 bin nahezu komplett investiert.

    Ich verdiene seit 2 Jahren für deutsche Verhältnisse gut, aber Steuern und Abgaben fressen dich hier einfach auf. Ich habe eine Sparquote von 60%, selbst dazu braucht man absolut eiserne Disziplin. Ich bin ledig (Freundin vorhanden) und verdiene 5000 Euro brutto. Knapp die Hälfte einfach weg, puff. Gone. Nirgends gewohnt, nichts gegessen, nichts getrunken.

    Wir wohnen sehr günstig zur Miete, dennoch brauche ich ein Auto und habe 50 Kilometer einfachen Anfahrtsweg zur Arbeit. Sprit, die drei nötigen Versicherungen, GEZ – essen und trinken sollte man nach Möglichkeit auch noch ein bisschen. Es ist bei aller Bescheidenheit quasi unmöglich mehr als 1000 Euro pro Monat in Aktien und ETF’s zu investieren. Wer dann noch „normal“ konsumiert, der schreibt trotz gutem Bruttoverdienst maximal eine schwarze Null. Gepaart mit der deutschen Staatsgläubigkeit(„Ach, wird schon alles werden, Martin Schulz sorgt für uns kleine Leute“) ist die Arbeitshölle bis mindestens 65 quasi programmiert, zumal man ja auch irgendwann mal Familie haben möchte. Der Druck wird immer größer.

    Die hier beschriebenen Beispiele funktionieren für Deutschland einfach nicht im Entferntesten. Meine Partnerin und ich können froh sein, wenn wir bis Ende 40 einen gemeinsamen Depotwert von 400.000 Euro angespart haben. Das ist ganz okay, aber auch nicht weltbewegend. Wie schon erwähnt, wenn man „normal“ lebt, ist selbst diese Summe absolut utopisch. Und dann immer die Gefahr des Staates im Hintergrund, der der Meinung ist, dass Herr Sparfuchs ja am pöhsen Kapitalmarkt „spekuliert“ hat und daher ordentlich und immer mehr abgemolken gehört – da ist schließlich viiiiel umzuverteilen.

    Es mag ein paar Vorteile in Deutschland geben, aber meiner Meinung nach bricht uns dieser wahnwitzige Steuer- und Abgabenstaat den Hals. Es ist ein leistungsfeindliches Land und ein ziemliches Paradies für Leistungsverweigerer und im Staatsdienst befindliche Bedienstete. Der freie Arbeitsmarkt saugt dich überdies komplett aus. Ich bleibe dabei, Deutschland mag ein gutes Land sein wenn man krank, alt und schwach ist, als junger Mensch, der die finanzielle Freiheit anstrebt, gibt es aber nicht viele Plätze und Wohlstandsländer, an denen dieses Ziel schwerer zu erreichen ist.

    Sorry für die dystopischen Worte, aber es entspricht nun einmal der Lebensrealität, die ich sehe.

  27. Fit und Gesund

    Ich lese ja diese Beispiele immer gerne, sie motivieren, aber ich bin realistisch genug zu wissen, dass es nicht mal einfach mal so hoppla hopp geht ein anständiges Vermögen aufzubauen, welcher junge Mensch möchte schon gerne nur an’s Sparen denken? welcher Mensch in den besten Jahren möchte nun auf Alles verzichten? Viele Menschen sparen, aber sie sparen zu wenig und legen es aus Sicherheitsgründen falsch an.

    Und man kann einfach nicht unterschiedlichen Länder miteinander vergleichen, das nutzt doch nix immer nach USA  zu schielen, man muss mit dem System klarkommen in dem man lebt.

    Ich könnte ab März z.B 1700 CHF Betriebsrente bekommen, dazu 650 CHF (sind eigentlich Euro) Mieteinnahmen, dazu ungefähr dieses Jahr 350-380 Dividenden  (voraussichtlich) das umgerechnet in Euro macht das grob 2500 Euro, in D könnte ich davon leben, aber in der Schweiz niemals, da kann ich so sparsam leben wie ich möchte, das geht nicht.

    Ab Alter 65 kommt dann die staatliche Altersrente dazu, ab dann werde ich wohl ein sehr gutes Auskommen haben, aber 65??? ist mir viel zu lange, ich höre mit 63 auf, mit Abzügen, mir egal.

    Ich überlege natürlich auch ob ich später nach D zurückgehe, dazu müsste ich die Wohnung in der CH verkaufen, sonst wird es steuerlich sehr kompliziert, so wie es jetzt ausschaut mache ich mal noch 4 Jahre, evtl. reduziere ich ab 60 mein Arbeitspensum auf 80%.

    Also so richtig Frührente ist das bei mir nicht, mein Plan ist es in wärmeren Gefilden zu überwintern und ansonsten brauch ich nicht viel, nicht vergessen, im Alter hat man andere Bedürfnisse, so ein Leben auf einem Schiff wäre absolut nix für mich, auch nicht das andauernde Herumreisen, ich bin eher bodenständig.

    Wünsche Allen einen schönen Sonntag.

     

  28. Jan

    Ich glaube schon, dass man in den Staaten durch weniger Steuer und Sozialabgaben schneller finanziell frei werden kann.

    ABER: zu welchem Preis? Passiert etwas Unvorhergesehenes, z.B. Krankheit (es reicht auch schon die Krankheit eines Familienmitgliedes), dann ist man entweder dagegen privatversichert (was wieder die Sparquote deutlich senkt) oder man ist vom Ziel finanzielle Freiheit direkt in die Armut geschlittert.

    Auch muss man es auf die gesamte Gesellschaft extrapolieren. Wir wären hier vielleicht verantwortungsvoll genug für uns selbst vorzusorgen. Schaue ich mich aber nur in meinem Familien- und Bekanntenkreis um, dann muss ich sagen ist der Zwang zu einer Grundversorgung im Bereich Gesundheit, Arbeitsleistung und Rente dringend angebracht.

    Auch möchte ich nicht in einer Gesellschaft leben in der die Schwachen (sei es begründet oder grundlos in dieser Position!) ihrer Lebensgrundlage beraubt werden.

    Sicher, ich denke es herrscht viel Verbesserungspotenzial gerade in den Sozialkassen (-> Grundversorgung und Jedermann zahlt ein sind die Stichworte) und Steuerverschwendung. Aber wir sollten es nicht grundsätzlich in Frage stellen, andere Staaten würden sich die Finger danach lecken.

    Und ja, ich glaube auch nicht, dass es nur aufs Einkommen ankommt. Genauso wichtig sind die Ausgaben.

  29. Michael

    Bin auch der Meinung, dass das ganze Gejammere über das System bei uns dumm ist. Ich lebe lieber in einem System, wo jeder einzahlt, dafür die schwachen aufgefangen werden. Klar gibt es Missstände oder einige, die dieses System ausnutzen. Ich würde keinesfalls so ein System wie in den USA bevorzugen. Auch wenn es mir vielleicht mehr entgegenkommen würde. Das ständige Staatschlechtmachen in DE und Öst. ist ja gerade sehr populär. Ich kann dem Ganzen nichts abgewinnen. Klar sehe ich einige Punkte auch negativ. Ich bin aber extrem! froh, in so einen tollen Land wie Österreich geboren worden zu sein.

    Wenn ich hier lese, dass jemand der 5.500 € verdient, was ca. 50.000 € netto im Jahr ausmacht (14+15 Gehalt inkl.) und sich dann beschwert, dass man Abgaben leisten muss, finde ich etwas bedenklich. Sojemand hat es ja auch „so weit geschafft“, weil er in einen tollen Land aufgewachsen ist. Mit Gratishochschulabschluss usw. In Rumänien oder Kenia wäre es höchstwahrscheinlich schwieriger gewesen dort hin zu kommen.

    Ich zahle mehr oder weniger gerne Steuern. Ich bin froh, dass wir so ein System haben – ganz klar auch mit ein paar Negativpunkten – aber bei „uns“ ist man relativ gut abgesichert. Falls jemand seinen Job verliert, bekommt er Arbeitslosengeld, falls man eine schlimme Erkrankung diagnostiziert bekommen, wie z.B. Krebs, bekommt man die beste (oder zumindest eine sehr gute) medizinische Betreuung. Man bekommt Kindergeld, Wohnbauförderung, Wohnungsbeihilfen, Pendlerpauschale, gratis Studium, und was weiß ich nicht noch alles.

    Das alles wird in so Diskussionen „in den USA ist es viel leichter“ sehr wenig berücksichtigt. Habe in den USA Krebs, ohne Krankenversicherung. Leiste dir in den USA ein GUTES Studium und finanziere es für deine 3 Kinder. – kaum machbar. Werde in den USA arbeitslos mit 50 ohne Arbeitslosenversicherung – nicht so lustig.

    Ich bevorzuge „unser“ Modell und meckere nicht über Abgaben. Jeder sollte froh sein in so einen tollen Land wie Deutschland, Schweiz oder Österreich zu leben. Das Jammern der Unzufriedenen, die nach Gratisstudium und 50.000 Nettogehalt und Förderungen durch den Staat durch Familienbeihilfe, Kindergeld und top Gesundheitsversorgung für sich selbst und die Kinder usw. über Steuerzahlungen jammern, geht mir auf den Geist 🙂

    LG Michael

  30. Ralf

    Michael: Ich habe keine 50.000 € Netto! Das wäre toll. Es sind etwas über 40.000 €, dank der sehr hohe Abzüge in D von rund 40 Prozent trotz Familie, Singles haben ja noch mehr Abzüge! Und das sind alle Sonderzahlungen bereits enthalten. Und dieses Geld ist sehr hart erarbeitet, also nicht mit einem Job ohne Überstunden. Aber das eigentlich schlimme ist, das man trotz dieses Gehalt noch deutliche Altersvorsorge betreiben muss. Was läuft da schief in D?

  31. Michael

    @ Ralf:

    Ich wollte dich nicht persönlich angreifen, sorry falls das so rübergekommen ist 😉

    Ich bin mir sicher, du verdienst jeden Euro oder sogar mehr.

    In Österreich kommt man mit einem 5.500 Bruttoverdienst auf genau: 47.974,40 Euro netto im Jahr und in Öst zahlt man soweit ich weiß noch mehr Steuern als in DE.

    Ganz ohne Prämie, Kindergeld oder sonstigen Förderungen. Deswegen die Annahme der 50k.

    Ich wollte nur das Gejammere der armen „Steuerzahler“ anprangern. Seid froh, wenn ihr hohe Steuern nominell zahlt – das bedeutet, ihr verdient viel!

    Bitte nicht persönlich nehmen mein Geschreibsel 😉

  32. Mr. B

    @Oliver, wie hast zu deine Depotzielgrösse definiert? Und was ist jetzt dein neues Ziel?

    Ich bin von den 4 % Entnahme und meinen aktuellen Ausgaben ausgegangen. Natürlich bekomme ich jetzt keine 4 % Dividenden und schon gar nicht netto. Und verkaufen will ich nicht. Deswegen tüftel ich noch ein bisschen an einem neuen Plan. Wie sieht deiner aus?

    Danke vorab. Ich schätze deine Kommentare sehr.

    Mr. B

  33. Skywalker

    Ich baue ja voll auf Dividendensteigerungen. Wenn man heute die üblichen Verdächtigen kauft, die seit 30 Jahren Dividenden steigern wird man in 15 Jahren hoffentlich eine Rendite auf das eingesetzte heutige Kapital von 10 % und mehr haben. So war es zumindest in der Vergangenheit. Darauf hoffe ich. Dividenensteigerungen ohne das man etwas tun muss. Nur zuschauen. Wird das immer so weiter gehen? Man kann es sich nicht vorstellen, aber ich hoffe es wird noch eine ganze Zeit lang so weiter gehen. Vielleicht nicht bei jeder Firma, aber bei 8 von 10 Aristokraten hoffe ich darauf, dass auch in 15 JAhren die Dividende gesteigert wird. Man muss eben auch hier streuen. Nicht einen Aristokraten kaufen, sondern 15 verschiedene.

    Ein Nebenjob ist übrigens echt sehr empfehlenswert, wenn man eine gute Möglichkeit dazu hat. Mein Depot besteht quasi komplett aus meinen Nebeneinkünften.

     

  34. Markus

    @Ralf

    „Aber das eigentlich schlimme ist, das man trotz dieses Gehalt noch deutliche Altersvorsorge betreiben muss. Was läuft da schief in D?“

    Die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung sind bekannt:

    1. Kombination demographischer Probleme

    2. ungeplante Lasten der Wiedervereinigung

    3. im Vergleich zur Nachkriegszeit höhere Sockelarbeitslosigkeit, welche Einnahmeverluste bedeutet und

    4. eine Projektion von zu optimistischen Wirtschaftswachstumsraten (und daraus folgenden Gehalt & Lohnzuwächsen).

  35. Michael

    Für all jene die Buffett und seine Berkshire Hathaway verehren ist diese Firma vielleicht auch einen Blick wert und mehr als eine Alternative. Ich jedenfalls möchte hier ultralangfristig einsteigen – schlägt sogar langfristig die Performance von Berk. Hath.:

    Danaher

    http://danaher.com/

     

    Artikeln dazu:

    https://www.bloomberg.com/view/articles/2015-05-19/what-makes-danaher-corp-such-a-stock-market-star-

    http://caps.fool.com/Blogs/berkshire-vs-danaher/1055352

    http://seekingalpha.com/article/3994096-danaher-better-berkshire-hathaway

    http://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/Aktienperformance-Danaher-schlaegt-Buffetts-Berkshire-Hathaway-1001798331

     

     

  36. Ex-Studentin

    Die Abgaben in D sind sehr hoch. Bei 50k brutto (35k sind deutscher Durchschnitt) bleiben 30k netto übrig. An sich auch noch viel Geld. Wenn man von rund 1500 im Monat lebt, kann man 1000 Euro jeden Monat sparen. Aber bis zur Finanziellen Freiheit dauert das trotzdem ein paar Jährchen..

    Ich plane mit 60 in den Ruhestand zu gehen oder zumindest die Stunden zu reduzieren.

  37. Dennis

    Hallo Zusammen,

    was haltet ihr von einem Sparplan auf Amazon, Apple, Bayer, Coca Cola, General Electric, Henkel, IBM, McDonalds, Mircosoft; Nestle, Procter & Gamble, Unilever mit jeweils 100 Euro?

     

     

  38. Ralf

    @Dennis: Gute Firmen.

    Aber ich habe auf ETFs gesetzt wo genau diese Firmen mit großem Anteil vertreten sind. Allerdings somit keine Standard-ETF auf DAX und Co. sondern jeweils spezialisierte ETF z.B. auf den Bereich Konsum, Medizin oder IT. Da sind dann jeweils die Marktführer kräftig vertreten und gleichzeitig sinkt das Risiko durch noch mehr Verteilung.

  39. Christoph

    @Michael: im vorherigen Beitrag hatte ich genau nach diesen 2 gefragt.

    Ich überlege auch ob ich Danaher mal kaufen soll. Immerhin gibts ja auch ne kleine Dividende und ist ja auch ein sehr sehr solides Unternehmen wie mir scheint.

     

    @ All: Hier ein interessanter Arikel wo mir die Hutschnur hoch geht was so manche ehemalige RIchtiger die nie eingezahlt haben so über Kinderlose und Rente sagen. Unglaublich

    http://www.stern.de/politik/deutschland/rentensystem–wie-kinderlose-zu-suendenboecken-einer-falschen-politik-gemacht-werden-7351738.html

     

    @Fit: Mal ne Frage da du ja in CH wohnst und arbeitest. Ihr habt doch dieses 3 Säulen System. Läuft das automatisch wenn man in der CH arbeitet? Oder muss man dazu auch in CH wohnen?

    Und wenn man nach D zurück geht oder woanders hin, bekommt man dann die Rente/bezüge ohne Probleme?

  40. Christoph

    @Sparfuchs: Also ich grübel gerade über deine Zahlen.

    Bei 5.000 Brutto kanst Du 2.929 netto raus haben. Ohne Kinder ohne Ehe.

    Dazu hast du eine Freundin, wohnt ihr zusammen? Falls ihr ist das wohnen zu zweit ja günstiger als alleine.

    Ich verdiene weniger als du, ledig, 2 ZM Wohnung in einer der teuersten Städte Deutschlands und kann jeden Monat knapp 1.000 investieren. Ich habe auch ein Auto, fahre allerdings nur 15 km eine Strecke, dafür einen Hund der mich jeden Monat ca 100 kostet derzeit noch mehr wegen Hundeschule usw.

    Ich lebe auch nicht wie ein Mormone oder so. Es gibt bestimmt noch Einsparpotential bei dir ohne extrem zurückzustecken.

  41. Ralf

    Wir haben Familie. Trotzdem ist natürlich die Frage, ob Kinder oder nicht, reine Privatsache. Viele wollen ja z.B, auch Kinder und es klappt einfach nicht. Eine Rentenkürzung für Kinderlose ist Schwachsinn. Was wäre besser: Man sollte die Frage stellen ob im Steuerrecht nicht eine Reform vom Ehegattensplitting angebracht werde.

    Warum müssen nun z.B. eingetragene Partnerschaften unter Homosexuellen nun ebenfalls mit den gleichen Vorteilen (Steuerklasse 3) bedacht werden? Statt dessen hätte man ein modernes Familiensplitting für alle Familienformen einführen können.

    Oder warum habe ich trotz Kindern ungefähr die selben Abzüge in Steuerklasse 3 wie ohne Kinder? Steuerlich bringen mir diese jedenfalls wenig. Solche Themen gehören auf den Tisch. Ohne Kinderlosen an die Rente zu gehen.

  42. Christoph

    @Ralf: EBen es gibt Paare wie ihr da hat es noch nicht geklappt. Bei manchen klappt es nie. Ich hätte gerne welche gehabt, aber ohne passende Frau wird das schwierig ;o)

    Aber anstatt die Beamten mal einzahlen zu lassen will man die Kinderlosen die massig einzahlen nun raus drängen. das ist ein Skandal und man kann nur hoffen dass nicht der Bundestag irgendwann so einen Schwachsinn in einem Gesetz ändert.

    Ich persönlich rechne aber eh mit 0 Rente und wenn was kommt bin freue ich mich, wenn nicht komme ich dennoch klar.

    Ich hoffe ja die FDP kommt wieder in die Regierung:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article162550409/Regierung-fuehrt-die-Buerger-an-der-Nase-herum.html

  43. Ralf

    Ich traue unserem Land nicht mehr. Und ob unserer Ersparnisse in Zukunft sicher sind, das ist auch noch offen. Im digitalen Zeitalter kann der Staat doch schnell eine Zwangssteuer durchsetzen. Selbst Immobilien sind es ja nicht, ruckzuck ist eine Zwangsabgabe da. Leider haben wir aber keine seriösen Alternativen. Aber man sollte beim nächsten Goldeinbruch über etwas Gold, anonym erworben nachdenken.

    Man mag jetzt über mich schimpfen. Aber auch diese ganze Multikulti-Wünsche und Zuwanderung aus fremdartigen Kulturkreisen in unserem Land gehen aus meiner Sicht in Summe negativ in den Sozialhaushalt ein.

    „Ich bin sehr skeptisch, was die Einwanderung aus islamischen Kulturen angeht“, sagte Schmidt in einem gemeinsamen SPIEGEL-Gespräch mit Gerhard Schröder. Ich teile diese Ansicht außerordentlich. Es ist vermutlich oft eine Zuwanderung ins Sozialsystem (natürlich nicht alle, bitte nicht in den falschen Hals bekommen), auch wenn ich keine absoluten Zahlen präsentieren kann. Der ehemalige Bezirksbürgermeister Buschkowsky hat dazu ein Buch geschrieben, das recht interessant ist.

    Von steigenden Staatsausgaben für Kurse, Wohnungen und mehr Sicherheitskräfte wie derzeit offenbar als Folge der Flüchtlingsthematik ganz zu schweigen. Die Zeche zahlt die Mittelschicht durch steigende Abgaben trotz Rekordsteuereinnahmen. Das kann man aus humanitären Gründen machen. Dann sollte aber auch genug Rente für die Arbeitenden da sein. Und das ist nicht der Fall. Daher sind viele Leute sauer.

    Um Helmut Schmidt noch einmal zu zitieren: „Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen“

    Auch das Thema Euro ist noch nicht ausgestanden. Da kommt noch was auf uns Sparer und Anleger zu.

  44. Ex-Studentin

    @Ralf

    Von Steuerklasse 3 profitieren nur Paare, wo einer sehr wenig verdient bzw. zuhause bleibt. Wenn beide voll verdienen, bringt Steuerklasse 3/5 nichts. Warum sollten eingetragene Partnerschaften den Steuervorteil nicht nutzen dürfen? Wenn einer für den Unterhalt des anderen aufkommt, ist das doch legitim. Man kann maximal 8000 Euro dadurch sparen, der Unterhalt einer Person kostet ähnlich viel.

    Wenn man die Steuerlast für Familien mit Kindern senkt, geht das automatisch zu Lasten der Kinderlosen. In Deutschland ist immerhin das Kindergeld sehr hoch, im Vergleich zu anderen Ländern. Ich finde es eher ungerecht, das KITA-Gebühren so unterschiedlich hoch sind. Ob man 300 oder 800 Euro für 2 Kinder zahlt, ist ein enormer Unterschied.

  45. Michael

    @Christoph

    Ja, ich denke bei Danaher kann man wenig falsch machen. Top Performance über Jahrzehnte UND eine kleine Dividende gibts auch noch oben drauf.

    Wird glaube ich meine nächste Kernbeteiligung in meinem Portfolio 🙂

  46. Sparfuchs

    @Christoph: Ich bekomme bei 5k brutto keine 2.921 Euro raus, sorry. Ich fahre einen alten Toyota, der 5Liter pro 100 Km schluckt und nagle dennoch 250 Euro pro Monat für Sprit raus – du erinnerst dich, die 110 Kilometer am Tag und ab und an mal Wandern am Wochenende. Ich wohne im Speckgürtel von Bamberg und nein, auch wenn ich mit meiner Freundin zusammen lebe gibt es hier keine 3-Zimmer-Bude )(ich benötige von Berufswegen ein Arbeitszimmer)- und sei sie noch so schäbig – unter 700 Euro kalt. Wenn man bei mir Einsparpotential findet  – nun denn, gerne her damit. Ich sehe keines mehr. Mehr als 1100, manchmal auch 1200 Euro pro Monat kann ich nicht investieren ohne nur noch, pardon, ekliges Essen und Trinken zu vertilgen bzw. wieder bei Mutti und Vati einzuziehen.

    @Michael: Deine „Milde“ kommt bei mir nicht an, sorry. Wenn du das alles okay findest was mit den Steuergeldern fleißiger Menschen geschieht- deine Sache. Ich tue es nicht. Ich sehe, wie arbeitslose Freunde von Jobcentern gemobbt werden, um Leistungen zu kürzen, während diverse Unberechtigte, meist mit richtigen, sprich nicht deutschem Pass, abgreifen ohne Ende. Menschen, die sich für diesen verrückten Sozialstaat jahrelang krumm gebuckelt haben, bekommen Abzüge, trotz horrender Einzahlungen geringe oder keine Leistungen und werden permanent gegängelt. Mein Tipp: Mal mit den Real-People verkehren und raus aus dem Elfenbeinturm. MIR geht es auch gut, aber die Welt (in diesem Falle. Deutschland) besteht nicht nur aus meiner Person. Mein Studium war übrigens nicht umsonst. Und ich habe in Deutschland studiert. Ach ja, Bafög gab es trotz schwerbehinderter Mutti auch nicht – wozu auch, mein Vater ist ja ein reicher Bürokaufmann. Ich bleibe dabei: Deutschland ist super wenn du faul bist und trotzdem Krebs hast – ansonsten ist es ein sehr ungerechtes Land, weswegen ich auch gerne bald gehen möchte. Ich liebe meine Eltern und noch leben sie zum Glück, folglich geht das im Moment leider nicht. In 20 von 28 EU-Ländern hätte ich bereits das doppelte Vermögen.

  47. Jan

    Also wer mit 5.000 brutto, single, keine Kinder nicht 1.000 – 1.500 mtl sparen kann, der macht etwas gewaltig falsch. Wir geben mit zwei Erwachsenen und 1 Kind knapp über gemittelt 3.000 mtl aus. Damit leben wir hervorragend, kleine und große Belohnungen sind mit eingerechnet. Und da sind auch alle Einmalkosten berücksichtigt, wie z.B. Urlaub. Auch sind darin Kosten mit Kita, Windeln, usw. die du überhaupt nicht als Single hast berücksichtigt. Rückerstattungen aus Vorauszahlungen an Strom, Nebenkosten und anderen Quellen sind nicht abgezogen.

    Ich empfehle dir dringend mal ein halbes Jahr ein Haushaltsbuch zu führen. Du musst ja nicht jeden Joghurt einzeln aufschlüsseln. Es reicbt schon die Ausgaben strukturiert aufzuschreiben. Und das soll keine Klugscheißerei sein sondern ein echter ehrlich gemeinter Ratschlag dir zu helfen und dich in deiner Sparrate weiter zu bringen.

  48. Michael

    @Sparfuchs:

    Ehhhh, also das mit dem Elfenbeinturm lass ich nicht gelten 😉

    Ich verdiene weit weniger als du. Bin aber scheinbar genügsamer. Und ich weiß das nicht alles rosig ist in unserem System. Aber man sollte etwas Zufriedenheit schon mitbringen. Offensichtlich hast du Luxusprobleme. Dir bleiben ja mehr als 1.000€ über. Ist doch fein.

    Und du bekommst bei 5.000 Bruttogehalt 100%ig mehr als 2.500 netto raus. Das kannst du wen anderen erzählen. Keiner zahlt 50% Steuer von seinem Bruttogehalt. Ich nehme an, ihr in Deutschland habt auch ein progressives Steuersystem. Du zahlst also bis zu einem gewissen Betrag 0% Steuer. Alles was über diesen Betrag hinausgeht (In Öst. 11.000 € wird mit 25% versteuert. die 25% gelten zwischen 11k-18k, und so geht das weiter. Nächste Stufe 35% usw.

    Erst ab einem Jahresverdienst von über 90.000€ wird der darüber liegende Teil, also alles über 90k mit 50% versteuert.

    Rechne also bitte nochmals nach 😉

    Du kannst nicht hergehen und von deinem Nettogehalt, Benzinkosten, Essen, Miete usw. abziehen und das dann als dein Nettogehalt definieren – ich glaube den Fehler hast du gemacht.

    Ich glaube bei dir gibts sehr wohl einsparpotential 🙂

     

  49. Jan

    P.S. Sparfuchs, bei deinen Fahrten und Arbeitszimmer bekommst du ja durch die Steuererklärung einiges zurück. Auch das zählt zur Sparquote, wenn du es weglegst.

  50. Andrea

    Hier wird ja echt wieder auf hohem Niveau gejammert, und das von einigen der Besserverdienenden in dieser Gesellschaft. Noch nicht einmal 1000 Euro kann man im Moment sparen, das klingt ja nach einer wahren Tragödie. Muss man also noch 5 Jahre länger im Hamsterrad verbringen. Schlimm. Und das nur, weil man nicht Beamter, Kinderloser, Migrant o.ä. ist.

    Ich würde auch empfehlen, die Optionen Haushaltsbuch, Nebenjob, Gehaltserhöhung, Jobwechsel, billigere Wohnung zu prüfen, oder sich damit abzufinden, dass es halt ein paar Jahre länger dauert, bis die finanzielle Freiheit erreicht ist.

  51. Gernot Rother

    Gute Seite, gerade in Deutschland ist die Unsitte verbreitet wirklich jeden Euro auszugeben. Als ob das Geld naechsten Monat nichts mehr wert ist. Und so geht es das ganze Leben durch, und in Rente gehts mit 1000 Euro/Monat…

  52. Markus

    Es ist erschreckend zu sehen, unter welch katastrophalen Umständen manche von uns hier leben müssen. 😉

    Da wird ein famose Geschichte von vielleicht weniger als 0,01 % der Menschheit erzählt und viele implizieren dass, als wäre das ein Selbstläufer wenn man in Amerika als „Durchschnitt“ geboren wäre…

    Solange man schon die schuldigen Umstände gefunden hat, wieso man unerklärlicherweise nicht zu den <0,01 % gehört… wirklich seltsam sowas… 😉

    kann man auch schon ordentlich darüber Motzen wie ungerecht das Land, das System und alle sonstigen widrigen Umstände sind…

    Das nahezu perfekte Leben und der nahezu perfekte finanzielle Lebenslauf… ja, den anderen geht es mit dieser Einstellung und Denkweise einfach immer einen Ticken besser.

    Unzufriedenheit in Motivation und Selbstreflexion ummünzen und das bestmögliche hartnäckig und mittel-langfristig probieren!

  53. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Übertriebener Konsum ist in der westlichen Welt ein wachsendes Problem. Schau Dir nur die Konsumkredite und die Online-Portale zur schnellen Kreditvergabe an. Nicht nur in Deutschland ist Konsum im Übermaß außer Kontrolle geraten. Eine Nachbarin in NYC erhält jeden Tag Pakete von Amazon etc. Ich habe gehört, dass sie pleite ist. Mich überrascht das nicht.

    Die Riester-Rente ist nicht das Gelbe vom Ei. Warum darf ich das nicht sagen?

  54. Frank / Berlin

    lol : „You can retire in  0.3 years“, ok, noch hab ich Bock auf arbeiten, aber gut zu wissen, dass ich nicht mehr muss 😉

  55. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Frank

    Gratulation. Prima! Wie hast Du das geschafft? Für die Leser wäre ein positives Beispiel aus Berlin sicherlich interessant.

  56. Markus

    @Tim

    Sicher darfst Du sagen, dass die Riester-Rente nicht das Gelbe vom Ei ist! 😉

    Ich bin derselben Meinung. Dies ist ein Konstrukt für die die Maschmeyer`s, Riester`s und den mit der Versicherungsbranche kungelnden Politikern.

    Selbst wenn ich eine andere Meinung vertrete, ist das nicht wichtig, da ich Meinungs- und Pressefreiheit für sehr wichtig erachte (ein schelmischen Gruß an Donald;-) ).

    Am liebsten mag ich seriöse & geprüften Daten!

    Da sich die ungeprüften Daten und Meinungen viral schneller im Netz verbreiten, ist es manchmal sehr verwirrend für viele Menschen Objektivität und Klarheit zu bewahren. Leider leidet oft auch darunter das Niveau und die Qualität von Informationen.

    Das mit dem übertriebenen Konsum kann ich in meiner Umgebung schwer objektiv beurteilen. Da spielt viel zu viel Emotion mit rein. Gefühlsmäßig würde ich auch darauf tippen, dass die Konsumproblematik in Amerika exzessiver als bei uns ist und es mitunter auch deswegen für einen sparsamen Deutschen einfacher ist. Ist jetzt aber zu viel selektive Wahrnehmung und zu wenig Objektivität.

    Aber selbst bei Studien (oder der Menge von Studienfluten) muss man sich fragen, wer hat die Studie in Auftrag gegeben oder steckt eine Intention dahinter.

    Nein, ich schreibe nur, dass so eine wundersame Geschichte wie Millionär mit 30 aus komplett eigener Kraft extremst schwierig zu erreichen bzw. selten ist. Auch finde ich es schade, wie manche dann rummotzen, weil alles so ungerecht ist und diejenigen aber nicht sehen, dass es auch in Amerika selten ist, bzw. wie vergleichsweise gut es Ihnen eigentlich geht, gar nicht mehr merken.

    Wenn die glaube ich 0,18 % von John Doe`s Blog mit den High-net-Worth Individuals halbwegs seriös ist, muss die Zahl derjenigen, die dass in jungen Jahren und in einer sehr kurzen Zeitspanne schaffen, vermutlich sehr, sehr klein sein.

    Dass eine Eye-Catcher Überschrift mehr Aufmerksamkeit erzeugt, als langweilige Daten ist ja hinlänglich bekannt. Dies kritisiere ich auch nicht, da dass normal ist, wenn man ein wenig gesunden Menschenverstand einschaltet.

    Mit Emotionen und selektiver Glaubenswelt werden manche Diskussionen sehr schnell unschön, da die wenigsten bereit sind, sich selbst und die eigene Glaubenswelt zu hinterfragen, weil es mitunter auch Kraft/Energie kostet.

    Glorifizierungen & Verteufelungen von Ländern, Rassen, Ideologien, Religionen halte ich immer schwierig, da es oft einer Differenzierung bedarf.

    Ein wenig merkwürdig finde ich auch das Monieren über die Konsumenten, die mitunter ja auch den Umsatz für die AG`s und deren Eigentümer bringen…

    Sorry, ich bin halt neugierig und will niveauvolle Diskussionen lieber als die ewige Motzerei, die man uns Deutschen immer nachsagt… *g*

  57. Jan

    Markus, so lange es nicht meine Frau oder mein Kind ist, dürfen die anderen 80 Millionen gerne ihr Einkommen verpulvern. Ich sehe es wie du: letztlich profitiere ich langfristig.

  58. Jan

    Markus, so lange es nicht meine Frau oder mein Kind ist, dürfen die anderen 80 Millionen gerne ihr Einkommen verpulvern. Ich sehe es wie du: letztlich profitiere ich langfristig.

  59. Frank / Berlin

    Hallo Tim, Mitte der 90er habe ich mich an einer kleinen Firma beteiligt in der ich auch selbst arbeitete und auch heute noch bin. das dürfte der Hauptgrund sein. die Firma ist immer noch klein aber ich habe über 20 Jahre ununterbrochen deutlich mehr als der Durchschnitt verdient, und das in einer Stadt die viele Jahre sehr sehr preiswert war (das ändert sich gerade).

    Ansonsten immer bescheiden zur Miete gewohnt, keine teuren Hobbys, kein Auto (ich leiste mir den Luxus zu Fuß zur Arbeit gehen zu können). seit 2005 an der Börse und nach einigen Anfängerfehlern läufts.

  60. Christoph

    @Sparfuchs

    also wenn ich deine 5.000 brutto bei https://www.nettolohn.de/ eingebe, keine Kirche meine kv mit 0.59 zusatz lande ich bei 2.929 euro

    hast du vielleicht ne direkt Versicherung oder sowas was noch abgezogen wird?

    Also ich habe 2k nett raus, wohnung kostet 670 warm, essen knapp 180 je monat, gez, internet, aldi talk, Benzin, hund, mal ausgehen und kann knapp 1.000 im monat ausgeben.

    Wenn du zu zweit wohnst hast du ja bei internet, strom usw ca halbe kosten von mir. dazu hast du 900 netto mehr raus aber höhere Benzin kosten ok. aber irgendwas kostet dann noch richtig geld bei dir….

    fass das aber nicht als angriff auf. manchmal bemerkt man einfach manche kosten gar nicht so richtig

  61. Slazenger

    @Christoph

    wann hast du deine Ausschüttung (ich am Freitag) von Marine Harvest erhalten? Und auch Brutto gleich netto?

  62. Andrea

    Christoph, du bist ja wirklich sehr sparsam, alle Achtung. Das ist ja super, dass du 50% des Nettogehaltes sparen kannst.

     

     

  63. Christoph

    @Slazenger

    ich am 01.03.

    Ja brutto gleich netto da ich ja noch Freibetrag hatte.

    Glückwunsch dass du die nun auch hast. Bei mir die beste Dividenden Aktie.

    @Andrea Danke. Verzichte aber nicht mal gross auf was. Unterlasse nur Dinge zu kaufen die ich nicht brauche.

     

     

  64. Michael

    Hatte Marine Harvest auch mal vor ein paar Jahren auf meinem Kurszettel. K.A. wieso die wieder aus meinem Blickwinkel verschwunden sind.

    Glaube ich werde 2017 zwei neue Kandidaten in mein Portfolio aufnehmen.

    Nach den Wahlen in den NL und in Frankreich:

    -Danaher und

    -Marine Harvest

    Danke euch fürs erinnern, dass es die auch noch gibt 😉

  65. Couponschneider

    @Markus

    Ich sehe die Riesterrente für komplett daneben. Sie ist auch nicht Ergebnis von Einflussnahme durch Maschmeyer und Co. Die Riesterrente ist das Ergebnis des Umstandes, dass Politiker in Sachen Investition zu blöd sind. Selbst wenn die Gebühren für die Vertreter 0 € betrügen, die Riesterrente wäre immer noch schlecht. Was ich gegen sie habe?

    Es wurde wieder einmal auf Sicherheit gepocht, also Staatsanleihen. Bei einem 30-jährigen Sparvertrag auf Mündelsicherheit des Gros der Anlagen zu pochen, dafür aber auf Rendite zu verzichten, ist genuin dumm.
    Der Zwang zur Leibrente macht auch starke Anlageformen zunichte. Ein dickes Aktiendepot ist ja nicht nur Altersvorsorge, sondern auch Hinterbliebenenschutz, weil es ein nettes Erbe ist. Ich habe schon oft geschrieben, dass mein Aktiendepot versteckte Rendite ist, weil ich die Risikolebensversicherung nicht derartig hoch wählen müsste oder ich könnte sie ganz bleiben lassen. 200000 € Aktienvermögen ist doch schon etwas. (Niemand in meiner Familie hatte vorher derartig viel zu vererben.)
    Was passiert eigentlich, wenn der Riestersparer mit 50 auf der Strecke bleibt und die  Hufe an die Decke knallt? Was passiert mit der Witwe? Was ist, wenn er ein  zweites Mal geheiratet hat? Hat die Ex-Frau noch Rentenansprüche aus der Riesterrente? Bei Vermögen ist es klar, denn dort haben eine seit Jahrzehnten eingeübte Rechtspraxis im Scheidungsrecht. So schlimm ein Rosenkrieg auch sein mag, hat man doch nach dem Rosenkrieg wenigstens geklärte Verhältnisse. Zudem hat man da nur zwei Parteien, die sich streiten. Riester und Scheidungsrecht ist ein Minenfeld mit vielen Parteien: Ex-Frauen, Witwe, Staat, Versicherung. Ich gebe mal die Prognose ab: In spätestens fünf Jahren werden sich genau diese verzwickten Fälle häufen und Frontal 21, Monitor usw. werden ein neues Lieblingsthema haben. Auf dieses dünne Eis sollte man sich nicht begeben, selbst wenn die Riesterzauberer 10 % p.a. garantieren können. (Einfach mal nach Riester und Scheidung googeln. Ich bin nicht der erste, der das Thema anreißt.)

    Es gibt eigentlich nur die Aktieanlage. Qualitätsaktien kaufen mit dem Fokus auf Langfristigkeit, natürlich diversifizieren, Dividenden kassieren und reinvestieren. Fertig ist die Laube! Etwaige Unsicherheiten gibt’s immer, aber damit sollte man umgehen lernen, so wie im restlichen Leben doch auch. Der ganze Garantiequatsch kann mir gestohlen bleiben, weil Garantie Rendite kostet. Eigentlich lebt Altersvorsorge von Inspiration und Improvisation. Es ist ein bisschen wie Jazz. Bereutes Sparen mit seinen Garantien mag ich nicht. Wo bleibt da der Jazz? Zudem ist betreutes Sparen zu teuer.

    Kostolany sprach von den vier Gs, die man an Börse braucht: Geld, Gedanken, Geduld und Glück. Die vier Gs, die jeden Vermögensaufbau und jede Altersvorsorge zunichte machen: Garantien, Gebühren, Grüne und Gold. (Das ist nun Original Couponschneider.)

     

     

  66. Heinz

    Die Steuern und Abgaben sind schon hoch. Das Zivilisationsniveau und Anspruchsdenken in D ist aber auch nicht gerade gering. Und ob es einigen nicht irgendwann mal dämmert, dass man nicht 8 MRD Menschen auf dasselbe Lebensniveau hieven kann ? Das wird in Europa noch finanzielle und kulturelle Probleme geben.

    Gib doch mal in
    http://www.globalrichlist.com/

    13.000 EUR p.a. (das ist die Pfändungsfreigrenze in Deutschland pro Jahr und relativ aussagekräftig, alternativ : das steuerliche Existenzminimum liegt bei ca 8.200 EUR p.a. – Einkommen bis dort sind in D steuerfrei, erst danach beginnt die Progression zu wirken) Als Ergebnis zeigt sich, dass selbst nicht aktiv steuerzahlende Mittellose gemessen an der Weltbevölkerung zur „Elite“ zählen. Wie lange kann man so etwas bezahlen ? Wer soll das bezahlen ?

    In Schweden hat sich Astrid Lindgren mal mit den dortigen hohen Steuern befasst (lesenswert):

    http://www.astrid-lindgren.de/omastrid/politik/possa1.htm

  67. Christoph

    @Michael

    ich hab marine fas erste mal 2014 zu10.80 gekauft. hätte ich statt zb bilfiger mal lieber mehr marine gekauft aber nachher ist man ja eh schlauer.

     

    @All ich bin mal gespannt wer von den großen  ( 3m, Boeing, IBM) usw mal wieder einen split macht. Wird eigentlich bei allen drei mal zeit.

     

  68. Kai

    kleine Info:

    am 16.März ist wieder Der Tag der Aktie.

    Das heißt an diesem Tag kann man über den Börsenplatz Frankfurt die 30 Dax-Aktien und ein paar auserwählte ETF´s  ohne jedliche Gebühr kaufen.

    Partnerbanken sind: Comdirect, Consorsbank, ING-Diba udn maxblue.

    Hatte letztes Jahr schon mitgemacht und ein paar Aktien gekauft.

    LG

  69. Christoph

    @Slazenger  ich Weiss es nicht. Letzte splits waren

    3m 2003

    boeing 1997

    ibm 1999

    wobei ibm noch vom alltime high entfernt ist. Allerdings war es da schon ungewöhnlich dass kein split kam.

    3m und boeing haben beide neue Allzeithochs.

    hab mal gelesen dass splits aber auch teuer wären. aber wieso?

     

     

     

  70. Markus

    @Couponschneider

    „Die Riesterrente ist das Ergebnis des Umstandes, dass Politiker in Sachen Investition zu blöd sind.“

    Ich mag Pauschalurteile nicht so, sondern sehe oft mehrere Faktoren ursächlich für bestimmte Sachverhalte.

    Wenn unser Politiker so blöd sind, verwundert es doch, dass Sie Millionenverträge nach der Politikerkarriere bei Börsenkonzernen verdienen…

    Das wäre ja rausgeschmissenes Geld von unseren heißgeliebten AG`s für das pauschale oben genannte Attribut… oder nicht?

    Wieso mich Tim mit Riester in Verbindung gebracht hat, erschließt sich mir nicht so ganz.

    Ansonsten ist Deine Sparleistung schon sehr gut bzw. ich sehe Dich auch schon auf einem gutem Weg. Sehr gut, rein von den groben Eckdaten Alter & Vermögen ist auch Romsdalen und Supertobs aus dem deutschsprachigen Raum.

    Bei der Geldkatze oder beim Portfoliomanager stand auch wie wichtig es ist, einen gut bis überdurchschnittlich bezahlten Job zu bekommen…

    Es gibt allerdings noch deutlich mehr und vielschichtige Faktoren bzw. Promotoren beim Vermögensaufbau.

  71. Fit und Gesund

    @Christoph,

    bin gerade erst von der Arbeit gekommen, das 3Säulen System läuft mehr oder minder automatisch, erste und zweite Säule muss man nix machen, dritte Säule (steuerbegünstigt) ist freiwillig und natürlich spare ich da jährlich zur Zeit so 6700 und paar Zerquetschte, beziehen kann ich es dann bei Renteneintritt.

    Du musst sicher in der CH Deinen Wohnsitz haben für die 3te Säule, für die ersten beiden Säulen nicht, Viele bei uns sind Grenzgänger.

    Meine CH-Rente wird mir an jeden Ort der Welt ausgezahlt, ich könnte sogar die zweite Säule (Betriebsrente)  als Kapital beziehen, aber das habe ich nicht vor.

    Es gibt aber auch Betriebskassen die nicht so dolle sind und eine Unterdeckung aufweisen, so müssen wir zur Zeit mal wieder einen Sonderbeitrag leisten, da ist man leider machtlos.

    wünsche Dir eine gute Woche! 🙂

  72. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Frank / Berlin

    Großartig! Dein Fall zeigt, die finanzielle Freiheit ist möglich. Nur wenige schaffen es. Die meisten haben ein ganz großes Problem: Ein Mangel an Selbstdisziplin.

  73. Ralf

    Es läuft einfach etliches schief in D und den arbeitenden Leuten dämmert das immer mehr. Ein Beispiel ist das hier:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/toetete-er-fuer-die-al-nusra-front-mutmasslicher-kriegsverbrecher-mann-soll-2400-euro-hartz-iv-bezogen-haben_id_6743751.html

    Dafür muss so mancher hart arbeiten. Unsereins spart sich die Haken ab, hier läuft es anders. Und ich kenne auch im persönlichen Umfeld einige Fälle von Sozialmissbrauch. Da gibt es Leute die arbeiten könnten aber sich einfach zu bequem sind. Jobs gibt es immer.

    Das kostet dem Steuerzahler massiv Geld. Und die Anleger werden künftig durch mehr Steuern zur Kasse gebeten. Und das ärgert mich. Ich möchte meiner Familie auch ab und zu etwas gönnen. Hier wird gezeigt wie vermutlich Tausende in D das anders machen. Von interkulturellen Konflikten mit solch ewig gestrigen ganz zu schweigen. Wer wie ich heranwachsende Töchter hat, macht sich da noch ganz andere Sorgen.

    Wenn man als Deutscher Verschuldet oder Unverschuldet in die Arbeitslosigkeit rutscht bekommt man 1 Jahr lang ALG 1, was normalerweise 70% sind. Hat man es nach einem Jahr nicht gepackt, muss man auf dem Amt sämtliche Ersparnisse, Sparbücher, Depots usw. offenlegen und zuerst alles ausgeben bevor man auch nur einen müden Cent bekommt. Bis auf einen minimalen Schonbetrag der lachhaft ist. Ein Kriegsverbrecher kommt hierher und kassiert ohne jemals etwas für unser Sozialsystem getan zu haben 2400 € ? Und sicherlich gibt es noch viele andere Fälle.

  74. Gurki

    @Ralf: Die Deutschen bekommen das was sie wollen, ich erinnere mich nur zu gut an die klatschende Menge am Harburger Bahnhof. 🙂 Für 2400€ netto muss ich ziemlich lange im Büro sitzen und mein Gehirn zermartern. Aber ihr macht das schon! 🙂

  75. Markus

    @Ralf

    Irgendwie will mir die Diskrepanz nicht in den Kopf. Ihr beide verdient beide nicht schlecht mit über 5000 € brutto und beschwert euch über zu hohe Sozialabgaben und fordert aber im gleichen Atemzug höhere Sozialleistungen beim Arbeitslosengeld… ???

    Dann werden noch Einzelfallbeispiele als repräsentativ für ganz Deutschland genommen…

    Ich habe Probleme dies rational einzuordnen und erachte es auch als Zeit- und Energieverschwendung, da Logik nicht gegen Glaubenswelten & Emotionen ankommt.

     

  76. Ralf

    Markus: Ich verstehe einfach nicht, warum man langjährige Beschäftige oft bereits nach einem Jahr ALG1 finanziell auf eine Ebene mit Hartz4 stellt. Hier sollte es noch eine Zwischenebene geben.

    Und Einzelfälle sind dies sicher nicht, wenn ich die Medienberichte der letzten Monate verfolge. Alleine in Niedersachen werden 300 Fälle verfolgt bei Flüchtlingen. Von Missbrauch durch Deutsche ganz zu schweigen. Die Dunkelziffer ist sicher hoch.

    Einer muss diese Dinge alles bezahlen. Und das ist der Steuerzahler.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article160885523/Polizist-warnt-vor-vielfachem-Sozialbetrug-durch-Asylbewerber.html

  77. Pascal

    „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.“

    Joseph Marie Comte de Maistre ((1753 oder 54 – 1821), französischer Philosoph)

  78. Ralf

    Offensichtlich stehe ich mit meiner Kritik zumindest nicht alleine da. Das ist schon einmal  beruhigend. Hier geht es auch nicht um Rassismus oder sowas. Wird einem ja gerne schnell unterstellt. Selbst Helmut Schmidt hatte deutliche Vorbehalte wie ich weiter oben schon zitierte (gegen 14:29).

  79. Markus

    @Ralf

    Ich finde die Fälle von Sozialmissbrauch sicher auch nicht schön, bzw. es wäre sehr begrüßenswert, wenn man diese abstellen bzw. mindern könnte!

    Dass es in jedem Land, Regierung, Bevölkerung der Welt Verbesserungspotential gibt und ich mir nicht nur selektiv Deutschland, Amerika oder die Flüchtlinge rauspicke… dass ist das was ich meine mit selektiv verschobener Wahrnehmung meine.

    300 Fälle bei 7,8 Millionen Einwohnern in Niedersachsen… ok, es gibt Dunkelziffern und korrekterweise sollte man es ins Verhältnis zu den Beschäftigten setzen.

    Sicher ist jeder einer zu viel und es ist begrüßenswert dieses Problem besser in Angriff zu nehmen!

    Trotzdem sehe ich die Relation logischerweise nicht so, dass Deutschland den Bach runter geht, wie es hier manche so dramatisch schildern…

    Das Problembewusstsein und die Lösungskompetenz kann und sollte deutlich optimiert werden.

    Dieser Angstmacherei & Ausgrenzungsdenken von den Populisten kann ich jedoch nichts abgewinnen, da diese bisher auch noch nirgends was besseres liefern konnten! Hetze, Ausgrenzung und der Tonfall von Populisten und diversen Präsidenten erinnert leider an eine rückwärts gerichtete Denkweise…

    Der Tonfall ist in letzter Zeit ein Niveau wo man das Terrain von Diplomatie, Diskussion und lösungsorientiertes Denken nicht gerader erleichtert.

     

  80. Ralf

    Das ist richtig. Und ja, ich jammere ein Stück. Aber es muss raus. Viele denken so.

    Das Signal das von solchen Fällen für viele arbeitende Leute ausgeht ist fatal. „Für die ist Geld da, aber für eine anständige Rente für mich reicht es trotz jahrzehnter langer Arbeit nicht…“ oder so ähnlich könnt es heißen.

    Und ich kann das nachvollziehen. Das ist ein Stück des Saatguts für Parteien wie die AfD. Es ist nicht ok wenn ich mir z.B. die Rente meines Vaters nach 40 Jahren Arbeit anschaue (1130 € Brutto).

    Das sorgt nicht für Vertrauen. Humanität ja. Aber alles mit rechtem Maß. Und einer muss zahlen. Das ist der arbeitende. Es stimmt einfach die ganze Relation nicht mehr. Wenn z.B. bei den anerkannten Flüchtlingen später Familiennachzüge dazu kommen werden die Sozialausgaben deutlich steigen. Selbst die Wirtschaft zweifelt ja mittlerweile deutlich an eine schnelle Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt:

    http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Arbeitsmarkt-Integration-der-Fluechtlinge-wird-Jahre-dauern-artikel9847122.php

    Die Kosten werden explodieren. Der Steuerzahler ist der Dumme:

    http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Fuer-die-Steuerzahler-hat-der-Steuerstaat-nichts-uebrig-id40780441.html

    Ich selbst habe z.B. einen harten Weg von der Hauptschule über Ausbildung, Bundeswehr, weiterführende Schule bis zum Studium hinter mir. Geschenkt wurde nichts und viel entbehrt. Bafög musste zu großen Teilen zurück bezahlt werden und das Studium durch Nebenjobs finanziert werden. Wenn ich nun sehe wie viele (Einheimische und andere) mittlerweile in der sozialen Hängematte zu Unrecht liegen (nicht alle, ja), macht mir das Ärger. Viele Firmen suchen Leute für ihre Arbeit. Es will bloß keiner machen. Ich kenne solche Leute. Da heißt es dann: „Wenn ich arbeiten gehe habe ich auch nicht mehr“ oder ähnlich. Gesunde Leute ohne Einschränkungen. Strafen vom Amt sind selten.

    Sparen: Ja! Aber in D macht es mir zunehmend Bauchweh weil das Vertrauen in den Staat ein Stück weit gesunken ist.

  81. Kia

    “ Viele denken so.“ – jammern und wählen dann weiter so.

    Man kann halt nur versuchen auszusteigen und das funktioniert über Geld und die damit verbundene Freiheit am besten.  Ohne Erbschaft geht es nur über sparen.

    Aber wer wie Ralf, schon viel erreicht hat und so gut ausgebildet ist könnte doch auch ein wenig riskieren. Oder? Mir fällt dabei spontan ein, dass Siemens für Argentinien Ingenieure sucht.

     

  82. Markus

    @Ralf

    Ja, viele denken so.

    Der Staat ist schuld. Ich bekomme nicht genug. Den anderen geht es allen besser.

    Diese Denkweise ist in meinen Augen sehr kontraproduktiv, da man mit dieser Denkweise die Verantwortung für sein eigenes Denken und Handeln anderen in die Hände legt.

    Wer den anderen die Schuld gibt, gibt Ihnen auch die Macht über das eigene Schicksal.

    Dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn es nicht so läuft wie es hätte sein können.

    Bin jetzt raus, ertrage die Jammerei auf dem Niveau nicht mehr. 😉

  83. Christoph

    Die Frage ist ja auch was passiert wenn Schulz sich durchsetzt mit der Verlängerung von ALG1.

    Dann wird sich definitiv die Bemühung einen neuen Job zu finden reduzieren.

    Allerdings müsste das mit dem Schonvermögen wirklich ändern.

     

    Danke Fit für die Infos. Die und allen anderen eine schöne Woche

  84. Kai

    @Skywalker.

    Hat sich bis jetzt gelohnt. Hatte BASF, Henkel, SAP und Siemens gekauft.

  85. easydividend

    Ich sehe das wie Michael,

    Niemand braucht eine Million Euro damit man finanziell frei ist. Und auch wenn ich mich jetzt wieder unbeliebt mache, und ich gleich wieder gesteinigt werde:

    Wieso versucht man es nicht einfach über andere Wege. Wieso versteifen sich alle immer auf diese 4%?! Jeder kann heutzutage ein profitables Unternehmen gründen. Es gehört nur etwas Mut dazu, und den Willen wirklich etwas auf die Beine zu stellen. So kann ein System aufgebaut werden, dass großteils von selbst Geld verdient, wenn man es richtig anstellt, dabei ist es egal welche Branche man wählt. Ich glaube viele Leute denken einfach nicht wie ein Unternehmer. Entdecke den Unternehmer in dir.

    Zusätzlich könnte man sich Gedanken machen, wie man die Rendite auf das Kapital steigern kann. Es gibt viele Möglichkeiten.

    Ich habe vor 3 Jahren meinen Weg in die finanzielle Freiheit begonnen, im Mai werde ich 25 Jahre alt und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es schaffen kann zu meinem 30ten Geburtstag finanziell frei zu sein.

     

    Wie schon oben gesagt, ich bin da genau wie Michael der Meinung, dass wir froh sein können in so einem wahnsinnig tollen Land wie Österreich zu leben. Ob Deutschland oder Österreich wird hier kaum einen Unterschied machen.

    Ich versuche jedes Jahr viele neue Länder zu besuchen und ich kann euch sagen: Auf meinen Reisen fällt mir besonders oft auf, wie gut wir es hier in Mitteleuropa haben.

    Jemand der wirklich etwas erreichen möchte, schafft das meiner Meinung nach auch. Fühlt euch bitte nicht auf den Schlips getreten. Wie immer vertrete ich nur meine Meinung.

     

    mfG Chri

  86. Michi

    @Christoph und Ralf

    ich kann die Ansicht von Ralf gut nachvollziehen. Es stimmt zwar schon, wie Christoph schreibt, es ist jammern auf hohem Niveau und es ist immer einfach zu sagen, die Regierung ist schuld, oder die Flüchtlinge, oder mein Chef, oder oder oder.

    Aber ich finde es einfach richtig, dass man nicht nur nach sich selber schaut, nach dem Motto 5000,- brutto, mir geht’s gut ist mir egal, wie und für wen der Staat die Steuerkohle raushaut. Es gibt hier noch genug Einheimische und auch lange hier lebende ausländische Mitbürger, die vielleicht nicht den hochbezahlten Job haben und trotzdem jahrzehntlang geackert haben und dann kaum besser da stehen, wie einer, der hier als Wirtschaftsflüchtling her kommt und vom Staat mit Vollpension versorgt wird.

    Wir alle brauchen die Krankenschwester, den Altenpfleger, den Bauarbeiter, den Müllmann, die Frisörin, den Maurer u.s.w.

    Das sind alles keine hochbezahlten Jobs und da kann ich gut verstehen, dass einem da die Hutschnur hochgeht, wenn die alleinerziehende Mutter als Krankenschwester den ganzen Tag ackern muss, ihr Kind in die Ganztageskita geben muss, damit sie genug Gehalt zum überleben verdient, obwohl sie eigentlich lieber fürs Kind da wäre und dann sieht sie den Herrn Wirtschaftsflüchtling z.B. aus Gambia mit den neuesten Markenklamotten, dem Iphone 17 im Sommer im Stadtpark rumchillen.

    Aufnahme von Kriegsflüchtlingen ja, aber nur mit einer angemessenen Grundversorgung, nicht mehr und nicht weniger.

    Und das hat auch nichts mit Populismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus oder Ausgrenzung zu tun, sondern da kommt einfach der Gerechtigkeitssinn durch.

    Das sollte sich unsere Regierung einfach mal zu Herzen nehmen, dann gäbe es nämlich auch keine Parteien, wie die AfD.

     

     

  87. Ralf

    @Michi: Du hast es auf den Punkt gebracht!

    Und wenn wir alle weiterhin in einer vernünftigen Gesellschaft leben wollen, so sollte einem diese Thematik nicht ganz egal sein. Gerade angesichts der deutlichen Schieflage. Mir ist es jedenfalls nicht ganz egal, gerade angesichts diverser gesellschaftlicher Entwicklungen.

    @easydividend: Eine eigene Firma ist gut. Aber ich z.B. habe große Probleme eine geeignete Geschäftsidee zu finden die auch ausreichend tragbar ist um eine Familie zu ernähren. Viele Bereiche sind ja auch überlaufen. Und nicht jeder ist auch für eine Selbstständigkeit vom Typ her geeignet. Trotzdem viel Erfolg!

     

  88. Ralf

    Die vielen Kommentare bei dem genannten Artikel geben ein gutes Stimmungsbild ab.

  89. chaostrader

    Ihr habt da was falsch verstanden: al-Nusra sind die Guten. Denen liefern unsere Verbündeten (die USA) schließlich Waffen. Alsogeht das mit den zwo vier für die Pfeife schon in Ordnung.

  90. Stefan Ledabyl

    @ Michi

    „..dem Iphone 17 im Sommer im Stadtpark rumchillen.“

     

    iPhone 17? Was kann das? Beamen?

    Nein Scherz beiseite. Ich weiss nur nicht, wo dieser Neid herkommt? Ich habe hier in München noch keinen Flüchtling mit einem Iphone 7 gesehen. Die haben meistens alte Modelle, mit Spider App weil das Ding schon 100mal heruntergefallen ist.

    Und mal andersherum gefragt, wen juckts, ob mein Nachbar ein Iphone 7 hat? Mich lässt das kalt. Die Wirtschaftsflüchtlinge überwiegend aus Afrika, die ich vor allem im Fitnesstudio kennengelernt habe, sind zutiefst dankbar endlich ein friedliches, normales Leben zu führen. Aber ich bin mir natürlich bewusst, dass das nur meine selektive Wahrnehmenung ist, andere wiederum werden andere Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt haben.

  91. chaostrader

    Wenn ich hier lese, dass jemand der 5.500 € verdient, was ca. 50.000 € netto im Jahr ausmacht (14+15 Gehalt inkl.)

    Aha, bei den Ösis gibts nicht nur 13. (was nicht selbstverständlich ist!), sondern auch noch 14. und 15. Gehalt, und da kommen dann 50K netto dabei raus?! Ich zieh um!

    In Österreich kommt man mit einem 5.500 Bruttoverdienst auf genau: 47.974,40 Euro netto im Jahr und in Öst zahlt man soweit ich weiß noch mehr Steuern als in DE.

    Klar, deswegen ziehen wohlhabende Deutsche nach Ösiland. Weil man da mehr Steuern zahlt.

    Bei 5,5 Brutto kommen 48K netto bei raus? Ihr habts gut! Verdammt gut!

    Ich wollte nur das Gejammere der armen „Steuerzahler“ anprangern.

    Wenn bei mir soviel rauskommen würde, würd ich auch nicht meckern. Dummerweise hab ich zwei Jobs, Steuerklasse 6! Hurra!

    Seid froh, wenn ihr hohe Steuern nominell zahlt – das bedeutet, ihr verdient viel!

    Selten so einen Schmarrn gehört. Die Zahlen, was in D von den 5,5 übrigbleiben haben dir ja schon andere geliefert. Auf jeden Fall KEINE 48K. Also bitte den Ball flachhalten, danke.

    Ich nehme an, ihr in Deutschland habt auch ein progressives Steuersystem.

    Allerdings.

    Du zahlst also bis zu einem gewissen Betrag 0% Steuer. Alles was über diesen Betrag hinausgeht (In Öst. 11.000 €

    In D sinds irgendwas mit 8000.

    wird mit 25% versteuert. die 25% gelten zwischen 11k-18k, und so geht das weiter. Nächste Stufe 35% usw.

    Ja, und in D steigt deine Steuerrate progressiv an, und zwar in 3€-Schritten! Verdiene 3 Euro im Jahr mehr und deine Steuerlast steigt. Wenig, aber stetig. Es wird das Maximum rausgequetscht.

  92. O.T.

    Bei den Flüchtlingen im Fitnesscenter, wird da der Smoothie auch vom Amt bezahlt, oder ist das die Kohle die der Schlepper übriggelassen hat? Bitte mal nachfragen.

  93. chaostrader

    Die Wirtschaftsflüchtlinge überwiegend aus Afrika, die ich vor allem im Fitnesstudio kennengelernt habe, sind zutiefst dankbar endlich ein friedliches, normales Leben zu führen.

    Sicherlich. Aber wirtschaftliche Gründe sind kein Asylgrund.

  94. chaostrader

    Was die Steuerquote im Durchschnitt betrifft liegt Österreich jedenfalls vor Deutschland.

    Das wird der Grund sein, warum so viele prominente Deutsche in Ösiland wohnen. Weil sie gerne Steuern zahlen. Klingt logisch.

    > Na da musst du wohl umziehen nach Österreich.

    Sofort. Brauch ich nur noch den passenden Job mit 14., 15. (und vllt. noch 16.?) Monatsgehalt.

  95. Michael

    Ich glaube da gibt es „bessere“ Länder um weniger Steuern zu zahlen als Österreich 🙂

    Aber es ist ok wenn ihr „angefressen“ seid. Kann man ja auch – gibt genügend Gründe.

    Ich bin kein Großverdiener, zahle auch viel Steuern aber ich bin mit dem Land, in dem ich lebe sehr zufrieden. Klar hätte ich gerne noch mehr Netto vom Brutto, aber ich komme mit meinem Geld sehr gut aus.

    Außderdem lebe ich in einem wunderschönen Land. Ich würde nie irgendwo hin auswandern wollen. Wenn, dann fahre ich ein paar Wochen auf Urlaub irgendwo hin.

    Ich habe im Winter Schnee falls ich ihn möchte und im Sommer hat es oft über 25 Grad. Seen, Berge… alles da was man braucht.

    Lebensqualität ist sehr angenehm. Ich fühle mich wohl 🙂

    Klar habe ich auch meine Sorgen im Leben, aber ich bin keinem sein Geld neidig. Solange ich mit meinem auskomme, ist doch alles gut.

    Was für mich viel wichtiger ist: Freunde, Famile, Freizeit.

    Ich jammere sicher nicht, wenn ich 5.500€ brutto verdiene über mein Gehalt 😉

    Manche sind einfach nie zufriden. Auch wenn sie 10k durchs Nichtszun bekommen würden würden diese Menschen motzen. Och nur 10k. Der Moslem mit seinen 20 Kindern bekommt auch 8k….

    Etwas gechillter durchs Leben gehen würde ich euch empfehlen und etwas Dankbarkeit zeigen für das wie gut es einem eigentlich geht.

  96. O.T.

    14 gibst generell, 15 gab’s mal in Banken, 16 nur für Politbonzen.

    Also „Piefke“ wird’s schwer werden einen lohnenden Politikschmarotzerjob zu finden, außer Du kannst glaubhaft bestreiten irgendetwas an Merkel gut zu finden.

    Die ganzen „Prominenten“ haben eine Sondervereinbarung mit dem Staat, zahlen für bestehendes Vermögen das sie „importieren“ weniger Steuer, für hinzukommendes meist das gleiche wie Österreicher. Aber seit die Sozis am Start sind, kommen nur noch Russen.

  97. Michael

    Ja, 14 Gehälter gibts so weit ich weiß immer. Wenn du Glück hast bekommst du noch Prämie, das kannst du als 15. zählen, wenn du möchtest.

    16?… k.A…. Politiker, ja das klingt logisch 😀

  98. vonaufdenboden

    In Österreich ist das 13. und 14. Gehalt quasi steuerfrei. Deshalb kann bei einem Vergleich mit Deutschland unter Umständen mehr Netto übrigbleiben, obwohl der Steuersatz in Österreich höher ist.

    vonaufdenboden

  99. Gandalf

    Alle sollen Zahlen dann geht es uns auch besser und der Ein oder Andere hier von euch wäre schneller an seinem Ziel.

    Es gibt genug Beispiele in Europa wo es sehr gut funktioniert und die AFD wird nen Teufel tun dies zu ändern die bekommen ja das Geld auch in den Hintern geblasen die wollen auf Kosten von Asylanten und Co. ihr Einkommen mit unserem Geld sichern,mehr nicht

  100. Mr. B

    Hatte heute Kontakt mit jemanden der 12.000 EUR netto pro Monat verdient. Ihm reicht „das Geld hinten und vorne nicht“. Er bekommt tatsächlich auch noch Unterstützung von familiäre Seite. Unglaublich.

  101. Bernd

    Mal ne Frage in die Runde: Wie wird sich in euren Augen Target in Zukunft entwickeln? Würdet ihr die Aktie zu heutigen Kursen kaufen?

    Viele Grüße

    Bernd

  102. Didi

    Jeder der 40 Jahre Geduld hat kann Millionär werden!

    Z.B. mit 1000€ Anfangskapital und einer monatlichen Sparrate von 301€ bei

    einem Nettozinssatz von 8%…

     

    Bei nur 20 Jahren Ansparzeit sind es schon 1737€ monatlich!

     

    Keep on investing!

  103. chaostrader

    14 gibst generell, 15 gab’s mal in Banken, 16 nur für Politbonzen.

    In Österreich ist das 13. und 14. Gehalt quasi steuerfrei.

    Ich jammere sicher nicht, wenn ich 5.500€ brutto verdiene über mein Gehalt

    Aha. In Deutschland sind 12 Gehälter normal, wenns ein 13. gibt heißt das noch lange nicht, dass das nächstes Jahr auch kommt, oder dass es wirklich so hoch ist wie die anderen 12. Normalerweise ist es deutlich weniger und nennt sich Weihnachtsgeld. Außerdem wird das voll versteuert und mit sonstigen Abgaben belegt. 14. und folgende ist sicher nicht normal, das dürfte die ganz ganz große Ausnahme sein. Hab noch nie gehört, dass jemand sowas bekommt.

    Also nochmal: Ball flachhalten und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Wenn ich 11K plus 2-3 VOLLE Monatsgehälter steuer-und abgabenfrei kriegen würde, dann würde ich auch nicht über das Finanzamt meckern. Meine Güte!

    Edit: und nicht 12 oder 12,5 Monatsgehälter, sondern 14 oder 15!

  104. Michael

    @chaos

    Das wirst du so schnell nicht ändern können. Jeder muss sich den gegebenheitenanpassen und damit leben lernen.

    Durchs raunzen wirds nicht besser.

    Vielleicht findest du auch einmal etwas zufriedenheit. Ich wünche es dir.

    Spare und investiere 😉

  105. pommes

    @chaos, jeder in der nach Bank und Versicherungtarif bezahlt wird bekommt 13,3 Gehäter (soweit ich weiß 12 Gehälter normal, sowie Weihnachts und Urlaubsgeld in Höhe von 1,3 zusammen). Vermute im IG Metalbereich sollte es ähnlich sein. EDIT: 13,3 Gehälter sind per Tarif gesichert, durch Zielerreichung kann man aber ggf. noch einen Bonus erhalten, sprich Gehälter > 13,3 sind möglich.

    Die Anzahl der Gehälter, so denn sie gleich besteuert werden, ist doch auch absolut unerheblich, das gesamt Brutto ist finde ich deutlich relevanter, nicht in welchen Häppchen es ausgezahlt wird.

  106. JosefJosef

    In jedem Land die selben Probleme. In der Schweiz verbreiten Sie auch Angst dass die Rente nicht Gesichert ist, das Rentenalter soll bis 67 erhöht werden die Mwst. sollte erhöht werden, Vorbezug 2te Säule für Eigenheim sollte gestrichen werden. Ich Zahle nichts mehr in die 3te Säule ein da später evtl die Gesetze geändert werden und ich nicht mehr darüber selbst entscheiden kann. Haupsache Sie bauen mit Steuergeldern einen Hafenkran in ZH?, ich Vorsorge selbst, damit ich keine Sorgen mit der Nachsorge habe.

  107. chaostrader

    Das wirst du so schnell nicht ändern können. Jeder muss sich den gegebenheitenanpassen und damit leben lernen.

    Durchs raunzen wirds nicht besser.

    Vielleicht findest du auch einmal etwas zufriedenheit. Ich wünche es dir.

    Ich glaube mich zu erinnern, dass du angefangen hast was von mindestens 48K zu labern, und die Leute sollen nicht so rumheulen, so schlimm wären die Steuern doch gar nicht. Ich habe nur klargestellt, dass dem so nicht ist, und dass deine Ösi-Lebensrealität rein gar nichts mit der deutschen zu tun hat.

    Vielleicht findest du auch einmal etwas zufriedenheit. Ich wünche es dir.

    Die habe ich. Aber du lagst nunmal voll daneben, und ich habe dich halt in meiner mir eigenen, charmanten Art darauf hingewiesen.

    Spare und investiere ?

    Das brauchst du mir nicht zu sagen.

     

    Die Anzahl der Gehälter, so denn sie gleich besteuert werden, ist doch auch absolut unerheblich, das gesamt Brutto ist finde ich deutlich relevanter, nicht in welchen Häppchen es ausgezahlt wird.

    Natürlich, es kommt nur darauf an, was am Ende unterm Strich rauskommt. Ist halt nur doof wenn unsere südlichen Nachbarn da irgendwie ganz falsche Rechnungen aufstellen und seltsame Schlüsse ziehen.

  108. Jan

    Hier ist ja mal wieder ne dicke Luft. Was soll das, gibt doch keinen Grund? Lebt euer Leben und lasst andere ihr Leben leben. Und wählt, was euch am nächsten kommt.

    Nebenbei werden gegen Mehrfachbezieher meines Wissens Fingerabdrücke genommen und zentral gespeichert. Der Abgleich ist nur während der großen Welle zeitweise ausgesetzt worden. Mittlerweile ist es wieder fast unmöglich als ü14 mehrfach Leistungen zu beziehen. Die Dunkelziffer zu den hier aufgeführten 300 bekannten Fällen durfte daher nahe Null sein.

    Aber das ist nur das, was ich mal aufgeschnappt habe. Ich interessiere mich kaum für das Thema, weils mir immer viel zu ideologisch und reißerisch geführt wird (hier z.B. schön zu sehen).

  109. chaostrader

    Hier ist ja mal wieder ne dicke Luft. Was soll das, gibt doch keinen Grund?

    Ist doch keine dicke Luft, wenn man auf „Berechnungsfehler“ hinweist.

    Nebenbei werden gegen Mehrfachbezieher meines Wissens Fingerabdrücke genommen und zentral gespeichert.

    Theoretisch ja. Theoretisch werden ja auch in Europa Daten ausgetauscht, und dadurch sollten Typen wie der Mörder/MUFL von Freiburg, der in Griechenland eine Frau von der Klippe geschubst hat leicht identifizierbar sein. Praktisch hats halt nicht geklappt.

    Der Abgleich ist nur während der großen Welle zeitweise ausgesetzt worden.

    Das ist Quark.

    Mittlerweile ist es wieder fast unmöglich als ü14 mehrfach Leistungen zu beziehen. Die Dunkelziffer zu den hier aufgeführten 300 bekannten Fällen durfte daher nahe Null sein.

    Anis Amri hat sich unter 14 Identitäten angemeldet und 14 mal Kohle kassiert. Und der stand unter Beobachtung! Das nenn ich doch mal ein bedingungsloses Grundeinkommen.

    Ich wage zu behaupten, die 300 Fälle sind nur die Spitze des Eisberges. Unsere Regierung wird sich hüten, entdeckte Fälle öffentlich breitzutreten.

  110. Stefan Ledabyl

    @O.T.

    Bei den Flüchtlingen im Fitnesscenter, wird da der Smoothie auch vom Amt bezahlt, oder ist das die Kohle die der Schlepper übriggelassen hat? Bitte mal nachfragen.

    Nö. Das ist mir dann doch zu niveaulos einem anderen Menschen so eine Frage zu stellen. Deine Aussage ist ja Populismus vom feinsten. Könnte man auf dem Marktplatz nicht besser ins Mikrofon rufen.

    @chaostrader

    Sicherlich. Aber wirtschaftliche Gründe sind kein Asylgrund.

    Ob Sie hier Dauerhaft eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen weiss ich nicht.

     

    Aber ich werde mich jetzt auch aus dem Thema raushalten.

  111. vonaufdenboden

    @chaostrader

    Ich bitte Dich recht herzlich meinen obigen Kommentar

    „In Österreich ist das 13. und 14. Gehalt quasi steuerfrei“

    nicht in euer Streigespräch miteinzubeziehen.

    Ich wollte nur aufzeigen, dass man ein Bruttogehalt zwischen den beiden Ländern aus steuerliche Gründen nicht so einfach 1:1 vergleichen kann.

    vonaufdenboden

  112. Michael

    Und ich habe alles richtig berechnet. In öst ist es nun mal so viel: 47.000 😉
    Ich lebe nun mal in dem schönen ösi-land.

    Dafür seid ihr exportweltmeister. Freue dich deines lebens. Hehe

  113. Skywalker

    Hier unterhalten sich junge Ärzte über Geld und sparen. Sie haben Glück, weil sie wirklich gut verdienen und auch später gut verdienen werden

     

    http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?96962-Geld-sparen

     

    Sehr interessant!

    „Ist ja auch nicht schlimm, Zinsen gibts eh nicht, und das Gehalt kommt regelmässig, bei der Plackerei gebe ich mittlerweile gerne Geld aus (auch für Familie und Kinder von Freunden)…“

     

    „Ein Teil geht für´n Kredit drauf(300-400), ein kleiner Teil wird angelegt (100-200) und der Rest verpulvert.“

     

    „2000 Euro im Monat??? Das waren Zeiten. Ich kann mir kaum vorstellen wie ich jetzt damit überleben soll.
    Also, Kopf hoch!“

     

    „Ich sehe das anders. Ich freue mich schon richtig aufs Geld ausgeben, auch wenn es noch dauert. Ich habe keine Lust mehr mir Gedanken darüber zu machen, ob die Schuhe oder Hose für 50 € wirklich drin sind. Ich freue mich darauf auch einfach mal in ein Restaurant zu gehen, das zu essen worauf ich Lust habe und nicht schauen muss wie teuer das Essen ist. Da darf das Geld am Ende des Monats auch weg sein. Und ich sehe es bei Freunden und Bekannten, dass wenn die ersten größeren Investitionen getätigt sind auch Geld über bleibt.“

     

     

  114. Gabriele

    @ Bernd

    Habe Target im Bestand und überlege, ob ich sie verkaufen soll, Geschäftsmodell erinnert mich etwas an Karstadt bzw. Arcandor. Beides lief nicht wirklich toll. Der sogenannte Vollsortimenter lohnt angesichts der billigen Internetkonkurrenz nicht mehr. Wenn ich nicht buy & hold betreiben wollte, hätte ich sie gleich rausgeworfen, als sie ihre Ziele nach unten korrigiert haben.

  115. chaostrader

    Ich wollte nur aufzeigen, dass man ein Bruttogehalt zwischen den beiden Ländern aus steuerliche Gründen nicht so einfach 1:1 vergleichen kann.

    Eben. Hat Michi aber getan. Was, wie wir nun alle wissen, Quark (bzw. Topfen) ist.

    Letztendlich gehts doch um Informatinsgewinn. Ich hab nicht gewusst, dass die Ösis anscheinend 14. und 15. Monatsgehälter praktisch steuerfrei erhalten. Michi meinte, er könne seine Situation auf andere Länder projezieren. Jetzt sind wir beide schlauer.

    So, ich geh jetzt Däumchendrehen, denn investieren ist diesen Monat nicht. Finanzamt will am 10.03. Vorauszahlung haben, da ist dann mal wieder ein Bruttogehalt das Klo runter gegangen. Schäuble hat ja auch nur 26 Mrd. Überschuss, mit die er nirgens sinnvoll unterbringen kann.

    Dafür können jetzt eine Busladung Wirtschaftsflüchtlinge mit meinem Geld sich ein viertel Jahr das Fitnessstudio leisten. Im Juni wird wieder der selbe Betrag ans FA überwiesen, dann sind nochmal drei Monate drin.

    (Wieso eigentlich Fitnessstudio? Wer so viel Zeit hat, darf gerne Laufen, Radfahren, Bodyweight-Training machen. Ist alles kostenlos.)

  116. Markus

     

    Die einen suchen Erklärungen warum man etwas nicht schafft und die anderen praktikable Wege, wie man es schaffen könnte!

    Ist jedem selbst überlassen, mit welcher Geisteshaltung man durchs Leben gehen möchte.

    Ich halte ein positive und niveauvolle für die schönere und zufriedenere Variante für mein Leben.

  117. Michael

    @chaos:

    Schau, da hast du die genaue Aufstellung mit den angenommenen 5.500€. Ich informiere dich gerne. Falls du weitere Fragen hast kannst du die gerne posten. Ich beantworte sie dir.
    Ihr Einkommen

    laufender Bezug
    13. Bezug
    (Urlaubszuschuss)
    14. Bezug
    (Weihnachtsgeld)
    Jahresbezug

    Brutto
    5.500,00 €
    5.500,00 €
    5.500,00 €
    77.000,00 €

    Sozialversicherung
    902,38 €
    941,60 €
    763,55 €
    12.533,71 €

    Lohnsteuer
    1.330,95 €
    236,30 €
    284,19 €
    16.491,89 €

    Netto
    3.266,67 €
    4.322,10 €
    4.452,26 €
    47.974,40 €

    Mmmh, wird leider nicht toll dagestellt in dem Script. Musst dir die Tabellen nebeneinander vorstellen.

  118. Stefan Ledabyl

    @Chaostrader

    Dafür können jetzt eine Busladung Wirtschaftsflüchtlinge mit meinem Geld sich ein viertel Jahr das Fitnessstudio leisten. Im Juni wird wieder der selbe Betrag ans FA überwiesen, dann sind nochmal drei Monate drin.

    Das klingt so arm und traurig.

    Markus vielen Dank, dass du hier auch etwas mehr Niveau forderst.

    Jetzt wird der Chaostrader wahrscheinlich antworten, dass er nur mit seiner charmanten Art auf die Missstände aufmerksam machen will.

    Eigentlich wollte ich nicht mehr darauf antworten, aber dein obiger Beitrag lässt eine Menge Frust auf das FA erkennen. Und den Frust kann man dann gleich mal an schwächere Gruppen auslassen. Jetzt sind es die (Wirtschafts)Flüchtlinge. Irgendeinen Schuldigen kann man immer finden.

    Naja. Ich hab nix gewonnen, wenn ich hier Partei ergreife. Ich hoffe nur, dass ich von deinen Steuergeldern niemals profitiere, denn dir möchte ich nix schuldig bleiben.

    War das jetzt unhöflich von mir, oder auch nur ein Art von Charme?

  119. Michael

    @Stefan.

    Ich glaube so arme Seelen, wie Chaos einer ist, muss man nicht unbedingt ernst nehmen. Für mich ist er fast schon lustig.

    Natürlich ist es nicht wirlich lustig, weil viele Menschen so denken. Irgendwann wirds dann halt bedenklich.

    Aber Frau Petri braucht ja auch ein paar Stimmen. Bald ist ja Wahl bei euch 😉

    Soll ja lustig gewesen sein wie „unser“ Stache „eure“ Petri besucht hat im Bierzelt. Vielleicht war Chaos auch dabei? Würde mich nicht wundern 🙂

  120. chaostrader

    War doch mal eine interessante Info, z.B.16,3% SV bei den Ösis. Müsste man halt noch wissen, ob die auch sowas wie unsere Beitragsbemessungsgrenze haben, die liegt ja irgendwo in dem diskutierten Bereich.

    Und nein, ich kann den Law-and-Order-Fuzzis von Rechtsaußen nicht viel abgewinnen. Habe aber auch keine Lust, irgendwelche Flüchtlinge ohne Chance auf Anerkennung oder gar schon abgewiesen monatelang zu alimentieren.

    Kumpels von mir durften ihr Studium abbrechen, weil sie keinen bezahlbaren Wohnraum gefunden haben, mit allen Folgen (Studiengebühren fürs Zweitstudium etc). Aber plötzlich wird hier in den Unistädten im Süden Wohnraum geschaffen ohne Ende. Aber natürlich nicht für die Studenten ohne finanziellen Background, die haben immer noch die Arschkarte

    Ich möchte auch nicht auf Flüchtlingen rumhacken, diejenigen, die wirklich verfolgt sind sollen gern bleiben. Aber unbegrenzt jeden der anklopft aufnehmen, das wird nix. Das könnt ihr ja machen.

    Mein Ärger richtet sich gegen die Politik in unserem Land, wenigstens hab ich keinen der für den Schlamassel in den letzten 15-20 Jahren verantwortlichen Idioten gewählt.

  121. Bernd

    @Gabriele: Verkaufen würde ich erst wenn Target die Dividende senkt, vorher sehe ich da keine Veranlassung. Die zahlen immerhin seit fast 50 Jahren Dividende, Vielleicht berappeln sie sich ja wieder…

  122. Mark85Mark85

    An chaostrader: Leistungs- bzw. Sozialbetrug findet hier wohl niemand gut. Auch scheint jedem klar zu sein, dass wir die Probleme dieser Welt nicht in Deutschland lösen können. So weit, so gut.

    Folgendes verstehe ich nicht: Du hast geschrieben, dass du lieber weniger ans Finanzamt überweisen möchtest, weil es an die (Wirtschafts)flüchtlinge geht und du es lieber investieren möchtest. Was passiert, wenn wir Geld in Aktien investieren?

    Nur bei der Erstausgabe der Aktien fließt Geld an das Unternehmen. Danach wechseln die Anteile nur noch ihre Besitzer. Somit lassen wir im Endeffekt die Menschen in der Realwirtschaft leistungslos für uns arbeiten, weil wir an den von ihnen real erarbeiteten Gewinnen beteiligt werden. Es gibt also auch Geldwirtschaftsflüchtlinge. 😉

    Was ich damit sagen möchte, ist, dass die Welt nicht so einfach gestrickt ist, wie man manchmal denkt. Ich könnte jetzt noch weitere Beispiele bringen, wo wir von anderen Menschen profitieren, vor allem als Menschen der Ersten Welt in der Welt.

    Woher kommt dein angestauter Frust? Geht es dir finanziell wirklich so schlecht? Ich wäre bereit, mich an einer kleinen Spendenaktion zu beteiligen, falls du hier wirkliche Gründe vorbringst. 😉

  123. Mr.

    Hat jemand:

    Reynolds American Aktie US7617131062

    Auf Grund der Übernahme von BAT bin ich doch mal wieder versucht Aktien zu verkaufen. Was macht / denkt ihr? Steuer fällt wohl so oder so an … : /  Bei einem vorzeitigen Verkauf erspare ich mir den Ärger mit der Kapitalmaßnahem etc. ..

    Gleiches Spiel übrigens bei Monsanto. Da warte ich aber auf jeden Fall noch ab. Das geht bestimmt auch noch ein Weilchen …

    Danke & Gruß, Mr. B

  124. O.T.

    Warum muß das immer Frust sein, wenn man nicht bereit ist diesen korrupten Staat und seinen Steuereintreibern, Beamtenbütteln und Volkserziehern noch mehr schwer verdientes Geld in den Rachen zu werfen?

    Niemand verschwendet soviel Geld wie der Staat. Wenn ein Budgetposten übrigbleibt muß er um jeden Preis rausgehaut werden, sonst gibt’s in im nächsten Jahr nicht mehr. Das ist Fakt, so funktioniert die öffentliche Verwaltung. Der Abteilungsleiter in der privaten Wirtschaft der Geld spart, bekommt eine Gehaltserhöhung. Der Sektionschef der nicht das zugewiesene Budget verschwendet bekommt das Geld nächstes Jahr nicht mehr, auch wenn er es (ausnahmsweise) dann sinnvoll ausgeben könnte.

    Das mit dem „Popo“lismus hört man ja in letzter Zeit ziemlich häufig von den Pseudointellektuellen und deren Nachplappernden – DIE Nazikeule ist wohl zu sehr abgegriffen.

    Meine Meinung zu Steuern: Raub, daher ist es unmoralisch sie zu zahlen!

    https://www.youtube.com/watch?v=jtmCYGNdQYo&t=264s

     

     

  125. Mark85Mark85

    An O.T.: Auch diese Begründung ist mir viel zu einfach. Wenn alle ihre Schulden zurückzahlten, gäbe es kein Geld mehr, weil Guthaben durch Schulden in die Welt kommen. Schuldentilgung = Guthabenvernichtung. Die Gesamtgeldmenge sinkt.

    Macht der Staat keine weiteren Schulden mehr, müssen es vermehrt die Privathaushalte und/oder die Unternehmen machen. Oder das Ausland bei uns.

    Verschwendung gibt es in allen 3 Sektoren, aber ohne weitere Schuldenaufnahmen im Gesamtsystem würde alles zusammenbrechen. So funktioniert unser jetziges Geldsystem leider. 🙂

    Falls du denkst, dass die privaten Unternehmen so viel besser als der Staat wirtschaften: http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/b/creutz_034-43.pdf

    Ich sehe jedenfalls nur 2 Gesamtkurven, die sich spiegelbildlich entwickeln (müssen). 😉

  126. Michael

    @Chaos:

    Ja die gibt es.

    wenn keine Sonderzahlungen bezogen werden, EUR 5.810,00
    andernfalls auf EUR 4.980,00 und für Sonderzahlungen jährlich auf EUR 9.960,00.

  127. O.T.

    @Mark85

    Schulden zurückzahlen? Davon habe ich in dem gesamten Kommentarstrang nichts gelesen.

    Aber wer Geld nur als Mittel zum Zweck sieht, so wie ich, den interessiert eigentlich diese ganze Gelddiskussion ob nur Fiat/Gold/etc. eher nur am Rande.
    Gut das ich Schulden machen kann, wenn ich ein Unternehmen aufbauen will, wenn ich mir eine Wohnung kaufen will, wenn ich mir ein Auto kaufen  will. Blöd wäre es, wenn ich vorher nach Gold buddeln müsste.

    Das Problem, wenn ein privates Unternehmen Mist baut, dann zahlen „nur“ die Eigentümer und die Gläubiger. Wenn der Staat Mist baut, dann zahlen alle, auch wenn ich nicht diese Idioten gewählt habe. Dieser wesentliche Unterschied sollte eigentlich jeden bekannt sein, besonders hier in dieser Community.

    @Michael

    Du zahlst ja so gerne Steuern.

    14.500 Euro für eine Gummidichtung – da weiß man wenigstens wofür man zahlt.

    http://www.heute.at/news/politik/Eurofighter-Abzocke-9-cm-Gummidichtung-fuer-14-500-Euro;art23660,1402746

     

  128. Sparfuchs

    Ich bin auch raus, man kommt in diesen Diskussionen nie auf einen grünen Zweig. Wie schon jemand richtig schrieb: Selbst geht’s einem ja gut, da kann man dann gegenüber dem Neubürger mit dem Iphone Drölf schon mal Milde walten lassen und die eigene moralische Überlegenheit wie ein Schild vor sich hertragen. Dass sich zwei einheimische Vollzeitkräfte keine Familie samt bezahlbarem Wohnraum mehr leisten können – geschenkt. Das muss einem die eigene Humanität (diese Einstellung konnte nicht weiter von Humanität entfernt sein), schon wert sein. Zwecklos. Stattdessen wird dann dem 5000-Brutto-70%Abgabenmichel, der den eigenen Ruin im Don-Quijote-Style durch die horrenden Steuern und Abgaben tragischerweise auch noch mitfinanziert, vor den Latz geknallt, dass er mal das Jammern lassen möge.Ganz im gängigen Gusto der Bourgeoisie: Wenn der Deutsche kein Brot hat, dann soll er eben Kuchen essen. So endet es, wenn einem alles Fremde näher ist als alles Eigene. Glücklicherweise kann man im realen Leben halbwegs frei entscheiden, mit wem man sich umgibt. Mich gruselt’s vor diesem Egoismus – der paradoxerweise mir vorgeworfen wird, obwohl ich nur will, dass sich eine deutsche Arzthelferin und ein Schlosser endlich wieder zwei Kinder leisten können und wollen.

  129. O.T.

    @Mark85

    Die Statistik in dem PDF zeigt doch sehr schön:

    Staat: Vermögen 903 Mrd, Schulden 2170 Mrd.
    Unternehmen: Verm. 2381 Mrd, Schulden 3857 Mrd
    Privat: 7923 Mrd., Schulden 1536 Mrd.

    Oberflächlich würde man sagen, nur die Privaten können wirtschaften. Aber alle Unternehmen sind schließlich auch ein Teil des Privatvermögens.

    Aber wesentlicher ist, das jedes Unternehmen eine „Bilanz“ legen muß, wenn das Unternehmen überschuldete wäre, würde es sofort Insolvenz anmelden müssen.

    Daher, verstehe ich nicht wirklich, warum die Statistik im PDF dazu beitragen soll, mich davon zu überzeugen, das Private/Unternehmen auch so viel Geld verschwenden wie der Staat.

  130. Michael

    @O.T.

    Da verstehst du mich falsch. Ich zahle nicht gerne Steuern. Allerdings bin ich mit „unserem“ System zufrieden. Klar gibt es Kritikpunkte.

    Und nein, ich war und bin gegen die Eurofighter – für was braucht ein Land wie Österreich bitte Eurofighter? Übrigens können die nur fliegen, wir haben das unbewaffnete Paket. Lustig.

    Ich bin auch nicht grenzenlos für die Aufnahme von Flüchtlingen. Überhaupt nicht. Ein sehr guter Freund von mir hat mit Flüchtlingen zu tun und erzählt mir immer wieder interessante Geschichten, was die so alles bekommen. Glaubt man gar nicht, was die alles geschenkt bekommen. Neben gratis wohnen, Geld usw. Da könnte ich Chaostrader tolle Geschichten erzählen, die ihn hochgehen lassen.

    Ich sehe das alles nur etwas entspannter weil:

    Mir es eigentlich ganz gut geht. Mir geht es gut, egal ob der Flüchtling nebenan mit der neuen Markenkleidung versorgt wird, Bio-Produkte vom Supermarkt gratis abgreift und 4x die Woche in die Apotheke gefahren wird um gratis Hustenzuckerln (weil sie so gut schmecken) zu ergattern. Die Liste ist noch sehr sehr lange 🙂

    Mir geht es auch gut, wenn der andere Nachbar 10.000€ im Monat verdient, einen Porsche fährt und nur Hummer und Kaviar frisst.

    Grundsätzlich lebe ich in einem tollen Land. Wo es sich viiiiiiiiiiiiiiiiiiiel besser lebt als in ca. 95% aller anderen Ländern. Davon bin ich überzeugt.

    Deswegen bin ich gegen die extreme Miesmacherei von allem und jeden. Klar gibt es Missbrauch überall. Es läuft nicht alles so toll. Aber trotzdem läufts noch besser als in 95% der Fälle.

    Ich währe mich auch dagegen z.B. die USA als Positivbeispiel dazustellen. Was dort abgeht (ich meine nicht Trump) ist viel schlimmer als bei „uns“.

    Also nein, ich stehe nicht 100% hinter der Regierung. Aber mir geht es sehr gut. Ich kann mir mein leben leisten und kann sogar einiges an der Börse anlegen. Solche Probleme, wie wir sie hier diskutieren, hätten sehr viele Menschen gerne… a la: Huch ist jetzt der ETF oder jener besser. Die Aktie oder die andere, ach kaufe ich mir doch beide. Oder doch lieber Gold? Wow uns gehts schlecht. Ausländer sind alle scheiße und mein Nachbar verdient mehr als ich. Ich hasse alle. Und überhaupt, durch die hohen Steuern kann ich nicht 2500 im Monat auf die Seite sparen sondern nur 1.200. Verdammt mein Leben ist so hart. Ich hasse die Regierung! Ich wandere nach Rumänien aus da zahlt man nur 20% Steuern – huch dafür verdient man auch kaum etwas. Naja egal… alles ist scheiße, dabei bleib ich.
    😉

  131. Sparfuchs

    Michael schrieb:

    „Ich bin auch nicht grenzenlos für die Aufnahme von Flüchtlingen. Überhaupt nicht. Ein sehr guter Freund von mir hat mit Flüchtlingen zu tun und erzählt mir immer wieder interessante Geschichten, was die so alles bekommen. Glaubt man gar nicht, was die alles geschenkt bekommen. Neben gratis wohnen, Geld usw. Da könnte ich Chaostrader tolle Geschichten erzählen, die ihn hochgehen lassen.

    Ich sehe das alles nur etwas entspannter weil:

    Mir es eigentlich ganz gut geht. Mir geht es gut, egal ob der Flüchtling nebenan mit der neuen Markenkleidung versorgt wird, Bio-Produkte vom Supermarkt gratis abgreift und 4x die Woche in die Apotheke gefahren wird um gratis Hustenzuckerln (weil sie so gut schmecken) zu ergattern. Die Liste ist noch sehr sehr lange ?“

    Typische Stilmittel der Salonlinken – hatte ich ja auch schon im obigen Beitrag beschrieben, frei nach dem Motto: Was kratzt mich die Flutung meines Lande, des angestammten Lebensraums meiner Landesleute, mit inkompatiblen Wirtschaftsflüchtlingen? Mir geht’s doch prima.“ Als Altruismus getarnter Egoismus, mehr nicht.  Dazu die billige Provokation von „chaostrader“, der dir intellektuell leider ein wenig überlegen ist und kaum über dieses morsche Stöckchen springen wird. Next Step: Mir Frust vorwerfen und mich in die rechte Ecke drängen. Durchsichtig. Du willst dich gar nicht argumentativ austauschen, du willst nur provozieren. Der Gambier nimmt sich nur, was Leute wie du ihm an fremder Substanz vor die Füße schmeißen, insofern richtet sich meine Wut auch nicht gegen ihn.

  132. Michael

    @Sparefroh:

    Das stimmt so nicht. Du drengst mich in die linke Ecke obwohl das so gar nicht stimmt. Aber falls du schubladisieren möchtest, ja bin eher links der Mitte, denn rechts.

    Ob mir Chaos intellektuell überlegen ist oder nicht ist mir eigentlich relativ egal.

    Ich bin dafür offensichtlich zufriedener – ist mir wichtiger 🙂

    Ach ja und Chaos ist schon lange über das „morsche Stöckchen“ gehüpft. hehe

     

  133. Delura

    @sparfuchs

    Mich gruselt’s vor diesem Egoismus – der paradoxerweise mir vorgeworfen wird, obwohl ich nur will, dass sich eine deutsche Arzthelferin und ein Schlosser endlich wieder zwei Kinder leisten können und wollen.

    GENAU darum geht es, für diese weisen Worte bekommst Du von mir einen Preis – ganz toll formuliert und auf den Punkt gebracht. Das war übrigens auch schon vor der Flüchtlingswelle das größte Problem der deutschen Politik, wir haben für alles Geld (Griechenland, Banken, Portugal, Irland etc.)

    Nur eine vernünftige, einfach nachvollziehbare Familienpolitik ist in Deutschland nicht mehr möglich.

    Glück Auf!

  134. Andrea

    Ich lese hier mit und will bei diesem Thema eigentlich nicht mitdiskutieren, da mir das viel zu nahe geht.

    Ich möchte aber schreiben, dass man hier in Deutschland und insbesondere noch einmal in NRW ich den Eindruck habe, dass unseren Politikern jeglicher gesunder Menschenverstand und jegliches Problemlösungsvermögen vollkommen abgeht. Das finde ich sehr traurig.

  135. Fit und Gesund

    eigentlich wollte ich mich hier ja jetzt nicht äussern, mir sind Alle Sozialabzocker, seien das nun Asylanten oder Deutsche zuwider, mir geht bei gerade diesem Thema sofort die Hutschnur hoch, das Thema ist sozusagen mein wunder Punkt, ich muss echt arbeiten, sicher geht es mir gut und ich verdiene super in der CH, aber Asylanten im Fitness-Studio??? da stellen sich mir einfach auch die Nackenhaare auf und ich finde heute wird man sehr schnell in die rechte Ecke gestellt.

    aber unsere „Sozialindustrie“ boomt, wir wissen also nicht wohin mit dem Geld…

    und da schliesse ich mich nun Delura an, es geht eben auch um die kleine Krankenschwester, den Schlosser in Deutschland, hier schreiben ja viele die studiert haben, aber die kleinen Leute, die gibt es eben auch und die werden nirgendwo estimiert.

    ich habe gestern mal geschaut, ich hab viele Jahre nicht gewählt und wollte mich erkundigen wie ich das nun als Auslandsdeutsche mache, die Formulare sind noch nicht aufgeschaltet, aber ich war brass erstaunt, dass ich vielleicht gar nicht mehr in D wählen kann da ich zu lange weg bin und meinen Bezug zu Deutschland erst beweisen muss, hä……wie bitte, hab ich mein Wahlrecht jetzt eingebüsst, die machen es mir ehrlich schwer!

  136. Mark85Mark85

    An O.T.: Ich wollte dir nur aufzeigen, dass wir uns in einem Nullsummenspiel befinden. Es müssen zwangsläufig immer mehr Schulden und spiegelbildlich Guthaben entstehen.

    Es können sich nicht alle (Staat, Unternehmen und Privathaushalte) vorbildlich verhalten. Ich kann zwar privat (meinen Anteil als Bürger an den Staatsschulden lasse ich jetzt mal weg) eine positive Bilanz haben, aber dafür muss es jemand anderes im Gesamtsystem geben, der diese negativ ausgleicht. Eine gewisse Verschwendung und Fehlentscheidungen gibt es überall, aber die ändern nichts an der Gesamtsituation.

    Die Welt ist manchmal nicht so einfach, wie man denkt. Deshalb suche ich mir keine einzelnen Sündenböcke (hier wurden Flüchtlinge und der Staat genannt) heraus, sondern versuche Gesamtzusammenhänge zu erkennen.

    Der Staat muss langfristig immer ,,gieriger“ werden, weil das reale Wirtschaftswachstum mit der Staatsverschuldung schon lange nicht mehr Schritt halten kann, es in unserem exponentiell verlaufenden Schuldgeldsystem aber muss. Unser heutiger Wohlstand beruht zu einem Teil auf Pump und für diesen werden wir immer mehr zur Kasse gebeten werden. Deshalb heißen wir ja auch Bürger. 😉

    Die Wirtschaftsflüchtlinge wollen hierherkommen, weil sie auf ein besseres bzw. ein Leben wie wir hoffen. Menschlich verständlich, zudem unser Wohlstand zu einem Teil auch auf Ausbeutung von Natur und Menschen in den ärmeren Gegenden dieser Welt beruht.

    Mir geht es nicht um moralische Wertungen, ich frage mich nur, ob wir letztendlich nicht genauso egoistisch handeln, wie wir es anderen vorwerfen. Teilweise aufgrund unseres jetzigen Geldsystems sogar müssen.

    Auf jeden Fall gehören wir global betrachtet (noch) zur Wohlstandselite. Hierfür bin ich erst mal dankbar. 🙂

  137. Ralf

    So oder so: Die Flucht nach Europa wird deutlich zunehmen aus verschiedenen Gründen (Klimawandel, Kriege, Sozialsysteme in Europa, Perspektivlosigkeit…). Wir würden es wohl auch so machen. So ist doch z.B. das weitgehend immer noch ungebremste Bevölkerungswachstum in Afrika nicht gerade problemlösend. Und das wird unsere europäische Gesellschaft und Sozialsysteme sowie den inneren Frieden aus diversen Gründen noch sehr belasten.

    Dazu kommt, was schon Helmut Schmidt wusste und ich nach meinen bisherigen Beobachtungen und Erfahrungen wirklich teilen muss:

    „Ich bin sehr skeptisch, was die Einwanderung aus islamischen Kulturen angeht“.

    Es prallen einfach Welten aufeinander. Und dies wird sich eben auch auf die Steuern und Abgaben mit auswirken. Massiv. Kleines Beispiel:

    Wie hoch sind z.B. die Kosten für unbegleitete minderjähriger Flüchtlinge?

    Zitat: „Die Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge wird im laufenden Jahr rund 3,95 Milliarden Euro kosten. Wie die Welt unter Berufung auf Zahlen des Bundesfamilienministeriums schreibt, lebten Anfang Februar 62000 Migranten in der Kinder- und Jugendhilfe. Das Bundesverwaltungsamt nennt einen durchschnittlichen Tagessatz von 175 Euro, also 5250 Euro monatlich.“

    Davon kann ein Rentner nur träumen….

    Es geht mir ausdrücklich nicht um Rassismus oder Hetze. Aber die Zahlen sind alarmierend für eine Volkswirtschaft, die nicht mal in der Lage ist, vernünftige Renten zahlen zu wollen. Und das stinkt vielen Leuten und sorgt dann für neue Probleme. Nebenbei mache ich mir auch als Familienvater von Töchtern meine Sorgen bei solchen Themen. Das aber nur am Rande, ich will nicht alle in einen Topf werfen. Aber je mehr Menschen desto mehr Konfliktpotential.

  138. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    wenn Du in Deutschland nicht mehr gemeldet bist, dann kannst Du natürlich auch in keinem Wählerverzeichnis stehen. Das wäre schon logisch.

    MS

  139. Fit und Gesund

    @Matthias,

    ja, man kann sich aber in der zuletzt gemeldeten Stadt eintragen lassen, aber! da ich zulange, d.h über 25 Jahre weg bin, geht das nicht mehr so einfach, es gibt bei der Botschaft in Bern so eine Art Wegleitung, und da hab ich das nun gelesen.

    Probieren werd ich mein Glück schon, aber wenn es nicht sein soll, dann nicht, allzuviel Energie werd ich da nicht reinstecken.

  140. Rainer ZufallRainer Zufall

    @ Fit und Gesund; heisst das, dass Du in den letzten 25 Jahren nicht gewählt hast?

  141. Fit und Gesund

    @Rainer Zufall,

    *rotwerd*, ich habe 1x noch gewählt, da bekam man die Unterlagen auf Anfrage direkt von der Deutschen Botschaft, aber das ist eben sehr lange her, es ist tatsächlich so, nach so langer Zeit im Ausland, nicht nur CH, ist man irgendwie wie entwurzelt, ich bin keine CH-erin, aber irgendwie auch keine Deutsche mehr,

    wenn man ganz genau drüber nachdenkt, ist es vielleicht schon richtig dass man dann nicht mehr so einfach wählen kann,  ich war halt gestern echt erstmal baff, ich hatte damit nicht gerechnet.

  142. Rainer ZufallRainer Zufall

    @Fit und Gesund
    Hmm…verstehe. Hoffe, dass Du Dir Dein Wahlrecht noch zurückholen kannst und dann rege davon Gebrauch machst!

  143. Sparfuchs

    Ach ja, ein Wort noch zu der „In Deutschland und Österreich ist es ja so geil, seht euch nur mal andere Länder an“.Fraktion:

    Das tue ich, ich reise von Berufswegen pro Jahr in ca. 10 Ländern im kompletten asiatischen Raum. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was in mindestens fünf dieser Länder schlechter soll als in Österreich und Deutschland. Landschaftlich vielleicht, Klima lasse ich auch noch gelten.  Ansonsten geht’s dir als ehrlicher, aufrichtiger Mensch woanders meiner Meinung nach deutlich besser. Nicht nur monetär, auch gesellschaftlich. Man hält als Volk zusammen, „right or wrong, my people“ ist das Credo, das nahezu überall ausserhalb West- und Mitteleuropa noch immer gilt, ganz gleich was die One-World-Schergen so erzählen. Ich genieße diese Reisen wirklich. Nehmen wir mal Südkorea: In Busan bin ich unter Millionen Südkoreanern der einzige Ausländer und wenn ich dort leben würde, dann müsste ich mich, wollte ich nicht komplett vereinsamen, binnen kürzester Zeit zu 100% assimilieren. Ich finde diesen Gedanken schön, er zeigt mir, dass es noch andere Wege gibt als den, den man in Mitteleuropa begeht. Wer arbeitet, der kann dort okay leben und eine Familie gründen. Die Südkorea sind fleißig, freundlich, oft hochintelligent und überaus tribal.

    In Südkorea würde es zu Aufständen kommen, wenn Kim Lee Sung, der sein Leben wie ein Verrückter gebuckelt hat, im Müll nach Pfandflaschen grabbelt, während Sparfuchs aus Bamberg wohlgemästet in Markenklamotten und mit dem neuesten Telefon bewaffnet, den von Südkoreanern bezahlten Sozialhilfecheque in der Hand, durch den Park in Busan watscheln würde.

    Und auch wenn man es eigentlich nicht dezidiert erwähnen muss: Nein, ich will nicht zu Aufständen aufrufen. Wäre ausserdem vergeblich, weil man die Deutschen eh nicht aus dem Sessel bekäme solange die Bundesliga noch Woche für Woche stattfindet.

    Ich halte es mit diesem Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=LPjzfGChGlE

  144. Heinz

    @OT
    „14.500 Euro für eine Gummidichtung – da weiß man wenigstens wofür man zahlt.“

    Dieser Fall (in Österr.) wurde -wie im Text stand- beanstandet und die Überzahlung zurückgefordert. Und zwar anscheinend von den Personen, die du als Beamtenbütteln bezeichnest.
    Wegen diesen und ähnl.Vorgängen wird zudem strafrechtlich gegen Airbus/EADS ermittelt, wie aus der Zeitung zu erfahren war.

    In D. gilt die „VO PR 30/53“ aus dem Jahr 1953. Die Ursprünge stammen aus dem 1.WK, als die Rüstungsindustrie fast jeden Preis durchsetzen wollte.

    Für geprüfte öffentliche Aufträge gibt es im Moment der Preisprüfung nur noch sehr begrenzte Möglichkeiten, einer Rückzahlung zu entgehen — denn statistisch gesehen führt knapp jede dritte Preisprüfung zu einer Rückzahlungspflicht. Allerdings können bekanntermaßen wegen Personalabbau nur wenige Fälle geprüft werden und diese dauern relativ lange, u.a. weil in dem Spezialbereich nur wenige Leute kundig sind bzw. ausgebildet werden. In der Steuerfahndung siehts wohl ähnlich aus… Möglicherweise braucht man Personal auch im öffentlichen Dienst um solche Aufgaben zu erledigen ?! Wenn aber alle mit 30 in Rente gehen und keine Steuern mehr zahlen, wird die Last auf die Verbliebenen verteilt, die dann mehr zahlen müssen. Vielleicht wird manchmal am falschen Ende gespart.

    @ Fit und Gesund Ich denke schon, dass du über die Botschaft deine Stimme abgeben kannst. Ein berechtigtes Interesse hast du ja dadurch, dass du fam. Verbindungen zu D. hast, evtl. zurückkommst und dt. Zeitungen übers Internet liest. Das sollte als Begründung reichen.

  145. Mark85Mark85

    An Sparfuchs: Mit Südkorea kenne ich mich zu wenig aus, ich habe beispielsweise nur vergleichsweise hohe Zahlen zur Armut und zu Selbstmord gefunden. Beim durchschnittlichen Vermögen und Einkommen spielt es auch nicht vorne mit.

    Was ich damit sagen möchte: Kein Staat ist perfekt. Ich genieße meine Reisen in alle möglichen Staaten ja auch, aber mit meinem deutschen Pass und meiner deutschen Bankkarte bewaffnet, lässt es sich natürlich fast überall in der Welt gut aushalten.

    Ich bin mir sicher, dass es dir auf deinen Geschäftsreisen nicht anders ergeht. Der wahre Lebensalltag der durchschnittlichen Bürger vor Ort bleibt einem meist verborgen oder sogar erspart. 😉

  146. Fit und Gesund

    @Heinz,

    über die Botschaft geht nicht, ich muss mich in ein Wahlverzeichnis (letzter deutscher Wohnsitz) eintragen lassen,

    ich habe nun keine Familie mehr in D, besitze aber eine Wohnung dort, und ja, ich überlege tatsächlich ob ich nach D zurückgehe, da mach ich mir schon meine Gedanken, weiss es aber nicht wirklich, so einfach ist das nicht, ich würde meine Niederlassungsbewilligung C in der CH verlieren.

    https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/informationen-waehler/deutsche-im-ausland.html#9db14bc6-63d2-485d-993a-805bb783a82e

  147. Heinz

    Hallo Fit:

    https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/informationen-waehler/deutsche-im-ausland.html

    Wenn Wahlen anstehen, haben sie auch ein Online-Formular, das man ausfüllen, ausdrucken und an den letzten Wohnsitz in D schicken muss.

    „Allerdings erlischt das Recht, an der Bundestagswahl teilzunehmen, nach 20 Jahren Auslandsaufenthalt.“

    Ich würde es trotzdem versuchen.

    @Fit: Musstest du in Deutschland für das Pflegeheim deiner Mutter (zu)zahlen ?

    Gibt es hier sonst Leute, die für ihre pflegebedürftigen Eltern Unterhalt gezahlt haben ? Inwiefern muss man dann sein Depot auflösen ? Ich würde mich über einen Erfahrungsbericht freuen.

  148. Sparfuchs

    @Mark85: Es geht hier nicht um mich. Mir geht es gut, aber Deutschland besteht nicht nur aus dem User Sparfuchs. Es geht um meine Landsleute, denen es in der Gesamtheit leider nicht so gut geht wie man es ihnen immer wieder von der Kanzel herab erklärt.

    Zu Südkorea: Ich sehe die für die Zukunft super aufgestellt, der Rückstand ist aufgeholt, die wirtschaftliche Zukunft wird in den Köpfen entschieden und da sind die stark, die meisten Patente pro Kopf und in Mathematik auch Weltmeister:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Patentindex

    Man ist dort tribal und bereit die kommenden trüben Jahrzehnte (Vergreisung, niedrige Geburtenraten) durchzustehen. Dank Brainpower wird es gelingen.

  149. Fit und Gesund

    @Heinz,

    sicher werde ich es mit der Wahl probieren,

    wegen den pflegebedürftigen Eltern, in meinem Fall Mutter, ich musste nix zuzahlen, es gab einen Teil von der Pflegeversicherung und meine Mutter hatte eine hohe Rente (staatlich, Witwenrente und Privatvorsorge), dann hatte sie eine schuldenfreie Eigentumswohnung die ich dann erstmal generalüberholt und mietertauglich gemacht habe (kleine Reparaturen, Teppichboden raus und Plattenbelag, sowie Streichen), das habe ich auch vom Konto meiner Mama genommen, danach habe ich die Wohnung vermietet und das Geld ging bis zum Tod meiner Mama auf ihr Konto, ich hab da nur die Unkosten jeweils von weggenommen, sie hatte Alles notariell festgelegt, auch über den Tod hinaus, im Moment warte ich noch auf Post vom Nachlassgericht damit ich die Wohnung auf meinen Namen eintragen kann, ich könnte aber über ihr gesamtes anderes angelegtes Vermögen sofort verfügen (mach ich aber erst wenn Alles völlig offiziell ist, ich bin nicht auf das Geld angewiesen)

    Ich kann nur Jedem den Ratschlag geben, REDET über solche Sachen, legt Sachen frühzeitig fest, bei mir war die Generalvollmacht echt Gold wert, aber das Thema Sterben ist ein Tabu, ich weiss, ich hatte es auch einfach in dem Sinn dass ich einziges Kind war,

    und da ich alleinstehend bin, werde ich meine nächsten Ferien darauf aufwenden, mich um meinen eigenen Kram zu kümmern, und ebenfalls Alles notariell festlegen, es kann ja sehr schnell gehen, ich will nicht dass mein Vermögen einfach so an den Staat fällt, muss einfach sein, so kann ich auch ruhiger schlafen.

  150. chaostrader

    @PIBE

    Folgendes verstehe ich nicht: Du hast geschrieben, dass du lieber weniger ans Finanzamt überweisen möchtest, weil es an die (Wirtschafts)flüchtlinge geht und du es lieber investieren möchtest.

    Ne. Weil es an den inkompetenten Staat geht. Kannst die Wirtschaftsflüchtlinge gern mit S21, Berliner Flughafen, Riesterwahnsinn, „die Renten sind sischer“ etc. ersetzen.

    Die das mit der Geldschöpfung (Giralgeld) funktioniert brauchst du mir nicht erklären, das hab ich schon vor vielen Jahren mal irgendwo gelesen 😉

    Was ich damit sagen möchte, ist, dass die Welt nicht so einfach gestrickt ist, wie man manchmal denkt. Ich könnte jetzt noch weitere Beispiele bringen, wo wir von anderen Menschen profitieren, vor allem als Menschen der Ersten Welt in der Welt.

    So ist es! Man wirds nicht glauben, bislang wurde ich auf englischsprachigen Foren üblicherweise als „pinko liberal communist lover“ und Ähnliches für meine Ansichten tituliert. Jetzt als der Onkel von der AfD hingestellt zu werden ist mal was Neues, hatte ich noch nie.

    Woher kommt dein angestauter Frust? Geht es dir finanziell wirklich so schlecht?

    Na wenn ich viermal im Jahr ein Monatsgehalt vorauszahlen darf, dann schein ich noch kein Fall für H4 zu sein. Aber zum kündigen reichts leider noch nicht.

    Ich wäre bereit, mich an einer kleinen Spendenaktion zu beteiligen, falls du hier wirkliche Gründe vorbringst. ?

    Gute Idee, ich schick dir meine Kontonummer. Kannste gern mal organisieren.

  151. Markus

    @SparFuchs

    Du willst nur dass sich die Apothekerin und der Schlosser wieder eine Familie leisten können?

    Die haben sogar ein nettes Haus gebaut und sehr nette Jungs….

    @Pibe

    OT sieht es als oberste Bürgerpflicht an Steuern zu hinterziehen und moniert sich über Schmarotzer… Ohne Diskussion!

  152. Mark85Mark85

    An Sparfuchs: Ich finde, dass in Deutschland weder alles gut noch alles schlecht ist. Ich mag bloß einfache Lösungen nicht. Die üblichen Parteien gehen nach dem Sündenbock-Prinzip vor: ,,Wählt uns, weil X oder Y schuld an eurer Situation ist!“

    An chaostrader: Wenn du unser jetziges Geldsystem verstanden hast, sollte dir klar sein, dass es langfristig keinen Unterschied macht, welche vorhandenen Parteien uns regieren werden. Die Schuldenmacherei wird bis zum kompletten Systemzusammenbruch so weitergehen. Wir Menschen haben nichts aus der Geschichte gelernt. Unser eigener Geldsystemzusammenbruch liegt wohl schon zu lange zurück. 😉

    Ich finde es nicht gut, dass du von anderen Menschen so bezeichnet wirst. Warum nicht? Solange wir uns in möglichst viele Gruppen spalten lassen und gegenseitig ,,bekriegen“, lenkt das schön von den wahren Ursachen ab, die wir als gesamte Gesellschaft eigentlich angehen müssten. Jede Gruppe trägt im Endeffekt nur ihre Symptome und Schuldigen vor. Dies ändert nichts an der Gesamtsituation.

    Ich wünsche mir z.B. ein Geld- und Gesellschaftssystem, dass auf Kooperation anstatt Konkurrenz beruht und keinen kranken Wachstumszwang in sich trägt.

    Was ist der Unterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus? Der Kapitalismus wird nur später untergehen. 😉

    An Fit und Gesund: Ich hoffe, dass es dir wieder etwas besser geht.

    Falls du Zeit und Lust hast: Im ZDF kommt nachher eine Sendung über Gold. 🙂

  153. Rainer ZufallRainer Zufall

    @ Mark, habe mir gerade in der ZDF Mediathek eine 30 Minuten Doku über Gold angekuckt. War ganz nett wirklich was neues kam aber nicht drin vor. Aber der Abbau-Wahnsinn hat mir schon etwas zu denken gegeben…

     

     

  154. Fit und Gesund

    @GoldPIBE350

    mal gucken ob ich das hinbekomme, hab ja kein Fernseh mehr 🙂

    danke, Trauer braucht Zeit, die habe ich ja, Trauer bietet auch Chancen, sie lässt Dich mal hadern, mal dankbar sein, sie kann Angst machen, es sind so viele Facetten die da nach und nach auftauchen, wichtig ist, so empfinde ich es zumindest, dass man Jemand hat mit dem man reden kann, aber auch die Stille kann wohltuend sein, bald kommt die Jahreszeit wo man gut Laufen kann, da freu ich mich drauf 🙂

  155. Mark85Mark85

    An Rainer Zufall: Welche? Ich weiß nur, dass später bei ,,Leschs Kosmos“ etwas über Gold kommt.

    Ja, der Abbau von Gold ist keine schöne Angelegenheit. Ich kaufe es nur aus einem einzigen Grund: Es ist die einzige Währung und sogar Anlageform, die seit Tausenden von Jahren nicht mehr oder weniger komplett wertlos geworden ist.

    An Fit und Gesund: Ich schaue es mir übers Internet an.

    Das hast du schön geschrieben. Ich unterschreibe alles, was du übers Leben und den Tod geschrieben hast. Tiere haben es deutlich einfacher, weil sie nicht um ihre Sterblichkeit wissen. Es gibt sogar noch ein gesellschaftliches Tabuthema: Geld. 😉

    An Markus: Niemand entrichtet mit einem freudestrahlenden Gesicht seine Steuern, aber ich finde, dass der Gegenwert, den wir dafür erhalten, immer noch besser als in vielen anderen Ländern ist.

    Ein gewisser Wohlstand, Rechtssicherheit, allgemeine Sicherheit, Infrastruktur usw. sind mir durchaus etwas wert.

    Allein schon die Rechtssicherheit: Ich möchte nicht, dass es hier wie im Urwald zugeht, indem ausschließlich das Recht des Stärkeren gilt. 😀

  156. Rainer ZufallRainer Zufall

    Mark

    Ja, es war eine Doku in der Reihe Leschs Kosmos. Habe das ebenfalls über die Mediathek angeschaut und nicht im regulären Programm. Neben dem illegalen Abbau im Regenwald ist die SuperPit in Australien heftig. Da ich Australische Münzen habe, dürfte da was daraus dabei sein. Ich habe Gold aus dem selben Grund wie Du.

  157. Michi

    @Sparfuchs, bin ähnlicher Meinung, wie Du, nur hierbei nicht:

    “ Glücklicherweise kann man im realen Leben halbwegs frei entscheiden, mit wem man sich umgibt“

    Da hast Du vollkommen recht, wenn man ein erwachsener Mensch ohne Kinder ist.

    Ich habe aber Kinder und ich muss meine Kinder in einen städtischen Kindergarten bringen und anschließend in die Schule! Im Kindergarten mittlerweile nur noch unfreundliche Kopftuchmütter, die meinen sie wären was besseres als wir ungläubigen Nichtmoslems. Die antworten nicht mal, oder nur widerwillig, auf ein freundliches „Guten Morgen“ meinerseits und auf den Schulhöfen ist Deutsch mittlerweile erste Fremdsprache.

    Das ist mein Problem. Ich als Erwachsener kann mich in Kreisen bewegen, wo und wie ich möchte, aber meine Kinder eben nicht.

    Und jeder, der jetzt wieder mit seiner gutmenschlichen Art die Nazikeule rausholt, darf sich gerne mal selbst überzeugen und in städtische Kindergärten und Schulen vorbeischauen und gucken, ob er das sooo super findet.

  158. Sparfuchs

    @Michi: Ich verstehe dich sehr gut, da habe ich als Noch-Lediger gut reden. Hast du noch Familie (Eltern, Großeltern) in Deutschland? Falls du kannst würde ich auf jeden Fall über eine räumliche Veränderung nachdenken, wenngleich es ist immer schwer ist, seine Heimat, seinen angestammten Lebensraum zu verlassen. Ansonsten – falls möglich – irgendwie raus aus den Städten und Kleinstädten, Inseln mit hoher Lebensqualität werden seltener, sind aber noch existent.  Mit „meiden“ meinte ich übrigens keineswegs dezidiert Ausländer, sondern Menschen wie den User Michael“. Jeder vernünftig assimilierte Ausländer findet es genauso befremdlich wie ein ethnischer Deutscher, wenn Oma Lisbeth im Müll nach Pfandflschen grabbelt, während der Wirtschaftsflüchtling aus Tansania gechillt und mit neuen Sneakers bewaffnet aus dem Inter-Sport schwebt. Wer ist Schuld? Nicht der Wirtschaftsflüchtling aus Tansania jedenfalls. Er nimmt sich nur, was ihm einfach so vor die Füße geschmissen wird – daher bin ich auch nicht sauer auf ihn. Ich werde sehen wo ich stehe, wenn meine Eltern sterben, was hoffentlich nicht so bald passiert. Kinderlos werde ich auf jeden Fall auswandern, mit Kindern hängt es von der Lebenssituation der Kinder ab – ganz wie es sich für einen schlimmen Egoisten wie mich gehört 🙂

  159. Freelancer Sebastian

    @Michi

    In städtischen Kindergärten und Schulen bin ich regelmäßig unterwegs.

    Tut mit Leid, aber deine Einschätzung entspricht nicht den Realitäten, wie ich sie wahrnehme. Auf „den Schulhöfen“? Wie jetzt? Auf allen?

    Tja, so ist das mit den Wahrnehmungen. Jeder hat da seine eigenen.

    Die türkischen und arabischen Eltern, die ich kennen lerne, pflegen zu Hause sicher ihr Brauchtum – so wie du und ich – und das ist ihr gutes Recht in einer freien, pluralistischen Gesellschaft. In der Öffentlichkeit sprechen sie deutsch, passen sich an die Gewohnheiten an und helfen beim Sommerfest mit, wie alle anderen auch. Ganz normal. Und „Guten Tag“ sagen sie auch.

    Schon merkwürdig, wie sich unsere Wahrnehmungen unterscheiden.

    Sicher gibt es auch Stinkstiefel. So wie bei den „Ursprungsdeutschen“ auch.

    Was ist eigentlich aus den ganzen Zuwanderern geworden, die vor 200 Jahren hierherkamen? Stechen die Nachfahren heute besonders heraus?

    Fragen wir doch mal den Innenminister….

    Und wie haben die Amis das bloß gepackt?

  160. Christoph

    Also in anderen Ländern ist auch Unterrricht zu Hause erlaubt. Wenn man finanziell frei ist, gäbe es dann viele Möglichkeiten dem Kind die Welt zu zeigen aber es dennoch in die Schulen vor Ort zu schicken, das ist ja auch wichtig für den Charakter

  161. Mark85Mark85

    An Rainer Zufall: Von Valcambi gibt es auch grüne Goldbarren zu kaufen. Wie vertrauenswürdig dieses Siegel ist, weiß ich nicht.

  162. Andre

    Habe selten so eine interessante Diskussion gelesen…

    Um es kurz zu machen, bin absolut bei Sparfuchs, Ralf und dem Couponschneider!

    Was war ich vor Jahren (24) ein unbekümmerter Mensch und wie nahm der Unmut und das Kopfschütteln zu, als ich mich mehr und mehr mit den Themen Geld und Politik beschäftigt habe und das bis heute (28).

    Das sagt doch schon alles! Da gibt es einfach nichts schön zu reden und auch der Vergleich mit anderen Ländern gilt hier nicht. Muss man denn immer nach unten schauen, um sich wieder hochzuziehen? So ändert man nämlich Garnichts und akzeptiert es wie eh und je!

    Ich bin der Meinung das der Staat einem indirekt das Leben vorgibt. Freiheit habe ich in Deutschland nicht, alles und jedem gehört jedes Fleckchen Erde, es wird genau geschaut, wer welches Land (Wald, Acker, Wiese, See) betritt, Meinungsfreiheit habe ich auch schon lange nicht mehr, wie man immer besser heutzutage sieht und auch oder gerade finanziell passt der Staat schon auf, dass man ja nicht zu viel hat, aber auch nicht zu wenig, sodass man genau sein Normalo-Leben führen kann wie er es sich vorstellt. Alles und jeder wird versteuert, bei allen Geschäften will der Staat beteiligt werden, mit Fleiß und Leistung kann man sich nicht entscheiden von den anderen absetzen, soviel zum Thema Leistungsgesellschaft!

    Vieles ist bereits gesagt daher halte ich mich zurück.

    Nur eines noch: Klar geht es uns gut, aber es könnte uns in der jetzigen Situation noch viel besser gehen! Warum immer damit zufrieden sein! Es kommen auch wieder andere Zeiten, wo die Milliarden fehlen, die jetzt „verpulvert“ werden!

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