Was Warren Buffett über General Electric und Tesla denkt


New York, 4. Februar 2019

Das Industriekonglomerat General Electric (GE) ist tief gestützt. Voriges Jahr halbierte sich die Aktie. Hohe Schulden und schwache Sparten belasten. Investmentlegende Warren Buffett wurde kürzlich gefragt nach seiner Meinung. Er sagte, er werde den Geschäftsbericht lesen und wahrscheinlich den ganzen Tag damit verbringen. Er bereitet sich im Grunde jeden Tag auf eine Unmenge Unternehmen vor. Er liest wie ein Irrer. Wenn die Zeit reif ist, führt Buffett die Bewertung solcher Firmen auf einem kleinen Blatt Papier durch. Dann kann er in fünf Minuten entscheiden, ob er eine Aktie wie GE kauft oder nicht.

Das Finanzgenie kennt eben alle Fakten und andere Details aus mühsamer Kleinarbeit im Vorfeld. Von seinem GE-Aktienpaket hat Buffett sich frühzeitig vollständig getrennt. Ob er erneut einsteigt? Keine Ahnung. Es ist unwahrscheinlich. Buffett liebt Unternehmen mit hohen freien Cashflows. Das ist bei GE das Problem. Es wird kaum Cash unterm Strich erwirtschaftet.


Ich habe übrigens ein GE-Aktienpaket und bin tief im Minus. Ich denke nicht daran, es zu verkaufen. Es bleibt in meinem Depot liegen – wie ein alter Schinken. Selbst Leichen entferne ich nicht aus meinem Depot. Sie dienen mir als abschreckendes Beispiel. Einige Anleger merken aus massenhaft abgestürzten Aktien im Depot, dass sie keine Ahnung haben und setzen fortan auf Indexpapiere bzw. ETFs, was durchaus clever ist. Bei mir hält sich die Zahl der Pennystocks zum Glück in Grenzen.

Beide Wege, ob nun ETF oder Einzelaktien, können zum Ziel führen. Die meisten Menschen, die die finanzielle Freiheit anstreben, versuchen ihr Einkommen und ihre Einsparungen zu maximieren, um einen Punkt zu erreichen, an dem sie nicht mehr arbeiten müssen. Ich kenne einige Blogleser, die sehr an ihrer Karriere interessiert sind. Sie haben eine Leidenschaft entwickelt. Sie lieben ihren Job.

Buffett rät: Spare nicht das, was am Ende des Monats übrig ist, sondern spare erst und gebe das aus, was übrig ist.

Natürlich gibt es genug Blogleser, die ihren Job hassen. Auch sie möchten finanziell unabhängig sein, um nicht einem Arbeitgeber ausgeliefert zu sein. Es ist doch herrlich, einen Depotstand zu erreichen, ab dem du nicht so viel arbeiten musst, aber kannst. Das Schöne daran ist, dass du frei entscheiden kannst, weiter zu arbeiten oder in die Freiheit zu gehen. Oder eventuell in die Teil-Freiheit (mit einem Nebenjob oder Projekt).

Etliche können sich nicht vorstellen, sich vollständig zurückzuziehen, weil sie ihre Kenntnisse gerne weiter einsetzen möchten. Es ist eine echte Leidenschaft.

Kommen wir zurück zu Value-Investor Buffett. Obgleich Buffett den genialen Tesla-Chef Elon Musk bestimmt für seinen Eifer und Erfindergeist schätzt, würde er nie in Tesla investieren. Fundamental ist ihm die Aktie zu teuer. Es gibt auch keine Dividenden, was Buffett wichtig ist. Es fehlen die hohen freien Cashflows.

Wer sich für Tesla interessiert, hier ist ein positives YouTube-Video, das direkt nach Vorlage der 2018er Zahlen von einem cleveren Analysten veröffentlicht worden ist. Vielleicht ist die Video-Analyse einen Tick zu euphorisch?



tim schaefer (Author)

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thoughts on “Was Warren Buffett über General Electric und Tesla denkt

  1. Der BaumDer Baum

    Hallo Tim,
    vielen Dank für den neuen, konkret auf Unternehmen bezogenen, Artikel. Diese lese ich persönlich am liebsten.
    Bei GE bin ich ebenfalls skeptisch. Meiner Berechnung nach, ist auf Grundlage der aktuellen Bilanz ein Kaufpreis von ca. 6 € gerechtfertigt – mit einem starken Abschlag für die Risiken die aktuell vorherrschen.
    In einigen Bereichen ist GE noch sehr gut dabei, z.B. die Aviation, Healthcare oder Transportation-Sparte. Andere Bereiche wie die Kraftwerkssparte machen große Probleme, hier sind andere Hersteller wie Siemens auch technologisch deutlich weiter und finanziell besser aufgestellt. Leider hat sich GE in zu vielen Bereichen engagiert, das rächt sich. Wenn man die letzten Jahre anschaut wechseln sich große Gewinne und große Verluste ab (wenn auch aktuell eher der Fokus auf den Verlusten liegt). Schwierig wird es vor allem dann, wenn die Kunden das Vertrauen in das Unternehmen verlieren. z.B. durch Qualitätsprobleme wie mit den aktuellen Turbinen. Insgesamt glaube ich nicht daran, dass GE tatsächlich pleite geht. Irgendwer wird GE retten oder man wird die Filetstücke zu großen teilen verkaufen (oder an die Börse bringen).
    Bei Tesla bin ich, wie schon mal ausgeführt, auf das Unternehmen bezogen sehr skeptisch. Ich mag Elon Musk, bzw. seine Geschichte. Ich finde seinen Lebensweg sehr interessant. Er ist ein unglaublicher „Macher“. Ich kann nur die Biographie über ihn empfehlen. Aber ob es Tesla schaffen wird? Keine Ahnung, deswegen ist es für mich auch kein Investment wert.
    Grüße Baum

  2. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,
    klasse Artikel wieder, trotz einiger Rechtschreibfehler zu Beginn, aber warst sicher in Eile 😉
    Aber denke man nimmt Dir das hier nicht krumm. Habe wieder etw. Neues über Warren Buffett gelernt. Danke dafür!
    Hoffe Dein Trip in die Berge war schön?!
    Habe neulich übrigens Deinen Tip befolgt und mir einige Gelbwurzeln zugelegt und auch schon Tee damit gekocht. Färbt aber wie Sau 😉 Hast Du sonst noch Tips für Zubereitungen für diese Wurzel?
    Und habe wieder letztes Wochenende meine Handkaffemühle benutzt und etw. Kaffee selbst gemahlen 🙂
    Grüße von dem Buffett-Fan Fabian 🙂

  3. Florian HFlorian H

    Ich werde bei Rollins Inc. einsteigen und eventuell bei McCormick & Company.
    Rollins hat einen tiefen Burggraben und einen sehr schönen FreeCashFlow. McCormick ist Marktführer bei Gewürzen weltweit und erzeugt auch schöne Cashflows. 
    Allerdings passt mir die Bewertung nicht, besonders bei Rollins. Hoffe auf Rücksetzer. Die restlichen Kennzahlen beider sind hervorragend. 
    @Tim
    Man sieht sich dann auf der Invest in Stuttgart ;).

  4. AvatarFinanzsenf

    Auch wenn ich kein allzu großer Fan* von deinem Blog bin Tim, gefällt mir doch sehr, dass du stets sowohl Einzelaktien als auch ETFs als geeignetes Mittel zum Vermögensaufbau deinen Lesern empfiehlst. Es gibt ja häufig unnötige Grabenkämpfe zwischen ETF-Anhängern und Einzelaktien-Anhängern. 
    Wer in Einzelaktien investieren will, muss vorher seine Hausaufgaben machen. Buffett ist hier ein gutes Vorbild, wobei die wenigsten die Zeit haben, die Buffett für die Analyse von Aktien aufwenden kann. Wer keine Zeit und Lust für Analysen hat, ist mit ETFs sehr gut aufgehoben. 
    *Liegt daran, das man hier regelmäßig und unweigerlich an ein Tier erinnert wird… ein Murmeltier… 😉 
     
     

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Der Baum

    Ich hoffe, dass sich GE weiter erholt.

    @ Florian H

    Ja, das sind 2 spanende Unternehmen.

    @ Finanzsenf

    Über was soll ich sonst schreiben? Mode? Kosmetik? Autopflege? Möbelkauf?

    Wichtig ist es beim Investieren am Ball zu bleiben. Die Geduld ist das A+O. Das ist mein Game. Darüber schreibe ich.

  6. AvatarFit und Gesund

    @ Florian H
    McCormick würde mir auch gefallen, sind ja etwas gefallen, ebenso gerne hätte ich CHD, da käme mir mal ein ordentlicher Rücksetzer entgegen. Nestlé und Unilever hab ich schon genug, mal schauen was es Ende Februar dann gibt 🙂

  7. AvatarThorsten

    @ Tim
    Der war gut : Über was soll ich sonst schreiben? Mode? Kosmetik? Autopflege? Möbelkauf?
    Habe mich köstlich amüsiert ! Wie wäre es mit Clowndesign ?
     

  8. Florian HFlorian H

    @Fit und Gesund
    Ja, McCormick hat etwas nachgegeben. Allerdings beträgt das KGV 27 und die Verschuldung ist nicht gerade gering. Unter 100€ wird es interessant. LG

  9. AvatarNico Meier

    Hallo Tim 
    Ich habe auch GE im Depot habe bei ca 12$ gekauft also nachdem der Engel bereitsgefallen ist. Das Gefühl zu sehen wie eine Aktie immer weiter sinkt bis auf ca 6.5$ ist nicht schön aber es zu ertragen ist sehr wichtig. Ich werde nicht verkaufen, da ich weiterhin viel Potential in GE sehe und daher stark davon ausgehe dass sich die Aktie weiter erholen wird.

  10. Avatargeldz.de

    Ich denke allein mit Kapitalmarkt Anlagen ist es für den Durchschnittsverdiener schwer, eine wirkliche finanzielle Unabhängigkeit oder zumindest Freiheit zu erlangen. Ein dauerhaft Einkommen generierendes Projekt mit stetigem Einkommen ist meines Erachtens besser geeignet. 
    Alexander 

  11. KievKiev

    @ Nico Meier
    Glückwunsch! Wenn Du GEs Entwicklung aushalten konntest, wirst Du vielleicht auch in einem größeren generellen Crash stark bleiben und vielleicht sogar besonders nachlegen.

  12. Der BaumDer Baum

    @ Tim, Möbel ist doch kein schlechtes Thema. Bezogen auf Nachhaltigkeit und damit in gewissem Maße auf die FF, sind die richtigen Möbel wichtig.

    Manche meinen zum Beispiel, man kann oder sollte ohne Möbel auskommen. Ja klar kann man. Mein Weg ist stets sich Produkte zu kaufen die sehr Lage halten und einen (für mich) inneren Wert haben.

    Als wir (frau+ich) vor einigen Jahren unsere Wohnung eingerichtet haben gab’s zum Beispiel in eBay einen Buchenmassivholztisch von Firnhaber (recht teuere Marke aus Stuttgart) für unglaubliche 95€!! So einen Tisch bekommt nur ein Hausbrand kaputt. Das ist für mich langfristig ein renditestarkes Assett.

    Zweites Beispiel, schaut euch Mal die gängigen Bettmodelle an. Fast alles Schund aus Pressspan. Und wenn man dann in die andere Richtung Vollholz geht um etwas wertiges zu haben, dann zahlt man Unsummen. Wir haben uns für 150 € selbst ein Bett gebaut. Aus Vollholz buche. Wird auch ewig halten. Eizelteile kann man gut austauschen. Letzteres Jahr haben wir für 40 € auf ein 180 cm Bett umgebaut.

    Wenn ich Mal so überlege was bekannte nach jedem Umzug für neue Möbel ausgeben, die ja nach 3 Jahren kaputt sind…
    Also Tim Möbel sind wichtig 😉

     
    Der Baum

  13. AvatarNico Meier

    @Kiev
    Ich diversifiziere natürlich bei Einzelaktien stark mit anderen Worten der GE Anteil in meinem Depot ist nicht extrem gross aber trotzdem verursachen solche Abstürze wie bei GE gewisses unwohlsein wobei Schmerzn nicht mehr dabei sind die habe ich mir abtraniert.
    Es war recht spannend je weiter der Kurs gefallen ist umso grösser wurde der Wunsch nachzukaufen.
    Durch gefallene Engel lässt sich gutes Geld verdienen habe mittels eines ändlichen Investments letztes Jahr meinen Einsatz innert weniger als 6 Monaten  um über 50% erhöht.

  14. AvatarKurt

    @Fabian S (4.Februar 2019 um 20:17)
    Bist du auch in Eile gewesen? 🙂 Tip, Tips, Handkaffemühle… Grammatik, Punkt- und Kommasetzung sind ebenfalls nicht zu 100 Prozent perfekt.

  15. AvatarDanielKA

    @ Nico Meier.
    Was meinst du mit ländlichen Investments. Schweizer Small- Mid Caps wie Emmi oder ähnliches?
    50 % in 6 Monaten hört sich gut an, so einen gefallenen Engel hätte jeder gerne 😉 
     

  16. AvatarMr. B

    Statistisch gesehen ist glaube ich die „gefallene Engel Strategie“ nicht die erfolgreichste, vorallem wenn man die Verlierer laufen lässt und die Gewinner verkauft. Ich kaufe aber auch lieber mit Rabatt, von dem her kann ich die Vorgehensweise gut verstehen.
    Viele Grüße, Mr. B

  17. AvatarNico Meier

    @Mr.B
    In erster Linie verfolge ich eine Dividendenstrategie mittels ETF und Einzelaktien. Ich baue aber auch Einzelaktien ein bei denen ich die Valuestrategie bzw. die Atrategie der gefallenen Engel einsetze. Diese beiden Strategieen haben gewisse Gemeinsamkeiten und bringen mir etwas mehr Spannung.

  18. Der BaumDer Baum

    @ Mr. B, Daniel etc., das Problem ist doch herauszufinden was ein gefallener Engel ist und was ein echter Verlierer.

    Bei GE z.B. hast du ein kapitalintensives Unternehmen mit geringen Margen. Aber insgesamt betrachtet gibt es nur wenige Alternativen in vielen Geschäftsbereichen. Wenn man sich solche Aufträge wie im Irak anschaut, da gibt es im Prinzip nur GE und Siemens die das umsetzen können. Genauso bei der Triebwerkstechnik. Bei GE tendiere ich zum Beispiel eher in Richtung „gefallener Engel“, auch wenn man trotzdem nie weiß was daraus wird. Aber bisher habe ich hier trotzdem noch nicht gekauft.

    Anderes Beispiel Steinhoff. Hier haben wir einen gestürtzten Platzhirsch mit (falls das nicht auch geschönt wurde) 13 Mrd. € Umsatz pro Jahr (zum Vergleich Ikea ca. 32 mrd. €), in  einem sehr konkurrenzstarkem Geschäftsfeld. Dafür aber weltweit diversiviziert. Aber wie irgendein kluger Mensch mal sagte: Vor niedrigen Gewinnen braucht man keine Angst haben. Daran kann man arbeiten. Aber zurückgehender Umsatz ist schwer wieder herzustellen. Bisher ist hier zumindest noch der Umsatz da.

    Die Frage ist daher immers, ist das Geschäftsmodell noch intakt? Bei GE würde ich zu ja tendieren. Bei steinhoff ist das eher schwieriger zu beurteilen.

    Drittes Beispiel, Automobilindustrie. Hier stimmen die aktuellen Ergebnisse, die Preise für das Unternehmen sind auch in Ordnung. Aber ob das Geschäftsmodell tatsächlich intakt ist? Hier stehen wir ja vor dem großen Fragezeichen.

    „Der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren liegt nicht in der Frage, wie sehr eine Industrie die Gesellschaft beeinflusst oder ob sie wachsen wird, sondern darin, herauszufinden ob ein bestimmtes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat, und wenn ja, wie lange dieser anhalten wird.“ – Buffett

    Grüße Baum

  19. Avatar-M

    Gewinner verkaufen und Verlierer weiterlaufen lassen ist wohl bei vielen die Geldvernichtungsstrategie schlechthin.
    Oft passiert das unbewusst->  Stichwort: Rebalancing 
    Gewinner sollte man behalten und Verlierer kann man überlegen zu verkaufen (wobei ich es eher wie Tim sehe, alles zu behalten) aber dann eher weiter in die Gewinner zu investieren.
    -M

  20. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ Tim
    Selbst Leichen entferne ich nicht aus meinem Depot. Sie dienen mir als abschreckendes Beispiel.

    Tim, das habe ich bei dir noch nie verstanden. Du sagst, dass du aus Prinzip nie eine Aktie verkaufst, gleichzeitig sprichst du von gescheiterten Investments als „Fehler“. Was sind für dich aber Fehler?
    Kann es nicht sein, dass ein Investment vor 10 Jahren genau richtig war und später einfach dann der Investment-Case nicht mehr gegeben war und du eigentlich hättest verkaufen müssen?

  21. AvatarNico Meier

    „Gewinner verkaufen und Verlierer weiterlaufen lassen ist wohl bei vielen die Geldvernichtungsstrategie schlechthin.“
    Das ist gut möglich. Ich behalte eine Aktie so lange im Portfolio wie ich von ihr überzeugt bin. Wenn mich ihre Aussichten nicht mehr überzeugen, dann wird die Aktie verkauft unbesehen ob sie im Plus oder im Minus steht.

  22. AvatarA.

    @Fit und Gesund
    Bei McCormick stellt sich die Frage warum will ich diese kaufen? Wegen dem recht sicheren Geschäftsmodell „Nahrung“ und damit auch wegen dem geringeren Beta = 0,25 (Yahoo Finance)? Wenn ja, dann ist das für mich ein Kauf. 
    Die Div-Rendite ist gering, aber Div Ratio ca 30% , damit noch genug Luft nach oben und in „schwierigen Zeiten“ (siehe geringes Beta). Umsatz, Gewinn und Cashflow steigen seit Jahren. 
    Forward KGV aktuell 21 (geht noch aus meiner Sicht, für ein stabiles Unternehmen).
    Florian H hat aber recht, die Verschuldung ist recht hoch mit 4,7 Milliarden und gerade  mal 96 Mio. Cash. Der Zinsaufwand hat sich verdreifacht  in wenige Jahren, aber der Gewinn auch verdoppelt und liegt grob 4 mal über dem Zinsaufwand. 
     
     

  23. AvatarThorsten

    Ich habe letztes Jahr ( oder davor ) geschrieben, dass ich bei GE mit einer Zerschlagung oder Delisting rechne. Die Teile, die jemand will werden an einen Konkurrenten verkauft. Man erhält dann entweder Cash oder andere Anteile. Übrigbleiben würde ein Mantel , der auf PennystockNiveau notieren würde.

  24. AvatarNico Meier

    @Thorsten
    Eine Zerschlagung von GE ist ist eine Möglichkeit. Und bei dieser Variante würde sich die Frage stellen bei welchem Wert sich die Aktie der Teilunternehmen einpendeln würden.
    Ich finde die Analysen von Jonathan Neuschler sehr spannend er führt sehr gut aus, wellche inneren Werte in GE stecken an diese inneren Werte glaube ich, daher bin ich stark davon überzeugt, dass einerseits die Gewinne wieder zurückkommen werden und mit diesen Gewinnen auch die Dividenden. Dann wird sich der Aktienkurs auch weiter erholen.
    https://www.alleaktien.de/nachkaufalarm-general-electric-ge-wkn-851144/

  25. AvatarFit und Gesund

    @A.  / Florian H.
    genau dieser Schuldenberg hat mich ja davon abgehalten in diese Aktie zu investieren, aber es wäre ein schöner Baustein bei den Konsumgüteraktien gewesen, ich hätte auch gerne mal Lindt&Sprüngli, muss aber auch nicht sein. 
    Ich habe meine Ziele erreicht, mir geht es jetzt darum meinen Anteil an defensiven Aktien zu erhöhen, also Konsumgüter, Pharma und Utilities, am Liebsten Schweizer Titel, aber da blieben mir nur Nestlé, Roche und Novartis, von denen hab ich mehr als genug (war ich im Dezember aber froh drum), Utilities werde ich auf U.S. Titel zurückgreifen müssen, wahrscheinlich D oder Nextera. 
    Ich möchte meinen Anteil an defensiven Aktien auf 60% erhöhen, da fehlt noch bisschen was, halt so nach der Formel pro Lebensjahr 1% in defensiven Aktien. Ist ja noch paar Tage bis zum 25.2.    🙂
    Gefallene Engel
    lieber nicht, in der CH gibt es einen Value-Fonds der genau in solche Titel investiert, seit Jahren versagt der aber kläglich.
    https://www.bwm.ch/de/funds/classic-global-equity-fund 
    ich hatte diesen Fonds per Sparplan bespart, günstig ist er auch nicht, zum Glück habe ich den mit Gewinn verkauft, die Aktienauswahl war mir einfach zu schräg, damit habe ich mich nicht wohlgefühlt.
    liebe Grüsse

  26. AvatarDanielKA

    @ Fit und Gesund
    genau die Schweizer Value Manager haben nur Ausreden und kassieren dafür 1,3 % Anlagegebühr im Jahr.
    Ich würde immer nur direkt in Einzeltitel investieren, oder wenn in Fonds nur ETF.
     

  27. AvatarFit und Gesund

    @DanielKA
    so isses, viel bla bla… ich verfolge die Herren ja regelmässig, immer noch. 
    In guten Börsenjahren wie 2017 sind sie schlechter als der Index, in schwierigen, schlechteren Jahren wie 2018 sind sie leider ebenfalls schlechter als der Index. Dafür ist mir das Geld zu schade, die Gesellschaft beschäftigt mittlerweile eine ganze Armada an Experten, die wollen ja auch was vom Kuchen abhaben, sie werden weiter Mittelabflüsse haben, auch wenn sie nun auf die „Kleinsparer“ mit ihren Fondssparplänen setzen.
    Schade, die Value-Strategie würde mir als Solches ja schon gefallen, aber ist wohl für mich nicht machbar, die Dividendenstrategie ist aber machbar, nur Geduld gehört auch hier dazu.

    Womit wir wieder bei den Guru’s wären, auch hier bin ich sehr vorsichtig, Warren Buffett mal aussen vor gelassen.
     

  28. AvatarFelix

    @ Fit und Gesund
    Ich habe mir gerade oberflächlich den Fonds „classic-global-equity“ oberflächlich angeschaut. Er hat doch den MSCI nach Kosten klar ausperformt, oder sehe da etwas falsch?
    Meine Tochter lebt in der Schweiz, nicht weit von dem Fondsstandort entfernt und überlegt auch da anzulegen.

  29. AvatarFit und Gesund

    @Felix,
    der Stern dieses Fonds ist verblasst, noch schlimmer ist nur der Classic Value Equity (gleiche Fondsmanager)
    schau mal unter Performance, ab 2014 ist da nix mehr los, sobald sie was kaufen, zack… geht es nochmals ordentlich nach unten, Pearson z.B, oder Petrofac (das war aber Verdacht auf Betrug, da konnten sie wohl nix für) Dann die Vorliebe für Banken und speziell Monte dei Paschi, nicht nachvollziehbar, 
    damit es nicht noch schlimmer kommt, sichern sie ihr Portfolio ab, wie letztes Jahr, da wo doch eigentlich Kaufgelegenheiten waren,
    nö, da ist jeder Indexfonds/ ETF besser, ich hatte mit dem Fonds auch eine spezielle Strategie, ich habe mir eine Art baseline gedacht, z.B 300 CHF pro Monat, ging es aufwärts, so habe ich nur 200 CHF investiert, ging es abwärts, dann auch gut mal 400 – 500 CHF, so kam ich mit einem sehr guten Plus da wieder raus, nochmal würde ich dort kein Geld anlegen.
    Aber das müsst Ihr selber wissen, ist nur meine Meinung und ich bin jetzt alles Andere als der Superinvestor 🙂 
     
     

  30. AvatarDivi-Ente

    @Der Baum
    „Der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren liegt nicht in der Frage, wie sehr eine Industrie die Gesellschaft beeinflusst oder ob sie wachsen wird, sondern darin, herauszufinden ob ein bestimmtes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat, und wenn ja, wie lange dieser anhalten wird.“ – Buffett
    Als Anregung ist der widemoat etf von VanEck auch ganz nett. Gewichtet immer die günstigsten wieder neu.
    https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00BQQP9H09,IE00B6YX5C33
    Hat nur 3 Jahre und wenig Volumen aber bis dato recht passabel.

    Wieso versteifen sich denn alle auf GE?
    Siemens mausert sich langsam auch bei den Dividenden.

  31. AvatarDer Aktienanfänger

    Sehr schooner unternehmensbezogener Artikel wieder. Wie seht Ihr Novartis und Roche? Grad auch auf die Zukunft bezogen. Die letzten Jahre liefen ja nicht so toll.

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