So wirst Du finanziell frei: Mindestens 10% sparen. Schulden tilgen. Haushaltsbuch führen. Keine neuen Schulden aufnehmen. Kaufe nur, was Du brauchst

Das ist mein Supermarkt im Finanzviertel. Alles billig.
Sobald Du anfängst ein Haushaltsbuch zu führen, wirst Du Änderungen in Deinem Verhalten merken. Du wirst Dich nicht mehr wie ein Kleinkind verhalten. Und immer alles kaufen. Du siehst plötzlich Licht am Ende des Tunnels. Du wirst härter arbeiten. Du wirst Dich im Job mehr anstrengen. Du wirst sehen, Geld bewegt sich in Deine Richtung und nicht mehr weg von Dir. Du wirst versuchen, Schulden so schnell wie möglich zu tilgen.

Es ist alles so einfach: Schulden tilgen. Haushaltsbuch führen. Keine neuen Schulden aufnehmen. Nur kaufen, was Du wirklich brauchst. Spar mindestens zehn Prozent Deines Einkommens. Besser ist mehr. Du musst Dich einfach anders als die Masse verhalten. Ich genieße es, anders als die Meute zu sein.

Wie Du Dein Geld verwendest, sagt etwas über Dein Herz aus. Dein Geldeinsatz zeigt wirklich Deinen Charakter.

Schuldenberater kritisieren zum Beispiel, dass vor allem junge Menschen zu viel im Internet einkaufen. Handy-Verträge und PayTV kommen dazu. Konsumschulden und Autokredite werden aufgenommen. Schnell ist das Einkommen aufgezehrt. Und das Kartenhaus fällt zusammen. Manche verhalten sich noch unverantwortlicher: Wie kann man 409 Euro Grundsicherung erhalten und allein monatlich 450 Euro für Zigaretten verwenden?

Das kann doch nicht auf Dauer gut gehen. Viele Deutsche geben ihr gesamtes Einkommen aus. Sie glauben, ihre gesetzliche Rente und eventuell Betriebsrente/Riester werden ihnen reichen. Das kann ziemlich knapp werden. Am Ende muss das jeder selbst wissen, was einem wichtiger ist. Mir ist jedenfalls die Freiheit viel wert.

Auf Facebook habe ich anhand von 6 Punkten erklärt, wie Du Stress und Ängste abbauen kannst:

Alleine diese enormen Schuldenberge von Hausliebhabern sind es nicht wert, finde ich. Ich schlafe lieber ruhig.

Dann gibt es jene Deutschen, die viel sparen. Sie geben alles in Bausparverträge, Festgeldkonten, Sparbücher, Versicherungen etc. Es ist einfach nur dumm, wenn man das übertreibt. Denn die Inflation frisst das Geld auf. Du solltest niemals große Summen langfristig in Spareinlagen geben.

Geh besser mit Deinem langfristigen Vermögen in Aktien/ETFs. Lern Abschwünge von 20, 30, 40% zu ertragen. Die Börse dreht wieder nach oben. Sie marschiert immer höher – zumindest im langen Schnitt. Mit der Zeit lernst Du mit dem Auf und Ab umzugehen.

Wie der Vermögensaufbau mit Aktien klappt, erkläre ich Dir in diesem Video. Hab vor allem Geduld. Steiger Dein Aktiendepot so langsam wie eine Schildkröte läuft. Langsam ist besser als gar nicht:

Fehlt Dir Geld, esse Reis und Bohnen. Dann kannst Du Dir eben kein Steak leisten. Die täglichen kleinen Ausgaben zählen wohlgemerkt (der Kaffee to go, Nespresso, Essen, Restaurants, Bars…).

Konsumenten ändern erst ihr Verhalten, wenn sie merken, dass sie von anderen gesteuert werden (ihrer Bank, der Werbung, dem neuen Auto…). Erst wenn die Menschen sehen, wie viel Geld sie unnötig zum Fenster rauswerfen, geht ihnen womöglich ein Licht auf. Meistens verdrängen sie solche Erkenntnisse. Aus Bequemlichkeit. Sie bleiben dann Sklaven ihrer Schulden und unendlichen Wünsche.

Unsere heutige Kultur ist wirklich verkorkst. Es besteht Druck, ein großes Haus, flotte Mode, ein modernes Auto zu besitzen. Immer schick, immer toll. Dabei ist es weise, besser ein kleines Haus/Wohnung zu haben. Vielleicht eher zur Miete. Es ist weise, einen Gebrauchtwagen zu fahren. Die Freiheit, um Dein Leben zu genießen, ist es das wert.

Sparen fiel mir immer leicht. Es war zum Teil gewissermaßen angstbasiert. Meine Eltern waren arm, als ich aufwuchs. Ich hatte als Kind Angst vor der finanziellen Pleite der Familie. Das hat mich sehr beschäftigt. Und geprägt.

Ja, mit Geld kannst Du Dir keine Zufriedenheit kaufen. Aber Du kannst Dir wenigstens die Misere ersparen. Die Angst vor der Pleite weicht mit der Zeit.

Ich muss übrigens noch besser beim Sparen werden. Ich gebe zu, dass ich noch nicht perfekt bin. Ich schaffe es nur, 30.000 Euro im Monat zu sparen. Eigentlich war mein Ziel 35.000 Euro. Ich muss also noch besser werden. (Haha, das war ein Witz.) Die Zahl ist aber schön. Ich schreibe sie gerne, vielleicht gewöhne ich mich daran. Und sie geht eines Tages in Erfüllung. Muss aber nicht sein. Ich bin mit dem, was ich habe, zufrieden.

Ich gehe in 1-Dollar-Läden. Die Zahnpasta Aim kostet weniger als 1 Dollar. Ein Markenprodukt.
Da schlage ich natürlich zu. Ananas für 99 Cent. Das kann man kaum schlagen.
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Mr. B
5 Jahre zuvor

Tim, jetzt habe ich zweimal große Augen bekommen. Erst die 20 Mio. Dann die 30 k im Monat. Bin immer kurz zurück im Text … Wir haben doch noch gar nicht den ersten April! ; )

Weiter so und Grüße

Mr. B

Schieferhammer
5 Jahre zuvor

Hallo,

bin seit längerem ein stiller Mitleser, und möchte mich nun auch mal zu Wort melden.

Komme aus dem schönen Land Brandenburg und bin 34 jahre jung und bin im öffentlichen Dienst tätig. Leider habe ich erst voriges Jahr damit angefangen mich mit meinen Finanzen zubeschäftigen. Im Mai eröffnete ich ein Konto bei der Onvista Bank und kaufte meine ersten Aktien. Es waren 10stck von Bayer zu 85.50€. Es kamen noch Shell und die Deutsche Pfandbriefbank dazu. Monatlich legte ich ein ETF Sparplan an, es fließen je 50€ in 4 ETF´s.

Ich habe mir 2 Nebenjobs gesucht, das schwer verdiente Geld wandert sofort auf das Onvista Konto und wird investiert.Ziel ist es das dass Depot dieses Jahr 10.000€ erreicht.

Natürlich kommt auch der Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto nicht zu kurz, je 100€ monatlich.

Ich habe noch zu meiner Schande ein Riestervertrag 2013 abgeschlossen, dort fließen auch nochmal 100€ monatlich rein, ich weiß das dass mein größter Fehler war, werde den wohl demnächst still legen. Kündigen würde ich nur verluste machen.

Ich denke mal ich bin auf einem guten Weg, eine neue Aktie habe ich mir auch schon raus gesucht. Schönes Wochenende euch 🙂

 

Growthinvestor
5 Jahre zuvor

Wieder einmal sehr gut geschrieben, ich lese hier seit ca. 2 Jahren mit, auch wenn immer wieder dasselbe kommt. V.a. die Kommentare sind auch sehr interessant.

Ich bin in der komfortablen Lage ca. 50-65% meines Einkommens sparen zu könne, auch wenn ich mich nicht sehr einschränken muss. Ein Teil kommt aufs Depot, der andere Teil wird kommt aufs Tagesgeldkonto für den anstehenden Hauskauf.

Meine Strategie ist wie bei Tim Buy & hold, verkauft wird ganz selten. Mein letzter Verkauf war 2014 Nestle, hier agiert mir das Management zu planlos. Ich habe mir diesen Verkauf aber bereits 2-3 Jahre überlegt. Sonst kauf ich immer in Kursschwächen, wo es dzt. schwierig ist aufzustocken. Also sammle ich dzt. Cash. Sonst fahr ich ein sehr konzentriertes Depot mit nicht mehr als 20-25 Werten, wobei die ersten vier Positionen ca 50% des Depotvolumens ausmachen.

 

Mario
5 Jahre zuvor

Wenn man den Preis von 0,99 USD für die Ananas betrachtet, weiß jeder, warum es immer Arme in diesem Geldsystem geben muss. Nur so können Vermögen entstehen.

Bitte nicht falsch verstehen. Die Zahnpasta wird industriell hergestellt. Dort arbeiten Maschinen mit einer Effizienz die ihresgleichen in der Geschichte sucht. Jedoch bei den Lebensmitteln die relativ unverarbeitet sind kann man solche Preise kaum verstehen.

Ein schönes WE!

Markus Mueller
5 Jahre zuvor

Guten Morgen Zusammen,

ich verfolge auch seit wenigen Jahren die Idee und den Rat von Tim und bin für die Zukunft durchaus positiv gestimmt.

Aktuell muss ich mich “leider” intensiv mit dem Thema Fahrzeugkauf beschäftigen. Mein PKW, mittlerweile 12 Jahre alt und 200tkm kommt langsam in die Jahre. Es ist eine Reparatur fällig, die in etwa 1/3 des Fahrzeugrestwerts entspricht. Selbst nach der Reperatur gibt es natürlich keine Garantie, dass das Fahrzeug noch problemlos die nächsten Jahre läuft. Bekanntlich kommen mit der Laufleistung und den Jahren die Wehwehchen. Am liebsten würde ich das Fahrzeug noch X Jahre weiterfahren, auf der anderen Seite sind für mich Faktoren wie Langlebigkeit und Zuverlässigkeit sehr wichtig. Leider musste ich feststellen, dass gute Gebrauchte ähnlich meinem letzten Fahrzeugkauf vor 9 Jahren, aktuell noch mal 4000 – 6000 Euro teurer geworden sind seit meinem letzten Kauf. Es widerstrebt mir, für einen guten gebrauchten PKW mehr als 15.000 Euro zu bezahlen. Auf der anderen Seite möchte ich jedoch wieder die nächsten X Jahre meine Ruhe haben, Laufleistung beträgt 18tkm im Jahr.

 

Was würdet ihr mir empfehlen? @ Tim: ich weiß, hier ist kein Gebrauchtwagenhandel, ich hoffe die Frage ist dennoch ok, danke 🙂

Mr. B
5 Jahre zuvor

Hatte mein Auto gestern auch in der Werkstatt. Der Rechnungsbetrag war dann 3 mal so als gedacht. Hab dann auch kurz überlegt, aber mich für die Reparatur entschieden. Hilft nichts. Ich will nicht aufs Auto verzichten. Würde mich zu viel Zeit kosten und das Auto ist für mich auch ein bisschen Freiheit. Und unterm Strich kann ich es mir ja auch gut leisten. Der nächste wird aber wohl kein Neuer und die deutsche Premiumklasse kann ich glaub auch gut verzichten.

Dennis
5 Jahre zuvor

Ich führe schon jahrelang ein Haushaltsbuch und konnte mein Sparquote vom 30 % auf 60 bis 70 % steigern indem ich verschiedene Versicherungen wechselte, unnötiger Konsum vermeide und es ist ein tolles Gefühl das es langsam immer mehr wird und an so Zahlen früher nur im Traum dachte :-).

Caro
5 Jahre zuvor

@ Dennis,

 

tolle Leistung, Hut ab! Kannst du mal konkrete Beispiele nenne, was für unnötigen Konsum du vermieden hast und wie? Ich bin gerade am minimieren, was das angeht.

@ Markus,

wir brauchen Auch leider bald, wenn mein Mann keinen Firmenwagen bekommt, ein neues Auto. Es ist erschreckend, wie teuer auch hier wieder alles geworden ist. Leider brauchen, wir das Auto, weil wir uns für ein Leben auf dem Land entschieden haben. Aber mehr als 15 000 will ich Auch nicht ausgeben, mein Mann spricht von um die mindestens 20 000. ..

Drückt die Daumen für den Firmenwagen 😉

Vielen Dank,

Caro

Fabian S.
5 Jahre zuvor

Hallo Tim,

klasse mit dem Video und toller Artikel wie immer 😉

 

Ich habe mehrere wichtige Fragen. Würde Dich bitten diese zu beantworten, was Du ja immer auch machst:

 

Zu Warren Buffett: Tim, Warren Buffett hat doch teilweise auf seine damals großen Aktienpositionen für den richtigen Preis ein Jahrzehnt gewartet wie bei der Washington Post. Und er sagt ja auch, dass man gierig sein soll, wenn es kracht. Wieso nicht solange sparen bis ein großer Crash kommt, auch wenn es etw. länger dauern wird?!

Außerdem wollte ich später mein Depot dahingehend konzentrieren, dass ich nur noch die größten Buffett- Positionen habe: Das wären ja bald die sogenannten “Big Six”, weil ich gelesen habe, dass er noch ausstehende Aktienoptionen von Bank of America hält, die er bis 2021 umwandeln muss und auch will. Damit hätte er doch technisch gesehen eine neue “dritte Position” in seinem Depot.

Generell verstehe ich nicht genau wie man seine gößten Aktienposition zählt: Geht man nach der Anzahl der Aktien, wobei die Positionen 4 oder 5 teils mehr Aktien beinhalten als die vorderen oder geht man nach der Marktkapitalisierung?!

 

Teils habe ich gelesen, dass Apple die neue Nr. 2 in seinem Depot sein soll, nur weil es angeblich ca. 18 Milliarden Marktkapitalisierung sein soll. Aber das ist doch Quatsch! Er hat zwar viel neue Apple-Aktien gekauft, aber in Hinblick auf sein Depot ist das niemals die Nr. 2. !!!

Außerdem: Kann American Express noch zu den “Big Six” gehören, wenn sie nur noch 9% Depotanteil betragen und die nächste Platzierung schon bei 7% liegt?!

 

 

 

 

 

 

 

Obama
5 Jahre zuvor

@Markus:

 

Ich fahre selber ein Auto, dass 16 Jahre alt ist und über 330 000 km gefahren ist. Diesen möchte ich auch noch länger fahren.

Er hat mich bisher noch nie im Stich gelassen und auch jeden Urlaub gute Dienste geleistet.

Zur Zeit der Abwrackprämie hatten mir alle dringend geraten, den alten Wagen zu verkaufen. Das ist so lohnenswert. Seitdem bin ich jedes Jahr relativ problemlos über den TÜV gekommen, zuletzt sogar ohne Beanstandung.

Wert lege ich auf eine regelmäßige Wartung (nicht bei ATU). Teilweise fallen natürlich auch mal größere Reperaturen an. Jedoch liegen die Kosten deutlich unter dem Preis eines “neuen” gebrauchten Wagens.

Ich denke, dass es ein Glaubensgrundsatz in D ist, dass man ein Auto nach x Jahren verkaufen muss, da er dann in die Jahre gekommen ist. Mein Nachbar macht dieses Jahr keinen Urlaub, da das Auto (ich glaube) 8 Jahre alt ist und man jetzt einen neuen kaufen muss….

Ich spare im Monat über 10% meines Gehaltes, jedoch möchte ich auf den Urlaub nicht verzichten.

 

Alles Liebe und ein schönes Wochenende,

Obama

Sparen darf man nicht erzwingen… es muss einfach von selbst aus seiner Einstellung kommen. Ich will gar nicht mehr ausgeben… wenn ich mich zwinge nicht so viel auszugeben, bin ich unglücklich. Man sollte sich vielmehr von materiellen Dingen befreien. Dann kommt das Sparen von ganz allein.

Ralf
5 Jahre zuvor

Auto sind so eine Sache für sich. Ich habe schon sehr viel Pech mit alten PKW gehabt und viel Geld vernichtet. Trotzdem käme mir aufgrund der hohen Anschaffungskosten wohl nie ein neuwertiges Auto her. Derzeit fahre ich einen 18 Jahre alten Opel Astra G Benziner und spule 20.000 km im Jahr damit erfolgreich und zuverlässig ab. Solche zuverlässigen Autos sind wunderbar. Wenn man dann noch eine günstige Werkstatt hat oder das ein und andere kleinere selber machen kann, um so besser. Selbst wenn es nur um das Auswechseln der Reifen oder einen Birnenwechsel geht (was bei meinem alten Auto noch gut geht), kann bereits einiges an Geld sparen durch selbermachen.

Was ist das Problem der neuwertigen Autos: Mehr Technik=Mehr mögliche Fehlerquellen in Summe.

Trollgrüße an alle Sparer und Anleger

5 Jahre zuvor

Ich bin kein Freund von einem Haushaltsbuch. Wir haben das schon mehrmals versucht. Aber es ist schwierig alles aufzuschreiben und festzuhalten.
Wir haben zum Glück eine App gefunden, die alle Kontobuchungen automatisch kategorisiert. Das funktioniert unglaublich gut. So haben wir ständige Kontrolle wo das Geld hingeht.
Man muss halt ein Freund von Kartenzahlung sein. Aber so bekommt man ohne große Mühe 80-90% seiner Ausgaben voll automatisch als Haushaltsbuch.

Frank
5 Jahre zuvor

Hallo Tim,

kauf dir gefälligst Colgate Zahnpasta! (hab ich Aktien von)

;))

Frank

Frank
5 Jahre zuvor

P.S.

Hab grade gegoogelt, Aim Zahnpasta ist von Church und Dwight!

Hab ich auch Aktien von, kannst also weiter hier zuschlagen!

;))

Frank

5 Jahre zuvor

Ich führe kein Haushaltsbuch, ich mache das für mich einfacher: Jeden Monat, wenn die Gehaltszahlung eingeht, schaue ich nach, wie viel Geld seit dem letzten Gehaltseingang weggegangen ist. Das lässt sich bei Onlinebanking sehr übersichtlich abrufen. Wenn ich dabei feststelle, dass die sich ergebende Differenz vom üblichen Mittel deutlich abweicht, prüfe ich, ob es da irgendeine Sonderzahlung gegeben hat oder ob ich einfach nur nachlässig im Geldausgeben war.

Das ist für mich eine ausreichende Kontrollmöglichkeit meiner Einnahme- und Ausgabensituation.

 

Andreas
5 Jahre zuvor

@Fabian S.

Warren Buffet spart auch nicht und wartet auf den großen Crash;) Er hat aber eben immer einen Cash-Anteil und kann so bei einem Crash seine Investitionsquote nach oben fahren. Warum nicht so lange sparen, bis ein Crash kommt? Ganz einfach: dann sparst du vielleicht 10 Jahre lang und dein Geld liegt solange sinnlos rum, keine Dividenden, keine Kurssteigerungen etc. Ich hadere auch etwas mit den teils recht hohen Kursen, fahre deshalb meine Cashquote hoch, das wollte ich ohnehin machen. Aber investiere trotzdem weiter in starke Unternehmen. Und Kaufkurse gibt es jetzt auch. Und es muss nicht immer der gesamte Markt crashen, sondern es reicht ja bei einer einzelnen Aktie ein Einbruch, um da dann zuzuschlagen. Novo Nordisk oder V.F. zum Beispiel. Auch Apple war ja so ein Fall, nach dem die iPhone Absätze rückläufig waren, da ist dann eben Buffet eingestiegen.

Und ich würde mich auch nicht auf die größten Buffet Positionen versteifen. Da macht man aus meiner Sicht einen Denkfehler. Denn Buffet hat diese Aktien teils vor Jahrzehnten gekauft, aber würde er heute auch noch mal so groß einsteigen? Oder investiert er heute eben in bspw. Apple, weil er da mehr Potential sieht als bei Coca Cola? Bei Coca Cola macht man zwar nichts falsch, aber die Firma ist eben schon extrem gewachsen und kommt beim Wachstum teilweise auch an die Grenzen.

Wie du deine Gewichtung errechnest? Du setzt einfach den Wert einer Aktie, die sie derzeit in deinem Depot hat in Relation zum Gesamtwert deines Depots. Dann hast du den prozentualen Anteil dieser Aktie am Gesamtdepot.

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Boris: Am Anfang, als ich noch ein undisziplinierter Schlumpf war, fand ich ein Haushaltsbuch gut und sinnvoll. Mit der Zeit ging das Sparen in Fleisch und Blut über. Seitdem führe ich keines mehr, weil ich automatisch nur noch das kaufe, was ich wirklich brauche.

Wer die Probe aufs Exempel machen möchte: Zur Überprüfung eine Reise nach Marokko, Ägypten oder Tunesien buchen und sich nach dem Urlaub fragen, ob man wirklich nur die Dinge gekauft hat, die man haben wollte. Das ist das perfekte Training, weil Araber wahre Verkaufsgenies sind. 😀

fptest
5 Jahre zuvor

Also ich würde beim Sparen in erster Linie schauen, wo es was zum Sparen gibt. Bei der Zahnpasta ist das nicht der Fall. Ob ich einmal im Monat 1 Euro oder 67 Cent investiere macht für mich keinen Großen unterschied.

Ich würde erst immer einmal schauen, in welchen Bereichen ich wirklich viel Geld ausgebe und da versuchen zu sparen.

Für die meisten sollte das die Wohnung, das Auto, die Energiekosten und das Außer-Haus-Essen sein. Da sollte man sich fragen, ob man etwas einsparen kann. Evtl. woanders hinziehen, kleineres Auto, etc.

Jan
5 Jahre zuvor

@Caro:

“Leider brauchen, wir das Auto, weil wir uns für ein Leben auf dem Land entschieden haben. Aber mehr als 15 000 will ich Auch nicht ausgeben, mein Mann spricht von um die mindestens 20 000. ..”

 

Warum denn so viel? Ein Dacia Dokker oder Lodgy, perfekt für die Familie auf dem Land, kostet neu mit guter Ausstattung rund 13.000 EUR. Dafür bekommst du bewährte Renault-Technik und einen Motor die jede Wald-und-Wiesen-Werkstatt reparieren könnte. Auch meckert das Auto nicht und schickt einen zwangsweise zum Service (wie das Premiumschlitten tun). Wir haben einen Lodgy kurz nach Markteinführung gekauft, da für uns perfekt, und er ist nun 4,5 Jahre alt und hat knapp 100.000km auf dem Tacho (1,6l Benziner). Ich muss sagen: Das Ding läuft wie ein Uhrwerk. Bis dass Verschleißteile (Bremsen, Reifen) getauscht werden mussten, hat der Karren bisher keine Macken gehabt. Nebenbei würde ich niemals auf die ADAC-Werkstattberichte hören, da Premiumfahrzeuge zuerst in die Werkstatt und dann zum Tüv kommen, solhe Autos aber genau umgekehrt: Man geht zuerst zum Tüv, schaut ob er durchkommt und geht dann bei Bedarf mit der Mängelliste zur Werkstatt und lässt nur das richten, was auch notwendig ist.

Elias Frandsen
5 Jahre zuvor

Hallo! Ich lese hier gespannt die Kommentare und frage mich nur wo der Sinn liegt sich dermaßen einzuschränken. Was bringt es mir im Rentneralter Millionär zu sein und die 40 Jahre zuvor nicht gelebt zu haben? Sorry aber Prostata Krebs beim Vater, Brustkrebs bei der Mutter, Diabetes Tod bei der Oma. Ich lebe heute und genieße das Leben als wenn es morgen zu Ende  ist.

Dennis
5 Jahre zuvor

@ Tim

Danke, Tim.

@ Elias Frandsen

Man sollte natürlich nicht auf alles verzichten, sondern eher bewusster Konsumieren, wenn ich auf meine Vergangenheit schaue habe ich leider damals auch viel Geld ausgegeben für Sachen dir mir eigentlich gar nichts brachten.

5 Jahre zuvor

@Markus Müller

Wie wichtig ist dir Komfort? Meine Eltern haben sich für rund 10.000€ einen neuen Dacia Sandero gekauft. Wegen vieler Arztbesuche bin ich froh, dass sie endlich ein zuverlässiges Auto und nicht noch zusätzlichen Stress durch die Reparaturen wie bei ihren vorigen Gebrauchten.

@Tim

Finde den Tipp mit dem Reis und Bohnen zutreffend! Bzw. jegliches Gemüse. Leckere Soße mit Champignons + Zwiebeln + Frischkäse mit Nudeln und man isst nie wieder was anderes. Man kann günstig kochen oder sich Brote schmieren. Ich war bis letztens Jahr noch Verfechter der warmen Mahlzeit, aber ein leckeres Brot auf der Arbeit tut es nun tatsächlich auch.

Bei der Zahnpasta nutze ich seit über 15 Jahren Elmex, obwohl diese etwas teurer ist.

Max
5 Jahre zuvor

@Dennis & Elias Frandsen:
Genau das ist das Stichwort: “Bewusster Konsum”. In meinen Augen schafft man somit den Spagat zwischen dem Erreichen der Finanziellen Freiheit und der Zufriedenheit im Heute & Jetzt.

Zum Thema Auto: Ich habe das große Glück, über meinen Arbeitgeber ein Auto mieten zu können (Kein Firmenwagen!). Es ist schon ein gutes Gefühl, ohne jedliches Risiko (Vollkasko und Wartung inklusive; jedes Jahr wechsel des Wagens) mobil unterwegs zu sein. Ich wohne sehr weit von meiner Arbeitsstätte entfernt. Aufgrund der einfachen Rechnung weiß ich sehr gut, was mich der gefahrene Kilometer kostet. Ich habe mit Kollegen verglichen, die Autos gebraucht kaufen und bin zu dem Schluß gekommen, dass das Mieten für mich eine sinnvolle Art der Mobilität ist. Für mich ist das aktuell bewusster Konsum. Die monatliche Rate ‘tut weh’, ich schaffe es aber trotzdem, die von mir erreichte Sparrate zu erreichen.

Gurki
5 Jahre zuvor

Ich finde 1x am Tag ist eine warme Mahlzeit ein muss! Brot esse ich schon genug auf der Arbeit zur Mittagspause. Und von lecker kann gar keine Rede sein. Zumindest ich habe es satt Brot zu essen. Darum beschränke ich das auch nur noch auf Mittags auf der Arbeit. 25 Jahre Brot reicht 🙂

Max
5 Jahre zuvor

@Gurki:
Du bist mein ‘Mann’. Ich hasse Brot ebenfalls. Einmal am Tag warm essen in der Firmeneigenen Kantine muss schon sein 😉

chaostrader
5 Jahre zuvor

Monatlich legte ich ein ETF Sparplan an, es fließen je 50€ in 4 ETF´s.

Zu viele ETFs mit Kleckerbeträgen bespart, und 2. was für eine Allokation ist denn das, 4 ETFs mit je 50€, das klingt doch sehr nach “aktivem” Investieren, ist sicherlich was Exotisches dabei.

Drückt die Daumen für den Firmenwagen

1%-Regel kann auch ganz schön teuer werden, ich würd mir das überlegen.

Haushaltsbuch ist mir viel zu aufwändig. Viel Sparen geht ganz einfach: Jeden Monat, wenn die Kohle eintrudelt direkt einen dicken Batzen aufs Tagesgeldkonto überweisen. Da liegt ja sowieso schon der Notgroschen und der risikoarme (und renditefreie) Anteil des Depots. Man weiss ja ungefähr, was man so ausgeben wird. Wenn z.B. 2500 reinkommen und üblicherweise 1400 gebraucht werden, dann werden halt 1100-1200 gleich mal auf dem TG “versteckt”. Wenn der monatliche Bedarf mal höher ist kann man jederzeit problemlos Geld zurückbuchen. Aber das macht Arbeit, also vermeidet man das, und der geringe Geldbetrag auf dem Girokonto bremst einen automatisch beim Ausgeben. Wenn am Monatsende noch was übrig ist, fein, das geht dann gleich wieder mit dem nächsten frischen Geld aufs TG. Weg ist es und man gibt es nicht mehr unüberlegt aus. Wenn was außergewühnliches passiert und man braucht dringend Geld, dann geht man halt mal schlimmstenfalls einen Tag ins Minus, die paar Cent Zinsen tun auch nicht weh, und bucht dann baldmöglichst wiederwas zurück.
Wenn mir meine Asset Allocation sagt, ich sollte z.B. 15T auf dem TG haben (10T risikoarm und 5T Notgroschen) und da sind 17T dauf, dann kann ich für 2T ETFs oder Aktien kaufen. Wenn nur 14T drauf sind, dann kann ich eben nichts kaufen und muss warten.

Max
5 Jahre zuvor

@Chaostrader:
Ich mache das ganz ähnlich wie du mit dem Tagesgeldkonto und dem Girokonto. Mein ‘Haushaltsbuch’ ist ein Gemeinschaftskonto mit meiner Partnerin. Wenn auf dem Gemeinschaftskonto nichts mehr verfügbar ist wissen wir, dass wir zu viel ausgegeben haben. Das kommt zum Glück nicht zu oft vor.

Frank
5 Jahre zuvor

@ ex studentin,

Elmex passt, ist von Colgate!

Jan
5 Jahre zuvor

Hallo Tim,

den Youtube-Beitrag habe ich einmal in den Kommentaren eines früheren Blogeintrags gelesen und muss sagen: Er ist genial! So sehe ich dies auch, hätte des den Lodgy damals gebraucht gegeben, ich hätte ihn genommen. Das Problem war, dass praktisch alle anderen gebrauchten Autos die für die damals noch geplante Familie in Betracht kamen (großer und hoher Kofferraum, ESP, Iso-Fix, einfacher Motor ohne anfällige Turbo-Technik, Klimaanlage für längere Autofahrten mit Kind und gute Airbag-Ausstattung) nur unwesentlich günstiger waren als der neue Dacia. Und dafür sind diese schon ordentlich gelaufen gewesen, man kannte den Fahrstil des Vorbesitzers nicht und gerade Autos werden mit zunehmendem Alter teurer in der Wartung und Unterhalt. Letztlich stimmen die Aussagen im Video durchaus, WENN das Auto nur zur eigenen Fortbewegung dienen muss. Sobald “Sondernutzungen” dazu kommen, bei uns: Kind, Kinderwagen, Platz für einen Rasenmäher und genügend Raum um Familienreisen zu überstehen, muss man das etwas relativieren. Aber auch unsere Karre wurde bar bezahlt. Mich hätte es damals fast vom Hocker geschlagen als der Verkäufer sichtlich irritiert waren, dass wir NICHT finanzieren wollen (oder besser müssen). P.S.: Absurderweise sind Dacias die Preisstabilsten Automobile auf dem Markt. Klar, wer wenig zahlt, der kann wenig am Wiederverkaufswert verlieren.

Diese Aussage “Fehlt Dir Geld, esse Reis und Bohnen.” finde ich hervorragend! Sie bringt etwas plakativ all das zum Ausdruck, was ich mir so oft bei vielen  Zinssklaven im Stillen denke. Aber genau dann denke ich auch, dass genau diese Konsumknechte meine Rendite sichern und zucke mit den Schultern. Gib nicht auf, Tim. Aber zieh nicht zu viele auf deine Seite. 😉 😀

5 Jahre zuvor

@Frank

Haha, sehr gut! 😀 😀 Ich sollte mir wohl auch colgate-Aktien besorgen. Ich bin übrigens besonders hart und nutze elmex auch am Morgen!

Frank
5 Jahre zuvor

@ ex studentin,

hab mir mal den Spaß gemacht zu sehen welche Marken meine Aktien im Portfolio abdecken:

Chlorhexamed, Sensodyne, Parodontax, Odol, Dr. Best, Corega

–> Glaxo

Colgate, Meridol, Aronal, Elmex, Dentagard

–> Colgate

Pepsodent, Aim

–> Church und Dwight

Blenda med, Oral B, Blenda Dent

–> Procter

War mir so auch nicht klar!

j.hotzenplotz
5 Jahre zuvor

@ Frank: Hast Du nur Zahnpasta im Depot ? 😉 Gibt es da eine Studie, daß sich die Menschen in Zukunft öfter die Zähne putzen werden? Auf der anderen Seite: mit steigendem Wohlstand werden immer mehr eine elektr. Zahnbürste nutzen, und damit geht die verbrauchte Zahnpastamenge 50% South…gut, daß Du P&G drin hast, dann gleichst Du das mit OralB aus 🙂

@fptest: das Problem ist nicht die eine Zahnpasta, wo Du einmal im Monat € 1,00 anstatt € 0,67,also 50% mehr ausgibst. Das Problem ist, daß man jeden Tag dutzende Dinge einkauft, die man 50% teurer oder eben nicht einkaufen kann – bei einer mehrköpfigen Familie kann man aber ordentlich €€€ sparen…

Chridope
5 Jahre zuvor

@ Frank

Das Video von Tim zu den Konsumgüterherstellern (P&G, Kimberly, Church and Dwight) im Supermarkt ist ja auch legendär!!!!

Lieber Tim, bitte mehr davon

5 Jahre zuvor

@Elias Frandsen

Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit. “Ich lebe heute” halte ich für einen dummen Spruch, um idiotischen Konsum zu rechtfertigen:

https://couponschneider.blogspot.de/2013/07/ich-lebe-heute.html?m=0

In die gleiche Richtung geht: “Das letzte Hemd hat keine Taschen”:

https://couponschneider.blogspot.de/2017/01/aufgespiet-das-letzte-hemd-hat-keine.html?m=0

Aus dem Umstand, dass man heute lebt und nicht erst morgen, sollte man vielmehr die Zahlungen in die Rentenkasse einstellen, oder etwa nicht? Riester und Rürup sind noch größerer Schwachsinn. Aktien sind gut, weil man Vermögen schafft, das sowohl als Altersvorsorge als auch als Hinterbliebenenschutz fungiert.

Ich kann nicht so leben, als würde ich morgen schon krepieren. Dann könnte ich aufs Zähneputzen verzichten. Da Tim die Markenzahnpasta “Aim” benutzt, geht er von einem längerem Leben aus.

Übrigens muss man nicht Bohnen mit Reis essen, um zu sparen. Ich hatte heute Pizza Margherita, selbst gemacht! Schmeckt absolut super und ist superschnell gemacht und wahnsinnig günstig. Ich komme auf Zutatenpreise von ca. 50 Cent pro kreisrunder Pizza Margherita. (Auch wenn man etwas besseres Olivenöl verwendet.) Wo der Spaß ist, die Pizza vom Lieferservice kommen zu lassen, ist mir ein Rätsel. Lebt man mehr, wenn man sich die Pizza fertig liefern lässt? Oder wenn man die fertige Wagner-Pizza nur in den Ofen schiebt?

Chridope
5 Jahre zuvor

@ Tim

Genau diese Videos meinte ich. Sind beide top. Ich habe kurz danach mein Depot angepasst und es nicht bereut. Church und Dwight war mir bis dato unbekannt.

Beste Grüße an alle, die diesen Blog regelmäßig verfolgen und mit Ihren Berichten bereichern

Chridope

 

 

Frank
5 Jahre zuvor

@j.hotzenplotzm

ne, nicht nur Zahnpasta ;)),

@ chridrope,

danke für den Videohinweis.

Tommy
5 Jahre zuvor

 

Hallo zusammen

Ich schreib hier auch mal was, ich bin 43, stamme aus einer Familie die von Sozialhilfe gelebt hat (alleinerziehende Mutter mit 5 Kindern), bin jetzt selbst geschieden und muss für 2 Kinder Unterhalt zahlen. In meinen 20igern hab ich mal sehr schnell sehr viel Geld an der Börse verdient, in  der Spitze war ich bei 420000 DM, im Jahr 2003 waren davon noch 1300 Euro übrig, ihr wißt schon, Neuer Markt usw., d.h. ich musste wieder bei 0 anfangen mit 30 Jahren.

Nach 5 Jahren Ehe dann Scheidung in 2008, Neubeginn in einer Kellerwohnung, total am Arsch. Mein Verdienst liegt ziemlich im Durchschnitt, seit 3 Jahren schaffe ich es psychisch und körperlich nur noch 3/4 zu arbeiten. Trotz alledem habe ich es in den letzten 14 Jahren geschafft ein fast abbezahltes kleines (günstiges) Haus zu besitzen, 35000 in Altersvorsorge zu sparen (dazu noch Sonderzahlungen in Betriebsrente) und meine Aktiendepot auf über 70000 Euro zu steigern, mir ein neues Auto zu kaufen, dazu noch 5000 Euro in Gold und Silbermünzen, meine Sparquote beträgt aktuell maximal 400 euro / Monat in Aktien, wenn ich mich sehr anstrenge (z.b. nur 200 euro im Monat ausgebe)

Wie hab ich das geschafft? Ich habe nicht rumgezockt, sondern nur konsequent den Markt beobachtet und vor allem Turnaroundaktien gekauft (fast nur largecaps) aber auch oft discounter auf Aktien und Indizes wenn die Märkte eher oben war, so dass ich die Korrekturen nicht voll mitgemacht habe (z.b. 2008), Pfandflaschen mitgenommen, mit dem Fahrrad zur Arbeit, möglichst günstig gewohnt immer (die Raten vom Haus sind etwa so wie Miete), ein festes monatliches Budget vorgehalten, Wildkräuter gesammelt, Hosen bei Aldi gekauft, Boni bei Gas und Strom mitgenommen sowie bei Girokonten, besitze so gut wie keine Versicherungen, immer gefragt “brauche ich das wirklich jetzt” vor Käufen……ich hatte noch nichtmal Glück oder so mit Highflyern (wie damals Ende der 90iger) sondern hab nur mein Ding konsequent durchgezogen mit überschaubarem Risiko wo ich versuche die Wahrscheinlickeit auf meiner Seite zu haben (ich bilde mir auch ein, ein gutes Gespühr für Kursverläufe zu haben, habe die letzten Jahre immer den Dax outperformt, teilweise deutlich) Es ist nicht so das ich nicht gelebt hätte oder mir nichts gegönnt hätte, war in den USA, und 2 x Teneriffa und diverse andere Urlaube, hatte nach der Trennung noch weitere Beziehung, leider gerade wieder im Eimer.

Es ist wie ein innerer Antrieb, meine Mission die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, vielleicht aus der Notsituation in der Jugend. Sparen ist total out im Moment im Bekanntenkreis, gestern hatte ich die Wahl ins 3 D Kino, Cocktails schlürfen und Essen gehen oder zuhause bleiben, bin zuhause geblieben und hab mir von dem gesparten Geld heute eine neue Jacke gekauft, morgen gehe ich mit Freunden wandern, das ist kostenlos.

Lieben Gruss, Tommy

Apfelbaum01
5 Jahre zuvor

Ich führe kein Haushaltsbuch. Dafür habe ich mir ein erfolgreiches Sparsystem  überlegt. Mein Gehalt kommt auf mein Hauptgirokonto, von dem auch alle laufenden Kosten abgehen. Ich buche dann gleich möglichst viel auf mein Tagesgeldkonto. Für die täglichen Ausgaben habe ich ein zweites Girokonto (ohne Dispo), auf das ich mir nur einen geringen Betrag überweise. Dann versuche ich möglichst alles bargeldlos vom Giro2 zu bezahlen. So werden die täglichen Ausgeben gut dokumentiert und ich bin einer geringeren Versuchung ausgesetzt, als mit Bargeld in der Hosentasche. Und für Notfälle habe ich ja auch eine Karte vom Giro 1.

Christoph
5 Jahre zuvor

@TOmmy: Kompliment!!! Andere hätten bestimmt den Kopf in den Sand gesteckt. Echt Hochachtung. Und gute Besserung.

 

Also wieso ein Haushaltsbuch arbeit macht verstehe ich nicht. Ich habe mir per Google Tabbelen einfach eines selbst gemacht.

Nach Jahren und Monaten gegliedert. Einfach dann die festen Kosten eingetragen und dann muss ich nur noch die Kosten eintragen die sonst so anfallen. Eigentlich ziemlich easy und nicht wirklich arbeit. Alle paar Tage mal 5 Minuten das reicht dicke.

 

Also Dacia ist ja schön und gut aber man sollte auch überlegen ob nicht gewisse Sicherheitsstandards sinnvoll sind. Die könnten einem das Leben oder vielleicht ein Bein/ Arm etc retten.

 

Apropros Ziele: Ich habe nun monatlich meine Lebensmittelkosten durch die Dividenden gedeckt.

Bisher waren meine Ziele ja: GEZ frei, Strom frei usw. Nun habe ich stattdessen die Lebensmittel frei. Tolles Gefühl.

 

Meine nächsten Ziele: 2024 Mietfrei wohnen, 2030 Finanziell frei zu sein und 2035 in “rente” gehen.

Finde es ist wichtig sich auch gewisse zeitlich Ziele zu stecken. Denn ein Ziel in 20 Jahren das ist noch extrem weit weg. Aber in 5 Jahren zB damit kann man deutlich mehr anfangen.

Caro
5 Jahre zuvor

@ Tommy,

Toll, klasse Leistung. Wie Tim immer sagt, ist halt Selbstdisziplin das A und O. Immer abwägen, lohnt sich das Restaurant oder ist das schon die neue Jacke.

@ Elias Fransen

Es gibt einen guten Mittelweg, heute ohne sinnlosen Konsum zufrieden zu sein und es später gut zu haben, da die wirklich schönen Sachen nicht viel kosten und es auch keine Marken und keinen Luxus braucht, um gut zu leben und glücklich zu sein.

Grüße, Caro

Delura
5 Jahre zuvor

@Christoph

Ich decke mit meinen Nettomieterträgen und den Nettodividenden z.Zt. meine eigenen Mietkosten, meine private KV, das Hausgeld meiner fremdvermieteten ETW, Telefon und GEZ komplett ab.

Das nächste größere Ziel ist die (noch bestehende) Kreditrate für die ETW zu decken. Ich denke Mitte diesen Jahres ist das geschafft. Die FF strebe ich zum 01.01.2023 an. Noch 2.105 Tage – BRUTTO 🙂

Highlights der letzten 14 Tage – der Zinseszinseffekt: Sixt und BMW haben beide die Dividende um ca. 10% erhöht. Das entspricht in etwa einem (bei mir monatlichen) Zukauf. Das ist richtig klasse.

Glück Auf!

 

Dorothea
5 Jahre zuvor

Also lieber Tim, das mit dem Käsekuchen lasse ich nicht gelten. Ich liebe Käsekuchen und er ist günstig in der Herstellung und sehr sättigend. Die Zutaten kannst du preiswert einkaufen, Mehl, Zucker, Butter, 2-3 Eier, 1kg Magerquark und vielleicht ein Päckchen Vanillepudding. Das kostet doch alles kaum etwas. Im Ergebnis kommt ein überaus leckerer Kuchen heraus von dem du drei Tage leben kannst, die Kalorien geben es jedenfalls her.

Also ihr Lieben, mal statt Bohnen mit Reis zum Käsekuchen wechseln. Rezepte mit Varianten (Mohn, Sauerkirschen u.ä.) können bei mir angefordert werden.

🙂

Schieferhammer
5 Jahre zuvor

@chaostrader Exoten sind nicht dabei habe den MSCI World, Euro Stoxx 600, MSCI EM, Select Dividend 100.

 

Frank
5 Jahre zuvor

Mist,

jetzt hab ich Lust auf Käsekuchen. Hoffentlich hat meine Tanke Magerquark 🙂

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