Kaufen und Liegenlassen. Ich lasse mir keine Angst einjagen

Ich kaufe bündelweise Aktien ganz entspannt jedes Jahr. Ich habe etwa 45 Positionen. Es werden immer mehr.

Jedes Jahr investiere ich mehrere tausend Euro in Aktien. Ich mache das stur und stetig. Egal, was an der Börse gerade passiert. Bislang hat sich das phantastisch ausgezahlt. Allein im vergangenen Jahrzehnt stieg die US-Börse um 240 Prozent. Ich kann mich nicht beklagen. Sollte die Börse korrigieren, kaufe ich weiter zu. Ans Verkaufen denke ich nicht.

Es gibt viele, die warnen vor dem “Buy and Hold” von Aktien. Also dem Kaufen und Liegenlassen. Sie begründen das zum Beispiel mit dem schnellen Wandel.

Aber nimm den Investmentfonds Voya Corporate Leaders Trust. Er wurde am 18. November 1935 aufgelegt. Vor 84 Jahren kaufte der Fonds einige Aktien und hat seitdem nichts mehr gemacht.

30 Aktien hielt der Fonds ursprünglich. Er durfte keine neue Beteiligungen kaufen oder bestehende verkaufen. Es sei denn ein Unternehmen ging bankrott. Ist das nicht eine verrückte Strategie? Keineswegs. Wall Street Journal-Autor Jason Zweig schreibt über den Fonds:

Zwischen Anfang 1970 und dem 30. November 2019 legte der Fonds laut dem Researchhaus Morningstar um 11,1 Prozent pro Jahr zu. Der S&P 500 erzielte im selben Zeitraum eine jährliche Rendite von 10,5 Prozent. Corporate Leaders belegt unter den 62 US-Aktienfonds, die es seit 1970 gibt, den 16. Platz. Dies ist ein herausragendes Ergebnis für einen Fonds, der nicht einmal einen Portfoliomanager hat.

Dem Wandel passen sich Firmen an. Sie erfinden sich neu. Sie forschen, streben in neue Bereiche. Sie fädeln Übernahmen, Abspaltungen, Fusionen ein. Oder sie richten sich anders aus.

Denke an Wells Fargo. 1852 ging der Konzern in Kalifornien an den Start. Die Mission war: Pakete und Gegenständen zu transportieren. Die Mitarbeiter nutzten Postkutschen quer durch Amerika. Es reiste ein Scharfschütze stets zur Sicherheit mit. Noch heute ist die Postkutsche Teil des Logos. Erst die Eisenbahnen, dann das Telegramm, schließlich ein staatlicher Postdienst bedrohten jeweils das Überleben der Transportfirma. Aber das hohe Vertrauen der Kunden in die Marke half, das Bankgeschäft aufzubauen. Aus einem Logistiker wurde eine führende Großbank.

Schau dir Microsoft an. Seit mehreren Dekaden ist das Softwarehaus führend. Schafft es der Nobelschneider Hugo Boss zurück auf den Erfolgspfad? Seit Jahren schrumpfen die Ergebnisse. Der Schneider steckt in der Krise. Der SPIEGEL hatte kürzlich eine runde Story über den Metzinger Anzugshersteller. Der Kurs ist am Bröckeln. Vielleicht zahlt sich hier auch “Buy and Hold” aus. Wir werden es sehen. Im Grunde kann das niemand vorher wissen.

Der Damenschneider Gerry Weber befand sich lange Zeit in einer Rekordlaune. Der Umsatz und das Ergebnis drehten immer höher. Doch dann geriet der Familienkonzern aus der Mode und ging pleite. Aus der Mode geriet auch die bekannte Jeans-Marke GAP. Die Kette aus Kalifornien legte über 30 Jahre lang im Schnitt um 20 Prozent zu. Doch dann riß der Erfolgsfaden. Vielleicht gelingt GAP die Wende. 

Lange Zeit galt der Netzwerkspezialist Euromicron als Erfolgskonzern. Der Konkurrent Funkwerk beteiligte sich im Sommer im großen Stil. Doch dann meldete Euromicron überraschend die Überschuldung bzw. Insolvenz an.

Die amerikanische Drogerie Rite Aid galt für einige Profis als der nächste Todeskandidat. Hohe Schulden, Gewinneinbruch, gescheiterte Deals.

Doch dann sprang die Aktie wie Phönix aus der Asche nach oben. Rite Aid hat sich innerhalb von neun Tagen verdreifacht. Der bereinigte Quartalsgewinn war achtmal höher als von Analysten erwartet. Der Kurs legte am 19. Dezember um 42 Prozent zu, es war der Tag, an dem die herausragenden Gewinne gemeldet wurden. Seither stieg der Kurs an jedem neuen Tag weiter.

Der kometenhafte Anstieg kam völlig überraschend. Leerverkäufer, die darauf wetten, dass eine Aktie fällt, haben die Aktie wahrscheinlich wie die Wilden gekauft, um ihre Verluste zu begrenzen. Das hat den Kursauftrieb verstärkt. Im Fachchinesisch spricht man von einem Short Squeeze.

Mein Motto: Ich behalte meine Aktien trotz der Gefahren mit enormer Geduld. Ich stehe Krisen durch. Meist würdest du während einer Krise eh auf einem irre-niedrigen Kursniveau verkaufen. Daher kommt ein Verkauf für mich nicht in die Tüte. Einige Pleitefälle sind in meinem Depot. Das gebe ich zu. Aus dem Minen- und Solarbereich. Aber meine Überflieger haben diese Verluste mehr als ausgeglichen.

Fazit: Du brauchst an der Börse Nerven wie Drahtseile. Ach ja, im SPIEGEL fand ich das Streitgespräch zwischen dem Crash-Propheten Marc Friedrich und dem Ökonomie-Professor Peter Bofinger super. Aus dem Gespräch ging Bofinger für mich als der klare Gewinner hervor. Er hält das überspitzte Krisengerede von Herrn Friedrich für Quatsch.

Das neue Buch von Bestsellerautor Friedrich ist für mich reine Panikmache. Da wird mit der Angst der Menschen Geld gemacht:
*Affiliate

Allein der Titel spricht für sich. Es geht um Emotionen.

Und bedenke: “Auf den Böden der Krisen wachsen oft regelrechte Riesen”, sagt zurecht Professor Michael Marie Jung.

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Mattoc
2 Jahre zuvor

Das neue Buch von Bestsellerautor Friedrich ist für mich reine Panikmache.
Genau das ist es. In den Interviews, die Herr Friedrich gibt, merkt man auch, dass er komplexe wirtschaftliche  Zusammenhänge von Ursache und vermeintlicher Auswirkung rhetorisch derart vereinfacht, dass es dem Zuhörer oder Leser logisch erscheint, dass es wie von Herrn Friedrich beschrieben kommen muss. Dabei ist der Untergang des weltweiten Finanzsystems in den nächsten Jahren ein extrem unwahrscheinliches Szenario. 
Mir ist egal, was Crash-Propheten vorhersagen. Mir ist auch egal, welche Aktien empfohlen werden. Ich habe keine Ahnung von dem ganzen Quatsch. Und ich glaube, niemand hat wirklich Ahnung in dem Sinne, dass er/sie die Zukunft der Märkte oder gar einzelner Unternehmen vorhersehen kann.
Lustig wird es auf jeden Fall, wenn es vor der US-Präsidentschaftswahl mal wieder einen Rücksetzer gibt, der gerne auch mal 20% betragen kann, dann werden sich die Crash-Propheten gegenseitig auf die Schulter klopfen. Und wenige Monate später gibt es neue Höchststände und die Crash-Ankündigungen gehen von vorne los.

Bassiano
2 Jahre zuvor

Friedrich und Weik bezeichnen sich selbst als Querdenker. Wenn sich jemand selbst so bezeichnet, ist alles mögliche, aber nur eines nicht: ein Querdenker. Die glauben, man müsse nur ständig Rollkragenpullover tragen oder die Haare nicht mehr kämmen, schon ist man ein Querdenker. Was die vortragen ist alter Wein in alten Schläuchen. Mir als volkswirtschaftlichen Laien ist das schon zu dumm. Die geben sich nicht mal Mühe mit der Argumentation. Mattoc schreibt es schon richtig.
Viele glauben ja, wir hätten jetzt einen unglaublichen Bullenmarkt erlebt. Schaut man aber die Grafik oben an: So außergewöhnlich sind 243 % nicht. Es sind gerade mal 13,1 % Rendite p.a. (3,43^(1/10)=1,131) Und wir kamen 2009/10 aus einer außergewöhnlichen Talsohle. Die 80er Jahre waren besser auf die 80er folgte ein noch besseres Jahrzehnt.
Nicht vergessen darf man: Es handelt sich  bei dieser Rendite um eine Rendite inkl. Dividenden. An der Börse zahlt man aber nicht die Dividenden der Vergangenheit, sondern Kurse. Man sollte sich also nicht beirren lassen, von Leuten, die meine, aktuell sei alles teuer. Das stimmt nicht.

Thorsten
2 Jahre zuvor

Wenn man einen Nutzen aus den Crashszenarien ziehen möchte, dann bitte den, nicht alle Eier in einen Korb zu legen.
Wenn man wie Frau Sander z.B. 100 Aktien besitzt, dann ist der Untergang einer Aktie prozentual so gering, dass das Depot positiv überlebt.
Hier noch was anderes . Was wir schon immer vermuteten : Nomadensein bedeutet Heimatlosigkeit :
https://www.zeit.de/arbeit/2019-12/digitale-nomaden-reisen-paradies-heimat-zuhause?utm_source=pocket-newtab
 

Holgi
2 Jahre zuvor

Aus gegebenem Anlass:
https://timschaefermedia.com/die-krise-kommt/
Ein Gutes und erfolgreiches Jahr 2020 allen hier im Forum.
 

Wolke
2 Jahre zuvor

@Thorsten
…nicht alle Eier in einen Korb zu legen.

Stimmt. Genau das empfehlen auch die Crashpropheten, also nichts Besonderes. Deshalb habe ich ihre Bücher auch nicht als Panikmache empfunden, sondern eher als Binsenwahrheiten, eigentlich langweilig, nicht der Rede wert. Aber selbst in diesem Forum sind sie Dauerthema. Warum eigentlich? Will man die eigene Angst überspielen, indem man dauert allen erzählt, daß man keine hat?
Digitales Nomadensein. Naja, irgendwann kehrt alles zu seiner Mitte zurück.
Ich bekomme zwar schon Heimweh, wenn ich den Kirchturm meines Dorfes nicht mehr sehe, aber es gibt Gegenden in Europa, wo ich auch heimatlos wäre.
 
 

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Zudem gelten der USD und CHF als Fluchtwährungen.
Ja richtig Franken und US Dollar gelten als Fluchwährung, daher kann ich nur schwer verstehen warum es Menschen gibt die an eine stärkere Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro glauben. 
Wenn sich etwas entwertet so ist es der Euro. In meiner Jugend kostete eine D-Mark 1.2 Franken. Danach wurden 2 DM getauscht gegen 1 Euro das würde bedeuten 1€ = 2.4 Franken. Bei der Einführung des Euro war der Kurs 1€ = 1.7 Franken.
Heute gilt 1€ = 1.1 Franken.
Wenn die CH Nationalbank den Franken nicht massiv schwächen würde wäre der Euro wohl noch 0.5 Franken wert!
 

Stefan Müller
2 Jahre zuvor

Ich verstehe die totale Fixierung auf Aktien nicht.
Zur Zeit sieht mein Vermögen etwas so aus.
200 Anteile abbezahlter Immobilien (eigene und vermietete Immos  -Wert-Schulden)
350 Anteile Aktien- und Fonds/ETFs
40 Anteile Cash
40 Anteile Gold
Zur Zeit erhöhe ich langsam meine Cash- und evtl. Goldanteile, so dass ich für den Fall eines kräftigen Kursrückgangs ruhig schlafen kann. Wenn die Aktienmärkte weiter haussieren, werde ich den Aktienanteil zugunsten des Cashanteils umschichten.
Immobilien stagnieren, da kaum Tilgung und in 1-2 Jahren eine Refinanzierung zu Minizinsen ansteht.
Dadurch entgeht mir etwas Rendite, kann aber im Fall eines Rückgangs mit den Gold- und Cashanteilen zuschlagen.

Gainde
2 Jahre zuvor

@ Nico Meier
Investierst du auch in ausländische Aktien? Wie handhabst du die Rückerstattung der Quellensteuer und den Währungsverlust im Vergleich zum Franken?
Um beides zu eliminieren, überlege ich mir, nur in CH Einzeltitel zu investieren. ca. 20 Stück. Leider ist der hiesige Aktienmarkt sehr beschränkt. Da fallen mir nur ca. 10 Titel für Buy & Hold ein.

Wolke
2 Jahre zuvor

@Stefan Müller
Ich verstehe die totale Fixierung auf Aktien nicht.

Die meisten Kleinanleger können sich gerade mal eine selbstgenutzte Eigentumswohnung kaufen. Wie sollen die die paar übrigen Euros anlegen, wenn nicht in Aktien?
Merkwürdig, wie hier einige öffentlich genauestens ihre Immobilien und sonstiges Vermögen aufzählen. Würde ich im Netz nicht machen. Verlangt aber wohl bei manchen das Ego.
 
 

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Wolke:  Deshalb habe ich ihre Bücher auch nicht als Panikmache empfunden, sondern eher als Binsenwahrheiten, eigentlich langweilig, nicht der Rede wert.
 
*hihi … da überspielt gerade einer seine Angst, indem er betont, dass er keine hat  😉

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Gainde
Gute Frage ich habe mich in den Anfängen auf Einzelaktien CH sowie ETF’s beschränkt um das Problem mit der Rückerstattung zu umgehen. Ab 2018 habe ich auch Einzelsktien aus anderen Ländern zugefügt. Angefangen mit GB und NL hier stellt sich die Frage nicht da GB Quellensteuerfrei und NL nur die 15% einbehslten die ich mir anrechnen lassen kann. 
Es sind nun auch Einzelaktien aus USA(ab 2018) und DE(ab 2019) dazugekommem. USA gibts neben den 15% Steuer die einbehalten wird noch einen 15% Steuerrückbehalt den die Depotbank an die Steuerverwaltung abführt den erhalte ich zurück über die Steuererklärung. Im Fall der DE Aktien kann die Rückforderung meines Wissens erst ab einem gewissen Betrag erfolgen da muss ich mich noch schlau machen.
Wie löst du das Gainde?

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Die meisten Kleinanleger können sich gerade mal eine selbstgenutzte Eigentumswohnung kaufen. Wie sollen die die paar übrigen Euros anlegen, wenn nicht in Aktien?
Aber dafür ne 14 Tage Karibikkreuzfahrt mit Frau und den beiden Kindern für 11’000€ wie diese Tage in der ZDF Repotrage gesehen!

Peter
2 Jahre zuvor

Bassiano
Sehr richtig, vor allem wird gerne verschwiegen, dass es seit 2009 auch zu starken Rücksetzern >20% kam.
Holgi
Klasse! Danke für den Link. Besser als der Artikel sind die Kommentare, die den baldigen Weltuntergang sicher erwarten. Die Gründe dafür sind sehr ähnlich zu den heutigen.
Thorsten
Schau Dir nochmal die Korrelationen an. Wie gesagt innerhalb einer Anlageklasse bringen diese auf Dauer recht wenig. Natürlich ist ein marktbreiter MSCI World besser aufgestellt als das typische deutsche Portfolio aus Wirecard, Daimler, BASF/Bayer, MüRü, K+S/E.on etc.
 
 

Thorsten
2 Jahre zuvor

Ja richtig Franken und US Dollar gelten als Fluchwährung, daher kann ich nur schwer verstehen warum es Menschen gibt die an eine stärkere Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro glauben.
Ich habe das von 2017 gefunden : SFr 25% überbewertet, EUR 20% unterbewertet.
https://www.welt.de/img/wirtschaft/mobile161752634/0421629667-ci23x11-w600/DWO-FI-BigMacIndex-js-dollar-jpg.jpg
Ein schwächerer Dollar wäre im Interesse der USA, dann wären sie wettbewerbsfähiger und das Außenhandelsdefizit würde sinken. Wenn man ihre Schulden und deren Wachstum sieht , muss man sich über die aktuelle Stärke wundern.
https://m.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/waehrungskurse-trump-der-dollar-ist-zu-stark-das-bringt-uns-um-14686126.html
 
 

Gainde
2 Jahre zuvor

@ Nico Meier
Zurzeit nur globaler ETF (Irland). 

Peter
2 Jahre zuvor

Thorsten
Man sollte auch nicht vergessen, dass ein schwächerer USD nicht in Isolation existiert, sondern positive/negative Auswirkungen auf andere Anlageklassen wie Rohstoffe und Edelmetalle, Unternehmensgewinne etc. hat.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Thorsten
Wenn ich mir anschaue welche Schuldenstaaten ihre Staatsverschuldung in Euros machen so glaube ich nicht an eine Aufwertung desselben. Ich denke hier an Italien, Griechenland, Portugal und nicht zuletzt an Frankreich. Diese Staaten verfügen in weiten Teilen nicht über starke Wirtschaftszentren und verschulden sich weiterhin. Am Franken hängt nur die Schweiz ein Staat mit rekordtiefer Verschuldung und Überschüssen seit Jahren!

Lad
2 Jahre zuvor

🙂 Die letzte Freude in diesem Jahr bei manchen von uns war die Dividende von Royal Dutch Shell. Die beste Performance wäre 0% im Jahr. Es ist besser, wenn die Aktien gar nicht steigen, damit man sie auch die nächsten 20 Jahre günstig zukaufen kann. Shell hat heute Dividendenrendite 6.4%, KUV 0.6, KBV 1.2, KGV 11.
🙂 Mein Portfolio für Dividenden als Rente enthält 29 Aktien. 2019 wuchs mein Dividenden-Einkommen 30% und der Portfolio-Wert wuchs 23%. 2019 waren meine jährlichen Dividenden höher als meine jährliche gesetzliche Rente. Im nächsten großen Crash, keine Ahnung wann er kommt, verkaufe ich keine Aktie. Aber nach dem Crash werde ich Microsoft kaufen. Die Microsoft Aktie hat heute KUV 8, KBV 11, Dividendenrendite 1,2%. Bei dieser Bewertung kann kein Value Investor MSFT kaufen. Nur die Kinder kaufen heute MSFT, weil sie den Crash 2000-2003 nicht erlebt haben. In der FB-Gruppe ”Dividendenstrategie” begegnet man 33.000 solche Kinder. 2012 hatte die Microsoft Aktie KUV < 3, KBV 3, Dividendenrendite > 3%. Das wird einige Jahre später wieder kommen. Erst dann kann ich MSFT kaufen.
🙂 Meine 29 Aktien für die Ewigkeit: Anheuser Busch InBev, AT&T, Bank of America, Cisco Systems, Johnson & Johnson, Kraft Heinz, Pfizer, Procter & Gamble, Walgreens Boots Alliance, Wells Fargo, BHP Group, British American Tobacco, HSBC, Royal Bank of Scotland, Royal Dutch Shell, Tesco, Enbridge, Bank of Nova Scotia, Allianz, BASF, BMW, Deutsche Telekom, Munich Re, Siemens, Mitsubishi Corp., Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Sanofi.

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Peter Der MSCI World ist stark  US-lastig (>60%). Deswegen habe ich keinen ETF darauf. Ich weiß jetzt nicht genau was Du mit Korrelation meinst. Ich bin ja nicht nur in Aktien, sondern auch Immos und Anderem. Mir reicht es das Aktiendepot so auszurichten, dass ich nicht nur im überkauftem US-Bereich bin, in dem eine Abwertung des Dollars möglich erscheint. Dass das Gesamtdepot absinkt ist möglich, aber durch die verschiedenen Märkte und Branchen könnte es deutlich besser sein als mögliche -50% wie bei einer reinen US-Ausrichtung oder ggfls. noch DAX-Werten, die bei jedem US-Huster mit runtergehen.

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Lad
Nur die Kinder kaufen heute MSFT, weil sie den Crash 2000-2003 nicht erlebt haben. In der FB-Gruppe ”Dividendenstrategie” begegnet man 33.000 solche Kinder. 2012 hatte die Microsoft Aktie KUV < 3, KBV 3, Dividendenrendite > 3%. Das wird einige Jahre später wieder kommen. Erst dann kann ich MSFT kaufen.
Manche warten seit 2009 auf den Einbruch 😉 Ich setze auf die Statistik und nach 10 Jahren Hausse strapaziere ich das Glück nicht mehr. Werterhalt steht ganz oben auf der Agenda. Gewinne aus dem US-Markt sind weitgehend abgezogen und woanders wurde billig eingekauft. Der Dollar zeigt Tendenz schwächer zu werden. Mal sehen , US-Kurse könnten sich in ein paar Jahren ( ? ) in Euro halbieren. Oder es kommt ganz anders, dann verdiene ich woanders sicher auch genug.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Ja die RDSA Dividende ist am 18.12. reingekommen. 
Ich denke auch, dass die FAANG Aktien stark überbewertet sind. Wobei das denke ich schon seit Jahren.

Ralf
2 Jahre zuvor

@Schweizer Franken: Der Schweizer Franken ist halt auch eine beliebte Fluchtwährung. Schon die Nazis wussten bekanntlich diverse Vorteile der Schweiz (als Bankhaus Europas, Abnehmer von Raubgold, Fröntler-Bewegung, Transitland etc.) zu nutzen und verschonten daher das recht kleine Land.

@MSCI World: Gilt ja gerne als Standard-ETF Investment. Wäre ein Investment in den MSCI World Quality Factor Index nicht sinnvoller? Er liefert im Vergleich eine etwas bessere Performance und besteht aus einer immer noch recht großen Untermenge an MSCI World-Aktien (ca. 320), die starke und stabile Gewinne aufweisen. Faktoren sind eine hohe Eigenkapitalrendite, ein geringer Verschuldungsgrad und stabiles Gewinnwachstum.

Tobi
2 Jahre zuvor

@ Ralf: Die Frage, ob man in den MSCI Quality investiert, ist eher grundsätzlicher Art.

– Glaubt man an die Wirkung und Funktionsweise von Faktorinvesting?

– Traut man sich zu an dem Investment festzuhalten, auch wenn es im Vergleich zum marktkapitalisierten Standard (MSCI World) über Jahre oder Jahrzehnte schlechter abschneidet?
(=> siehe den Faktor Value über die letzten 10-12 Jahre)

Man sollte niemals ein Anlageprodukt kaufen, weil die historische Performance besser als bei anderen Produkten war. Die vermeintlich höhere Rendite von Factor-Investing kommt durch ein höheres Risiko zustande und nicht “einfach so”. Somit sind Zeiten von Underperformance sogar notwendig, damit die Risiko- und auch Renditeprämie erhalten bleibt.

Gäbe es keine volatilen Ausschläge nach unten, würden “alle” Quality kaufen, Quality würde teurer werden und die Prämie würde verschwinden.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass sich viele nicht der Basics von FaktorInvesting bewusst sind und einfach auf den Zug aufspringen wollen. (Nicht direkt auf dich bezogen, Ralf. Ich habe keine Ahnung wie erfahren du mit diesen Produkten bist ;-)).

Wolke
2 Jahre zuvor

@Rüdiger
da überspielt gerade einer seine Angst, indem er betont, dass er keine hat…
Wieso? Ich schimpfe ja nicht permanent über die Crashpropheten, um meine Angst zu überspielen.

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Frohes neues
Ich bin wieder etwas unterwegs und wünsche Euch Allen eine ruhige Hand in 2020. Passend zu Thorsten’s Heimatliebe und Nico’s Garten, der viel fürs Leben bietet und auch für die Liebhaber von Crash Propheten habe ich einen Song aus meiner Kindheit wiederentdeckt:
Edgar Ott
Probier’s mal mit Gemütlichkeit
Mist, hätte ich doch damals schon das Lied besser verstanden…
Ich bin manchmal etwas zu gemütlich. Musste ich heute doch feststellen, dass Beate Sander bei Jung Heinrich zugeschlagen hat. Und ich hab’s verpasst. Egal, die nächste Gelegenheit wird schon wieder kommen.

Rüdiger
2 Jahre zuvor

@Wolke:  … Binsenwahrheiten … langweilig … nicht der Rede Wert.
 
Ach ja? Typisch für überspielte Angst  😉

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Wolke @Ralf
Wenn die Warnungen dazu führen, dass der ein oder andere sein rasant gestiegenes 50.000 €- Depot, das aus nur 3 Aktien, alle aus USA und alle nur Wachstumsaktien hinterfragt, dann ist etwas gewonnen.
Ich erinnere mich an die abstrusen “Beweise” mit den “richtigen Aktien”, dass man mit 10 Aktien ausreichend diversifiziert hätte und mehr nichts bringen würde. Alles schön rückwärts gerechnet , eine GE , Nokia,..  war natürlich nicht dabei . Der Ausfall einer Aktie würde dann bis zu 10% Verlust führen. Da gibt es den mathematischen Ansatz , dass ein Verlust von 2% unschädlich ist, da er schnell wieder aufholbar ist. Also landet man am Ende bei Frau Sander, die mit ihren 100 Aktien in der Tagesschwankung nicht mal merken würde, dass eine Aktie nach unten zuckt oder gar ausfällt, sofern die Verteilung im Depot gleich wäre ( würd sie wohl nicht sein). Manche schreien schon bei 50 Aktien auf, man könne die nicht mehr beobachten. Ist gar nicht notwendig, Kurssprünge werden nicht angekündigt, längeres Abgleiten sieht man auch an roten Zahlen in der Depotübersicht.

Peter
2 Jahre zuvor

Thorsten
Schau mal zum Beispiel hier (gibt sicher bessere Seiten) zum Thema Korrelation: https://www.multiasset.com/tool-korrelation-assetklassen/
Demnach: Aktien laufen nahezu gleich, egal aus welcher Region. Gold, Rohstoffe und Anleihen waren in der Vergangenheit wenig bzw. negativ mit Aktien korreliert – das wünscht man sich zur Diversifikation. Alles andere ist eine Schein-Diversifikation. 

Was ich gut verstehen kann, ist wenn man den MSCI World über andere Regionen/Sektoren ergänzt um nach seinem persönlichen Gusto die Gewichtung zu ändern. 

Bisher wäre es ein Fehler gewesen, die USA unterzugewichten. Kann natürlich in Zukunft anders aussehen.

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Peter
Korrelation habe ich auch schon angesehen. Nutzt Du Rohstoffe dafür aus? Kennst Du eine Seite auf der man schnell die Preise von Rohstoffen überblicken kann? Nicht den aktuellen Preis sondern 1-5 Jahre im Verlauf. Es wäre dann schön, wenn große Unternehmen genannt werden die vorrangig mit dem Rohstoff Geld verdienen, wenn man die Seite zu einem Rohstoff Wert öffnet. Ich habe CLF gekauft. Hier hatte ich auch Rio Tinto geprüft. Es war aber etwas mühselig von der Firma auf die Rohstoffe zu sehen. Andersherum wäre es wohl einfacher.
Ich würde gerne Aktien von Rohstoff Unternehmen kaufen, die bei vermeintlich aktuell niedrigen Rohstoffpreisen noch einigermaßen gut Geld verdienen und nicht zu hohe Schulden haben. Vielleicht muss ich aber auch hier auf größere Gelegenheiten wie 2016 warten.

Ralf
2 Jahre zuvor

@Thorsten. So ist es. Etwas Demut an der Börse und im Leben schadet generell nicht. Wenn man so einige Kommentare hier im Blog liest, hat man den Eindruck hier wären etliche Großinvestoren unterwegs. Schon manchmal lustig wie sich mancher mit einem sechstelligen Depot aufführt. Wenn dann die Börse hustet, ist wie in Vergangenheit schon zu beobachten war, das Gejammere groß und der Ton wird rauer.

Tim predigt hier schon richtig und immer wieder wie man das alles so angehen sollte. Auch wenn es unterschiedliche Wege geben mag. Danke dafür, Tim!

Ruben
2 Jahre zuvor

@Tim: danke für das Schaubild, kann man sich eigentlich als Poster an die Wand hängen. Danke auch für deinen Einsatz dieses Jahr, tlw. sogar jeden Tag ein neuer Bericht!

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Peter Korrelation o.k. die tatsächlichen Verläufe sind jedoch anders. D.h. die in der Korrelation enthaltenen Zahlen sind wohl so was wie Wahrscheinlichkeiten. Es ist zumindest nicht so, dass alle Aktien weltweit gleichzeitig runtergehen oder ansteigen.

@Ralf ganz genau, es wird dann hier wieder spannend , wenn die Aktien stottern und das Jammern die Oberhand gewinnt.

Ach ja, Wirecard kriecht an die obere Begrenzung (107,80€). Bank of America hat sich Mitte September auch noch eingekauft. Es wiederholt sich wie bei SAP. Erst verstehen sie (der Markt, die Journailisten,..) es nicht, dann bekämpfen sie es, dann springen sie am Ende auf den fahrenden Zug auf und loben es hoch. Ich sitze schon drin (9% Depotanteil, ich Wahnsinniger).

Mattoc
2 Jahre zuvor

Vergleich der großen Aktienmärkte dieses schönen Planeten:
https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00B0M62Q58,IE00B0M63177,IE00B1YZSC51,IE00B4WXJD03,IE0031442068

Die weltweiten Aktienmärkte haben einen mittelstarken bis starken Zusammenhang.

Das bedeutet: Sie steigen und fallen im Einklang. Nicht gleich stark, aber die Richtung ist stets gleich.

Thorsten
2 Jahre zuvor

In den 2010ern haben der USAktien Negativrendite gehabt. Die Emergingmarkets haben zweistellige Renditen gebracht.
https://www.ishares.com/blk-one-assets/cache-1576174642000/images/media-bin/web/ishares/us/strategies/us-vs-international-returns-chart.png
 

Wenn man alle Märkte mischt kommt man auf 10% pro Jahr , etwas weniger als reine USAktien im Schnitt, aber dann hängt man auch nicht 4, 8 oder 15 Jahre durch und -50% DD wird zu -20%
Wenn es einem gelingt zu rebalancieren und sich in die jeweils billigsten Märkte einkauft , kann man die gängigen Indizes outperformen. Deshalb bin ich jetzt zum Jahresende aus USA runter und in anderen Ländern hochgefahren.
Oben bei Wirecard sollte es heißen “Mitte Dezember”.

Mattoc
2 Jahre zuvor

Wenn man alle Märkte mischt kommt man auf 10% pro Jahr , etwas weniger als reine USAktien im Schnitt, aber dann hängt man auch nicht 4, 8 oder 15 Jahre durch und -50% DD wird zu -20%

Das ist völliger Unsinn, Thorsten. du kannst nicht durch Diversifikation innerhalb der Assetklasse „Aktien“ einen maximalen DD von 50% auf 20% senken, indem du weltweit streust. Jeder Anleger, der in Aktien investiert, muss mindestens mit einem 50% Crash seines Aktienportfolios rechnen, auch wenn es deutlich seltener passiert als hier manche annehmen. Betrachte das Jahr 2008:
https://www.msci.com/documents/10199/178e6643-6ae6-47b9-82be-e1fc565ededb

Thorsten
2 Jahre zuvor

Mattoc du ziehst den MSCI World mit 63% US-Aktien im Bauch heran. Je nachdem wie ich die Märkte eingrenze käme ich jedoch auf maximal 25% bis 33% zulässigen Anteil . Z.b. USA, Europa, Asien, Emerging Markets. Nehme ich noch Cash/Gold/Bonds/Reits dazu erreicht mein Depot sehr unwahrscheinlich ein 50%Absacker.
Hier ein template für Dich , schenk ich Dir zum neuen Jahr :
<kursiv>Zitat anderer </kursiv>
<Name>Du schreibst Unsinn !
 
 

Fabian S.
2 Jahre zuvor

@ Tim:
Ich halte zu Marc Friedrich. Nur weil einer warnt, heißt das nicht, dass er Unrecht hat!

Und Leute, die das System als gesund betrachten so wie es ist…denen ist doch nicht mehr zu helfen.

Und Krisen können doch auch eine wunderbare Chance sein!

Thorsten
2 Jahre zuvor

Hier eine Quelle mit Statistik für Weltportfolios (nicht zu verwechseln mit MSCI-world mit 63% USA)
https://awealthofcommonsense.com/2015/05/how-much-international-diversification-is-necessary/
The interesting takeaway from these numbers is that if you were to take a simple equal-weighted portfolio of all three markets with an annual rebalance, the return jumps to 10.6% — higher than any of the three individual markets on their own.
How is this possible you might ask?
In a word, diversification. The leaders and laggards changed from decade to decade and even year to year. Here are the breakdowns by how often each of the three markets was the top performer each year going back to 1970:

Pacific (40%)
Europe (27%)
United States (33%)

Russland und Lateinamerika sind da nicht mal bei, müsste man entsprechend ergänzen.

Wolke
2 Jahre zuvor

@Ralf
Schon manchmal lustig wie sich mancher mit einem sechsstelligen Depot aufführt…

Stimmt. Keiner der größeren Fische wird diesen Blog kennen. Aber wenn, dann wird er laut lachen…vermute ich mal.

Sparta
2 Jahre zuvor

@Thorsten

In der Asset-Klasse Aktienaufteilung sind wir ähnlich unterwegs.
Der Unterschied ist allerdings, dass ich meine 1/3 Aktien-Aufteilung bis auf Toleranzbänder  +/- 5 % ohne jegliche makroökonomische Prognosen alle paar Jahre über den Haufen werfe, weil ich eher zu den Agnostikern an der Börse gehöre.

Nico Meier
2 Jahre zuvor

Wenn die Warnungen dazu führen, dass der ein oder andere sein rasant gestiegenes 50.000 €- Depot, das aus nur 3 Aktien, alle aus USA und alle nur Wachstumsaktien hinterfragt, dann ist etwas gewonnen.
Ich hoffe nicht, dass es tatsächlich Leute gibt die ihr komplettes Investitionskapital auf nur drei Einzelaktien verteilen. 
Ich bin ja durchaus ab und zu für etwas mehr Risiko zu haben aber 33% des Kapitals in einer Aktie würde ich mich nicht trauen. Natürlich gibts starke Performer bei den Einzelaktien diese lasse ich auch gerne laufen aber spätestens bei 10% wird ein teil des Topperformers verkauft.

Bruno
2 Jahre zuvor

Ich habe 90% meines Vermögens in 1 Wachstumsaktie investiert 😀 aber nicht USA 😉

Mark 85
2 Jahre zuvor

Ich habe heute meinen Jahresabschluss gemacht und bin super zufrieden: 6-stelliger Vermögenszuwachs. So darf es gern 2020 weitergehen, auch wenn mir bewusst ist, dass nicht jedes Jahr so gut verlaufen wird. 😉

Kiev
2 Jahre zuvor

@ Bruno
Wenn die 10% genug sind ist doch alles chic. Falls nicht kann ich die Bedenken Deiner Freunde schon ein wenig nachvollziehen. Warum? Bloß aus Spaß an der Freude an Arbeit das Privatvermögen riskieren? Die Firma läuft doch schon eine Zeit. Ich würde hier Anton Kreil befolgen mit Build your own infrastructur. Vermögen innerhalb der Firma mit operativen Geschäft und Haftung würde ich privat nicht zählen. Ist auch hoffentlich von privat getrennt. Vielleicht kannst Du einen Kredit günstig aufnehmen und privates Geld aus dem Unternehmen rausziehen? Da kennen sich andere sicher besser aus. Privat und Geschäft würde ich jedenfalls unbedingt trennen.

Gainde
2 Jahre zuvor

@ Nico Meier
Charlie Munger hat nur 3 Werte im Portfolio und fühlt sich damit pudelwohl: https://youtu.be/PaNdbrgLleU
 
– Wells Fargo
– Costco
– Berkshire Hathaway

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Bruno, jetzt bin ich neugierig.
@Sparta die Umstellung meines Depots dauert länger als ich dachte, ich werfe ja nichts einfach raus. 40% Asien habe ich auch nicht, ich stand bis vor kurzem auf 0. Gold, Russland, Lateinamerika, Emerging Markets will ja auch untergebracht sein.
Heute ist McDonalds rausgeflogen. Dafür habe ich einen ETF Asia High Dividend aufgestockt. Wie viele (schwache ?!) Währungen habe ich damit bekommen und wie hoch ist da die Dollarabhängigkeit, ich weiß es nicht. Aber es sind wieder mehr Unternehmen im Depot, was gut für niedrigere Volatilität ist.
Der  Dollar ist wieder leicht abgewertet, steht bei 1,12. Bei 1,20 wären dann ausgehend von 1,09, die wir vor kurzem noch hatten, 10% der Buchwertgewinne von US-Aktien in EUR umgerechnet weg. Ich habe das schon einmal erlebt. Sparplan bedient, Dollar gefallen , Depot am nächsten Tag weniger wert, obwohl die Aktie in USD gestiegen war. 
Kommtder Handelsvertrag mit China , dann wer weiß, wird der Dollar wieder stärker für eine Weile ?!. Wehe wenn nicht, dann geht der Dollar abwerten. Dann kaufe ich in einem Jahr McDonalds zwischen 90€ und 120€ zurück, haha ( jetzt steigt MDO sicher auf 300€ und ich bekomme es nie wieder).

Nico Meier
2 Jahre zuvor

@Gainde
Einerseits ist Berhshire eine art ETF wie Fabian S. sagen würde und andererseits ist Charlie Munger eine Legende mit der ich es nicht aufnehmen kann.

Sparta
2 Jahre zuvor

@Thorsten

Die ca. 90 % von Bruno sind die eigene Firma…

Soll es öfters geben. 😉

Bruno
2 Jahre zuvor

@Kiev + Thorsten
Ja es ist die eigene Firma, es ist eine AG, also von daher schon getrennt. Ob man dies nun einrechnet, es ist dasselbe wie mit einer Aktie, bloss habe ich bei dieser Firma halt 100% der Aktien, und bei einer börsenkotierten halt nur 0.00xxx% und nicht wie Buffett 10.xx%.
Natürlich ist es ein Risiko, aber für mich kalkulierbarer als jedes andere Investment, da ich selbst viel beeinflussen kann. Bezüglich Kredit ist sicher eine Option, aber in Europa ist das für IT-Firmen nicht so einfach, die stehen auf der roten Liste und man bekommt auch mit sehr guter Bonität keine wirklich berauschenden Angebote (im Gegensatz z.B. zu Immobilien).
Sicherlich gerade im Internet lese ich häufig von Unternehmern, die 10+ Firmen gleichzeitig führen, für mich ist das undenkbar. Aber ich bin auch kein Genie wie diese Herren. Lieber etwas richtig machen und dann ist auch das Risiko minim. Ich habe bisher 4 Firmen aufgebaut und mit keiner Konkurs angemeldet und es hat auch immer funktioniert, aber ich mache auch Dinge wo gut kalkulierbar sind. Sogar eine grössere Rezession und Verwerfungen würden wir überstehen denke ich mal. 
Ob die 10% reichen, wenn man sehr knapp kalkuliert würde es wohl reichen, es ist auch eine abbezahlte Immobilie darunter. Aber ich denke gar nicht soweit, sondern eher wie man vernünftig weiterwachsen kann. 
Das Risiko ist auch innerhalb der Familie gut abgedeckt, meine Frau hat einen sicheren und gutbezahlten Job, den sie auch noch liebt. Das Einkommen würde immer reichen für alle, von daher sehe ich es wirklich gelassen.
Ich mache mir trotzdem Sorgen, aber nicht um mich, sondern wie man weiter wachsen kann, wie man gute Fachkräfte bekommt, wie man langfristig sichere Arbeitsplätze garantieren kann etc. es sind also eher realwirtschaftliche und operative Sorgen und weniger ob in Zukunft man noch genug zu Essen bekommt.

Thorsten
2 Jahre zuvor

@Bruno viel Glück weiterhin !

Hier noch was zum Ärgern mancher Leute zum Hoax ‘Gold bringt/taugt nichts’.
Übersicht bis Ende 2018, es sieht jetzt sogar noch besser aus, der Schlusskurs am 31.12.2018 war 1.117,93 €.  Wir stehen heute bei 1.353,15€
https://www.boerse.de/performance/Gold/XC0009655157
Die Daten in der untersten Zeile geben an, welche jährliche Rendite beim Einstieg im jeweiligen Jahr durchschnittlich erzielt werden konnte. Bei einem Einstieg Ende 1998 erzielten Anleger bei Gold z.B. im Mittel jährliche Kurs-Renditen von 8,2%.
Jährlich 8,2%, das wäre ja schon nah dran, was die Börse uns im Schnitt sonst bringt und wahlweise sogar steuerfrei 🙂 In den letzten Jahre wäre – wenn man ausgestiegen wäre ein Verlust zu verzeichnen gewesen, aber das ist ja bei anderen Assets auch so.
 
 

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