Die langweiligen Reichen, die hektischen Armen


New York, 20. August 2015
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Investieren Sie mit einer großen Ruhe. Vermeiden Sie große Risiken. Kaufen Sie einen Indexfonds oder Qualitätsaktien für mehrere Dekaden. Machen Sie es so, wie die Reichen es tun. Mit wenig Risiko, wenig Steuern, geringen Transaktionskosten.

Ich habe kürzlich mit jemanden telefoniert, der tradet wie ein Wilder. Mit Knockout-Zertifikaten und anderen Ungetümen. Ich war schockiert. Ich bin der Meinung, er verliert mit der Strategie Geld. Offiziell schwärmt er natürlich, wie viel Geld er rein theoretisch jeden Tag verdienen könnte. Und es sei ihm gerade gelungen, einen großen Batzen zu verdienen… Es klang aber zwischen den Zeilen mehr nach einem Traum als nach Realität.

Da sind wir schon beim Thema meines heutigen Blogeintrags. Der durchschnittliche Anleger schneidet grottenschlecht an der Börse ab. Es liegt an den Emotionen, der Selbstüberschätzung. Der Vermögensverwalter BlackRock hat eine schöne Grafik erstellt. Sie zeigt den Zeitraum 1995 bis 2014. Der typische (Fonds-)Anleger verdiente nur 2,5 Prozent annualisiert, während mit einem simplen Aktien-Index 9,9 Prozent zu holen waren (PDF Grafik).

Der Abstand zwischen dem typischen Privatanleger und geduldigen Index-Sparer ist enorm: 2,5 versus 9,9 Prozent. Um Ihnen den Unterschied zu verdeutlichen, auf was der Zocker verzichtet, mache ich folgende Betrachtung: Sagen wir, ein typischer Börsianer legt 10.000 Euro einmalig an. Für 40 Jahre. Nach obiger Rendite kämen zum Ruhestand 26.850 Euro zusammen. Würde der Anleger anstatt zu traden das Geld einfach in einen Indexfonds (S&P 500) anlegen und nicht mehr anrühren, stünden nach vier Dekaden 436.000 Euro zur Verfügung. Der Zocker verzichtet also auf 409.000 Euro. Das ist der Wahnsinn.

Wie gehe ich vor? Ich schaue mir an, was gute Value-Anleger machen. Ich blicke im Endeffekt auf das Anlageverhalten der Reichen. Sie investieren extrem konservativ. Das Depot besteht aus Aktien, Anleihen, Cash, Immobilien, Indexfonds. Fertig! Ein Drittel der Reichen besitzen ETFs. Die Reichen horten Blue-Chip-Firmen und Fonds. Keiner zockt mit Knockout-Papierchen. Jedenfalls gibt es viele Hinweise für eine sehr vorsichtige Strategie. Millionäre legen mit ruhiger Hand ihr Geld an. Sie haben einen langen Zeithorizont. Sie achten auf Sicherheit und Streuung.

Jedenfalls macht der kleine Mann das Gegenteil. Die Unter- und Mittelschicht hat einfach nicht die Geduld. Sie wollen es über das Knie brechen. Sie meinen, sich zum Reichtum mit gefährlichen Trading-Strategien zu mogeln.

Es gibt an der Wall Street einen schönen Spruch:

„Pigs get slaughtered.“

Auf gut Deutsch: „Schweine werden geschlachtet.“ Und das passiert tatsächlich täglich an der Börse. Die Zocker fallen eines Tages auf die Nase. Hier taucht der Spruch mit den Schweinen übrigens im Wall-Street-Film „Money Never Sleeps“ auf. Gordon Gekko alias Michael Douglas erklärt das so:

Der Reiche denkt über Transaktionskosten und Steuern nach. Der kleine Mann legt einfach los, ohne sich einen Überblick zu verschaffen. Die Armen rennen kleinen, heißen Aktien hinterher. Überteuerte Trendaktien landen im Portfolio. Sie träumen. Sie hoffen. Sie zocken.

Die Reichen setzen auf die grundsolide Traditionsfirmen wie Exxon, GE, Apple, Berkshire Hathaway, Colgate-Palmolive, IBM, Verizon… Eben Hausmannkost. Mit schönen Dividenden.

Und es gibt noch einen Unterschied. Der kleine Mann fährt gerne große, fabrikneue Autos. Schnittige Flitzer. Der kleine Mann gibt mehr aus, als er einnimmt. Der Konsumrausch führt zu Konsumschulden. Die Zinsen führen langfristig ins Elend.

Warren Buffett lebt im selben Haus, das er 1957 in Omaha mit seiner Frau erworben hat. Buffett kaufte sich früher uralte Gebrauchtwagen, am liebsten mit Hagelschaden. Denn es gab wegen der Dellen noch mehr Rabatt.

Es ist schon witzig, wie bescheiden sehr reiche Leute, die ich kenne, leben. Sie geben weniger Geld aus, als so mancher aus der Mittelschicht. Die Armen versuchen ständig mit teuren „Dingen“ andere zu beeindrucken. Mit Autos, Häusern, Kleidung, Schmuck etc. Sie leisten sich unglaublich schöne Urlaube. Dafür müssen sie aber jeden Monat kämpfen, um all die Ausgaben bezahlen zu können.

Ich kenne Leute, die etliche Millionen auf der Bank haben. Wenn Sie die unterwegs treffen, merken Sie ihnen nichts an. Im Gegenteil: Altes Handy, einfache Kleidung, kein Auto.

Ich habe gelernt, innerhalb meiner finanziellen Verhältnisse zu leben. Konsumschulden kommen bei mir nicht (mehr) in die Tüte. Aus all den Börsenkrisen und Studien habe ich gelernt: Es zahlt sich aus, „Buy and Hold“ zu betreiben. Haben Sie einfach mehr Geduld.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die langweiligen Reichen, die hektischen Armen

  1. Jan

    Hallo Tim,

     

    genau so ist es. Man sollte immer an diese Punkte erinnern. Besonders wichtig finde ich den Konsumhinweis. Reichtum sieht man nur in den seltensten Fällen. Bzw. nur wenn man etwas genauer hinschaut.

     

    VG Jan

  2. Fabian S.

    Hallo Tim,

    super Artikel wieder. Und es ist ja klar, dass die Reichen so geizig sind, denn sonst wären sie ja auch nicht so reich. Und habe echt wieder etwas von Dir gelernt. Denn ich wusste gar nicht, dass Warren Buffett gern Autos mit Hagelschaden aufgrund der Rabatte gekauft hat. Dass er bevorzugt Uralt-Autos kauft war klar, aber dass war echt eine neue Information mit den Dellen.. Danke dafür 🙂

  3. Ric

    Hallo Tim,

    mal wieder ein sehr schöner Artikel der es auf den Punkt bringt.

    Das Geld in solide Firmen stecken und abwarten. Das ist das Geheimnis.

     

    Viele Grüße

    Ric

  4. Claudius

    Hey Tim,

    du bringst es hier gut auf dem Punkt. Mehr muss man gar nicht sagen. Investieren zeichnet sich ja dadurch aus, dass es kein 9-to-5 job ist. Man muss nicht stundenlang die Kurse beobachten und mehrmals täglich kaufen und verkaufen. Es ist viel entspannter…

    Gruß,

     

    Claudius

  5. Eccehard

    Daß Buffett noch im gleichen Haus wohnt, das er 1957 mit seiner Frau gekauft hat , gehört wohl in die Mär zu seiner Legendenbildung. Er kann schon aus Sicherheitsgründen nicht mehr dort wohnen!

     

    Gruß

  6. ValueriaValueria

    Danke Tim! Und genauso versuche ich auch zu investieren: Ruhig in Bluechips, Dividendenaristokraten und Firmen, die möglichst auf viel Cash sitzen. Zwar erst dank deinem Blog, aber immerhin stetig und stur;-)

    Hier habe ich gestern vom Norwegischen Staatsfonds gelesen:

    http://www.godmode-trader.de/artikel/mega-investor-besitzt-diese-aktien,4312073

    Sie machen auch mal Minus, verkaufen aber nicht gleich alles aus.  Und wenn man sich an große langweilige Unternehmen hält, die man im täglichen Bedarf nutzt, dürfte auch nicht groß was schiefgehen.

    Es heißt ja: Wenn alles auf Tiefrot steht –  die Guten kaufen.

    So einen „Norwegischen Fonds“ möchte ich mir auch zusammenbauen, ein bescheidener Traum von mir;-)

    Neulich habe ich in Forbes von Jacky Chan gelesen. Er benutzt eine Seife, schön in Seifenschale verpackt, die er aus einem Hotel mitgenommen hatte, bereits seit mehreren Monaten, immer auf Dienstreisen mitgenommen und für Zuhause. Aus Umwelt- und Spargründen!!! Fand ich total charmant. Der Mann sitzt auf Millionen.

    Ich habe das gelesen, während ich aus dem Balkon einem Mann zugesehen habe, wie er die Mülltonnen nach Verwertbarem durchsuchte. Er hatte eine brennende Zigarette im Mund! So ist man zwischen Mitleid und Verständnislosigkeit ziemlich hin- und hergerissen…

     

  7. I_love_Capitalism

    @Valueria

    Stimmt beim Mülldurchwühlen und Pfandflaschensammeln auch noch rauchen, so was. Trug er wenigstens Krawatte?

     

  8. I_love_Capitalism

    @Tim

    Und Du denkst nicht, dass die „langweiligen Reichen“ vor dem aktuellen Crash ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben, sondern zuschauen, wie sie am Tag mehrere Millionen verlieren?

     

  9. Michael

    Hallo,

    nicht vergessen immer mit der Ruhe ist zwar eine gute Devise, aber blindes vertrauen in eine Firma ist alles andere als intelligent. Denn pleite gehen kann jede Firma. Sowas wie mit BP (Deepwater), oder mal ein negativen Langzeiteffekt eines Medikaments mit US Klage .., oder mal wieder Glassplitter in der Bifi. Auch die Auffassung investiere nur in das was du auch verstehst. Ich habe so die Befürchtung das wenn man z.B. gerade in Oel Aktien investiert wird die Leute größtenteils nicht mal den Unterschied zwischen Down-, Mid- und Upstream wissen. Nuja was solls ich kaufe mir heute ein paar Brown-Forman nach :).

    Michael

  10. ValueriaValueria

    @_Capitalism

    Dein Kommentar ist einfach nur zynisch. Es geht mir um Kosten sparen, Gesundheit erhalten und sich aus dem Müll ziehen. Da gehören Kosten fürs Rauchen einfach nicht dazu …

    „Die Schäfchen ins Trockene bringen“ ist bei vielen die Stop-Loss-Order, was die Programme automatisch ausführen, siehe BASF. Sobald sich die Talfahrt beruhigt, wird wieder der Kaufklick getätigt – das ist nicht Buy&Hold.

    Man verliert erst, wenn man verkauft.

    Ich bin auch gespannt wie weit es noch runter geht. Wenn Griechenland am 20. September Neuwahlen hat, dann könnten wir bis dahin ordentlich runterutschen. Gründe gibt es genug.

     

     

     

  11. Oliver

    Bin mal gespannt, wie viele jetzt Panik bekommen, wenn es weiter nach unten geht. Ich denke, das werden schon einige sein. Gerade die Rohstoffwerte und Ölaktien haben signifikant verloren und es kann durchaus sein, dass es noch ein weiteres Stückchen nach unten geht. Ich persönlich finde es wie Weihnachten: Mehr Aktien für das gleiche Geld. Was will man mehr? Von mir aus kann das mit den fallenden Börsen gerne noch eine Weile so weiter gehen.

  12. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Valueria

    Du beschreibst Privatanleger mit ihrer SL-Order. Die sind unbedeutend. Die ganzen Algorithmen und Hochfrequenz-Trader sind das „Problem“. Da passiert genau das, was die letzten beiden Tage beim Dax passiert ist. Marke x wird getroffen und 100-200 Punkte in einer Minute runter. Am Anfang des Jahres hat das auch noch nach oben funktioniert.

    @Oliver
    Genau so sieht es aus! Ein ordentlicher Crash ist das Beste, was uns langfristigen Anlegern passieren kann. Hauptsache wir stehen in 20 Jahren deutlich höher als heute. Ich denke aber, dass es spätestens bei den runden Marken (ca. 10.000 beim Dax / 16.000 beim Dow) wieder dreht. Falls doch nicht, umso besser…

     

  13. Markus

    Noch tiefer runter??? Tief gefallen nur weil das erste Quartal außerordentlich nach oben geschossen ist??? 😉

    Aktuell year to date sind wir beim msci world bei 13,3 % … …. im Plus

    3 Jahre msci world = + 57 %

    5 Jahre msci world = + 95 %

    Wäre wirklich mal an der Zeit für ne Regression zum langfristigen Schnitt… aber wer weiß dass schon, bzw. man weiß es im nachhinein mit absoluter Gewissheit. 😉

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jan

    Danke. Das stimmt: Geld sieht man nicht.

     

    @ Fabian S.

    Danke für das Lob. Buffett ist sehr sparsam. Handys mag er nicht. Teures Essen lehnt er ab. Er mag Hamburger von McDonald’s. So wie Mark Zuckerberg. Und die Autos, wie gesagt, am liebsten gebraucht mit Hagelschäden:

    http://lifebeyondsportmedia.com/Warren-Buffett

     

    @ Ric

    Danke! Genau. Qualitätsaktien kaufen. Und liegenlassen.

     

    @ Claudius

    Danke. Das stimmt: Es ist besser, nicht täglich auf die Kurse zu schauen. Langfristig investieren. Und die Aktien vergessen. Buffett hat in seinem Bürozimmer keinen Computer. Er liest den ganzen Tag Geschäftsberichte und telefoniert.

     

    @ Eccehard

    Buffett wohnt in dem Haus. Er hat einen Sicherheitsdienst beauftragt. Das Haus ist bestimmt gut geschützt. Von vielen Hollywood-Stars und anderen Promis ist auch bekannt, wo sie wohnen.

     

    @ Valueria

    Stimmt. Stur. Stetig. Sparen.

     

    @ I_love_Capitalism

    Die Reichen verfolgen einen sehr langweiligen Anlagestil. Wenn die Studien stimmen, kaufen sie Blue Chips, ETFs, Fonds, Anleihen, Immobilien. Ihre Investments behalten sie langfristig. Warum langfristig?

    1. Das perfekte Timing hinzubekommen ist eine Illusion. Es ist ja so, dass jedes Mal das Timing gut sein muss, und nicht manchmal: Kaufen, Verkaufen, Kaufen, Verkaufen, Kaufen, Verkaufen…

    2. Steuervermeidung

    3. Sparen von Transaktionskosten

    4. Der Zinseszins. Den vergessen die meisten Anleger. Der entfaltet seine Sprungkraft erst so richtig nach einigen Dekaden.

    @ alle
    Danke für die vielen Kommentare und den Zuspruch bzw. Kritik. Das lese ich immer sehr gerne.

  15. Tino

    Es ist glaube nicht so vielen vergönnt, in einer von Medien, Hi-Fi-Entertainment, Informationen überschwemmten Gesellschaft die Emotionen unter Kontrolle zu behalten. Das ist aus meiner Sicht absolut menschlich, einfach auch charakterbedingt. So wie die Autohersteller mit den neuesten Bells&Whistles (ohne echte Innovation) werben und immer wieder neue Neuwagenkäufer finden, so tun es auch Trading-Portale mit grünen und roten Knöpfen und BigBoss-Icons. Da bekommen sicher viele Komplexe und wollen auch mal am Hebel sitzen und die vermeintlichen Millionen kassieren. „212 gnidarT“ ist für mich so ein Kandidat, coole Adobe-Anthrazit-Style GUI mit Metropolis-Logo, das weckt Emotionen in der pfeilschnellen Gesellschaft, da geht was, denkt sich so mancher, Wolf of Frankfurt.

    Ein Beispiel aus den Medien zur aktuellen Börsensituation ist für mich wieder ein schönes Beispiel für „Experten“ die in die Kristallkugel schauen und spekulieren das es einem schwindlig wird. Da ist von Sturz ins Bodenlose die Rede, von der magischen 10000er Grenze und von großen Gefahren, Bruch der 200er-Linie usw., auweia! Eine Aneinanderreihung von Übertreibungen, Vermutungen, Wahrscheinlichkeiten die zur Verunsicherung führen.

    Wer sich das ernsthaft zu Gemüte führt, wird wahrscheinlich nur noch bibbernd und wimmert in einer Ecke seiner (vielleicht gerade neu eingerichteten) Wohnung sitzen und schon mal die TANs für den Verkauf raussuchen. Ich lese es und kann mir manchmal das Lachen nicht verkneifen, wenn ich die Schlagwort-Bombardements überlebt habe.

    Aktuell halte ich die Entwicklung der Ölpreise für interessant, mit all den noch nicht genau absehbaren mittel- bis langfristigen Nebeneffekten. Buffett hatte XOM abgestoßen und die Entscheidung so begründet und hielt weiter PSX was er mit NOV jetzt auch verkauft hat., PSX profitieren vom aktuellen Ölpreisverfall im Raffineriegeschäft und können kräftig investieren für mehr Unabhängigkeit vom Ölpreis und höhere Margen. Ob genug Öl zum Verarbeiten in Zukunft im Inland nachkommt, ist noch nicht ganz klar. HP, aus meiner Sicht ein tolles Unternehmen, kämpft aktuell mit starken Gewinnrückgängen da über 50% der Förderstationen still liegen, vgl. US-Durchschnitt. Die Geschäftsberichte zeigen jedoch ein extrem gut gelenktes Unternehmen, was sich optimistisch der Herausforderung stellt bzw. in der Vergangenheit bereits sehr gut aufgestellt war. Selbst Chevron hat den Stand von 2008 erreicht. Die Zeit wird es richten, die Besten werden die Hosen anbehalten, m. E. vor allem die Ihre Dividende halten können.

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tino,

    Du bist also noch da! Immer schön, Deine seltenen aber anspruchsvollen Posts zu lesen. HP habe ich vor vielen Jahren mal zufällig entdeckt. Ich wollte Hewlett Packard suchen, und gab HP ein. Die haben aber ja HPQ. Seither habe ich immer Helmerich und Payne auf dem Radar. Ist für mich auch eine Firma, die ich über kurz oder lang, wohl eher kurz, im Depot habe. Take the Helmet for the Pain (in Oil Prices) and buy Helmerich and Payne. 😉

    Jetzt hat ja Soros groß bei Kohle zugeschlagen. Obama macht ja auf Umwelt, und hat der Kohle den Kampf angesagt. Ich vermute ja nix als Dampfplauderei dahinter. Er kann nicht mehr wiedergewählt werden und will sich als Umweltengel beliebt machen. Danach ist business as usual.

    Nachdem ich heute schon bei dem Tiefseebohrer nicht widerstehen konnte, habe ich auch noch bei Kohle was gekauft. Ich verfolge schon lange die ARLP.

    Jetzt habe ich mir auch noch die ins Depot gelegt. Gibt es was more outdated als Kohle? Aber der Wert verfolgt mich schon lange, also seis drum. Habe ich das nun auch.

    Gutes Nächtle

    MS

     

  17. Florian

    Hierzu gibt es ja wahrhaftig auch ein gutes Sprichwort. „Haben kommt von Halten“ das ich mir regelmäßig zu Gemüte führe.

    Apropo, interessant finde ich die Vorsorge der Norweger mit Ihrem Staatsfonds: Dieser ist nämlich auch auf die Ewigkeit hin ausgerichtet und das Volumen des größten Fonds der Welt geht auf die 1 Billion € an verwaltetem Vermögen zu. Hierzu könnte man auch mal einen ausführlichen Bericht drüber schreiben. Deshalb geht es Norwegen auch tendenziell beim BIP pro Kopf deutlich besser als uns Deutschen mit unseren intransparenten und kostenintensiven Bankprodukten.

    http://boerseneinmaleins.de/2015/04/das-norweger-konzept/

     

    Beste Grüße Florian

     

     

     

  18. Marko

    Hi Tim, eines muss man aber immer dazu sagen: Egal, welche Strategie, man muss sie (emotional) durchhalten können. So mancher langfristige Anleger verliert irgendwann die Nerven und verkauft am Tief. Das konnte in der Vergangenheit selbst bei Berkshire Hathaway passieren, wenn die Aktie mal 50% vom Hoch gefallen war.

  19. Tino

    @Matthias, ich habe schon viel von Dir gelernt ;), danke!

    Übrigens ging es mir mit HP genauso. Ich hab mich dann gefragt, wieso hast Du Depp noch nie dieses Unternehmen mit dieser Bilanz entdeckt und wieviele solcher Unternehmen gibt es evtl. noch da draußen?

  20. AlexanderAlexander

    Der Kleinanleger, der auf Kursgewinne setzt, wird derzeit arg gebeutelt und es dürfte so manch einer deutliche Verluste einfahren.

    Langfristanleger, die in ein Unternehmen investieren, freuen sich (wie Z. B. Oliver weiter oben). Ich kann mehr Aktien von einem guten Unternehmen für das gleiche Geld kaufen.  Meine Ölwerte sind teilweise um 25-30% inzwischen im Minus, wenn ich in mich hineinhöre, muss ich feststellen, dass es mich nicht stört. Vielmehr steht die Überlegung im Vordergrund, wenn es 50% minus sind, dann kann ich meine Anzahl mit einem Nachkauf verdreifachen (bei gleichem Einsatz). Selbst wenn die Dividende gleich bleibt oder sinkt, langfristig ein sehr gutes Geschäft.

    Wäre vor ein paar Jahren für mich undenkbar gewesen, da wäre ich schon voll im Krisenmodus und die Welt braucht morgen kein Öl mehr……

  21. ValueriaValueria

    @Alexander, Danke! Hier ist es erstaunlich ruhig. Ich hoffe, ihr hält es alle schön brav aus 😉

    Ich bin auch erstaunlich ruhig, obwohl mein Depot made 2015 jetzt komplett in ROT leuchtet.

    Das andere (von 2014) beweist, dass es Aktien gibt, die sich im Ausverkauf super halten. Noch;-)

    Ich verkaufe nichts, warte aber noch mit Einkäufen.

    Mich retten die Dividenden. Ich konzentriere mich voll darauf und die wachsen noch monatlich stetig…. egal wie die Kurse stehen.

    Wird das jetzt der Crash, von dem alle reden? Der Dow+Dax könnten ja noch 2016  weiter so runterschlittern?

    Wie war das damals 2007? Dann ganz 2008? Und 2009 noch Tiefstkurse?

    Hätte ich das ganz Geld ins Depot gesteckt, wäre ich jetzt fertig;-)

  22. Rosa Elefant

    Ja, diese dummen Kleinanleger, die Kursgewinne machen wollen.

    Dabei sind doch Aktien alternativlos und Dividenden die neuen Zinsen.

    Auch im März und April wurde hier auf diesem Blog empfohlen zu kaufen. Die Medien haben getrommelt, dass in diesem Niedrigzinsumfeld jeder in Aktien gehen muss. Egal wann, Timing klappt eh nicht. Einfach kaufen. Jetzt steht der Dax 2.300 Punkte oder fast 20% im Minus. Das heisst er ist an der Schwelle zu einem Crash per Definition.

    Ich befürchte die Praxis fühlt sich für viele dann doch anders an als die Theorie.

  23. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Rosa Elefant

    Ich merke an Deinem Kommentar, dass Dein Anlagehorizont sehr begrenzt sein muss.

    Wer Dekaden lang investiert, sieht das alles gelassen. Durchhalten. Und aufstocken. Das ist die richtige Strategie seit hunderten von Jahren.

  24. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tino,

    das freut mich! Ich denke, das sollte der Sinn von öffentlichen Foren sein, dass man durch Ideen anderer angeregt wird, und wenn man selber auch was besteuern kann, dann umso besser. 😉

    @Valueria,

    bei mir ist Freitags immer mein Reisetag von München hinter Stuttgart. Deswegen bei mir die kommentarlose Ruhe zur Situation. Habe mich vorhin gerade wieder durch 15 km Stau bei Stuttgart gequält.

    Mir geht es mit den Kursen natürlich nicht so gut wie wenn alles eitel Sonnenschein ist. Ungefähr so wie beim Zahnarzt beim Bohren ohne Betäubung. Jedesmal wenn er aufhört, dann hofft man inständig, dass man es geschafft hat, bis das Heulen und Sausen sich wieder nähert! 😉

    Jeden Tag denke ich, jetzt kann es doch gut sein Leute. Kauft endlich wieder. Und dann geht es wieder mit Schwung weiter abwärts.

    Gut, ich kenne das ja, und es hat im Prinzip noch nichts stattgefunden, weil die Kurse sehr ambitioniert waren. Bis es richtig spottbillig wird, müsste das bei den meisten Werten noch lange so weiter gehen. Das wird auch nicht schnell vorbei sein, wenn es nicht nur ein Rücksetzer ist/wird. Das zieht sich dann über Jahre. Das Gute daran aber ist dann, dass man Zeit hat Geld zu sammeln, um dann auch billig zu kaufen. Wenn es jetzt crashartig richtig tief gänge, und dann schnell wieder hoch, das fände ich schlimmer. Dann müsste ich immer an die verpassten Chancen denken, wie billig ich was bekommen hätte für kurze Zeit, aber kein Geld hatte. Bei 2-3 Jahren Kellerkursen kann man doch einiges zusammenkratzen um dann öfter mal was zu kaufen.

    Mich trösten auch die Dividenden. Mich graust die Vorstellung, ich hätte nur so tolle Werte wie Amazon, Facebook, Twitter usw.

    Es ist so herrlich, wenn man auf die lange Liste der Dividendenansprüche sieht.

    Was mich allerdings wirklich nervt, ist, dass ich mir wirklich Mühe mit der Einschätzung von Käufen gebe, und die dann dennoch miserabel laufen. Da bin ich dann sehr verunsichert, ob da wirklich was im Busch ist, was man nicht wissen kann. Na ja, bei der gestrigen RIGP habe ich wohl mal Glück. Allerdings habe ich da auch erst im Nachhinein noch was entdeckt, was 23 Mio Umsatzeinbuße in Q3 bedeutet. Hoffe, das ist schon eingepreist.

    Gutes Durchhalten!

    MS

  25. Markus

     

    Ist ja hier ein nervöser Haufen. 😉

    Sowohl DAX wie MSCI-World stehen seit Januar 2015 im Plus…

    Also subprime & dotcom waren eine andere Hausnummer… ob es sich wieder zu sowas entwickelt… keinen Plan.

    @willihope

    Was sagt dein gebert? 😉

     

  26. Frank

    Endlich krachts mal,

    wahrscheinlich ists noch nicht die Zeit zuzugreifen. Trotzdem scheint mir das alles doch sehr gesund zu sein, endlich zeigen die Rohstoffpreise wie hoch der Wahrheitsgehalt der chinesischen Wachstumszahlen ist.

    Bei Öl ist schon viel eingepreist aber vielleicht gibts die Fuchs  doch noch günstiger.

    Trotzdem, in the long run werden Öl und Co mehr gebraucht werden als je zuvor, die Weltbevölkerung wächst und Aktien werden steigen.

    Dont panic folks!

  27. Dr. Dausend

    @Valueria

    Rot ist auch ne schöne Farbe und vielleicht hast Du ja eine passende Handtasche dazu.

    @All

    Heute war Verfallstag. Da wurden die Kurse an den Open Interest herangestellt. Der lag beim Dax bei 11.800 oder 10.000. Ist eben letztere Marke lukrativer gewesen. That’s it. Würde ich noch nicht überbewerten, da die Positionen am Montag dann wieder glatt gestellt werden müssen.

    Die Frage ist, womit Smart Money in nächster Zeit mehr Geld verdienen kann.

  28. Heiko

    @Tim + andere

    E.on ist auf ein 20-Jahrestief gefallen. Denkst Ihr es wäre ein guter Zeitpunkt zu kaufen?

  29. SkyHH

    Also ich warte jetzt bis ich einen Boden sehe…denke viele Werte gehen noch weiter hinein ins Minus.

     

    @Valueria,

    Welche Aktien hast Du denn im Depot? Interessant zu erfahren, wie eine Frau investiert? Hast du evtl. gar einen eigenen Blog?

  30. Frank / Berlin

    Also heute ist doch ein sehr schöner Tag: Altria hat die Dividende um 8,65% erhöht. alles andere sind nur Nebengeräusche.

  31. Kevin / Zwickau

    Wo Gewinne sind, da sind auch Verluste. Mit diesem Umstand leben Investoren und Börsenmakler tagtäglich. Das Schöne im Vergleich zum Casino ist, dass man auch bei sinkenden Werten Gewinne machen kann. // Jetzt gibt es mal eine Woche mit negativeren Schlagzeilen und mal wieder wird eine Stimmung inszeniert, als würde morgen das Finanzwesen kollabieren.

    2007 wurde ebenso kurz vor der Krise gesagt „es gibt keine Blase, es gibt keine Krise, etc.“ immer wenn ich so etwas lese ist es die richtige Zeit den Rummelplatz zu verlassen.

    Selbst die Deutsche Bank muss schon beruhigen: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/ulrich-stephan-deutsche-bank-beruhigt-aktionaere-in-sachen-china-13760663.html

  32. John / Manchester

    You must trade the trends and forget about buy and hold in my opinion. Buy healthcare today while its oversold and short oil and natural gas until trends change. Maybe tomorrow oil trend will change and you go long and maybe next week healthcare goes oversold again. With algos involved in the markets buy and hold is very dangerous.

  33. Leo / Oberursel

    Der Dax ist soeben in den 4-stelligen Bereich zurückgekehrt. Wer denkt, dass sei nur ein „Dip“, dem ist nicht mehr zu helfen.

     

  34. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Heiko,

    ich habe in einem Anfall von Patriotismus vor Jahren mal ein paar deutsche Werte gekauft, darunter auch E.ON. Auch wenn die wieder die 50 Cent Dividende zahlen, ich weiß nicht ob ich die kaufen würde. Ich persönlich will mindestens Quartalsdividende. Kommt halt auf die eigene Strategie und Vorstellung vom Sinn seines Anlageverhaltens an. Wenn sie steigen sollte, dann hast Du halt ein Plus im Depot, aber es kommt ja nix rum dabei. Es gibt so viele Versorger, die wenigstens zuverlässige Quartalsdividenden zahlen. Oder nimm doch den Utilities ETF von iShares. Da ist E.ON stark mit 7% vertreten und Du bekommst zumindest auch die 4-5% im Jahr als Quartalsdividende, und schläfst ziemlich ruhig. 😉

    Ich würde heute eher auf andere Werte setzen. Ich verkaufe aber die E.ON auch nicht. Genau wie andere Aktien, die ich praktisch gar nicht wahrnehme im Depot, wie Metro, ProSieben, K+S (ok, da ist gerade Übernahme am Laufen)…

    In der Rubrik Versorger würde ich heute nach sowas wie CenterPoint, AGL Res. usw. usf. schauen, wenn Einzelwerte.

    @willihope,

    schau mal was ich habe (BDI)… die haben ein negatives Quartal gemeldet, fast unnötig zu erwähnen. Die bauen so Arbeiter-Wohncontainer-Anlagen in den Outbacks der Abbaugebiete. Könnten die nicht ein riesiges Geschäft im europäischen Flüchtlings-Business machen??? Das wär es doch. Nicht ganz ernst gemeint, aber es könnte doch sein, dass ich paar kaufe.

    Gutes Nächtle

    MS

     

     

  35. Mo

    @Eccehard

    Gefühle haben beim Investieren nichts zu suchen. Da gibt es andere Lebensbereiche für.

    Ich befürchte, Du hast zu früh gekauft. Dir viel Glück und denk dran, es sind nur Buchverluste.

  36. willihope

    @Vali

    Ich habe jetzt mal nachgesehen in meinen Unterlagen, 2008 hatte ich mich vollgesogen mit Finanzwerten die hohe Dividenden zahlten, zu teuer und zu früh. Machte ein Minus des Gesamtdepots von -80,1571%. Dazu noch Totalsausfall meiner Substanzgenußscheine die nicht in dem Depot lagen. Das Jahr war strange, alles Investiert was ich auftreiben konnte, und ich habe sehr viel gelernt, über mich selber und andere. 🙂

    @Markus

    Mein GI sagt Kaufen! Also werde ich das tun, am Montag wieder DEL2.

    @Matthias

    Was heisst negatives Quartal? Die Kosten halbiert, der Kurs halbiert, die Gewinne halbiert und damit auch die Dividende halbiert! Auf diese Perle werde ich wohl verzichten müssen!
    NMM werde ich Montag kaufen, bei 7 USD und 20% Dividende kann ich das schon riskieren, wenn sie die Dividende halbieren bleiben immer noch 10% über. Dritteln wäre dann schlecht aber immer noch 7%, genug um den Kredit zu bezahlen. 🙂

    Renmimbi ist jetzt eingepreist, glaube die Schafe werden bald realisieren dass die Abwertung von 3% kein Problem ist bei einer Aufwertung des Renmimbi um 15% gegenüber dem Euro seit Jannuar. Kann sich nur noch um Wochen handeln! 🙂

    Der August macht seiner Vergangenheit wieder alle Ehre, da bleibt für den September nichts mehr über. 🙂

    Noch dazu schwafelt jetzt schon jeder vom Crash, dann kann es ja nur noch aufwärts gehen sagte schon Kostolany! 🙂

    Viel Glück allen die Cash haben! (Oder kreditwürdig sind!)

  37. Lad

    Diese Woche habe ich mit dem BASF-Aktienkauf mein Portfolio fertig gebaut und die Aktien, die ich bis zum Tod nur wegen Dividenden als Rente halten will sind: BASF, BMW, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Royal Dutch Shell, Tesco, Sanofi, BHP Billiton, AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo.

    Ich bin froh, dass ich diese Woche die Aktien von BASF so billig kaufen konnte wie im Dezember/Januar. Ich habe heute am Samstag Angst, an den heutigen Kurs von BASF zu schauen, denn ich habe am Donnerstag einige Euro teurer gekauft, aber am Silvester werde ich Portfolio wieder sehen und auf Papier ausdrucken. Diese 17 Aktien kaufte ich von 2007 bis 20.8.2015. Jahr von Jahr erhalte ich fast 10% mehr Dividenden. Nach einigen Jahren werde ich mit gewissem Gewinn die folgenden unsympathischen Aktien verkaufen: Bank of America, Citigroup, Barclays, Lloyds Banking Group, Royal Bank of Scotland, CEZ und Vale. Und für das Geld werde ich meine 17 sympathische Aktien zukaufen. Ich kaufe diese Aktien aber nur, wenn sie günstig sind, das heißt KGV unter 15, KUV unter 3, KBV unter 3, Dividendenrendite über 3%. Wenn ich nach 4 Jahren Rentner werde, wird mein Einkommen von Dividenden höher sein, als meine Rente. Und das ich richtig so. Jeder sollte sich besseres Einkommen von Dividenden besorgen als seine Rente, denn die Witwe und Kinder werden nach uns nur die Dividenden erben und nicht die Rente. Und damit die Dividenden so hoch wie möglich sind, sollte zuerst niemand eine Wohnung oder Haus kaufen. Falls man keine Wohnung oder Haus von Eltern bekommen hat, sollte man lieber Miete zahlen und hohe Dividenden von Aktien kassieren. Erst wenn man 3.000 Euro monatlich Dividenden hätte, könnte man 1/3 der Aktien verkaufen und eine Wohnung kaufen.

     

  38. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    Ich lese jetzt ständig, dass man Aktie (z.B. BASF bei @Lad) günstiger als im Januar usw. kaufen kann.

    Dabei frage ich mich, was denn ein sinnvoller Ankerpunkt ist. Trotz der Korrektur stehen viele Werte (in Euro, Dank Super-Mario) noch über dem Oktober 2014 Kursniveau. Also bezogen darauf teuer.

    Auf USD-Basis stehen viele Werte bereits deutlich drunter. Also günstig.

    Im Vergleich zu 2011 (warum ist das kein geeigneter Ankerpunkt?) stehen so gut wie alle Werte drüber. Ich lasse jetzt mal Subprime als „einmaligen Ausrutscher“ weg, wobei man darüber anderer Meinung sein kann. Je nachdem, welchen Ankerpunkt man sich setzt, kauft man eh nie.

    Die Börse ist natürlich alles andere als rational & blickt viel weiter nach vorne. Wahrscheinlich geht es die nächsten Tager wieder schneller nach oben als gedacht, warum wird uns dann medial erklärt (überverkauft, EZB, usw.).

    Aber wäre es nicht sinnvoll zu schauen, was die vermeintlich Ursache ist für den Kursrücksetzer (wir blenden das Kassemachen der Großen aus)? Welche Parameter haben sich verändert? Also wären die vergleichbaren Ankerpunkte nicht, das letzte Mal, wo es China so „schlecht“ ging und wo die US-Zinsen auf 0,25% oder 0,5% standen?

    Nur so ein paar Gedanken vor dem zweiten Espresso am Samstag Morgen…

  39. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Lad

    Glückwunsch, dass Dir das gelungen ist. Um bei einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 3% auf 3.000 Euro netto zu kommen, benötigt man etwas mehr als 1,6 Mio. Euro voll investiert. Ich befürchte, das werden die wenigsten Leser hier aus eigener Kraft erreichen.

    Dein Argument gegen eine selbstgenutze Immobilie (=Mietersparnis in einer deutschen Großstadt von ca. 20.000-25.000 Euro p.a.) verstehe ich nicht so ganz. Dadurch benötige ich ja auch weniger (Zusatz)Einkommen in der Ansparphase und im Alter.

    Magst Du etwas zu Deiner Aktienauswahl sagen? Auffällig viele spanische Werte und Finanztitel + vermeintliche „Verlierer“, wie Tesco + Rohstoffwerte. Sind das Turnaround-Wetten?

  40. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Valueria

    „Wie war das damals 2007? Dann ganz 2008? Und 2009 noch Tiefstkurse? Hätte ich das ganz Geld ins Depot gesteckt, wäre ich jetzt fertig;-)“

    Ich hatte während der Subprime-Krise das „Glück“ vor einem Immobilienkauf zu stehen. Ich war gar nicht betroffen. Außerdem gab es damals noch 4-5% auf Tages- und Festgeld. Wäre ich voll investiert gewesen, hätte ich jämmerlicher Waschlappen sicherlich bei Minus 10-15% versucht die Reißleine zu ziehen.

    Alle, die mir erzählen wollen, dass sie mit einem ordentlichen sechsstelligen Betrag voll investiert bleiben, ruhig schlafen und sich an der Dividende freuen…na ja, vielleicht sind das dann ja nur 1-20% ihres Vermögens.

    2009 gab es dann wirklich Schnäppchen und die Leute haben darüber spekuliert, ob eine BASF überlebt oder nicht. Anleihen haben besonders Spass gemacht, Daimler mit 8,5% Kupon, Metro mit 11% usw.

    Diesmal ist aber alles anders;-)

  41. willihope

    @Black cat

    Entweder turnaround oder tief im Minus, die ganzen Banken und zuviel in Spanien, keine BNP, kein Versorger wie EDF, keine KO, kein Fooder, keine Alstria, keine Drogen. 🙂

    Finanz-, Technik- und Rohstofflastig das ganze, wäre mir für die Rente zu einseitig. Was an BoA und Citi schlechter ist als an Bilbao mag ich auch nicht erkennen?

    Gerade die EU-Volkswirtschaft die von der Beggar-thy-neighbour-Politik am meisten profitiert ist nur mit zwei Werten vertreten.? Hmm, ich glaub Turnaroundwette. 🙂

    Wenn du jetzt nach -15% anstatt der Reißleine die Geldbörse ziehst und investierst ist aus dem Waschlappen ein richtiger Investor mit Eiern geworden! Glückwunsch! 🙂

    @Lad

    Ich würde breiter streuen, schadet ja nichts wenn du den richtigen Broker hast!

     

  42. Stop Loss

    Und da kommen sie bereits alle aus ihren Löchern gekrochen, die „Experten“ (Vermögensverwalter, Analysten, Banker, Verkäufer, Finanzjournalisten…). Diese
    Experten wagen nicht, sich einzugestehen, dass China sehr wohl das Zünglein an der langsam in die „böse“ Richtung kippenden Waage ist. Sie haben nicht die Fähigkeit, Fehler einzugestehen, neu nachzudenken, Verantwortung gegenu?ber den Anlegern statt gegenu?ber ihren Arbeitgebern zu zeigen.

    Und sie stoßen auf breite Zustimmung, weil die Anleger auch genau das hören wollen: Alles ist in Ordnung, die Unruhe übertrieben und nur von kurzer Dauer,
    kauft, kauft, kauft … jetzt gibt es vieles doch so viel billiger …

    Wie war das doch, als der DAX im Frühjahr leichtfüßig über 12.000 lief? Ich
    erinnere mich speziell an Aussagen, die sinngemäß lauteten: Die expansive Geldpolitik der EZB wird den Euro und die Zinsen weiter drücken, so dass man sich von nennenswerten Korrekturen am deutschen Aktienmarkt vorerst verabschieden muss.

    „Buy the dip“ und „Buy and Hold“ funktionieren prima – in einem Bullenmarkt.

  43. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    So sieht es aus:-) Freue mich gerade wie ein Schneekönigkater über die fallenden Kurse und hoffe doch sehr, dass es noch etwas weiter geht.

    Mich entspannt ungemein, dass ich regelmäßig kaufe und dass ich ausreichend Cash zum (Nach)Kaufen habe.

    So oder so ist es ein guter Zeitpunkt seine Risikotoleranz zu überprüfen. Da sind wir alle unterschiedlich.

    Ich würde zum Beispiel nicht mit Lads Depot in die Rente gehen. Für ihn scheint das prima zu passen.

     

  44. ValueriaValueria

    @Matthias, Fernbeziehung? Da ist ja noch richtig Romantik drin;-) Mich ärgert es dafür, dass ich so eine Spardisziplin dieses Jahr vollbracht habe und monatlich mit mind. 2000 Euro in Aktien reingegangen bin, um jetzt wieder die 9999 beim DAX zu sehen. Hätte ich abgewartet…  Dow auch, meine Quartalsdividenden hätte ich billiger haben können… hätte, hätte Fahrradkette;-)

    Jetzt muss ich durchhalten, das wird lehrreich, befürchte ich;-)

    @Schwarzer Kater, ja so war ich auch in den Finanzkrisen – 2000-Studium, 2008 in Immobilien investiert. Ich glaube aber trotzdem, dass uns Draghi bis Ende des Jahres aus dem Tiefpunkt herausziehen wird. Was wäre dein Rentendepot? *neugierigfrag* 🙂

    @Dr. Dausend – die rote Handtasche würde mich momentan auch nicht milder stimmen;-) Vielleicht Kostolanis Schlaftablette? War auch beim Dow Verfallstag? Ich befürchte, die Chinesen haben mit dieser Tianjin-Explosion auch dramatisches mit zur Börse miterlebt. Da schwebt die Angst mit.

    @willihope, -80%? Wow, Hut ab, dass du dennoch an die Börse glaubst – starke Nerven braucht man wirklich.

    Ich glaube an Draghi! Ist er im Urlaub? Der soll mal wieder erklären, wie das so war mit den 60 Milliarden 😉

    @allen, viel Glück! Montag solls angeblich weitergehen. Erst ab Dienstag evtl. Gegenbewegung… siehe NTV-Börse von 22.05 Uhr http://www.teleboerse.de/  Der Boden sei aber nah…mal sehen… ich habe mir gleich neue Aufträge ins Haus geholt, und arbeite am Weekend durch. Bis zur finanziellen Freiheit wird es wohl länger dauern;-)

     

     

  45. Dr. Dausend

    @Valueria

    Ja, auch beim Dow. Der Montag nach den Verfallstagen wird immer zum schliessen der offenen Positionen genutzt. Das dürfte im aktuellen Szenario am Montag eher zu weiteren Kursverlusten führen. Soviel zum Thema Manipulation der Börse.

    Telebörse ist Finanzpornographie. Ignoriere das. Keiner kann seriös sagen, wie tief es noch runtergeht oder ob es gleich wieder dreht.

    Schaut man sich aber die Gemengelage an, dann kann man von deutlich tieferen Kursen ausgehen: Gegenüber Rohstoffen sind die Aktien massiv überbewertet, China, Saisonalität, Bruch wichtiger Marken im Dow & S&P (kann uns egal sein, die Algos handeln das aber) usw.

    Zudem ist für mich Apple eine große Gefahr für die Indizes. Auf Grund der hohen Gewichtung und der hohen Shortaktivitäten der Hedge Funds ist da mächtig Zündstoff drin. Da werden sich einige ETF-Jünger noch wundern.

     

  46. Markus

    Wo siehst Du denn da die große Schneewitchengefahr mit dem verschluckten Apfel? Ca. 1, 7 % eines msci world…

    Daraus eine Gefahr für etf-Jünger leitest Du wie ab?

  47. Tino

    @Rosa Elefant, Optimisten mit langfristigen Horizont leben m. E. an der Börse wesentlich sorgenfreier. Einige Monate an der Börse sind nichts, nur eine Momentaufnahme. Ich schaue selbst viel zu viele News aus reiner Neugier.

    @Matthias, zum roten Depot, das Wechselbad der Gefühle überwiegt bei mir auf der Chancenseite, ich sehe die dicken Minuswerte, die mein Broker natürlich extra schön in der Liste herausstellt und sehe aber gleichzeitig plötzlich unglaublich viele Kaufchancen die vor einigen Tagen bzw. Wochen noch nicht da waren. Die Freude überwiegt, wer denn eine Kriegskasse hat.

    Ich hatte erst ein Gespräch mit einer kürzerfristig ausgerichteten Anleger, der schlechte Laune wegen der roten Zahlen im Depot hatte bzw. den aktuellen Sinkflug beklagte, ich sagte ihm das ich immer bessere Laune bekomme und seine Antwort darauf war „Du bist ja auch der Langfristanleger“..

    wegen falschen Entscheidungen, es gibt die Aussage z. B. aus dem Geschäftsleben, das 70% der Entscheidungen Fehlentscheidungen sind, aber das man eben aus diesen Fehlern lernt und immer besser wird, Fehler sind wichtig um sich weiterzuentwickeln und man wird bis an sein Lebensende immer wieder Fehler machen und schaut einfach immer nach vorn.

    Ich würde aus eigener Erfahrung nicht unbedingt in fallende Messer, d. h. in gerade stark sinkende Aktien investieren, sondern eher abwarten (was immer schwer ist), Lynch hat es auf Wachstumsunternehmen bezogen so formuliert, man kann auch nach einer starken Rallye immer noch einsteigen, wenn die Fundamentaldaten stimmen. Er war selbst immer wieder überrascht wie ihn seine Einschätzungen oft getäuscht haben. Ansonsten sagt der Dollar-cost averaging Effekt, das es langfristig völlig egal ist, ich werde immer gewinnen. Ich kann höchstens meine Performance noch etwas verbessern, aber immer langfristig. Ich sehe es beim Kauf immer so, ich bekomme bei einer starken Unterbewertung zum fairen Wert einfach noch eine Portion Schlagsahne gratis oben drauf, die sich langfristig für den Zinseszins deutlich bemerkbar machen kann. Wenn der Kurs zum fairen Wert in kurzer Zeit korrigiert, hab ich einfach einen höheren Basiswert für meine Langfristanlage bzw. mehr Samen für’s Geld bekommen.

    Bei deutschen Aktien bin ich immer wieder am Zweifeln, wenn ich mit dem US-Markt vergleiche. Es gibt gute Unternehmen denen ich vertraue, aber viele Werte haben instabile Dividenden, sind wankelmütig und deshalb ist für mich die Auswahl häufig sehr gering. Es gibt richtig tolle Unternehmen in Deutschland, die aber in vielen Fällen familiengeführt sind. BASF steht auf meiner Watchlist bspw.

    @Valueria, ich würde mich nicht ärgern, s. o. wie es auch Tim immer wieder sagt, langfristig, über Dekaden wirst Du gewinnen, der Zinseszins unglaublich hebeln. Ich hab das auch noch nicht erleben können, da ich noch nicht allzu lang dabei bin, aber schon über einige Jahre kann ich diesen Effekt beobachten, wenn ein Unternehmen zum 2-Bagger wird und der fundamentale Wert gleich dem Kaufzeitpunkt ist, dann ist schon absehbar was daraus noch werden kann.

    Wenn Aktien neben der stetigen Steigerung des Buchwertes, zudem mit einer Dividende glänzen, dann kann ich leicht auf Stockpup.com (Wealth of ongoing shareholders per share – aggregate dividends) z. B. sehen was das langfristig an ROE für den Anleger ausmacht, es ist einfach gigantisch wie die Zeit der stärkste Verbündete ist. Eine gute Dividend-Growth-Aktie bzw. ein exzellentes Unternehmen wird mich für meine Geduld belohnen. Es wird ja auch immer wieder von der Geheimwaffe Dividende geschrieben, die kurzfristig gesehen nicht sehr hoch aussieht aber in Verbindung mit Unternehmenswachstum und der Zeit (Reinvestition) ein perfektes Tag-Team bilden.

    Ich hatte vor meinem Börseneinstieg mal die Geschichte von Chevron angeschaut und was mir auffiel war das Bouncing von hohen Dividenden wenn der Kurs sank und Investitionen verbunden mit Wachstum in Boom-Phasen mit geringerer Dividende. Das war für mich ein Zeichen das ich langfristig eigentlich nur gewinnen kann mit solchen Unternehmen. Sie versuchen stets Ihre Dividenden zu steigern und gleichzeitig auch zu wachsen, wenn immer möglich. Diese Unternehmen sind einfach so stark ihren Aktionären verbunden, das ich hier kaum Bedenken habe zu investieren. Es dauert halt nur. Diese Management-Philosophie oder Einstellung ist goldwert, es ist für mich einer der stärksten Qualitätsfaktoren bei der Unternehmensauswahl geworden. Dabei ist der Unterschied ob Unternehmen nur davon sprechen oder es auch wirklich ausführen, sichtbar an den Geschäftsberichten. Wenn es zudem Unternehmen sind, die unabhängig von Rohstoffpreisen z. B. sind, wie sie Tim auch immer wieder nennt, die Grundbedarfe der Menschheit decken, dann umso besser.

    Ich denke das auch hier im Blog viele sehr kurzfristig denken (wie ich auch immer wieder), relativ zu einer echten buy&hold Strategie gesehen bzw. z. B. zu einer vererbten Immobilie, rein menschlich. Das Beispiel von Ben Franklin zeigt schön was wirklich langfristig bedeuten kann und was es für Effekte für die ganze Gesellschaft haben kann, s. a. die geplante Vermögensveräußerung von Buffett. Das Diagramm auf Seite 3 ist so simpel, aber durch die großen Zeiträume die damit verbunden sind, für viele Menschen nicht greifbar bzw. nicht realistisch genug, weil Ängste überwiegen.

  48. Momo

    @Tino

    die kurzfristige Orientierung könnte daher rühren, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist.

    Die Finanzindustrie wird sich freuen, wie schön Du ihre Botschaften schon verinnerlicht hast.

    Es gibt also Unternehmen, die unabhängig von Rohstoffen sind? Vielleicht liest Du mal ein paar Bücher zu dem Thema.

  49. Markus

    Es ist schwierig zu verallgemeinern und für jeden das 100 % objektiv „richtige“ vorzuschlagen.

    Es sind unterschiedliche Altersklassen/Zeithorizonte, unterschiedliche verfestigte emotionale Verhaltensweisen, unterschiedliche verfestigte Glaubenssätze, unterschiedliche Lebens-, Arbeits-, Familienkonstellationen usw.

    Die eine richte Wahrheit… z. B. gibt es auch die Meinung, dass das Zitat Einsteins über die größte Erfindung der Menschheit „der Zinseszins“ ironisch und spöttelnd gemeint gewesen war. Einige Kulturen verbieten Zins aus unterschiedlichen Gründen oder aus einem Hauptgrund?

    Wo sind denn die 27? Erdbälle aus Gold vom Josephspfennig? Es muss schlichtweg resets, Hyperinflationen, Währungsreformen etc. geben, oder diejenigen nicht davon profitieren ruhig gestellt und im Unwissen gelassen werden. Mal ganz davon abgesehen, dass die Banken nicht so alt sind.

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tino,

    Dank für Deine ausführlichen Worte. Ich übertreibe manchmal etwas mit meinen Kommentaren. Das dient dem Entertainment. Ich bin nicht suizidgefährdet wegen roten Vorzeichen. 😉 Es ist ja im Prinzip noch nicht viel passiert. Leider habe ich eben nicht mehr viele Jahre zum Aussitzen Zeit. In Dekaden denke ich zwar mit meinem Leben als solchem schon noch, aber nicht mehr mit dem Anlegerleben. Wenn ich in Rente bin in ca. 5-6 Jahren, da kommt nichts mehr hinzu. Da will ich den Dividendenstrom zumindest zum Teil abzweigen.

    Was mich auch relativ unbekümmert macht, ist, dass ich ja rententechnisch noch ganz gut versorgt bin. Das wird bei vielen heute jungen Mitlesern mal anders sein. Für die wird das heutige Anlegen mal von fundamentaler Bedeutung werden.

    @Markus, „Zinseszins ironisch…“ genau so ist es, das ist das Instrument des Todes. Deswegen muss so eine Finanzwirtschaft zwangsläufig regelmäßig kollabieren. Und es ist bestimmt keine abwegige Annahme, diesen Zeitpunkt in nicht sehr ferner Zukunft zu vermuten. Ich kann mir das Halten von Griechenland nur damit erklären, dass es sonst eine Lawine umkippender Länder nach sich ziehen würde (Dominoeffekt). Man will sich noch etwas Luft verschaffen. Irgendwann heißt es, rette sich wer kann. Alle aufsummierten Guthaben müssen auf der anderen Seite aufsummierten Schulden entsprechen. Guthaben können nicht unendlich steigen, weil Schulden nicht in unendlicher Höhe bedient werden können.

    @Valueria,

    ja, ich führe eine Fernbeziehung. Wir haben uns vor Jahren auf Lanzarote getroffen. 😉 Die jetzige Zweitheimat (die eigentlich schon mein Lebensmittelpunkt ist) war mir auch nicht fremd. Habe früher ja schon einmal in Leonberg gelebt. Jetzt paar Kilometer weiter im Kreis LB.

    @Reto,

    Petrobras habe ich damals als klar definierten Tradingwert gekauft, war dann aber inkonsequent, und habe den Anstieg nicht realisiert, weil keine limitierte Verkaufsorder gesetzt. Dann ging alles wieder ganz schnell mit den entgangenen Gewinnen. Jetzt lass ich sie liegen, kaufe aber nix nach. Ich glaube an Brasilien. Denen wird es auch mal wieder besser gehen.

    MS

     

     

  51. Markus

    @Matthias

    Instrument des Todes, na ja… ich wollte eigentlich nur anmerken, dass die identische Aussage sehr unterschiedlich interpretiert werden kann…

    Wie sehr häufig hier.. auch von mir.

    Das System als solches ist leider nicht eindeutig einzuschätzen, da die Des-Informationsüberflutung und die unterschiedlichen Voreingenommenheiten reine Objektivität und einen klaren Blick schwer macht.

  52. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Markus,

    ja ja, wieder etwas drastischen Ausdruck gewählt. Vielleicht wäre „eingebauter Zeitzünder“ passender? Fakt ist, dass es zwangsläufig nur über einen Reset (oder vornehmer: Schuldenschnitt, das klinkt so positiv, leider nicht für Gläubiger… für die ist es auf der anderen Seite der Gleichung eine Enteignung) zu lösen ist.

    MS

  53. Tino

    @Momo

    wenn ich innerhalb eines Tages oder kürzer Aktien kaufe und verkaufe, steht das in keinem Bezug zu meiner Lebensspanne, es ist einfach nur irrwitzig und schöpft die Möglichkeiten an der Börse nicht ansatzweise aus, sondern fördert im Gegenteil in den meisten Fällen, Armut. Ich meine auch nicht 100 Jahre, evtl. mit einem Teil meines Vermögens für nachfolgende Generationen, sondern eher 10, 20 oder 40 Jahre je nach Renteneintrittsalter bzw. zeitlichen Möglichkeiten. Wer Einkommensinvestor ist, bzw. vielleicht sein Depot im hohen Alter dahingehend transformiert hat, der verkauft seine Unternehmen auch nicht, sondern lebt wenn möglich von den Dividenden und kann seinen Basiswert einfach behalten.

    Die Finanzindustrie möchte das Du viel handelst, dass Du möglichst viel kaufst und verkaufst, damit Du wie bei Amazon, Kreditkartenanbietern o. ä. bei jeder Transaktion eine kleine Gebühr abgibst, die sie sammeln können. Die Finanzindustrie mag niemanden von dem Sie wenig Gebühren bekommen können, weil er immer auf die Kosten achtet, langfristig orientiert ist. Das vergleiche ich mit Discountern gekoppelt mit Schnäppchenwerbung, nimm 3, zahl 2, am Ende gibst Du trotzdem Geld aus und hast häufig nichts davon. Broker „belohnen“ Dich, wenn Du bspw. eine bestimmte Anzahl von Trades im Quartal ausführst und dafür keine Depotführungsgebühr bezahlen musst, aber natürlich Spread, verpasstes Timing, sonstige Handelsgebühren, Steuern.

    Zu Rohstoffpreisen, damit war gemeint, das es Unternehmen gibt die sowas z. B. über die Preisgestaltung abfedern können oder wo die Schwankungsbreite und der Einfluss von Rohstoffpreisen eine untergeordnete Rolle spielen. Im reinen Upstream-Geschäft von Öl und Gas schlägt es halt wie das „Pendel des Todes“ (um in Extremen zu sprechen wie Matthias 😉 ) direkt durch, diese Unternehmen hängen quasi am Nabel dieses einen Faktors.

  54. I_love_Capitalism

    Das Handelsblatt scheint Lügen zu verbreiten. Die behaupten doch tatsächlich im Gegensatz zu diesem Blog, dass Reiche großen Wert auf Luxuskreditkarten legen, für die sie mehrere Tausend Dollar im Jahr an Gebühr ausgeben. Das kann doch nicht sein, denn hier lernen wir doch, dass Reiche nichts ausgeben und nur die Mittelschicht konsumiert bis der Arzt kommt.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/luxus-kreditkarten-was-milliardaere-an-der-kasse-zuecken/12211528.html

    Da steht sowas wie:

    Ein 24-Studen Concierge-Service ist ebenfalls dabei. „Das ist eine Art persönliches Sekretariat“, erklärt Maier. „Er reserviert Tische im Restaurant, organisiert eine Limousine für den Weg zu einer Veranstaltung oder Tickets für ein Konzert, das offiziell schon ausverkauft ist.“

     

     

  55. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    I_love_Capitalism

    So etwas lässt sich eventuell als Geschäftskosten absetzen. Insofern läuft die Gebühr vermutlich über die Firma.

  56. willihope

    BOT 20 DEL2 StockDEL2d (ETF) 212.800 EUR CHIXDE 09:12:09 5.96

    Gerne wieder! 🙂

    Mir geht schön langsam die Kohle aus. 🙁

     

     

     

  57. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @willihope

    Drück Dir die Daumen! Habe ebenfalls meine nächste Tranche gekauft. Vorbörslich war der Dax bei 9.600, jetzt wieder bei 9.900. Mal sehen, wo sich der Boden bildet.

    Einige „Experten“, die vorletzte Woche noch von Dax 13.000 sprachen, sehen jetzt schon das Oktobertief bei 8.300 als Ziel. Beides möglich:-)

     

  58. willihope

    @Black cat

    Du kennst doch Kostolany, er schrieb man muss immer das Gegenteil der anderen machen, wenn alle vom Crash reden muss man kaufen! 🙂

    Degiro geht mal wieder nicht, wollte GY3L kaufen aber er findet den nicht sondern bringt nur Sanduhr. Muss mir wohl doch einen besseren Broker suchen denn günstig nützt nichts wenn es dann nicht geht wenn man es braucht! 🙁

    @Matthias

    NMM heute:

    5,95 EUR
    -0,53 EUR
    -8,11 %

    Schlechte News:

    http://finance.yahoo.com/news/why-navios-revenues-still-more-200643343.html

    Was denkst du und was werden wir beide jetzt machen? Die Divi wird wohl kräftig sinken? Willst du halten und wie lange? Nachkaufen? Habe eine Order bei 4 USD reingestellt aber so richtig sicher bin ich mir nicht mehr. In der TWS ist heute nämlich eine Shortselling-Beschränkung bei NMM erschienen, scheint als wüsste da jemand mehr?

    Und kannst mir noch sagen wie die STP LMT funktioniert? Ich habe GY3S mit Stopp 6 reingestellt, er war bei 6,04, jetzt ist er bei 5,87 und ich habe die Teile immer noch! 🙁

    Edit: Hmm jetzt mit LMT 5,94 verkauft, reingestellt und zack waren sie weg.? Ab jetzt kanns wieder steigen bitte. 🙂

  59. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @willihope,

    Glückwunsch zum Short! Kann ich nur neidvoll drein schauen.

    Bei NMM würde ich die Finger davon lassen. Sind zu viele Unwägbarkeiten jetzt. Die Charter-Rates im freien Fall. Wenn die sich nicht erholen bis zu den neu abzuschließenden Verträgen… Auch der Ausfall der besten Rate über 40k ist übel, trotz Versicherung und so. Da kommt nur was billigers nach. Ich lass meine vor sich hin dümpeln, werde nicht zukaufen.

    STP LMT sell müsste so funktionieren: Wenn Du 6 eingibst, dann willst Du sie ja nicht billiger verkaufen. Der Kurs muss dann über 6 gehen, ab dann wird die Order zur gültigen Limitorder mit Limit 6. Geht der Kurs wieder unter 6, dann verhindert Dein Limit den Verkauf. Aber jetzt hast die ja weiter.

    MS

  60. willihope

    @Matthias

    Nein die sind weg, habe sie mit LMT reingestellt und weg waren sie!

    Die waren im Handel mit 6,04 und sind dann nach 5,87 gefallen ohne das mein STP LMT ausgelöst hätte! Also eigentlich hätten die bei 6 verkauft werden müssen denn der DAX ist ja gestiegen. Ist wegen den paar Cents ja egal aber bei grösseren Positionen hätte ich schon gerne das der Handel funktioniert.

    Ja das waren schöne 49% in gerade 2 Wochen, allerdings ohne die Wette hätte ich die nie gekauft und so gesehen gebührt der Dank einem anderen. Allerdings gebührt der Gewinn mir! 🙂

    Wenn die Frachtraten fallen dann heisst das auch nichts gutes für TGH und TAL, werde meine Order bei TAL raus nehmen und erstmal abwarten.

  61. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bernd

    Ich zitiere Konrad Adenauer: „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen (zeitlichen) Horizont.“

    Das muss im Grunde jeder selbst wissen, wie er/sie sein Geld anlegt.

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