Die sinnlose Geldverschwendung der Mittelschicht


New York, 18. November 2016
Brauchen wir den ganzen Kram? Ich verzichte lieber auf einiges. Und gehe früher in den Ruhestand.

Brauchen wir den ganzen Kram? Ich verzichte lieber auf einiges. Und gehe früher in den Ruhestand.

Die Werbung bringt uns dazu, Autos, Elektronik und Mode hinterher zu jagen. Wir hassen unsere Jobs. Aber wir brauchen sie, um all den Kram kaufen zu können, den wir gar nicht brauchen. Wir wachsen alle vorm Fernseher auf. Wir glauben, dass wir eines Tages Millionär werden. Wir glauben, wir werden eines Tages ein Filmstar, bekannter Sänger oder Investor. Langsam merken wir, dass sich dies nicht bewahrheiten wird. Jetzt sind wir sauer. Wir ärgern uns. Wir sind verbittert. Wir mögen unseren eigenen Körper nicht mehr.

Ein bedeutungsvolles Leben sieht ganz anders aus. Es geht nicht darum, möglichst reich, berühmt, beliebt, intelligent oder perfekt zu sein. Nein. Wir müssen nur so sein, wie wir sind. Bodenständig. Ehrlich. Offen. Stark. Anderen helfen. Da zu sein für andere. Nur dann haben wir ein erfülltes, zufriedenes, schönes Leben.

Die Bewegung der Frührentner, die mit 30 oder 40 Jahren die goldene Zeit ihres Lebens genießt, versteht, worauf es ankommt, finde ich. Es kommt eben nicht auf den neuen Audi oder Mercedes an, sondern auf die Freiheit. Es geht ihnen um menschliche Werte, nicht um das Faulenzen. Im Zentrum stehen Familie, Reisen, Lernen, Hobbys, Sport, Veränderung, Gesundheit, Freundschaft…

Wer eine Sparquote von 50 Prozent aufwärts hat, kann es vermutlich in 20 bis 30 Jahren schaffen, den Job an den Nagel zu hängen.

Wer das anpeilt, muss nicht auf die 50 Cent mehr beim Waschmittel aufpassen, sondern auf die großen Posten achten: Wohnen, Transport, Essen, Freizeit. Wie diese Tabelle zeigt, sind das in der Tat die größten Kostenblöcke deutscher Familien.

Also passen Sie genau auf. Sie können eventuell hier den Rotstift ansetzen. Die Wohnfläche nimmt tendenziell zu. Es stellt sich die Frage: „Wie viel Platz brauche ich?“

Ein alleinlebender Mann gibt im Schnitt 217 Euro für Transport-Mittel monatlich aus. Es macht 14 Prozent der Gesamtausgaben aus. Kann „er“ nicht nahe der Arbeit wohnen und das Rad oder ÖPNV nutzen?

Ich denke als darüber nach, wie Leute leben, die im McDonalds, Supermarkt oder Café arbeiten? Wenn sie mit ihrem kleinen Einkommen auskommen können, warum kann ich das dann nicht mit einem kleineren Budget? Die meisten Menschen sind nicht in der Lage dazu, das Lebensniveau zurückzuschrauben. Sie wollen auf nichts verzichten. Mehr noch: Sie möchten stetig ihren Lebensstandard hochfahren.

Sie ging mit Mann und Baby in den Ruhestand. Die Familie genießt die Natur. Ihr Gatte arbeitete als Softwareingenieur:

Kürzlich hat es an ihrem Haus geschneit, sie fanden es alle großartig:


Eine Bekannte arbeitet in einem Krankenhaus. Sie sagt mir: „Oft kommen junge Krankenschwestern am ersten Arbeitstag mit einem nagelneuen Sportflitzer angefahren, etablierte Ärzte fahren dagegen alte Karossen.“

Ingenieur Jeremy Jacobson ging im Alter von 33 Jahren in den Ruhestand mit Frau und Sohn. Er zog in die Nähe seines Arbeitsplatzes. Er ging zu Fuss, während andere in protzigen Neuwagen angefahren kamen. Sie kochten zuhause. Klar, verdiente er exzellent. Er hätte aber auch sein gesamtes Einkommen verpulvern können wie es seine Kollegen taten.
Jacobson und seine Frau samt Baby:

Almost famous

Ein von Go Curry Cracker! (@gocurrycracker) gepostetes Foto am

Throw Back Thursday (circa 2005) #tbt #young #thailand #travel #selfie

Ein von Go Curry Cracker! (@gocurrycracker) gepostetes Foto am


Oder nehmen Sie diese Erfolgsstory: Sie arbeitete für einen Finanzdienstleister in New York. Sie sparte wie verrückt. Sie wohnte mit dem Gatten in einer Mini-Wohnung. Jetzt hat die 28-jährige 2,25 Millionen Dollar im Depot. Sie hängte den Job an den Nagel. Er geht noch arbeiten, denkt aber auch über den Ausstieg nach.

Kalkulieren Sie das mal durch: Wenn Sie 800.000 Euro im Aktiendepot haben und 2,5 Prozent Dividendenrendite kassieren, bekommen Sie 20.000 Euro im Jahr brutto. Mit einem Nebenjob kann so schon der Beinahe-Ruhestand möglich sein.

Wir denken alle, es ist normal mit 65 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Aber warum soll dies das Ziel sein? Warum nicht früher? Im Prinzip muss das jeder selbst entscheiden.

Ich denke, ich kann auf Clown-Autos und Clown-Möbel verzichten. Ich lebe lieber auf kleinem Wohnraum, gehe seltener ins Restaurant und gehe dafür früher in den Ruhestand. Wer seine Finanzen im Griff hat, wird selbstbewusster. Die sinnlose Geldverschwendung für Zeug bringt keine Zufriedenheit. Das merken immer mehr Menschen. Wie dieser Blogger:

Sie kennen bestimmt die witzige Sparkassen-Werbung mit den Angeber-Clowns. So lebt die Mittelschicht. Sie mag nach außen hin großartig erscheinen, hat aber in Wahrheit gar keine Kohle:

Das ist ein super Buch. Wer das Thema Geld verstehen will, sollte es lesen: Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die sinnlose Geldverschwendung der Mittelschicht

  1. Björn

    Mal wieder ein sehr interessanter Artikel, dem ich zu 100 % zustimme. Klar wäre es ein Traum so ein dickes Depot zu haben und dann von den Dividenden leben zu können. Aber wie du immer schreibst, der Weg ist hart dorthin.

    Und manche Sachen wie Urlaub möchte man sich schon noch gönnen, grad wir zu viert jetzt.

    Das Buch Rich Dad habe ich gelesen, richtig toll geschrieben. Mal ne Frage zu den übrigen Büchern der Reihe: Lohnt es sich diese auch zu lesen wenn man das erste schon kennt. Oder wiederholt sich vom Inhalt her alles?

  2. Martin

    Reisen wäre das auf was ich ehesten verzichten könnte. Schön wenn man es machen kann/darf. Aber ein Mehrwert bringt mir das nicht. Vielleicht alle 20 Jahre mal und wenn man alt ist, will man den Stress ohnehin nicht mehr.

    Dann lieber Wandern in Deutschland, relaxen im eigenen Garten, seine Elektronik und Programmierfähigkeiten erweitern usw

  3. Martin

    „Das Buch Rich Dad habe ich gelesen, richtig toll geschrieben. Mal ne Frage zu den übrigen Büchern der Reihe: Lohnt es sich diese auch zu lesen wenn man das erste schon kennt. Oder wiederholt sich vom Inhalt her alles?“

     

    Der CashFlow-Quatrant ist eher besser als Rich Dad auch wenn inhaltlich jetzt nicht wesentlich neues kommt. Rich Dad sehe ich als Kinderbuch, CashFlow-Quatrant geht etwas weiter. Aber mehr als Allgemeinplätze die ohnehin jedem klar sind, darf man von diesem Autor nicht erwarten.

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Björn

    Danke. Sein obiges Buch bringt alles auf den Punkt, was man wissen muss.

    Robert Kiyosaki rät, positive Cashflüsse aufzubauen. Eben in Assets investieren, die Geld abwerfen wie vermietete Immobilien, ETFs oder Aktien. Und keine Dinge kaufen, die zu negativen Cashflüssen führen (dicke Autos, Boote…).

    Er steht skeptisch dem großen Eigenheim, auf Pump finanziert, gegenüber, weil es nur Geld kostet (Zinsen, Renovierung, Steuern, Nebenkosten, Versicherungen…). Es produziert keine positiven Cashflüsse, sondern nur Abflüsse.

    Er sagt, dass man keine Konsumschulden aufnehmen soll.

    Er rät, Nebeneinnahmen zu erzielen mit Büchern oder Blogs.

    Ich leite von ihm folgendes ab:
    Unser Job ist ein positiver Cashlieferant. Wir sollten ihn behalten. Wir sollten stetig sparen. Etwas zurücklegen. Investieren. Cash aufbauen.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Hi Philipp,

    genau. Das ist in Anlehnung daran.

    Ein anderer extrem wichtiger Filmausschnitt ist dieser hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=013rp5Z-5×0

    Die Botschaft richtet sich gut an einen Lottomillionär oder jemand, der viel erbt:

    „Du kriegst 2,5 Millionen Dollar. Jeder Vollidiot weiß, was zu tun ist: Du kaufst Dir ein Haus mit einem dicken Dach. Legst den Rest mit 3 oder 4% an. Dann kann Dir alles am Arsch vorbei gehen. Du lebst von den Zinsen. Dein Boss kann Dir am Arsch vorbei gehen. Du besitzt Dein Haus. Hast Zinsen. Kannst Deine Steuern bezahlen. Fertig. Das ist Deine Burg. Dein Leben lang. Nur eines musst Du beachten: Saufe nicht.“

    (grob sinngemäßt übersetzt)

  6. Max

    Provokant: Mich würde interessieren, wie viele von uns – würden wir die finanzielle Freiheit wirklich schaffen – in vorzeitigen Ruhestand gehen würden. Was denkt ihr? Ich gehe davon aus, dass viele von uns weiter im Hamsterrad treten würden. Natürlich viel Entspannter das Ganze aber doch würden viele vermutlich nicht den kompletten Absprung schaffen.

     

    @All: Wie sind denn eure Einschätzungen zu Unilever und AT&T aktuell? Beide haben in letzter Zeit doch etwas Dampf abgelassen.

  7. Christoph

    @Max: Also AT&T kaufe ich auch immer weiter und weiter. Meiner Meinung nach ein tolles Unternehmen, tolle Rendite nur die Erhöhungen sind halt nicht so hoch. Aber man kann ja nicht alles haben. Dazu wird Mobilfunk usw immer wichtiger. Also damit kann man nix falsch machen.

  8. Mr. B

    @Max,

    Ich bleib auch im Job. Aber ganz entspannt und nur Teilzeit. Hat teilweise auch gesellschaftliche Gründe. Finde Pibe und wie er damit umgeht aber sehr Interessant. Ist aber auch ein Unterschied, ob man allein ist oder eine Familie hat.

  9. Martin

    „Also AT&T kaufe ich auch immer weiter und weiter. Meiner Meinung nach ein tolles Unternehmen, tolle Rendite nur die Erhöhungen sind halt nicht so hoch. Aber man kann ja nicht alles haben. Dazu wird Mobilfunk usw immer wichtiger. Also damit kann man nix falsch machen.“

     

    Aber der Markt ist nahezu gesättigt. Es gibt auf der Welt mehr Handys als Menschen. Es gibt mehr Menschen mit Mobilfunkzugang als Menschen mit Zugang zu frischem Wasser oder einem Bankkonto. Es gibt außerdem viele Konkurrenten zu AT&T. Die Wachstumsaussichten sind für die großen Telefonanbieter gering. Ja der mobile Internetzugang bringt noch Wachstum, aber solange das noch wesentlich teurer und unzuverlässiger als Festnetz ist, bringt das nicht den großen Wachstumsschub.

     

  10. Christoph

    Also in den USA gibt es die großen 4: Verizon, AT%T; T mobile und Sprint. Die beiden größten sind Verizon & AT&T.

    Dazu muss es ein sehr gutes Netz geben, wenn die Autos Autonom fahren werden. Denn die brauchen sekündlich, eher schneller immer alle aktuellen Verkehrsdaten usw.

    Und Es gibt extrem viele Menschen die noch kein Handy haben. Allein in Indien gibt es zB fast gar ken gescheites Netz. AT&T hat ja auch in Mexico investiert und kauft ja nun Time Warner. Denke das ist ein gechickter Schachzug.

    Allein CNN und natürlich Warner Brothers und HBO sind extrem Wertvoll.

    Dazu wird immer mehr über Tablett, Handy und Smart TV geschaut. Dafür benötigt man gute Netzzanbieter.

    Also ich habe überhaupt keine Angst dass AT& und Verizon da keine Zukunft haben.

    Ob Verizon allerdings Yahoo wirklich kaufen sollte da grübel ich…

     

    Ich habe beide im Portfolio. Denn ich denke immer die beiden größten zu haben ist immer gut. Ebenso habe ich sowohl Coca Cola als auch Pepsi im Depot.

  11. PIBE350

    An Tim: Der Ausschnitt ist auch auf Deutsch zu finden: https://m.youtube.com/watch?v=UeCRzqeZ7Ag

    Wer den Film noch nicht kennt: Bis auf diese eine Szene ist er nicht sehr sehenswert. Also nicht davon blenden lassen. 😉

    An Max: Das Schöne an Freiheiten ist, das jeder selbst entscheiden kann. Manchen reicht es schon aus, ein sicheres Gefühl durch einen finanziellen Trumpf in der Hinterhand zu haben. Andere wollen weniger arbeiten, etwas anderes arbeiten, nicht mehr für Geld arbeiten oder gar nicht mehr arbeiten. Alles legitim.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende! 🙂

  12. Björn

    Wie seht Ihr denn die Tesla Aktie als langfristiges Investment? Bin am überlegen einen Sparplan dazu abzuschließen.

  13. Christoph

    @Björn. Das ist eine schwierige Frage. Irgendwie glaube ich an Musk. Er hat eine ganz Industrie verändert.

    Dazu ist er ein Visionär und nicht „nur“ einfach ein Geschäftsmann. Sowas mag ich auch sehr. Er sieht sein Unternehmen als glaobels Energie Unternehmen und nicht nur als Autofirma.

    Daher die Übernahme von Solarcity. Die Solarziegel finde ich super. Auch dass er eigene batterien baut und das er dazu eine Fabrik baut die immer mehr Roboter einsetzt. Da könnten sich dei deutschen was abschneiden.

    Das Problem sind die Finanzen. Wenn die nicht wären ein klarer Kauf.

    Wenn man ein schönes Depot hat, dazu stete Dividenden würde ich sagen kann man ruhig ein bißchen Tesla beimischen. Baut man sein Depot aber auf.. puuuuh ich weiss es nicht.

  14. Obama

    Hallo @all,

    Beobachtet vom euch jemand hypoport ? Wann würdet ihr nachdem momentanen Kursverlust einsteige? Für mich ist der Kursverlust nicht gerechtfertigt und wir bekommen hier ganz klar kaufkurse. Die Frage ist nur, wann kann man einsteigen? Ich werde unter 60 anfangen mich einzudecken.

    Grüße @all und ein schönes Wochenende!

  15. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    Du kommst auf Sachen… 😉 Jetzt beim gepflegten Chianti in Erwartung der „Heute Show“ mit Welke.

    Die ist mir tatsächlich schon begegnet. Ich habe mich mal in Südafrika (aktientechnisch) umgesehen. Damals hatte ich die Sasol im Visier. Aber letztendlich sind das so Sachen, die sich nicht wirklich lohnen, glaube ich.

    Also wenn mir mal nichts mehr im USD/CAD-Raum einfällt, dann wären solche Werte auch ganz witzig.

    Ich schau auch immer mal bei 4-Traders.com. Da wird die in nächster Zeit eher negativ gesehen. Würde mich jetzt nicht abschrecken wenn ich sie wollen würde. Nur als Anmerkung.

    Schönen Abend noch.
    MS

  16. Max

    Dann möchte ich mal ‚Danke‘ an alle sagen. Die Meinung zu AT&T ist wie ich vermutet hatte 🙂

  17. Felix

    Ich habe die T-Aktie auch seit an Beginn. Tut mir nicht weh, hat all die Jahre Dividende gezahlt. Ich behalte sie einfach.

    Vor einiger Zeit war die Rede, dass einige US-Blogger vor der Wahl ihre Depots glatt gestellt hätten. Wie verfahren die jetzt? Uns in Euro kalkulierenden Anleger in US-Aktien, kommt je momentan der steigende Dollar – auch bei Dividendenausschüttungen – zupass. Vor weiteren Investitionen schrecke ich momentan zurück, da mir das Experiment Trump zu riskant erscheint. Ich halte das momentan für ein Strohfeuer.

  18. Delura

    @ Felix

    Ich glaube ein Strohfeuer ist das nicht, aber ich werde auch etwas meine Zukäufe verringern und meinen Baranteil steigern. Der Dollar steigt und für mich ist die Parität mit dem komischen Euro schon klare Sache.

    Aber, der Dollar wird irgendwann auch wieder fallen (spätestens wenn Trump den Export anfeuert und mit den Europäern ein Agreement abschließt) und dann kommt eine schwierige Phase für uns Buy&Hold Investoren. Denn die US-Dividenden schmelzen dahin (nur durch den Währungseffekt). Mein Rat, mehr nach rechts und links gucken z.B. Aktien aus Kanada, Australien, Norwegen, Dänemark oder UK, oder sogar ein „bisschen“ Russland.

    Alle Länder die eigenständige Währungen haben werden dann wieder interessanter.

    Glück Auf!

  19. Alex

    @Delura

    ich habe bereits geguckt. 🙂 Sein ein paar Jahren besitze ich GAZPROM,LUKOIL,SBERBANK,SURGUTNEFTEGAZ und jede Menge britische Unternehmen… SURGUTNEFTEGAZ hat in dem Jahr eine Dividende von 16% gezahlt.

  20. Heinz

    @Alex

    bist du dort in Einzelaktien unterwegs oder in einem klassischen ETF wie dem von db-x oder hsbc (russia capped etf). Der HSBC Russia capped ist zumindest physisch replizierend und ausschüttend, aber in Irland aufgelegt. Der sollte steuertechnisch wohl schwierig sein. Hat den jemand ?

  21. DivSky

    @MS,

    vielen Dank. Also es gibt auch gute Punkte zu dem Wert. Wenn Sie noch die anderen negativen Punkte abmildern und der neue CFO/CEO bringt neuen Wind rein.

    Der CF ist aber gar nicht mal so schlecht, bezogen auf 2015

     

     

  22. Einsteiger-D

    Zu gurufocus.com und @Stefan und Matthias Schneider:

    Ihr hattet in den Kommentaren zum letzten Artikel gurufocus.com empfohlen. Da ich auf der Suche bin nach einer Webseite, die das KGV einer Aktie vergangener Jahre (möglichst weit zurück) zeigt, habe ich mir das angesehen. Leider lassen sich, selbst mit einem gratis Account, die Diagramme nicht anzeigen. Sobald man auf „Interactive Chart“ klickt, müsste man sich für die 299$ Mitgliedschaft anmelden. Das kommt für mich nicht in Frage. Schade.

    Hätte jemand eine Idee, wo man sonst gut historische KGVn (mind. 5 Jahre, besser noch weiter zurück) recherchieren kann?

  23. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    die Aktie sollte man schon beobachten. Die machen ja mehr Umsatz in Nigeria als Südafrika. Aber wie gesagt, würde sie so als exotische Beilage betrachten.

    @Einsteiger-D,

    also wenn ich den interaktiven Chart aufrufe, dann kann ich das schon sehen.

    Aber, die einfache grafische Zusammenfassung finde ich ausreichend. Man sieht auf einen Blick wie der Verlauf war. Wenn die grüne Linie des Kurses unter der blauen war, dann bekam man die Aktie für ein KGV unter 15. Immer wenn sie darüber ist, dann war sie teurer. Je weiter über der blauen Linie, desto höher das KGV.

    Wenn man das in Zahlen sehen will, dann kann ich beim interaktiven Chart schon nachsehen (bin nur kostenlos registriert). Wenn ich mit der Maus über den Chart fahre, dann zeigt es mir die Daten an. Hier z. B. bei JNJ, am Ende 14.07. 2016 Preis 123,18 mit KGV 23,15. Da müsste man sich eine Linie bei 15 in den rechten Skala für das KGV ziehen. Alles was darunter fällt ist dann eben die preiswerte Zeit. Aber das macht eben der Peter Lynch Chart automatisch auf einen Blick.

    Schönen Sonntag noch

    MS

     

  24. Einsteiger-D

    @Matthias: Danke für die bebilderten Erläuterungen. Dass es bei dir klappt, hat mich motiviert weiter zu probieren. Nach Löschen der Cookies bzw. Browserwechsel funktioniert es bei mir nun auch (jedenfalls für US-Aktien). Verrückt…

    @Freelancer Sebastian: Morningstar gefällt mir, vielen Dank für den Hinweis!

    @all: Tolle Diskussionen hier!

  25. Adam

    Die Tesla Aktie kann nur ein Anfänger kaufen. Die Aktie ist stark überbewertet (KBV, KUV), Firma macht Verluste, ein großer Experte – ehemaliger Chef eines Autokonzerns erwartet Bankrott bei Tesla.

    Mit Peter Lynch und seiner Earnings Line, Price Line oder Fair Value Line das ist richtige Schweinerei, was nun Gurufocus macht. Z.B. die Aktie IBM ist zwar unterbewertet, aber trotzdem kein Kauf, denn in 5 letzten Jahren und in nächsten 5 Jahren das Gewinnwachstum bei 0% liegt. Die Firma ist krank und Fehler von Berkshire Hathaway die IBM Aktie zu kaufen.

    Peter Lynch erreichte leicht das Portfolio-Wachstum 29% jährlich 1977-1986, nur weil viele Anleger die gleichen Smallcaps Aktien später wegen ihm kauften, wegen Interesse sie stiegen und er hat sie dann verkauft.

    Das gleiche passiert nun mit den 3 Fluglinien-Aktien in den USA. Die Anleger und Handelsautomaten kaufen sie nur wegen Warren Buffett und wenn sie wegen großer Interesse genug gestiegen sind, Berkshire Hathaway Holding wird die 3 Fluglinien-Aktien verkaufen. Und die letzten verspäteten Anleger verkaufen mit Verlust.

    Warum ist die Berkshire Hathaway Aktie billig und trotzdem kein Kauf: 1) Sie zahlt keine Dividenden. 2) Berkshire Hathaway Holding beteiligt sich mit Aktien an der kriminellen Investmentbank und an der kriminellen Ratingagentur, welche die Finanzkrise in Europa, Krise in Griechenland und Krise des Euro verursacht haben. Aus unbezahlten Krediten wurden von der US Investmentbank wertlose Zertifikate konstruiert, wertlose Zertifikate bekamen gute Ratings von der US Ratingagentur, die Verschuldung von Griechenland hat die Investmentbank gefälscht und nur deswegen wurde Euro in Griechenland eingeführt. Und sie machten hunderte Milliarden Euro Schaden den Banken und Anlegern in Europa, die ihr Geld von griechischen Anleihen nie mehr zurück bekommen. Außerdem Warren Buffett lügt, dass die Schweinerei von FED richtig ist. Obwohl mit dem niedrigen Leitzins entstehen den Banken und Anlegern Milliarden Schaden und FED verursacht eine Krise nach der anderen von 1914 bis zu ihrer Schließung in der Zukunft.

  26. Obama

    @Adam

     

    Wenn das alles immer so klar und einfach wäre, dann warest Du wahrcheinlich als erster Milliardär…..;)))

    Scherz bei Seite !

    Ich bion schon lange an der Börse aktiv und habe auch schon mein Lehrgeld bezahlt. Was ich auf jeden Fall gelernt habe, dass niemand 100%ig sagen kann, was Mr. Market vorhat.

    Ich persönlich würde momentan z. B. nicht in Tesla investieren, passt nicht zu meinem „Beute-Schema“. Jedoch kann es durchaus sein, dass wir hierdurch eine super Chance verpassen. Bei Amazon wurde auch immer eindrnglich gewarnt und wird es immer noch. Was man verpasst hat, weiss man ja. Ich bin übrgens in Amazon investiert und bin von dem Geschäftsmodell überzeugt. Daher kann mich hier niemand verunsichern. Auch nicht Herr Trump :;)))

    Bei IBM bin ich z. B. anderer Meinung als Du. Ich bin investiert und spare diese Aktie auch in meinem Wertpapiersparplan an. Über Berkshire und Warren denke ich auch anders.

    Jedoch ist das nur meine Meinung und ich kann hier auch falsch liegen.

    An der Börse sollte man sich immer den Satz:

    Ich weiß, dass ich nichts weiß !

    zu Herzen nehmen :;)

     

    Alles Liebe und einen schönen Rest-Sonntag,

     

  27. Christoph

    @Obama: Gut gesprochen ähh geschrieben^^

     

    Heute las ich diesen Artikel vom VW Chef:

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Aehnliche-Entschaedigungen-VW-Chef-Mueller-Kunden-in-Europa-haben-bei-Dieselskandal-keinen-Nachteil-5195463

    Und wieder einmal erschütter mich VW mit der 2 Klassen Behandlung. Er schiebt uns Verbrauchern die Schuld zu. Das wir ja gegen TTIP sind und daher auch keine Entschädigung verdient haben. Und dass es kaum Elektro Autos gibt liegt ja auch an uns weil wir die ja gar nicht wollen.

    WOW. So viel Schwachsinn von einem Chef eines der weltgrößten Konzerne .. das muss man erstmal schaffen.

    Allerdings hat er Recht. Ich will kein Eltroauto das nur 190 km per Elektroantrieb fährt.

    NEIN ich will ein Auto das mindestens 500 km weit schafft. Komisch dass ein Startup wie Tesla dies schafft. Aber VW hat natürlich nicht geschlafen.

    Und bezüglich der Wiedergutmachung: Das ist eindeutig Beschiss am Kunden. Die Regelungen in den USA mögen zwar noch schärfer sein. Aber auch in Europa verstößt VW definitiv gegen die Bestimmungen. SOnst würden die Kunden ja beim Nichtnachrüsten ja nicht die Strassenzulassung verlieren.

     

    Für mich steht fest: Solange VW so denkt wird für mich kein Auto aus diesem Konzern in Frage kommen.

  28. Karl

    Ich muss mich hier doch noch zu Wort melden. Der Film „The Gambler“ (2014) ist fantastisch. Dass es schwierig ist, den Film zu verdauen, vor allem, wenn man erwartet, dass sich der Film um Spielsucht dreht, kann ich gut nachvollziehen.

    Ich möchte nur darauf hinweisen, weil PIBE350 das in seinem Kommentar so herausstellt, dass ich mit „The Gambler“ (2014) viel anfangen konnte und auch kann, so dass ich ihn sehr empfehle. Ich habe ihn allerdings im englischen Original geguckt, ich weiß nicht, wie gut er auf deutsch ist.

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