So werde ich reich

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Sonnenuntergang in Spanien am Meer. Seien Sie gelassen. Ruhig. Bauen Sie Ihr Depot fürs Alter in kleinen Babyschritten auf. Mit ruhiger Hand. Verzichten Sie aufs Trading.

Ich bin seit mehr als 15 Jahren als Finanzjournalist tätig. Ich habe in der Zeit einiges gelernt. Ein wesentlicher Punkt, den ich lernte, ist der Vorteil vom „Kaufen und Liegenlassen“. „Buy and Hold“ mit Erfolgsunternehmen ist einfach überlegen. Seitdem ich das erkannt habe, bin ich Feuer und Flamme für das ewige Halten von guten Firmen.

Es gibt jede Menge Studien, die das bestätigen. US Trust hat zum Beispiel seine Kunden analysiert (PDF). 77 Prozent der Kunden, die aus der Mittelschicht oder einer ärmeren Schicht stammen, schufen ein größeres Vermögen, indem sie langsam ihr Depot aufbauten – ohne zu traden. Die kleinen Schritte bedeuten langfristig einen gewaltigen Sprung nach vorne.

Wer über drei Millionen Dollar Finanzmittel hat, hat in der Regel keine geheime Tradingstrategie. Sondern der Reichtum ist auf einfaches Langfrist-Investieren zurückzuführen.

86 Prozent haben ihre größten Fortschritte in punkto Vermögensbildung mit „Buy and Hold“ über traditionelle Aktien und Anleihen erzielt, fand jedenfalls US Trust heraus.

Allerdings: Die meisten Anleger sind dazu nicht in der Lage. In volatilen Zeiten lassen sie sich zu unnötiger Aktivität hinreißen, die sich eher schädlich auf die langfristige Vermögensbildung auswirkt.

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Ich machte früher einige Fehler. Ein Fehler war, dass ich zu aktiv an der Börse war. Ich beschloss daher: Meine Aktien werde ich nie mehr verkaufen. Das mag drastisch klingen. Es ist aber ein Lösungsweg. So bekam ich meine Aktivität in den Griff. Ich betreibe seither ein extremes “Buy and Hold”.

Ich bekomme manchmal Emails von Lesern, die etwas zum Timing wissen wollen. Ich kann diese Fragen nicht beantworten. Ich weiß nur: Die Börse geht rauf und runter. Es gibt keinen Experten, der weiß, wann es genau rauf und wann genau runter geht. Das einzige, was ich weiß, ist: Dass die Börse langfristig um acht bis zehn Prozent steigt. Jedenfalls wenn Sie 100 Jahre zurückblicken. Wenn Sie das begriffen haben, wissen Sie, wie wichtig es ist, lange investiert zu sein.

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An unruhigen Börsentagen denke ich ans Meer. Jeder Sturm wird sich wieder beruhigen. Das führt dazu, dass ich gelassener mit dem Auf und Ab an der Börse umgehe. Eine Schaukelbörse oder selbst ein Crash bringt mich nicht dazu schwere Fehler zu begehen. Natürlich ist ein Crash unangenehm. Er macht mich schon nervös. Nur achte ich darauf, ja nichts zu verkaufen.

Acht bis zehn Prozent Rendite ist eine phantastische Rendite. Das geht mit einem einfachen Indexfonds oder ETF. Oder setzen Sie auf einzelne Qualitätsaktien. Sie sollten einfach nur Sitzfleisch haben.

Langfristiganleger werden gut abschneiden. Zocker müssen dagegen leiden.


Ich fühle mich als so, als ob ich im Kasino sitze und mir das Kasino gehört. Das Kasino beziehungsweise die Bank gewinnt immer. Es ist im Prinzip so einfach. Das System kann jeder, der mag, durchschauen.

Wer das in jungen Jahren begreift und umsetzt, dem steht ein angenehmer Ruhestand bevor.

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der der hier gerne mitliest
6 Jahre zuvor

Danke für das Video Tim, das sind immer wieder genau die Worte die ich hören muss.

Gestern ist mir wieder besonderes drastisch aufgefallen, dass der Tageshandel an den Börsen nur noch von Computern erledigt wird, kommt eine neue Nachricht über Arbeitslosenzahlen, fallen alle Aktien abrupt ab.

Der Chart des Dax und der Chart der meisten Aktien sind fast identisch nach unten gegangen, da sagt man sich doch, wahnsinn, wie schnell die Arbeitslosenzahlen in den Büchern der Unternehmen durchschlagen.

Witzigerweise hat es der Dow Jones besser gemacht, im Minus angefangen und fast wieder auf null gekommen.

Aber da ich sowieso nicht mehr verkaufe, war es nur mal nett zu beobachten, ich habe den Chart gesehen, und dachte mir, jetzt liest du mal wieder ein paar Börsennachrichten, was ich eigentlich nicht mehr tu, um zu sehen, was der Auslöser für den Rückgang war.

Schönen Gruss nach Spanien an einem fast sonnigen Samstag Morgen in München.

Helmut
6 Jahre zuvor

🙂 Vielleicht wirst du einige Jahre später auch in der deutschen Anleger-Lügen-Presse die Strategie “buy and hold” und Value Investing propagieren dürfen. Hast du es heute von Börse Online und Euro am Sonntag nicht erlaubt? Und falls du heute von Unternehmen bezahlt bist, die extrem teure Aktien haben (KGV 20-500, KBV 4-20, KUV 4-20), wenn du auf sie Werbung in Börse Online und Euro am Sonntag machst, vielleicht wirst du auch von Unternehmen mit billigen Aktien für die Werbung bezahlt. Deine Werbung auf Aktien in Börse Online und Euro am Sonntag sollte schon bald auf Value Investing nach Benjamin Graham Rücksicht nehmen. Nur Aktien mit KGV unter 15, KBV unter 2, KUV unter 2, Dividendenrendite über 3% empfehlen. Das wäre schön, wenn in jedem deinen Aktientipp immer Value Investing nach Graham steckt. Nicht mehr diese super teuren Aktien ohne Dividenden (mit KGV 20-500, KBV 4-20, KUV 4-20).  🙂

Claus
6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

Du sprichst mir aus der Seele. Leider verstehen die meisten Leute nicht, das es so einfach ist, erfolgreich zu investieren und langfristig sehr wohlhabend oder sogar reich zu werden.

Vor einigen Monaten erzählte ich jemandem, von dem ich weis, das er öfters mit Aktien handelt, das ich meinen Bestand an Procter & Gamble wieder einmal aufgestockt habe (zu 62 EUR). Er meinte, das mit dieser Aktie kein Blumentopf zu gewinnen sei, schließlich würden solch grosse Firmen kaum oder gar nicht mehr wachsen. Ich nannte ihm einige Fakten zu P & G, doch dies interesierte ihn nicht.

Stattdessen fragte er mich, wieso ich P & G nicht verkaufen würde, wenn ich doch schon einen so guten Gewinn erzielt habe. Schließlich würde ich ja meinen Einstandskurs verteuern, wenn ich zu höheren Kursen nachkaufe, als ich ursprünlich eingestiegen bin. Ich meinte nur, das mein Ego hiermit kein Problem habe. Ich schaue nicht auf die gewonnenen Prozente mit einer Aktie, sondern auf die Summe in Euro, die bei grösserer Stückzahl und weiter steigenden Kursen dann deutlich schneller ansteigt. Zusätzlich gibt es mehr Dividende zum reinvestieren. Er meinte, dass er kaum Dividenden bekomme und es sich nicht lohne die paar Euros wieder anzulegen.

Er erzählte etwas von einer Firma, von der ich noch nie gehört habe. Leider weiss ich nicht mehr, welche es war. Ein “Minaturunternehmen” mit tiefroten Zahlen. Aber die Geschäftsleitung hat bald Gewinne versprochen, weil das Geschäft so gut laufe… Er würde zwar noch kräftig im Minus liegen, aber wenn die Gewinne dann kämen, würde die Aktie durch die Decke gehen… Ich wünschte ihm viel Glück.

Was ich damit sagen will: Die Leute hören einem meist nicht zu, wenn man ihnen erklärt, wie man erfolgreich investiert. Entweder glauben sie es nicht oder sie wissen es besser, haben aber keinen Erfolg und Depots, die weit im Minus sind. Sie haben “das Spiel” einfach nicht verstanden, zocken ohne Wissen herum und laufen mit der Herde (verkaufen in Panik, kaufen wenn alle jubeln = teuer kaufen + billig verkaufen…).

Daher halte ich mich meistens zurück und versuche gar nicht mehr, jemanden “zu bekehren”.

Da Banken & Co. mit “B & H – Kunden” nichts oder nur wenig verdienen, wird in den Medien natürlich gerne berichtet, wie erfolgreich man mit dem Traden sein kann und das B & H “tot” ist.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende in Spanien und viel Erfolg!

 

 

 

Valueer
6 Jahre zuvor

Der tägliche Nachrichtenfluss ist der Feind des langfristigen Investors und der beste Freund deines Brokers.

Ich stell mir bei solchen Meldungen wie den Arbeitslosenzahlen mittlerweile immer folgende Frage: Wen interessiert das in 2 Wochen ab heute?

Wenn ich der Ansicht bin, dass in 2 Wochen keiner mehr darüber spricht, kann es keine wirkliche Relevanz haben. Also nur Finanzpornographie. -> Zur Kenntnis nehmen und weiter machen wie bisher!

Gruß

Valueer

Christoph
6 Jahre zuvor

Das mit den Arbeitslosen Zahlen spielt vor allem für die FED eine Rolle. Denn man will ja die Zinsen erhöhen. Jellen zB meint 80-100 k Zuwachs im Monat müsste man haben um anheben zu können.

Aber ich frage mich auch wie lange soll der Zuwachs gehen? Seit über 6 Jahren hat man Zuwachs in den USA: In den letzten Monaten weit über 100k.

Aber irgendwann wird das einfach weniger. Dezeit hat man schon unter 5% Arbeitslosenquote. Deutschland hat 6,4% derzeit.

Also eigentlich ist das doch echt super! Klar es kommen jeden Tag mehr Menschen auf die Welt aber solange es noch Zuwachs gibt in der aktuellen Größe finde ich das total ok.

Helmut, Lad und deine Anderen 99 Ichs: Du bist der Hamme..*gg*

@Tim: Ja eigentlich ist das investieren einfach. Stetig weiter zukaufen.

ich vergleiche das mit Immobilien.

Man stelle sich vor man kauf Häuser in München, Stuttgart und Hamburg (Aktien wären cann P&G, J&J und 3M)

Dann hat man Mieter in diesen Häusern. Durch die tolle Lage kann die Miete stetig erhöht werden. Aber was würde man denn machen, wenn die Immobilienpreise mal fallen? Gleich die Häuser verkaufen? Sicher nicht.

Und wenn es einen Crash wie 2008 gibt und dadurch ein paar Häuser in der gleichen Gegend sehr günstig zu kaufen sind? Nun dann würde man doch diese kaufen wenn man von den Städten überzeugt ist.

man könnte die oben genannten Städte auch mit NY City, London und Sidney tauschen. Und es glaub ja sicher niemand, das diese 3 Städte auf lange Sicht weniger Einwohner haben werden..

 

Wenn die Briten zB für den Brexit stimmen, kommt es sicher zu einem deutlichen Preisverfall in London. Meiner Meinung nach wäre das ein toller zeitpunkt eine Immobilie dort zu kaufen. Denn über kurz oder lang, wird dich der Markt dort wieder erholen. Und ich bin der Meinung, wenn der Brexit kommt, kommt auch der Frexit und dann zerfällt die EU.

Meiner Meinung nach wäre es eh das beste und statt dessen sollte man wieder die EG aufleben lassen. Mit 6-8 Staaten eine Wirtschaftsgemeinschaft, aber alle Staaten bleiben komplett selbstständig.

Wünsche ein schönes Wochenende und Dir Tim, eine tolle Europareise

PS: Mit was fleigst du eigentlich über den Atlantik? Ich achte auch auf den preis, aber zB Air Asia will nun Frankfurt-Bangkok für 200 Euro anbieten. nun ich würde da dennoch lieber 600 zahlen und komfortabler reisen. das wäre es mir bei so langen Flügen wert

 

 

 

ZaVodou
6 Jahre zuvor

Zitat Tim: “Qualität aus dem Dax oder Dow Jones kaufen”

Wenn es so einfach wäre und wir wieder bei meiner berühmten Frage sind: “Was ist Qualität?”

Kaufen Leute, die Aktien von Commerzbank, Deutsche Bank, RWE, E.ON, ThyssenKrupp kaufen Qualität?

Nur eine vorübergehende Schwächsephase, die es auszusitzen gilt?

Ist Apple eine Qualitätsaktie?

Was sagst Du Aktionären von Hypo Real Estate und Hochtief?

 

Es reicht meiner Meinung nach nicht aus den Leuten zu sagen: “Kauft Qualitätsaktien” ohne ihnen zu sagen, worauf sie beim Kauf achten sollen.

Ich würde mich deshalb über einen Artikel “Wie ich bei der Auswahl von Qualitätsaktien vorgehe?”von Dir freuen, der Deine genaue Vorgehensweise (Kriterien) beschreibt.

 

Freelancer Sebastian
6 Jahre zuvor

@ Tim

Danke für die gewohnte Wochenendkost. Lehrreiche Worte, die die Strategie festigen. B&H ist so entspannend, Börsennachrichten machen einen da nur nervös. Wer braucht das? Das Leben ist zu schön für Börsenstress.

@ Helmut

Laß doch die Finanzpornos einfach mal im Regal. Das beruhigt ungemein.

Und meine Alphabet-Anteile waren schon immer “zu teuer” – machen mir aber seit Jahren große Freude….

K.
6 Jahre zuvor

Zitat von @Claus: “Da Banken & Co. mit „B & H – Kunden“ nichts oder nur wenig verdienen, wird in den Medien natürlich gerne berichtet, wie erfolgreich man mit dem Traden sein kann und das B & H „tot“ ist.

Kurzfristig gesehen mit Sicherheit. Und das ist vermutlich das was zählt. Der aktuelle Jahres-/Quartals- oder gar Monatsgewinn. Am besten immer höher als jeweils vorher. Deshalb primär mehr Trading da mehr Gebühren abgegriffen werden können.

Wenn ich eine Bank wäre, würde ich eher so denken:
Klar kann ich kurzfristig mehr Geld abgreifen durch Animation zum Trading und zur Umschichtung bzw. Umdeckungen und damit neuen Provisionen.
Ich habe mir vor zwei Wochen für ein aktives Fonddepot mit Sparplänen die Vetriebsprovisionen (einmalig und laufende) ausrechnen lassen: Auf den ersten Blick mögen die einmaligen höher sein, aber auf Dauer sind auch die laufenden Provisionen nicht zu verachten.

Was bringen Kunden die ein, zwei, drei Jahre traden und dann merken unterm Strich lohnt es sich nicht und dem Trading und der Börse den Rücken kehren. 1-3 Jahre gute Einnahmen. Danach nichts mehr.
Dann lieber Kunden die konstant zukaufen (auch hier entstehen Gebühren an denen die Bank verdient) plus ein steigendes Depot.
Also habe ich hier ein konstantes, sicheres Gebührenmodell. Es mag zwar primär weniger sein, dafür habe ich die Gebühren der Buy&Hold-Anleger mit Sparplänen aber konstant über viele Jahre hinweg.
Das würde für mich mehr Sinn machen, aber langfristig wird oft nicht gedacht. Sicherlich gibt es personelle Einzelfälle, aber die große Bank-Vorstands-Marschrichtung lautet anders.

Wäre oder ist man dann noch eine Bank die ihren Depotpreis an Stückzahlen oder Depotwert knüpft (und der Kunde bei der Bank bleibt anstatt sich eine zu suchen die keine oder minimale Depotgebühren erhebt), dann sind hier auch konstant steigende und schöne Bankgewinne drin. Aber halt auch nur langfristig.
Und wenige Kunden wechseln. Klar, wir hier sicher schon eher, aber vielen anderen ist es zu aufwändig und sie sind zu bequem.

Ich habe ebenfalls vor zwei Wochen durchgerechnet das ein Depotwert von ca. 2000 EUR mit ca. 11 unterschiedlichen Aktien oder Fonds bei einer Bank hier im Ort pro Jahr mehr an Depotgebühren (ohne Kauf und Verkauf) einbringt als das sehr teure Girokonto derselben Bank pro Jahr an Kontoführungsgebühren.
Hier scheint man aber keine Ambitionen zu haben den Kunden bspw. durch niedrigere Ordergebühren zu animieren das Depot auszubauen.

Was mich wundert ist, das es für “wohlhabende” Kunden extra Mitarbeiter bzw. extra Service-Bereiche und eigenes Kundenmanagement gibt. Und die werden dies sicher nicht durch Trading erreicht haben sondern entweder unternehmerisch, als Erben oder mit Buy&Hold.

Aber mir soll es recht sein, ich habe meine Hausbank fürs Girokonto und ein paar Depot-Alt-Lasten die aber noch gut laufen und eine andere Bank für mein langfristiges Buy&Hold, dessen Investitionssumme den Depotwert meines Erst-Depots schon ein halbes Jahr nach Beginn überstieg. Dies hätte auch meine Hausbank haben können, wenn die Kauf- und Verkaufgebühren nicht so hoch gewesen wären und(!) wenn sie Indexfonds angeboten hätte. Und ich habe explizit nachgefragt. Der Kundenberater (noch einer der menschlichen Sorte) musste bedauernd ablehnen obwohl er wohl verstanden hatte worum es mir geht und das er hier einen solventen Investierer verliert bzw. (noch) nicht komplett verliert aber die Investitionssummen dann woanders hinfliessen und dort bei einer anderen Depotbank für Gebühreneinnahmen sorgen werden.
Die Vorgängerhausbank (selbes Logo, anderer Ort, eigenständige Filiale/Bank) hatte hier schon bessere kundenfreundlichere Gebühren war aber auf Grund der örtlichen Distanaz nach Umzug auf Dauer nicht mehr praktikabel.

Auf Grundlage dieser Zahlen und das es bei anderen Banken mit dem selben Logo besser geht, werde ich mich demnächst konkret an meine Hausbank ggf. inkl. Vorstand wenden und mal sehen was ich erreichen kann in Bezug auf Gebühren. Ob sie in Kauf nehmen am Girokonto weniger zu verdienen dafür aber das Depot u.ä. und dessen Einnahmen behalten (was dies mehr als ausgleicht) oder ob sie lieber “alles” und damit konstante langfristige Gebühreneinnahmen verlieren wollen.

Was wir als Buy&Hold abgesehen von soliden Werten oder Indexfonds brauchen ist ein konkretes Ziel und eiserene Disziplin. Blogs wie dieser und auch die Visualisierung der Ziele helfen hierbei. Die Dividenden sind auch als psychologischer Faktor nicht ausser Acht zu lasssen.

Wer das nicht hat oder es “bequem” will, der braucht leider eher Zwnagssparen mit Bausparer oder Rentenversicherungen. Leider.
Vor ein paar Tagen sprach ich mit einer Kollegin. Sie war angetan davon die Rente o.ä. nicht über Versicherungen zu machen, aber sie will halt keine Arbeit haben. Ist denke ich eine Definitionssache: Ist einmal im Jahr einen Zulagenantrag durcharbeiten weniger arbeit als ein- bis zweimal im Jahr Dividenden zu reinvestieren? Ich denke letzteres ist Online weniger Arbeit.

Rentenversicherung:
Ich muss den Antrag durchlesen, verstehen, ggf. persönliche Daten korrigieren und zur Post tragen. Plus einmal p.a. die steuerlichen Formulare ohne(!) Ausfüllhilfe seitens der Versicherung. Hat man mehrere Rentenversicherung übersieht das Finanzamt auch gerne (unabsichtlich) mal etwas davon. Also muss ich verschärft nachkontrollieren.

Depot mit Buy&Hold (ggf. mit automatischem Sparplan) und Dividenden/Ausschüttungen:
Ich muss nur einmal die Gutschriften (neuer Kontostand minus alter Kontostand des Verrrechnungskontos) plus ggf. Betrag X (falls Mindestkaufsummen vorliegen oder falls ich nur 1x pro Jahr in einer Summe investieren will) als einen Gesamt-Betrag zum Kauf anweisen und per PIN freigeben. Plus einmal p.a. die Zahlen aus dem Steuerbescheid übernehmen. Bei den Banken werden sogar die entsprechenden Zeilen in der Steuererklärung schon mit dazugeschrieben.

sven
6 Jahre zuvor

Hallo, auch ich fänd die nähere Beleuchtung von Qualität super…

Ich lese hier auch schon länger und gerne mit, allerdings wäre es schön wenn man auch mal etwas tiefer in die Materie eintauchen könnte, denn sonst ist es nichts weiter als immer anders formulierte Durchhalteparolen. Versteh mich nicht falsch, Durchhalteparolen sind wichtig! Deswegen lese ich auch jeden Artikel und freu mich auf weitere. Ab und An vllt einen Hinweis wie Du selbst Aktien auswählst wäre super.  Wobei ich fand, dass der Bayer-Artikel schon rudimentär in diese Richtung ging.

 

Viele liebe Grüße

Heinz
6 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

mal eine off-topic Frage:

Normalerweise ist am 15.06. bei ishares “263530” eine Dividendenausschüttung fällig.

In den letzten Jahren wurde diese immer Ende April auf der Internetseite angekündigt. Dieses Jahr nicht. Auch bei anderen ish-etf, die in Kürze fällig wären, findet sich nichts. Weiss jemand etwas ? Normalerweise müsste ja genug Geld für eine Ausschüttung da sein ? Bei einigen anderen ETF (15.07.) ist auch noch nichts hinterlegt ? Hmmm…

Tobias
6 Jahre zuvor

@K.: Deine Geschichte erinnert mich stark an meine Situation. ETF-Sparplan wurde mir bei meiner alten Bank einfach nicht angeboten. Dazu kamen Einführung einer Gebühr fürs Girokonto und hohe Depotkosten. “Kundenberater” mit wenig Interesse, da man wohl in die “Performer-Schublade” von der Bank gesteckt wurde (ein “Performer” ist in der Banker-Sprache ein Kunde mit Ahnung, der sich nicht einfach so alles aufschwatzen lässt).

Irgendwann dachte ich mir, eine reine Aktien- und Geldverwaltung ohne Beratung an die ich mich mittlerweile gewöhnt habe, das kann ich woanders sicherlich auch billiger haben. Und siehe da, eine Bank mit gebührenfreiem Girokonto und Aktiendepot (zwar unter bestimmten Voraussetzungen, die aber nicht so schwierig zu erfüllen sind). Die Beratung wird wohl auch bei meiner neuen Bank eher verkaufsorientiert sein, so viel habe ich schon festgestellt. Aber das ist ok, so lange mir der ETF-Sparplan ohne Ausgabeaufschlag angeboten wird, kann ich damit leben.

Dieter
6 Jahre zuvor

@ helmut

Den ganzen Mist von der luegenpresse kann ich nicht mehr hören.

 

Tim das  musste ich mal schreiben . Du machst hier nen tollen job. Weiter so.

Lg dieter

chaostrader
6 Jahre zuvor

@Heinz:

Die Ishares haben ihre Auszahlungstermine geändert, da sie jetzt steuereinfach sein wollen. Bisher haben auch die Ausschütter teilthesauriert, das wurde jetzt geändert und damit auch die Termine der Zahlungen.

Michael
6 Jahre zuvor

@Heinz:

Unter http://www.finanzen.net/etf/iShares_STOXX_Europe_600_DE_ausschuettungen steht 15.06. (0,45EUR), bei ishares ist nichts zu finden. Im Dividendenkalender von ishares stand für diesen ETF aber auch 15.04 statt 15.03. Das wirkt ein bischen so als ob der Dividendenankündigungspraktikant gegangen sei.

 

Michael

Helmut
6 Jahre zuvor

Noch gut, dass der Autor des Blog auch Kritik erlaubt und nicht löscht, so wie die in Deutschland schlimmste Diktatur: Forum auf wallstreet-online.de

Und Tim erlaubt in Beiträgen auch Links auf private Webseiten, wo etwas verkauft wird, z. B. Kartoffel oder Apple.

Auch der Autor des Blog hat Fehler in seinen Artikeln hier, in Börse Online und im Euro am Sonntag und wird sich vielleicht nach 20 Jahren bessern. Nicht gleichzeitig Value Investing und extrem teure Aktien empfehlen.

Doch der Autor des Blog sollte auch die Fragen beantworten: Ob er es darf und wann er beginnt mit dem “Value Investing” und “Buy and Hold ohne Stop Loss Order” in Börse Online und im Euro am Sonntag. Diese Medien, auch Focus Money und Der Aktionär sind sicherlich dafür bezahlt, dass sie in jedem Exemplar 20 bis 100 falsche “Empfehlungen kaufen” publizieren und diese Empfehlungen sollen den Lesern nur 15% bis 20% Verlust verursachen, wegen den empfohlenen Stop Loss Orders. Ich hasse seit Jahren: Börse Online, Der Aktionär, Smart Investor und Focus Money wegen den falschen und menschenfeindlichen “Empfehlungen kaufen”, die man immer umdrehen muss. Niemals kaufen das, wo “Empfehlung kaufen” steht, wenn am besten damit verdient wird, wo Börse Online “Empfehlung verkaufen” hat. Doch ich will die meisten Aktien für immer wegen Dividenden halten. Das weiche Papier von Euro am Sonntag kann man auch anderswo verwenden, wenn man es nur kostenlos bekäme. Doch ich sehe es nur in der Bibliothek.
🙁 Man sollte nicht raten, dass jemand anders heisst, als er schreibt. Oft sind das wirklich verschiedene Menschen, die ähnliche Ideen haben. Und Helmut ist kein Ben oder Lad. 🙁

Tobias F.
6 Jahre zuvor

@ Helmut: Ein Webseiten-Betreiber kann deine IP Adresse lesen, es ist egal wie man sich nennt, die Nutzer kann man zuordnen.

 

Börseonline, Der Aktionär etc mag ich auch nicht, das hast du ja schon recht, besonders die KAufempfehlungen sind wirklich ein sehr schwieriges Thema.  LEider wird es dir nichts bringen, einen Kreuzzug zu führen. Sei froh, dass du es erkannt hast un anders handelst und lasse die teilweise diffarmierenden Kommentare.

 

Alles wird gut!

6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

genau meine Meinung, die du da beschreibst.

Ich versuche mittlerweile nur noch die Kosten zu optimieren. D.h. ich vergleiche welche Konditionen am Markt sind und welche zu meiner Anlagestrategie am besten im Sinne von kostengünstig passen.

Zudem schaue ich mich nach Depotübertrag Prämien um. Meinen letzten Depotübertrag habe ich zur Consorsbank vorgenommen. Dafür habe ich 12 Monate einen Tagesgeldzins auf meine Liquidität von 20k in Höhe von 3% bekommen. Nebenbei kann ich meine ETFs weiterhin monatlich kostenfrei besparen.

Meiner Meinung nach sollte man mehr auf die Umsetzungskosten achten als auf die täglichen Börsengeschehen 😉

Beste Grüße, Wolfgang

Stephan
6 Jahre zuvor

Tim, schöne Beiträge hast du immer – ich steh immer voll hinter dir!

Auch ich habe einen ETF-Sparplan (SWAP-basiert, ob das das richtig ist wird sich zeigen) – laufen, bin aber durch versch. Medien etwas verunsichert ob sich durch die in letzter Zeit explosionsartig angestiegenen Volumina nicht neue schwer vorhersehende Risiken entwickeln. Siehst du hier Gefahren?

Ich habe bisher trotzdem vor, weiter an dem Konzept festhalten.

Frank / Berlin
6 Jahre zuvor

Qualität erkennt man an der Kontinuität – an der kontinuierlichen Entwicklung von Umsatz, Gewinn, Dividende. Auf Eigenkapital, Cash flow, Tradition und Payout Ratio achten. kann man die Produkte der Firma auch anfassen? hat die Firma mehrere Produkt-Schienen? insbesondere Umsatz-Steigerung wird oft zu wenig beachtet. KGV und Charts sind schlechte Ratgeber, und Bankberater sowieso.

PIBE350
6 Jahre zuvor

Die Geschichte mit dem Börsenmeer gefällt mir. Sehr entspannend. 😉

Torsten
6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

ich bin ebenfalls auf dem Weg durch langfristiges Investieren reich zu werden.  Einen guten Teil der Wegstrecke habe ich bereits zurück gelegt.

Wer mal in echt sehen will, wie ein solches Depot (in meinem Fall zwei) aussieht, der kann hier fündig werden:

http://wachstumswerte.net/Echtportfolio_Altbestand.html

Auf eine gute Zukunft,

Torsten

6 Jahre zuvor

@Claus

Ich glaube, die meisten Langfristanleger kennen solche Leute, die von P&G nichts halten und sich wundern, warum es nicht klappt. Ich mache mir da keinen Kopf mehr.

 

Wie findet man Qualitätsaktien?

Schwierige Frage. Ich schau mir einfach die Vergangenheit der Unternehmen an und frage mich, ob in naher Zukunft, also auf Sicht von 2-3 Jahren, der Laden läuft. Dann kaufe ich. Allerdings bin ich kein Extrem B&H wie Tim, bei Ungemach oder wenn ich mich nicht mehr wohl fühle mit einem Investment, fliegt es raus.  Das gehört für mich zum Spiel. Wegen Kursschwankungen mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr. Ich finde da die Börse im Ersten vor den 20 Uhr Nachrichten immer unterhaltsam.

Mir macht es auch Spass, mich mit den Ergebnissen der Musterdepots aus der Börse-online zu vergleichen. Komischerweise schneide ich langfristig besser ab, als die “Experten”. Scheinbar ist investieren doch einfacher, als man denkt.

Felix
6 Jahre zuvor

Ein 3 Millionendepot beim Eintritt in den Ruhestand ist zweifelsohne ein schönes Polster. Macht dann so knapp 100.000 € Dividende im Jahr. Keine Frage, ein schöne Sache. Da muss ich noch etwas sparen.

Christoph
6 Jahre zuvor

@ ZaVodou und Sven:

Also für mich ist das mit den qualitätsaktien eigentlich ganz einfach. In Deutschland ganz wenige. BASF wäre eine davon.

Schweiz. Nestle zB, aber wegen der Steuerrückholungsproblematik habe ich noch keine Schweizer im Depot.

Ich habe nur USA Aktien im Depot.

Coca-Cola, P&G, Johnson/Johnson, 3M, Caterpillar

 

Für mich sind Qualtitätsaktien Unternehmen die ein Geschäftsmodell haben, das schon lange gut läuft. Und vor allem, dass auch in den nächsten Jahrzehnten benötigt wird.

Gehen wir mal durch: Coca-Cola. DIe verkaufen die Brause, aber mittlerweile auch tee und Wassersorten. Die Brause ist rückläufig, aber in meinen Thailandurlauben gab es selbt in den hintersten Gebirgsdörfern Coca-Cola zu kaufen!

Da kommt kein anderes Unternehmen der Welt mit.

P&G: Zähne müssen immer geputzt werden. Ebenso Babys gewickelt werden. Dann Slipeinlagen und auch Waschmittel. Das wird auch noch in 30 Jahren alles benötigt werden.

J&J: Hautpflege, MagenDarm Mittel, Erk#ltungsmittel usw usw. Auch dies wird alles in 30 Jahren benötigt werden.

 

3M: gesundheit, Energiesektor, Ölsektor, Luftfahrt und noch viel mehr. Überall hat 3M seine Finger und all diese (asser Öl) wird es auch in 30 Jahren noch geben)

 

Caterpillar: Weltmarktführer Baumschinen: Nun momentan gibt es eine Flaute, aber gebuddelt wird einfach immer. Denn ohne Rohstoffe bricht die Weltwirtschaft zusammen. Ich komme aus dem Rohstoffbereich. Und das sind Millionen von Tonnen die jedes Jahr abgebaut werden.

Ein weitere Punkt, ist dass diese Unternehmen eine solide Dividenenpolitik haben. Also seit mehr als 25 Jahren diese stetig anheben. Die o. g. Unternehmen tun dies auch schon länger, teilweise über 50 Jahre.

Von diesen Unternehmen gibt es auch noch mehr. Und natürlich kann es passieren, dass aufgrund von extremen Problemen, zB Todesfällen im Medikamentenbereich und dadurch hohen Schadenersatzforderungen, ein Unternehmen zu Grunde geht.
Daher kaufe ich auch nicht nur eines der Unternehmen, sondern mehrere.

Man kann auch in den Sektoren nochmals streuen. zB Pepsi zu Coca Cola dazukaufen.

Derzeit habe ich etwa 25 von diesen Unternehmen im Depot. Da ich aber nicht 10 Jahre warten wollte, dass ich 3M kaufen kann, da vorher, P&G, J&HJ usw dran waren, entschied ich mich erstmal nach einem Anfangsinvest zu Aktiensparplänen.

Die Gebühr ist im Verhältnis zum normalen kauf höher, aber wenn ich in 10 Jahren 3M erst kaufen kann, sind die Kurse da viel viel höhere als derzeit.

So kaufe ich Monat für Monat für 40-200 Euro diese Unternehmen. So habe ich auch viele, (zwar noch kleine aber dennoch erfreuliche) Dividendeneinnahmen.

 

Für mich ist das der richtige Weg, denn mir ist der Kursverfall egal. OK nicht ganz, denn eigentlich freue ich mich, denn dann kann ich ja billiger nachkaufen.

Ein Weitere Vorteil vom monatlichen besparen ist: Kaufe ich heute 3M für 150 Euro oder J&J für 100 Euro?

Und wenn ich j&J heute kaufe dann im nächsten Monat 3M oder dann lieber P&G?

Klar kann man das richtig timen. Aber blöd ist es wenn ich heute 3M für 150 kaufe und im nächsten Monat wäre der Kurs bei 140 usw

So kaufe ich diesen und nächsten Monaten und bei Durchschnittspreis wäre 145 Euro.

Und das mit 0 Stress.

Hier eine schöne Übersicht von Marken der großen Unternehmen im Lebensmittelbereich:

http://img1.goodfon.su/original/1024×1024/9/f3/brendy-interes-gillette-old.jpg

 

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://p5.focus.de/img/fotos/origs3974454/2213582636-w467-h291-o-q75-p5/die-10-maechtigsten-lebensmittelkonzerne.png&imgrefurl=http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/nestle-danone-unilever-diese-zehn-mega-konzerne-kontrollieren-fast-alles-was-wir-essen_id_3974394.html&h=291&w=467&tbnid=u3yu0slgpqd7aM:&tbnh=90&tbnw=144&docid=3o1XvKVzU5h-2M&usg=__Z3e1-9dICYpJfN36Ei8qSqnXzYM=&sa=X&ved=0ahUKEwjDv_PcppDNAhVIBsAKHXeGAB8Q9QEIIDAB

 

 

 

 

 

 

 

Christoph
6 Jahre zuvor

Hat Jemand schon Money Monster gesehen?

Ich war gestern im Kino: Guter Film, hätte ich nicht erwartet.

Ein TV Moderator für die Börse wird von einem einfach Mann als Geisel genommen, mitten im TV Stuido, während der Live Sendung.

Ich will nicht zuviel verraten, aber es geht um die Börse und wie ein Kursverfall entstehen kann.

Ich frage mich, ob das vielleicht auch  wirklich passiert oder ob die Börsenaufsicht da schnell genug einschreitet.

Es geht um Algorithmen…

 

@Tim: Also Du bist mittlerweile in Meinem Kopf– RAUUUUUS *gg*

Wieso?

Nun momentan entdecke ich bei Aldi öfter Salate mit 30% Rabatt. da greife ich auch zu und denke dann immer an Dich.

HILFE *gg*

 

 

Markus
6 Jahre zuvor

@tim

Wie war denn dein bisheriger Börsen Lebenslauf?

In welchem alter hast du welche Schwellenwerte geschafft?

Welches sind denn deine 20 Aktien?

Hat eine CTS eventime kein depotschwergewicht eingenommen, wenn du nie verkaufst?

Also nur, wenn du mal genauer ins Detail wie bisher gehen möchtest.?

Slazenger
6 Jahre zuvor

Da schließe ich mich doch Markus an, wäre mal interessant was Tim so im Depot hat, falls das nicht zu persönlich ist!

Andreas Böck
6 Jahre zuvor

Zum Thema Vergleich gegen “Musterdepot”. Die Herangehensweise ist wirklich von Seiten der Redaktion hanebüchen. So mit Gebert -Indikator, sell in May und den ganzen Quatsch sieht man ja praktisch 1:1, dass daraus eine Underperformance schon kurzfristig aber noch eklatanter dann langfristig erwächst.

Aber Never mind. Das hat nix mit “Lügenpresse” sondern mit Planlosigkeit zu tun. Ich habe mal bei der Fondstochter der CoBa Praktikum gemacht und feststellen müssen, dass 97% der “Analysten” weniger Ahnung von Wertpapieren hatte als ich schon damals. Ähnlich mit der Presse. Ist halt Beruf, aber selten Berufung. Ich denke, so muss man es sehen. Und nicht rumätzen.

interessant fand ich letzte Woche den Hinweis, dass einer der profiteure der Finanzkrise (hat CDOs geshortet, siehe den tollen Film “The big Short”) in Ambac Financial investiert ist (hängen in Risiken mit Puerto Rico). Interessante, komplexe Anlage. Wert zu kucken mal…

Chrushin
6 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

 

danke für den interessanten Artikel & die Kommentare. Immer wieder lesenswert.

 

Hat jemand Erfahrungen mit Wasser Aktien und entsprechenden ETFs und evtl Empfehlungen?

 

Herzlichen Dank.

Markus
6 Jahre zuvor

@tim

Danke für die Antwort!

Um mit 43 die 7 geknackt zu haben, muss es aber ein überdurchschnittliches Auswahlverfahren und oder eine gewaltige Sparquote sein, oder?

Wenn man bedenkt, dass 2000 – 2010 kein gutes Jahrzehnt war…

2tenbagger und anfangs hättest du mal geschrieben, dass du Probleme mit Geld hattest?

Deine Auswahlmethoden bzw. Börsen Lebenslauf macht neugierig auf mehr Details!?

chaostrader
6 Jahre zuvor

Wenn man bedenkt, dass 2000 – 2010 kein gutes Jahrzehnt war…

Das war ein hervorragendes Jahrzehnt!

Die Volatilität in der Ansparphase ist dein Freund. Die macht überhaupt nichts, die hilft einem eher dabei, die Traumrenditen zu erreichen, selbst wenn der Markt 2010 da stand, wo er 2000 schon mal war. Das, was man billig kauft, das steigt später umso mehr. Das, was man teuer gekauft hat ist mengenmäßig viel weniger, und auch das wird auf lange Sicht weiter steigen.

http://thereformedbroker.com/2016/02/17/how-to-make-volatility-your-bitch/

Patently Absurd
6 Jahre zuvor

“Qualitätsaktien kaufen und Gewinne einstreichen”: Tim, ich habe Zweifel, dass der Börsenerfolg so einfach ist.

Erinnert sich noch jemand an die Nifty Fifty, die im Bullenmarkt der 70er Jahre gehypt wurden. Qualitätsaktien wie Revlon, Polaroid, IBM, General Eletric, Halliburton usw. wurden zu dieser Zeit teilweise mit KGV 50 oder 100 gehandelt.

In den 80er Jahren haben diese Unternehmen, dann 80 bis 90 % des Börsenwertes verloren. Grund war, dass diese Unternehmen trotz der Qualität die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllten konnten.

Trotz aller Euphorie um die Qualität des Unternehmens sollte man diese immer in Relation zum Kaufpreis setzen.

ZaVodou
6 Jahre zuvor

Tim; “Ich erwähne immer wieder Unternehmen, die eine hohe Qualität aufweisen…”

Gib den Lesern keinen Fisch, sondern zeige ihnen, wie man fischt bzw. Deine Art des Fischens, denn jeder Investor fischt ja ein wenig anders.

Woran erkennst Du also Qualität (Deine Auswahlkriterien). Gespickt mit ein paar Negativbeispiele, wo Viele denken sie hätten eine Qualitätsaktie gekauft, es sich in Wirklichkeit aber um keine Qualitätsaktie handelt.

Der Preis, im Gegensatz zu mir und womit ich mich viel beschäftige, scheint bei Dir ja eher eine untergeordnete Rolle zu spielen, da Du den Lesern ja empfiehlst stetig in regelmäßigen Abständen hinzuzukaufen.

Bei Dir ist es ein mal im Jahr.

Kommt da eine zusätzliche Firma hinzu oder stockst Du nur auf und belässt es bei den 20 verschiedenen Firmen in Deinem Depot?

Trotzdem musst Du am Ende eine Entscheidung treffen, welche Aktie Du (hinzu)kaufs.Wie gehst Du da vor?

Du hälst 20 verschiedene Unternehmen.

Ist das genug oder auf wie viele Unternehmen sollte man streuen?

Du selbst hast noch Immobilien.

Wie sollte man seine Assets (Aktien/festverzinsliche Wertpapiere/Immobilien etc.) streuen?

Ich denke, dass das so die Hauptfragen (was? (Auswahlkriterien) wann? (Preis) wie viel (Diversifikation)? eines jeden Anlegers sein sollten und als Anregung zu Deinem vielleicht neuen Artikel dienen sollen.

Rainer Zufall
6 Jahre zuvor

@ ZaVodou

eine sehr konkrete Empfehlung hat ja Buffett in seinem Jahresbericht von 2013 abgegeben (s. 20)

Was
low cost s&p 500 Index fund

Wann
regelmäßig ohne den Versuch den Markt zu timen

Wieviel
10% short Term gov bond, 90% Index fund.

Der Ansatz von Tim würde mich aber auch interessieren 🙂

Markus
6 Jahre zuvor

@chaos

Je nach Blickwinkel hast du mit dem Jahrzehnt recht.

Allerdings zum aktuellen Zeitpunkt wird selbst ein regelmäßiger Investor im Zeitraum 2000-2016 im großen schnitt keine 8 – 10% p.a. geschafft haben.

Es war in Bezug auf Tims außergewöhnlich gutes Händchen bezogen.

Stefan
6 Jahre zuvor

@ Stefan Meisel

Danke! Der Artikel ist SUPER! Genau so etwas motiviert einen doch ungemein. Den werde ich jetzt immer den ewigen Zweiflern entgegenhalten…

 

@ Tim

Du bist echt siebenstellig!? GLÜCKWUNSCH! Dann müsste der Artikel ja heissen:” Wie ich reich WURDE”, denn siebenstellig heisst finanzielle Unabhängigkeit und damit ist man reich, finde ich…

Habe gerade “Das Geheimnis erfolgreicher Anleger” von Joel Greenblatt gelesen

https://www.amazon.de/Geheimnis-erfolgreicher-Anleger-Joel-Greenblatt/dp/3864700108

Der empfiehlt statt den normalen Etf´s auf S&P 500 oder Dow einen “valuegewichteten” Etf zu nehmen. Damit könne man die “normalen” Etf´s sogar um 1-2 % übertreffen. So einfach soll es sein den Markt zu schlagen und besser abzuschneiden als 95 % der Fondsmanager (nach Gebühren).

Christoph
6 Jahre zuvor

Nimmt man die 1 Mio Euro und legt Sie zB in AT&T an, hätte man etwa €3.300 netto jeden Monat!

Das ist schon toll.

 

 

Vali
6 Jahre zuvor

Tim, lass es dir gut gehen in Europa! Ich komme frisch aus den USA zurück und bin von deinem New York absolut geflasht!!!

Eine unglaublich wundervolle traumhafte Stadt, mit wunderbar freundlichen offenen Menschen, mit großartiger Affinität zu Design, Kultur und Unternehmen!

Habe mich richtig inspirieren lassen und einige neue Aktien auf die Liste gesetzt. Hab mich echt gefreut an jeder Ecke dort At&t und Verizon zu sehen, und den großen Apple an der 5 Av. Habe auch Wells Fargo endlich entdeckt, aber auch GAP, The Hershey Company oder Flower Foods, die ich noch gar nicht im Visier hatte.

Oder die Colgate-Uhr aus bester Manhattan-Sicht! Richtig gute Werbung! Starbucks hat es mir auch angetan, habe dort den leckersten frozen Cappuccino getrunken  (nach ewig langer Schlange am Times Square 😉

Bin absolut begeistert und habe mich in NYC verliebt! Super Stadt! Einige REITs werden auch wieder gekauft, habe dort so tolle Immobilien gesehen!!! Traum!

Herzlichen Glückwunsch zur 7-Stelligen Asset-Summe. Ja, Immobilien machen viel aus. Da sie steuerfrei zu verkaufen wären, bringen sie unterm Strich doch einiges an (netto)Rendite. Ich fühle mich noch nicht finanziell frei (obwohl Assets nahezu 7-stellig), aber ich habe auch zwei Kids… Trotzdem lasse ich es immer lockerer angehen und investiere einfach sehr gern in gute Unternehmen, deren Produkte ich gern kaufe!

Genieße Europa! Um NYC beneide ich dich ganz aufrichtig 🙂

 

Fit und gesund
6 Jahre zuvor

Alle Achtung Tim, das muss sich grossartig anfühlen eine siebenstellige Summe vorweisen zu können! Kannst echt stolz auf Dich sein, Alles Gute weiterhin!

Was war Dein bester “Kauf”? Hast Du Aktien und Immobilien oder auch Bonds?

Christoph
6 Jahre zuvor

Valide

freut mich dass du eine tolle Zeit hattest

New York will ich auch unbedingt mal sehen.

Übernachtung ist aber schon sehr teuer oder?

flower foods hab ich vor 3 Monaten entdeckt. sehr oft splits was ich toll finde ?

Vali
6 Jahre zuvor

@Christoph, danke! Ich war eingeladen, habe also keine Übernachtung bezahlt 😉

Aber, über Airbnb dürftest du tolles günstigeres finden. New York kann ich absolut guten Gewissens empfehlen, kurzfristig dachte ich  “das ist meine Stadt”, habe mich so wohl gefühlt dort. Aber Privatschule für Kids kostet dort ein Jahreslohn. Dies mal 2 Kindern – das würde uns in den Ruin treiben… NYC ist super für Singles oder für Reiche 😉 Oder, wenn ich 20 wäre 😉

Aber großartig als Reiseziel!

Dani
6 Jahre zuvor

 

 

Ist das generell so in den USA das die Schulkosten so erdrückend hoch sind?

 

 

Und wie ist das eigentlich mit dem Depot wenn jemand dorthin Auswandert?

Ich meine ist das möglich dieses einfach auf eine US Bank zu übertragen, so wie es auch in innerhalb Deutschlands funktioniert?  Oder kann man es auch einfach auf seiner Deutschen Bank belassen obwohl man in den USA lebt?

Weis das zufällig jemand?

Christoph
6 Jahre zuvor

dani

du kannst übertragen. eventuell verlangt die US Bank eine Gebühr weil es aus dem Ausland kommt.

die frage ist aber eher das Visum. wenn du Arbeit bekommst ist das möglich. aber dann lebst du ja fest in den USA. dann musst du dich aus Deutschland abmelden. glaub man muss eigentlich 180 Tage oder so in Deutschland sein damit es der Wohnsitz bleiben kann.

wenn du keinen Job hast und mal zb von den dividenden leben willst muss es ein Investoren Visum sein. in Großstädten muss man 1 Mio in Unternehmen stecken wodurch 10 feste Jobs für us Bürger entstehen. in ländlichen Gebieten sind es mindestens 500.000

ein Hausbau oder Kauf zählt nicht.

ein Rentner Visum gibt’s nicht.

bist du eine besondere Person gibt’s wieder ein anderes Visum.  wenn man zb Professor ist etc.

 

ich suche noch immer ne Möglichkeit ohne Sozialversicherungsnummer und us Wohnsitz ein US Bankkonto zu eröffnen

denn dann könnte man bei coca Cola usw direkt Aktien kaufen.extrem geringe Gebühren und die wiederanlage in neue Aktien geht auch automatisch ?

Vali
6 Jahre zuvor

@Dani, sicher kann Tim mehr berichten. Was ich erfahren habe, ist dass Eltern, die gebildet sind, ihre Kinder dort grundsätzlich auf eine Privatschule schicken – nur so bekommen die Kinder die  besten Chancen – und die kostet. Das ist ein Bisschen so wie der Kampf um das Gymnasium hier, oder wenigstens Realschule. Keiner will freiwillig seine Kinder auf der Mittelschule lassen… es ist sehr extrem in Bayern. Nur es kostet wenigstens nicht – die Leistungen der Kids müssen nur stimmen.

Dort zahlt man vor allem, wenn das Kind etwas besonders lernen sollte – Design, Film, Medizin. Aber hier Kostenüberblick z.B.: new-york-international-school/admissions/tuition

Wie es genau aussieht, wie finanzielle Hilfen aussehen, weiß ich nicht, aber nicht umsonst verschulden sich so viele Amerikaner als Studenten, oder die Eltern legen bei der Geburt so einen College Plan an… Ich habe von der Schule von Bekannten erfahren,  die das Doppelte von den oben genannten Gebühren kostet – pro Kind!

Welche Schule das Kind besucht hat, spielt dort eine viel entscheidendere Rolle…

…wie die  Trump University 😉

@Christoph, hier steht was über US-Kontoeröffnung im Detail Du brauchst dort eine Adresse (befristet geht wohl auch)

Und hier auch das von D aus: https://www.amerikakonto.com/de/us-bankkonto-bestellen/ Ohne Gewähr, ich habe so was nicht, da ich keine Lust habe durch so ein Konto die USA-Behörde, bzw. den Fiskus auf meine amerikanische Steuer zu lenken… irgendwo muss man das später ja angeben.

Wenn man dort die Steuer nicht bezahlt, kommt man schneller ins Gefängnis als gedacht… Aber hoffentlich kann Tim mehr aus erster Hand erzählen…

Christoph
6 Jahre zuvor

@Vali: Danke, aber die Seiten kenne ich schon. Tim meinte das geht nicht.

Die zweite Seite ist echt Abzocke. Der will 300 Euro nur für das eröffnen.. haha. Und am Ende klappts bestimm dennoch nicht.

Nun Steuern sollte man immer zahlen, egal in welchem Land.

 

Gugg mal Vali: https://www-us.computershare.com/Investor/3x/Plans/PlansList.asp?state=eStateDisplayPlanSummary&planid=165&cc=US&lang=en&bhjs=1&fla=1&theme=cpu

Echt tolle Sache. Maximale Gebühr beim reinvestieren 2 USD!

Vali
6 Jahre zuvor

@Christoph, “Nun Steuern sollte man immer zahlen, egal in welchem Land.”, stimmt, und ich will nicht zwei Steuererklärungen machen müssen… also, ob das alles sich wirklich für uns Deutsche lohnt, bezweifle ich fast, vor allem, wenn man ein kleiner Fisch ist 😉

Die Quellensteuer von 15% muss sowieso bezahlt werden, oder?!. Da bleiben noch die 10% von der Dividende bis zur vollen Abgeltungsteuer…

Ich sehe das mit dem Reinvestieren echt nicht so schlimm, da ich es mir angewöhnt habe wirklich alles zu reinvestieren, aber in neue Aktien/Unternehmen. So entwickelt sich die Diversifikation gleichzeitig mit – und mein eigener ETF wächst ;-). Und ich versuche wenigstens ein Bisschen die Börse zu timen… beim DRIP wird nicht getimt 😉

Hier noch was über deine Coke 😉 http://www.theglobeandmail.com/globe-investor/investor-education/why-buying-coke-one-drip-at-a-time-could-get-sticky/article4183766/
 

Rainer Zufall (ex T de Biehl)
6 Jahre zuvor

@ vali

Interessanter Ansatz, durch das zusammenstellen verschiedenener Aktien sich selbst einen Etf zu bauen.

Ich frage mich nur gerade ob man durch die Auswahl unterschiedlicher Aktien nicht eher so etwas wie einen aktiv gemanagten Fonds bekommt. Ein Etf, sofern er nicht gerade neu konstruiert wird, zeichnet sich ja dadurch aus, dass keine Auswahlentscheidungen erforderlich sind.

Was aber evtl durch die Vorgehensweise entsteht ist eine Art Beteiligungsgesellschaft. Auch gut.

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