Schulden sind dumm, Aktien schlau

Ich war gestern mit einem Freund aus Studienzeiten am Strand in New York. Wir sahen diesen Herrn, der die Möven fütterte. Das sah Herrlich aus.
Ich war gestern mit einem Freund aus Studienzeiten am Strand in New York. Wir sahen diesen Herrn, wie er die Möven fütterte.

Konsumenten geben viel Geld für Autos und das Wohnen aus. Sie merken irgendwann, dass es niemand interessiert, was für ein Auto sie fahren und in was für einem Haus sie leben. Alles, was ihr Umfeld interessiert, ist deren eigenes Haus und Auto. Das soll dann jeder bewundern, was aber niemand macht. Warum? Es ist alles nur Zeug.

Sorgt Geld für das Glück auf Erden? Nein. Keinesfalls. Es sorgt für etwas Freiheit. Frieden.

Ich investiere langfristig in Aktien und Immobilien. Es macht mich frei. Die Zukunft sieht so besser aus.

Wichtig ist, wenn Sie ein wenig Freiheit erreichen, die Freiheit nicht gleich wieder aufzugeben. Der typische Konsument gibt seine Freiheit schnell wieder her, indem er sich Fesseln anlegt. Konsumenten legen sich zuweilen massenweise Fesseln an. Sie kaufen materielle Güter. Sie ruinieren sich mit dem Zeug. Es ist eine Last. Sie kaufen sich große Wohnungen oder Häuser, die sie mit übergroßen Hypotheken finanzieren.

Ich finde es schlauer so vorzugehen: Wenn Sie ein wenig Frieden erhalten, beschützen sie ihn. Und geben sie ihn nicht wieder auf. Kaufen Sie nicht so viel Zeug. Leben Sie nicht in zu großen Behausungen.

Andere beeindrucken zu wollen mit materiellen Dingen, teuren Reisen und das Protzen darüber, ist doch sinnlos, wenn Sie dann dafür ärmlich im Alter leben müssen. Sie wollen wirklich nicht arm im Alter sein. Das ist etwas ganz Schreckliches. Schauen Sie sich nur die wachsende Altersarmut in Bayern an. Wer hat Lust im Alter von 75 oder 80 Jahren noch im Lager oder Ladengeschäft zu arbeiten?

Wir haben leider in Deutschland ein Altersvorsorgesystem mit Riester und Rürup, das nicht modern ist. Milliardensummen fließen per Gebühren und Provisionen an die Hochfinanz. Der Bürger muss sich mit lausigen Renditen begnügen. Ein weiteres Problem sind die Menschen selbst.

Leider leben zu viele Menschen mit der falschen Einstellung. Sie hauen ihr Geld zum Fenster raus. Sie geben heute alles aus. Und denken nicht an Morgen.

Manche sagen dann: Ich bekomme nächstes Jahr eine Gehaltserhöhung. Ich bekomme einen Bonus und Weihnachtsgeld. Aber es kommt doch nicht darauf an. Mehr Geld zu bekommen, heißt nicht reicher zu werden. Es geht nur darum, wie Sie mit dem Geld, das Sie bekommen, umgehen.

Wann sind Sie frei? Wenn Sie frei entscheiden können, was Sie arbeiten werden. Wenn Sie frei entscheiden, wie viel Zeit Sie in die Arbeit investieren werden. Wenn Sie festlegen können, wo Sie leben. Legen Sie sich also nicht selbst Gefängnisketten an. Es lebt sich schlecht mit ihnen.

Mit einer hohen Sparquote und Geduld können Sie reich an der Börse werden. Die meisten Menschen haben weder das eine noch das andere. Börsianer behalten ihre Aktienposition allenfalls für ein paar Monate, früher waren es etliche Jahre.

Was also tun? Für die Mehrheit sind ETFs die ideale Lösung. Am besten kaufen Sie ETFs stetig und stur jeden Monat. Für wenige eignen sich Aktien. Wer sich an Aktien heranwagt, sollte unbedingt lange engagiert bleiben. Mit der Zeit können erhebliche Renditen winken.

Aber Sie dürfen sich nicht zu große Hoffnungen für Ihr Gesamtdepot machen. Auf Sicht von Dekaden werden wohl die meisten Aktien, ich schätze 60 Prozent, eher schwach bis mittelmäßig laufen. 20 Prozent können pleite gehen oder herumkrebsen. Nur zehn Prozent sind die positiven Ausreißer, die die große Rendite bringen werden.

Hier habe ich ein kleines Video gemacht, wie die Überflieger dann im Depot aussehen:

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5 Jahre zuvor

Hallo Tim,

vielen Dank für deinen Artikel. Ich finde, man sollte einen vernünftigen Mittelweg finden. Ich versuche, kein Geld zu verschwenden, indem ich Provisionsprodukte mit hohen Gebühren vermeide und bei Absicherung und Krediten nur das in Anspruch nehme, was wirklich nötig und sinnvoll ist.

Ich finde, Vermögensaufbau kann aber nur dann funktionieren, wenn man mit dem Betrag, den man im Monat zur freien Verfügung hat, zufrieden ist und gut auskommen kann. Zwanghaftes Sparen an allen Ecken und Enden, Geiz und Kleinlichkeit bei alltäglichen Dingen sind nichts für mich. Ich möchte mein Leben genießen und mir ab und an etwas gönnen können. Wenn mir danach ist, in der Mittagspause mal in einem Restaurant zu essen, dann mache ich das. Auch dann, wenn selbst mitgebrachte Butterbrote günstiger gewesen wären. Das gehört für mich zur Lebensqualität und erhöht den Spaß beim Vermögensaufbau. Langfristig glaube ich, dass höhere Zufriedenheit auch mit länger anhaltender Gesundheit in engem Zusammenhang steht. Wenn wir länger gesund und zufrieden sind, haben wir auch mehr von unserem Vermögen.

 

Schöne Grüße

Marco

Joe
5 Jahre zuvor

🙂  Es ist interessant, was Google alles findet. Ich meine es nicht im Bösen, es ist eher lustig für die Leser des Blogs.  🙂  Unser Freund Tim Schäfer aus New York arbeitet für Egbert Prior von 1999 bis heute. In Prior’s Börsen-Briefen werden Aktientipps veröffentlicht. Doch Egbert wollte mehr verdienen als mit dem Verkauf von Börsenbriefen. Die von ihm empfohlenen Aktien durfte er nicht vorher kaufen. Und so machte er mit seiner Firma – Prior Capital AG ungefähr am 25.6.2006 Börsengang. Bei dem IPO wurden die Aktien an der Börse zuerst für 2,20 Euro verkauft. So war die Firma etwa 5,2 Millionen Euro an der Börse wert. Und Egbert wollte Jahresgehalt 120.000 Euro kassieren. Vor dem IPO besaß Tim Schäfer 8,9% der Aktien und in ersten Tagen nach  Börsengang fast alle verkaufte. So könnte Tim vielleicht 460.000 Euro für seine Prior Aktien bekommen. Doch später wurde aus der Aktie Prior Capital AG Pennystock mit Kurs unter 1,00 Euro. Aus der Firma wurde 2011 Excalibur Capital AG mit Adresse in Weinheim. Auf die Hauptversammlung kamen oft nur 10 Aktionäre. Doch am 17.12.2012 verschwand die Excalibur Aktie von der Börse. Trotzdem HV der Aktionäre gibt es jährlich weiter. Auch für den 8.12.2016 ist eine HV geplant, diesmal bei Notaren in München, wo über die Liquidation der Firma Excalibur gesprochen wird.  🙂

Bitte publizieren! Ich will niemandem damit schaden.

Alexander
5 Jahre zuvor

Hallo,

im Endeffekt geht es doch darum, seine monatlichen Fixkosten im Griff zu haben, damit man bei den variablen Kosten umso mehr Spielraum hat. Ich versuche auch so viel Geld wie möglich jeden Monat beiseite zu legen, um dieses dann in Qualitätsaktien zu stecken, aber nicht unter der Vorrausetzung auf alles zu verzichten. Ich sehe das genau so wie Marco…mal im Monat ordentlich zu feiern oder essen zu gehen und anständige Klamotten zu tragen gehört für mich einfach dazu ein angenehmes Leben zu führen…dafür lebe ich weiterhin von der Wohnfläche her wie ein Student am Stadtrand…das alleine hilft schon seinen finanziellen Spielraum Monat für Monat auszubauen…

VG

Alex

5 Jahre zuvor

@tim

Das die deutschen Bewohner kaum Finanzbildung haben, erkennt man, dass sie lieber Schulden machen anstatt richtig Vermögen aufbauen!

https://knightofbogen.tumblr.com/post/153380957882/das-deutsche-bildungssystem-betreibt

Christoph
5 Jahre zuvor

Also bis auf Infineon finde ich alle deutschen Unternehmen im Video nicht attatraktiv.

Ich hasse zB Zeitarbeit. Meiner Meinung nach müssten die verboten werden.

Freenet war ich mal Kunde. Sauladen.

Bezüglich dem Buy and hold. Ich stimme dir bei Unternehmen wie Coca Cola usw zu. Aber wenn man zB wirklich mit Amadeus 2.000% Gewinn macht, meiner Meinung nach sollte man dann den Gewinn mitnehmen und in Unternehmen investieren die viel stabiler sind.

Nehmen wir mal Drillisch. Da ist es nicht schwer für einen Wettbewerber das gleiche zu tun. Wobei mittlerweile immer mehr Menschen weg vom Vertrag gehen (in meinem Bekanntenkreis zumindest)

ich würde s dann wie Du erwähnt hast lieber in J&J  oder 3M etc investieren. oder wenn es in Deutschland soll zB BASF.

 

Aber wie Du mit Recht sagst ist man im nachhinein immer schlauer. Die Frage ist ja welchen Einstiegspunkt erwischt man? Dein Video deutet leider eher auf den reinen Buchgewinn hin.
Ich hätte es toll gefunden wenn Du den gezeigt hättest aber dazu noch zB die Dividenden. Denn gerade durch diese, kann man a) günstig nachkaufen bei fallendem Kurs und wenn diese stabil ist oder gar erhöht wird ordentlich Rendite fahren.

So kann man auch fallenden oder stagnierende Kurse sehr gut verkraften.

oder sind in den Kursen auch Dividenden miteingerechnet?

Was ich extrem gefährlich finde, dass Amadeus den kompletten Nettogewinn ausschüttet. Ist das wirklich so? Das wäre in meinen Augen sogar fahrlässig. Denn wie will das Unternehmen da nicht oraganisch ohne Schulden wachsen?

Wenn es 75% wären würde ich sagen das geht nocht. aber 100%???

Auch das wäre für mich ein NOGO. Wobei ich sowieso das Unternehmen bzw den Markt furchtbar finde.

 

 

 

 

Christoph
5 Jahre zuvor

Ach ganz vergessen: Die Rentner in München

Mich würde da jetzt mal interessieren wie genau diese Zahlen zustande kommen. In den Beispielen sagen ja viele: Mein Leben lang gearbeitet. Vollzeit? Halbtags? Nur 2 mal die Woche?

Dazu kommt ja auch das erwähnte Thema gastrononmie etc. Natürlich sind diese Jobs schlechter bezahlt als in der Industrie. Allerdings darf man da auch wieder nicht vergessen dass es Trinkgeld gibt.

Nehmen wir mal an jemand arbeitet als Kellner und bekommt am Abend 20 Euro Trinkgeld (eher mehr das wären bei 10 Gästen nur 2 Euro) dann sind das bei 5 Tagen die Woche x 4 Wochen = 400 Euro Netto! das sind grob 600 Euro Brutto die der in der Industrie erstmal mehr bekommen müsste.

Und ich denke es sind sicherlich mehr als die 20 Euro.

Die Frage ist dann ja eher: Was machen die mit diesem Geld? Anlegen fürs Alter? Wahrscheinlich nicht. Natürlich sind diese Berufe auch so konstruiert das mit dem Trinkgeld gerechnet wird. Aber dennoch ist es oft auch Schuld des einzelnen dass er/sie das Geld nicht anlegt.

ich finde es generell mittlerweile einfach schlimm das fast alle sagen Die Rente ist zu niedrig usw usw. Aber muss der Staat wirklich jedem alles hinterhertragen? Oder sorgt er für ein gewisses Minimum und jeder ist seines Glückes Schmied?

ich persönlich finde letzteres besser. Vor 125 Jahren führte Bismark die Rente ein. Und ich bin sicher dass er nicht im Sinn hatte das die Menschen aufhören selbstständig für ihre FInanzen zu sein. Den genau das sind doch viele mittlerweile.

 

Übrigens gehe ich fast jeden Tag bei uns durch die City zur Post. Da ist eine kleine Fußgängerzone. 2 Cafes, 1 Eisdiele. Und was soll ich sagen? Im Sommer brechend voll und im Winter auch drinnen gut besucht. Und 80% Rentner!

Also in der Hinsicht geht es der aktuellen Generation meiner Meinung noch sehr gut.

Christoph
5 Jahre zuvor

@Tim: Ja ich weiss was du meinst. Und sehe es auch so. Wichtig ist zuallererst das man an das Unternehmen glaubt bei dem man teilhaber wird. Denn genau das wird man ja

Sicherlich würde niemand in der Stadt jemandem 5.000 Euro geben der sagt wir sind eine Firma und machen XY udn wir werden groooß. Steigen sie ein. und sie werden reich.

Aber an der Börse machen es manche (ich hab übrigens auch diesen Fehler gemacht aber daraus gelernt).

Nein man würde viel eher sagen: Ich schaue mir das Unternehmen an, Was die machen, wer der Chef ist etc.

Wie Du sagst ist es wichtig das man nicht in Panik verfällt. Weder bei Kursrutschen noch bei Anstiegen. Glaubt man an das Unternehmen kann man es extrem lang halten. Wenn keine Dividende gezahlt wird muss man meiner Meinung nach allerdings sich überlegen: Wann nehme ich die schönen Gewinne mit? Denn Gewinne nur auf dem Papier bringen mir ja auch nichts.

K.
5 Jahre zuvor

Je nach Gaststättenphilosophie wird das Trinkgeld zusammengeworfen und unter allen inkl. Küche aufgeteilt. Oder man gibt z.B. 20% ab an die Küche vom rein eigenen Trinkgeld. Komplett behalten dürfen es nicht alle. Das kann die eigene gute Leistung und damit die Trinkgeldqualität schmälern da andere im selben Schichtteam, die weniger erarbeitet haben, da evtl. weniger serviceorientiert oder engagiert, mit kompensiert werden.

Ich kenne einige die Kellnern und selbst bei 700-1200 EUR Umsatz am Abend im ganzen Restaurant (gutes Restaurant und guter Service) springen oft nur 10-15 EUR pro Person raus.  Zu guten Zeiten. Wenn überhaupt. Und auch das nur weil einige wenige Gäste überdurchschnittliches Trinkgeld geben aber viele andere gar keines. Meist springen pro Person unter 9 EUR raus.

Und wir reden von guten Abenden, wie Freitag Abend mit vielen Gästen und Umsätzen. Bei 2-3 Personen im Service. 2 für die Bedienung und 1 am Tresen für Getränke usw. Im Hintergrund 1-2 Köche und ca. 1x Küchenhilfe.

Da das Restaurant in der Innenstadt ist kann man pro halbe Stunde Arbeitszeit plus x nochmal 0,5 EUR/halbe Stunde an Parkkosten gegenrechnen. Eine Abendschicht geht circa 5 Stunden. Wenn die Gäste länger “festsitzen” ohne noch großartige zu konsumieren und damit Umsatz zu erzeugen, auch länger. Und die Parkkosten kann man leider nicht bei der Steuer absetzen. ÖPNV wegen der Arbeitsendzeiten leider Fehlanzeige.

Bleiben bei 5 EUR Parkkosten circa 4 EUR übrig. An guten Tagen evtl. 9 EUR pro Abend. Und die 4 EUR höre ich oft auch von guten Abenden. Leider. Aus dem Grund gebe ich noch öfters und noch mehr / gerne Trinkgeld, wenn es berechtigt ist.

An vielen Tagen bleibt also oft nur der “normale” Lohn übrig, der je nachdem nicht weit vom Mindestlohn entfernt ist. Das Trinkgeld ist oft nicht Rede wert und liegt oft unter den Parkkosten.

PIBE350
5 Jahre zuvor

Tim: ,,Leider leben zu viele Menschen mit der falschen Einstellung. Sie hauen ihr Geld zum Fenster raus. Sie geben heute alles aus. Und denken nicht an Morgen.

Manche sagen dann: Ich bekomme nächstes Jahr eine Gehaltserhöhung. Ich bekomme einen Bonus und Weihnachtsgeld. Aber es kommt doch nicht darauf an. Mehr Geld zu bekommen, heißt nicht reicher zu werden. Es geht nur darum, wie Sie mit dem Geld, das Sie bekommen, umgehen.”

 

Ich möchte noch 2 Anmerkungen zu diesem Abschnitt machen, der mir sehr gefallen hat. Viele Menschen sparen heute nichts, weil sie 2 Illusionen unterliegen:

1. Sie denken, dass es für sie finanziell und wirtschaftlich ewig so erfolgreich weitergehen wird, obwohl Krankheiten, Arbeitsplatzverluste oder andere Ereignisse jederzeit in ihr Leben treten können.

2. Oder sie denken, dass die fetten Jahre für sie erst noch kommen werden, dann werden sie erst bei Eintritt der mageren Jahre merken, dass sie sich heute in den fetten Jahren befunden haben. 🙂

PIBE350
5 Jahre zuvor

An K.: Bei aller Sparsamkeit mir selbst gegenüber bin ich bei Trinkgeldern immer großzügig. Da ich zum Beispiel nicht in andere Hotelzimmer schauen kann, weiß ich natürlich nicht, wie sich die Masse der Gäste verhält. Aber selbst wenn viele Gäste spendabel sein sollten: Das Reinigungspersonal wird 1. keine hohen Stundenlöhne haben und 2. muss es in vielen Urlaubergebieten mit den Einnahmen aus dem Sommer durch den arbeitsarmen Winter kommen. Leben und leben lassen, sage ich immer. 🙂

Jojo
5 Jahre zuvor

wegen Joes Kommentar:

was sind denn deine Quellennachweise ?

Vor Durchführung des Angebots wird das Grundkapital zu
53,3% von Egbert Prior, zu 23,1 % von der VEM Aktienbank
AG, zu 11,1 % vom Aufsichtsratsmitglied Frank Mella, zu 8,9%
von Herrn Tim Schäfer und zu 3,6% von Frau Svetlana Günter
gehalten (zusammen die „Altaktionäre“). Nach Durchführung
des Angebots und unter Annahme der vollständigen Platzierung
der bis zu 2.600.000 neuen Aktien aus der am 23. März 2006
beschlossenen Kapitalerhöhung (die „Neuen Aktien“) werden
die Altaktionäre zusammen ca. 8 % des Grundkapitals der Ge-
sellschaft halten.

http://www.excalibur-capital.de/berichte.html

http://www.excalibur-capital.de/media/PriorCapital-Verkaufsprospekt.pdf

Nach IPO hatte Tim wohl 0,7 % bzw. 20.000 Aktien (schätzungsweise 44.000 EUR wenn man den Ausgabepreis von 2,20 zugrunde legt.)

Werden die Directors Dealings irgendwo veröffentlicht ?

Hast du hier Buy n Hold betrieben, Tim ?

Fisi2000
5 Jahre zuvor

Hi Tim,

 

gibt es Aktien, die heute im Cent- oder unteren Eurobereich stehen und die Du auf dem Schirm hast und einen ähnlichen Verfiefacher zutraust?

vg

fisi2000

K.
5 Jahre zuvor

@PIBE350 @Tim

Vollste Zustimmung bzgl. des Trinkgeldes. Genau das meinte ich mit meinem vorletztem Absatz im obigen Kommentar auch.

Christoph
5 Jahre zuvor

@K: Ok vielleicht reden wir auch über andere grundvoraussetzungen. ich wohne in einer Großstadt. Da bekommen die Servicekräfte auf jeden Fall mehr als die 0,5/ Stunde. Eher 5-10 Euro im normal Fall.

Ich rede hier von Restaurants, Cocktailbars etc. Natürlich eine kleine Kneipe mit 10 Gästen am Abend, da wird es schwierig. Das ist klar.

Bezüglich der Parkgebühren. Nun ich weiß es natürlich nicht, aber ich behaupte nun mal das 80% der Servicekräfte bei uns entweder mit dem Bus fahren oder eher noch selbst in der City wohnen.

ich sage ja nicht das die reich werden. Aber unterm Strich klingen viele Berufe auf den ersten Blick unterbezahlt. Schaut man aber näher hin kommen die Menschen am Ende des mOnats mit viel Geld heim.

zB Automechaniker oder handwerker. Da gibt es sehr viele die Abends oder am Wochenende unter der Hand dazu verdienen. OK natürlich ist es dann eine Art Nebenjob. Aber der verdienst ist im Verhältnis extrem hoch da unter der Hand und keine oder nur sehr geringe Kosten.

Ralf
5 Jahre zuvor

Hallo

kann mir jemand erklären wie der Zusammenhang zwischen Altria und Philipp Morris ist? Sind das 2 unterschiedliche Firmen die früher mal zusammen waren oder ist Philipp Morris heute eine Tochter von Altria? Wie sind da die Zusammenhänge?

Ralf
5 Jahre zuvor

“Ich sehe das genau so wie Marco…mal im Monat ordentlich zu feiern oder essen zu gehen und anständige Klamotten zu tragen gehört für mich einfach dazu ein angenehmes Leben zu führen…”

 

Da stimme ich dir zu. Nur sehe ich es nicht ein viel Geld für Klamotten auszugeben nur weil ein Markennamen drauf steht. Die gleiche Qualität gibts auch vom NoName Hersteller. Für ordentliche Klamotten braucht man nicht viel Geld.

Auch feiere ich mal gern oder geh auch mal Essen. Aber einmal im Monat halte ich dann doch für sehr sehr extrem verschwenderisch. Das muss wirklich nicht sein. Würde mir auch keinen Spass machen wenn ich zu den Gutverdienern gehören würde.

Ralf
5 Jahre zuvor

Von mir gibts prinzipiell kein Trinkgeld. Wozu auch? Die Preise im Restaurant sind so schon unverschämt hoch. Die Bedienung soll von ihrem Arbeitgeber bezahlt werden und nicht von den Kunden (das Wort Gäste vermeide ich, denn ein Gast zahlt nicht). Durch Trinkgelder fördert man nur die Billiglöhne, dass sich der Geschäftsinhaber eine goldene Nase verdient und seine angestellte Bedienung nicht ordentlich bezahlt. Wer Trinkgeld bezahlt, sollte sich mal überlegen ob er diese Zustände gut findet und er sollte sich auch überlegen, wieso er dann bei McDonalds kein Trinkgeld zahlt.

Ralf
5 Jahre zuvor

“zB Automechaniker oder handwerker.”

 

Handwerker verdienen ohnehin sehr gut. Die meisten mehr als ich als Ingenieur. Bei uns in der Gegend hat man auch über ein halbes Jahr Wartezeit bis man einen Handwerker bekommt.  Handwerk hat goldenen Boden gilt heute mehr denn je.

Tobias/Wurstbrot
5 Jahre zuvor

Ich finde die Überschrift unangenehm reißerisch und beleidigend.

Geht es um Konsumschulden oder jedwede Schulden?

Ich persönlich denke nämlich, dass “Schulden” für die meisten zielstrebigen, arbeitssamen Menschen wohl unumgänglich sind, wenn man nicht hoch geerbt hat. Wie soll man denn sonst sein “Business” eröffnen.

Es wird hier immer vom bedingungslosen Sparen gepredigt. Ich sehe das anders. Wenn du gut bist in dem was du tust, dann kneif die Arschbacken zusammen, arbeite einen anständigen Businessplan aus, nehme einen Kredit auf und mache dich selbstständig. Dann musst du nicht mehr zwingend mit 30 in den Frühruhestand gehen weil dich deine Arbeit ankotzt sondern du wirst Freude an dem haben was du als dein eigener Boss tust und nebenbei (wenn du wirklich gut bist) auch noch wesentlich mehr Geld verdienen. Die “Schulden” die du als Grundstein des Ganzen gemacht hast, werden zügig abbezahlt sein und wenn es gut läuft expandierst du und machst mit Kusshand wieder “Schulden”.

Was mich hier häufig wurmt, weil ich es noch immer nicht verstehe ist folgendes (bitte nicht falsch verstehen… das sind ernst gemeinte Gedanken)

Wie passt denn ein Millionendepot und die ständige Wiederholung des Mantras “Geld und Dinge machen nicht glücklich!” zusammen? Vielleicht sollte man dann einen großen Teil seines Depots spenden? Als “Frugalist” braucht man doch tatsächlich wenig Geld und Spenden bzw. “Helfen” macht doch sehr glücklich. Mal davon abgesehen ist es doch auch sehr unfein dem Markt Geld zu entziehen und es dann wissend und absichtlich nicht mehr auszugeben. Das ist ja als würden die Vegetarier dieser Erde das gute Rinderfleisch in Ihren Kellern horten.

Ich persönlich finde die Beispiele der Super-sparsamen Superreichen die hier oft angebracht werden extrem unangenehm. Es kann nicht sein, dass diese Menschen so unfassbar viel Geld horten und dann eben nicht “konsumieren”. Da lob ich mir die russischen Oligarchen die mit ihren Milliarden völlig kranke Projekte (Spielzeuge) kaufe (wie z.B. Superyachten) und damit hunderten Menschen über Jahre einen Arbeitsplatz geben.

So – das sind meine Gedanken. Hoffe damit niemandem zu Nahe getreten zu sein. Andererseits haut Tim in seinen Artikeln ja auch gut um sich und suggeriert, dass Menschen die gerne gut Essen gehen, teure Uhren tragen oder hochwertige Autos fahren – dumm sind. Zum Glück trifft dies im Moment noch nicht in ausreichendem Maße auf mich zu… wenn es aber mal so weit ist, dann höre ich auch auf hier zu lesen 😉

K.
5 Jahre zuvor

@Christoph

Ich auch (Großstadt bzw. Universitätsstadt). Und das Restaurant ist eines der besseren. Nicht teuer aber auch nicht günstig. Gutes Mittelfeld.
Um so trauriger ist dieser Umstand bzw. die “Trinkgeld-Moral” der Gäste.

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Ralf: Das Problem ist, dass einfaches Personal auf Luxusdampfern und in Luxushotels nicht automatisch besser bezahlt wird. Natürlich kann ich durch meine Trinkgelder und Spenden nicht die ganze Welt verändern, aber ich glaube an Karma: Alles was man gibt, kommt irgendwann auf die eine oder andere Weise wieder zu einem zurück. 🙂

Felix
5 Jahre zuvor

Habe gerade gelesen, dass Bill Gates, einer der reichsten Männer dieses Planeten, seine erste verdiente Kohle in einen Porsche 911 investierte: http://derstandard.at/2000046070197/Bill-Gates-gab-ersten-Microsoft-Verdienst-fuer-Porsche-911-aus

Einfach, um hier mal etwas gegen den Mainstream zu schwimmen.

chaostrader
5 Jahre zuvor

Für die Mehrheit sind ETFs die ideale Lösung. Am besten kaufen Sie ETFs stetig und stur jeden Monat. Für wenige eignen sich Aktien.

Was für ein Sinneswandel, und keiner hats bemerkt… 🙂

Eine Frage an Tim: einige deiner Aktien sind ja durch die Decke gegangen. Was ist denn, wenn auf einmal z.B. Amazon oder gar Tesla oder was auch immer30 oder 40% des Depotwertes ausmacht? Hast du dann in der Vvergangenheit rebalanciert, oder nur neues Geld und Dividenden in andere Aktien angelegt? Weil mit der Diversifizierung isses dann vorbei und das Risiko steigt enorm.

chaostrader
5 Jahre zuvor

Wurstbrot, nicht jeder ist gutverdienender Arzt, dem z.B. ein fetter BMW nur ein Bruchteil des Jahresverdienstes kostet, und nicht jeder kann einfach mal so erfolgreich selbständig werden (wie z.B. ein Arzt).

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

Was das Trinkgeld angeht, da gebe ich reichlich, dem Kellner, der Coiffeuse und in’s Pflegeheim meiner Mutter nehme ich auch immer mal was mit (Kuchen oder im Sommer mal Eis), Kellner und Coiffeuse tun mir leid, die arbeiten nämlich für einen geringen Lohn, wahrscheinlich haben die auch nicht viel mehr zur Verfügung als der Hartz IV Bezüger und trotzdem gehen sie zur Arbeit.

Das Pflegepersonal im Heim arbeitet ein wenig unterschiedlich, dennoch, ich gebe  gerne, ich möchte deren Job nicht unbedingt machen. Eine Pflegerin dort arbeitet so richtig mit viel Herzblut, der möchte ich gerne was Persönliches zukommen lassen an Weihnachten, muss das aber bisschen schlau einfädeln dass die Anderen nichts mitbekommen.

Bettler auf der Strasse bekommen nix, das empfinde ich nur als Abzocke, in D muss Niemand sich auf die Strasse legen und betteln, wird jetzt glaub in Konstanz auch dagegen vorgegangen, hat irgendwie Überhand genommen.

Konsumschulden empfinde ich als völlig hirnrissig, entweder ich kann mir was leisten oder eben nicht, brauch ich nicht drüber nachdenken.

Schulden um ein business zu eröffnen, hm…könnte man evtl. auch erstmal was ansparen und solange eben angestellt arbeiten, oder dann eben nicht so eine immense Summe an Schulden aufnehmen, es kann soviel im Leben schief gehen und dann hat man nicht nur das Problem sondern auch noch die Schulden, wie soll man damit ruhig schlafen können.

Auch bei den Hypotheken, ich habe vor 20 Jahren selber eine riesige Hypothek aufgenommen, bei damals Zinsen von in der Spitze 6.5%, das war mutig oder dumm, ich habe es aber abgezahlt, zumindest fast, der Rest ist gedeckt durch meine steuerbegünstigte 3te Säule und wird bei Rentenbeginn getilgt, ob ich das heute nochmal so machen würde bezweifele ich, es ist für mich aber gut ausgegangen.

Tim’s blog finde ich super, ich denke ähnlich, ob ich das extreme buy and hold so durchziehen werde weiss ich nicht genau, bis jetzt hab ich aber noch nix verkauft, auch nicht die Aktien die im roten Bereich liegen.

chaostrader
5 Jahre zuvor

Eine Pflegerin dort arbeitet so richtig mit viel Herzblut, der möchte ich gerne was Persönliches zukommen lassen an Weihnachten, muss das aber bisschen schlau einfädeln dass die Anderen nichts mitbekommen.

Aufpassen! Meine Lebensgefährtin arbeitet auch in dem Bereich, und natürlich geben immer mal irgendwelche Patienten oder deren Angehörige ein Geschenk. Es gab mal eine Zeit, da wurde sie von einem Patienten mit Sekt und Wein etc. beschenkt, wir haben fast ein Alkoholproblem entwickelt 🙂

Geschenke dürfen nur bis zu einem minimalen Wert angenommen werden (z.B. 5 Euro), alles darüber MUSS abgelehnt bzw. gemeldet und abgegeben werden. Gerade von dementen Patienten oder solchen, die wegen Geldmangel einen gesetzlichen Vormund haben, darf eigentlich gar nichts angenommen werden.  Natürlich gibt es Altenpfleger, die sowas trotzdem in ihre Tasche stecken, wenn das rauskommt droht Abmahnung oder gar Jobverlust. Das ist für Pflegedienste ein großes ethisches Problem, wenn sowas rauskommt (oder auch Diebstahl bzw. Bettelei von Pflegedienstangehörigen bei dementen Patienten) dann steht der betroffene Pflegedienst oder das Altenheim ganz schön doof da.

Aber das wirst du ja kennen als Krankenschwester (?).

Tom
5 Jahre zuvor

Es fehlt an finanzieller Bildung. Man lernt es nicht von den Eltern oder in der schule. Selbst die Bänker sind keine Referenz in finanzieller Bildung.

…buchempfehlung “eine billion dollar”…

 

 

Christoph
5 Jahre zuvor

GutenMorgen:

ich finde den Blog toll Tim.

Klar bin ich nicht mit allem konsens aber das ist im Leben ja auch das schöne das es verschiedene Meinungen gibt.

Ich sehe es wie Du. Schulden machen nur bei Hauskauf oder Selbstständigkeit sinn.
Aber wenn man zb Dispo nutzt (habe ich auch ne Zeitlang gemacht) ist das eigentlich total Banane.

Bei den wirklich richtig reichen Menschen sehe ich es aber wie oben jemand schrieb. Die sollen mit dem Geld was machen.

Wenn jemand dennoch sparsam ist, dann soll er schon jetzt viel spenden. Nehmen wir mal Buffett. Wenn er 10 Milliarden in die Hand nehmen würde und damit Tierereservarte bauen/unterstützen würde wäre das viel sinnvoller als auf der Bank zu lassen. Ggfs könnte er auch Aktien verkaufen und damit gutes tun. Wenn er danach noch immer 50 Milliarden hat langt das auch dicke.

 

 

Wurstbrot / Tobias
5 Jahre zuvor

Ich dachte, dass ich eine konstruktive Gegenposition eingenommen habe, ohne jemanden zu beleidigen. Ich vertrete ganz klar die Auffassung “leben und leben  lassen” und wollte nur mal einwerfen, dass es eben nicht nur DEN einen Weg der extremen Sparsamkeit gibt. Man kann auch die Flucht nach vorn antreten und damit wesentlich erfolgreicher sein. Ich denke sogar viele der Sparfüchse hier wären mit einer Kombination aus der bereits vorhandenen Sparsamkeit und der Fähigkeit sehr vielen Versuchungen zu wiederstehen gepaart mit meinem angesprochenen “Mut zum Kredit” weitaus erfolgreicher. Wie schnell könntet ihr eine vollfinanzierte Rendite-Immobilie abzahlen mit eurer Disziplin? Weitaus schneller als der Otto-Normal-Konsumbürger.

Ich verstehe den erhobenen Zeigefinger von Tim. Aber wie so oft im Leben – viele Wege führen nach Rom.

Übrigens hat auch Warren Buffet einen Großteil seines Reichtums quasi “kreditfinanziert” erwirtschaftet wenn ich mich recht entsinne. Ich habe was von einem 60% Kredithebel gelesen! Also ist nicht nur “Buy and hold” sein Schlüssel zum Erfolg… sondern eben auch Mut und Cleverness!

Gurki
5 Jahre zuvor

@Ralf: Sehe ich anders! Als angestellter Handwerker verdienst du nur einen mikrigen Lohn und kannst froh sein, wenn du einen festen Job hast und nicht bei einer Zeitarbeitsfirma für noch weniger Geld arbeitest.
Wenn, dann verdienen eher die Firmeninhaber ihr Geld. Aber nicht jeder hat den Geschäftssinn und kann oder will eine eigene Firma eröffnen. Und selbst dann hat man ja nicht gleich viele Mitarbeiter und verdient sich dumm und dämlich. Viele schaffen es nicht mal aus dem 1-Mannbetrieb heraus!

@Trinkgelder:  Ich gebe mittlerweile wenig bis gar kein Trinkgeld mehr. Und wenn, dann nur noch im Restaurant. Warum sollte ich jemandem Trinkgeld geben? Er verdient heutzutage sein Mindestlohn. Oftmals sind die Ober nicht sehr motiviert oder gar freundlich. Dafür gibts kein Trinkgeld.
Beim Friseur genauso. Habe ich auch mal Trinkgelder gegeben. Mittlerweile ist mir der Herrenhaarschnitt aber schon teuer genug, sodass ich nicht mehr gewillt bin ein Trinkgeld zu geben.
Bei anderen Dienstleistungen gibts sowieso nichts von mir 🙂
Nennt mich geizig oder egoistisch, aber das ist meine Meinung zu dem Thema.

Christoph
5 Jahre zuvor

@Wurstbrot: Ich verstehe was Du meinst. Du hast mit dem Haus auch Recht. Allerdings bindet man sich da eine große Last auf. Denn man ist ja gezwungen eine hohe Sparrate zu haben um das Haus/ Wohnung zu bezahlen.

Bei den Aktien kann ich auch mal aussetzen und es passiert nichts. Hat natürlich beides Vor und Nachteile.

@gurki: Ich kenne einige angestellte Handwerker die nebenher was machen. Trapzieren zb. Da kommen ruckzuck einige hundert Euro zusammen.
Dazu muss man auch sagen ist der Angestellte natürlich auch einfacher beim Thema Last. Selbstständigkeit muss man wollen und können.

 

bei den Trinkgeldern: Ich eigentlich immer was. beim Friseur so 1 Euro. Im Restaurant/bar kommt es auf die Rechnung an.

Wobei ich auch schon gar nichts gab wenn der Service grottig war. Dazu mache ich auch den Mund auf wenn das Essen zB nicht geschmeckt hat. Denn wenn nie einer was sagt, ändert die Küche auch nichts.

Slazenger
5 Jahre zuvor

Ich habe selbst mal für ein paar Monate vor weit über 30 Jahren als Handwerker gearbeitet und weiß daher wie es sich anfühlt ein Trinkgeld zu erhalten wenn man gute Arbeit abgeliefert hat. Ich erinnere mich an einen Metzger wo wir ab und an gearbeitet haben, da gabs immer ein Wurst oder Fleischpaket, meist gab es bei den Leuten aber so 1-2 Mark , selten gab es nichts!!!

Wenn heute ein Handwerker bei mir arbeitet und die Chemie stimmt zwischen uns und die abgelieferte Arbeit ist top, dann gibt’s immer ein gutes Trinkgeld von mir.

Im Restaurant mach ich es abhängig von der Qualität der Speisen und von der Freundlichkeit des Personals.

Mein Masseur bekommt auch immer eine Kleinigkeit.

Es ist auch ein Zeichen der Anerkennung und des Respekts !!!!!

Stefan
5 Jahre zuvor

Im Nachhinein ist es leicht zu sagen: Hätte man doch Pro7 gekauft bei ein paar Cent… aber damals ging es um Pleite oder nicht Pleite. Das ist ja wie in der Spielbank auf schwarz zu setzen. Und selbst wenn man gekauft hätte, die Meisten hätten garantiert nach einem kleinen Gewinn verkauft.

 

@ Tim

wie kommst du als Dauer-Buy-and-Holder eigentlich damit klar, wenn dir Gewinne wieder “wegschmelzen”. Ich finde das psychologisch schwieriger als mit einer Position deutlich im Minus zu sein und dies auszusitzen.

Kenne eine Frau die hatte Eon Aktien im Wert von 500.000 €! Die sind heute fast nichts mehr wert! Sehr übel so etwas.

Wenn dir deine CTS Eventim zusammensacken würden, was würdest du machen?

5 Jahre zuvor

Guten Morgen,

nachdem ich beim Blick auf meinen Rentenbescheid auch ungefähr bei 1000 Euro liege, kann ich schon mit Gewissheit sagen, dass ich als Rentner nicht mehr in München leben werde. Vllt habe ich bis dahin wirklich ein Schnäppchen einer ETW gemacht, und die Dividenden im Alter ermöglichen mir ein weiteres Leben in München, aber mein Plan sieht eigentlich vor, dass ich gerne dort wohnen bzw. leben möchte wo Palmen wachsen.

Auf einer Insel in Greichenland, Türkei oder was ja auch sehr beliebt geworden ist, ist Protugal, dort soll man als Rentner viele Stuerersparnisse geniessen, das habe ich vor geraumer Zeit mal irgendwo gelesen. Aber Lanzarote soll ja auch ein Paradies für Rentner sein, ja sowas könnte ich mir mit 60+ durchaus vorstellen. Und die Weltreise nicht zu vergessen..

Schönen sonnigen Montag allen 🙂

Jessica
5 Jahre zuvor

Früher gehörte ich immer zu denjenigen die viel Trinkgeld im Restaurant gegeben haben, aber ein Japan Besuch ließ mich Umdenken. Die Mentalität der Japaner: „guter Service ist selbstverständlich und darf nichts extra kosten“ war sehr angenehm. Ich gehörte immer zu denjenigen, die auch in größeren Gruppen das Trinkgeld der Freunde übernommen hat da sie immer knauserten und ich mich dabei unwohl fühlte. Vor allem in Restaurants die wir häufiger besuchten.

 

Aber wenn ich den Service vergleiche Deutschland – Japan dann sind das himmelweite Unterschiede. In Deutschland meist (nicht immer) sehr demotivierte Mitarbeiter, unfreundliches Auftreten, etc pp. In Japan das genaue Gegenteil – und die bekommen gar kein Trinkgeld. Löhne und Gehälter sind in beiden Ländern aber vergleichbar.

 

Beim Frisör gebe ich immer was, da ich mir sicher bin, dass es zu 100% in seine eigene Tasche fließt und nicht noch groß geteilt werden muss. In Restaurants wirklich nur noch wenn der Service 1a war.

Mario
5 Jahre zuvor

@Tim

Wo beginnt denn finanzielle Freiheit?

Meines Erachtens nach, wenn jemand einen Job hat der ihm Spaß macht und er gut leben kann. Grundsätzlich ist mehr besser. Jedoch sollte der Weg das Ziel sein und nicht die Askese. Was nutzt es ein Konto voller Geld zu haben, um mit 30 „frei“ zu sein. Dieser Jemand hat vielleicht allein an seinem grünen Blatt genagt. Dabei hat er bestimmt viel Geld gespart und dabei vergessen was im Leben noch viel Wichtiger ist. Es sind (m.E.) die sozialen Kontakte, das soziale Umfeld und die Familie. Bestimmt fallen anderen Leuten noch andere Beispiele ein.

Ich bin -so hoffe ich- in der Mitte des Lebens angekommen. Es gibt eine selbständige Generation vor und eine hinter mir. Wobei die Generation vor einem schon wieder auf die Pflege und Fürsorge der Angehörigen angewiesen ist/sein kann. Jetzt mit einem großen Berg Geld alleine dazustehen, macht dann bestimmt nicht glücklicher. Natürlich kann der Pflegedienst kommen und einem behilflich sein. Jedoch gehen sie so schnell wie sie gekommen sind.

Deinen Beispielen wünsche ich alles erdenklich Gute. Jedoch 80% dieser heute 30jährigen werden es vielleicht bereuen, wenige bis keine sozial normalen Beziehungen/Kontakte zu haben. Zumindest in meiner Vorstellung des Weges frei mit 30 zu sein.

Bitte nicht falsch verstehen, auch in meiner/m Generation/Bekanntenkreis gibt es Menschen, die brauchen nicht den Groschen umzudrehen. Wenn es ihnen gefällt kaufen sie sich eine Jacht oder einen Caravan oder leben im Winter auf den Kanaren. Es gibt auch die, die noch ihre Kredite abzahlen. Aber wir haben nie vergessen, dass wir in einem schönen Umfeld leben und arbeiten und Freunde sind. Und hier beginnt wieder Alles. Bei dem Spaß an der Arbeit, den Freunden und der Familie.

Grundsätzlich ist es richtig, eine entsprechende Sparquote zu haben. Deinen Blog lese ich seit Jahren sehr gern und freue mich auf jeden neuen Artikel. Das i-Tüpfelchen sind die Kommentare der Leser. Daher mache einfach weiter.

Eine schöne Woche noch!

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Gurki: Empfindest du dich denn selbst als egoistisch und geizig? Das musst du mit dir selbst ausmachen. Ich kann nur für mich sagen, dass ich insgesamt zufriedener bin, wenn ich ab und zu auch an andere denke. Und der eigene Wohlstand lässt sich dann auch viel besser genießen.

An Stefan Ledabyl: An eine Auswanderung habe ich noch nicht gedacht. Ich gehe einen Mittelweg. Die Sommer verbringe ich in Deutschland, die Winter im Süden. Weil du Lanzarote angesprochen hast: Ich bin seit Ende Oktober in Puerto del Carmen. Hier sind wirklich viele Rentner zu sehen. Die Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut. An jeder Ecke findet man deutschsprachige Ärzte und Supermärkte. Wer sich kein eigenes Fahren mehr zutraut, kann preiswert mit Bussen die Insel erkundigen. Die Strandpromenade ist auch sehr gut ausgebaut. Das östliche Mittelmeer (Griechenland und Türkei) wäre mir in den Wintermonaten zu regnerisch und kühl. Ich begrüße deine Ziele.

An Mario: Finanzielle Freiheit und soziale Kontakte schließen sich nicht aus. Ich glaube nicht, dass diese 30-Jährigen ihre erreichten Ziele bereuen, weil ich meines auch nicht bereue. Im Gegenteil: Sie können nun exakt so leben, wie sie es sich gewünscht haben.

Die genaue Ausgestaltung muss man schon jeden selbst überlassen, auch was weitere (Erwerbs)arbeit angeht. Ich möchte nicht mehr für Geld arbeiten müssen, weil mir das keinen Spaß bereitet. Das heißt aber nicht, dass ich nur noch faul auf dem Sofa liege. Ich habe dafür einfach zu viele Hobbys.

Mir ist klar, dass man sich in unserer Gesellschaft in erster Linie über Erwerbsarbeit definiert, dass Fragen nach dem Beruf ganz weit oben stehen, aber mir bedeutet das nichts. Ich muss niemandem etwas beweisen. Wer damit nicht klar kommt, kann sich ja andere Kontakte suchen. Es gibt über 7 Milliarden potenzielle Kontakte auf der Welt. 😉

Gurki
5 Jahre zuvor

@PIPE350: Naja mittlerweile gehts eigentlich. Früher empfand ich mich auch als geizig. Aber da hat man es mir ja auch ständig auf die Nase gebunden. Das größte Problem ist ja, dass ich mich trotz “Wohlstand” recht arm fühle.

Vielleicht sollte Tim darüber mal einen Artikel schreiben, weshalb man sich trotz Geld und vermeintlichen Wohlstand (mir fehlt es eigentlich an nichts), arm fühlt.

Mario
5 Jahre zuvor

@PIBE350

Die genaue Ausgestaltung des täglichen Alltags soll jeder für sich übernehmen. Hier kann ich mir vorstellen, dass sich Gleichgesinnte finden. Allerdings haben diese nach meinem Dafürhalten nicht alle die gleichen Lebensumstände. Sie kommen mit Sicherheit aus verschiedenen (Kultur)kreisen, die sich an Orten wie gerade beschrieben auf Lanzarote treffen. Die Schwester eines Freundes hat jahrelang, vielleicht finanziell unabhängig, auf einer Ferieninsel als Surflehrerin gelebt und gearbeitet. Als sie zurückkam, war sie nicht glücklich. Trotz ihrer Erfahrungen eines schönen Lebens.

Ich meine jedoch Freundschaften die sich im Laufe des Lebens aufgebaut und erhalten haben. Meine Erfahrung ist, dass ich Menschen kenne, schätze, respektiere und mich gern mit ihnen unterhalte, jedoch lasse ich sie nicht soweit in mein Leben wie ich es mit „gewachsenen“ Freundschaften mache. Diese werden am Ende der Lebensstrecke (eventuell) fehlen.

Wenn Menschen irgendwelche Gebrechen bekommen, werden diese Menschen Lanzarote verlassen haben und ebenfalls für sich leben. Ich glaube nicht, dass sich Menschen hinterher treffen. Bei allen gegebenen Vorsätzen während des Zusammenseins. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Nun kommt der Einwand, ich lebe jetzt. Ja und hoffentlich lange. Denn auch später wartet das Jetzt.

Und wer sich über seine Arbeit in der Gesellschaft definiert, ja dem ist nicht zu helfen. Der sollte vielleicht den Weg einschlagen und ab 30 ohne oder mit solchen Freunden leben.

Bitte nicht falsch verstehen oder als Bevormundung sehen. Hier denke ich, dass ich mehr (nicht bessere) Lebenserfahrung gemacht habe.

 „Ich muss niemandem etwas beweisen.“

Muss man mir nicht, denn ich würde denjenigen nicht auf der Straße erkennen. Daher ist es gleich was derjenige denkt.

Eine schöne Woche noch!

DivSky
5 Jahre zuvor

Mal was anderes.

Möchte gerne meinen Einkaufspreis verbessern. Ist jemand bei einen Broker, der auch einen kostenlosen Aktientransfer vom Broker zu einer anderen deutschen Bank anbietet?

Bin bei der Consorsbank und unzufrieden mit dem Service. Möchte aber da meine kompletten Depots behalten, aber beim Einkaufspreis sparen.

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Gurki: An welchen Dingen machst du dieses Gefühl fest, wenn es dir eigentlich an nichts fehlt? Das Phänomen der steigenden Unzufriedenheit in unserer westlichen Welt ist auf jeden Fall ein spannendes Thema, zu dem ich jetzt ganze Seiten schreiben könnte. Nur ein paar Stichworte: Konsum, Überfluss, Globalisierung, Verschuldung, immer mehr Hektik und Stress, Hamsterrad, materielles und egoistisches Denken, Gefühle wie Hass, Neid, Gier und Missgunst usw. Viele Menschen sind nicht mehr mit sich selbst im Reinen, denke ich. Mir haben der Minimalismus und die bewusste Entschleunigung meines Lebens sehr geholfen.

An Mario: Ich verstehe, was du meinst, aber es gibt nun mal keine einheitliche Definition von Freundschaft. Für mich bedeutet Freundschaft erst mal nur, dass man einen anderen so akzeptiert, wie er ist und Interesse an einer Beziehung über das normale Maß hinaus hat.

Ich habe auch eine andere Erwartungshaltung an Freunde. Es gibt Situationen und Dinge im Leben, die nur innerhalb Familien gelöst werden können. Ich weiß, dass ich mich jederzeit zu 100 Prozent auf meine Familie verlassen kann. Und sie sich auf mich.

Meiner kürzeren Lebenserfahrung nach steckt in dem Satz ,,Bei Geld hört die Freundschaft auf” viel Wahres drin. 😉

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