Immer weniger Menschen interessieren sich für Aktien


New York, 22. Dezember 2009

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Die Zahl der Aktionäre sinkt seit dem Jahr 2001 kontinuierlich in Deutschland. Nur noch 8,8 Millionen Anleger besitzen laut dem Deutschen Aktieninstitut (DAI) direkt oder indirekt Aktien. Davon sind nur zwei Millionen Menschen direkte Aktionäre, das sind lausige 3,1 Prozent der Bevölkerung. Ein Witz! Hier verbirgt sich ein erhebliches Nachholpotential. 5,4 Millionen Menschen besitzen Fonds und 1,4 Millionen besitzen sowohl Fonds als auch Aktien. Gegenüber dem Jahr 2001 sind rund vier Millionen Aktien- und Fondsanleger verschwunden. Mehr zu der Statistik finden Sie beim DAI. Eine übersichtliche Kurzstudie ist hier als PDF-Datei abrufbar.
Die Menschen werden langfristig wieder zurückkehren, weil andere Sparformen nicht die hohen Renditen bringen wie sie die Börse bietet. Was bei den meisten derzeit zählt, ist eine hohe Sicherheit. Doch machen wir uns nichts vor: Festgelder, Sparbücher, Bundesanleihen, Bausparverträge, Kapitallebensversicherungen werfen mickrige Renditen ab. Und bieten nach oben hin keine Chancen. Die hohe Sicherheit kostet die Anleger also richtig Geld. Zwischen acht und zehn Prozent Rendite können Sie mit einem mehrjährigen Anlagehorizont durchaus an der Börse erzielen. Die Rendite setzt sich sowohl aus Kurssteigerungen als auch Dividenden zusammen. Welches Sparbuch bietet das bitteschön?
Angesichts des geringen Interesses der Bevölkerung merken Sie, dass die Börse derzeit nicht überbewertet sein kann. Erst wenn die Menschen hysterisch, wie im Jahr 2000 geschehen, Aktien kaufen, ist Vorsicht geboten. Ich glaube, dass wir nach dieser Mega-Krise vor einem neuen Boommarkt stehen, der den Dow Jones auf neue Höchstmarken von mehr als 14.000 Zählern hieven wird. Auch der DAX und andere Indizes werden in den kommenden Jahren neue Bestmarken ausbilden. Und nur eine kleine Gruppe von Menschen kommt diese Rallye zugute. Der Großteil lässt sich mit lausigen Zinsen abspeisen – aus reiner Angst vor den Schwankungen an der Börse. Wenn wir dann neue Rekorde auf dem Börsenparkett verzeichnen werden, kehrt die Masse zurück. Dann steht die Aktie wieder hoch in der Gunst der Menschen. Doch es wird zu spät sein, um auf den Zug aufzuspringen. Es ist so, als ob Sie kurz vor dem Ende einer Party eintreffen. Dann sind die besten Happen und Drinks längst weg. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Der Chart oben zeigt die Entwicklung des Dow Jones seit 1929. Warum sollten Sie bei einem so beeindruckenden Aufwärtstrend nicht dabei sein? Den Menschen fehlt einfach die Geduld und der Mut.


tim schaefer (Author)

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