Dollar und Dow Jones rauf


New York, 8. August 2008

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Praktisch über Nacht zündete der Dollar gegenüber dem Euro eine Aufholjagd. Die europäische Währung taxiert derzeit bei 1,50 Dollar. Am Mittwoch lag die Notiz noch bei mehr als 1,54 Dollar. Die kritischen Äußerungen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet bezüglich der Konjunktur lösten die Kehrtwende aus. Wie es scheint, wird die europäische Zentralbank auf weitere Zinserhöhungen verzichten. Gut möglich, dass wir eine Zinssenkung in Kürze in Europa sehen. Aktuell liegt der Leitzins in der EU bei 4,25 Prozent. Die FED hatte die Leitzinsen dagegen auf aktuell 2,00 Prozent abgesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Im Gleichschritt mit der Dollarstärke rauschten heute die Rohstoffe und der Ölpreis in den Keller. Das Fass Öl kostet aktuell nur noch 115 Dollar. Um fast fünf Dollar brach der Ölpreis allein heute ein. Das freut natürlich die Börse. Der Dow-Jones-Index kletterte am Freitag um 302 auf 11.734 Zähler. Ein niedriger Ölpreis entlastet viele Sektoren, nicht nur die Airlines und Automobilkonzerne.
Ich hatte Ihnen hier mehrfach die Billigfluglinie JetBlue ans Herz gelegt. Der Kurs ging im Zuge der gesunkenen Kerosinkosten in den Steigflug über. Ich riet am 17. Juli bei 3,86 Dollar zum Einstieg. Mittlerweile zog die Notiz auf 5,69 Dollar an. Das Plus beträgt schon 47 Prozent. Und das in weniger als drei Wochen. Der Sechs-Monats-Chart (oben) zeigt den Ausbruch des Kurses aus dem hartnäckigen Abwärtstrend.


tim schaefer (Author)

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