Gebühren-Hammer: Das kostenlose Girokonto ist bald Geschichte

Die Commerzbank schafft das kostenlose Girokonto ab. Per Brief teilte die Bank das ihren Kunden kürzlich mit. So wird das Institut ab dem 1. Juli selbst für Bestandskunden eine Kontoführungsgebühr von 4,90€ verlangen.

Es ist verwirrend: Das Basic-Konto und ein Basiskonto sind nicht das gleiche. Das Basiskonto kostet 6,90€. Also pro Jahr sind das 82,80€. Es sind Kraut und Rüben, um die Menschen zu verwirren. Dieses Geld würde ich lieber in die Altersvorsorge stecken, als es der Bank zu schenken. Mit solchen Gebühren verdienen die Banken Milliarden. Denn durch die große Kundenzahl ergeben sich gigantische Summen.


Auf der Community-Plattform Reddit sind die Kunden jedenfalls stinksauer auf die zweitgrößte Privatbank nach der Deutschen Bank. Die gelbe Bank scheint den Abgang zahlloser Kunden einzukalkulieren. Es rechnet sich unterm Strich, selbst wenn etliche Kunden abwandern werden.

Die Postbank ist auch nicht mehr kostenlos. Ich glaube, nur Studenten erhalten dort noch ein kostenloses Girokonto. Die Banken sind profitorientiert. Selbst die Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind am Abkassieren.

Am Geld aufbewahren verdienen sie nichts mehr. Im Gegenteil, es kostet sie sogar Geld, seitdem die Zinsen auf einem Rekordtief sind.

Aber das Girokonto ist oft der Beginn einer langen Geschäftsbeziehung. Gutverdiener drehen sie zum Beispiel gerne große Finanzierungen, Versicherungen oder teure Fondssparpläne an. Fonds sind oft mit horrenden Ausgabeaufschlägen und Entgelten verbunden, die Kunden verstehen das manchmal gar nicht.

Immer mehr Institute erheben zudem Negativzinsen für hohe Sichteinlagen.

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  1. Das Basic Konto ist ab 700€ Geldeingang weiterhin kostenlos.

    Ein Wechsel ist im Online Banking möglich.

  2. “Die Banken sind profitorientiert.”

    … die schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten!… 😉

  3. Basic Konto ist ab 700 EUR kostenlos. Bitte genauer recherchieren, bevor ein Artikel geschrieben wird. Das ist alles unnötige Panikmache.

    Mal davon abgesehen haben die wenigsten hier Ahnung von den Projekten, welche im Zahlungsverkehr gerade auf Verlangen der EZB gemacht werden müssen. Stichwort: GPI, TARGET 2 Konsolidierung auf ISO 20022 ab 2022 für ganz Europa!, SWIFT Konsolidierung auf ISO 20022 ab 2022 und TIPS. Das Sind immense Kosten, welche dem Zahlungsverkehr zugerechnet werden, und die eine Verbesserung für den Kunden bedeuten in der Geschwindigkeit der Abwicklung. Und weitere Projekte sind in der Pipeline. Strukturierte Adressen ab 2023, pain.001 Einführung etc. Alles schön vereinheitlichen für weniger Medienbruch und mehr Geschwindigkeit.

    Dazu weitere regulatorische Anforderungen wegen 2 Faktor Authentifizierung. Alles im Sinne des Kunden. Freiwillig machen die Banken das sicher nicht. Kostet alles viel Geld und muss ALLES mehrfach vor Release Einsatz getestet werden.

    Viele Grüße aus der Finanzwelt.

  4. Ich habe gerade entdeckt, dass ein Haus in der Nachbarschaft 3000€ Kaltmiete kostet. Unser Haus ist sogar größer, ensetzlich wenn ich mieten müsste, das könnte ich  gar nicht mehr bezahlen.  Das ganze Gerede von Kaufen versus Mieten zerbröselt regelmäßig bei den realen Zahlen, wenn ich so tun würde als ob.  Kauf hat sich in den letzten 20 Jahren IMMER gelohnt. Mein Haus hat in 12 Jahren  200% Wertsteigerung erfahren. Entschudung durch Inflation, keine Miete. Das war die beste Altersorsorge , die ich tun konnte. Im Gegensatz zu Aktien ist der Verkauf längst STEUERFREI, das nur mal zu dem ständigen Gewimmer mit den Kaufnebenkosten.

  5. Die Welt kostet, alles kostet auch das was gratis scheint. Bei Google bezahlen wir zwar nichts für die Nutzung der Suchabfragen oder Maps etc., wir bezahlen halt mit unseren Daten. Bei den Banken und Versicherungen wurde lange Zeit alles quersubventioniert, Kickbacks, versteckte Provisionen, das ändert sich langsam und ich finde der Weg zu mehr Transparenz gut, auch wenn er gerade bei den Banken nicht wirklich freiwillig abläuft. Nichts ist gratis in der Welt nicht mal der Tod. Ich zahle gerne z.B. einem Versicherungsbroker ein Honorar, im Wissen, dass die vermittelte Versicherung dann keine versteckten Maklergebühren enthält und ich die Folgejahre entsprechend ein Mehrfaches an Prämien spare.

    Marketingtechnisch ist das natürlich suboptimal, viele fallen darauf herein. So werden vermeintlich gratis Smartphones erworben mit dem Abschluss eines entsprechenden Abos. Ist nichts anderes als ein versteckter Kreditvertrag. Und so ist es mit vielen Dingen, eine Gratis-Kreditkarte ist nicht gratis. Aber die Leute fallen darauf herein.

  6. @Thorsten Aufrichtigen Glückwunsch, aber ich verstehe die Logik nicht. Daß dies bis jetzt ein deutlicher Gewinn war stimmt, aber ob ein jetziger Kauf es gerade aus diesem Grund immer noch wäre, wage ich zu bezweifeln. Ansonsten müßten Sie sofort mehrere Immobilien kaufen. Ich bezweifle, daß Sie das tun. Und das aus gutem Grund.

  7. Commerzbank Geschäftskonto: muss inzwischen Dispo Kredit Zinsen bezahlen, für den eingerichteten Sicherheitsrahmen, als Strafe wenn man diesen nicht nutzt!!? Das ist unverhältnismäßig unverschämt. Zahlen für ein Kredit den man nicht genommen hat. Comdirect kann ich trotzdem sehr empfehlen als Privat Konto und Depot. In Kombination und Geld Eingang sowie Mini Sparrate ins Depot ist beides kostenlos + Top Design und Nutzung, Qualität. DKB auch gute Alternative aber etwas staubig und schlechter Telefon Service.

    Bund der Steuerzahler: ich weiß nichts ist perfekt, aber immerhin ein Verein den eigentlich jeder unterstützen sollte. Mitgliederbeitrag ist zweistellig und kann man absetzen. Motto: Nicht meckern, Möglichkeiten egal wie klein nutzen, handeln statt glotzen und meckern.

  8. @ZZ es wird alles teurer. Darauf zu setzen , dass irgend etwas billiger wird funktioniert nicht. Boden ist nicht vermehrbar. Aktien beliebig . Ich gebe keine Kaufempfehlung, aber Immobilien mit Schauergeschichten wie “unvorhergesehene Reparaturen” schlecht reden zu wollen disqualifiziert einen Autor, falls er dieses Argument zieht um Aktien als überlegen darstellen zu wollen. Das gibt es haufenweise von selbst erklärten Experten , die einem auf YouTube ETFs wie sauer Bier empfehlen und ich wette keiner der Bürschlein hat selbst eine Immobilie.

    Die Mischung macht es. Immobilienaktien sind ein guter Kompromiss.

  9. Die Postbank ist auch nicht mehr kostenlos.

     

    Ab 3000,- EUR mtl. Geldeingang ist das Giro-Konto dort (noch) kostenlos.

     

  10. Die Sparkasse in meiner Gegend hat ebenfalls meine bisher kostengünstige Kontovariante abgeschafft und verlangt ab 01.07. mindestens 8,99€ im Monat ohne Ausnahme.

    Das Thema mit den Häusern finde ich immer wieder lustig, wie gerne die Häuslebesitzer sagen, wie sehr es sich doch gelohnt hat.
    Häufige Aussagen und die Wahrheit:

    1) Das Haus hat eine grandiose Wertsteigerung, 200% und ist steuerfrei beim Verkauf. Das können Aktien nicht!

    Antwort: Das ist reine Theorie, denn ebenso wie bei Aktien Wertsteigerungen nur auf Papier stehen solange du sie nicht verkaufst, steht der Wert deiner Immobilie auch nur in den Büchern. Die große Frage ist doch: Verkaufst du jemals dein Haus, um den Gewinn zu realisieren und dann ein neues Haus (Achtung gestiegenes Preisniveau, Kaufnebenkosten etc) zu kaufen? Wohl eher nicht. Aktien verkauft man dagegen relativ schnell, da sind die 26,375% dann nicht so wild. Häufig zieht sich ein Hauskauf lang, meistens sind Verhandlungen wegen notwendigen Renovierungen preismindernd – schön wenn es dann steuerfrei ist, der theoretische Marktwert muss aber auch bezahlt werden. Aktien sind liquider und man braucht keinen LKW um sie loszuwerden (Umzug). Nur Profilierung, denn die meisten Hausbesitzer verkaufen nie, sondern stecken immer wieder Geld ins Haus und können ihre „Wertsteigerung“ nie mitnehmen. Dann bringt es eben auch nicht viel.

    2) Statt zu investieren solltet ihr das Geld lieber in die Raten eines Eigenheims stecken. Das ist die beste Rendite!

     

    A: Ein Haus, dass du abzahlen musst, ist kein Asset! Das verstehen viele leider nicht, aber ein Asset ist Produktivkapital, das Ausschüttungen generiert. In ein Haus zahlst du nur rein, solange du nicht vermietest, zahlt es nie zurück (außer du verkaufst, s. 1)). Und sind wir ehrlich: Ob du nun Miete zahlst oder deine Bankkredite zurückzahlst: Verpflichtungen sind beides, ohne gehts nicht! Wenn du also 35-40 Jahre dein Eigenheim abzahlen musst und deshalb nicht sparen kannst, baust du dir kein weiteres Einkommen auf. Der Nutzen, irgendwann mietfrei zu wohnen, stellt sich oft irgendwann in der Rente ein (kaum ist der Kredit abgezahlt, gehen die ersten Renovierungen los und die Kredite enden nicht). Steckt ihr lieber kräftig Geld in Assets, die regelmäßig Cashflows erzeugen, könnt ihr regelmäßig schon nach 7-10 Jahren eure Miete durch die Erträge zahlen lassen, ihr baut euch also ein weiteres Standbein auf und werdet unabhängiger von eurem Arbeitseinkommen. Ab diesem Punkt baut ihr dann weiteres Einkommen für die Rente oder privates Leben auf. Glaubt ihr nicht? 700€ monatlich für 35 Jahre sparen bei 8% p.a. und ihr seid Millionäre, habt aber nur 300.000€ eingezahlt (Haus also abbezahlt). Bereits nach 15 Jahren sind 7-8.000€ Free-Cashflow nach Steuern kein Problem. Wenns drauf ankommt, ist das viel Geld. Fragt mal einen Hausbesitzer was ihm die Hütte zahlt, wenn er morgen nicht mehr arbeiten geht 😉

    Entscheidend ist nie der Besitzwert, sondern einzig der Cashflow aus diesem Vermögen. Cashflow gibt euch auch stets die Möglichkeit eure Kapitalallokation neu zu justieren. An Betongold seid ihr fest gebunden und müsst immer weiter rein investieren, selbst wenn die Rendite schlechter wird (Kreditrate bis zum Schluss – flexibel verkaufen und ständig neu kaufen an besseren Orten vernichtet jede Rendite). Durch Cashflow werdet ihr finanziell unabhängiger. Keep Investing 🙂

  11. @Julian/ABC:

    man kann aber nicht gleich wechseln. Ich habe das Schreiben ebenfalls bekommen und gleich bei der Commerzbank angerufen was das soll, wurde dann auch auf das reine Online-Konto ohne Gebühren verwiesen, und das ich das online umstellen kann. Also gleich eingeloggt und wollte umstellen. Aber: geht nicht, da das aktuelle Girokonto ja noch kostenlos. Umstellung erst ab 1.7. möglich, also nach der dann unwidersprochenen Preiserhöhung.

    Nachdem ich der Commerzbank jährlich 20.000 € an Zinsen zahle habe ich dann gleich gekündigt. Bin da äusserst allergisch, wenn jemand der schon ordentlich an mir verdient meint nochmal 60 € zusätzlich rausschlagen zu müssen.

     

  12. @ Dennis

    Danke für deine Ausführungen. Ich investiere auch mein gesamtes Kapital in den FTSE All World. Allerdings ist die Dividendenrendite sehr gering. Wie kann ich Cashflow generieren?

  13. @Sonny

    Cashflows generierst du mit jeder Anlagemöglichkeit, die Ausschüttungen erzeugt. Eine breite Investition wie du sie tätigst ist dafür ein Beispiel. Natürlich lohnt sich der Vergleich, bei welchen ETFs eventuell mehr Dividendenrendite zu holen ist, aber die Dividenden sollten auch nachhaltig gezahlt werden können. Lieber etwas weniger Rendite, aber dafür sicher jedes Jahr kassieren als hohe Rendite und die Hälfte fällt bald aus.

    Besonders hohe Div.Renditen fährst du mit Einzelaktien ein, hierzu ist aber eine umfassende Analyse sinnvoll aus genannten Gründen. Auch da gilt natürlich nicht alle Eier in einen Korb und das, was Tim hier stets predigt: Langer Horizont, niedriger Umschlag, nur Teilverkäufe, stetig Erträge reinvestieren, nicht gierig werden, kein Markttiming oder sowas probieren (geht oft schief und dann wirds schwer wieder aufzuholen -> Wenn du von 100€ 50% verlierst, brauchst du danach 100% Rendite um wieder auf 100€ zu kommen, ohne Steuern, denn die musst du auf Gewinne ja auch wieder zahlen ;)). Und als wichtigstes von allen Dingen: Investiert in Assets, die ihr versteht und nicht das, was alle anderen machen.

    Und etwas das oft in der Zeit der Extrem-Frugalisten deprimierend auf den Normalmenschen wirkt: Ihr braucht nicht erst 700, 1200, oder 2000€ bei 95% eures Einkommens zu sparen, um etwas zu erreichen, fangt einfach an! Auch kleine Summen führen mit entsprechender Zeit zum Erfolg, viel entscheidender ist die Zeit die das Geld arbeitet! Einfach anfangen, auch wenns nur 100€ sind.

     

  14. Zu den Aktien gebe ich keine Auskünfte, aber ich investiere sehr konzentriert nur in 6-10 Titel. Durch die enormen Gewinne in der Coronazeit habe ich da etwas abgebaut, ein Beispiel: Hapag-Lloyd wollte keiner haben als der erste Lockdown war, obwohl eCommerce massiv profitierte und die Seefracht ausgelastet war wie selten zuvor. Gekauft zu 42€ … gerne mal schauen wo sie heute stehen 😉 Habe da große Teile in wenigen Monaten wieder abgestoßen bei 137€, ein bisschen was habe ich aber noch 🙂 Will damit nur sagen: Gewinner findet man auch, oder gerade, in schwierigen Marktphasen.  Ein eigenes Bild machen ist wichtig, daher will ich auch meine Positionen nicht vorgeben.

    ETFs finde ich den SPDR Global Dividend Aristocrats sehr nett wenns um Dividenden geht. Auch ETFs auf Small und Mid Caps machen immer Sinn, die kleineren Schiffe sind oft wendiger als die großen Dampfer, auf lange Sicht ist da mehr zu holen und dort finden sich die Next Netflix, Amazon und wie sie heißen mögen 🙂

    So, in diesem Sinne Allen einen schönen Abend

  15. @ Dennis

    Zunächst vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag zu den Immobilien. Ich stimme Dir zu, möchte mir aber den Hinweis erlauben, dass Du aus meiner Sicht einen Aspekt der für die selbstgenutzte Immobilie spricht nicht berücksichtigt hast.

    Auch wenn es sich für die Kaufgeneration nicht lohnen mag, eine selbstgenutzte Immobilie zu erwerben, profitiert doch oft die nächste Generation davon. Man erbt ein (hoffentlich) abbezahltes Haus und kann dort, abgesehen von den Unterhaltungskosten, mietfrei wohnen. Soweit ich das für meinen Wohnort beurteilen kann, liegen die Unterhaltungskosten für ein Haus unterhalb der bei uns gängigen Marktmiete, sowohl für vergleichbar große Wohnungen oder Häuser (Speckgürtel von Rhein-Main).

     

     

  16. So ähnlich wie Dennis dies schreibt sehe ich das auch.

    Eine Eigenheim kostet und bindet Kapital, nicht falsch verstehen ich finde ein Eigenheim per se nicht schlecht, ich habe mich aber für Wertpapiere entschieden.

    Cashflow ist das was jemanden Vermögend macht. Man bekommt vom Brutto den Netto Lohn, zahlt seine Verbindlichkeiten, den Restbetrag der übrig bleibt wird investiert.

    Dies können Vermietete Immobilien sein oder Wertpapiere, diese sollten dann wiederum gut Cashflow generieren.

    Wenn man das übrig bleibende Geld in ein Eigenheim steckt, zahlt man aber in eine Verbindlichkeit ein, in der Hoffnung dass man weniger Kosten hat als ein Mieter, was auch durchaus sein kann.

    Fazit: Ob Kosten einzusparen oder Cashflow generieren das richtige ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt nicht den richtigen Weg.

  17. “Man erbt ein (hoffentlich) abbezahltes Haus und kann dort, abgesehen von den Unterhaltungskosten, mietfrei wohnen.”

    Ich finde gerade dies nicht optimal. Eine Immobilie kann sich, je nach Situation, lohnen, aber immer nur mit Fremdkapital. Eine abbezahlte Immobilie rentiert (deutlich) schlechter als ein Aktiendepot langfristig. Durch den Hebeleffekt (FK) kann es sich aber lohnen, insbesondere solange die Preise steigen oder zumindest nicht fallen (sonst geht der Hebel dann in die andere Richtung).

    Ich werde lieber ein Aktiendepot vererben wollen an die Kinder, dann haben sie die grösstmögliche Freiheit. Ob Kinder im Elternhaus leben wollen ist in der heutigen, sehr agilen und mobilen Zeit mehr als fraglich, und gerade ein Haus ist als Vermieterobjekt suboptional.

    Ich hatte meine Jungs mal gefragt, falls wir denn hier mal weg sind, ob jemand die Wohnung hier behalten/bewohnen möchte, die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Sie wollen dann raus und etwas anderes und nicht im “Elternhaus” bleiben, aber wird sich zeigen.

  18. … oder Wertpapiere, diese sollten dann wiederum gut Cashflow generieren.

     

    Logisch! Man will ja auch bissl was haben zum versteuern  😉

     

  19. @thorsteN

    erstmal nen Käufer finden der deinen Phantasie preis bezahlt. Ganz einfach Rechnung mit Objekten die hier im Markt gerade genauso vermietet angeboten werden:

    Aktuell Neubau kosten: 5.200€/m2

    angebotenes Objekt: 350.000€ Bei 70m2 Wohnfläche

    tiefgarage 12.000€

    bei Kauf fällige Nk 10% 36.200€

    kaufpreis: 398.200€

    rechnen wir ohne EK nur um mal die Opportunitäts-Kosten außen vor zu lassen und EK bezahlte Aktien vergleichbar zu machen.

    Tilgung 3%
    zins 1%
    btw. Die Finanzierung bekommt man erst ab mindestens 50.000€ Jahres Gehalt…

    T=11.940€ =>monatlich: 995,5

    Z=3980,2 => m:331,83

    HG:

    unlegbar: 120€

    nicht umlegbar: 80€

    Dauer zur Tilgung NK= 36.200/584=5,2 jahre

    also erst nach 5 Jahre Vermögensaufbau ohne die Instandhaltung zu berücksichten ca. 1% im Jahr.

    die Wohnung kostet inkl. TG in der Miete 800€ warm, d.h. Ich spare gegen den Käufer 600€ im Monat… also fast ziemlich genau den Betrag den der Käufer ohne Berücksichtigung von Instandhaltung in die Tilgung steckt und somit in den Vermögensaufbau.

    jetzt darf jeder gerne mal selbst gegen rechnen was dabei rauskommt wenn ich die 600€ Einfach nur zu Seite lege…

    zweites Szenario wäre dann 600€ in 8,5% etf investieren und Immobilie mit Wertzuwachs vergleichen (keine Fantasie zahlen verwenden!!!, 5% im Jahr ist viel für eine Immobilie)

    Also wer da noch solche Posts wie Thorsten  da oben schreibt, lebt für mich in einer Traumwelt.

  20. Eine abbezahlte Immobilie rentiert (deutlich) schlechter als ein Aktiendepot langfristig.

     

    Was meine Lebensqualität angeht, “rentiert” meine Immobilie (Haus und großer Garten) deutlich besser als mein Aktiendepot. Was die Betrachtung in Geld angeht, magst du Recht haben … das ist mir an der Stelle aber sowas von Wurscht  😉

     

    Ist aber vor allem eine Typfrage. Wer mit einem Garten nichts anderes anfangen kann, als ihn als ungeliebte (Arbeits-)Belastung zu sehen, wird das gewiss anders sehen. Wem in Geld darstellbare Rendite über alles geht, vielleicht auch.

     

  21. @Dennis

    Vollkommen richtig.

    @comeback

    profitiert doch oft die nächste Generation davon”

    Und von einem geerbten Millionendepot profitiert die nächste Generation nicht? Verstehe diese Logik nicht.

  22. Was meine Lebensqualität angeht, “rentiert” meine Immobilie (Haus und großer Garten) deutlich besser als mein Aktiendepot.”

    Also ich kenne Leute die wohnen zur Miete und haben trotzdem einen Garten.

    Ein Haus bindet sehr viel Zeit da es immer etwas zu tun gibt. Diese Zeit spare ich mir gerne. Von den ständigen Kostn mal ganz abgesehen.
     

  23. @Rüdiger

    Ja was die Lebensqualität an geht, ich finde ein schönes Haus eine super Sache. Ich denke wir werden vermutlich mittelfristig im Ausland ein Haus kaufen, da ist das Thema Rendite kein Thema. Hier haben wir ein kleines Eckhaus, das wir günstig erwerben konnten vor 20 Jahren. Jetzt würde ich hier kein Haus mehr kaufen wollen, die Preise sind deutlich überrissen.

    Ich meinte meine Aussage in Bezug auf Vermögensaufbau, auch als Erbe ist ein Haus nicht immer zweckdienlich, ich denke die meisten hätten mehr davon, ein schönes Depot zu erben als eine Immobilie, die unter Umständen dann auch nicht passt.

    Aber Du hast natürlich Recht, man kann dieses Thema nicht nur unter Renditebetrachtung sehen, sonst wäre auch eine Mietwohnung fehl am Platz, denn der freie Platz unter der Brücke ist günstiger 😉

  24. Sie wollen dann raus und etwas anderes und nicht im “Elternhaus” bleiben,”

    Eben, ich könnte mir das auch nicht vorstellen.

  25. @Entscheidend ist nie der Besitzwert, sondern einzig der Cashflow aus diesem Vermögen.
    Dem und ein paar anderen der dort aufgeschriebenen sehr einseitigen Betrachtungen würde ich deutlich widersprechen.

    @Commerzbank & Zinsen
    Ein paar Gebühren zu zahlen ist jetzt auch nicht wirklich schlimm. Geld muss ein Geschäft schließlich verdienen. Das Problem ist, sie bekommen den Hals nicht voll. Es ist ein schönes storytelling-Märchen, dass die armen Banken leider die Gebühren erhöhen und Verwahrentgelte für das ihnen geliehene Geld nehmen müssen weil sie sonst leider nicht überlebensfähig seien. Sie verstehen das sicher, – die pösen Niedrigzinsen. Nein, die Banken wollen einfach weiterhin unverhältnismäßig viel verdienen. Außerdem jahrelanges Missmanagement. Bank war auch ein fantastisches Geschäftsmodell zumal seit man noch zusätzlich gleichzeit Investmentbank spielen durfte. Ich habe aber die Hoffnung, dass solche unnützen Dinge wie die Commerzbank immer weiter vom technischen Fortschritt & Regulierung zusammen gestutzt werden. Idealerweise bis zur Nichtexistenz. Vermissen wird sie vermutlich niemand außer ein paar der ehemaligen Beschäftigten.

  26. @Bruno:  Ich meinte meine Aussage in Bezug auf Vermögensaufbau, auch als Erbe ist ein Haus nicht immer zweckdienlich, …

     

    Unbestritten! Für den Privilegierten reicht es halt für beides: Ein schönes Haus mit großem Garten UND ein schönes Depot. Für die Erben bleibt genug übrig. Ich bin ein Rabenvater, der keine Rücksicht darauf nimmt, dass die Brut den Wert des Hauses vielleicht lieber in Aktien hätte  😉

     

  27. <em>@Bruno – die meisten hätten mehr davon, ein schönes Depot zu erben als eine Immobilie</em>
    Illiquidität von Vermögen kann gerade auch bei Erbschaften einer großer Vorteil der Vermögenswahrung sein. Mit 19 ein 2-Millionendepot geerbt kann es schnell dümmlich verkonsumiert sein – im schlechtesten Fall noch in einem Börsencrash verkauft. Es gibt viele Schattierungen von “sinnvoll”. Jedes Asset hat seine Problemseiten.Aktiendepots kann man zumindest deutlich einfacher gerecht aufteilen, zumal wenn der Erblasser nur einen All-World ETF im Depot hatte 😉

  28. Müssen wir Besserverdiener dann auch Kontoführungsgebühren bezahlen? Ich bin bei der Postbank und bisher habe gar nichts bezahlt. Ich hoffe mal das bleibt so!

  29. @42

    Ja eine etwas grössere Hemmschwelle, aber auch ein Haus oder MFH etc. kann verscherbelt und verkonsumiert werden, da gibt es keine Garantie. Man kann nicht viel mehr machen als versuchen gut zu erziehen und der Rest liegt dann nicht mehr in den eigenen Händen.

    Meine Kinder wissen auch, dass sie arbeiten müssen und sich selber etwas aufbauen sollen. Sie bekommen jetzt bestmögliche Unterstützung was Ausbildung betrifft. Was dann mal vererbt wird und in welcher Form wird sich zeigen.

    Ich kenne Fälle wo ganz junge Leute viel geerbt haben und es ist nicht wirklich gut rausgekommen, psychische Probleme, Sinnfragen, der Charakter hat sich negativ verändert etc. hört sich vielleicht für eine doof an aber ich denke es macht nicht zwingend glücklich wenn man in ein goldenes Nest geboren wird. Man ist dann auch nie so stolz auf was man erreicht hat.

  30. @ Sammy

    Was gibt es da an Logik nicht zu verstehen? Du hast doch in aller Regel keinen Einfluss darauf, was Dir vererbt wird. Ein Millionendepot ist denke ich überall gerne gesehen, ist halt nicht so häufig wie das Häuschen. Die jetztige Erblassergeneration kannte halt Tim´s Blog noch nicht, sonst wäre das alles anders gelaufen;-)

    @ all

    Bei uns kostet eine 60qm/3 Zimmer-Wohnung ab 650 € Kaltmiete aufwärts, aktuell die einzigen beiden Angebote zur Miete, Häuse werden zur Miete gar nicht angeboten. Ich kann nicht sehen, was eine vergleichbare Miete wäre, denke aber ca. 900 -1.000 für unsere Hausgröße könnte hinhauen. Die Kosten für ein abbezahltes Haus und nur von dieser Konstellation bin ich in meinem Vorpost ausgegangen, betragen über das Jahr nicht mal 150 € im Monat nach aktuellem Stand. Da ist Grundsteuer B, Schornsteinfeger als auch Versicherungen enthalten. Meint Ihr nicht, dass es möglich ist, in dieser Konstellation monatlich die Differenz zur fiktiven Miete zurückzulegen, in diesem Beispielsfall 750 €. Das wären 9.000 € im Jahr, bei Spardisziplin. Instandhaltung fällt ja nicht alle zwei Jahre an. Mal drei Klassiker mit ihrer jeweiligen Lebensdauer: Holzfenster ca. 30 Jahre, Dach ca. 60-80 Jahre, Heizungsanlage ca. 20-30 Jahre. Zwischendurch nochmal die Fassade, mal ne Haustür oder Handwerker. Das alles und noch viel mehr kann aus der Ersparnis gezahlt werden, wobei ich von einer Nutzungsdauer von 30 Jahren ausgehe. Die Konstellation ändert sich, wenn das Haus nicht abbezahlt ist oder Wünsche bezüglich Ortswechsel bestehen.

  31. @Entscheidend ist nie der Besitzwert, sondern einzig der Cashflow aus diesem Vermögen.”

    Ich würde sagen dass die Möglichkeit zur schnellen Liquidierung ein größerer Vorteil ist. Natürlich ist immer das Gesamtvermögen entscheidend nicht der reine Cashflow. Was aber das produzieren von Cashflows anbelangt gebe ich dir recht.

  32. …ähnliches kenne ich von anderen Banken; eine Masche die schon vor etwa 10 Jahren lief:

    Ein Tagesgeldkonto, nennen wir es beispielhaft “Super-Tagesgeld” wurde zu beispielsweise 4% Zinsen angeboten. Bei Einzahlung von 10.000 EUR gab es also 400 EUR Zinsen.

    Ein Jahr später gab es nur noch 100 EUR Zinsen.

    Was war passiert? Auf der Webseite der Bank wurde das Tagesgeld immer noch mit 4 % beworben.

    Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass das aktuelle mit 4% beworbene Tagesgeld “Super-Tagesgled+” hieß und nicht “Super-Tagesgeld”.

    Es wurde also ein vom Namen fast identisches Produkt aufgelegt, während für das vorherige Produkt die Zinsen klammheimlich deutlich reduziert wurden.

    Die Bank hat damit die Kunden geschickt hinter das Licht geführt und ich bin mir sicher, viele Kunden haben das nicht so durchschaut und ihr Geld auf ein besseres Produkt umgeschichtet.

  33. @comeback
    Was interessiert mich die jetzige Erblassergenration? Es geht um das hier und jetzt und wenn ich jetzt die Wahl habe zwischen einem Häuschen das ich später vererbe oder einem Millionen Euro Depot (ganz ohne die Hilfe dieses Blogs), dann entscheide ich mich eindeutig für zweiteres.

  34. betragen über das Jahr nicht mal 150 € im Monat nach aktuellem Stand.”

    Instandhaltungskosten fallen eben nicht monatlich an. Da hast du viele Jahre lang kaum Kosten und dann kommen richtig teure Sachen. Ich denke im Schnitt also deutlich mehr als 150€. Man kann sagen ca. 1,5% vom Kaufpreis pro Jahr

  35. Hallo in die Runde und schönen ersten Mai.

     

    Ich finde es interessant, wie hoch hier ein Aktiendepot von der Rendite her eingeschätzt wird. Das erscheint mir hier sowas wie ein Home-Bias zu sein, da hier ja vor allem Leute schreiben, die in Aktien investiert sind.

    Wenn ich aber bei mir persönlich schaue, in welche Assets ich investiert bin, ist das Aktieninvestment bei weitem nicht das Beste.

    Wenn ich mir mal die letzten 10 Jahre anschaue sieht es folgendermassen aus:

    1.Investieren in die eigene Firma. Liegt mit Abstand vorne.

    2. Ackerland! Glaubt kaum jemand. Ist aber in den letzten 10 Jahren in bestimmten Gebieten extrem gestiegen.

    3. Wohnung (vermietet)

    4. Haus (selbst genutzt)

    5. Photovoltaikanlage

    6. Einzelaktiendepot

    7. Spezialisierte Fonds

    8. ETF Portfolio

    9. Gold

    10. Festverzinsliche Papiere

    Immer auf die Verzinsung des Eigenkapitals gerechnet.

    So sieht es zumindest bei mir aus.

    Deswegen Frage ich mich, warum ihr glaubt das Aktien in den nächsten 10 Jahren die Beste Anlageform sein soll? Was es wird weiss ich natürlich auch nicht, aber warum sollten das ausgerechnet Aktien sein? In den letzten 10 Jahren waren sie das nicht. In den 10 Jahren davor brauchen wir wohl erst garnicht drauf eingehen.

     

    Deswegen meine These mit dem Home-Bias, der hier.

  36. @Linda

    Bist du dir sicher dass du weißt wie man eine Rendite korrekt berechnet? Aktien sind die Anlageklasse mit den höchsten Renditen das ist historisch belegt. Deine eigene Firma ist ja keine Anlage sondern ein Business. Alle anderen Dinge die du aufgezählt hast liegen weit hinter Aktien.

  37. @ Sammy

    Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe:

    Ich rede davon, dass von der jetztigen Erblassergeneration geerbt wird.

    Du redest davon, was Du vererben möchtest, also als Teil der zukünftigen Erblassergeneration. Da kannst Du Dich frei entscheiden. Aber warum nur das Millionen-Euro Depot, wenn es zusätzlich noch ein abbezahltes Haus aus eigenem Erbe sein könnte?

    Think big Sammy!

  38. Sammy, warum hasst du so die Eigenheimbesitzer? Du schreibst schlecht über Immobilien. Was ist denn in dich gefahren? Schlechte Erfahrungen mit Immobilien oder schlimme Kindheit? Unglaublich. Du tust mir wirklich leid. Ich gönne jeden Menschen, die Eigenheim aus eigener Kraft schaffen oder Vermögenaufbau in der Depot erarbeiten. Du scheinst ja typisch deutsch, die alle (in deinem Fall Immobilien) Schlechtreden anstatt Respekt.

    Jeden neuen Tim Blog schreiben hier die Leute über Miete vs Eigenheim. Die Niveau ist jedes Mal gesunken, wenn Tim neuen Blog erstellt. Unglaublich. Wie langweilig, kaum sachlichen spezifisches Blogthema.
    Hier geht es um die Girokonto Gebühren, Leute!

  39. @comeback

    Auch wenn es sich für die Kaufgeneration nicht lohnen mag, eine selbstgenutzte Immobilie zu erwerben, profitiert doch oft die nächste Generation davon. Man erbt ein (hoffentlich) abbezahltes Haus und kann dort, abgesehen von den Unterhaltungskosten, mietfrei wohnen”

    Das hier war dein Ausgangspost, dieser ist allgemein gehalten und nicht speziell auf die jetzige Erblassergenration bezogen.

  40. @Wolke. Mieten steigen , Gehälter steigen. Wenn das Bauen oder Instandhalten teurer wird, werden die Wohnungen kleiner bzw. die pro Person genutzte Fläche wieder zurückgehen. Es findet sich immer jemand , der das zahlen kann und will, wenn die Lage stimmt. Für Altbauten auf dem Land sehe ich schwarz. Es sei denn die Entfernung erlaubt noch gelegentliches Pendeln. Homeoffice macht es in etlichen Berufen möglich. Bald 20€ kalt, wir sind schon bei 15€ und bei kleinen zentralen Wohnungen bis zu 45€/qm. Eigentum hat immer gelohnt. Mietromantik rächt sich…es sei denn in der Baugenossenschaft.

    Wir sind hier außerhalb der
    Pendlerreichweite.Das Nachbargrundstück hat 5800qm Grund plus Haus . Vor drei Jahren 50.000€, ist jetzt für 100.000€ verkauft worden. Wäre das Grundstück kleiner wäre der Preis zwischen 150.000€ und 250.000€.
    Fläche kostet, will keiner. Du brauchst einen Gärtner oder musst jung genug sein. Das schränkt den Käuferkreis ein.

     

  41. Aber warum nur das Millionen-Euro Depot, wenn es zusätzlich noch ein abbezahltes Haus aus eigenem Erbe sein könnte?”

    Weil mit Haus kein Millionendepot entstehen wird bei einem normalen Gehalt.

  42. @Linda. Du liegst genau richtig.

    Jemand, der Hausbesitzer hasst, ist entweder links verschurbelt ( ab in den Plattenbau mit euch ! Häuser besetzen und abwirtschaften) , grün gestrickt ( ab in den Nobelplattenbau mit Alibigrünfläche, Mückenteich und Solaranlage ), hat das Eigenkapital nicht ( bleibt im Mietsilo ) oder hat schlichtweg keine Eier irgend etwas zu verändern. Letzteres kann daran liegen, dass schon die Eltern im Mietsilo wohnen blieben und kein Vorbild waren.

    Nur in Deutschland ist Mieten hoffähig. In allen anderen Ländern ist das Wohnen auf Eigentum der natürliche Zustand. Das ist historisch bedingt, da gibt Infos im Netz zu. Die Zerstörung durch den Krieg hat auch Anteil daran.

  43. @Thorsten bei Wirecard warst du dir ja auch ziemlich sicher 😉 wehe einer hat was gegen WC gesagt hahaha.. Ansonsten deine Aussagen mir ggü sind ebenfalls alles andere als zutreffend.

     

  44. @Linda vielleicht müssen bei dir ein paar Ansichten zum Thema Aktien revidiert werden.

    Dein erfolgreichstes Investment war dein eigenes Unternehmen (Platz 1). Das stellt eine Beteiligung dar, die offensichtlich gut lief. Aktien sind ebenfalls Beteiligungen, nur häufig nicht vom eigenen Unternehmen, sondern an fremden. Wäre deine Unternehmung eine AG und ich hätte mich daran beteiligt, dann stünden bei mir die Einzelaktien deiner Linda AG scheinbar ganz weit oben. Dein Platz 1 ist nichts anderes als eine Unternehmensbeteiligung, ergo Aktie. Leider ist in Deutschland die Unternehmenskultur sehr GmbH–lastig, weshalb eine Investition bei erfolgreichen Mittelständlern für den normalen Anleger wegfällt. Vergleiche mal andere Menschen, die auf Platz 1 ihre eigene Firma als erfolgreichstes Investment bezeichnen würden. Fallen dir hier Beispiele ein? Mark Zuckerberg (Facebook), Jeff Bezos (Amazon), Elon Musk (Tesla), Warren Buffett (Berkshire Hathaway) …. alles Aktionäre ihres eigenen Unternehmens. Es kommt also nur auf die Gesellschaftsform an, im Grunde ist das eigene Unternehmen aber der Kategorie Unternehmensbeteiligung zuzuordnen. Allein hier frage ich mich bereits, wie du dir dann selbst glaubhaft machen möchtest, dass Unternehmensbeteiligungen nicht die erfolgreichste Anlageform sind – du siehst es doch selbst. Ich kann dir zum Beispiel sagen, dass ich nicht so begabt bin, eine eigene Firma aufzuziehen, ich bin ein grausiger Unternehmer. Aber ich verstehe etwas davon, die Ideen anderer Menschen zu beurteilen und deshalb lasse ich lieber die talentierten Menschen ihr Ding erledigen und beteilige mich an deren Erfolg. Das ist dann das Investieren in Aktien.

    Zu deinem Ackerland. Es ist schön, dass du solche Ertragsfelder (da steckt ein Wortwitz drin) gefunden hast. Das denke ich ist aber sehr spezifisch, denn wie viele Anleger kennen sich damit aus? Hier sehe ich das Thema Diversifikation auch eher schwierig, wenn man in der Vermögensaufbauphase ist.

    Zur vermieteten Immobilie: Ich kann dir die Frage nicht abschließend beantworten, sicher hast du mit einem Hebel kalkuliert auf das EK. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass mit zunehmender Dauer, also zunehmender Entschuldung die Anlageform immer uninteressanter wird. Jeder Euro, den der Mieter durch seine Mietzahlung indirekt an die Bank leistet, um deine Mietwohnung zu entschulden, stellt abzüglich der Zinslast eine Steigerung deines EKs dar. Jeder Euro Schulden den du zum Kauf der Immobilie aufgenommen hast und der getilgt wird, ist anschließend deinem Eigenkapital zuzurechnen bis dir zum Schluss die gesamte Immobilie zuzurechnen ist. Deine EK Rendite bei gleichen Cashflows sinkt also von Jahr zu Jahr, wenn nicht die Mietsteigerung größer ausfällt als der Entschuldungsgrad. Aus statistischen Quellen sind bei vermieteten Objekten etwa 3–4% Kapitalertrag auf den Immobilienwert zu erwarten, da Mietsteigerungen nur begrenzt möglich sind, ist eine Abweichung davon kaum zu erwarten. Zum Vergleich: Aktien liefern langfristig 7–9% p.a. – das macht auf 30 Jahre eine ganze Menge aus. Ich weiß, dass viele Immobilienbesitzer sich gern hinstellen und einfach mal die anfängliche EK Summe als Residualwert nennen und dann stolz die Nettomiete als Zähler ansetzen. Das ist aber eine Milchmädchenrechnung, denn entscheidend ist aus opportuner Kostensicht, was die jeweils beste Anlageform für den Wert des Geldes darstellt (Deshalb verkaufst du auch manche Aktien, wenn es bessere Anlagemöglichkeiten für das Geld gibt). Der EK—Wert steigt aber wie zuvor beschrieben erheblich, was die Rendite negativ beeinflusst. Immer an den Deleverage Effekt denken. Wer hier maximieren möchte, muss die Immobile sofort nach Entschuldung verkaufen und wieder neue Immobilien kaufen mit hohem Hebel, damit anfänglich die Rendite stimmt.

    zu eigenen Immobilien habe ich mich ja bereits ausgelassen. Hast du bereits verkauft oder machst du das demnächst? Ansonsten reine Zahlenspielerei. Was zahlt die eigene Immobilie? Null. Hast du auf Dauer einen Zinseszinseffekt durch die Einnahmen? Geht nicht, deine Mietersparnis potenziert sich nicht. Kannst du deinen Vermögensteil diversifizieren, um Standortrisiken zu minimieren? Nein. Wenn du deine Immobilie verkaufst, was dann? Du brauchst ein Dach über dem Kopf, also kaufst du eine neue, dann zahlst du erstmal den Notar, das Grundbuchamt, eventuell den Makler, Grunderwerbsteuer, Umzugskosten und und und. Immer noch so eine tolle Rendite? Ein Neukauf bei 700.000 € Wert kostet mal schnell 70.000€ ohne Makler. Investierst du diese Summe beim Aktiendepot, kostet es bei den meisten Anbietern 70€ maximal. Kleiner Unterschied, der aber unter Renditebetrachtung berücksichtig werden sollte, selbst wenn du beim Aktienverkauf Steuern zahlst.

    Dennoch: Deine Diversifikation ist wie ich finde sehr gelungen und ausgereift, falsch hast du damit sicher nichts gemacht und zum Investieren gehört auch stets das persönliche Wohlbefinden, sonst lassen sich die schweren Zeiten schlecht durchstehen. Das ist das Gold dann auch vertretbar 😉

  45. REITS haben alles outperformt.

    https://www.millionacres.com/research/reits-vs-stocks/#

    Warum hier immer der S&P500 als Messlatte gekommen wird ? Der lässt sich auch mit anderen Assets erreichen oder überbieten – ohne das Währungsrisiko Dollar.
    Immobilien werden schlecht gerechnet, die Entschuldung durch Inflation unterschlagen. Man kann korrekt rechnen und doch so falsch liegen.

    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/immobilien-paradox-warum-deutschland-ein-land-der-mieter-ist-2019-7/

    Der Staat verhindert Wohneigentum :
    https://www.bundesbank.de/de/publikationen/forschung/research-brief/2020-30-wohneigentumsquote-822090

  46. Der Staat verhindert Wohneigentum :

     

    Bei mir hat er leider auf Granit gebissen. Ich habe Wohneigentum  😉

     

  47. @Rüdiger gut gemacht.

     

    Dabei sind Wohnimmobilien laut dem aktuellen Deloitte Property Index in Deutschland vergleichsweise günstiger als in anderen Ländern. Durchschnittlich fu?nf Bruttojahresgeha?lter müssten hierzulande fu?r den Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung aufgewendet werden, sagt Michael Müller, Immobilienexperte bei Deloitte. In Großbritannien seien es 9,4 Jahresgehälter, in Tschechien sogar 11,2.

    Und das Jammern geht weiter “kann ich nicht, Immobilien zu teuer,…” Das mag ja für Viele zutreffen , aber einem Teil müsste man eine Backpfeife geben und schimpfen , dass sie nicht WOLLEN.

     

  48. @Dennis: Dann bist du ja sicherlich Milliardär durch Aktien von Facebook,Amazon,Tesla und Berkshire Hathaway geworden, da du dann ja deiner Meinung nach dasselbe machst wie diese Herren Milliardäre.

    Falls nicht, scheint es doch wohl einen Unterschied zu geben.

    Deswegen sehe ich ein eigenes Unternehmen als ein anderes Asset als das einfache Halten von Aktien. Die Möglichkeiten sind einfach andere. Man kann es durchaus als Business bezeichnen, ist in meinen Augen aber trotzdem ein Asset, da Zeit und Geld investiert wurde.

    Zu den Immos: Die Mieten, oder das nicht bezahlen der Mieten bei selbst benutzen Immobilien, sind schon schöne Einnahmen, aber schau dir Mal nur die Preisentwicklung in Hamburg von 10 Jahren an. Dazu noch etwas Leverage Effekt und steuerliche Vorteile.

    Da sind 7-9% bei Aktien doch totaler Mist.

    Und natürlich kann man Immobilien auch verkaufen. Möglichkeiten gibt es ja immer. Und welche Nebenkosten man dann für eine eventuell andere Immobilie bezahlt, hat mit dem Gewinn der alten Ja nichts zu tun. Da wurden die Kosten doch schon bezahlt.

    Nach dieser Theorie müsstest du Tim auch sagen er habe mit Netflix ja nichts verdient, sein Performance bei Netflix ist ja 0, da er die Aktien ja nie verkauft hat.

    Ich habe ja auch grundsätzlich nichts gegen ein gutes Depot, investiere ja auch darin, allerdings ist mir hier die Gläubigkeit, dass es auf jeden Fall die Beste Anlageklasse ist, aufgefallen.

    Das sollte auch nur Mal zum Nachdenken anregen. Jeder darf mit seinem Geld machen was er will.

    Es ist außerdem sehr gut Mieter mit einem ordentlichen Depot zu haben, dagegen habe ich nichts!!

     

  49. aber schau dir Mal nur die Preisentwicklung in Hamburg von 10 Jahren an.”

    Das ist das Problem! Es werden willkürliche Zeitfenster und Regionen betrachtet da kann ich genausogut sagen schau dir den Lottomillionär an er hat auch gewonnen!
    Leute das ist nicht repräsentativ sonst können wir auch gleich München mit Leipzig vergleichen.

     

  50. Nach dieser Theorie müsstest du Tim auch sagen er habe mit Netflix ja nichts verdient, sein Performance bei Netflix ist ja 0, da er die Aktien ja nie verkauft hat.”

    Er bekommt aber eine Rendite in Form von Kursgewinnen und später Dividenden die sich immer wieder verzinsen das kann deine Hütte nicht die kostet nur. Der Wert einer Immobilie ist ohne permanente Instandhaltung nach 90 Jahren null!

  51. Du gehst von weiter steigenden Kursen aus. Das ist genauso willkürlich. Netflix kann auch jederzeit mal einbrechen. Sei es wegen einer allgemeinen Marktkorrektur oder wegen schlechter Ausblicke auf die Geschäftstätigkeit. Übrigens habe ich extra die letzten 10 Jahre gewählt, weil da der Aktienmarkt wenigstens einigermassen performt hat. Gehe ich 15 Jahre oder sogar bis zur Jahrtausendwende zurück sieht das für Aktien noch viel schlechter aus.

    Da kann ich die Wertsteigerung meiner Immobilie genauso fortschreiben. Mit dem Unterschied: Die Miete bekomme ich sofort.  Du hoffst auf zukünftige Erträge. Deswegen kann ich eine Immoblie auch locker mit Schulden finanzieren. Ich bekomme dann sofort Rendite, für Geld welches mir nichtmal gehört. Du sammelst über Jahre Kapital für eine nicht bekannte zukünftige Gewinnerwartung. Bist dann froh irgendwann mal durch Dividenden oder Verkauf deine Miete zu zahlen.

     

  52. Hui, da wird aber nun ein aggressiver Wind des Missverstehens geweht. Ich habe mit dem Beispiel zu den Anlageklassen aufgeführt, dass die reichsten Menschen letztlich nichts anderes machten als du – sie waren an (oftmals eigenen) Unternehmen beteiligt. Wer von Anfang an dabei ist, ist in der Regel Milliardär bei heute bekannten Unternehmen, das ist soweit richtig. Dass ich ebenfalls in Unternehmen investiere ist richtig, dass ich oft nicht vor dem IPO dabei bin mit erheblichen Anteilen eben auch. Siehe Tim, das ist doch schön öffentlich. Wie wurde er Multimillionär? Vor allem durch jahrelanges Halten und Nachkaufen von Aktien, die sich prächtig gemacht haben.

    Zu Tim: Er hat auch aktuell nichts davon, dass Netflix rumliegt, soweit ich sein Depot aus seinen Beiträgen kenne sind da aber auch erhebliche Dividendenzahler dabei. Davon kauft er auch kräftig wieder nach. Wenn er Netflix verkaufen möchte, oder zumindest Teile, sahnt er ordentlich ab und das bei sehr überschaubaren Steuern, da zahlt wahrscheinlich jeder Normalverdiener mehr Steuern.

    zur Annahme, dass Aktienkurse langfristig steigen: Das ist so und auch einfach erklärbar: Ein Unternehmen verdient Geld. Einbehaltene Gewinne steigern das Eigenkapital. Das Eigenkapital teilt sich sinnbildlich auf die Aktien auf, steigendes EK also steigender Aktienwert. Außerdem haben Aktionäre Anspruch auf künftige Gewinne, das steigert den inneren Wert zusätzlich –> Nichts anderes ist übrigens die Wertermittlung bei Immobilien nach dem Ertragswertverfahren 😉 Langfristig passt diese Relation, kurzfristig gibt es auch alles Andere.

     

    Aktien sind Unternehmen. Unternehmen zahlen Gehälter. Gehälter zahlen Miete. Mithin zahlen Unternehmen deine Miete. Du profitierst von Mieteinnahmen die von Gehältern abhängen die von Unternehmen gezahlt werden, aber schreibst diese als riskante Hoffnung der Zukunft ab. Na dann ist deine Mietennahme aber auch riskant. Ich bin sicher du freust dich, wenn ein Mieter dann aber sagt, dass er bei Lufthansa seit 20 Jahren arbeitet …. die haben Aktien, die sogar noch schlecht laufen. Du sagst ja selbst, dass ein gutes Aktiendepot sehr gern gesehen ist.

    Dass keine Krise, ob 1929, 2002 oder 2008 langfristig kritisch für ein breites Aktienportfolio waren kann man doch überall recherchieren, warum so kritisch? Ich kann das gut recherchierte Werk „Aktien für die Ewigkeit“ von Jeremy Siegel empfehlen. Wer Krisen nicht als Chance erkennt, sollte eben auch dem Aktienmarkt fern bleiben, das ist das typische Verhalten der Menschen, die bei einem Crash mit wehenden Fahnen vom Platz rennen und alles stehen und liegen lassen. Übrigens kommt dann Tim und sammelt eure Liegenschaften dankend ein, denn solche Schnäppchen lässt er (und einige andere hier) sich nicht entgehen. Es wundert mich daher, wie manche Blogleser seine seit Jahren gepredigten Ansätze scheinbar überhaupt nicht nachvollziehen wollen oder können.
    Wie dem auch sei, am Ende muss sich jeder mit seiner Rechnerei wohlfühlen, glaube keine Statistik die du nicht selbst gefälscht hast und ob Eigenheim, Aktien oder Gold: Es gibt heute Menschen, die verhungern auf dieser Welt, also sollten wir aus unserem privilegierten Glashaus nicht mit Steinen werfen, sondern langfristig dazu beitragen, dass die Welt eine bessere werden kann mit unserem Kapital.

    Ein schönes Wochenende zusammen.

  53. Wie üblich redet man aneinander vorbei.

    Der breite Aktienmarkt rentiert langfristig etwas besser als der breite Immobilienmarkt, schwankt aber entsprechend auch mehr. Das hat aber nichts mit einem Investment in eine einzelne Aktie oder Immobilie zu tun.

    Der grosse Vorteil von Immobilien ist der Leverage, mal Preissteigerungen aussen vor, die Rechnung ist ja relativ einfach:

    Beispiel jemand hat 1 Mio. zu investieren.

    Aktienmarkt, Rendite bei langfristigem Werterhalt, ca. 4%

    d.h. Ertrag p.a. von 40’000.-

    Immobilieninvestment, 20% EK, d.h. 5 Mio. Immobilien, das gibt z.B. 10 Wohnungen à 500’000.-

    Mietertrag konservativ je Wohnung 1500.- p.m. d.h. 12×1500.-x10 = Ertrag p.a. 180’000.-, davon kann man noch sehr grosszügige 1.5% für Werterhalt abziehen (ich denke bei günstiger Bauweise reichen auch <1%), Finanzierung sagen wir mal 1% bei aktuellen Zinsen (Zukunft ungewiss) plus Kaufnebenkosten.

    Ertrag p.a. ca. 50'000.- konservativ gerechnet über 50 Jahre, die ersten 20-30 Jahre rentiert es deutlich mehr.

    Steuern und Rahmenbedingungen, Zinsen etc. und Marktentwicklung aussen vor, es kann in beide Richtungen kippen.

    Ich kenne Immobilieneigentümer die sehr reich geworden sind, die waren aber Entwickler, GU Bauherren, teilweise sogar noch mit Glück an sehr günstiges Land gekommen (Einzonung von Landwirtschaftszone), dann beim Bau, preisgünstige Handwerker einbezogen etc. z.B. 50% ETW verkauft, damit sind die Baukosten gedeckt und 50% als Mietobjekte, die liefern dann Mieterträge. Das ist der Königsweg, aber das ist kein passives Investment sondern halt unternehmerische Tätigkeit.

    Das Beispiel sind nur relativ gut gesicherte Renditen (Mieteinnahmen oder Dividenden), Kursgewinne aussen vor. Bei starken Kursgewinnen ist man natürlich mit einer gehebelten Immobilie deutlich besser dran, da der Kapitalgewinn überproportional zuschlägt. Man muss nur schauen, dass man Schwächephasen überlebt. Immobilienmärkte können auch mal 20 oder 30% verlieren, so wie Aktienmärkte 50%. Finanziert man konservativ und hat man ein gutes Händchen, für gute Preise zu kaufen, ein gutes Geschäft.

    Als rein passives Einkommen sind Aktien unschlagbar. Der Vergleich Einzelimmobilie mit Gesamtmarkt Aktien ist halt Äpfel mit Birnenvergleich.

    Jetzt aber ab nach draussen es werden Flammkuchen gegrillt trotz Regenwetter…

  54. ist halt Äpfel mit Birnenvergleich.

     

    *Gääähhn … langweilig! Könnte vielleicht mal jemand Rosenkohl mit Limetten vergleichen?

     

  55. Ich gehe auch davon aus das der Aktienmarkt weiter performt, sonst wäre ich wohl kaum investiert.

    Man sollte nur Mal auch schauen was es sonst für Möglichkeiten gibt.

    Um Mal von Immos weg zu kommen. Das scheint hier ja eher eine Glaubensfrage zu sein.

    Bsp.:PV Anlage

    Meine PV Anlage auf dem Firmendach habe ich komplett finanziert. Die bringt mir nach Zins und Tilgung 1100€ jeden Monat Gewinn, direkt im ersten Monat seit Installation.

    Da stecken 0€ von mir drin. Wie lange hat das im Gegensatz dazu bei eurem Depot gedauert bis ihr soweit wart?

    Alternativ könntet ihr ja Mal ein Kredit fürs Depot aufnehmen, um die 1100 sofort zu kassieren.

     

    Verstehst mich nicht falsch, ich finde die Anlage in Aktien auch super! Allerdings sehe ich dies eher als “Besser als Festgeld”und nicht als das NonplusUltra an.

    Tim hat glaube soweit ich weiß übrigens auch 2 Wohnungen. (Nur Mal ein kleiner Seitenhieb für die All-in-Aktien Leute hier 🙂

     

     

     

     

     

     

     

  56. Eigentümer rechnen sich ihre Immobilie oftmals schön ohne die echte Rendite zu kennen. Klar ist der Immobilienmarkt die letzten 10 Jahre außerordentlich gut gelaufen das muss allerdings nicht heißen dass es immer so weiter geht. Immobilien Kosten Geld und zwar dauerhaft: Instandhaltung, Renovierung, Versicherung, Steuern, Zeit etc. Viel Geld wird in einem oder wenigen Objekten gebunden ein Klumpenrisiko keinersgleichen. Da lobe ich mir mein extrem breit weltweit diversifiziertes renditestarkes und extrem kostenarmes Aktiendepot.

  57. Meine PV Anlage auf dem Firmendach habe ich komplett finanziert.”

    Kannst du doch eh abschreiben.

  58. Tim hat glaube soweit ich weiß übrigens auch 2 Wohnungen.”

    Tim wiederholt doch immer wieder deutlich, dass er auch Fehler macht.

  59. “*Gääähhn … langweilig! Könnte vielleicht mal jemand Rosenkohl mit Limetten vergleichen?”

    Geht auch beides zusammen, Rosenkohl mit Limettencurry-Sauce 🙂

  60. Da lobe ich mir mein extrem breit weltweit diversifiziertes renditestarkes und extrem kostenarmes Aktiendepot.”

    Das kannste ja trotzdem haben. Sowohl, als auch ist doch die Devise!

    Dieses Denken in: Entweder Immobilien oder Aktien ist doch schon falsch.

    Beides ist die richtige Antwort! Gegen den Leverage Effekt kannste einfach nicht gegen ansparen. Wenn du dann auch noch Miete zahlst haste dir doch schon nen Kostenblock ans Bein gebunden, der dir dein Leben lang bleibt.

     

     

  61. Linda da sprichst du vielen aus der Seele.

     

    Bin dann wieder weg. Buffett zuhören macht mehr Sinn 🙂

    -M

  62. @Linda

    Ich weiß nicht wieviele Millionen du besitzt aber ich bin mit 2000€ monatlicher Investitionsrate voll ausgeschöpft und kann und will nicht noch zusätzlich eine  Hypothek stemmen..  Für was auch? Du hast höhere Kosten mit deinem Haus als ich Miete zahle..

  63. @Stefan
    Danke für den Link. Ich werde später reinschalten wenn es losgeht.

    @Linda – Wenn ich mir mal die letzten 10 Jahre anschaue
    Ist bei mir auch so, dass trotz dieses genialen Zeitraums für den Aktienmarkt, die Immobilien bei mir deutlich besser abgeschnitten haben. Allerdings waren MFH und Vermietung in den meisten Lagen zB von Mitte der 70er bis 2009 auch nicht der bringer. Besser man hat beides.

  64. @BRK Annual Meeting

    haha Charly ist süchtig nach “peanut brittle” 😀 Bald schnappt er sich die Packung von Warren…

  65. Es ist bei der Comdirect übrigens jetzt auch so (nur ab 700€ Geldeingang weiterhin kostenlos). Die Kreditkarte bei der Comdirect ist ebenso auch nicht mehr kostenlos. Schade!

  66. Update: gerade hat die Comdirect die Änderungen bis zur Klärung gestoppt. Man wartet auf ein Gerichtsurteil. Kurze Pause in dem Bankentheater.

  67. @kostenloses Giro mit Amerikanern
    Wie sehr die FAANG & Co. unser Leben bestimmen, kann man nun auch daran erkennen, dass das Girokonto bei einigen Banken “kostenlos” bleibt wenn monatlich “Mindestens 3 Zahlungen über ApplePay oder GooglePay” vorgenommen werden. Was das wohl an kickbacks bringt?

    Viel Geld wirk aktuell auch mit den 1,5-1,75% Gebühren für Aktiensparpläne verdient bzw. späteren Verkäufen der vielen Mini-Einzelpositionen aus dem Kraut&Rüben Depots der vielen Neulinge.

  68. Schaue gerade beim Frühstück die Nachrichten – das wird ja immer radikaler mit den 1. Mai Demos in D, und F!

    Mich würde einmal interessieren, wie das in den anderen Ländern so ist: CH, AUT, GB und auch USA wäre da interessant.

    Gibt es da auch so große Linke Bewegungen die die Reichen enteignen wollen?

    Jetzt bezieht es sich ja nicht nur auf Immokonzerne das kennen wir ja – sondern ja auch auf den allgemeinen Reichtum. Reiche enteignen usw..

    Was ist da  in der Zukunft zu erwarten? Ich glaub ja nicht dass es soweit wie bei den Jakobinern in der franz. Rev. kommt aber die Auseinandersetzungen werden ja immer brutaler und fordernder.

    Wie sieht es in den o. g. Ländern aus? Sind da ähnliche Bewegungen zu beobachten?

  69. @42sucht21:

    “Ist bei mir auch so, dass trotz dieses genialen Zeitraums für den Aktienmarkt, die Immobilien bei mir deutlich besser abgeschnitten haben. Allerdings waren MFH und Vermietung in den meisten Lagen zB von Mitte der 70er bis 2009 auch nicht der bringer. Besser man hat beides.”

     

    Genau das ist ja der Punkt, auf den ich hinaus will!

    Es weiss doch niemand welche Investition die nächsten 10 Jahre die Beste ist. Deswegen bin ich gern in möglichst vielen Sachen investiert!

    Hier wird aber von vielen so getan, als ob der Aktienmarkt auf jeden Fall die beste Investition wäre. Das sehe ich schon als Home- Bias hier an. Das war er in vielen Bereichen trotz der tollen Performance in den letzten 10 Jahre nun mal nicht. Wieso sollte das also in den nächsten 10 Jahren so sein?

    Die Euphorie darüber ist mir einfach zu hoch. Nur darum gehts. Ich sage nicht man soll nicht in Aktien investieren, aber manche Leute sollten mal ihre Scheuklappen ablegen. Es gibt auch gute Möglichkeiten ausserhalb des Aktienmarktes. Wer weiss denn schon was kommt? Viellecht kommt jetzt eine Marktphase ähnlich wie 2000-2010. Vielleicht geht die Rallye erst richtig los?

     

    @Sammy:

    “…ich bin mit 2000€ monatlicher Investitionsrate voll ausgeschöpft und kann und will nicht noch zusätzlich eine  Hypothek stemmen.. “

    Du willst es nicht! Das ist der Punkt. Und das ist auch in Ordnung wenn du dir das so eingestehst. Aber deswegen heisst das nicht das es eventuell auch bessere Möglichkeiten für dein Geld geben würde. Durch deine Fokussierung auf Aktien verpasst du aber andere, bessere Anlagemöglichkeiten.

    Wenn die das Bewusst ist, finde ich das völlig in Ordnung. Aber deine Antworten hier deuten eher darauf hin, das du es verdrängst.

  70. @Linda

    Hier wird aber von vielen so getan, als ob der Aktienmarkt auf jeden Fall die beste Investition wäre”

    Die letzten 100 Jahre war er das zumindest.

     “Aber deswegen heisst das nicht das es eventuell auch bessere Möglichkeiten für dein Geld geben würde”

    Unter Rendite/Risiko/Aufwand/Kosten Betrachtungen gibt es für mich kein besseres Investment. Und das Eigenheim schon ganz sicher nicht hahahaha

  71. Es weiss doch niemand welche Investition die nächsten 10 Jahre die Beste ist. Deswegen bin ich gern in möglichst vielen Sachen investiert!

    Genau!

    Dann greifen wir deinen Vorschlag doch mal konkret auf, und du kannst Sammy doch bestimmt ganz einfach sagen, welche Immobilie er nun zur Vermietung kaufen soll (Link bitte), welche Bank ihm das Fremdkapital für den Leverage-Effekt gibt, wo er dann eine Photovoltaik-Anlage zu den von dir genannten Konditionen (Link bitte) herbekommt, die er dann auf das Dach seiner selbstgenutzten Immobilie montiert, und dann sagst du ihm bitte noch, wo er das Ackerland, den guten Wein, die Uhren, den Schnaps und die Oldtimer herbekommt. Da investiert du sicher auch. Achso: Eine Geschäftsidee für seine Firma braucht Sammy auch noch.

    Im Gegenzug sendet Sammy dir die ISIN/WKN seines Welt-ETFs.

    Spätestens jetzt sollte dir klar werden, dass du hier die ganze Zeit Assetklassen und Anlageformen, die völlig unterschiedliche Risikoprofile, zeitliche Bindungsfristen, Kapitalrisiken und Lebensumstände haben bzw. erfordern, unter platten Renditeaspekten miteinander vergleichst, was vielleicht ein netter Hinweis ist, aber praktisch für die meisten hier absolut keine Relevanz bzgl. der Umsetzbarkeit hat.

  72. Kaufen oder Mieten ist eine individuelle Entscheidung bei der viele Faltoren eine Rolle spielen. Eben auch Faktoren wie Lebensfreude die sich nicht in Geld beziffern lassen.

    Wenn die eigenen Kinder aufgrund der besseren Gegend bessere Bildungschancen haben als das andere Kind im Migrantenmietsilo so ist dies unbezahlbar.

  73. “Und das Eigenheim schon ganz sicher nicht hahahaha”

    Ich habe das ja schon mal gebracht und man hat sich dann schön lustig gemacht, vermutlich einfach weil man es nicht ganz verstanden hat, da sind konkrete Aktientipps natürlich interessanter…

    Die Geschichte der Erdmännchen

    Jahrelange lebten sie in unter der Erde in der warmen Umgebung und waren zufrieden. Eines Tages ging das Gerücht um, dass es oben auf der Erde ganz schön sein soll. Ein mutiges Erdmännchen machte sich dann eines Tages auf, und ging auf Entdeckungstour. Es war Januar und es kam in einen Schneesturm. Rasch kam es wieder runter und berichtete. Es sei schrecklich da oben, eiskalt, kein Leben, man müsse das Gerücht vergessen. Lange Zeit später machten sich 2 mutige Erdmännchen auf den Weg und wollten es selber wissen. Sie kamen im Sommer raus, erlebten eine wunderbare Erde, frische Früchte, Gemüse, Landschaften wunderbar warme Sonne etc. und blieben da oben, kehrten nicht mehr zurück. Die da unten dachten, sie hätten es wohl nicht überlebt im Schneesturm. Anschliessend wurde man einig, es lohne sich nicht, da rauf zu gehen, man blieb zufrieden unten in der Höhle.

     

  74. Charlie und Warren haben es gestern auch wiederholt:

    Sie wissen es nicht, was mit den Zinsen, der Inflation und dem Aktienmarkt passiert.

     

    Es ist müßig sich darüber Gedanken zu machen. Das einzige was man machen kann: Assets (jeder nach seinem Gusto) kumulieren.

     

    1) steigen: Assets gewinnen an Wert

    2) stagnieren: Zeit zum kumulieren, gut

    3) fallen: toll, Zeit für mich mehr Investitionen

     

    A la long, ist alles ok, obwohl ein stagnierender Aktienmarkt und fallende Asset Preise für alle mit Zeit am besten wären.

    -M

  75. @Nico

    Bildung ist entscheidend. Die eigene Bildung und die Bildung der eigenen Kinder liegt in der Bedeutung für eine gute Zukunft vor allen anderen Investitionen. Aber Bildung hat in meiner Erfahrung immer weniger mit „Gegend“ zu tun. Spätestens nach dem Abitur (in Deutschland) kommt es darauf an, möglichst viel Bewegung in seine Bildung / die Bildung der Kinder zu bekommen und nicht mit Scheuklappen und Verachtung von Menschen anderer Nationalität durch die Gegend zu laufen. Viel wichtiger ist die Wahl des richtigen Studienfachs, Praktika bei verschiedenen Unternehmen, Auslandserfahrung.

  76. @ Mattoc: Wenn du eh keine Vergleiche unterschiedlicher Investitionen zulässt, weil es unterschiedliche Risikoprofile, etc. gibt, dann kannst du deine Einordnung von Aktien auch komplett sein lassen. Dann darfst du auch keinen Vergleich mit Festgeldanlagen oder Cash machen. Aktien könnten doch auch jederzeit Mal fallen. Ist doch ein ganz anderer Anlagehorizont und anderes Risikoprofil als dein Sparbuch.

    @Sammy:

    Ich hoffe nur für dich das deine Ausführungen hier Schutzbehauptungen sind, und du dir Bewusst bist, das es auch bessere Möglichkeiten gibt. Aber du hast ja schon geschrieben das du keine Lust auf andere Investitionen hast. Ich denke damit hast du es dir im Grunde der genommen schon eingestanden.

     

     

  77. @Bruno

    Meine Großeltern beiderseits hatten ein Eigenheim. Meine Eltern haben ein Haus. Ich wohne in einer kleinen Wohnung zur Miete, obwohl ich mir locker ein Eigenheim leisten könnte. Ich mag keinen physischen Besitz (Häuser, Autos, Dinge, Gegenstände, Anlagen etc.) Ich mag keine Verträge, keinen Garten, um den ich mich kümmern muss. Ich mag es, davon unabhängig zu sein.

    Ich mag ETFs, Digitalisierung, Informatik, Bildung, hohe Sparraten und T-Shirts. Ob du es glaubst oder nicht, ich bin „das ganz andere Erdmännchen“. Das ist doch auch ok, oder? 🙂

  78. @Linda

    Der Unterschied der andern Assetklasse zu einem Aktien Welt-ETF ist der Aufwand. Es ist extrem bequem, mit einem Mausklick ist dieser ETF gekauft. Man hat null Aufwand. Für viele hier ist eben ein Ziel, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Böse gesagt der Weg der “Faulen”.

    Ich provoziere ich weiss. Aber es ist halt nun mal so, wer mehr will, der muss auch mehr tun, sei es in Bildung, Arbeit, Mut etc. Eine gewinnbringende Immobilie finden bedeutet Aufwand, man muss sich in ein Marktgebiet einarbeiten, Knowhow aufbauen, besichtigen, kaufen, vermarkten, evtl. renovieren, vermieten etc. es ist ein Geschäft. Bei einer eigenen Firma umso mehr, die läuft nicht von alleine. Aber da ist natürlich auch deutlich mehr drin als bei einem rein passiven Investment.

    Ich bin da auch nicht so breit diversifiziert wie Du, aber ich fühle mich damit wohl. Mein bestes Investment ist auch deine Nr. 1 in der Position mit grossem Abstand.

    Aber das ist nicht für alle was, was ja auch völlig in Ordnung ist. Für viele ist das zu mühsam, aufwendig, riskant, sie bevorzugen einen gemütlicheren Weg. Dann geht es halt länger oder es schaut am Ende halt weniger dabei raus. Völlig in Ordnung, wenn man damit glücklich wird. Das ist die Hauptsache!

  79. @Mattoc

    Die Geschichte der Erdmännchen bezog sich nicht auf Wohneigentum, es ging da um Mut, Neugier, Arbeit und Risiko. Du bist mit deiner Geschichte also in meinen Augen genau auch so ein Erdmännchen, welches nicht nur in der Höhle sitzt 😉 Ich bin ja auch kein Vermieter, obwohl ich weiss dass ich damit sicherlich mehr Geld verdienen könnte als mit einem Depot. Bei mir macht das Aktiendepot vielleicht 10% des Vermögens aus.

  80. @Linda

    Es geht nicht darum, dass ich einen Vergleich von Anlageformen nicht zulasse. Es geht darum, dass du es so darstellst, als ob die von dir genannten Anlageklassen gleichermaßen (im Sinne von grundsätzlicher Verfügbarkeit, insbesondere aber auch Zeitaufwand und Risikoprofil) gleichgestellt wären und jedem jederzeit als Anlageform zur Verfügung stünden.

    Das ist nicht der Fall. Und deshalb macht es keinen Sinn, zu sagen, „investiert doch in Photovoltaik-Anlagen, keiner weiß, ob die nicht in den nächsten 10 Jahren besser performen als der Aktienmarkt.“

  81. @Bruno:

    In diesem Post von Tim ist definitiv voller Erdmännchen Alarm…

     

    @Linda:

    Danke für den Einblick in deine Vermögensstrukturierung, sehr interessante Diversifikation.

    Wie bist du denn an das Ackerland gekommen, gab es das schon in deiner Familie oder hast du das aktiv gekauft? Und verpachtest du es jetzt?

    Was verstehst du unter spezialisierten Fonds, Branchen ETFs oder aktiv gemanagte?

     

  82. Aber Bildung hat in meiner Erfahrung immer weniger mit „Gegend“ zu tun.

    @Mattdoc

    Natürlich hat Bidung mit der Gegendczu tun. Wenn ich in eine Schule muss in der der Anteil Fremdsprachler über 50% liegt schmälert das die Bildung weil das Lerntempo Massiv sinkt. Desweiteren wohnen in solchen Migrantenmietsilos nicht schwedische Ärzte oder Finnidche Infornatiker. Das Bildungsniveau der Migranten ist in diesen gegenden meist tief.

    Die Schweiz hat einen Ausländeranteil von über 25% sowas kann man sich in Deutschland kaum vorstellen.

     

  83. Wenn jemand einen Koffer Gold im gekauften Haus findet, habt ihr dies in eurer Vermögenskalkulation auch eingerechnet?
    Oder wenn ein Panzer über euer Haus fährt?
    Oh Ok dies müsste man in eriner wahrscheinlichkeitsberechnung mit einbeziehen liegt etwa bei 0.00000000……%.
    Zuerst eine Studie machen damit aktuelle Zahlen vorhanden sind, vielleicht hat ZEN dies ja in seiner Berechnungsformel.
    Sich mit anderen zu Leuten vergleichen ist sehr ungesund und macht unzufrieden.

  84. “, wer mehr will, der muss auch mehr tun”

    Genau das ist der größte Fehler beim investieren 😉

  85. Ich bin ja auch kein Vermieter, obwohl ich weiss dass ich damit sicherlich mehr Geld verdienen könnte als mit einem Depot”

    Was schätzt du denn wie hoch die Nettorendite bei einem durchschnittlichen Vermieter so ist?

  86. @Bruno:  Für viele hier ist eben ein Ziel, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Böse gesagt der Weg der “Faulen”.

     

    Daran ist nichts böse. Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss  😉

     

  87. “Was schätzt du denn wie hoch die Nettorendite bei einem durchschnittlichen Vermieter so ist?”

    Ich orientiere mich nicht am Durchschnitt (hört sich wohl arrogant an ist es aber nicht), wenn ich etwas mache dann versuche ich es besser zu machen als der Durchschnitt. Deshalb bin ich auch nicht in diesem Geschäft, wenn dann hätte ich sowas professionell gemacht, dann aber als Bauentwickler, aber die Bau- und Immobilienbranche ist nicht meine Branche, und ich halte es da wie Warren & Charly gestern, angesprochen auf Quants und Trading, wenn man etwas nicht kann sollte man es besser sein lassen und nicht anderen überlassen. Im Geschäftsleben ist das sicherlich anders, fast alle Mitarbeiter sind in ihrem Fachgebiet besser als ich, aber ich kann trotzdem noch beurteilen, ob sie gut oder schlecht sind.

    Wenn Du schon einen Aktien-Index-ETF vergleichen willst mit Immobilien müsstest Du es vielleicht mit einem Immo-Fonds vergleichen:

    https://invest.lebijou.com/de/insights/immobilien/die-top-10-schweizer-immobilienfonds-reit-aequivalente/

    Da hast Du aber kein Leverage-Effekt. Ich kenne im Gegensatz zu einigen hier nur die Vergangenheit und da kenne ich den einen oder andern der reich geworden ist mit Immobilien. Aber man kann mit allem reich werden im Grunde, ich kenne z.B. einen Gastrounternehmer, der reich wurde und jetzt auch die Krise gut überstehen wird. Auch wenn in dieser Branche viele vor 5 Jahren nach Gründung Pleite gehen.

     

  88. Sowohl die Argumente von Linda wie auch sammy können für sie persönlich jeweils richtig und zutreffend sein…

    Deswegen müssen sie nicht für die jeweiligen Gegenpositionen auch das einzig Richtige & Wahre sein!

  89. Das sehe ich auch so, Sparta.

    Und jetzt machen wir alle einen Sonntagsspaziergang und entspannen uns wieder. 🙂

  90. @Linda

    Das mit deinem Ackerland würde mich auch interessieren.

     

    Vererbt bekommen, gekauft, verpachtet,…,…?

    -M

  91. Öffne dich der Welt. Mach dich mal locker. Das wäre gut für dein Kind.

    @Mattoc

    Ich bin recht weltoffen. Habe über ein Jahr in England gelebt und gearbeitet. Ich habe mehrere Jahre in der Schweiz in einem Migrantenmietsilo gelebt und da auch viel Kontakt gehabt mit Migranten aus diversen Ländern. Aber ich hätte dort niemals ein Kind in diese Schule geschickt des Ausländeranteil der Schüler lag über 80%. Da viele zum Zeitpunkt der Einschulung kaum ein Wort Deutsch verstande haben war das Lerntempo unterirdisch tief. Deutsch Muttersprachler gehen in dieser Schule unter und können ihr Potential nicht entfalten. Bis zu einer Matura kommt in so einer Schule kaum einer.

    Viele Menschen verklären Miltikulti weil sie eben nur mit dem Schwedischen Arzt oder dem Finnischen Informatiker in ihrer Nachbarschaft kontakt haben.

  92. Ich sags mal so ich bin mit 14% Rendite innerhalb der ersten vier Monate von  2021 durchaus zufrieden.

  93. Das mit deinem Ackerland würde mich auch interessieren.
    In der Schweiz gibts da Gesetze die den Erwerb von Ackerland durch Nichtlandwirte verhindert. Wer kein Landwirt ist darf maximal 5’000 qm Landwirtschaftslamd erwerben. Meine Grossmutter hat Ackerland geerbt und sie verpachtet es. Gerechnet auf den heutigen Marktwert des Landes liegen die Pachtzinsen bei 5% bis 7%.

  94. “Schonmal was vom Paretoprinzip gehört?”

    Endlich hast Du Immobilien verstanden, mit 20% Eigenkapital 80% vom Gewinn 😀

    “14% Rendite innerhalb der ersten vier Monate”

    Schon wieder alles verkauft…

  95. @Lejero:An Ackerland bin ich sozusagen über die Immobilien gekommen. Auf der Suche nach einer interessanten Immobilie,( ich hatte überlegt einen Lidlmarkt zu kaufen und zu Vermieten) bin ich darüber gestolpert 🙂

    Fand ich interessant und mochte halt die relative Sicherheit in der Anlage. Habe die Fläche verpachtet. Habe halt gern viele Asset um zu diversifizieren. Das die Flächepreise so extrem steigen in 10 Jahren wusste ich auch nicht. Aber wer nichts versucht kann auch nirgends dabei sein.

    Zu den Fonds:  Damit meine ich gemanagte Fonds mit speziellen Themen zb.:Künstliche Intelligenz habe ich diesen: A2DKAR

    Bin da halt in unterschiedlichen Fonds investiert.

     

     

     

     

  96. @Linda

    Man kann nicht besser diversifiziert und breiter aufgestellt sein als mit einem Welt ETF. Hier hast du Alle Branchen die relevant sind inkludiert auch Immobilien.

  97. @Linda:

    so ein Lebensmittelhändler ist schon interessant, alleine schon die potentielle Fläche für ein PV Dach oben drauf. Hatte ich mir auch mal angeschaut, aber fand ich für mich ein zu hohes Risiko und ich bin eh schon zu stark in Immobilien investiert.

    Wie hoch ist denn grob die Pacht zu Kaufpreis bei Ackerflächen? Ich meine mich vor Jahren an irgendwie 1-2% zu entsinnen. Habe auf jeden Fall gleich mal googeln müssen was es so für Ackerflächen bei mir in der Nähe gibt, sieht aber nach einem Markt aus, der einiges an Know-how und Einarbeitung verlangt, kannst du das auf Basis deiner Erfahrung bestätigen?

  98. @sammy Denk mal nach dann kommst Du selber drauf würdest Du jetzt sagen…

    Gedankenstütze: Buchgewinn vs. Rendite 😉

  99. “Die letzten 100 Jahre war er das zumindest.”

    Rückspiegelinvestment funktionieren nicht!

  100. @Lejero

    So wurde es mir auch von einem Bauern von uns im Ort erzählt, als ich ihn auf seine Pacht Zahlungen angesprochen habe.

     

    Das Land selbst ist stark im Wert gestiegen. Also eine Spekulation, wenn man darin investiert. Die Pacht selbst ist jedoch eher gesunken.

     

    Unser Bauer gibt jedes Jahr 50 Überweisungen ab und es handelt sich um Beträge von 20-100€ je gepachte Fläche. Ich weiß jetzt nicht wie hoch der Preis ist €/Ha aber viel kann es nicht sein, wenn ich mir seine Anbaufläche im Feld ansehe.

     

    Fazit: als Spekulation für steigende ackerlandpreise eine Idee, aber mit der Pacht Geld zu verdienen eher nein. Der Bauer sagte, er wäre bekloppt das Land zu kaufen, wenn er es für “en Abbel un en Ei” pachten kann.

     

    Die Rendite von NM ist bestimmt nur in der Schweiz zu erzielen….

    -M

  101. Denk mal nach dann kommst Du selber drauf würdest Du jetzt sagen…”

    Wenn du dich so schlecht ausdrückst kann ich nichts dafür. Anstatt drei Punkten hätte da ein Fragezeichen hin gehört dann könnte man auch nachvollziehen was unser Brüno damit sagen möchte.

    Rückspiegelinvestment funktionieren nicht!”

    Hat ja auch niemand behauptet! Fakt ist dass der Aktienmarkt die letzten 100 Jahre alles outperformt hat vor allem Immobilien und Gold. Nur darauf hat sich diese Aussage bezogen.

  102. Die Bank muss ja auch was verdienen. Wenn es keine Zinsen mehr gibt, wie denn sonst? Das ist jedenfalls ehrlicher als falsche Versprechungen zu machen oder Negativzinsen zu erheben.

    Hatte die Postbank jemals ein kostenfreies Girokonto? Vermutlich eines, wo man mindestens 1500 € regelmäßigen Eingang haben musste. Wollte mir als Studenten vor 15 Jahren auch mal andrehen, aber ich hatte ein kostenloses bei der Sparkasse.

  103. Hallo, ich bekomme derzeit 1000€ je ha an Pacht. Die Fläche hat mit Nebenkosten damals ca. 19000€ je ha gekostet. Das war Ende 2010.

    Interessant ist vor allem die Wertsteigerung. Letzten Herbst wurde eine Fläche direkt neben meiner verkauft, mit fast identischer Größe und Zuschnitt. Das Anfangsgebot lag bei 90000€ je ha. Ist dann für 140000 je ha verkauft worden.

    Leverage Effekt kann man hier auch gut nutzen. Immobilie halt, das lieben die Banken.

     

     

     

     

  104. @Linda/@ -M:

    Interessant, Danke. Auf den heutigen Kaufpreis gerechnet kommt ja dann grob 1% Pacht mit den Zahlen von Linda wieder hin. Das ist sehr überschaubar.

    Aber ungehebelte Wertsteigerung Faktor 7 auf 10 Jahre ist natürlich eine Hammerinvestition, Glückwunsch Linda. Das dann gehebelt geht durch die Decke.

  105. Lejero, Linda

    Richtig und man sieht wieder: Der Kaufzeitpunkt ist bei vielen investitionen entscheident. Jetzt Ackerland zu kaufen ist evtl schlechter als vor 10 Jahren, aber wenn sich die Preise wieder vervielfachen ist es jetzt gut 🙂

    Ob Aktien die nächsten 10 Jahre so weiter laufen, steht auch noch in den Sternen.

    -M

  106. @Lejero:

    Das die Wertsteigerung so ausfällt kann man natürlich nicht wissen. Mir geht es auch garnicht darum zu sagen man müsse jetzt Acker, ein Haus, eine PV-Anlage oder… sonstiges machen.

    Mir geht es nur grundsätzlich darum zu zeigen das der Aktienmarkt zwar auch eine Möglichkeit ist, aber nicht unbedingt alles ist.

    Ich sage auch nicht man soll auf keinen Fall in Aktien investieren. Sehe das sogar als eine gute Möglichkeit an.

    Mir ist nur dieser Home-Bias in Bezug auf Aktien, der hier vorherrscht aufgefallen. Ist halt ein Aktienforum, daher ist die positive Bewertung auch logisch. Allerdings finde ich die absolute Gewissheit der Outperformance von Aktien fehl am Platz, da es auch in der Vergangenheit nicht immer die beste Anlage war. allein schon weil man den Leverage Effekt einfach nicht richtig nutzen kann.

    Verstehe die Feindseligkeit gegenüber anderen Assets auch garnicht. Nur weil man nicht darin investiert ist, oder auch aus guten Gründen da eventuell nicht investiert sein kann oder einfach nur nicht will, muss es doch nicht schlechter sein, als das was man selber macht.

    Ich habe zb keine Kryptowährungen. Da muss ich mir eingestehen das ich das total verschlafen habe. So wie die gestiegen sind, war es im Nachhinein ein Fehler da nicht einzusteigen. Ist halt so, aber deswegen kann ich doch niemandem der von dem Anstieg profitiert hat sagen, er hätte besser in einen Aktien-ETF investiert, weil das die letzten 100 Jahre so gut lief.

     

     

     

     

  107. @Wolke:

    Das ist in Ordnung. Kryptos sind auch nicht so wirklich meine Baustelle. Aber es geht doch darum: Wenn jemand damit super Erfolg hatte, mit paar 1000% Gewinn, dann kannst du oder ich mich doch  nicht hinstellen und mit dem Argument kommen.

    Und da schneidet die Aktie halt am besten ab”

     

  108. @Mattoc – in kleinen Wohnung zur Miete, obwohl ich mir locker ein Eigenheim leisten könnte. Ich mag keinen physischen Besitz, keine Verträge, keinen Garten
    noch ledig oder wieder glücklich geschieden? 😉

    @Linda – überlegt an Discounter zu vermieten
    Uij, da hätte ich kalte Füße. Gegen so viel geballte Rechtsmittel- und Anwaltspower bei einem so großen gewerblichen hätte ich persönlich immer zu viel Angst. Respekt. Logistikflächen vermieten an kleinere Unternehmen mit PVs aufm Dach kenne ich aus dem persönlichen Umfeld und das kann sehr lukrativ sein.

  109. @Linda

    Du hast es noch immer nicht verstanden. Es geht um Risiko-/Renditeprofile. Deine Assets mögen für dich zu einer bestimmten glücklichen Zeitschiene funktioniert haben. Du bist dabei allerdings enorme Risiken eingegangen die ich persönlich nicht bereit wäre einzugehen. Risikoadjustierung ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten Vermögensanlage. Hohes Risiko bringt bei nicht eintreten des Risikos (Glück) eine hohe Rendite. Freue dich darüber.

  110. @42: Witzigerweise war genau das der Grund warum ich das am Ende nicht gemacht habe! So bin ich dann ans Ackerland gekommen.

  111. So ich denke ich habe die Leser nun genug gebildet. Jetzt darf gerne wieder unqualifiziert diskutiert werden 😉

  112. Hallo zusammen,

    da hat sich ja eine heiße Diskussion entwickelt.

    Vorab, ich bin wie ihr wisst Immobilen affin. Allerdings kann man nie behaupten das eine Assetklasse  besser als die andere sei. Denn in der Vorschau können wir das gar nicht beurteilen. Erst in der Rückschau können wir unsere Erfolge auf Euro und Cent oder auch in Prozent berechnen.  Zudem gibt es bei uns Menschen auch völlig unterschiedliche Begabungen. Der eine kann Immobilien blind beurteilen und aus Bruchbuden Paläste zaubern, der andere roch vor 10 Jahren, dass Bitcoins der neuste heiße Scheiß ist, als alle Welt dabei nur an ein neues Schneeballsystem dachte.  Und wiederum andere Menschen finden in dem Aktienheuhaufen das nächste Amazon.

    Ich habe keine dieser Begabungen. Ich kann nur allgemein gute mit Geld. Daher haben ich als junge Frau ohne große Möglichkeiten, einfach Aktien und Fonds gekauft. Dieses Geld dann zugunsten von Immobilien umgeschichtet. Der Leverageffekt, konnte sich über die Jahre gut entwickeln. Inzwischen sind 3 Immobilien abbezahlt. Und dadurch schlägt hier jetzt leider der Steuereffekt zu. Für meinen Geschmack 10 Jahre zu früh, ich würde noch ganz gerne ein wenig arbeiten und unser Depot durch Mieteinnahmen vergrößern.

    Allerdings habe ich in den letzten Wochen eine wichtige Entscheidung getroffen. Ich werde mich von einer Immobilie trennen. Ein Einfamilienhaus in der Pampa, braucht eine neue Heizung und nachdem wir 6 Monate diversen Handwerker wegen einem Angebot und der Umsetzung hinterhergelaufen sind, haben sich die gesetzlichen Vorschriften geändert. Bei Vermietung benötigt man inzwischen auch eine Solaranlage. Verteuert die Investition um fast 50%. Mit den anderen kleinen Reparatur die noch so anstehen, waren wir plötzlich bei eine Größenordnung angekommen, dass ich die weitere Vermietung komplett in Frage stellen musst. Ein geplante Neubau auf dem Restgrundstück rechnet sich bei den Baukosten und dem dort zu realisierenden Mietpreis unsere Erachtens auch nicht mehr. Also haben wir zum ersten mal ernsthaft über einen Verkauf nachgedacht. Der Gutachter hat uns dann einen Verkehrswert und einen Marktwert genannt, den wir in der Pampa nicht für möglich gehalten haben. Jetzt kümmert sich ein Makler um den Verkauf und ich werde davon weiter Aktien kaufen. Den die Vermietung wäre schon vor Steuer unrentabel. Die möglichen Einnahmen würden dem Risiko nicht gerecht werden.

    Dieser „kleine“ Veränderung tut aber Abgründe bei meiner Hausbank auf. Wie ich leider feststellen durfte, kann ich dort auf dem Girokonto kein Geld mehr über 50 k € parken ohne Strafzinsen zu zahlen. Zum Glück haben wir 2 weiter Konten. Und meine Depotbank nimmt das Geld dann gerne. Daher würde ich lieber gerne einige Euros an die Bank für das Girokonto zahlen, ich glaube das diese versteckten Kosten viel höher sind, als die offen dargestellten Bankgebühren.

    Noch bin ich etwas skeptisch wie schnell so ein Verkauf möglich sein wird und ob wir den Marktpreis des Gutachters erreichen.

    Take care,

    June

  113. Welches Risiko meinst du denn bitte genau dabei?

    Die PV Anlage mit staatlich gesicherter Einspeisevergütung über 20 Jahre?

    Die Wohnung, die der Mieter komplett zahlt?

    Ackerland das natürlicherweise begrenzt auf der Welt ist?

    Das Haus das ich langfristig allein durch die ersparte Miete zahle?

    Das sind doch alles Sachwerte, die einen nachvollziehbaren planbaren Cashflow erzeugen.

    Für alle diese Dinge hab ich kein Problem einen Kredit zu nehmen, da die sich selbst tragen!

    Bei einem Kredit für ein Aktienvorstellungen hätte ich darüber schon viel mehr Bauchschmerzen. Wenn man dafür überhaupt eine Bank finden würde.

     

     

     

     

  114. Hallo June,

    Deine unaufgeregten Kommentare zu lesen macht immer wieder Spaß und zeugen von Lebenserfahrung.

     

    Wie du schreibst, kennt man nicht die Zukunft und man kann sich nur an aktuelle Preise orientieren und an historische.

     

    Häuser historisch teuer = jetzt ein Haus kaufen, ist so ne Sache …. Jetzt ein Haus verkaufen, scheint schon eher eine Idee

     

    Aktien bringen im Schnitt x%, nach 12 Jahre Bullenmarkt evtl. Die nächsten Jahre etwas weniger einplanen.

     

    Die Liste könnte man für vieles weiterführen.

     

    Alles hat seine Zeit und verschiedene asset Klassen machen halt zu bestimmten Zeiten mehr Sinn.

    -M

  115. “Und wie man sich mit etwas Edelmetall absichert.”

    Es gibt keine Korrelation von Gold zu Aktien, weder positiv noch negativ, also reines würfeln. Nur mal ein Szenario, Zinsen steigen, dann fällt alles: Aktien, Gold, Immobilien, Anleihen insbesondere lange Laufzeiten.

    Wenn schon absichern dann über Positionsgrössen oder Futures oder Put-Optionen. Aber da geht dann langfristig halt Rendite flöten.

    Ansonsten bringen die Diskussionen eigentlich wenig, da eh alle stur an ihrer Meinung haften bleiben.

  116. @Wolke:

    weil es aus meiner Sicht der Boost für den Vermögensaufbau war. Auch der Aufwand hält sich stark in Grenzen, ich mache alles mit Verwalter. Kostet mich pro Objekt im Jahr 1 Stunde mit dem Verwalter telefonieren und 1 Stunde bei der Steuererklärung.

    Aktien und gerade ETF finde ich ebenfalls super, sind aber aus meiner Sicht eher etwas für den Vermögenserhalt. Deswegen habe ich z.B. im letzten Jahr stark von Immobilien auf ETF umgeschichtet. Prio 1 hat für mich aktuell Erhaltung.

    Grundsätzlich empfinde ich hier einen Großteil der Diskussionen als extrem dogmatisch. Es geht doch gar nicht darum was das Allerbeste ist und den anderen zu unterstellen, dass sie keine Ahnung haben. Es ist doch spannend, wenn andere etwas anderes ausprobiert haben, was sie für Erfahrungen damit gesammelt haben und sich selbst zu überlegen, ob das für einen selber interessant sein kann. Und wenn es nichts für einen ist, dann lässt man es halt.

  117. Ansonsten bringen die Diskussionen eigentlich wenig, da eh alle stur an ihrer Meinung haften bleiben.

     

    Ich nehme das mit, was für mich interessant ist. Das Gegacker überlese ich … und mache so weiter, wie die letzten Jahrzehnte: Dass es für mich am besten passt  😉

     

  118. @-M

    Danke für das Kompliment! Ich schreibe hier immer noch sehr gern uns vermisse die Tage an denen ich keine Zeit finde hier zu lesen. Leider wird es die nächsten Wochen nicht besser werden. Privat muss ich mich um den Hausverkauf kümmern. Beruflich ist es seit Monaten ein Trauerspiel. Uns fehlen 2 Mitarbeiter im Team. Mein Chef streitet mit HR und der GF wegen Ersatz. Und ab diesem Monat ist eine weitere Kollegin in Mutterschutz. Nach 9 oder 10 Stunden ist dann bei mir auch einfach die Luft raus. Es ist manchmal einfach blöd zu den Top-Performern zu zählen. Andererseits ist das Gehalt gut. Diese Theater muss ich auch nur noch 2,5 Jahre mitmachen, dann ist Miss Juni hoffentlich komplett mit dem Studium und dem Referendariat fertig. Ab Herbst wir unser Zuschuss für sie hoffentlich schon kleiner.

    Ich mache mir um uns keine großen Sorgen mehr. Ohne den Miss Juni Zuschuss bin ich schon heute finanziell frei. Und nach dem Hausverkauf sind wir es als Paar vielleicht auch schon. Muss ich danach mal rechnen.

    Das ich Immobilien statt Aktien gekauft habe war Zufall und unser Depot hat ja noch ein paar Jahre Zeit sich zu entwickeln. Und daher gibt es keinen Grund über eine neue Immobilie die Extrameile zu laufen und das Risiko einzugehen. Grundsätzlich glaube ich aber daran, dass wir noch viele Jahr die Niedrigzinspolitik erleben werden. Das Geld muss aber irgendwohin, die Tagesgeldkonto ohne Strafzinsen werden immer weniger. Das wird auch nochmal viele Menschen bewegen ihr Geld stattdessen  in Aktien, Anleihen und Gold anzulegen.

    Take care,

    June

  119. @Wolke:

    deswegen schreibe ich ja auch aus meiner Sicht, gibt bestimmt auch welche bei denen das anders war.

    Für mich ist es deutlich spannender, wenn jemand wie Linda von Anlagenklassen berichtet von denen ich selber keine Ahnung habe, als wenn zum 100sten mal dogmatisch erklärt wird, dass in den letzten 120 Jahren Aktien die allerbeste Anlageform ist und das auch in den nächsten 120 Jahren so sein wird, und alle die nicht nur in Aktien anlegen irren.

     

  120. Ach Wolke. Bekommst du in diesem Blog wieder zu wenig negativen Input geliefert?

    Schau doch mal nach Indien oder so. Vielleicht wird es dir wieder wärmer ums Herz.

  121. Das merkt man dir an, die Zufriedenheit und das unaufgeregte kommt mit der Zeit auch, wenn man weiß was man alles hat 🙂

     

    Ich glaube du musst gar nicht so viel rechnen, das hört sich doch mehr als schlüssig an. Nach dem Hausverkauf gibt es einen schönen Aktien cashflow in Form von Dividenden.

     

    Also die Privatanleger kaufen bei uns in der Bank wie bekloppt Aktien und auch mit größeren Losgrößen. Da wird geklotzt. Die Negativzinsen sind im der Tat dafür mit verantwortlich. Mal sehen wohin das führt.

     

    Wir haben bisher ja nur die selbstgenutzte ETW aber wollen weitere Immos nicht ausschließen. Der Kauf war aber noch mit 2.000/qm ohne Makler und alle Renovierungen selbst erledigt für kleines Geld in Ordnung.

     

    Selbst Tilgung + Zins + Nebenkosten inkl. Instandhaltung sind wir bei 850€, weit unter einer Miete die wir zahlen müssten. Exakt die gleiche Wohnung über uns, wurde letztes Jahr neu vermietet für 900€ kalt. Wie bei allen investments im Leben kommt es auf den Kaufpreis an. Die gleiche Wohnung würde ich zum jetzigen Preis nicht mehr kaufen 🙂

    -M

  122. @-M,

    eine guter Preis für eure Wohnung. Nach der Renovierung und mit der Zeit steigt auch der Preis. Wir wohnen auch in einer eigenen Wohnung. Müssen noch ein wenig abbezahlen. Aber von Anfang an waren Zins und Tilgung günstiger als eine vergleichbare Miete.

    Da du in der Bank arbeitest sitzt du quasi an der Quelle, manchmal kommt man so zu einem Schnäppchen. Ich drück dir die Daumen.

    Zufrieden bin ich ja schon lange ich war noch nie ein hektischer Mensch. Daher vielleicht auch der Erfolg in Gelddingen.

    Dir einen schönen Restsonntag.

    Hier gibt es erstmal Abendessen, Mr. Juni ist endlich mit der Arbeit fertig 🙂

    Take care,

    June

  123. @June
    Wie machen Sie das mit dem Verkaufserlös? Am gleichen Tag weiter in den Kauf eines All-World ETF, Sondertilgung selbst bewohnte Immo oder cash halten (bis wann)?

  124. Welches Risiko meinst du denn bitte genau dabei?

    Die PV Anlage mit staatlich gesicherter Einspeisevergütung über 20 Jahre?

    Die Wohnung, die der Mieter komplett zahlt?

    Ackerland das natürlicherweise begrenzt auf der Welt ist?

    Das Haus das ich langfristig allein durch die ersparte Miete zahle?”

    Ohwei du hast tatsächlich noch weniger Ahnung von Renditeberechnung als wie ich angenommen hatte. Puh Linda ganz ehrlich, es macht keinen Sinn. Lassen wir das.

  125. @Lejero

    Es geht doch gar nicht darum was das Allerbeste ist und den anderen zu unterstellen, dass sie keine Ahnung haben.”

    Nicht, ernsthaft???

    Ist ja witzlos! 😉

  126. @42sucht21,

    da habe ich bzw. wir noch keinen Plan. Wenn wir verkauft haben, dauert es meist 6 – 8 Wochen, bis alles geregelt ist und dann bekommt man häufig von der Bank des Käufers das Geld überwiesen. Dann parken wir zuerst das Geld auf mehreren Tagesgeldkonten. Vielleicht haben wir bis dahin eine Strategie. Sie muss einfach sein, dass ist mir wichtig. Mr. Juni hat es nicht so mit Gelddingen, zwar hat auch er ETFs, Fonds und Aktien, kauft aber meist das was ich ihm sage :). Ich muss mir erstmal sicher werden ob ich eine Dividendenzahler, Wachstumsaktien, ETFs ausschüttend oder thesaurierend möchte. Wie viel Geld in Aktien und welcher Teil auf dem Konto bleibt und ob Tagesgeld überhaupt noch eine gute Idee ist.

    Die Sondertilgung für die nächsten Jahre liegt schon auf dem Konto, ich musste vor kurzem einen Bausparvertrag auflösen.

    Aber mit der Zeit werde ich diese Herausforderung schon lösen. Außerdem muss ich nicht von Tag eins ab Cashflow haben. Mein Depot darf noch wachsen und sich entwickeln. Erst in 11 – 15 Jahren müssen wir uns über eine Entnahme Gedanken machen.

    Take care,

    June

  127. @ Linda

    Aus der Ferne klingt das bei Dir doch sehr gut. Vielleicht treffe ich Dich einmal persönlich bei einem Finanztreffen oder Messe wie Invest. Ich bin immer dankbar, wenn ich für mich neue Modelle wie Ackerland kennenlernen kann. Hast Du vielleicht schon eine Wandlung zu Bauland forcieren können? Mit neuen Denkweisen kann das eigene Universum wachsen und vielleicht auch besser werden. Es wird zu oft nur in einer Dimension nachgedacht.

    Kannst Du einmal für die PV Anlage angeben, was sie gekostet hat, wie viel Zinsen Du zahlst, welche Laufzeit der Kredit hat, wie viel Du im Mittel damit einnimmst, oder weniger ausgibst? Also nach Abzug der Kosten für Wartung usw. Und wie hoch Deine monatliche Belastung durch die Anlage ist.

    Es gibt Modelle bei denen man bei Überschüssen von 2000€ im Monat diese weiterhin in den Aktienmarkt pumpen kann UND parallel dazu sich weitere Standbeine aufbauen. Das bringt durch Verbindlichkeiten natürlich Risiken mit sich, aber nach 10 Jahren stehen diese Einnahmen vielleicht schon ohne Verbindlichkeiten zur Verfügung.

    Nehmen wir an der Aktienmarkt hätte in den 10 Jahren am besten rentiert. Wen interessiert es? Aktien konnten so weiterhin gekauft werden. Allerdings stehen einem zusätzlichen 100€-200€ an Einnahmen durch beispielsweise eine PV Anlage. Damit kann man natürlich auch Aktien kaufen.

    Ich sage hier manchmal bei einer Entscheidung ob A oder B besser sei, dass ich bevorzuge A und B zu nehmen. Ich nehme darüber hinaus A und B in voller Größe. Bei Aktien geht das nicht so leicht. Ich kann nicht bei 5000€ freien Kapital für 5000€ Alibaba und für 5000€ Fresenius kaufen. Bei anderen Modellen ist so etwas aber möglich.
     

  128. @Kiev:

    Ja genau das ist meine Überlegung! Möglichst viele unterschiedliche Anlageklassen zu besitzen. Dann ist es mir auch völlig egal welches Asset das Beste ist. Wenn man nämlich überall dabei ist, dann ist es wenn eine Anlageklassen super läuft logisch das man auch dabei ist.

     

    Beim Ackerland wird das nichts mit Bauland, das ist zu weit weg von einer Siedlung. Wäre eventuell Mal ein Standort für eine Windkraftanlage. Ist aber so auch schon ein super Invest gewesen.

     

    PV kann ich einiges zu schreiben, wenn es dich interessiert. Hast du eventuell ein Dach welches interessant wäre?

    Meine Investition in PV ist allerdings in 2009 und 2012 gewesen. Da war die Einspeisevergütung noch besser als heute. Die Preise für PV sind heute aber so viel tiefer, das es sich trotzdem rechnen kann.

    Wenn es dich interessiert kann ich etwas genauer darauf eingehen.

     

     

     

     

  129. @ Linda

    Ich denke darüber nach. Ich habe noch keine zufriedenstellende Lösung für mich entdeckt. Ich habe ein MFH und auch ein Dach (Hälfte genau in Südausrichtung). Die PV Anlage würde ich erst bei Erneuerung des Daches installieren. Das steht bei mir an, aber hat noch Zeit. Vielleicht ist das schon bald eine Auflage. Mieterstrom usw. finde ich nicht unbedingt gut. Habe auch bei Eigenverbrauch über einen Stromer als Firmenwagen nachgedacht,wenn die Firma das private Tanken pauschal vergütet. Das wäre im Grunde eine Art Mieterstrom bei dem ich alles selbst steuern kann. Vielleicht ist das was für das nächste Fahrzeug.

    Bei Deiner Anlage habe ich an Sammy gedacht. Deine Herangehensweise erscheint mir durchdacht. Ich kann mir vorstellen, dass bei den Kennzahlen herauskommt, dass Aktien und PV mit ähnlichem Geldeinsatz parallel laufen könnten. Das wäre ein überschaubares Beispiel, wie man solche Möglichkeiten für sich nutzt. Heute geht es in der Form nicht mehr. Das ist mir klar, aber wie Du bereits geschrieben hast. Es gibt natürlich andere Möglichkeiten. Die Anlagen sind heute auch wesentlich günstiger. Mit festen Verbrauchern wie E-KFZs, Mieterstrom usw. kann man maximal Eigenstrom verbrauchen. Falls es hier noch Förderungen wie KFW gibt könnte man eventuell eine Anlage mit 0 Zins oder Bonus kaufen und über 10 Jahre Laufzeit abzahlen. Vielleicht erwirtschaftet die Anlage genug um die Kosten selbst zu decken. In dem Fall hätte man nach 10 Jahren Aktien in voller Höhe gekauft und zusätzlich Erträge durch die Anlage. Bevor wieder Kommer hervorkommt. Die Anlage erzielt nach 10 Jahren nicht mehr so viel Strom wie am Anfang, aber sie wirft weiterhin Erträge ab. Es gibt auch Möglichkeiten die Leistung wieder zu verbessern. In 10 Jahren gibt es sowieso noch mehr Möglichkeiten zu einem günstigeren Preis. Es lebe der Fortschritt. Im Fall von Eigenverbrauch spart man auch auf der Ausgabenseite. Das ist steuerlich natürlich interessant. Schließlich muss ich keine Gewinne erzielen und versteuern um meine Ausgaben für den Strom zu decken. Ich weiß allerdings nicht, ob das so durchgeht. Ich habe aktuell keine PV Anlage.

  130. @ Kiev:

    Zu PV:

    Ich weiss nicht in wie weit du darin schon eingetaucht bist. Ich versuch es mal grundsätzlich zu erklären. Es nützt nämlich nichts einfach nur Zinsen, Abtrag, Cashflow zu erwähnen.

    Alles was zu grundsätzlich ist, kannste ja einfach überlesen. Geht auch etwas um die Begrifflichkeiten.

    Die Grösse einer Anlage wird in Kilowatt Peak (kwp) angegeben.

    Der eingespeiste Strom wird in Kilowattstunden (kwh) abgerechnet.

    was wichtig ist zu wissen: Solarmodule mit der Angabe von zum Beispiel 200Watt (W) haben nicht immer genau 200W. Man bekommt eine Liste wieviel die einzelnen Module tatsächlich bringen. Kann bei einem Modul mit 200W zwischen 185W und 220Watt liegen. Gibt übrigens auch +Sortierung, dann bekommt man nur Module mit über 200 W.

    Das ist bei der Montage wichtig zu wissen. Denn die Module werden in mehreren Strings zusammengeschlossen. Haste zb 16 Module in einem String ist das schwächste Modul entscheidend. Hat das schwächste Modul 180Watt, ist es egal wieviel Watt die andern Module haben. Maximal ist dann 180W*16.

    Hat das schwächste Modul 215 Watt. Haste 215*16. Die Module also am Besten vorsortieren und den besten String dort montieren lassen wo am meisten Sonne und am wenigsten Schatten ist. Den Monteuren ist das völlig egal. Die nehmen die einfach der Reihe nach und schrauben die drauf.

    Jetzt zu meiner Anlage:

    Die hat mich 2009 2850€ je kwp gekostet. Bisher hab ich im Schnitt pro Jahr

    1048kwh “geerntet”. Im Besten Jahr waren es über 1100, im schlechtesten Jahr 950. Für Niedersachsen ist das ein guter Wert. Ich habe allerdings auch keine Verschattung und die Sortierung bringt auch was!

    In Bayern zum Beispiel sind auch 1200kwh/kwp möglich.

    Die Einspeisevergütung beläuft sich auf 43,01ct und ist 20Jahre +das Jahr der Inbetriebnahme garantiert.

    Um es einfach zu rechnen 1000kwh*0,43€= 430€/Jahr und kwp

    Bei 80kwp sind das somit 34400€ im Jahr. Der Netzbetreiber zahlt mir die Vergütung monatlich aus (derzeit 2600€, die zahlen immer erstmal knapp),und am Ende des Jahre, wird dann je nach tatsächlichem Ertrag abgerechnet. Gibt eigentlich immer eine Gutschrift.

    Die Anlage hat insgesamt 228000€ netto gekostet. Die läuft als eigenes Gewerbe.  Habe die komplett auf 12 Jahre finanziert. Zahle vierteljährlich ca 6000€ Zins und Tilgung. So hab ich sozusagen jeden Monat ca 600€ mit der Anlage Luft, falls mal noch etwas anderes defekt ist.

    Laufende Kosten sind 750€ im Jahr.(Steuer und Versicherung)

    Ansonsten hab ich keine laufenden Kosten. Ein Wechselrichter musste bisher neu. Das kostete rund 3000€

    Bisher hatte ich somit jeden Monat 600€ aus der Anlage bekommen, die übrigen Kosten konnte ich eigentlich immer von der Nachzahlung am Jahresende zahlen.

    Ab nächsten Jahr sind es dann ca 2600€/Monat aus der Anlage, da Zins und Tilgung weg ist.

    Das schöne an der Anlage ist halt, ich habe da selbst keinen cent drin stecken und die bringt trotzdem vom ersten Monat der Betriebnahme an Geld ein.

    Das andere gute daran ist, das man die Anlage super abschreiben kann.

    Mit nem IAB (glaube das nennt sich Investitionsabzugsbetrag) kann man so eine Anlage schon 40% abschreiben, bevor man die gebaut hat.

    Wenn du Kinder hast, könnte ich dir noch einen interessantes Steuerloch sagen. Dann kann man unter bestimmten Bedingungen eine Anlage fast 2 Mal abschreiben.

    Was will man denn da noch mit Aktien vergleichen. Hier geht man mit 0€ rein und kommt mit monatlichem Cash raus.

    Das ist mit Aktien ja erst garnicht möglich. Mit dem Cash aus PV kann man aber gut Aktien kaufen!!

     

    Meine andere Anlage aus 2012 läuft sogar noch besser als diese. Ist im Prinzip das Gleiche, muss man aber etwas anders rechnen, da ich dort einen hohen Eigenverbrauch durch meine Firma  habe.

    Hoffe ich konnte dir einen Einblick geben, wie Pv bei mir läuft. Jetzt müsste man das halt mal mit aktuellen Zahlen rechnen. Vielleicht sind durch verbesserte Module auch bessere Erträge möglich. Bin da aber aktuell nicht auf dem Laufenden. Ich habe leider keine Dachfläche mehr.

    Ansonsten, wenn es bei dir interessant mit PV wird, dann schau mal ins Photovoltaikforum. Da sind viele Fachlaute, die auch eventuelle Angebote bewerten. War damals sehr hilfreich!

     

     

     

     

     

  131. @ Linda

    Vielen Dank für die Ausführung! Ich habe mir fast gedacht, dass Du die Anlage mehr oder weniger ohne eigene Zuschüsse dimensioniert hast. Respekt! Das wurde sehr solide aufgesetzt.

    Sammy betrachtet Anlageklassen als entweder oder. In seinem Fall stehen 2000€ für Aktienkäufe oder eben andere Dinge wie Eigenheim oder Vermietung zur Verfügung. Folglich möchte er ausschließlich in die rentierlichste Anlageklasse investieren. In Deinem Fall hätte er weiterhin 2000€ im Monat in Aktien investieren können und zusätzlich die überschüssigen 600€ im Monat. Das hätte sich also mehr rentiert. Vielleicht hätte er die ersten Jahre erst eine Rücklage als Sicherheit aufgebaut und dann die Überschüsse in den Aktienmarkt gesteckt. Ich hätte bei den überschaubaren Kosten sofort Aktien gekauft. Schließlich hast Du auch eine Versicherung dafür 😉

    Ich fand das Thema damals auch interessant, hatte aber noch kein Dach. Es gab einmal einen Leserbrief von Jemanden der in Solaranlagen auf Gewerbedächern investiert hat. Jetzt habe ich ein MFH, aber das Dach müsste vorher modernisiert werden. Heutzutage muss der Strom selbst genutzt werden, da sich eine Einspeisung meiner Kenntnis nach nicht mehr lohnt. Dafür gibt es Mieterstrommodelle. Bei meinem Dach halten sich die Kosten genau wie die Einnahmen oder eher fehlenden Ausgaben allerdings in Grenzen. Die Info mit der Peak Power auf den Modulen war mir nicht bewusst. Schön, wenn sie auf dem Modul angegeben ist.

    Jetzt kann man natürlich meckern und sagen, das geht ja heute nicht mehr. So ein Mist. Die Prinzipien tauchen allerdings immer mal wieder auf und dann kann man zuschlagen, wenn es für einen passt.

    Bei meinem MFH läuft es ähnlich. Ob Aktien oder Immobilien nach 10 Jahren rentierlicher sind ist mir eigentlich egal. Ich kaufe mit den Überschüssen aus den Mieteinnahmen mehr Aktien, als ich es ohne die Immobilie tun könnte. Zeitgleich zahlt sich die Immobilie verhältnismäßig schnell ab und die Tilgung steigt entsprechend mit jeder Tilgung. Auch wenn es nur um 5€ im Monat sind. Kleinvieh macht baer auch viel Mist. Die 5€ im Monat ergeben im Jahr eine monatliche höhere Tilgung von 60€ und in 5 Jahren von 300€. Das kommt zu der aktuellen Tilgung noch dazu. 300€ im Monat entsprechen nach der 4% Regel einem Vermögen von 90k€. Das ist doch ein nettes Zubrot in 5 Jahren durch das Annuitätsdarlehen.
    Nach 10 Jahren haben sich die Kosten allerdings noch nicht ganz amortisiert. Das wäre natürlich ein Traum.

  132. Eben genau darum geht es ja!

    Sammy hat sozusagen einen sozialistischen Ansatz: Es gibt einen Kuchen den er anlegen kann. Die Stücke müssen dann bei ihm richtig investiert werden. Beim Sozialismus entsprechend umverteilt werden.

    Ich habe den marktwirtschaftlichen Ansatz: ich vergrößere den Kuchen einfach ( diese Möglichkeit ist für einen Sozialisten undenkbar) soweit, damit bei mir die Krümel mehr Wert sind als der ganze Kuchen des Sozialisten.

     

    Du hattest Mal geschrieben das du auf einer Invest Messe warst. Ist so ein Besuch lohnend? War da noch nie. Habe da so das Gefühl da kommen wohl eher Leute, die ihre Finanzprodukte teuer vermarkten wollen. Zu interessanten Gesprächen:

    Das interessanteste Gespräch hatte ich auf eine Einweihung von einer Zinkerei. Da sass ich zufällig mit dem Seniorchef von Wernsing Feinkost zusammen. Glaube der war da schon 80. Der hat aus dem Nichts eine Firma mit 3000 und mehr Mitarbeiter, mit Milliarden Umsatz aufgebaut.

    Wow war der Fit und Gedankenschnell!! Super witzig sich mit dem zu unterhalten! Voll der Unternehmer, so positiv!

    Wenn ich seine Worte zusammenfassen kann:

    “Du musst immer Optimistisch sein! Pessimisten gibt es schon genug auf der Welt. Was ich mir schon alles anhören musste was nicht geht. Dann frag ich die immer: Hast du das schon Mal versucht. Dann sagen die immer: Nein. Und dann sag ich immer: Dann weißt du das doch garnicht. Lass uns das doch probieren, vielleicht kommen wir beim Versuch auf die Lösung. Und es gab immer eine Lösung. Von ” Das geht nicht, das will ich nicht , das kann ich nicht, das hat noch keiner gemacht, das haben wir immer schon so gemacht,…. Davon muss man sich trennen.”

    Musste deswegen etwas über Sammys Kommentare lachen, weil davon so vieles drin war. Er kann nicht, er will nicht und der Aktienmarkt war immer schon seit 100 Jahren das Beste. Etwas Neues machen? Das geht nicht! LOL

    Derjenige der das Rad erfunden hat musste sich das bestimmt auch anhören: Das haben wir schon immer getragen seit 1000 Jahren ist es das Beste. Das Rad setzt sich nie durch. Genauso wie das Auto. immer schon seit hunderten Jahren mit Kutsche gefahren. Oder das Internet setzt sich bestimmt auch nie durch!

     

     

     

     

     

  133. @ Linda

    Am liebsten gehe ich zu Usertreffen. Da kann ich aktuell nicht mehr viel mit nehmen, aber man erhält doch immer wieder neue Einblicke. Bei der Invest freue ich mich vor allem darüber einmal die Blogger persönlich sprechen zu können. Ich habe beispielsweise schon mit Tim gesprochen. Sehr gerne würde ich auch Pete Adeney in Fremont besuchen. Durch die Blogs konnte ich mich wesentlich verbessern. Die Messestände interessieren mich nicht.

    Die Aussage von dem Chef von Wernsing Feinkost könnte von mir sein. Meine Einnahmen sind allerdings ein paar Dimensionen niedriger 😉

    Die sich selbst zufrieden stellend schnell abzahlenden Modelle sind nicht so einfach zu bekommen. Da passt die Aussage von oben schon sehr gut. Bis man so ein Modell gefunden hat hört man oft: So geht es nicht. In der Variante geht es nicht. Das ist nicht zulässig… Ich gehe alle Möglichkeiten durch bis ich etwas gefunden habe. Oder eben nicht, was nicht selten vorkommt. Es ist immer leicht herauszufinden warum etwas nicht funktioniert. Schwieriger ist es allerdings herauszufinden wie man es ändern kann, dass es funktioniert.

    Ich habe Unternehmer in kleiner Größe kennengelernt. Ich fand die hartgesottene Einstellung interessant. Die machen manche Dinge einfach. Auch wenn es nicht unbedingt erlaubt ist. Solange sich der mögliche Schaden in Grenzen hält.

  134. Ich mache halt auch gern Neues. Mir macht es auch einfach Spass neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Denke das geht vielen Selbständigen auch so.

    Was in meinen Augen auch noch sehr spannend ist: Die unterschiedlichen Anlageklassen profitieren auch untereinander sehr.

    Mit einem grossen Aktiendepot oder einer bezahlten Immobillie hat man natürlich auch bessere Vorraussetungen kurzfristig Kredite für andere Ideen zu bekommen. Man hat halt auch schnell Geld zur Verfügung.

     

    Meine Depotperformance hat zB extrem darunter profitiert, das ich im April, Mai, Juni letzten Jahres Geld vom Firmenkonto oder PV-Konto ins Depot leiten konnte.

    Dadurch habe ich natürlich schon eine Outperformance gegenüber jemandem, der jeden Monat die gleiche Summe investiert. Da ich die Tiefstände halt besser nutzen kann. Bei Rekordständen der Indizes, fahre ich die Investition in Aktien dann wieder runter.

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