Zahnarzt Bob Schattner war steinreich. Er fuhr ein altes Auto, lebte 50 Jahre im gleichen Haus. Er hasste teure Restaurants. Er war glücklich

Ein Leben in der finanziellen Freiheit. Wer sich anstrengt, kann das in 10 bis 20 Jahren schaffen. Aber es ist hart dorthin zu kommen. Du musst Dich anders als die Masse verhalten. Die Masse denkt nur ans Geldausgeben.
Bob Schattner erfand das Medikament Chloraseptic gegen Halsschmerzen. Der Zahnarzt verdiente mit dem Wirkstoff ein enormes Vermögen. Er wurde einer der reichsten Menschen in Washington DC. Trotzdem blieb er bodenständig. Er lebte bis zu seinem Tod im gleichen Haus, das er für 60.000 Dollar vor 50 Jahren gekauft hatte. Er fuhr ein altes „Lincoln Town“-Auto. Wenn er auf Sportveranstaltungen mit Freunden war, brachte er Snack-Riegel von Zuhause mit, weil das günstiger war, als im Stadium Essen zu kaufen.

Er hasste Steakhäuser, weil sie zu teuer waren. Er war sehr zufrieden. Sein gigantisches Vermögen geht nach seinem Tod an eine Stiftung. Der Mediziner spendete seit geraumer Zeit für wohltätige Zwecke. Schattners Eltern waren Einwanderer aus Österreich.

Mediziner, IT-Fachleute, Programmierer, Architekten, Ingenieure, Wall-Street-Banker und Manager verdienen in den USA verdammt gut. Bei Schattner kam hinzu: Er war nicht nur ein guter Arzt, sondern auch ein erfolgreicher Erfinder mit 70 Patenten.

Aber auch ohne Tüfteln kann ein Karrieremensch in den USA schnell ein erhebliches Vermögen aufschichten. Wie diese New Yorker Bankerin zeigt. Mit 28 Jahren hatte sie 2 Millionen Dollar im Depot. Sie ging jetzt in Rente. Und macht in den USA Schlagzeilen. Sie lebte eben extrem sparsam. Sie investierte an der Börse. Amerikaner sind über ihren Fall überrascht.

Die Kunst besteht darin, das Gehalt nicht zu verpulvern. Solche Leute passen bei den drei großen Ausgabeblöcken auf: Wohnen, Transport, Nahrung. Hier ist Schmalhans Küchenmeister. Wer die finanzielle Freiheit anstrebt, geht nicht drei Cappuccinos oder Cocktails außerhalb trinken. Keine teuren Restaurantsbesuche oder ein übergroßes Zuhause kommen für solche Leute in Frage. Lieber klein, statt groß. Lieber gebraucht, statt neu. Lieber zuhause kochen, statt Restaurant. Lieber weniger Zeug, statt viel. Ryanair, satt Lufthansa. 3-Sterne, statt 5-Sterne-Hotel.

Wenn der Partner/die Partnerin mitmacht bei dem Plan, die finanzielle Freiheit zu erreichen, ist das ein Hebel. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen, hat eine positive Wirkung auf die Motivation. Wer Single ist und gerne in die Karibik geht, kann einen Schub mit einem Job auf einem Kreuzfahrtschiff machen. Essen, Unterkunft, Krankenversicherung werden bezahlt. Urlaubstage am Palmenstrand sind inklusive. Du kannst Dir Miete, Supermärkte etc. alles sparen. 3.500 Dollar allein an Trinkgeldern kannst Du im Prinzip komplett jeden Monat sparen. Zudem Dein Gehalt. Aber die Arbeit ist hart.

Die Mathematik mit der Vier-Prozent-Entnahmeregel ist einfach. Wer finanziell frei werden will und nur 20.000 Euro im Jahr braucht, muss schauen, dass er/sie 500.000 Euro anspart. So kann es dann klappen, frei zu sein. Wer sicher gehen will, schichtet wohl eher 600.000 Euro auf, um etwas mehr Spielraum zu haben. Alternativ kann ein Nebenjob etwas Kohle in die Kasse spülen.

Was ich nie begreifen werde, ist folgendes Ereignis, das ich erlebt habe: Das Ehepaar zeigte mir das neue Haus, die zwei flotten Autos und das neue iPhone. Ein wenig später klagten sie, dass das Geld knapp sei. “Oje”, dachte ich. Mich wunderte das nicht. Sie klagten und klagten. Ich sagte: “Ich habe eine Sparquote von 50 bis 60 Prozent. Jeden Monat gehen ein paar Tausender in Aktien.“

Es ist einfacher sich über etwas zu beklagen, anstatt etwas an der Situation zu ändern. Der normale Konsument hat für dieses Problem natürlich Verständnis. Sie singen alle das Klagelied des leeren Kontos. Ich nicht. Ich schüttle nur den Kopf. Es macht keinen Sinn. Das gleiche gilt für teure Mode, Urlaube, Bars, Restaurants, Cafés. Wer hierfür endlos Geld verballert, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Konto leergefegt ist. Ein Blick in die Schränke, Keller, Dachboden, Garage verrät einiges. Wenn alles zugestellt ist mit Zeug, dann ist meist die Familie arm wie eine Kirchenmaus.

Die Masse verbrennt ihr Geld. Es geht jeden Monat in Flammen auf. Die Finanzen sind chaotisch:

Konsumgeile verbrennen ihr Geld. Es bleibt nichts übrig am Monatsende. Es wird nichts gespart. Die Finanzen sind chaotisch.

Ich denke über die Konsumgeilen so: „Es ist so, als ob ich das Auto voller Geldscheine habe und das Fenster offen habe und die Scheine auf die Straße fliegen.“

Um aus der Misere auszubrechen, kürze Kosten, wo Du kannst. Halte nach einem besseren bezahlten Job Ausschau. Dann geht es im nächsten Schritt vor allem darum, Ruhe zu bewahren beim Investieren. Spare, investiere, spare, investiere… stetig, stur.

Der Frühruhestand lässt sich erreichen, wenn Du einen Plan hast. Eine Vision. Es geht nicht von heute auf morgen. Der erste Monat ist hart. Ein Haushaltsbuch zu führen, nervt. Schulden zu tilgen, nervt. Mit der Zeit geht es in Fleisch und Blut über. Der zweite, dritte, vierte… Monat wird Dir immer leichter fallen.

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Felix
5 Jahre zuvor

Mein größter Kostenblock ist die Steuer. Die lässt sich leider nicht sparen.

Rainer Zufall
5 Jahre zuvor

Hallo Tim, danke für den Artikel! Du hast ja immer Ideen… 😉 Aber das mit dem Kreuzfahrtschiff ist in der Praxis wahrscheinlich nicht ganz so entspannt. In meiner Familie haben’s zwei probiert und nach kurzer Zeit wieder gekündigt…zu eng…zu stressig…und von 3500 Euro Trinkgeld haben beide auch nix erzählt 🙁 trotzdem gut Ideen zu haben! Viele Grüsse!

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

hi Tim,

also die Mütze lässt nix Gutes ahnen, ich hoffe Du frierst nicht zu stark, kommt sicher bald wieder besser 🙂

Im Sparen bin ich gut, auch ich koche selber, heute gab Reis mit asiatischem Gemüse, selbergeschnippelt natürlich, bisschen Soya-Sauce und gut ist… reicht noch für morgen. Ess ich zudem sehr gerne.

Der Job auf dem Schiff wär auch nix für mich, Trinkgeld hängt oft davon ab wie freundlich man ist, oder wie katzbucklerisch, ich bin nicht unfreundlich und lache auch gerne, aber es gibt Grenzen und katzbuckeln könnt ich nicht, niemals! Ausserdem würde ich mich eingeschlossen fühlen. Ich bleib also wo ich bin, zumal ich auch zu alt für solche Spässe bin… hi hi… wer jung ist, soll das gerne machen.

Auch die 4%Regel erscheint mir nicht so ideal, im Alter gedenke ich meine Dividenden zu verbrauchen, ich will nix verkaufen müssen, zumindest die ersten Jahre nicht.

Bin morgen gespannt auf die Holland-Wahlen, war auch ohne den Türken-Eklat schon spannend genug, wo das noch hinführt? Ansonsten hab ich gerade Ferien und geniesse das schöne Wetter.

5 Jahre zuvor

“KfZ-Wahnsinn der Deutschen – Was hat das mit Investment zu tun?”

https://youtube.com/watch?v=oRIMjdHu2OM

Klasse! Könnte von dir stammen, Tim.

 

5 Jahre zuvor

Vielen Dank für das tolle Video und die vielen Tipps, Tim!

Nicht an die Substanz rangehen…stetig und konsequent Sparen und

Investieren.

Dieses Konzept 10 – 20 Jahre früher…tja, noch ist es nicht zu spät 🙂

Danke und keep on investing!

Daniel
5 Jahre zuvor

Guten Morgen zusammen!

Sparsamkeit hat für mein Empfinden dennoch zwei Seiten. Auf der einen Seite ist Sparsamkeit und Kauf nur bei Bedarf innerhalb der Ansparphase hin zur finanziellen Freiheit sehr wichtig. Es hilft das gesteckte Ziel schneller zu erreichen. Was mir allerdings nicht in den Kopf will ist, warum man ab einen gewissen Punkt nicht auch einmal das Leben genießt.

Wer sich etwas an der angesprochenen 4% Entnahmeregel hält und die angesprochenen 500.000 – 600.000€ im Depot liegen hat kann mit ca. 1400-1500€ Netto im Monat rechnen. Hinzu kommt dann für die meisten auch noch später eine (wenn auch gering(ere) ) Rente. Sofern man nicht in einer teuren Stadt lebt ist auch hiermit ein gut-bürgerlicher Lebensstil ohne große Einschränkungen möglich. Das Depot wird dabei ja nicht einmal angegriffen. Selbst wenn ich dann im Rentenalter über einen Zeitraum von 30 Jahren meine Entnahme-Rate auf 5-8% erhöhe. Wo liegt das Problem? Das ziel sollte ja nicht sein alles für andere zu vererben.

Auch wenn es finanziell sinniger ist “Snacks” von zuhause mitzunehmen oder nicht jeden Tag ins Restaurant zu gehen. Für mich grenzt dies aber an dieser Stelle an Geiz. Insbesondere dann, wenn man es sich im Gegensatz zu vielen anderen Menschen tatsächlich finanziell leisten kann. Man darf an dieser Stelle ja auch nicht vergessen wie der Wohlstand, wenn auch indirekt entstanden ist. Durch Konsum von Gütern bei Firmen bei denen man investiert ist.

Würden gefühlt alle so denken wären auch Konsum-Güter-Aktien im Keller 😉

Auch ich werde meine Sparquote hoch halten, aber sollte tatsächlich einmal der Tag eintreten an dem das Depot ausreichend groß ist wird es genau zu dem Zweck genutzt für das es angelegt wurde. Zu einem Ansparplan gehört ein ebenso sinnvoll aufgestellter Entnahmeplan.

In diese Sinne und eine frohe Arbeitswoche für die die es noch müssen 😉

Gruss Daniel

Gerhard
5 Jahre zuvor

Ich denke wie Daniel.

Und Tim ist der Motivator..7 Jahre brauche ich noch um mit einem 15 Std Job ausreichen leben zu können.

Dann bin ich 54…es macht Spass zu investieren

Thomas
5 Jahre zuvor

Hi Daniel,

Ich teile deine Einstellung! Werde in knapp 5 Jahren mit 60 nach 45 durchgehenden Arbeitsjahren, wobei ich allerdings seit meinen 49ten auf 80% arbeite, über ein Langzeitkonto meines Arbeitgebers wo ich immer noch 85%  meines Lohns drei Jahre weiter bezahlt bekomme in den Vorruhestand gehen. Ich nehme dann die Rentenabschläge gern in Kauf, da ab 65 noch drei Pensionkassenzahlungen hinzukommen. Meine Partnerin und ich leben in einem schuldenfreien und neuwertigen Haus und unser Gesamtdepot beläuft sich momentan auf 200000€ Da wir keine Kinder bzw. Erben hinterlassen, werde ich bei der späteren Entnahme des Depots ab 63 den Kapitalverzehr mit jährlichen 6-8% Entnahmen anstreben und das Leben genießen. Man darf sich mit 60 dann einer Realität nicht verschließen, man weiß nie wieviel gesunde und produktive Jahre noch kommen.
Gruß Tom

Gabriele
5 Jahre zuvor

Hallo Tim,

du schreibst wir sollen unsere Kostenblöcke im Blick haben: Wohnen, Transport und Restaurants/Konsumgüter. An den Stellen passt bei uns wohl alles so weit und lässt sich nicht weiter optimieren. Mein Mann ist selbständig und letzte Woche wollte ich wissen, wie es sein kann, dass bei seinem Geschäft im Grunde Jahr für Jahr nichts übrig bleibt. Ich habe mir alle Fixkosten angesehen, dabei entdeckt, dass unsere 4-köpfige Familie pro Jahr allein für Versicherungen aller Art über 40.000 Euro ausgibt mit über 30 verschiedenen Policen. Bei einigen noch fleißig 5 % Dynamik drin und oft Dinge versichert, die wir auch ohne Versicherung im Schadensfall stemmen könnten. Habe diese Woche angefangen Policen beitragsfrei zu stellen und zu kündigen. Z. B. Unfallversicherungen, Hausratversicherung, Rechtsschutz Fahrzeug, Vollkasko und Teilkasko für alte Autos, Rentenversicherungen, Rürup und Lebensversicherungen. Bis ich auch teilweise günstigere Anbieter für notwendige Versicherungen finde, werde ich wohl noch beschäftigt sein, denke aber dass ich mindestens 20.000 € pro Jahr einsparen kann, die dann ins Depot sollen fürs Alter bzw FF. Habt ihr alle gute Ideen, wie und wo die neuen Sparraten angelegt werden können. Vielen Dank für Eure Antworten.

LG Gabriele

Caro
5 Jahre zuvor

Hi Tim,

Deine Artikel sind so motivierend! Es macht einfach viel mehr Spass zu Sparen und zu Investieren, wenn man alle zwei, drei Tage solch wertvollen Input bekommt! (oder alle paar Stunden auf Facebook).

So ist Selbstdisziplin kaum noch ein Problem!

In meinem Umfeld sind kaum Gleichgesinnte und viele haben null Ahnung vom Investieren und können nicht mit Geld umgehen, sie haben einfach nichts begriffen. Da fühle ich mich auf deinem Blog pudelwohl und habe nicht mehr das Gefühl eine Ausserirdische zu sein.

Nun ist es nicht immer einfach mit 2 Kindern auf gute Sparquoten zu kommen, aber ich versuche den Kids schon jetzt viel beizubringen was Geld angeht, damit sie nicht, wie ich, erst mit 38 auf den Trichter kommen ;-).

Hast du Ideen für Nebenjobs, die wenig Zeit in Anspruch nehmen und gutes Geld abwerfen? Wir haben ja schon das Ferienhaus als zweite Einkommensquelle, obwohl da noch ein paar Jahre Kredit drauf ist (Zinssatz 1,25%). Ich muss mal zeitnah brainstormen, bin aber momentan nicht wirklich inspiriert.

Grüsse,

Carola

Andrea
5 Jahre zuvor

Gabriele, das ist ja Wahnsinn, wieviele Versicherungen ihr habt und was sie kosten. Da lohnt es sich auf jeden Fall, zu optimieren.

Tim, tolles Video!

Men Mann möchte in ein paar Jahren ein Sabbatjahr einlegen, natürlich soll ich mitmachen. Leider glaube ich nicht, dass wir Nebenjobs haben können, da wir in der Zeit bezahlt würden, die Stunden werden schon in den Jahren vorher abgearbeitet. Das wirft uns ein bisschen zurück, aber wird sicherlich auch eine tolle Erfahrung. Bis dahin will ich aber auch schon einiges gespart haben. Im April werden wieder Aktien gekauft.

 

Stefan
5 Jahre zuvor

Hey Tim, toller Artikel wie immer 🙂

Und zu deinem Video:

Die Leute wählen extremer, weil die Polit-Elite macht was sie will. Siehe Deuschland: Im Zuge der Griechenlandkrise werden ständig EU-Gesetze gebrochen und bezüglich der Flüchtlingskrise wird Art.16a GG vorsätzlich missachtet! Die Leute wollen nicht mehr von Verbrechern reagiert werden….

Mr Pino Cavallo
5 Jahre zuvor

Tim,

als Interessierter und Journalist hast du ja einen sehr guten Überblick über die erfolgreichsten Value Investoren etc. Gibt es auch gute Portfolio Manager in Deutschland, die ihr Geld nach den Regeln des Value Investings verdienen? Kennst du da welche?

Björn
5 Jahre zuvor

Ich habe mal mit meiner Frau ausgerechnet, mit wieviel Geld wir monatlich auskommen würden. 1500 Euro würden uns vollkommen langen für später. Mit der 4 % Regel würden wir daher gut hinkommen, allerdings müssten wir erstmal 500.000 € zusammen bekommen. Und wie oben schon beschrieben, man müsste sich ja dann von Aktien trennen.

Michael
5 Jahre zuvor

@Björn:

Du/Ihr könnt ja nebenbei noch ein wenig arbeiten. Somit benötigt ihr dann keine 500k…

Sollte man nicht vergessen. Hier wird immer davon ausgegangen, dass man dann überhaupt nichts mehr tut wo Geld hereinkommt.

Christoph
5 Jahre zuvor

@Daniel: genau so sehe ich es auch. Was bringen mir 5 Mio auf dem Konto wenn ich damit nichts mache? Man kann dann auch ruhig mal was ausgeben.

Ich verstehe die Reichen nicht die kohle wie heu haben aber extrem Sparam leben. Dann sollen Sie doch bis auf 1 Mio alles schon jetzt schon spenden damit andere damit was gescheites machen.

@Gabriele: 40.000 für Versicherungen???? Heftig. Also entweder hat euch die Versicherung abgezogen oder ir zahlt einfach extrem viel bei Riester usw ein.

 

Am besten mal an nem WE hinsetzen und alles durch rechnen. Hab ich mit 2 Renten Versicherungen gemacht und beide gekündigt. eine mit Verlust die andere ohne Verlust aber auch ohne Gewinn. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als nix zu verdienen.

 

Wegen den 4% Also ich würde nicht das Depot anfassen. Denn was ist denn wenn man statt 80 auf einmal 90 wird und noch sehr fit ist. Dann doch lieber nur Dividenden auszahlen lassen wobei diese im Laufe der Zeit sicher über 4% vom Depotwert im Jahr bringen werden.

 

chaostrader
5 Jahre zuvor

Selbst wenn ich dann im Rentenalter über einen Zeitraum von 30 Jahren meine Entnahme-Rate auf 5-8% erhöhe. Wo liegt das Problem?

Das Hauptproblem ist, dass am Ende des Geldes noch ‘ne Menge Leben übrig sein könnte bei der Entnahmerate.

Das ziel sollte ja nicht sein alles für andere zu vererben.

Für manche schon.

dass ich mindestens 20.000 € pro Jahr einsparen kann, die dann ins Depot sollen . Habt ihr alle gute Ideen, wie und wo die neuen Sparraten angelegt werden können.

Klar. Man sollte eine Strategie haben, dann ist doch offensichtlich wo die Kohle hingeht.

chaostrader
5 Jahre zuvor

Was bringen mir 5 Mio auf dem Konto wenn ich damit nichts mache? Man kann dann auch ruhig mal was ausgeben.

Bei 5 Mio., sicherlich. Bei den angesprochenen 500-600T würd ichs mir verkneifen, unnötig auf die Kacke zu hauen.

Du hast also die 5 Mio. angepeilt? Respekt.

Skywalker
5 Jahre zuvor

@Gabriele:

Wenn deine Zahlen echt sind  ist das das Absuredste, was ich in Sachen Privatfinanzen in letzter Zeit gehört habe!

Christoph
5 Jahre zuvor

@Chaos: Nein wobei wieso sollte man sich keine hohen Ziele stecken.

Ich meine natürlich nicht mich mit diesem Beispiel sondern Millionäre die nichts mit dem ganzen Geld anfangen. Man muss ja nicht protzen aber etwas mit dem Geld sollte man machen.

Mir imponieren extrem reiche Menschen nicht die genauso leben wie wenn sie hatz4 bekommen würden.

 

Mir imponieren eher reiche Menschen die sich ruhig auch mal teure Autos kaufen, aber nicht dem Protz Wahn verfallen. Wieso denn nicht viel reisen, schönes Auto kaufen usw.

Aber natürlich alles im Rahmen.

 

 

Jan
5 Jahre zuvor

Nein, nicht Privat. Sie schreibt ja von Selbstständigkeit. Und das werden mit Sicherheit nicht alles Risikoprodukte sein, wie mit der Rürup z.B. angedeutet. Als Selbstständiger kann man da viel Kapital vorm Fiskus verstecken. Obs Sinn macht, dafür reichen die Daten nicht.

Goldsternenstaub (vorher Seestern)
5 Jahre zuvor

@Caro:

Bei http://jobs.meinestadt.de/ kann man seine Stadt eingeben und da findet man oft einige Nebenjobangebote, Minijobs ect.

LG, Goldsternenstaub

Mr Pino Cavallo
5 Jahre zuvor

Kann es auch nicht verstehen, wenn extrem reiche Menschen sich aus Prinzip abmühen auf Hartz-4-Niveau zu leben. Auch ich bin kein Freund von dummen Konsum, aber warum sollte man sich nicht ein gutes Stück Rindersteak gönnen und sattdessen auf die Bohnen aus der Dose zurückgreifen? Das macht doch keinen Sinn. Sparen um des Sparen Willens macht überhaupt kein Sinn. Wenn ich meine 5 Mio. € erreicht habe, dann suche ich mir neue Ziele. Das wäre für mich dann aber ganz sicher nicht die 10 Mio.-Marke zu knacken.

Man soll es mit dem Sparen nicht übertreiben!

Wie mit allem im Leben soll man Kompromisse eingehen. Momentan schaffe ich etwa 16.000 € pro Jahr zur Seite. Ich könnte locker auch 18.000€ sparen, aber will ich dann auch nicht auf meinen Urlaub verzichten. Dafür muss ich im Endeffekt vielleicht 2-3 Jahre länger arbeiten, aber das ist es mir Wert. Was bringt es mir zu sparen wie ein Berserker, damit ich dann mit 50 in Frührente gehen kann, ich dann aber dafür die letzten 20 Jahre nicht gelebt habe?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die FF mit 50 dasselbe ist wie mit 30. Mit 50 kannst du vielleicht nicht mehr mehrere Wochen am Stück mit dem Rucksack durch Lateinamerika. Mit 30 hingegen schon. Dann ist es sicherlich ein besserer Deal die FF etwas später zu erreichen und währenddessen ein gutes Leben geführt zu haben.

sdenker
5 Jahre zuvor

Das Beispiel der 28jährigen Bankerin zeigt wieder einmal die Pervesität des Systems.

Die 28jährige Bankerin gibt an, dass sie in sieben Jahren Anstellung bei einer Bank 2 Millionen Dollar ergaunert hat.

Davon sollen 60% aus “sparen” und 40% aus investementerträgen stammen.

Wenn das stimmt, dann hätte sie in nur sieben Jahren 1,2 Millionen Dollar “erspart”.

Oder per Jahr durchschnittlich über 170000 Dollar.

zusätzlich zu dem was sie für ihren Lebensunterhalt ausgegeben hat.

Sie hat also wohl mindestens 200000 Dollar Jahresgehalt erhalten.

Das ist für eine junge Frau mit College-Abschluss und ihren 20er-Jahren einfach unvorstellbar unanständig viel.

Es ist mir schon klar, dass die Lebenshaltungskosten und auch Gehaltslevels in NYC eben sehr hoch sind und dass deshalb einige das ganz anders sehen werden.

Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung.

Dieses vollkommen überhöhte Gehalt für diese junge Frau ist der eigentliche Skandal in der Geschichte!

 

 

 

 

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Gabriele: Eine gute Entscheidung, dass du den Kostenvampiren den Kampf angesagt hast. 😉

Bei privaten Versicherungen bin ich minimalistisch eingestellt: Privathaftpflichtversicherung und Auslandsreisekrankenversicherung. Den Rest brauche ich nicht.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann vor dem Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit sicherlich noch Sinn machen.

Bei Anlagen setze ich ausschließlich auf Sachwerte (Unternehmen, Immobilien und Edelmetalle) und meide Papierwerte: Rürup- und Riesterversicherungen, Staatsanleihen, Lebensversicherungen usw.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Sumpftrockenlegung. Danach wirst du dich befreiter fühlen. Das freiwerdende Geld würde ich so anlegen, wie es deine Portfoliostrategie und -aufteilung vorsehen. Hier tickt jeder anders. 🙂

Oliver
5 Jahre zuvor

@Mr Pino Cavallo

Sehr gute Einstellung. Ich bin auch kein Freund davon, jeden EURO umzudrehen. Man lebt auch heute und es ist nicht verboten, sich einen Urlaub zu gönnen oder mit Freunden zum Essen zu gehen oder was einem auch immer einfällt. Ich persönlich schaue zum einen, entsprechend viele Aufträge zu bekommen, damit die Einnahmen stimmen und zum anderen, dass ich jeden Monat etwas zurücklege. Ich hatte schon lange keinen Monat mehr, wo ich nichts gespart habe. Aber manchmal ist es aufgrund einiger Unternehmungen dann weniger, als es normal ist und da habe ich auch kein schlechtes Gewissen.  Natürlich könnte ich auf der Ausgabenseite einiges optimieren (OK, bei den Versicherungen wie weiter oben bin ich bis auf eine nutzlose Mini-Rentenversicherung recht brav) und auch auf der Einnahmenseite kann es immer mehr sein. Aber ich sehe es nicht als Lebensaufgabe, jeden möglichen EURO aus meinen Aktivitäten zu pressen.

Zu deiner Rucksackreise hatte ich vor einem halben Jahr ein interessantes Gespräch. Ein Lehrer von mir, der inzwischen eine ganze Ecke über 70 ist, ist mit einem seiner Freunde mit Rucksack für Monate nach Thailand gefahren. Der macht solche Dinge regelmäßig. Klar muß man gesund sein, aber glaub nicht, dass Du im hohen Alter nicht unternehmungslustig sein kannst. Zu meinen Studienzeiten war ich Reiseleiter und sehr erstaunt, in welchem Alter manche Leute durchaus strapaziöse Reisen mitgemacht und sich weder beschwert haben noch damit größere Probleme hatten. Ok, die Dame in Stöckelschuhen am Dreiländereck Österreich/Italien/Schweiz auf 3000 Meter hätte ich nicht gebraucht, aber auch die ist den Berg hoch und wieder runter gekommen. Es gab alte Leute, die gar nichts anderes gemacht haben, als durch die Weltgeschichte zu fahren. Hatten sonst nichts zu tun, genug Geld und waren unternehmungslustig. Das war nicht nur der Tegernsee, wo die hingefahren sind.

Klar ist es besser, mit 30 FF zu erreichen. Aber man sollte real sein: Das schafft so gut wie keiner aus eigener Kraft. Ein paar wenige gibts schon, aber die kann man mit der Lupe suchen.

 

eki.
5 Jahre zuvor

Der Skandal an der Geschichte ist wohl eher der Neid anderer Leute auf das Erreichte. So was ist mal wieder typisch deutsch.

 

 

Mr Pino Cavallo
5 Jahre zuvor

@ Oliver

Stimme dir zu. Mein Beispiel mit dem 30er vs. 50er sollte ja auch nur verdeutlichen, dass wir nicht unser ganzes Leben in die Zukunft verschieben sollten und dass wir – bei aller Disziplin – uns schon heute hier und da einige Freiheiten rausnehmen sollten, die uns bei beim Erreichen unseres Hauptziels, die FF, ein wenig nach hinten werfen. Schließlich hat sich auch der Betreiber dieses Blogs eine eigene Wohnung in NYC gegönnt, obwohl er in New Jersey sicherlich deutlich günstiger hätte leben können 😛

Wir sollten nicht vergessen heute schon zu leben. Dabei denke ich gar nicht mal so sehr an den materiellen Konsum, sondern eben an den Konsum in Form von Erfahrungen. Wenn man die Möglichkeit einer längeren Reise heute schon hat, sollte man sie nutzen und nicht um 20 Jahre nach hinten verschieben. Das Leben ist letztlich nicht ganz planbar uns es treten immer wieder unerwartete Ereignisse auf. Es geht ja auch gar nicht mal zwangsläufig um den Gesundheitsaspekt. Selbst wenn du bspw. mit 50 die FF erreicht hast, können dich trotzdem andere Verpflichtungen an einem längeren Wegbleiben von zu Hause hindern (Kinder, Familie).

MadMax
5 Jahre zuvor

Liebe Gabrielle,

wer ohne Probleme 40 000 Euro jährlich für Versicherungen ausgibt, müsste ja über ein entsprechend hohes Einkommen/Vermögen bereits verfügen… da ja nicht nur Versicherungen bezahlt werden müssen ergo müsstet ihr doch schon übers “Ziel” der finanziellen Freiheit hinausgeschossen sein….

Mit freundlichen Grüßen

MadMax

Caro
5 Jahre zuvor

@ Goldsternenstaub @ Tim

Vielen Dank.

Ich schaue mal in den Link, ob ich Jobideen finde, die ich auch hier machen kann. Ich lebe in Frankreich und habe mit Vollzeitjob und Kindern nicht mehr sehr viel Zeit. Ich dachte eher an Bloggen, Videos auf Youtube, etc. weiss aber nicht recht, zu welchem Thema und wie ich da anfangen kann. Ich muss mal zeitnah in mich gehen.

Grüsse,

Caro

Stefan
5 Jahre zuvor

Naja Tim, ich finde die Politiker kommen bei Dir trotzdem zu gut weg. Schau auf Angela Merkel, die allgemein als integer gilt und die ich bis 2010 auch positiv eingeschätzt habe, hat durch die Euro und Flüchtlingskrise so massiv Gesetze gebrochen, was unverzeihlich ist.

Meiner Meinung gehört die gesamte Bundesregierung strafrechtlich verfolgt, was ja renommierte Juristen bestätigen!

 

 

Fabian S.
5 Jahre zuvor

Hallo Tim, klasse Artikel!

Du sagst Du hast nur eine Krankenversicherung. Wie ist das eigentlich in den USA? Wieviel zahlt man dafür und muss man nicht fast alles privat bezahlen. Kenne ja nur unser deutsches System.

 

Und was ist mit einer privaten Haftpflichtversicherung? Die ist in Deutschland die wichtigste Versicherung überhaupt. Damit man nicht die eigene Existenz gefährdet durch einen Schaden!

Dennis
5 Jahre zuvor

@ Tim

Kennst du eine günstige und gute Schlafmöglichkeit in New York?

 

Ralf
5 Jahre zuvor

Sparen, sparen. sparen….. Fakt ist doch: Wer Hartz4 und Co. intelligent zu nutzen weiß, ist bereits in jungen Jahren finanziell unabhängig. Ich kenne mittlerweile etliche Beispielfälle persönlich. Leute die gesund sind und arbeiten könnten, aber nicht wollen und sich gegenüber Sanktion vom Arbeitsamt sehr geschickt verhalten (Psychoschiene etc.).

Im Ernstfall wird ja sogar die Wohnung bezahlt. Auf ein Auto kann wegen fehlender Arbeit sehr oft verzichtet werden. So mancher Angestellter muss viele Kilometer mit dem Auto abspulen um zur Arbeit zu gelangen. Gerade angesichts steigender Preise nicht zu verachten.

Und so mancher Schlauer nutzt seine missbräuchlich erworbene frei Zeit um z.B. regelmäßig Sport zu treiben oder in die Bibliothek zu gehen. Verloddert also nicht. Oder sieht seine Familie aufwachsen, unterstützt seine Kids bei den Hausaufgaben oder geht nebenbei an der Steuer vorbei jobben. Der Arbeitende hetzt sich von der Arbeit oft gestresst nach Hause, meckert dann genervt die Kinder an und hat oft keinen Bock mehr Sport zu treiben.

Wer hat es besser? Ich bin mir da oft nicht so sicher…

https://www.crash-news.com/2015/05/04/886-euro-hartz-iv-monatlich-fuers-nichtstun-arbeiten-lohnt-sich-nicht-mehr/

Der Sparer dagegen, der nach 12 Monaten ALG1 dann in ALG2 fällt ist der Dumme. Sparguthaben muss bis auf einen mickrigen Schonbetrag verbraucht werden.

Wohlgemerkt: Absolut nichts gegen die echten, berechtigten Fälle von Hartz4. Und viele leiden auch darunter! Aber ich behaupte, das sind keine Einzelfälle wie oben geschildert und etliche nutzen das intelligent aus. Die Missbrauchsrate ist vermutlich höher als gedacht, auch wenn ich keine Zahlen habe! Mir reicht es wenn ich durch die Stadt mit offenen Augen gehe und sehe wer da alles so abhängt z.B. vormittags. Das Thema ärgert mich zutiefst. Letztlich zahlen die Steuerzahler für den Missbrauch. Hier besteht ein massives Problem.

Meine Tante arbeitet beim Arbeitsamt und hat mir selbst auch von vielen Fällen dieser Art berichtet. Und nach ihrer Aussage werden mangels Personal auch viel zu wenige Sanktionen verhängt. Die Kinder einer bekannten Hartz4-Familie gehen alle in den teuren Musikunterricht. Können wir unseren Kindern trotz Arbeit nicht bieten. Eine Klassenfahrt steht an. Ich kratze das Geld zusammen. Diese Familie bekommt das bezahlt. Einzelfall?

http://www.deutschlandradiokultur.de/armutsforscher-christoph-butterwegge-armut-trotz-arbeit-ist.990.de.html?dram:article_id=380968

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Ralf: Mag sein, dass es gewisse Tricks und Kniffe im Leistungsbezug gibt, aber H4 hat für mich überhaupt nichts mit finanzieller Unabhängigkeit zu tun. Mit der Leistungshöhe käme ich durchaus zurecht, nur könnte ich nicht mehr komplett selbstbestimmt leben.

Nicht mehr meinen Wohnort beliebig auswählen und wechseln. Nicht mehr reisen, wie ich lustig bin. Nicht mehr über meine finanziellen Mittel (Vermögen und Einkommen) bestimmen. Usw.

Solch ein Leben stelle ich mir gruselig vor, weil ich vom Typ her eine Katze bin: selbstbestimmend und eigenwillig. 😉

Andrea
5 Jahre zuvor

Ralf, dann mache es doch auch so, wenn du glaubst, dass es den HartzIV-Leuten besser geht! Keiner hindert dich daran. Ich persönlich glaube, dass es einem besser geht, wenn man sich etwas selber erarbeitet hat. Deshalb kommt für mch ein Leben mit Hartz-IV nicht in Frage. Ich glaube auch, die Leute werden von den Behörden gepiesakt.

Mark 85
5 Jahre zuvor

Wo wir gerade bei Armut sind: Zuletzt habe ich ,,Kein Wohlstand für alle!?” gelesen. Dieses Buch war mir deutlich zu weit links. Von Selbstverantwortung der ,,Armen” keine Spur. Schuld haben immer andere. Als Lösungsvorschläge wurden nur die üblich verdächtigen Umverteilungsmaßnahmen genannt: Vermögenssteuer wieder einführen und Abgeltungssteuer, Erbschaftssteuer und Einkommenssteuer rauf. Also hat es mir nur mittelmäßig gefallen.

Gestern habe ich dann mit ,,Armut in Deutschland” angefangen. Schon besser, weil es sachlicher und emotionsloser geschrieben ist. Es räumt auch mit manch falscher Stimmungsmache in den Medien auf, die die Armut statistisch hoch- oder runterspielen wollen. Je nach eigenem Zweck: ,,Deutschland geht es gut” (CDU) oder ,,In Deutschland war die Armut noch nie so hoch” (Sozialverbände). 🙂

Andrea
5 Jahre zuvor

Zum Arbeitsamt: Ich habe selber auch Kontakte zum Arbeitsamt, trotzdem will ich etwas Negatives schreiben: Ich selber war in meinem Leben genau einen Monat arbeitslos. In diesem Monat erhielt ich von dem Arbeitsvermittler Adressen, wo ich mich bewerben sollte. Keine davon war eine Stelle, zu der ich gepasst hätte. Als ausgebildete Lehrerin mit zwei Staatsexamina erhielt ich vor allem Adressen von Nachhilfeschulen, wo ich freiberuflich für einen Hungerlohn ein paar Stunden in der Woche hätte unterrichten sollen. Das war sicherlich nicht das, was mir vorschwebte, von der mangelnden sozialen Absicherung einmal ganz abgesehen.  Natürlich habe ich mir eine Stelle selber gesucht.

Meine Schwester und mein Bruder, die beide für eine gewisse Zeit arbeitslos waren, berichteten beide, dass sie zu für sie nutzlosen Fortbildungen zum Thema Bewerbungsschreiben geladen wurden. Auch mein Bruder fand seine Stelle selber, bei der Konkurrenz seiner alten Firma, er hat es ein paar Mal dort versucht, bis sie eine Stelle für ihn hatten. Dort waren seine in der bisherigen Tätigkeit gebrauchten Fähigkeiten gefragt, so dass ihm auch ein guter Lohn geboten wurde.

Ich will sagen, ich kann mir nach den gemachten Erfahrungen vorstellen, dass das Arbeitsamt nicht für jeden eine passende Stelle findet. Leider fehlt es manchen Leuten an Eigeninitiative oder an Selbstbewußtsein und manchmal auch tatsächlich an gesuchten Fähigkeiten, sicherlich manchmal auch an Bereitschaft, eine Stelle mit geringem Prestige anzugehen. Alle wollen mindestens im Büro sitzen.

 

Mattoc
5 Jahre zuvor

Ralf erinnert mich an Tami

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Tim: Ja, mein Herz gehört auf jeden Fall den Schwerkranken und Behinderten. Ich bin froh, dass es ein soziales Auffangnetz gibt. Dafür zahle ich gern Steuern. Meines Wissens ist dieses in den USA nicht so ausgeprägt. Dort läuft mehr über private Iniativen. 😉

Faule oder sich zu sehr selbstbemitleidende Menschen gibt es wohl überall. In diesen Fällen machen Sanktionsmaßnahmen durchaus Sinn.

Rainer Zufall
5 Jahre zuvor

Hallo Tim, bin gerade auf dem Heimweg und höre den Podcast vom Finanzrocker mit Dir…gefällt mir gut.

Wäre doch auch ne schöne Sache…eine regelmässige Gesprächsrunde mit Dir und…

Grüsse.

 

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Mattoc: Auf jeden Fall ähnlich in manchen Grundaussagen, wenn ich Ralfs Text mit Tami vergleiche. 😉

Tami: ,,Wer Hartz4 in Deutschland bezieht, kein Auto benötigt und die Wohnung bezahlt bekommt, kann im Prinzip auch finanziell unabhängig sein. Wer dann noch intelligent genug ist um Sport zu treiben und sich selbst weiter zu entwickeln hat oft ein glückliches Leben. Vor allem wenn er vorher sein Vermögen in Gold und Silber in Sicherheit gebracht hat…..”

Tami: ,,Finanzielle Unabhängigkeit lässt sich auch über Nutzung des deutschen Sozialsystems realisieren. Ich kenne Beispiele die das erfolgreich leben und ein sehr glückliches Leben führen. Ob das erstrebenswert ist bleibe jedem selbst überlassen. Unser System ist absolut wertvoll und richtig für wirklich Bedürftige, lädt meiner Meinung nach aber durchaus auch zum Missbrauch ein.”

Tami: ,,Und wer wie vermutlich einige vorher sein Vermögen in Gold versteckt hat (Tafelgeschäft), hat nach der Hartz4-Phase noch Vermögen zur Verfügung. Gold kriegt man immer los, dafür gibt es auch in anderen Ländern genug Möglichkeiten. Die Stückelung sollte eben gut gewählt werden.

Illegal aber mit Sicherheit machen das einige so. Hinzu kommt das Hartz4-Empfänger eine Wohnung bezahlt bekommen. Angesichts stark steigender Miet-Preise nicht zu verachten. Wohlgemerkt: Das System hat seine Berechtigung! Aber es lädt eben auch zum Missbrauch ein.

Ich kann daher etliche arbeitenden Leute verstehen, die nach Abzug von Pendel- und Wohnkosten nur wenig mehr haben und deswegen ihr Missfallen bei dem Thema äußern. Für Geringverdiener kann Hartz4 bei optimaler Nutzung (wie regelmäßig Sport treiben, Weiterbilden, die Natur genießen, aber auch illegale Schwarzarbeit) leider durchaus eine Option sein. Auf Kosten der Allgemeinheit.

Wir kennen eine Familie mit Hartz4. Alle deren Kinder gehen in den Geigenunterricht oder Reiten (bei unseren Kindern finanziell nicht drin). Sie fahren jedes Jahr in Urlaub und haben sich kürzlich einen VW Touran für 10.000 € gekauft. Der Mann ist studierter Informatiker! und findet angeblich keinen Job (war bei Siemens)……

Der Staat ist hier gefordert andere Anreize zu setzen.”

 

 

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Tim: Die markanten Stichwörter (Hartz 4 ist finanzielle Unabhängigkeit, Auto, Sport, Bibliothek, ALG1, bezahlte Wohnung, Sozialmissbrauch, H4-Kinder kriegen X und Y und ich nicht usw.) waren einfach zu auffällig. 😉

In einigen Punkten liegt er sicherlich nicht komplett falsch, aber was wird damit bezweckt? Aufstachelung?

Mattoc
5 Jahre zuvor

Ich mag diese politische Hetze gar nicht. Es geht mir tierisch auf den Senkel und gehört imho genauso wie Jammern nicht in diesen schönen Blog.  😉

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