Donald Trump im Hilton. Was wir von Warren Buffett lernen können


New York, 25. April 2009

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Heute hörte ich mir eine Rede von Donald Trump im Hilton Hotel nahe des Central Parks an. Die New Yorker waren mal wieder hellauf begeistert von ihrem „Donald“. Mehr will ich hier allerdings nicht an dieser Stelle schreiben. Nur soviel: Es war ein exzellenter Auftritt.
Sie sehen auf meinem Foto, das ich direkt vor ihm schoss: Trump umringt von Fans und Leibwächtern. Der Immobilientycoon zeigte sich volksnah, gab Autorgramme, beantwortete Fragen und sammelte Businesskarten ein.
Ich lese derzeit viele Bücher über Warren Buffett. Wenn Sie sich seinen Erfolg genauer anschauen, sehen Sie, dass er große Treffer in besonderen Situationen landete. Als Rüstungsaktien Ende der 1990er Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus der Mode kamen und die Bewertungen super billig waren, schnappte Buffett sich den Rüstungskonzern General Dynamics. Er zahlte elf Dollar je Aktie. Dann brach der Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien aus. Die Hoffnung der Erdbewohner auf endlosen Frieden war zerstört. In der Folge schoss das Papier von General Dynamics auf 59 Dollar.
Während der Immobilienrezession erhöhte er die Beteiligung an der Bank Wells Fargo. Als sich der Aufschwung anbahnte, zog der Immobilienfinanzierer an. Die von ihm zum Durchschnittskurs von 62 Dollar erworbenen Papiere, rannten auf 216 Dollar.
Das gleiche Szenario sehe ich derzeit bei den Finanztiteln. Keine Frage: Es gibt in der Branche erhebliche Probleme. Aber Aktionäre bewerten diese Aktien so, als ob sie alle von der Bildfläche verschwinden würden. Sicherlich werden die stärksten Banken das Desaster überleben und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Der ehemalige FED-Chef Alan Greenspan sagte in einem Interview auf die Frage, was er machen würde, wenn er 50 Jahre jünger wäre: Dann würde ich eine Bank gründen. Der 83-jähige sieht erhebliche Gewinnspannen, nachdem die FED die Leitzinsen auf Null Prozent gesenkt hat.


tim schaefer (Author)

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