Bear Stearns feuert 7000


New York, 15. April 2008

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Rund 7000 der 14000 Mitarbeiter bei Bear Stearns werden wohl gefeuert. Für die nächsten neun Monate soll der Lohn fortgezahlt werden. Außerdem erhalten sie einen Teil ihres 2008er Bonuses mit auf den Weg.
Neue Jobs an der Wall Street zu finden, das ist alles andere als einfach. Viele Banken reduzierten die Belegschaft. Im Zuge der Kreditkrise sind zig tausende Jobs weggefallen. Vor allem New York City ist betroffen.
Die gefeuerten Mitarbeiter ziehen recht zügig weg. Die Mieten in der Weltmetropole sind sündhaft teuer. Wer seinen Arbeitsplatz verliert, erhält ein nur sehr geringes Arbeitslosengeld. Das reicht in der Regel nicht aus, um die Mieten oder Hypotheken zu zahlen. Amerikaner sind ohnehin sehr flexibel. Sie ziehen recht zügig dorthin, wo sie einen neuen Job finden. Sie schauen sich im ganzen Land um – nach einer neuen Herausforderung. Ein Grund für die Flexibilität dürfte unter anderem das lausige Arbeitslosengeld sein.
Die Consultingfirma Challenger, Gray & Christmas fand heraus, dass immerhin 40 Prozent der Jobsuchenden im Jahr 2007 nach einem Job in einem anderen Sektor Ausschau hielten. In einer Umfrage von Salary.com gaben sogar 60 Prozent der Teilnehmer an, ihre Karriere ändern zu wollen. Das las ich kürzlich im Wall Street Journal. Branchenwechsel sehen Amerikaner recht gelassen. Arbeitgeber sind recht offen dafür. So habe ich von einem Baletttänzer in New York erfahren, der jetzt Aktien für eine Großbank handelt.


tim schaefer (Author)

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