Die Börse ist eine Goldgrube, wenn Sie sie verstehen


New York, 9. April 2015

In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Aktienkurse verdoppelt. Wo sonst können Sie so viel verdienen wie an der Börse? Für Bankeinlagen, Festgelder oder Kapitallebensversicherungen kriegen Sie nix.

Die Deutschen meiden trotzdem die Börse. Nur 13 Prozent der Menschen besitzen Aktien. Das ist ein trauriger Zustand. Eine Mitschuld an der katastrophalen Anlagementalität gebe ich der Bundesregierung, die mit der „Riester-Rente“ leider eine mangelhafte Sparform für die Rente geschaffen hat. Das ist jedenfalls meine Meinung. Riester-Produkte sind vielfach zu teuer und renditeschwach.

Ich bin kein Anhänger der Linken-Partei. Keinesfalls. Ich stimme aber in vielen Kritikpunkten mit Gregor Gysi überein: Das deutsche Rentensystem ist ein Trümmerfeld. Marode. Unfair. Demotivierend. Das Rentensystem wird mittel- bis langfristig zu einer enormen Altersarmut führen:

Gysis‘ Kritik passt. Ich schlage aber einen anderen Ausweg aus der Altersarmut als Gysi vor. Ich sehe die Lösung über das staatlich geförderte Aktiensparen, wie es Amerika, Großbritannien oder Australien vorbildlich seit langer Zeit machen. Natürlich muss es daneben die gesetzliche Rente geben. Diese sollte gestärkt anstatt geschwächt werden, weil es sich um eine wichtige Säule für viele Menschen handelt.

Wenn Sie die Börse nicht nutzen, wo wollen Sie sonst Ihr Geld für den Ruhestand rentierlich anlegen? Viele Deutschen fahren schöne Autos, sie haben elegante Smartphones in der Hosentasche. Sie pflegen ihre Vorgärten. Alles schön und gut. Aber bei der Geldanlage sieht es bei Millionen Bürgern grauenhaft aus.

Die Leute haben Angst vor den Wertpapiermärkten, weil sie sie nicht verstehen. Und natürlich stimmt es, dass Skandale, Manipulation und Betrug dort stattfinden. Aber wo passiert das nicht?

Die Börse ist trotz der Probleme ein herrlicher Ort, um für das Alter vorzusorgen, weil die Rendite hier sieben bis zehn Prozent pro Jahr beträgt. Das ist eine phantastische Rendite.

Kaufen Sie einfach grundsolide Konzerne, die regelmäßig flotte Dividenden zahlen. Dranbleiben. Durchhalten. Nicht rein- und rausspringen. Legen Sie ständig eine Schippe drauf. Sie werden so ein herrliches Depot aufbauen mit den Dekaden.

Wer für die Rente mit herkömmlichen Sparprodukten spart, wird von der Inflation heimgesucht werden. Langfristig nimmt Ihnen die Geldentwertung jedenfalls erhebliche Vermögensanteile weg.

Wer an der Börse clever sein Geld für sich arbeiten lässt, braucht nicht täglich auf die Kurse blicken. Im Gegenteil. Ich habe mit der 29-järhigen Columbia-Professorin Michaela Pagel gesprochen. Sie rät, nur ein Mal im Jahr ins Depot zu blicken. Wer öfter reinblickt, macht Fehler, sagt Frau Pagel. Die Wissenschaftlerin redet keinen Unsinn. Sie lehrt an einer der besten Hochschulen der Welt (Columbia University). Die Studienstiftung des Deutschen Volkes förderte die Hamburgerin, sie promovierte an der Eliteuni Berkeley.

Es gibt Firmen, die zahlen seit 50 Jahren (und länger) Dividenden. Manche erhöhen sie regelmäßig. Mischen Sie ein paar grandiose Dividendenkönige in Ihrem Depot zusammen. Lebensmittel, Getränke, Chemie, Tabak, Maschinenbau, Finanzdienstleistungen, Konglomerate… und warten Sie anschließend in Ruhe ab. Mein Kollege Sven Parplies hat einen exzellenten Artikel über Dividendenkontinuität geschrieben. Oder setzen Sie schlicht auf einen Indexfonds.

Die Leute haben leider nicht die Geduld. Sie haben nicht die Disziplin. Sie verstehen oftmals nicht, dass sich die Ruhe auszahlt. Sie versuchen ständig, das System Börse mit Aktivität zu schlagen. Dabei ist das ein Holzweg. Und führt zum Gegenteil.

Langfristig steigen Aktien. Sie verdienen das meiste Geld, wenn Sie auf dem Hosenboden sitzen bleiben.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Börse ist eine Goldgrube, wenn Sie sie verstehen

  1. Michael C. Kissig

    Ich stimme Dir zu, Tim, es ist eine katastrophale Fehleinschätzung der Bundesregierung (und zwar auch aller bisherigen), dass Aktiensparen nicht gefördert wird. Oder zumindest erleichtert. Wenigstens nicht mehr sanktioniert! Denn die neue Finanztransaktionssteuer trifft auch die normalen Aktienanleger, nicht nur die (Hochfrequenz-)Zocker und Trader. Es war schon fatal, dass das Steuerprivileg für Aktien gefallen ist, als man die pauschale Steuerfreiheit der Kursgewinne nach einer Mindestanlagedauer von einem Jahr ersatzlos gestrichen hat. Gleichzeitig fördert der Staat die „Vermögensbildung“ durch Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie. Hier gelten Bindungsfristen von 7 Jahren – man könnte also zumindest eine solche Frist für die Steuerfreiheit von Aktien-Langfristanlagen wieder einführen, und so den Anreiz für Buy & Hold deutlich erhöhen. Und gleichzeitig das Zocken ein wenig eindämmen.

    Grundsätzlich ist es sehr bedenklich, dass nur wenige Menschen in Deutschland Aktien „verstehen“, nämlich als Kapitalaalge, als Wertpapiere, als Unternehmensbeteiligungen. Und nicht als Lotterielos. Dazu tragen die Medien leider bei, die über die Börse eigentlich nur dann berichten, wenn sie daraus eine Hammerschlagzeile fabrizieren können, wie Ölpreisschock, Goldboom, Aktiencrash. Seriöse Berichterstattung und vor allem Finanzbildung ist nicht sexy (genug) für die Medien. Leider. Und daher hat der DAX-Rekord fast ausschließlich die Ausländer reich gemacht, während die Deutschen sich beklagen, dass sie zu wenig Geld zum Leben und für die Rente haben. Allerdings sind wir selbst schuld…

  2. Gert / trading-options.deGert / trading-options.de

    Ja, es ist eine Katastrophe, die da in Deutschland auf uns zukommt. „Die Rente ist sicher“ gilt in Zukunft nicht mehr. Aus Angst vor den Reaktionen aus der Bevölkerung wird aber keine Aufklärung betrieben, sondern das Problem erfolgreich verdrängt.

  3. Matthäus

    Das deutsche Rentensystem ist schon sehr eigenartig ausgestaltet.

    1. Da wäre einmal die GRV für die Masse, an der ständig rumgedocktert wird.

    2. Die eigenen Versorgungswerke der Freiberufler, die zwar keine Mehrrendite erzielen, bei den Einzahlern aber das Gefühl verstärken sollen, zur Elite zu gehören.

    3. Die Selbständigen müssen nichts zu tun, kriegen aber auch nichts. Kapitalismus pur, wäre da nicht die Pflicht sich krankenzuversichern, was manchem schon das Genick brach, denn der Betrag wird ja immer anhand der Einnahmen des Vorjahres berechnet. Waren die hoch, steigen entsprechend die Beiträge. Folgt auf ein gutes Jahr ein schlechtes wirds eng, zu eng für manche.

    4. Beamte schließlich müssen ebenfalls nichts zu tun, ihre Pensionen werden aber aus dem Staatssäckel ausbezahlt, um sich ihrer Treue und Loyalität sicher zu sein. Die eigentliche Belohnung bei Beamten kommt also mit dem Eintritt ins Rentenalter, wenn man Geld, das man nie einzahlte, ausbezahlt bekommt. – Kein Wunder also, dass in Deutschland schon Jugendlich davon träumen Beamte zu werden, in der Hoffnung nach am Ende abzukassieren. Es ist dieses Sicherheitsdenken, diese Vollkaskomentalität, die meiner Meinung nach letztlich das ganze Volk von der Aktienanlage abhält.

    Bei mehreren Billionen Geldvermögen wäre ja genug da, um von der Börse zu profitieren. Stattdessen ärgert man sich über die Niedrigzinsen. In etlichen Artikeln wird derzeit erklärt, wie viele Milliarden die Deutschen durch die Niedrigzinspolitik der EZB schon verloren haben. Und es kommt noch schlimmer!

    Ich finde das gefährlich, denn zum einen lenkt das den Blick von der alternativen Aktienanlage ab und lenkt diesen Blick zum anderen auf die vermeintlichen Verursacher der Niedrigzinspolitik, die schwachen Südeuropäer. Das heißt, man ändert sein Verhalten nicht etwa, baut Ängste nicht ab, sondern im Gegenteil sucht die Schuldigen, eben die Südeuropäer. Dadurch werden Ängste eher noch aufgebaut, Hass entsteht. Vor wachsendem Hass warnte diese Woche übrigens der Generalsekretär des Europarats.

     

  4. AlexanderAlexander

    Neben der Unwissenheit und der Angst vor Unternehmen (warum sollte man vor einer Firma eigentlich Angst haben?) ist auch das insgesamt fehlende Verständnis und die Ungeduld ein Problem. Eine Anlage in Dividendenaktien ist wie das früher sehr beliebte Wachstumssparen, allerdings hört das bei einigen Firmen nie auf mit den Steigerungen. Richtig interessant wird es oft erst nach 7-10 Jahren, dann erhält man oft Renditen die durchaus zweistellig werden können. Aber das dauert den Leuten zu lange. Geduld ist auch eine Tugend.

  5. Felix

    Zur Zeit gilt das ganz ohne Zweifel, dass die Börse eine Goldgrube ist. Ein solche Party wie in diesem Jahr habe ich überhaupt noch nicht erlebt.

  6. Stefan

    Der Euro war der größte Fehler der Deutschen Geschichte. Und das Festhalten daran ab 2010 wird den Deutschen Steuerzahler auf Jahrzehnte knechten. Danke Ihr Wähler, dass Ihr zu dämlich seid die AFD zu wählen. Armes Deutschland!!!

  7. HarryHarry

    Kauft, Leute, kauft schnell noch Aktien, besonders Dividendenwerte bevor es keine mehr gibt.

    Solange es QE in Europa gibt, kennen die Börsen nur eine Richtung. Der Dax kann und wird niemehr unter 10.000 Punkte feiern. Keine Spur von Euphorie, weshalb nochmal 30-50% dieses Jahr drin sind.

    Dann wird die Zinswende in den USA abgesagt und das nächste QE gestartet.

    Also kauft, lasst liegen und kauft weiter.

  8. PeterPeter

    Bin seit Januar 8fach gehebelt Long im Dax. Die 15.000 sehen wir mindestens bis zum Sommer. MDax 25.000. risikolos Dank Draghi.

  9. Chop Suey

    Vom Tiefpunkt im Oktober 2014 aus gesehen, hat der Dax nun 50% zugelegt. Das KGV wird nun auf 21 geschätzt. Fundamental wird diese Bewertung dann immer als „normal“ oder „gerechtfertigt“ erklärt, weil es ja an Alternativen mangelt, Anleihen noch teurer sind, der USD steigt und Öl fällt.

    Crash während eines QE-Programms? Gab es noch nicht und ist nicht vorstellbar. Jeder verbale Stimulation Draghis/Yellens ist doch für mehrere 100 Punkte gut.

    Mag man es Leuten verdenken, auf diesem Niveau nicht mehr einzusteigen?

    Ich bin gespannt, wie wir in 5 oder 10 Jahren auf diese aktueller Übertreibungsphase zurückblicken werden. War es die einmalige Chance ordentliche Kursgewinne zu machen oder die Übertreibung des Jahrhunderst vor dem großen Crash? Ein Dax unter 10.000 ist doch aktuell wirklich unrealistisch geworden. Was sollte denn dazu führen?

  10. Felix

    Ich würde mal sagen, was auch immer die Ursachen für diesen Bullenmarkt sind: Man muss doch Rendite erzielen, wenn die Kurse steigen. Also muss ich jetzt investiert sein. Wenn ich an der Seitenaußenlinie stehe, habe ich nichts davon (vom Draghi-Euro). Außer vielleicht die Genugtuung dann beim Crash auch daneben zu stehen.

    Nur das haben viele bei DAX 8000 schon gesagt, dass es jetzt crashed auf unter 6000 – hätte passieren können, war aber nicht der Fall. Jetzt sind wir aber 50% höher. Wer diese nicht mitgenommen hat, wird vielleicht nie mehr bei 8000 einsteigen können.

    Fazit: „Man muss tanzen, solange die Musik spielt“ – Ausspruch des Citi-Bosses vor der Finanzkrise, bei der die citigroup vom Staat gerettet werden musste, die aber heute wieder prächtige Gewinne einfährt.

  11. Chop Suey

    @Felix

    Ehrlich? Jetzt noch rein, nur um dabei zu sein? Ich weiss nicht.

    Ein genauso schlauer Börsenspruch ist „Im Unterschied zur Straßenbahn wird an der Börse zum Ein- und Aussteigen nicht geklingelt.“

  12. Felix

    @ Chop Suey

    Nein, ich möchte meinen Kommentar nicht als Werbung für den Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt verstanden wissen.

    Es ist einfach so, dass wir nicht wissen, wann der Bulle und wann der Bär unterwegs ist. Mit dem größten Teil meiner Investitionen bin schon lange dabei. Bereits zur Jahreswende 14/15 habe ich mir eine Reduzierung überlegt. Dann hätte ich jetzt 20 % weniger Buchwert (in 3 Monaten). Ich hätte eine solche Rallye Anfang 2015 niemals erwartet, nachdem die Jahre zuvor schon außerordentlich gut waren.

    Ich warte also nicht auf ein Klingeln zum ein- bzw. aussteigen; ich investiere freien Cash einfach weiter, auch dann, wenn es zu einer Korrektur kommt. Aber ich warte nicht auf sie, wenngleich sie irgendwann kommen muss – vielleicht erst jenseits der 15000.

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Ich habe zur Crash-Gefahr und wie man als Anleger damit umgeht, eine kurze Notiz auf meine Facebook-Seite gestellt:
    https://www.facebook.com/timschaefermedia
    Der Crash wird kommen. Ganz klar. Und es wird sehr brutal werden – nach so einem Anstieg ist das logisch. Wer mental damit umgehen kann, nutzt den Crash zum Geldverdienen: Durch Nachkäufe. Und noch was: Der Crash kommt und geht wieder vorbei. Noch nie waren die Konzerngewinne so hoch wie derzeit.

  14. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Chop Suey, es ist doch sinnlos auf irgend etwas zu warten.

    Es gibt immer was, womit man es probieren kann. Wenn man Angst hat, heute Höchstkurse zu kaufen, dann nimmt man eben Werte, die entweder am Tief sind, auch wenn man die Branchen nicht unbedingt mag, und die Tiefs ja auch ihre Gründe haben, oder ETFs die man konsequent nachkauft.

    Wenn man einen Screener mit ein paar Voreinstellungen bemüht, dann kommt beispielsweise sowas raus. Dabei muss man beachten, dass nicht immer alles stimmt. Seadrill hat doch wohl die Dividende gestrichen derzeit, was aber in dem Screener nicht beachtet wird. Aber man hat eine gewisse Vorauswahl, davon kann man alles raus schmeißen, was man von Haus aus nicht will. Bei ein paar Kandidaten kann man sich dann überlegen, ob sie einem taugen. Auf der ersten Seite wäre für mich so etwas wie z.B. CODI (eine kleine Beteiligungsgesellschaft mit diesen Firmen) interessant. Da kann man schon ein paar USD riskieren (lässt sich nicht in DE in EUR kaufen), denke ich. So in der Art halt. Irgendwas findet man immer.

    Gruß

    MS

     

  15. Georg

    @Tim

    Ich stimme Deinem FB Eintrag zu. Leider gehöre ich zu den Anlegern, die vor einigen Monaten ihre Position mit Gewinn verkauft haben. Das Zukaufen 2009 ist mir sehr leicht gefallen. Ebenso 2011.

    Jetzt stehe ich an der o.g. Seitenlinie und warte vergeblich auf den Rücksetzer:-) Und damit meine ich keine popeligen 10%, wie es eigentlich in Zeiten vor QE jährlich 1-2mal üblich war im Laufe eines Börsenjahres.

    Vielleicht bin ich gedanklich zu sehr verankert bei den „alten“ Kursständen, aber ich wüsste nicht, was ich aktuell mit guten Gefühl und Überzeugung kaufen würde. Ein „first world problem“, definitiv.

  16. Chop Suey

    @Matthias Schneider

    Danke für Deinen Kommentar und den Link. Na klar, habe ich „Angst heute Höchstkurse zu kaufen“. Zum einen halte ich diese nicht für nachhaltig (Fehler meinerseits?) und übertrieben (Fehler?).

    Ich kann mich auch nicht davon überzeugen, dass ich immer und zu jedem Kurs investiert sein MUSS. Vielleicht muss ich 2-3 Jahre warten bis ich wieder einsteigen kann und werde dafür mit 0,25-0,5% Tagesgeld „bestraft“.

  17. Lex

    @Tim

    Betreibst Du nicht auch Markettiming auf Deine Art? Oder investierst Du jeden verfügbaren Cent zu jeder Zeit?

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Lex

    Ich bin zu 98% in Aktien investiert. Ich besitze keine Anleihen. Ich habe ein kleines Cash-Polster bei meiner Bank als Notreserve. Das ist alles. Sinkt der Markt, kaufe ich zu. Ich nutze für Nachkäufe, was von meinem Einkommen übrig ist. Außerdem reinvestiere ich meine Dividenden automatisch. In den USA bieten das die Banken gratis an. Es ist ein Schneeball, der zur Lawine wird, zumindest in einigen Jahrzehnten:

    http://www.dailyfinance.com/2014/08/09/brokers-offer-free-money-dividend-reinvestment/

  19. ZEN Investor

    Wie wärs mit einem radikal einfachem Rentensystem?

    10% des Lohnes werden vom Arbeitgeber direkt in eine Rentenkasse überwiesen.
    Der Arbeitnehmer darf zusätzliches Geld (bis 100’000 Euro pro Jahr insgesamt) in die Rentenkasse einzahlen.

    Die Rentenkasse legt das Geld in die 30 DAX-Unternehmen an. Die Angestellten der Renten-Kasse werden vom Staat/Bund bezahlt (ebenso alle weiteren Spesen/Gebühren). Die Renten werden möglichst aus den Kursgewinnen und Dividenden bezahlt.

    So könnte jeder Bundesbürger entscheiden, wieviel er einzahlen will, und erhielte dann auch entsprechend mehr.

     

  20. PeterPeter

    Gibt’s hier eigentlich nur Gewinner und Börsenhelden?

    Habs gerade geschafft mit einem Reverse Zerti Kohle zu verbrennen.

     

  21. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Peter

    Ich habe viele Fehler gemacht. Ich lerne ständig dazu. Und trotzdem passieren mir neue Fehlgriffe. Einer meiner größten Fehler war: Mir fehlte die Geduld. Zudem habe ich die Dividenden unterschätzt. Daher habe ich entschieden: Ich halte meine Aktien für die Ewigkeit. Ich werde sie nie mehr verkaufen. Um Freude an ihnen zu haben, achte ich mit Argusaugen auf eine solide Ausschüttungspolitik.

  22. Fruchtwein

    @ZEN Investor

    Wie wäre es, wenn wir das einfach ohne Staat machen? Oder glaubst Du wirklich, dass das Problem beim Staat zu wenig Geld ist? Ganz im Gegenteil, ihr in Deutschland habt ein klares Ausgabenproblem. Würde ich meinen Haushalt so führen wäre ich lange pleite und/oder im Gefängnis.

    Warum sollte der Staat das in die Rentenkasse eingezahlte Geld nicht für Luxusprojekte wie BER, Olympia oder sog. „weiße Elefanten“ irgendwo in der Welt ausgeben. In Griechenland überlegte man zuletzt doch auch, ob man sich etwa aus den Rentenkasse „leihen“ könnte. Wenn das gemacht wird, ist das Geld für immer weg.

    Auch muss das Geld verwaltet werden. Das geht in Deutschland nur über viel zu große und teure Behörden. Das sind Geldfresser. Vermutlich gäbe es dann noch ein überteuertes Finanzprodukt aus der Lobby a la Riester in dem XX% angelegt werden müssen.

    Nein danke! Lieber sollte sich der Staat raushalten, die Kapitalertragssteuer senken und den Freibetrag massiv erhöhen. Damit wäre den Menschen in Deutschland mehr geholfen als durch ein neues (und falsches) Rentensystem. Wobei ich grundsätzlich einem individuellen Rentensystem eher zustimmen würde als einem Umlagefinanzierten. Die Menschen, die nicht einzahlen, landen eh als Aufstocker bei den Sozialkassen. Heute, wie auch Morgen.

    @Peter

    Ich glaube der Eindruck entsteht, da die Leser und auch Tim hier Buy & Hold betreiben. Keine Spekulationsgeschäfte, kleine Risiken und langweilige Transaktionen. Ich glaube deswegen schreibt Tim auch so wenig über seine Käufe und sein eigentliches Portfolio, denn da wird einfach nur jeden Monat zugekauft. Das ist nicht so spannend wie Futures, Forex oder ungedeckte Optionen. Dafür aber statistisch gesehen eben auf der Seite der „Börsenhelden“. Eine kurze Zeitpräferenzrate vorrausgesetzt.

  23. Börsenfuzzi

    Wenn man die aktuellen Einschätzungen und angehobenen Daxprognosen liest, dann könnte man denken, dass folgendes Mantra bei den armen Menschen an der Seitenlinie vorherrscht:

    „Bei 10.000 dachte ich schon, dass die völlig durchdrehen, aber jetzt, bei 12.000, glaube ich, sollte
    man langsam reingehen, da ist noch viel Luft“.

    Na dann: All in! Am besten auf Pump!

  24. Valueer

    @Tim: Investitionen mit denen wir unser Geld verbrannt haben wäre einen Artikel wert. Ich denke da kann man was draus lernen.

    Dann entsteht auch nicht der Eindruck, dass jede Investition glatt geht und hohe Rendite bringt.

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