Kahlschlag bei der Deutschen Bank. Was ein Banker nach der Entlassung machen kann


New York, 8. Juli 2019
Du bist frei. Dein Depot ist mit 700.000 Euro gefüllt.

Die Deutsche Bank baut 18.000 Stellen ab. Das ist ein brutaler Tag für die Mitarbeiter. Stelle dir vor, du hast gerade einen Job dort angetreten. Oder du bist mit der Ausbildung fertig und solltest eigentlich übernommen werden.

Wenn du aber als Banker gut verdient hast und jetzt 42 Jahre alt bist, hast du vielleicht 700.000 Euro im Depot. Du gehst einfach in die Freiheit. Eine Kündigung haut dich nicht aus der Bahn.

Die Freiheit und den Komfort der Freiheit wirst du genießen. Du lernst mehr über dich und was du im Leben willst.

Du verwaltest dein Vermögen selbst. Du hast eine passive Indexstrategie. Du hältst nichts davon, 1% von deinem Depotwert für einen Vermögensverwalter im Jahr zu bezahlen. Es wäre für dich verschenktes Geld.

Deine tägliche Struktur wird der tägliche Spaziergang sein und der Besuch des Fitnessstudios. Du gehst immer mittags in das Fitnessstudio. Es ist Pflicht für dich. Du kümmerst dich um den Haushalt. Du hast Hobbys. Du triffst Freunde. Mit deiner Freundin planst du den nächsten Urlaub.

Du liest mehr und es fühlt sich gut an.

Du hast etwas Angst, weil dein Einkommen nicht mehr fließt. Du überlegst einen Nebenjob zu suchen. Ein Nebenjob kann deine Freiheit sicherer machen. Aber auf einen Vollzeitjob hast du keine Lust mehr. Du lebst sehr bodenständig. Deine Ausgaben sind gering. Du findest einen Nebenjob, der dir 1.600 Euro im Monat bringt. Du arbeitest an zwei Tagen in der Woche.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Kahlschlag bei der Deutschen Bank. Was ein Banker nach der Entlassung machen kann

  1. AvatarMathias

    Hi, ich habe eine 50% Stelle. Die 100% wären 35 Stunden pro Woche. So sind es nur 17,5. Das mache ich immer an zwei Tagen die Woche. Ca. 1500 Netto. Informatiker im ersten Berufsjahr.
     

  2. AvatarComebackaktionär

    Es ist wohl davon auszugehen, dass die meisten Deutsche Banker halbwegs gut versorgt sind. Es werden etliche in die normale Altersrente gehen, deren Stellen nicht nach besetzt werden. Andere werden mit goldenem Handschlag verabschiedet. Ja die Herrschaften waren in der Vergangenheit etwas hochnäsig, jetzt geht’s der Belegschaft so, wie damals den Handwerkern, die für den Geschäftspartner der Deuba Jürgen „Baulöwe“ Schneider tätig waren. Ich rechne mit noch mehr Entlassungen, besonders in der Auto- und Zulieferindustrie. Warum sollte es bei Banken anders laufen. Letztlich hätten die Arbeitnehmer schon nach der letzten Krise entlassen werden müssen, wenn nicht der Staat eingesprungen wäre. So konnten sie immerhin ihren Arbeitsplatz noch knapp 10 Jahre behalten.

  3. Avatarsammy

    Das ist erst der Anfang! Die DB kommt nicht mehr auf einen grünen Zweig. Sie wird eine globale Finanzkatastrophe auslösen, da bin ich mir ziemlich sicher.

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @sammy,
     
    das ist absolut ohne jede Bedeutung. Glaube mir. In ganz kurzer Zeit nur noch eine Fußnote der Finanzgeschichte.
     
    1997/98 mit der Asienkrise und anschließender Russlandkrise mit Staatsbankrott hätte man annehmen können (in Begleitung esoterischer Weltuntergangsstimmung durch das Erscheinen des Kometen Hale Bopp, und dem Computer-Millenium-Bug – Y2K-Bug), dass man sich in eine Erdhöhle verkriechen muss. Spaß!
     
    Nö nö, das bissle Deutsche Bank Problem ist praktisch nix. Da verlieren ein paar Leute Geld, gibt paar Abschreibungen usw. und alles geht weiter wie gehabt.
     
    Gutes Nächtle

    MS

  5. AvatarSaudiArabi

    @Comebackaktionär:
    Genauso sehe ich es auch. Jahrelang gab es bei Banken und den DAX Konzernen „Money for nothing and chicks…“. Jetzt passiert das, was jahrzehntelang überfällig ist. 
     Wer jetzt bei BASF, DeuBa, (CoBa), Bayer, ThyssenKrupp und VW entlassen wird braucht, nicht zu jammern, schließlich hat man für wenig Leistung überdurchschnittlich verdient. Ob ein Banker außerhalb der Branche Beschäftigung findet, sollte spannend werden. 🙂

  6. AvatarThorsten

    35 Stunden ist ja wie Teilzeit,  hätte ich auch gerne mal gehabt. Aber dann hätte ich nicht so früh in finanzielle Freiheit gehen können. Habe immer 40 bis 50 Stunden gearbeitet. Von nichts kommt nichts. 
    Banken, Versicherungen, Autos. Wird irgendwann nur noch ein paar in Europa geben. Italiener kaufen Deutsche Unternehmen, Franzosen auch. Kennt noch niemand die HypoVereinsbank oder die Volksfürsorge ? Alles Geschichte. Manchmal bleibt der Markenname erhalten, niemand möchte Kunde bei einer italienischen Bank sein.

  7. AvatarWhirlwind

    Wow, ca. 1500 € netto bei 17,5 h die Woche… Da muss ich wohl noch etwas an meinem Humankapital arbeiten, Mathias. Als Automatisieringstechniker bin ich momentan in E12 (Chemie Ost) eingruppiert. Mache aber mindestens 50 % Managementtätigkeiten (ISO 50001…) und komme auf mehr als 40 h.
    Ein Kollege würde kürzlich für das Thema „Industrie 4.0“ eingestellt und promt als AT’ler.
    Was machst du genau, Mathias? Würde mich schon gern noch einmal in eine Progr.-Sprache tiefer einarbeiten. Kannst du eine empfehlen?
    VG, whirlwind.

  8. AvatarNico Meier

    @Andrea zum vorherigen Artikel
    Richtig so macht man es man verschafft sich einen Überblick über Eigenkspital und Einkommen und erkundigt sich wie die Banken rechnen bei der Vergabe der Hypothek. So sieht man wie hoch der Kaufpreis maximal sein darf.
    Danach schaut man ob es dafür wirklich die Wunschvilla an bester Lage mit 7 Zimmern und 5 Bädern auf 5’000qm Grundstück zu erwerben ist oder ob an dieser Lage halt nur für eine kleine Eigentumswohnung reicht. Danach setzt man Prioritäten und gehr Kompromisse ein und kauft was oder man kommt zum Schluss, dass das Eigenkapital oder das Einkommen einfach nicht reicht und bleibt Mieter.
    Die Mietkosten einer kleinen Mietwohnung mit der Vollkostenrechnung inklusive Tilgung des Einfamilienhauses zu vergleichen bringt einem nicht weiter. 

  9. AvatarMathias

    @Whirlwind,
    Ich arbeite bei einem größeren Sensorentwickler am Produktionssystem.
    Die Anderen 3 Tage in meiner eigenen Softwarefirma mit einem Vollzeit-Entwickler.
    Mich persönlich begeistert die Sprache PHP. Sie ist einfach zu lernen, extrem mächtig und Webanwendungen gehört definitiv die Zukunft.
    Grüße

  10. AvatarEx-Studentin

    @Mathias
    Glückwunsch zu dem guten Einstiegsgehalt! 52k für 35h sind nicht selbstverständlich. In welcher Region arbeitest du und wie lange hast du bereits deine eigene Softwarefirma?

    @Thema Banken
    Problem ist: Wer viel verdient, spart nicht automatisch auch viel. Ggf. sind das Leute, die noch 1 Millionen Haus-Schulden haben, Kinder auf der Privatschule etc.. Keine schöne Situation. Bei den Automobilbauern ist das recht ähnlich. Wer da 100k als Ingenieur verdient, findet nicht so schnell eine ähnlich gut bezahlte Stelle. 

  11. AvatarGuido

    Bin ab Morgen auch ohne Aufträge. Nach drei Jahren Vollgas freue ich mich auf eine Auszeit mit dem Kajak in der Natur.
    Leider ist es für FIRE noch zu früh.

  12. Der BaumDer Baum

    @ Mathias, wenn wir hier gerade einen ITler haben. Kann man als Laie das programmieren lernen (realistisch gesehen) und wenn ja welche Sprache ist hier sinnvoll?
    Grüße Baum

  13. AvatarThomas

    @Programmierinteressierte. Ich würde Python empfehlen. Wenn es um KI, Deeplearning, Bigdata Analysis geht dann nimmt man Python mit div Frameworks wie Tensorflow usw. Es gibt auch tolle Stock prediction Videos auf YouTube. Bsp: https://youtu.be/JuLCL3wCEAk
    🙂
     

  14. AvatarMichael

    Hallo Baum,
    bin auch Softwareentwickler. Ja man kann es selber lernen. Es gibt genug Kurse und Bücher. Was den meisten selbsterlernten Softwareentwicklern fehlt ist allderdings das KnowHow für Algorithmen und Datenstrukturen (Bäume, Graphen, Operations Research).
    Die Programmiersprache ist eigentlich egal, denn wer Softwareentwicklung versteht lernt jede Sprache sehr schnell.
    Als Einstieg eignet sich nach wie vor Java/C# als Objektorientierte Sprache. Sehr gefragt ist aber auch JavaScript (Objektbasiert) oder Python.
     
    Alles was man braucht ist ein PC und ein wenig logisches Verständnis sowie abstraktes Denken. Und wie immer Durchhaltevermögen :-).

  15. AvatarJens

    @Programmierinteressierte
     
    neben Python immer noch C/C++. Richtig Spass macht das ganze in einer Linux-Umgebung. Solange ihr bei Office mit Excel und Co bleibt, sind die Angebote für algorithmische Berufe vermutlich eher bescheiden.   

  16. AvatarEx-Studentin

    @IT
    Ich lese gerade das Buch „Handbuch für Softwareentwickler“ vom Rheinwerk-Verlag, weil ich auch gerade umsattel. Ist sehr interessant und klar geschrieben. Auf Youtube finde ich den Kanal „simple club“ sehr gut (z.B. zum Thema UML & SQL). Vielleicht hat da auch noch jemand bessere Tipps. Habe mich zudem für ein Fernstudium in Hagen eingetragen. Bin gespannt, ob das neben der Arbeit machbar ist.

  17. AvatarNico Meier

    Ich glaube ein richtig guter Programmierer wird man nur mit viel Herzblut und sehr viel engagement. Es gibt heute viele Amateure in diesem Bereich die in einer grösseren Firma an bestehenden Systemen rumgrbastrlt haben und sich nun Programmierer nennen. Mit ende 40 stehen diese Amateure nach einer Umstrukturierung auf der Strasse und haben grosse Mühe was zu finden!

  18. AvatarMichael

    So ist es Nico. Herumbasteln kann man schnell mal. Richtig gute Software schreiben bei der die Kosten für Weiterentwicklung nicht explodieren ist das was die wenigsten können. Dazu empfehle ich die Bücher von Robert C. Martin oder auch Uncle Bob genannt.

  19. Avatarchn

    Ich bin da bei Nico.
    Programmieren lernt man nicht aus Büchern, sondern indem man programmiert. kostenlose Tutorials und Beispiele aus dem Internet genügen dafür. Die Sprache ist erstmal egal. Aber es ist überhaupt nicht leicht und braucht viel, viel Zeit, wenn gut werden will. Zuerst muss man überhaupt ein intrinsisches Grundinteresse haben, sonst hat man überhaupt nicht die Ausdauer dafür. Die meisten guten Programmierer, die ich kenne, haben schon in der Kindheit damit angefangen. Das waren dann oft die Kellerkinder, die in der Schule die Außenseiter waren und beim Sport als letzte gewählt wurden 🙂
    Es scheint momentan im Trend zu sein, programmieren lernen zu wollen wegen „machine learning und so“. Ich will nur sagen: im Prinzip braucht man nicht viel dafür, aber es ist verdammt schwer, wenn man darin auch gut werden möchte.

  20. AvatarMr. Pino Cavallo

    Noch vor rund 10 Jahren, als ich noch im Studium war, hatte die Deutsche Bank unter uns BWLern den Status eines Traumarbeitgebers. Eine Investmentbank, die bei den Großen mitspielt. Unglaublich, was sie daraus gemacht haben. Hochmut kommt eben vor dem Fall…

  21. AvatarNico Meier

    Programmieren wird in Zukunft in Indien gemacht werden. Die Inder programmieren für 8-10€ pro Stunde das sind 9-11 Franken dafür wäre ich nicht bereit zu arbeiten. Mit 12 Jahren habe ich im Kino Popkorn verkauft damals habe ich 12,5 Franken die Stunde verdient und das war damals schon wenig!

  22. AvatarA.

    @Softwareentwicklung
    Habe nach dem Studium auch als SW-Entwickler gearbeitet. Einfach mal was programmieren kann „jeder“ und jedem steht es frei das auch zu lernen. 
    Aber ich gebe dem Nico Meier recht. Ich habe selbst Amateure erlebt und das was dann an Code dabei entsteht ist leider ganz und gar nicht gut. Im Produktivsystem merkt man das dann auch, dass es unausgereift und nicht zu Ende getestet und gedacht ist.
    @Programiersprache
    PHP, Java und selbst Python sind nach wie vor sehr gefragt. VB.Net bzw. .NET ist auch oft im Einsatz.

    Die Bezahlung als umgelernter Entwickler/in ist auch recht bescheiden gewesen bei den Leuten soweit ich weiß. Nicht vergleichbar mit einem „Herzblut“ Programmierer bzw. jemand der Etechnik oder Informatik studiert hat.
    Und selbst studierte ETechniker und Informatiker sind nicht automatisch gute SW-Entwickler.

    Gruß
    A.

  23. AvatarMichael

    @chn
    Programmieren lernt man nicht aus Büchern, sondern indem man programmiert. 
    Ein guter Softwareentwickler lernt aus Büchern und in dem das gelernte Wissen angewendet wird. Nur Bücher lesen macht noch keinen guten Softwareentwickler. Aber auch – und das vielleicht noch mehr – nur programmieren macht sehr sehr wahrscheinlich keinen guten Softwareentwickler, außer man arbeitet in einem Unternehmen in dem auf eine hohe Softwarequaltiät wert gelegt wird.

  24. Avatarguter-verwalter

    Hi Tim,
    interessant bei der gesamten Geschichte mit dem Stellenabbau der Dt. Bank fand ich zwei Aspekte:
    1. Die Mail, die von Herrn Sewing an die Mitarbeiter rausging (nachzulesen bei CNBC.com). 
    2. Die darin geplante Strategie.
    3. Die Reaktionen der US Banken (auch zu lesen auf CNBC).
     
    zu 1) Herr Sewing deutelt darin die Realität der geplanten Bad Bank um, als rein „medial sprachliches Schreckgespenst“.
    zu 2) Kern der DBk soll eine „Corporate Bank“ bleiben…heißt für mich: Wenn alle anderen Bereiche zusammenstürzen hat man noch die Größe einer Sparkasse.
    zu 3) Die US Banken trauen dem Braten nicht: Zu spät, zu ambitioniert, zu unumsetzbar betiteln sie die Strategie der DBk.
     
    Ich sehe das Finanzhaus auf langen Arm (d.h. in den kommenden 10 Jahren) in der Pleite und daher m.E. Finger weg davon.
     
    Viele Grüße vom
    guten Verwalter

  25. Avatarchn

    @Michael:
    Da stimme ich dir teilweise zu. Allerdings würde ich zwischen „Programmierer“ und „Softwareentwickler“ unterscheiden. Das Programmieren ist nur ein Teil der Aufgaben eines Entwicklers.

  26. AvatarHaferflocke

    Es werden ja verschiedene Tätigkeitsbereiche entlassen.Gewinner ist eigentlich keiner, auf wenn viele Trader der DB in die finanzielle Freiheit gehen könnten werden die das wohl nicht tun. Meiner Meinung nach werden die versuchen als Trader woanders zu arbeiten. In Asien und USA könnten die mit Selbstständigkeit anfangen und das „Geld anderer verwalten“. Hier in Deutschland sehe ich so einige Probleme auf den Finanzmarkt zu kommen. Da sind auf einmal neue „Berater“ die „erfolgreiche Immobilieninvestments“, „mega Startups“, „die Rentenlückenschließung“ usw. mit konstruieren helfen oder gar selber schaffen. Mit den entsprechenden Folgen. Für diese Personen gibt es meiner Meinung nach hier auch keinen entsprechenden Personalmarkt. Ganz bitter wird es aber für die „Kleinen“ hier werden. Der normale Backgroundangestellte oder der in der Filiale. Dann kann es hier in diesem Land Banker geben die nach einem Jahr Arbeitslosigkeit in Hartz IV fallen. Zumal meiner Meinung nach die guten Zeiten gerade anfangen dem Ende zuzugehen.

  27. KievKiev

    @ Whirlwind
    „Ein Kollege würde kürzlich für das Thema „Industrie 4.0“ eingestellt und promt als AT’ler.“
    Du kennst Dich in Automatisierung aus. Nutze Dein Wissen und erweitere es. Du hast bereits Tätigkeiten im Management.  Schau dem Kollegen über die Schulter. Was gibt es für Möglichkeiten? Du musst nur Schnittstellen finden und definieren. Wenn Du grob weißt was ein Bereich erfüllen sollte und was es generell für Möglichkeiten gibt ist das doch ausreichend. Wie kann die Automatisierung am besten an was angebunden werden? Wie erfolgen Wartungen, Updates usw. Kann man hier etwas verbessern? Fehlt Funktionalität in der Automatisierung? Wie kann man diese am besten einbinden? Möchtest Du Skripte anwenden? Wo sollten sie liegen, wer sollte Zugriff darauf haben und in welcher Form? Man kann eine GUI schreiben bei der ein Skript rauskommt. Man kann Fremdsoftware nutzen, oder der Kunde oder ein Entwickler bei Euch programmiert selbst Skripte. Es ist vieles möglich. Entscheidend ist was am meisten Sinn für das Produkt macht.

  28. KievKiev

    @ Geld
    Heute Morgen habe ich meine Tochter zur Schule gebracht. Sie erzählte mir, dass ein Mitschüler von ihr am Vortag in der Klasse geweint hatte. Seine Eltern lassen sich scheiden. Der Junge tut ihr leid.
    Es ist leider genau wie oft dargestellt. Geld bringt nur merklich Glück bis zu einem gewissen Level. Ab dem Level sind andere Dinge entscheidender. Mit Geld hat man jedoch mehr Möglichkeiten seinen Prioritäten mehr nachzugehen.
    Ich habe gerade kein Bild von dem Jungen oder seinen Eltern im Kopf. Vielleicht wird es für sie schwierig alleine eine Wohnung in dem Einzugsgebiet der Schule zu bezahlen. Falls doch kann er sich freuen? Er kann sich auch an anderen orientieren denen es schlechter geht. Auch heute hungern Menschen auf der Welt. Das war es dann aber auch. Vielleicht haben seine Eltern ein Vermögen über 100k, 1 Mio, oder 10 Mio. Welchen Unterschied macht es für den Jungen?
    Geld hat mir der Scheidung an sich nichts zu tun. Es kann sie auch nicht verhindern. Es schafft lediglich Freiräume seinen Prioritäten nachgehen zu können. Hier sollte man aber auch nicht vergessen wofür man eigentlich spart. Ich habe feste Ziele und weiß warum ich spare.
    @ Sparrate
    Die letzten beiden Monate liefen nicht sehr gut laut meinem Fire Kalkulator. Die Aktien gingen einen Monat runter und den anderen rauf. Dennoch habe ich trotz einer Sparquote von 60% des aktiven Familiengehaltes Monate zu FI verloren. Das liegt daran, dass die Ausgaben zu hoch waren. Ich muss ein wenig mehr Tim Schäfer lesen. Es zeigt aber zu gut wie wichtig die Ausgabenseite ist und wie gefährlich die Lifestyle Inflation ist. Auch wenn die Quote gleich bleibt bei verhältnismäßig höheren Einnahmen und Ausgaben. Es zieht den Gesamtschnitt der Ausgaben hoch. Für dieses benötigt man ein höheres passives Vermögen um FI zu werden. Ich war im Urlaub und hatte einmalige jährliche Ausgaben wie Steuern im Ausland, Gebäudeversicherung usw. Dadurch hatte ich um die 0 € an passiven Einnahmen (Börse Außen vor). Andererseits gab es auf der Einnahmenseite Urlaubsgeld.

  29. AvatarBruno

    Interessantes Thema „Softwareentwickler“
    Aktuell erinnert mich schon etwas an die Zeit Ende 99/2000 wo jeder in die Informatik und Softwareentwicklung (quer-)einstieg. Ich hatte damals ein Projekt von mehreren 100 Entwicklern aber nur eine Handvoll war wirklich zu gebrauchen die andern Mitläufer. So schlimm ist es aktuell nicht. 
    Es gibt derart viele Facetten und Bereiche, das kann man nicht in einem Post absetzen. Es ist aber auch in der kurzlebigen Softwarebranche so, dass es auch hier viel Erfahrung braucht, um wirklich gut zu werden. So ist es dann auch mit den Salären, so varieren z.B. Stundensätze von 20 – mehrere 1000 je nach Kenntnissen. Und so ist es mittlerweile auch in Indien etc., auch da verrechnen mittlerweile die wirklich guten Leute 3stellige Stundensätze.
    Wichtige Kenngrössen eines guten Entwicklers sind z.B.
    Korrektheit – Robustheit – Wartbarkeit – Performance
    Performance bezieht sich nicht nur auf die Software selbst, sondern auch den Entwickler selbst, kann sich jemand rasch in neue Dinge eindenken, ist er selbständig agierend, findet er Lösungen ohne das ganze Team und den Kunden in den Wahnsinn zu treiben etc. das sind die wahren Kenngrössen, die heute wichtig sind. Es sind auch nur noch selten die sogenannten Nerds gefragt sondern kommunikative Persönlichkeiten die auch mit dem Kunden/Auftraggeber/Chef in einer normalen Sprache sprechen können, die früher häufig gesehene Arroganz und das Herumwerfen mit Fachbegriffen ist nicht mehr gefragt. 
    Schlussendlich aber zählt nur, dass genau das erreicht wird, was auch gefordert wurde in Bezug auf Qualität und Korrektheit, aber auch nicht mehr. Zeit ist auch in dieser Branche Geld 😉
    Ich bin schon 25 Jahre in dieser Branche auch als Entwickler (studiert Mathematik und Master in Informatik), sogar heute entwickle ich noch ein geringes Pensum, damit ich noch mitreden kann. Es ist nicht einfach, gute Leute zu finden, denn der Weg bis jemand wirklich gut und effizient arbeiten kann ist steinig, es reicht nicht ein paar Bücher lesen (selbstverständlich) und mal ein Projekt irgendwie gemacht zu haben. Die guten Leute brauchen auch ein paar Jahre, bis sie wirkliche Perlen werden und dann können, bei entsprechendem Talent und Einsatzwille, auch die Saläre explodieren.
     

  30. Avatarsammy

    @Matthias Schneider
    klar wird irgendwann wieder alles seinen normalen Weg gehen aber vorher wie es wohl ein paar harte Jahre geben. Die DB ist riesig und weltweit vernetzt. Alleine die ganzen Finanzprodukte von denen können eine gewaltige Finanzkrise auslösen. Ich bin auch kein Hellseher aber es deutet einiges darauf hin dass hier ein risiges Problem entsteht das bei Entladung ordentlich Sprengkraft liefert! In Anbetracht der durch die Nullzinspolitik aufgeblasenen Märkte wird hier auch ein gewaltiges downside Potenzial ermöglicht.
     

  31. Avatar-M

    Chemie, Auto, Zulieferer…. alle seit 2-3 Jahren am fallen. Laufen die der Wirtschaft vornweg? Ich glaube ja. Es fehlt noch so ein schwarzer Schwan.
    -M

  32. AvatarAlbr

    Ich frage mich, womit will die DB zukünftig Geld verdienen will 😉
     
    auf dem deutschen Markt in Konkurrenz zu Volksbanken und Sparkassen ?
     
    die Null-Nummer Achleitner hätte schon lange zurück treten müssen, er hat zugelassen, wo die Bank heute „steht“!
     
    Die deutschen Angestellten der DB werden wohl überwiegend in Altersteilzeit gehen und damit die Königsdisziplin von FIRE genießen können 🙂
     
    Bsirske/VERDI hat komischerweise nix gegen den Stellenabbau, warum wohl 😉
     
     

  33. Avatar42sucht21

    -M
    Ja. Und die Assets sind immer noch teuer. Aber können, bei dieser Flut des billigen Geldes, die Bewertungen der Börse und Immobilienpreise und anderer Assets sich kurz- und mittelfristig von der Realkonjunktur entkoppeln und hoch bleiben? Langfristig bestimmt nicht aber mittelfristig vielleicht doch. Vielleicht gibt es eine Konjunkturdelle ohne wirkliche Baisse der Daxunternehmenskurse.

    @Wer jetzt bei BASF, DeuBa, (CoBa), Bayer, ThyssenKrupp und VW entlassen wird
    Bei SAP gibt es ein freiwilliges Programm zum aufhören. Es ist überlaufen. Bei 1.800 Mitarbeitern wurde Ende gemacht. Entweder die gut qualifizierten gehen weg und nehmen noch die Abfindung mit oder die Alten die dann als FIRE oder Teilzeit-SAP-Consultant ein schönes Leben geniessen. Denen geht es nicht schlecht.

  34. AvatarRalf

    „Chemie, Auto, Zulieferer…. alle seit 2-3 Jahren am fallen. Laufen die der Wirtschaft vornweg? Ich glaube ja. Es fehlt noch so ein schwarzer Schwan.“
     
    So realistisch sollte man sein: Sehr große Player wie ein Blackrock können mit gezielten Käufen Korrekturen durchaus eine Zeit lang verzögern. Die Börsen haben sich längst von der Realwirtschaft entkoppelt und große Investoren sowie künstliche Niedrigzinsen verwässern ein Stück weit die Bewertungen.
     
    Das Echo wird kommen, es ist nur noch die Frage wann. Aber es gibt ja auch Instrumente um in seitwärts laufenden oder sinkenden Märkten Geld zu verdienen.

  35. Avatarsammy

    Ich rege mich immernoch wegen gestern auf! War gestern mit meiner Freundin in Monaco und habe nicht daran gedacht dass hier die Mobilfunkzone 1 der EU nicht gilt. Konsequenz, 50€ für ein paar Sekunden im Internet. Das selbe ist mir letztes Jahr schon in der Schweiz passiert. Nennt man wohl Dummensteuer.

  36. AvatarBruno

    Königsdisziplin FIRE
    Nunja, die meisten Angestellten 40+ bei der DB haben genug verdient, um weit über die 700k im Depot zu halten. Aber ich kenne einige Banker, die weit über 250k / Jahr einige über 500k / Jahr plus Bonus verdient haben und trotzdem kaum oder nix gespart haben, ja sogar noch Hypotheken haben. Man hat sich halt etwas gegönnt, oft auch als Kompensation zum Job, der viele nicht wirklich glücklich gemacht hat. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich kenne einige davon. 
    Da wird es dann halt lustig, sie müssen jetzt wohl zurückbustabieren, ausserhalb der Finanzbranche wird man ihnen kaum noch die alten Saläre zahlen wenn sie überhaupt einen Job finden.
    Ich habe bei denen insbesondere jene die hoch 6stellig verdient haben kein Mitleid, sie hätten alle genug sparen können. Natürlich gibt es die auch, aber eben nicht alle wie man meinen könnte.
     

  37. AvatarWolke

    Mit 42 Jahren und 700.000 im Depot in die Freiheit. So ein Schwachsinn! Keine nennenswerte Rente, wenn man mit 42 aufhört. Hallo! Mal was von Inflation gehört? Da wirds dann früh finster, Altersarmut ist vorprogrammiert, die Leute werden heute 90! Einfach lächerlich und gefährlich! Empfehle unbedingt Mathematik Nachhilfe.

  38. Avatarsammy

    Ich habs dann zum Glück recht schnell gemerkt aber trotzdem ist es ärgerlich.

  39. AvatarRalf

    „Mit 42 Jahren und 700.000 im Depot in die Freiheit. So ein Schwachsinn! Keine nennenswerte Rente, wenn man mit 42 aufhört. Hallo! Mal was von Inflation gehört? Da wirds dann früh finster, Altersarmut ist vorprogrammiert, die Leute werden heute 90! Einfach lächerlich und gefährlich! Empfehle unbedingt Mathematik Nachhilfe.“

    So ist es. Teilweise recht eigenartige Berechnungen. Auch darf man Kosten wie Krankenkassenbeiträge nicht unterschätzen…

  40. AvatarAlbr

    @Bruno, du hast die Königsdisziplin FIRE in Deutschland nicht ganz verstanden 😉
     
    du bekommst z.b. 80-90% des Bruttogehalts und musst morgens nicht mehr in die Bank gehen bis zu Rente 🙂
    i.d.r für Mitarbeiter so ab etwa 56-58 Jahren…
     
    Mein Onkel – Ingenieur bei Daimler – ist mit 56 in Vorruhestand gegangen… die Unternehmen wollen „alte“ Mitarbeiter loswerden, egal was es kostet 🙂
     
     
     
     
     
     

  41. KievKiev

    @ Königsdisziplin FIRE
    Als Angestellter der Deutschen Bank mit hohem Gehalt ist einem vermutlich bereits die Möglichkeit in den Sinn gekommen seinen Arbeitsplatz verlieren zu können. Vorsorglich hat man FI im Vorfeld erreicht und ist im Unternehmen geblieben. Die Kündigung mit Aufhebungsvertrag lässt die letzten Zweifel dann auflösen. 
    Tim hat doch geschrieben, dass ein Nebenverdienst durchaus Sinn machen kann. Ich könnte mit 40 Jahren einen Aufhebungsvertrag (Jahresbrutto) annehmen. Auch ohne theoretisch arbeiten zu müssen. Das würde ich aber nicht machen. Es wäre mir gefühlt zu knapp. Außerdem würde ich unnötigerweise Krankenkassenbeiträge zahlen. Dann lieber 2 Tage die Woche mit einem verhältnismäßig hohem Netto Einkommen arbeiten.

  42. AvatarRüdiger

    Teilweise recht eigenartige Berechnungen.
    Wo denn? Ich habe hier noch keine gesehen 😉

  43. AvatarBruno

    @Albr 
    Ok das kenne ich auch, ist bei uns nicht anders (alleine schon die Pensionskassenbeiträge explodieren ab 55, 18% nur BVG dazu kommt noch AHV, KTG, ALV etc. und auch das reicht ja alles nicht mehr wenn man es richtig rechnen würde), ich kannte einige im Alter um die 54-57 vor/während der letzten Finanzkrise die dann gezittert und gebibbert haben ob es wohl noch reicht oder nicht ins Programm zu kommen… nun gut, irgend jemand muss es bezahlen 😉 
    Aber wie gesagt einfacher wäre für diese Banker gewesen zu sparen und vernünftig zu investieren. Wie gesagt die gibt es natürlich auch, aber ich kenne auch Fälle die für 5-10 Mio. eine Villa gekauft haben und die kostet, alleine der Unterhalt für die Gärtner!

  44. Avatarsammy

    @bruno
    Wer Immobilien besitzt kann Kapital durch deren Verkauf freisetzen. Im Prinzip macht es keinen Unterschied aus welchem Sektor dir Entlassenen stammen sie müssen alle schauen wies weiter geht. Ich denke wir werden noch viel mehr Entlassungen sehen ich meine viele Firmen haben ja schon längst damit begonnen aber es werden noch mehr gehen müssen mal ganz abgesehen von den ganzen ANÜs die freigesetzt werden.

  45. AvatarWolke

    @Rüdiger
    Mit 42 und 700.000 in die finanzielle Freiheit ist ja schon eine Berechnung, eine gelinde gesagt etwas eigenwillige.

  46. AvatarRüdiger

    @Wolke
     
    Pardon, unter einer „Berechnung“ stelle ich mir etwas anderes vor.
    Ich erkenne nur 2 Zahlen (42 und 700.000) sowie einen Traum (finanzielle Freiheit). Was dabei berechnet wurde und welche Annahmen dabei zu Grunde gelegt werden, erkenne ich nicht.

  47. AvatarSparta

    @Wolke
    Für die Absteige im vorigen Beispiel oder mit dem Teilzeitjob und 1,6 netto könnte es reichen. 😉

  48. AvatarStefan Müller

    700.000 zu 4% sind 28000€. Darauf noch 25% Abgeltungssteuer, dann bleiben etwas über 20000 zum Leben.
    Davon noch KV und Miete, dann wird’s eng. Besonders mit Familie.
    Ein Nebenjob ist dann sinnvoll.

  49. AvatarBruno

    @sammy
    Ja für normale Objekte geht das, aber überteuert gekaufte Villen sind schwierig, die will gerade in Krisen niemand mehr (resp. schon heute gibt es einige solche Luxusobjekte die niemand mehr will für den ausgeschriebenen Preis). Wenn man sie knapp am Limit finanziert hat dann kommt man nicht mehr raus ohne Verlust. Ein Fall wo ich kenne der hat nicht nur seine 10 Mio. Villa verloren sondern auch seine Existenz. Darum lohnt sich auch für Top-Verdiener ein vernünftiger Umgang mit Geld, man muss ja nicht in einem Loch wohnen und nur Nudeln essen.  Mittelstandsimmobilien (Wohnungen und vernünftige Häuser) an guten Lagen in Deutschland oder der Schweiz welche in den letzten Jahren stark gestiegen sind, die stellen kein Problem dar, ausser man kauft kurz bevor der Markt kippt. Bei Luxusobjekten sehe ich seit 3-4 Jahren Stagnation in unserer Gegend, dafür sind kleine und mittlere preiswerte Wohnungen weiterhin extrem begehrt.

  50. Avatarchn

    @Wolke, @Ralf:
    Ihr kritisiert eine Rechnung, ohne dass es eine Rechnung gibt. Ich mache es mal für einen Single vor:
    700.000 Euro Aktiendepot
    Konservative 3,5% Entnahme macht 24500€ p.a. oder 2041,65€ p.m brutto.
    Krankenkasse und Pflegeversicherung (18%): 4410€ p.a.
    z.v.E.: 24500€ – 4410€ – 801€ = 19289€
    Darauf zahlt man 2349,48€ Einkommensteuer (Günstigerprüfung)
    Macht also: 24500€-4410€-2349,48€ = 17740,52€ p.a. oder 1478,38€ p.m nach Steuer und Krankenversicherung. Ich käme als Single sehr gut damit aus.
    Ein verheiratetes Paar würde übrigens ganze 20€ Einkommensteuer pro Jahr zahlen und am Ende 1672,50€ p.m. rausbekommen. Wohlgemerkt bei konservativen 3,5% Entnahme.
    Steuerrechner:
    https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/eingabeformekst.xhtml
     
    Gern geschehen 🙂

  51. AvatarThomas

    @Stefan Mueller
    wenn die 700.000 zu 100% Gewinne sind dann geht deine Rechnung auf. Ist aber unrealistisch.
    Angenommen von den 700.000 sind 200.000 Kurssteierungen und 500.000 eingezaltes und bereits versteuerte Dividenden dann sind nur die 200.000 zu 25% zu versteuern.
    Dann bleibt immerhin 26.000/Jahr Netto.
    Aber ich gebe dir recht: Nebenjob für die Sozialversicherungen halte ich immer für sinnvoll!

  52. Avatarchn

    @Thomas:
    wenn die 700.000 zu 100% Gewinne sind dann geht deine Rechnung auf.
     
    Das ist richtig und wäre für mich ein guter Grund gewesen, z.B. auf den Verkauf ETF-Anteilen statt auf Dividenden zu setzen, um davon zu leben. Dividenden werden zu 100% als Erträge zu versteuert. Bei Anteilsverkäufen wird nur der Teil versteuert, der tatsächlich mit Gewinn verkauft wurde. Tatsächlich ist aber leider die Besteuerung von thesaurierenden ETFs jetzt viel komplizierter geworden. Ich glaube, so wirklich blicken da nur wenige durch, und ich persönlich habe gar keine Lust, mich damit zu befassen.

  53. AvatarWolke

    @chn
    „Ich käme als Single sehr gut damit aus“
    1478 € im Monat ohne Aussicht auf eine vernünftige Rente ist im Alter von 42 Jahren schon eher traurig. Das ganze restliche Leben auf Kante genäht. Auch wenn Du Dich irgendwie auf Sparfuchs hinausredest, Deine Frau und Kinder werden keine große Freude mit Dir haben und schon gar nicht stolz auf Dich sein. Der Sparfuchs wird sie früher oder später nerven. Besonders im Alter, wenn gesundheitliche Probleme auftauchen und man dafür mehr Geld bräuchte, wirds hart, wenn man sich auf das öffentliche Gesundheitswesen und die sozialen Einrichtungen verlassen muß. Weißt Du, wie das ist, krank und zu wenig Geld im Alter? Glaubst Du tatsächlich, Du bekommst als armer Schlucker die gleiche Behandlung? Das sollten mal alle, die von der finanziellen Freiheit träumen, ausprobieren.
    Dann ist da noch diese dumme Inflation, die man so gern verdrängt. 
    Aus 1478 € werden bald 1000€ oder weniger, nach vielen Jahren, wenn Du alt bist. Das ist dann keine finanzielle, sondern eine armselige Freiheit.
     

  54. Avatarchn

    @Wolke:
    Du kennst mich persönlich und meinen Rentenbescheid nicht. Wenn ich dir sage, dass ich mit ca. 1500€ sehr gut als Single zurechtkäme, darfst du mir das glauben.
    Ansonsten rechne einfach mal selbst aus, wieviel Kapital du persönlich bräuchtest, um gut zurechtzukommen. Du weisst ja jetzt, wie das geht.

  55. AvatarMichael

    @Wolke
    Bezüglich Inflation: Die ist meines Wissens nach bereits eingerechnet in der 4% Entnahmeregel. Wenn dich die Entnahmestrategien interessieren empfehle ich die Artikel von Oliver (frugalisten.de) bzw. die angegebenen Quellen dazu.
     
    Es gibt keinen Betrag X an dem jeder FI erreicht, da dieser abhängig vom eigenem Lebensstandard ist. Mögliche Krankenkosten im Alter sollten aber mMn dennoch berücksichtigt werden.

  56. AvatarWolke

    @chn
    Ich meinte doch nicht Dich persönlich! Es ging ja um das Beispiel des oben genannten Bankers mit 42 Jahren und 700.000 im Depot und auf den bezog sich wohl auch Deine Rechnung.
    Ich möchte ja nur, daß diese finanziellen Freiheitskämpfer mal etwas weiter als bis zur eigenen Nasenspitze zu sehen versuchen, eben auch ans Alter denken und nicht auf jeden Schwachsinn hereinfallen.
     

  57. AvatarWolke

    @Michael
    Die reale(!) Inflation sollte man mit mindestens 5% berechnen.
    Alles darunter fällt unter „Inflationslüge.

  58. Avatarchn

    @Wolke:
    Achso, dann war das ein Missverständnis. Das mit dem dem Banker ist ein Beispiel von Tim. Ich wüsste jetzt aber nicht, inwiefern die Rechnung anders wäre, wenn ich nicht Informatiker sondern Banker wäre.

  59. Avatar42sucht21

    @Deine Frau und Kinder werden keine große Freude mit Dir haben
    Das hängt ja nicht unbedingt vom Einkommen ab 🙂
    Davon mal abgesehen: es soll ja Ehefrauen geben die wirklich selber arbeiten oder sogar – man sollte es nicht meinen – selber Karriere machen. Da ist der nun arbeitslose Ehemann mit 700K Depot dann mitversichert in der GKV und kann sich – zur Erholung nach der Jahrelangen 60Std-Woche im Tower – nun FIRE-mäßig mit dem Staubwedel in der Hand um das Wohl der gemeinsamen Kinder kümmern die er vorher hauptsächlich schlafend oder von Bildern kannte. Diese FIRE-Variante scheint für einige hier anscheinend nicht sehr nahe liegend.
    (@chn Danke für die Rechnung und dafür, damit diese Diskussion mit Fakten zu versehen.)

  60. AvatarThomas

    @Wolke, wenn du der 42 Jährige Bänker wärst und dir wären die 700.000€ Depotgröße und das daraus erzielbare Einkommen auf Dauer zu unsicher. Dann arbeite in dem Fall doch einfach bei einem anderen Arbeitgeber weiter. Wo ist das Problem? Oder in welche Richtung geht Deine Argumentation? Dass ein Depot in der Größe gar nichts bringt? Und man sowieso nie bis zur „anständigen“ Rente aus dem Hamsterrad entfliehen kann?

  61. Avatar42sucht21

    @ach so
    Falls nicht verheiratet: Der nun arbeitslose 42J Ex-Banker mit 700K FIRE-Depot könnte sich auch auf eine subventionierte Neubausozialmietwohnung in zentraler Lage einer bekannten Studentenstadt bewerben und ein Zweitstudium auf Grundschullehramt anfangen und in der Mensa zu Mittag / Abend essen. Zumindest die Miet- und Essenskosten hätte er im Griff und nette Kommilitoninnen auch noch.

  62. AvatarWolke

    @Thomas
    „Wenn du aber als Banker gut verdient hast und jetzt 42 Jahre alt bist, hast du vielleicht 700.000 Euro im Depot. Du gehst einfach in die Freiheit.
    Deine tägliche Struktur wird der tägliche Spaziergang sein und der Besuch des Fitnessstudios. Du hast Hobbys. Du triffst Freunde. Mit deiner Freundin planst du den nächsten Urlaub“ (Auszugsweise zitiert).
    Das war das Beispiel: Du bist 42 und hast 700.000. Treibst Dich im Fitneßstudio herum, hast Hobbys, triffst Freunde und fährst in Urlaub. Alles gratis, oder?Nebenjob fakultativ, falls man eventuell “Lust” hat. Und das alles bis 90, weil so alt könntest Du werden. Ohne Altersrente!
    DAS GEHT SICH SCHLICHT UND EINFACH NICHT AUS!
    Der beste Weg mit 70 auf der Straße zu landen. 
     
     
     
     
     

  63. AvatarFelix

    Für diejenigen, die am Anfang oder am ende ihres Arbeitsleben stehen wird so ein Firmencrash noch ganz gut wegzustecken sein. Die in der Mitte erwischt es eher hart. Nur die wenigsten werden FIRE-mäßig aussteigen können.
    Tims Werdegang ist da eher ungewöhnlich: Meist ist man Anfang 40 gerade erst dabei, sich etwas aufzubauen: Hat eine Familie gegründet und eine Immobile erworben und eingerichtet, den Studentenkredit abbezahlt und ist beruflich am Durchstarten. Da hat man kein 700.000 € Depot. Eine Null weniger scheint mir realistischer, wenn überhaupt.
    Erst 20 Jahre später, nach der beruflichen Karriere und der Ausbildung der Kinder kann, wenn alles gut gelaufen ist, dieses Depotgröße erreicht werden. Gemeint ist natürlich immer aus eigner Leistung als Angestellter, ohne Erbe, Milliarden Startup. Lottogewinn usw. Aber die Fallzahlen bei letzteren dürften allesamt eher klein sein.
    Was ich noch anmerken möchte: Aus einigen Kommentaren spricht eine gewisse Häme, dass es die DeutschBanker erwischt hat. Ich glaube nicht, dass man sich heute noch sicher sein kann, nicht der nächste zu sein.
     

  64. AvatarDaniel

    Ich denke auch nicht, dass man als normaler Banker dort mit gigantischen SUmmen vom Hof läuft. Das bleibt wohl eher der höheren Etage vorbehalten. Der normale Angestellte wird eher im kaufmännischen Durchschnittsbereich liegen. Ich würde von mir schon behaupten ein, verglichen mit anderen, sehr sparsames Leben zu führen. Ich fahre mal gerne in den Urlaub und das ist dann auch gern bei 1500-2500€, aber im großen und Ganzen habe ich, dadurch, dass ich in dem Haus lebe das mein Opa gebaut habe, eine sehr hohe Sparquote, wenig laufende Kosten trotz Oldtimer und Vorlieben im Hifi/Heimkino und PC Bereich. Etwa 70% meines Gehaltes wird gespart/investiert. Und das seit Jahren.
    Glaubt man den Statistiken zum Medianeinkommen hat es mich relativ gut getroffen mit dem Job in der IT eines Versicherungskonzerns und ich liege gehaltstechnisch im oberen 10% der Bundesbevölkerung. Ich bin jetzt im Januar 35 aber von einer oben genannten Summe himmelweit entfernt. Selbst wenn es mir gelänge in den nächsten 7 Jahren jeweils 20.000€ wegzuhamstern und anzulegen, würde mein Depot bei knapp 250.000€ liegen und bei etwa 70.000€ liquiden Geldmitteln bzw. anderen Assets. Ich investiere seit 2004 in Aktienfonds, da ich damals ETF nicht kannte. 
    Ich glaube dass selbst meine Geschichte nicht repräsentativ ist, das viele deutlich weniger verdienen und auch deutlich weniger zurücklegen können, was ja auch völlig nachvollziehbar und verständlich ist.Das Problem ist ja auch meist nicht der Wille, sondern dass erst ab 6-stelligen Depots die Eigendynamik durch den Zinseszins und die Haltedauer wirksam einsetzt. Ein dickes Depot generiert für sich schon mehr Geld als so mancher mühsam in Sparraten abzwacken kann.
    Ich glaube für einen großen Teil der Bevölkerung bleibt der Traum der finanziellen Freiheit nichts als ein Traum. Die meisten wären wohl glücklich wenn es 50.000€ wären die auf der hohen Kante lägen oder gar 100.000€ zur Rente. Und selbst die ehrgeizigsten Sparer und Hobby-Investoren werden es wohl vermutlich eher so in den Bereich 300.000- 400.000€ schaffen und das bei gesetztem Alter. 
    Mein Ziel ist zwar auch die finanzielle Freiheit, aber meine Definition davon sieht vor lediglich alle laufenden Unkosten damit abzudecken sodass ich theoretisch nie auf Hartz4 angewiesen bin. Der Luxus soll schon noch weiterhin durch reguläre Arbeit erwirtschaftet werden. Wie bei allem das ich mir vornehme bin ich relativ zuversichtlich dass ich das auch schaffen werde. 

  65. Avatar42sucht21

    @Wolke – Inflationslüge
    Das hört sich so spannend an. Können Sie mir erklären wie Sie die mindestens 5% berechnen?
     
    @BASF
    Heute jemand nachgekauft? Im Dezember war das ja bei ähnlichen Kursen bei einigen hier der Fall.

  66. AvatarSparta

    @Wolke

    Die 4 % Regel ist mit Inflationsanpassung allerdings geht diese überwiegend von einer Überlebenswahrscheinlichkeit von 30 Jahren aus.

    40, 50 Jahre sind ganz andere Hausnummern…

    Eine dynamische Entnahmerate mit evtl. Cape-Berücksichtigung und sequence of return-Berücksichtigung und mehreren Einkommensströmen erhöht die Wahrscheinlichkeiten.

    Wohneigentum + Vermietung + Depot + Verpachtung + Nebenjob usw. sollte safe sein liegt aber normalerweise deutlich über 700 k…

    Dies sind aber schon etwas ambitioniertere Ziele und dies packt nur eine Minorität.

    @Felix 

    Ja überwiegend werden die Vermögen in den höheren Jahrgängen gemacht und zusätzlich ist der Zeitraum bis zur Rente kleiner….

    Hier wird ja gerne polarisiert….

    Von rosarot bis tiefschwarz ist alles dabei so das die Sachlichkeit eher dröge rüber kommt.

  67. AvatarThorsten

    Die 4%-Regel ist ein mathematisches Modell, keine Garantie. Es gab hochgerechnete Jahre, da hat die Regel versagt. Auch weil angefangen wurde zu sparen, als man gerade einen Anstieg verpasst hat und mit der Entnahme  begann als es ein paar Jahre nur bergab ging. Die Substanz reichte in den folgenden Aufschwungjahren nicht mehr…. Darauf verlassen würde ich mich also nicht. Man hat manchmal den Eindruck, die finanzielle Freiheit soll mit Hochrechnungen und Kennzahlen erzwungen werden. Dann ist auf Kante genäht, Geiz und Armut angesagt oder auch nicht. Je nachdem wer gerade aus seiner Lebenssituation heraus berichtet. Mit einer abbezahlten Immobilie sieht die Vorhersage definitiv schon berechenbarer aus. Man kann nur hoffen, dass der ein oder andere Banker eine hat und keine Clownküche hat einbauen lassen. Das Clownauto kann er verkaufen, die Küche nutzt ihm nix, da muss er die dranhängende Wohnung mitverkaufen wenn es eng wird.

  68. AvatarPerpetuum Mobile

    @Wolke, mit 70 auf der Strasse landen? Warum? Man könnte doch die Grundsicherung als Rentner beantragen, falls man alles Geld verschleudert hat.

  69. AvatarJohn

    Wenn 700k für den Single nur 1400 im Monat abwerfen, dann liegt doch der Fehler bei der Berechnung. Bei 4% sind das immer noch 28k im Jahr. Selbst mit Abzug von 25% immer noch 21k. Macht 1.8k im Monat. Sehe da nicht im Ansatz das Problem. Leute wollt ihr alle x Mii haben? Ich dachte man sei hier kostenbewusster.
    Mal geschaut was Rentner so erwarten können? Das ist heutzutage für kommende Rentner ein Vogelschiss. Darum behaupte ich, mit 700k kann man zu zweit leben.
    Wenn jetzt bei der Kalkulation so viel ab zu ziehen ist, tja dann sieht man doch wo die Stellschraube ist. Will sich der Staat zu sehr bedienen muss man schauen wo man Steuern spart oder den Wohnsitz verlegen.

  70. AvatarMathias

    @Ex-studentin
    Ich komme aus Freiburg. Die Firma gründete ich 2015.
    Das mit den Indern höre ich mir jetzt schon seit Jahren an.
     

  71. Avatar42sucht21

    @42J und 700K
    Mit 42J sind es 300 Monate bis zur regulären Rente mit 67J. Es stehen einem also 2.333€ pro Monat (28K jährlich) bis zur Rente zu Verfügung. Das ist mehr als so manch reguläre Arbeitnehmerin mit 42J in Deutschland bis zur Rente mit 67J verdienen wird. Zuzüglich der Erträge aus den 700K.  Warum sollte das nicht ausreichen?
    Ob es schön ist, oder knapp ist oder ob es sinnvoller ist zu arbeiten ist ja eine ganz andere Frage. Würde es reichen? Irgendwie schon denke ich.

    @Thorsten – Clownküche
    Bei Bekannten von mir in einem 8 Jahre alten Neubaugebiet haben jetzt die ersten 3 Einfamilienhausbesitzer ihre 7 bis 8 Jahre alten Küche neu machen lassen. Irgendwo muss das Geld ja hin. Ich vermute im kommenden Jahr fangen die an ihre Bäder zu renovieren.

    @Inflationslüge
    Jedes Land hat sein Trauma. In den USA ist es der Vietnamkrieg, bei den Engländern das Elfmeterverschiessen und bei den Italienern die fürsorgliche Mamma. In Deutschland ist es eben diese Geschichte mit der Hyperinflation. Ich würde das ganze nicht zu ernst nehmen.

  72. Avatar-M

    @42 / BASF 
    Dürfen noch verprügelt werden. Damals als du das angesprochen hast waren die Voraussetzungen auch noch besser. So auf ca. 40/45€ dürfen die schon noch fallen 🙂 aber es ist mal ein schritt in die richtige Richtung (besonders nach der Langeweile zuletzt)
     
    -M
     

  73. AvatarBruno

    Die offizielle Inflation ist einfach ein Wert, relevant ist die persönliche Inflation. Bei mir ist diese nicht wirklich explodiert, im Gegenteil. Wohnen wurde günstiger die letzten Jahre (rekordtiefe Zinsen), Elektronik, Autos etc. wurden günstiger, Energie wurde etwas teurer dafür ist heute alles sparsamer, also unter dem Strich auch weniger Kosten, Essen wurde teurer, Reisen wurde eher günstiger, insbesondere Flüge, Kleider wurden auch nicht teurer, Versicherungen eher günstiger ausser Krankenkasse, dort gab es wirklich starke Preissteigerung, aber unter dem Strich hat sich das die letzten 20 Jahre bescheiden gezeigt. Aber das ist bei jedem anders, je nachdem wo man Geld ausgibt oder geben muss und welche Bedürfnisse man hat. Viele denken eben auch die Inflation sei enorm weil sie immer höhere Bedürfnisse haben und immer mehr ausgeben. Früher wechselte man einen TV vielleicht alle 15 Jahre heute muss alle 3 Jahre ein Neuer her etc. das muss ja nicht sein.

  74. AvatarWolke

    @42sucht21
    Kannst du mir sagen, woher deine reguläre Rente kommen soll, wenn du mit 42 aufhörst zu arbeiten?
     

  75. AvatarWolke

    @Bruno
    Die persönliche Inflation kann man leicht abstellen: Nichts mehr essen, dafür eine Pauschalreise nach Mauritius buchen.

  76. AvatarJohn

    @Wolke
    Aus der Arbeit bis 42? 
     
    Die heutige Rente ist Verarsche. Man zahlt ein, aber die Auszahlung wird ein Witz sein. Quasi jede eingezahlte Mark ist verloren. Je weniger man einzahlt desto besser. Man muss selbst vorsorgen! Man kann jedoch die Rente als Bonus in den lustigen Berechnen berücksichtigen.
     
    Rechne doch gegen was der normale Rentner erwarten kann. Rentner, nicht Pensionär. 
     
    Ich würde 700k mit 42 mit Kusshand nehmen. Was will man mit 2 Mio und 55 Jahren? Zeit ist unersetzbar. Hört sich allerdings mit weniger als 100k und über 30 eh abstrakt an.

  77. Avatar42sucht21

    @Wolke
    1. Menschen mit wenig Einkommen habe eine kürzere Lebenserwartung
    http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsK/2014_2_soziale_unterschiede.pdf%3F__blob%3DpublicationFile

    2. 2044 gibt es ordentliche Grundsicherung
    https://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Sozialhilfe/grundsicherung-im-alter-und-bei-erwerbsminderung.html

    3. In meinem Bsp. werden die 700K ja nicht verbraucht, sondern allein die 4% Erträge daraus sind fast so hoch wie ein reguläres unteres Arbeitseinkommen. Die 700K Substanz wird ja nur zusätzlich etwas angeknabbert und ist mit 67J noch großteils vorhanden. Bei den unteren Einkommen ist das nicht der Fall. Aber wie gesagt, die leben ja auch nicht so lang in der Rente, siehe 1.

    4. Nein, das ist nicht mein Modell. Ich finds auch bescheuert. Aber es ist gut möglich. Ich frage mich nur, was mit Kindern und Chancen ermöglichen usw. sein soll in dem Modell.
     

  78. AvatarWolke

    @Perpetuum Mobile
    Soll das ein Witz sein? Du willst im Alter von der Grundsicherung leben? Das nenn ich bodenständig im wahrsten Sinne des Wortes, ganz nah an der Straße.

  79. AvatarBruno

    Ich verstehe einige Diskussionen wirklich nicht, Tim schreibt ja auch von Nebenjob oder es könnte ja auch ein kleines eigenes Geschäft sein, vielleicht ein kleines Beratungsbüro oder was auch immer, die Ideen werden dann schon kommen. Wenn man mit 42 und 700k aufhören muss, dann hat man doch einen entscheidenden Vorteil gegenüber jenen, die nichts haben! Man hat viel Zeit gewonnen, und kann sich mal in Ruhe überlegen, ob/wie/was man noch tun will. 
    Vielleicht träumen jetzt viele davon mit 42 in endgültigen Ruhestand und nie mehr arbeiten und keine Einkünfte mehr, aber wollt ihr wirklich die nächsten 50 Jahre dann nur noch zuhause in der Coach sitzen oder wie? Oder 50 Jahre lang auf Weltreise, wird auch anstrengend und langweilig irgendwann…
    Ich finde es ist gut, rasch ein gutes Polster aufzubauen, das gibt Optionen im Leben! Ich hatte mir meine erste Auszeit mit 35 genommen und 3 Jahre nur gereist, mich weitergebildet und für die Familie da gewesen. Aber da hatte ich schon so viele neue Ideen und Energie für etwas Neues, ich hätte das nicht bis 90 so weiterziehen wollen. Jetzt bin ich wieder voll im Geschäft und plane an der Übergabe der operativen Tätigkeiten, in 3-5 Jahren sollte das möglich sein. Bis dahin werden die Söhne wohl draussen sein und dann werde ich mit meiner Frau längere Auslandsreisen unternehmen, an Orte wo die Söhne nicht interessiert hat, also eher Bildungs/Kulturreisen. Vielleicht 2 Jahre, wir werden es sehen. Und dann wird wieder etwas Neues anstehen da bin ich mir fast sicher, vielleicht Beratung, vielleicht auch mehr Wohltätiges oder eine Kombination. Freude, Leidenschaft, Energie etc. das kommt doch davon wenn man etwas macht und nicht wenn man nichts mehr macht, aber eben und das ist doch das schöne, nicht mehr zwingend MUSS! 
    Ich denke das funktioniert auch für Angestellte, ein oder mehrere Sabaticals/Auszeiten oder ein abgestufter Rückzug, aber man muss rechtzeitig daran arbeiten, mit einem 08/15 Einsatz funktioniert das nicht, man muss an seinen Fähigkeiten, Beziehungsnetz etc. arbeiten über Jahre, damit kein grosses Risiko entsteht und man bei einem Ereignis wie jetzt bei der DB etc. wieder neue Türen aufgehen. Oft viel spannender als das Bisherige. Aber man muss die Augen offen haben und auch Kompromisse eingehen können, d.h. auch mal ein tieferes Gehalt oder sogar gar kein Gehalt, ich habe auch oft einen Job gemacht für eine Weile ohne Gehalt, es hat sich immer wieder ausbezahlt. 
    Die Planung bis 90 mit dem Excel vor den Augen ist sicherlich mal interessant aber man sollte doch primär daran denken, was man im Leben wirklich will und die Dinge dann auch angehen und umsetzen.

  80. AvatarWolke

    @Bruno
    Das nenn ich mal einen schönen, vernünftigen und realistischen Beitrag. Das passt.
    Hingegen ins „Fitnessstudio gehen, Freunde treffen, Hobbys haben und mit der Freundin in Urlaub fahren“ ist doch etwas dürftig als Lebensplanung.
     

  81. AvatarBruno

    Ein Beispiel noch, das heute bei jüngeren Leuten total uncool geworden ist ist Interrail. Ich lernte Europa damals mit einem Interrail Pass kennen, 2 Monate quer durch Europa mit dem Zug für sehr wenig Geld, man hat so Europa kennengelernt wie kaum anders möglich. Natürlich nicht das Bequemste;) Aber heute muss es natürlich gleich USA, Asien etc. sein ein 4* oder 5* Hotel ein Muss. Es geht auch anders. Land und Leute lernt man auch so kennen und ökologisch ist es auch noch. Ich würde das nebst Sprachaufenthalt jedem jüngeren empfehlen.
    https://www.interrail.eu/de

  82. KievKiev

    @ Depressive Selbstkatalysatoren
    Ich kann ja verstehen, dass man ein Vermögen über 700k mit 42 Jahren als unrealistisch ansieht. Aber das Geweine um die Vermögenshöhe des armen Bankers kann ich in keiner Weise verstehen. Unter gewissen Vorraussetzungen könnte ich genau als Beispiel dienen. Der Jobverlust käme mir unfreiwillig und ungeplant sicher nicht entgegen. Aber die Ängste sind völlig übertrieben. Ich habe eine Frau und zwei Kinder. Hier wird natürlich genannt, dass das Einkommen für eine Familie im Vergleich zur Einzelperson  sehr knapp sei. Ich weiß ja nicht wie es bei den anderen mit Familie so zugeht, aber meine Frau arbeitet wie von 42sucht21 angemerkt doch auch. Wenn ich rein hypothetisch nie mehr arbeiten würde, was ich nach Brunos Beschreibung so sicher nicht bis 90 Jahre oder mehr durchziehen möchte, so würde unserem monatlichen Vermögenswachstum um die 4k geringer ausfallen. Aber Moment Mal. Auch wenn meine Frau nicht mehr arbeiten würde, so hätten wir durch die Splittingtabelle wesentlich mehr Netto vom Brutto. Das Vermögen würde auch weiterhin vermutlich um 3k im Monat wachsen. Vielleicht Kosten die Kinder später mehr. Dann wächst das Vermögen halt langsamer. Rentenansprüche habe ich bereits angesparte. Das Vermögen ist schließlich nicht aus der Luft entstanden. Die Rente gibt später ein Zubrot. Aber mit 40 Jahren wird doch niemand kein Geld mehr in welcher Form auch immer verdienen. Es sind schon viele Leute mit wesentlich weniger Vermögen in Rente gegangen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie alle ein tristes Leben verbracht haben und den schnellen Tod beigesehnt haben, der sie endlich von ihrem Leid befreit.
    @42sucht21
    Nur die Harten kommen in den Garten. Ich habe heute 100 STK BASF versichert. Wenn die Lage sich vielleicht schon morgen weiter beruhigt bin ich wieder raus. Ich habe bereits über 100STK. 

  83. Avatarsammy

    Ich bin eher der Meinung dass die wenigsten mit 42 Jahren ein 700.000€ Single Depot haben werden. Von dem her relativieren sich diese Diskussionen recht schnell.

  84. AvatarDerBoy98

    Hauptsächlich sollte die Entlassungs-Welle der DB und die kommende der Auto-Industrie zu denken geben. Große Cash Vorräte sollten in Gold getauscht werden. Ich bin ein Fan von Gold, am besten Barren oder Münzen direkt kaufen und sicher verwahren. Bringt den Wert deines Geldes durch jede Krise! (inkl. Schwankungen natürlich 😉 ) Die Signale eines eventuellen Crashes sind vorhanden, etwas Gold kann nicht Schaden 😉 Aber nur meine Meinung 🙂

  85. AvatarNico Meier

    Die Diskussionen erinnern mich an Dezember 18 Januar 19 da gabs hier viele die von Totalverkauf aller Aktien und Cash is King geschrieben haben.

  86. AvatarCNK

    @Ex-Studentin
    Den Weg mit der Fernuni bin ich gegangen (BWL) – ich kann das nur empfehlen!! Es war zwar sehr beschwerlich, hat mir viele Möglichkeiten gebracht. Natürlich gehört auch Glück dazu, nach dem Abschluss entsprechende Jobmöglichkeiten in der Firma (oder außerhalb) zu entdecken, bevor sie vergeben sind. Außerdem gehört auch Mut dazu, solche Jobmöglichkeiten anzunehmen (Stichwort Verantwortung).
    Das Fernstudium habe ich als Teilzeitstudent an der Fernuni Hagen gemacht, Regelstudienzeit für meinen damaligen Studiengang waren 9 Jahre (4.5 Jahre bei Vollzeit) – ich hab Gas gegeben und war nach 7.5 Jahren fertig. So hatte ich auch keinen großen „Altersnachteil“ gegenüber Präsenzstudenten, da ich das Studium relativ zügig nach Abschluss meiner kaufmännischen Ausbildung angefangen hatte (da konnte ich dann schon ca. 10 Jahre Praxiserfahrung in einem anderen Beruf nachweisen). Wichtiger Tipp: Schreib Dich auf jeden Fall als Teilzeit-Studi ein. Hintergrund ist, falls man seinen Hauptjob verliert und arbeitslos wird und Du studierst Vollzeit, hast Du keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Als Teilzeitstudent allerdings schon! Fächer belegen wie ein Vollzeit-Student kannst Du trotzdem, das war eigentlich immer sehr flexibel in Hagen.
    Zumindest das BWL-Studium in Hagen war nicht ohne, hauptsächlich ist das eine Organisationsfrage, wie man das mit dem Vollzeit-Job und ein wenig Privatleben unter einen Hut bringt – möglich ist es allemal. Bei so einer langen Zeit war es zumindest für mich hilfreich, genau zu wissen, warum ich das mache und was ich nach dem Diplom machen will (d.h. Du musst für Dich die Motivationsfrage klären, das hilft bei Durststrecken ungemein). Letzteres ist sicher schwierig vorstellbar, allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass es egal ist, solange man sich ein Ziel setzt. Mir haben sich Jobmöglichkeiten geboten, auf die ich nie vorher gekommen wäre (d.h. es ergeben sich ggf. auch Möglichkeiten aus ungeahnter Richtung) – da muss man dann beherzt zugreifen.
    Wenn Dich mehr Fernuni-Erfahrung interessiert, kann Tim Dir gerne meine Email-Adresse weiterreichen.

  87. AvatarWolke

    @DerBoy98
    So schön es auch ist, die von so vielen erträumte finanzielle Freiheit erreicht man mit Gold nicht. Das ist der Fluch des Goldes.

  88. Avatarsammy

    @Nico Meier
    Nochmal, bloß weil die Börse wieder gestiegen ist heißt es noch lange nicht dass dieses Szenario nun ausgeschlossen ist. Die Konjunktur/Börse verläuft in wellenartigen Zyklen. Soll heißen aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

  89. AvatarNico Meier

    Richtig wellenartige Zyklen aber ich kann selber nicht beurteilen wo in diesem Zyklus wir uns befinden. Da habe ich zwei Möglichkeiten alle Aktien verkaufen und mit Cash an der Seitenlinie abwarten oder ich bleibe investiert und nehme die Dividenden mit.

  90. Avatar-M

    Wenn man gute Unternehmen zu guten Preisen gekauft hat, wäre man verrückt zu verkaufen – Anders: Unternehmen zu teuren Preisen, dass kann schnell in die Hose gehen. 
    Gold ? GoldenBoy, was mach ich damit dann? Mit Cash komm ich genauso durch ne Krise und kann direkt das Cash investieren in abgestürzte Unternehmen wenn die Kurse gestürzt sind. Gold schau ich dann in meinem schließfach an und freue mich einen „Wert“ in Metall zu besitzen ? Neee nix für mich.
     
    -M
     

  91. AvatarDerBoy98

    @-M
    Das ist richtig – verkaufen würde keinen Sinn machen. Es macht aber durchaus Sinn, große Bargeld Vorräte, in Gold abzusichern. Statt das Geld einer möglichen Inflationskrise auszusetzen. (Siehe Inflation Türkei). Zudem ist die gegensätzliche Korrelation von Gold und Aktien sehr interessant. Aber wie gesagt, nur bei viel Cash sinnvoll –  ansonsten lieber investiert bleiben!
    Gold ist für mich eher eine Versicherung. In guten Zeiten nicht sonderlich rentabel, sollte es allerdings stürmisch werden – die sicherste Anlage die es gibt. Für mich auch eher die Möglichkeit den Wert meines Geldes zu speichern und von Risiken zu befreien. Natürlich ist mir klar das es keine Zinsen/Dividenden abwirft, befriedigt aber mein Sicherheitsbedürfnis. 😉
    Sollte aber dennoch nur 10-20% des Portfolios ausmachen (Physisch!) 😉

  92. AvatarEx-Studentin

    Wer mir 700k gibt, für den teste ich, ob man damit gut klar kommen kann. Wer hat 700k im Depot hat, hat vielleicht auch abbezahltes Eigentum. Oder schreibt Bücher oder gibt Golfkurse usw. Falls der Partner noch Einnahmen hat, gibt’s auch keine Probleme.
    @Mathias
    Ja, Inder sind so eine Sache. In meiner Branche (Anlagenbau) denke ich mir: Wenns ein Inder kann, kann man es vermutlich gleich wegautomatisieren. Man muss alles kontrollieren und ist mit der Fehlerbeseitigung beschäftigt. Dann lieber pfiffige Osteuropäer. Und Koordinatoren in Deutschland brauchts immer.
    @CNK
    Respekt, dass du das so lange durchgezogen hast. Ich hab mir einen Master angelächt, der in Teilzeit sicherlich auch 3 Jahre dauern wird. Muss nun erst mal 2 Module aufholen, um überhaupt die Zulassungsvoraussetzung zu erfüllen. Kannst mir gerne ohne Tim-Umweg schreiben (exstudentin@gmail.com)
     

  93. AvatarJune

    Guten Abend,

    phuuu…ist hier gerade eine Weltuntergangsstimmung. 

    Der 42 jährige Ex-Banker mit Depot, wird einen Job finden. Schaft er es auch seine monatlichen Verpflichtungen zu reduzieren, braucht er im 1. Jahr gar nicht an sein Depot. Er ist 12 Monate krankenversichert und bekommt Arbeitslosengeld. Ca. 60% von seinem letzten Netto. Sollte er verheiratet sein, sieht die Welt für ihn noch besser aus, vorausgesetzt seine Frau arbeitet nicht in der gleichen Bank. 

    Ein Jahr, ist zudem eine lange Zeit, auch wenn sich nicht gleich der Traumjob im Anschluss finden lässt, kann man einen 450 € Job oder sogar eine Teilzeitstelle finden.

    Und mir würden die 1500 € pro Monat auch sehr gut reichen. Ohne den Studentenunterhalt an meine Kids, gebe ich trotz der Finanzierung unserer Wohnung weniger pro Monat aus. 

    @42 sucht 21,
    sehr  schön herausgearbeitet, dass viele  Menschen in Deutschland weniger Brutto als diese 28k € pro Jahr haben. Da muss das Geld auch reichen.

    Und mit viel Zeit kommt man auch auf den einen oder andere Spartrick, der einem als Angestellter vielleicht gar nicht eingefallen wäre.

    Anderes Thema, aber nicht weniger kontrovers.
    Nach langen Monaten werden wir wieder ein 2. Auto kaufen. Im Moment ist unser Favorit ein Kombi aus einem Fuhrpark. Mal schauen, ob es klappt, das wäre schon ein Schnäppchen. Wir haben uns vormerken lassen und müssen jetzt noch 2-5 Wochen warten, bis wir das Auto besichtigen können und uns entscheiden müssen. Mr. Juni wird im Herbst seinen Firmenwagen abgeben und da er sich vermutlich beruflich umorientiert, sicherheitshalber keinen neuen bestellen. Ohne Auto geht es bei uns aber leider nicht. So haben wir kurzfristig wieder zwei Autos. Leider wird mein selbst gesetztes Budget für das Auto etwas überschritten. Aber nachdem ich ein paar Wochen die einschlägigen Anzeigen durchforstet habe, musste ich feststellen, dass man einen Diesel fast geschenkt bekommt aber für einen irgendwie noch anständigen Benziner ganz schön Tief in die Tasche greifen muss. Wenn ich mich für ein Auto 2 Nummern kleiner entschieden hätte oder viele, viele Kilometer und Jahre mehr in Kauf genommen hätte, hätte mein Budget auch gereicht. Ein Luxusproblem.

    Take care,

    June

  94. AvatarJune

    @ Jenny,
    du schaffst das, keine Frage. Intelligent, motiviert und sehr zielstrebig. Da habe ich gar keine Bedenken. Und auch wenn die Studiengebühren im Moment weh tun, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass mit dem Job im neuen Wirkungskreis das Gehalt in der Regel schnell nach oben geht. Nur die Einschreibung als Teilzeitstudentin würde ich mir an deiner Stelle überlegen, wenn du dann trotzdem genauso schnell studieren kannst. 
    Take care,
    June

  95. AvatarEx-Studentin

    @June
    Lieben Dank fürs Mutmachen!
    Die Studiengebühren sind fast geschenkt. Rund 1000€, weil Hagen eine staatliche Uni ist. Teilzeit habe ich mir auch vorgenommen, weil man dann auch doppelt so lang für die Masterarbeit brauchen darf. Wie CNK sagt, auch Arbeitslosengeld bekommt man dann noch. Anmeldung als Vollzeitstudium hat für mich keine erkennbaren Vorteile 

  96. AvatarFelix

    Zum Thema Auto:Ich habe ein eAuto geleast für 100 €/Monat und ohne Anzahlung. Die Anzahlung war durch eine Elektroprämie abgedeckt. Zudem bekam ich vom Wirtschaftsministerium 2000€ Umweltprämie. Ich fahre ein neues Auto, das ich bei meinem Arbeitgeber umsonst laden kann.
    Besser geht’s nicht und 95 % meiner Mobilitätsbedürfnisse sind abgedeckt. Ohne Eigenkapital und Kosten und individuell, kein überfüllter ÖPNV. Und umweltmäßig top sowie Fahrspaß pur.

  97. KievKiev

    @ CNK
    Toller Beitrag! Ich finde Deinen Arbeitseinsatz und die Durchhaltedauer von 7,5 Jahren beachtlich! Du hattest über einen langen Zeitraum einen großen Teil Deiner Zeit in Arbeit und Weiterbildung investiert. Ich wünsche Dir einen Job, der Dir teilweise auch Spaß bereitet. 

  98. AvatarRuben

    Danke für die Berechnung CHN.
    Ich gebe Wolke tlw. recht, die geringere Renteneinzahlung wird wirklich nicht sehr oft in FIRE Überlegungen berücksichtigt. Andererseits wären viele froh, sie hätten schon heute ein so hohes Gehalt wie das was ein 700k Depot abwirkt und erst recht später diesen Betrag als Rente.
    Nach dem, was man so medial mitbekommt, arbeiten doch alle finanziell Freien in irgendeiner Form weiter, um ihre laufenden Kosten zu decken, Tim ja auch. Sind die laufenden Kosten und die Krankenversicherunng gedeckt, können in 10 Jahren aus 700k auch eine 1 Mio werden. Für ein Normalverdiener oder einfachen Angestellten der Deutschen Bank halte ich 700k allerdings auch für sehr sportlich.
    Genau wie Daniel möchte ich auch nie auf Hartz4 angewiesen sein bzw. sollen immer die laufenden Kosten gedeckt sein, bis ich nach einer möglichen Arbeitslosigkeit mindestens einen Teilzeitjob gefunden habe. Das Depot soll nie mehr schrumpfen und in Ruhe „arbeiten“, höchstens im schlimmsten Fall eine Zeit lang auf einem Niveau bleiben.
    Langfristig wäre ich auch mit einer 4 Tage Woche schon sehr zufrieden. Selbst damit würde ich noch sparen, das Depot soll sich aber erst noch weiter vergrößern.
    Der größte Horror für mich und einige meiner Kollegen wäre, dauerhaft ohne Arbeit zu sein, bis dann nach einigen Jahren das Kapital aufgezehrt wäre und man genauso viel Vermögen hätte, wie jemand, der noch nie arbeiten gegangen ist. Der Selbstbehalt eines Hartz4 Empfängers liegt bei 150 Euro pro vollendetem Lebensjahr, aber nicht mehr als 10.500 Euro für Personen, die nach dem 31. Dezember 1963 geboren wurden. Insofern wurde ganze Arbeit geleistet und die Motivation möglichst lange Erwerbstätig zu bleiben erhöht, Hartz4 wirkt als Drohkulisse sehr gut. Die um 0,3% niedrigere Rente je Monat, den man früher in Rente geht, tun ihr übriges.
    Alles Gute,
    Ruben

  99. KievKiev

    @ Ruben / Wolke
    Auf dem Rentenbescheid wird die bisher erreichte Rentenanwartschaft angegeben und als weiteren Wert die monatliche Rente, falls das Einkommen wie in den letzten 5 Jahren bis zur Rente bleibt. Die Werte unterscheiden sich in jungen Jahren erheblich voneinander. 
    Bei der Frührente wird die bisher erreichte Rentenanwartschaft stark berücksichtigt. Hier können sich Betroffene / Interessierte an die Rentenversicherung wenden und ihren Fall konkret durchgehen.
    FiRe ist ein völlig anderer Ansatz. Retire Early passt nicht in Zusammenhang zu der Berücksichtigung von Rentenanwartschaft. Die 4% Regel als Beispiel ist nicht für so lange Zeiträume ausgelegt worden. Das wäre in der Tat viel zu knapp kalkuliert. Das Vermögen wird bei diesen Personen eher weiter wachsen. Schon alleine aus dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen. Ich kenne auch niemanden, der 20-30 Jahre nur in der Hängematte / Couch verbracht hat. Ich kenne allerdings ein paar Menschen, die nicht für Geld arbeiten müssten. Sich Zeit für die Enkel als Beispiel zu nehmen wird vielleicht nicht als Arbeit verstanden. Aber es ist schön wenn man sich die Zeit frei nehmen kann.
     

  100. AvatarWolke

    Ich erinnere daran, daß der S&P500 2007 um 50% gefallen ist. Man sollte das im Hinterkopf behalten, wenn man Einkünften einer Aktienanlage leben will.
    Besonders in diesen Zeiten.

  101. AvatarWolke

    Und ich erinnere auch daran, daß man im Alter häufig(sogar meistens) viel mehr Geld braucht, als man sich das in jungen Jahren vorgestellt hat.
    Auf Grund von Krankheit, Gebrechlichkeit, Pflegebedürftigkeit. In diesen Fällen sind dann 1.500 viel zu wenig.
    Ich hab das in meinem Beruf tagtäglich gesehen.
    Betreuung, Seniorenheime sind teuer.

  102. AvatarAlbr

    Zumindest für die Banker in Deutschland alles kein Thema was hier besprochen wird 😉
     
    lt. BR Vorsitzender soll kein Mitarbeiter entlassen werden, sondern das ganze soll ausschließlich „sozialverträglich“ über die Bühne gehen… es wird mMn 2 Programme geben:
    1. Vorruhestand ab etwa 56/58 Jahre, also weiter Bezahlung bis zur Rente (Königsdisziplin von FIRE)
    2. üppige abfindungsangebote für Mitarbeiter; diese Abfindungen werden nur Mitarbeiter annehmen, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Chancen haben, i.d.r gehen hier nur gute/sehr gute MA… der Rest bleibt bei der Bank… um diejenigen, die die Abfindung (freiwillig) annehmen müssen wir uns ganz sicher am wenigsten sorgen machen 😉
     
     

  103. AvatarAlbr

    @ Wolke, was heißt das jetzt ? Viele (insb. Frauen) erhalten bei weitem keine 1.500€ netto Rente im Monat !
     
     

  104. Avatarghost

    Wenn man in ein Pflegeheimheim kommt, dann braucht man kein Geld, und da die Pflegekräfte extrem schlecht in Deutschland bezahlt werden (eigentlich ist deren Gehalt ein Witz) braucht man keine Millionen mehr, da nicht immer aber sehr oft bei der Pflege, die die Menschen in diesen Heimen erfahren…
    haben sie in vielen Fällen oft nichts mehr von ihren Geld. 
    Da die Pflege in vielen Fällen so gut ist, wie die Gehälter der Pflegekräfte.
    Wie kann ich nur so etwas böses sagen, weil es der Wahrheit entspricht …… kümmert euch nicht nur um die beste Anlagemöglichkeit, sondern schaut auch darauf, dass eure Gesundheit erhalten  bleibt.
    Mfg
     

  105. AvatarWolke

    @Albr
    Das heißt, man sollte bei der Planung der finanziellen Freiheit mehr ans Alter denken. Das wird in den einschlägigen Foren schlicht verdrängt oder vergessen.
    @ghost
    Man braucht im Alter sehr wohl Geld, viel Geld, will man nicht im Pflegeheim im Rollstuhl in einer Ecke stundenlang vergessen werden oder im Zweibettzimmer einen schreienden oder laut schnarchenden Nachbarn aushalten.
    Mit Geld könnte man vielleicht in den geliebten eigenen vier Wänden bleiben und eine Pflegekraft bezahlen. Möglichkeiten gibt es viele, den ultimativen Albtraum zu vermeiden. Dazu braucht es Geld, mehr Geld, als üblicherweise für die „finanzielle Freiheit“ berechnet.
    Die finanzielle Freiheit soll ja bis zum Lebensende reichen, oder? Zwischen 80 und 90 ist nichts mehr mit Frugalismus. Da braucht man teure Medikamente und Betreuung. Kostet leider Geld. Davon liest man nie etwas bei den finanziellen Freiheitsjüngern.

  106. AvatarJune

    @Fire,

    niemand wird, wenn er diesen Status erreicht hat einfach so aufhören zu arbeiten. 
    Und wenn, dann wirklich nur, wenn er oder sie das locker auch bei einem 50% Börseneinbruch stemmen kann. Und ich glaube, dass die meisten die Fire anstreben eine bunte Mischung aus allen möglichen Einnahmequellen haben. Kaum jemand wird zu 100% in Aktien investiert sein.
    Bei uns sind Aktien der zweit kleinste Teil unserer späteren Einnahmen. Der größte Teil wird aus vermieteten Objekten kommen. Dann das Einkommen aus der Rente und dann erst die Dividenden. Wenn Aktien und Dividendeneinnahmen jetzt z.B. bei meiner Berechnung 50% fallen macht dies auf meine späteren Gesamteinnahmen gesehen nach meiner Berechnung im Moment lediglich 10% aus. Das werden wir wegstecken können. 
    Außerdem kann man indem man seine Barreserve geschickt steuert, immer ein paar Jahre überbrücken. Also bevor man sich für den Ausstieg entscheidet, sollte man eben Rücklagen für mehr als ein Jahr bilden. So kann man ohne Aktienverkauf in schlechten Phasen erstmal weiterleben. 

    @Felix und Auto
    coole Sache, so ein Leasing mit Geld in der Hinterhand. Wir rechnen ja schon eine ganze Weile an unserem Autoproblem herum Und haben uns ein Leasing auch überlegt. Nur wir fahren zu viele Kilometer im Jahr und schon kommt man mit den 100 € nicht mehr hin. Unsere Familie lebt verstreut. Unsere Eltern werden immer älter, ich mute ihnen nicht mehr zu uns zu besuchen. Also fahren wir zu ihnen. Auch unsere Kinder wird es beruflich im Laufe ihres Lebens nicht unbedingt hier in der Nähe halten. Und ein Teil meiner Wohnungen ist in der Nähe meiner Eltern. Das sind alles Faktoren, die wir berücksichtigen müssen. Nach reichlicher Überlegung, sind wir zu dem Schluss gekommen, das wir keinen chicen Kleinwagen sonder einen Lastenesel benötigen, damit wir uns zukünftig die Miete eines Transporters sparen. Daher war mein Ansatz auch so wenig wie möglich für das Auto ausgeben. Benziner, wegen Dieselfahrverbot im Raum Stuttgart. Anhängerkupplung bereits dran oder Anbau möglich.  Max. 5-6 Jahre alt und wenn möglich LED-Licht. Ich sehe nachts nicht mehr so gut wie früher. 
    Ausgesucht habe ich mir im Moment einen Kombi aus einem großen Fuhrpark, nur 18 Monate alt, dafür aber schon relativ viele Kilometer und einem reparierten Parkrempler. Auto ist nicht verzogen. LED hat er, Anhängerkupplung auch. 60% unter Neupreis mit 1 Jahr Gebrauchtwagengarantie. Kaum teurer als das  5-6 Jahre alte Wunschauto, dafür aber etwas über meinem Budget.
    Ich rechne jetzt mit einem Wertverlust von ca. 1300 € im Jahr, da der Wagen den größten Wertverlust  ja schon hinter sich hat. Das liegt weit unter der Leasingrate und ich spare die Vollkaskoversicherung. Dafür darf ich mir aber nicht alle 3 Jahre ein neues Auto aussuchen. Sondern muss die Kiste noch 6 bis 9 Jahre fahren. Das sollte aber kein Problem darstellen, er ist ja noch fast neu.

    Take care,

    June 

  107. AvatarJune

    @Wolke,
    du hast mit allem, was du schreibst recht. Nur vergisst du, dass der Otto-Normal-Rentner nur seine Rente hat und sich alle diese Sachen später noch weniger leisten kann. Wer Fire anstrebt, spricht vielleicht im Moment nicht darüber, aber die Wahrscheinlichkeit, dass er oder sie es sich im Alter leisten kann ist meiner Meinung viel höher als bei einem Rentner.
    Denn bei einer Entnahme von unter 4% steigt das Depot in glaube ich ca. 90% der berechneten Zeiträume. Ein Restrisiko hat man immer, aber mit der Steigerung des Depots ist die Inflation gedeckt und die höheren Ausgaben im Alter allemal. 
    Take care,
    June

  108. AvatarThorsten

    @Wolke
    50% Aktieneinbruch ist nur dann ein Problem wenn
    a) man darauf angewiesen ist Anteile zu verkaufen ( „Entnahmestrategie“) oder b) die Dividendenaktien nicht mehr genug ausschütten, weil die Wirtschaft total langfristig am Boden bleibt.
    Mit Dividendenaktien kann man sich bis zu einem bestimmten Punkt der hysterischen Buchwertbetrachtung entziehen.

  109. AvatarMichael

    @Thorsten
    Kannst du mal ein paar Quellen angeben die besagen, dass Entnahmestrategien (siehe Oliver) fehlschlagen bei 50% Einbruch bzw. das die Dividenstrategie jener Entnahmestrategie überlegen ist? Würde mich interessieren ob es wissenschaftliche Publikationen dazu gibt.

  110. AvatarNico Meier

    Bin noch nicht mal 40 aber wenn ich an Altersheime denke wird mir schlecht.
    Ich überlege mir ob eine Alters WG nicht eine Lösung wäre. Ein grosses Haus in dem man mit Freunden zusammen wohnt so dass jeder Privatsphäre hat und zusammen finanziert man zwei oder drei Pflegekräfte je nach Bedarf.

  111. Avatar42sucht21

    @1.500 Rente netto.
    Durchschnittsrente 2019 nach mind 35J Versicherungszeit beträgt 1219 €/Monat und zwar brutto. Männer 1.362€ u. Frauen 991€. (Diese Daten beinhalten also NICHT die sehr niedrige Renten von Hausfrauen / Selbstständigen, die nicht 35J in die Rentenversicherung eingezahlt haben zB nur Kinderbetreuungszeiten)

    @Rente vor 67J ohne 0,3% Abschlag p.M.
    In Deutschland wird die Flexirente immer beliebter, wohl auch wegen des Zinstiefs mit weniger oder ganz ohne Abschlag. Wer mit 1.200€ Rente rechnet kann ab dem 50LJ insgesamt ca. 44K (vom brutto) freiwillig in die gesetzliche Rente einzahlen und kann dann ab 63J ohne den 14,4% Abschlag in Rente. Bei Rente ab 65 sind es 20K. Bei 2.400€ erwarteter Rente sind es 88K für die Rente mit 63J.
    Ob sich das rechnerisch lohnt darf jeder für sich selbst entscheiden. Es ist eben auch eine Langlebigkeitsabsicherung. (Auch evtl. wg. höherer Witwen-/ Halbwaisenrente für Hinterbliebene) Als zusätzlicher Baustein zum Depot sicherlich für manche mit etwas Vermögen eine Option.
    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fruehrente-63-rentenkasse-1.4509707

  112. AvatarGurki

    Vor 15 Jahren hätte Tim sicher noch zur Deutsche Bank „Qualitätsaktie“ gesagt. Das ist auch wieder so ein Unwort 2019 wie es „Finanzielle Freiheit“ im Jahre 2018 war. Ein Glück lese ich den Schmarrn nicht mehr so oft.

    Man sieht ja, es können auch große Konzerne – also vermeintliche Qualitätsaktien – untergehen. Augenwischerei. Sollte man sich eben auch vor Augen halten…

    Was das Programmieren angeht, merkt man schnell wer Ahnung hat oder nur heiße Luft sabbelt. Mein Chef ist so ein heiße Luft sabbler. Aber genau darum ist er wohl auch Chef geworden 😀

  113. AvatarWolke

    @June
    Ich rede nicht von den Otto-Normalrentnern, sondern von den von der „Finanziellen Freiheit“-Träumern mit 40! Die machen die Rechnung ohne dem Alter mit seinen Kosten und Problemen. Sie können oder wollen sich das mit 40 nicht vorstellen und landen dann selbstverschuldet im Elend.
    Mit 85, meist schon früher (bitte nicht mit Ausnahmen kommen, die kenn ich auch) ist nichts mehr mit dem Wohnmobil um die Welt reisen oder gar darin wohnen und sparen.

  114. AvatarJune

    @Wolke,
    lese bitte mal was ich geschrieben habe. Da steht nichts von dem was du hier gerade wiederholt hast.
    Ich bin fest davon überzeugt, wer mit 40 Fire ist, geht nicht in Rente und verjuxt sein Einkommen. Die Geldprobleme die du aufzeigst wird viel ehr der Otto-Normal-Rentner haben. Denn er hat keine Finanzbildung.

    @ 42 sucht21,
    danke für den Link, ich habe mir auch schon überlegt, Gelder in die Rentenkasse einzuzahlen. Da lasse ich mich doch einfach mal bei der Rentenkasse beraten. 

    Take care,

    June 

  115. AvatarThomas

    @Wolke, deine Warungen  wurden nun vernommen. Zeig doch bitte mal auf was deiner Meinung nach der richtige Weg ist? Also nicht das was zu vermeiden ist, sondern das was anzustreben ist!
    Danke 🙂

  116. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Michael, wegen Entnahme…

    Wenn das Depot um 50% einbricht, dann muss man die doppelte Menge an Aktien/ETF-Anteilen verkaufen, um bei seiner Entnahmesumme zu bleiben, die man fürs Leben als notwendig erachtet hat. Ein sinkender Markt beschleunigt die Entnahmedynamik, bis kaum noch was da ist.

    Man leert das Depot also viel schneller. Den nun viel geringeren Stückzahlen hilft dann auch eine 100% Erholung nicht mehr, um auf die vorherige Summe zu kommen.

    Das Dividendendepot behält ja alle Stückzahlen, dem reicht also eine 100% Erholung nach einem 50% Einbruch, und der Ursprungswert ist wieder hergestellt. In der Zwischenzeit sind die Dividenden weiter geflossen, evtl. einige gekürzt (Gürtel eine Zeit lang enger schnallen).

    So sehe ich es zumindest, und finde es ziemlich einleuchtend. Da muss ich keine „wissenschaftlichen Arbeiten“ bemühen.

    MS

  117. AvatarWohnung mit Domblick

    Hab jetzt nicht mehr alles gelesen, aber ich wundere mich schon. Auf welchem Niveau wollt Ihr die FF erreichen? Klar gibts auch einige mit gut gefüllten Taschen hier. Aber der Tenor ist doch eigentlich, dass die FF für Jedermann erreichbar ist. Und dafür eine Lebenshaltung mit sparsamen Konsum, und hoher Sparrate für begrenzte Zeit, ausreicht.
    Jetzt reichen also 700k€ nicht mehr aus? Wie viel kann denn so ein Jedermann in ein paar Jahrzehnten anhäufen? 1Mio? 2Mio? Da wirds unrealistisch. Glaubt hier am Ende doch niemand daran? Muss man in der FF denn finanziell besser dastehen als vorher?
    Wenn man in der FF Konsum-Nachholbedarft hat, hat man es vorher wohl übertrieben. Und ein Sicherheitsaspekt ist auch eher zweitrangig. Schief gehen kann es auf jedem Niveau. Die Ausgabenseite muss halt zur Einnahmenseite passen, egal auf welchem Niveau.
    Die FF muss man sich halt auch trauen, und nicht warten, bis man einen finanziellen Bunker gebaut hat. Sonst ist das hier im Blog alles heisse Luft.

  118. AvatarAndrea

    Wolke, das Kalkulieren kannst du wohl jedem selbst überlassen. 
    Du kannst ja einfach mehr sparen, wenn du meinst, dass 700.000 Euro dir nicht reichen. Wo liegt das Problem? 
    Tatsache ist, wie June es sagte, das Sparen in Aktien ist durchaus sinnvoll. Ich bekomme jetzt schon ca. 1000 Eur Dividenden im Jahr, das ist doch klasse, die habe ich mehr zur Verfügung (wenn ich möchte, im Moment lege ich sie direkt wieder an), als jemand, der keine Aktien hat. Bis zum hoffentlich etwas vorzeitigen Ruhestand wird es noch deutlich mehr werden.
    Jemand, der schon mit 40 nicht mehr arbeiten möchte, wie z.B. Tim oder der Frugalist Oliver, wird halt entsprechend vorsichtiger kalkulieren, d.h. vor allem darauf achten, die Ausgaben zu begrenzen. Nicht jeder will in Saus und Braus leben. Die meisten werden ja erst reich, weil sie genügsam sind! Man schaut nämlich, dass man jeden Monat etwas zurücklegen kann. Sonst kann das nichts werden. Es ist Einstellungssache, und die Einstellung verliert man nicht, weil man plötzlich mehr Geld habt. Ich kenne einige wirklich sparsame Leute (wohlgemerkt sparsam, nicht geizig), die es finanziell zu etwas gebracht haben. 
    Was mich selber betrifft, so weiß ich, dass im Alter meine Ausgaben eher sinken werden, denn ein gewisser Teil meiner monatlichen Ausgaben ist berufsbedingt (gute Kleidung, öffentliche Verkehrsmittel, große Wohnung wegen zweier Arbeitszimmer zu Hause, ab und zu mal ein Taxi, gelegentliche Zwischenmahlzeiten unterwegs, Arbeitsmittel …). 

  119. AvatarWolke

    @Thomas
    Beleidigungen bringen uns wohl nicht weiter.
    In meinen Augen rechnen sich die finanziellen Freiheitskämpfer, einschließlich des Blogbetreibers hier, die Zukunft schön(und bitte Ausnahmen nicht als Regel betrachten.
    Wenn man durchschnittlich bis gut verdient, das (nicht zwanghaft) Ersparte an der Börse anlegt, kann man ein gutes Leben und mit 65 eine auskömmliche Rente haben. Aber nicht mit VIERZIG!!! Das gibt die Börse und auch sonst niemand her.
    Was einem die unzähligen FF Blogs da einreden wollen, ist gemeingefährlich.
     
     

  120. AvatarWolke

    @Andrea
    Im Alter sinken die Ausgaben in den seltensten Fällen. Nur wenn man ganz gesund ist. In den meisten Fällen steigen die Ausgaben krankheits-oder pflegebedingt ganz enorm. Meiner berufsbedingten Beobachtung der „Altenszene“ zufolge,  ist es besonders schlimm in diesem Lebensabschnitt zu wenig Geld zu haben.  Das empfehle ich einzuplanen, wenn man von der finanziellen Freiheit mit vierzig träumt.
     

  121. Avatarghost

    Es gibt ein Haufen Menschen die genau das machen oder schon früher als mit 40, man müsste nur kurz nach America schauen, die ganzen it_ler die paar Jahre im Auto schlafen und arbeiten gehen, dann nachdem sie 500000 bis 1000000  erreicht haben einfach aufhören zu arbeiten…..das Ganze funktioniert dort sehr gut.
    Problem an der Sache ist hier bei uns, funktioniert bei vielen schon die Vorstellung garnicht gut, dass man doch vielleicht früher als mit 67 aufhören könnte.
    Weil, wenn die Dividendenaristokraten, ich meine die richtigen die aus Usa, alle aufhören Dividenden zu zahlen, dann hat die Welt ein anderes Problem, als sich zu üeberlegen, entnehme ich pro Jahr 4 oder doch nur 3 % aus dem Depot.
    Das mag ich an dem Buch : poor dad so, er sieht es so ähnlich, die meisten gehen bis 70 arbeiten und zwar aus Liebe zum Beruf (oder eben weil sie verschuldet durch ihren Konsum sind), weil sie nix anderes gelernt haben, von kleinauf eingetrichtert bekommen, viel lernen, hart arbeiten, dann klapts auch mit dem Häuschen…. es gibt aber natürlich die die viel arbeiten und trotzdem wissen was sie tun 😉
    Wenn man sich nie etwas schön rechnet und zumindest nicht ein wenig daran glaubt, dann klappt es sicherlich niemals…..
     
    Ausserdem es gibt Länder in denen reichen 500000 in Div aktien um die FF zu erreichen und davon gut zu leben, und die medizinische Versorgung ist nicht schlechter als bei uns….ausserdem wer sagt dass die medizinische Versorgung bei uns so gut ist ;);), 
     
    Mfg

  122. Der BaumDer Baum

    Meine Güte, wie kann man sich so aufregen…?

    Das Ausgangsbeispiel von Tim war mit 3 Grundannahmen ausgestattet:

    1. Banker der „gut“ verdient (also nicht einfacher Bankkaufmann am Filialschalter)
    2. 42 Jahre alt
    3. 700.000 €

    Wenn wir einem „gut verdienenden Banker“ mit 5 k netto berechnen (am Anfang weniger am Ende mehr), er kein Leben in „Saus und Braus“ lebt, kann man z.B. folgende Rechnung aufstellen:

    Beginn der Arbeit nach dem Studium mit 25 = 17 Jahre sparen (42-25=17).
    3000 € im Monat sparen mit 6% Verzinsung (z.B. etf) *17 Jahre ist = 1.015.000 €

    Es ist also rein rechnerisch möglich, jenachdem wie man die Parameter wählt. Darüber braucht man sich nicht künstlich aufregen. 
     

    Weder der „Durchschnitt“, noch der extrem Konsumfreudige wird das schaffen. Darum ging es aber auch nicht. 

  123. AvatarWolke

    @ghost
    „…ausserdem wer sagt dass die medizinische Versorgung bei uns so gut ist ;);)…“
    …deshalb braucht man dafür ja in Zukunft viel mehr Geld, als ursprünglich angenommen. Die medizinische Versorgung wird immer schlechter, aber nur die öffentliche. Die private wird immer besser, kostet halt auch ein Vermögen und bei der Gesundheit sparen ist eher ungesund, selbst für Sparfüchse. Das müssen die finanziellen Freiheitskämpfer einberechnen.
    Warum ich das so genau weiß? Weil ich im Gesundheitsbereich tätig war. 
     

  124. AvatarHenri

    Hier wird viel über Finanzielle Freiheit geschrieben. Gibt es im Forum, die sich bereits heute als finanziell frei bezeichnen würden? Wie sieht deren Leben aus? Das würde mich interessieren.

  125. AvatarColumbo

    @Der Baum
    weil es halt unrealistisch ist. Sagst ja selber, der Durchschnitt wird es nicht schaffen. Ausnahmen gibt es immer, die interessieren mich aber nicht, sind eben Ausnahmen.
     

  126. AvatarWolke

    @Der Baum
    weil es unrealistisch ist. Sagst ja selbst, der Durchschnitt schafft das nicht.
    Die Ausnahmen interessieren mich nicht. Auch Lottogewinner sind Ausnahmen.

  127. AvatarBruno

    @Wolke
    Lieber durch als Durchschnitt. Ein Flugzeug hebt ab, wenn es gegen den Wind fliegt und nicht mit dem Wind.

  128. AvatarChristian

    Naja, was so bei der Deutschen Bank alles möglich ist, kann man sich vermutlich nur schwer vorstellen…

    Während Angestellte ihre Gegenstände nach der Entlassung aus dem Gebäude tragen, bekommen andere wie der Managing Director einen neuen Anzug ab mindestens 1.200 Pfund geschneidert. Quelle

    Der Weggang der drei Vorstandsmitglieder Garth Ritchie, Sylvie Matherat und Frank Strauß kostet die Deutsche Bank insgesamt 26 Millionen Euro an Abfindungszahlungen. Zitat/Quelle FAZ

    Also warum soll es da nicht eine Angestellte / einen Angestellten geben, der wie in Tims Beispiel 42 Jahre alt ist und 700.000 Euro im Depot stehen hat?

    Bei insgesamt 18.000 Entlassungen werden sehr viele individuelle Biographien dabei sein. Ist ja immerhin eine komplette Kreisstadt, die da über die Wupper geht.

  129. Der BaumDer Baum

    @ Wolke, Mag sein daß es der Durschnitt nicht schafft. Hat aber auch niemand behauptet.

    Aber deine seit zwei Tagen geführte Diskussion, in der du Tims Beispiel kritisierst, ist trotzdem Blödsinn.

    Du hast von Anfang an was ganz anders besprochen als hier gesagt wurde. 

    Wir könnten dann auch darüber diskutieren, ob Ironman oder Superman stärker ist (natürlich Ironman) – hat aber auch nichts mit der getroffenen Aussagen zu tun.

    Warum verstehen soviele hier im Blog nicht (mehr, vor einem Jahr als ich hier angefangen hab mitzulesen war das noch anders), dass es oft um Motivation und Ziele geht? Nicht immer muss jeder der täglichen Artikel das jeweilige Ego bespielen und genau auf denjenigen ausgerichtet sein.

    Dinge die man nicht versteht, nicht erreichen kann oder einem nicht gefallen kann man ja ignorieren. Man muss nicht jeden Scheiß auf Teufel komm raus zerreden… Einfach nur nervig.

  130. AvatarDanielKA

    @ Der Baum: Ironman ist gestorben, also denke ich superman hat das Duell bereits gewonnen  😉

  131. Avatar42sucht21

    @-M / Kiev – BASF
    Mit Wintershall-DEA IPO und Bauchemieverkauf kommen ja erstmal wieder positive Nachrichten. Ich find die gut aber das Image ist nicht wirklich Phantasie anregend für baldige höhere Börsenbewertungen. Wenn die Aktie die 45€ sieht, dann dürfte das nur mit dem Gesamtmarkt Hand in Hand runter gehen. Ansonsten sehe ich das jetzt nicht so für die alleine so negativ kommen. Aber wer weiss. Wie bereits geschrieben bin ich ja seit Jahren long und würde meine Position noch etwas vergrößern / verteuern wenn der Gesamtmarkt jetzt noch etwas nachgibt. Aktuell bleibe ich bei meinen Welt-ETF Sparplänen.

  132. Der BaumDer Baum

    Wie gestorben??? Ich hab den 2. Teil von Endgame noch nicht gesehen Jetzt bin ich traurig.
     

  133. AvatarWolke

    @Der Baum
    Ich meine:
    42 Jahre alt
    700.000 im Depot
    geht sich nicht aus, ohne Arbeit oder zusätzlichem Einkommen bis 90 menschenwürdig zu leben. Zu riskant!
    Einzelne Bodenständige (im Sinne von Straßennähe mit 85 im Wohnmobil) werden vielleicht damit überleben, aber nicht leben.
    Ist aber egal, streiten will ich mich hier nicht. Es geht ja nicht um meine finanzielle Freiheit. Um die brauch ich mir keine Sorgen machen. Nicht einmal sparen muß ich.
     

  134. Der BaumDer Baum

    Da hast du Recht @ Wolke, und wenn man 470 Jahre alt wird, werden auch 4 Mio. eventuell knapp….
    Egal, ich hab mich mal wieder auf ein Gespräch eingelassen das keinen Sinn hat….mein Fehler.

  135. Avatar42sucht21

    @Der Baum
    Wobei bei 470 Jahren der Zinsenszins ja erst so richtig interessant wird. Interessanter jedenfalls als Diskussionsversuche mit Teilnehmern welche wiederholt Zahlen / Fakten ignorieren und selber immer nur aus dem Bauch heraus meinen und glauben. Ist doch irgendwie müßig. Der eine rechnet aus, dass FF mit 700K gut geht und der andere meint das sei zu wenig weil dies und das passieren könnte und man ja auch sowie so mehr bräuchte für die Freiheit und vor allem fürs Alter, und wenn dann noch…
    Die Begriffe Sicherheit und Freiheit bedeuten ja auch jedem etwas anderes. Vielleicht sollte der Begriff FF erstmal allgemeingültig definiert werden. Gibt es da schon etwas?

  136. AvatarBig Ben

    Nicht nur bei der Deutschen Bank werden massiv Stellen abgebaut – auch bei anderen Grossbanken wie der Credit Suisse oder der UBS, um weitere Beispiele zu nennen. Und das schleichend seit Jahren, vielleicht kommt da auch noch einmal ein richtig kräftiger Sturm.
    Die Häme in Bezug auf die Entlassungen, die einige hier ausschütten, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Darunter sind nicht nur bestverdienende Investmentbanker oder Managing Directors mit üppigen Salären, sondern auch sehr viele aus dem Maschinenraum. So hat es auch meine Frau vor ein paar Wochen getroffen, sie ist jetzt bei einer Schweizer Grossbank im berühmt-berüchtigten „Coaching“ . Tja, Ü45, im Marketing – bye, bye. Sie ist jetzt tatsächlich daran, den Quereinstieg als Primarschullehrerin zu bewerkstelligen – das zu einem Blogeintrag weiter oben. Das macht sie nicht aus Verzweiflung, sondern weil sie wirklich Lust dazu hat. Wir sehen die Situation insgesamt sehr entspannt und eher als Chance, denn als Bedrohung. Wir sind zwar nicht 42 (kurz vor der „magischen Null“), aber wir haben ein ansehnliches Depot, immer in Aktien & Fonds, aber auch in die berufliche und private Vorsorge investiert und damit attraktive Steuereffekte erzielt. Das wird sich später einmal auszahlen. Ich denke die meisten, die FU anstreben, sind ausreichend diversifiziert, um auch ein Gewitter schadlos zu überstehen. Und irgendwann kommen ja auch mal Rentenzahlungen, in welcher Höhe auch immer.
     
    Mein persönliches Ziel bleibt jedenfalls unverändert: Mit 58 raus dem Hamsterrad.
     
    Cheers
     
    Big Ben
     

  137. AvatarJune

    @Big Ben,
    das deine Frau entlassen wurde tut mir sehr leid, aber ich finde es toll, dass sie die Situation als Chance und Herausforderung nicht als Problem oder Abstieg sieht.
    Ich kann mitfühlen, da ich vor einigen Jahren mit allen Kollegen auch mal die Papiere in die Hand gedrückt bekommen haben. Aber es ist wie immer im Leben. Einige verzweifeln an der Situation und andere wachsen daran. Ich wünsche deiner Frau sehr viel Glück bei ihrer weiteren persönlichen Entwicklung.
    Und so wird es auch bei vielen Bänkern der DB und allen anderen Firmen sein, die gerade Mitarbeiter frei setzen. Es sind individuell Schicksale. 
    Take care,
    June

  138. AvatarDanielKA

    @ Baum: sorry nach Monaten und dem neuen Spiderman dachte ich, dass wäre für den interessierten bereits klar. Sorry fürs spoilern

  139. AvatarPharaoG

    Ich dachte zunächst, frugal zu leben bedeutet sich durch eine bestimmte Einstellung, die Sparsamkeit und schlaue Investitionen beinhaltet, von äußeren Zwängen weitestgehend unabhängig zu machen. Wenn ich mir Diskussionen hier oder in anderen Beiträgen so durchlese bin ich mir da nicht mehr so sicher. 

  140. Avatarsammy

    Kann mir mal jemand erklären warum hier immer alle wollen dass sich das Depot nicht verkleinert/aufbraucht? Euer letztes Hemd hat keine Taschen warum wollt ihr euren Erben alles überlassen? Diese sollen doch selbst sparen. Ihr spart um dann wie ein hartzer zu leben nur damit ihr das Ersparte nicht verkonsumiert wofür es eigentlich auch gedacht ist! Wegen den paar Kröten lohnt sich vererben sowieso nicht habt lieber selbst Spaß damit.

  141. Avatar-M

    BASF
    Ja 45eur wird wohl erstmal nur passieren wenn die Märkte korrigieren nicht basf allein. Naja warte ich eben oder kauf was anderes 🙂 DEA Verkauf mag ich auch. 
     
    Ich werd übrigens Chuck Norris in den Ring. Da kann iron man und Superman einpacken 😉
    -M

  142. AvatarBig Ben

    @June
    Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte! In der Tat, es sind individuelle Schicksale, was einige hier leider vergessen. Aber wir persönlich dürfen nicht jammern, sie erhält noch fast ein Jahr ihr Gehalt. Zeit genug, um die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Übrigens lese ich Deine Beiträge immer sehr gern – Du hast Lebenserfahrung, betrachtest die Dinge mit einer gewissen Gelassenheit und hast eine sehr fundierte und ausgewogene Meinung. Daumen hoch!
     
    Cheers
    Big Ben   

  143. AvatarNico Meier

    @BigBen
    Tut mir leid für deine Frau.
    Natürlich ist es für jeden einzelnen ein harter Schlag eine Kündigung zu erhalten.
    Nur ist bei den Banken auch das Fussvolk beim Gehalt wie auch bei der Unterstützung bei der Jobsuche eindeutig im Vorteil im Vergleich mit der Verkäuferin die den Job verliert weil der Quartietladen schliessen muss.

  144. AvatarBig Ben

    @Nico
    Leider verstehe ich den Zusammenhang jetzt nicht ganz. Und finde den Kommentar gerade auch mit dem Hinweis auf andere Berufe reichlich deplatziert. Dann hoffen wir mal, dass Du nicht eines Tages vor der gleichen Situation stehst. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
    Cheers
     
    Big Ben 

  145. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @sammy,
     
    meine Konstellation ist, dass ich zwar von den Dividenden als einzige Quelle nicht leben könnte, aber mit Rente schon.
     
    Ich finde es auch einfach eine gruselige Vorstellung, dass einem das Geld immer weiter ausgeht. Schließlich kennt man seine Lebenserwartung nicht. Wenn ich die wüsste wie im Film „In Time“, dann könnte man auf den letzten Euro planen zum letzten Schnaufer hin. Noch gruseliger.
     
    Außerdem entdeckt man mit zunehmendem Alter etwas, was einen als Junger kaum so interessiert hat, und zwar Würde. Würde ist zwar nicht direkt abhängig von Wohlstand, aber es ist sehr schwer, als Habenichts Würde ausstrahlen zu können.
     
    Meiner Meinung nach sollte also finanzielle Unabhängigkeit im Alter unbedingt ohne Verfallsdatum sein, und im Gegenteil,  das Konto/Depot unvermindert immer weiter zunehmen. Nur meine Meinung. Der Sinn ist, dass das Leben im Alter nicht bescheidener werden soll, sondern großzügiger, auch Anderen gegenüber. Denn Geben ist seliger denn Nehmen.
     
    Wem man was vererben will, das kann man ja auch vorher regeln. Meine leibliche Tochter wird dann selbst auch schon in Rente sein. Sie muss sich bis dahin selbst gekümmert haben. 
     
    MS

  146. AvatarCorcovado

    @Sammy:
    So sehe ich das auch. Mein Vermögen soll nahezu aufgebraucht werden. Ich werde doch meinem Kind nicht das Vergnügen und den Stolz nehmen, selbst etwas auf die Beine zu stellen. 
    Ich habe zu Genüge mitbekommen, dass Kinder mit erwähnenswerter Erbschaft träge und gesättigt wirken. Die fehlende Freude über erreichte Ziele ganz zu schweigen.

  147. AvatarBruno

    @sammy @Corcovado – Vererben
    Man hat ja immer noch die Option an die Kinder zu vererben oder anderweitig oder auch nur einen Teil als Starthilfe. Zumindest mal abgesichert dass im worst case die Kinder nicht noch für einen aufkommen müssen. Aber gut das muss schlussendlich jeder selber entscheiden. 
     

  148. KievKiev

    @ MS
    In dem Film In Time gab es schwer überwindbare Zonen z.B. 1-18. Ich frage mich wie manche Leser Deutschland im Allgemeinen, den Durchschnitt hier im Forum und ihre eigene Situation einschätzen (5?). Inflation ist nur ein Problem, wenn man kein Vermögen investiert hat. Da kann der Blick aufs Handgelenk ernüchternde Klarheit verschaffen. In Zone 18 schaut man nicht auf sein Handgelenk und man geht langsam. Auch wenn dies Verschwendung von Zeit bedeutet.
    Ich möchte meinen Kindern ermöglichen die Dinge langsamer angehen zu lassen und lieber erst nachzudenken bevor Hals über Kopf gehandelt werden (muss). Das Grundeinkommen funktioniert vielleicht nicht in der Breite. In einem kleinen Kreis aber durchaus.
    Dividenden sehe ich im übrigen als dynamische Entnahme, die folglich auch in den Entnahmestrategien bei den Frugalisten betrachtet wird. Wenn man ausschließlich von der Dividende in seiner vollen Höhe abhängt, so muss man in einer Rezession (bei Kürzung von Dividenden) auch Anteile verkaufen. Wenn auch in geringerem Maße. Das strebe ich nicht an., ich möchte es aber auch nicht übertreiben und ein paar Mal eine Sicherheitsmarge von 30% aufschlagen. Die Meinungen sind hier auch oft extrem. Wenn man meint man hat genug, dann kann man doch in einem größeren Konzern zumindest, die Arbeitszeit in einem geringen Maß reduzieren. Nach 1-2 Jahren kann man dann immer prüfen, ob man wieder mehr arbeiten möchte, oder die Reduktion beibehält oder weiter ausbaut. Immer eins nach dem Anderen. Das hätte auch den Vorteil, dass man seine Lage zu dem Zeitpunkt besser einschätzen kann.

  149. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Kiev,
     
    für mich stellt sich die Frage sowieso nicht. Ich überlege allerdings ab und zu, wie ich es hypothetisch machen würde, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte viel früher aufzuhören, und aus Vermögen zu leben.
     
    Auch dann, denke ich, würde ich nicht die Substanz verzehren wollen. Würde mich einfach nicht wohl fühlen bei dem Modell. Ich würde auf keinen Fall alles hinschmeißen, nur weil mir ein Rechenmodell das theoretisch erlauben würde.
     
    Das müsste dann schon sehr großzügig ausgelegt sein. Und was weiß man als 40-jähriger Mensch wirklich, was einen mit 60 erwartet? Ich weiß jetzt auch nicht, was mich mit 80 erwartet.
     
    Natürlich kann man irgendwie mit 1.500 brutto (über)leben, wenn man es muss. Aber das würde ich nicht als Ziel anstreben, nur um dann nicht mehr arbeiten zu müssen, wie ein Student bis ans Lebensende zu vegetieren.
     
    Meine Mutter selig konnte auch mit 1.020 Euro Rente leben. Da ging die Hälfte für Fixkosten weg, und sie hat am Monatsende immer noch was übrig gehabt. Aber ich würde halt nicht ohne Not so leben wollen.
     
    Immer nur das billige Toastbrot vom Aldi mit Magerquark und Marmelade usw.
     
    Wenn ich jung einen sehr gut bezahlten Job hätte, wo man mit disziplinierter Lebensführung (Dresscode usw. muss erfüllt werden, aber privat vernünftig), dann würde ich auch ranklotzen für paar Jahre, alle Boni anlegen und mit 45 Privatier machen. Oder wie manche früher auf die Bohrinseln oder zu den Scheichs gingen für etliche Jahre.
     
    Aber ein ganz normaler Durchschnittsverdiener mit Familie sollte sich mit Geiz nicht das Leben (und das seiner Familie) versauen, und dann reicht es eh nicht für den frühzeitigen Ausstieg.
     
    Wenn man seinen Job durchzieht, die frühestmögliche gesetzliche Rente mit Abzügen anstrebt, und ein paar Jahre vorher mit Erspartem überbrückt, dann ist das schon ambitioniert genug.
     
    Ok, Zeit für ein kaltes Weißbier. 😉
     
    MS

  150. AvatarJune

    @Big Ben,

    vielen Dank für das Kompliment. 

    @vererben,

    ich käme mir sehr komisch vor, wenn ich meinen Kindern keine Werte hinterlassen würde. Dieser Glaubenssatz, alles selbst aufzubrauchen was man sich erarbeitet hat ist meines Erachtens kleinbürgerlich. Der Adel und das Großbürgertum, genauso wie freie Bauern, haben in der Historie immer Werte an nachfolgende Generationen weitergegeben.  Nur so, über Generationen, können große Familienvermögen meiner Meinung nach überhaupt entstehen. 

    In unserer Familie, war nach dem 2. Weltkrieg kein Vermögen mehr vorhanden was man hätte vererben können. Meine Urgroßeltern und Großeltern hatten Glück und es wurde nur ein Familienmitglied Opfer dieses traurigen Krieges. Meine Großeltern haben dann langsam wieder begonnen zu einem bescheidenen Vermögen zu kommen. Mein Vater konnte aufgrund seiner sehr guten Ausbildung eine tolle Karriere machen und hat seinerseits ein Vermögen aufgebaut, dass er selbst nicht sinnvoll ausgeben kann. So hat es vor 6 Monaten einen Teil an uns Kinder weitergegeben. Soll ich nun so egoistisch sein und dieses sehr hart erarbeitet Geld, dass in meinem Fall von meinen Großeltern stammt, für meine Zwecke ausgeben? Wenn ich es aus irgendwelchen Gründen für mich bräuchte, Pflegefall oder ein besonderes Ereignis, wäre dies in meinen Augen auch legitim. Aber einfach so…. ohne besonderen erkennbaren Grund, ich bin Treuhänder für die nächste Generation. Mein Anteil kommt noch dazu und dann können sich meine Kinder und Enkelkinder wieder als Treuhänder beweisen.

    Take care,

    June

  151. AvatarAlbr

    @June, so siehts aus, klar werden auch meine Frau/Kinder ein hübsches Depot erben und eine nette Wohnung in Frankfurt… unsere beiden Kinder haben studiert und sind dabei sich beruflich zu etablieren, ich kann – bis jetzt – keine Faulheit, Hängematte oder ähnliches erkennen 😉
     
     

  152. AvatarWolke

    @Matthias Schneider
    Das ist es, was ich meine. Endlich einer, der‘s kapiert hat.

  153. AvatarCorcovado

    @June:
    Ich habe nichts geerbt und werde auch nichts erben. Alles was zusammen gekommen ist, habe ich aufgrund der Aneignung eines gewissen Mindsets selbst erarbeitet. Dazu gehörte natürlich in erster Linie Verzicht, bzw. ein bewusster und verantwortungsvoller Konsum. 
    Auch gehörten Nebenjobs im Schulalter dazu. Das prägt und zwar selten im negativen Sinne. 
    Diese Eigenschaften kann man auch seinen Kindern vermitteln. 
    Nichts bzw. wenig zu vererben hat nichts damit zu tun, zu Lebzeiten finanziell unter die Arme zu greifen. Das ist vollkommen klar. 

  154. AvatarSparta

    @42

    „Die Begriffe Sicherheit und Freiheit bedeuten ja auch jedem etwas anderes. Vielleicht sollte der Begriff FF erstmal allgemeingültig definiert werden. Gibt es da schon etwas?“

    Nein, da gibt es keine allgemein gültige Definition was mitunter zu solchen Diskussionen führt.
    Freiheit… ist ein sehr großes und mit vielen emotionalen Assoziationen überladenes Wort… da doch jeder sozialen Verpflichtungen und Konventionen unterliegt.

    Ausser man ist nur auf sein eigenes Wohl aus.
    Als soziales Wesen mit einer rein egoistischen Denk- und Handlungsweise damit jedoch dauerhaft glücklich zu werden stelle ich mir unrealistisch vor.

    Wenn Tim z. B. Matthias hier zur finanziellen Freiheit gratuliert wenn dieser in Altersteilzeit geht empfinde ich dies schon etwas schräg, bzw. eine etwas inflationäre Auslegung.

    Mir ist das manchmal zu flapsig und oberflächlich.

    @Matthias 

    Eine erneute Stückzahl-Diskussion ersparen wir uns.

    Ich denke eine Div-Strategie hat Korrelationen mit einer dynamischen Entnahmestrategie und kann deswegen je nach Portfolio auch sehr stabil sein.

    Welche Strategie in Zukunft am stabilsten sein wird, bzw. ob der thesaurierende Verkäufer mit dynamischer Entnahmerate mehr verkaufen muss als der Income-Investor, der einzig alleine den Gürtel enger schnallen kann ist für mich selektiv, individuelles denken und Prognoseritis mit selektiv, emotional voreingenommen Blick…

    Eine reine Income-Stategie kann also auch sehr, bzw. genauso stabil sein aber sie muss nicht für jeden Typ das Allerbeste und einzig richtige sein. Mir ist Offenheit lieber als Ignoranz. Die hat gefühlt sowieso schon genügend Konjunktur.

    Zudem gibt es mehr Assetklassen/Einkommensströme für die Antifragilität des monetären Lebenswerks.

  155. AvatarJune

    @Corcovado,

    oft erbt man nichts, so ist das Leben. Aber manch einer kommt in diese Verantwortung, von Glück möchte ich nicht sprechen, da es immer mit dem Verlust eines wichtigen Menschen verbunden ist. Gemessen an meinem Gesamtvermögen, habe ich auch nur etwas über 1/3 per Erbe und Schenkung erhalten. Der Rest ist unter Verzicht selbst erarbeitet.  
    Und es ist auch immer eine Frage der Vermögensgröße, ob ich das Geld komplett benötige oder ob leicht etwas übrig bleibt. Nur finde ich den Gedanken so traurig, wenn manch einer der finanziell gut aufgestellt ist nicht an die weiteren Generationen denkt.

    Meine Kinder bekommen, da sie studieren, alles was sie fürs normale Leben brauchen. Extras müssen sie schon immer selbst verdienen. Und wenn sie sich im Job etabliert haben, müssen sie ohne Mamas Hilfe auskommen. Dafür haben sie ja eine gute Ausbildung bekommen. Die Ausnahme wäre nur eines meiner Kinder wäre aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht in der Lage sich selbst zu finanzieren, dafür sind wir Eltern, wenn wir können,  dann wieder da.

    Take care,

    June

  156. AvatarBruno

    @June @ms
    Ich sehe das ähnlich, wie ich es mit dem Vererben mal machen werde, weiss ich noch nicht alles im Detail. Sicher werden die Kinder schon früher einen Teil bekommen, für Ausbildung und je nach Bedarf auch für eine Starthilfe. Es macht da mehr Sinn als vielleicht erst mit 60, viele erben erst im Rentenalter. 
    Und bezüglich Frührente, ich werde sofern ich gesund bleibe noch lange „arbeiten“ ich habe nicht vor aufzuhören, auch wenn es nicht mehr nötig sein wird. Sicher wird sich der Fokus vom Operativen ins Unternehmerische sich weiter verschieben. Ich habe noch so viele Ideen und Projekte, die verwirklich werden sollen. Natürlich gibt es auch private Projekte, es brauch einen gesunden Mix denke ich. 
    Und nein es ist keine Gier nach Geld, aber es ist doch schön wenn man Dinge aufbauen kann die dann hoffentlich auch nach dem Tod weiterbestehen können. 
    Und wenn die Kinder in die eine oder andere Firma einsteigen wollen dann hätte ich Freude, aber sie können tun und lassen was sie wollen. Es ist schön wenn es ihnen besser oder einfacher geht als ihren Eltern und hoffentlich den Enkeln nochmals besser ich sehe darin nichts Schlechtes im Gegenteil. 
    Es gehört auch zur Erziehung und Lebensbildung, dass dann damit vernünftig umgegangen wird. Sicherlich gibt es kein Geld mit 18 für einen AMG, aber ich sehe schon heute Vernunft, natürlich in dem Alter ist auch immer wieder Unvernunft aber das kommt hoffentlich alles gut.
     

  157. AvatarMattoc

    Ich bin auch der Meinung, dass die vermeintliche FF nicht auf Kante genäht werden sollte. Insbesondere wenn man einen gut bezahlten Job hat und dieser Spaß macht, würde ich diesen nicht kündigen, nur weil ich die Annahme habe, finanziell frei zu sein.
    Wobei das Rechenmodell „3%-Regel oder 4%-Regel durch Anteilsverkäufe“ hier nicht schlechter ist, als das Rechenmodell „3% oder 4% als Dividende auf das aktuelle Kapital“. 
     
     

  158. AvatarCorcovado

    @June:
    Danke für deine umfangreiche und nachvollziehbare Antwort. 
    Der Vermögensgröße kommt tatsächlich eine gewisse Bedeutung zu. Die kann ich zum heutigen Zeitpunkt noch gar nicht abschätzen, da ich erst 38 Jahre alt bin. 
    Mein Ziel für die Entbehrungen zu Erwerbszeiten ist nicht der Gedanke, alles oder einen Großteil zu vererben, sondern mir diese Wünsche zu erfüllen, für die ich diese Entbehrungen auf mich nahm. 
    Natürlich wird da etwas zurückgelassen werden, aber da lege ich mich nicht fest. Vielleicht interessieren mich diese Wünsche auch gar nicht mehr im Rentenalter (ausgiebige Reisen, evtl. Umzug in südliche Regionen). Ich kann nur von meiner heutigen Denkweise berichten.
    Vielleicht sollte ich zur besseren Nachvollziehbarkeit erwähnen, dass ich nicht verheiratet bin und dies auch nicht vor habe (näheres müssen wir nicht besprechen 🙂
    Ich habe einen minderjährigen Sohn, der in Barcelona lebt, den ich erst zwei mal gesehen habe. Er bekommt jeden Monat einen eine üppige, auf Freiwilligkeit beruhende Unterhaltszahlung. Man muss sehen, wie sich das künftige Verhältnis zueinander entwickelt. Das Verhältnis zur Kindsmutter ist denkbar schlecht. 

  159. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sparta, Mattoc,
     
    Ihr geht immer von dem positiven Fall aus, dass Entnahme mit zuverlässig steigendem Markt einher geht. Dann ist das natürlich kein Problem.
     
    Wenn ich heute 40 bin und mein Depot erreicht 1 Mio, und ich beschließe, dass mir 40.000 (also 4% zu der Zeit) Entnahme im Jahr reichen, dann funktioniert das genauso wie ein Dividendendepot, welches 4% ausschüttet, wenn der Markt auch 4% steigt +/- Null.
     
    Angenommen der Markt steigt 6%, dann sind 2% für die Inflation, der Rest meins. 
     
    Darum ging es aber nicht. Es ging um den Fall eines Crashes und oder mehrere Jahre mit Abwärtstrend.
     
    Es ist doch ganz einfach, da muss man sich gar nicht verkopfen. Wenn mein 1 Mio-Depot zum Zeitpunkt der Entscheidung von Entnahme 10.000 Stücke zu 100 enthält, dann sind 4% 40.000 bzw. 400 Stücke.
     
    Wenn das Depot auf 50% fällt, dann muss ich aber 800 Stücke entnehmen um meine 40.000 zu bekommen fürs Jahr. Wenn ich jetzt sage, ich bleibe bei 4% Entnahme, dann habe ich was falsch gemacht. Dann hätte ich bei 1 Mio schon sagen können, mir reichen 2%.
     
    Wenn der Markt/das Depot jetzt noch mehrere Jahre eher leicht abwärts gehen, muss eher immer noch mehr als 800 Stücke entnehmen. 
     
    Angenommen am Ende der Baisse sind noch 6.000 Stücke zum Wert von 40 (also 240.000) übrig, wie lange hält das dann noch anstatt der 1 Mio ( und steigend angenommen) beim Start der Kalkulation, selbst wenn es dann wieder moderat bis ordentlich an Wert steigen sollte?
     
    Das Dividendendepot behält alle 10.000 Stücke, die dann zwar im Tal auch nur  40, also 400.000 wert sind, aber Dividenden sind geflossen, und der Wert ist dennoch höher. Es ist doch auch eindeutig so, dass sich 400k viel schneller auf 1 Mio erholen können als 240k.
     
    Das ist ein realitätsfremdes Beispiel (aus mehreren Gründen), und dient nur zur Verdeutlichung, was ich sagen wollte.  Jeder muss/kann für sich entscheiden, was er/sie für sich als sinnvoll erachtet.
     
    Schönen Tag noch
     
    MS

  160. AvatarBruno

    @MS
    Ich halte mich da an eine alte Unternehmerweisheit resp. Daumenregel, alles dauert doppelt so lange wie geplant, alles kostet doppelt so viel, wie geplant. Wenn man so rechnet, ist man schon realistischer unterwegs.
    Also bis zur FF doppelt so lange und dann kalkulatorisch doppelt so hohe Entnahmen einrechnen, wie tatsächlich gebraucht werden.

  161. Avatarghost

    Ich glaub ein Teil hier schafft es eh nie finanziel frei zu sein….. 
    – weil man immernoch meinen wird es sei   immernoch nicht genug
    – weil man sich nicht traut, wenn es ddann so weit wäre,  weil ja die Arbeit einem so Spass macht……und viele sehen in der Arbeit die Erfüllung des ICHS sozusagen….weil sie sich selten die Gesanken machen, nach der Arbeit gibt es noch andere Dinge 😉
    Bedeutet fire eigentlich nicht, finanziel frei zu sein, Kosten minimieren und einfach leben, einfach leben um glücklich zu sein, um glücklich zu sein braucht man keine Millionen…..und man hört hier 1000mal einen Betrag den man benötigt und vielleicht einmal in der Woche das Wort :Gesundheit…
    Weil hier gerechnet wird dauernd und die Beträge schaukeln sich hoch….. in 3 Jahren sind 2 Millionen nicht genug…..
     
    Mfg

  162. AvatarBruno

    @ghost
    Das ist plakativ, du kennst bestimmt auch jene Neurentner, die kurz nach Renteneintritt gestorben sind oder sehr rasch altern oder depressiv werden weil sie keine Beschäftigung mehr haben resp. kein Netzwerk mehr, oder es dann zu Hause Probleme gibt weil man sich plötzlich 7x24h gegenübersteht und so Eheprobleme auslöst.
    Darum bin ich für keine abrupten Wechsel. Für einige Dinge ist man ja dann auch zu alt, daher sollte man meines Erachtens nicht alles auf eine Kappe setzen sondern Dinge die man will und Spass machen auch früher schon umsetzen. Natürlich mit einem primären Fokus, der kann in den 20er und 30ern auch tatsächlich Arbeit sein, ein früher Polster ist sehr hilfreich.
    Ich hatte das Ganze ja mal 3 Jahre ausprobiert, es war gut und ich werde es wieder machen aber eben nicht bis zum Lebensende sondern immer in Phasen. Ich könnte mich immer beschäftigen aber wenn ich mich nur noch mit Hobbies und Familie beschäftigen würde, dann wäre ich nicht glücklich. Ich mag auch Jahreszeiten, wenn immer nur Sommer oder immer nur Winter ist, dann würde mir etwas fehlen. So kann man sich immer wieder freuen, wenn man arbeitet auf die langen Reisen und wenn man mal genug lange gereist ist hat man dann auch wieder Lust etwas produktives zu tun. Aber jeder Mensch ist anders;)
    Meine Frau arbeitet ja auch noch und das sehr gerne und auch oft an Wochenenden, so wäre es für mich ungeeignet dauerhaft Hausmann zu werden. Die Söhne sind mittlerweile in einem Alter wo sie sehr selbständig sind, und die Arbeit macht mir auch wenn man sich nicht vorstellen kann tatsächlich meistens Spass (es gibt immer Dinge die nerven aber wenn immer nur alles gut ist dann ist auch dies nicht optimal und man gewöhnt sich daran).

  163. AvatarMattoc

    @Matthias
    Du bist ja ein erfahrener Investor, und ich lese  deine ausgeglichenen und wenig polarisierenden Kommentare sehr gerne. Deshalb wundert es mich, dass du mit dieser Nachhaltigkeit die mathematischen Zusammenhänge konsequent ignorierst. 🙂 Ich versuche es jetzt noch einmal an einem anderen Beispiel zu erläutern:
    Stell dir vor, aus deinem gesamten Dividendenaktiendepot, das dir an ganz vielen Börsentagen eine Dividende von 4% p.a. ausschüttet, würde ein Indexanbieter einen Index mit identischer Gewichtung erstellen, und darauf würde dann iShares den thesaurierenden ETF „Matthias Schneider Index UCITS (acc.)“, also einen thesaurierenden ETF, der automatisch die Dividenden wiederanlegt, herausbringen.
    Ich würde diesen ETF dann kaufen. Und zwar so viele Anteile, dass ich exakt die gleiche Summe investiert habe, wie du in dein Einzelaktiendepot. Du würdest nun  4% p.a. Dividenden erhalten, mir am jeweiligen Jahresende Bescheid sagen, und ich würde dann im Gegenwert von 4% ETF-Anteile verkaufen. Dann haben wir von Nebenkriegsschauplätzen abgesehen exakt die gleiche Rendite. Jahr für Jahr – und unabhängig von Crash oder Bullenmarkt. 
    Das ist einfache Mathematik. Mehr möchte ich nicht sagen.

  164. AvatarSparta

    @Matthias
    Als erstes weniger Weissbier! 😉
    Du wirfst dynamische und fixe Entnahmeraten durcheinander um am Ende die Div-Strategie als stabiler darzustellen.
    Die Torte wird nicht fetter weil es die eigene Lieblingstorte ist.
    Auch Ken Fisher widmet diesem Denkfehler ein ganzes Kapitel.
     

  165. AvatarWolke

    @ghost
    schon mal daran gedacht, daß der Eine oder Andere einfach zu faul zum Arbeiten sein könnte? Anwesende natürlich ausgeschlossen.

  166. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sparta, Mattoc,
     
    wie gesagt, möge Jeder nach seiner Facon glücklich werden. Wir müssen ja nicht zu einer Meinung kommen. Was versteht Ihr überhaupt unter Thesaurierung? Normalerweise werden die Gewinne einfach einbehalten, die unveränderten Anteile werden dadurch teurer. Hier könnte ich einfach wieder nur wiederholen, was ich oben sagte, wie das meiner Meinung nach im Drawdown sich auswirkt. Wenn mit Thesaurierung neue Anteile gut geschrieben würden, dann wäre es was anderes. So geht das bei meinen alten klassischen Fonds. Nennen sich zwar ausschüttend, legen aber die neuen Anteile an. Da vermehren sich mit der Zeit die Fondsanteile, und es wäre dann natürlich egal, ob ich sie gleich als Dividende bekäme, oder später einfach die entsprechenden Anteile verkaufe.
     
    Wenn wir aber schon bei dynamisch sind. Ihr wollt also immer 4% entnehmen? Verstehe ich es dann richtig, dass Ihr bei einem 50% Drawdown auch nur weiterhin die 4% entnehmen wollt, also dann statt 40k nur 20k zum Leben braucht, obwohl vorher anders kalkuliert? Meine laufende Dividendenrendite wäre in dem Fall natürlich nicht mehr aktuell 4% sondern natürlich 8%, keine Kürzung vorausgesetzt, die nötig wäre um die Summe zu halten. 
     
    Egal. Viel Erfolg jedenfalls.

    MS

  167. KurtKurt

    @Matthias Schneider
    gut erklärt

    @June
    Ein sehr sehr guter Ansatz, den ich in allen Belangen nur so unterschreiben kann. Und ich hoffe das ich ähnliche Werte auch meinem Nachwuchs vermitteln kann.

  168. JosefJosef

    Hallo zusammen

    Es gibt immer Leute die einem erklären wollen dass etwas nicht geht, in allen Lebensbereichen.
    Selbst wenn man dies dann erreicht hat, werden diese  Zeitgenossen dann Gründe finden wieso das bei normalen Leuten nicht geht.
    Wobei ich selbst finde normale Leute gibt’s nicht.
    Jeder hat pro Tag 24h, wir leben in einer Zeit wo vieles möglich ist.
    Ich kann dies mit Jammern verbringen, oder an mir weiterarbeiten und somit vorankommen.
    Wenn ich mit 700 000 Euro Leben wollte könnte ich das.
    Ich möchte dies aber nicht.

    Mfg Josef

  169. AvatarMattoc

    @Matthias
    Wichtig ist das Fazit am Schluss:
    Bei Investmentfonds unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Arten der Ertragsverwendung: Ausschüttung und Thesaurierung.
    Ein ausschüttender Fonds schüttet seine ordentlichen und teilweise auch außerordentlichen Erträge jährlich an die Anleger aus. Die ordentlichen Erträge setzen sich dabei je nach Fonds aus Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen zusammen. Außerordentliche Erträge sind Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren oder Grundstücken.
    Genau wie Aktienkurse sich nach einer Dividendenzahlung verringern, bewirkt eine Ausschüttung einen Rückgang des Fondspreises. Denn am Tag der Ausschüttung (Ex-Tag) wird der Ausschüttungsbetrag dem Fondsvermögen entnommen.   Im UnionDepot wird die Ausschüttung für den Anleger automatisch kostenlos wiederangelegt. So bleibt der Depotwert nach der Ausschüttung per Saldo derselbe wie vorher.  
    Bei thesaurierenden Fonds hingegen verbleiben die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Erträge dauerhaft im Fondsvermögen und erhöhen so permanent den Anteilwert. Eine Ausschüttung der Erträge an den Anleger findet nicht statt. Die Anzahl der Anteile im UnionDepot bleibt gleich.  
    Fazit: Egal welche Art der Ertragsverwendung ein Fonds hat, per Saldo hat dies keinen Einfluss auf den Depotwert des Anlegers.
    Quelle: 
    https://www.union-investment.de/startseite/unsere-services/haeufige-fragen/haeufige-fragen-steuern/Ausschuettung-Thesaurierung-UnionDepot
     
    Man kann ja von Union Investment halten, was man will, aber das haben sie richtig dargestellt. Die Formulierung „Denn am Tag der Ausschüttung (Ex-Tag) wird der Ausschüttungsbetrag dem Fondsvermögen entnommen.“ gilt auch nicht nur für Fonds, sondern für jede Einzelaktie eines Einzelaktiendepots.
    Viele Grüße

  170. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,
     
    ja, so verstehe ich ebenfalls Thesaurierung. Und dadurch ändert sich nichts an meiner Meinung.

    Bei einem Drawdown bist Du gezwungen immer mehr Stücke zu verkaufen, um Deine Unterhaltssumme zu halten, weil sie eben billiger werden. 

    MS

  171. KievKiev

    @ Erbe / Schenkung
    Wie alt sind Eure Kinder wenn Ihr 90 Jahre alt seid? Ein Erbe werden meine Kinder in dem Alter hoffentlich nicht mehr benötigen. Folglich werde ich den Hauptteil über Dekaden steuerlich korrekt verschenken. Aber erst nachdem sie die notwendige Reife dafür haben. Ein Erbe an ein Kind ist auch nur bis zu 400k steuerfrei möglich. An einen Enkel noch weniger. Es ist auch möglich Bedingungen daran zu verbinden wie ein  lebenslanges Wohnrecht für sich und die Frau. Ich würde auch kommunizieren wie ich im Alter leben möchte. Es ist leider Ungewiss, ob man bis zum Ende hin mündig bleibt.
    Falls mein Bauvorhaben gelingen sollte werden die Kinder in die Gesellschaft integriert. Ihre Anteile werden stetig wachsen. Das Vorhaben entspricht im übrigen fast genau Nicos Vorstellung von einem Leben im Alter. Nur werde ich es für Andere aufbauen. Mich stören auch manche Dinge. Ich suche dann noch Möglichkeiten sie selbst bestmöglich hinzubekommen. Es gibt so viele Wege.
    Eine dynamische Entnahmestrategie bevorzuge ich ebenfalls. Ich habe nicht vor das Vermögen zu reduzieren. Es wird aber in ein paar Jahren vielleicht langsamer von aussen zugefüttert werden.
    Das Wort Entnahme führt bei den Entnahmestrategien vielleicht zu Verwirrung. Eine Dividendenauszahlung ist eine Entnahme. Falls die maximal mögliche Dividende ausgezahlt wird und sich an dem Geschäftsfeld nichts verändert hat, so sollte der Preis der Aktie in der Tat in der Theorie langfristig gleich bleiben. 
    Es gibt durchaus einen Unterschied zwischen Wachstumswerten und einkommensorientierten Werten. Als Schweizer mit Suche nach Einkommen bastelt man sich dann wie von Mattoc beschrieben seinen eigenen steuerschönen ETF mit Aktien wie Berkshire Hathaway. So würde ich es auch in der Situation machen.

  172. AvatarMattoc

    @MS
    Ok, denn du hattest oben geschrieben, dass sich bei deinen „klassischen Fonds“ durch die Thesaurierung die Anzahl der Anteile erhöht. So ist es aber nicht. Es geht um den Wert der bestehenden (unveränderten) Anteile, der sich erhöht.
    Im Fall eines 50%-Rückgangs, muss ich (vereinfacht gesagt) doppelt so viele Anteile verkaufen, um die initial festgelegte Zielrendite zu erhalten. Du erhältst dafür doppelt so hohe Dividende (prozentual). Also dann 8%, sofern keine Kürzung erfolgt. Diese 8% werden dann am Ex-Tag oder an den Ex-Tagen von deinem Aktienwert abgezogen. Es bleibt egal, ob man Anteile verkauft oder Dividende kassiert. 

  173. Avatarghost

    Das ist auch das was ich schon mehrmals ansprach….man will in etfs in die FF später gehen und dann mit der Zauberhand einfach Etf-Anteile regelmässig verkaufen um davpn zu leben. Und weil es da ne Zauberformel gibt mit 4 % ist man der Überzeugung, dass dies auch klappt, nur eben wenn der Markt über Jahre nach unten geht ausgelöst durch z.,B einen 20% Crash und jedes Jahr 8% nach unten zusätzlich……das ca. 15 Jahre, dann ist man immer noch überzeugt dass alles super klappen wird.
    Etfs sind wunderbar um Vermögen zu bilden, aber sie sind mit Aktien nicht zu vergleichen, weil eine Aktie hat man immer im Depot ob  die Dividende zeitlang ausgestzt wird oder nicht.
     
    Wahrscheinlich ist ne Mischung aus allem das Beste…..
     
    Mfg

  174. KievKiev

    @ Entnahme
    Die 4% Regel ist keine dynamische Strategie. Hier liegt der Hauptunterschied. Falls aus dem zusammengestellten ETF z.B. nur die Summe der Dividenden entnommen wird, so reduziert sich das Vermögen langfristig nicht. Man könnte auch nur 2% entnehmen und nach Dezember den Total Return ermitteln und dann den Rest abzüglich der Inflation entnehmen. Das wäre auch dynamisch.

  175. AvatarMattoc

    @Kiev
    Mir geht es überhaupt nicht darum, ob jemand ein Einkommensinvestor ist, ob jemand nur Dividendenwerte kauft, ob jemand Wachstumswerte kauft, ob jemand ETFs mag oder nicht. Ich halte jede Strategie, mit der jemand persönlich langfristig gut zurecht kommt, für ideal für die jeweilige Person. Ich würde nie den Sachverhalt kritisieren, dass Matthias oder auch Thorsten, FitUndGesund und der gute Freelancer ausgezeichnete Qualitätsunternehmen kaufen und sich über Dividende freuen. Das ist offensichtlich eine gute Strategie.
    Mir geht es nur darum, dass die „4%-Regel“ oder eine wie auch immer geartete Entnahmeregel durch Anteilsverkauf als riskanter oder schlechter angesehen wird als das Kassieren einer Dividende in gleicher Höhe. Es ist mathematisch komplett gleich. Muss es ja auch sein. 
     

  176. AvatarSparta

    @Matthias

    Es ist nicht böse gemeint mit dem Weizen! 😉

    Was wir unter Thesaurierung verstehen? 

    Es gibt z. B. den MSCI World als ausschüttenden etf und den MSCI World der die die Ausschüttung wieder anlegt bzw. thesauriert und damit neue Anteile kauft.
    Ich glaube die Ausschüttungsrendite beim World ist bei ca. 2,5 % geschätzt (müsste nachschauen), da dieser ja gemixt aus höheren Divs & Wachstumswerten eine recht breite Palette an Unternehmen abdeckt. 
    Anstatt diesen 2,5 % Div-Ausschüttung die Du z. B. für Weissbier, Torten und Freibad ausgibst, verkauft Mattoc 2,5 % seiner bereits wieder thesaurierten MSCI World-Anteilen und konsumiert dafür Rotwein, Leberkässemmel und geht ins Kino…
    Jetzt verstehen wir nicht, wie Du darauf kommst, dass die 2,5 % Div-Rendite sicherer sein sollte, als thesaurierte Ausschüttung und verkaufte 2,5 % Anteile. 

    Dies ist finanz-mathematisch ein glasklares Nullsummenspiel und identisch stabil im Crash.

    Diese emotionale Befürchtung dass dann irgendwann keine Anteile mehr da sind, ist nicht logisch, da historische Erwartungswerte von 5-6 % realer Aktienmarkrendite von beiden Ertragskomponenten Kurs + Dividende dann geleugnet werden müssten und man dann eigentlich nicht nachvollziehen kann, wieso man sich überhaupt dann am Kapitalmarkt beteiligt.

    Sollte dieser historische Erwartungswert nicht mehr funktionieren, dann sieht es für beide Varianten nicht so gut aus und unsere Gold-Bugs freuen sich evtl. 😉

    „Wenn wir aber schon bei dynamisch sind. Ihr wollt also immer 4% entnehmen?“

    Der Vergleich einer dynamischen Entnahmestrategie wie Sie z. B. Oliver bei den Frugalisten in seiner interessanten Entnahme-Reihe (ich glaube 6-teilig) vorstellt, war eigentlich als Verständnis-Brücke für die Gleichsetzung mit einer Dividenden-Entnahmestrategie meinerseits gedacht und nicht zur zusätzlichen Verwirrung…

    Ich will nicht immer 4 % dynamisch entnehmen, da ich noch viele Jahre arbeiten werde und Fire für mich kein erstrangiges Lebensziel ist.
     
     
     

  177. AvatarSparta

    @Matthias

    „Bei einem Drawdown bist Du gezwungen immer mehr Stücke zu verkaufen, um Deine Unterhaltssumme zu halten, weil sie eben billiger werden.“

    Du meinst die Drawdown-Stücke, welchen der Wert der thesaurierten Dividende zugeschlagen worden ist!!!

  178. AvatarNobbi

    Mit 700k € ist man bei günstigen Devisenkursen ja quasi Dollarmillionär. Gut ob sich der Euro nochmal steigt kann man sich dran Aufhängen, egal. Wer aber sowas schafft, gehört schon zur Elite des Landes und um solche Leute mache ich mir keinerlei sorgen, ich würde halt nur Müde lächeln wenn mich dann einer als Träumer bezeichnet.
    Ich persönlich hätte aber gerne noch ne eigene abbezahlte und nicht zu große Immobilie dazu.

  179. AvatarMattoc

    @Kiev
    Die 4%-Regel (ich persönlich wende die 3% Regel an) ist keine dynamische Strategie. Das ist sehr richtig. Man entnimmt jährlich den inflationsbereinigten Initialbetrag. Beispiel: Ausgangswert 100.000 Euro. Ich entnehme 4%, also 4000 Euro im ersten Jahr. Wenn die Inflation im Jahr der Entnahme z.B.  2% betragen hat, entnehme ich im nächsten Jahr 4080 Euro usw. Und das völlig unabhängig davon, wo die Kurse gerade stehen.
    Das ist das Prinzip dieser Entnahmestrategie. Und ich bewerte die Strategie hier jetzt nicht, ich beschreibe nur die grundlegende Idee dieser Strategie, die natürlich auch jeder für sich individuell anpassen kann. 
    Die Dividende hingegen ist (leicht) dynamisch. Deshalb nennt Sparta diese auch dynamische Entnahmestrategie.
     

  180. Avatarsammy

    Bei ganz großen Vermögen ist klar dass vererbt wird aber bei allem Respekt doch nicht bei ein paar hundert tausend Euro die durch Verzicht erspart wurden. Für was verzichtet ihr? Um euch später auch nichts zu gönnen? Das macht keinen Sinn.

  181. Avatarsammy

    Wenn das Vermögen vor dem Ableben verbraucht sein sollte hat man immernoch die gesetzliche/betriebliche Rente wie es wohl 90% aller Menschen haben. Somit sollte man sich da nicht all zu große Sorgen machen.

  182. AvatarMattoc

    @Sparta
    Dein Beispiel mit dem ausschüttenden und thesaurierenden MSCI World war auch sehr gut. Es wäre doch prima, wenn wir zu diesen mathematischen Tatsachen hier Einigkeit bekommen würden, weil dann auch andere Punkte viel verständlicher werden. 
    Um die Verwirrung komplett zu machen: Es gibt auch thesaurierende ETFs auf Indizes, die ausschließlich Dividendenaktien beinhalten. 🙂 Das ist die Königsdisziplin des Missverständnisses.

  183. KievKiev

    @ Mattoc
    Das ist alles sehr gut in der Entnahmereihe beschrieben. Man kann auch mit weiteren Regeln die 3% oder 4% Regel dynamisch machen. Ich habe viele Dividendenwerte. Aber auch ETFs. Ich werde mit der Zeit mehr in ETF und Aktien wie Berkshire gehen um keine Steuern zu bezahlen. Aktuell baue ich aber Einkommen auf. 
    Bei zwei unterschiedlich guten Produkten bevorzuge ich oft beide. Je nach Situation kann ich dann das eine oder andere besparen. Ich werde generell keine Anteile zur Entnahme verkaufen. Ich verdiene allerdings genug Geld durch Mieteinnahmen.

  184. AvatarBruno

    @Altersvorsorge
    Das Leben sollte mit dem Tod beginnen. Du liegst unter der Erde, dunkel und muffig, und gräbst dich frei. Dann kommst du ins Altersheim, es geht dir von Monat zu Monat besser und wirst rausgeschmissen weil du zu jung bist. Dann spielst du ein paar Jahre Golf und beginnst langsam zu arbeiten. Nachdem du da durch bist gehst du zur Uni. Mittlerweile hast du genug Kohle, um das Studentenleben in Saus und Braus zu genießen. Party, Alkohol, Drogen und Sex stehen an oberster Stelle. Wenn du jung genug bist wird es Zeit für die Schule. Du wirst von Jahr zu Jahr dümmer, bis du irgendwann raus fliegst und mit einer riesen Tüte Süßigkeiten belohnt wirst. Danach spielst du ein paar Jahre im Sandkasten und mit Bauklötzen und dümpelst dann 9 Monate in der Gebärmutter herum bis du schließlich dein Leben als Orgasmus beendest.

  185. Avatar-M

    @Divis/ thesaur / dynamische/ statische/ uvm.
     
    Merkt ihr alle, auf was es schließlich ankommt? 
    —> auf die Qualität, welche sich im Depot befindet. Ob dann divis ausgezahlt werden oder Anteile verkauft werden ist dann egal.
    HAUPTSACHE der Inhalt des Depots ist gut ausgewählt, um in einer Krise zu bestehen!!! Mit Müll drinnen ist alles fatal – Entnahme bei 90% kursverlust oder Streichung der Dividende und dann gezwungenen Verkauf von Anteilen, da man ja essen uns trinken muss….ist beides dann blöd.
    Qualität, Qualität, Qualität wie bei immos
     
    -M

  186. Avatarsammy

    Mattoc, Sparta
    vollkommen richtig, ob Dividenden ausgeschüttet oder Anteile verkauft werden macht keinen Unterschied. Das ist ein Denkfehler von Matthias. Wirklich viele Experten haben sich schon mit dieser Thematik befasst und dies festgestellt.
     

  187. AvatarMattoc

    @Stichwort Qualität
    Guckt sich jemand von euch die YouTube Videos des Aktienfinders an? Der hat gerade ein „Starterdepot“ neu aufgelegt, er stellt regelmäßig neue Aktien aus verschiedenen Branchen vor, die dann per Sparplan ins Depot gelegt werden. Alle Aktien müssen Dividende zahlen und langfristig (auf die Vergangenheit bezogen) ihre Gewinne gesteigert und einen stabilen Cashflow haben. Bisher sind folgende Werte vorgestellt worden:

    Microsoft

    SAP

    Automatic Data Processing

    Apple

    Cisco

    Texas Instruments

    Fastenal 

    Mtu Aero Engines

    Union Pacific

    Johnson & Johnson

    Novo Nordisk B

    Amgen

    Mc Donalds

    Walt Disney

    CTS Eventim

    Ist da Qualität dabei aus eurer Sicht?

  188. AvatarBruno

    @Mattoc
    Zumindest habe ich einige davon. Ein gutes Depot sollte meines Erachtens wie eine gute Fussballmannschaft aufgestellt sein: Ein guter Torwart, eine stabile Abwehr, ein agiles Mittelfeld und einen schlagkräftigen Sturm.

  189. AvatarFit und Gesund

    Ei ei ei…. sind wir wieder beim Prinzip Linke Tasche / Rechte Tasche angelangt, ganz einfach, wenn mir meine Nestlé am Tag X Betrag Y ausschüttet als Dividende, dann gibt es einen Kursabschlag, die Knete ist auf meinem Konto, der Kurs tiefer, wo ist das Problem? Was ich damit mache ist mein Bier, wenn ich es neu anlegen möchte, so kostet es natürlich wieder Gebühren, würde das Unternehmen nix ausschütten und selber schauen was es mit dem Geld macht, müsst ich nix zahlen, hätte aber auch nix auf dem Konto. 
    Jeder soll mit seiner Strategie glücklich werden 🙂
    zur Frage ob 700k mit 42 bis zur Rente (wie hoch die auch immer sein mag) reichen, ich vermag das nicht zu beurteilen, ich kenne hier Niemand, wer sparsam lebt dem mag es reichen, aber ist halt ne lange Zeit und wer weiss was bis dahin Alles anders gekommen ist als man gedacht hat. 
    Ich schaffe nur den Zustupf zur Rente und damit bin ich höchstzufrieden, aber nix mit rumgeizen und Räppli zählen, ich will ordentlich leben. Heute war ich in Überlingen und Meersburg, ich war fein am See Essen, 1/2 Glas Grauburgunder, dann mit der Fähre zurück nach Konstanz Eis Essen, ein gelungener Tag, in Überlingen war Markt und ich habe noch superschöne Kirschen mitgenommen.
    Ich habe beobachtet, viele Leute, normal gekleidet, aber fast Niemand fein rausgeputzt und mit schönem Schmuck behängt (die Damen) so wie das früher war, die Leute haben es sich gut gehen gelassen, es waren viele Ältere aber auch Familien mit Kindern oder halt Grosseltern mit Kindern, eine grosse Gruppe Asiaten war auch dabei, Russen und Araber,  Alle wirkten entspannt, also so schlimm wie es Manche beschreiben scheint es in D noch nicht zu sein. 
    Vererben muss ich nix, ich selber habe aber geerbt, das Erbe meiner Mama halte ich hoch und werde nie vergessen was sie für mich getan hat, hätte sie sich man selber mehr gegönnt. 
    @June,
    bewundernswert was Du leistest und wie Du die Sache angehst! 
    Ansonsten ist hier Alles paletti, morgen Tag 6 von meinem Frei und dann Betriebsausflug nach Winti (Foxtrail) mal gespannt, dann heisst es aber wieder bisschen was arbeiten und das mach ich auch gerne.
    Alles Gute

  190. AvatarNico Meier

    Nehmen wir als Beispiel die Aktie Zürich Insurance.
    Mister X kauft die Aktie im Dezember 2018 für 300.- Franken im Mai erhält er 19.- Dividende inzwischen liegt die Aktie bei 344.- 
    Sind inklusive Dividende 63.- Franken oder 21% im Plus. Zürich ist eine klassische Dividendenaktie.
    Als anderes Beispiel könnte ich Swisslife anfügen 40% Kursgewinn innert eines Jahres trotz 3.5% Dividende.
     
     

  191. AvatarFit und Gesund

    @Mattoc,
    habe SAP, Cisco, Texas Instruments, Apple, JNJ, Amgen, Novo Nordisk, 
    Microsoft hätte ich so gerne, aber immer zu teuer, 
    mein Favoriten sind Unilever, Nestlé und Diageo.
    Ich habe aber auch 3 Vanguard Etf’s, heute war Ausschüttung, immerhin 865 CHF die ich dann wieder irgendwie anlegen werde, der All-World ist mein Liebling hier, ganz ehrlich, ich kann ihn dieses Jahr nur um 0.xx % schlagen, letztes Jahr hat er gewonnen, so ist das.

  192. AvatarMattoc

    Interessant. Der Aktienfinder hat auch gesagt, dass ihm Microsoft eigentlich zu teuer sei aktuell, aber da die Aktie über Jahre hinweg als Sparplan gekauft wird, ist das aus seiner Sicht kein großes Problem. Mit der Zeit würde man sich „dem fairen Wert“ dann annähern. Ich gucke mir seine Videos sehr gerne an, auch wenn ich keine Einzelaktien abgesehen von meiner PG habe. 🙂

  193. AvatarFit und Gesund

    @Mattoc,
    ich sehe das ähnlich, das kann man auch so machen, ich denke das käme schon gut, irgendwann drehen die Märkte mal wieder gen Süden, ich denke dass ich sie mir dann kaufen werde. 
    Und irgendwann werde ich auch mal wieder meinen All-World aufstocken 🙂  ich mag meine Einzelaktien, aber der ETF ist eben auch sehr gut und vor Allem schont er die Nerven, er wirkt immer irgendwie ausgleichend.
     
    @Nico Meier,
    Dividende sind nie garantiert, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Zürich die Dividende einfriert oder aussetzt. Jedes Investment hat ein Risiko, Manche scheinen das zu vergessen und wiederum Andere erstarren vor Furcht dass sie auf dem Papier mal gut und gerne 10 – 20% weniger haben, mit Geld und Essen spielt man nicht 🙂

  194. AvatarCNK

    @Kiev
    „Ich finde Deinen Arbeitseinsatz und die Durchhaltedauer von 7,5 Jahren beachtlich! Du hattest über einen langen Zeitraum einen großen Teil Deiner Zeit in Arbeit und Weiterbildung investiert.“
     
    Danke 🙂 In der Tat war es anstrengend, aber mit einem Ziel vor Augen ist das alles halb so wild! Wichtig ist eben, dass es ein Ziel ist, das man selbst als realistisch ansieht und es einem wirklich wichtig ist. Außerdem hat mir das Fernstudium die ein oder andere sehr gute Freundschaft gebracht, obwohl man während so einer Phase wenig Freizeit hat und man das arbeits- und studienfreie Zeiten fest einplanen und auch einhalten muss, damit man genügend Pausen hat. Das hat auch einiges erleichtert.
     
    „Ich wünsche Dir einen Job, der Dir teilweise auch Spaß bereitet.“
     
    Das „teilweise“ in Deinem Satz möchte ich gerne streichen! Bisher habe ich immer interessante Jobs gehabt (>20 Berufsjahre, 6 verschiedene Stellen in der gleichen Firma), die Spass machen. Teilweise (aber nicht immer) ist das auch eine Einstellungssache. Vermutlich gibt es in jedem Job Dinge, die weniger interessant sind, aber die gehören eben auch dazu (meine Strategie dafür: „eat that frog“ – falls das jemand hier kennt). Und wenn man seinen Job regelmäßig hinterfragt, was Spass macht und was nicht, und wie man ggf. Abhilfe schaffen kann, den Spassfaktor zu erhöhen, kann man auch seine Zufriedenheit erhöhen. Oder einfach mal über sinnfreie Aufgaben lachen, wenn man sie erledigt – Humor hilft bei vielem auch weiter. Am meisten habe ich übrigens über Job-Zufriedenheit gelernt, als ich mal einen A…..-Chef hatte.
     
    Insgesamt hat mir das Studium viele Türen geöffnet  – u.a. konnte ich mein Jahresgehalt über einen Zeitraum von 10 Jahren schrittweise verdreifachen (brutto). Das ist natürlich auch mit Arbeitsaufwand verbunden (von nix kommt nix), allerdings hat das mir auch einige Freiheitsgrade beschert. Ich arbeite seit letztem Jahr Teilzeit (80%) – und ich habe letztes Jahr eine Beförderung ausgeschlagen, weil diese nur mit 100% Arbeitszeit realistisch gewesen wäre (obwohl man mir hier evtl. sogar entgegengekommen wäre). Außerdem war der Job uninteressant. Ich bin zwar nicht finanziell frei, aber doch bereits einigermaßen abgesichert (mietfrei, Depot knapp 6-stellig sowie einiges an Rücklagen), um das Gespräch mit dem Chef ohne große Aufregung / Sorgen durchziehen zu können. So habe ich nun einen anderen, interessanten Job in einem netten Umfeld und kann weiter Teilzeit arbeiten.
     
    Sparen kann ich trotzdem noch, weil ich meine Ausgaben immer genau im Blick habe und meine Lebenshaltungskosten heute nur unwesentlich höher sind als zu der Zeit vor und während des Studiums. Das einzige, wofür ich jetzt wirklich mehr Geld ausgebe, sind Reisen.

  195. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc u.a. Entnahmestrategen,
     
    mein „Fehler“ war wohl, dass ich unausgesprochen von meinem Depot im Vergleich zum Markt ausgegangen bin. Unter „Markt“ verstehe ich auch eher den S&P500 bei meinem US-lastigen Depot. Aber mein Depot ist eben kein ausschüttender ETF auf den S&P, und einen Matthias Schneider ETF acc und dis im Vergleich gibt es eben nicht.
     
    Wenn ich die Drawdowns verglichen habe, dann habe ich die gleichgesetzt mit dem S&P incl. Dividende und meinem Depot im Vergleich ex Dividende. Und da läuft das trotzdem gut. Mein Lynx zeigt mir z.B. einen max Drawdown year-to-date bei mir von 3,83% an, im Vergleich zu S&P von 6,62% incl. Dividenden.
     
    Ja, ein korrekter Vergleich war das wohl nicht.
     
    Ich verstehe Eure Einwände und kann sie nachvollziehen. Ich bin ja auch sowieso kein Gegner von ETFs/CEFs usw. Der Großteil des Depots besteht daraus. Aber ich bleibe für mich dabei. Möge man es mir einfach so zugestehen.
     
    Ich will ohne etwas verkaufen zu müssen von den Ausschüttungen plus Rente zehren. Mein Ziel ist einfach, dass dieser Betrag ausreichend für ein Leben ist, wie mir es zusagt. 
     
    Gutes Nächtle
     
    MS

  196. AvatarSparta

    @Matthias 

    Selbstverständlich will weder mattoc noch ich Dir Deine Strategie schlecht reden oder madig machen!

    Es ist mit einer der wichtigsten Punkte ob man mit seiner Strategie gut schlafen kann und diese emotional auch zu einem langfristig passt!

    Wir können nur die Stückzahl-Argumentation nicht rational nachvollziehen wenn der thesaurierende (von der Dividende werden neue Stücke zwischenzeitlich gekauft) genau prozentual den selben Betrag verkauft wie hoch die Dividendenausschüttung ist um dann zu sagen diese oder jene Entnahme Variante ist bei einem Drawdown weniger anfällig bei einem Crash…

    Es ist selbstverständlich klar dass ein selber zusammen gestelltes Depot sich anders verhält als msci world thesaurierend mit dem identischen ausschüttenden Pendant und der skizzierten Entnahme.

    Wir wollen Dich nicht ärgern oder Dich im Ruhestand mit der ewig gleichen Diskussion nerven!

    Uns geht es nur um die in unseren Augen rational falsche Aussage: „nur die Stückzahlen seinen verantwortlich für den Werterhalt“.

    Allein die Stückzahl ohne den Kurswert hat aber zu wenig Aussagekraft für den Depotwert und der daraus entnehmbaren Summe!

    Einen schönen Tag noch und lass Dich nicht nerven! 😉

  197. AvatarBruno

    @Sparta + MS
    Die Diskussion gibt es ja seit Menschengedenken, der Unterschied ist doch lediglich das Timing. Wenn man einen ETF Anteil verkauft, dann zu einem Zeitpunkt X (vielleicht nicht gerade dann wo die Dividende reingekommen ist), und so werden beim thesaurierenden ETF halt Anteile sofort gekauft bei Dividendeneingang und somit ist man mit dem Betrag der Dividendenzahlungen unterschiedlich lange dem Markt ausgesetzt. Das kann sich positiv oder negativ auswirken je nach Marktlage. 
    Je stärker ein Markt fällt desto unvorteilhafter die ETF Strategie und umgekehrt, es kommt auch darauf an wann man sich „bezahlt“ und Anteile verkauft, z.b. einmalig im Jahr den Bedarf oder monatlich etc. das hat alles einen gewissen Einfluss aber natürlich jetzt auch nicht weltbewegend im Normalfall.

  198. Avatar42sucht21

    @Mattoc – Stichwort Qualität
    Ich finde, ja auf jeden Fall. Warum kaufe ich dann nichts extra sondern lasse lediglich meinen Welt-ETF Sparplan laufen?
    Immer mehr Unternehmen geben Umsatzwarnungen heraus, manche Unternehmen reduzieren deutlich bereits reduzierte Ziele, Investitionen werden zurück gehalten, IPOs der Old-Economy laufen schlecht oder werden gar abgesagt (Traton, Re Assure,…) und die Börsen markieren neue Höchststände vor allem wegen der Aussicht auf US-Zinssenkungen ’noch diesen Monat‘. Wirklich, das ist der Grund?!
    Ob die Zinsen aktuell wirklich noch den Unterschied machen für die Wirtschaft? Ich glaube eher nicht – das ist wohl Psychologie & antrainierte Verhaltensmuster Ausschlag gebend – ich sehe aktuell nur sehr begrenztes generelles Up-Potential.
    Andererseits: gute Aktien darf man ja bekanntlich immer kaufen 🙂

  199. AvatarMattoc

    Ein sehr gutes Schlusswort, Sparta. Und ich kann mich den positiven Worten in Richtung Matthias nur anschließen. Wir wollen niemanden ärgern, nur eine sachliche und möglichst objektive Klärung ohne Bezug zu individuellen Anlagestrategien. Alles gut und einen schönen Tag. 🙂
     

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