Buchhändler Borders vorerst gerettet, der Kurs explodiert


New York, 1. April 2010

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Nach Börsenschluss machte am Mittwoch die strauchelnde Buchkette Borders einen Kurssprung um 34 Prozent auf 2,30 Dollar. Grund: Der hochverschuldete Konzern hat einen Kredit in Höhe von 42,5 Millionen Dollar an seinen größten Aktionär, den Hedgefonds Pershing Square Capital Management, zurückgezahlt. Pershing Square wird von William A. Ackman gesteuert. Der Investor hält außerdem einen 7,8 Prozent Anteil an der Kaufhauskette Target.
Eine weitere frohe Botschaft hat der Buchhändler überraschend publiziert. So hat die Bank of America gemeinsam mit Wells Fargo, JP Morgan und GE Capital dem Unternehmen eine 700 Millionen Dollar schwere Kreditlinie zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt ein weiterer 90 Millionen Dollar Kreditrahmen. Das ist in der Tat ein gutes Signal. Schien es doch seit Monaten, als ob Borders am Abgrund steht. Schon vor zwei Jahren gab der Händler offen „Liquiditätsprobleme“ zu. Daher musste der Großaktionär Pershing Square mit dem 42,5 Millionen Dollar Darlehen einspringen. Der Investor hält knapp 18 Prozent des Grundkapitals und dürfte weiterhin Schützenhilfe leisten, falls das nötig werden würde. Immerhin hat Ackman mehr als zwölf Millionen Dollar auf aktuellem Kursniveau im Feuer.
Ebenfalls macht das vierte Quartal Hoffnung. So verdoppelte sich der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft auf 60 Millionen Dollar, obwohl der Umsatz um 13 Prozent auf knapp eine Milliarde Dollar sank. Dem Börsenwert von nur lausigen 100 Millionen Dollar steht ein mächtiger Umsatz von drei Milliarden Dollar gegenüber. Ein Witz! Gelingt die Wende nachhaltig, hat der Kurs Potential. Aktueller Kurs 1,72 Dollar. Dem Marktführer Barnes & Noble geht es indes weitaus besser.


tim schaefer (Author)

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