Dow Jones kommt in Schwung, Wal Mart, Macys, GAP ziehen an


New York, 26. Mai 2009

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Eine Vier-Tage-Periode mit Verlusten endete am Dienstag. Der Dow Jones Index explodierte um 196 auf 8.473 Punkte. 2,4 Prozent plus! Trotz der Raketen- und Atombombentests in Nordkorea rennt die Börse nach oben. Eine beeindruckende Rallye! Am besten liefen Konsumaktien. Schön liefen die Kaufhausketten Macys und J.C. Penney. Wal Mart, der Einzelhändler Sears, die Baumarktkette Home Depot und der Bekleidungshersteller GAP machten ebenfalls Freudensprünge.
Es zeigt sich mal wieder: Es ist sinnvoll in der Krise auf Schnäppchenjagd zu gehen. Tausende Blogs und Bücher beschäftigen sich mit dem antizyklischen Investieren. Doch nur die wenigsten nutzen solche Perioden. Sie lassen sich von anderen Dingen steuern. Wenn der Markt wieder das nächste Hoch erklimmt, ist die Euphorie am größten. Das Grundproblem ist: Den Menschen fehlt in der Krisenphase das Vertrauen in eine Erholung der Märkte. Angst, Sorgen, Probleme, Unsicherheiten dominieren dann die Stimmung. Dabei kann man in solchen Phasen extrem günstige Kurse erwischen. In jeder Krise steckt eine gewaltige Chance.
Wo wir uns noch inmitten der Krise befinden, ist der Immobilienmarkt. Dort ist das Preisniveau nun um ein Drittel gegenüber der Spitze des Jahres 2006 eingebrochen. Das jahrelange Bluten der Preise dürfte sich vorerst in den USA fortsetzen. Wir haben nun das Preisniveau des Jahres 2002 wieder erreicht. Es deutet einiges darauf hin, dass wir uns dieses oder nächstes Jahr dem Wendepunkt annähern können. Wie Sie wissen, übertreiben jedoch die Märkte gerne in beide Richtungen: Sowohl nach oben als auch nach unten. Das gilt für die Börse als auch den Immobilienmarkt. Wenn Sie einen Immobilienkauf in den USA in Erwägung ziehen, ist also noch etwas Zeit. Ich würde mich in sechs bis acht Monaten nach Betongold umschauen.
Beim Aktienmarkt haben wir vermutlich Anfang März bei rund 6.500 im Dow Jones das Tief gesehen. Jetzt taxiert der Index schon 30 Prozent höher. Dabei sind gerade zweieinhalb Monate vergangen. Wie schnell sich das Blatt wendet. Der Unterschied bei Immobilien ist, dass ein Verkauf beziehungsweise Kauf sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Aktien sind dagegen praktisch jede Sekunde handelbar. Daher ist die Abwärtsspirale im Immobilienmarkt noch im vollen Gange. Zudem wird es dauern, bis sich die Arbeitslosenquote erholt. Der Aufschwung findet hier sehr viel später statt.


tim schaefer (Author)

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