Fast jeder kann Millionär werden


New York, 8. März 2016
Der Parkplatzwächter sparte eine halbe Million Dollar. Selbst mit einem kleinen Einkommen, lassen sich große Vermögen aufbauen.

Der Parkplatzwächter sparte eine halbe Million Dollar. Selbst mit einem kleinen Einkommen, lassen sich große Vermögen aufbauen. Foto: Bildschirmfoto Youtube.

Konsumenten beschweren sich häufig, wie schwer es ist, Rücklagen für den Ruhestand zu bilden. Dabei kann es jeder schaffen. Es hängt eben nicht vom Einkommen, Job, Wohnort, Herkunft oder Bildung ab. Das ist völlig egal. Im Endeffekt kommt es nur auf Sparsamkeit, Verzicht und das Durchhalten an.

Ich schrieb hier im Blog vor einiger Zeit über einen Parkplatzwächter, der ein enormes Vermögen aufgebaut hat – und das trotz seines kleinen Einkommens. Er hat mehr als eine halbe Million Dollar angespart mit seinem bescheidenen Einkommen. Sehen Sie selbst diese kleine Doku über den Mann:

Es ist also möglich Millionär zu werden, selbst wenn Sie recht wenig verdienen. Die Menschen müssen es nur wollen. Es geht eben nicht, wenn Sie ständig in den Luxusurlaub fahren, ein neues Auto leasen, im Restaurant sitzen, das Smartphone upgraden und Rubbellose kaufen. Entweder das eine oder das andere. Sie haben die Wahl. Entweder Massagen, Tatoos, iTunes, Schrimp-Cocktails, Steaks und Champus im Überfluss oder Vermögensaufbau.

Der Parkplatzwächter hatte vielleicht allenfalls ein Einkommen von 20.000 oder 25.000 Dollar. Er musste davon seine Familie ernähren. Trotzdem sparte er regelmässig. Kleine Summen. Er investierte das Geld langfristig. Ziemlich clever.

Es gibt kein Geheimnis. Keine Tricks. So einfach geht es. Sie brauchen keinen Pennystock erwischen, der zur Rakete wird. Einfach stur regelmässig in Aktien oder einen Indexfonds/ETF investieren.

Jeder kann es schaffen. Die meisten Menschen sind dazu nicht in der Lage, weil sie die falsche Einstellung haben. Sie haben überzogene Konsumvorstellungen. Sie haben nur Ausreden. Es muss ein neuer Fernseher her. Ein neuer Film. Ein Kinobesuch. Ein neues Möbelstück. Teures Fitnessstudio. Eine neue Jacke. Ein neues Auto. Handy…

Jedes Mal werden sie wie ein Drogensüchtiger „high“, wenn sie wieder etwas Neues gekauft haben. Es sind emotionale Käufe. Es handelt sich um unkontrollierbare Gedanken. Leichtfertig wird das Geld rausgehauen. Es ist ein täglicher Verschwendungswahnsinn. Sie verhalten sich so schlecht, dass eben nichts übrig bleibt. Es ist nicht die Regierung oder die Versicherung an der Misere in erster Linie schuld. Sondern die Konsumenten sind selbst daran schuld.

Am besten können Sie den Irrsinn sehen, wenn Lottospieler den Jackpot gewinnen. Wie schnell das Geld verplempert ist? Es dauert manchmal nur ein Jahr, bis die Millionen futsch sind. Das ist der helle Wahnsinn. Die Menschen verhalten sich idiotisch. Das ist nicht rational.

Seltsam daran ist, dass diese Verlierertypen immer anderen die Schuld geben. Es sind meist die Politiker oder die Reichen schuld. Nein, sie merken es nicht, dass sie all das Geld selbst verplempern.

Diese Menschen müssen anders denken. Sie müssen ihre Einstellung ändern. Sie sollten klar denken. Sie sollten aus Fehlern lernen. Sie sollten Ruhe bewahren. Denken Sie langsam nach, was falsch läuft. Machen Sie Notizen. Werden Sie sich klar über die langfristigen Konsequenzen Ihres Konsums. Ihres Verhaltens.

Planen Sie Käufe. Informieren Sie sich im Vorfeld umfassend. Vergleichen Sie Preise und Qualität. Warten Sie danach ab, bis die Zeit die richtige ist. Nichts überstürzen. Oft merken Sie im Laufe der Zeit, dass Sie den Gegenstand im Grunde gar nicht brauchen.

Wer solide haushaltet, kann selbstverständlich mehrere Urlaube genießen. Am besten bezahlen Sie den Urlaub mit Cash. Geld, das Sie übrig haben. Niemals auf Pump.

Ein gutes Investment ist auch gesundes Essen. Und Sport. Sie müssen nicht perfekt sein: Es muss Ihnen nur Spass machen. Das gilt für die gesamte Familie.

Aber begrenzen Sie den Konsum. Den Geldverlust. Den Wahnsinn. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Belohnung sofort erfolgen muss. Keiner will mehr warten. Keiner der typischen Konsumclowns übernimmt mehr Verantwortung. Lebemenschen geben alles sofort aus. Sie verlassen sich dann auf jemand anderen (vielleicht den Steuerzahler, Familie, Partner), um sie später im Leben für ihre idiotischen Entscheidungen durchzufüttern.

Es gibt ein paar dumme Sprüche, die ich immer wieder als Ausrede höre:

„Warum soll ich für den Ruhestand sparen, die Welt geht eh unter?“

„Was ist, wenn ich vorher sterbe?“

„Warum soll ich sparen? Es kommt vermutlich eine unfaire Steuer, die uns Sparern alles wieder wegnimmt.“

„Es kommt der Crash.“

Legen Sie Ihre Angst ab. Machen Sie sich klare Gedanken. Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand. Denken Sie über die Lösung nach. Sie werden mehr Energie haben, wenn Sie das Geldproblem in den Griff bekommen.

Eine Lösung ist, zu verstehen, warum Sie Geld verlieren. Wo es hinwandert. Meist sind es Schulden und wiederkehrende Zahlungen, die tiefe Löcher ins Budget reißen. Sie müssen einfach lernen, unterhalb Ihrer Verhältnisse zu leben, sonst kommen Sie nie aus dem Teufelskreis raus.

Ich lernte schon als kleines Kind von meinen Eltern, was los ist. Sie sagten mir, da war ich ein Dreikäsehoch: „Schalte das Licht in Deinem Zimmer aus. Das kostet unnötig Geld.“ Mein Vater sagt mir das noch heute, wenn ich zu Besuch bin.

Ich hatte als Kind schon früh ein Sparbuch und musste etliche Dinge selbst bezahlen. So lernen Sie das Sparen. Zwangsweise. Sie lernen, was Dinge (wie Kleidung, Spielzeug, Nachhilfe etc.) kosten. Dann werden Sie vorsichtig im Umgang mit Geld.

Wir haben doch auf diesem Planeten im Grunde keinen Anspruch auf irgend etwas. Wir sollten genügsam in der Grundeinstellung sein. Konsum ist ein enormes Privileg in dieser Welt.

Ich wollte ein Auto, nachdem ich den Führerschein in der Tasche hatte. Ich wollte nicht mehr mit dem Bus bzw. Rad in die Schule fahren. Während Mitschüler mit dicken Autos ankamen, erhielt ich eine alte Rostschüssel, die es gerade so über den Berg schaffte. Ich musste die Kiste bezahlen, meine Eltern gaben mir etwas dazu. Ich lernte zu planen, mein Geld einzuteilen und meine Wünsche in Grenzen zu halten.

Ich lernte, mit einem Budget umzugehen. Ich hielt mich dran. Ich war im Prinzip auch zufrieden (wobei ich manchmal auf die flotten Autos der anderen schon neidisch war).

Wie heben Sie sich von der konsumsüchtigen Mittelschicht ab? Meiden Sie Einkaufszentren. Ebenfalls Shoppingtouren aus reinem Zeitvertreib. Verschwenden Sie nicht Stunden vor der Flimmerkiste. Sprechen Sie nicht wie die Masse. Halten Sie sich vom Tratsch fern. Vom Wehklagen. Von Fertigessen (Ausnahmen sind erlaubt). Lesen Sie nicht jeden Tag nutzlose Nachrichten. Dazu zähle ich Finanzpornos: Ob eine Aktie um 1 oder 2% heute rauf oder runter ging und warum. Nehmen Sie niemals Konsumschulden auf. Geben Sie niemals auf. Schreiben Sie Ihre Ziele auf. Denken Sie nach – langsam und schnell. So wie es Nobelpreisträger Daniel Kahneman empfiehlt. Lesen Sie viel. Suchen Sie sich Vorbilder. Einen Mentor. Machen Sie Sport. Dann wird Ihr Leben anders verlaufen. Meine Blogleserin „Vali“, Leser wie Markus, Couponschneider, Oliver, Felix etc. zähle ich zu dieser Kategorie.

Folgen Sie dieser Anleitung im Video, um Ihre schlechten Gewohnheiten und Gedanken in die richtige Richtung zu bringen:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Fast jeder kann Millionär werden

  1. Jan

    Immer wieder wahr, ich lese gerade das Buch: Der reichste Mann von Babylon und selbst 1926 hieß es schon: Spare mindestens 1/10 deines Einkommens, lege es an und erhöhe dein Einkommen anschließend. Eigentlich keine Regel, eher ein Gesetz.

    Ich verzichte ebenfalls auf Shopping-Touren aus langer Weile und habe das Glück, dass mich Technik nicht so wirklich interessiert. Ich finde es jedoch nicht schlimm wenn jemand viel Geld für Autos oder Elektronik ausgibt. Unter zwei Bedingungen:

    Man lebt weiterhin in seinen Verhältnissen und finanziert keinen Fernseher nur weil man sich 500 Euro nicht leisten kann.
    Man beschränkt sich auf einige Dinge die einem wirklich wichtig sind. Ist das Auto ein Hobby, dann sollte man dafür auch Geld ausgeben. Allerdings mit dem Fokus auf das Hobby und nicht darauf, besser zu sein als der Nachbar.

    Ich esse zum Beispiel gerne und bereit am Freitagabend dafür auch einmal im Restaurant mehr Geld auszugeben ohne am Nachtisch oder den Getränken zu sparen. Finde ich nicht schlimm, ich genieße diese Momente und gebe mein Geld bewusst dafür aus. Und trotzdem bleibt am Ende des Monats noch ein bisschen was übrig.

    VG

    Jan

  2. Christoph

    Ich sehe das wie Jan. Man darf ruhig was ausgeben. Man möchte ja auch Spaß im Leben haben. Aber natürlich sollte es im Rahmen bleiben. Ich finde es ist auch gerade in jungen Jahren wichtig viel zu erleben.

    Ich merke es derzeit zB selbst dass fast alle meiner Freunde Partner haben und oder Kinder. Daher können Sie nicht mehr so weggehen wie früher. Daher bin ich froh dass ich früher oft weg war. Klar hätte ich damals schon sparen können und mich heute darüber freuen können. Aber im nachhinein würde mich das weniger weggehen mehr stören.

    Das Beispiel von Earl zeigt aber, dass es auch mit kleinen Beträgen geht. Wichtig ist kontinuierlich. IN den USA hat er natürlich noch den steuerlichen Vorteil den wir i Deutschland nicht haben. Aber dennoch sollte man stetig vorsorgen.

     

  3. PIBE350

    Jan, wie ist das Buch? Ist es in moderner Schreibweise geschrieben? Der alte Titel schreckte mich bislang ab. Zuletzt habe ich Maschmeyers neues Buch gelesen. Da gilt ebenfalls die 10%-Regel. 🙂

  4. PIBE350

    An Christoph: Dass man dauerhaft 10% des Einkommens für die Zukunft zurücklegen soll, nachdem man eine Notfallreserve aufgebaut hat.

  5. Christoph

    Da bin ich ja weit über dieser Regel ;o)

    Derzeit spare ich etwa 50%. Will ja irgendwann mal der reichste Mensch der Welt werden.. ;p)

     

    Ideen für Reichtum gibt es ja viele. Aber a) muss es realistisch für den einzelnen sein (so ist nicht jeder für die Selbstständigkeit gemacht) und b) man muss sich wohl fühlen wie man vorsorgt.

     

     

  6. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Also ich habe mich auch zu dem Buch hinreißen lassen (Babylon usw.). Leider muss ich sagen, sorry Vali, ich habe dauernd gewartet, wann da noch irgend etwas kommt. Bestenfalls als Kinderbuch geeignet. Ist wirklich meine Meinung.

    DIe 10% Regel kommt wahrscheinlich aus den alten religiösen Riten der Opferung. Damals sollte man 10% dem „Herrn“ geben, worauf wohl die Kirche ihre Steuer noch zurückführt?

    Heute hat man das wohl umgedeutet, dass man die eingesparte Steuer dem Mammon (dem heutigen Gott) „geben“ soll. Bin gerade etwas zynisch. Bitte um Gnade, aber ich denke, irgend jemand muss noch was in die Waagschale von Markus werfen. 😉

    Zur Aussage von Tim; „Fast jeder kann Millionär werden“ würde ich einschränkend zustimmen, aber… Das Geldsystem ist eine Kinderwippe. Es kann immer nur einer oben sein, während der andere unten sein muss. Es können nicht „fast alle“ Millionär sein. Wer sollte dann die Schulden haben? Jedes Guthaben ist durch Schulden auf der anderen Seite der Medaille da. Jeder Zins und Zinseszins der drauf kommt, muss durch höhere Verschuldung (Mantra „Wachstum“) entstehen. Anders geht es nicht. Werden Schulden gestrichen, müssen Guthaben gestrichen werden.

    Wenn schon jeder was liest, ich bin gerade am Marc Rich, dem Gründer von „Glencore“ dran. Imposantes Leben.

    MS

  7. Vali

    @Matthias, haha…Bestenfalls als Kinderbuch geeignet“ 😉

    Wahrscheinlich hat es mir deshalb so gut gefallen. Ich habe es verschlungen, vielleicht weil ich dauernd gewartet habe, dass etwas passiert. Zum Schluss habe ich mir neue Aktien gekauft. Das ist passiert;)

    Darfst auch mal was für Markus tun. Ich nehme es dir nicht übel;-)

    „Es können nicht „fast alle“ Millionär sein“. Eben.

    Fast jeder kann, aber nicht fast alle 😉

    Das mit den 10% für den Herrn wusste ich nicht.

     

  8. Oliver

    Klar bestätigen Einzelausnahmen, dass ein schlecht verdienender Angestellter über viele Jahre ein Vermögen zusammen sparen kann. Indirekt ist es sogar keine Ausnahme, da sehr viel mehr mit geringem Verdienst tatsächlich eine kleine Immobilie über 30 Jahre abbezahlen. Wir reden hier von sehr zielstrebigen und disziplierten Menschen. Die meisten sind es aber nicht und deshalb geht die Planung mit den Finanzen häufig so gründlich schief.

    Was ich unterschreiben kann: Wenn jemand stur ohne nachzudenken jeden Monat eine Summe wegspart und das bis zur Rente durchhält, wird auch eine ansehnliche Summe bei 10% Sparanteil herauskommen. Mag sein, dass damit die finanzielle Unabhängigkeit nicht erreicht wird, aber es ist zumindest ein schönes passives Einkommen. Wenn jemand tatsächlich 30% oder mehr spart, dann hat er weitergehende Ziele. Das wird für viele nur in einigen Phasen realisierbar sein und viele haben tatsächlich nicht den Verdienst, um das umsetzen zu können. Ist aber nicht tragisch, die 10% sind etwas, die jemand mit einer Anstellung sehr häufig erreichen kann. Aber auch hier gibt es Ausnahmen und es ist keine Allgemeinregel.

    Das dumme ist: gerade die Leute, die das machen könnten aber sparen als sinnlos ansehen, lesen in solchen Blogs nicht mit. Die findet man eher bei ebay, Amazon und Zalando. Nichts gegen diese Firmen, ich kauf bei den ersten beiden auch ein. Aber es würde vielen Leuten das Leben einfacher machen, wenn sie einen Plan mitbekommen würden, wie sie sich mit der Zeit ein vernünftiges Polster aufbauen können, ohne auf wesentliche Dinge verzichten zu müssen.

    Ich werde heute mal wieder aktiv werden und ein paar neue Werte kaufen. Das ist für mich inzwischen genauso unterhaltsam wie wenn andere ins Einkaufszentrum defillieren.

  9. Christoph

    Ich habe heute von J&J die Wahnsinnsdividende von € 0,95 bekommen ;o) Aber Kleinvieh macht ja auch Mist. Und das war aus dem ersten Sparmonat für die Aktie. Ähnlich „hoch“ war Boeing. finde diese Beträge irgendwie süß. März ist bei mir aber der beste Monat. Southern, AIG, Skyworks,Marine Harvest, Shell… haben da schon höhere Ausschüttungen für mich. Kleine kommen noch von Microsoft und McDonalds diesen Monat. Bank of America hat auch nur eine klene für mich, das liegt aber an der noch extrem niedrigen Dividende. Hoffe die erhöhen bald mal richtig.

     

     

  10. Patently Absurd

    @Matthias Schneider:

    „Jedes Guthaben ist durch Schulden auf der anderen Seite der Medaille da.“

    Das ist aber ehrlicherweise nur die halbe Wahrheit, Matthias. Dies betrifft den Fall, dass man „Millionär“ mit „Geldmillionär“ gleichsetzt (man kann darüber streiten, ob das sinnvoll ist) und nicht umfassender als Vermögender mit bedeutendem Realvermögen gleichsetzt.

    In der Tat gibt es ein Volksvermögen unabhängig vom Geldvermögen, dies als Summe aller Realgüter, welche jedenfalls nicht völlig wertlos sind. Wenn das Volksvermögen in Summe gesteigert wird und es gleichzeitig nicht völlig ungleich verteilt ist, dann kann durchaus der Fall eintreten, dass sich jeder einzelne als „wohlhabend“ bezeichnen kann. Also alles andere als ein Nullsummenspiel.

    Wenn ich meinen Mercedes S-Klasse (hypothetischer Fall) an den nächsten Baum setze, dann hat das keine Auswirkungen auf mein Geldvermögen. Gleichwohl fühle ich mich ärmer, dies obwohl mein Geldvermögen nicht weniger geworden ist.

  11. Patently Absurd

    Wenn Herr Draghi weiterhin mit der Notenpresse rumspielt, sind sämtliche Vermögensangaben in Euro bald nur noch noch etwas für Zahlenfetischisten.

    Wie Mark Hanna schon treffend sagte: „Fugazi, Fugazi. It’s a wazy. It’s a woozie. It’s fairy dust.“

     

     

     

     

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Patently Absurd,

    ich verstehe Deinen Einwand. Aber letztendlich geht es schon „nur“ um Geld. Ein Vermögenswert wie ein Haus erzeugt nun mal kein weiteres Haus aus sich heraus.

    Wenn sich eine Inselgemeinschaft zusammen tut, und jeder anpackt, die Materialien der Umgebung zu einem Haus zusammensetzt, dann braucht man keine Schulden in Geld zu machen. Essen wächst kostenlos in der Gegend usw. Das Haus hätte dann aber auch keinen in Geld zu bemessenden Wert, logisch. Es wäre einfach da als Transformation von Materie, erschaffen mit Arbeitsleistung, die aber, weil nicht bezahlt, auch keinen Wert widerspiegelt. Es ist eine Leistung ohne Geld vollbracht worden, weiter nichts. Man hat dann nur Tauschwirtschaft. Man könnte es gegen ein Boot tauschen oder so, wahrscheinlich gegen etwas, was die gleiche Arbeitsleistung in Stunden erfordert abzüglich Abnutzung.

    Da in unserer arbeitsteiligen Welt aber alles auf Geld und Schulden beruht (was auch irgendwie sinnvoll ist), ist alle Leistung mit Geld und dementsprechenden Schulden hinterlegt. Wenn ein Haus abgezahlt ist, dann sind die Schulden dort getilgt, klar. Aber es ist eben „nur“ ein Haus, solange nicht wieder jemand Geld dafür bezahlen will. Es steht da und verwittert vor sich hin, wenn man nicht neues Geld hinein steckt. Man spart natürlich Kosten an Miete, das ist klar.

    Da der Mensch ständig als materielles Wesen auf materielle Bedürfnisse zurück geworfen ist, muss natürlich alles daran gesetzt werden, dass daraus ein Geschäft gemacht werden kann. Und das geht am besten in der von Schuld-Geld abhängigen Gesellschaft. Solange man Geld braucht, nützen mir „fruchtlose“ Vermögenswerte nichts, weil die mich nicht ernähren, eher noch kosten. „Tote“ Vermögenswerte muss man sich leisten können.

    Na ja, so ungefähr sehe ich das zumindest. Geldvermögende können nur durch Geldbedürftige reicher werden. Hart aber so ist es wohl.

    Ich versuche auch meine kleine Freiheit zu finden. Weil man es wirklich nicht ändert. Es gibt Reiche, die haben es verdient, und Arme die es auch verdient haben, und anders herum. Manch Reicher hat es nicht verdient, und manch Armer ist unverdient arm. Aber wer will das entscheiden. Als Buddhist hat man z.B. Angst bei Mildtätigkeit, dem anderen ins Karma zu pfuschen. Aber sich selbst will/muss man mit guten Taten trotzdem was fürs gute Karma tun. Die haben es auch nicht leicht. 😉

    MS

     

  13. Patently Absurd

    @Matthias Schneider:

    Ich würde es mit dem Geld so sehen: von den drei ursprünglichen Geldfunktionen, d.h. Zahlungs-, Wertaufbewahrungs- und Wertmessfunktion, hat die Wertaufbewahrungsfunktion an Bedeutung verloren. Dafür sorgt schon die EZB. Es gibt auch zu viele Rentner, die alle Ansprüche in Form von Geldforderungen haben.

    Die Zahlungsfunktion wird zumindest noch einige Zeit erhalten bleiben. Geldnoten und Münzen sind die einzigen gesetzlichen Zahlungsmittel.

    Die Wertmessfunktion macht nur mit kurzem Zeithorizont überhaupt Sinn. Ein Haus mit „Wert“ von 500.000 EUR im Jahr 2000 in München ist nicht mit einem Haus mit dem gleichen „Wert“ in 2015 vergleichbar.Ein „Millionär“ ist auch nicht mehr das, was er früher einmal war. Bald werden wir alle Millionäre – wie die Italiener vor der Einführung des Euro. Ein Hoch auf unsere tolle Währung.

  14. Couponschneider

    @Patently Absurd

    Geld war nie geeignet, dauerhaft aufbewahrt zu werden. Heute aber bei den geringen Inflationsraten schon eher als früher. Geld, welches auf einem Tagesgeldkonto liegt, ist übrigens nicht „aufbewahrt“, sondern verliehen. Früher gab es Zinsen um 4 %, aber die Inflationsraten waren doch ähnlich.

    Es galt aber immer schon: Direkteigentum an Produktionsmitteln ist das beste. Das wusste schon Marx. Der Bauer mit dem Pferd hatte bessere Erträge als die Bauern, die einen Ochsen nehmen mussten. Das Pferd konnte er sogar gewinnbringend vermieten. Für den Arbeiter und Angestellten in der heutigen modernen Wirtschaft gilt es, sich an Konzernen zu beteiligen.

    Es war nie so einfach wie heute, sich von den Vampiren der Versicherungen und Banken zu emanzipieren. Jagd die Vertreter vom Hof. Lieber den Fuchs im Hühnerstall als den Vertreter am Küchentisch.

    Ich verstehe manche Sachen wirklich nicht. Jemand aus meinem Sportverein erzählt immer, er hätte keine Zeit, wenn ich ihm dieses oder jenes Buch empfehle, oder ein Youtube-Video. Aber er plaudert 2 Stunden mit dem Sparkassenmenschen, bei dem man doch wissen müssen, dass der nichts gutes im Schilde führt.

    Jeder kann sich ein kleines Polster fürs Alter aufbauen. Es muss ja nicht die Million rausspringen, aber wenn dann 200 € Dividenden jeden Monat eintrudeln, dann kann das die ideale Ergänzung zur gesetzlichen Rente sein. Vererbbares Vermögen stellt es auch dar. Das ist die beste Medizin gegen Einsamkeit im Alter.

  15. Jan

    @PIBE

    bin jetzt ca. halb oder 2/3 durch und bin mir noch nicht ganz sicher was ich davon halten soll. Die Kernaussagen sind sehr gut und sehr wichtig. Auch werden immer wieder klare Regeln aufgestellt. Das Buch ist in einer „verschnörkelten“ Sprache geschrieben aber verständlich. Soweit finde ich es gut, aber ich glaube Rich Dad Poor Dad fand ich besser.

     

    Der Abzug für die Götter muss übrigens von den verbleibenden 90% getätigt werden 😉

  16. Patently Absurd

    @Couponschneider:

    Ich stimme dir zu, dass man Informationen sorgfältig auswählen soll und nicht alles glauben darf, was ein Bankberater (im Eigeninteresse) empfiehlt.

    „Heute aber bei den geringen Inflationsraten schon eher als früher.“

    Die für den Durchschnittsverbraucher relevante Inflation ist viel höher. Die offiziellen Inflationsraten des Bundesamtes für Statistik sind ja – ich möchte nicht direkt sagen gefälscht – zumindest auf Basis eines künstlichen, der Lebenswirklichkeit nicht entsprechenden Warenkorbes berechnet. Die Politik hat ein Interesse daran, dass der Verbraucher glaubt, es gibt keine Inflationsgefahr.

    Hier gibt es Informationen zur Gegenthese:

    http://www.focus.de/finanzen/news/preise-die-inflationsluege_id_3441718.html

     

     

  17. Vali

    @Oliver, was kaufst du dir wieder so? 🙂

    Für März hätte ich an Philip Morris gedacht…

    Ich möchte mal wieder was sicheres mit dicker steigender Dividende, am besten monatlich und gaaanz langsam steigenden Kursen – also die eierlegende Wollmilchsau!!! 😉

    Irgendwas ähnliches wie Main Street Capital, Realty Income und Altria Group.

    Monthly Dividend-Paying Stocks

    Wie findest du Shaw Communications?

    Oder Gladstone Commercial?

    Oder LTC Properties?

    Matthias, du? 🙂

  18. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    ich könnte alle nehmen, außer PM. 😉

    EPR steht auch schon lange auf meiner Liste. Es gibt so viele leckere US-REITs oder, mir noch lieber, CAD-REITs.

    Muss arbeiten…

    MS

  19. Slazenger

    @Matthias, Tim, Vali, etc.

    ich bin schon lange an der Börse aktiv, als kleiner Privatanleger. Allerdings habe ich mich noch nie mit dem Thema Reits beschäftigt. Ich sehe jetzt in den Links von Matthias dass vor allem in den USA und Kanada , Reits ein großes Thema sind.

    meine Frage wäre ,wie nähere ich mich als Einsteiger in das  diesem Thema Reits am besten? Wie sicher sind Reits? Worauf muss man achten?  etc. Vielleicht kann Tim auch mal ein Geschichte daraus machen?

     

     

  20. Oliver

    @Vali:

    Im Grunde ist diesen Monat nicht viel spannendes passiert.

    Ich habe die Blackston (BX) erhöht, habe den Ableger PJT Partners von Blackstone so erhöht, das ich die Position jederzeit liquidieren kann, wenn ich will. Die zahlen tatsächlich die erste Dividende im März. Der Wert ist aber für Dividendensammler mit weniger als 0,2% Dividendenrendite nicht sonderlich interessant. Es ist ein kleines Fragezeichen, wo man schauen muß, wie sich das Unternehmen entwickelt. Ich bin verhalten optimistisch, aber rate nicht dazu, dass man sich hier unbedingt engagieren muß.

    Dann wollte ich eigentlich Intel und General Mills aufstocken, habe mich aber dann doch entschieden, mir Main Street Capital Aktien zuzulegen. Nachdem ich mir die näher angeschaut habe, finde ich das Konzept sehr interessant. Die monatliche Ausschüttung ist bei mir kein Entscheidungsparameter, da man mit ca. 60 Positionen schon sehr häufig Ausschüttungen bekommt. Gestartet habe ich mit 80 Stück und evtl. stocke ich noch einmal auf 150 Stück auf. Größer wird die Position aber voraussichtlich nicht mehr werden.

    Was die ganzen Monatszahler betrifft, habe ich mir deinen Link angeschaut. Ich habe bis auf die Main Street Capital keine in meinem Depot und die meisten habe ich noch nicht mal auf meiner Beobachtungsliste. Häufig orientiere ich mich an recht große Unternehmen und von daher war dieser Monat sowieso atypisch für mich.

    Ich denke momentan eher über VISA, Vodafone, SSE (aufstocken) und einige Techwerte nach. Meredith ist auch so eine Firma, wo ich mir eine Position vorstellen kann. Da Du Mampfaktien gerne magst: KFC (Yum) hat seine erste Filiale in Tibet eröffnet. Der Dalai Lama fands nicht witzig, aber die Chinesen dort scheinen ganz angetan zu sein. Yum habe ich noch nicht, kommt aber dieses Jahr sicher noch dazu.

  21. Oliver

    @Slazenger:

    Hier eine Seite für US-REITs:

    https://www.reit.com/investing/investor-resources/reit-directories/reits-by-ticker-symbol

    Da sind alle aufgeführt. Im Grunde würde ich dir raten, dass Du dir mal 5 – 10 Stück anschaust und auf die Webseiten gehst. Die Infos sind in der Regel auf Englisch.

    Bekannte REITs (nach Tickersymbol) sind z.B. O, OHI, HCP, HCN, VTR, DLR

    Das sind jetzt viele Healthcare-REITs dabei.

    Ich selber besitze drei davon.

    Man muß beachten: Die Auszahlungsquote ist sehr hoch und dadurch auch das Risiko höher, als wenn Du z.B einen Dow Jones Wert kaufst. Trotzdem finde ich REITs attraktiv durch die hohen Ausschüttungen. Kursmäßig schwanken die REITs natürlich, aber die sind nicht so volatil wie Wachstumsaktien. Auch als Kleinanleger ist es interessant, ein paar zu besitzen.

    O finde ich persönlich zu teuer, ist aber sehr beliebt wg. der monatlichen Auszahlung und den Steigerungen.

    Matthias kann sicher viel über kanadische REITs berichten. Da gibt es auch sehr interessante Firmen.

  22. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Slazenger,

    zuerst würde ich sagen, dass ich nicht weiß, ob man diese REITs in einem deutschen Depot sinnvoll halten soll. Es haben zwar einige zu hoher Popularität gebracht bei uns, also Sachen wie Realty Income Corp oder HCP sind sehr weit verbreitet, aber insgesamt werden die Erträge in deutschen Depots von der Steuer mitunter willkürlich behandelt. Es ist so, weil REITs auf Grund ihrer Struktur nicht einfach simple versteuerte Dividenden zahlen, sondern oft auch kombiniert mal (Vorsteuer-) Distributionen und qualified (also normale) Dividenden und/oder long/short term capital gains ausschütten. Das ist dem deutschen Fiskus einfach zu viel. Da ich ein Depot bei Lynx habe, das nicht in DE liegt, bekommen ich nur normale 15% Quellensteuer abgezogen, und muss halt dann die restl. Prozent nachzahlen beim Steuerausgleich.

    Prinzipiell gibt es hauptsächlich 2 Arten REITs. Die „Papier-REITs“, die lediglich Hypotheken aufkaufen und die Zinsen kassieren (Mortgage-REITs) und Equity-REITs. Das sind so die „richtigen“ REITs, die also richtig Gebäude besitzen und vermieten. Aus diesen Mieteinnahmen werden dann die Dividenden gezahlt. Es gibt hauptsächlich Gewerbe-, Wohnimmo-, Healthcare- und Büro-REITs. Aber viele sind auch gemischt. es gibt natürlich Spezialitäten-REITs wie der EPR. Der hat hauptsächlich Vergnügungsparks. es gibt welche, die haben nur Lagergebäude für Datencenter (Server der Cloud-Industrie), z.B. DFT. Der REIT-Guru bei Seeking Alpha ist der Brad Thomas.

    Viele wird man in DE aber nicht, oder nur schwierig bekommen.

    Wie sicher sind REITs? Sie besitzen halt die Immobilien. wenn die Wirtschaft den Bach runter geht, dann fallen Mieter aus, die Gebäude tragen sich nicht mehr, werden weniger wert. Man muss billig verkaufen um die Finanzierungskosten zu stemmen usw. Also ganz normales Risiko.

    Am besten, man nimmt erstmal nur diversified REITs, der also ein gemischtes Portfolio hat, nicht nur Büros, oder nur Hotels usw.

    Es ist im Prinzip wie mit eigenen Immobilien zur Vermietung. Wenn Du eine Wohnung kaufst zum Vermieten, dann betreibst Du vielleicht ohne Verwaltung selbst den Aufwand. Wenn Du aber 10 Wohnungen hast, dann gibst Du das sicher einer Hausverwaltung, die was kostet. Mit REITs besitzt Du anteilig ein Portfolio an Immobilien, um deren Vermietung sich analog unserer Hausverwaltung eben das REIT-Management bezahlen lässt.

    Na ja… einfach mal paar Artikel suchen nach REIT basics oder so.

    Muss leider weiterarbeiten. 😉

    MS

     

     

  23. Vali

    @Matthias, danke, ja EPR ist noch schöner, aber den passenden Kurs habe ich verpasst… Danke für die Links, da wird man wieder verführt 😉

    @Oliver danke, ja ich habe einige Essensaktien, möchte aber gleichzeitig auch an der Dividende weiter arbeiten.

    Ich denke mir immer: 100 Euro Dividende, die ich heute bekomme, kann ich gleich reinvestieren. Wenn ich Growth-Dividend-Stocks kaufe, warte ich, bis die Dividende in einigen Jahren erst bei nennenswerten 100€ ist, da hat sich das Geld auch schon teils entwertet… verstehst du warum ich auf monatlich poche? 😉

    Oder alle drei Monate aber dafür high-yielder…

    Alles gute Aktien, die du nennst… aber du drehst dich auch gern um Main Street Capital 😉  Ich könnte dort auch wieder aufstocken. HCP und OHI auch… will aber auch gleichzeitig was neues…

    Realty Income mag ich sehr, ist mir auch schon zu teuer, aber ich habe sie zum Glück 😉 Beim nächsten Rücksetzer kann man aufstocken.

    @Slanzenger, mir hat dies hier für den Einstieg und Verständnis geholfen Was sind REITs – Real Estate Investment Trusts

    Ich betrachte sie wirklich wie Immobilien fürs Depot und die Dividende als Miete 🙂 Fürs Hier und Jetzt.

    Übrigens an alle: Am 16.3. ist wieder „Tag der Aktie“ und  die Dax-Werte ab 1000 € ohne Gebühren 🙂

    Tag der Aktie – Kaufen ohne Gebühren

     

     

  24. Slazenger

    Matthias , Oli, Vali,

    Danke euch für eure Infos über Reits, sehr interessant fürs erste.

  25. Sebastian

    @ Oliver

    Sag mal, wie sieht bei deinen 60 Titeln ungefähr die Verteilung aus?

    Du hast ja sicher nicht gesammelt ca. 1,5 %-Positionen.

    Wie haben sich die Werte über die Jahre auseinander entwickelt? Und wie gehst du bei Nachkäufen vor? Die mickrigen eher liegen lassen und die Winner ausbauen?

    Würde mich sehr über eine Antwort freuen. Sicher hat auch Felix seine Erfahrungen über die Jahrzehnte gemacht….

    Wie halten es die anderen beim Ausbau bestehender Positionen?

    Ich frage, weil in meinem ca. 25-Titel-Portfolio allein 8 Titel 50 % ausmachen. Manche Titel entwickeln sich im laufe der Zeit halt besser als andere. Gut, hat auch etwas mit der Ausschüttung zu tun.

    Klumpenrisiko würde ich bei Nachkäufen zwar vermeiden, aber es erscheint logisch, eher die besten Titel auszubauen. Von Neuerwerbungen mal abgesehen. Meine Watchlist ist prall gefüllt….

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sebastian,

    ich kann ja mal meine Position kurz schildern, obwohl die nicht hilfreich ist, weil eher nicht vorbildhaft. Ich würde kein fremd zu verwaltendes Depot so aufbauen wie meins. Bei mir geht es nicht geordnet und geplant zu. Ich habe Vorlieben, die werden gekauft, egal ob vernünftig oder nicht. Daraus folgt, dass mein Depot überdurchschnittlich sinkt bei negativem Markt, und überdurchschnittlich steigt, bei steigendem Markt.

    Ich habe da die Grafik der Performance Year-to-Date bis gestern gerade bei Lynx mal aufgerufen, siehe weiter unten dann. In der Grafik sieht man auch meine Klumpen: 90% USA+Kanada, >60% Financials+ 15% Utilities und Energy. Allerdings scheinen die eben die REITs, Funds mit Bonds und Preferreds usw. alles unter Financials zu führen. Es also nicht so, dass ich 60% Banken hätte.

    Ich sehe bei dem was Du schreibst kein Problem. Ich vermute mal, die 8 Werte mit 50% Gewichtung werden die Schwergewichte sein wie PG, Nestle usw. Bei sowas sehe ich da kein Problem.

    Ich dagegen habe einen wilden Haufen beieinander. Ich schaue schon so grob, dass keine Position ausreißt. Aber das tut sie eh nicht, weil ich eben typische Income-Werte wie REITs habe, die zahlen statt zu steigen.

    Ich neige ähnlich wie Vali dazu, eher neue Sachen dazu zu kaufen. Bin halt so. Meine Frau „meckert“ immer, warum ich wieder neue Joghurtsorten kaufen muss, obwohl wir wissen was uns schmeckt. Ich muss halt einfach ausprobieren. 😉

    Ach so, hier die Grafik zu meinem Klumpen-Depot.

    Gutes Nächtle

    MS

  27. Elf On The Shelf

    @Matthias Schneider: die Region wird bei deinem Broker vermutlich anhand der Heimatbörse festgelegt, oder? Ich finde Einteilungen auf diese Art und Weise nicht ganz optimal. Einer meiner letzten Käufe ist zum Beispiel Tupperware. Haushalttsdosen. Stinklangweilig by the way. Wird natürlich an der NYSE gehandelt und ist deshalb ein „US Wert“. Habe mir vorher den Jahresbericht angesehen und siehe da, das ist im Grunde ein Emerging Markets Wert, mit knapp der Hälfte der Umsätze in „Asia Pacific“ und „South America“ mit 33 % bzw. 15 % – „North America“ kommt da insgesamt auf „nur“ Rund ein Viertel. Die Umsatzstärksten Märkte sind Brasilien, Mexiko und Indonesion mit jeweils mehr als $200 Mio., gefolgt von China, Frankreich, Deutschland, Malaysia, Singapur, USA & Kanada.

    Deshalb finde ich es oft ein bisschen schwer das so zu kategorisieren. Genauso das Währungsrisiko. Klar, ich kaufe die Aktie in USD – weltweit agierende Unternehmen machen aber Geschäfte in so gut wie jeder Währung (auch wenn vielleicht die „Heimatwährung“ etwas dominanter vertreten sein wird), aber nur weil ich Tupperware an der NYSE kaufe bedeutet das für mich noch lange nicht, dass ich da jetzt in einen reinen US-Titel/USD investiert habe.

  28. Vali

    @Matthias, wow, tolle Grafik 🙂 So gesehen, habe ich auch viele Finanzwerte, wenn REITs dazuzählen…

    Dein Index ist wie eine Achterbahn… puh, aber chancenreich und zahlungskräftig 😉

    @Sebastian, mir fällt es auch schwer zu entscheiden, was ich aufstocke und was nicht…

    Wie Matthias sagt, ist was neues immer spannender. Allerdings habe ich oft super gute Werte bei Rücksetzern aufgestockt, z.B. CocaCola, Realty Income, McDonalds, Apple, auch Altria und AT&T damals, bis sie ordentlich anzogen und jetzt im stabilen grünen Bereich liegen. Da kaufe ich nicht mehr nach.

    Oft habe ich auch schlechtere Werte wie TAL nachgekauft oder Armour Residential… Nicht immer liege ich richtig… leider;). Wichtig ist mir, dass sie noch atmen und Dividende zahlen 😉

    Manchmal bin ich einfach total von einer Firma überzeugt, bleibe aber die einzige Käuferin am Markt. Deshalb lieber nur die großen Qualitätsunternehmen aufstocken, die in meinem Depot im Minus sind. Und im Zweifel, nehme ich was neues.

    Wenn die guten Werte aber alle im Plus sind, und zwar ordentlich, kaufe ich neue Lieblinge…

     

    …hat das irgendjemand verstanden 😉

  29. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    ich verstehe es, das ist doch ganz logisch. 😉

    @Elf on the Shelf,

    ich denke, es geht um den registrierten Firmensitz. Obwohl ich z.B. Navios Maritime in USD an der NYSE kaufe, die Aktie auf den Marschall Inseln (MHY622671029) registriert ist, aber ihren Firmensitz in Piraeus hat, wird sie deswegen als griechischer Wert geführt.

    TUP ist logisch ein US-Wert, da in Orlando der Firmensitz ist. Auch wenn die nur Aktien in Europa handeln ließen, gar keine in Amerika, wäre es trotzdem ein US-Wert. Wo die Umsätze (Erträge) gemacht werden, kann in so einer Grafik natürlich nicht auftauchen. Stimmt deshalb, dass es nicht hilfreich ist, so eine Grafik fürs Diversifizieren zu nutzen.

    Weil das alles so verflochten ist, gebe ich mir auch keine Mühe irgendwelche „Ordnung“ zu halten. Ich kaufe wonach mir der Sinn steht. Basta. 😉

    MS

  30. Christoph

    @Vali: Klar, ist doch verständlich.

    Wobei man meiner Meinung nach auch die Werte an die man am meisten glaubt und die stabil sind ruhig bei etwas höheren Kursen nachkaufen kann. Aber wenn es natürlich eine stabile Alternative gibt, die günstig zu haben ist: Kaufen!

     

    Gestern kam auf CNBC was über Tabak Konzerne. Alle 4 Experten in der Halftime Report RUnde sagten dass sie Altria usw nicht kaufen. Nicht weil diese nicht profitabel sind sondern weil es immer mehr Einschränkungen gibt und vor allem weil diese töten!

    Normalerweise sind die in der RUnde nicht ethisch geprägt daher war ich echt verwundert.

     

    Kennt bzw hat jemand eigentlich http://www.flowersfoods.com/

    im Depot?

    Der Konzern mit Firmensitz in Thomasville im US-Bundesstaat Georgia ist der größte nationale Backwarenhersteller in den USA. Flowers Foods betreibt 46 Bäckereien und ist zusätzlich im Bereich Handel und Food-Service tätig.
    steigende Dividende und sehr viele Splits.

  31. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    Flowers Foods (FLO) ist mir die letzten Tage bei den Finanzseiten über den Bildschirm gegangen, habe ich aber nicht angeschaut, da kein Geld zum kaufen da ist. Klingt aber viel besser für mich als Altria. 😉

    @Elf in the Shelf; „aber nur weil ich Tupperware an der NYSE kaufe bedeutet das für mich noch lange nicht, dass ich da jetzt in einen reinen US-Titel/USD investiert habe.“

    Ich würde es aber doch so sehen. Die bilanzieren ja in USD. Wie die zu ihren Ergebnissen kommen (Erträge-Währungseffekte ihrer Märkte) spielt eine Rolle für deren Ergebnis, ob es aus Umsatzsteigerung oder Währungsgewinn oder -verlust kommt. Das USD-Ergebnis ist aber letztendlich entscheidend.

    Meine Firma (in der ich arbeite) macht z.B. auch den meisten Umsatz in USA, ist aber dennoch ein rein deutsches Unternehmen. Da haben wir beispielsweise letztes Jahr einen Anteil des Gewinns von 50 Millionen gehabt, der nur auf reinen Währungseffekten beruhte, da wir natürlich in EUR bilanzieren.

    Muss gleich in die Betriebsversammlung, da gibt es wieder Infos.

    MS

  32. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    ich kenne mich nur rudimentär aus. Bei allen Klassen bin ich lediglich interessierter Laie.

    Die Anleihe klingt gut. Hier macht es die erstrangige (25 Mio, 10 Mio zweitrangig) Besicherung (Senior Secured) und das Investment Grade Rating. Mittelstandsanleihe sind ja in Verruf geraten.

    Sie lösen damit 7,75% und 7,5% Anleihen ab, und gehen runter auf 7%. Hier sieht man mal, was es bedeuten wird, wenn Zinsen wieder steigen. Wenn die für den nächsten Bond mal 8% oder 9% zahlen müssen, dann müssen die Erträge aus dem Geschäft das bringen. Deswegen können Zinsen nur steigen, wenn die Wirtschaft wirklich wächst.

    Die Anleihe käme also nur in Gefahr, wenn die Sicherheiten brutal verbilligt wären, und bei Insolvenz den Wert der Anleihe nicht mehr ersetzen könnten. Gut finde ich auch, dass die Erträge aus den Objekten der Hinterlegung für den Kupon beiseite gelegt werden.

    Prinzipiell würde ich die kaufen. Aber ich persönlich fühle mich dann einfach doch wohler, wenn ich einen Bond-Fund kaufe. Da kann einfach weniger schief gehen. Man bekommt allerdings wohl keinen ETF mit ausschließlich Investment Grade Anleihen zu 7% Rendite. Habe aber noch nicht gesucht, aber 3,5-4% sind da eher realistisch. Ich bekomme das bei Non Investment (Junk) Grade.

    Mich würde aber noch interessieren, warum die laufenden Anleihen vor kurzem so eingebrochen waren, auf ca. 80%. Einfach nur mit dem Marktpessimismus? Oder gab es spezielle Probleme?

    Also ich finde die Anleihe interessant, aber bin eben eher für ETFs mit Rendite-Einbuße, aber besserem Schlaf. Bin eh gebeutelt genug. 😉

    MS

  33. Oliver

    @Vali:

    Mir sind Dividenden auch wichtig, aber nur High Yielder oder Monatszahler schränkt die Auswahl guter Firmen ein. Eine Apple z.B. ist weit weg von einem guten Dividendenzahler, trotz großer Steigerung der Dividende. Trotzdem würde ich ungern darauf verzichten wollen, in die Firma zu investieren. Gleiches für Gilead etc. etc. J&J macht gegenwärtig keine 3% Dividendenrendite, aber die Möglichkeit der Steigerung der Dividenden langfristig gesehen macht den Wert erst attraktiv. Ich weiß, dass Du auch solche Werte hast. Aber wenn ich mir die Liste der Monatszahler anschaue, die Du gepostet hast, sind sehr viele dabei, wo man ständig ein Auge drauf haben muss. Main Street Capital schüttet sehr viel aus und man kann keine großen Kurssteigerungen erwarten. Wie viel Potential bei der Dividende nach oben ist, muß man auch erst abwarten. Da sind viele Fragezeichen, deshalb hatte ich geschrieben, dass bei 150 Stück Schluß bei mir ist. Ich nehme aber immer wieder gerne Hoffnungsfirmen mit auf, da eine gute Chance dabei ist, dass sich eine sehr gut entwickelt. Quasi eine neue Johnson & Johnson.

    @Sebastian: Wenn Du eine Reihe von Unternehmen mehr Größe einräumen möchtest, ist das soweit OK, wenn dort mehr Potential besteht als bei den anderen Positionen. Ich hatte früher mal geschrieben, dass man mit 10 Werten abgedeckt sein kann, obwohl ich es selber nicht praktiziere. Wenn sich bei mir Positionen sehr positiv entwickeln, nehmen sie natürlich mehr Raum ein. Ich verkaufe sie dann trotzdem nicht. Es kann manchmal sogar sein, wenn ich mehr Potential sehe, dass ich noch dazu kaufe. Apple ist so ein Beispiel.

    Ich habe mal bei mir nachgeschaut und die großen Positionen sind nicht so stark wie bei dir. Insgesamt machen die ersten 10 Positionen so etwa 30 % aus. Ich habe etwa 60 Positionen und rein rechnerisch wäre der Mittelwert ca. 1,67%. Aber ich habe auch Positionen durch Spin-Offs, die sehr klein sind und die ich nie aufgestockt habe und es auch aller Voraussicht nicht machen werde. Manche Positionen haben sich schlecht entwickelt (z.B. Veresen) und sind heute wesentlich kleiner. Für mich habe ich gesagt, keine Position über 10%. Wenn mal tatsächlich ein Wert von sich aus soweit wachsen sollte, werde ich aber nichts dagegen machen. Warum solle ich? Nur bei dieser Höhe kaufe ich dann nicht mehr dazu. Ganz große z.B. aus dem Dow Jones verhalten sich recht stabil mit Tendenz nach oben, wenn sie sich normal weiter entwickeln. Bei Techwerten kann es durchaus anders aussehen, wenn sie was bahnbrechend neues erfolgreiches herausbringen.

    Letztendlich ist es wichtig, dass man mit seinen Werten zufrieden ist, die im Depot liegen. Wenn ich aber das Gefühl habe, dass das Geschäftsmodell nicht gut klappt oder die Geschäftsführung nicht integer ist, dann verkaufe ich. Ansonsten halte ich es bei Käufen so, dass ich ganz gerne auch bestehendes aufstocke (höhere Dividendenauszahlung finde ich immer gut) und ich habe natürlich eine lange Liste von Unternehmen, von denen ich noch gerne Aktien hätte. Deshalb kaufe ich etwa 50:50 alt/neu. Bisher habe ich nicht festgestellt, dass es mir Mühe macht, 60 unterschiedliche Aktien zu managen. Ich schätze, bei 100 wird das auch nicht anders sein, falls ich da noch hinkomme. Man muß trotzdem nicht alles besitzen :).

  34. Patently Absurd

    @Matthias Schneider, DivSky:

    Ich finde es sehr gut, dass wir hier offensichtlich ganz unterschiedliche Ansätze verfolgen und jeder seine Spezialgebiete hat. Wer an der Börse erfolgreich sein will, der muss sich eigene Gedanken machen und darf nicht die ausgetretenen Pfade anderer benutzen. Heiße Tipps sind immer ganz gefährlich.

    Information = Ruination, wie schon Kostolany wußte.

    Allerdings ist es schon sinnvoll, darauf zu achten, was andere erfolgreiche!! Investoren machen oder zumindest was Investoren gemacht haben, als sie noch erfolgreich waren. Als Buffett-Fan habe ich z.B. IBM im Depot, aus meiner Sicht ist dies ein sehr gutes Unternehmen mit stabilen Cash-Strömen und einer glänzenden Zukunft im Bereich Security und Cloud Computing. Auch wenn fast alle Analysten anderer Ansicht sind. Mit einem KGV von unter 10 ist es zudem sehr günstig.

    In Japan teste ich gerade einen Graham-Ansatz, dass heißt investieren in Unternehmen, die gemäß am Buchwert extrem günstig sind (Japan ist überhaupt sehr günstig, aufgrund der deprimierenden Stimmung an der Börse dort), auch dann wenn die Unternehmen und das Management bestenfalls eine durchschnittliche Qualität haben. Dort investiere ich auch in sehr kleine Unternehmen, die von Analysten nicht abgedeckt werden und nochmals erheblich günstiger sind.

    Klassische Wachstumsunternehmen, d.h. Unternehmen mit hohem KGV und KBV, meide ich vollständig. Altria mag ein sehr gutes Unternehmen sein, mit Franchise und hoher Stabilität usw., aber bei den Bewertungen zur Zeit ist dies alles im Kurs eingepreist. Was jeder weiß und kennt, macht mich leider nicht heiß.

     

  35. Anna

    @ Christoph

    Na, ziemlich scheinheilig die Leutchen bei CNBC. Da dürfte man wohl kaum noch was kaufen. Selbst Küchenmesser töten… Außerdem ist Altria ja nicht nur Nikotin, die haben 2009 UST gekauft und das war eine Weinfirma. Die waren damals schneller als ich.

  36. Christoph

    @Anna: Selbst Kückenmesser töten.. hihi you made my day^^

    Eigentlich finde ich die Experten dort fast alle echt gut. Kann das NEIN zu Altria auch nachvollziehen aber da ja jeder selbst weiss was er sich da antut finde ich Waffenhersteller da schlimmer.

  37. Vali

    @Oliver, danke, versteh genau was du meinst. Letztendlich ist mir ein guter Schlaf viel wichtiger, als eine gute Dividende. Dauernd zittern möchte ich nicht…

    Na ja, habe vorhin Allianz aufgestockt, da sie bei mir wieder im Minus war. Sehr günstiger Wert momentan und  ich spekuliere, dass Draghi heute wieder den Dax anfeuern könnte, habe ich 10 Stück dazu genommen.

    Die Dividende ist auch bald und immer gern gesehen 😉

    @Christoph, danke. Ich habe Altria seit Oktober 2014  und würde sie jetzt auch nicht unbedingt kaufen…

    Meine Tante ist starke Raucherin (eigentlich ihre ganze Familie). Als Kind wurde ich dort immer vollgequalmt. Sie hat kaum Geld, raucht aber.  Als ich sie mal fragte, ob sie ausgerechnet hat, wie viel Essen sie für die Zigaretten kaufen könnte, meinte sie: „Ich würde niemals auf meine Zigaretten verzichten. Lieber esse ich nichts. Lieber sterbe ich, als nicht zu rauchen. Das ist mein schönster Moment des Tages.“

    Ich war geschockt, dass Raucher Rauchen höher stellen als das täglich Brot.

    Jahrelang hat meine Mutter (Nichtraucherin) Geld dorthin geschickt.

    Ob die Raucher weniger werden, kann sein, aber so lang diese Firma so gut in meinem Depot ihr Job macht, halte ich sie gern 🙂

    Aber, jeder wie er es für richtig hält 🙂

     

     

  38. DivSky

    Vielen Dank.

    Dann lasse ich auch die Finger davon.  Ich werde dann demnächst dann nochmal und zum letzten Mal die Aktie von Tal aufstocken.

  39. Christoph

    VOrhin kam die Meldung dass die EZB die Zinsen weiter senkt und das Rückkaufprogramm auf 80 Milliarden ab April ausweitet.

    Auch wenn die Börse das toll findet, ich selbst finde das Schwachsinnig. Nirgends auf der Welt hat man damit die Inflation anheben können. Die meisten Banken geben die niedrigen Zinsen nicht in dem Maße weiter und auch die Konjunktur wird dadurch nicht angekurbelt, da genauso wenig in Infrastruktur usw investiert wird.

    In Japan läuft es seit Jahren nicht, in der Euro Zone auch nicht und in den USA hat man gesagt es wird Zeit die Zinsen zu erhöhen. Die haben gemerkt dass es Zeit wird..

  40. fit und gesund

    Doch doch, Jeder kann Millionär werden, besonders Handwerker, hi hi….,ich habe diese Woche schön gestaunt, ich lasse ja zur Zeit die Eigentumswohnung meiner Mutter renovieren und lasse Alles fliesen, für eine 70 qm Wohnung zahle ich nun knapp 7000 Euro, aber das beinhaltet, Teppich raus, entsorgen, die Fliesen und die Verlegegebühren, dann muss noch gestrichen werden, die erste Jahresmiete dürfte also flöten sein, aber geht nicht anders.

    Die Börse fährt schon wieder Achterbahn, Super-Mario sei dank, Alles Pulver nun verschossen und nun?

    Diese Woche hab ich Nestle und Roche aufgestockt und mir den Vanguard FTSE All World High Dividend Yield Etf mal gekauft, Ende des Jahres dürfte ich dann etwas über 1000 CHF an Dividenden bekommen haben, ich hoffe mal ich hab gut gekauft, bisschen was ist noch über und das werde ich wohl für Swiss Re oder Swisscom (halbstaatlich sozusagen) demnächst verbraten, beide sind gute Dividendenzahler, Ihr habt mich mit den Dividenden recht angesteckt, aber mit Zinsen ist ja Aus die Maus, und benötigen tue ich das Geld im Moment sonst nicht, wüsste also gar nicht wohin damit,

    die EZB ängstigt mich, werde mir wohl doch noch ein paar Goldtaler kaufen und im Katzenstreu vergraben *lach*

  41. Sebastian

    Vielen Dank euch allen für die aufschlußreichen Beiträge!

    Es macht schon einen Unterschied, ob man eher auf Dividendenausschüttungen setzt oder auf Wertsteigerung der Aktie.

    Ich fahre da einen ausgewogenen Mittelweg. Schöne Dividenden sagen auch mir zu (BASF, Johnson), aber ich habe eben auch Unternehmen wie Alphabet, Amazon oder Baidu im Portfolio und setze auf zukünftiges Wachstum. Solide Unternehmen wie Adidas, Apple und Disney runden das ganze ab.

    Da haben wir auch schon meine 50%, Matthias, So langweilig und solide ist das also gar nicht. Und das gibt mir schon zu denken. Die Titel liefen die letzten Jahre super. Kein Wunder, dass sie diesen Stellenwert in meinem Portfolio erreicht haben. Muß aber nicht so weiter gehen….

    Na ja, zum Glück fröne ich dem gleichen „Sammeltrieb“ wie ihr. Da kommen noch Titel wie Reckitt oder Henkel dazu. Mehr konservative Dividende halt.

    Mir bleibt Charlie Munger im Kopf. „Warum den 15. Titel aufnehmen, wenn ich mich auf die besten 5 konzentrieren kann?“

    Gut, es hat nicht jeder die Fähigkeiten der weisen Altmeister. Diversifizierung schützt vor Fehlern. Aber auch dann würden es wohl 15 Titel tun und nicht 50….

    Was den einen Altria, ist mir die Rüstungsbranche. Aber die Debatte hatten wir schon 😉 . Jeder nach seiner Facon.

    Wenn viele Investoren die Aktie aus moralischen Gründen meiden, mag das für den Kursverlauf nicht förderlich sein. Spielt aber keine Rolle, wenn das Unternehmen weiterhin kontinuierlich seine Erträge steigert und ausschüttet. Ergibt eine saftige Dividendenrendite. Diese reinvestiert und der Schneeball rollt….

    Alles nachzulesen bei Jeremy Siegels „Überlegen investieren“.

     

  42. AlexanderAlexander

    Der beste Satz von Tim ist:

    Seltsam daran ist, dass diese Verlierertypen immer anderen die Schuld geben. Es sind meist die Politiker oder die Reichen schuld. Nein, sie merken es nicht, dass sie all das Geld selbst verplempern.

     

    Der reichste Mann von Babylon ist für „Einsteiger“ absolut empfehlenswert. Ich habe es gern gelesen und empfehle es jedem. Was 1926 galt, gilt auch heute noch.

     

    Wenn man monatliche Zahler sucht, kann man auch auf http://www.dividend.com fündig werden. Im Screener einfach Monatszahler (monthly) einstellen und man findet 753 Vorschläge. Ich habe in ein Depot (nicht mein Rentendepot)Gladstone Commercial (GOOD) reingenommen . Knapp 10 % Rendite, ich hoffe, das Börsenkürzel hält, was es verspricht^^

  43. Anna

    @ Christoph

    Ich habe gerade die Antwort von 11.51 Uhr gelesen. Was hast Du denn im Haushalt…?? Ich habe andere Messer.

    Aber ohne Ulk. Ich meinte das anders. Ich habe z.B. vor einiger Zeit mal welche vom Discounter (Punktesammelei) gekauft. Auf der einen Seite der Klinge steht ein deutscher Firmenname, auf der anderen Seite (wesentlich kleiner) China. Mit diesen Messern, scharf geschliffen, könnte allerhand Unheil angerichtet werden, wenn diese in falsche Hände geraten.

     

     

  44. Wurstbrot / Tobias

    Ist denn irgendjemand von euch auch als „Trader“ unterwegs? Ich persönlich versuche mein (durch euch angeregtes) Dividendendepot durch nebenberufliches Trading zu finanzieren. Ich bin ganz zufrieden. Durch das sichere Einkommen des Jobs ist man dabei nicht so angespannt habe ich festgestellt.

  45. Markus

    @Tobias

    Die Wahrscheinlichkeit mit Trading Geld zu verbraten ist mir viel zu hoch.

    @Anna

    Deine Messer-Phantasien sind auch nicht so optimal für den Vermögensaufbau! 😉

  46. K.

    Ob die Raucher weniger werden, kann sein, aber so lang diese Firma so gut in meinem Depot ihr Job macht, halte ich sie gern 

    Dito. Im Sinne von, das kann einem mit CocaCola (böser Zucker usw) oder anderen Konsumgütern und anderen „verpönnten Dingen“ (Finanzindustrie ala böse abzockende Banken und Versicherungen, usw. usw.) genauso passieren 🙂
    Dann am besten zum Ausgleich in Gesundheitsaktien investieren. Dann verdient man auch an den „Schäden“. 🙂

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tobias,

    ich habe vor Jahren mal etwas mit Knockouts gemacht. Nie was mit CFD oder Futures. Die KOs sind recht einfach zu verstehen, und das hat auch paar Euros unterm Strich gebracht. Aber ich habe gemerkt, dass es nicht gut für meine Nerven ist. Ich glaube auch, dass man irgendwann auf den schwarzen Schwan trifft, der einem dann alles wieder nimmt.

    Jetzt handle ich ab und zu mal Aktien, an denen nicht mein Herz hängt, hin und her, sobald sich das lohnt.

    Ansonsten will ich lediglich noch die Optionen mehr ins Spiel bringen. Also nicht Calls und Put kaufen, sondern verkaufen, die Prämie nehmen, und im besten Fall behalten bei Verfall der Option. Habe das aber erst im Probierstadium. Das ist ein legitimes Mittel. Selbst Buffett optimiert längst damit.

    Buffetts little secret.

    „Income investors are leaving money on the table if they don’t use this easy options strategy“

    Na ja, wenn ich mal mehr Zeit, Geld und Muße habe, dann vertiefe ich das mal noch.

    MS

     

  48. Anna

    @ Markus

    Ich bin doch so was von harmlos! Vermögensaufbau? Wenn noch was bei rauskommt, gut, aber eigentlich mache ich nur noch Vermögenserhalt. Sparquote gibt es nicht mehr. Habe leider keine drei Dekaden mehr vor mir.

  49. Couponschneider

    @Tobias

    Finger weg vom Trading. Es gibt leider viele Leute da draußen, die einem erzählen, man könne damit Geld verdienen, natürlich nur, wenn man vorher die Seminare besucht hat. Ich beobachte das ein wenig; es ist wirklich zum Haareraufen, dass der Scam nicht erkannt wird.

    Guck die mal Koko Petkov an,  hier ist sein Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCB_f7jesmIVXtgN6DEUnfCA

    So ein Trottel hat dann tatsächlich auch noch Fans. Ich überfliege immer seine neuesten Videos. Er stellt dann sein angebliches Luxus-Leben vor. Mir kommt es so vor, als würde fremde Luxuswohnungen, sowohl die in Düsseldorf als auch die in Dubai, als seine eigene ausgeben. Die Wohnungen sind immer so steril und sauber. In Düsseldorf war auch als Immobilienmakler unterwegs und es wäre für ihn kein Problem gewesen, Zugang zu einer fremden und aufgeräumten Wohnung zu bekommen. Interessant sind die Detail, an denen er sich verrät. Sein AMG Coupé ist seit Dezember im Container auf den Weg nach Dubai, genauso auch sein „Nasdaq-Schreibtisch“. Hat die unwirtlichste Ecke seiner neuen Wohnung zum Arbeitszimmer gemacht. Bei einem seiner jüngeren Videos lümmelt er sich auf einem Sessel und im Hintergrund, wo sein Schreibtisch stehen müsste, ist es leer. Die Lokalitäten ändern sich häufig. Und er lässt dummes Zeug ab.

    Obwohl die Sache so offensichtlich ist, wollen es einige Leute nicht wahrhaben und schicken Fan-Videos, wo sie dann die Kritiker als „Hater und Neider“ beschimpfen.

    Tobias Knebel ist auch so eine Marke. Einfach mal googlen. Der hat auch einen Youtube-Kanal. Er wurde auch schon als „Koko junior“ bezeichnet.

  50. fit und gesund

    mein Gott, Herr Couponschneider, das kann man sich aber nicht länger als 3 Minuten anhören, wer soll denn auf so einen Quatsch reinfallen? *kopfschüttel*

    Trading wäre nix für mich, bin ich echt zu blond dafür.

  51. B

    Hallo,

    Bezüglich Koko Petkov: Ich verfolge seine Videos jetz schon einige Monate und weiß echt nicht was ich davon halten soll. Ich war schon einmal kurz davor seine „Ausbildung“ zu kaufen, nur der Preis ist mir einfach viel zu hoch. Ich finde er ist ein Weltklasse Redner und er kann viele Leute in seinen „Bann“ ziehen. Natürlich muss man das alles etwas kritisch betrachten weil wie er seinen Lifestyle und seine arbeit verkauft scheint mir einfach viel zu einfach. Und das ist was mich auch stutzig macht! Ist es wirklich so einfach? Ich glaube nicht. Auf der anderen Seite könnte aber auch ein Stück Wahrheit dahinterstecken. Ich bin zurzeit echt ein bisschen gespalten. Kann mir vielleicht jemand mehr dazu sagen?

    LG, B

  52. Vali

    @fit und gesund,  „Trading wäre nix für mich, bin ich echt zu blond dafür.“ genau 😉 Für Blondinnen ist die Dividendenstrategie besser. Ich kaufe grundsätzlich zum falschen Zeitpunkt. Wenn ich hier einen Kauf poste, können alle sicher sein, dass die Börse danach zusammenbricht … haha 😉

    Bezüglich Koko. Wir sind beide aus der selben (Staats-)Hölle rausgekommen. Ich glaube, wenn man einmal aus der Misere rauskommt, hat man wenig zu verlieren und kämpft doppelt motiviert bis in die Knochen ;-). Daher traue ich es ihm zu, dass er Erfolg hat. Ob das alles mit Trading ist…

    Ich würde ihn eher zu den Schaufelverkäufern für die Goldgräber einstufen 😉

     

  53. Wurstbrot / Tobias

    Also ich „trade“ bereits seit meinem 20 Lebensjahr. Während des Studiums sehr intensiv. Hab 10 Jahre fast nur eingezahlt. Habe dann mit Berufsbeginn das ganze deutlich zurück gefahren und bin vor etwa 2 Jahren wieder darauf gestoßen. Scheinbar bin ich etwas reifer, kontrollierter und zum richtigen Zeitpunkt weniger gierig – auf jeden Fall bleibt was hängen. Teilweise gar nicht wenig wenn man den Zeitaufwand („nebenberuflich“) bedenkt. Ich habe jetzt einen Monat gehabt in dem ich 4.000,-Euro mit dem Trading nebenher gemacht habe (mit einem 10.000,- Euro Depot!!), im Schnitt so 1-2k pro Monat. Aber natürlich kann der Schwarze Schwan irgendwann kommen. Darauf muss man gefasst sein und die Gier in Zaum halten – regelmäßig die Gewinne abschöpfen und spätestens wenn man die ursprüngliche Einlage des Depots abgeschöpft hat spielt man ziemlich befreit auf. Es hilft natürlich ungemein, dass man nen sicheren Job hat der einem ein geregeltes Einkommen gewährleistet.

  54. Elf On The Shelf

    „Getradet“ habe ich auch mal kurzzeitig. War auch knapp 100 % im Plus (allerdings auf kleinem Level!) und zwei Trades später war ich 20 % im Minus. Hab daraufhin noch das übrig gebliebene Geld ausgezahlt und zuerst mal aufs Tagesgeldkonto gelegt. 🙂 Bei CFDs ist das Problem, dass ein Spike schon reicht um alles flöten gehen zu lassen. Und irgendwelche unvorhergesehenen Dinge passieren schnell mal. Vielleicht kommt die schweizer Nationalbank auf die Idee, den Franken vom Euro zu entkoppeln oder wenn ein Clown einen Twitter Account hackt reicht das schon – und da es dann mit den CFDs auch schon vorbei, wenn sich die Kurse wieder erholen.

    Ein Kollege von mir ist jetzt auch ins Trading eingestiegen. In der Mittagspause ist dann immer traden angesagt. Vorm Suppenteller sitzend freut er sich dann, wenn er nach 35 Minuten nervös aufs Handy starrend 12 Euro Gewinn gemacht hat. Hat sich sogar für eine „Tradingschule“ angemeldet (glaub um die 300 Euro kostet dieses Webinar). In der Zeit beobachte ich in nur verdattert und denke mir, dass ich alleine in dieser Woche an die 200 Euro an Dividenden bekommen habe. Ganz stressfrei und ohne einer „Tradingschule“.

  55. Christoph

    Ich würde trading auch nicht verteufeln. Wenn man Summe X hat bei der einem ein Totalverlust nix ausmacht dann kann man da schon Geld machen.

    Kaut man zb 1.000 Aktien Freeport zu 7,99 und verkauft diese für 8,30 so hat man 300,00 abzl. Gebühren Gewinn gemacht.

    Klingt erstmal nicht viel. Aber wenn man 80k übrig hat dann könnte man 10.000 Aktien kaufen und es wären 3k gewinn (abzgl Gebühren und Kap)

    Bei 100 Aktien lohnt sich das natürlich nicht. Aber man muss halt damit klarkommen dass man alles verlieren kann.

     

    Für mich ist das nichts. Vielleicht in 20 Jahren wenn mein Depot ne Größe erreicht hat wo ich sage: Auch nicht schlimm. Aber ich kann es mir aktuell nicht vorstellen, mir geht es nämlich auch wie Vali^^

     

     

  56. Wurstbrot / Tobias

    Genau da liegt der Hund vielleicht begraben. Ich habe einfach gar nicht das Geld um wöchentlich 200,-Euro Dividende zu kassieren. Das werde ich unter normalen Umständen auch in 10 Jahren noch nicht haben. Von dem Geld aus meinem „richtigen“ Beruf spare ich natürlich auch sehr viel. Allein 1.200,-Euro monatlich ins Versorgungswerk und weitere 1.900,-Euro in Fondsparpläne (hat steuerliche / betriebliche Gründe warum das nicht „direkt“ in Aktien geht). Mehr geht einfach nicht… ich will ja eben auch nicht auf einen gewissen Luxus verzichten und möchte eben in einem schönen Haus wohnen usw. (hatten wir ja bereits).

    Also brauche ich eine andere Einnahmequelle für die Bestückung des Dividendendepots. Daher das Trading. Bis jetzt läufts ganz gut. Ich halte euch auf dem Laufenden 😉

  57. Finanzrocker

    Wunderbare Geschichte, die ich schon einmal in einem Podcast gehört habe. Und es gibt kaum bessere Werbung für die Börse als solch eine reale Story.

    Vielen Dank für die schöne Zusammenfassung, Tim. Ich werde sie in meinem Backstagepass verlinken.

    Viele Grüße

    Daniel

  58. Elf On The Shelf

    @Wurstbrot/Tobias: leider bekomme ich die 200 Euro nicht Woche für Woche. Aber diese Woche war eine, in der viele Dividendenzahlungen auf einmal eintrafen. 😉

    Aber klingt natürlich besser mit (angenommen) 10.000 Euro Startkapital in einem Jahr 100 % Gewinn zu machen, als monatlich ein paar Hundert Euro abzuzwacken und nach 5 Jahren ein Depot mit vielleicht 50.000 Euro mühsam angespart zu haben. Ist ein klassisches Risk/Reward Beispiel – mir ist der Aufwand und Stress nicht den möglichen Ertrag wert. Und ich hab das zumindest im sehr kleinen schon erlebt. Und 1.000 Euro zu riskieren war schon ein gewisser Stress, wenn vielleicht das zehnfache auf dem Spiel gestanden wäre, kaum auszuhalten. 😀

    @Christoph: „Totalverlust“ ist ja noch vertretbar und meiner Meinung nach ein irreführendes Wort (zumindest beim CFD traden). Einen Totalverlust kann ich bei Aktien erleiden, wenn ich mir VW für 100 Euro kaufe und VW nächstes Jahr insolvent geht und ich meine Aktie für 0 Euro abschreiben kann. Beim CFD Trading ist der „Totalverlust“: du bist deine eingesetzten 100 Euro los und musst vielleicht noch 10.000 Euro nachzahlen. Das geht dann über den „Totalverlust“ halt schon etwas hinaus…

  59. Christoph

    @Elf: das beste Beispiel ist dafür Randolph und Mortimer in die Glücksritter. Die setzen auf Schweinebäuche bzw Orangensaft und das geht nach hinten los und die verlieren Ihr Hab und Gut.

    Ich lasse von solchen Geschichten komplett die FInger.

  60. Patently Absurd

    „Trading“ ist eine Form von Spekulation. Spekulation hat mit Investieren nicht viel zu tun hat. Daytrading ist nur etwas für Vollpfosten, die die Idee des Zinseszinz nicht ganz verstanden haben.

    Fred Schwed Jr. hat das gut zusammengefasst:

    Speculation is an effort, probably unsuccessful, to turn a little money into a lot. Investment is an effort, which should it be successful, to prevent a lot of money from becoming a little.

    Mehr braucht man zum Thema Trading und andere Formen des „Glücksspiels“  nicht zu wissen.

     

  61. Wurstbrot / Tobias

    Patently Absurd – diese Aussage ist nicht richtig. Ich kenne Daytrader die das ein Leben lang hauptberuflich erfolgreich betreiben. Es kann sicher nicht jeder… deshalb bezeichnet man keine gesamte „Berufsgruppe“ als Vollpfosten. Diese Spekulation ist die Grundlage unserer gesamten weltwirtschftlichen Preisfindung.

    Beispiele, die im Internet nachzulesen sind:

    http://www.mastertraders.de
    http://roundturn50m.blogspot.de/

  62. Elf On The Shelf

    Hehe, da reichts mir schon wenn ich die ersten paar Worte lese…

    Monstermove im Dax mit über 500P Range und massives Volumen mit über 200k Kontrakten im FDax. Wir sind bis auf 20P an die abc Up Projektion gelaufen und dann gab es einen massiven Long Shakout. Der Markt sollte nun vom Sentiment her ziemlich neutral sein und muss eine neue Valuearea finden.

    Da fällt mir leider nur „WTF“ ein. 😉

  63. Oliver

    Ich habe in frühen Jahren auch gerne getradet bzw. spekuliert. Mit fast allem, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Lediglich die berühmten Schweinebäuche habe ich ausgelassen. Ich bin überzeugt, dass es ganz wenige gibt, die vielleicht auch mit etwas Glück, sehr erfolgreich sein können. Damals in der Sparkasse gab es einen Kunden, der mit Glück von 0 auf 2 Mio. DM gekommen ist. Dann war das Glück vorbei und nach gewisser Zeit wieder alles weg. Also zurück auf Los.

    Heute gibt es noch mehr unterschiedliche Zertifikate und man sieht immer wieder Werbung, solche Konten zu öffnen und dann loszulegen. Ich selber bin inzwischen ganz ruhig geworden und denke mir: wenn ich mein heutiges Wissen mit 20 gehabt hätte, bräuchte ich schon länger mir keine Sorgen mehr ums liebe Geld zu machen. Soviel zum traden.

    Ich hab ein paar besonders krasse Beispiele im Internet gesehen, wo innerhalb von Minuten jemand vollständig ruiniert war. Das heißt, nicht nur den Einsatz verloren, sondern Forderungen im sechsstelligen Bereich. Beste Möglichkeit, um die Privatinsolvenz mal auszuprobieren. Ich stell mir nur mal das Szenario vor, wenn man verheiratet ist oder mit Freundin zusammenwohnt und die Finanzen teilt: Du Schatz, möchtest Du gern mal zelten? Sie: Können wir gern machen. Er: Prima, wir sind nämlich pleite und können uns in nächster Zeit keine Wohnung mehr leisten…

    Vielleicht gibts dann zum Abschluß noch eine liebevolle Nudelholzbehandlung.

    Ich schätze, dass viele sich erstmal an der Börse ausprobieren möchten um das schnelle Geld  zu machen. War bei mir nicht anders. Investieren ist dagegen natürlich langweilig. Viele können nur alle paar Monate einen Posten kaufen und wer viel spart, kauft im Monat einen oder sogar zwei Posten. Ist nicht viel zu tun und dann muß man wieder warten. Wiederholung monatlich oder das Intervall wie es geht und das auf Jahre und Jahrzehnte. Lange Sachen mag keiner, aber genau hier liegt der Schlüssel zum Erfolg.

     

  64. Patently Absurd

    @Tobias:

    Sorry, ich meinte nicht die Bänker, die von den Gebühren der Daytrader leben, das sind keine Vollpfosten. Die verdienen sich in der Tat dumm und dusselig.

    Ich meinte die Typen mit eingeschränktem Horizont, die den ganzen Tag vor den PCs sitzen und aus Kurse und Ticker starren und die glauben, aus dem ständigen Auf und Ab an der Börse irgenwelche Muster erkennen zu können und dadurch schnell reich werden wollen. Die verlieren bei jedem Rein und Raus in die Aktien eine Menge Gebühren und Steuern – auf Dauer sind die Verluste durch Steuern und Gebühren immens.

    Mit Daytrading wird kein gesellschaftlicher Mehrwert geschaffen. Trading ist eine Strategie, die langfristig zu einer Umverteilung führt und zwar von den Daytradern in Richtung Banken. Und wir jeden noch nicht einmal von der Zeitverschwendung, die damit verbunden ist (das muss jeder selbst wissen, vielleicht macht das Verfolgen der Ticker ja Spass).

    Ich sehe gerade, dass Tim auch ein Video zu Day Trading gemacht hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=9vOqs-YHUtw#

     

     

  65. Michael

    Also ich kann mich nicht über meine Tradingerträge beklagen, allerdings ist Daytrading eher selten dabei, wenn ich mal von Tagen wie gestern absehe. Nicht vergessen Leute leben und leben lassen ;). Und als Dividendenfreund hab ich meine bisherigen Märzerträge heute in Actelion investiert. Der Yield ist zwar nicht der Renner, aber die Aktie passt zum Depot :).

    Grüße Michael

  66. AlexanderAlexander

    Ich trade auch nebenbei mit CFD´s. Ist aber nur Spielgeld und ich bin in einigen Werten auch mal Monate drinnen. Also kein Daytrading. Traden kann man lernen, aber um Vollprofi zu sein, muss man viel Zeit investieren und psychologisch sehr gefestigt sein. Ein Trader sagte einmal, dass das ein Beruf wie jeder andere ist und um Meister zu werden, sollte man 10.000 Stunden Lehrzeit rechnen. Es schaffen vielleicht 2-3 % erfolgreich zu werden, von denen liest man aber in der Regel nichts. Langfristig in gute Aktien investieren, kann dagegen jeder. Man braucht nur Geduld und kaum Wissen. 4-5 Stunden langen hier, um das Prinzip zu verstehen und die Grundlagen anwenden zu können. Dann kann man sich ein Depot zusammenstellen, dass man unter Umständen Jahre nicht mehr anfassen muss.

  67. chaostrader

    Petkov und Konsorten verdienen viel Geld… mit den Spielern, die ihre Seminare buchen. Das Daytraden ist irgendwie wie Lottospielen. Schnell reich werden wollen, ohne viel dafür tun zu müssen. Und in den meisten Fällen kommt längerfristig auch nix dabei raus außer viel Gebühren und Steuern. Wie beim Lotto eben. Sicherlich macht irgendwer mal viel Geld damit, aber noch mehr Leute verballern damit ihre Kohle.

    Wenn man kauft oder verkauft, dann ist irgendwo jemand, der genau zum gleichen Zeitpunkt das Gegenteil macht. Wieso sollte man schlauer sein als der Handelspartner?

  68. Michael

    Ob schlauer oder nicht, am Ende zählt bei den Geschäften doch nur was unter Strich bei raus kommt und ob sich der Aufwand rechnet. Ich wüßte jetzt nicht was gegen Steuern sprechen sollte, normalerweise ist die Steuer eine Folge von erzielten Gewinnen *g*.

    @Tim

    Hast du zufällig einen Tip für mich, welche Bank/Broker in den USA ein Depot für Kunden eröffnen die nicht in den USA leben? Für US Aktien und ggf. noch CA Aktien. Also wo das Depot auch in den USA geführt wird. Das ist ja z.B. bei InteractiveBrokers nicht der Fall. Auch wenn ich mit denen sehr zufrieden bin :).

    Grüße Michael

  69. Patently Absurd

    @Alexander:

    „Ein Trader sagte einmal, dass das ein Beruf wie jeder andere ist und um Meister zu werden, sollte man 10.000 Stunden Lehrzeit rechnen.“

    Nee klar. Roulettespieler ist auch ein Beruf wie jeder andere auch. Da muss man auch mal 10.000 Stunden Lehrzeit investieren, um ein richtiger „Meister“ zu werden. (Ironie aus)

    „Es schaffen vielleicht 2-3 % erfolgreich zu werden, von denen liest man aber in der Regel nichts.“

    Klar liest man von denen nichts – weil es die nicht gibt.

     

  70. Michael

    @Patently Absurd

    „Klar liest man von denen nichts – weil es die nicht gibt.“

    Wie hast du es geschafft bei jedem Menschen auf diesem Planeten mit Depot einen Blick mit nachfolgender Auswertung der vergangenen Jahre in das persönliche Orderbuch zu werfen?

    Für die notwendigen Fähigkeiten 1 würde dich die NSA sicher gerne einstellen, für den zweiten Teil würden sich auch Google, FB und Co anbieten *g*.

    Grüße Michael

     

  71. Markus

    @B

    Würde die Finger von Trading lassen!

    Für mich sitzen da die „Privaten“ am ganz kurzen Hebel und die Wahrscheinlichkeiten sind ganz bescheiden.

    Irgendein Dividenden-Blogger hat sich doch gewaltig mit seinem Trading-Depot mit Nachschusspflichten jahrelange Ersparnisse verzockt…?

    So einen Käse entsteht halt, wenn die Gier & die Ungeduld zu groß ist und man denkt, man kann es nicht mehr mit der Sparquote schaffen…

    Kann das sogar nachvollziehen, da man lieber schon ein dickes Depot mit 30 als mit 50, 60 oder älter haben will… wenn man lieber Spaß haben will, wenn man noch jung, knackig und fit ist… evtl. wandeln sich ja die Prioritäten und Ansichten mit den Jahrzehnten… nur die Freude (beste Medizin) vom CS über 200,- € monatlich als zusätzliches Polster in der Rente zu bezeichnen… na ja, für die Summe in dem Alter (inkl. Kaufkraftverlust)… da kann ich verstehen, dass das nicht groß motiviert (wir reden jetzt über das Kleinvieh macht auch Mist)… wie teuer die Medikamenten Rationen wohl in 20, 30 Jahren sein werden? 😉

    So eine buy & hold Geduld mit anständigen Sparquoten über Dekaden ist mental & emotional schon eine Herausforderung. Zusätzliche Faktoren wie Glück, Schicksal, ändernde Familiensituationen,  Arbeitsplatzsicherheit, Steuern, Inflation etc. mal außen vor gelassen.

     

  72. Christoph

    @Michael ich glaube das geht leider nicht. wobei ich mal gelesen habe man muss nur eine Adresse in den USA angeben und selbst vor Ort Das Konto eröffnen. hatte Tim auch mal gefragt er sagte soweit er weiß geht dies nicht.

    vermutlich benötigt man ne US Sozialversicherungstummer? !

    ich hätte auch gerne ein US konto. würde dann  coca Cola usw direkt kaufen wodurch ich die Dividenden gleich reinvestieren kann für eine minimale Gebühr

     

     

  73. Couponschneider

    Petkov heizt seine Zuschauer an, an „Challenges“ teilzunehmen. Man hört nur Phrasen und Durchhalteparolen. Keine Argumente, nichts interessantes. Regelrecht beömmelt habe ich bei dem folgenden Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=EE_cq-iOuUo

    Er hat ja nun schon zwei seiner Wohnungen vorgestellt. Da kann man feststellen, dass er keine Bücher hat. Und in dem Video erzählt er, dass es wichtig sei, Bücher zu lesen. Er hält fünf Bücher in die Kamera  und tut so, als wäre das eine große Menge. Und schaut mal, was er für Bücher zeigt. Unter anderem den Koran und einen Reiseführer für Dubai und Abu Dhabi.

    Sicherlich hat er recht, dass man lesen muss. Ich selber dürfte 700 Bücher in meinem Leben gelesen haben bzw. durchgearbeitet haben (Mathematikbücher kann man nicht lesen, sondern nur durcharbeiten.). Dazu noch Fachzeitschriften, Zeitschriften (Novo Argumente beispielsweise), Zeitungen (Ich war jahrelang Abonnent der Zeit.), Fachartikel („Paper“). Und ich finde das nicht einmal viel.

    Petkov ist einfach nur unglaubwürdig und wahrscheinlich erreicht er mit seiner Botschaft nur jene Leute, bei denen der Herr am Verstand gespart hat.

    @Matthias Schneider

    Schwarze Schwäne sind eher solche Gestalten wie Koko Petkov bzw. die Illussion, die sie über sich verbreiten. Dei meisten Daytrader verlieren alles, nur hört man von ihnen hinterher wenig. Der Bankrott ist ein unangenehmes Thema wie Reizdarm und Hämorrhoiden. Darüber spricht man nicht.

  74. toni

    Wir haben ein Schuldsystem. Da der Schuldzins höher ist als der Geld zins muss es zwingend eine Inflation geben, da täglich immer mehr Geld gedruckt werden muss um die Schulden zu bezahlen. Da viele aber schon hoch verschuldet sind wirds erst eine  Deflation geben, da viele versuchen werden die steigenden hyphothekzinsen zu begleichen, was auch Schulden sind. Ausser unsere Welt elite findet wieder was neues um Wachstum künstlich zu erzeugen. Verlieren werden aber vorallem ärmere Länder sein die von reicheren ausgebeutet werden. Hauptsache billig….. Es gibt halt keine Guten Grossunternemen.

  75. Markus

    @Couponschneider

    Wenn Du schon einiges gelesen hast, wie siehst Du denn diese Argumentation mit dem Schuldgeldsystem?

    Ist es so wie Matthias meint, dass im Kapitalismus viele wenig haben, damit einige wenige viel haben können?

    @Tim

    Wie ist Deine Meinung & Argumentation hierzu?

    Zum Teil ist die Logik mit dem die Kritiker argumentieren leider durchaus für mich nicht unberechtigt bzw. als Schwarzmalerei einfach abzutun.

    Wenn ein Zinssystem die Ungleichheit immer weiter treibt, indem die Anteile der Produkte & Arbeitsleistungen immer höhere Dividenden erwirtschaften müssen, die dann die „besser gestellten“ kassieren… was passiert mit der Mittel- & Unterschicht?

    Ist nicht irgendwann ein Punkt erreicht, bei dem das nicht mehr funktioniert und mit keinen geldpolitischen Spielchen verteidigt werden kann?

  76. Tobias

    Beispiel Roundturn50 … der postet seit 2011 täglich in Echtzeit seine Trades. Er Tradet FDax Kontrakte… der Daxpunkt macht pro Kontrakt 25,-€ … also das ist Profi Trading. Bei dem gehts nicht um 12,50€ in der Mittagspause sondern um 20-100 Punkte x 25,-€ pro Kontrakt x 1-10 Kontrakte am Tag! Solche Trader gibts sicher nicht zu tausenden aber etliche gibts dennoch. Den Profi Trader erkennst du schon daran, dass er echte Futures handelt und keine CFDs mit denen man sich ja in die Abhängigkeit des Anbieters / Marketmakers begibt.

    Also selbstverständlich gibts erfolgreiche Daytrader … eben etwa 3 die das Einsacken was 97 verzocken.

    Es gibt halt auch Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich so mancher vielleicht nicht vorstellen kann (oder will).

  77. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Michael

    US-Banken sind strikt. Du kannst in den USA nur persönlich mit Reisepass ein Konto bzw. Depot eröffnen. Du brauchst ein gültiges Visum oder Greencard. Du brauchst eine Social Security Nummer oder US-Steuernummer. Eine gültige Telefonnummer und Nachweis über eine gültige Adresse in den USA sind  ebenfalls nötig. Der Nachweis kann via Rechnungen vom Stromversorger/Gasanbieter/Kabel-TV/Internetanschluss erbracht werden. Die Rechnungen müssen an Dich adressiert sein.

     

    @ Patently Absurd

    Es gibt eine Studie über Daytrader. 13% macht Geld auf Ein-Jahressicht. Auf Dauer verdient nur 1% Geld. 99% verliert mit Daytrading.

    Die wissenschaftliche Auswertung hat eine hohe Aussagekraft: Es sind in Taiwan massenhaft Depots analysiert worden:

    http://faculty.haas.berkeley.edu/odean/papers/Day%20Traders/Day%20Trading%20Skill%20110523.pdf

     

    Markus

    Ja, das stimmt schon. Die Reichen werden immer reicher. Und die Armen ärmer. Die Mittelschicht und Unterschicht verliert. Das ist ein Trend. Die Politik muss etwas dagegen tun. Und sie wird tätig werden. Vermutlich wird sie die Steuern für die Superreichen erhöhen. Und gegen Steuersünder härter vorgehen (das ist schon zu beobachten). Korruption muss stärker bekämpft werden. Der politische Druck wird immer größer. Spitzt sich die Situation zu, könnten wir so etwas wie eine französische Revolution eines Tages bekommen. Insofern glaube ich schon, dass die Politik eingreift. Ich bin ein Optimist. Und sehe Lösungen.

  78. Vali

    Ich finde für jeden einzelnen ist es wichtig, zu wissen, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Und das muss uns motivieren, dass wir unser persönliches Glück in den eigenen Händen halten 🙂

    Mir (als Kind) fiel es  schwer zu begreifen, dass der Staat nicht wirklich an mein persönliches Wohl interessiert ist, sondern an des Wohl der Gesamtheit (im besten Fall), d.h. die Politiker wollen wieder gewählt werden, die Reichen wollen ihren Reichtum genießen und nicht von den Armen angegriffen werden usw.

    Menschen mit Geld und Einfluss können direkt was bewirken, aber meist für ihr persönliches Wohl. Unser Gemeinwohl(stand) ist m.M.n. nach eine Utopie. Vielleicht gibt es irgendwann Zero-Hunger, ich hoffe…

    Aber diesen Wohlstand und Mittelstand, den wir uns hier (in Deutschland) vorstellen, trifft nicht auf alle global zu. Und wir haben ja alle gemerkt, wie die Reaktionen auf mögliche Flüchtlings-(Pflicht)Solidarität wäre – die Grenzen sind schneller zu, als man dachte.

    Wenn ich so lese, dass der Mittelstand in den USA schwindet… wann gab es den in Afrika, China, Indien, Südamerika oder Osteuropa? Textil-Sklaven oder Schmutzige Wäsche direkt hier in der EU!

    Das ist noch ein langer Weg. Ich mag es, wenn man überlegt, nachdenkt und kämpft: gegen Korruption, Gewalt, Diskriminierung, aber der Krieg zwischen Arm und Reich wird noch lange bestehen… Draghi zeigt es uns, wie Umverteilung funktioniert – deutsche Spargelder gehen an italienische Banken… und wir sehen zu und freuen uns, dass die Kurse sich erholen… tja 😉

    Herzliche Weekendgrüße – an alle Kämpfer hier 🙂

  79. Sebastian

    @ Tobias

    Für Trading ist mir mein Kapital und vor allem auch meine Zeit zu wertvoll. Wer da LANGFRISTIG gewinnen will, muss in die Vollen gehen.

    Wie sieht denn dein Kapitaleinsatz, dein Moneymanagement (Stop loss, etc,) und vor allem dein Zeiteinsatz aus? Lohnt sich das überhaupt?

    Deine Beispiele zeigen ja, dass man mit 1000 € Einsatz nicht weit kommt.

  80. Markus

    @Tim

    Also an die Revolution in den Industrieländern glaube ich nicht.

    Reiche Medienmogule möchten dass nicht, den Menschen geht es in den Industrieländern verhältnismäßig zu gut und ältere Bevölkerungen neigen auch nicht dazu. Die Politik macht im allgemeinen eher Politik für die oberen 10 % und verkauft es der Masse als für die Allgemeinheit förderlich. Die meisten glauben das auch. Solange dieser Glauben funktioniert und das Leiden nicht groß genug ist, passiert da kein Umdenken.

    Wobei ich auch ehrlich gesagt nicht an einen Systemwandel glaube. Ich halte Systemneustarts und kleinere resets für deutlich wahrscheinlicher, solange kein gewaltiger schwarzer Schwan auftaucht. Zudem wird ja mit vielen Statistik-Tricks wie bei der Inflation viel Schindluder getrieben.

    Wobei auch die Umverteilungspolemik der Linken am Ziel vorbei geht, wenn kein Wettbewerb mehr da ist, da das einzelne Individuum immer seine Vorteile suchen wird. Gleichmacherei ist nicht praktikabel.

    Vermögensabgaben um noch mehr Zeit und Bürokratien zu verschleudern, wenn der Staat als Unternehmer auftritt… siehe BER…na ja…

    Trotzdem bleibt das exponentielle Zinssystem und hungrige emerging markets, die auch so leben wollen…

  81. Christoph

    Kennt sich jemand mit Splits aus?

    Ich selbst finde die eigentlich gut. Man hat ein tolles gefühl wenn man mehr Aktien vom Unternehmen hat, auch wenn der Anteil am Unternehmen gleich bleibt. Dazu ist es ja meistens so, dass der Wert des Unternehmens auf Dauer steigt da bei niedrigeren Kursen oft mehr gekauft wird und der Kurs mehr steigt als bei dem alten hohen Kurs.

     

    Ich habe neulich bei BASF gelesen, dass der Chef letztes oder vorletztes Jahr gegen einen Split war, da dieser hohe Kosten verursacht. Welche Kosten werden denn da verursacht? es werden ja nur die ANteile umgebucht. Nimmt da die entsprechende Börse soviel Gebühr?

    Es gibt ja Unternehmen die haben alle paar Jahre SPlits und andere nie oder ganz selten. klar wollen die Unternehmen erst bei einem sinnvollen Kurs splitten, bei USD 5,00 macht es keinen Sinn, aber es gibt ja einige große die sind über USD 100,00

     

    Berkshire A ist natürlich das extremste ohne Splits, dafür gibt es aber ja auch Anteile B.

  82. AlexanderAlexander

    @Patently Absurd

    Ein einfaches Beispiel sind die Turtel Trader, es funktioniert. Wobei diese auch Trendfolger waren und keine Daytrader. Bei Roulette kann man nur verlieren, da der Vorteil bei der Bank liegt und ist mit Trading nicht zu vergleichen. Bei Black Jack z. B. kann man durch Kartenzählen den Vorteil auf seine Seite ziehen, das ist übrigens das einzigste Spiel im Casino, wo die Bank einen Nachteil haben kann. Kartenzähler sind daher nicht gern gesehen.

    Das der Markt Trends aufweist, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Dazu muss man sich nur einen Chart anschauen. Es gibt durchaus Handelssysteme, die vernünftige Renditen abwerfen, wenn da nicht der Faktor Mensch wäre. Grundsätzlich etwas auszuschließen „Das Geht nicht, das gibt es nicht.“ würde ich nicht. Ich habe von einem sehr erfolgreichen Trader gelesen, der nichts anderes gemacht hat, als den Chart einer Aktie an die Wand zu pinnen und dann eingestiegen ist, als er aus ein paar Meter Entfernung einen Aufwärtstrend erkannt hat. Hm, ist aber wieder kein Daytrading, er blieb auch Monate, teilweise Jahre in den Werten.

     

  83. Couponschneider

    @Markus

    Die Politik macht eben nicht Politik für „oberen 10 %“. Wir haben einen ausufernden Sozialstaat und sehr hohe Steuern. Für Deutschland kann es noch richtig düster werden, weil man noch nicht von linker Rhetorik ablässt („Besteuert die Reichen!“). Unternehmer in Deutschland sind ganz arme Schweine. Die sollen hoher Besteuerung unterliegen und müssen auch noch selber für das Alter vorsorgen. Wer dann keine Rürup-Rente abschließt, weil er das für Schwachsinn hält, wird von der Politik so behandelt als jemand, der keine Altersvorsorge betreibt. Dann möchte man mit einer Vermögenssteuer an sein Aktiendepot oder an seine Immobilien, denn das ist ja nicht nur den Rürup-Status geschützt. Er muss sich auch noch anhören, dass er unverantwortlich handele, weil er keine Rürup-Rente hat.

    Und die Pensionsansprüche von Beamten kann man sehr gut durch einen Barwert abschätzen. Das wäre sogar finanzmathematisch fundiert. Macht man nicht, weil sich dann herausstellen würde, dass man mit einem Aktiendepot von 1 Mio € nicht zu den Reichen gehören würde.

    Es wird Politik für den Staat gemacht und Ziel einer solchen Politik ist es, möglichst viele Menschen in staatliche Abhängigkeit zu bringen. Ich frage mich heute noch: Warum haben wir ein Kindergeld? Da wird ein mordsmäßiger Aufwand betrieben, um Geld umzuverteilen. Millionen von Aktien muss es geben; für jedes Kind eines. Der Staat muss für alles Paragraphen vorhalten, für Waisen, Halbwaisen, Scheidungskinder, Adoptivkinder, Pflegekinder, Kuckuckskinder, Stiefkinder, für erwachsene Kinder in Ausbildung oder Studium, Wehrpflicht muss angerechnet werden.

    Ist nicht besser, alle diese Akten zu verbrennen und Strom daraus zu generieren? Bei den eingesparten Geldern können dann die Steuern massivst gesenkt und zwar so, dass nicht nur, aber vor allem die unteren Einkommensschichten profitieren, d.h. Umsatzsteuer vereinheitlichen auf 7 %  und Anhebung des Grundfreibetrages auf 12000 €. Wer sagt, davon würden ja auch die Reichen profitieren, bekommt was auf die Fresse (rein virtuell), denn diese Kakophonie höre ich nun seit 15 Jahren und ich ertrage sie nicht mehr. Ich möchte auch nichts von einer „Gegenfinanzierung“ hören. Die gesteigerte Dynamik in der Wirtschaft kompensiert dies automatisch. Mögliche positive Effekte von Steuersenkungen wurden bislang immer durch „Gegenfinanzierungen“ zerstört, weil dann die Buchhalter in der Republik auf Heller und Pfennig ausgerechnet haben, welche Steuern man im Gegenzug erhöhen müsse . Man muss der Dynamik vertrauen und nicht den Buchhaltern.

    Und wer dann aufgrund des fehlenden Kindergeldes in Schwierigkeiten kommt, kann ja immer noch Hartz IV beantragen. Da Hartz IV ohnehin mit dem Kindergeld verrechnet wird, haben die finanziell schwächsten Haushalte in unserer Republik ohnehin nichts vom heutigen Kindergeld.

     

  84. Wurstbrot / Tobias

    @ Sebastian

    Ja das sind gute Fragen. Da ich ja nicht hauptberuflich trade bin ich dabei natürlich nicht so sehr auf kontinuierliche Gewinne angewiesen. Obgleich ich natürlich meinen Einsatz nicht verspielen möchte.

    Ich handele zur Zeit (seit etwa 5 Monaten) hauptsächlich binäre Optionen. Natürlich ein ganz heißes Eisen. Aber es macht Spaß und bis jetzt läufts. Dabei schaffe ich mit einem 5.000,-Euro Depot ca. 100 – 200,-Euro Rendite pro Stunde wenn ich aktiv handele. Also ich habe seit November knapp 12.000,-Euro damit eingefahren bei im Schnitt 2 Stunden aktivem Trading pro Tag. Das ist schon lohnenswert. Nun bin ich ja lange im „grünen“ Bereich. Das Einstandskapital + ein paar zusätzliche Gewinne sind bereits abgeschöpft. Selbst wenn ich jetzt den Totalverlust erleide hab ich nichts mehr verloren außer die investierte Zeit. Mehr als 100% seines Kapitals kann man bei den Binaries nicht verlieren. Also keine Nachschusspflicht.

  85. Patently Absurd

    @Alexander

    Zum Thema Daytrading fällt mir der Name Michael Proffe ein, der Ende 2013 gesagt hat, Aktien müssen „Luft holen“, und Südzucker stehe gemäß eindeutig erkennbarem Trend vor dem Durchbruch:

    https://www.youtube.com/watch?v=oiqlFhT7dcU

    Noch kurz bevor die Südzucker-Aktie ins Bodenlose stürzte hat er den großen Rebound anhand der Chart-Analyse vorhersehen wollen.

    Im Video hat er dann noch seine super Tipps für Optionsscheine zum besten gegeben. Diese Scheine sind inzwischen alle wertlos verfallen.

  86. Christoph

    din Oma war mal in ner Talkshow glaub es war lanz. ihr ging es gut, hat gut verdient und hätte ne gute Rente bekommen

    aber sie kam auf die Idee ne eigene Bäckerei auszumachen. das ging in die hose und diese Jahre fehlen ihr beim einzahlen

    die Ersparnisse waren natürlich auch weg.

    generell kann man nur sagen: wer sich nicht informiert und selbst vorsorgt ist selbst schuld.  kenne auch welche die sagen ja ich müsste mal was tun.. aber schwups ist wieder ein Jahr rum

     

  87. PIBE350

    ,,kenne auch welche die sagen ja ich müsste mal was tun.. aber schwups ist wieder ein Jahr rum“

    Weil man sich einfach nicht vorstellen kann, wie ein und dieselbe Person 20, 30, 40 oder sogar 50 Jahre später in den Spiegel schauen wird. Ich habe mich mal mit einem Fotoprogramm massiv altern lassen. Einerseits gruselig, aber andererseits regte mich das definitiv zum Nachdenken an: Was und wie wird später dieser alte Mann über mich denken? Danach war die Sache klar. 😉

  88. Heinz

    @ Matthias Schneider

    Ich interessiere mich für den von dir angesprochenen Anleihe-Investmentgrade-ETF

    „iBoxx $ Investment Grade Corporate Bond ETF“. Der scheint moantlich auszuschütten ?

    Ist der auch in D handelbar ? Gibt es einen entsprechenden für D oder einen in Irland aufgelegten mit ähnlichen Rahmenbedingungen ?

    Leider lohnen die meisten Anleihen-ETF nur noch mit 1,5/2,5 %…

    Lebst du in den USA ?

    Grüße
    Heinz

  89. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Heinz,

    die monatlichen Ausschüttungen finde ich auch attraktiv, da ich keine Immobilien habe, deren monatliche Mietzahlungen zu meinem Einkommen betragen könnten. In Amerika und Kanada sind diese regelmäßiges Einkommen generierenden Anlagen auf Fondsbasis verbreitet. Leider sind die meisten nicht zum Vertrieb in DE beantragt/zugelassen.

    Ich wohne nicht in Amerika, habe  nur mein Depot bei Lynx, was ein Ableger von Interactive Brokers ist. Das Depot wird in England geführt, und unterliegt deshalb nicht den deutschen Regeln (Vertriebszulassungen, Kapitalertragssteuer).

    Man kann im Prinzip kaufen was der Markt hergibt, bzw. sich über Lynx kaufen lässt. Beim Jahressteuerausgleich muss dann aber die nicht gezahlte „Kest“ nachzahlen, was halt auf die einbehaltene anzurechnende Quellensteuer fehlt.

    Bei „justETF“ finde ich mit dem Filter Anleihen-ETF-Investment Grade 31 Stück. Habe jetzt aber nicht nach Rendite und Zahlungsintervall geschaut. Die müssten aber alle bei uns kaufbar sein.

    MS

  90. Heinz

    @Matthias

    Danke für die Auskünfte. Merkwürdig, dass zwischen ishares-Kunden in USA und Europa/D so Unterschiede gemacht werden. Den besagten ETF würde ich normal gerne kaufen. Der einzige Anleihe-ETF, der monatlich ausschüttet ist hier a0rfft (Emerging Markets Staatsanleihen) – mit den bekannten Risiken Rohstoffpreise, Ölpreisniveau und Stärke des USD ggü. den Lokalwährungen.

    Grüße
    Heinz

  91. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Heinz,

    ja, ich habe mich allerdings auch nie informiert, welche Kosten das für den Fondsanbieter bedeutet, eine Vertriebszulassung für DE zu bekommen, welche Kriterien eingehalten werden müssen usw. Ist halt wohl oft einfach nicht lohnenswert. Vanguard hat ja jetzt Fonds zum Vertrieb in DE. War vorher auch hier nicht kaufbar. Das wird eben jeder Anbieter für sich durchrechnen.

    Deutsche Autofirmen müssen z.B. auch andere Merkmale am PKW für eine US-Zulassung erfüllen. Wenn die sich einen entsprechenden Markt ausrechnen, dann macht man das auch. Ich denke, der deutsche Anleger ist nicht so bedeutend für die US-Finanzindustrie, dass die da jeden Fonds auch für uns zulassen wollen, oder eben nicht so nach US-Muster anbieten.

    Diese Monatszahler als (zusätzliche) regelmäßige Einkommensquelle zur Rente werden aber bestimmt auch bei uns zunehmend bekannt/gefordert/angeboten werden.

    Also mich hat das irgendwann dann eben doch genervt, dass man so viele Sachen bei deutschen Depot(-banken) nicht machen kann. Ich werde zwar wahrscheinlich später auch nicht monatlich abziehen, aber wohl alle 3 Monate einen Betrag aufs Giro überweisen.

    MS

     

  92. fit und gesund

    Mal eine Frage, wie sieht eigentlich Eure Asset Allocation aus? oder investiert Ihr nur in Aktien? Ich habe plus / minus 70% Aktien, 25% Cash (da ist dann noch der Notgroschen drin und noch so ein alter Bausparer der noch tatsächlich Zinsen abwirft und den die Bausparkasse noch nicht gekündigt hat.

    Ich frage nur weil sich hier Jemand nach Anleihen – Etf’s erkundigt hat, ich fände das ja prinzipiell eine gute Sache, aber im jetzigen Zinsumfeld?

     

  93. Elf On The Shelf

    Für mich kommt im Moment nur 100% Aktien* in Frage.

     

    *) Einen (kleinen) Tagesgeld Notgroschen habe ich auch, der fällt aber mit ca. 2% kaum ins Gewicht.

  94. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @fit und gesund,

    Guten Morgen, gefühlt habe ich vielleicht 50% Aktien und Aktien-ETFs zu 50% Bond/Preferred-ETFs/CEFs. Dabei sind aber noch keine Muni-Bonds, also kommunale Schulden wie so ein Fund. Mal sehen, will ich auch noch was haben. Cash habe ich im Depotkonto praktisch keins, bzw. bin sogar im Minus, weil ich mich nicht zurück halten kann, wenn mich die Kauflust packt. Dieses Minus lasse ich von den Dividenden abarbeiten.

    Ich habe aber natürlich noch ein Tagesgeldkonto (bei Rabodirekt). Ich bespare mit kleinen Raten das Depot und das Tagesgeld. Das Tagesgeldkonto ist für alle Ausgaben außer der Reihe da, also Auto, Geräte wie TV, Computer kaufen usw.

    Na ja, so ungefähr.

    Schönen Tag noch. Heute mal wieder Kaufpanik am Markt.

    MS

  95. fit und gesund

    Danke Elf on the Shelf und Matthias Schneider,

    ich bin ja immer auf der Suche nach der simplesten und besten Strategie (die es ja nicht gibt) und habe mal das Buch von Mebane Faber gelesen, The Ivy Portfolio, ich werde ja demnächst 58 und habe einfach keine 30 Jahre zur Geldvermehrung mehr über, also 100% Aktien wären mir definitiv zu viel, mit 70% fühle ich mich wohl.

    Aber ich habe wohl schlafende Hunde geweckt, mein Bausparer der Debeka geht nun flöten, den Brief hab ich soeben aus dem Briefkasten gefischt, hab schon irgendwie damit gerechnet, also schon wieder Anlagenotstand…. hi hi…was für Sorgen 🙂

  96. JosefJosef

    Ich habe im Moment 90% in Aktien investiert und 10% in Cash.
    Im Moment sehr Risikohaft. Ich bin mir aber am überlegen eine günstige Wohnung zu kaufen belastet mit einer Hypothek, was aber auch hohe Schulden bedeutet.
    Restkapital werde ich umschichten 40% Cash und 60% Aktien .

    Wenn es mit der Immobilie nicht klappen sollte dann 30% Cash und 70% Aktien.

    Wenn es mit der Aktienrendite nicht klappen sollte, werde ich dann einen Fonds bei meiner Hausbank beantragen. und die 60%/70% Aktienanteil in einen Aktien Fond einzahlen.

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