Welches Auto Du fährst, sagt etwas über Dich aus


New York, 11. Dezember 2016
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Autofahrer Nummer 1: Er fährt eine Rostschüssel, hat aber keinerlei Schulden und besitzt eine schuldenfreie Wohnung. Er stockt sein Aktiendepot regelmässig auf und verfügt über einen Notgroschen. Sein Nettovermögen ist ordentlich. Es umfasst mehrere hunderttausend Euro.

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Autofahrer Nummer 2: Er verdient gut. Aber er gibt sein gesamtes Gehalt aus. Sein Auto ist geleast. Sein Haus ist groß, aber es ist mit einer riesigen Hypothek finanziert. Sein Girokonto ist überzogen. Er hat Konsumkredite. Sein Nettovermögen beläuft sich auf 0 Euro.

Ihr braucht die richtige Einstellung. Nur so könnt Ihr finanziell frei werden. Die meisten Menschen werden es nie schaffen. Ich gebe Euch zwei Beispiele:

Autofahrer Nummer 1 fährt eine uralte Rotschüssel. Er verdient 22.000 Euro im Jahr. Er besitzt eine kleine abbezahlte Eigentumswohnung, hat sie komplett getilgt. Er hat einen Notgroschen. Und ein kleines Aktiendepot. Er hat keinerlei Konsumkredite und ist genügsam.

Autofahrer Nummer 2 fährt einen riesigen Mercedes. Das Auto ist geleast. Er muss enorme Leasingraten jeden Monat bezahlen. Er lebt in einem großen Haus mit drei Schlafzimmern, hat das Haus mit einer Hypothek von 300.000 Euro beliehen. Er hat etliche Konsumkredite. Er hat sein Girokonto stark überzogen. Er verdient 80.000 Euro. Sein Nettovermögen beträgt Null.

Welche Person möchtest Du sein? Das traurige daran ist, dass die meisten Menschen Person 2 sein wollen.

Ich bin abnormal. Ich bin gerne Person 1. Ich habe eine Sparquote von etwa 40 bis 60 Prozent. Ich lebe sparsam wie kaum jemand, um später vermögend wie kaum jemand zu sein. Ich bin heute schon finanziell frei. Ich genieße die Freiheit.

Ihr müsst nur planen. Ihr müsst Eure Gedanken/Einstellung steuern. Wenn Ihr das nicht macht, wird sich an Eurem Zustand nie etwas ändern. Dann bleibt Ihr, wo Ihr heute seid. Mit der falschen Einstellung werdet Ihr immer pleite sein. Lasst niemals Schulden zum Lebensmittelpunkt werden.

Ich sehe als Leute, die zu viele Wünsche haben: „Ich möchte dies. Ich möchte das.“ „Ich habe mir ein neues Auto verdient.“

Alles, was Du nicht mit Bargeld bezahlen kannst, lasse es besser sein. Spare erst, bis Du das nötige Geld bar zusammen hast. Erst dann solltest Du ein Konsumgut kaufen. Schulden sind wie eine Sklaverei. (Die Banken mögen das nicht hören. Denn sie leben von den Schuldzinsen.)

Warren Buffett und Jeff Bezos (Amazon) sind auch abnormal. Schaut, welche Autos sie fahren, obwohl sie zu den reichsten Menschen zählen. Hier ist Bezos Honda Civic zu sehen. Hier ist Warren Buffetts Auto zu sehen.

Das sind empfehlenswerte Bücher:

Finanzieller Minimalismus: Weniger ist oftmals mehr. Vorzüge eines minimalistischen Lifestyles und wie er mit wenigen Schritten zu erreichen ist … Freiheit, Haushalt, Minimalismus leben, Geld)

Minimalismus: Weniger besitzen. Mehr leben.

Minimalismus: Mehr Freiheit Und Glück Durch Weniger Besitz – Wie Richtiges Aufräumen Und Ordnung Sie Zu Mehr Erfolg Und Zufriedenheit Bringt

Wie viel ist genug?: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Welches Auto Du fährst, sagt etwas über Dich aus

  1. Christoph

    Ich möchte irgendwo in der Mitte sein. Natürlich wie Person 1 ohne Schulden.

    Aber das Auto? Oh mein gott. Neee das geht nicht. Ich fahre einen Smax. 3 Jahre war der als ich ihn gekauft habe. Da passte mein Hund super rein. Jetzt ist das Auto 10 und klar ab und an fällt mal was an. Aber im Prinzip spricht nichts dagegen dass es noch 5 Jahre oder mehr ohne große Probleme fährt.

    Übrigens die beiden hunde die ich mir gestern ansah, das wird leider nichts. Die Hündin hat so gut wie eine neue Familie gefunden wo sie so denke ich gut reinpasst. Und der Rüde. ..

    Das war die Anzeige:
    Rottweiler, Rüde, geb. 07.02.2014

    Neo möchte ein Zuhause in dem man sich mit Rottis aus kennt!
    Er braucht eine konsequente, liebevolle Führung die im klar sagt, dass er nicht beschützen muss.
    Neo braucht immer ein wenig Zeit um sich anzuschließen, aber dann dafür um so enger.

    Tatsächlich aber sind die Fakten so:
    Geboren 2009! das ist dann doch auch mal ein Riesen Unterschied.
    Er brauch tnicht nur eine konsequente und liebevolle FÜhrung. Die braucht meiner Meinung nach jeder Hund. Nein er geht unsichere Menschen richtig an. Selbst die Tierpfleger ist er schon angegangen. Dazu extremes Beuteverhalten so dass der Gassi Geher ihm kaum was weg nehmen kann. Er hat spondylose.

    Ich denke einfach dass er wirklich regelmäßig Training mit einem professionellen Trainer braucht aber das versäumt das Tierheim. Vielleicht auch wegen den Kosten.

    Natürlich kann auch aus Neo ein verträglicher Hund werden, aber ich bin leider in der Maße der Dinge nicht der richtige. Das Tierheim sollte vielleicht lieber diese Anzeigen ehrlicher schreiben damit auch gleich die leute kommen die sagen: Ja das bekomme ich hin.

    Ich wünsche neo dass er den passenden Halter findet.

  2. Boris

    Ich möchte Person 1 sein, aber mit dem dicken Protzedes…

    Nein, Scherz 😉

    Ich fahre seit 17 Jahren einen Fiat Punto mit inzwischen (nur) 70.000km. Den habe ich seinerzeit fabrikneu gekauft und am Stück bezahlt. Da war ich damals stolz drauf und bin es heute noch. Ich werde ihn fahren, bis sich Reparaturen nicht mehr lohnen.

    Ich brauche nichts Größeres und überhaupt überlege ich längst, ob als nächstes Auto nicht Car-Sharing ansteht, denn mein eigenes Auto steht doch die meiste Zeit parkend herum – und kostet dabei Geld.

    Superdicke oder superflache, teure, hochmotorisierte und entsprechend röhrend lärmende (das scheint in gewissen Kreisen der neueste Schrei zu sein) Karossen sehe ich heute längst nicht mehr als erstrebens- und bewundernswerte Güter an, so wie noch in meiner Kindheit und Jugend.

    Ich bin längst erwachsen, solche Karossen sind für mich eher deutliche Hinweise auf unbewältigte psychologische Probleme ihrer Besitzer.

    Und wie du schreibst, wohl oft auch auf finanzielle Probleme, die vielleicht nur noch nicht offen zu Tage getreten sind. Aber immerhin scheint das Auto als Statussymbol zumindest für die jüngeren Großstadtbewohner eine zunehmend geringere Rolle zu spielen. Dafür gewinnt das schicke Fahrrad an Attraktivität, auch kleinere, aber schön eingerichtete Wohnungen werden populärer, kein Wunder angesichts explodierender Mieten in den Großstädten.

    Wenn sich nun gerade jüngere Leute noch mehr um vernünftige Geldanlagen kümmern würden…

     

     

  3. Slazenger

    Ich schließe mich da Christoph an, der gesunde Mittelweg ist immer noch am besten! Ich würde dir Tim mit deiner Überschrift massiv widersprechen wollen! Was ich für ein Auto fahre sagt absolut gar nichts über mich und meinen Charakter aus! Das ist ein Klischee!

  4. Felix

    Sehr  idealtypisch:

    Vielleicht ist es auch so: Nr. 1 arbeitet in pekären Jobs und ist oft arbeitslos. Zudem hat er Frau und drei Kinder. Das Geld langt hinten und Vorne nicht. Er braucht aber eine Karre, um überhaupt zur Arbeit zu kommen.

    Nr. 2 ist Fondsmanger; er hat viel mit vermögenden Kunden zu tun. Er würde gerne ein einfaches Auto fahren. Das würde aber seine Geschäfte erheblich erschweren, wenn er vor den Villen mit einem Auto wie 1 vorführe. Aber durch seinen solventen Eindruck, den er bei sein Kunden hinterlässt, macht er gute Geschäfte. Zudem hat er keinerlei familiäre Verpflichtungen.

    Es gibt so unterschiedliche Geschichten dazu, wie es Menschen gibt. Natürlich verstehe ich, was Tim sagen will. Mir ist jedoch auch immer wichtig darauf hinzuweisen, dass jeder die freie Entscheidung hat, wie er lebt. Das zweite Auto its immerhin ein Daimler :-). Jeder Mitarbeiter be I diesel Company sollte froh sein, dass es Nr. 2 gibt.

  5. Mario

    Hallo Tim,

    ich lese den Block immer gern. In der letzten Zeit merke ich jedoch, dass du radikal wirst. Das ist vielleicht ein schweres Wort, aber ich empfinde es so. Entweder sparen bis zum Umfallen oder ausgeben bis zum Umfallen. Eben Schwarz oder Weiß.

    Ein Leben im Grau ist ebenfalls möglich. Bei mir gab es eine Zeit in der wir unser selbstgenutztes Haus abgezahlt haben. Da war an Sparen für das Alter nicht zu denken. Irgendwann war diese Last von den Schultern. Seit diesem Zeitpunkt haben wir jedoch nicht vergessen, dass es schöne Plätze auf diesem Planeten gibt. Nebenbei werden Sachen getauscht die in die Jahre gekommen sind. Das Auto meiner Frau war z.B. 16 Jahre alt. Also benötigte sie ein Anderes. Und so konsumieren und reisen wir in für uns gesunder Dosierung. Wir fühlen uns gut dabei und sorgen doch noch vor.

    Einen schönen 3. Advent noch.

  6. Felix

    Noch ein kleiner persönlicher Nachtrag:

    Ich bin schon etwas älter und lebte immer wie Nr. 1, entsprechend habe ich Vermögen aufgebaut und könnte mir vieles leisten. Tue ich aber nicht, weil ich aus den lebenslang eingeübten Sparmodus (Einkaufen war mir immer ein Greul) nicht herauskomme. Ich fahre ein 11 Jahre altes Auto mit 300.000 km und freue mich wie ein Schneekönig, dass es nochmal durch den TÜV gekommen ist. Ich arbeite weiter und eher mehr als in jungen Jahren, weil ich Karriere gemacht und viel Personalverantwortung habe, obwohl ich mehr Geld habe, als ich im Rest meines Lebens ausgeben könnte. Ich stehe echt vor einem Schuhgeschäft und überlege mir, ob es wirklich sein muss, worauf meine Frau besteht, dass ich mir jetzt schon neue Schuhe kaufe , obwohl meine Dividenden ausreichen, um mir täglich 10 paar neue Schuhe zu kaufen.

    Naja jeder hat so seine Marotten und sparsam sein ist nicht die schlechteste.

  7. Markus

    Oder es ist häufiger, dass der Kfz-Typ Nr.2 mehr Nettovermögen als Kfz-Typ-Nr.1 hat…

    Unsere Weltansicht ist in den meisten Fällen nicht objektiv und sehr häufig irrational.

    In meinem verklärten & selektiven Blickwinkel kenne ich mehr vermögende Leute mit guten bis sehr guten Autos und so gut wie keinen mit einer Rostlaube.

  8. Gurki

    @Mario: Das ist mir auch aufgefallen. Entweder Ganz oder Gar nicht. Dabei gibt es ja auch ein Vorsorgen und „vorausschauendes“ Konsumieren.
    Ich finde beide Extreme unattraktiv! Gar nichts sparen ist nicht schön und alles sparen ist ebenfalls nicht schön.
    Bisschen sich was gönnen sollte jeder Mensch und ich finde das braucht man auch. Aber halt im gesunden Maße.

    Aber: Jeder wie er möchte 🙂

    P.S. Ich wäre ungern Person 1. Kein Geld, schrottiges Auto (was höchstwahrscheinlich mehr an Unterhalt kosten wird als der Mercedes). Dann lieber wie oben geschrieben so ein Mittelding!

  9. Ex-Studentin

    Ich wäre gerne Nr. 2. Denn Nr. 2 kann das Ruder noch rumreißen und in kurzer Zeit viel Geld zu Seite legen (je nach Wohnort). Ich beneide Leute mit sehr hohem Gehalt. Wer z.B. 100k verdient, kann in wenigen Jahren Vermögen und Wertgegenstände anhäufen. Sparraten von 50% sind da ein Kinderspiel, selbst mit fettem Mercedes und Rate fürs Haus. Ich würde mir gerne 1-2 zentrale Wohnungen in der Stadt kaufen, bei Unternehmungen nicht so aufs Geld achten (ein Flug mit einem Helikopter wäre cool und im Winter in wärmere Länder fliehen) und würde mir vielleicht sogar irgendwann mal ein Auto holen (bevorzugt Neuwagen oder maximal 3 Jahre alt), wenn ich das entsprechende Geld hätte. Mit Mietwohnung und Fahrrad komme ich aktuell auch gut durchs Leben, aber das ist teilweise auch einfach dem geschuldet, dass mein Gehalt nun mal endlich ist.

  10. Bankenmärchen

    Super spannendes Thema! Es geht doch auch um die Frage: Mit was bist du glücklich? Mehr materielle Dinge lösen doch die Probleme nicht. Du musst den Kampf gegen deine innere Bedürfnispyramide hier und heute gewinnen. Sei glücklich mit dem was du hast. Bist du es nicht, wird ein größeres Auto es auch nicht mehr richten. Im übrigen fahre ich einen kleinen alten Polo aus Überzeugung. Es hat für mich keine Bedeutung welches Auto ich fahre. Es muss einfach nur funktional sein. Den Wertverfall des Autos schreibe ich übrigens im Monat ab und lege den Betrag auf ein Tagesgeldkonto.

  11. Rainer Zufall

    Wir haben einen Nissan, umsomst vom Vater bekommen als der sich ein neues Auto gekauft hat. BJ 1999. 205.000 km. Als Garagenauto steht es Top da. Wir waren vor kurzem damit am Mittelmeer. Das war echt klasse.

    Ich bin Pendler, war ich schon immer und werde es vlt. auch immer sein 😉 Mit dem Auto jeden Tag 200km fahren, da habe ich keine Lust drauf, Berufsverkehr ist mir zu anstrengend. Den Zug finde ich ganz entspannt.

    Außerdem: Wir wohnen zentral in der Stadt, eigentlich brauchen wir kein Auto, da alles zu Fuss erledigt werden kann. Nur 1x im Monat gehts mit dem Sohn zu den Großeltern, da ist es ganz praktisch.

    Ansonsten bin ich ein großer Fan von Carsharing. Würde ich gerne machen, nur den Kindersitz jedes Mal rein und raus, zu nervig.

    Insgesamt: Autos sind teuer, wenn man sich überlegt, dass davon häufig 3-4 gekauft werden über die Jahrzehnte.  Ohne Probleme kommen da schnell 50.000 bis 150.000 zusammen je nachdem, nur an Anschaffungskosten. Da kann man ne Menge Unternehmensanteile bekommen 🙂

    Aber die technische Entwicklung finde ich schon echt spannend. Bin gespannt ob es in 20 Jahren selbstfahrende Autos gibt, das wäre schon toll.

     

     

  12. Christoph

    @Rainer Zufall: Dein Weg mit dem Zug ist für dich natürlich echt gut. Allerdings muss man halt immer den einzelnen anschauen. ich zB brauche das Auto. Klar könnte ich mit Bus und Bahn zur Abriet Aber anstatt 20 Minuten würde ich dann locker 1-1,5 Stunden unterwegs sein pro strecke.

    Dazu dann beim einkaufen. Laufe zwar nur 5 minuten bis Aldi und Rewe. Aber dann 2-3 6er wasserpacks, Dazu noch wocheneinkauf.. puuuuh neeee. Da gönne ich mir doch echt das Auto. Zumal der öffentliche Nahverkehr auch nicht so billig ist. Eine Jahreskarte kostet auch ca €70,00 bei uns.

    Das zahle ich derzeit an Sprit im Monat. Klar dann kommt noch versicherung, Steuer und Reparaturen dazu. Aber ich sehe da mehr den nutzen als den kosten Faktor für mich.

    @Ex Studentin. Ich kenne dein Budget natürlich nicht. Aber ich kann dir winter in Thailand empfehlen.

    Echt toll. Gerade wenn man nicht so die luxus ansprüche hat sondern eher backpacker sein will dann kann man da günstig urlaub machen und trifft herrlich nette leute aus der ganzen welt.

    Ich bin zuletzt für 440,– runter geflogen. Allerdings mit china southern. Nächstes mal packe ich lieber 200 drauf und nehme oman air oder so. Denn china soputhern dauert viel länger da über china und das bord programm war gruselig. 2-3 filme auf englisch der rest chinesisch. na danke

     

    Ud vor ort ist es echt toll. Das beste essen gibt in den kleinen Plastikstuhl Kücken oder an den Garkücken am Straßenrand. Da gibts tolles essen, komplette hauptmahlzeit ab 0,80 €

    Lecker und frisch.

    Und übernachten ist auch günstig. Wenn man so €15-€20,00 Pro nacht rechnet hat man schon was nettes. Und das beste: Bist du zu zweit kostet der bungalow immer noch nur 15-20,00 also für jeden nur noch 7,5-10 €

    einer meiner Lieblings resort am ende zum entspannen ist das hier:

    http://www.longtailbeachresort.com/page/gallery/en

    oh sehe gerade die haben jetzt auch nen pool. Hmmm hoffe das wird nicht noch ein luxus resort.. da ist man mal ein jahr nicht da.. hehe

    Da ist allerdings kein trubel mehr. Dafür kann man aber zb auch auf die fullmoonparty^^
    http://www.ksta.de/image/1510488/2×1/940/470/9e53a643e9124d9d5010a8a381aee4d5/RO/full-moon-party-thailand–1–jpg.jpg

  13. Kall

    Bonjour Tim,

    erst einmal möchte ich mich bedanken, dass du in der Regel zeitnah antwortest. Das ist nicht selbstverständlich, zeigt aber, dass du die Beiträge ernst nimmst. Ich glaube bei deinem Autovergleich liegt die Wahrheit in der Mitte. Ich gebe zu, dass ich gerne große Autos fahre. Vor 10 Jahren habe ich mir mal einen jungen Mercedes gekauft. Das Geld hatte ich damals. Heute wäre ich vorsichtiger. Ich hätte es damals besser investieren sollen, kannte mich aber gar nicht aus. Und heute weiß ich: einen guten Gebrauchten ist so wertvoll wie eine Qualitätsaktie. Im Sinne Buffets kann man einen BMW oder mercedes, der 10 Jahre alt ist, auch für 50 Cent kaufen und Freude daran haben.

    In deinen letzten Blogs hast du die ETF immer gelobt. Ich bin da wegen des Emittentenrisikos vorsichtiger . Ich hatte einen ETF Mit sogenannten Defensivchampions von einem Börsendienst. Der hat mir gut gefallen. Trotzdem habe ich verkauft. Geht der Emittent pleite, ist das Geld weg. Und das macht auch Angst.

    Trotz der gebühren finde ich dann einen guten Fond besser. meinem Sohn habe ich einen sogenannten TSI Fond, der sich an der relativen Trendstärke der Aktien orientiert und rausgeht, wenn die „Börsenampel“ schlecht steht, gekauft. Er liegt nach einem Dreiviertel Jahr etwas über 12% im Plus. Klar, ich bezahle Gebühren. Aber das Geld ist relativ sicher. Wie siehst du das?

    Ebenso spare ich für ihn seit etwa 6 Jahren für eine private Rente bei der Sparkasse. Auch das kostet Gebühren. Immerhin wird mit 3,5% verzinst. Das finde ich nicht schlecht. Hier bin ich allerdings unsicher, ob ich für seine Altersvorsorge auf den richtigen Weg bin. Ich wollte jedoch nicht nur sein Geld in Aktien anlegen. Soll ich den monatlichen Beitrag lieber anders anlegen? Auch andere User sind als Ratgeber willkommen.

    Letzte Anmerkung. Ich finde, die Märkte laufen aktuell heiß. Sicher kann keiner sagen, wann die Krise kommt. Vielleicht ist es im Augenblick besser, etwas „Pulver“ trocken zu halten? Um nachzukaufen, wenn es wieder abwärts geht?

    Beste Grüße über den Teich,

    PS: Deine Position zu Steuern teile ich fast vollständig!
    Kall

     

  14. Mattoc

    @Kall:

    Du schreibst:

    „Ich bin da wegen des Emittentenrisikos vorsichtiger . Ich hatte einen ETF Mit sogenannten Defensivchampions von einem Börsendienst. Der hat mir gut gefallen. Trotzdem habe ich verkauft. Geht der Emittent pleite, ist das Geld weg. Und das macht auch Angst.“

    Wie kann man nur so etwas schreiben?

    du schreibst über Autos, die man für 50 Cent kaufen kann, über eine Sparkassenanlage, die 3,5% Rendite bringt und letztendlich, dass ETFs einem Emittentenrisiko unterliegen.

    Sowas ist einfach nur ärgerlich, da hier ggf. Menschen lesen, die den Unsinn glauben.

    Mattoc

  15. Dividende ist der neue Zins

    Bitte auch an Firmenwagen denken, die mittlerweile in vielen Jobs Standardteil des Pakets sind.

  16. Dividende ist der neue Zins

    @Kall

    Fond? Lecker, besonders für Saucen in der Weihnachtszeit.

    Fonds (auch Einzahl) – kommt drauf an. Bewertung sollte über einen vollen Börsenzyklus erfolgen.

  17. Fit und Gesund

    ich habe kein Auto, seit 20Jahren nicht, manchmal hätte ich gerne Eins, aber es rentiert einfach nicht, ich fahre mit dem Velo zur Arbeit, nur 3km pro Weg, ausser  bei Schnee und Glatteis, da hätte ich Angst. Einkaufsmöglichkeiten sind gut zu Fuss zu erreichen, Wasserflaschen muss ich nicht schleppen da ich Hahnenburger trinke. Busverbindungen sind hier 1A und im Notfall gibt es das Taxi. Spart massig Geld.

    Typen mit Protzkarre sind nicht so mein Fall, erst recht nicht wenn die Karre nur geleast ist, ich mag Männer die anpacken können und keine Protzer !!! Aber selbst die Mädels auf der Arbeit stehen auf solche Gefährte, die fahren da im wahrsten Sinne des Wortes voll drauf ab und leasen auch. Gespart wird grundsätzlich nicht, beängstigend irgendwie, wenn die mal älter werden…

    @Christoph,

    lass Dir nur Zeit mit der Auswahl vom Wuff, ich finde es super dass Du so vernünftig gehandelt hast, der richtige Wuff kommt ganz sicher, vielleicht kannst Du Dich ja auch zu einer anderen Rasse durchringen? gibt genug arme Viecher in den Heimen.

    @Boris,

    hab mal auf Deinem blog gestöbert, Deinen Tisch find ich Klasse!

     

    @Kall,

    hast Du die WKN von dem TSI Fonds? aber wenn ich nur schon Trend höre bin ich vorsichtig… und was wird bei der Sparkasse mit 3.5% verzinst? da musst Du Dich mal genauer zu äussern, wenn schon.

    Ich finde meine ETF’s sicher bezüglich Emittentenrisiko,

    bisschen Cash zu haben ist immer gut, da geh ich mit Dir einig.

     

    @PIBE350,

    danke für das kurze Video im anderen thread, wünschte ich könnte auch dort sein, gefällt mir gut!

  18. Konsumist

    Kleine Anekdote:

    Treffen sich Autofahrer Nummer 1 und Autofahrer Nummer 2 auf der Landstraße – frontal!

     

    Äh @Tim: Wie war deine Frage nochmal???

  19. Kall

    Bonjour Mattoc und Fit und Gesund:

    Sorry, die Rechtschreibung war suboptimal .

    Mattoc:

    Wer genau liest, ist im Vorteil. Lies bitte noch einmal nach. Ich habe nicht geschrieben, dass man ein Auto für 50 Cent kaufen kann. Sondern am Beispiel Buffets mit unterbewerteten Aktien zeigen wollen, dass man Qualität auch günstig bei Konsumgütern erwerben kann. Vielleicht habe ich mich schlecht ausgedrückt, dann bedauere ich das.

    Mein Beispiel: Ich habe einmal einen E Klasse Mercedes mit 55.000 km, 9 Jahre alt, für 12.000 € gekauft. Neu hat der 74000 DM also etwa 37.000 € gekostet. Das Auto habe ich drei Jahre ohne große Reparaturen ca. 70000 weiter gefahren. Dann für 5000 € in Zahlung gegeben. Ich finde, das war ok. Kleine Neuwagen kosten oft mehr. Aber das kann jeder sehen, wie er will. Ich wollte einen Tip geben. Mehr nicht.

    Sparkassenvertrag:

    Das ist ein Rentensparvertrag, den ich für meinen Sohn 2008/9 abgeschlossen habe. Zu der Zeit gab es noch diesen Einsatz bei meiner Sparkasse. Nachteil ist, dass er erst mit Rentenbeginn fällig wird. Vorher aussteigen kostet natürlich.

    Ich selbst habe bei meiner Sparkasse die sogenannte Entgeltumwandlung gemacht. Du bezahlst 100 € brutto monatlich ein, bekommst vom Lohn aber nur 50 € netto abgezogen. Das Modell ist steuerlich begünstigt, muss aber auch bis zur Rente laufen. Und auch da bekomme ich 3,5 %. Der Vertrag stammt aus 2004/5. Auch hier kommt man vor der Rente kaum raus. Deshalb die Vergünstigungen. Das ist kein Unsinn, sondern läuft unter betrieblicher Altersvorsorge. Ruf deine Sparkasse an. Geht auch bei anderen Banken. Entgeltumwandlung kannst du sogar bei der Allianz machen (Allianz Direkt). 3,5% gibt es nicht mehr. Aber das Beispiel der Einzahlung (kann bis ca.240 € monatlich gehen) gibt es noch.

     

    Fit und Gesund:

    Der TSI Fonds (Trend Signale Indikator) hat die WKN: HAFX6Q. Er ist in Luxemburg. Bisher schneidet er nach eigenen Angaben seit der Auflegung 2014  etwa 22% besser als der DAX im gleichen Zeitraum ab. Er investiert in sogenannte Trendaktien mit hoher relativer Stärke in Deutschland und den USA. Beworben wird er im Börsenmagazin „Der Aktionär“. Jede Woche gibt es einen Überblick. Es gibt auch ein TSI Depot. Das finde ich ziemlich aufwändig. Die Performance ist allerdings in den vier Jahren, seit der Auflegung, ordentlich ca.12% im Jahr. Am besten schaue dir mal eine Ausgabe des Magazins an. Es ist oft reißerisch . Das mag ich nicht. Aber man findet auch ein paar gute Empfehlungen (Shell vor drei Monaten).

    Zudem gibt es einen Patriarch Classic Dividendenfonds, der jährlich 4% Dividenden ausschütten will . Dessen Kursentwicklung ist jedoch bisher eher enttäuschend.Den habe ich auch. Die Dividendenzahlungen sind bisher im Quartal regelmäßig erfolgt.

    Ich hoffe, meine Ausführungen sind jetzt klarer. Ich wollte nicht ausufernd im ersten Beitrag schreiben.

    Letzte Anmerkung: ich finde ETF interessant. Ich möchte halt die Sicherheit, dass wenn es kracht, nicht wie Lehmann Zertifikaten (die von Banken als 100% sicher angepriesen wurden) das Geld weg ist.

    Beste Grüße und danke für die Rückmeldungen.

    Kall

  20. Mattoc

    Ok Kall, dann war und ist es wohl wirklich deine Unwissenheit und keine Bösartigkeit. Ein wichtiger Punkt bei ETFs war und ist doch gerade, dass es ausdrücklich kein Emittentenrisiko wie bei Zertifikaten gibt und dass das Vermögen der Anleger als Sondervermögen vor einer Insolvenz des Emittenten geschützt ist. Ich verstehe überhaupt nicht, wie jemand eine Anlageentscheidung für oder gegen ETFs treffen kann, wenn diese Kerninformation nicht im Hirn ankommt. Natürlich gibt es Nebenrisiken bei Swappern und Wertpapierleihen, aber diese haben nichts mit einem wie bei Lehman eingetretenen Emittentenrisiko zu tun. Es ist wirklich wichtig, dass du das nicht nochmal schreibst.

    Danke Mattoc

  21. Kall

    Bonjour Mattoc,

    diese Information, dass ETF kein Sondervermögen sind, sondern ein Emittentenrisiko haben, habe ich einem Börsendienst entnommen. Deshalb habe ich meinen ETF, der mir gut gefiel, verkauft.

    Wenn das wirklich nicht stimmt, dann hast du vollkommen Recht. In diesem Fall sind ETF tatsächlich eine gute Alternative zur Einzelauswahl von Aktien.

    Merci Kall

  22. PIBE350

    Dann fühle ich mich Person 1 zugehöriger. 🙂

    Auto: er/sie: alte Rostlaube – ich: kein Auto

    Einkommen: er/sie: 21.000 Euro passiv (ja Tim, zu dieser Figur passt einfach passives Einkommen ;-)) – ich: 25.000 Euro passiv

    Vermögenswerte: er/sie: ja – ich: ja

    Schulden: er/sie: nein – ich: nein

     

    Mein persönliches Fazit: Ich würde immer das kleinere Einkommen vorziehen, wenn es dafür passiv ist und ich lebe lieber schuldenfrei auf kleinerem Fuß als auf größerem mit einem Sack voller Schulden.

    Mein allgemeines Fazit: Das Schöne ist, dass 1. alle Menschen unterschiedlich sind und 2. jeder der Schöpfer seiner eigenen Realität ist. Jeder kann selbst entscheiden, welchen Weg er einschlagen möchte, aber jeder hat auch jederzeit die Möglichkeit, eine andere Abbiegung zu nehmen. 😉

  23. Fit und Gesund

    @Kall,

    der Fonds ist sauteuer, hat auch eine performance Gebühr, davor hüte ich mich wie der Teufel vor’m Weihwasser, mir würde auch so ein Flossbach von Storch Fonds gefallen, genau das Gleiche, meine Meinung, ich setze voraus dass ein Manager immer gut arbeitet und nicht nur wenn ihm eine saftige Belohnung winkt,

    dann hab ich mal „Der Aktionär“ gegoogelt, kann man leider nichts mit anfangen, das TSI Depot steht nicht kostenfrei zur Ansicht zur Verfügung, und gleich sprang mir noch ein Artikel in’s Auge, wirf mir 50Euro rüber und ich mach Dich mit nem sicheren Tip reich….nie nimmer nicht würd ich sowas machen….ne… ich muss mein Geld sauer verdienen, ich halte meine Batzeli schön zusammen, 🙂

    aber danke für die Antwort, schönen Sonntag Dir!

  24. Tino

    @Rainer Zufall, Du wirst Dich freuen, denn 20 Jahre musst Du nicht mehr warten. Nachdem nun auch die Allianz aus Intel, Mobileye, BMW das Thema verstärkt neben Tesla, Mercedes, Delphi, Nvidia und anderen angeht, wird es bereits in 5 Jahren einen Sprung geben.

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

     

    @ Boris

    Sehr vernünftig!
    Ja, das stimmt. Immer mehr Amis bauen sich röhrende Auspuffanlagen ein. „Je lauter, desto besser“, denken sie:

    https://www.youtube.com/watch?v=bIpGwdLasvg&t=590s
     

    @ Slazenger

    Das Auto, das wir fahren, sagt etwas über unseren Charakter aus. Das ist kein Klischee.

    Ich habe mal den Vermögensverwalter Wes Moss aus Atlanta interviewt. Er hat Menschen von einem Marktforschungsunternehmen über das Sparverhalten befragen lassen. Er fand einen klaren Zusammenhang heraus.

    Er sagt, Leute, die einen BMW fahren, sind nicht gut im Umgang mit Geld. Zufriedener und finanziell besser gestellt sind Leute, die ein bequemes, zuverlässiges, erschwingliches Auto fahren. Meistens sind das asiatische Hersteller: Lexus, Honda, Toyota.

    http://www.myajc.com/business/personal-finance/wes-moss-rules-for-happy-retirement/7q1IVRuqBlWJAfgmUpNKVO/

    https://en.wikipedia.org/wiki/Wes_Moss
     

    @ Mario

    Wenn Du große Erfolge feiern willst, musst Du radikal sein. Wenn Du kleine bis mittelmässige Erfolge feiern willst, kannst Du die Mitte wählen. Das kann jeder machen, wie er will. Mir geht es im Blog darum, zum Nachdenken anzuregen. Das geht besser mit „Schwarz oder Weiß“ als mit Grautönen.
     

    @ Felix

    Sehr vernünftig.
     

    @ Ex-Studentin

    Ein Lebemann hat enorme Schwierigkeiten seine Verschwendungssucht umzustellen. Es sind ja Gewohnheiten. Und manchmal ist ein emotionales Problem der Grund für die Angeberei.

    Ja, Du bist zum „smarten haushalten“ bestimmt in der Lage. Da habe ich keine Sorgen.
     

    @ Bankenmärchen

    Du verhältst Dich umsichtig, vorsichtig, nachdenklich. Vorbildlich!
     

    @ Rainer Zufall

    Carsharing wird ein Riesen Trend. In New York gibt es schon an jedem Eck einen Uber- oder Lyft-Fahr-Dienst. Und neue Anbieter sprießen wie Pilze aus dem Boden.
     

    @ Kall

    Für Deinen Sohn rate ich 100% in Aktien zu gehen, weil er jung ist und gerade dann kann er das Risiko der Aktienmärkten verdauen. Er hat ja so viele Dekaden Zeit bis zur Rente. Die Aktie ist das beste Asset, das es langfristig gibt. Insofern solltest Du für Deinen Sohn 100% auf Aktien setzen. Im Idealfall per ETF. Von dem Rentensparplan halte ich nichts.

  26. PIBE350

    An Bankenmärchen: Das ist für mich auch der springende Punkt. Was nutzen einem die tollsten Dinge ohne oder auf Kredit, solange man mit nicht mit sich selbst im Reinen ist, nicht in sich selbst ruht?

    An Dividende ist der neue Zins: Guter Punkt. Meines Wissens sind die meisten Neuzulassungen (auf jeden Fall in den gehobeneren Fahrzeugklassen) Firmenfahrzeuge.

    An Fit und Gesund: Ja, wir leben zum Teil in einer Scheinwelt. Müsste man auf jedes schicke Auto und auf jedes tolle Haus einen Aufkleber mit den wahren Eigentümern anbringen, würden darauf oft Bank X, Autohaus Y oder Firma Z stehen. 😉

    An Tim: Bodo Schäfer beschreibt es so: Viele aus der Mittelschicht wollen so leben wie die Oberschicht, verhalten sich dabei aber finanziell so wie die Unterschicht. Ob Klischee oder Fakt – ich denke, dass dieser Satz nicht völlig aus der Luft gegriffen ist.

  27. Mattoc

    @Pibe

    25k passiv (Brutto nehme ich an) ist sehr beeindruckend.

    Aus welchen Einkunftsarten setzt sich dein Einkommen zusammen?

    – Ausschüttende ETFs sind mir bekannt.

    – Hast du noch Wohnungen vermietet?

    Danke

    Mattoc

  28. Christoph

    naja also vom Auto auf den Menschen zu schließen halte ich für sehr gewagt.

    Gerade als Unternehmer sind oft 7er, A8 und S Klasse Normal. Wieso? Nun teilweise fahren diese sehr große Strecken und da ist so ein Auto einfach wirklich besser als ein Kleinwagen auch wenn dieser einen auch an die gleichen orte bringen würde. Nur ist man in so einem großen Auto einfach ausgeruhter nach einer langen Fahrt.

    Hinzu kommt auch dass Unternehmer diese oft leasen. ist ein steuerlicher Vorteil.

    Und bitte nicht vergessen. gerade diese Menschen mit den fetten Autos sind Vorreiter in Sicherheit und Technik. Denn all dies wird zuerst teuer an diese Kunden verkauft bevor es nach und nach in die kleineren Klassen wandert.

    Die Autobauer machen auch mit diesen Autos den höchsten Gewinn. Wenn es diese nicht gäbe wären die anderen Autos auch deutlich teurer.

    Wenn jemand legal so ein Auto fährt und es bezahlen kann finde ich das toll. Ich habe aber kein Verständnis wenn ich Menschen in uralten wirklich nicht mehr sicheren Autos sehe. Die schleppen sich manchmal mich ach und krach über den TÜV bzw müssen nachbessern anstatt sich endlich ein neueres Auto zu kaufen.

    Sowas finde ich nicht lobenswert.

     

    @Fit: Ja so sehe ich es auch. Ach andere Rassen. Klar hab ich überlegt. Aber der Rotti hat für mich einfach die tollsten EIgenschaften wenn richtig gehalten!

    Von freundlicher und friedlicher Grundstimmung, kinderliebend, ist er sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig. Seine Erscheinung verrät Urwüchsigkeit; sein Verhalten ist selbstsicher, nervenfest und unerschrocken

    Also für mich perfekt. Aber leider in der öffentlichkeit sehr verschrien

     

  29. Rainer Zufall

    Hi Christoph, ja manchmal geht’s halt nicht, ohne Auto, stimme Dir da zu. Es kommt halt stark drauf an wo man wohnt.

    Wir haben eine schöne Wohnung in unmittelbarer Nähe zum Hbf gefunden, da lohnt es sich mit dem Zug zu pendeln. Aber das geht nicht immer und macht nicht immer Sinn. Und dann ist ein Auto natürlich wichtig.

    @ Tim – Uber, tolle Sache. Würde ich auch nutzen.

  30. PIBE350

    An Mattoc: Es handelt sich um den Nettowert. Ja, Mieteinnahmen und Kapitalbeteiligungseinkünfte kommen noch dazu.

    PS: Tims Figuren wurden natürlich fiktiv erstellt, aber dieser Blog richtet sich in erster Linie an Leute, die Figur 1 näherstehen. Also macht ihm das bitte nicht zum Vorwurf. In einem Konsum- und Luxus-Blog würde halt Figur 2 besser wegkommen, aber dort möchte ich nicht Leser sein. Bis später! 😉

  31. Dorothea Hainer

    Hallo alle zusammen!

    Ich bin neu hier und auch wieder nicht, denn ich habe mir seit ein paar Wochen die Mühe gemacht a l l e Artikel von Tim und die meisten Kommentare dazu zu lesen. Irgendwann hatte ich geplant einzusteigen, warum nicht heute.

    Warum ich hier hängengeblieben bin? Gerade weil Tim das gebetsmühlenartig wiederholt was wir eigentlich alle wissen und was doch oft so schwer einzuhalten ist. Manchmal habe ich schon gedacht:“nicht schon wieder“ und bei der „Einbauküche “ muss ich immer schmunzeln. Aber Tim schafft es immer wieder die Quintessenz neu zu verpacken und interessant zu beschreiben. Das gefällt mir und ich fühle mich in meinem eigenen Verhalten bestätigt.

    Da ich vor habe mich jetzt öfter an den Diskussionen zu beteiligen, will ich es mal bei dieser Einleitung belassen.

    Zu dem Artikel von heute, ich finde auch, dass Tim hier ein bisschen zu schwarz/weiß sieht. Sicher gibt es viele, die sich nur eine Rostlaube leisten können, weil das Geld für mehr nicht reicht, weil das Einkommen zu gering ist. Und sicher gibt es genug Vermögende, die sich locker ein dickes Auto leisten können und immer noch genug Geld auf der Bank haben.

    Aber es gibt auch genau die, die Tim beschreibt. Und welche dazwischen, zu denen ich mich zählen würde. Ich könnte mir ein dickes Auto leisten. Ich will es aber nicht. Es hat für mich keine Bedeutung und deshalb bin ich nicht bereit, dafür viel Geld auszugeben. Deshalb fahre ich aber noch lange keine Rostlaube sondern habe mir ein neues, kleines Auto gekauft. Nie würde ich allerdings ein funkelnagelneues Auto nehmen, sondern immer einen Jahreswagen. Dann habe ich noch ein bisschen gehandelt und bin insgesamt mit ein paar tausend Euros weniger Ausgaben aus dem Laden gegangen.

    Ich finde, wem es Spaß macht ein großes oder schnelles oder besonders sicheres Auto zu fahren und er kann es sich leisten ohne seine Anlageziele aus den Augen zu verlieren, der soll es sich leisten. Nicht jeder der ein solches Auto fährt macht es um anderen zu imponieren, deshalb bin ich gegen pauschale Verurteilungen.

    Was Tim aber ausdrücken will ist schon klar und damit hat er mal wieder recht.

    Zum Einstand: Gruß an alle.

    Dorothea

  32. Kall

    Bonjour Tim,

    danke für deinen Rat. Wahrscheinlich werde ich es so machen.

    Fit und Gesund: vergiß die reißerische Werbung. Die ist tatsächlich blöd.

    Du kannst im Internet eine E Ausgabe für ca. 4 € kaufen. Dann siehst du alle Depots, falls es dich interessiert.

    Schönen Sonntag

    Kall

  33. DerSparer

    Hallo,
    ich habe vor einem halben Jahr begonnen, mir ein Depot aufzubauen. Mein Ziel ist es, in ca. 10 Jahren relativ finanziell unabhängig zu sein. Hierzu kann ich rund 2.000 EUR pro Monat sparen.
    Bin derzeit eher ein Fan von US Aktien. Ich lege auch Wert darauf, gute Dividenden zu erhalten.
    Wuerdet ihr jeden Monat investieren oder lieber z.B nur einmal im Jahr? Was ist gerade auf eurer watch List? Finde zur Zeit Novartis interessant.
    Grüße
    DerSparer

  34. chaostrader

    @Sparer

    Ich würde JETZT investieren, sobald das Geld vorhanden ist. Also bei den Beträgen alle 1, 2 Monate. Das ist zumindest theoretisch langfristig gesehen der beste Weg. Kurzfristig greift man damit natürlich oft ins Klo.

    > Bin derzeit eher ein Fan von US Aktien.

    Gefühle sollte man aus dem Investieren rauslassen. Ich sag nur „past performance not indicative of future results“, „reversion to the mean“, abnehmender Anteil der US-Wirtschaft an der globalen Gesamtheit usw.

    An die Mittelweg-Geher: muss jeder selbst wissen. Die Zeit bis zur finanziellen Unabhängigkeit hängt NUR von der Sparrate ab, nicht vom Verdienst, auch wenn das einige nicht verstehen wollen. Man muss sich halt bewusst sein, dass der Mittelweg durchaus 10, 15 Jahre oder mehr bis zur FI/RE bedeuten kann. Und dass mehrere dicke Neuwagen im Leben durchaus bedeuten können, dass man FI/RE nie erreicht.

  35. Karl

    „Er verdient 22.000 Euro im Jahr. Sein Nettovermögen ist ordentlich. Es umfasst mehrere hunderttausend Euro.“

     

    Wie bitte soll das funktionieren? Selbst bei extrem sparsamer Lebensweise.

  36. 2 € Fan

    Hallo,

    auch ich lese bereits seit einiger Zeit heimlich, still und leise mit 😉

    Ein interessanter Blog, der es tatsächlich schafft, einen immer wieder zu motivieren. Allerdings bin ich der Ansicht, so ein wenig „gönnen“ schadet niemandem. Ich habe Menschen erlebt, die auf dem OP-Tisch vor einer großen OP lagen und meinten: „Meine Frau und ich haben immer gesagt, dass wir uns ein schönes Leben in unserer Rentenzeit machen und nun bin ich seit ein paar Wochen in Rente und habe Krebs“. DAS relativiert!!! Nichts gegen sparen und vor den Ausgaben nachdenken, aber das Leben kann auch sehr kurz sein. Ich denke, ein guter Mittelweg ist nie verkehrt.

    Euch allen noch eine schöne Adventszeit!

     

     

     

  37. Karl

    @Christoph

    Dass geleaste Autos für Unternehmer einen steuerlichen Vorteil darstellen, ist ein Mythos.

     

  38. Andrea

    Chaostrader, wer die finanzielle Unabhängigkeit erreichen will, kommt nicht umhin, einen großen Anteil seines Verdienstes zu sparen, 50 Prozent oder mehr. Insofern meine ich auch, dass Tims Beiträge hier in Ordnng gehen, auch wenn sie extrem erscheinen.

    Wer sich nur ein Zubrot zur Rente sparen will, kann auch weniger sparen.

    In meinem Fall ist es so, dass ich schon vom Alter her (51) die finanzielle Unabhängigkeit kaum noch so erreichen kann.     Da müsste schon mein Mann sterben ( was ich nicht hoffen will) und ich dann die Wohnung erben und verkaufen. und in eine kleinere umziehen. Nee, so weit will ich gar nicht erst denken und hoffenn, dass so etwas nie eintritt.

    D.h. für mich ist es besser, bis zur Pension weiterzumachen. Ich spare im Moment ca. 40 Prozent des Einkommens und hoffe, dann den frühestmöglichen Renteneintritt wählen zu können. Und vielleicht kann mein (jüngerer) Mann nach meinem Tod noch ein schönes Leben mit dem Geld haben, wenn ich es ihm vererbe. Deshalb plane ich, nur die Dividenden auszugeben und den Aktienbestand zu lassen.

    D.h. es ist wichtig, zu wissen, welche Ziele man hat. Für mich ist es nicht ganz so wichtig, jeden Cent zu sparen, ich kann mir auch ab und zu etwas Schönes leisten und spare immer noch viel.

    Die Darstellung von Tim klingt manchmal extrem, aber es kann sich jeder selber daraus nehmen, was er möchte. Und ich denke, es gibt für alle Vorstellungen die passenden Blogs, wo man sich wohl fühlt. Das ist hier halt der „extrem-sparen-und-buy-and-hold-blog“

  39. Mattoc

    Chaostrader

    https://www.msci.com/documents/10199/46aa6590-4ca0-4bfb-bc51-3ca9c297c4ff

    Hier sieht man, dass sich Nordamerika in den letzten 15 Jahren nur unwesentlich besser entwickelt hat als der MSCI World und schlechter als der MSCI ACWI IMI.

    Wenn du also der Meinung bist, dass es sich nicht lohnt, in den USA zu investieren, weil sie sich langfristig schlechter entwickeln als andere Märkte, dann kann man nur noch in sehr exotischen Ländern investieren.

     

    ich persönlich weiß auch nicht, was man da machen kann. Daher lasse ich alles einfach möglichst breit diversifiziert weiterlaufen.

    Richtig glücklich bin ich damit aber nicht. Ich habe ehrlich gesagt auch schon darüber nachgedacht, den Bankensektor weltweit als ETF oder Osteuropa als ETF zu kaufen, denn man soll ja kaufen, wenn die Kanonen donnern. 🙂

    MSCI Europe Banks:
    https://www.msci.com/documents/10199/46aa6590-4ca0-4bfb-bc51-3ca9c297c4ff

  40. chaostrader

    Wenn du also der Meinung bist, dass es sich nicht lohnt, in den USA zu investieren, weil sie sich langfristig schlechter entwickeln als andere Märkte, dann kann man nur noch in sehr exotischen Ländern investieren.

    Sicher lohnt es sich, in den USA zu investieren. Man sollte es halt nur nicht übertreiben und weit über 50% in US-Unternehmen versenken.

    ich persönlich weiß auch nicht, was man da machen kann.

    Einfach (fast) alles kaufen und rebalancieren. Und der Strategie treu bleiben. Wäre mein Vorschlag.

    Daher lasse ich alles einfach möglichst breit diversifiziert weiterlaufen.

    Eben.

  41. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    PIBE350

    Ja, Bodo Schäfer beschreibt das treffend. Danke dafür!

     

    Dorothea Hainer

    Merci für Dein Interesse. Es freut mich, wenn Du hier eifrig am Lesen bist.

     

    Andrea

    Danke. Du verstehst mich. Es geht mir darum, wachzurütteln. Wenn es niemand nicht passt, findet die Person bestimmt einen passenden Blog. Es gibt so viele Blogger…

  42. Der Ratlose

    Hab mal versucht Person 1 und 2 zu vereinen: Habe mir 2001 gebraucht (60.000km) eine Protzkarre (Porsche 911) gekauft. Hat mittlerweile 387.000km drauf und ist heute fast doppelt soviel Wert wie damals:-). Denke man kann das alles nicht so pauschal sagen, wobei mich die Tendenz das neue Autos fast LKW-Format (Bild 2) haben schon wundert, schön finde ich das nicht, aber ich habe viele Bekannte die sowas mögen…gebe Tim insofern schon etwas recht, dass ein Auto eine gewisse Aussagekraft haben KANN.

    Beste Grüße

  43. Markus

    @Kall

    „Ich hatte einen ETF Mit sogenannten Defensivchampions von einem Börsendienst. Der hat mir gut gefallen. Trotzdem habe ich verkauft. Geht der Emittent pleite, ist das Geld weg.“

    Das BDCI-Zertifikat ist kein etf!!!

    Ein Zertifikat hat ein Emittentenrisiko und ein etf ist Sondervermögen…

     

  44. Freelancer Sebastian

    Hey Markus,

    schau doch mal im Phil Town Forum vorbei. Gibt Post.

    Hoffe du bist der richtige Markus 😉 .

  45. Ein Mitleser

    @ Tim
    warum gibt es bei Dir immer nur schwarz oder weiß (arm oder reich, konsumgeil oder sparsam)? Sicher, mit steigendem Einkommen steigen in der Regel auch die Ausgaben. Aber, wer zum Geier bist Du denn, dass Du über jeden meinst bescheid zu wissen? Was ich sagen will; es gibt durchaus auch den „Autofahrer Nummer 2“, der einen riesigen (bar bezahlten!) Mercedes fährt, in einem (abbezahlten) großen Haus mit drei Schlafzimmern lebt, keine Konsumschulden hat und auch sein Girokonto nicht überzogen hat. Er verdient 80.000 € im Jahr und hat ein Nettovermögen i.H.v. 300.000 € – in bar!

     

  46. Fit und Gesund

    Lustig, beim Thema Auto wird hier dann doch emotional reagiert 🙂  na ja, wer keine dicke Karre hat, kann auch bei den Mädels nicht punkten, bei mir auf der Arbeit ist das so, selbst die Mädels fahren gerne dicke Schlitten…

     

  47. pommes

    ganz schön viel Stammtisch hier  ;).

    Im Endeffekt kommt es doch nur auf Eines an, wenn die Person trotz dem Besitz eines Autos immer noch eine hohe Sparquote/ Rate schafft, dann soll er es sich doch leisten, wenn er es benötigt. Aber von Besitzern einer „Edel“Automarke auf Charakterlichezüge (unglücklich, dumm, chronisch Pleite, Minderwertigkeitskomplexe) zu schließen die man nicht im Straßenverkehr (objektiv ;-)) messen kann halte ich für gewagt. Man kann sicherlich genauso gut die Statistik so verbiegen, dass das Gleiche für alle Besitzer von Apple Produkten heraus kommt.

    Persönlich habe ich es mit Autos immer so gehalten: so lange man nicht mehr als ca. 25% des Bruttojahresgehalt für die Anschaffung ausgibt und ein Auto wirklich braucht, war es okay. Ein Auto kann einen eine Menge Lebensqualität geben. Nicht jeder wohnt in der Großstadt mit perfekten Nahverkehr. Es gibt viele die im abbezahlten Haus sitzen und auch nicht um sich das Auto zu sparen wieder in die Stadt ziehen wollen (weils Gesamtkostentechnisch wahrscheinlich nicht mal billiger wird). Bei anderen ist die Familie und Freunde quer übers (Bundes)land verteilt etc.

    Viele Grüße von einem glücklichen „Edelmarken“ Fahrer, der seine Karre nicht zum prollen braucht (was auch recht schwer wird beim dem Baujahr des Wagens :D), aber Autos schätzt die nicht klappern und auch noch nach 9 Jahren fahren wie frisch von Band, auch nach etlichen Kilometern.

    pommes

  48. Christoph

    Ich bin verwirrt. Wieso sollte man nich stark in US Aktien einsteigen?

    Ich sehe es gerade andersrum. Die werden immer stärker.

     

    a.) Es wird ein riesiges Konjunktur Programm geben

    b). Es wird große Steuererleichtuerungen geben

    c) Regulierungen werden deutlich zurück gefahren

    d) die Steuer auf aus dem Ausland zurückgeholtes Geld wird drastisch sinken. Dadurch haben die US Unternehmen wirklich Berge von Geld verfügbar. Diese werden entweder an die Investoren geben und oder für Investitionen und Übernahmen genutzt.

    e) die USA haben einfach die Unternehmen mit den größten Innovationen

    f) die großen US Unternehmen verkaufen sowieso alle global womit man sowieso eine weltweite Streuung hat

     

  49. Oli garch

    hallo zusammen, hallo tim

    danke für deine Beiträge, ich bin erst seit kurzem auf deiner Webseite. Ich habe fast alle Berichte und viele Kommentare durchgelesen.

     

    danke für die Motivation, ich habe zwar Kind u d Familie, doch seit ich deinen Blog lese, fällt mir das Sparen einfacher.

     

    Zu deinem Autobeitrag

    ich selber fahre einen über 20 jährigen Mercedes. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto. Ab und zu gibt es Reperaturen, die ich selber erledigen kann. Die Rostvorsorge muss ich leider in andere Hände (teurere Hände ?) geben.

    dies ist es mir aber Wert.

     

    ich lebe in der Schweiz und hier gibt es eine Mfk (tüff). Und es ist immer ein Kampf ein altes Auto über die Mfk zu bringen. Ich verstehe all jene Leute, die sich diesen Stress nicht antun wollen.

    der grösste Feind der Finanziellen Freiheit, ist meiner Meinung nach der Staat.

     

    gez. oli garch

  50. PIBE350

    Chaotrader: ,,An die Mittelweg-Geher: muss jeder selbst wissen. Die Zeit bis zur finanziellen Unabhängigkeit hängt NUR von der Sparrate ab, nicht vom Verdienst, auch wenn das einige nicht verstehen wollen. Man muss sich halt bewusst sein, dass der Mittelweg durchaus 10, 15 Jahre oder mehr bis zur FI/RE bedeuten kann. Und dass mehrere dicke Neuwagen im Leben durchaus bedeuten können, dass man FI/RE nie erreicht.“

     

    Ich würde wegen der besseren Vergleichbarkeit das Wort Sparrate durch das Wort Sparquote ersetzen und weitere Faktoren hinzufügen wollen (Rendite, Zeit und natürlich etwas Glück/Geschick), stimme dir aber ansonsten zu: Mit ,,Mittelmäßigkeit“ kann man die finanzielle Unabhängigkeit, insofern man dieses Ziel überhaupt hat, maximal in einem höheren Lebensalter erreichen. Mit der durchschnittlichen Sparquote der Deutschen (rund 10 Prozent, wobei diese Quote wahrscheinlich auch Ansparungen für Urlaube usw. beinhaltet) höchstwahrscheinlich nie.

    Wer nicht mit einem goldenen Löffel zur Welt gekommen ist, muss leider in jungen Jahren radikal und extrem vorgehen. Nach Erreichung des Ziels kann man es dann ruhiger angehen lassen.

    Am Ende entscheidet natürlich jeder selbst, aber ich würde immer den radikalen Weg bevorzugen: Man gibt über einen kürzeren Zeitraum extrem Gas und hat danach für eine längere Zeit komplett Ruhe.

    Ich respektiere natürlich jeden, der andere Lebensziele hat. 😉

    Kennt einer von euch den 50er-Klub (Ziel: FU mit 50 Jahren) auf http://www.wallstreet-online.de/forum/72-1-50/die-50-er? Den habe ich letztens durch Zufall entdeckt und mal das Archiv durchgeblättert.

    Aua, die Gründung war ausgerechnet in der Dotcom-Blase. Dementsprechend war der Anfangshype. Danach wurde es immer ruhiger. Viele hatten sich wohl böse verzockt.

  51. Markus

    @Pibe

    „Die Zeit bis zur finanziellen Unabhängigkeit hängt NUR von der Sparrate ab, nicht vom Verdienst, auch wenn das einige nicht verstehen wollen.“

    Das Wörtchen „Nur“ halte ich für zu pauschal.

    Wenn man so eine extreme Sparrate fährt, die man nicht mehrere Jahre durchhalten kann ist ein  guter Verdienst doch sehr hilfreich, um ein halbwegs soziales Leben führen zu können.

    Für die meisten bedeutet die FU eine Depotsumme im Bereich von 600 k – mehreren 1000 k um eine passive Grundsicherung mit der 4 % Regel zu haben.

    Ein 6 stelliger Jahresverdienst, oder überdurchschnittliches Gehalt ist da in meiner Denkweise doch ein 1a Vorteil und ein zeitlicher „Wegverkürzer“.

    Darf ich fragen wie alt du bist und wie Du die 25 k passiv in welchem Alter geschafft hast?

    Den Weg dazu zu erfahren, wäre interessant!

  52. chaostrader

    @christoph

    Ich bin verwirrt. Wieso sollte man nich stark in US Aktien einsteigen? Ich sehe es gerade andersrum. Die werden immer stärker.

    Ansichtssache.

    a.) Es wird ein riesiges Konjunktur Programm geben

    b). Es wird große Steuererleichtuerungen geben

    c) Regulierungen werden deutlich zurück gefahren

    d) die Steuer auf aus dem Ausland zurückgeholtes Geld wird drastisch sinken. Dadurch haben die US Unternehmen wirklich Berge von Geld verfügbar. Diese werden entweder an die Investoren geben und oder für Investitionen und Übernahmen genutzt.

    Was interessieren mich die nächsten 2,3 oder auch 5 Jahre? Zumindest mein Anlagehorizont beträgt mehrere Jahrzehnte. 40 oder mit Glück 50 Jahre.

    Ob das wirklich alles so eintritt weiß momentan keiner, das ist nur eine Vermutung. Prognosen sind halt schwierig, vor Allem wenn die die Zukunft betreffen.

    e) die USA haben einfach die Unternehmen mit den größten Innovationen

    Ach ja. American Exceptionalism. Gods own country und so…

    f) die großen US Unternehmen verkaufen sowieso alle global womit man sowieso eine weltweite Streuung hat

    Deutsche und chinesische Unternehmen verkaufen anteilig noch viel mehr im Ausland. Trotzdem wäre jeder ein Idiot, der nur auf diese zwei Länder setzt.

    Im übrigen hat die USA ein riesiges Handelsbilanzdefizit und eine exponentiell steigende Verschuldung. Die wird auch Mr. Trump nicht großartig bremsen können. Noch ein paar Verdoppelungen der Schuldensumme und die Kacke ist wirklich am Dampfen. Verschuldung = Wohlstand auf Pump.

    Die US-Industrie liefert „nur“ ca. 25% der Weltwirtschaftsleistung, hat aber um die 50% Marktkapitalisierung. Ist also mal grob geschätzt 100% überbewertet. Die aufstrebenden Industrienationen wachsen viel schneller und der Anteil der US-Wirtschaftsleistung am globalen Gesamtmarkt wird in Zukunft weiter abnehmen.

    Sicherlich hat die USA die letzten paar Jahre outperformt. Das wird sich aber irgendwann auch wieder ändern. Nennt sich Reversion to the Mean und irgendwann wird sich der Trend auch mal umkehren. Hats in der Vergangenheit immer wieder mal gegeben.

    Also wenn deine Kristallkugel dir Infos gibt, die dir langfristig verlässlich eine Überrendite verschafft und erlaubt schlauer zu sein als der Rest des Marktes, dann Glückwunsch, meine ist gerade etwas trüb. Also bleib ich bei meiner Strategie und kauf einmal den ganzen Planeten, rebalanciere ab und zu und kassiere so noch etwas mehr als die Marktrendite.

  53. PIBE350

    An Markus: Ich fand dieses Wörtchen auch etwas zu pauschal, weil der Plan nur aufgehen kann, wenn man mehrere Faktoren berücksichtigt.

    Ansonsten bin ich eher auf Chaostraders Seite. Die Sparquote ist schon entscheidend. Bei gleichen Renditeannahmen kann jemand mit einem niedrigeren Einkommen als Person X genauso schnell ans Ziel kommen, wenn beide die gleiche Sparquote haben. Zum Beispiel 30 Prozent.

    Ein höheres Einkommen hilft nur, wenn dadurch die Sparquote anwächst. In der Regel handeln Menschen aber so: höheres Einkommen —> höhere Ausgaben. Oder sie sagen: ,,Ach, wenn ich bloß ein höheres Einkommen hätte, dann …“ 😉

    Zur 4-Prozent-Regel kann ich nicht viel sagen, weil ich ein Anhänger diversifizierter Einkommensströme bin. Ich würde nicht alles in Dividendenaktien schaufeln.

    Aber bleiben wir bei dieser Regel: Ich persönlich bräuchte dann keinen Depotwert von 600.000 oder gar mehreren Millionen Euro, um mich frei fühlen zu können. Dieser Punkt ist zu individuell.

    So gesehen war meine minimalistische Lebenseinstellung auch ein Wegverkürzer. Den anderen Wegverkürzer, dein genanntes 6-stelliges Jahresbruttoeinkommen, hätte ich mit Sicherheit nicht abgelehnt, aber es kam niemals dazu. Nicht mal annähernd. 😉

    Aber verschiedene Ansichten sind in Ordnung. Ich fokussiere mich eher auf die Ausgabenseite, du auf die Einnahmenseite. Am Ende zählt die aus diesen beiden Variablen resultierende Sparquote. Zuzüglich Rendite und Zeit.

    Ich bin jetzt 31, die 25.000 Euro sind der aktuelle Wert. ,,Frei“ war ich schon bei weniger als der Hälfte. Meine Renditehebel waren eine private Kapitalbeteiligung und Immobilien. Aktien bzw. Dividenden kamen erst letztes Jahr dazu. Dieses Jahr noch Gold als reine Absicherungsmaßnahme. Mal schauen, was die Zukunft bringen wird. Ich arbeite aktuell an der Erschließung einer weiteren Quelle.

    Dein Weg interessiert mich natürlich auch, also hau in die Tasten. 😉

  54. Fit und Gesund

    @PIBE350,

    ich kann nur sparen und eben anlegen so gut es geht, ich hätte auch gerne noch eine weitere Einnahmequelle, aber so P2P Sachen kommen nicht in Frage, ein ebook über xxx? (gibt schon hunderte unnütze ebooks und ich kann mir schlecht vorstellen dass sich das rentiert), Telefonhotline für gebrochene Herzen?, letzthin sah ich bei uns einen Aushang „Ich habe Zeit für Sie, ich höre geduldig zu pipapo…“ das wär sowas von ätzend, man könnte aber nebenbei stricken und die Sachen dann auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen *lach*

     

    hat Deine nächste Einnahmequelle was mit Reisen zu tun? das wäre doch ideal für Dich?

    kurz und gut, da ist glaub nix für mich mit dabei, entweder man braucht ein Talent oder gut Geld um sich an was zu beteiligen.

    apropos Beteiligen, mal noch eine Frage, @all,

    investiert wer in Beteiligungsgesellschaften wie Areal oder Indus?

  55. Markus

    @Pibe350

    Danke für Deine Antwort. Die private Kapitalbeteiligung und Immobilien würden mich im Detail genauer interessieren. Insbesondere mit den Faktoren wenig Startkapital und Deinem Alter stellen sich mir da gleich mehrere Fragen.

    Wenn Du magst, schreib mir ne Mail oder ich schreibe Dir, wenn Tim uns da hilft.?

    Bin da etwas vorsichtig, altmodisch und mir ist Diskretion wichtig.

    @Tim

    Könntest Du Pibe350 bitte meine E-Mail mitteilen?

    @Pibe350

    Nein, meine Prioritäten sind nicht nur auf der Einnahmen Seite. Ich halte beide Seiten für sehr wichtig.

    Die Idee mit gewaltiger Sparquote hat m. E. auch den Verstaendisfehler, dass viele Denken, man spart extremst bis zum Ziel… aber dass man danach genauso sparsam sein sollte wie zuvor, ist bei vielen dieser Faust Formeln einigen nicht klar.

  56. PIBE350

    An Fit und Gesund: Du machst das bestimmt prima, auch wenn ich deine aktuelle Situation nicht im Detail kenne. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Manchmal gehört auch etwas Glück dazu, sich neu auftuende Möglichkeiten rechtzeitig zu erkennen. Es war nur ein grundsätzlicher Gedanke: Je mehr finanzielle Standbeine und je weniger finanzielle Verpflichtungen man hat, desto weniger kann man allgemein ins Schwanken geraten. Ja, wahrscheinlich etwas mit Reisen.

    An Markus: Kein Problem, wenn dir dies so lieber ist.

    Gute Nacht, ihr Lieben.

  57. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Ein Mitleser

    40% der Deutschen haben praktisch keinerlei Ersparnisse.

    http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/umfrage-so-gehen-die-deutschen-mit-geld-um/12193818.html?p=3&a=false&slp=false#image

    10% sind überschuldet. Und immer mehr Menschen droht die Altersarmut.

    Mein Blog soll zum Nachdenken anregen. Ich möchte etwas positiv verändern.

    Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der der Protzschlitten und die Gucci-Tasche zum guten Ton gehören. Natürlich sind die Beispiele eben nur Beispiele. Es gibt logischerweise Grautöne. Wie soll ich es sonst erklären, wenn wir nur über die Grautöne sprechen?

     

    Oli garch

    Ob der Staat der Feind Nr. 1 der finanziellen Freiheit ist, keine Ahnung. Der Staat hat auch Vorteile. Er bietet uns etwas: Sicherheit, Sozialleistungen, Infrastruktur, Kultur… Ich denke, in erster Linie sind wir Menschen selbst unser größter Feind auf dem Weg in die finanzielle Freiheit. Ich gebe ungern anderen die Schuld und suche sie am liebsten immer zuerst bei mir selbst.

     

    @ Markus

    PIBE350 hat Deine Email. Da wirst Du bestimmt bald eine Antwort erhalten.

  58. Colibri

    @Kall: Ich kann Tim nur beipflichten, der _sanfte_ Ausstieg aus der Rentenversicherung für Deinen Sohn (und Umschichtung in Qualitätsaktien) ist sicher eine gute Idee. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, anstelle der Kündigung zunächst eine Laufzeitverkürzung bei der Versicherung zu beantragen (im meinem Fall betrug die Wartezeit bis zum regulären Ablauf dann nur noch 3,5 statt 30 Jahre), und anschließend eine Beitragsfreistellung. Es hat dazu geführt, dass anstelle eines Rückkaufwertes von 16k, der bei einer Kündigung zum 1.6.2013 gezahlt worden wäre, schließlich zum 1.12.2016 ca. 22k ausgezahlt worden sind. Einschränkend muss man dazu sagen, dass es sich um eine KLV handelte, die vor 2005 abgeschlossen wurde und deshalb nach exakt 12 Vertragsjahren steuerfrei auslaufen konnte. Bei einem Vertrags aus 2008/2009 wird der Vorteil der Laufzeitverkürzung vermutlich geringer ausfallen. Der Bund der Versicherten kann helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Ich bin jedenfalls froh, nicht gekündigt zu haben. 37,5 % in 3,5 Jahren, das sind ca. 9,5 % p.a. – da hat sich das Warten auf die Auszahlung doch gelohnt. Aufgrund der Beitragsfreistellung konnten die eingesparten Beiträge außerdem sofort in Aktien investiert werden.

    @Kall: Die betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung ist für Normalverdiener meines Erachtens fast immer ein Minusgeschäft. Ja, es gibt die viel bepriesene Steuerstundung, aber die Verträge haben hohe Kosten und in der Auszahlungsphase muss man den Krankenversicherungsanteil auf die Betriebsrente allein tragen. Außerdem sinkt durch die Entgeltumwandlung typischerweise die Höhe der zu erwartenden gesetzlichen Rente. Interessant ist die Entgeltumwandlung meist nur für den Arbeitgeber, denn der spart sofort und endgültig Sozialversicherungsbeiträge. Und natürlich für die Versicherungsindustrie, die sich an den so genannten Direktversicherungen (die anderen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgungen lasse ich mal außen vor) eine goldene Nase verdient.

    Bestens

    Colibri

     

     

  59. Couponschneider

    @PIBE350:

    ,,An die Mittelweg-Geher: muss jeder selbst wissen. Die Zeit bis zur finanziellen Unabhängigkeit hängt NUR von der Sparrate ab, nicht vom Verdienst, auch wenn das einige nicht verstehen wollen. Man muss sich halt bewusst sein, dass der Mittelweg durchaus 10, 15 Jahre oder mehr bis zur FI/RE bedeuten kann. Und dass mehrere dicke Neuwagen im Leben durchaus bedeuten können, dass man FI/RE nie erreicht.“

    Die Sparrate hängt aber wiederum vom Verdienst ab. Wer wenig Erwerbseinkommen hat, kann die Sparrate nicht dermaßen hochschrauben, weil es ein Existenzminimum gibt. Man muss wohnen und essen, man braucht Strom, man braucht Versicherungen. Die Kosten für die Bildung darf man auch nicht vergessen. Und langweilen will man sich ja auch nicht.

    Entscheidend ist, dass man in jungen Jahren ordentlich Gas gibt. Das habe ich schon vor fast drei Jahren drüber geschrieben: http://couponschneider.blogspot.de/2014/01/in-jungen-jahren-gilt-sparen-wie-ein.html

    Der Hebel sind die frühen Jahre. Mein Geringverdienerbeispiel ist interessant. Der pumpt in den ersten fünf Jahren 7200 € p.a. in den Aktienmarkt und am Ende macht dies mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens aus.

    Ich kann diesem gemächlichen Sparen nichts abgewinnen. Seid aggressiv in jungen Jahren, der Rest kommt dann von alleine.

    Meine Depot ist in den letzten Tagen auf über 190000 € geklettert. Die Dividenden werden wahrscheinlich ca. 500 € netto pro Monat im kommenden Jahr ausmachen. Das ist  toll, das spürt man dann richtig, wie gelassen man wird. Ab  und zu mache ich Hochrechnungen, was aus dem Depot wird, wenn ich nichts mehr von meinem Gehalt reinbuttere. Angenommen, ich hätte immer noch 4 % p.a. Kurswachstum. Die Dividenden würde ich verkonsumieren. Ich hätte in 30 Jahren ein Depot von 619488 € Wert. Das würde dann ja immer noch ca. 4 % Dividenden ausschütten, auf den künstigen Kurswert: Das wären etwas mehr als 24000 € p.a. an Dividenden, also 2000 € pro Monat. Darauf müsste man noch Steuern zahlen, blieben ca. 1400 € übrig. Erwerbseinkommen hätte ich dann auch noch bzw. gesetzliche Rente.

    Ich könnte es mir heute schon richtig gut gehen lassen. Aber mir fehlt es ja heute an nichts bei meiner hohen Sparrate.

  60. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Couponschneider

    Ein Nebenjob in jungen Jahren und schon kannst Du 7.000 Euro in Aktien tun, wenn Du 20 oder 22 Jahre alt bist. Es ist kein großes Gehalt nötig, um finanziell frei zu werden.

  61. PIBE350

    An Couponschneider: Diese Diskussion hatte ich bereits mit Markus. Als Minimalist, Frugalist oder wie auch immer man diesen Personenkreis nennen möchte, spiele ich grundsätzlich lieber auf der Ausgabenseite Mäuschen, wenn jemand angibt, ,,nichts“ sparen zu können. Tims Ratschlag mit einer Nebentätigkeit ist ebenfalls hilfreich, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich dadurch nicht wenige sofort persönlich angegriffen fühlen. Zins und Zeit spielen natürlich auch eine Rolle.

    Was das Ziel FU angeht: Es gibt kein allgemeingültiges Patentrezept, aber ich stimme dir zu, dass man es nur erreichen kann, wenn man die ausgetrampelten Pfade der Massen verlässt. Dies gilt umso mehr, je früher man es erreichen möchte. Du bist auf einem guten Weg. 😉

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