Achtung Crashgefahr – ene, mene muh, raus bist du

Im Börsensender CNBC laufen zu viele "Experten" herum, die genau die Zukunft kennen.
Im Börsensender CNBC laufen zu viele “Experten” herum, die genau die Zukunft kennen.

Mir gehen diese Wahrsager auf CNBC auf die Nerven. Jeden Tag sagen uns „Experten“, wie die Börse weiter laufen wird. Sie machen Vorhersagen. Dabei kann kein Mensch wissen, wohin die Börse kurz- oder mittelfristig genau laufen wird. Das ist alles eine Lüge. Genauso sind Vorhersagen bis zum Jahresende dummes Zeug. Solche Leute gaukeln uns was vor, zu wissen, was niemand weiß.

Es gibt permanente Pessimisten. Darunter ist die ehemalige rechte Hand von George Soros, Stanley Druckenmiller. Mark Faber ist ein anderer, der gerne vor dem nächsten Crash warnt. Das Trio infernal ist mit diesem Herrn perfekt: Seit Ewigkeiten warnt Harry S. Dent vorm nächsten Finanzbeben. Er macht es so gut, dass er viele Fans hat, obwohl die meisten Warnungen nie eintraten:

Ja, die Börse läuft schon seit sieben Jahren flott nach oben. Es ist irgendwann Zeit für eine Korrektur. Ja, irgedwann naht ein schwaches Jahr. Aber muss es gleich ein brutaler Crash sein? Ein schwarzer Freitag? So wie damals?

New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Das war am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im Museum of American Finance entdeckt.
New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Das war am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im “Museum of American Finance” entdeckt.
New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im Museum of American Finance entdeckt.
New York Daily verkündet: Aktien-Krise ist vorbei. Am 25. Oktober 1929. Den Ausschnitt habe ich im “Museum of American Finance” entdeckt.
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Hier war ein anderer Crash.

Nein, ein Crash kommt selten vor. Die Leute überschätzen das Risiko. Mitunter weil so Dauerpessimisten durch die Medien tingeln wie Druckenmiller oder Dent. Einer Studie zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein massiver Crash in den kommenden sechs Monaten stattfindet, bei nur 1,7 Prozent. Die Wissenschaftler haben historische Daten ausgewertet.

Das Problem ist: Negative Nachrichten verkaufen sich viel besser. Die Meute will etwas dazu hören und sehen. Ich lese den ganzen Kram der Schwarzmaler schon gar nicht mehr. Negative Websites öffne ich nicht. Zahlreiche Portale haben sich auf Krisengerede spezialisiert. Sie erzählen uns, wie schlimm alles wird. Sie spielen mit unserer Angst.

Dabei ist die Börse ein Selbstläufer. Wer langfristig in den S&P-500 investiert, macht einen guten Schnitt. Zumindest war das bisher so. Seit dem Jahr 1950 hat sich die Börse um mehr als das Hundertfache erhöht – darin ist die Inflation schon bereinigt worden. Das zeigt Ihnen, dass Sie mit „Buy and Hold“ gut fahren. Kaufen Sie ein Indexpapier und halten Sie es durch. Stocken Sie es regelmässig auf. Sie sollten schon etwas zurücklegen fürs Alter. Das Geld werden Sie sicher gebrauchen können. Nicht jedem macht es Spaß, als Rentner zu arbeiten. Ich habe zu der Problematik der Sparrate in jungen Jahren ein kleines Video aufgenommen:

Amerikaner sparen eigentlich für die Rente sehr gut. Im Schnitt hat jeder Amerikaner rund 100.000 Dollar im “Aktiendepot für die Rente”, wie eine neue Auswertung (PDF) zeigt. Die deutschen Riester-Sparer können dagegen nur auf Almosen hoffen. Es liegt an einem Konstruktionsfehler in Berlin. Die Riester-Verträge sind ein Garantieprodukt, das nebenbei mit absurden Gebühren unterlegt wird.

Das Verkaufen von Aktien, weil eine Angst vorm nächsten Crash besteht, ist ein Fehler. Das Timing bekommt niemand genau hin. Mir tun die Menschen leid, die aus Sorge aussteigen und dann anfangen, rein- und rauszuspringen. Das läuft nach dem Motto ab:

Ene, mene muh, raus bist du.“

Am besten ist es Geduld zu haben. Auf Value und Small Caps zu setzen, ist ein weiterer guter Rat, den Nobelpreisträger Eugene Fama gibt.

Ich habe wegen der vielen Börsenvorhersagen, die nichts bringen, den Fernseher abgeschafft. Auch ging mir die Werbung auf den Sack. Es war einfach zu viel. Und die ganzen Horrormeldungen auf CNN. Jeden Tag neuer Terror, neue Kriegseinsätze, neue Konflikte, Schießereien.

In Deutschland ist das ähnlich. Die Medien kochen Sensationen auf. Nehmen wir mal den Schießwütigen in München, der neun unschuldige Menschen erschossen hat und anschließend sich selbst. Ja, es war grausam. Es war furchtbar.

Aber ich rate Ihnen auf andere Dinge zu achten, für die sich wenige Menschen interessieren, weil es nicht so sensationell ist. Im Mai starben auf deutschen Straßen 324 Menschen. Es gibt demnach am Tag fast elf Verkehrstote. Jetzt setzen Sie das ins Verhältnis zu dem, was in München geschah.

Schauen Sie, wie klein diese wichtige Meldung eigentlich ist. Das scheint keinen aus den Socken zu hauen. Da schreiben uns die Medien lieber etwas über den „Kannibalen von Rotenburg“ oder das „Folterhaus von Höxter“.

Manchmal gibt es auch die Übertreibung ins Positive. Da gewinnt ein Hesse den Lottojackpot, der mit 85 Millionen Euro gefüllt war. Schon spielen die Menschen mehr Lotto, wenn sie so etwas lesen. Sie beginnen dann zu träumen. Dabei übersehen sie, dass nur die Hälfte des Spieleinsatzes im Gewinntopf landet. Den Rest greift sich der Staat als Steuer ab. Und die Wahrscheinlichkeit, den Jackpot zu gewinnen, ist so gering, dass Sie gleich das Geld für den Lottoschein im Klo hinunterspülen können. Aber so emotional denken die Menschen. Es macht rational keinen Sinn.

Ich bin kein Freund vom Lotto. Weil es bei den Menschen Träume wecktm schnell reich werden zu können. Es ist aber eine Illusion. Die Wahrscheintlichkeit den Jackpot zu gewinnen ist so gering, dass man gleich seinen Einsatz im Klo runterspülen kann. Foto: Wikipedia.
Ich bin kein Freund vom Lotto. Weil es bei den Menschen Träume weckt, schnell reich werden zu können. Es ist aber eine Illusion. Die Wahrscheintlichkeit, den Jackpot zu gewinnen, ist so gering, dass man gleich seinen Einsatz im Klo runterspülen kann. Foto: Wikipedia.
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90 Kommentare
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Christoph
6 Jahre zuvor

Tim ich stimme dir zu. immer dieses

der Crash naht. raus aus Aktien. Hier ist noch einer

http://www.cnbc.com/2016/08/01/sell-everything-doublelines-gundlach-says.html

ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. klar der Crash wird kommen. Ebenso wie die nächste Naturkatastrophe, der nächste Anschlag oder der Untergang der Menschheit auf der Erde.

aber keiner kann sagen wann.

natürlich gibt es bei allem Anzeichen. snare der Börse zb das gelsdrucken der Notenbanken.

aber passiert es 2017? Oder erst 2020? Und was macht man mit dem Geld bis dahin?

Nein man sollte natürlich informiert bleiben. man sollte die Infos zusammentragen und sich eine eigene Meinung bilden aber nicht in Panik verfallen.

Cnbc finde ich toll. Meine lieblibgssendung ist half time Report.  Dort sind meist 4 professionelle Anleger die ihre Meinung zum aktuellen geschehen sagen. Wichtig ist dass sie unterscheiden zwischen kurzfristig gewinn erzielen und langfristig investieren. Bei tesla sagen zb alle dass es ein Unternehmen mit einem tollen Produkt ist aber die Aktie extrem überbewertet ist. Dazu kommen noch externe Gäste.  Ich kann die Sendung nur empfehlen. läuft Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr auf cnbc  (frei empffangbar)

mein lieblingsinvestor ist Kevin o’leary.

http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000539483

 

 

 

Fabian S.
6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

wieder toller Artikel wie immer. Ich finde jedoch, dass ich zum Zeitpunkt, wenn der Markt irgendwann überhitzt ist und alle, die nichts mit Aktien zu tun haben plötzlich Aktien kaufen wollen, meine “Normalo-Aktien” verkaufen muss, um mich endlich dann mit den sogenannten “Big Five” eindecken zu können. Dann wäre ein Crash wiederum die günstigste Gelegenheit!

 

 

Lad
6 Jahre zuvor

Auch in NTV, N24, ARD wird fast täglich Unsinn geredet. Fragt dort eine Blondine eines „Experten“: „Soll man heute wieder Aktien kaufen?“ = Oder soll man noch ohne Aktien bleiben. An anderem Tag, wenn der DAX 1% verliert, wird in TV wieder gelogen: „Die Anleger haben ihre Gewinne mit genommen.“ „Die Anleger sind nervös.“ Diese täglichen Lügen auf allen deutschen TV- und Radio-Kanälen sorgen täglich für die Angst der Bevölkerung vor Aktien. Und wir (die mehr intelligenten) kaufen die Aktien günstig. Also die Lügen in Medien helfen uns. Die Blondinen in ARD, NTV, N24 kommen vielleicht nie darauf, dass viele Anleger ihre Aktien wegen Dividenden bis zum Tode halten. Und wenn der DAX 1% verliert, kein Anleger verkauft, kein Anleger ist nervös. Nur die Handelsautomaten verkaufen. Nur die Daytrader sind nervös. Ob die FED den Zins nach oben oder nach unten um 0,5% korrigiert, niemanden interessiert es, nur die Blondinen in  NTV, N24, ARD warten darauf. Den Anlegern ist der Zins von FED völlig egal. Die Anleger kaufen und halten ihre Dividendenaktien bis zum Tode beim Zins 0,5% wie 5,0%. Oder verkaufen nur bei unerträglicher Überbewertung wie anfangs 2000.

Lad
6 Jahre zuvor

Der Stresstest der europäischen Banken von 29.7.2016

Es wurden 51 Banken überprüft, aber die Banken von Portugal und Griechenland dürften der Überprüfung ausweichen. Also zu Unrecht sind keine Banken aus Portugal und Griechenland dabei.

Die unsichersten und kränksten Banken in Europa sind (etwa zu wenig Eigenkapital):

1) Monte dei Paschi. 2) Allied Irish Bank. 3) Raiffeisen Bank. 4) Bank of Ireland. 5) Banco Popular. 6) UniCredit. 7) Barclays. 8) Commerzbank. 9) Société Générale. 10) Deutsche Bank.

Bin ich aber froh, dass meine Banken (außer Barclays) nicht dabei sind. Denn ich habe unter meinen 26 Aktien auch die Aktien von: Royal Bank of Scotland, Lloyds, HSBC, Barclays, Bilbao und Santander. Für immer wegen Dividenden will ich aber nur 20 Aktien halten und dabei sind von Banken nur 5 Stück: Wells Fargo, HSBC, Lloyds, Bilbao und Santander. Früher wollte ich auch die Lloyds Banking Group Aktien verkaufen, aber am 18.5.2016 bekam ich 334 Euro netto Dividenden von Lloyds und seit dem Tag mag ich die Aktie.

Was ich bei den Untergangspropheten ja noch nie ganz verstanden habe, ist das Kalkül. Mich sechs Jahre lang mit meiner Prognose zum Affen machen, nur um mich dann im siebten Jahr als der große Wahrsager zu profilieren – das ist doch unterm Strich ein peinliches Geschäft…

Und garantiert erwähnt keiner, dass man seit der ersten Verkaufsempfehlung mehr verdient haben kann, als der Crash nach all den Jahren kostet 😉

Tobias F.
6 Jahre zuvor

Die “beste” Aussage habe ich neulich von einem “Experten” auf NTV gehört:

Frage war: “Ist DAimler mittlerweile interessant für einen Einstieg?”

Der Typ so: ” Ich würde jetzt, bei 58 Euro, noch abwarten. Kaufen würde ich eher, wenn die Aktie wieder bei 62 Euro steht!”

Was ist los mit solchen Typen? Bekommen die Geld für ihre Absurditäten, die sie regelmäßig abliefern?

Andreas
6 Jahre zuvor

@Fabian S.: Was sind denn für dich die “Big Five”?

Mich interessieren die ganzen kurzfristigen Spekulationen der “Experten” auch nicht. Klar will man auch als Langfristanleger zu einem guten Kurs einsteigen und nicht, wenn die Aktie schon oben steht. Ob jetzt aber 10 Prozent rauf oder runter, spielt da wirklich keine Rolle. Zur Zeit bin ich wieder in der Sparphase, um dann entweder bei meinen bestehenden Werten weiter aufzustocken oder noch gezielt einzelne neue Werte mit ins Depot zu nehmen. Ich schaue dann einfach, welcher Wert etwas nachgelassen hat und schlage zu.

6 Jahre zuvor

Fakt ist leider, dass sich “schlechte” Nachrichten bzw. Headlines am besten verkaufen. Die breite Bevölkerung springt darauf einfach an (s. Bild-Zeitung und Handelsblatt). Die Realität ist aber, dass wir in den letzten 5 -7 Jahren eine der krassesten Rallies der Geschichte erlebt haben. Und die ganzen “Börsengurus” haben jedes Jahr auf neue den großen Crash beschworen. Nicht wenige haben deshalb nicht nur die Rally verpasst sondern sogar Geld verloren, weil sie gegen den Markt gewettet haben. Und man sollte sich nie gegen den Markt stellen. Dieses Spiel kann man nicht gewinnen. Und wenn man ganz entspannt sein möchte, versucht man nicht den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu timen sondern setzt auf ETF-Sparpläne. Setzt man dazu noch auf Dividendenaktien, generiert man mit der Zeit einen passiven Cash flow, den man zum reinvestieren nutzen kann. Wenn dann doch mal der “große Crash” kommt, freut man sich über günstige Einkaufskurse. http://www.passives-einkommen.rocks

Claus
6 Jahre zuvor

Da die Presse von schlechten Nachrichten gut lebt und die “Schafe/dumme Masse” sehr emotional darauf reagiert und die Aktien schnell verkauft, nutze ich solche “Horrormeldungen” gerne aus, wie z.B. bei Meldungen zu Quartalszahlen. Heißt es z.B.:

“Massiver Gewinneinbruch: Firma XY verfehlt die eigene Prognose um 2 Cents je Aktie! Jahresziel in Gefahr!”

und die Aktie fällt daraufhin mindestens 5%, besser 10% oder mehr, kaufe ich, sofern die Kennzahlen (KCV, KGV, KBV, KUV, EKQ, EKR…) einigermassen passen. So habe ich schon häufiger sehr gute Einstiege oder Nachkäufe erzielt. Meist sind diese Kursrückgänge in wenigen Tagen (manchmal schon am nächsten…) bis Wochen aufgeholt.

Ich kaufe allerdings nur die bewährten “Dickschiffe” (Umsatz>1 MRD EUR).

JJ
6 Jahre zuvor

Hallo in die Runde!

Hat jemand von euch Aktien von Bed, Bath & Beyond (http://www.finanzen.net/aktien/Bed_BathBeyond-Aktie)? Sieht für mich nach einem guten Geschäftsmodell aus und die Zahlen sprechen auch für sich (KGV von 9, steigende Gewinne und Umsätze, ab diesem Jahr gibts Dividende). Der Kursverlauf sieht allerdings aus als würde der Laden bald pleite gehen..?!

6 Jahre zuvor

Mal eine Frage in die Runde:

 

Habt ihr auch zyklische Werte wie Continental oder Airbus, die in Rezessionen 80-90% an Wert verlieren, in euren Buy & Hold Depots? Und wenn ja, wann kauft ihr?

 

Ich hatte mir im August 2015 die beiden genannten Werte ins Depot gelegt und zweifle gerade am Einstiegszeitpunkt angesichts des Konjunkturzyklus.

 

[Ehrlich gesagt ist der Hintergrund, dass ich mir bis Dezember diesen Jahres ein Kaufverbot gesetzt habe, weil ich dann meine Bafög-Schulden zurückzahlen will – und jetzt sucht ein Teil meines Gehirns nach einer Möglichkeit, dieses Verbot zu umgehen, z.B. durch Cash-Generierung über einen Verkauf von Conti und Airbus] 😉

 

Schöne Grüße, Stefan

 

 

6 Jahre zuvor

@jj: Bed, Bath & Beyond sieht für mich sehr gut aus von den Kennzahlen her. Was ich als Einziges bemängele ist die stark fallende Eigenkapitalquote.

Wenn du aufstrebende Unternehmen haben möchtest, schau dir auch mal Michael Kors an, ein Modeunternehmen. Die haben ähnlich gute Kennzahlen. Bei der Aktie hatte ich einen glänzenden Einstiegszeitpunkt.

Christoph
6 Jahre zuvor

@Stefan

wieso sollen die beiden so extrem verlieren? Und wenn der kurs einbrechen sollte meinst du die Unternehmen haben schlechte Jahr vor sich? Ich weiß die genauen Airbus zahlen nicht, aber wird ähnlich wie bei boeing sein und boing hat bis 2020 die auftragsbücher voll.

Die frage lautet eigentlich eher glaubst du nicht mehr an das geschäftsmodell der beiden? Falls ja solltest du verkaufen. wenn du aber daran glaubst sollte eine eventuelle Rezession wann immer Sie eventuell kommen sollte, kein verkausgrund sein

 

PIBE350
6 Jahre zuvor

Ich halte an meinen monatlichen Nachkäufen fest. Sollten die Warner irgendwann Recht haben, werde ich nicht in Panik verfallen, sondern mich über günstigere Nachkaufkurse freuen. 😉

Felix
6 Jahre zuvor

Stefan, um was zu kaufen. Wenn man Cash durch Verkäufe generiert muss man was Besseres zum Kaufen haben.

Nachdem beide, Airbus und Conti, zurück gekommen sind,  würde ich eher an Nachkaufen denken. Airbus hat Zukunftspotential, geflogen wird immer mehr und Conti als Autozulieferer auch.

6 Jahre zuvor

Wenn ich schon manchmal das Wort “Crash” höre und im Nachgang ein Kursrückgang von 3 % proklamiert wird, weiß ich manchmal nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Sollen die Kurse mal ruhig 30 % fallen, würde der Gesamtlage gut tun und wir können wieder zu halbwegs vernünftigen Preisen in unsere Unternehmen investieren.

Sollte die Börse auf Grund äußerer Umstände tatsächlich um 90 % oder mehr einbrechen, dann haben wir vermutlich ganz andere Probleme.

PS: Ich spiel trotzdem in einer Lottogemeinschaft. 2 € in der Woche kann ich verschmerzen und irgendwo sch… der Teufel doch hin^^

 

 

K.
6 Jahre zuvor

Passend zu den Crash-Propheten sind Börsenbriefe und Co. Hier ist die “Funktion”, die ähnlich zu den Propheten sein dürfte, anschaulich erklärt:

http://www.finanzwesir.com/blog/survivorship-bias

6 Jahre zuvor

@ Christoph

 

Airbus hat sogar Aufträge bis 2024, wenn man die aktuellen Produktionskapazitäten zugrunde legt. Das bedeutet nicht, dass der Kurs dieses Jahr nicht 40% nach unten gehen kann.

 

Mir geht es um das Finden des richtigen Einstiegszeitpunktes, was bei zyklischen Werten umso wichtiger ist. Also die Idee, jetzt zu verkaufen und später zu kaufen und dann >20 Jahre zu halten.

 

Conti hat in der Finanzkrise 91% verloren, Airbus 77%, Jungheinrich 82%, Fuchs Petrolub 71%, Daimler 78% usw. so läuft das bei zyklischen Werten, auch wenn die Unternehmen ein Top-Geschäftsmodell haben.

 

Wirtschaftsabschwünge treten normalerweise alle 5 bis 8 Jahre auf (Erklärung: https://www.youtube.com/watch?v=dJMiVGlnLSc). Die Charts zyklischer Werte sehen dann so aus: http://www.investor-verlag.de/wp-content/uploads/2016/03/Siemens-DAX30_01.png

 

@ JJ

 

Ich hab mal kurz auf Bed, Bath und Beyond geschaut. Gegen einen Kauf spricht meiner Meinung nach:

 

– Eigenkapitalquote nimmt seit 6 Jahren jedes Jahr ab (aktuell etwa 38%, 2010 noch 71%) – muss nicht zwangsläufig schlecht sein im Niedrigzinsumfeld
– EBIT-Marge und Jahresüberschuss nehmen seit 4 Jahren jedes Jahr ab
– für die kommenden Jahre werden sinkende Gewinne und sinkende Margen vorhergesagt

 

http://financials.morningstar.com/ratios/r.html?t=BBBY&region=usa&culture=en-US

http://de.4-traders.com/BED-BATH-BEYOND-INC-4852/fundamentals/

http://www.finanzen.net/schaetzungen/Bed_BathBeyond

 

Nicht ohne Grund steht der Aktienkurs aktuell dort, wo er vor 13 Jahren schon stand.

 

Gegenargument wie immer: „Das ist alles im derzeitigen Kurs eingepreist.“ 😉

 

Musst du wissen. Ich bin extrem streng bei der Auswahl, denke mir, bei zehntausenden börsennotierten Unternehmen kann ich es mir leisten, sehr wählerisch zu sein.

 

 

Andreas
6 Jahre zuvor

@Stefan: Ich habe Airbus in meinem Depot und werde die ewig halten, im Zweifel halt nachkaufen, wenn sie mal tiefer stehen. Die Überlegung jetzt zu verkaufen, ist aus meiner Sicht unlogisch. Es sind ja gerade eher Einstiegskurse bei Airbus. Wer sagt dir, dass die Aktie demnächst irgendwann stark einbricht? Vielleicht läuft sie dir dann auch davon und du müsstest teurer kaufen, wenn du sie wieder haben willst…

Und am Geschäftsmodell gibt es für mich keine Zweifel, Airbus wird weiterhin gutes Geld verdienen

Patrick
6 Jahre zuvor

Was haltet ihr von der Bayer Aktie, die scheint einen guten Einstiegspreis zu haben und von den Zahlen her schaut ja alles gut aus. Das einzige is halt die Geschichte mit Monsanto

JJ
6 Jahre zuvor

@ Finanzmixerin & Stefan Meisel:

Danke für eure Einschätzungen zu Bed, Bath and Beyond. Die erwarteten sinkenden Gewinne und die rückläufige EK Quote sind in der Tat Argumente. Bei vielen großen Aktien wird sowas ja gerne ignoriert (hauptsache die Dividende wird gezahlt), aber ich bin genau deshalb z.B. bei Coca Cola im Moment auch sehr skeptisch..

Werde mir aber evtl. eine kleine Position BBB zulegen, das KGV ist einfach zu niedrig, selbst für die Probleme.

Michael Kors ist auch ein interessanter Tipp, da schaue ich mal genauer rein, danke!

Christoph
6 Jahre zuvor

@JA

du willst eventuell ein Unternehmen kaufen das keine große history hat, gerade erst mit dividenden ausschütten beginnt und eine kleine marktkapitalisierung hat, aber coca Cola nicht?

Das kann ich nicht nachvollziehen. denn coca Cola hat über 20 Marken mit 1 Milliarde Umsatz.  coca Cola hat auch Tee und Wasser was wachstumstreiber sind.

Muss natürlich jeder selbst wissen…

 

 

@All

gerade diesen Artikel gelesen und greife mir an den Kopf

da heisst es us Aktien sind viel zu hoch bewertet und man sollte lieber koreanische und italienische Aktien nehmen!!!

ok Korea geht vielleicht noch, kenn mich da aber nicht aus, ausser natürlich samsung.

aber italienische??? In Italien weiß die Regierung nicht wie sie die Wirtschaft in Gang bringen soll. Und die italienischen Banken sind größtenteils quasi bankrott. aber klar ich kaufe italienische Aktien weil natürlich eventuelle Kursgewinne viel höher sind

dass aber das Risiko extrem hoch ist schreibt der Autor nicht.

ps: natürlich sind us Aktien nicht billig. aber es gibt genug mit vernünftiger Rendite.  cisco, GE, mcdonalds… alle ca 3%

http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/alarmsignal-us-aktien-so-teuer-wie-2000-und-2007_H901360192_305654/

Fabian S.
6 Jahre zuvor

Hallo Tim,

ich weiß, dass Du “Buy and Hold”-Verfechter bist, aber ich möchte später lieber nur die sogenannten “Big Five” Aktien von Buffett haben und es mehr konzentrieren als momentan 10-12 Aktien zu besitzen. Außerdem will ich lieber die Aristrokraten als “Normalo-Aktien” besitzen. Leider habe ich die früher schon gekauft im Zuge der Euro-Krise.

 

@ Andreas

Unter den “Big Four” versteht man die großen vier Buffett-Aktien: Wells Fargo, Coca Cola, IBM und American Express. Ich zähle Kraft Foods als 100% Tochter von Berkshire dazu.

JJ
6 Jahre zuvor

Christph: Coke hat natürlich eine starke Historie und super Marken (und deshalb auch schon eine gute Position in meinem Depot), leider momentan aber auch ein KGV von über 25 und über mehrere Jahre deutliche Probleme beim Wachstum. Wäre mir zum Nachkaufen momentan einfach zu teuer.

Als Basisinvestment ist BBB sicher nicht geeignet, als kleine Position zur Beimischung finde ich die Aktie aber interessant. Noch ist aber nichts entschieden. Falls ich sie kaufe kannst du mich in 10 Jahren noch mal fragen ob es ein Schuss in den Ofen war 😉

6 Jahre zuvor

@Christoph,

Italien hat paar schöne Werte. Habe da schon einige gehabt. Pirelli (inzwischen von den Chinesen aufgekauft), ENI, Enel, Finmeccanica, u.a. Geox lebt auch noch, sehe ich gerade. Problem: Quellensteuer. Ich glaube 26%.

Ich würde gern Luxottica kaufen. Denen gehören Marken wie Ray Ban usw.

Campari ist sicher auch ein Begriff. Auf ATH.

Leider eben keine besseren Dividenden und schon gar nicht wenigstens Quartalszahler. Für Anleger mit anderem Schwerpunkt aber sicher nette Aktie.

MS

Keek
6 Jahre zuvor

@Fabian: zu deinen “Big Four”: Wie lange willst du warten, um sie kaufen?? Coke hat gerade einen (kleinen) Rücksetzer. Und Wells Fargo ist derzeit zumindest auch nicht “völlig überteuert”.

@Patrick: ich habe gestern Bayer gekauft. Der Kurs ist, gemessen an der derzeitigen preislichen Situation, m.E. ebenfalls nicht “völlig überteuert”. Bayer ist ein riesen Schiff und Basisinvestment und wird bestehen. Deutschland kann man derzeit noch am ehesten ein-/nachkaufen…

Fabian S.
6 Jahre zuvor

@Keek: Ich sagte ja, dass ich bei einem großen Crash erst kaufe?! Man muss auch Geduld haben..kleine Rücksetzer reichen mir nicht!

Delura
6 Jahre zuvor

Hallo Mitstreiter,

ich habe gestern IBM erhöht (bin jetzt bei 75& vorläufiger Zielgröße) Der Kurs war mir rille – bekomme jetzt von IBM jährlich 92€ netto “Lohnerhöhung” – das war mir wichtig.

Nächsten Monat ist Altria, Praxair oder Caterpillar mit einer “Lohnerhöhung” fällig – tja und wie gesagt wie die Kurse laufen ist mir beinahe oder sogar absolut “rille”.

Das Passiveinkommen wächst – und darauf kommt es mir an.

Glück Auf!

 

Tobias F.
6 Jahre zuvor

@ Fabian: was machst du wenn der nächste Crash erst in 4 Jahren kommt?

Tobias F.
6 Jahre zuvor

Kimberly-Clark und Coca-Cola sind etwas gefallen… Ein Kauf für longterm Investoren?

Heinz
6 Jahre zuvor

Hallo

was meint ihr zu Stericycle, US8589121081 ?

War sehr hoch bewertet und seit Monaten massive Verluste wegen teurer Übernahmen (Shred It), zu wenig Wachstum und womöglich irrtümlich falscher Geschäftszahlen?

Wer ist investiert ?

Wer möchte eine Einschätzung abgeben ?

Slazenger
6 Jahre zuvor

@ Delura

Deine Einstellung find ich einfach cool! Also ich schau schon auf die aktuelle Bewertung, was ich so kaufe!

und wie ich dir prophezeiht habe Leroy geht für 50 Mio. Mal sehen wer noch kommt, bislang bin ich sehr zufrieden mit den Transfers.

So long…

Christoph
6 Jahre zuvor

Tobias
ich denke ja. klar kann morgen ein Sturz kommen. Aber wahrscheinlicher ein Anstieg.
auch mcdonalds, cisco, GE sind preislich total in Ordnung
nach meinen Kriterien jedenfalls

6 Jahre zuvor

@Tobias,

mir persönlich wären sie zu teuer, aber was sagt das schon. Was Teures kann immer noch viel teurer werden. Der Markt hat immer Recht. Ich finde beide zwar erstklassig, aber eben eher zu teuer. Bin zwar nicht Chart-gläubig, aber man kann sich das schon ansehen. Hat ja was mit Bewertung zu tun.

KMB
KO

Mich locken dann eher Aktien abseits vom Massen-Interesse, nur da ist günstige Bewertung möglich, wie eben bei FBR. Aber was hilft das, wenn es niemand honoriert, oder im Geheimen vielleicht doch was faul ist?

Der Markt macht was er will.

MS

6 Jahre zuvor

@ Heinz

 

Meine aktuelle Einschätzung zu Stericycle findest du in meinem Blog.

https://stefansboersenblog.com/2016/03/21/stericycle/comment-page-1/#comment-448

 

@ Delura

 

So Leute wie dich finde ich witzig. „Dividenden sind Passiveinkommen“ und „Kursverlauf ist mir rille“. Dass die Kurse deiner „Dividendenaktien“ ohne Kurssteigerung auf 0€ sinken, ist dir klar? Vielleicht rüttelt dich dieser Artikel wach: http://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/

Oder dieser: https://stefansboersenblog.com/2016/03/19/dividenden-fluch-oder-segen/

Oder, wenn du die Kuh-Ebene bevorzugst, dieser: https://stefansboersenblog.com/2016/07/05/von-kuehen-und-kleinanlegern/

Jeweils mit der folgenden Diskussion in den Kommentaren.

 

Dem einen oder anderen Dividendenjünger würden zwei bis drei BWL-Vorlesungen sicher gut tun. Wobei Mathematik 5. Klasse eigentlich schon ausreicht, um seinen Glauben infrage zu stellen.

 

Na ja, solange man fest daran glaubt, dass der Weihnachtsmann die Weihnachtsgeschenke bezahlt, werden die Eltern schon irgendwie über die Runden kommen.

 

 

6 Jahre zuvor

@Stefan Meisel; “Dass die Kurse deiner „Dividendenaktien“ ohne Kurssteigerung auf 0€ sinken, ist dir klar?”

Darüber würde ich nochmal nachdenken! Das wäre so, wenn man Dividenden nicht aus Gewinnen, sondern aus Substanz zahlt.

MS

Christoph
6 Jahre zuvor

Stefan
erklär mir mal wie der kurs ohne ohne kurssteigerung auf 0 sinkt

den Kurs machen Angebot und Nachfrage aus. Ich hoffe du meinst nicht die ex Geschichte.
Ausserdem entwickeln sich die Kurse von dividenden Aktien in der Masse besser als nicht ausschütter.

Ich sage aber nicht dass der kurs mir egal ist. Im Gegenteil ich hoffe eigentlich er steigt nicht sehr. denn so kann ich günstiger kaufen und eine höhere Rendite der dividende.

@Matthias: auf was bezogen sind dir Coca-Cola usw teuer? kgv?
Ich achte auf eps, dividenden Rendite, dividenden Wachstum in den letzten Jahren, aussicht des Unternehmens und das Management. natürlich sollte Verschuldung beachtet werden. aber ich verteufel schulden nicht. wenn zb ein anderes unternehmen übernommen wurde was gewinn und Umsatz steigern wird und zukunftsträchtig ist, dann sind schulden in Ordnung

6 Jahre zuvor

Falsch. Die Aussage „Aktienkurse von Dividendenzahlern sinken ohne Kurssteigerung auf 0€“ hat mit Gewinnen überhaupt nichts zu tun.

 

Jahr 1: Kurs vor Dividendenzahlung 100 €. Zahlung von 10€ Dividende pro Aktie. Kurs nach Dividendenzahlung 90€

Jahr 2: Kurs vor Dividendenzahlung 90€. Zahlung von 10€ Dividende pro Aktie. Kurs nach Dividendenzahlung 80€.

 

Spiel das Spielchen noch ein paar Jahre weiter und du landest bei einem Kurs von 0€. Dass erwachsene Menschen die anzweifeln, finde ich ziemlich traurig. Aber wenn einem Kursverläufe „rille“ sind und man am Ex-Dividenden-Tag nicht ins Depot schaut (und man nicht darüber nachdenkt, wo die Dividende herkommt), ist das kein Wunder. Wenn ich immer nur ins Portemonnaie schauen würde und nicht auf meinen Kontostand, dann würden Bargeldabhebungen mich auch verdammt glücklich machen. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem nichts mehr aus der Wand rauskommt.

 

 

6 Jahre zuvor

@Christoph,

wenn ich denken würde, dass ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum bei den Aktien voraus wäre, warum auch immer, dann wäre mir das jetzt als eingepreist einleuchtend. Ich sehe das aber nicht. Mit mehr Erdenbürgern sich automatisch Wachstum bei Aktien zu erklären, da gehe ich nicht mit. Ich gehe von wachsender Verarmung (breiter Massen) aus.

Und wie die Charts eben zeigen, waren die Aktien zu realistischeren Bewertungen zu haben als jetzt. Ich denke, entweder muss der Gewinn nachziehen um die Bewertung zu rechtfertigen, oder der Kurs wird runter kommen.

Aber schlimmstenfalls hat man einfach zu teuer gekauft. Dann legt man einfach stur nach und gut ist.

Ist nur frustrierend, wenn man neu einsteigt und gleich 20 oder 30% ins Minus geht.

@Delura,

IBM ist mir zwar zu langweilig, aber man kann schlimmeres kaufen. 😉

Irgendwie ist die zwar günstig bewertet, aber niemand will das glauben. Man denkt scheinbar, die haben ihre Zukunft hinter sich.

MS

6 Jahre zuvor

@Stefan Meisel,

mein Rechenbeispiel…

Aktie kostet 100, zahlt 10 und kostet nach Abschlag (egal ob realistisch oder nicht) 90. Firma macht übers Jahr 10 pro Aktie Gewinn und erhöht Buchwert/Kurs (wieder) auf 100. Zahlt 100% des Gewinnes von 10 aus (unrealistisch, aber egal), kostet wieder 90. Macht nächstes Jahr wieder 10 pro Aktie Gewinn, die den Buchwert wieder auf 100 bringen, zahlt wieder 10, kostet wieder 90, macht wieder Gewinn den sie auszahlt usw.

Das wäre ein statisches Beispiel. Gewünscht ist: steigender Gewinn, was steigende Dividende ermöglicht UND Platz für steigenden Kurs (geringer als bei im Kurs verbleibende Dividende) lässt.

MS

6 Jahre zuvor

Das ist ein gutes Beispiel für mein Argument, Matthias. Du zeigst sehr schön, dass du auf Kurssteigerungen (von 90 auf 100) angewiesen bist, damit der Kurs nicht auf 0€ sinkt.

Vielleicht wird es so klarer: Du bist Gesellschafter einer GmbH. Du nimmst 2,50€ aus der Kasse, um dir eine Portion Pommes Frites von McDonald’s zu holen.

Was passiert durch diesen Vorgang mit dem Wert der GmbH? Bleibt er konstant oder sinkt er um 2,50€? Darüber muss man nicht lange grübeln, oder?

(kein optimales Beispiel, da die 2,50€ steuersenkend als Geschäftsessen verbucht werden könnten, Dividendenzahlungen hingegen keine Steuern senken können – im Gegenteil!)

6 Jahre zuvor

@Stefan,

Du hast eine Blockade! 😉

Der Gewinn ist die entscheidende Komponente. Der Gewinn ermöglicht die Dividende und den steigenden Kurs, wenn nicht 100% des Gewinnes ausgezahlt wird.

Bin jetzt weg. Unsere Mädels in Rio haben es sicher. Jetzt gibt es noch einen Pastis als Absacker und ab in die Koje…

Puh,kaum geschrieben, schon kriegen sie eins eingeschenkt.

MS

6 Jahre zuvor

Es ging mir einzig und allein um die (schwachsinnigen) Aussagen von Delura „Kurssteigerungen sind mir rille“ und „meine Dividenden sind meine Lohnerhöhungen“, deren Schwachsinn du ja bestätigt hast.

Mein Einkommen steigt nicht dadurch dass ich mehr Geld am Geldautomaten abhebe, um es mit Olivers Worten zu sagen.

Übrigens finde ich es hochinteressant, dass man zwar wöchentlich mit Dividendenjüngern über Sinn/Unsinn ihrer Strategie diskutieren kann, sie aber nie zugeben, dass ein Zahlungsfluss eines Unternehmens auf die privaten Bankkonten seiner Eigentümer den Wert des Unternehmens um die Höhe dieses Zahlungsbetrages senkt. [so wie ein Pfarrer nicht sagen würde, dass die Geschichte mit Marie und Jesus biologisch nicht so ganz erklärbar ist]

@ Christoph

“Ausserdem entwickeln sich die Kurse von dividenden Aktien in der Masse besser als nicht ausschütter.”

Genauso könnte ich sagen: Die Gehälter von Hausbesitzern sind höher als die von Mietern. Wenn ich also ein Haus kaufe, steigt mein Gehalt. 🙂

Björn
6 Jahre zuvor

Guten Morgen zusammen,

ich habe mir in den letzten Jahren folgendes Portfolio zusammengespart:

Procter & Gamble, Bayer, Nestle, Munich Re, Fielmann, Fresenius, Pepsi, Coca Cola, McDonalds, Nike, Unilever, Microsoft, Alphabet, Berkshire Hathaway, Kimberly-Clark, General Mills, Altria, BAT, Reckitt Benckiser, Novo Nordirsk, Colgate, Church & Dwight, 3M, Johnson & Johnson, AT&T, Verizon

Das sind nun 26 Titel, ich würde aber gerne um 1-2 schon mal reduzieren. Könnt Ihr mir bei der Entscheidung mithelfen, welche Werte ich verkaufen sollte? Kann mich noch nicht entscheiden.

Mario
6 Jahre zuvor

@Stefan Meisel

“Wenn ich also ein Haus kaufe, steigt mein Gehalt. ?”

Abzüglich meiner (eventuellen) Kreditrate. Muss ehrlicherweise angefügt werden. Oder abzüglich eines Passiveinkommens, welches du bisher mit dem Geld erzielt hast.

Mario
6 Jahre zuvor

@Björn

Warum möchtest du reduzieren? Schaffst du es nicht zu allen Hauptversammlungen zu gehen?

Spaß beiseite. Ich sehe keinen Titel der nicht in die Zukunft gehört. Höchstens wenn du Nichtraucher bist. Eine ethische Frage.

Schöne Woche noch.

Christoph
6 Jahre zuvor

@Matthias

ich weiß was du meinst

allerdings schau dir mal an wo dow jones und Nasdaq im Vergleich zu vor 2 Jahren stehen. Der s&p 500 hat deutlicher zugelegt.wenn man genau hinsieht liegt das am brexit und der zinspolitik. denn die Anleger gehen zu den dividenden zahlern die stabil sind. j&ja, 3m usw. Ein hoch nach dem anderen.

Aber da die Gewinne derzeit auch so steigen ist das für mich ok. man muss auch die Währung beachten. denn bereinigt um diese Problematik sieht man bei coca Cola usw eine Steigerung zum Vorjahr.

 

@ Stefan  wieso rechnest du immer die ausschüttung aus der Substanz und nicht aus dem Gewinn?

Du hast natürlich recht dass in deinem Fall irgendwann der kurs einbricht. aber das liegt dann daran dass die Anleger sehen dass kein austeichender gewinn erzielt wird und senken die kurse.

Es ist aber so, dass am ex tag der kurs bereinigt um die Dividende zu sehen ist. aber bei einem guten unternehmen steigt der kurs auf Dauer.  Denn das Unternehmen macht Gewinn, erhöht Umsatz und Prognosen und die Anleger kaufen auch teurer als vorher.

daher hat delura für mich recht mit der dividende. Es gibt keinen plausiblen Grund wieso zb J&J in Zukunft weniger dividende zahlen sollte und weniger wert ist. Daher steigt der kurs.

Christoph
6 Jahre zuvor

http://www.forbes.com/sites/steveschaefer/2015/11/13/shark-tanks-kevin-oleary-oshares-etfs-investing/#9ad04ca2ba1d

 

“Over the last 40 years, 71% of the stock market’s return came from dividends, not capital appreciation,”

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