Werde reich in vier Schritten

Ein Sprungbrett beim Vermögensaufbau ist der Karrierebeginn. Wenn du in dieser Zeit wie ein Student oder Azubi lebst, kannst du früh größere Summen investieren. Das wirkt später dank Zinseszins mit einer Hebelkraft.

Das hat die New Yorkerin J.P. Livingston so gemacht. Nach dem Start bei einer Investmentfirma lebte sie weiter in der Wohngemeinschaft (WG). Das war im Rückblick die  richtige Vorgehensweise, sagt sie.

Selbst als Livingston mit ihrem Lebensgefährten zusammenzog, lebten sie in einer Mini-Wohnung in New York. So konnten sie Geld beiseite schaufeln und die Freiheit erreichen.

Freiburger wanderte nach Nordengland aus

Der Freiburger René Schäfer kaufte Immobilienobjekte in England und vermietete sie. Er lebte extrem bescheiden in WGs. Er geht selten ins Restaurant und fährt gerne Kajak. (Ich sehe Parallelen zu meinem Leben. Aber René dreht ein größeres Rad als ich). Foto: Bildschirmfoto von Focus Online.

Der Freiburger René Schäfer hat das ähnlich wie Livingston gemacht. Der Porgammierer ist finanziell frei. Übrigens stellt Focus-Online-Redakteur  seit Wochen Millionäre wie René vor. Der Redakteur macht die Portraits so gut, dass jeder anhand der Beispielfälle lernen kann.

Alles begann bei René Schäfer ganz klein. Er las 2007 das Buch “Rich Dad Poor Dad“(Affiliate) von Robert Kiyosaki. Das motivierte ihn, Geld zu verdienen. Er ist in die britische Küstenstadt Blackpool ausgewandert. Weil das Geld knapp war, vermietete er Wohnungen. So baute er sich ein regelmäßiges passives Einkommen auf.

Sein erster Schritt war eine Wohnung in Freiburg. In einem Zimmer lebte Schäfer, die zwei anderen vermietete er. Er konnte sogar anteilig die WG-Kosten steuerlich absetzen. Schäfer tilgte seine Kredite. Und hatte eine neue Sicherheit für weitere Kredite. Heute gehören ihm Hotels, Läden, Restaurants, Ferienwohnungen und ein Wohnheim für Arbeiter. Ich bin baff, was er sich aufgebaut hat. Es ist ein kleines Imperium. 9.000 Euro verdient er im Monat unterm Strich. Er will noch 30 Ferienwohnungen kaufen. Und zwei Manager einstellen, die seine Objekte verwalten.

Schäfer zog zwischenzeitlich in die Schweiz um. „Ich musste Deutschland verlassen, um reich zu werden und Erfolg zu haben“, sagte er dem Focus. Die Steuern und Abgaben seien zu hoch in Deutschland. “In Deutschland arbeitet man nur noch fürs Finanzamt”, sagt er. In der Schweiz seien die Löhne höher, die Steuern geringer. “In der Schweiz lohnt sich Leistung noch.” Ähnlich ist das wohlgemerkt in den USA. René Schäfers Rat: “Hab keine Angst vor Veränderung. Verlasse deine Komfortzone.”

Vier Schritte für den Vermögensaufbau

Um reich zu werden, musst du im Prinzip nur vier Dinge tun. Ich schreibe seit Ewigkeiten diesen Blog. Und es wiederholt sich. Ich weiß. Wenn ich alle Artikel zusammenfassen würde, würde ich dazu nur vier Grundsätze benötigen.

Persönliche Finanzen und der Weg in die finanzielle Freiheit sind überhaupt keine komplizierte Sache. Es ist einfach. Es handelt sich um einen vierstufigen Prozess, den fast jeder mit genügend Entschlossenheit und Disziplin durchziehen kann.

Diese vier Schritte musst du gehen, wenn Du reich und finanziell frei werden willst.

  1. Gib weniger aus, als du einnimmst
    Du kannst dies erreichen, indem du automatisch jeden Monat mindestens 20 Prozent oder mehr deines Nettogehalt abziehst, um Aktien oder ETFs zu kaufen. Am besten per Sparplan. Führe ein sparsames Leben. Bau dir vielleicht mehrere Einnahmequellen auf. Schön sind vor allem passive Einnahmeströme wie Mieten, Dividenden etc.
  2. Schütz deine Gesundheit und Vermögen
    Du nimmst keine irren Hypotheken oder Konsumkredite auf. Du hast einen Notfallfonds. Eine Haftpflichtversicherung sichert Risiken ab, ebenfalls eine Krankenversicherung. Du gehst keine absurden Risiken ein mit deinem Vermögen. Du achtest auf deine Fitness und eine gesunde Ernährung – schließlich willst du lange deine finanzielle Freiheit genießen können.
  3. Du steigerst dein Vermögen, indem du investierst und passives Einkommen aufbaust
    Du hast ein Depot, das du stetig fütterst. Du erwirbst einkommensschaffende Vermögenswerte wie Dividendenpapiere, Grundstücke, Wälder, Garagen, Stellplätze, Lizenzen. Du gründest einen Online-Shop, hast Mietobjekte, Ferienwohnungen, Airbnb, Blogs, YouTube, Instagram… Du gründest eventuell ein Unternehmen oder hast anderweitige Einnahmen aus Nebenjobs, Überstunden, Boni etc.
  4. Du meidest extreme Risiken
    Langsam, kontinuierlich baust du dein Vermögen aus. Ohne wild zu traden. Ohne Hin und Her. Mit einer geruhsamen Strategie.

Das ist es schon. Es ist einfach. Es gibt in der Regel keinen schnellen Weg zum Ziel. Eigne dir stetig Wissen an wie es René Schäfer macht. Kümmere dich um deine Privatfinanzen. Kontinuierlich lernst du im Job und bei den Finanzen hinzu. Du achtest auf Gebühren, Steuern, Rendite und Risiken. Eventuell wanderst du aus, wie es René Schäfer empfiehlt.

Die Superreichen machen “Buy and Hold”

Lerne von den deutschen Superreichen. Sie halten ihre Assets in der Regel für Dekaden oder gar Jahrhunderte. Sie werden von Generation zu Generation vererbt.

SAP-Gründer Hasso Plattner hat übrigens gerade seine SAP-Aktien um eine Viertel Milliarde Euro aufgestockt, nachdem sein Software-Aktienpaket um über 20 Prozent eingebrochen ist. Ein schwaches Quartal mit einem gedämpften Ausblick – und schon stürmen Anleger aus der DAX-Aktie. Die Superreichen sehen das als Chance. Der durchschnittliche Anleger hält heute noch Aktien für sechs oder sieben Monate. Ein Geschäftsmann wie Plattner oder Mitgründer Dietmar Hopp haben ein halbes Jahrhundert Zeit. Und selbst dann denken sie nicht ans Verkaufen.

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Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

hi Tim,
also seine Immobilien, die, wenn sie in D stehen, muss Dein Namensvetter auch in D versteuern, da nutzt ihn die CH gar nix, aber wer weiss wie er das gemanaged hat, der wird schon ein paar Tricks mehr kennen als ich 🙂 
Dennoch beeindruckend, für mich wäre das aber nix.

1 Jahr zuvor

Hi Tim!
Deine NY Videos sind top! Tolle Aktien die Du da immer bringst.
Vielleicht mal was über Deine Einschätzung zu MSTR?
LG.
Didi

1 Jahr zuvor

Die Regeln sind so einfach. Ich empfehle auch jedem das Buch “Der reichste Mann von Babylon”.
 
Die Prinzipien sind so einfach….

Thorsten
1 Jahr zuvor

Der beste Artikel seit langem für mich. Ich schlage eh heute das Buch zufrieden zu ( gerade steht ein Mieterwechsel an, der Staat zwingt mich ja die Miete im Auge zu behalten und konsequent zu erhöhen , um langfristig wirtschaftlich zu arbeiten, dann mache ich das auch brav – moderat ).

Gunnar
1 Jahr zuvor

Deutsche sparen 15% ihres Einkommens – auf dem Sparbuch:
https://www.n-tv.de/ratgeber/Zinsflaute-im-Land-der-Sparer-was-tun-article22126500.html
Trotz Aktienhype auf Youtube 😉
 
 

Mark 85
1 Jahr zuvor

Sehenswerte Doku: Wir Deutschen und die großen Crashs 😉

Nico Meier
1 Jahr zuvor

meinst Du nicht dass SwissRe die Dividende kürzen wird? Ich habe diesbezüglich Bauchschmerzen.
zweite Welle:
ich habe seit einer Woche Ferien und diese Woche noch Abbau von Überstunden vom Frühjahr, bevor ich dann neue aufbauen kann. Ich habe vor dem Virus genau den gleichen Respekt wie im Frühling, ich habe erfahren dass sich Jemand aus meinem Bekanntenkreis angesteckt hat und auf der Intensivstation liegt (nicht Kanton TG) nicht schön!
Es wird zur Zeit ja diskutiert dass das Pflegepersonal in der CH unzufrieden ist, der Beruf ist nicht so attraktiv mit den unregelmässigen Arbeitszeiten, die Löhne sind in Ordnung, aber es sollte mehr Wo-End/Feiertagszuschläge geben, ebenso Nachtdienstzuschläge, es sind zu wenig Pflegende vorhanden, das war schon vor Corona so, meines Erachtens wird der Beruf zu sehr akademisiert, was nutzt es wenn die Alle Mordstitel haben aber keiner am Bett stehen möchte? Eine FaGe ist hingegen keine Krankenschwester.
 
@Fit und Gesund
Swiss RE: Nein ich glaube nicht, dass die Swiss RE ihre dividende kürzen wird. Wie bei der Zurich ist es erklärtes Ziel ein guter Dividendenzahler zu sein und die Dividende nicht zu kürzen. Die Swiss RE verfügt über so massive Reserven, dass sie die Dividende in den nächsten 5 Jahren keines Falls senken wird.
Ich arbeite nicht im Gesundheitswesen aber habe da recht guten Einblick. Die verakademisierung der Pflegeberufe sollte die Berufe attraktiver machen die Löhne wurden in den letzten 30 Jahren massiv gesteigert. Eine Diplomierte Pflegefachfrau ist eigentlich die Krankenschwester von früher verdient heute aber rund doppelt soviel wie vor 15 Jahren! Die Folge davon ist, dass sich die Spitäler nur wenige Diplomierte leisten aufgrund des Kostendrucks weil die Löhne eben so hoch sind. Da wird dann viel mit FaGe oder gar mit Pflegeassistentinnen gearbeitet, die bedeuten tiefere Löhne haben.
Ich finde die Löhne der Diplomierten Pflegefachfrauen hoch genug aber ich bin einverstanden mit höheren Sonntags und Nachtzulagen, dies könnte helfen die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Die Gefaht bsteht dann halt, dass die Nacht und Wochenendschichten noch weniger dicht besetzt werden und die nacht und Sonntagsarbeit noch stressiger wird für den Einzelnen.
 
 
 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Fit und Gesund
Ich habe nachwievor keine Angst vor dem Virus. Ich halte mich an die Vorschriften die der Staat uns aufbürdet um mein Umfeld wie Eltern und Grosseltern usw. zu schützen, denn diese könnte das Virus töten. Ich bin ein Mann unter 40 ohne Vorerkrankung, daher birgt Corona für mich ein Todesrisiko das verschwindend gering ist.
Unser Finanzminister hat kürzlich gesagt wir müssten mit den Vorschriften die die Wirtschaft behindern vorsichtig sein, denn irgendwann sei die Grippe wieder weg aber die wirtschaftlichen Schäden würden bleiben. Dies bringt meine Meinung gut auf den Punkt.
Zurzeit stecken sich extrem viele sehr junge Menschen an, dies wir über kurz oder lang zur Herdenimunität führen die wir eigentlich mittels Impfung erreichen wollten.

Daniel
1 Jahr zuvor

Nennt mich Markettimer oder Angsthase, aber ich habe Ende letzter Woche begonnen in Erwartung deutlich tieferer Kurse zu verkaufen. Gerade europäische Werte sind für mich kein sicherer Hafen.

Wolke
1 Jahr zuvor

@Nico Meier
über kurz oder lang zur Herdenimunität führen…
 
Auf die Herdenimmunität durch das Covid-19 Virus zu warten ist Unsinn, da herrscht Konsens.
Bis es zur Herdenimmunität kommt, sind sämtliche Krankenhäuser völlig funktionsunfähig geworden. Da kannst du dir dann die Blinddarmoperation zuhause auf dem Küchentisch vom Hausarzt machen lassen.

Ralf
1 Jahr zuvor

@Virus: Gesunde Vorsicht und Umsicht ohne Übertreibungen sind gute Ratgeber. Dann geht man eben mit Maske einkaufen, so schlimm ist das nicht. Besondere Angst braucht es aber nicht, es kommt wie es kommt. Ich empfehle vorbeugend Cystus aus der Apotheke (sehr starker Virenblocker auf Basis einer Mittelmeerpflanze). Besonders die Kids tun mir aber schon leid. Sozialkontakte sind derzeit ein schwierigeres Thema für unsere beiden Teenager. Echt sch….

Und die Wirtschaft können wir in Teilen bald in die Tonne treten wenn nun wieder Einschränkungen kommen (Gastgewerbe, Fitnessbranche, Restaurants, Reisebranche, Events…). Mit weitreichenden Folgen für alle sowie den Staatshaushalt. Wobei der Staat das nicht dauerhaft abfangen kann.

@Aktien: Wie ist Eventim als mögliche Anlage zu bewerten angesichts der Entwicklungen?

Paluma
1 Jahr zuvor

@ Daniel wir werden in den nächsten Tagen bestimmt tiefere Kurse sehen. Ob du nach den Transaktionskosten und Steuern besser fährst, um später wieder einzusteigen wird sich zeigen. Ich bleibe investiert und werde vielleicht bald wieder die nächsten Käufe seit April tätigen.
@ Nico freut mich dass du mittlerweile eine gemäßigtere Meinung zu COVID hast. Herdenimmunität kann man aber auch durchaus in Zweifel stellen.

Tim L.
1 Jahr zuvor

@Nico Meier:
Bei dem Anteil von alten Leuten, die wir in Deutschland haben, ist die Hoffnung auf eine Herdenimmunität das Todesurteil für zehntausende Menschen.
Herdenimmunität gibt es wohl bei ca. 60% der Bevölkerung. Macht bei 80 Mio. Einwohnern 48 Mio. Infizierte. Davon landen 3-5% im Krankenhaus (rechnen wir mal mit 4%), also 1.920.000, sterben tun 0,3-1,5% (je Anteil alter Menschen), wir rechnen mal mit 0,5%, das scheint für Deutschland konservativ, besonders unter einer Annahme, dass unser Krankenhaussystem bei solchen Zahlen schnell überlastet wäre und eine wirkliche medizinische Versorgung nicht mehr gewährleistet werden könnte. Zum Vergleich zu den Krankenhauszahlen (nicht alle Intensiv), wir haben 8.000 freie Intensivbetten. Das entspricht für Deutschland dann ca. 250.000 Toten, bei 1,0% bzw. 1,5% Sterblichkeit kann sich das ja jeder selbst ausrechnen. Vergleich zur Grippe, die ja eine Herdenimmunität erreicht bzw. niemand es verhindert, dass sich diese weiter ausbreitet: 15.000-25.000 Tote pro Jahr. Und da haben wir noch nicht drüber geredet, wie viele der Infizierten tatsächlich immun sind. Wenn das nämlich bei einem größeren Teil, insbesondere den leicht-erkrankten, der Fall ist, kannst du das Thema gleich abschreiben. So viel zur Herdenimmunität…
Einfach mal nach Frankreich, Belgien, Tschechien, Teile von Polen schauen und dann darüber nachdenken, was man so schreibt. In Lüttich haben sich in den letzten 2 Wochen ca. 2.000 Menschen pro 100.000 Einwohner angesteckt. Lassen wir es aufgrund der Dunkelziffer mal 10.000 Menschen, also 10% der Bevölkerung sein. In den völlig überlasteten Krankenhäusern müssen infizierte Ärzte und Pfleger arbeiten, weil sonst niemand mehr da ist und die Katastrophe kommt erst noch, weil sich die letzten 2 Wochen dort aufgrund der Inkubationsphase und der Zeit bis zur Krankenhauseinlieferung noch nicht mal richtig in den Intensivpatientenzahlen durchgeschlagen hat. Das wollen wir für Deutschland?
Ich will die Wirtschaft ja auch retten, aber kein Politiker wird sich dazu entschließen, die größte deutsche Wählergruppe zum Abschuss freizugeben. Das wird nicht passieren und wenn ich an meine Großeltern denke, ist das auch gar nicht so schlecht…

Ralf
1 Jahr zuvor

@Tiefere Kurse: Möglich. Aber es wird auch mal wieder hochgehen. Und ein Verkauf würde je nach Gewinn eben auch Steuern auslösen. Daher dann lieber zweimal überlegen.

Hier noch etwas Input zum Thema Corona und pflanzliche Wirkstoffe:

https://rp-online.de/panorama/coronavirus/forscher-untersuchen-heilpflanzen-gegen-das-coronavirus_aid-53616205

https://brf.be/regional/1425354/

Thorsten
1 Jahr zuvor

Bei Bismarck gab’s die Rente mit 80, kaum einer bekam etwas, das war biblisches Alter. Da wird es auch wieder hingehen schrittweise. Bei Rente mit 67 sind schon 17% tot und die kriegen keinen Cent. Ein Grund mehr früher auszusteigen und nicht vom Bürosessel in den Sarg zu fallen.
https://www.merkur.de/leben/geld/rente-mit-65-oder-67-gesetzliches-rentenalter-lebenserwartung-zr-90080581.html

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Tim L.
Für mich stellt sich immer die Frage was ist denn ein Corona-Toter.
Ist er durch Corona gestorben oder ist er mit Corona gestorben.
Das Leben ist täglich lebensgefährlich und endet für jeden von uns mit dem Tod. Wenn jemand in hohem Alter über mehrere Jahre Krebstherapien über sich ergehenlassen muss und danach an Krebs stirbt aber auch noch Corona positiv ist, so ist dies in meinen augen kein Opfer von Corona sondern er wäre ja sowieso an krebs gestorben aber wir machen ihn nun zum Coronaopfer um die Drohkulisse aufrecht zu erhalten.
Ich habe einige sehr alte Menschen in meinem Umfeld ein Teil dieser Menschen lebt in alters oder Pflegeheimen. Viele dieser Menschen haben durch die Kontaktsperre wärend des Lockdown den Lebenswillen verloren. ich möchte als Alter nicht in einem Heim eingesperrt werden ohne Kontakt zur Familie und zu Freunden!
Ich bin gespannt wir Schweden diese zweite Welle treffen wird dort haben sich viel mehr Menschen in der ersten Welle angesteckt. Abgerechnet wird erst in einigen Jahren. Und ich plädiere klar dafür sich mit der eigenen Endlichkeit auseinandertzusetzen. Warum nur haben viele so grosse Angst zu sterben?

Tim L.
1 Jahr zuvor

@Nico Meier:
Fakt ist halt, dass man eine Übersterblichkeit hatte, die in Spanien, Frankreich, Belgien UK etc. im Frühjahr um >50% höher war, als der Durchschnitt der letzten Jahre. Das erklärt sich nicht dadurch, dass nur Leute gestorben sind, die sowieso gestorben wären.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-uebersterblichkeit-europa-100.html

Auch Schweden ist da deutlich negativ aufgefallen, allerdings nicht so stark wie andere Regionen, was wahrscheinlich an der weniger dicht besiedelten Region an sich liegt.

Stefan
1 Jahr zuvor

@Nico
Hast du keine Angst zu sterben? Und wenn Nein, warum nicht?

AktienNewbie
1 Jahr zuvor

@Tim:
Aber meinst du, dass jetzt noch ein Finanzblog mit Youtubekanal neben deinem und allen anderen sinnvoll ist? Das Thema und auch viele andere wie Dating, Fitness, etc. sind doch schon aufgebraucht.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Tim L.
Lustigerweise hatten insbesondere Länder und Regionen mit einer sehr alten Bevölkerung eine Übersterblichkeit. Corona tötet die Alten und diejenigen Jungen mit Vorerkrankungen. Es überleben dadurch die Starken ganz nach Darwin. Eventuell hatten diese Länder in diesem Jahr etwas mehr tote Alte und in den nächsten Jahren dafür etwas weniger.
Ich muss immer lachen wenn die Menschen Schweden als nicht dicht besiedelt bezeichnen. Ich war letzten Sommer drei Wochen in Schweden mit dem Wohnmobil wir haben unter anderem Malmö und Göteborg besucht. Diese Städte sind etwa gleich besiedelt wie die Grossstädte in DE oder in der Schweiz!
Natürlich gibt es ein Hinerland welches nicht dicht besiedelt ist aber dieses Hinterland gibts ja in DE auch.
Ein weise Mann hat mal gesagt ein Mann müsse in seinem Leben drei Dinge machen:
einen Baum Pflanzen
ein Haus bauen/erwerben
einen Sohn zeugen
Ich habe bereits in meiner Schulzeit dutzende Bäume gesetzt als Ferienjob beim Förster.
Das Haus haben wir 2017 gekauft.
Und der Sohn ist im März auf die Welt gekommen.
Ich habe keine Todessehnsucht aber ich nehme mich selber nicht so wichtig und bin mir daher im klaren, dass wenn ich heute sterben müsste dies kein wirklicher Verlust für die Welt bedeuten würde. Auch wenn ich natürlich schon hoffe das einige mir wichtige Menschen mich vermissen würden.
Ich versuche mein Leben so zu leben, dass ich nichts bereuen muss und auch keine Sachen habe die ich immermal irgendwann erledigen möchte.
 

Aston
1 Jahr zuvor

” Er ist in die britische Küstenstadt Blackpool ausgewandert. Weil das Geld knapp war, vermietete er Wohnungen. So baute er sich ein regelmäßiges passives Einkommen auf.”
 
Aha. 

Stefan
1 Jahr zuvor

Danke für deinen Einblick

Thorsten
1 Jahr zuvor
Stefan
1 Jahr zuvor

Theoretisch dürfte man Bayer seit den 1960’er nicht im Depot haben um hier nochmal das gerne vergessene und durchgelutschte Argument Agent Orange ins Spiel zu bringen. Da macht die Meldung von heute die Wurst auch nicht mehr fett.

Tim L.
1 Jahr zuvor

@Nico Meier: Und die alten Menschen haben kein Recht auf ein gesundes Leben, selbst wenn es nur noch 1-2 Jahre sind? Na das nenne ich mal großen Egoismus. Unabhängig von den ganzen Personen, die zwar nicht sterben, aber trotz allem nicht gesund sind. Ein Bekannter (59) meiner Eltern war eine hohe Führungskraft bei einem Automobilzulieferer in Süddeutschland, Marathonläufer, stand noch Mitten im Leben, hatte im März Corona. Kein Krankenhaus, dafür 2 Wochen ordentlich Fieber und Grippesymptome. Jetzt 7 Monate später hat er einen mittleren Herzschaden, inkl. Herzrythmusstörungen, ist arbeitsunfähig, kann in Frührente und fühlt sich, als wäre er 85 und kurz vor dem Sterben. Solche Fälle tauchen in den Todesstatistiken nicht auf, dafür aber in den diversen Reha-Zentren, die überall in Deutschland aufgemacht wurden um die “fitten” und “gesunden” auch ein halbes Jahr danach noch zu pflegen, weil ihr Körper massiv angegriffen wurde. 
Aber wenn du keine Angst vor dem Tod oder einem kranken Leben hast, passt das ja 😉 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Tim L.
Man wird immer einen Einzelfall finden in dem ein angeblich Topgesunder plötzlich zum Pflegefall wird.
Das geht übrigends auch ganz ohne Corona zum Beispiel durch einen Hirnschlag oder andere Krankheiten. Ebentuell hat der gute Mann auch einfach zu viel Stress und einen ungesunden Lebenswandel und daher war sein Imunsystem bereits beeinträchtigt.
Ich finde richtig, dass vor kurzem in der Schweiz auch die Maskenpflicht in Einkaufsläden eingeführt worden ist. Ich finde Risikopatienten also gerade ältere Menschen sollten sich besonders schützen aber genau diese sind es gewesen die ihre Einkäufe unbedingt ohne Maske am Samstagmorgen machen müssen wenn die Werktätigen gezwungenermassen ihre Einkäufe machen müssen!
Das Leben ist zu kurz um vor dem Tod angst zu haben. Ich geniesse jeden Tag als wäre es mein letzter so brauche ich keine Angst vor dem Tod zu haben.
 

Thorsten
1 Jahr zuvor

Kaufschwellen für SAP : 88, 79, 68, 53 €

Es geht in den Indizes auf dieTiefs vom März minus die Kollateralschäden verschleppter mieser Zahlen.
 

Slowroller
1 Jahr zuvor

In Hamburg wird jedes vermeintliche Coronaopfer Gerichtsmedizinisch auf die Todesursache untersucht. Nur soviel: Die Korrekturrate ist Minimal – 99% der untersuchten Opfer wären ohne Covid nicht gestorben.
 
Mal sehen ob wir eine Korrektur, einen Crash oder nur kurze Unsicherheit sehen. Vielleicht bringt der nächste Dienstag dann noch mehr Bewegung…

Tim L.
1 Jahr zuvor

@Nico Meier: 
Schweiz: Krankenhaus-Kapazitäten werden knapp
10:41 Uhr
Das Schweizer Gesundheitssystem kämpft mit der zunehmenden Zahl von Patienten, die nach einer Ansteckung mit dem Virus erkrankt sind. Angesichts von Infektionsraten, die weit über denen in Deutschland und Italien liegen, könnten in zehn Tagen die Krankenhaus-Kapazitätsgrenzen erreicht werden, warnen Experten. Bereits jetzt werden Mediziner im Ruhestand reaktiviert und Krankenhaus-Abteilungen ohne Bezug zur Pandemie geschlossen.
(Quelle Tagesschau.de)
Scheint ja in der Schweiz gut zu laufen. Aber sind ja nur die Alten und Schwachen, die sowieso bald das zeitliche Segnen 😉

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@Nico Meier,
bei Swiss Re bin ich gespannt ob sie tatsächlich die Dividende so beibehalten, die Tiefstkurse vom Frühling könnten sich wiederholen, ich weiss es nicht. Ich kaufe nicht nach, verkaufe aber auch nicht. Schlechtes Risikomanagement meinerseits.
 
Corona,
ich bin nicht überzeugt von der Herdenimmunität, ein Impfstoff ist bislang nicht da. Das Thema polarisiert weiterhin. Ich werde mit Corona leben müssen, Vorsorge treffen müssen für den Fall dass ich es bekomme und evtl. hospitalisiert werden muss, für Alleinstehende eigentlich auch ohne Corona immer ein Thema, auch wenn man es gerne verdrängt. Meiner eigenen Endlichkeit bin ich mir absolut bewusst. Schuldzuweisungen an die jeweils andere Altersgruppe bringen nichts, die Alten sollen unter der Woche shoppen, die Jungen auf Parties verzichten? da schenken sich beide Gruppen nix. Unvernunft findet man bei vielen Altersstufen.
 
Ich werde mit der Unsicherheit leben müssen, ich beobachte eine allgemeine Gereiztheit und dies dürfte sich verstärken über die Wintermonate, im Frühling hatte man auf den Sommer gehofft, der war nicht mehr fern, jetzt kommen die trüberen Monate, der Sommer erscheint weit weg. Warten wir die Entwicklung ab.
 
Börse
wie weit es diesmal abwärts geht weiss ich nicht, ich habe Cash zum Nachkaufen, ich glaube aber diesmal nicht an eine rasante Erholung wie im Frühjahr, unsere Geduld wird diesmal vermutlich mehr auf die Probe gestellt, für mich gilt gestaffeltes Einkaufen von Qualitätstiteln, etwas Anderes kann ich nicht tun. 
 

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Unvernunft findet man bei vielen Altersstufen.
 
Man findet aber auch sehr viel Vernunft. Wenn ich meine Kollegen sehe oder – natürlich mit Maske und auf Distanz! – mich mit ihnen unterhalte, wird alles, was der Staat oder das Unternehmen uns verpflichtend aufbürdet oder empfiehlt, strikt eingehalten. Ausnahmen könnte ich keine benennen. So weit eben möglich, schützt das uns und unsere Angehörigen, die Handlungsfähigkeit unseres Unternehmens … und unsere Aktionäre wird es auch freuen, wenn wir so verantwortungsbewusst mit der Seuche umgehen  😉
 

-M
1 Jahr zuvor

@Märkte
Bin mal gespannt wie es weiter geht. Waren jetzt einige %-Punkte, aber von Panik ist keine Spur.
Die Zittrigen behalten ihre Papiere bisher.
-M

Wolke
1 Jahr zuvor

@Nico Meier
einen Sohn zeugen…
 
Und wenn es „NUR“ eine Tochter gewesen wäre…
Merkwürdige Einstellung für „einen Mann unter 40“!
 
 

42sucht21
1 Jahr zuvor

@-M
Aktien, Gold, Öl, Kryptos fallen Heute wieder gleichzeitig. Jetzt denken einige, ich sitze das aus, ein neuer Crash geht genauso schnell wieder hoch wie im Frühjahr. Interessant würde es wenn die Erholung nicht Eintritt sondern der Fahrstuhl mit Zwischenstops länger nach unten fahren sollte. Mal schauen ob die US Konjunkturspritze nach der Wahl nachhaltig Wirkung zeigen wird.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Wolke
“Sohn zeugen” steht stellvertretend für “Kind zeugen” ist doch völlig egal ob es ein Sohn oder eine Tochter ist.
 
Ich tue mein Bestes um die Regeln der Politik einzhuhalten aber ich ärgere mich sehr über Menschen die jetzt an grosse Veranstaltungen gehen egal ob Junge in den Klubs oder an Fussballspielen oder Alte an Kaffeefahrten oder Ländlerkreuzfahrten!

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Wolke
Du konstruierst da etwas. Natürlich heißt es in dem Spruch “Sohn zeugen”, und das ist auch gut so. Eine Frau kann ja “Tochter gebähren” schreiben oder ist das dann auch falsch ?
Nur noch “Kind” schreiben ? Vorsicht, vielleicht ist das in der nächsten Irrenrunde dann auch schon diskriminierend und man darf nur noch “biologisch assoziierter Nachwuchs” schreiben.

Tim L.
1 Jahr zuvor

@42sucht21:
Ich hätte auch kein Problem, wenn der Fahrstuhl dann auch mal 2-3 Jahre unten bleibt. Der Anstieg war mir nicht geheuer…ich hatte Positionen wie SQ, TTD oder PINS, die innerhalb 5-6 Monaten um 200-300% gestiegen sind und das in einer Pandemie und einem der größten Wirtschaftseinbrüche in der Nachkriegsgeschichte…ich bin im Ankaufsmodus, lieber in den nächsten Jahren niedrige Preise, als liquiditätsbefeuerte Aktienblase 😉

-M
1 Jahr zuvor

@42
Genau, das längere nach unten fahren blieb das letzte mal aus. Mal sehen ob es bei der Korrektur bleibt, oder ob auf einmal viele viele Anleger kalte Füße bekommen. Nach dem Hype wäre das nicht verwunderlich. 
Aber bleibt natürlich alles in der Glaskugel verborgen.
-M

Ralf
1 Jahr zuvor

Es fehlen Anlagealternativen und zu viel Geld ist im Umlauf. Nun folgt auch noch die Erbengeneration die Kohle anlegen will. Darum werden die Märkte (auch durch die Politik der Notenbanken) mit Rücksetzern zwischendurch weitergetrieben werden auf neue Höhen. Ebenso Immobilienpreise in halbwegs tauglichen Lagen. Meine Meinung…

-M
1 Jahr zuvor

Ralf dagegen spricht, wenn in den Märkten Angst regiert. Rette sich wer kann heißt es dann wieder.
-M

DanielKA
1 Jahr zuvor

-M: dann kommen wieder die Notenbanken wie Ralf schon erwähnt hat, aktuell steht ja alles auf Rettung, Olaf Scholz will ja bis zu 75 % der Umsätze!! an die betroffenen betriebe des 1- Monatslockdown zahlen. Die Staaten haben weltweit die Spendierhosen an. Man sieht es ja an den Immopreisen, die sind sogar trotz Corona weiter gestiegen
Und Strafzinsen will auch keiner mehr zahlen.
 

Lad
1 Jahr zuvor

🙁 Tim meint, dass er nicht riskiert.
Aber im nächsten großen Crash wird manche seine Aktie auf 1/4 fallen. Z.B. Netflix. Entweder wird er das dann bedauern, oder wird ihm das egal. Denn 20 Jahre später nach dem Crash kommt Netflix auf sein heutiges Maximum zurück. Und Tim hat sowieso niemanden, der seine Aktien erben könnte. So ist es egal, wenn von heutiger Million € in Aktien nach dem Crash nur 300.000 € werden 🙁

Sparta
1 Jahr zuvor

@Nico Meier

“Ich muss immer lachen wenn die Menschen Schweden als nicht dicht besiedelt bezeichnen. Ich war letzten Sommer drei Wochen in Schweden mit dem Wohnmobil wir haben unter anderem Malmö und Göteborg besucht.”

Ich war auch schon bei meiner Rundreise in Malmö, Göteborg und Stockholm… Trotz der paar wenigen etwas “größeren” Städte war mein persönlich verfälschter Eindruck an der tatsächlichen Statistik mit der Bevölkerungsdichte näher dran… 😉

https://www.indexmundi.com/map/?v=21000&r=eu&l=de

Schaun wir mal in die Statistik und lachen dann! 😉
 

Wolke
1 Jahr zuvor

@Thorsten
Jaja, ein Mann hat einen Baum zu pflanzen, ein Haus zu bauen und einen Sohn zu zeugen. Hatte in biblischen Zeiten durchaus Sinn, aber heute wirkt der Spruch etwas kleinkariert.
Ich kenne diese Sprücheklopfer, sie haben auch noch andere, recht eigenartige Charakterzüge.

Pater Kater
1 Jahr zuvor

Was macht ihr eigentlich wenn Corona bleibt, noch heftiger wird?
Wenn ihr glaubt, das Schlimmste sei vorbei, das nächste, vielleicht noch “potentere” Virus um die Ecke kommt.
Dann ist es bestimmt super wenn man viele Aktie hat und Firma für Firma pleite geht.
Denkt gerade jemand darüber nach einen Bauernhof zu betreiben oder Ähnliches – nein, warum auch …
Oder Geld, das man übrig hat denen zu geben,die es dringend benötigen … ? 
Ihr seid alle so was von auf dem Holzweg.

Mark 85
1 Jahr zuvor

An Pater Kater: Da ich über keine Glaskugel verfüge, sieht mein Plan unabhängig der Coronakrise wie folgt aus:

– mehrere Vermögens- und Einkommensstandbeine

– ein Notvorrat an Haushalts-, Lebens- und verschiedenen Finanzmitteln– die wichtigsten Versicherungen

– keine Schulden(aufnahmen)– eine hohe Sparquote durch ein defensiven Lebens-/Konsumstil

– möglichst wenige langfristige Zahlungsverpflichtungen

– ein Netzwerk aus vertrauensvollen Menschen

– eine generelle Dankbarkeit und die Akzeptanz der Grenzen des Machbaren (man kann sich auf verschiedene Szenarien, aber nicht auf alle vorbereiten)

Sieht für dich so ein Holzweg aus? Dann bitte ich um Verbesserungsvorschläge. 😉

-M
1 Jahr zuvor

@Pater Kater
Willkommen im Börsenforum
Guter Einwand. Wie machst Du es denn? Stell Dich doch am besten auf diesem Weg mal kurz vor. War glaube ich Dein erster Beitrag hier.
Grüße
-M

Mark 85
1 Jahr zuvor

Ach Mann, die Textformatierung bringt mich hier manchmal zum Verzweifeln. 😀

Wolke
1 Jahr zuvor

@Mark 85
Guter Plan! Kopier ich mir mit deiner Erlaubnis auf‘s Handy, damit ich’s nicht vergesse.

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