Philip Lee (29) gibt Vollgas: Er gründete einen Hongkong-Imbiss in Kassel, schloss sein Studium ab. Er strebt die finanzielle Freiheit an


New York, 22. April 2019

Der 29-jährige Philip Lee mit Masterabschluss hat in Kassel ein Restaurant mit Lieferdienst gegründet. Er strebt die finanzielle Freiheit an. Seiner Schwester und den Eltern möchte er ein finanziell sorgenfreies Leben ermöglichen. Hier ist sein Leserbrief.

Hallo lieber Tim,
ich verfolge deinen Blog seit dem letzten Jahr. Ich komme gleich zum Punkt. Es hat mein Leben von Grund auf verändert. Ich bin 29 Jahre alt und komme ursprünglich aus Kassel. Neben meiner Masterarbeit und einem Werksstudentenjob hatte ich mit meinen Eltern einen Imbiss mit Lieferdienst gegründet. Wir bieten speziell neben gängigen chinesischen Sachen auch Gerichte aus unserer Heimatstadt Hong Kong an. Die Gründung war quasi eine Berufung für mich.

Mein Onkel hatte in den späten 70ern eines der ersten China-Restaurants in Kassel gegründet – das China-Restaurant „Hong Kong“. Die Leute mochten es. Meine Eltern kamen als Auswanderer in den frühen 80ern nach Deutschland. Sie hatten in dem Restaurant gearbeitet und hatten später ihr eigenes. Unser Restaurant lief ganz gut bis 2009 zur Finanzkrise. Gäste kamen nicht mehr. Wir mussten auch aufgrund der Billig-Konkurrenz schließen. Es war ein hartes Jahr für mich und meine Familie. In dem Jahr war ich persönlich auch schwer erkrankt am Ende des ersten Semesters. Ich musste mich ein Semester lang krankschreiben lassen und lag im Krankenhaus – ich kämpfte ums Überleben. Nierenversagen aufgrund eines Infekts – innerhalb von 2 Wochen. Das kam sehr überraschend.

Anscheinend hatte sich aus einer Lebensmittelvergiftung irgendwas die Nieren infiziert, ähnlich Ehec. Ich bangte um mein Leben. Es waren die schlimmsten zwei Wochen meines Lebens. Die Ärzte wussten anfangs gar nicht, was ich hatte. Mir ging es immer schlechter. Ich hatte Versagensstufe 2. Bei drei hängt man dauerhaft an der Dialyse. Sie führten eine Biopsie durch. Wie durch ein Wunder hatte ich eine Nierenentzündung, die heilbar war.

Es dauerte ein halbes Jahr. Dann war ich wieder einigermaßen auf den Beinen. Mittlerweile nehme ich zwar noch regelmäßig Tabletten ein, aber bin wohlauf. Man könnte sagen wieder fit. In dieser Lektion habe ich gelernt, dass das wichtigste Familie und Freunde sind, die an einen denken und mich besuchten. Zu mir hielten. Was hätte es mir gebracht einen Porsche zu haben?

Das Studium war aber ein Albtraum. Ohne das Wissen des zweiten Semesters musste ich im dritten Semester die Fächer und weitere bestreiten. So kam es, dass ich gar nicht mehr mitkam und mein Bafög mir komplett gestrichen wurde. Ich nahm einen Nebenjob als Hilfswissenschaftler an. Im Planungsmanagement. Ich blieb da mehrere Jahre und wurde unter den Instituten immer weiterempfohlen, als Geheimwaffe wie sie sagten. Doch mit Unterbrechungen. Ich bekam Rückfälle und musste zeitweise immer wieder pausieren. Meine Schwester erkrankte psychisch schwer. Ich kümmerte mich auch um sie. Sie war in Kassel. Ich habe alles aus Darmstadt gemanagt und fuhr auch mal hoch. Meinen Eltern ging es finanziell nicht gut. In der Zeit um 2015 hatte ich etwas von ETFs gehört – so besparte ich den S&P 500. Es sollte sich als Eigenkapital gut für die Gründung meines Startups erweisen.

Ich hatte mit dem Bachelorstudium richtig zu kämpfen. Meine Eltern, meine Schwester, ich selbst. Aber in solchen Zeiten helfen gute Freunde. Einer meiner besten Freunde hatte mich im Studium unterstützt. Wir hatten ein verrücktes Lernkonzept. Das Starbucks in Darmstadt hatte einen großen, länglichen Tisch. Das Starbucks hatte Tee mit einer Refill-Option. Wir nutzten dies aus und lernten dort jeden Tag. Der Laden öffnete um 8 Uhr morgens und schloss um 21 Uhr abends. Wir lernten von 8 Uhr morgens bis 21 Uhr dort. Dann wechselten wir in das Lernzentrum der Uni und lernten dort bis 23 Uhr weiter. Es war mit durchschnittlich 16 Stunden Lernen am Tag eine 112 Stunden-Woche. Die Service-Mitarbeiter fanden uns witzig. Wir hielten es ein Jahr lang durch. In diesem Jahr hatte ich alle schweren Brocken (Fächer) weggehauen. Ich wurde Bachelor of Science. Das war 2016.

Ich meldete mich zum Master. Diesmal war es schon einfacher. Ich machte mein Industriepraktikum bei Volkswagen in Salzgitter im Motorenleitwerk. Mein Nebenjob sollte sich als hilfreich erweisen. Mich setzte man in der Planungssteuerung ein. Die Job-Atmosphäre dort war sehr kalt, sehr rau. Ich lernte mich durchzusetzen und den enormen Arbeitsdruck kennen. Besonders meine Vorgesetzten waren grausam. Da wurde mir klar: Ich möchte nicht mein ganzes Leben lang ein Arbeitssklave sein. Ich will so schnell wie möglich finanziell unabhängig werden.

Ich interessierte mich mein Leben lang für Autos. Aber dieses Praktikum hatte mir den letzten Nerv geraubt. Doch war es wieder eine sehr lehrreiche Lektion, dass Autos, also Material, nicht alles im Leben ist und wir sehr sorgsam mit Geld umgehen müssen. Nach dem Praktikum reiste ich mit meiner Mutter nach Hong Kong. Einfach drei Wochen lang etwas anderes sehen. Den Stress vergessen. Viel Karaoke (gewöhnungsbedürftig), schöne Skyline und gutes Essen. Auch High-Tech erlebte ich dort. Ich war für ein paar Wochen in der Nachbarstadt Shenzhen – dem Silicon Valley in China. Hier kommen meine Verwandten mütterlicherseits her. In der Stadt gibt es sehr viele Elektrobusse, Elektroroller und E-Autos. Ich kann mir vorstellen, dass Deutschland in der E-Mobilität vorankommt und es genauso aussehen könnte. Übrigens stammen die meisten E-Sachen dort von BYD. Ich schätze, es ist angeraten die Aktie zu kaufen. Ich gebe, aber keine Empfehlungen.

Zurück in Deutschland hatte ich meine letzten Prüfungen bestritten. Meine Masterarbeit und einen Werksstudentenjob bei einem Sondermaschinenbauer bei Kassel hatte ich angetreten. Daneben kam mir in den Sinn mit meinen Eltern ein neues Unternehmen zu gründen. Ich mache die Planung, sie das Tagesgeschäft. Unser Startup heißt „Hong Kong Imbiss“ in Kaufungen an der Papierfabrik.

Wir sind die einzigen Hongkonger in Kassel. Wir haben einen starken Bezug zu unserer Heimatstadt Hongkong. Wir möchten die Leute daran erinnern wie qualitativ hochwertiges Essen schmeckt. Besonders das aus Hong Kong. Diese Liebe und Leidenschaft drücken wir mit unserem Logo und unserem Corporate Design aus. Wir kochen kantonesische Küche, Küche aus Südchina. Unsere Gäste nennen wir in unserem Dialekt (kantonesisch) pan yao – Freund/in. Vielleicht ist es zu hoch gegriffen, aber meine Vorbilder sind Steve Jobs und Jeff Bezos. Ich setze auf eine schöne Präsentation unserer Speisen und unserer Familienphilosophie „Langsam, aber sorgfältig. Qualität statt Liebloses.“ Kunden sind unsere Freunde. Wir müssen sie verstehen und auf sie eingehen. Fast wie bei Bezos. Nur so sehe ich den Weg zum Erfolg.


Das erwirtschaftete Geld werde ich weiterhin in ETFs wie dem S&P 500 packen. Und Dividendenaristokraten. Ich möchte meinen Eltern eine gute Rente bescheren, meinen Schwestern und mir die finanzielle Unabhängigkeit.

Tim, dein Blog erzählt mir jeden Tag die Parole durchzuhalten. Den Kopf hoch zu halten, wenn man in der, du weißt schon, steckt. Ich mag deine Lebensphilosophie. Man könnte sagen: „Modest but wise“.

Viele Grüße
Dein Philip Lee

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Danke für deinen Leserbrief. Es ist beeindruckend, was du erreichst hast. Allein die schwere Krankheit, die du überwunden hast. Respekt für deinen Mut anschließend mit dem Studium weiter zu machen und ein Restaurant zu eröffnen zwischen dem Unistress. Du hast von der Standortwahl bis zur Eröffnung nur zwei Monaten gebraucht. Du wirst große Erfolge feiern. Da bin ich mir ziemlich sicher. Ich wünsche dir alles Gute. Gesundheit, Zufriedenheit, Erfolg.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Philip Lee (29) gibt Vollgas: Er gründete einen Hongkong-Imbiss in Kassel, schloss sein Studium ab. Er strebt die finanzielle Freiheit an

  1. AvatarChristian

    Ein wirklich starker Leserbrief. Viel Erfolg beim neuen Restaurant. Das Konzept klingt schon einmal gut. Dazu noch die Gastro-Erfahrung der Familie – kann eigentlich mit viel Fleiß und Ausdauer nur ein Erfolg geben.

    Bei uns gibt es viel vietnamesische und thailändische Restaurants. Teilweise kochen die auch Sushi oder japanisch, oder das Restaurant heißt auch „Hong Kong“. Aber wie geschrieben kommt keiner der Gastronomen tatsächlich aus Hong Kong (oder Japan). Bestimmt eine interessante Küche bei euch, würde mich interessieren.

    Und gesundheitlich natürlich ebenfalls alles Gute!

  2. AvatarWolfgang Krause

    Sehr schön, mach nur weiter so!
    Ich selber komme aus Kaufungen und habe einen Artikel in der HNA über dein Restaurant gelesen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich in dem Moment kein große Bedeutung dem Artikel gegeben.

    Jetzt sieht es schon ganz anders aus!

    Ich habe vor knapp einem Jahr mein Auto verkauft und fahre seitdem jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit, genau an deinem Restaurant vorbei *welch ein Zufall* 🙂

    Ich werde Mal reinschauen die tage und natürlich auch was essen.

    LG

    Wolfgang

     

  3. AvatarSkywalker

    Ich finde es super wenn Leute aktiv werden etwas machen! rumjammern sich beschweren auf Politiker und Reich schimpfen das kann jeder… ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Projekten immer weitermachen immer daran glauben und gute Qualität liefern!

  4. Florian HFlorian H

    Tolle Geschichte, Hut ab.

    Kaufungen ist ja gleich um die Ecke(65KM).

    @Philip Lee

    Ich würde mal vorbeikommen und die knusprige Ente mit den gebratenen Nudeln probieren wollen. Wir könnten uns unterhalten. LG

     

  5. AvatarPhilip Lee

    Hallo,

    Ein großes Dankeschön an Tim. Ich habe mich sehr gefreut! Es ist mir eine Ehre.

    @Wolfgang, das ist wirklich witzig! Ja, mach das gerne.

    @Florian, Super! Würde mich freuen!

    LG
    Philip

  6. AvatarFinanzfee

    Hut ab und viel Erfolg sowie Gesundheit. Bei den ganzen Stolpersteinen immer wieder aufzustehen und aktiv daran zu arbeiten, dass sich was ändert, verdient absoluten Respekt. Schön finde ich auch, dass du finanzielle Freiheit auch anstrebst, um deiner Familie etwas zurück zu geben. Auch bei uns ist gerade jemand in der Familie erkrankt und kein Porsche der Welt ist soviel Wert, wie Gesundheit und Zufriedenheit. Ich wünsche dir viel Erfolg und sollte ich mal in Kassel sein, schau ich gerne rein ;).

  7. AvatarAndrea

    Viel Erfolg für dich,  Philip! Schade, dass ich nie nach Kassel komme, sonst würde ich im Imbiss mal etwas bestellen. Ich liebe Lemon Chicken aus Hong Kong, in England bekommt man es bei den Chinesen, in Deutschland leider nie.

  8. Florian HFlorian H

    @Philip Lee

    Ja prima, dann werde ich die kommenden Wochen mal schauen wann ich Zeit finde. Im Mai steht noch die Fresenius HV an.

    Also empfiehlst du die Ente mit den Nudeln?

     

  9. Avatarsteve

    @ Philip Lee, Langeweile gabs bei dir die letzten Jahre nicht. Die vielen Schwierigkeiten hast du überwunden, das du dich unterkriegen lassen hast, hat dich ein ganzes Stück nach vorne gebracht. Das beim Geschäft die ganze Familie mit dabei ist klasse! Ich wünsche euch viel Erfolg.

  10. AvatarPhilip Lee

    @Florian, ja prima! Ich freue mich darauf!

    Die geschmackliche Abstimmung ist dort ganz gut. Kann ich empfehlen. 🙂

    @steve, ja es war wirklich nicht langweilig. Es gab immer etwas zu tun. Haha.

    @Andrea, danke. Vielleicht ergibt sich ja mal etwas.

    @Finanzfee, vielen Dank. Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft. Ich kenne das.

  11. AvatarDaniel

    Tolle Geschichte. Mich freut es, dass du so gut mit deiner Krankheit umgehst und so hinter deiner Familie stehst.

    Mich würde interessieren, ob du jetzt trotzdem vor hast in die Konzernwelt einzusteigen?

  12. AvatarBruno

    Toller Leserbrief, ich bin überzeugt dass Du Philip sehr erfolgreich wirst, wer in harten Zeiten durchbeisst und nicht aufgibt, nicht in die Opferrolle fällt, wird gestärkt rauskommen. Du wirst deine Ziele erreichen, vielleicht früher als geplant. Auch wenn, was ich nicht glaube und natürlich noch weniger hoffe, es mit dem Imbiss nicht klappt oder nicht der nötige Durchbruch kommt, wird es etwas anderes sein. Die Gastronomie ist hart aber ich denke in deinem Bereich habt ihr gute Chancen, und wenn es gut läuft kann man es ja auch skalieren und vergrössern 🙂 Einfach nie aufgeben egal was kommt ob beruflich oder privat und es kommt gut, heutzutage geben einfach viel zu viele zu früh auf. Solche Geschichten gefallen mir, Leute die nie aufgeben egal wie hart es sie trifft finde ich grossartig.

  13. AvatarHendrik

    Viel Erfolg weiterhin Philip und auch gesundheitlich alles gute!

    Hongkong ist bestimmt eine tolle Stadt – ich reise ja sehr gerne und auch weit, auch wenn es finanziell natürlich preiswerteres gibt. Aber irgendwie fühle ich mich auf Reisen immer wieder herrlich frei und bin neugierig auf andere Kulturen.

    Bist du auch in chinesische Unternehmen interessiert/ hast du welche? Und noch viel spannender: Besitzt du die ADRs oder hast du die richtigen Aktien? Das würde mich ja sehr interessieren. Soweit ich weiß dürfen ja nur Chinesen selbst in die Aktien investieren.

    Schöne Grüße

    Hendrik

  14. AvatarAnton

    Hallo Philip Lee,

    eine tolle Geschichte, gespickt mit vielen Rückschlägen und dem Mut, sowie Motivation, nicht aufzugeben und seinen Weg zu bestreiten. Toi, toi, toi, wünsche dir viel Erfolg. Da ich in Kassel regelmäßig dienstlich zu tun habe und asiatisches Essen mag, ist mein Besuch in deinem Imbiss sicher. Habe mir schon eine grüne Flagge (ich will dorthin) auf Google Maps gesetzt.

    Gruß,

    Anton

  15. AvatarChrissie

    @Philip Lee

    Danke dir sehr für diesen eindrucksvollen Leserbrief. So viele Hindernisse und so viel Kampfgeist, um damit fertig zu werden!

    Ich drücke dir und deiner Familie die Daumen für eine glückliche, erfolgreiche und vor allem auch gesunde Zukunft.

  16. AvatarPhilip Lee

    @Daniel, ich kann mir noch vorstellen in die Konzernwelt einzusteigen. Damals hatte ich wohl eine Abteilung erwischt, die sehr überfordert war mit der Auftragslage. Da kann es schon mal sein, dass die Leute gereizt reagieren.

    @Bruno, danke für die ermutigenden Worte. Ich weiß es sehr zu schätzen.

    @Hendrik, ja das kommt mir bekannt vor. Auf Reisen fühlt man sich immer sehr unabhängig und man kann in der Anonymität einen neuen Blick für Dinge entwickeln, die einem vorher gar nicht so bewusst waren. Man entwickelt sich weiter und lernt viel.

    Zu den ADRs, ich besitze keine. Ich glaube, ich bin da eher konservativ. Was mich reizen würde sind aber nach wie vor Aktien von BYD oder Geely.

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Philip

    Sollte ich in der Gegend sein, würde ich gerne in deinem Restaurant ein Lesertreffen arrangieren.

  18. Avatarbilbo78

    Schöner Leserbrief! Danke, dass du gutes Essen nach Deutschland bringst! Der billige Fras überall ist kaum erträglich! Ich bin gerade 2 Monate in Peking und chinesisches Essen schmeckt definitiv besser als die (billige) deutsche Küche, die einem lieblos mit schlechtem Service hingerotzt wird! Viel Erfolg noch

  19. AvatarGuido

    Häufig verändert ein schlechter Gesundheitszustand in jungen Jahren das Denken. Das war auch bei mir so. Die Gesundheit ist alles, was zählt. Alles andere lässt sich regeln oder ist unwichtig.

  20. AvatarWolfgang

    Mattoc
    Alt werden und dass in einem lebenswerten Zustand wäre eine Schlagzeile. Im Auftrag der dt. Versicherungswirtschaft, meine Augenbraue bewegt sich aber eben nicht mehr.

    Guido so ist es, hinzufügen würde ich noch den Verlust eines Menschen, auch dieser kann ein Leben verändern, sodass der Blick neu ausgerichtet wird.

  21. AvatarRalf

    Ein sehr schöner Artikel, ich wünsche Dir viel Erfolg und Gesundheit!

    Statistisch mögen die Menschen eine steigende Lebenserwartung haben, ich habe aber gewisse Zweifel daran. Statistiken sind halt immer so eine Sache und lassen sich auch mit bestimmten Kenngrößen optimieren (Themen wie Kindersterblichkeit früher -heute etc.).

    Das schlägt sich natürlich auch in statistischen Effekten nieder. Zumindest kenne ich doch etliche, die trotz gesunder Lebensweise keine 70 wurden. Mein Vater war ein trauriges Beispiel.

    Einer von neun Männern stirbt an einem plötzlichen Herztod, die meisten davon nach dem 45. und vor dem 70. Lebensjahr. Oft scheinbar besonders gesunde Leute. Da ich gelegentlich auch mal auch über den Friedhof spaziere fällt mir immer wieder auf, dass viele keine 50 oder 60 Jahre alt wurden. Mag subjektiv sein, für mich jedoch sehr auffallend. Und der Stress im Job ist heute vielfach trotz weniger körperlicher Arbeit gegenüber früher höher.

     

  22. AvatarMattoc

    @Ralf

    Einer von neun Männern stirbt an einem plötzlichen Herztod

    Kannst du für diese Aussage eine Quelle liefern?

  23. AvatarRalf

    https://www.netdoktor.de/news/ploetzlicher-herztod-alarmierende-zahlen/

    https://www.assmann-stiftung.de/das-risiko-fuer-den-ploetzlichen-herztod-bleibt-bei-maennern-lebenslang-um-ein-vielfaches-hoeher-als-bei-frauen-128/

    Ich kenne leider selbst 4 Fälle aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis und 2 aus dem Kollegenkreis. Alle so zwischen 50-67 Jahre, schlank und Nichtraucher. Mein Vater war sogar 3 Monate vorher beim Kardiologen zum Generalcheck. Ohne Befund. Er hatte keine Probleme mit Blutdruck oder andere bekannte Leiden.

    Ich war selbst beim Kardiologen nach dem Ereignis. Alles ok. Er sagte aber das viele Fälle aus heiterem Himmel kommen und oft gesunde fitte Leute trifft.

  24. AvatarSabrina

    Schöne Geschichte Philip! Mach weiter so und du wirst große Erfolge feiern. Denk dran: Niemals stehen bleiben!

    Du hast am eigenen Leib erfahren was viele noch nicht verstehen. In einer Notsituation wie Krankheit bringt dir ein Porsche und ein Kleiderschrank voller Gucci auch nichts. Dann kommt es auf die Menschen an die dich lieben und die kann man mit Geld nicht kaufen. Deswegen finde ich deine Motivation sehr schön, dass du deiner Familie ein unbeschwertes Leben ermöglichen willst.

  25. AvatarThomasH

    @Ralf Da ich gelegentlich auch mal auch über den Friedhof spaziere fällt mir immer wieder auf, dass viele keine 50 oder 60 Jahre alt wurden. Mag subjektiv sein, für mich jedoch sehr auffallend.

    Da ich gelegentlich auch mal auch über den Friedhof spaziere fällt mir immer wieder auf, dass auch viele weit über 80 wurden. Ich suche nicht die jung Verstorbenen, sondern die Alten. Ist besser für mein Gemüt. Ich könnte nicht so negativ durchs Leben gehen…

  26. Avatar-M

    Baum

     

    Finde es gut, dass sie einen Marketing Mann geholt haben. Es findet anscheinend ein Umdenken statt und es folgen taten auf das geschriebene der letzten Wochen.

     

    -M

  27. Der BaumDer Baum

    Sehe ich auch so, ein Unternehmen das auf seine Marke setzt kann nicht wesentlich am Marketing sparen.

    Schau dir Mal die Gestaltung der Kraft Produkte an, das ist teilweise gruselig…. Das ist nicht Vintage sondern Ostblockstyle…(nicht böse gemeint). Heinz ist wenigstens noch einigermaßen gut anzuschauen.

    Grüße Baum

  28. AvatarRalf

    „…dass auch viele weit über 80 wurden..“

    Sicher, sollte auch nur eine Beobachtung sein. Aktuelles Beispiel: Hannelore Elsner, eine wunderbare Schauspielerin durfte das leider auch nicht mehr erleben (76 Jahre).

  29. KievKiev

    @ Philip Lee

    Glückwunsch zu Deiner Eröffnung und den Mut für die Selbstständigkeit. Es tut mir leid, dass Du durch die Krankheit erst erkennen konntest was ein gutes Leben für Dich ausmacht. Es klingt aktuell sehr Durchdacht in Hinblick auf den familiären Zusammenhalt und ahch Deine Motivation finde ich sehr gut.

    Du möchtest nach den Sternen greifen und nennst Jobs und Bezos usw. als Vorbild. Ich empfehle Dir die MCD Aktienanalyse von Aktien mit Kopf anzusehen oder anzuhören. Kennst Du VaPiano? Was glaubst Du ist das Erfolgsgeheimnis hinter VaPiano? Ich kenne mich mit asiatischem Essen nicht sehr gut aus, aber wenn Du weit hinaus willst brauchst Du mehr als die beste Lemon Chicken. Du brauchst ein umfangreiches Konzept.

    Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde Deinen Weg sehr gut.

  30. AvatarIncroyable

    Zuerst möchte ich anmerken, dass ich es unglaublich spannend finde, wofür manche Menschen ihre Zeit aufwenden.

    Einerseits denkt man ja immer wieder an die „Jugend von heute“, die irgendwie, in den Augen von älteren Genrationen, zumindest in der Hinsicht gescheitert ist, dass sie selbst mit einem wahrscheinlich relativ gut angesehenen Studiengang, nichts Besseres zu tun haben, als einen kläglichen Familienbetrieb zu übernehmen und heuchlerische Blogbeiträge zu verfassen, in denen sie vortäuschen, von etwas Ahnung zu haben, für das sie aber im Endeffekt noch nicht mal ansatzweise Verständnis haben, weil es eigentlich einfach nur an ausreichend grauen Zellen mangelt, die jedem sagen würden, was für eine Schnapsidee so etwas doch nur ist.

    Ich finde es unglaublich traurig, wie die deutsche Sprache, die Sprache von geistig anspruchsvoller und weltbewegender Literatur, heute verwendet wird. Zusätzlich möchte ich hier gleich nochmal die Frage in den Raum stellen:

    Ist es wirklich notwendig, mit mehrere Paragraphen zu umreißen, wie es einem gesundheitlich in einer gewissen Zeitspanne ging? Hat jemand darum gebeten und leitet das wirklich zu der Kernaussage beziehungsweise zu dem Sinn der Verfassung dieser wahnsinnig aufschlussreichen Beitrags hin?

    Wenn man sich mal mit der Beantwortung dieser doch so simpel scheinenden Fragestellung beschäftigt, dann kommt man sehr schnell zu dem Schluss, dass es entweder auch eine noch einfachere Antwort auf diese Frage gibt, nämlich schlichtweg „nein!“, oder dass es Menschen gibt, die ihre kostbare Zeit für Tätigkeiten hergeben, bei denen sich ein gesunder Menschenverstand einfach nur vor Schmerzen krümmen würde.

    Um das hier klarzustellen, dies soll sich in keiner Art und Weise persönlich gegen den doch so attraktiv erscheinenden Verfasser des doch fast poetisch wirkenden Textes wenden, aber vielleicht mal als Appel an den Betreiber dieses Blogs oder zumindest dessen geistige Kapazitäten.

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