Durchschnittsrenter bekommt 1.300 Euro brutto


New York, 21. Mai 2016
Aletrsarmut. Eine Frau sucht nach Pfandflaschen im Müll.

Altersarmut. Eine Frau sucht nach Pfandflaschen im Müll. Das ist Alltag in Deutschland! Wer 45 Jahre in die Rentenkasse einzahlt, kann im Schnitt mit 1.300 Euro brutto rechnen. Das ist ein Witz. Wer zahlt schon 45 Jahre ohne Unterbrechung ein?

Es ist eine Blamage für die Bundesregierung. Die Fraktion „Die Linke“ hat die Regierung gefragt, wie viel Rente ein Durchschnittsverdiener nach 45 Jahren Beitragsjahren erhält. Es sind ganze 1.300 Euro Rente. Ein Witz! Dagegen erhält ein Lehrer 3.000 Euro Pension. Ein Berufssoldat kommt auf 2.900 Euro. Ich finde: Die Pensionen sind fair. Die Renten der Arbeitnehmer sind lausig und damit unfair in meinen Augen.

Was wir haben, ist ein Rentensystem, das die Arbeitnehmer schlechter stellt. Ich bin daher für eine Stärkung der gesetzlichen Rente. Aber was macht Berlin? Das Gegenteil: Sie kürzen das Leitungsniveau der gesetzlichen Rente weiter. Es ist ein Wahnsinn, was unsere Bundesregierung anstellt. Das Wort „Politiker“ ist für mich mittlerweile ein Schimpfwort. Manch ein Politiker wird über die Altersarmut denken: „Ist mir doch völlig egal. Ich bekomme genug Pension. Das passt.“

Ich finde gut, dass „Die Linke“ den Finger in die Wunde legt, wobei ich mit deren Wahlprogramm natürlich nicht in allen Punkten übereinstimme. Die gesetzliche Rente muss dringend erhöht werden. Warum? Ich stehe auf der Seite der vielen Bürger, die es im Alter schwer haben werden, um über die Runde zu kommen. Mir tun diese Menschen unglaublich leid.

Wobei es natürlich Lebemänner gibt, die gut verdienen und alles verpulvern. Die tun mir nicht leid. Da denke ich: „Selbst schuld“.

Absolut doof sind jene, die den Lotto-Jackpot gewinnen und all das Geld binnen eines Jahres verballern. Die Millionen sind dann weg. Ich denke oft darüber nach, wie dumm diese „Glücklichen“ sind. Dümmer geht kaum, oder?

Es ist so einfach. Wer die Millionen gewinnt, muss nur Folgendes machen: Sie kaufen sich ein solides Haus mit Cash (das Haus sollte nicht zu teuer sein). Sie legen den Rest des Lottogewinns in solide Dividendenzahler an. Zudem halten Sie einen ausreichenden Festgeldbestand bereit. Sagen wir 20.000 Euro. Das wars! Dann können Sie in Ruhe das Leben genießen. Sie müssen nicht mal arbeiten. Sicherlich können Sie arbeiten, wenn Sie mögen. Sie haben mit der finanziellen Unabhängigkeit die freie Wahl zu tun, was Sie wollen. Das ist großartig.

Aber was Sie als Lottogewinner nicht machen dürfen: Mit dem ganzen Luxus-Kram anfangen. Sie sollten eben keine dicken Autos, große Villen, teure Kleidung, Luxusreisen kaufen. Besser fangen Sie erst gar nicht mit dem Luxus-Kram an. Denn dann gehen Sie schneller pleite, als Sie sich ausmalen können.

Kommen wir zurück zu den Arbeitnehmern und der lausigen Rente. Was können Sie machen? Hart arbeiten, sparsam leben, motiviert sein, anderen helfen, weiterbilden, lesen. Sie kennen ja bestimmt das Sprichwort: Das Glück ist mit den Tüchtigen. Das stimmt. Ich bin froh, dass mir meine Eltern Sparsamkeit und das engagierte Arbeiten schon als Kind eingetrichtert haben.

Ich halte das langfristige Aktiensparen für die Lösung des Rentenproblems. Im Idealfall kaufen Eltern an dem Tag, an dem das Baby zur Welt kommt, einen S&P-500-Indexfonds für 1.000, 5.000 oder 10.000 Euro. Damit wären viele finanziellen Probleme des Nachwuchses gelöst.

Wenn Sie das mit dem Indexfonds zur Geburt verpasst haben, können Sie das nachholen. Wenn Ihr Kind, sagen wir, 14 Jahre alt wird, schenken Sie ihm ein Aktiendepot zum Geburtstag. Das Kind soll mit Ihnen entscheiden, welche Aktien gekauft werden und wie viel Geld es einzahlen möchte. Wenn Sie das gut erklären, wird Ihr Nachwuchs das mögen. Das Geld ist dort besser aufgehoben, als in zusätzliche Spielsachen, von denen gibt es zu viele. Am Spielzeug verlieren die Kids eh schnell das Interesse.

Kinder sollen verstehen, was übertriebener Konsum für Folgen haben kann. Schulden sind Ausdruck eines falschen Anspruchsdenkens. Lebemenschen geben schnell 1.000 Euro aus. Dafür nehmen sie Schulden auf. Das führt dazu, dass die Kosten des Konsums steigen (Zinsen). Und die Wünsche immer größer werden.

Schuldenfrei zu sein ist ein großartiges Gefühl. Es ist ein Gefühl frei zu sein. Im Endeffekt geht es doch nur darum: Arbeiten, anstrengen. Und den Lebensstil nicht ausschweifen lassen.

Nehmen Sie Thomas C. Davis. Er residiert in Dallas in Texas. Der 67-järhige war Investmentbanker. Er war Chairman von Dean Foods, der größte Milchproduzent in Amerika. Er lebte auf großem Fuss. Seine Kosten liefen aus dem Ruder. Er nahm Schulden auf. Um seine finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen, ging er ins Kasino nach Las Vegas zocken. Das verschlimmerte seine Situation. Er verlor noch mehr Geld. Die Schulden wuchsen ihm über den Kopf.

Davis sah einen Ausweg aus dem Schuldendilemma: Als Aufsichtsratschef gab Insidertipps an seinen Freund William Walters. Walters handelte die Dean-Foods-Aktie mehrmals, nachdem er illegal Insiderinformationen von seinem Freund erhalten hatte. Der Staatsanwalt kam beiden auf die Schliche. Jetzt kommen zu den Schulden vermutlich noch Gefängnisstrafen (PDF) hinzu. Der Fall zeigt: Man muss einfach seinen Lebensstil im Griff haben. Wer das nicht kann, der kann in Teufels Küche kommen.

Es ist im Endeffekt alles eine Frage der Einstellung. Wenn man keinen Weg aus der Misere sieht, findet man keinen. Davis hätte einen Ausweg finden können: Hart arbeiten. Ehrlich sein. Kosten in den Griff bekommen. Er hätte sich ausmalen können, wie sein Leben mit weniger Schulden sein könnte. Er hätte an seine Familie denken sollen. Kleineres Haus, kleines Auto, weniger Kosten.

Für den „normalen Konsumenten“ gilt genau das gleiche. Finanzielle Freiheit ist möglich, wenn Sie es erreichen wollen. Behalten Sie Ihre Ausgaben im Blick. Wenn Sie Kosten sparen, ist das wertvoller als ein Bonus vom Chef, denn die Einsparung ist steuerfrei und womöglich dauerhaft.

Kleinerer Handy-Vertrag, kleineres Auto, kleineres Zuhause. Es gibt immer Lösungen. Sie müssen es nur wollen.

Wir haben alle Wahlmöglichkeiten. Jeden Tag. Leben Sie innerhalb Ihrer Verhältnisse. Ich finde, Konsumschulden sind keine gute Wahl. Denn so kann ein Teufelskreis der Schuldenaufnahme beginnen – wie der tiefe Fall des Investmentbankers und Aufsichtsrats Davis zeigt.

Der Absturz von Ex-Karstadt-Chef Thomas Middelhoff hat Parallelen: Helikopterflüge, Yacht, Charterjets, Villen, Piaget-Uhr… Übrigens wird das Leben von Middelhoff als Komödie verfilmt. Ein bekannter Filmemacher aus Köln arbeitet an dem Projekt.

DAVOS/SWITZERLAND, 25JAN07 - Thomas Middelhoff, Chief Executive Officer, KarstadtQuelle, Germany captured during the session 'Ensuring Future European Growth' at the Annual Meeting 2007 of the World Economic Forum in Davos, Switzerland, January 25, 2007.  Copyright by World Economic Forum    swiss-image.ch/Photo by E.T. Studhalter +++No resale, no archive+++

DAVOS/SWITZERLAND, im Januar 2007. Damals stand Thomas Middelhoff noch auf der großen Bühne als Chef von KarstadtQuelle. Hier nahm er beim „World Economic Forum“ in Davos an der Sitzung „Ensuring Future European Growth“ teil. Später folgte die Pleite von Karstadt und seine Privatinsolvenz.
(Copyright by World Economic Forum swiss-image.ch/Photo by E.T. Studhalter, Wikipedia, No resale, no archive)

Es ist der helle Wahnsinn, wie viele Menschen in Deutschland mit Konsumschulden leben. Diese Leute nutzen vielfach nicht ihren gesunden Menschenverstand. Schon der Kauf des Autos auf Pump ist ein Irrweg. Die Leute bilden sich ein, sie hätten ein wunderschönes Auto „verdient“ – ohne das Geld dafür zu haben.

Wer seine Schulden komplett tilgt, ist gedanklich frei. Dann haben Sie Ihr Leben im Griff. Der Schlüssel zum finanziellen Erfolg ist das Anspruchsdenken. Fahren Sie Ihre Ansprüche runter. Nicht rauf. Denn zu große Wünsche führen Sie letztendlich ins Elend.

Es geht um das Setzen von Prioritäten. Lernen Sie zum Beispiel sparsam einzukaufen. Sie brauchen nicht von allem immer das Neueste und Beste. Seien Sie emotional stabil. Gehen Sie arbeiten. Sparen und investieren Sie. Bringen Sie den Schneeball (Ersparte) per Indexfonds oder Aktien ins Rollen.

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Bringen Sie den Schneeball ins Rollen. Es ist mühsam. Aber irgendwann beginnt er dank des Zinseszinses zu wachsen.

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Investieren führt mit der Zeit zum Wohlstand. Es erfordert eben Disziplin. Machen Sie sich über das Auf und Ab an der Böre keine Sorgen. Niemand weiß, wohin die Börse kurzfristig laufen wird. All das Gerede im Börsenfernsehen ist Quatsch. Wenn die Aktien-Wahrsager im TV wüssten, wohin die Börse tatsächlich laufen würde, wären sie längst alle reich in Rente gegangen. Ich halte die Börsen-Wahrsager für TV-Clowns.

Machen Sie nicht den Fehler, schnell reich werden zu wollen. Das geht meist schief. Lieber langsam. Schritt für Schritt. Seien Sie schlau. Setzen Sie sich Ziele. Ändern Sie Ihr Anspruchsdenken.

Fazit: Bodenständig zu bleiben, zahlt sich im Leben aus.

PS: Wenn Sie Ihren ausufernden Konsum in den Griff bekommen wollen, dann empfehle ich Ihnen dieses Buch: Mehr vom Geld: Finanzielle Ziele erreichen durch erfolgreiches Geldmanagement im Alltag.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Durchschnittsrenter bekommt 1.300 Euro brutto

  1. Lois

    Hallo Tim,

    als bisher stiller Mitleser möchte ich mich für deinen tollen Blog bedanken.

    Danke auch an all die Mitposter für die niveauvollen Diskussionen.

    Beim Sparen liegen wir zwar nicht ganz auf einer Wellenlänge, haben aber viele Gemeinsamkeiten.

    Letztendlich sollte man sich auch mal etwas gönnen. Und das kann auch durchaus teuer sein. Sei es ein neues Auto, ein intensiv gepflegtes Hobby oder ein Urlaub. Aber man sollte nur nicht alles haben und überall mithalten wollen. Und dazu glauben das nur das beste gut genug ist. Letztendlich bekommen viele Geldprobleme, weil sie einfach alles wollen.

    Ansonsten hast du recht. Ein Spaziergang am Strand und eine Joggingrunde durch den Wald kosten eben kein Geld und können wirklich schön und entspannend sein, auch wenn das nicht jeder glaubt und das Geld lieber in teure Freizeitparks und Fitnessstudios trägt.

    Wenn man sich so ein bischen einschränkt und bewusst konsumiert bleibt dann auch Geld zum Sparen.

    Für mich gibt es keine reichen und armen Leute sondern nur zufriedene und unzufriedene. Und ob jemand zufrieden ist oder nicht hat nicht zwangsläufig was mit den finanziellen Möglichkeiten zu tun. Das kann man doch hier schön nachlesen. Viele deiner Leser sparen, verzichten dafür auf einige Dinge (die für andere unentbehrlich wären) und sind trotzdem superzufrieden. Auf der anderen Seite kenne ich aber auch Leute, die vor Geld stinken und sich einiges leisten können aber dennoch eine ständige Unzufriedenheit an den Tag legen.

    Zur Aktienanlage

    Früher glaubte ich mit Aktien verdient man Geld, wenn man sie zu einem tiefen Kurs kauft und dann später zu einem höheren verkauft. Das ist aber leider ein Trugschluss, da das Timing schwierig bis unmöglich ist. Mittlerweile weiss ich, das man mit Aktien einfacher Geld verdient indem man sie einfach nur kauft und liegen lässt. Bin zwar nicht so extrem B&H wie du, das traden habe ich aber schon längst aufgegeben.

    Leider schätzen die meisten Deutschen Aktien völlig falsch ein indem sie glauben das damit nur gezockt wird. Eigentlich müssten sie sich nur gründlich informieren und sie würden schnell merken um was es bei der Aktienanlage wirklich geht.

    So jetzt habe ich eigentlich viel mehr geschrieben als ich wollte.

    Bleibt mir noch euch allen weiterhin viel Erfolg zu wünschen und eine weiterhin angenehme Gesprächsatmösphäre in diesen tollen Blog.

    viele grüße

    Lois

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Lois

    Danke für Deine weisen Worte.

    Klar soll sich jeder etwas Besonderes gönnen, wenn er/sie das mag. Es sollte im Idealfall im Rahmen der eigenen Möglichkeiten bleiben. Jeder hat ja Wahlmöglichkeiten. Jeder ist seines Glückes Schmied.

  3. Fabian S.

    Hallo Tim,

    ich würde die gesetzliche Rente ganz abschaffen und jeder AN bekommt den Bruttolohn ausgezahlt und kauft damit Aktien und fertig!

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S.

    In der Theorie wäre das besser. Ja, die Rentenversicherung ist eigentlich unnötig. Aber vergesse nicht, dass viele Menschen unvernünftig sind. Sie geben ihr ganzes Geld aus und haben später nichts. Deshalb brauchen wir die Rentenkasse. Ich denke da wirklich an den „kleinen Mann“.

  5. Couponschneider

    Ich bin der Auffassung, dass eine Kürzung der Rente eine Stärkung der Rente ist. Man muss das System von der Einnahmenseite her sehen. Es bringt nichts, sich zum Ritter der sozialen Gerechtigkeit adeln zu lassen, wenn man die Renten anhebt, aber damit die Wirtschaft abwürgt. Wir haben zu hohe Abgaben und geringe Eigenkapitalquoten. Wir brauchen weniger und nicht mehr Steuern und Abgaben. Die Rente und andere Sozialleistungen müssen gekürzt werden. Der höheren Lebenserwartung muss Tribut gezollt werden. Man kann nicht auf immer und ewig an den 65 Jahren festhalten. Dazu reicht Volksschule Sauerland. Wir müssen länger arbeiten. Spezielle Regelungen für körperlich anstrengende Beruf kann und muss geben. Dann gehen die Dachdecker halt früher abschlagsfrei in Rente. Die große Masse heute aber arbeitet vom Schreibtisch aus. Diese Leute können ruhig länger. Ich würde sogar länger wollen; ich bin ja auch so ein „Schreibtischtäter“.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Couponschneider

    Ich schätze Deine Meinung. Aber nicht in diesem Fall: Die Folge von einer kleineren Rente wird sein, dass noch mehr Senioren zu Sozialfällen werden und dem Staat letztendlich auf der Tasche liegen.

  7. der der hier gerne mitliest

    Wieder ein Beitrag der mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Danke 🙂

  8. Oliver

    Hallo Tim,

    danke für die Betrachtungsweise. Gerade die gesetzliche Rente ist in Deutschland – neben so einigen anderen Sachen – inzwischen ein Trauerspiel. Die Leute werden nur noch verarscht. Ich hatte in einen anderen Blog die folgende Fragen zu gesetzlichen Rente gestellt:

    Wo mir allerdings die ganz junge Generation zu locker bzw. lethargisch ist, das ist die Nullreaktion auf die Ausbeutung eines nicht eingehaltenen Generationenvertrages bzgl. der heutigen Renten. Ich frage mich immer wieder, warum da kein Wiederstand kommt und nicht mal ernsthaft hinterfragt wird, warum sich gegenwärtig aufgrund dem Kauf von Wählerstimmen Leute sich mit 63 ins Rentenleben verabschieden dürfen auf Kosten der jungen Beitragszahler? Aber gut, das ist euer Geld und wenn ihr es euch so leicht nehmen lässt, ist es vielleicht doch richtig. Mir würde das zu denken geben.

    Die Antwort kann man auf diesem Link lesen:

    https://exstudentin.wordpress.com/2016/05/18/alternde-gesellschaft-notwendige-optimierungen-unseres-sozialsystems/

    Letztendlich geht es um die eigene Zukunft und was mir wirklich an Deutschland auffällt ist die allgemeine Lethargie. Das geht bei anderen Sachen wie GEZ (sicher kein Topthema, aber passend zu so vielem, was gegenwärtig schief läuft), munter weiter. Ich möchte es alles gar nicht aufzählen.

    Klar kann man sehr gut gegensteuern, wenn man eine gute Ausbildung absolviert hat und in der Lage ist, einen anspruchsvollen Job auszufüllen, der gut bezahlt wird. Aber viele können das nicht und dazu kommt, das ihnen durch die Politik vorgegaukelt wird, dass Riester die Lücke schon füllen wird. Daran glauben auch heute sehr viele Menschen in Deutschland. Was das Investieren betrifft, wird man allerdings in den nächsten Jahren feststellen, dass es weiter erschwert wird. Es besteht in gewissen Kreisen der Konsens, das Kapitalerträge zu niedrig versteuert seien und es wird immer wieder gerne der Pauschalsatz von 25% angeführt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich diese Leute durchsetzen werden und gerade, weils so schön die Stimmung der einfachen Leute trifft, hier noch mehr zuzugreifen. Das Thema ist schwierig und ich bin, was unsere Regierung betrifft, mehr als pessimistisch. Sie bekommen noch nicht mal ein vernünftiges Rentensystem hin. Im Gegenteil, die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, das das Rentensystem und die Sozialsysteme immer schwächer und teurer werden. Dafür hört man dann sehr häufig das Wort „gerecht“ und wenn man da genauer zuhört, bedeutet dieses „gerecht“ nur, das es für weite Teile der Bürger wieder teurer wird, weil mehr Abgaben verlangt werden.

    Im Grunde kannst Du recht dankbar sein, dass Du dich in den USA etabliert hast. Dort ist sicher auch nicht alles optimal, aber diese schleichende Enteignung, die in Deutschland stattfindet, ist einfach nicht zu fassen.

    Bei mir war es vor ein paar Tagen wirklich so weit, dass ich mich informiert habe, wie man in Tschechien eine Firma gründet. Unsere liebe Frau Nahles will neue Gesetze zur Freiberuflichkeit herausbringen, die u.a. sehr viele IT-Berater sowie andere Freischaffende kriminalisieren werden. Wahrscheinlich werde ich bald tschechischer Unternehmer. Die Steuern sind wesentlich günstiger (war nicht mein primäres Ziel) und man kann in Ruhe vor sich hin arbeiten.  Aber mir fällt es gedanklich immer schwerer, dieses System zu unterstützen.

    Ansonsten, die Dinge im Artikel gehen natürlich alle in die richtige Richtung.

  9. Selberdenker

    Vielen Dank für die Erinnerung an das Rentenniveau.

    Es ist wirklich empörend!

    Es wäre weniger empörend, wenn es so wäre, dass eben nicht mehr Geld da wäre. Denn was nicht da ist kann man auch nicht verteilen.

    Aber so ist es ja nicht.

    Seit der Jahrtausendwende wurde dem kleinen Bürger mit den Hartz4-Arbeitsmarkt- und Sozialgesetztreformen viel abverlangt.

    Doch diese Reformen zeigen jetzt, mehr als ein Jahrzehnt später, ihren Erfolg und Ertrag.

    Noch mitte 2015 hatte Herr Schäuble von einem üppigen Milliardenüberschuss im Steuersäckel berichtet. Und für 2016 und die Folgejahre wurde ähnliches prognostiziert.

    Es wäre genug Geld da gewesen um auch Industriearbeitern und -angestellten eine würdige Rente zu zahen und um damit anzufangen die überbordenden Schulden der öffentlichen Haushalte zurückzuführen.

    Nur, so wie es jetzt aussieht, ist diese historische Chance nun wohl vertan.

    Jeder halbwegs Informierte weiss wohin die Milliaden welche eigentlich dem kleinen Bürger(Rente) und seinen Kindern(Schuldenabbau) zustehen, inzwischen verpulvert werden (müssen).

    Und so bleibt es wohl bei steigender Altersarmut unter Otto Normalverbraucher, und Normalrentner.

    Hauptsache die Damen und Herren Berufspolitiker, Beamten und anderen aus öffentlichen Geldtöpfen Versorgten stehen gut da und können sich weiter wichtig machen.

    Aktiensparen kann sicher eine Alternative für den Kleinbürger sein.

    Aber das basiert ja auch wieder auf privater Industrie und den damit verbundenen Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung und die Fähigkeit der Unternehmen Dividenden zahlen zu können.

    Kein Vergleich also zur sicheren, sorglos-Versorgung aus öffentlichen Haushalten bei Staats- und Landesbediensteten, Beamten, Politikern etc.

    Meine Meinung dazu ist: Was in diesem Lande geschieht ist einfach nur zum Kotzen. Um es sehr SEHR vorsichtig auszudrücken.

  10. Alsie

    Irgendwie schizophren:

    Auf der einen Seite wird die Erhöhung der gesetzlichen Rente gefordert, auf der anderen Seite das Plädoyer für die private Vorsorge mit Aktien. Na was denn nun ? Es ist ja nur begrenzt Geld vorhanden, und jede Lösung um die eine Seite zu stärken lässt weniger Geld für die andere Seite übrig.

    Meine Rentenbeiträge zahle ich aus meinem Arbeitslohn. Höhere Rente heißt für mich erstmal, mehr Abgaben (an die jetzigen Rentner, ob ich davon in Jahrzehnten noch genauso was bekomme ist ja sehr ungewiss) leisten zu müssen. Dann bleibt mir netto wieder auch nur weniger Geld für mein privates Aktiensparen übrig.

    Und so schön und bequem es ist, eine Erhöhung der Rente zu fordern (wer würde da nicht zustimmen ?… bis man mal fragt, wer’s denn auch letztendlich bezahlen soll), ist das alles relativ müßig wenn nicht auch die Lösung dafür mitgegeben wird, woher das Geld dafür kommen soll.

    Selbst so „No-Brainer“ wie die allumfassende Bürgerrente (Abschaffung und Zusammenlegung separat priviligierter Pensionssysteme) sind letztlich auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein in Anbetracht der Demographie. Wenn 2050 oder so es tatsächlich so kommen wird, dass von der Alters/Bevölkerungsstruktur her EIN Arbeiter EINEN Rentner versorgen muss (jetzt sind wir ja schon beim Verhältnis 2:1 und es knarzt an allen Ecken), dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

    -Wenn der Rentner eine „gute Rente“ (alles über 1300€ ?) haben will, muss der Arbeiter eben jeden Monat >1300€ seines Lohns abgeben, oder

    -Wenn der Arbeiter noch einigermaßen was behalten soll, bleibt halt für den Rentner weniger übrig.

    Steigende Abgaben oder sinkende Renten, so ist eben die Mathematik in einer Welt, in der es nunmal keinen „free lunch“ gibt. Selbst andere Vorschläge wie die Abschaffung der Kopplung von Arbeiterlohn und Rente und die komplette Steuerfinanzierung lösen das Problem nicht (dann werden eben die „Steuern“ statt „Abgaben“ steigen müssen, wenn die Renten steigen sollen, was für die meisten Menschen auch nur ein Taschenspielertrick ist).

    Habe ich die Lösung ? Nö, aber zumindest tue ich auch nicht so. Von mir aus könnten wir auch mal wieder etwas mehr Sozialdarwinismus versuchen (kommt doch eh sowieso, wenn das System von selbst zusammenbricht). Rentenabgaben (von mir aus schrittweise) zurückfahren, und den Leuten knallhart sagen dass das freigewordene Mehreinkommen zur privaten Vorsorge gedacht ist. Wer dann trotzdem noch seine Kohle lieber verplempert, ist selbst Schuld und darf sich nicht mehr darauf verlassen, das andere für ihn schon die Rechnung übernehmen werden und im Alter mit durchfüttern. Das „erzieht“ dann schon mit der Zeit ganz automatisch von selbst zur stärkeren Eigenverantwortlichkeit (musste früher, bevors staatliche Rente gab, ja auch jeder selbst dafür vorsorgen, durch Vermögensaufbau und/oder Kinder auf die man sich verlassen konnte).

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ der der hier gerne mitliest

    Gratulation. Gut, dass Du auf dem richtigen Dampfer bist.

     

    @ Oliver

    Das stimmt schon, dass das Volk zu passiv ist. Es müsste den Politikern auf die Füße treten, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

    Aber als einzelner kann man wenig machen. Man ist der schlechten Politik in Berlin ausgeliefert. Da kann jeder einzelne nur das Beste aus der gegebenen Situation machen. Das heißt die finanzielle Unabhängigkeit als Ziel für mich. Dann bin ich frei vom Stress und Druck. Und kann machen, was ich möchte.

     

    @ Selberdenker

    Ja, die Mini-Rente nach 45 Jahren ist in der Tat empörend. Das Aktiensparen ist wirklich den Skeptikern zu empfehlen. Am besten über ein Indexpapier wie den S&P 500. Und nur langfristig. Daneben kann jeder andere Säulen fürs Alter aufbauen wie Nebenjob, schuldenfreies Eigenheim, vermietete Wohnung…
     

    @ Alsie
    Eine höhere Rente einzufordern, heißt ja nicht, dass es so kommt. Man kann sich leider nicht auf die Politik verlassen. Daher ist das Aktiensparen zu empfehlen. So kann man finanziellen Frieden erreichen.

    Übrigens bekommen die Österreicher eine viel bessere Rente als wir Deutschen. Das funktioniert. Was soll daran so schlecht sein?
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/altersversorgung-warum-oesterreichs-rentner-viel-mehr-geld-bekommen-als-deutsche-1.2818161

    Zu Deinem Vorschlag, die Rentenleistung zu kürzen und zu hoffen, dass die Menschen schon freiwillig sparen, da bin ich skeptisch. Millionen Menschen leben von der Hand in den Mund. Sie geben alles aus, was sie haben. Das geht so nicht. Dann wird die Altersarmut ganz schlimm aus dem Ruder laufen. Ich wäre fürs zusätzliche Zwangssparen für die Rente. Jeder MUSS aus dem Gehalt (am besten mit Hilfe des Chefs und Staates – steurlich vorteilhaft) sparen. Und zwar jeden Monat oder jedes Jahr ein prozentuales Minimum vom Einkommen. Keine Ausrede. So macht es Australien. Das ist clever.

  12. Der Träumer

    Hallo Tim,

    ich bin auch ein stiller Mitleser und habe eine Frage an dich. Warum bevorzugst du als etf Anlage den S&P 500 und nicht den breiter gestreuten MSCI World als Basis Anlage. Vielen Dank für deine Antwort.

    besze Grüße aus nrw

  13. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Der Träumer

    Das ist Geschmackssache. Beides ist gut.

    Ich neige aber eher zum S&P-500-Index, weil der amerikanische Kapitalismus den anderen Ländern ökonomisch überlegen ist. Zumindest bislang. Es spricht viel dafür, dass sich das so forsetzt, wenn ich mir Google, facebook, Airbnb, Uber, Snapchat, Amazon, Visa, Berkshire…. anschaue.

    Die 500 größten US-Konzerne sind auch weltweit tätig. Insofern hast Du da eine gewisse Weltstreuung drin.

  14. Felix

    Hallo Tim,

    den ETF-Sparplan für meine Kinder habe ich zum Glück seit deren Geburt laufen (auch dank der Informationen aus Blogs wie deinem).

    Das nächste Ziel und gleichzeitig die Herausforderung in einigen Jahren heißt: Finanzwissen vermitteln und aufklären. Daher möchte ich an dieser Stelle nur an einen Punkt auf deinen Beitrag eingehen, der mich inspiriert hat.

    „Wenn Sie das mit dem Indexfonds zur Geburt verpasst haben, können Sie das nachholen. Wenn Ihr Kind, sagen wir, 14 Jahre alt wird, schenken Sie ihm ein Aktiendepot zum Geburtstag. Das Kind soll mit Ihnen entscheiden, welche Aktien gekauft werden und wie viel Geld es einzahlen möchte. Wenn Sie das gut erklären, wird Ihr Nachwuchs das mögen.“

    Bisher war in meinem Kopf nur der Gedanke: hoffentlich verplempern die das viele Geld nicht sofort, wenn sie 18 werden und den Fond übernehmen.

    Dein Ansatz gefällt mir deutlich besser. Ich werde versuchen umzudenken.

  15. Der Träumer

    Danke Tim für deine Antwort. Ich lese deinen Blog regelmäßig und finde hier Gleichgesinnte – das fühlt sich gut an. Ich arbeite in einem deutschen dax Konzern, die Arbeit fällt mir schwer. Ich lege wesentliche Teile meines Gehaltes breit gestreut an und habe den Traum das es mir ermöglicht unabhängiger von meiner Arbeit zu werden. Es fällt mir nicht schwer unter meinen Verhältnissen zu leben, eher das Gegenteil ist der Fall. Ich habe den Traum eines Tages von meinen kapitaleinkünften leben zu können. Und mich dann Aufgaben zu widmen die mir selber wichtig sind. Was mir bei der Geldanlage ein im Weg steht ist meine eigene Risikotoleranz. Ich habe derzeit einen sech stelligen Betrag auf auf dem Tages /Giro Konto.weiteres Geld ist in Festgeldern geparkt. Mein Weg ist der wertpapiersparplan da ich versuche das timing Risiko zu minimieren. Echt Krisen habe ich schon mit gemacht, allerdings mit eher überschaulichen Beträgen. Dein Block bestärkt mich in meinem Weg. Danke für deine tollen Beiträge

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Felix

    Gut gemacht mit dem Indexfonds zur Geburt des Kindes! Das ist weise. Ich finde: Es stellt sich gar nicht die Frage, ob passiver Indexfonds oder aktives Aktiendepot. Mache doch beides parallel. Lasse den Indexfonds laufen. Und ergänze ein Aktiendepot, wenn das Kind alt genug ist, um es zu verstehen. Es geht ja bei beiden Ideen gar nicht darum, Unsummen zu investieren. Es ist ja auch ein Stück Lernen fürs Leben damit verbunden. Das ist ja das eigentlich wichtige daran. Die Botschaft ist doch: Gebe nicht Dein ganzes Geld für die doofe Angeberei aus. Lege Teile Deines Geldes schlau an und lasse es für Dich arbeiten, damit das Leben entspannter wird, wenn Du älter bist.

     

    @  Der Träumer

    Danke für die offenen Worte. Danke für das Lob. Ja, das Aktiensparen ist mühselig. Manchmal denkt man, man kommt nicht voran. Es kann ganz schön zäh sein. Aktien sind langfristig jedenfalls besser als Festgelder. Wobei ein bequemes Finanzpolster (Sparbuch, Festgeld…) sollte jeder haben. Jeder sollte seinen eigenen Weg/Mix finden.

  17. Ben

    Angeblich haben die ostdeutschen Frauen durchschnittliche Rente nur 500 Euro im Monat. Das ist aber fein, wenn sie noch dazu monatlich 1000 Euro Dividenden aus Aktien hätten und keine Miete für Wohnung zahlen.

    Tim,

    Auf deinem Blog kannst du frei reden, gell? Aber bei deinem Arbeitgeber = in der deutschen Lügen-Presse darfst du kein Wort von Value-Investing und Verbot von Stop-Loss-Order schreiben, gell? In der deutschen Lügen-Presse bist du dafür bezahlt, so wie alle anderen Autoren dort auch, auf extrem teure Aktien mit KGV 50, KBV 6, KUV 5 Werbung zu machen und diese werden dann mit Verlust 15% auf Stop-Loss-Order verkauft, damit Börse Online und Euro am Sonntag vor Klagen der Leser geschützt sind. Und das ist von dir nicht schön, dass du auf deinem Blog der Menschheit hilfst (wenn du einmal etwas von niedrigen KGV, KBV, KUV hier schreibst und nicht nur über US Millionäre) und auf der anderen Seite in der deutschen Lügen-Presse der Menschheit schadest, sowie alle andere Autoren mit Chefredakteur zusammen. Die “Lügen-Presse“ das ist nicht nur Scherz von Pegida, aber völlig richtige Bezeichnung für alle deutschen Anleger Magazine, Zeitung, Radio B5, TV: N24, NTV, ARD usw. Wo täglich gelogen wird: “Anleger sind nervös“, “Unsicherheit vor der Zinsänderung von FED“, “Anleger haben Gewinne mitgenommen“.

    Warum verliert heute DAX 1%, das sind die größten Lügen in allen deutschen Medien. Ich weiß nicht, warum täglich gelogen werden muss. Warum sagen die dummen Lügner in allen deutschen Medien nicht einfach: “Der DAX hat heute 1% verloren. Der größte Verlierer war die Aktie ….. Der größte Gewinner war die Aktie …… Wer keine Aktie mit Verlust verkaufte, hat auch nix verloren. Den Anlegern ist es Wurst, ob FED 0,2% oder 2,0% Zins macht, sie werden Aktien behalten und weitere kaufen.“ Warum musst dort ständig über die Gründe des Absturz -1% gelogen werden.

  18. Sergent Garcia

    @Ben

    Solange es genügend Leute gibt, die für die von Dir genannte „Lügenpresse“ Geld ausgeben und die Artikel lesen solange wird das sinnfreie Nachschieben von nebulösen Begründungen für tägliche Bewegungen auch weitergehenden. Wer die dort genannten Empfehlungen kauft, der ist doch selbst schuld. Es gibt ja auch Leute, die kaufen die Topwerte von Otte, Müller und anderen Fonds nach. Oft ohne diese zu kennen.

    Schlimmer sind doch legale Tricksereien wie „Analystenempfehlungen“ oder die „Geisterhand“ an Verfallstagen, die die Kurse in gewünschte Richtungen manipuliert.

  19. Rugier

    @Ben

    Na Na Na Ben, ein bisschen aufpassen, du kriminalisierst hier Menschen und wie man so schön in der Türkei sieht, wird auf Menschen Journalisten geschossen, weil sie angeblich Lügen und in diesem Fall doch die Wahrheit über Erdogan geschrieben haben.

    Wenn gewisse Parteien oder Gruppierungen ständig von der ´´Wahrheit´´ sprechen muss ich mich Fragen warum sie das andauernd betonen müssen. Je mehr diese Gruppen glauben sie sind der Wahrheit näher und der Rest sind die Lügner ist man schon mitten drin im totalitären Kreis siehe Islamischer Staat, Linksextremismus, Sekten, Rechtsextremismus einfach ausgedrückt, jede Form des Radikalismus.

  20. Tobias F.

    Wenn man als Kommentator in einem Blog schreibt ist man dort Gast! Und wenn man eine kontroverse Meinung vertreten möchte, gehört es sich, diese mit Respekt zu äußern und auf persönliche Angriffe zu verzichten.

     

    Weiterhin fragt man sich, woher der Frust kommt? Hat da jemand Geld verloren, weil er Tipps aus der „Lügenpresse“ (ich mag dieses Wort nicht!) umgesetzt hat?

  21. Fit und gesund

    Ich frage mich tatsächlich welchen Gewinn Leser Ben aus seinen völlig respektlosen Äusserungen zu ziehen gedenkt, muss das sein???

     

    1300 Euro für ein Leben lang gearbeitet haben, puh… verdammt wenig, wieviele HartzIV-Empfänger (es gibt ja schon ganze Generationen davon) hat er damit wohl unterstützt, die nie etwas zum Gemeinwohl beigetragen haben, ich mag an sowas gar nicht denken. Malochen wird nicht wirklich belohnt.

  22. Der Malachit

    Hallo zusammen!

    Ich lese auch gern in Tims Blog. Die Vielzahl der Kommentare zeigt die Gegensätzlichkeit der Betrachtungsweisen. Das belebt dieses Blog ungemein, zeigt aber auch, dass es den Königsweg wohl nicht gibt.

    Meine Betrachtungsweise stimmt mit der von Tim weitgehend überein. Das System bevorzugt natürlich die das System tragenden Kräfte. Dazu gehören eben die verbeamteten Staatsdiener. Pensionen, Renten und die dazu gehörigen Rechenkunststücke sind meiner Meinung nach nur die Rechtfertigung für die sich daraus ergebenden Ungerechtigkeiten. Der Generationenvertrag hat früher nicht funktioniert (Vernichtung und Abgriff der Vermögenswerte durch Währungsreformen und Kriege) und wird auch in Zukunft wegen der Demographie  nicht funktionieren. Es kommt der Quadratur des Kreises gleich, an der selbst die Mathematik scheitert. Für den kleinen Mann bleibt innerhalb der Herde immer nur die Minimalexistenz. – So ist das System!

    Wer mehr will, muss sich weitgehend vom System unabhängig machen. Ob er das mit Aktien hin bekommt, ist eine Glaubensfrage. Aktien sind sicher eines der Werkzeuge und solange gut, wie das System hält. Ein ruhiger, bescheidener Lebensstil, Zufriedenheit und Dankbarkeit sind meiner Meinung nach der eigenen Existenz zuträglicher, als die hektische Jagd nach Prozentpunkten, Renditen und dem großen Lottogewinn. Ich halte mich da an die Weisheiten alter Überlieferungen und folge weder den Wirtschaftsexperten der heutigen Zeit, die ihre Vorhersagen je nach Stimmung mehrmals im Jahr nach unten oder nach oben korrigieren und sich dafür aus den Töpfen der Allgemeinheit bezahlen lassen, noch den Politikern, die sich natürlich in bester Absicht, immer das Wohl der Allgemeinheit betonend, ihrer Verwaltungstätigkeit nachgehen.

    „Schnell errafftes Gut vergeht auch schnell. Wer aber sammelt handvollweiß, vermehrt es.“  (König Salomon)

    Wer danach handelt, wird mit dem von Tim propagierten Lebensstil die Voraussetzungen dafür schaffen. Die Sicherung des zusammen getragenen Gutes und die Kontrolle sollte man dabei nicht gesellschafts- bzw. systemrelevanten Institutionen wie Banken, Börsen oder anderen von der Politik abhängigen Fremden überlassen.

    Der Malachit.

  23. Leon

    Alles den Politikern in die Schuhe zu schieben ist wohl etwas zu einfach…

    Die Großkonzerne schreiben die Gesetze, welche in vielen Ländern der Welt 1:1 übernommen werden.

    Amazon, Google, Nestlè, Ikea, Apple, Coca Cola, Pfizer, Vodafone, Ford, Siemens, Volvo, Starbuck`s….

    Starbucks zahlte mit 18 Filialen zwischen 2002 bis 2012 ganze 1.311 € Steuern in Österreich.

    Das System krankt, die Bevölkerung wird dumm gehalten, die kleinen und mittleren Firmen werden drangsaliert und die „Großen“ (Konzerne, Besserverdiener, bestimmte Berufsgruppen) klinken sich aus der Gemeinschaft aus!

    Die Kritik an Riester und den Politikern ist auch zu einfach. Welche Branche in Deutschland hat wohl ganz ordentlich mitgeholfen die Riester-Gesetze mit dem Strahlemann aus Hannover mitzuschreiben?

    Unabhängige Politiker und Volksvertreter scheinen den Blick für die Bevölkerung verloren zu haben und deswegen ist der Politikerverdruss durchaus zu verstehen. Aber die Politiker sind nicht die einzigen Faktoren warum einiges schief läuft!

  24. Felix

    Ich bin z.Zt. auf Kreta, umgeben von deutschen Rentnern, denen es echt gut zu gehen scheint. So schlimm scheint die Rentenmisere nicht zu sein. Vieles wird herbei geschrieben. Das dt. Rentensytem schlecht zu reden und vor dem Kollaps stehend zu brandmarken, kenne ich seit ich politisch denken kann. Für die derzeitige Rentergeneration stimmt die Prämisse von oben jedenfalls nicht. Dass es immer auch prekäre Fälle gibt, ist keine Frage.

    Derzeit leben Alleinerziehende schlechter als ein Rentnerehepaar mit 2600 € Haushaltseinkommen. Zumal in der Rente auch die notenwendigen Ausgaben (2 Autos, Fahrten zur Arbeit,  …) zurückgehen. Viele haben zudem abbezahltes Wohneigentum erworben, wenn sie nicht gerade in Großstädten leben.

    Ich weiß nicht, ob es jemals eine junge Generation gab, die mit Anfang 30 so fixiert auf Rente gestarrt hat und sich gleichzeitig weigert, Kinder in die Welt zu setzen. Es wird in deren Alter nicht das fehlende. Geld sein, das das Altsein schwer macht, sondern das Fehlen der Nachkommen. Aber in Thailand oder auf den Phillipien gibt es genug Pflegekräfte.

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ben

    Der Leser hat’s gut: Er kann sich seine Schriftsteller aussuchen. (Kurt Tucholsky)

     

    @ Leon

    Ich finde Deinen Kommentar gut.

    Ich finde krass, dass sie jetzt den Whistleblower von Luxemburg ins Gefängnis stecken wollen. Bekannt wurde der Fall unter dem Schlagwort „Lux-Leaks“.

    Der Ex-PwC-Mitarbeiter Antoine Deltour hat Infos über dubiose Steuerverstecke in Luxemburg an einen französischen Journalisten weitergeleitet. Warum er das tat? Er ärgerte sich, dass Firmen wie Pepsi ihre Steuern in Europa mit Tricks senken.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/antoine-deltour-lux-leaks-whistleblower-droht-gefaengnisstrafe-1.2965760

  26. Slazenger

    @Tim

    ich find es einfach nur cool wie du hier auf die Kritik vom einen oder anderen (Ben) Schreiberling reagierst!  Gratulation diese Souveränität hat nicht jeder!

    Deinen Blog finde ich auch sehr angenehm zu lesen, alles so herrlich unaufgeregt und nieveauvoll!

  27. Leon

    @Felix

    Ich verstehe Deinen Blickwinkel.

    Jeder von uns hat so seine individuell geprägte Wahrnehmung.

    In einer Touristenhochburg nimmt man die Wirklichkeit anders war, wie den tatsächlichen Lebensalltag der gesamten Bevölkerung eines Landes. Deswegen haben die monatelangen Rucksack-Studenten einen besseren Eindruck von der Lebenswirklichkeit, wenn auch nur kurzfristig und verzerrt im  Gegensatz zum Lebensalltag der Bevölkerung.

    Ich finde deswegen ist es auch verdammt schwierig eine rein rationale und objektive Diskussion zu führen, da wir tagtäglich den Eindrücken und Bildern und deren jeweils gefühlsmäßigen Interpretation erliegen.

    Ich hatte mir damals auf Kreta (vor 1,5 Jahren) „Der Crash ist der Lösung“ von Weik & Friedrich reingezogen…

    Vieles von der Argumentation von diesem negativem Crashbuch konnte ich nicht nachvollziehen, anderes wiederum fand ich plausibel.

    Hyperinflation, Massenarbeitslosigkeit… sowas ist schwierig sich vorzustellen, wenn man die riesigen Mengen dicker Autos auf deutschen Straßen sieht, den Shoppingwahn, um noch mehr Dinge zu besitzen und andere wegzuwerfen und andere Regionen der Erde wie z. B. Kambodscha mit der Bekleidungsindustrie auszubeuten.

    Unterschiedliche Generationen haben auch unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und der allgemein gültigen Lebenswirklichkeit, welche es als solches nicht gibt.

    Die Protestparteien nehmen in Europa nicht zu, weil die Zufriedenheit und die Berücksichtigung der Mittelschicht so exorbitant gestiegen ist.

    Man muss nicht gleich wieder in Linke Umverteilungs oder liberale Privilegiendebatte verfallen… aber die Ungleichgewichte nehmen zu und das Gerechtigkeitsgefühl vieler Menschen wird nicht mehr von der Politik wahrgenommen.

  28. O.T.

    Ich finde es nicht schlimm wenn AGs keine Steuern zahlen, spätestens die Aktionäre müssen auf die Dividenden Steuern zahlen.

    Der Staat verschwendet Geld sowieso, und das wirklich schlimme ist das er seine Steuern über Schulden hebelt und so gleich Generationen die nicht mal geboren sind in Schuldknechtschaft treibt.

    Jeder hinterzogene Euro ist ein Gewinn für die Gesellschaft, weil der Staat sich dadurch nicht 10mal mehr verschulden kann!

  29. Delura

    Ich glaube es mangelt in Europa und natürlich auch in Deutschland an klaren Vorgaben und auch an klarer „Kante“ unserer Politiker. (Das liegt nicht nur an der Qualität unserer Politiker) Vieles ist mittlerweile nur noch WischiWaschi Politik um vermeintlich „höheren“ Zielen zu dienen.

    Bündnisverpflichtungen in der NATO, EURO Unterstützen ob es sinnvoll ist oder nicht, die Energiewende ins NICHTS, Portugal, Irland und Griechenland retten – nebenbei auch noch fast alle Banken (Die sind ja systemrelevant). Scheckheftdiplomatie par excellence z.B. der unsägliche Deal mit Erdogan. Dann beschäftigen sich unsere Politiker noch mit so ungemein wichtigen Dingen wie der Klimakatastrophe, dem Dosenpfand, der Feinstaubrichtlinie und der Rechtschreibreform. Und unsere Presse ist die vierte Macht im Staat, da wird das Ganze natürlich schon so ein bisschen dargestellt wie unsere Staatslenker das gerne hätten…..

    Ich denke wir brauchen (Nein wir müssen) wieder mehr Nationalstaatlichkeit haben, die Menschen können sich nicht mit einer EU identifizieren – die ist viel zu weit weg. Die Menschen in unserem Land müssen erkennen, dass die Politiker wieder Politik für UNSER Volk macht und nicht gegen das Volk…

    Die Engländer stimmen nicht umsonst über Ihre Zukunft in der EU ab, da gibt es ja auch eine Motivation für. Die machen wenigstens noch Volksabstimmungen, ich werde jetzt 50 Jahre alt – ich kann mich an keine Volksabstimmung in Deutschland erinnern.

    Just my 2 cents.

     

     

     

  30. Lois

    @Tim

    „Jeder ist seines Glückes Schmied“

    Da gebe ich dir vollkommen recht. Deswegen habe ich auch kein Riester, Lebensvers., Fonds oder ähnliches Finanzprodukt sondern lege mein Geld so an wie ich es für richtig halte.

    Bleibt nur zu hoffen, das eine vom Staat verordnete private Altersvorsorge niemals kommen wird.

    Das Rentensystem hat eben einen gravierenden Fehler, das nämlich das Verhältnis Beitragzzahler zu Rentnern nicht konstant ist.

    Es war zwar vorhersehrbar das es eine Verschiebung zu mehr Rentnern geben wird.

    Die Leute werden nun mal älter, das wissen wir nicht erst seit gestern. Aber dem Bürger wurde viel zu lange vorgegaukelt das die Rente sicher ist. Als man merkte das dem nicht der Fall ist, hat man Riester eingeführt, statt dem Bürger mal die Augen zu öffnen und ihm zu Eigeninitiative zu motiveren.

    Die Privatvorsorgekonzepte aus den USA oder Frankreich finde ich zwar super aber leider gibt es diese hier nicht.

  31. Couponschneider

    @Lois schrieb: „Bleibt nur zu hoffen, das eine vom Staat verordnete private Altersvorsorge niemals kommen wird.“

    Das hoffe ich auch. Ich habe oft den Eindruck, dass da Leute vorschnell von der Pflicht vom Riestern schwafeln, aber keine Ahnung haben. Die wollen wieder alles festzurren und heraus kommt der gleiche Unsinn, mit dem wir seit Kaisers Zeiten traktiert wird: Irgend ein anleihenbasierter Schiet. Kriegsanleihen, Kapitallebensversicherungen, Bausparverträge, Heiratsversicherungen. Mehrere Entwertungen der Sparguthaben sitzen dem Volk in den Knochen. Das hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Und immer noch gehen die Leute „in Geld“, also in irgendwelche Zahlversprechen. Walter Riester befürwortet schon das Zwangsriestern. Damit wäre ich überhaupt nicht einverstanden, denn das, was ich privat ohne Hilfe eines Versicherungs- oder Bankenfuzzies und auch ohne Hilfe des Finanzamtes erreicht habe, ist schon viel besser als was dem Riestersparer nach 40 Jahren erwartet.

    Ich weiß auch nicht, warum die Angst haben, wir könnten vorher die Altersvorsorge aus dem Fenster werfen. Wir dürfen uns mit Mitte 40 zu Tode saufen. Bekannten von mir wurde gesagt, sie könnte ihre Mutter nicht gegen ihren Willen zwangseinweisen und es wäre ihre freie Entscheidung, sich zu Tode zu saufen. Wie passt das zusammen, dass wir dann mit Mitte 40 unsere Altersvorsorge nicht „riskieren“ dürfen? Und was ist Risiko eigentlich? Buy and Hold sicher nicht, aber irgendwie scheinen alle überzeugt zu sein, Aktienanlage wäre prinzipiell „Zocken“. Ich will frei entscheiden können, was ich will. Es gibt schon die Zwangsrente und ich will keine weitere Versicherung gegen Langlebigkeit. Das ist ein Klumpenrisiko. Was ist, wenn ich mit 50 an Krebs erkranke und abzusehen ist, dass ich nicht mehr lange mache? Dann verraucht die Rentenanwartschaft im Kamin. Ich will aber, sobald ich Familie habe und in so einem Falle ein dickes Aktienpaket hinterlassen. Ein dickes Aktienpaket ist beides: Altersvorsorge und Hinterbliebenenschutz. Und dann auch noch renditestark, inflationssicher und auf lange Sicht wenig riskant. Und das wollen die uns ausreden?

    Früher hieß es: „Gold gab ich für Eisen“. Heute muss es heißen: „Geld gab ich für Aktien“. Nur das direkte Eigentum am Produktivvermögen gibt einem die Chance, überhaupt mit der Wirtschaft zu wachsen. Das wusste schon der olle Marx. Warum lesen die Linken nicht mal ihren Klassiker? „Wohlstand für alle“ ist eine Utopie, „Wohlstand für möglichst viele“ aber kann man verwirklichen, indem man eine Aktienkultur aufbaut. Der Blog von Tim Schäfer kann da helfen. Er beherrscht die Liturgie des Sparens und Investieren. Tim Schäfer ist mein Hirte.

    Die Existenz gleich zweier Systeme wie Riester und Rürup zeigt zudem, dass die Denkweise der verantwortlichen Politiker anachronistisch war. Riester nur für abhängig Beschäftige, Rürup nur für Selbständige und Freiberufler. Als wenn man ein Leben lang immer nur das eine ist. Das hört sich nach 19. Jahrhundert an. Riester war Gewerkschaftsbonze und Berufspolitiker. Rürup war im Staatsdienst. Die haben beide ihren fetten Pensionsansprüche, ohne dass sie jemals Existenzsorgen kannten. Die Art der Besoldung von Professoren hat sich seit Kaisers Zeiten kaum verändert. Genauso auch die getrennten Kassensysteme. Im Bundestag sitzen auch viele Juristen. Die haben auch ihre Versorgungswerke. Auch das ist eine uralte Einrichtung, die nicht mehr in unsere Zeit passt. Jeder wurschtelt für sich, aber es fehlt die Freiheit, sein eigenes Ding zu machen.

    Jedenfalls wäre jede Diskussion damit beendet. Riester und Rürup hätte es nie geben dürfen, denn wenn die Leute das durchdacht hätten, hätte es nur ein Fördersystem gegeben, denn Altersvorsorge, ist Altersvorsorge, ist Altersvorsorge. Es gibt keinen Grund, zu unterscheiden. Es gibt doch auch keine Risikolebensversicherungen oder Kfz-Haftpflichtversicherungen nur für Selbständige oder nur für Angestellte, da es keinen Grund gibt, die Risikogemeinschaft künstlich klein zu halten. Es gibt sehr wohl verschiedene Tarife.

  32. DivSky

    Hat einer Ahnung wie es später funktioniert, wenn die Eltern ins Pflegeheim müssen und man z.b. ein Depot im Wert von 300.000 Euro hat?

    Da kommt ja das Sozialamt und macht doch bestimmt keinen Unterschied, dass das Depot für die eigene Rente ist oder?

  33. Dani

    @DivSky

    Darauf würde ich Wetten!

    Bestimmt gibt es Freibeträge, die werden aber wohl nur für die Staatlich Anerkannte Vorsorgeprodukte wie Riester gelten. So einen deftigen Depot Happen werden die sich nicht durch die Lappen gehen lassen!

    Die Gefahr besteht das dafür in Zukunft noch nicht mal die Eltern/Pflegeheim Konstellation notwendig sein wird um einen guten Teil des Rahms abzuschöpfen. Zumindest was die Kursgewinne und Dividenden angeht. Mit dem Wohlwollen der Bevölkerung natürlich werden unsere Sozialistischen Politiker schon nach Möglichkeiten suchen euch den Lohn eurer Arbeit und Anlage zu einem guten Teil abzuknöpfen. Schließlich seit ihr Kapitalisten so ziemlich an allem Schuld und da kann es ja nicht sein das ihr immer Reicher werdet und die Masse immer Ärmer.

    Da braucht man doch einen Sündenbock. An die großen Konzerne trauen die sich eh nicht heran bzw stehen selbst Indirekt auf der Gehaltsliste . Wenn sie dann wieder sagen die “ Reichen “ müssen gemolken werden,heißt das übersetzt sie meinen die Mittelschicht bzw  den wohl typische Leser dieses Blocks, der sich was erarbeitet hat und die Früchte seiner Arbeit anlegt.

    Deswegen. Wenn ich sie im Fernsehen wieder  schwadronieren höre “ die Reichen müssen gemolken werden“ krieg ich Pickel!!! “ Die Reichen “ das sind nämlich nach der ihrer Lesart – Ich- und  – Du/Ihr – und sonst NIEMAND!

     

    @Tim Zitat: Manch ein Politiker wird über die Altersarmut denken: „Ist mir doch völlig egal. Ich bekomme genug Pension. Das passt.“

    Exakt Erfasst! Ich würde sogar wagen zu behaupten  die meisten sind so drauf. Deswegen erübrigt sich jede: Man müsste- Man könnte- das Rentensystem so und so umgestalten- Diskussion. Die Bevölkerung geht denen in Wirklichkeit am A vorbei. So was wie eine Art Modifiziertes Riestersparen auf Zwangs Basis werden sie noch hinbekommen.Mehr, geschweige den was Produktives wird dabei nicht mehr rausspringen.

    Ausnahmen bei Politiker gibt es sicherlich, ansonsten ist dies die bittere Realität die jeder bei seiner Anlage Strategie mit einbeziehen sollte. Wir leben nun mal nicht in den USA und tragen dadurch auch ein gewisses Politisches Risiko bei der Geldanlage das meines Erachtens arg unterschätzt wird. Diesem Raffgierigen Geier Staat wird noch einiges einfallen. Er ist das Trüffelschwein und eure Depots bzw die Erträge daraus,  sind die Trüffel.  Diese um so begehrlicher werden, desto Klammer die Kassen werden und umso mehr Wohltaten und Partys finanziert werden.

    Tim du hast es  gut und wirst dir in den USA sicher sein dürfen, das es keine negativen Überraschungen diesbezüglich geben wird!

  34. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Slazenger

    Die ganze Aufregerei lohnt sich ja eh nicht.

    @ Lois

    Ich bin schon fürs Zwangssparen für die Rente. Weil so viele Bürger es eben ohne Druck nicht machen. Als Vorbild dient mir Australien. Die machen es richtig. Aber Berlin müsste dem Bürger freie Wahl lassen, wie er das tun will. Eben über Reits, Anleihen, Aktien, Value, ETF, Gold-Index, Mischfonds… wie auch immer. Keine Gebührenmonster oder Provisionsschinder mehr wie beim Riester-Teletubbie-Sparclub. Das hat nur die Versicherungen steinreich gemacht. Hohe Transparenz bei den Kosten und Fairness. Es geht schließlich um die Menschen. Und um die Würde der Menschen.

    Ich würde auf Rendite setzen. Und ein S&P-500-Index ins Depot packen – mit nahezu Null-Gebühren. Denn beim Sparen zählen zwei Dinge: Erstens die Rendite, zweitens die Kosten. Beide Aspekte sollten passen. Wenn beide Punkte nicht passen wie bei vielen Riester-Produkten, kommt hinten nur ein Mickey-Mouse-Betrag raus, der dann noch versteuert werden muss.

    @ Dani

    Ok, der deutsche Staat macht ja auch gute, sinnvolle Dinge. Gierig ist der deutsche Fiskus schon, das stimmt. Es ist aber nicht alles verloren. Die USA ist kein Paradies. Nicht alles ist dort perfekt. Alles hat Vor- und Nachteile.

    Das Aktiensparen für die Rente machen die Amis viel besser. Es ist sehr intelligent organisiert. Das deutsche Riester-System würde ich mit der Pflegestufe 3 vergleichen. Es ist ein Pflegefall. Nicht sehr intelligent gemacht.

  35. Björn

    Wir haben bei der Geburt unserer beiden Kinder (jetzt 3 und 1) auch ein Depot eröffnet und investieren 1mal im Jahr einen gewissen Betrag in jeweils 2 ETFs (MSCI USA Deka und ishares Euro Stoxx 600). Dies werden wir Jahr für Jahr machen und beiden mit 18 hoffentlich ein schönes Depot übergeben.

  36. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    es kommt sicher viel auf die Konstellation an. Es gibt die Verpflichtung für den so genannten Elternunterhalt. Kinder werden für ihre Eltern heran gezogen. Allerdings alles im Rahmen. Es gibt Freigrenzen als Selbstbehalt, Schonvermögen usw., halt lauter so „sozialistische Fisimatenten“. 😉 Anstatt ordentlichen straighten Kapitalismus pur zu praktizieren, dass, wer einfach zu blöd war Millionär zu werden, oder seine gebrechlichen Eltern nicht rechtzeitig bei einem Kannibalenstamm in Bimbonesien abgeladen hat, der wird einfach mit Geld der Gesellschaft unterstützt, anstatt ihn unter der Brücke verrecken zu lassen, nachdem er nach seinem Versagen beim Schmieden seines Glückes alles wieder ausgeben musste für die Bedürftigkeit.

    Mich wundert hier bei manchen Leuten, dass sie zwar dem Kapitalismus lobhudeln solange er sie nicht am Reichwerden hindert, aber wenn man dann mit der Kehrseite konfrontiert wird, dann soll der Staat doch sozialistisch genug sein, dass er einem die Belastung doch bitte abnimmt.

    Elternunterhalt
    Wann Kinder zahlen müssen
    etc
    Bespielrechnung

    Sicherlich wird zuerst das eigene Vermögen der betreffenden Person aufgebraucht. Wenn man das nicht will, dann muss man eben eine eigene Regelung finden. Also beispielsweise die Person bei sich pflegen, eine Pflegerin aus Osteuropa bezahlen oder sonstwas. Die Familie meiner Frau hatte auch jahrelang aus dem Familieneinkommen eine Litauerin bezahlt. Muss man halt sehen was für einen besser ist.

    MS

  37. Mario

    @DivSky

    Es gibt Freibeträge. Die sind auch relativ hoch. Meine Frau hat sich im Pflegeheim erkundigt bzw. wurde ihr so mitgeteilt. Die Pflegeheimleiterin hatte erst einen Fall in der ein Angehöriger mit zur Kasse gebeten wurde. Kann je nach Region in D auch anders sein (Vermögensverhältnisse).

    Was jedoch schnell wirksam wird, ist das Vermögen der Ehepartner untereinander. Hier wird geschaut, wohin und wofür das Vermögen (rückwirkend für mind. 10 Jahre) ausgegeben wurde. Ich meine hier Schenkungen und Umverteilungen zugunsten der Angehörigen (Kinder, Enkel, usw.).

    Zahlungsverpflichtungen die normal sind werden jedoch berücksichtigt (Mieten, etc.).

    Auf der anderen Seite ist es vom Staat auch gerechtfertigt nach solchen Vermögen innerhalb der Familie Ausschau zu halten. Jemand aus dem Forum ist mit Sicherheit nicht einverstanden, dass sein Geld über das Umverteilungssystem Staat eingesetzt wird, um andere Personen zu pflegen.

    Eine schöne Woche noch!

  38. Felix

    @ CS

    Sehr klare, sehr überzeugende Analyse mit fas schon religiöser Inbrunst vorgetragen. Ich stimme 100 %ig zu.

    Nur ist es halt so, dass viele Leute, das Volk, nicht die Intelligenz, das eigenständige Denken, die Bildung eines CS hat.

    Die prekär beschäftigte Frisöse hat zwar drei Kinder von drei verschiedenen Männern zustande gebracht, die allesamt weggelaufen sind, nachdem sich das mit den Kindern materialisiert hat, aber von irgendwelchen Finanzüberlegungen ist sie so weit weg wie die Erde von der Sonne. Sie liest, so vermute ich, nicht mal Tim Schäfers Blog. Dass sie sich ein nennenswertes Aktiendepot aufbaut, ist schwer vorstellbar. In solchen Fällen, und deren gibt es viele, muss der Staat halt lenkend eingreifen, denn am langen Ende muss er das ja doch wieder finanzieren.

  39. Christoph

    bei Maischberger oder wars Ilner? war das Thema Rente.

    EIne Putzkraft halbtags, Tochter 17 muss daher halbtags arbeiten. Das verstehe ich schonmal nicht. mit 17 kann das Kind nachmittags wirklich allein bleiben. Die Dame regt sich aber auf dass sie nur 800 an Rente bekommen wird, wenn sie ab jetzt Vollzeit arbeiten würde.

    Was erwartet Sie denn?

    Das Thema war, was macht man zukünftig. Mittlerweile gibt es ja auch viele Solo-Selbstständige. Künstler etc. Die bekommen nicht viel Geld und daher kaum Rente in der Zukunft.

    Es gab viele Vorschläge. Einer vom Beamtenbund sagte gleich: Die Pensionen wären gerecht und das hat nichts mit den Problemen der Rente zu tun.

    Ein Lehrer bekommt 2.700 an Pension! der durchschnittliche Arbeiter 1.300! und der eine zahlt fast nix ein, der andere sehr viel.

    Fair? nein!

     

    Bei den Lehrern stellt sich schon die Frage wieso dies Beamte sein müssen.

    Bei Polizisten, Justiz versteh ich das.

     

    Aber die Höhe und das Nichteinzahlen ist dennoch ein Problem.

    Bestes Beispiel. OB von Düsseldorf.

    6 Jahre im Amt, nicht wiedergewählt. bekommt jetzt Lebensland € 4.200!

     

    Da ist die Frage: Wieso bekommt er die Pension schon vor dem Pensionsalter? Abgesehen von der kurzen Zeit und der Höhe..

     

    Mir gefällt das Modell der Schweiz.

    http://www.finanzmonitor.com/wp-content/uploads/2009/11/alter-vorsorge-drei-saulen-schweiz-3.jpg

     

    Säule Hier zahlt jeder ein. beamte, Politiker alle! die Grundsicherung errechnet sich dann anteilig am eingezahlten betrag.Das tolle ist: minimale Sicherung € 1.000, maximal also für die Gutverdiener € 2.100. (Solidarprinzip). Ausnahmen: KEINE!
    Säule: betriebliche Vorsorge. Jeder zahlt in eine betriebliche Vorsorge ein. 50:50 AN und AG. dies ist die Säule des Lebensstandards. Durch dieses bekommt man am Schluss insgesamt etwa 2.300 an Rente. Ausnahmen? hier muss keiner einzahlen der weniger als 19.000/ Jahr verdient. Kommt in der Schweiz aber kaum vor.
    Freiwillige Vorsorge. Hier kann jeder was tun, muss aber nicht

    Finde das ist ein sehr sinnvolles System

     

  40. Fit und gesund

    @Christoph,

    nicht Alles Gold was glänzt in der CH, habe letzte Woche einen Brief meiner tollen betrieblichen Vorsorgekasse bekommen die eine Unterdeckung aufweist, die Arbeitnehmer müssen nächstes Jahr wieder Sanierungsbeiträge leisten, da bin ich machtlos ausser ich wechsle den Arbeitgeber. Ich habe gerade vorhin dort angerufen und noch eine oder zwei Auskünfte verlangt, bei der Auskunft wundert es mich nicht wenn diese Kasse Unterdeckung aufweist, inkompetent und desinteressiert. So, daraufhin beim Vermögenszentrum angerufen, zwecks Rentenplanung, Erstgespräch vereinbart, kostenlos, genaue Planung kostet aber zwischen 2500-4000 CHF, ich bin fast umgefallen, das ist sehr viel Geld und ob es geht nur um Planung, also 4000 CHF kann ich besser anlegen, wird also auf Do-it-yourself rauslaufen, tja, Lehrer oder Bürgermeister müsste man sein, ….

    hab ich auf der Arbeit heute Nacht gefragt, was meine Kollegen zu der Sanierungsmassnahme meinen, Keine(r) hat es gelesen, 1 Person hat es überflogen aber wusste nix, kein Aas scheint danach zu krähen, so haben die Alle leichtes Spiel und können die Renten kürzen ohne dass hier mal Einer aufschreit, überall das Gleiche, Dummheit, Faulheit und Desinteresse, so das musste nun raus!

  41. Christoph

    @Fit und gesund: Das ist echt ärgerlich.

    Ist natürlich blöd wenn deine jetzige Betriebliche nicht gut ist. Aber das Grundprinzip ist ja schon gut.

    Auf jeden Fall besser als hier bei uns.

    Wieso die genaue Planung so teuer ist verstehe ich aber nicht. Das kann ja ne Gebühr kosten, aber niemal so viel.

    Die Welt ist halt verrückt

  42. ZaVodou

    Zitat Tim: „Ich bin schon fürs Zwangssparen für die Rente“

    Ich nicht. Jeder ist irgendwo auch für sich selbst verantwortlich. Wer nicht spart,  muss eben später mit der Grundsicherung auskommen.

    Die Grundsicherung ist gar nicht mal so niedrig. Das ergibt sich für mich daraus, dass ein Arbeiter einen Stundenlohn von 11,68 Euro haben müsste, um nach 45 Jahren (Eckrentner) bei Grundsicherung zu landen. Das der Eckrentner aber mit der Realität wenig zu tun hat, habe ich oben schon mal erwähnt, so dass der Stundenlohn eigenlich noch höher liegen müsste.

    Wie dem auch sei. Tatsache ist, dass der Mindestlohn bei 8,50 Euro liegt. Das bedeutet, dass entweder der Mindestlohn zu niedrig ist oder die Grundsicherung zu hoch. Denn derjeniger, der nicht arbeitet, bekommt am Ende genauso viel wie derjenige, der jahrzehntelang im Niedriglohnsektor gearbeitet hat. So was darf nicht sein.

    Ich finde: Arbeit muss sich lohnen, so dass derjenige, der arbeitet sich wesentlich besser stellt, als derjenig, der nicht arbeitet.

    Das zeigt aber auch, wie ungerecht es wäre, wenn man hier noch zum Sparen zwangsverpflichtet wäre.

     

     

     

  43. Christoph

    In Spanien verstecken viele Ihr Geld in den Matratzen. Einer dachte sich: Hmm das könnte man doch besser machen:

    http://www.best-practice-business.de/blog/geschaeftsidee/2013/06/04/39228/

     

    Es heisst ja immer: Körperlich schwer arbeitende Menschen können nicht länger als 63/65 arbeiten.

    Also da geht mir die Galle hoch. Denn was heisst das denn? Das andere die im Büro zb hocken länger arbeiten dürfen/müssen. Also wird man quasi bestraft dass man eine höherwertigere Ausbildung gemacht hat etc.

    Maximal 45 Jahre arbeiten wäre die lösung. und das Schweizer System, vielleicht angepasst. Das USA System wird ja leider nie kommen.

     

    Ein CDU Politiker sagte was schlaues. Der Staat kann bzw wird sich nicht mehr um alles kümmern können. Die Rente soll quasi das überleben sichern. Und wer mehr will, muss sich eben selbst kümmern.

    Das finde ich richtig. Denn seien wir mal ehrlich. All diejenigen die heute über Riester usw jammern, haben sich damit nicht richtig beschäftigt. Viele wollen, dass der Staat alles für sie regelt (DDR mäßig).

    natürlich ist es wirklich blöd wenn eine Putzfrau immer voll arbeitet und dann wenig bekommt. Aber wie soll denn mehr gezahlt werden? Wer soll das finanzieren?

    Oft kommt dann Vermögenssteuer, höhere Steuersätze usw. Aber will man wirklich erfolgreiche Menschen bestrafen?
    Für die deutsche Politik würde ich mir mal jemanden aus der Wirtschaft wünschen, der erfolgreich ist und der dann Kanzler etc wird. Schaut man sich mal die Regierung an ist es kein wunder dass alles seltsam ist:

     

    Merkel. Physikerin

    Schäuble: Wirtschaftsprüfer

    Gabriel: Lehrer

    Steinmeier: Mitarbeiter öffentliches Recht

    Maas: abgeschlossenes Studium Rechtswissenschaft

    Nahles: abgeschlossenes Studium Germanistik

    Wanka: Professorin Ingienuerswissenschaft

    de Maiziere: Studium Rechtswissenschaft

     

    usw usw

     

    Man sieht wirklich keiner war je erfolgreich in der Wirtschaft. genau daran krankt es.

     

     

     

  44. ZaVodou

    Mir geht es vor allem um Steuergerechtigkeit, weswegen ich es begrüßen würde, wenn die bereits vom Unternehmen gezahlte Steuer voll angerechnet würde. Das würde bedeuten, dass bei einer Dividendenausschüttung, wenn ein Unternehmen bereits schon 30 % Steuern auf die Gewinne gezahlt hat und der Kleinsparer nur einen persönlichen Steuersatz von 20 % hat, er sogar noch 10 % erstattet bekommt. So macht man es in Australien. Auch ein Anreiz für Kleinsparer. Geht allerdings nur bei inländischen Unternehmen. Könnte man aber EU-weit ausbauen. Voraussetzung: Ein weitestgehend einheitliches Steuersystem innerhalb der EU.

  45. Jan

    Das größte Problem sind doch die Löhne, diese sind einfach ungerecht verteilt. Es gibt zu viele Jobs die mit Mindestlohn bezahlt werden und das trotz mehrjähriger Ausbildung.

    Beispiel: Zahnarzthelferin.

    das Maximum laut Tarifvertrag liegt immer noch unter dem Durchschnitt. Das Maximum wird aber erst mit über 10 Jahren Berufserfahrung und vielen Weiterbildungen (preislich locker im vierstelligen Bereich) gezahlt. Darüber hinaus gilt der Tarif in nur drei Bundesländern. Der Rest liegt weit drunter. Die Regel ist hier eher der Mindestlohn oder knapp darüber.

    Betriebliche Altersvorsorge … Guter Witz.

    wie soll so jemand noch vorsorgen (von 1000 Euro netto)

    Diese Jobs gibt es leider haufenweise. Leider beschleunigt so etwas die Arm-Reich Schere

  46. Lois

    @Tim

    Ich bin aus zwei Gründen gegen das „Pflichtsparen“

    Erstens. Der Staat würde dann garantiert vorschreiben, wie und wo das Geld angelegt werden muss. So wurden ja bereits in der Vergangenheit Produkte mit zu hohen Aktienanteil nicht gefördert, da man diese als zu riskant einstufte.

    Zweitens. Es wäre für die Anbieter entsprechender Produkte (Banken, Versicherung) quasi ein Freifahrtschein um ordentlich Gebühren draufzupacken. Denn sich dagegen verweigern könnte sich ja keiner mehr.

    Würde der Staat stattdessen darauf bestehen, das man im Jahr eine bestimmte Summe in ein Depot einzahlt wäre das I.O. Meinetwegen stehen dann nur die 500 größten Unternehmen der Welt zur Auswahl, damit keiner auf die Idee kommt sein Geld mit Pennystocks zu verzocken.

    Oder der Sparer weist nach das er eine Immobilie gekauft hat und diese regelmäßig tilgt.

    @Matthias Schneider

    Ich wäre auch bereits für die Pflege meiner Eltern zu bezahlen und nicht alles dem Staat überlassen, auch wenn es andererseits genügend Menschen gibt die das tun, vielmehr tun müssen weil sie es selber nicht können.

    Die Reicheren sollen schon ihren Anteil zum Sozialstaat beitragen. Aber es soll nicht dahin führen, das man sofort Haus und Hof für die Pflege verkaufen muss. Noch ist der Staat aber vernünftig genug, hoffen wir das dies so bleibt.

  47. Delura

    @ zavoudo

    Ich finde: Arbeit muss sich lohnen, so dass derjenige, der arbeitet sich wesentlich besser stellt, als derjenige, der nicht arbeitet.

    1000% Zustimmung – Kapitalismus kann recht einfach sein, Problem ist nur das unsere Politiker dies nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.. da fällt mir spontan die kalte Progression ein – wollten Die das nicht schon vor 5-8 Jahren abschaffen ??

  48. Dr. Dax

    Es gibt so viele Ungerechtigkeiten in unserem Land. Und es ändert sich nichts. Gerade die Beamten-Privilegien sind im Grunde genommen skandalös. Aber auch hier gibt es keine Veränderungen. Immer mal wieder kommt das Thema in die Schlagzeilen und wird von Focus & Co. aufgenommen, doch es ändert sich nicht wirklich etwas.

    Wir haben eine enorme Staatsverschuldung und das Renten-Thema wird die nächsten Jahre sicherlich an Brisanz gewinnen. Tim (und alle), glaubst Du dass sich die Besserstellung der Beamten auf Dauer aufrecht erhalten lässt? Natürlich hat das Beamtentum eine breite Lobby, und die meisten Politiker wollen sich ja auch nicht ins eigene Fleisch schneiden. Dennoch wird sich die breite Bevölkerung vor dem Hintergrund von niedrigen Renten und der Gefahr einer Altersarmut doch nicht alles bieten lassen, oder? Wer soll zudem die Pensionen/Altersbezüge des öffentlichen Dienstes auf Dauer finanzieren?

    Eine kleine Anekdote hierzu (betrifft nicht direkt die Beamten aber den öffentlichen Dienst): Die (Pflicht!)-Beiträge unserer Industrie- und Handelskammer sind letztes Jahr massiv gestiegen. Begründung: Die Altersvorsorge der IHK-Beschäftigten muss trotz des Niedrigzinsumfeldes sichergestellt werden können. Im Klartext: Die Unternehmen (bzw. indirekt dessen Arbeitnehmer) dürfen einen Extra-Beitrag für die Altersvorsorge der IHK-Beschäftigten leisten! Eine Frechheit in meinen Augen.

    Nicht nur die hohen Pensionen, auch die Unkündbarkeit ist im Grunde genommen nicht hinnehmbar. Bist du einmal Beamter, so hat man einen bombensicheren Job. Egal wie die Leistung ist. Im Gegensatz dazu die Privatwirtschaft: Verlierst Du mit 55 den Job, dann hast Du unter Umständen ein riesiges Problem. Wohlmöglich ein Leben lang in die Sozialtöpfe eingezahlt, aber das zählt nach ein oder zwei Jahren nicht mehr. Hier wäre vielleicht ein „Demographie-Faktor“ sinnvoll, wonach Firmen ab einer bestimmten Größe auch einen gewissen Prozentsatz älterer Arbeitnehmer beschäftigen muss. Was meinst Du / meint Ihr dazu?

    p.s. toller Blog, super Themen, weiter so!

  49. K aus Berlin

    Guten Abend,

    ich lese schon seit geraumer Zeit, (fast) täglich, Tim’s Blog und möchte mich erstmal bedanken, bei den vielen interessanten Artikeln und den teilweise sehr lebendigen Diskussionen.

    Die Kritikpunkte bzgl. der Beamten verstehe ich schon. Nur frage ich mich, ob es mit einer Einzahlung der Beamten in die Rentenversicherung, bzw. der Aufweichung des Beamtenstatus tatsächlich besser wird? Sind wir doch mal ehrlich, dadurch wird das Rentenniveau auch nicht höher, so funktioniert es in Deutschland leider nicht. Ich kann mir eher vorstellen, dass das Geld wieder für sinnlose Projekte ausgegeben würde, wie BER, Militärhubschrauber die nicht fliegen, etc.

    Was meines Erachtens viel wichtiger ist, dass Finanzwissen und Grundkenntnisse in Rechnungswesen, Wirtschaft auch in der Schule vermittelt wird. Und selbst wenn die Hälfte rausgeht und sagt, dass interessiert mich nicht, könne trotzdem alle was mit Schulden, Zinsen, Brutto/Netto anfangen.

     

    Mein diesem Sinne wünsche ich allen eine Gute Nacht!

    Liebe Grüße aus Berlin

     

     

  50. DivSky

    @MS

    vielen Dank.

    Mir geht es ja nur darum, dass das Depot nicht angefassst wird. Die Kapitalerträge können Sie dann gerne haben. Ist ja nur eine gewisse Zeit. Ist natürlich, das man für die Eltern aufkommt. Aber wie Du schon aufgezeigt hast, gibt es ja auch andere Möglichkeiten.

     

    Zumindest bedeutet es, einen Anwalt mit einzubeziehen. Denn das Sozialamt macht ja wohl nicht immer alles richtig bei der Berechnung.

  51. Christoph

    Der oben erwähnte Vorsitzende des Beamtenbundes sagte übrigens die Beamten zahlen ja mittlerweile selbst 2% für die Pension ein

    LOL.

    Ich finde es richtig, das Polizisten zB Beamte sind und eine gute Pension haben. Aber dass gar nichts miteingezahlt wird (jetzt würde der Vorsitzende wieder sagen: Doch die zahlen ja auch Steuern…) finde ich ein Unding.

    Wie gesagt, das Schweizer Modell macht mehr Sinn als unseres.

     

  52. K aus Berlin

    @ Hilda, nein. Ich kenne nur viele aus dem Freundeskreis. Es hat alles sein für und wieder, ob man eher die Sicherheit sucht oder die Selbsterfüllung. Mir scheint es eher so, dass sich die Pension mit recht schlechten Karrierechancen und langfristigen Aussichten erkauft wird. Da bietet sich in der privaten Wirtschaft deutlich mehr Möglichkeiten und gerade die berufsständischen Versorgungswerke der Selbstständigen können da mithalten, bei deutlich mehr verdienst und Perspektive. Ich würde nicht unbedingt tauschen wollen.

    Mir geht es nur daraum hinzuweisen, dass Gleichberechtigung für mich folgendes bedeutet:

    alle müssen gleich gut behandelt werden und nicht alle gleich schlecht!

     

  53. Christoph

    @K aus Berlin: also da muss ich Dir widersprechen.

    Denn nehmen wir mal ein Amt. Da gibt es beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst. Teilweise machen  die den selben Job. Und das gleich gut. Oft heisst es ja, Beamte sind besser ausgebildet etc.Aber das stimmt nicht. Nehmen wir mal einen Sachbearbeiter.

    Mir fällt kein Job ein den Beamte haben, in dem in der freiem Wirtschaft mehr Verdienst und bessere Rente für AN rauskommen.

    Egal ob Lehrer, Sachbearbeiter etc. Wieso ein Lehrer der Beamter ist mehr netto und eine viel bessere Alterszahlung hat als ein Lehrer der nur Arbeitnehmer ist verstehe ich zB nicht.

     

    GLeichbehandlugn wär: Alle, Politiker, Beamte, Arbeitnehmer und Selbstständige zahlen aufgrund iHres Lohns/Gehalts ein und bekommen dafür dann eine Grundsicherung. Dazu dann eine zweite Vorsorge die auch ein Muss ist und hier geht es um Erhalt des Standards. Und wer dann noch was machen will kann das freiweillig tun.

    Unfair ist ja auch, dass bei Beamten das letzte Jahr gilt, bei An aber alle Jahre zur Berechnung der Rente gelten.

     

  54. Dani

    @ Matthias Schneider

    Mich wundert hier bei manchen Leuten, dass sie zwar dem Kapitalismus lobhudeln solange er sie nicht am Reichwerden hindert, aber wenn man dann mit der Kehrseite konfrontiert wird, dann soll der Staat doch sozialistisch genug sein, dass er einem die Belastung doch bitte abnimmt.

    Keine Ahnung ob du u.a anderen mich damit meintest. Wenn kann ich dir nur sagen:

    Falsch! Darum geht es nicht! Natürlich sollten und müssen meines Erachtens Bereiche im Staatlichen Bereich bleiben z. B Wasserversorgung, Medizinischer Bereich, Bildung…….. Ich würde in diesen Bereichen sicherlich keine Pure US Verhältnisse wollen die wir teilweise langfristig leider daraufzusteuern.

    Was ich aber ganz sicher auch nicht möchte ist der Sozialistische Nany Staat der immer mehr Gestalt annimmt. Mit all seinen Anti-Demokratischen Ausprägungen! Gerade die Sozialisten haben in der Vergangenheit Entsetzliches Unheil über die Menschheit gebracht. In der Jüngeren Vergangenheit sind sie auch wieder drauf und dran den Wohlstand der jetzt lebenden und künftigen Generationen zu Verzocken. Inklusive ihrer Freiheit und Selbstbestimmtheit.

    Sei es für EU-Wahn Projekte oder andere große Gesellschaftsprojekte die gerade im Land am laufen sind. Neben vielen weiteren wohlgemerkt. Wer sich von denen das Heil verspricht wird noch zu seinen Lebzeiten die Äuglein aufmachen. Interessanterweise ist diese Papa Staats-Vollkasko- Lebens Mentalität besonders in Deutschland ausgeprägt, obwohl die Deutschen in der Geschichte von ihren Sozi-Lenkern immer vera… wurden.

    Für die meisten hier dürfte es dennoch eine ziemlich Theoretische Erfahrung sein sich auf diesen Staat verlassen zu müssen. Ich hab in meinem Leben schon jedoch feststellen dürfen das, wer sich auf diesen Staat verlässt, wahrlich verlassen ist. Diese Tendenz dürfte sich in Zukunft enorm verschärfen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Was ich damit ausdrücken wollte das der Staat nicht der Fürsorgliche Vater ist für den ihn viele halten, sondern er wird sich in nicht allzu ferner Zukunft als Rabenvater erweisen der seine Kinder im Stich lässt.

    Nicht mehr und nicht weniger!

    Die Kinder werden dann große Augen machen und die Welt nicht mehr verstehen.

    In keinster Weise hab ich aber behaupt das der Staat dafür zuständig ist das ich Milliardär werde und 90% der anderen bitte ruhig durch den Rost fallen können.

    Viel mehr habe ich zu dem ganzen auch nicht mehr zu sagen, den man könnte das hier jetzt ewig Auswalzen und ein ganzes Buch über die Gründe und Auswirkungen schreiben. Jeder wird seine Erfahrungen in Zukunft sammeln müssen. Keiner wird daran vorbeikommen. So oder So!

  55. K aus Berlin

    @ Christoph
    ok, dass mit dem letzten Jahr bzgl. der Pension wusste ich nicht. Wieder was gelernt, vielen Dank dafür. 🙂
    Ich kenne viele die im öffentlichen Dienst gearbeitet haben und zum Teil auch Beamte waren, welche sich letztlich doch in die Selbstständigkeit und Privatwirtschaft begeben haben. Dabei handelt es sich um Rechtsanwälte, Steuerberater und Ingenieure die auserhalb der Verwaltung wesentlich besser verdienen und zum Teil bessere Arbeitsbedingungen/Ausstattung vorfinden.
    Mich erstaunt es nur, dass viele hier die Selbstbestimmt in Bezug auf die Finanzen, Altersvorsorge, etc. präferieren. Anderer Seite sich aber aufregen, wenn jemand seine Rechte abtritt (was anderes macht für mich ein Beamter nicht) und dafür eine höhere Rente bekommt, dies als ungerecht finden. Ich denke, dass ist zu einseitig betrachtet.

  56. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Dani,

    ja, das zielte schon (auch) gegen Dich. 😉 Aber ich will eigentlich gar keine weltanschauliche Scharmützel führen. Es ist immer für Alle verletzend und letztendlich hat niemand Recht.

    Aber manchmal kann man eben nicht an sich halten. Aber Dank für Deine ausführlichen Zeilen. Friedenspfeife! 😉

    Es ist eben auch so, dass man im Laufe des Lebens und der persönlichen Entwicklung den Standpunkt auch ändert. Was mir früher im Osten noch unvorstellbar erschien, bekommt heute eine andere Bedeutung. Man ist nie am Ende der Weisheit angekommen.

    Ich war früher absoluter Gegner von linken Ideologien, aber eben nur, weil ich diese Art der Volksverarschung kannte, und die andere Art noch nicht.

    Es hat keinen Sinn, das (vielleicht) etwas kleinere Übel mit dem Hinweis auf ein anderes Übel zu rechtfertigen.

    Na ja, beschränken wir uns lieber auf den ach so menschlichen Egoismus, der den Kapitalismus so „erfolgreich“ macht, und kümmern wir uns um unser persönliches Renditeglück.

    MS

  57. Daniel

    Was ich an der Diskussion merkwürdig finde: Ihr hackt nur auf den Beamten rum, aber es gibt noch mehr Parallelsysteme, die zum Teil noch besser gestellt sind. Zum Beispiel gibt es Versorgungswerke für Rechtsanwälte und Notare, gegen die die Beamten (gerüchteweise) blass aussehen.

    Gemeinsam ist allen Systemen, dass dort die lohnenden Beitragszahler unter sich sind: Beamte sind garantiert unkündbar und in den Versorgungswerken sitzen die Großverdiener. Im Falle von Rechtsanwälten ist eine Arbeitslosen-Karriere wenig wahrscheinlich. Wenn man der gesetzlichen Rente die lohnenden Zahler entzieht, brauchen wir uns nicht zu wundern das kaum noch Leistung übrig bleibt.

    Dann wird uns schon seit Jahren das Märchen der Überalterung erzählt. Wisst Ihr seit wann die Relation von Beitragszahlern zu -Empfängern stetig schlechter wird? Das ist grob gesagt seit Bismarcks Zeiten der Fall. Komisch das es erst in den letzten Jahren erwähnt wird. Mir drängt sich der Verdacht auf, das uns so die ständig sinkenden Leistungen verkauft werden sollen.

    Die zweite reale Ursache für die sinkenden Leistungen ist, das viele Menschen im Niedriglohnbereich existieren müssen. Die können dann kaum Beiträge zahlen.

    Die Schweizer haben nicht nur meiner Empfindung nach ein System, von denen die Deutschen nur träumen können. Da gibt es m.W. so etwas wie Beitragsbemessungsgrenzen nicht und ALLE müssen einzahlen.

    Und warum geht es den Schweizern so gut? Meiner Meinung nach weil sie die Volksabstimmungen haben. Es ist ja bekannt das in Deutschland sogar zum Teil die Gesetzestexte von Lobbies geschrieben wurden. Das ist bei den Schweizern wesentlich erschwert, da jedes Gesetz der Regierung unter dem Vorbehalt der Volksabstimmung steht.

  58. Christoph

    Daniel: Der Unterschied ist, das beamte halt fast nichts einzahlen.

     

    Beim Rest gebe ich Dir komplett Recht. Seltsamerweise haben wir Volksentscheide auf komunaler Ebene, wenn es um Spielplätze etc geht. Aber für wichtige Dinge wieder nicht. Seltsam.

    Die Politker sagen, wenn wir dies häten, hätten wir gegen den EURO gestimmt usw.

    Also mit anderen Worten: Wir Politiker sind schlau und das Volk ist dumm.

     

  59. Couponschneider

    @K aus Berlin

    Natürlich muss man sich aufregen. Entweder das eine oder oder das andere. Entweder hat man eine sichere Stelle, aber dann bitte bei moderaten Gehalt und bei moderater Pension. Aber ist ja nicht moderat. Und oft genug erschallt der Ruf nach der Vermögenssteuer. „Ran an die Millionäre! Ran an das Aktienvermögen!“ – 1 Million € ist aber gar nicht so viel, wonach es aussieht. Ich habe mir bei http://www.check-sofortrente.de/ für einen 64-jährigen Mann ausrechnen lassen, was man so für eine Million € bekommt. Das sind etwas mehr als  3500 € pro Monat.

    Man kann den Barwert von Pensionsansprüchen berechnen. Die Vermögenssteuerrufer übersehen die Pensionsansprüche immer sehr gerne und wollen vom Barwert noch nie etwas gehört haben. Wenn es aber darum geht, dem kleinen Bürger in die Tasche zu langen, dann kennt der Staat plötzlich sowas wie einen Barwert. In meiner Bekanntschaft hat eine Frau ein lebenslanges Wohnrecht von jemanden geerbt, mit dem sie nicht verheiratet war. Auf einmal wird erbschaftssteuerrechtlich relevant und nun kann der Leser mal raten, was der Staat vorhat. Richtig: Er berechnet den Barwert aufgrund eingesparter ortsüblicher Mieten. Das Erbe wurde plötzlich mehrere 10000 € schwer.

  60. Dani

    @ Matthias Schneider

    Pfeife schon angezündet 🙂

    Aber generell alles in Ordnung! Es blieb ja alles sachlich! Von daher 🙂

    Den Rest den du schreibst kann ich auch absolut zustimmen.

     

    -Ich war früher absoluter Gegner von linken Ideologien, aber eben nur, weil ich diese Art der Volksverarschung kannte, und die andere Art noch nicht.

    Es hat keinen Sinn, das (vielleicht) etwas kleinere Übel mit dem Hinweis auf ein anderes Übel zu rechtfertigen-

     

    Stimmt absolut.  Das perfekte System gibt es wohl nicht.

  61. Der Malachit

    @ Delura

    Politik für mehr nationale Interessen? Das wäre o.k., ist aber nicht im Sinne der global operierenden Großkonzerne. Volksbefragungen wie in UK sind leider auch nur ein scheindemokratisches Instrument des Systems. Wo nach dem Mehrheitsprinzip regiert wird, gewinnen immer die, die die Mehrheit der Bevölkerung am erfolgreichsten manipulieren können. Das sind die, welche die Medien kaufen und kontrollieren; also die global operierenden Kreise. Die haben aber keinerlei Interesse an einer Abspaltung Großbritanniens. Und somit steht das Ergebnis der Volksabstimmung bereits jetzt fest.

     

  62. PIBE350

    Ich spare, plane und investiere so, als würde es später gar keine Rente mehr geben. Dann kann ich nicht enttäuscht werden. 😉

  63. Christoph

    Pipe: genauso mache ich das auch. Und wenn es ein bißchen was gibt ist das ein nettes Zubrot. Aber bei mir sollen die Dividenden sowieso viel viel höher sein als eine normale Rente ;o)

  64. Dr. Bialetti

    Hallo Herr Schäfer,

    ich bin seit drei Jahren ein stiller Mitleser. Ich habe eine Frage: Was halten Sie von der Disney-Aktie? Ist das auch ein Aristokrat? Kokett gefragt: Sollte ich mit „Micky-Maus-Dividenden“ meine „Micky-Maus-Rente“ aufbessern?

    Übrigens ist es ein toller Blog, sonst wäre ich kein treuer Leser. Schön finde ich, dass Sie nun auch Videos auf deutsch machen. Ihr Publikum ist deutsch und Ihre englischen Videos fand ich etwas an der Zielgruppe vorbei.

    Ich würde mir noch mehr Unternehmensnennungen wünschen. 2012 haben Sie Phillips 66 erwähnt, was ich dann gekauft habe. Das in meinem Stall eines meiner besten Pferde. Man sollte nach all dem Sparen, Sparen, Sparen das Investieren nicht vergessen.

  65. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dr. Bialetti

    Danke. Danke.

    Gratulation zur Phillips 66. Warren Buffett ist von der Raffinerie begeistert.

    Die Mickey Mouse ist bestimmt eine gute Sache – zumindest langfristig. Buffett hat übrigens gute Kontakte zu Disney. Mit ihnen hat er schon Deals gemacht (Stichwort TV-Konzern Capital Cities). Und Tom Murphey ist ein guter Freund von ihm. Von Murphey hat er gelernt, eine gute Führungskraft zu sein:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Murphy_%28broadcasting%29

    http://qz.com/273797/tom-murphy-taught-warren-buffett-how-to-manage-a-company/

  66. Rudolf

    Rudolf

    Hallo,

    Habe heute in einer Broschüre der Deutschen Rentenversicherung die Aussage gefunden, dass die Rendite bei etwa 3 Prozent liegt (Durchschnittsrentner, 45 Jahre Beiträge bezahlt, „normale“ Lebenserwartung, keine Angabe zum Geschlecht).

    Kann das stimmen?

    Wie sehen die Renditen bei den Berufsständischen Versorgungswerken (da wird eingezahlt) oder bei den Pensionen aus (da wird angeblich auch eingezahlt???).

    Gibt es da solide Daten, würde mich interessieren.

  67. Christoph

    Hallo Rudolf. Also bei meinen Informationsanschrieben steht immer:

    Betrag X wenn wie in den letzten 5 Jahren eingezahlt wird.

    Bei einer erwarteten Steigerung des Renten Niveaus von 1% Betrag XY.

    Bei einer Steigerung von 2% Betrag XZ

    Die  Steigerungen können nicht garantiert werden…

    Die Rente wird ja auch immer mehr besteuert. Und Nimmt man noch eine Inflation von 2% dazu und hat man zb nur 1 oder 2% Steigerung so hat man faktisch einen Verlust

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