Die Börse wackelt mal wieder: Ich bleib locker und kaufe zu


New York, 10. September 2020

Die “New York Stock Exchange” hat heute ein Plakat zur Aufmunterung der New Yorker aufgehängt. Die Stadt leidet besonders unter Covid-19. Viele Menschen haben die Metropole verlassen.

Die Börse wackelt. Vor allem die Tech-Aktien beben. Es sind mehr Zocker unterwegs. Eine Umfrage ergab, dass 43 Prozent der US-Anleger entweder mit Optionen oder auf Kredit spekulieren. Krass. Wie viele unter die Zocker gegangen sind. In Europa dürfte es kaum anders sein.

Ob die Börse überbewertet ist oder nicht, weiß ich nicht. Ist eine Aktie überteuert, heißt das nicht, dass sie kurz vor dem Absturz steht. Sie kann weiter steigen. Der Kurs kann genauso gut konsolidieren. Der Kurs kann seitwärts laufen für ein paar Jahre. Mit der Zeit erholen sich die Finanzzahlen (Gewinn, Umsatz, Dividende, Aktienrückkäufe). Dann kann der Kurs wieder auf Klettertour gehen.

Als Langfristanleger besteht für mich kein Grund, meine Aktien zu verkaufen. Mein Depot legt eine Wert-Pause ein. Mehr nicht. So sehe ich das. Ich kaufe seit über 25 Jahren stetig Aktien und ETFs zu. Alle paar Monate. Ich werde das so fortsetzen. Es hat sich wunderbar ausgezahlt.

Das ist mein neues Video aus New York über die Creme-Aktien Estée Lauder, L’Oreal und Beiersdorf:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Die Börse wackelt mal wieder: Ich bleib locker und kaufe zu

  1. AvatarPetra

    Danke fär den Input. Insbesondere L‘Oreal finde ich interessant. Sie ist schon auf unserer Watchlist. L‘Oreal führt die Serie Age perfect. Sie haben damit eine zahlungskräftige Zielgruppe entdeckt. Keine Teenies als Modells , sondern attraktive Frauen wie Iris Berben.  Früher haben sich ältere Frauen nicht mehr geschminkt – heute fühlen sich auch Frauen jenseits der 50 noch nicht alt.

  2. AvatarRüdiger

    heute fühlen sich auch Frauen jenseits der 50 noch nicht alt.

    Sind sie ja auch nicht  😉

     

  3. AvatarWorldofdividens

    Hey Tim,

    wäre wirklich interessant mit zu bekommen welche Aktien du immer wieder aktuell nach gekauft bzw neu gekauft hast, nicht als Beratung sondern eher als Inspirationsquelle, da du näher am Marktgeschehen bist als wohl wir alle zusammen. Dein Blog ist echt super und vor allem die diversen Diskussionen in den Kommentaren ist sehr interessant und manchmal auch amüsant, mach weiter so.

  4. AvatarFuseboroto

    Hallo,

    ohne solche Artikel würde ich gar nicht mitbekommen, dass an der Börse mal wieder etwas wackelt. 🙂 Dazu schaue ich zu selten ins Depot, bzw. habe ich mich an solche Schwankungen längst gewöhnt.

    Gruß

    Fuseboroto

  5. AvatarThorsten

    Ich habe Amazonaktien, ich kaufe auch bei Amazon , aber wie weit darf ein Konzern gehen ?

    “Amazon bezahlt seine Mitarbeiter teilweise so schlecht, dass die Stadtverwaltung erwartet, bei zahlreichen Angestellten Grundsicherung zuschießen zu müssen.”

    Statt Geldsegen durch Steuern erhalten Gemeinden, in denen Amazon Verteilzentren betreibt  neue finanzielle Belastungen.

    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/handel/amazon-verteilzentrum-bad-oldesloe-minusgeschaeft-fuer-die-stadt/?amp

    Steuern zahlen ist auch nicht im Fokus :

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/amazon-bezahlt-keine-steuern-auf-multimilliarden-gewinn-a-1253643.html

     

  6. AvatarSlowroller

    @Thorsten

    Es gibt auch einen aktuellen “ZDF Zoom”, ist noch in der Mediathek vorhanden. Da geht es um die “Datenkrake Amazon”. Interessant und insgesamt deutlich ausgewogener als der Titel vermuten lässt. Das Hauptprodukt soll Alexa sein und man will sie überalleinbauen lassen. Muss man mögen, ich mags nicht. Problem ist, dass meine Privatsphäre nicht mehr sicher ist, wenn Freunde und Bekannte die Dinger rumstehen haben. Ich begrüße die immer mit “Alexa, Sekbstzerstörung jetzt”. Klappt aber nicht 😉

    Ich persönlich nutze Amazon nur als kostenloses Produktinformationssystem. Tatsächlich ist so gut wie alles woanders günstiger zu erhalten.

    @Kiev

    Wir habem das Glück, dass wir tatsächlich in Wochenendreichweite entfernt sind. Da wir das aber oft nutzen macht Vermietung keinen sinn (und ist dort auch verboten) – ich bin aber grade am modernisieren und ausbauen. Irgendwann wird das unser Ruhewohnsitz werden, wenn auch nur inoffiziell.

  7. AvatarMeister Soda

    Das ist nun mein erster „wackler“ seit ich unter die Aktionäre gegangen bin. Habe erst vor etwa zwei Monaten angefangen.
    Ich werde in einigen Tagen einen zuverdienst bekommen. Das bekomme ich sagen wir mal so etwa einmal im Jahr. Vielleicht zwei mal.

    ich bleibe dabei und stecke die Kohle vollständig in 70% World 30% EM!

    Danke für deine Arbeit Tim, deine Videos, die Blogs und die Zuschriften der anderen Leser! Das hilft so so sehr am Anfang des Depot Aufbau.

    Wenn ein Jahr rum ist rechne ich mal alles durch und schreibe auch was, dass du hier gerne veröffentlichen darfst!

  8. AvatarFelix

    # Amazon
    Ist das wirklich so? Meines Wissens zahlt Amazon in Deutschland nach dem Tarif für die Logistikbranche. Der Streit, besser gesagt der alljährlich vor Weihnachten stattfindende Streik der Verdi-Leute geht darum, dass sie nach dem Einzelhandelstarif bezahlt werden wollen: Also der Lagerarbeiter bei Amazon wie des Verkaufsberater bei Karstadt. Dafür versucht man seinen Arbeitgeber maximal zu schaden und seit x Jahren im Weihnachtsgeschäft die Logistikzentren lahm zu legen.

    Bei den Geschichten um Amazon muss etwas kritisch sein, da werden oft antikapitalistische und antiamerikanische Mythen von links bedient. Das ist bei McDonalds, CocaCola und Google ähnlich. Häufig geht es um Stimmungsmache gegen die bösen, noch dazu amerikanischen Konzerne.
    Tatsächlich bietet Amazon in seinen Logistikzentren in strukturschwachen Gebieten oft ungelernten oder arbeitslosen Menschen einen zuverlässigen Arbeitsplatz. Es gibt Geld gegen Leistung, das sehen manche kritisch. Deshalb arbeitet Amazon auch intensiv daran, die Prozesse zu automatisieren und hat eine eigene Roboter-Entwicklungsabteilung. Dann kriegen die ehemaligen Arbeiter wieder Stütze und werden nicht mehr ausgebeutet. Allerdings verliert Verdi Mitglieder.

  9. AvatarAlexander

    Sicherlich eine interessante Aktie. Ich stehe aber persönlich auf “Frischekosmetik”. Mache das selbst nebenberuflich. Mein Unternehmen machte trotz Corona 35% Wachstum im ersten Halbjahr. Die Kosmetik Branche boomt und die Leute merken aber, dass es auch natürliche Alternativen zu den großen Playern gibt. Sicherlich ein interessantes Investment als Beimischung.

  10. AvatarMarc

    Die Schwankungen sind doch etwas beunruhigend, wenn man wie ich Aktie auf Pump gekauft hat. Hoffe, es geht bald wieder aufwärts! Gruß

  11. AvatarThorsten

    @Felix ja,  wird so sein. Man muss viele Berichte lesen, am Ende weiß man u.U. immer noch nicht was Sache ist.

    @Marc Aktien auf Pump ist keine gute Idee. Besser einfach nur eine Sparplan aufsetzen anstatt die Kreditrate zu bedienen. Es könnte 6, 8 oder gar 10 Jahre bergab gehen, niemand weiß es.

     

  12. AvatarSlowroller

    @Felix

    Wenn man die Geschichten (manchmal zu recht) als linke Geschichten bezeichnet, so ist deine Darstellung das Gegenteil. Die Mitte wird dann der Realität entsprechen. Der geforderte Tarif ist übrigens der für “Einzel- und Versandhandel”. Und entgegen deiner Aussage wird keine Karstadt-Fachverkäuferin danach bezahlt, die hat nämlich einen Haustarifvertrag.

     

    Am Ende ist aber das Gute: Gerade wenn Rechtliches und Ethisches auseinanderklaffen, kann der Verbraucher entscheiden.

  13. AvatarStefan

    @Marc

    Mach dir nicht so viele Sorgen. In den nächsten Dekaden wird es bestimmt auch mal wieder aufwärts gehen.

    Ich hoffe deine Zinsbindung für den Kredit ist variabel. 😉

  14. AvatarLad

    🙁 🙁 🙁 ””Ob die Börse überbewertet ist oder nicht, weiß ich nicht.

    Als Langfristanleger besteht für mich kein Grund, meine Aktien zu verkaufen.”” 🙁 🙁 🙁

    Der Herr kann immer noch lernen, welche KUV, KBV und KGV-Werte normal sind und welche unverträglich hoch sind, oder 1999/2000 vor dem großen Crash erreicht wurden.

    Sicherlich kann sich der Herr seine teuren Aktien: Amazon, Apple, Microsoft, Coca-Cola, Netflix, CTS Eventim u.a., zusammen Million Euro in Aktien im nächsten großen Crash 🙁 auf 1/4 = 250.000 € 🙁 fallen lassen, denn er hat keine Kinder, die seine Million erben könnten. 🙁 🙁

    🙁 Also eine Frau und 2 Kinder besorgen, angemessene KUVs, KBVs, KGVs studieren und dann keine teuren Aktien nicht mal auf 1/3 fallen lassen! Nur günstige Dividendenaktien kann man im nächsten Crash fallen lassen. Allianz, Munich Re, BASF, AT&T, JNJ, PG u.a. können nur auf 1/2 fallen, sie sind nicht stark überbewertet. 🙂

  15. AvatarMichael (Bergkamen)

    Hi Tim,

    so sieht es aus. Stur und stetig.   Weiter machen. Mache ich auch.

    Wann gibt es das Ergebnis der Abstimmung, bei dem viele für dich gestimmt hatten? Den Award.

    VG

    der Michael (Bergkamen)

  16. AvatarHolk

    @lad: Du empfiehlst hier zum 2. Mal “günstige” Aktien. Allianz, Munich Re, BASF, AT&T, PG sind nur dann günstig, wenn sich dort umsatz- und gewinnmäßig was Positives tut. BASF z.b. ist in den beiden genannten Komponenten rückläufig, der letzte Zukauf ist m.E. stumpfsinnig und das Management ist nach Insideraussagen schlecht. Hinzu kommt: Allianz z.B. ist eine Versicherung und at&t Telekommunikation und alleine daher sind sie günstig, wie Vergleichbare der Branche. Jede der o.a. Aktien hat ordentliche bewertungstechnische Schwachstellen. Ohne diese zu beachten, können die Aktien lt. Chart natürlich günstig aussehen. Aber warum stehen sie dort wo sie stehen? Meinst Du wirklich, im momentanen Umfeld gerade im Blue Chips Bereich noch eine maßgeblich unterbewertete Aktie zu finden? Kann ggfls schon sein, aber nur wenn | weil Amateure nur nach Chart gehen und keinerlei Fundamentalanalyse machen… Aber das ist Zcken und nicht Investieren

    Ich möchte nur andere da or warnen, Deinen Ratschlägen zu folgen, ohne dass sie wissen, was ich hier bemängele…

  17. AvatarBruno

    “Ich möchte nur andere da or warnen, Deinen Ratschlägen zu folgen”

    Guter Punkt, ohne zu beurteilen ob Lad’s Empfehlungen gut oder schlecht sind, sollte man nie Empfehlungen folgen. Egal von wem, ich würde auch nicht kaufen wenn mich Warren Buffett anruft und sagt dies oder jenes sei interessant. Ich würde ihn aber fragen ob er Interesse hat an einer guten Softwarefirma haha…

    Deshalb finde ich auch Fragen wie “was hält ihr von…” oder “soll ich dies oder jenes kaufen oder verkaufen” keine guten Fragen. Nicht böse gemeint. Aber ohne ein klares System (darunter verstehe ich einfach eine systematische Vorgehensweise, es muss nicht automatisiert sein, es kann auch “Bauchgefühl” Platz haben), sollte man nicht in Einzelaktien gehen. Sonst kann man auch würfeln.

    Dann würde ich eher den Markt kaufen, also ETF’s.

    Ansonsten weiss man ja nicht im Endeffekt, hatte man nur Glück, oder Pech, oder war man dann besser oder schlechter als der Markt, alles Zufall 🙂

     Tipps sind trotzdem interessant, aber nur, um sie anschliessend seinen eigenen Kriterien zu überprüfen und zu entscheiden, ob es etwas ist oder nicht.

  18. AvatarNico Meier

    Die Schwankungen sind doch etwas beunruhigend, wenn man wie ich Aktie auf Pump gekauft hat. Hoffe, es geht bald wieder aufwärts!

    @Marc

    Aktien sollte man nur mit Geld kaufen, das man selber verdient hat. Wer auf Kredit Aktien kauft maximiert sein Risiko.

    Ich muss immer lachen wenn Menschen Sachen auf Kredit kaufen egal ob Autos, Fernseher oder Akeiten!

  19. AvatarTsubasa

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage an die ETF-Profis unter euch.

    Ich habe mich seiner Zeit mittels Sparplan für den MSCI World (A1XB5U) entschieden.

    Gründe: geringe TER und kostenlos über die Consorsbank besparbar.

    Bei einem Klick auf die Zusammensetzung der Einzelpositionen sehe ich nun Werte wie Mohawk Industries Inc oder Whitbread PLC, was mich etwas irritiert.

    Ein Vergleich auf justETF mit einem anderen MSCI World (z. B. dem A0RPWH), welcher die üblichen Werte (Apple, Microsoft, Amazon) als größte Positionen aufweist, zeigt sich die exakt gleiche Performance.

    Ich verstehe nicht, weshalb “mein” ETF gänzlich andere Werte aufweist. Hat dies irgendwelche Gründe, dass der Anbieter den ETF z. B. einfach nur anders abbildet aber dennoch die gleiche Performance aufweist?

    Kann ich den von mir besparten ETF weiterhin bedenkenlos besparen oder hat dieser irgendwelche Nachteile?

  20. AvatarBruno

    @Tsubasa

    Ich weiss ja nicht wo Du das gesehen hast aber “Dein” ETF hat auch die üblichen Werte als grösste Positionen.

    Im MSCI World haben die 2 genannten Werte einen Anteil von:

    MOHAWK INDUSTRIES 0.013795%
    WHITBREAD 0.015317%

    Also Minipositionen….

    Ich denke das ist ein Fehler in einer Broschüre.

  21. AvatarBruno

    @Tsubasa Ich empfehle immer bei der Quelle die Informationen holen, also hier z.B. bei dws xtrackers, Banken sparen wo es geht und haben oft schlechte Daten…

    ist wie im Leben generell ich gebe nichts drauf wenn mir jemand sagt der andere XY hätte ihm gesagt etc. lieber an der Quelle nachfragen 😉

  22. AvatarVroma

    Moin Gemeinde.

    Also wenn ich ins Depot schaue, sehe ich keine “unvernünftigen“ Bewegungen. Teuertech fällt, Günstigtech steigt und Coronagebeuteltes schwingt.

     

    Aber dennoch immer wieder gerne:

    Crash! Crash! Crash! Crash! Schnell noch Aktien verkaufen und in Gold gehen. Unbedingt! Jetzt! Letzte Chance!

  23. AvatarVroma

    @Stephan: Nein, Trolle schreiben was von Aktien auf Kredit gekauft…
    Ich persönlich hoffe auf eine schöne, unbegründete Panik an den Börsen, um meinem Vermögensaufbau einen Turbo zu verschaffen 😉

    Also Leute, passt auf! Die Fallhöhe ist enorm. Wie lange brauchten die großen Techaktien um nach 2000 wieder auf den gleichen Wert zu kommen? 15 Jahre?

    Hat jemand in der Runde über so lange Zeit die Aktien gehalten? Amazon, Microsoft und Co….

     

     

  24. AvatarRüdiger

    Ich persönlich hoffe auf eine schöne, unbegründete Panik an den Börsen …

     

    Da sitzt mal wieder einer auf (zu) viel Cash  😉

     

  25. AvatarBruno

    @Rüdiger

    Wenn man hoffen muss, sollte man seine Strategie überdenken. Ob man nun auf einen Crash hofft oder aber das Gegenteil, dass kein Crash kommen darf, sollte man sich überlegen, ob man vielleicht etwas anders machen muss.

    Entweder zu riskant oder eben das Gegenteil zu viel Cash…

    Ich bin ein Freund von einem Allwetter-Depot, wo man sich immer wohl fühlen kann. Alles andere ist nur unnötigen Stress.

  26. AvatarVroma

    @Rüdiger: Eigentlich bin ich voll investiert. Meine Chefin baut aber immer ein bisschen Cash zusätzlich auf. Weihnachtsgeld kommt auch noch und zur Not kann man auch eine Niere verkaufen. Ach was schreib ich da? Ich kaufe eben gerne gut&günstig 😉 Corona war toll für REITs und Tech.
    Noch dazu finde es toll wie ein Großteil der Abgebrühten im Internet vor Angst dann die Arschbacken zusammenkneifen.

    Gerade die steueroptimierten Wachstums-Thesaurier-Investoren, die meinen, dass alle Dividendensammler Idioten sind, kacken sich dann schön ein 🙂

    Hört einfach auf so alte Hasen wie einen Kostolany, Lynch oder Buffett.

  27. Avatar-M

    Vroma

    Also zur Zeit hört es sich für mich das erste mal wieder nach 1999/2000 nach einer waschechten Dienstmädchenhausse an. Ich habe im Moment auch Bauchweh was zu kaufen bzw überhaupt zu finden.

    Es gibt kaum einen der nicht über Aktien spricht. Ok bei mir beruflich bedingt in der Bank könnte man meinen, es sei logisch. Das war aber 2009 nicht der Fall und all die Jahre danach auch nie! Weder bei Kunden noch Kollegen.

    Seit März sind alle wie verrückt. Das fängt bei Kunden an, die auf einmal die Home bias Unternehmen kaufen (TUI, Lufthansa) und auch die Corona aktien wie bioNtech bis zu Tesla und Wasserstoff Buden. Es hört dann bei unseren Mitarbeitern auf, die jeden Tag wie verrückt von aktien reden. Männer, Frauen und Azubis. Jeder kauft wie blöd. Nie erlebt so einen Hype in unserem Hause. Wie gesagt das gab es bei uns in der Bank noch nie bei den Mitarbeitern, obwohl es naheliegend wäre.

     

    Ist das bei euch auf der Arbeit auch so?

     

    -M

  28. AvatarVroma

    @M: Hmm, in meinem Umfeld wird definitiv mehr darüber gesprochen. Dies liegt aber wohl an mir selbst 😉 Generell liegt das wohl an dem 0-Zins-Problem. Die Leute sind einfach auf der Suche nach Rendite. Und so lange diese dem Home Bias und Hypeaktien verfallen ist es für mich OK.
     

    In der Firma (Metallindustrie) habe ich einen Kollegen mit dem ich vernünftig über Investieren sprechen kann. Im Management sind recht viele im Aktienmarkt. Diese sehen das aber eher als Lottoersatz, wobei man sich bei ordentlichen Gewinnen als geilen Hengst/Stute darstellen kann.

     

    Eigentlich finde ich immer was zum kaufen. Schlage monatlich bei einer Aktie zu. Man sieht aber an den Börsen ein recht geringes Handelsvolumen. Da ist viel Angst im Spiel.

    ZU RECHT! Das knallt noch richtig nach den US Wahlen. Schnell noch in Gold umschichten, oder Silber! Silber! Oder wollt ihr sehen wie euer hart verdientes Geld in einem Loch verschwindet? Was da alles dafür kaufen könnte?!

  29. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Ob nun Wachstum oder Dividende, Hightech oder Lowtech, Alt oder Neu – ich habe und nehme sie alle!

    Teilhaber bei Apple, Amazon, Alphabet und Berkshire bin ich genau so gerne wie bei Adidas, Nike und Disney. Oder auch Illinois Tool Works, Church&Dwight und Reckitt Benckiser. T Rowe und Blackrock, Alibaba und Tencent, KONE und J&J….. alles ganz wunderbar. Bitte mehr davon. Und das Monat für Monat.

    Intelligent investieren ist so simpel. Für mich unbegreiflich, warum es so viele nicht gepackt bekommen. Auf andere hören, sich mit Finanzpornos verdummen, hin und her handeln, sich bei den Assets verzetteln….. warum?

    Walmart, Berkshire, Home Depot, Amazon…… traumhafte Renditen über die Jahrzehnte. Aber nur für die klitzekleine Anzahl an Investoren, die Kaufen und FÜR IMMER LIEGEN LASSEN.

    Aber man möchte sich ja etwas vormachen. Viel Aktivität hilft viel? Nein, tut es nicht. Fehler vorprogrammiert.

    Die Kurse spielen keine Rolle (es sein denn, ich darf günstig zuschnappen). Umsatzwachstum, Gewinnwachstum, Gewinnmargen – das ist interessant. Ausgezeichnete Unternehmen steigen über die Jahrzehnte im Wert, die Kurse ziehen mit. Ganz einfach.

    Je mehr Input durch die Finanzpresse, desto schlechter die Ergebnisse. Punkt. Lösung: Den ganzen Schund einfach nicht lesen. Ganz einfach.

    @ -M

    Weder im Familien-, noch im Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis wird über Aktien gesprochen. Interessiert keinen. Auch wenn wir in der Dienstmädchenhausse wären – ich würde NICHTS an meinem Investitionsstil ändern. Alle Titel halten, stur und stetig neue hinzukaufen.

    Apple und Amazon sind heute überbewertet? Keine Ahung, kann sein, mir egal. Waren sie schon dutzende Male in den vergangenen Jahren. Werden sie in zehn Jahren höhere Gewinne erzielen als heute? Ich denke schon. Prima Investment. Geduld ist gefragt.

    Meine 9-13% p.a. erziele ich nur Dank B&H Extrem.

    Schönes Wochenende allerseits 🙂 !

  30. AvatarBruno

    @Dienstmädchenhausse

    In meinem Umfeld (Mitarbeiter oder Kunden) auch kein Thema. Wobei mich die letzten Wochen einige auf Silber angesprochen haben… schauen wir mal wohin das führt.

    Ob man nun buy & hold macht oder tradet, ob man Einzelaktien welcher Art oder ETF’s kauft, man sollte einfach wissen was man tut und das relativ stressfrei und konsistent über die Jahre. Alles andere wäre wirklich Lotterie oder Zufall.

    Ich habe auch mein System gefunden und ändere daran wirklich maximal noch kleine Feinheiten. Aber ich brauche auch keine 25% p.a., einfach im Schnitt deutlich mehr als die Inflation dann bin ich zufrieden. In den letzten Jahren war es deutlich mehr aber es kann sich auch wieder ändern, das ist völlig normal.

    Es gibt für alles pro und kontra, man muss sich mal entscheiden und dann durchziehen. Ist doch bei allem so, wenn man so auch im Privatleben oder Job denken würde, dann würde man ewig hin und herüberlegen, dieser Partner oder wäre ein andere doch besser, dieser Job oder ein anderer, dieses Auto oder doch ein anderes etc. irgendwann muss man einfach entscheiden und dann dabei bleiben.

  31. AvatarRüdiger

    Den ganzen Schund einfach nicht lesen. Ganz einfach.

     

    So ist es! Ich eigne mich eh nicht als “Follower”. Ich lasse mich nicht verunsichern, nicht in Euphorie versetzen … und verdummen schon gar nicht  😉

     

  32. AvatarChristian

    @-M: Wir hatten uns ja bereits einmal ausgetauscht. TUI, Lufthansa, Wasserstoff… Ich beobachte schon, wie ich im Freundeskreis (da weiß keiner, dass ich ein Depot habe) angesprochen werde: Ein Kumpel möchte Wasserstoff kaufen, die Buchhalterin steigt jetzt in ETF ein, ebenso die Praktikantin. Wir sind nicht in der Finanzbranche… LG

  33. AvatarBruno

    @Christian

    Ich erinnere mich noch gut an die letzte Dienstmädchenhausse Ende letztes Jahrtausend. Da bekam ich die ersten Tipps aus dem Bekanntenkreis so 1997/1998, es ging dann aber noch gut 2 Jahre, bis es geplatzt ist und die Nasdaq hat sich nochmals verdoppelt. 2007/8 merkte ich gar nichts von eine Dienstmädchenhausse, da waren aber auch die Bewertungen deutlich tiefer als im Jahr 2000.

    Das ist auch heute möglich (dass es nochmals stark weitersteigt), aber es ist natürlich jederzeit ein Einbruch denkbar. Vielleicht schon der Start die letzten Tage.

    Niemand weiss es, ich würde also sicher nicht auf short spekulieren aber etwas Cash schadet auch nicht. Ich habe <5% Cash, da ich die nächsten 5-10 Jahre viel Cashflow erwarte aus meiner Firma und so dann laufen nachkaufen könnte, sofern es zu einem Selloff kommt.

    Alle klassischen Bewertungsmuster deuten auf eine starke Überbewertung insbesondere des US-Marktes, aber das ist auch kein Garant für einen Crash. Es kommt wie es kommen muss.

     

  34. AvatarThorsten

    Seitwärts bis nach der Wahl mit etlichen volatilen Baissefallen, die die Robin Hood  Jünger aus den Aktien treiben sollen. Zuschauen, Staunen, Lachen, Nachkaufen ! Punkt.

  35. Avatar-M

    @Bruno

     

    Ich erinnere mich noch gut an die letzte Dienstmädchenhausse Ende letztes Jahrtausend. Da bekam ich die ersten Tipps aus dem Bekanntenkreis so 1997/1998, es ging dann aber noch gut 2 Jahre, bis es geplatzt ist und die Nasdaq hat sich nochmals verdoppelt. 2007/8 merkte ich gar nichts von eine Dienstmädchenhausse, da waren aber auch die Bewertungen deutlich tiefer als im Jahr 2000.

    So meinte ich es. Klar kann locker noch Jahre weitergehen, aber wir sind weit über dem 2007er Niveau jetzt (da war kein Hype damals zu spüren, da bin ich auch bei dir) es erinnert mich tatsächlich an 1999. Aber gut – klar ist, das natürlich alles jetzt mal so dahingesagt ist und keiner etwas weiß. Wenn wir wissen wie es ausgegangen ist, können wir uns ja dann wieder über die nächsten Jahre Gedanken machen haha 😉

  36. AvatarBruno

    @-M

    Wichtig finde ich, dass man sich dessen bewusst ist. Es kann sein, dass wir die Hochs beim nächsten Crash 10,15,20 Jahre nicht mehr sehen inflationsbereinigt. Damit muss man umgehen können. Kauft man in so einer Zeit stetig weiter zu und kann vielleicht sogar noch seine Sparquoten erhöhen, ist es keine Tragödie. Anders würde ich es angehen, wenn ich heute eine Erbschaft erhalten würde und wüsste, ich könnte zukünftig nichts sparen oder reinvestieren ausser Dividenden, dann würde ich sorgfältig einsteigen und nicht alles sofort. Darüber kann man sich natürlich auch streiten, auch wenn es in 80% der Fälle idealer ist sofort alles zu investieren, in den restlichen 20% ist es dann halt auch sehr schlecht.

    Von daher denke ich schadet es nicht, sich mit unterschiedlichen Szenarien mal gedanklich zu beschäftigen und zu prüfen, ob man dann in dieser Lage damit zurecht kommt, ohne grosse Fehler zu begehen, z.B. in Panik alles zu veräussern.

  37. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Man kann ja aus Spaß an der Freude über die Marktsituation fabulieren, spekulieren und philosophieren. Allein, es bringt nichts für den Erfolg an der Börse. Die Mehrzahl der Anleger schießt sich bei diesen Spekulationen um die Zukunft “der Märkte” ins Knie.

    2015 waren wir auch schon bei BILD-Schlagzeilen – “Mit Aktien reich werden” – und neuen Anfängern, die dann mit -25% auf die Nase gefallen sind (kann jemand berichten?). Ändert alles nichts daran, dass Aktien – weltweite Bluechips – die rentierlichste Anlageform für überschüssiges Geld sind. War immer so und bleibt immer so.

    Was die nächsten fünf Jahre passiert interessiert mich nicht. Irgendwann regnet es Quartal für Quartal tausende Euro in unseren Haushalt hinein. Wunderbar, diese Cashmaschine namens Börse.

    Wer das Große Rauschen ausstellt und stur und stetig investiert, wird irgendwann auf einem riesigen (ja, Sparta, riesig ist relativ 😉 ) Vermögensberg sitzen und viele freie Entscheidungen treffen können. Glücklich leben sollte man heute schon. Geld ist da nur sekundär von Bedeutung.

    Komme gerade vom Essen bei Sonnenuntergang mit Sohnemann auf dem Balkon. Wir machen Späße, sehen die Wolken vorüberziehen und genießen das Essen. Was interessieren mich da Depot und Börse?

    Vielleicht kann man festhalten: Je weniger einen die Börse beschäftigt, desto besser sind die Ergebnisse.

  38. Avatarsammy

    Die Mär von den privaten Zockern alla Robin Hood hält sich ja hartnäckig. Das ist völliger Quatsch da über 90% der Anleger institutionelle Anleger sind! Die 10% privaten bewegen die Kurse nicht. Die aktuellen Schwankungen an den Börsen liegen an Gewinnmitnahmen immerhin sind die Märkte nach Corona Tiefs enorm gestiegen!

  39. AvatarBruno

    @sammy

    Das stimmt so nicht ganz, auch im Land mit einer ungünstigen Aktienkultur wie z.B. Deutschland sieht es anders aus:

    https://www.dirk.org/ir-wissen/themen-und-publikationen/idx/1713

    Und Gewinnmitnahmen, jeder Crash oder Baisse beginnt auch mit “Gewinnmitnahmen”. Du hast doch hier immer gesagt Börsenentwicklung lässt sich nicht prognostizieren und jetzt hast Du deine Meinung scheinbar geändert.

    Auch kleine prozentuale Beträge können die Märkte stark beeinflussen. Das kann man ja einfach sehen wenn man z.B. Volumencharts betrachtet.

    @Freelancer

    Richtig aber es kommt immer auch auf die persönliche Situation an. Wer schon lange investiert ist oder jetzt beginnt und regelmässig investieren kann für den ist es völlig egal, wie hoch die Börse aktuell steht. Anders wäre es wenn man jetzt einen grossen Betrag erhalten würde der investiert werden muss. Da hätte ich ein ungutes Gefühl wenn ich jetzt z.B. 65 Jahre alt wäre und 1 Mio Erbschaft erhalten würde mit der Aussicht, nichts mehr zukünftig nachkaufen zu können würde ich sicher nicht alles Geld jetzt in den Markt pumpen. Aber sonst gebe ich Dir sicherlich Recht, das Beste ist dauerhaft über Jahre immer wieder kleine Pakete zu investieren dann kann man nicht viel falsch machen egal wo die Börse gerade steht.

  40. Avatarsammy

    @Bruno

    Ich rede auch nicht von Einzelaktien deren Kurs kann niemand vorhersehen/-sagen. Aber der globale Markt steigt auf lange Sicht gesehen natürlich. Schau dir dieses Video an hier wird explizit auf das Thema Robin Hood Zocker eingegangen:  https://youtu.be/48LgKULkdPs

  41. AvatarBruno

    @sammy

    Ja davon gehe ich auch aus, aber auch der globale Markt kann mal 40,50,60% fallen und es kann auch mal 10+ Jahre gehen, bis die alten Höchststände wieder erreicht sind. Ich sage nur man muss damit emotional rechnen, sonst tendiert man in diesen Zeiten zu Fehlentscheiden. Mir ging es darum. Dass heute die Gefahr für so einen Einbruch höher ist als noch vor 10 Jahren, dürfte klar sein. Das ist keine Crashprognose, nur eine Wahrscheinlichkeit.

  42. AvatarThorsten

    Ich realisiere derzeit in einem Musterdepot eine Strategie, die auf Clenow beruht, aber die Schwächen durch Cash halten und gewisse Einzelaktienrisiken vermeidet. Bin gespannt. Regeln nehmen die Emotionen weg und verbieten Panikverkäufe. BuyandHold wäre hier die Mutter aller Panikvermeidung.

  43. Avatarsammy

    @Bruno

    Die Gefahr eines Einbruchs/Crashs ist immer gleich hoch da nicht vorhersehbar. Als globalen buy and holdler der über Dekaden anlegt ist mir das aber ziemlich egal bzw gut zum nachkaufen 😉

  44. AvatarBruno

    @Sammy

    Wann ja aber nicht die potentielle Fallhöhe, z.B.

    Warren Buffett Indikator:

    https://boerse.ard.de/bilder/chart/wilshire-us-bip100~_pd-1571218027554_v-z-a-par-a-small-xl.jpg

    Shiller PE

    http://inflationsschutzbrief.de/wp-content/uploads/2017/10/s-p-500-shiller-kgv-pe-ratio-aktien-rueckkauf-countdown-boersencrash-fed-modell.jpg

    Ein Index mit einem PE von 10 hat natürlich weniger potentielle Fallhöhe als ein Index mit PE 50, resp. die Wahrscheinlichkeit steigt dann einfach.

    Ich bin ja auch voll investiert, aber ich bin auch schon lange dabei. Mich würde aber ein stärkerer Einbruch nicht aus der Ruhe bringen, weil ich darauf vorbereitet bin innerlich. Ich hoffe aber nicht, weder auf einen Crash noch auf weitere Hausse. Hoffen ist sinnlos an der Börse.

  45. Avatarsammy

    @Bruno

    Wenn dir das Bauchschmerzen bereitet dann bist du zu viel investiert. Ich persönlich habe noch ein gutes Cashpolster für starke Einbrüche. Zudem bin ich als Angestellter auch nicht zwingend auf dieses Geld angewiesen da ich sowohl eine gesetzliche als auch eine Betriebsrente bekommen werde und mir dies vollkommen ausreichen würde. Mein Ziel ist es allerdings Millionär zu werden.

  46. AvatarBruno

    @Sammy

    Eben das sage ich ja, man kann sich ja z.B. mal gedanklich überlegen, wie man sich fühlen würde, wenn das Depot 50% gefallen ist. Nimmt man das cool und kann vielleicht noch zukaufen, alles gut. Gibt einem dies ein ungutes Gefühl oder sogar Angstgefühle, dann ist man vielleicht über investiert. Genau darum ging es mir.

    Ich hätte damit kein Problem, auch wenn der Aktienmarkt 80% fallen würde wäre das für mich kein Problem. Die Umstände die dann zu sowas führen würden, das wäre vermutlich eher das Problem. Ich würde mir dann also eher um die wirtschaftliche Situation, meine Mitarbeiter, Kunden etc. Sorgen machen und nicht um das Depot.

    Ich wiederhole mich nur immer mal wieder weil ich weiss, dass sich viele nicht wirklich um ihre wahre Risikofähigkeit Gedanken machen. Sonst gäbe es ja keine Crashs, wenn nicht so viele Leute in Panik geraten würden und verkaufen. Umgekehrt gäbe es auch nicht so starke Übertreibungen, da es nicht so starke Gier gäbe. Aber das wird sich kaum je ändern das war schon immer so.

  47. AvatarVroma

    @sammy: Private bewegen den Markt nicht? Also ich sehe im Depot “aktuelle” Preisfeststellungen von vielen verschiedenen Regionalbörsen, teilweise Stunden alt. Das Handelsvolumen ist gering. Da können Smombies schon den Markt machen.

     

    Kennt jemand vielleicht eine Seite an dem die Volumina der Börsen gezeigt werden?

  48. AvatarBruno

    @Vroma

    Es bringt nix, Kommer hat gesprochen, punkt. Ich finde vieles wo er sagt hat Hände und Füsse aber auch nicht alles, vieles ist auch zu theoretisch/akademisch und einfach zu trocken. Aber das ist alles Geschmacksache.

    Man muss einige Dinge schon genauer anschauen, die langfristigen Statistiken bringen hier nix, es ging ja darum in den letzten Wochen. Und z.B. wenn Privatpersonen ETF’s oder Fonds oder 3. Säule oder Pensionskasseneinkäufe etc. tätigen dann zählt dies alles formell zu den Institutionellen, wenn ich ein ETF kaufe von der deutschen Bank dann wird auf Aktienseite die DB gezählt, was aber natürlich nicht stimmt, der Treiber für den Kauf war ich 😉

    Und die Sache mit es ist egal wann ich kauf auch bei grossen Beträgen ist natürlich so eine Sache, was nützt mir eine allgemeine Statistik wenn es für mich persönlich anders ist. Wer 1929, 2000 oder 2007 kurz vor dem Crash ein Millionenvermögen auf einmal investiert hat, der kam zwar wieder raus, aber es hat ihm natürlich viele Jahre gekostet und die Performance p.a. war dann vielleicht auf 20 Jahre noch 1-2% anstatt normal 7-9% oder eben wenn man “Glück” hat halt auch mal 12-15%. Alles Zufall oder nicht, wie auch immer, aber es hat natürlich schon eine Relevant wann man was wie teuer kauft.

  49. AvatarThorsten

    Da glaubt jemand , er könne von Staatsrente und Betriebsrente in der Zukunft , aber wann genau , alleine leben. Wie viele Jahre bestehen noch bis zum Renteneintritt ? Besteht Wohneigentum oder rutscht man mit steigenden Mieten in die Altersarmut ? Mieten steigen schneller als Renten. Fakten wären hilfreich.

  50. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Bruno

    Was die Erbschaft angeht, bin ich bei dir. Ich würde wohl die Hälfte sofort investieren – J&J, Blackrock und einen Haufen Aristokraten – und den Rest über´s Jahr verteilt anlegen. Da kommen im ersten Jahr schon ordentlich Dividenden herein.

    Was das shiller-PE anbelangt – da gehen die Meinungen wohl auseinander.

    Das PE von heute läßt sich nicht mit dem von 1980 vergleichen.

    Nehmen wir J&J. KGV von um die 20. Klingt irgendwie teuer. 14 wäre schöner. Ein KGV von 20 ist bei allgemeinen Zinssätzen von 0% aber “günstiger”, als ein KGV von 14 bei Zinssätzen von 5%.

    Die Zinsen bleiben noch Jahre tief – die Schulden werden weginflationiert -, da sind KGVs von um die 20 selbst bei Lowtech und Dividendenpapieren ganz anders zu werten.

    Kurs J&J 2000: Um die 50€. 2012 immer noch 50€. Für Spekulanten und Kursgucker “verlorene” zwölf Jahre. Unsinn!

    Dividende J&J 2000: 0,34€. 2012 dann 1,87€. Verfünffacht. Cash auf dem Konto des Aktionärs. Der Wert, der ECHTE Wert des Unternehmens ist in den zwölf Jahren ebenso gestiegen.

    Dieses gebannte Glotzen auf die Kurse…… verstehe ich nicht. Zehn Jahre “seitwärts”? Na und? Der Wert der Unternehmen steigt trotzdem. Die Umsätze, Gewinne, Dividenden steigen trotzdem. Je günstiger ich mir diese Umsätze, Gewinne und Dividenden einkaufen kann, desto besser. Zehn Jahre seitwärts wäre also richtig gut! Für den Verkäufer wohl nicht…..

  51. Avatarsammy

    @Thorsten

    Ja ich glaube an die Rente. Wenn ich bis zum Ende arbeiten würde wären es noch 30 Jahre. Dies wird denke ich allerdings nicht nötig sein da ich vorher wohl privat 7 stellig sein werde.

  52. AvatarBruno

    “Dieses gebannte Glotzen auf die Kurse”

    Nein, das bringt nix und ist pure Zeitverschwendung (ausser man ist Daytrader). Mir ging es nicht darum, mir ging es darum, dass man in Szenarien denkt. Ein Crash ist nur ein Szenario, ein anderes wäre die Märkte steigen 100% die nächsten 5 Jahre. Dumm wer nicht dabei ist. Oder seitwärts, oder volatil seitwärts alles Szenarien.

    Ein Beispiel: Ein 25jähriger Mann hat 100k gespart, aber nicht investiert bisher. Er sieht die Kursentwicklung der letzten Wochen und Monate und möchte profitieren von der weiteren guten Entwickung. So rechnet er sich aus, dass er in 5-7 Jahren 200k hat, wo er plant ein Eigenheim zu erwerben. Das gibt natürlich ein schöneres Haus als nur mit 100k Eigenkapital.

    Was würde ich ihm raten? Nichts, aber erklären, was passieren kann, eben mögliche Szenarien. Sein Szenario ist möglich, aber es ist genauso möglich, dass in den nächsten 5 Jahre ein Crash von -50 oder sogar -70% stattfindet. Dann hat er nur noch 50k Eigenkapital, und kann sich nur noch eine Bruchbude leisten wenn überhaupt. Die Wahrscheinlichkeit kann man nicht genau berechnen, aber wenn sie auch nur bei 10-20% besteht (ein Müller würde sie auf 95% setzen haha), auch dann ist es doch ein erhebliches Risiko.

    Wenn der gute Mann oder Frau aber ein ganz anderes Ziel hat und zwar für seine Altersvorsorge zu sparen dann spielt es keine Rolle, was in 5 Jahren ist, er oder sie ist 25 und könnte meines Erachtens egal mit welchem Szenario gleich alles voll investieren.

    Wir können darüber lachen, aber genau solche Fragen stellen sich viele heute. Und deshalb gibt es auch keine einfachen und immer gültigen Rezepte.

  53. AvatarClaus

    @ Akt. Börsensituation

     

    Eine Boomphase wie im Jahr 2000 sehe ich nirgends. Die 5-10 “Tech-Kursraketen” sind keine “Luftnummern”, wie viele Werte im Jahr 2000, die nur Cash verbrannt haben, aber keinerlei Gewinne vorzuweisen hatten. Es werden gigantische Milliardengewinne erzielt. Diese sind real. Die Bewertung ist hier teilweise sehr hoch, so dass eine (deutliche) Korrektur erforderlich scheint. Diese könnte bereits begonnen haben. Dennoch bezweifle ich, dass die Korrektur über das übliche Maß hinausgehen wird, da zu viel Cash auf den Einstieg wartet…

     

    Momentan sehe ich keine Vorzeichen eines Crashs, sondern eine Kapitalverschiebung von den überteuerten US-Börsen nach Europa. Das Geld sucht nach den besten Renditen. Das ist ganz normal. Die (Kurs)-Chancen bei vielen EU-Aktien erscheinen den Anlegern momentan vielversprechender, als bei den überteuerten US-Werten. Die Indizes spiegeln das wider, wie die letzten 5 Handelstage zeigen, z.B.:

     

    USA:

     

    -4,6% Nasdaq 100, -2,51% S&P500, -1,68% Dow Jones, -1,31% MSCI World (US-Anteil…)

     

    Europa:

     

    + 0,49% DJ Euro Stoxx 50, +2,41% FTSE 100, +1,63% SMI PR, +1,64% DAX, +0,17% MDAX Perf.

     

    GB-Aktien könnten demnächst gut performen, BREXIT hin oder her…

     

    Wie es auch immer kommen mag: Mit einem breit gestreuten “Welt-Depot” wird man auf langfristige Sicht nicht nur überleben, sondern auch zu den wenigen Börsengewinnern gehören. Entscheidend ist die Aktien-Qualität. Alles andere kann man getrost “vergessen”, bzw. braucht es nicht weiter zu beachten.

     

    Wer ständig in Papieren “hin- und herspringt”, wird es genauso schwer haben, ein “dauerhaft grünes Depot” zu sehen, wie der reine “Tech-Anleger”.

     

    Ich gehe jetzt noch ein bischen an meinen Teich und sehe mir später das F1-Rennen an. In den nächsten Wochen warte ich auf mögliche erste Kaufkurse bei meinen Wunsch-Kandidaten:

     

    Alphabet, Amazon, Aptargroup, ADP, Beiersdorf, CHD, Coloplast, Danaher, Ecolab, Essilor-Lux., Eurofins Sc., Givaudan, Henkel, Hexagon, ITW, Loreal, Mastercard, McCormick, NextEra Energy, Novozymes, Parker Han., Reckitt B., Samsung, SAP, Starbucks, Thermo Fisher… um nur einige zu nennen. Vielleicht ergibt sich ja etwas.

     

    LG und einen schönen Rest-Sonntag

  54. AvatarThe European View

    Eine gewisse wachsende Börsenbegeisterung bekomme ich in meinem Umfeld schon mit. Gerade während der Corona-Hochphase fanden einige die Zeit, sich dem Thema “Altersvorsorge mit Aktien” zu widmen. Die einsetzende Rally und die Entdeckung von Hebelprodukten haben dann eine gewisse Goldgräberstimmung geweckt.

    Dafür, dass Kleinanleger auch schon einmal Kurse bewegen können, gibt es eine Menge Anzeichen. Die Deutsche Telekom ist doch das beste Beispiel 🙂 Ob das heute auch so ist? Wer weiß…

    Am Ende sind das aber Sachen, die niemand beeinflussen kann. Aktionäre müssen mit der Börse und den Preisen leben, so wie sie sind. Am besten fahren vermutlich die, die in ETF’s investieren. Am meisten Spaß macht aber immer noch das Investieren in Einzelaktien. Bisher im September gekauft habe ich Cisco und Automated Data Processing. Für die nächsten Wochen überlege ich, General Mills (etwas zurück gekommen) sowie Mayr-Melnhof aufzustocken und mir einmal Merck & Companies genauer anzuschauen. Merck & Companies (= das US Unternehmen) habe ich nie genauer untersucht und kenne es dementsprechend noch nicht gut genug für ein Investment. Fundamental sieht es aber eigentlich ganz ordentlich aus, finde ich.

  55. Avatar-M

    @Free @Bruno

    Ihr habt beide Recht. Bruno weist darauf hin, dass höhere Risiken bestehen bei hohem CAPE, was nicht heißt das es so kommt, aber es ist einfach stochastik.

    1x Anlagen auf hohem Niveau können lange Durststrecken bedeuten. Free wirft da ein, dass selbst in der Seitwärtsphase der intrinsische Wert der Firmen steigert. Das ist ebenfalls richtig, jedoch baut sich gleichzeitig die Überbewertung eben dieser Firmen ab. JJ , Coca Cola,  MSFT sind da so Beispiele 2000- 200X.

     

    1x im Jahr 2000 gekauft wäre die Investition nicht so dolle. Sammelt man weitere Stücke über viele Jahre der Konsolidierung der Bewertung ein, ist es nicht mehr so schlimm.

     

    Ich bring es momentan nicht übers Herz Microsoft oder Apple bei den Bewertungen zu kaufen. Die Wahrscheinlichkeit ist da auf Mr. Markets Seite. Offeriert er mir Kurse bei denen die Chance höher ist, dann nehme ich diese Weltklasse Unternehmen gerne.

    -M

  56. AvatarThorsten

    Schiller , KGV und Consorten. Es geht um Optimierung oder um Werterhalt. Was 30% zu teuer ist muss nicht dauerhaft einbrechen , es kann auch jahrelang abwärts , seitwärts, aufwärts gehen bis Gewinne und Inflation die höheren Kurse rechtfertigen.
    Derzeit würde ich mehr auf Amazon als auf die anderen Techwerte setzen.

  57. AvatarMit 50 aufhören!!!

    @Claus

    Wieder einmal ein unglaublich souveräner Kommentar, der die Sicht der Dinge für mich wieder einnordet. Tatsächlich habe ich am Freitag noch einmal bei einem Euro Stoxx 600 ETF zugeschlagen und hoffe, dass es sich lohnen wird.

    Da ich die Kommentare immer von unten nach oben lese, habe ich erst im Nachgang gesehen, dass er wieder von Dir ist.

    Eine Frage noch: da  der Euro jetzt so hoch im Vergleich zum Dollar steht, macht es aus Deiner Sicht Sinn, doch das eine oder andere US-Papier ins Depot zu holen.

  58. AvatarZEN INVESTOR

    -M schrieb:
    1x Anlagen auf hohem Niveau können lange Durststrecken bedeuten. Free wirft da ein, dass selbst in der Seitwärtsphase der intrinsische Wert der Firmen steigert. Das ist ebenfalls richtig, jedoch baut sich gleichzeitig die Überbewertung eben dieser Firmen ab. JJ , Coca Cola, MSFT sind da so Beispiele 2000- 200X.
    ————–

    Ich hatte ja in diesem Beitrag:
    https://timschaefermedia.com/die-zocker-welle-sie-traden-wie-die-irren-dabei-haetten-sie-mehr-gewinn-mit-buy-and-hold/#comment-84971
    gezeigt, dass Microsoft, Intel, Coca Cola, SAP, AMD
    vor 20 Jahren keine gute Investitionen gewesen waren.

    Obwohl die Firmen heute ein vielfaches des Gewinns machen im Vergleich zu 1999.
    Trotzdem wäre es eine schlechte Entscheidung gewesen, 1999 in die genannten Firmen zu investieren.

    Interessant ist, dass sehr viele Leute in Online-Foren sich für besonders schlau halten,
    und oftmals sogar behaupten, Value Investing zu betreiben.

    Aber wer 1996 bis 2001 Microsoft, Intel, Coca Cola, SAP, AMD usw empfahl,
    hat kein Value Investing betrieben.

    Genau so wenig, wie jemand, der heute Coca Cola, Tesla, Microsoft, Apple, usw kauft
    und für ein gutes Investment hält.

    Volkswagen ist tausend mal besseres Value Investing als Tesla.

    Was mich immmer wieder irritiert, ist, dass immer über die Zukunftsaussichten von grossen Unternehmen geschrieben wird, und über Value Investing, und wie die Wachstumsraten von Tesla und Apple sind.

    Aber niemand schreibt über Bewertung.
    Wenn es um Wachstumgsraten, Quartalszahlen, Verkaufszahlen, usw geht , können komischerweise alle mitreden.
    Aber das Verhältnis zwischen dem Aktienkurs und dem Eigenkapital (oder Gewinn oder Umsatz) eines Unternehmens, scheint nebensächlich zu sein.

    Schon vor 7 Jahren fiel mir im Wertpapier-Forum und an anderen Orten auf,
    dass teilweise eine Firma als zu teuer angesehen wurde, weil sie ein KGV von 18 hatte,
    weil alles über 10 sei zu teuer.
    Andere Unternehmen haben ein KGV von 200 oder sogar unendlich (wenn keine Gewinne vorliegen), und das war dann nicht zu teuer.

    Es ist schon spannend, dass viele Leute mit Fakten (zB KGV-Zahlen) argumentieren,
    aber selbst mit diesen Fakten (KGV) nur emotional argumentiert wird.
    Ich frage mich dann, ob den Leuten das bewusst ist.

    Auf jeden Fall frage ich mich, wieso sich jeder mit Umsatzzahlen, Quartalsgewinnen usw beschäftigt und auskennt,
    aber niemanden kümmert es, wie ein Aktienkurs im Vergleich zu den Unternehmenszahlen (Gewinn, Buchwert, Umsatz) bewertet ist.

    Obwohl ja eigentlich seit 90 Jahren bekannt ist, dass man damit erfolgreich ist.

  59. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Schöner, sachlicher Austausch.

    Die Preise im März, April waren selbstverständlich wesentlich angenehmer für Käufer als heute. Ich kaufe auch bevorzugt günstig. Eine Visa oder Mastercard tut mir den Gefallen seit Jahren leider nicht.

    Wie -M anspricht ist vor allem das kontinuierliche Aufstocken über Dekaden die Lösung. Selbst wenn ich beim Hoch einsteige, nutze ich die Folgejahre im Minus zum Aufbauen des Portfolios. Die theoretischen Konstrukte von einmal Dotcom oder Japan zum Höhepunkt und dann nie wieder sind unlogisch.

    Zudem verpassen in der Regel gerade die “Anleger” die günstigen Kurse, die jahrelang vom Crash faseln. Wenn er kommt – die -30% vom Frühjahr kommen statistisch einmal pro Jahrzehnt vor – dann warten sie weiter, weil alles “noch viel schlimmer kommt”.

    Diesem Unsinn kann man entkommen, indem man regelmäßig, stur und stetig Unternehmensanteile einsammelt und hamstert. Wer auf die Propheten hört, tut sich keinen Gefallen.

    Ganz simpel. Keine Geheimwissenschaft.

    Jetzt habe ich so oft von J&J geschrieben. Werde in drei Wochen wohl noch mal 16 Papiere aufladen. Gerne 10€ günstiger je Anteil als heute. Die Preise meiner Beteiligungen dürfen gerne sinken. Ich möchte mehr vom Besten.

  60. Avatar-M

    @Zen

    Du hast recht wenn du davon schreibst Qualität einkaufen zu wollen und nicht zu viel dafür zahlen zu wollen.  Ich bin bei dir, wenn du schreibst das Tesla evtl nicht gut performen wird, besonders vor kurzem für 2000usd oder wo die waren.

    Jetzt kommt aber das Problem:

    ist VW günstig? JA

    Ist VW gut? Das kann ich nicht mit einem klaren JA beantworten

    Deshalb ergibt sich auch die (optisch geringe) Bewertung.

     

    MSFT ist günstig? – NEIN

    MSFT ist gut? – KLARES JA

     

    Blöde Sache! MSFT ist gerade teuer, gerade weil die so gut sind und wachsen.

    Im Endeffekt sucht man einen Kompromiss aus beidem – gutes zu angemessenem Preisen.

    -M

  61. Avatar-M

    @Zen

    Ergänzung:

    Mit diesen “Asset-plays” wie ich es bezeichnen würde -> niedriger Buchwert, welcher sich dann angleichen soll über die Zeit bei qualitativ fragwürdigen Unternehmen, muss man 2x richtig liegen – beim Kauf UND Verkauf. Dazu immer noch Steuern oben drauf killen die Rendite über die Jahrzehnte enorm.

     

    Claus hatte das mal ausführlich beschrieben mit den Fluglinien. Für B&H gehen die nicht, und immer rein und raus je nach Kurs wird keiner dauerhaft richtig liegen. Wieso sowas überhaupt kaufen am Ende?

    Lieber Weltklasse zu fairen Preis und ganz lange nichts tun. Würde ich sagen.

     

    -M

  62. AvatarClaus

    @ Mit 50 aufhören!!!

     

    Ich würde nicht aufgrund des EUR.USD-Verhältnisses in US-Aktien einsteigen. Währungen richtig einzuschätzen ist m.E. noch viel schwieriger, als bei Aktien richtig zu liegen.

     

    An erster Stelle steht bei mir die Unternehmensqualität. Dann kommt die Bewertung. Ist diese (für mich) günstig, kaufe ich. Ist der Wechselkurs ebenfalls (zufällig) günstig, umso besser.

     

    Für mich würde es aber keinen Sinn ergeben, überteuerte US-Werte zu kaufen, weil der USD ein bischen nachgegeben hat. Selbst die besten zu teuer gekauften Aktien können viele Jahre massive Kursverluste ausweisen oder bestenfalls seitwärts laufen. Im Einkauf liegt immer noch der (langfristige) Gewinn…

     

    @ Zen

    “Auf jeden Fall frage ich mich, wieso sich jeder mit Umsatzzahlen, Quartalsgewinnen usw beschäftigt und auskennt,
    aber niemanden kümmert es, wie ein Aktienkurs im Vergleich zu den Unternehmenszahlen (Gewinn, Buchwert, Umsatz) bewertet ist.”

     

    Doch, mich interessierts, aber ich bin ja auch schon älter… Es interessiert mich aber nur bei für mich langfristig attraktiven Aktien mit einer kontinuierlich positiven Entwicklung und hohen erwirtschafteten Gewinnen. Einzelne schwache Quartale oder Jahre sind dabei unbedeutend, wenn die langfristige Entwicklung aufwärts gerichtet ist. Von Unternehmen mit Mini- oder Jojo-Gewinnen halte ich mich fern, erst recht von Unternehmen, die nur von Gewinnen “träumen”.

     

    LG + Viel Erfolg!

     

     

  63. Mark 85Mark 85

    Über- und Untertreibungen bei der Preisfeststellung gibt es fast überall, nur sind mir Börsen bezüglich der Preisfesttellungsmethodik der am liebsten: Aktien, Anleihen, Edelmetalle

    sieht es es bei selbstgenutzten oder ver

    Oder bei einem eigenen kleinen

    O

  64. Mark 85Mark 85

    Preisliche Über- und Untertreibungen gibt es bei allen Sachwertanlagen, nur ist mir die Bewertungsmethodik der Börse die liebste, weil sie am transparentesten ist: beispielsweise bei Aktien, Edelmetallen und Kryptowährungen. Alle Anleger bestimmen gemeinsam durch das Prinzip von Angebot und Nachfrage über den jeweils aktuellen Preis.

    Anders sieht das bei eigenen Unternehmen und selbstbewohnten/ vermieteten Immobilien aus. Diese schwanken ebenfalls im Preis, nur bekommt man es kaum mit, weil es dafür keine tagesaktuellen Preise zum Abrufen gibt. Man muss Schätzungen anstellen oder sich auf die Einschätzungen einzelner Experten verlassen. Was diese Anlagen wirklich wert sind, erfährt man erst bei einem vollzogenen Kauf/Verkauf.

    Oder nehmen wir offene Immobilienfonds: Die Bewertungsmethodik (einzelne Gutachter bestimmen jährlich (?) über den Fondspreis) verschleiert die wahren Schwankungen im Chart und ist nicht gerade transparent.

  65. AvatarBruno

    “Blöde Sache! MSFT ist gerade teuer, gerade weil die so gut sind und wachsen.”

    Die Frage ist hast Du schon welche und willst mehr oder hast du noch gar keine? Ich habe es immer so gehandhabt, will ich eine Aktie (weil sie gut sind), dann kaufe ich schon mal eine erste (kleinere) Position. Es ist ein Unterschied, ob eine Aktie nur in der Watchlist hängt oder effektiv im Depot.

    Und dann baut man diese über die Zeit auf, immer wenn sie etwas zurückgekommen ist. Keine Aktie geht nur gerade rauf ausser sehr kurzfristig und dann muss man eh aufpassen.

    “Anders sieht das bei eigenen Unternehmen und selbstbewohnten/ vermieteten Immobilien aus.”

    Das hat für viele ein Vorteil, sie werden nicht durch Marktpreise getrieben. Man kann ruhiger bleiben.

  66. Mark 85Mark 85

    An Bruno: Ja, man muss sich natürlich im Griff haben. Ständiges Starren auf irgendwelche Kurse verführt nur zum Aktivwerden/Handeln. Was ich nur etwas schade finde, weil ich früher selbst so dachte: Jederzeit sichtbare Schwankungen dienen vielen Menschen als Hauptgrund fürs Nichtanlegen in börsengehandelten Werten.

    Mittlerweile denke ich komplett anders darüber: Ich vertraue bei der Preisfeststellung lieber auf die Schwarmintelligenz des Marktes als auf intransparente Einzelmarkteinschätzungen.

  67. Avatar-M

    Bruno

    Das ist mein Problem, dass wenn das “zu teuer” zu lange anhält, ich evtl selbst bei einem Rücksetzer nicht kaufe. Wenn man diese Vorsicht aber vor Fehlern bewahrt, dann hat es auch was positives.

     

    PayPal habe ich bis jetzt verpasst. Ich finde die sehr gut, aber habe nie den Einstieg gefunden. Da wäre deine Methode gut gewesen. Es ist eine Überlegung das für die Zukunft zu adaptieren.

    -M

  68. AvatarBruno

    @Mark 85

    Deshalb sage ich immer wieder man braucht ein System. Ich meine damit nicht ein klassisches Handelssystem wo einem sagt kaufe jetzt und verkaufe jetzt, aber zumindest ein Leitfaden, der sich kaum verändert und an den man sich halten kann, wie die Leitplanken auf der Autobahn.

    Ich habe z.B. eine ständige Watchlist und fixe Kaufzeiten, ist es wieder Zeit etwas zu kaufen dann gehe ich meine Watchlisten durch und nach bestimmten Kriterien wähle ich dann aus. Dort befinden sich schon nur gute Titel, welche ich vorher (auf langfristige Aussichten) analysiert habe. Finde ich nichts in der Watchlist dann kaufe ich den Markt (ETF). So ist das ganze ein simple Aktivität, ohne jegliche Emotionen einfach ein Task der erledigt werden muss und danach habe ich wieder “Ruhe”.

    So kam ich auch nach dem Coronacrash zu guten Einstiegen, aber halt nicht alles, es gibt auch Zeiten wo ich dann halt etwas weniger attraktive Preise vorfinde und damit muss ich mit abfinden.

    Aber ich musste auch erst das optimale Ding finden für mich und habe natürlich immer wieder Fehler gemacht, die mache ich auch heute noch, aber halt nicht mehr dieselben. z.B. schätze ich Microsoft auch auf die nächsten 20 Jahren positiv ein, aber ich kann mich irren. Wenn das Management völlig versagt kann es auch mal nach hinten los gehen. Deshalb Diversifikation.

  69. AvatarFinanzbär

    Ich hoffe ja es knallt nochmal. Günstige Kurse sollte sich jeder freuen, der nicht 2-3 Jahre vor Renteneintritt steht. Aktuell habe ich ein Auge auf die Embracer Group geworfen

  70. AvatarFrank-der-Schalker

    Mann Mann Mann,

    was für ein Zirkus hier:

    die Meisten sollten sich im Forum von diesem Frugalisten (das ist der, der in 4 ETF´s investiert und mit ca. 40 in Rente will und lieber über Bananen und Windeln schreibt) austoben.

     

    Es lohnt sich nur noch, die Berichte von Tim zu lesen, alles was danach kommt, ist fast nur noch Selbstbeweihräucherung und Zeitverschwendung.

     

    Alle geben Tim immer Recht (ICH ÜBRIGENS AUCH).

    – Market Timing funktioniert nicht, also immer weiter kaufen

    – Demut beim investieren

    – sich nicht größer machen als man selber ist

     

    und was passiert dann:

     

    – der eine schreibt, Mastercard ist mir immer zu teuer (war Mastercard        2010,2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020 auch und wird es auch 2021 usw. sein), gute Aktien sind immer im Geld (MARKET TIMING)

    – der andere schreibt, er ist als Vermieter bestimmt unter den Besten 20% seiner Region (buuuaah) (WO IST DIE DEMUT?)

    – der andere schreibt, er hat den besten Koffer gekauft, bei Woolworth, da die von Kodi nicht so gut sind, und alle am Flughafen haben ihn dafür bewundert, darauf der andere User: mein Koffer ist aber viel besser, ich musste sogar am Hauptbahnhof Autogramme geben (SICH GRÖßER MACHEN)

     

    Phrase 1: aber das ist nur meine Meinung

    Phrase 2: Ironie On

    Phrase 3: da kann dir User xy sehr gern Auskunft geben

    Phrase 4: der Meinung bin ich auch (sonst kein weiterer Text)

    Phrase 5: ich habe es anders gemeint

    Phrase 6: du hast mich falsch verstanden

     

    Glück Auf

     

  71. KievKiev

    @ Frank

    Lese doch noch einmal meinen Beitrag. Da ging es nicht um Demut sondern um Ferienhäuser. Bei einem Ferienhaus kann man mit den heutigen Möglichkeiten als Vermieter gut sehen wie man in seiner Region im Verhältnis zu anderen Vermietern steht. So eine Marktanalyse sollte auch jeder möglichst neutral durchführen, bevor er hier Geld investiert. Ich kalkuliere persönlich immer etwas schlechter als es mir erscheint, damit ich einen kleinen Puffer habe. Darum ging es aber gar nicht. Du kannst unter Demut buchen, dass sich Einnahmen und Ausgaben hoffentlich bis zu Eigennutzung im Alter bei mir einigermaßen ausgleichen. Damit habe ich versucht zum Ausdruck zu bringen, dass ein Ferienhaus in der Regel keine gute Investition ist und ja, dass gilt auch wenn man zu den umsatzstärksten Vermietern zumindest in meiner Region zählt. Wenn man eine Hypothek für das Haus aufnimmt, oder es nicht so gut vermieten kann wie andere sieht es entsprechend schlechter aus. Zumindest wenn man auf die Rendite achtet. Da ich diese Aussage nicht allgemein für sämtliche Regionen auf der Welt wagen möchte habe ich es auf meine Region bezogen. Es ist ähnlich zu den teuren Immobilienpreisen. Zumindest in meinen Regionen lohnt sich aktuell ein Kauf in der Regel unter Betrachtung der Rendite nicht. Es kann natürlich dennoch hohe Preissteigerungen geben. Es gibt aber sicher Regionen in Deutschland in denen man günstig kaufen kann. Ob man dort leben möchte oder verhältnismäßig gut arbeiten kann ist eine andere Frage.

    Zu dem Vergleich mit Anderen. Folgendes Scenario wäre mir lieber: ich erzielen beispielsweise 8000€ im Jahr an Mieteinnahmen und gehöre nicht zu den Top 20% der umsatzstärksten Vermietern sondern zu den schlechtesten. 20%. Hier könnte ich analysieren woran es liegt und vermutlich mit wenIg Aufwand eine große Änderungen der Einnahmen erzielen. In meInem Fall ist das leider anders. Hier muss ich verhältnismäßig viel Aufwand betreiben um mehr Umsatz zu generieren. Ich muss sogar Aufwand betreiben um den Status zu halten. Das ist eher eine Frage von Pareto. Es ist gut zu wissen wo man steht. Das sollte möglichst mit neutralen Massstäben analysiert werden. Nur so kann man effizient etwas verbessern.

  72. AvatarSparta

    @Claus

    Ein wahrscheinlich nicht so geniales Ergebnis für income-Investoren könnte auf der Steuerseite bzgl. harten Brexit und Quellensteuern drohen… der harte Brexit wird immer wahrscheinlicher und Boris wird den wirtschaftlichen Einbruch auf Covid-19 schieben.

    Was machst Du mit deinen RDS?

    Ich finde es ja schon sehr risikolastig eine so hohen Prozenzwert/Depotwert in einem Einzelwert aber jeder Jeck ist anders. 😉

    Allerdings die größten Einzelwertrisiken sind ja Häuser, Humankapital, Partnerschaften oder Selbstständigkeit/Firma in finanzieller Hinsicht.

  73. AvatarClaus

    @ Sparta

     

    Bei meiner Shell-Position habe ich die niederländische A-Variante. Shell behalte ich, der Ölpreis wird nicht dauerhaft so tief bleiben. Mal sehen, wie es in 1-2 Jahren aussieht. Die Aktie auf diesem Kursniveau zu verkaufen wäre m.E. töricht. Ich rechne zwar nicht mit gigantischen Kursanstiegen, aber 20€ oder etwas höher sind allemal möglich. Kommt die Neuausrichtung voran, kann auch mehr passieren.

     

    Als ich die Position aufgebaut habe, habe ich mir die max. Positionsgröße sehr genau überlegt, es waren ursprünglich knappe 15%. Bei meinem Depot und keinen weiteren Aktien aus dem gesamten Energiebereich finde ich das absolut vertretbar. z.Zt. hat die Position noch 9,5%, also kein Problem. Bei Medtronic bin ich mit 11% dabei, meine größte Position.

     

    Aber grundsätzlich bin ich ganz bei Dir: Lieber kleinere Positionsgrößen, als zu grosse!

     

    LG

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