Der Aktienmarkt ist depressiv.


New York, 28. Dezember 2018

Die Sorge um einen Handelskrieg und eine nachlassende Weltkonjunktur reißen die Kurse hin und her. Stimmungen machen Kurse. Der nächste Aufreger kann jederzeit den Dax, Dow Jones oder Nikkei wieder talwärts schicken. Die Indizes können genauso gut nach oben jagen.

Die Börse ist manisch-depressiv. Professor Ben Graham, der Mentor von Warren Buffett, hat die Börse als „Mr. Market“ bezeichnet, der unter einer manisch-depressiven Krankheit leide. Mr. Market war für ihn eine fiktive Figur. Mal berauscht sich Mr. Market voller Begeisterung an Aktien, dann wieder flieht er in Panik. Bipolar oder manisch-depressiv eben, oder, wie der Volksmund sagt: Mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt.

In den letzten Tagen hat sich die Börse wie in schreiendes Kleinkind verhalten (siehe Foto).

Ich meine, Mr. Market sollte dringend einen Psychiater besuchen und sich Arzneien gegen seine Depression verschreiben lassen. Seine schlechte Laune lässt sich an der Börse aktuell gut beobachten. Das Problem ist aber, dass es gegen bipolare Störungen keine guten wirksamen Medikamente gibt. Also musst du das alles ertragen.

Der Aktienmarkt wird von Stimmungen gesteuert. Einmal feiert die Börse eine tolle Party, das andere Mal läuft den Börsianern irgendwas über die Leber und sie flüchten panikartig aus den Aktien.

Enorme Stimmungsschwankungen bringen starke Kursbewegungen. So eine bipolare Störung kann lange dauern. Ändern wird sich vermutlich vorerst nichts an den Stimmungsschwüngen. Also sei gewarnt.

Die Börse reagiert derart bizarr, dass sich selbst eingefleischte Vollbrutprofis wundern, schreibt Bloomberg.

Gute Nachrichten sind rar geworden. Die Börse rannte seit fast 10 Jahren in einem unglaublichen Bullenmarkt nach oben. Die Bewertungen waren auf der Spitze längst nicht mehr günstig. Aber nach dem Einbruch um rund 20 Prozent sind einige Aktien verdammt günstig zu bekommen. Es gibt also fundamental hier und da gute Gründe für steigende Kurse. Es ist aber zu viel Pessimismus in einigen Kursen enthalten.

Fakten scheinen derzeit weniger eine Rolle zu spielen. Mr. Market reagiert auf „Kaufstimmung“ oder „Verkaufsstimmung“. Selbst großartige Einzelmeldungen werden zuweilen überstimmt von Misstönen, die die schreckhafte Seite von Mr. Market zeigen. Die miese Stimmung lässt Kurse auf breiter Front einbrechen – unabhängig davon, wie eine einzelne Unternehmensbilanz aussieht.

Du musst wissen: Die Börse reagiert niemals ausschließlich rational, sondern Mr. Market und seine Neurosen haben Einfluss. Denke daran, dass sich die bipolare (gespaltene) Persönlichkeit kurzfristig austobt. Gute Nachrichten können für Übertreibungen nach oben, schlechte Nachrichten für Übertreibungen nach unten sorgen.

Lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Du weisst: Langfristig geht es an der Börse bergauf. Ich gebe zu: Kurzfristig ist das für Anleger kein Trost. Der nächste große Aufreger kommt bestimmt. Mein Rat: Bleib einfach locker.

Wenn du nicht weißt, welche Aktie du kaufen sollst, dann nimm den ganzen Weltaktienmarkt per ETF. Das wilde Auf und Ab macht mir übrigens Spass. Ich reg mich darüber nicht mehr auf.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Der Aktienmarkt ist depressiv.

  1. AvatarZEN Investor

    ERSTER!

    Abgesehen davon, dass „Arzneien“ gegen Depressionen nicht immer helfen, sehe ich es so: Mr. Market ist bipolar. Aber das heisst ja, dass der Durchschnitt aller Anleger bipolar ist.

    Ich persönlich werde trotz allem erfolgreich sein an der Börse.

    Wichtig zu verstehen ist doch, dass es an der Börse immer wieder Bärenmärkte und Crashes gibt. Vielleicht sind wir seit Frühling 2018 in einem Bärenmarkt und bleiben bis 2020 darin. Vielleicht endet der aktuelle Bärenmarkt auch noch anfang 2019.

    Es stellt sich eigentlich nur die Frage, wie man Cash haben kann, um günstige AKtien zu kaufen, ohne jedoch ständig 50% Cash-Anteil zu haben (was die Performance mindert).

    Ich würde sagen, man sollte auf günstig bewertete Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten setzen, wie ich es in meinem Wikifolio mache (klick auf meinen Namen).

    In Deutschland ist beispiesweise VW (VOW3) so ein Kandidat.

    In der Schweiz Hochdorf Holding AG, Tamedia AG oder Swiss Re oder Swiss Life.

  2. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,

    an den Winter kann ich mich erinnern.

    Herbst 1978 bin ich aus der NVA entlassen worden und habe mir einen alten Mercedes 170V restauriert in Dresden. Ich bin dann vor jedem Start unter dem Auto gelegen und habe mit einer Lötlampe die Ölwanne vorgewärmt. Also mit offenem Feuer unterm Motor gearbeitet. Geil… 😉

    @Tim,

    wir sind eigentlich immer noch in der Spur, bzw. dem 10-jährigen Trend. Die Übertreibungen (rot) wurden abgebaut. Sollte sich jetzt halt fangen. Wenn es in den langen Seitwärtskanal der vorherigen 10 Jahre zurück geht, dann wäre es schmerzlich.

    Gutes Nächtle

    MS

     

  3. AvatarAnna

    Neujahr 1978 – da wars finster, kein Strom, auch im Süden der ehemaligen DDR.  Ich glaube, ich bin damals zur Arbeit gelaufen. Fuhr doch kein Bus mehr. Wir haben damals unseren Pat. abgesagt, der KH-Betrieb konnte nicht aufrecht erhalten werden. Bloß gut, wir hatten Ofenheizung zu Hause. Da gab es wenigstens Wärme. Es war schon heftig. Ich weiß nicht, was heute wäre mit allen sozialen Netzwerken. Ohne Strom sieht man verdammt alt aus.

    Gruß

    Anna

  4. AvatarClemens

    Wenn man schon von 20% Kursrückgang von depressiv redet, was ist es dann bei 90% wie 1929-1932 ?

  5. AvatarMarco

    @Tim,

    Ich habe gestern mal etwas nachgekauft. Aktien und ETFs.

    Aktienkurse können ja nicht nur nach oben gehen.Mal sehen wo ich in einem Jahr damit stehe.Freue mich aber auf die Dividenden 2019.

    Gruß Marco

  6. AvatarRalf

    Stetig in gute Aktien und ETFs weiter investieren und wenig ins Depot schauen. Alles andere kostet doch nur viel Nerven und auch Zeit.

    Lasst uns lieber mehr darüber sprechen wie man höhere Einnahmen generieren kann. Für mich bleibt das trotz einiger guter Tipps hier eine Herausforderung. Weil eben auch die Zeit wie z.B. bei mir durch Job, Familie, Hausprojekt und diverse Verpflichtungen (Pflegefall Schwiegervater mit fortlaufend höherem bürokratischem und zeitlichen Aufwand) etc. limitiert ist.

    Tim, vielen Dank für diesen Blog und deine Energie und Botschaften!

  7. Avatarsammy

    Es kommt auf die richtige Assettallokation an. Ich bin mit meinen Aktien ca. 20% im Minus mein Gesamtvermögen ist allerdings nur 4,5% im Minus.

  8. AvatarChristian

    @Ralf: Du hast schon sehr viele Projekte in deiner Freizeit, pass gut auf dich auf (Burnout). Möglich wäre vielleicht das Hausprojekt mit einem PV-Dach (passives Einkommen) oder einer Einliegerwohnung (Miete) zu kombinieren – oder eben die ganz klassische Gehaltserhöhung. Oder die Erfahrungen mit der Pflege-Bürokratie als Dienstleistung für andere Betroffene anzubieten.

    @all: Alles Gute und viel Gesundheit im neuen Jahr!

  9. AvatarA.

    @Tim

    Danke für deine regelmäßigen Posts!

    Ich persönlich habe bisher keine Aktie aus Panik verkauft. Lediglich immer wieder (nach)gekauft. Unilever, Siemens, BASF per Sparplan, 3M per Sparplan im Laufe des Jahres.

    Ich bin jetzt mit einem mittleren 5 Stelligen Betrag investiert. Ich muss nicht zwingend kaufen, da ich den Gesamtbetrag dadurch eh nicht „stützen“ könnte (Stichwort Cost Average).
    Gleichzeitig ist der Betrag groß genug um von Aufschwung merklich zu profitieren. Denn wie wir alle hier im Blog wissen, gibt es eine Statistik die zeigt, dass wenn man in der Vergangenheit die 10 besten Tage an der Börse verpasst hat, die Rendite extrem geschrumpft ist (190 % statt 500% oder so ähnlich)

    Aktuell beobachte ich den Markt weiter. Zurzeit halte ich mich zurück, weil ich eigentlich durch Sparen wieder etwas mehr Cash aufbauen will, eigentlich. Aber wenn es doch weiter runter purzelt, werde ich sicherlich noch was (nach)kaufen.

    Alphabet aktuell KGV 20 für nächstes Jahr. Sieht verdammt interessant aus.

    Leider sind mir die Dividendenwerte noch nicht tief genug gefallen z.B. JnJ, Pepsi, McDonalds aber auch REITS wie STAG sind noch nicht wirklich abgestürzt. Main Street ist etwas gefallen. Da könnte sich ein Nachkauf lohnen.

    Wastemanagement kaufe ich evtl, habe ich auf der Watchlist. Amgen hätte ich auch gerne, da hoffe ich das es noch weiter fällt. Vom Chart her bietet sich eigentlich ein erster Einstieg ein, obwohl die Aktie rein vom KGV her relativ teuer ist, aber das ist bei guten Unternehmen meistens der Fall.

    Gestern Nacht habe ich mir aus Spaß nochmal Iron Mountain, da hab ich zuletzt eine Position gekauft, angeschaut und den letzten Bericht nochmal gelesen. Neige danach dazu, bei Gelegenheit irgendwann weiter dazuzukaufen. Außerdem habe ich mir auch UNH angeschaut und den Bericht gelesen (noch keine Position) .

    Wenn es tatsächlich merklich runtergehen sollte, würde ich aber tatsächlich erstmal Alphabet, STAG und Verizon (nach)kaufen. Das ist zumindest der Plan.

    Gruß

    A.

  10. AvatarGainde

    Es gilt immer die Regression zum Mittelwert. Nach über 10 Jahren Hausse und etwas dunklen Wolken am Horizont (Ende QE, verlangsamtes Wirtschaftswachstum) ist es normal, dass man vorsichtiger wird.

    Denke, dass mittelfristig keine neuen ATH zu sehen sein werden und alle auf die Unternehmensergebnisse von Mitte Januar warten. Dann wird sich herausstellen ob: a) der Markt sich etwas fängt und seitwärts läuft, b) es Schritt für Schritt nach unten geht, c) es in einem grossen Rutsch nach unten geht.

    Eine bessere Marktumgebung als vor einem Jahr (Goldilock) wird es so bald nicht mehr geben. Was wir jetzt sehen ist erhöhte Volatilität, Umschichtungen, weil sich die negativen Annahmen noch nicht im grossen Stil offiziell bestätigt haben (Unternehmensergebnisse). Niemand möchte der Letzte beim Notausgang sein 😉

    @ A.
    Defensive Werte steigen tendenziell bzw. werden nicht günstiger, da eine Umschichtung stattfindet. Eine J&J wird es nie zu einem Schnäppchenpreis geben, weil die Institutionellen ihre Kauforders platziert haben, da ein besserer Anleihenersatz.

  11. AvatarRalf

    @Christian: Burnoutgefahr besteht nicht. Es geht vielen so die mitten im Leben stehen, eigene Familie haben und Verantwortung für Dritte (wie Pflegefall) übernehmen. Letztlich macht dies ein gutes Zusammenleben mit aus.

    Nicht nur an sich denken und z.B. in einer kargen Miniwohnung eine schnelle finanzielle Unabhängigkeit anstreben ohne Blick nach links oder rechts.

    Da kommt einiges zusammen aber wir haben es bisher gut im Griff.

    Wir denken z.b. über Kurzzeitvermietung via AirBNB nach, wenn die Kids irgendwann mal aus dem Haus sind. Dann kann aus dem Projekt Eigenheim ein weiterer Nutzen gezogen werden.

    Darum sind auch Sparpläne ein Alternative für Leute die weniger Zeit oder Lust haben, sich mit dem ständigen Auf und Ab an Börsen zu beschäftigen.

  12. AvatarThorsten

    @Daniel ein sehr beeindruckender Bericht. Mein Vater hat immer die Hände überm Kopf zusammengeschlagen, wenn er an diese Zeit erinnert wurde. Ich habe keine Erinnerung mehr daran. Wir hatten in dieser Zeit sowieso Schneewinter und die Busse fielen regelmäßig aus bzw. fuhren ohne Fahrplan, so wie sie halt noch durchkamen. Am zuverlässigsten war noch die Bundesbahn, damals schoben Diesellokomotiven alles beiseite, das Stromnetz war wurscht, teilweise gab es das auf den Strecken auch noch gar nicht. Auf den Nebenstrecken ganz sicher nicht. Ich kann mich bloß noch daran erinnern, dass wir uns an den Feiertagen im Wählen abwechselten. Man konnte im Telefonhöhrer genau mitbekommen bei welcher Ziffer das Besetztzeichen zuschlug. Ich versuchte durch langsames Wählen die Mechanik zu überlisten. Am 24. war es sinnlos, am 25. Glückssache. Ich denke ein Wählversuch hat eine gute Minute gedauert, danach musste man ja auch noch auf das Freizeichen warten. Und es ging uns erstaunlicherweise auch ohne die ganze Technik genauso gut wie heute.

  13. Axe CapitalAxe Capital

    Hallo, ich hätte mal ne Frage…

    Wenn ich nur Wert auf hohe Dividenden lege und Kurse mir egal sind, was hält ihr dann davon, wenn ich nur US Reits und Private Equity Aktien kaufe ?

    Das Klumpenrisiko geh ich bewusst ein und das Geld wo ich investier, tut mir auch bei einem Totalverlust nicht weh.

     

    Gruß

    Axe

  14. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,

     

    das stimmt. Aber es kann ja nicht schaden auch mal raus zu gehen bei einem 10-jährigen Bullenmarkt oder? Es ist ja klar, dass es irgendwann einen Crash wieder geben muss. Zwar weiß keiner wann, wenn aber richtige Experten und auch bekannte Value Investoren vorsichtiger werden, sollte man Obacht geben!

     

    Ich träume davon bald irgendwann die Berkshire A Aktie z.b. in einem Crash halbwegs günstig zu erwerben 😉

  15. AvatarHilda

    @Fabian S.

    Wenn der Gründervater mal das Zeitliche segnen sollte, könntest du sie einmal günstiger bekommen.

    Gruß Hilda

  16. AvatarBruno

    @Fabian S + Hilda

    Das ist ein Problem bei der Aktie (egal ob B oder A-share):

    https://www.cnbc.com/2018/07/18/warren-buffett-finds-an-elephant-in-berkshires-own-backyard.html

    nicht nur für Berkshire selbst, auch für uns. Kann sein dass dieser Bonus im Fall dass Buffett eines Tages stirbt abgebaut wird zumindest kurzfristig, das wäre dann sicher eine Einstiegschance. In einer Baisse oder Crash dürfte der Buchwert auch wieder etwas sinken, aber das Phänomen ist seit je her bekannt, eben halt der Warren Buffett Bonusfaktor.  Ich meinte es gab mal ein Fonds oder Zertifikat, der das ausgenutzt hat und die Berkshire nachgebildet hat zu 20 oder mehr % Rabatt.

    Bei andern Beteiligungsgesellschaften war es teilweise sogar umgekehrt, das war dann sehr interessant.

  17. ManniBManniB

    Nun als Steven Jobs von uns gegangen ist, brach die Aktie nicht wirklich ein. Ob das bei WarenB anders is, bezweifle ich.

  18. AvatarGerhard

    Ich muss ehrlich sagen mich juckt der Rückgang der Aktien im moment gar nicht. Bin Gott sei dank zu 50 % raus aus dem Markt und hab jetzt Cash.Nur was kaufen ist die Frage? Auf meiner Watchliste sind Coca Cola /zu teuer, Pepsi / zu teuer, Walgreens/ schaut schon sehr günstig aus, Cvs /eventuell, illionois Toolworks/warte ich noch etwas..was habt ihr so Favoriten wo ihr demnächst zuschlagen werdet?

  19. AvatarBruno

    @Thorsten Ich finde das eine tolle aber auch traurige Geschichte. Toll was möglich ist auch als Sozialarbeiter (wie er zu 10 Mio kam wissen wir ja nicht extreme Sparsamkeit war aber sicher ein Schlüssel) aber natürlich auch traurig, weil er zu früh mit Krebs gehen musste.

  20. AvatarHeiko

    Sorry, aber an der Sozialarbeitergeschichte sehe ich lediglich, dass es furchtbar  schlechten Journalismus gibt:

    „Alan Naiman war für seine Sparsamkeit bekannt. … Freunde … führte er … in Fast-Food-Restaurants aus.“

    Seit wann sind Einladungen in überteuerte Fast-Food-Läden ein Beweis für Sparsamkeit? Das sagt jedenfalls viel über das Finanzwissen des Verfassers aus. Genauso wie:

    „Zudem investierte er das gesparte Geld – mit offensichtlichem Erfolg. Dass er vor seiner Zeit als Sozialarbeiter in einer Bank arbeitete, schien ihm dabei zugute zu kommen.“

    Was für eine haltlose Vermutung. Was hat er denn bei der Bank gemacht? Das erinnert mich an den Witz von Heinz Becker, wo er juristischen Rat „beim Irmgard“ suchen soll, weil die „auf dem Amtsgericht schafft“. Auf die Frage, ob „das Irmgard“ nicht bei der Sparkasse gearbeitet hat, sagt Hilde: „Nein, das putzt jetzt dort.“.

    Wer sich die Zeit sparen möchte, den Artikel zu lesen, um das Geheimnis des Reichtums von Alan Naiman zu erfahren, die Auflösung folgt am Ende:

    “ ‚Ein paar weitere Millionen erbte er von seinen Eltern‘, sagte seine Freundin“.

    Natürlich geht aus dem Satz hervor, dass zumindest 2 Millionen gespart wurden. Bei 3 verschiedenen Jobs gleichzeitig sollte aber auch ein bisschen was reinkommen.

  21. AvatarBruno

    @Heiko

    Es ist nichts Verwerfliches, wenn man erbt. Er hat das Geld ja nicht verpulvert. Ich möchte auch möglichst viel vererben, ist doch top wenn der Kern der Aussage stimmt, dass das Geld an Waisenkinder gespendet wurde.

    Man sollte nicht immer das Schlechte aus einer Geschichte raussuchen, sondern das Gute.

  22. AvatarZEN Investor

    Apropos Erben:

    Was würdet ihr mit 6- bis 7-stelligem Vermögen (also im Bereich 1 Million, womit man noch nicht reich ist) machen, wenn ihr keine Kinder habt und keine Geschwister (zumindest keine, die das Geld verdient hätten).

    Was kann man da zu Lebzeiten machen? Stiftung gründen (mit wohltätigem Zweck oder ähnliches)?

    Könnte man in der Stiftungsurkunde sogar den künftigen Anlagestil verbindlich festhalten?

  23. Avatarchn

    @Gerhard:

    Ich muss ehrlich sagen mich juckt der Rückgang der Aktien im moment gar nicht.

    Mich auch nicht. Als wir anfingen mit dem monatlichen Aktiensparen, wussten wir ganz genau, dass die Märkte stark schwanken können. Die historischen Indexstände sind ja nun wirklich kein Geheimnis. Deswegen sind wir zu 99% investiert. Uns geht’s gut und wir machen weiter wie bisher.

  24. AvatarHeiko

    @Bruno

    An dem Verhalten des Verstorbenen finde ich auch nichts verwerflich. Verwerflich finde ich, dass der Autor des Artikels für eine solch schlechte Leistung wahrscheinlich auch noch Geld verlangt.

    Das Werkzeug des Journalisten ist das Wort. Wörter haben bestimmte Bedeutungen. Diese sollte man als Journalist kennen und richtig verwenden. Ansonsten provoziert man Missverständnisse, Fragen und verschwendet Lebenszeit der Leser. Wer Lesern am Anfang eines Artikels den Satz präsentiert:

    „Denn der sparsame Naiman hatte ein Vermögen von umgerechnet zehn Millionen Euro angehäuft.“,

    und damit die Neugier weckt, wie man denn auch 10 Mio. Euro anhäufen kann, führt die Leser absichtlich in die Irre. Denn Anhäufen bedeutet nun einmal, dass ich etwas aktiv tue, um aus etwas Kleinem etwas Großes zu machen. Eine Erbschaft ist aber nichts Aktives. Man könnte also höchstens schreiben: „Denn der sparsame Naimann hatte ein Vermögen von umgerechnet zehn Millionen Euro.“ Ein kleiner Unterschied, der für die Erwartungshaltung des nachfolgenden Textes aber eine große Wirkung hat. Und das macht den Unterschied zwischen Qualitätsjournalismus und Bild-zeitungniveau.

  25. ManniBManniB

    Falls da jemanden nen Plan von hat: im IShares Stoxx Global Select Dividend 100 sind ja 40 Aktien aus Nordamerika, 30 aus Europa und 30 aus Asia/Pazifik drin.

    Sind das die 30 gleichen wie im Stoxx Europe Selected Dividend 30 und Asia/Pazifik Select Dividend 30  ???

    Wenn ja würde ich durch ein Invest in den Stoxx Global mir 2 Etfs sparen oder seh ich das falsch.?

    Dann würde der Stoxx Global zusammen mit dem Emerging Markets Dividend ja reichen.

    (ich will bewusst kein Welt Etf oder sowas, ich will Dividenden)

     

     

    Und hat jemand ne Idee wie man Midfid 2 umgehen kann und Etfs mit US Isin handeln kann. Kann nämlich die Altbest@nde vom GlobalX SuperDividend und vom Arow Dow Jones Global Yield nicht weiter aufstocken.

     

    Gruß

    Manni

  26. AvatarKia

    @ Manni

    den global x super D. habe ich auch auf meiner Watchlist und den global X reit auch. Vor ein paar Wochen waren beide bei der Diba noch über Berlin handelbar. Verdammt nochmal!

  27. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Manni,

    zu den US-ETFs SDIV und GYLD.

    Ich kenne nur die Möglichkeit, diese über verkaufte PUTs zu erwerben. Das funktioniert bei Lynx (und sicherlich den anderen IB-Ablegern) nach wie vor. Ich habe das selbst bei einem getestet, den ich hätte nicht mehr direkt kaufen können.

    Man muss also einen PUT verkaufen „im Geld“, mit dem Ziel, dass man am möglichst baldigen Verfallstag die 100 Aktien eingebucht bekommt, weil sie dann unter dem Strike notieren.

    Was man sonst beim Optionsverkauf vermeiden will, das muss man hier extra provozieren.

    Also für den SDIV z.B. den PUT mit Strike 18 USD (weil Kurs 17,13 USD derzeit) verkaufen mit Verfall am 18.01.19 Wenn man ganz sicher gehen will, dann einen noch höheren Strike wählen, damit der Kurs ganz sicher nicht drüber ist bis zum Verfall. Jetzt außerhalb der Handelszeiten ist der Spread extrem weit. Man muss dann mindesten 0,87 USD einnehmen (bzw. 87 USD, da man ja den Multiplikator 100 hat) um nicht drauf zu zahlen, da man ja 18 zahlen muss für einen derzeitigen Wert von 17,13.

    Das gilt dann genauso für GYLD. Da würde man den PUT mit Strike 16 USD verkaufen, und muss bei Kurs 15,14 USD mindestens 0,86 USD einnehmen.

    MS

  28. AvatarThorsten

    Der Bericht über den Sozialarbeiter war tendenziös. Es ist nichts Schlechtes daran Schuhe zu reparieren oder Fast-Food-Restaurants zu besuchen. Es sollte das Klischee ‚Reicher Sonderling geizt gegen jeden, tut nach dem Tod aber Gutes“ bedient werden. Ein oberflächlich ätzender Artikel, nicht unser Niveau.

  29. ManniBManniB

    @m.schneider

    Vielen Dank, aber das ist über meinem Wissen.

    Weiß gar nicht wie das geht….

    Aber jetzt mal ehrlich, das kann nicht sein das die EU einen so bevormundet…

  30. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Manni,

    dann hast Du ja schon einen guten Vorsatz für 2019. Das Wissen erweitern! 😉

    Das ist prinzipiell wirklich ganz einfach. Nicht anders als Aktien kaufen/verkaufen. Man braucht nur die Voraussetzungen beim Broker, also die Möglichkeit des Handels.

    Jedes Land hat seine „Bevormundungen“. Ich bin sogar bereit einen guten Willen zu unterstellen. In den USA darf es z.B. keine Optionsscheine oder Knockouts, wie bei uns viel gehandelt, geben.

    Man muss halt immer sehen wie man einen Weg findet, der die eigenen Interessen ermöglicht.

    @Fit und Gesund,

    der Luis ist mir erst recht spät begegnet. Ich denke, weil ich mal einem Link von Dir gefolgt bin. Der liegt so ziemlich genau auf meiner Linie, nahezu deckungsgleich.

    Alles Gute

    MS

  31. AvatarMathias

    @ ManniB

    mifid: eröffne ein Depot bei Degiro.ch hier wird mifid nicht umgesetzt und die beiden ETF stehen sogar auf der Liste der 0€ ETFs.

     

    das andere kannst du doch  einfach selbst nachschlagen….

  32. Avatar42sucht21

    @sammy

    „Es kommt auf die richtige Assettallokation an.“

    Jawoll. Warum wird hier eigentlich kaum über RK1 vs. RK3 oder Risikotragfähigkeit gesprochen sondern oft nur welcher ETf / Aktie jetzt gut / schlecht ist. Eigentlich ist die richtig Auswahl innerhalb der RK3 viel, viel, viel weniger relevant als die richtige Auswahl Rk1 vs. RK3. (Falls es aktuell so etwas wie RK1 überhaupt noch gibt bei größeren Vermögen).

    @Axe Capital

    Wenn es bei Totalverlust nicht weh tut, dann ist es ja nur Spielgeld. Ich persönlich würde Lottoscheine von dem Geld kaufen. Totalverlust tut ja nicht weh. Das Upside-Potential ist riesig.

    @ZEN Investor

    Ich vermute, Ihre Geschwister hätten durchaus das Geld ‚verdient‘. Also nicht verdient aber moralisch als Schmerzensgeld steht denen das wohl zu. Außerdem wenn man mal weg ist, dann sollte einem doch wohl egal sein wie es weiter geht wenn man keine eigenen Gene mehr im Spiel der Zukunft hat. Anstatt Stiftung mit hohem Verwaltungsaufwand als Kostentreiber würde ich es direkt spenden an SOS oder Plan oder was lokalem oder so – was immer Ihnen wichtig scheint!

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