Leser hat mehrere Fondssparpläne bei der Hanse Merkur Versicherung abgeschlossen. Jetzt weiß er nicht weiter


New York, 30. Dezember 2018

Leser Benjamin hat ein paar Fragen über seine Fondssparpläne.

Heute hat mir Benjamin eine Email geschrieben. Er hat auf meinen Blogeintrag von gestern reagiert. Er stimmte der Veröffentlichung seiner Frage zu. Ich möchte die Community hier fragen, was für Vorschläge sie für ihn hat. Vielen Dank. Ich wünsche allen hier einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Deinen letzten Beitrag, den ich heute gelesen habe, gibt mir Bestätigung. Ich habe gestern Post bekommen von der Hanse Merkur Versicherung. Dort habe ich seit dem 1.1.18 eingezahlt. 2400 Euro. Die Aktien sind runtergegangen (minus 138,95€). Ich musste Abschluss und Vertriebskosten von 430,32 € zahlen und Verwaltungskosten in Höhe von 121,92€ ziehen die mir auch ab. Sowas ist wirklich Abzocke. Ich denke darüber nach das zu kündigen.

Naja, ich erwarte ja noch Post von 3 Vertägen, ähnlicher Natur. Bin da mal auf die Kosten gespannt. Habe mein erstes Jahr mit der Börse und lese leider, dass selbst Bargeld zu Hause lagern, besser gewesen wäre.

Meine Kinder haben die selben Fonds, daher wirds ähnlich aussehen. Nur kommen da auch noch die Gebühren oben drauf. Mein unabhängiger Versicherungsmakler hat für alle 3 Verträge die selben 5 Fonds für uns eingestellt. Er sagt, mehr als 5 ist unübersichtlich. Aber jetzt lese ich mehrfach, das weite Streuung effektiver ist. Ich möchte dir mal meine 5 Fonds benennen. Kannst du mir sagen, ob der Vertreter für mich gut ausgesucht hat? Er sagte, die wären in den letzten 10 bis 15 Jahren die besten gewesen seien.

– Pictet Global Megatrend Selection P
– DWS Top Dividende LD
– DWS Deutschland
– ComStage ETF DAX TR
– Flossbach von Storch SICAV -Mul- triple Oppurtunities R

Dort zahle ich je 20% der 200 Euro monatlich ein.

Ich hoffe, du kannst mir sagen, ob die Wahl wenigstens gut ist, da ja generell das Börsenjahr schlecht war, kann ich als Unerfahrener kaum etwas sagen. Ich denke, ich sollte meine Verträge kündigen und den Verlust hinnehmen und selber anlegen. Das ist wesentlich günstiger. Wobei Abschlusskosten und Vertriebskosten im nächsten Jahr entfallen sollten. Das würde ja bedeuten, dass dann nur noch die Verwaltungskosten bleiben würden. Nur sind die mit 121 Euro recht hoch, denke ich.

Sorry, das ich dir immer so lange Romane schreibe. Aber kürzer gehts nicht.

Wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Das hat er mir dann noch geschrieben… Ich fragte ihn, ob ich seine Frage der Community hier im Blog vorstellen kann:

Meinst du die komplette letzte Nachricht? Ja, das darfst du ruhig machen. Ich bin für Tipps immer offen und sehr dankbar. Mehr erfahrene Menschen bringen in der Regel ja mehr Wissen und Fortschritt.

Ist halt die Frage, kündigen? Oder wäre es dafür eh zu spät? Ich habe von den anderen Verträgen ja noch nichts gehört, aber denke, dass die ebenso teuer und ineffektiv sind. Ich muss jetzt eben abwarten, was da so kommt.

Wenn ich deine Meinung richtig verstehe, würdest du diese Fonds ersetzen.

Ich bin gespannt, was die Community dazu zu sagen hat.
Und evtl. können mir dort auch Leser, weitere ETFs empfehlen.

Wie viele ETFs, Fonds usw hast du? Wie gesagt, mein Berater hat mir nur 5 empfohlen.

Ich glaube, den sollte ich in den Wind schießen. Durch ihn hab ich 3 verschiedene Verträge, aber jeder von denen haben die selben 5 Fonds lol…. hätte ich auch nur einen Vertrag haben können, da alle 3 für die Rente dienen sollen. Wobei 2 davon extra für jedes Kind angelegt wurde. Da gelten wohl noch andere Vorteile. Aber da hab ich noch keine Jahresübersicht erhalten.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Leser hat mehrere Fondssparpläne bei der Hanse Merkur Versicherung abgeschlossen. Jetzt weiß er nicht weiter

  1. Matthias

    Beiße in den sauren Apfel und kündige die ganzen Verträge. Lieber jetzt einmal ärgern als jedes Jahr erneut. In ein paar Jahren kannst du darüber lachen.

    Kaufe einen kostengünstigen globalen ETF von MSCI oder Vanguard.

    Ich habe auch aus meinen früheren Fehlern gelernt. Letztendlich bin ich den ganzen Bankverkäufern („Beratern“) heute dankbar – durch sie bin ich an die Börse gekommen und baue mir jetzt langfristig mein Depot selbst auf.

     

  2. Thomas

    Hi,

    schade um das Geld, welches da in Gebühren und Vertriebskosten abhanden gekommen ist. Aus „Fehlern“ kann man ja lernen. Als Fehler muss man das aber gar nicht bezweifeln. Auch wenn der Start ins Investieren nicht optimal war, es ist besser als nichts zu tun oder eine Lebensversicherung abzuschließen.

     

    Ich würde folgendes Vorschlagen:

    Erstelle Die einen neuen Plan: Nimm dazu das Buch von Albert Warnecke dem Finanzwesir zur Hilfe (oder lies den Blog, oder seine wichtigsten Artikel sind verlinkt auf der Seite 1 seines Blogs https://www.finanzwesir.com/ ) . Dort werden alle wesentlichen Aspekte zur Meinungsbildung behandelt. Nimm dir für diesen Schritt Zeit. Der ist der wesentliche!
    Erstelle ein Giro/Verrechungskonto/Depot bei einer guten und günstigen Direktbank.
    Übertrage kostenlos alle Fonts aus deinem alten Depot auf das neue
    Verkaufe Deine alten Fonts und kaufe die neuen passenden ETFs mit ausreichender Diversifikation und Top Kostenstruktur. Meist reichen 2 ETFs. Um gut diversifiziert zu sein braucht es nicht viele Fonts. Die Diversifikation ist bereits in den Fonts enthalten.
    Bespare deine Fonts in Sparplänen
    1x / Jahr Rebalancing

     

  3. Sylvester ist bald :O

    Bei den Renten verträgen versichert man eine sichere Ablauf Leistung plus Überschüsse. Also mit dem kann man im Alter rechnen. Bei der Börse ist das nicht so.

    Viele Leute sind später froh um eine sichere Rente. Ich bin mir nicht sicher ob die Beiträge zum versicherung und Banken bashing 😀 so gut sind indirekt den einen oder anderen Leser zum kündigen anregen.

    Die Kosten einer Versicherung oder auch bei einem Aktien Kauf können leicht nachgelesen werden. Der mündige sparer kann und sollte sich selbst schlau machen und gewisse Dinge hinterfragen was für einen das richtige ist .

    Die Mischung macht es wie immer. Guten Rutsch allen

     

  4. Katrin

    @Benjamin

    Ich habe vor zwei Tagen mit einer Freundin zusammen gesessen, die vom Ergebnis ein sehr ähnliches Problem wie Du hatte. Sie war auch erst seit Februar 2018 dabei, so dass ein Ende mit Schrecken aus meiner Sicht definitiv besser war als ein Schrecken ohne Ende. In den einzelnen Produkten sind ja jeweils auch noch mal Gebühren und ggf. Ausgabeaufschläge enthalten, die in der Gebühr des eigentlichen Vertrags gar nicht auftauchen.

    Vor diesem Hintergrund hat sie alle Fonds-Anteile zurückgegeben (bei ihr ein Dachfonds, dessen Struktur mich wirklich umgehauen hat, z.B. parallel drei Produkte auf den S&P500, davon zwei Fonds mit Ausgabeaufschlägen plus ein ETF).

    Da sie gerne möglichst breit und gleichzeitig einfach in börsennotierte Unternehmen investieren möchte, habe ich ihr auch vorgeschlagen entweder in den FTSE All World oder alternativ in die Kombi MSCI World und Emerging Markets zu sparen. Du kannst Dir Regionen natürlich auch einzeln zusammen stellen, das ist von den Gebühren noch etwas günstiger. Ist aber aus meiner Sicht bei noch eher kleinem Depot nicht entscheidend. Wenn Du das willst, kannst Du immer noch weiter aufspreizen, wenn Du Dich selber besser auskennst. Dann kannst Du Deine Sparraten umswitchen, und lässt den/die ganz breiten ETFs einfach weiter liegen.

    Sie hat sich für den FTSE All World entschieden. Ich persönlich finde es einen Vorteil, dass er ausschüttend ist. Es ist für mich völlig unproblematisch, die Dividenden selber wieder anzulegen, so lange ich sie nicht zum Leben brauche. Außerdem sollte dadurch nach meinem Verständnis gegenüber einem thesaurierenden ETF auch die Steuerschuld aufgrund der neuen Vorabpauschale abgegolten sein. (Und @all, nein, ich möchte hier auf KEINEN FALL wieder die Dividenden-Diskussion aufmachen.)

    Viel Erfolg!

    Katrin

  5. Thomas

    @Sylvester ist bald :O 

    Ich bin mir nicht sicher ob die Beiträge zum versicherung und Banken bashing ? so gut sind indirekt den einen oder anderen Leser zum kündigen anregen.

     

    wieso indirekt?

  6. Florian HFlorian H

    @Matthias

    Stimme dir zu, wir alle haben am Anfang Fehler gemacht. Ich kaufte Pro7 nur wegen der Dividendenrendite.

    @Katrin

    Ja mit dem FTSE hat man es relativ entspannt.

    bei Consors werden die Ausschütter automatisch in Thesaurierer geändert. Man kann dem aber problemlos widersprechen. LG

  7. Chris k.

    Oh man, das ist heftig! Da wurdest du mal schön ausgenommen. Einfach ein world etf bei just etf. de suchen und noch ein für emerging markets und möglichst günstig die Ter steht für die jährlichen Kosten, kannst alles auf der Seite nachlesen. Und am besten noch ein paar einzel Aktien wie Berkshire oder Allianz. Und lies dir mal bitte Tim seine Börsen Tipps durch. Und frag nichts, wovon du schon die Antwort kennst. Weil du musst selbst überzeugt sein, ansonsten wirst du in Krisen schwach. Guten Rutsch allen

    Mfg

  8. Christian

    Also die Fonds-Auswahl ist solide und gut. Den Flossbach von Storch habe ich selbst auch, ebenso den Comstage DAX-ETF. Vom DWS Top-Dividende habe ich auch schon oft positives gelesen. Ich denke, du wurdest gut beraten.

    Die Spesen sind aber natürlich horror. Statt der Fonds könntest du neben dem DAX-ETF bei einem günstigen Online-Broker deiner Wahl noch zusätzlich per Sparplan in einen World-ETF investieren. Das ist dann sicherlich deutlich günstiger.

    (Bin wie weiter oben bereits verlinkt ebenfalls seit 2005 bei der comdirect und sehr zufrieden. Das kostenlose Girokonto samt Visa, Depot und Tagesgeld bietet außerdem weltweit kostenloses Bargeld und Apple Pay)

    Alles Gute und einen gesunden Start ins neue Jahr. Nicht ärgern… 🙂

  9. Florian HFlorian H

    @ Chris K: Dir auch.

    @Christian: Schlecht sind die auch nicht, aber halt die übertriebenen Gebühren. Die Gebühren fressen die Performance auf.

  10. Ingo von Zweydorff

    Hallo,

    die Fonds sind nicht schlecht, aber wie schon bemerkt, sind die Gebühren eine Katastrophe. Richte dir ein Depotkonto ein und übertrage die Fondsanteile. Schaue vorher ob die Fonds sparplanfähig bei der Depotbank sind . Dann kannst du sie kostengünstig weiter besparen. In 10 Jahren sieht die Welt dann ganz anders aus.

    L.G. Ingo

  11. Mattoc

    Bei der Comdirect ist mir vor 2 Jahren das passiert, als ich in mein Konto/Depot schauen wollte:

    https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/wirtschaft/daten-panne-bei-der-comdirect-geld-konnte-verschoben-werden-id14306781.html

    Da habe ich mich erschrocken, als ich das Konto einer anderen Person angezeigt bekam. Das war ein schlimmes Gefühl, wenn plötzlich Konto und Depot weg sind.

    Ansonsten kann ich aber nur Gutes berichten. Das Problem ist seitdem nicht mehr aufgetreten.

    Der Finanzwesir sammelt auch sämtliche Kauforders, Dividendenzahlungen und Kontoauszüge noch auf Papier habe ich mal gelesen bei ihm. Das mache ich „leider“ auch. Aber wenn die IT aus Versehen dein Depot vernichtet, ist nichts mehr zu machen.

  12. Obama

    Ich hatte ähnliches erlebt. Hatte irgendwann alle meine Fondsparpläne gekündigt, darunter auch einen Rentenfondsparen….

    Das Geld habe ich in Dividendenaristokraten angelegt und seitdem mein Geld per Aktiensparen bzw. Einzelkäufe investiert.
    Seitdem läuft es bei mir „Aktientechnisch“ gut. Bin momentan immer noch im Plus und die Dividendensumme pro Jahr beträgt dieses Jahr knapp 3000€. Der Schneeball rollt.
    Dabei habe ich Titel wie z. B. 3M; P&G; Coca Cola; J&J; Unilever; SAP; Beiersdorfer; McDonalds; Appel; Microsoft………………… im Depot.
    Daher kann ich Dir aus meiner persönlichen Erfahrung zu einem Komplettverkauf raten und dann zu einer Investition in Einzeltitel.
    Damit bin ich bisher am besten gefahren.

    Wünsche allen einen guten Rutsch und ein gesundes, zufriedenes, erfolgreiches….(Aktien)Jahr 2019.

    @Tim: Danke für die vielen tollen Artikel. Mache bitte weiter so.

     

  13. Nobbi

    @ Sammy dein Gehalt muss ja fürstlich sein, wenn du mit Sparquote jenseits der 70 % noch immer ordentlivh auf die Kacke haust.

  14. Daniel

    Zumindest einige Fonds sind in der Vergangenheit nicht schlecht gelaufen, es gibt also Schlimmeres. Ich würde den ganzen Krempel dennoch nicht weiterbesparen, denn selbst das, was gut gelaufen ist hätte auch mit günstigen ETF abgebildet werden können. Außerdem ist mit diesen beiden Fonds:

    – DWS Deutschland
    – ComStage ETF DAX TR

    eine massive Übergewichtung von Deutschland vorhanden. Zudem durch den DAX konzentriert auf (viel) zu wenige Einzelwerte. Bedenke bitte dass du mit Rentenansprüchen, mögliche VL, bAV, Riester, Einkommen, Immobilien usw. bereits heutzutage eine starke Übergewichtung an Vermögenswerten hast. Ich würde ehrlich gesagt gar nichts bewusst auf Deutschland lenken.

    Aus der Hüfte geschossen würden mir ein paar Szenarien einfallen die mir besser gefallen würden:

    -ComStage Vermögensstrategie UCITS ETF (Aktien/Anleihen/Rohstoffe)
    -Arero Fonds (ähnlich, auch Aktien/Anleihen/Rohstoffe)
    – Vanguard All Country + Tagesgeld (je nach Risikotoleranz)
    – MSCI World + EM + Tagesgeld
    – FTSE Dev. World + EM + Tagesgeld

    Jedenfalls kommt mir das ganze zu teuer und zu konzentriert vor. Rohstoffe im Eigenbau würde ich nur bei größeren Depots beimischen, daher keep it simple.

    Hast Du Anspruch auf VL? Bitte ausnutzen wenn verfügbar

     

    @Sylvester ist bald :O: Müsste es nicht Silvester heißen 😉 ?

  15. Christian Wimmer

    Finanzmakler… aktive Fonds.. und dann noch ne Versicherung drum rum. Liest man sich den Krams denn nicht durch bevor man da sein Geld verbrennt?

    Ich würde sagen: Ende mit Schrecken. Alles kündigen/verkaufen und selber machen. Eigenes Depot mit kostengünstigen ETFs und fertig. Der Vanguard FTSE All World wurde ja schon genannt.

  16. egghead

    Abschluss- und Vermittlungskosten?  Handelt es sich um eine private Rentenversicherung auf Fondsbasis ?! Da wird auf mehreren Ebenen dauerhaft und vorneweg abkassiert…es dauert selbst bei guter Börse Jahre bis die Verträge ins Plus laufen.

  17. Bruno

    Es ist halt leider schon so, dass die allermeisten Berater in die eigene (oder dort wo sie angestellt sind) Tasche wirtschaften. Am besten ist schon, wenn man sich selbst informiert, auch wenn das aufwendiger sein kann als man zuerst denkt, um sich in die Materie einzuarbeiten. Wer das nicht will oder schafft, sollte sich wenigstens einen unabhängigen Berater holen, der transparent seine Leistung ausweist (einmalig), das finde ich fair.

    Insbesondere der Umstand, dass auch nach Abschluss weitere Gebühren anfallen, würde ich auch in den sauren Apfel beissen. Ein Vanguard-ETF oder ähnlich günstiger ETF ist sicherlich optimal. Man darf aber auch nicht alle Anlagefonds in einen Topf werfen, es gibt schon seltene Ausnahmen, ich habe z.B. vor 25 Jahren in einen passiven Indexfonds investiert mit 1% Ausgabeaufschlag (einmalig), danach keine Kosten mehr, das war aber nur möglich mit einer Mindestanlagesumme. Über 10+ Jahre fährt man sogar noch günstiger als der günstigste Vanguard. Aber sowas ist nur für eine Einmalanlage geeignet und nicht als Sparplan.

    Für Sparpläne sind wirklich nur günstige ETF’s oder Aktien geeignet.

    Ich hoffe diese Verträge haben nicht noch eine Ausstiegsklausel oder Gebühr, bei solchen Konstrukten muss man mit dem Schlimmsten rechnen. Daher kann man keine abschliessende Empfehlung geben, aber sicherlich sollten solche Beispiele auch als Lehrbeispiele für Neueinsteiger gelten. Das Problem ist wohl, dass diese erst hier oder anderswo lesen, wenn es bereits zu spät ist.

    Dann bleibt die Frage, gibt es eigentlich noch einen Grund, in einen aktiven Anlagefonds zu investieren? z.B. weil dieser die letzten 10 oder 15 Jahre den Index outperformed hat? Ich meinte nein, erstens hat man keine Garantie, dass der unter Umständen tatsächlich gute und talentierte Manager noch weiter tut, auf der andern Seite gibt es genug Studien, dass auch über einige Jahre gute Fonds plötzlich wieder schlechter liefen. Dito mit speziellen Anlagestilen, einmal gewinnt Growth, dann wieder Value, dann Themenfonds, dann laufen Small/Midcaps besser dann wieder Bluechips. Entweder man beschäftigt sich selbst regelmässig und intensiv damit, oder man geht in einen sehr breiten passiven und weltweiten ETF. Ein DAX oder SMI ETF ist da weniger geeignet, das sind ja dann auch nur 30 resp. 20 Titel drin, beim SMI dann z.B. zusätzlich 3 Werte 61.5% Marktkapitalisierung. Sowas ist nicht sauber diviersifiziert, wenn man dann noch weiss dass 2 der Titel in derselben Branche sind.

    ok und nun zum Thema Dividenden 😀

    Ich wünsche allen einen schönen Silvester und ein  gesundes, zufriedenes und gewinnbringendes 2019!

  18. Jens

    Hallo Benjamin,

    Den Tipp mit Finanzwesir und die Seite von Test.de kann ich dir geben.

    Ein ETF auf den MSCI World ist für die meisten Anleger die beste Entscheidung, auch dass kannst du beim Finanzwesir graphisch sehr schön nachvollziehen.

    Du kannst dir aber auch das Pantoffel-Depot von Stiftungwarentest auf Test.de anschauen. Auch sehr gut erklärt.

    Auf der Seite FMH.de gibt es Tools um die Rendite der Versicherung zu berechnen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg.

    Viele Grüße

    Jens

  19. Gainde

    Investiert in Nachwuchs als Vorsorge:

    Ist sicherer als eine staatliche Rente oder einen Arbeitsplatz. Seit Jahrtaustausenden und immer noch weltweit in vielen Ländern bewährt 😉

  20. Bruno

    @Gainde

    Ja, aber nicht unter dem Motiv Vorsorge, sonst kommt es nicht gut raus, Kinder kosten erstmal nicht wenig, und gerade wenn ich sehe dass z.B. Hartzer Eltern 3,4,5 Kinder zeugen, finde ich das schon ziemlich unverantwortlich.

    und wenn Du Pech hast:

    https://www.stern.de/wirtschaft/geld/mit-50-jahren-wieder-im-kinderzimmer—-was-ist-da-schief-gelaufen–8492020.html

    Und kommt dazu, ich möchte sicher nie auf Kosten der Kinder leben, aber auch nicht auf Kosten des Staates oder einer staatlichen Rente, ich möchte schon (das Mindeste) dass ich mich selbst durchbringe und hoffentlich noch möglichst viel zurücklasse.

    Um klarzustellen, ich bin nicht gegen Kinder, im Gegenteil, aber man sollte sich schon überlegen bevor man sie zeugt wie man sie dann auch gut durchbringt. Ich weiss ich mache mich damit nicht beliebt jetzt kommen dann Kinder sind eine Frage des Herzens und nicht des Geldes, ich sage jein, es hängt zusammen, aber auch da hat jeder eine eigene Meinung.

  21. Bruno

    Ich bin ja fasziniert von der wirtschaftlichen Entwicklung von China, aber deren Speiseplan ist schon eine verrückte Sache:

    https://www.youtube.com/watch?v=DmrtJzOI3g8

    Falls jemand noch ein Silvestermenü plant 😀

    Für mich gilt je länger je mehr, noch mehr pflanzlich mich zu ernähren, 100% vegan schaffe ich noch nicht aber es wird immer einfacher.

  22. Dirk Hoffmann

    Guten Morgen an alle.

    Ich habe das so ähnlich gehabt. Allerdings mit einer Riesterrente und mit einer Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Die Kosten sind / waren enorm. Ich habe aufgehört einzuzahlen und die Verträge beitragsfrei gestellt. Ich muss zwar lange warten bis zur Auszahlung, das muss ich an der Börse auch.  Warten, Geduld.

    Also warum kann das nicht auch der Leser machen??? Da sichert er sich doch ein Teil des Geldes. Kündigung ist immer schnell geschrieben, könnte ein Fehler sein

    Beste Grüße aus Oranienburg

  23. GertGert

    @Sylvester ist bald :O

    Du meinst also, dass es eine gute Sache ist, eine Abschlussgebühr (im genannten Beispiel) von ca. 10 % und eine jährliche Verwaltungsgebühr von ca. 5 % zu zahlen. Welche Rendite für meine spätere „sichere“ Rente erziele ich den durchschnittlich, wenn ich davon 5 % ProzentPUNKTE abgeben muss? Null oder noch weniger?
    Entschuldigung, aber jemand, der so einen Blödsinn verzapft, hat entweder gar keine Ahnung, ist selber in der Finanzbranche unterwegs oder beides.

    Hier wird gezielt die Unwissenheit der Leute ausgenutzt. Klar hätten die das alles vorher nachlesen können und sogar müssen, aber muss man die deshalb derart über den Tisch ziehen?

    Was spricht gegen den Vanguard Fonds mit jährlichen Kosten von 0,25 % und keiner Verkaufsprovision? Doch höchstens, dass du dir nichts aus dem Kuchen schneiden kannst.

  24. Gainde

    Was lernt man daraus: Der Bankberater ist die grösste Gefahr für das Kapital.

     

    Ist interessant, wenn man den Banken/Versicherungen erklärt, dass man selbst mittels ETF vorsorgt, was da für Antworten kommen. In der Schweiz dürfen Vorsorge-Produkte gesetzlich max. 50% Aktienanteil haben – was für ein Verlust!

     

    „Die Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge schreibt für die Anlageklassen Kategoriebegrenzungen vor. So dürfen theoretisch nur maximal 50 Prozent der Gelder von Vorsorgefonds in Aktien angelegt werden. In der Praxis können die Vorsorgefonds aber unter bestimmten Auflagen auch einen höheren Aktienanteil aufweisen. Viele Vorsorgefonds halten dennoch nach wie vor nur rund maximal die Hälfte des Kapitals in Aktien.“

    https://blog.tagesanzeiger.ch/geldblog/index.php/68729/vorsorgesparen-mit-80-prozent-aktienanteil/

  25. June

    Guten Morgen lieber Benjamin,

    in deinem Schreiben an Tim sind mir gleich mehrere Punkte aufgefallen in denen du dir noch unsicher bist. Ich verusche der Reihe nach darauf einzugehen

    Die Aktien sind runtergegangen (minus 138,95€). Ich musste Abschluss und Vertriebskosten von 430,32 € zahlen und Verwaltungskosten in Höhe von 121,92€ ziehen die mir auch ab.“

    Die Aktien haben einen anderen Verlauf genommen, als du am Anfang des Jahres gehofft hats. Du hast Kinder und daher nehme ich an noch einen langen Anlagehorrizont. Die Fonds im Versicherungsmantel sollen deiner Altersvorsorge dienen. Daher sind die Kursrückgänge normal und du hast erst einen Verlust in Höhe von 139 €, wenn du sofort verkaufst. Die Vertriebskosten beziehen sich auf deine Versicherung, dieses Geld ist verloren. Es macht nur Sinn, wenn dir die Versicherung sehr wichtig ist. Versichern kostet Rendite, nur wenn du das Risiko selbst trägst, wird dir diese Rendite selbst einen zu gute kommen. Verwaltungskosten hast du auch, wenn du dein eigenes Depot bei einer Direktbank verwaltest, sie nennen sich dann Ordergebühren un du soltest darauf bedacht sein, diese bei 1% der Kaufsumme zu halten.

     

    „Habe mein erstes Jahr mit der Börse und lese leider, dass selbst Bargeld zu Hause lagern, besser gewesen wäre.“

    Sein Geld an der Börse anlegen ist kein kurzfristiger Sparplan, sondern ein Marathon. Erst in 30 Jahren kannst du sehen, was besser gewesen ist. Tims Aussage sitimmt nur für das Jahr 2018 und nur für die USA dort wurde nämlich ein Zins von ca. 1,8% in 2018 gezahlt.

    „Meine Kinder haben die selben Fonds, daher wirds ähnlich aussehen.“

    Grundsätzlich ist es gut Kinder abzusicher, wenn man selbst schon abgesichert ist. Das scheint bei dir aber nicht der Fall zu sein. Ich bin ein großer Fan von „savety first“, wie im Flugzeug immer so schön erklärt, soll man zuerst seine eigene Sauerstoffmaske aufsetzen um dann auch anderen helfen zu können. Deine Sauerstoffmasken ist deine eigene Rente. Bitte kümmere dich zuerst darum. Und sorge für dich  und deine Partnerin vor. Deine Kinder haben selbst genügend Zeit für ihre Rente vorzusorgen. Wenn du später genügen Geld übrig hast kannst du ihnen besser helfen. Viel wichtiger als ein Sparplan ist für kleine Kinder eine Unfallversicherung und eine Risokolebensevrsicherung für beide Elternteile.

     

    „Mein unabhängiger Versicherungsmakler“

    Du zahlst Vertriebskosten an die Versicherung, war dein Versicherungsmarkler wirklich unabhängig? Normal zahlt man unabhängige Versicherungsmakler nach Stundensätzen.

     

    „hat für alle 3 Verträge die selben 5 Fonds für uns eingestellt. Er sagt, mehr als 5 ist unübersichtlich. Aber jetzt lese ich mehrfach, das weite Streuung effektiver ist.“

    Nicht die Menge an Fonds oder ETF‘s ist wichtig, sondern die darin enthaltenen Aktien. Ein DAX Fond legt in 30 Aktientitel an. Ein S&P 500 in 500 Aktienwerte und ein ETF der in den MSCI oder FTSE Index investiert in ca. 1600 Aktiengesellschaften an. Daher kommt die breitere Streuung von der hier oft gesprochen wird. Für dich ist es  unerheblich ob du nun in 5 oder 10 Fonds oder ETF‘s sparst. Der Index ist für die Streuung wichtig. Mehrer Fonds erhöhen nur deine Kosten und die, hast du ja selbst festgestellt, reduzieren deinen Gewinn.

     

    „Ich möchte dir mal meine 5 Fonds benennen. 

    – Pictet Global Megatrend Selection P
    – DWS Top Dividende LD
    – DWS Deutschland
    – ComStage ETF DAX TR
    – Flossbach von Storch SICAV -Mul- triple Oppurtunities R“

    Die DWS Fonds sind gut, aber der DAX ist bei dir übergewichtet. Das erhöht dein Risiko. Flosbach und Storch ist auch ein sehr guter Fond, in den haben wir früher selbst eingezahlt und halten ihn immer noch.

    „Das würde ja bedeuten, dass dann nur noch die Verwaltungskosten bleiben würden. Nur sind die mit 121 Euro recht hoch, denke ich.“

    Du kannst deine Verwaltungskosten, wenn du verheiratet bist und du mit deiner Frau gemeinsam veranlagt wirst, auf 33 Euro im Jahr reduzieren, indem du ein gemeinsames Depot bei der DKB eröffnest. Dort gibt es eine Menge kostenloser Sparpläne. Der hier oft empfohlene ETF auf den FTSE Index von Vandergard kostet dort je Ausführung nur 1,50 €. Nimmst du noch einen EM ETF dazu hast du die maximale Aktienstreuung für 33 € im Jahr. Solltest du nicht verheiratet sein oder ihr werdet steuerlich getrennt veranlagt, eröffne bitte 2 getrennte Depots, dann hast du 66 € Kaufkosten.

     

    Mein Rat: Nur wenn du es dir absolut selbst zutraust einen ETF selbst zu Verwalten, dann kündige diese Versicherungen und zwar alle. Eröffne 1 gemeinsames oder 2 getrennte Depots für dich und deine Partnerin. Lege das Geld gebündelt in 2 ETF‘s an. Ihr könnt diese 9600 € pro Jahr später gut gebrauchen und deinen Kindern kannst du später aus deinem Ertrag helfen, wenn es notwendig sein sollte. Überprüfe für deine Kinder die Versicherungen, Unfallversicherung und Risikolebensversicherung für euch Eltern. Trauere dem gezahlen Geld nicht nach, dass ist Lehrgeld das haben wir alle schon bezahlt und bleibe bei deiner neuen schlanken und kostengünstigen Strategie für die nächsten 30 Jahre. Und der wichtigste Tip, arbeite an deinem Finanzwissen.

    Take care,

     

    June

     

  26. Gainde

    Empfehle hier die 1-Fond-Lösung mittels:

    Vanguard FTSE All-World ETF

    oder

    SPDR MSCI ACWI (thesaurierend)

  27. Katrin

    @Florian H.

    Danke für die Info – passt genau. Sie hat das Depot nämlich tatsächlich bei Consors, konnte die Info zu deren Policy für Wiederanlage bei Sparplänen aber neulich auf die Schnelle nicht finden.

     

    @Micha, Bruno

    ;-):-). Ist bis jetzt ja noch gut gegangen, aber auch noch früh am Tag.

  28. Bruno

    @Gainde das mit den 50% ist ein Märchen, insbesondere was die 3. Säule betrifft, dort kann man auch 100% Aktien bekommen heutzutage, z.B. über VIAC aber auch viele Banken bieten heute Produkte zumindest mit 75% auf Basis Index-ETF an. Im BVG (Pensionskasse) ist es leider anders, aber da hat man auch kaum Einfluss auf die Anlagepolitik, insbesondere als Angestellter.

  29. Sylvester ist bald :O

    Thomas weil nicht alle Fonds alle Aktien und alle Rentenversicherungen gut oder schlecht sind. Und angenommen hier ist ein Leser bei dem sich „irgendein“ Produkt tatsächlich rentiert, er dies nun aufgrund solcher Blogbeiträge kündigt könnte er ein Problem haben wenn diese Person bspw. im Alter auf das Geld angewiesen ist. /Dass es kostenintensive Produkte gibt wie im Tim genannten Beispiel stehen natürlich außer Frage..hier zu switchen würde ich ebenfalls tun.

    Ich gehe davon aus, dass nicht jeder Leser den gleichen Horizont hat eine gute Anlage zu beurteilen und von einer unrentablen zu unterscheiden. Obgleich es wie in Tim´s Beispiel klar erscheint sich von einem kostenintensiven Produkt zu trennen. Was auch das einzig richtige ist wenn man „versehentlich“ Schrott abgeschlossen hat.

    Irgendwo habe ich eine Statistik die letzten Wochen gelesen, dass der durchschnittliche Privatanleger im Schnitt -4% jährlich einfährt. Angenommen der Durchschnittsanleger treffen die -4%* dann wäre er tatsächlich mit dem Geldhorten auf dem Tagesgeld, Sparbuch oder Rentenversicherung, etc. was es sonst noch alles gibt besser gefahren.

    *Nagelt mich nicht auf die -4% fest. Ich suche die Tage die Statistik heraus und werde diese hier posten.

    Daniel haha 🙂 ja dir ist es aufgefallen. Deswegen hinter Sylvester ist bald das Zeichen „:O“. Dank irgendeinem Papst der heute Namenstag hat heißt der Tag S“i“lvester.

    Gert Du Fuchs. Nein nirgends habe ich das geschrieben. Ich habe nichts schlecht geredet und nichts gut geredet. Wie geschrieben die Mischung macht es und es kommt ganz darauf an was man will. PS: Danke, dass ich entweder blöd bin oder in der Finanzbranche tätig bin oder beides. 

  30. JUn

    Moin moin . Mochte gerne einen ETF Sparplan anlegen. Mein depot broker bietet aber nur von Blackrock diese asettklasse an. Weiß jemand vielleicht, wie diese ETF´s gemanaged werden, Rendite mäßig abschneiden bzw. generieren? Guten Rutsch..

     

  31. RaDo

    Junes Antwort ist fundiert und strukturiert. Super!

    Vor allem den letzten Tipp sollte der Fragesteller unbedingt beherzigen! Seit dem ich mein Finanzwissen stark ausgebaut habe, kann ich mit meinen Portfolio-Entscheidungen sehr gut schlafen. Vorbei sind die Zeiten des Grübelns. Mit genügend Wissen kann man Selbstbewusst Entscheidungen treffen und fühlt sich stolz, selbst das Heft in die Hand zu nehmen und sich nicht fremdbestimmen zu lassen.

    Zum Wissen anlesen empfehle ich das Buch Rich dad, Poor Dad von Robert T. Kiyosaki und den Blog des Finanzwesir. Für die Motivation und Durchhaltewillen natürlich Tim Schäfer. 🙂

    Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

  32. DanielKA

    Bruno du bist auch ein erfolgreicher Unternehmer, da muss man schon unterscheiden. Als Normalo Angestellter = Befehlsempfänger ist das mal nach 30-40 Jahren anders zu sehen. Da ist früher aufhören oft ein Glücksfall, und habe bisher keine Unglücklichen erlebt ( Alterteilzeit, Vorruhestand) die machen privat viel mehr als vorher. meine Schwiegereltern miteingeschlossen. Da sind oft 3-5 Jahre was tolles.

    Hier sind einige ambitionierter, zumindest möchte ich mit Mitte 50 nicht mehr aufs Arbeitseinkommen angewiesen sein, selbst wenn ich weiterarbeiten werde.

  33. Bruno

    @DanielKA Absolut einverstanden, ich empfehle jedem, so rasch es geht und so (finanziell) unabhängig wie möglich zu werden, es verändert den Blickwinkel. Egal ob als Unternehmer oder Angestellter, es verbessert die persönliche Lage, man bekommt Optionen (z.B. auch mal nein zu sagen oder ähnliches). Wir bilden auch junge Leute bei uns aus und denen sage ich immer, trotz bescheidenem Ausbildungslohn, spart doch einen Teil davon, wenn man bereits mit wenig Lohn lernt etwas zu sparen, fällt es später einfacher. Ich finde es auch als Arbeitgeber toll, wenn ich einem Arbeitnehmer entgegentreten darf, der finanziell möglichst unabhängig ist, er sagt mir eher die Wahrheit als jemand, der auf den Job 100% angewiesen ist. Häufig hört man ja das Gegenteil, es gibt diese Leute ganz bestimmt auch, aber eben nicht nur.

    Natürlich kommt es auf die Branche an, aber heute braucht man eigentlich keine Befehlsempfänger mehr, sondern selbständig denkende „Mitunternehmer“, so wünsche ich mir das. Wenn jemand eine Weile sich bei uns ins Zeug legt, bekommt er auch Anteile. Ich finde das sollte noch viel mehr gepflegt werden, das andere Modell ist von letztem Jahrhundert. Ich denke das würde in fast allen Branchen funktionieren, benötigt aber noch einen Generationenwechsel und ein Umdenken.

  34. Katrin

    @Sylvester ist bald

    Mit der Ergänzung stimme ich Dir ausdrücklich zu. Eine „alte“ Kapital-Lebensversicherung mit einem Garantie-Zins von 4 oder 3,5% plus Steuerfreiheit nach 12 Jahren kann z.B. für jemanden, der nicht gesetzlich krankenversichert ist, weiter eine sinnvolle, relativ sichere Anlage sein. Also auf keinen Fall alte Verträge kündigen, ohne sich umfassend zu informieren. Durch das selber informieren und Verantwortung übernehmen muss man durch. Sonst verlässt man sich letztlich auch wieder zu sehr auf Empfehlungen anderer. Also Mut zum Fehler machen und draus lernen :-).

  35. Thorsten

    @Fabian S.

    Wer nicht ? Ich auch. Aber ich habe mich nach jeder Kündigung jedes Mal kurz Sch…gefühlt und dann erleichtert, wenn ich das Kapital auf dem eigenen Depot OHNE zusätzliche zukünftige Abzüge gesehen habe. Die Institute kontern oft mit Briefen, die Drohcharakter haben („sie könnten finanzielle Nachteile haben „) , bieten z.B eine Beleihung des Guthabens an oder setzen entsetzlich lange Ausführungsfristen (1 bis 2 Monate) in der Hoffnung, dass der Vertragsinhaber noch mal zurückzieht.
    Menschen ohne Erfahrung gehen den Verträgen eher auf den Leim. Ich habe Jahre und Jahrzehnte gebraucht, um den Krempel zu kündigen oder ggfls. beitragsfrei zu stellen. Vielleicht ist so ein Vertrag für manche sogar das Richtige, weil sie nie den Level erreichen Vermögen selbst zu verwalten und das Wenige, was reinkommt sonst auf den Putz hauen würden, wer weiß.  Das Selbstbewusstsein wächst mit jedem Börsenmonat. Das Leben in die eigene Hand zu nehmen, das macht leider nicht jeder. Angst und Unsicherheit sind weit verbreitet.

  36. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Dirk Hoffmann

    Ich habe aufgehört einzuzahlen und die Verträge beitragsfrei gestellt. Ich muss zwar lange warten bis zur Auszahlung, das muss ich an der Börse auch. Warten, Geduld.

    Also warum kann das nicht auch der Leser machen??? Da sichert er sich doch ein Teil des Geldes. Kündigung ist immer schnell geschrieben, könnte ein Fehler sein

    Vorsicht, du unterliegst hier einem Denkfehler. Deinem Ego tut es zwar gut, wenn du in ferner Zukunft mit einem Plus aus dem Vertrag kommst. Du verschenkst über die Jahre aber reichlich Geld für das gute Gefühl.

    Den Fonds ist völlig egal, wo dein Einstiegskurs liegt und wann du in den grünen Bereich kommst. Sie sind und bleiben teuer.

    Läßt du das Geld jetzt 15 Jahre liegen, zehren durch Gebühren 2-3%Punkte p.a. an der Rendite. Holst du das Geld dagegen – ohne Strafgebühren – jetzt heraus und legst es kostengünstig in einem ETF an, wird bei 2%Punkten geringerer Gebühren eine wesentlich höhere Endsumme das Ergebnis sein.

    @ June

    Du hast das sehr gut erklärt. Das wird Benjamin eine große Hilfe sein.

  37. Bruno

    @Thorsten In einigen Regionen in der Schweiz wie Zürich, Zug und Teilen Kt. SZ oder NW ist es ähnlich wie in München, Du würdest vielleicht nicht freiwillig dort hinziehen wollen, aber es gibt halt viele, die sind dort aufgewachsen und verwurzelt. Bei uns gibt es viele Junge, die finden keine bezahlbare Wohnung in ihrer Heimat, wo sie aufgewachsen sind und müssen weiter wegziehen, um bezahlbaren Wohnraum zu finden. Schön ist das nicht, aber leider unvermeidlich. Kleine Wohnungen gibt es schon gar nicht, der Standard sind 3.5 oder 4.5 Zi Wohnungen, es wäre eigentlich eine Marktlücke für günstige, einfache und kleine 1-2 Zi Wohnungen für Single-Haushalte oder Paare ohne Kinder aber die Bauherren haben das nicht wirklich erkannt.

    Von daher auch heikel, wenn man allgemein von „Immobilienmarkt“ redet, der ist sehr lokal und ausserordentlich differenziert zu beurteilen.

  38. June

    @RaDo und Freelancer,

    Danke!

    @ Benjamin,

    eine Ergänzung von mir, irgendwie ist der Gedanke der Länge meines Textes zum Opfer gefallen. Ich finde ihn aber sehr wichtig. Wenn du trotzdem der Meinung bist, dass du die Fondsparpläne im Rahmen einer Versicherung benötigst, sei es weil du es dir selbst nicht zutraust dein Vermögen anzulegen oder du zu den Menschen gehörst die ohne Druck von außen nicht sparen können, dann lege die Versicherungen zu einer zusammen, auch das spart Kosten.

    Der Tip, die Versicherungen Beitragsfrei zu stellen, ist nur sinnvoll, wenn Versicherungen bereits lange Zeit gelaufen sind. Bei der kurzen Laufzeit würde dies in Zukunft nur sehr viel Verwaltubgsgebühren für dich bedeuten. In deinem Fall ist die Kündigung, wenn du dich gegen die Fonds entscheidest sinnvoller.

    Take care,

    June

  39. Thomas Wünsche

    @Katrin

    Was hat eine alte Kapitallebensversicherung mit der gesetzlichen Krankenversicherung zu tun? Kann man damit zum Hausarzt gehen?

  40. Katrin

    @Thomas Wünsche

    Privat Krankenversicherte haben bei Auszahlung keine Abzüge für die Krankenversicherung. Kann sich auch für jemanden rechnen, der gesetzlich krankenversichert ist, aber ich würde diesen Punkt bei der Renditebetrachtung berücksichtigen.

  41. Felix

    Wer in der gesetzlichen Krankenkasse ist, muss auf die Ausschüttungen seiner Lebensversicherungen Krankenkassenbeiträge abführen. Auf jeden ausbezahlten Euro lauern die Sozial- und Steuergeier um ein Stück abzubekommen.

  42. Thomas Wünsche

    Danke für Infos. Aber eine Risiko-LV macht doch von Grund auf eher Sinn, da Geldanlage und Versicherung getrennt ist. Zudem ist eine Risiko-LV preiswerter.

    Guten Rutsch Euch allen!

  43. Katrin

    @Thomas Wünsche

    Das sehe ich grundsätzlich ganz genau so wie Du. Aber wenn jemand – so wie z.B. mein Mann – Anfang der 90er Jahre eine Kapitallebensversicherung unter o.g. Rahmenbedingungen auf 30 Jahre abgeschlossen hat, und jetzt gesagt bekommt oder missversteht, dass Anlagen in Versicherungen immer schlecht sein müssen und sofort gekündigt werden sollten, macht er wahrscheinlich einen großen Fehler. So verstehe ich die Einschränkung von @Sylvester und das wollte ich noch mal bestätigen, weil ich im Fall von @Benjamin auch zur sofortigen Kündigung mit Verlust raten würde.

    @All

    Auch ich wünsche einen guten Rutsch!

  44. Thomas Wünsche

    Nochmals Danke. Was ich auch als Diskussion interessant finden würde ist die Geschichte privat oder freiwillig gesetzlich versichert als Selbstständiger. Ab 2019 sinken die Beiträge bei freiwillig gesetzlich Versicherter, wer relativ wenig Gewinn hat. Kennt sich da jemand aus? Danke

     

  45. Thorsten

    Das Thema Krankenversicherung könnte noch kontroverser ausfallen als Dividenden oder Wohneigentum. ..

     

  46. Gainde

    @ Thorsten

    Da hätte ich noch weitere spannende Themen, um die Tasten warm zu halten: Geschlossene Immobilienfonds, Krypto-„Investionen“, P2P-Lending, Online-Crowdfunding, Passives Einkommen, Madagassische Hochzinsanleihen, 3D-Druckeraktien, Globale Wasserfonds, Alternde Gesellschaft-Fonds, Chinesische Hochprovinz-Immobilienfonds, 30-jährige Eurobonds usw. 🙂

  47. KievKiev

    @ Gainde

    Hiermit hast Du jetzt mein Interesse geweckt:

    Chinesische Hochprovinz-Immobilienfonds

    Wie viele Dividenden oder Zinsen gibt es hier? Ich habe kein Problem mit Nachrangdarlehen. Hauptsache die Rendite stimmt. Stehen die Wohnungen leer? Ich möchte nicht, dass meine Investments verschlissen werden 🙂

    Da muss ich schnell ein paar Millionen ukrainische und italienische Bankenbeteiligungen abstoßen. Dann kann ich dort investieren. Es klingt etwas seriöser. Ich möchte ab nächsten Jahr in seriösere Qualitätsaktien investieren.

  48. Thorsten

    @Gainde Mehr davon ! Vielleicht ein geschlossener Fonds für eine Trüffelschweinfarm auf Helgoland oder Risikokapital zur Entwicklung von Teslatürmen zur kostenfreien Energiegewinnng aus dem Äther.

  49. Florian HFlorian H

    @Katrin

    Extra-funds.de: „Ein weiterer Vorteil für Anleger: Bei ausschüttenden Sparplan-ETFs werden gezahlte Ausschüttungen automatisch wieder angelegt (reinvestiert). Diese automatische Reinvestition erfolgt zum Standardgebührenmodell. Auf Wunsch kann diese Funktion auch deaktiviert werden.“

    Auf der Consors Seite finde ich diesbezüglich auch nichts.

  50. KievKiev

    Florian H

    Ist bei Consors der Standard bei einem Sparplan. Bei einmaligem Kauf jedoch nicht! Kannst Du aber je nach Gusto ändern. Musst denen eine email schicken.

  51. Florian HFlorian H

    @Kiev

    Okay Danke, dass mit dem Einmalkauf wusste ich nicht. Ich lasse meinen ETF Sparplan auf Thesaurierend laufen.

  52. KievKiev

    Florian H

    Das mache ich auch. Ich habe nicht viel Geld in dem ETF. Die Ausschüttung sind so klein, da können sie gleich wieder reinvestiert werden. In dem Monat gibt es ein Stück mehr fürs Geld.

  53. Dominik

    @florian/Katrin:

     

    ihr sucht AGB S.39

    Ausschüttung/Thesaurierung Soweit die Finanzinstrumente ausschütten, werden die Ausschüttungen automatisch in Anteilen des ausschüttenden bzw. thesaurierenden Finanzinstruments wieder angelegt. Auch bei ruhenden, gestoppten Ansparplänen sowie Auszahlplänen in Fonds erfolgt die Wiederanlage der Ausschüttung durch Kauf von neuen Anteilen über die emittierende Kapitalanlagegesellschaft. 

    Da habe ich mich dieses Jahr drüber geärgert, weil mir diese automatische Wiederannäherung nicht bewusst war (mein sparplan war schon lange beendet und der etf vorher ausschüttend). Deswegen erinnere ich mich auch an die Stelle der AGBs, weil ich damals nachgeschaut hatte.

  54. Katrin

    @Dominik

    Danke! Das geb ich meiner Freundin noch mal weiter. Ich bin selber bei der ING-Diba, die ab 75 EUR Ausschüttung automatisch wieder anlegt, und habe das auch explizit rausnehmen lassen, weil ich etwas anders vorgehe. Für sie finde ich es aber im ersten Schritt tatsächlich deutlich komfortabler, wenn’s auch bei kleinen Beträgen eine automatische Wiederanlage gibt.

  55. Daniel

    Für sie finde ich es aber im ersten Schritt tatsächlich deutlich komfortabler, wenn’s auch bei kleinen Beträgen eine automatische Wiederanlage gibt.

    Ist das denn mit zusätzlichen Kaufgebühren verbunden oder gibts das inklusive? Wenn nein, würde ich das widerrufen, denn vermutlich sind die Kaufgebühren dann überproportional teuer. Da ist es wahrscheinlich günstiger sich einen jährlichen Termin im Kalender einzutragen und z.B. immer im Januar alle Ausschüttungen selbst manuell zu investieren.

  56. June

    @Thorsten,

    ich investiere sofort und ohne Prüfung in die Trüffelschweinfarm. Ist die Ernte von schwarzem oder weißem Trüffel angedacht? Weißer schmeckt besser, da würde ich einen Tick mehr investieren.

    Kaviar Farmen in Afrika würde ich aber bevorzugen. Kennst du einen Anbieter?

    Spaß beiseite.

    Mein Jahresabschluß ist gerade fertig geworden. Und ich habe wieder gelernt, dass man sich nicht auf sein Bauchgefühl verlassen kann.

    Die Ziele in 2018 waren. In Urlaub fahren, die Reste von nun 3 kleine Baukredite zurückzahlen und Rücklagen für meine vermieteten Wohnungen ansparen. Leider habe ich nicht alle Ziele erreicht. Wir waren in Urlaub, der war super schön, mein Budget habe ich aber überschritten. Von den 3 kleinen Baukrediten habe ich 2 getilgt und einen zur Hälfte abbezahlt. Die Rücklagen für die Wohnung sind angespart. Meine Zielerreichung hier liegt also bei ca. 80 %.

    Die Sparquote wollte ich halten, dafür aber trozdem in Urlaub fahren. Klingt zuerst wiedersprüchlich. Da es eine indirekte Erhöhung der Sparquote bedeutet. Das ganze Jahr über hatte ich dieses blöde Gefühl das nie und nimmer zu schaffen. Jetzt habe ich es aber schwarz auf weiß, ich habe meine Sparquote von privaten Einnahmen, ohne Investitionen, um 7 % gesteigert. Es hat mich jetzt 4 Stunden gekostet den Fehler in meiner Exceltabelle zu finden. Aber es gibt keinen. Also ihr Lieben rechnet bitte, verlasst euch nicht auf euer Baugefühl.

    Insgesamt konnte ich mein Vermögen um 12,3 % steigern letzte Jahr waren es 7,7 %. Damit bin ich mehr als zufrieden. Das Jahresziel ist immer 5 %.

    Überschritten habe ich meine Budgets für: Autoreparaturen, Brille, Arzt und Apotheke, Anschaffungen, Urlaub und sonstiges. Unterschritten habe ich die Budgets für: Bargeld, Unterhaltung, Benzin, Kleider und Geschenke. Insgesamt habe ich eine Überschreitung von fast 1000 € aufs Jahr gesehen. Diese Mehrkosten sind insbesondere aus der Brillenanschaffung, dem Malheur mit meinem iPad und dem etwas teureren Urlaub entstanden.

    Um es kurz zu machen, ich bin sehr zufrieden.

    Ziele für 2019. Die Steuererklärung früher vorbereiten. Den kleinen Baukredit endgültig tilgen. Weitere Rücklagen, 2. Teil und letzter Teil,  für meine vermieteten Wohnungen ansparen. Eine Reise nach London und eine Reise in Deutschland um unsere klassischen Städte zu entdecken. Weimar, Eisenach u.a. in der Gegend. Perönlichen Stress abbauen. Und vielleicht einen neuen Laptop kaufen, das alte macht mir Kummer.

    @DanielKA,

    du hast die Tage eine Anmerkung zur Sparquote gehabt, dass Tim immer meint, die Sparquote wäre so überaus wichtig. Das kann ich für den Anfang der Investitionen auch uneingeschränkt bestätigen. Hier ist eine Sparquote von mehr als 50 % die Garantie schnell viel Vermögen aufbauen zu können. Der Vergleich mit sich selbst zu den Vorjahren ist auch sehr nützlich und hilfreich. Mir bringt das sehr viel und es macht mir Spaß jedes Jahr die Steigerungen zu sehen oder zu schauen, was ich hätte besser machen können. Bei einem fortgeschrittenen Anleger tritt die Sparquote mehr in den Hintergrund, da die volatilität des Marktes die monatliche Sparquote mal eben als Appetithäppchen zum Frühstück verspeisen kann. Und du weißt nie in welcher der vielen Investitionsphase sich diejenigen befinden mit denen man sich gerade vergleicht.

    Ein weiterer Punkt warum Sparquote vergleichen wenig bringt ist das Einkommen. Jemand der ein geringes Einkommen hat, für den können schon 20% sehr, sehr viel Geld sein. Ein anderer mit sehr hohem Gehalt und ohne Kinder kann trotzdem im Luxus schwelgen und eine Sparquote von 70% locker schaffen. Ich bin der Auffassung nur der Vergleich mit sich selbst ist wichtig.

    Wenn Kiev oder Freelancer über ihre Finanzen schreiben, denke ich oft oh man, was der Mann alles so locker schafft. Umgekehrt denken die beiden warscheinlich das selbe von mir. Der wichtigste Punkt dabei ist aber, wir haben völlig verschiedene Voraussetzungen und können uns daher nicht vergleichen. Wir können uns nur motivieren.

    Guten Rutsch ins neue Jahr.

    Take care,

    June

     

  57. -M

    @ Freelancer (oft topic)

    Habe mir mal den Spass gemacht heute um zu sehen wieviel Rendite meine investments bringen 🙂

    Also meine Firmenanteile haben 38% der Gewinne ausgeschüttet an mich und insgesamt wurde mein eingezahltes Kapital mit ca 8% verzinst, also ca. KGV 12,5. Damit kann ich gut leben. Rechne ich da noch gewinnsteigerungen rein, dann verringert sich mein KGV von nun an von Jahr zu Jahr…ein schönes Gefühl, dass Geld in guten Händen zu wissen (Qualitätsunternehmen) da sind die börsenkurse wohl wirklich total egal, so lange das Depot knapp 8% Gewinne bringt und diese sich irgendwann im Kurs auch bemerkbar machen werden.

    -M

  58. Thorsten

    Sie machen ein Zusatzgeschäft damit, weil die später erfolgte Ausschüttung schon strategisch bei niedrigeren Kursen im Vorfeld kaufen. Das Kaufdatum bei Sparplänen ist Makulatur. Anhand der voraussichtlichen Umsätze wird entweder billiger aus eigenen Beständen oder teurer vom Markt gekauft. Eigentlich ist die Sparplangeschichte Betrug, dennoch legal wenn der Abrechnungskurs dem MarktKurs entspricht. Die Gesellschaften können bestens spekulieren, denn die Sparplankunden stehen als feste Käufer zu jedem Kurs zu festgelegten Terminen und Volumina bereit. Was da gekündigt oder betraglich geändert wird, wird mit Sicherheitsfaktor eingepreist. Diese Sparplanpools dürften für die Banken ähnlich lukrativ sein wie Konsumentendarlehen

  59. Benjamin

    Hallo liebe Leser und Verfasser dieser tollen Tipps.
    Ich bin der unglückseelige Sparer, der oben genannt wurde. Vielen Dank an Tim, der es hier veröffentlicht hat und vielen lieben Dank an euch alle, die mir hier mit Rat zur Seite stehen!

    Um meine Situation zu verstehen muss ich jetzt leider einen riesen Beitrag schreiben. Ich sage dann auch, was für Verträge ich noch hier habe.

    Als ich anfing zu sparen, habe ich damals einen normalen Riestervertrag bei der Sparkasse eröffnet. Einen für meine Frau und einen für mich. Dann erfuhren wir von Wohnriester, da wir uns ein Haus irgendwann kaufen wollten. Also haben wir gewechselt, da es dort mehr Vorteile für uns gab. Natürlich hat das gekostet und wir fuhren die ersten Verluste ein.

    Wir schlossen damals bei der LBS den Wohnriester ab. Wir mussten aber jeder einen Wohnriester abschließen und einen zusätzlichen Vertrag, da ja 2
    80 000er wohl nicht reichen würden und sollten dann einen 100 000er noch abschließen. Alles gemacht und getan. Die Kosten der Verträge beliefen sich bei 1% pro Vertrag. Mächtig Asche in meinen Augen. Aber was tut man nicht alles für die Zukunft.

    Wir lernten auf einer Babymesse einen unabhängigen Versicherungsvertreter kennen. Er zeigte uns einen Bericht, dass man bei der LBS Wohnriester alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen, sobald wir das Haus abbezahlt haben oder natürlich förderschädigend das Geld rausnehmen bzw. kündigen. Daraufhin haben wir die LBS zur Rede gestellt. Das bestätigten die uns auch, aber sagten, dass es ja nur dafür da ist, damit man schneller an ein Eigentum kommt und günstigere Zinsen beim Kredit ermöglicht und es uns aber erklärt wurde. Das stimmte aber nicht.
    Davon war niemals die Rede, alles wieder zurückzuzahlen.

    Daraufhin änderten wir die Wohnriester und übertrugen Vorteile und Einzahlungen in zwei neue Riesterverträge. Wieder kamen durch die Kündigung UND natürlich für neu gemachte Verträge Kosten auf uns zu. Das ist uns aber natürlich Bewusst gewesen.

    Generell wissen wir, das es für jeden Vertrag Kosten gibt auch für Kündigungen. Nur das die Kosten so hoch sind und auch noch die Verwaltungskosten daraufkommen und so hoch sind und wohl flexibel sind, war uns nicht bewusst. Wer weiß, wie hoch die nächstes Jahr werden.

    Nun zu den Riesterverträgen.
    Die heißen: Von der Barmenia Lebensversicherung AG
    Barmenia PrivatRente Index
    Die Kinderzulagen sind ja super, und da es auch noch Indexpartizipation enthält gibt es gute Zinsen. Zumindest die Möglichkeit dazu. Garantiert ist das aber auch nicht.
    Kinderzulage pro Kind 300€ und für den Versicherungsnehmer 154€ im Jahr plus erwirtschaftete Zinsen plus Steuervorteile. Hier besparen wir jeweils 163 Euro im Monat, um die Steuervorteile zu maximieren. Hier können wir auswählen zwischen deutscher Aktienindex und europäischer Aktienindex oder eine Mischung daraus.
    Gut ist darin noch: ich darf das Geld auch für eine Immobile, die wir selber nutzen entnehmen und das für nur 100€ Abzug. Also sehr flexibel.
    Soweit zu den Riesterverträgen.

    Dann haben wir jetzt noch den oben aufgeführten Vario Care Invest von der Hanse Merkur Lebensversicherung AG.
    Das ist eine Fondsgebundene Rentenversicherung nach Tarif R der Tarifgeneration 2017nM
    200 Euro im Monat. Keine Infos wie hoch die Gebühren sind

    Dann haben wir für beide Kinder bei der selben (Hanse Merkur) Versicherung.
    Fondsgebundene Rentenversicherung Vario Care Invest. 50 Euro je Kind besparen wir. Gut fand ich hier dass durch den zinseszinseffekt, die Kinder am Ende Millionäre werden könnten. Da ja ewig drin bespart wird und das für nur 50 Euro im Monat. Kosten waren bis dato:
    Abschluss und Vertriebskosten
    149,70€ und 144,00€
    Verwaltungskosten
    42,72€ und 42,00€
    Naja die Differenz zwischen den Beiden, verstehe ich nicht, da beide zur selben Zeit abgeschlossen wurden. Naja wie es nächstes Jahr aussieht wird sich zeigen.

    Dann haben wir noch von der Barmenia ebenfalls eine PrivatRente Index.
    Hier fand ich die Sicherheit sehr hoch. Mein Vertreter erklärte, dass jedes Jahr das Geld, das eingezahlt wird, und die erwirtschafteten Erträge eingetütet werden und mir garantiert wird, das auch zu erhalten. Nachteil: Zinseszins greift nicht, da ich jedes Jahr neu anfange zu sparen und das wieder eingetütet wird.
    Kosten sind enorm. Laut Vertrag
    In den ersten 60 Monaten verteilt werden insgesamt 2150 Euro abgezogen
    Hinzu kommen 205,20 Jährlich hinzu (Verwaltungskosten usw)
    Dann 18 cent je 100 Euro Deckungskapital. Zahle ich extra hinzu, dann 5 Euro je 100 Euro. Gehe ich in Rente ziehen die mir 2 Euro je 100 Euro Deckungskapital ab. Diese Kosten werden mit den Überschussanteilen direkt verrechnet. Da muss ich zu meiner Schande sagen, dass ich diese Zeilen völlig überlesen habe.

    Zu guter Letzt, habe ich nen kleinen 5 000er Bausparer, den meine Frau von ihrem Papa bekommen hat. Da packen wir 85 Euro rein (max), bis der voll ist. Die Zinsen sind dort noch recht gut.

    Im generellen bei allen Verträgen: erhöhe ich die Beiträge, umso mehr Kosten kommen auf mich zu. Das finde ich schon echt krass.

    Desweiteren stört mich, dass der Ausschüttungscap jedes Jahr geändert wird, so wie die es wollen. 2018 lag es bei den Verträgen bei etwas über 3%. Mir wurde gesagt dass es da Ausschüttungsgrenzen gibt, aber die sollten 2 stellig sein. Da sich meine Einstellung geändert hat, finde ich es nicht genug und wenn ich selber anlege, ist da wesentlich mehr drin, denke ich.

    Ich muss auch sagen, dass ich Anfangs mein Geld nur sicher anlegen wollte und mit unsicheren Aktien nicht zu tun haben wollte. Ich wollte nur mein Geld zurück haben, das ich auch eingezahlt habe. Daher habe ich Verträge abgeschlossen. Ausnahme bildet da die Hanse Merkur mit den 200 Euro, da ich dort auch alles verlieren kann. Die anderen haben da eine Garantie. Mein Vertreter sagte kurz gesagt: Eingezahltes plus 1% sind garantiert. Bei der Hanse Merkur kann ich aber alles verlieren, aber meine Rendite kann dort am höchsten sein.

    Da ich Tim auf Youtube gefunden habe, habe ich meine Meinung was mein Geld angeht geändert und möchte jetzt, dass das Geld für mich arbeitet und ich nicht für das Geld. Ich möchte auch finanziell frei sein und da kommt man an der Börse nicht vorbei. Hätte ich es vorher gewusst, dann wäre alles anders gekommen. Aber wie sagt man so schön: hätte hätte Fahrradkette xD

    Ich weiß, was so manch einer denken mag. Wie unbelehrbar jemand sein kann oder warum man nicht aus Fehlern lernt. Aber wie gesagt, Börse war bis vor kurzem kein Thema für mich und diese Verträge, die ich abgeschlossen habe waren langfristig effektiver. So sieht es für mich zumindest aus.

    Da ich jetzt aber gerne selber Herr über meine Fonds usw. sein möchte und auch uneingeschränkt Zugriff haben möchte und sich keiner an meinen Ausschüttungen bereichern soll, mache ich es lieber selber.

    Ich danke euch und Tim nochmals für so viele Tipps. Ich schau mir mal die Comdirekt an. Das wären ja 800 Euro wenn ich für meine Frau und für mich ein Konto eröffne 🙂

    Bin jetzt auch gespannt, was ihr noch so zu sagen habt, bei dem was ich so gepostet habe 🙂
    Ich wünsche allen, einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund!

  60. AlexJ

    Ein wieder einmal tragischer, beispielhafter Fall für das Ausnutzen von Unerfahrenheit durch diverse Produkteanbieter. Ich gehe davon aus, dass ich das einfach alles kündigen würde und prüfen, ob ich mein Geld vollständig wiederbekommen kann – ich würde mich massiv übervorteilt fühlen.

    Grundsätzlich zu den anderen Fragen: 1-Jahres-Börsenperformance bedeutet nichts, nicht einmal 5 Jahre sind relevant. Börse heißt: Mindestens 15 Jahre, besser 20 und mehr am Stück oder gar nicht.

    Bevor man investiert, sollte man sich durch den großen Kommer (Souverän investieren mit Indeyxfonds und ETFs) „quälen“. Sonst gehts auch mit ETFs schief. was ich selbst amche, habe ich hier geschildert:

    https://www.buzznews.de/2018/07/03/altersvorsorge-musterdepot-mit-3-etfs-wie-ich-ein-einfaches-starkes-weltportfolio-aufbaue/

  61. Alim

    Mein Rat

    -Eigentum in sinnvoller Größenordnung (ja ich weis da scheiden sich die Geister aber bei einem relativ sicheren Job und Wohnort in einer Großstadt oder dessen unmittelbare Nähe für mich bis jetzt die beste Investition die ich gemacht habe )

    und/oder

    -ETF Msci World oder in Kombination einen  Msci World (Ausschütter)70% den Rest in Emerging Market(Ausschütter) ETF.

  62. DanielKA

    @ June: Stimmt es gibt viele beeindruckende Beispiele hier, z.B. eben Kiev mit seinem gut eingekauften MFH in guter Lage und dann noch kostengünstig selbst drin wohnen. Man muss es anpacken. Zudem wir hier im Südwesten sehr gute Gehälter (MINT und BWLer) haben und noch nicht die verrückten Mietpreise wie in München. Je größer das Depot wird desto weniger natürlich der Einfluss der Sparrate, das merke ich mittlerweile auch, dass dies nicht mehr die Schwankungen auffangen kann, wenn das Depot mal um einen Dacia korrigiert.

    Wir haben unseren Immowunsch erstmal zurückgestellt. Sind aktuell sehr zufrieden und könnten im Zweifel auch mit ner schicken  ETW leben.Trotzdem verfolge ich hier auch sehr gerne die Immostories, in letzter Zeit gab es leider fast nur DIV…. Diskussionen.( ich halte es wie Rockefeller 😉

  63. Katrin

    @Daniel

    Ja, und Du bekommst in der Regel bei der automatischen Wiederanlage auch nicht den besten Kurs, neben möglichen Gebühren auch nicht optimal. Auf der anderen Seite sind bei den Kleinstbeträgen, die bei einem kleinen Sparplan an Ausschüttungen zustande kommen, normale Ordergebühren auch überproportional hoch, selbst wenn du über vier Quartale sammelst. Da hätte man dann z.B. auf das free-buy-Modell gehen können, Depot war aber schon angelegt. Alternativ würde ein Aufstocken des Betrags zum jährlichen Kauf Sinn machen, wenn die Finanzen es hergeben. Kann sich aber alles mit der Zeit entwickeln.

  64. KievKiev

    @ June

    Vielen Dank. Aber leicht ist es oft nicht… Ich hatte dieses Jahr einige Rückschläge.

    Ich muss meine Excel Tabelle noch rauskramen. Bei mir gibt es immer am 05. den Monatsabschluss. Ich vermute aber, dass Dein Vermögenswachstum uneinholbar vorne liegt. Ich betrachte es selbst immer nur absolut. An Deine 12,3% komme ich aber vermutlich nicht ran. Das ist sehr viel. Bei mir wird das relative Vermögenswachstum auch immer langsamer, da ich bevorzugt Verbindlichkeiten abbaue.

    Du hast Deine Finanzen sehr gut im Blick. Du könntest hier vermutlich noch bei einigen ein paar Prozente rausholen wenn sie Buchhaltungstipps von Dir annehmen. Ich habe die Finanzen im Blick, aber keine Budgets.

    Wenn Du öfter auf Deine Ziele schaust, wirst Du sie eher erreichen. Das steht bei mir selbst auf meiner Vorsätze Liste…

    Hast Du auch andere Ziele? Oder hast Du sie nur nicht angegebenen? Mir gefallen Ziele, wie ich mich ändern möchte. In welchen Bereichen möchte ich mehr lesen, wo möchte ich mich verbessern oder wie ändern? Es hat mir bei Ernährung, Lesen, Sport und der Familie viel gebracht.

    Ich habe das Segelboot schon angezahlt. Das neue Jahr beginnt mit einem Schlag für die Sparquote, aber dafür habe ich für ein einmaliges Familienevent gesorgt.

  65. Katrin

    @June

    Hört sich super an, herzlichen Glückwunsch. Interessant, dass Du Dir so differenzierte Ziele für unterschiedliche Lebensbereiche setzt. Tatsächlich habe ich in den letzten Tagen darüber nachgedacht, ob ich das für 2019 nicht auch mal systematisch mache. Im Finanzbereich habe ich eine schöne Excel-Tabelle mit Soll-Werten, allerdings nur für unsere Zuführungen zum Investieren bzw. Kredite ablösen, Rücklagen für’s Haus, vermietete Wohnungen usw.. Dadurch ergibt sich natürlich auch ein Zuwachs des Vermögens, aber ich habe keine Zielgröße von +x%. Wäre auf jeden Fall mal eine Idee.

    Zu Sylvester ist es für mich auch Tradition mir/uns noch mal zu vergegenwärtigen, was wir insgesamt schon erreicht haben, und wofür wir echt dankbar sein können. Nicht in Bezug auf Vermögenswachstum, sondern ganz allgemein. Auf die Idee hat mich mal ein Kollege gebracht. Ich fand’s sehr interessant, was einem so alles (wieder) einfällt, das man im Laufe der Zeit schon als selbstverständlich verbucht hatte.

    Katrin

  66. Benjamin

    @June ich danke dir für deine ausführlichen Ratschläge! Ja ich bin auch verheiratet und wir sind steuerlich zusammenveranlagt. Also kann ich die Depotgebühren auf 33€ runter absetzten. Das macht es ja dann auch nicht mehr so tragisch, wenn man eine etwas teuere Direktbank wählt.
    @alle die mir ETFs vorgeschlagen haben. Danke dafür und ich werde mir die kopieren und nach und nach anschauen was das alles ist.

    Ich lasse mir jetzt für meinen nächsten Schritt mehr Zeit und mach mich schlau.

    Diesmal soll es aufhören mit den Verlusten 🙂 und mit dem bereuen natürlich auch.

    PS: ich habe vorhin meinen Megatext für euch geschrieben, hoffe den überseht ihr nicht, in der Zeit wurden hier nämlich einige Posts geschrieben, da kann man mal was übersehen…aber der Text ist so lang, das wird schwierig mit dem übersehen. So habt ihr mal einen kleinen Einblick. 🙂

  67. Ecckehard

    @all,

    was mich immer wieder verwundert ist, warum heute so viele Menschen den EM etf kaufen bzw. besparen. (früher waren die BRIC`s  die Renner) Vergleicht man beider miesen Performance mit einem einfachen S&P500 etf, sagt das doch eigentlich alles.

    alles Beste und ein gutes Händchen für 2019

    Ecckehard

  68. Katrin

    @Benjamin

    Finde ich mutig, dass Du Deine bisherigen Erfahrungen so offen legst und Dir hier Rat suchst.

    Ich hab oben ja auch geschrieben, dass ich an Deiner Stelle die Rentenversicherung kündigen und für den langfristigen Aufbau einer „Zusatzrente“ stattdessen in einen ETF investieren würde. Aber der erste Schritt ist natürlich die Absicherung Deiner Familie, @June hat das ja auch schon angesprochen. Vielleicht habe ich es überlesen, aber ich würde als Familie mit kleinen Kindern nicht auf Risiko-Lebensversicherungen für Dich und Deine Frau verzichten (je nachdem wie Ihr beide arbeitet/die Kinderbetreung aufgeteilt habt, sowohl zur Gehaltsabsicherung als auch zur Absicherung der Kinderbetreuungskosten). Zur Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es hier in der Community unterschiedliche Sichtweisen. Ich gehöre auch nicht zu den Fans, aber da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden.

    Mein Eindruck ist, dass Du eigentlich jemanden brauchst, der sich Eure gesamten Finanzen mal im Zusammenhang mit Eurer individuellen Situation und Zukunftsplanung anschaut. Und zwar so weit wie möglich objektiv und nicht von eigenen Profit-Interessen geleitet. Ich weiß nicht, ob z.B. die Verbraucherzentralen eine entsprechend differenzierte Beratungsmöglichkeit bieten. Den Rahmen dieses Forums sprengt das wahrscheinlich, weil wir letztlich nur einen Ausschnitt sehen – und das ist auch in Ordnung, für mich gäbe es auch eine Grenze, was ich an persönlichen Daten im Kommentarbereich eines Blogs veröffentlichen würde.

    Alles Gute!

    Katrin

     

  69. June

    @Kiev,

    Budgets sind für mich ein wichtiger Schlüssel, ich pflege sie monatlich. Das hält mich einerseits davon ab irgedwelchen Mist zu kaufen und andererseits zu (geizig) sparsam gegenüber mir selbst zu sein.

    Die Familienzeit im Urlaub ist mir sehr wichtig. Daher die Tage in London und in Thüringen etwas sparsammer als in diesem Jahr, der Urlaub in den USA war wirklich teuer.

    Ohne den Einmaleffekt aus einer Immobilieninvestition liegt mein Vermögenszuwachs auch „nur“ bei ca. 6,8 %. Ich bin total zufrieden, denn wenn man mal in der Region in der ich inzwischen bin, angekommen ist, ist Vermögenswachstum schwer. Und was man nicht vergessen darf meine Aktien sind im Verhältnis zum Rest noch so schwach aufgestellt, dass ich die Auswirkungen am Gesamtvermögen noch gar nicht wirklich merke.

    Aktien werden sich bei mir erst 2019 oder sogar erst 2020 bemerkbar machen.

    Weitere Ziele habe ich auch. Ich möchte ab sofort meine Eltern 2 Mal im Monat besuchen. Und dann die üblichen gesundheitlichen Themen, die man irgendwann einfach mal hat. Seit ich mir aber nicht mehr vornehme abzunehmen, habe ich 6 Kilo abgespeckt. Daher ist das Ziel dieses Jahr wieder nicht auf der Liste ;). Mehr Sport, weiterhin wenig Alkohol und unbedingt weniger Stress im Job. Gerne würde ich auch noch meine persönliche und private Weiterbildung als Ziel aufnehmen, aber mich motiviert es viel mehr, wenn ich Ziele auch erreichen kann, daher fällt dieses Ziel der noch wenigen Zeit zum Opfer. Was aber nicht heißt, dass ich wenn sich die Gelegenheit ergibt, dies nicht mache. Das wäre dann aber schon 1 Plus mit Sternchen im nächsten Jahr.

    Und es gibt noch ein paar unetschlossene Themen. Bei denen ich noch keine Ziele festlegen kann.

     

    @Katrin,

    ich nutze immer die Zeit an einem der Adventssonntage um mir klar zu werden, was ich alles erreicht habe. Nicht nur finanziell sondern auch persönlich. Und damit bin ich sehr zufrieden und sehr dankbar, dass es so ist wie es im Moment ist.

    Take care,

    June

     

     

  70. June

    @Benjamin,

    ich hab mir schon Gedanken zu deinem langen Text gemacht und schreib dir dazu aber Morgen.

    Take care,

    June

  71. Albr

    @Benjamin,

    unglaublich welche Summen du in Policen steckst, du könntest monatlich wirklich viel sparen und über Jahrzehnte in ein Depot (ETF und/oder Aktien) stecken, dann wären deine Kinder wirklich Millionäre, aber ganz sicher nicht mit dem o.g. Zeug…

    Wirklich interessant, wie in Deutschland die Bevölkerung skrupellos abgezockt wird, ich habe und hatte NIE irgendwelche Policen laufen, ich hab nur Allianz Aktien, die von dem Abgzocke profitieren…

     

     

  72. V-is4Vampire

    Hallo Benjamin,
    ich kann mich den Vorpostern nur anschliessen.
    Kündige das alles, rette von dem Geld was du kannst und informiere dich mehr.
    Es gibt günstige Broker wie z.B. Onvista.
    Lass dir Zeit und eröffne ein paar Musterdepots, ich selbst habe das so 2 Jahre gemacht.

    YT-Kanäle wie z.B. Finanzfluss finde ich auch recht hilfreich für die Erstinformation.

    Viel Erfolg

  73. Thomas Wünsche

    @Benjamin,

    Kopf hoch und sich weiterbilden in finanziellen Dingen! Dein „Fall“ erinnert mich an die Raubritter nach der Wende mit Kapitallebensversicherungen, dann fondgebundene LV, Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr, Glasbruchversicherungen, Erwerbermodelle, Schrottimmobilien in Ost und West und so weiter und so weiter. Was Du brauchst ist unabhängige Beratung eventuell über Verbraucherzentralen.

    Alles Gute für Dich und Deine Familie in 2019.

  74. Jan

    Ojeojeoje,

     

    also ich hab hier jetzt einiges durchgelesen. Benjamin tut mir ehrlich gesagt leid, da wurde er wie eine Weihnachtsgans von seinen Maklern ausgenommen. Nebenbei, hier sieht man mal wieder, dass Makler eben grundsätzlich kein Vorteil vor Ausschließlichkeitsvertretern sind. Wer sich mit der Unterschrift verkauft, egal an welchen, ist eine arme Sau.

    Lieber Benjamin,

    was ich hier aber an Tipps lese, lässt sich mir die Zehennägel auch teils kräuseln. Es ist auch zu viel um darauf wirklich eingehen zu wollen. Ich sehe es vielen hier nach. Sie haben das nicht gelernt und machen das auch nicht absichtlich. Nur hilfreich ist das auch nicht.

    Was du brauchst ist ein KONZEPT und STRATEGIE. Dazu gehört natürlich auch die Rendite. Als Familienvater aber auch eine Grundabsicherung, steuerliche Vernunft und vieles mehr. Und das sollte jemand machen der sich mit dir zusammen an einen Tisch setzt, dein Vertrauen genießt und außer zwei Bier am Abend KEINE Provision egal von wem einstreicht. Dieser jemand sollte das gelernt haben und nicht meinen nur weil er es so macht wäre es genau das richtige auch für dich. Und genau das passiert hier leider.

    Du fragst nach der Fondsauswahl? Das ist falsch. Das steht völlig am Ende einer solchen Analyse. Viel eher müssen ganz andere Dinge geklärt werden. Das passt leider nur nicht hier in dieses Formular.

    Falls du im Raum Stuttgart wohnst, kannst dich gerne mal melden. Tim müsste meine Kontaktdaten noch haben. Ansonsten kann ich dir nur den dringenden Rat geben NICHTS zu tun und erst mal ein Konzept zu erarbeiten. Kündigen kannst du den ganzen Plunder in zwei oder drei Monaten immer noch.

    Einen guten Rutsch ins neue Jahr euch allen!

    Schöne Grüße

    Jan

     

  75. Bruno

    @Jan

    Du hast sicher Recht, es gehört ein Konzept und Strategie dazu, aber die war ja im Brief vorgegeben, Absicherung und andere Dinge um die persönlichen Finanzen waren kein Thema. Es ging ja um die Auswahl, generell finde ich man sollte es nicht zu kompliziert machen, ein paar sinnvolle Regeln:

    1 Investieren Sie: Aktienabstinenzler müssen sich mit mageren Renditen begnügen. Das Sparbuch bringts nicht.

    2 Trachten Sie nicht nach kurzfristigem Gewinn: Hohe Renditen auf die Schnelle bergen hohe Risiken. Auch Früchte reifen nur langsam.

    3 Versuchen Sie nicht, den richtigen Moment zu erwischen – es gibt ihn nicht: Auch Profis versagen beim Versuch, beim tiefsten Punkt zu kaufen und beim höchsten zu verkaufen. Die Losung heisst: gestaffelt investieren.

    4 Versuchen Sie nicht, den richtigen Titel zu finden – es gibt ihn nicht. Es gibt Beispiele zuhauf, bei welchen ein Aktienkurs entgegen aller Prognosen in die falsche Richtung verlief. Das Zauberwort heisst: geografische Streuung.

    5 Versuchen Sie nicht, mehr zu wissen als der «Markt», denn der «Markt» weiss viel. Was Sie zu wissen glauben, wissen unzählige andere auch. Geheimtipps sind selten geheim.

    6 Seien Sie diszipliniert. Definieren Sie eine Anlagestrategie. Lassen Sie sich von kurzfristigen Ausschlägen nicht beirren. Hin und Her macht Taschen leer.

    7 Haben Sie Spass, aber – Strategy First. Es spricht nichts dagegen, mit einem kleinen Teil des Vermögens zu «börselen». Auch die Spiellust soll befriedigt werden.

    8 Trauen Sie keinem. In der Finanzbranche tummeln sich zahlreiche Scharlatane. Und die seriösen Finanzberater sind auch keine Hellseher.

    Bezüglich „gelernt haben“ habe ich ambivalente Meinung, Theorie ist nicht gleich Praxis, ich würde nur einem Finanzberater trauen, der es auch selber mit eigenem Geld geschafft hat, kann er das nicht nachweisen, würde ich ihn freundlich verabschieden. Dazu gehört auch eine Portion Erfahrung, ein 20jähriger Berater, da kann er noch so eine schöne Krawatte anziehen, hätte wenig Chance. Ich empfehle auch immer, sich selbst zu bilden, und zumindest sich ein Basiswissen anzueignen, um zumindest beurteilen zu können, ob der Berater ihn nicht über den Tisch zieht.

    Aber Du hast sicherlich Recht, eine fundierte Beratung hat nicht Platz in so einem Kommentar.

    Happy New Year!

  76. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ June

    Der wichtigste Punkt dabei ist aber, wir haben völlig verschiedene Voraussetzungen und können uns daher nicht vergleichen. Wir können uns nur motivieren.

    Das hast du schön gesagt. Tatsächlich inspirieren und motivieren mich dich Erfolgsgeschichten der anderen Leser sehr. Wir ziehen und gegenseitig nach oben 🙂 .

    @ -M

    Freut mich. Dieser Zugang zur Börse ist wirklich eine Wonne. Mal schauen, wie sich das über die Jahre entwickelt….. 🙂

  77. June

    Guten Morgen Benjamin,

    ich habe deinen langen Beitrag aufmerksam gelesen. Da ist sehr viel immer wieder geändert und getauscht worden. Aber hin und her macht Taschen leer. Das gilt nicht nur für die Börse.

    Damit bist du nicht alleine, dass ist mir sich schon passiert. So gehäuft habe ich es aber noch nicht erlebt.

    Wenn du jetzt einfach mit ETF‘s loslegst kann das genauso blöd ausgehen wie mit den Versicherungsverträgen, wenn du in ein – zwei Jahren ein schlechtes Bauchgefühl bekommst, verkaufst du nämlich alle deine Aktien zum Tiefpunkt, da du dann immer noch keinen Plan hast an den du dich hälst.

    Daher brauchst du wie Jan schon gesagt hat einen Finanz-Fahrplan der alle wichtigen Punkte umfasst.

    Daher bevor  du jetzt losgehst und alles kündigst, musst du eine Bestandssufnahme machen.

    Dann müssen alle Wünsche und Ziele auf den Tisch.

    Diese müssen in kurz-, mittel- und langfristig aufgeteilt werden.

    Und erst danach kannst du dir Gedanken machen ob und wie viel Geld du an der Börse investieren möchtest.

    Jan hat wirklich sehr viel Wissen und er ist dabei auch noch ein Profi. Sein Angebot dir dabei zu helfen ist einmalig gut. Wenn du es annimmst bist du in besten Händen.

    Auch ich helfe gerne, habe aber längst nicht Jan’s Wissen, Jan und ich wohnen nur 30 Minuten voneinander weg.

    Take care,

    June

  78. Benjamin

    @Jan genau das habe ich auch jetzt vor. Ich schaue erstmal in Ruhe alles durch. Lese mich schlau, mit den vorgeschlagenen Webseiten und Büchern. Suche mir in Ruhe entweder eine Direktbank oder einen Broker. Je nachdem, wie ich anlege. Habe von Finanztipp einige grundlegende Ideen bekommen.
    Ich wohne leider nicht im Raum Stuttgart. Danke für dein Angebot. Wenn ich mal meinen Schwager dort besuche, dann könnte ich es arrangieren 🙂

    @Bruno, mit den 6ten Punkt habe ich ja mehr als genug Erfahrung gemacht. Das ganze Hin und Her hat mich mittlerweile tausende Euros gekostet. Aber das lag wie gesagt daran, dass sich meine Meinungen immer änderten und ich immer meinte, das Neue ist besser und bringt mich etwas weiter, als das was ich bereits abgeschlossen habe, trotz Gebühren.

    Ich wollte immer auf Sicherheit gehen und wie die Mehrheit der Deutschen zur Seite legen und mindestens das zurück haben, was ich eingezahlt habe. Da kenne ich eben nur sowas wie private Rente oder Riester. Auch wenn Riester verpönt ist, aber die Zulagen und Steuervorteile machen das doch schon relativ gut. Auch wenn man mit Fonds usw. Mehr rausholen kann. Aber dafür habe ich Garantien.

    Jetzt möchte ich, dass das Geld arbeitet.

    Die Riester möchte ich aber lieber behalten, denn etwas sicheres möchte ich schon behalten. Vorallem meine Frau bekommt gute Zulagen durch jedes Kind. Und ich darf es eben auch für eine Immobilie jeder Zeit leeren ohne Zulagen zurück zahlen zu müssen. Die Steuervorteile sind ja auch nicht schlecht.

    Finanziell habe ich noch nie Schulden gemacht und wir haben auch viel Disziplin was Konsum angeht. Wir schauen immer nach Angeboten oder was wir wirklich brauchen. Also schlecht geht es uns überhaupt nicht. Da ist schon einiges an Polster da. Nur in all den Jahren, hätte einfach mehr aufgebaut werden können und unnötige Verträge vermieden werden können.

    Ich habe mich einfach nicht genug selbst informiert und war Hin und Her gerissen. Da gehst du zu deiner Bank und verstraust denen und kommst so in die Schiene der Verträge xD

    Ich bin froh, dass ich Tims Videos gefunden habe. Das hat meine Einstellung richtig verändert. Warum den Versicherungen Jahr für Jahr das Geld rein pumpen und erst in 12 Jahren den ersten Gewinn einstreichen, wenn ich das schon von Jahr eins haben kann? Außerdem hat er noch so tolle Tipps zum Geld sparen.

    Ich hoffe ihr seid alle gut und unfallfrei ins neue Jahr gekommen.

    Gruß

  79. Benjamin

    @June, vielen lieben Dank. Ich werde deine Ratschläge beherzigen und mir mit meiner Frau Gedanken machen!

    Wenn ich es plane mal nach Stuttgart zu fahren, dann werde ich euch in Kenntniss setzen. Ich wohne in Essen, das ist schon ein Stück. Aber es wird sich lohnen. Dann werde ich Tim fragen, wie ich euch erreichen kann. Aber das wird erstmal was dauern. Ich muss mich erstmal jetzt selber reinfuchsen 🙂

  80. Andrea

    Benjamin, ich finde es super, dass du dich mehr um dein Geld kümmern willst. Ehrlich gesagt, so wie June habe ich den Eindruck, dass du eher der Typ bist, der seine Aktien am nächsten Tiefpunkt wieder verkaufen wird, weil dir, wenn due Aktien weiter sinken, wieder der Glaube verloren geht. Außerdem meine ich aus deiner Bemerkung zur Riesterrente herauszuhören, dass du daran denkst, eine Immobilie zu kaufen. Wenn du vor hast, in den nächsten zehn Jahren eine zu kaufen, dann würde ich nicht jetzt am Aktienmarkt investieren. Die Schwankungen dort können beträchtlich sein und es kann sein, dass du das Experiment dann auch mit einem Minus abschließt. Und auf der einen Seite schreibst du, du warst immer eher auf Sicherheit bedacht, auf der anderen Seite willst du wirklich große Beträge in den Aktienmarkt stecken. Ich würde den zwei (oder drei oder vier) Seelen in deiner Brust einmal Gehör verschaffen und in Ruhe überlegen, wie du ihre Bedürfnisse befriedigen kannst, z.B. vielleicht einen Teil des Geldes in einer bestimmten Anlageart und einen weiteren Teil in einer anderen haben. Mehr Planung ist erforderlich, wie es auch June und Jan schon schreiben. Geld am Aktienmarkt verdient man laut Charlie Munger mit Sitzfleisch, d.h. mit Durchhalten. Da scheint es im Momenr noch zu fehlen.

    Der größte Vorteil am Aktienmarkt gegenüber den Lebensversicherungen ist auf jeden Fall, dass du das Geld deinen Kindern einmal vererben kannst!

  81. KievKiev

    @ Benjamin

    Es ist sehr gut, dass Du mit Deiner Frau gemeinsam überlegst, was Ihr erreichen möchtet. Schreibt auf was Euch wichtig ist und bis wann Ihr was erreichen wollt. Dann verschaffst Du Dir einen genauen Überblick über Eure Finanzen. Und Du führst für mindestens drei Monate ein Haushaltsbuch. Mit den Daten würde ich an Deiner Stelle einen Ausflug zu Jan und June machen. Was geben nicht Leute alles aus für Seminare usw. Die Anfahrt nach Stuttgart ist hier absolut vernachlässigbar. Da würde ich auch vorbei kommen, auch wenn es nur um Dich gehen sollte. Ich habe jedenfalls noch keine Controller und finanzaffine Führungskräfte in Action gesehen. Es ist bestimmt sehr interessant zu sehen, wie sie dabei vorgehen.

    Falls Du Eigentum erwerben möchtest, so verschaffe Dir am besten vor dem Treffen einen Überblick was Du zahlen musst. Die konkrete Summe ist nicht relevant. Hauptsache Du hast eine Vorstellung mit was Ihr zufrieden seid. Andere größere Ausgaben sind auch von Vorteil, wenn sie Dir bekannt sind.

    Die aktiven Einnahmen sollten auch aufgeschlüsselt vorhanden sein. Und betrachte realistisch Euer Potential. Nicht nur up sondern auch down.

    Wie stehen Eure Eltern da? Musst Du vielleicht für Pflege aufkommen oder ist eher ein Zuschuss drinnen. Das sind alles sehr relevante Dinge um Dein Risiko einschätzen zu können. Wenn das alles bekannt ist, sollte der Rest ein Kinderspiel sein. Es ist eben für Dich wichtig genau daran zu glauben wenn es mal nicht so läuft.

  82. Benjamin

    @Andrea, was sparen angeht habe ich Sitzfleisch. Ich mache das ja seid 2011 und lege immer auch Cash zur Seite, falls ich Reperaturen habe oder mir Dinge neu anschaffen muss.

    Das mit dem Hauskauf war immer schon ein Wunsch, daher finde ich es bei dieser Versicherung gut, dass ich das Geld, nicht nur zu meiner Rente erhalte.

    Da ich beruflich aber jeder Zeit mein Wohnort wechseln könnte, haben wir das mit dem Hauskauf erstmal stillgelegt. Das hat sich bei uns also seid 1,5 Jahren also auch geändert. Und wenn, möchte ich gerne mein Haus später Cash kaufen. Ich sehe nicht ein 50k Euro oder mehr, an die Bank zu verschenken.

    Wenn es nicht klappt mit dem Haus, dann bleiben wir auf Miete. Also da habe ich mittlerweile keinen Stress mehr.

    Das mit dem Hauskauf machen wir wenn überhaupt, wenn die Kinder raus sind. Dann möchten wir uns nur etwas kleines kaufen. Das spart ja auch einiges, da das Haus ja dann wesentlich kleiner ist. Wenn das alles nicht klappt, leben wir dann eben gut von unseren Ersparten. Dort kann ich auch entscheiden, ob ich das Geld mir komplett auszahlen lasse oder die monatliche Rente wähle. Deswegen finde ich diesen Vertrag garnicht schlecht. Das ist eben nur Geld sichern ohne riesen Gewinne zu erzielen. Das ist die sichere Seite.

    Da ich aber jetzt mehr aus dem Geld machen möchte, muss ich nun etwas machen, was etwas risikobehaftetes ist. Ich traue mir das auch zu. Aber bevor ich das starte, werde ich mich erstmal ordentlich schlau machen.

    So habe ich eine sichere Seite und eine etwas unsichere Seite mit guten Chancen, Kapital zu bilden.

  83. Benjamin

    @Kiev, das sind sehr gute Punkte, daran muss man erstmal denken.

    Oh man, ich hab noch einen extrem weiten Weg vor mir xD

    Aber meine Finanzen und Ziele für die Zukunft ist eher leicht für mich zu entscheiden.

    Schwieriger finde ich wird für uns sein, in die Finanzwelt reinzukommen. Alles lesen und zu verstehen, wie was funktioniert. Das wird steinig. Aber es wird sich lohnen.

    Ich danke euch allen für so viele Denkanstöße!

     

  84. KievKiev

    @ Benjamin

    Du bist das Thema schon mit Deiner Frau durchgegangen. Ihr seid sparsam und so auf die Seite von Tim gekommen. Die größten Hürden habt Ihr bereits überwunden.

    Je nach Euren Zielen und Wünschen braucht Ihr nur noch Zeit. Umso mehr vorhanden ist umso besser ist es.

    Ihr braucht keinen Aufwand in Sachen Investment betreiben. Ein relativ günstiger Allworld ETF reicht bereits. Vielleicht Allword 70% und Emerging Markets 30%. Der Broker spielt auch keine so entscheidende Rolle. Manche ETFs sind ein bisschen günstiger als Andere und manche Broker haben ein paar Aktionen.

    Es ist viel wichtiger einen generellen Plan zu haben und zu verfolgen. Wenn der generelle Plan steht kannst Du an der Sparquote arbeiten. Ich erhalte z.B. für mein nun jährliche zu erstellendes Haushaltsbuch 150€. Für 3 Monate im Jahr muss ich es lediglich ein wenig besser durchführen als sonst. Das war es schon. Wir bin ich daran gekommen? Ich habe mich bereit erklärt an einer Befragung teilzunehmen (EVS meine ich). Im Anschluss wurde ich gefragt, ob ich es über einen längeren Zeitraum bei einer höheren Aufwandsentschädigung durchführen möchte. Ein anderes Beispiel ist Amazon. Ich habe früher öfter per Kreditkarte dort Dinge gekauft. Heute habe ich mehr als 500€ Guthaben bei Amazon. Wenn ich bei Amazon Aktien von Amazon kaufen könnte, so würden mir noch sicher weitere Möglichkeiten einfallen wie ich das Guthaben erhöhen könnte. Natürlich ohne das ich dort Geld selbst einzahle.

    Das war nur ein kleines Beispiel. Stelle erst eine Strategie auf. Du wirst sicher Potential für Verbesserungen finden. Mit der Zeit wird es immer besser. Nicht nur durch den Snowball Effekt auf das angelegte Kapital bezogen. Deine Einstellung, Erfahrungen und Routine werden sich auch immer besser einstellen.

  85. Blackwater.live

    Das ist ein übles Beispiel für die Folgen von Finanzvertrieb. Oder wie mein damaliger Kollege immer sagte: „Vertrieb –  und keiner will es gewesen sein.“

    De Versicherung produziert Kosten und auf der Fondsebene fallen auch Kosten von bis zu 2% p.A. an. Großzügigerweise (lach) muss der Kunde dafür meist in der Versicherung dann keine Ausgabeaufschläge bezahlen. Eine große deutsche Bank hat dies vor Jahren als „kostenloses Zweitdepot“ verkauft. Ach Vertrieb. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen.

    In der Lösung schliesse ich mich den ETFlern hier an. Wegen versunkenen Kosten sollte man keine teuere (und weiterhin teure) Sache behalten. Ein einfaches und klares ETF Depot wie bereits beschrieben hat nur ein Bruchteil der Kosten und wird viel mehr Freude machen.

    Bitte keine „Finanzberatung“ mehr aufsuchen, die aus Produkten bezahlt wird. Das ist immer ein Interessenkonflikt und Du kommst dort nicht zuerst. Wenn Beratung, dann Honorarberatung. Aber wie gesagt, für das was Du suchst braucht es nicht einmal das. Bist ja schon auf einer der richtigen Seiten hier.

  86. Napoleon

    Die meisten Privatanleger haben doch schon Lehrgeld bezahlt. Das ist normal, nicht weiter drüber nachdenken. Ziele formulieren, Strategie entwickeln und los geht’s. Bei dem was man als Arbeitnehmer zu Verfügung hat der „bauen“ will ist man eh recht beschränkt was investieren betrifft, dazu ist die Börse zu volatil. Bausparer kann man machen, muß man aber momentan nicht. Wenn man die Abschlußprämie für nen 100.000er sieht und seine Zinsen dann kann man das Geld auch auf ein Tagesgeldkonto sparen oder gleich kaufen und ordentlich tilgen. Die Immobilienkredite sind immer noch top und Haus macht ja eigentlich auch nur mit Kindern Sinn. Ein World ETF für die Kids mit 50€ mtl. Und einen mit 100€ für euch reicht doch dann auch. Den Riester noch solange besparen (nur mit der Mindestquote zur Maxförderung) und dann beitragsfrei stellen wenn die Kinderzulage ausläuft. Wenn die Hütte bezahlt ist kann man ja die Sparquote anheben. Unbedingt eine Art Haushaltsbuch führen und budgetieren, zur Absicherung des Immokredits noch ne Risikolebensversicherung. Just my two Laiencents.

     

    Alles wird gut!

  87. Martin Obermeier

    Es ist ja die Frage ist das eine Fondsbasierte Rentenversicherung oder ein einfacher Fondssparplan. In jedem Fall ist die Auswahl eines Fonds und eines ETF auf den DAX überflüssig. Die fondsbasFondsRV gibt es bei den Direktversicherenn deutlich günstiger. Hierzu gibt es eine aktuellen Finanztest zu erwerben. Einen Fondssparplan macht jede Direktbank günstiger. Auch dieser Fall bestärkt meinen Eindruck, dass viele mit dem ArERO als einziges Produkt bestens bedient wären.

  88. Micha

    @ Kiev: Vielen Dank für deinen Beitrag.

    Mich würde interessieren, wie Du das Guthaben bei Amazon.de aufgebaut hast!? Durch Verkäufe über Marketplace?

    Schönes Wochenende!

  89. TrustN01

    Seitdem ich vor 30 Jahren schon festgestellt hatte, wie mich die Arroganz-Versicherung mit einem Sparplan abzockte (und ich kündigte), verwalte ich mein Depot selbst. Erst mit Aktien-Fonds und seit 2004 mit Einzelaktien und einigen ETFs. Lehrgeld haben wir wohl alle gezahlt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *