Die Börse auf 12-Monats-Tief: Kaufen Sie!


New York, 9. Februar 2016
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Trübe Stimmung an der Wall Street: Die Kurse sind auf ein 12-Monats-Tief gesunken. Wenn die Kurse wie derzeit beben, sollten Sie Ihre Aktiensparrate hochfahren.

Die Börse ist im freien Fall. Der S&P-500 ist auf ein 12-Monats-Tief gestürzt. Überall finden Sie Angst-Meldungen wie diese. Bewahren Sie Ruhe. Am Schwarzen Montag 1987 sind massenhaft Depots um 50 Prozent eingebrochen. Besorgte Anleger haben in Panik damals ihre Aktien verkloppt, weil sie Angst um ihr Ruhestandspolster hatten. Wer durchhielt, war ein Jahr später wieder auf dem Ursprungsniveau.

An der Börse wird Geduld belohnt. Das war im Crash 2008/09 ähnlich. Solange Sie eine Position einfach durchhalten, haben Sie nichts verloren. Sie verlieren erst Geld, wenn Sie den Verlust realisieren.

Wer mit der Hektik an der Börse nicht klar kommt, automatisiert das Aktiensparen. Jeden Monat. Stetig. Stur. Eventuell über einen Indexfonds. Sie brauchen gar nicht jeden Tag nach den Börsenkursen schauen. Sondern lassen Sie die Aktienmaschine einfach laufen. Kaufen Sie. Erhöhen Sie die Kaufraten jedes Jahr. Machen Sie das Dekaden lang.

Die Nachrichtenseiten im Netz, die jetzt schreien: „Schnell raus!!!“ sind wirklich nervig. Wenn Sie so etwas lesen, machen Sie genau das Gegenteil: Kaufen Sie! Immer wenn die Börse crasht, sollten Sie eines tun: Kaufen, Kaufen, Kaufen. Es gibt eine Ausnahme: Das Kaufen dürfen Sie natürlich nicht machen, wenn Sie der Meinung sind, dass sich die Wirtschaft nie mehr erholen wird.

Wenn Sie 20, 30 oder 40 Jahre alt sind, ist der Kursrutsch kein Drama. Im Gegenteil. Es ist ein Geschenk. Index-Legende Jack Bogle sagte mir, dass wir Aktiensparer froh sein sollten, wenn die Börse crasht, solange wir in der Sparphase sind: „Beten Sie für niedrige Börsenkurse.“ Denn Sie können für Ihr Geld mehr Aktien kaufen. Jede Woche. Jeden Monat. Sie sollten sich keine Sorgen machen. Sie haben ja noch etliche Dekaden Zeit bis zum Ruhestand.

Selbst wenn Sie in fünf oder sieben Jahren in den Ruhestand gehen wollen, wie das bei meinem Blogleser Matthias der Fall ist, sehe ich keine große Gefahr. Sie werden ja kaum all Ihre Aktien auf einen Schlag zum Rentenbeginn – und dann noch in einer Baisse – verkaufen wollen.

Ich glaube, momentan sind Anleger wegen des US-Wahlkampfs verunsichert. Da sind einige ziemlich brisante Kandidaten darunter. Ich habe ehrlich gesagt vor einem Donald Trump Angst. Wenn der Immobilien-Mogul im Weißen Haus am Atomknopf sitzen sollte, könnte ich nicht mehr gut schlafen.

Regen Sie sich nicht auf. Ich hatte einen Kollegen, der schlug immer mit der Faust auf den Tisch, wenn er sich über Kleinigkeiten aufgeregt hatte. Kriselte die Börse, rannte er wie ein Wilder durchs Büro und fluchte. Er verkaufte die Aktien blitzschnell. Und schichtete um. Das tat er ständig: Kaufen, Verkaufen, Kaufen, Verkaufen, Kaufen, Verkaufen. Er protzte natürlich, wie gut er war. Er sagte: „Ich habe es wieder richtig gemacht.“ Dabei konnte das gar nicht immer der Fall sein.

Ich rate Ihnen vom Hin und Her ab. Machen Sie diese Methode: Kaufen, Mehr Kaufen, Noch Mehr Kaufen… Arbeiten Sie wie ein Eichhörnchen: Legen Sie sich einen Vorrat für den nächsten Winter an.

Kaufen Sie entweder den Index. Oder substanzstarke Blue Chips. Ich denke, Schlachtschiffe wie Apple, Microsoft, GE, Exxon Mobil, Johnson & Johnson, Amazon, JP MorganChase, Berkshire Hathaway oder Wells Fargo werden nicht so einfach verschwinden. Aber wenn Sie auf die Börsenkurse blicken, könnten Sie bei einigen Schwergewichten den Eindruck bekommen, als stünde der Untergang bevor.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Börse auf 12-Monats-Tief: Kaufen Sie!

  1. Noobsi

    Hallo Tim,

    recht hast du. Ich warte stur auf den 15. um nachzukaufen.

    Ich habe zwar noch mehr Cash aber das verzinst sich im Moment aktionsbedingt gut bis zu einer Obergrenze.

    Bis Juli hoffe ich auf weitere Rückgänge.

     

  2. GertGert

    So so, „solange Sie eine Position einfach durchhalten, haben Sie nichts verloren.“

    Tim, erzähle das mal den „treuen“ Aktionären der Telekom. Die können warten, bis sie schwarz werden. Macht aber nichts, denn sie haben ja nichts verloren.

  3. Dirk

    Mit Schlachtschiffen würde ich vorsichtig sein, sie wurden alle durch Flugzeugträger ersetzt…besser auf Indizes setzen.

  4. Sams1974

    Ich würde je mehr Flugzeugträger auch auf mehr Schlachtschiffe hoffen, die fahren im Verband, Kreuzer, Zerstörer, U-Boote und Versorgungsschiffe etc.

    Sind nicht recht wehrhaft die Pötte. mfg

  5. fit und gesund

    Meine Fondssparpläne werde ich erhöhen, aber auch mit Fondssparplänen ist es so eine Sache, werden sie mal gross und fett, verhalten sie sich wie eine Einmalanlage, da passiert dann nicht viel mit den Einstandskursen, ich habe noch 2 junge Sparpläne, da werde ich die Raten schrittweise erhöhen.

    Teilweise betreibe ich auch Value Cost averaging anstatt Dollar Cost Averaging, bin da noch am Probieren.

    Ich werde auch noch ein wenig zuwarten, die Kurse werden weiter fallen, verkaufen tu ich nix, ich kenn das Spiel bereits, ich hab ja kurz vor dem Zusammenbruch des Neuen Marktes angefangen.

    Und auch ich habe keine Dekaden mehr bis zur Rente, nicht mal eine Dekade, ich habe 75% in Aktien und Aktienfonds investiert, der Rest ist cash, bei Rentenbeginn muss ich auch nicht davon leben können, also ärgerlich wie das nun ist, langfristig glaube ich einfach an Aktien.

  6. Oliver

    Im Grunde sind für Sparer momentan exzellente Zeiten. Natürlich kann es noch eine ganze Ecke weiter nach unten gehen. Habe ich absolut nichts dagegen und finde ich nicht mal ärgerlich. Ich habe im Januar schona ganz gut eingekauft und im Februar wird es nicht anders sein. Das interessante daran ist, dass in diesem Jahr schon vier meiner Gesellschaften ihre Dividende erhöht haben und ein Ende ist nicht abzusehen. Das heißt, meine Buchwerte, da ich investiert bin, sinken zwar, aber das monatliche Einkommen steigt. Von daher ist alles im grünen Bereich.

    Tim hat absolut recht, dass bei depressiver Börsenlage optimale Zeiten sind, Aktien zu kaufen. Auch wenn tatsächlich wie meine Januarkäufe man recht schnell ins Minus kommt. Das Problem ist das Timing, das schwierig zu bestimmen ist. Manche Aktien sind heute recht gut für Käufe bewertet. Die kaufe ich ein, auch wenn der Kurs weiter nachgibt, weil der Wert der Aktie insgesamt OK ist. Ich hoffe, dass wir noch länger einen Bärenmarkt erleben. Dadurch komme ich meinem persönlichen Ziel der finanziellen Unabhängigkeit schneller näher. Wenn das so bleibt, dauert es nicht mehr die vier Jahre, die ich mir ausgerechnet habe, sondern vielleicht nur noch drei oder dreieinhalb. Das wäre doch ein schönes Geschenk.

  7. Patently Absurd

    „Solange Sie eine Position einfach durchhalten, haben Sie nichts verloren. Sie verlieren erst Geld, wenn Sie den Verlust realisieren.“

    Hallo Tim: ich bin mir nicht sicher, ob diese Aussage Allgemeingültigkeit hat.

    Peter Lynch schrieb hierzu aus meiner Sicht treffend in „One Up on Wall Street“:

    „Be patient, think long term, because they always come back‘ is one of the most dangerous things people say about a stock.“… „Sometimes you’ve got to know when to fold ‚em. If you invested $10,000 in Joseph Schlitz Brewing Co. in the early 1970s, and patiently reinvested all your dividends, your $10,000 investment would now be worth only $376.“

    Auch in seinem Buch „Beating the Street“ äußert er sich wie folgt:

    „#13 Never bet on a comeback while they are playing Taps.“ (siehe: http://www.cleareyesinvesting.com/2013/07/a-closer-look-at-peter-lynchs-principles.html)

    Wenn du deine weitere Aussage: „Es gibt eine Ausnahme: Das Kaufen dürfen Sie natürlich nicht machen, wenn Sie der Meinung sind, dass sich die Wirtschaft nie mehr erholen wird.“ wie folgt modifizierst, dann könnte ich diese auch unterschreiben:

    Verkaufen dürfen Sie natürlich, wenn Sie der Meinung sind, dass sich das Unternehmen nie mehr erholen wird.“

    Ich stimme dir auch zu, dass es im Moment viele Kaufgelegenheiten insbesondere in Europa gibt.

     

     

  8. Chrushin

    Da ich überlege, zzgl. meines derzeitigen Aktiendepots einen zusätzlichen monatlichen Aktiensparplan auf einen Index einzurichten hierzu die Frage, was zu empfehlen ist. Häufig lese ich, der S&P500 sei hierzu sehr gut geeignet. Aber auch beim S&P gibt es einige Produkte zur Auswahl (Comstage ,db x-trackers, HSBC, iShares, Lyxor…). Welches Produkt ist hier zu empfehlen? Oder hängt das auch immr davon ab, bei welchem Broker man ist? Bin derzeit bei der Consorsbank.

     

    Guter & passender Artikel zum aktuellen Börsengeschehen. Ich persönlich werde bei den fallenden Kursen auch (nach)kaufen. Ganz weit oben auf der Liste stehen derzeit BASF, Apple, J&J.

     

    Schönen Tag euch allen.

     

  9. Vali

    @Tim, super! Genau richtig geschrieben! Meine Order für Archer Daniels Midland ist gestern aufgegangen und heute sehe ich sie im Depot! Bin echt happy 🙂

    @Oliver, danke! „Im Grunde sind für Sparer momentan exzellente Zeiten. Natürlich kann es noch eine ganze Ecke weiter nach unten gehen. Habe ich absolut nichts dagegen und finde ich nicht mal ärgerlich. Ich habe im Januar schona ganz gut eingekauft und im Februar wird es nicht anders sein. Das interessante daran ist, dass in diesem Jahr schon vier meiner Gesellschaften ihre Dividende erhöht haben und ein Ende ist nicht abzusehen. Das heißt, meine Buchwerte, da ich investiert bin, sinken zwar, aber das monatliche Einkommen steigt. Von daher ist alles im grünen Bereich.“

    Kann ich nur unterschreiben und bestätigen 🙂

    @Zen, ich mache mal hier weiter:) Ich will dich echt nicht hier angreifen und mich lustig über dich machen. Du hast schon deine Berechnungen und wenn dich das glücklich macht, mache es weiter. Ich rechne mir manchmal auch meine Dividende in den nächsten 10, 20, 30 Jahren aus und habe das Gefühl gerade im Lotto gewonnen zu haben… ;-), aber ich versteife mich nicht darauf.

    Und es gibt sehr gute Firmen, die außerhalb deiner Berechnungen stehen. Für ein gutes Portfolio solltest du deinen Horizont mehr erweitern … m.M.n.

    Wetter mit Börse zu vergleichen ist wie „grün“ und „groß“ zu vergleichen. Wie gesagt: Die Menschen machen die Kurse. Das Wetter können wir (noch) nicht machen. Berechnen kann man natürlich alles. Manche berechnen sich den perfekten Liebespartner – für mich ist das witziger Unfug.

    In meinem Badezimmer sind P&G, JNJ, Glaxosmith. In der Küche Nestle, Unilever, Mondelez, KraftHeinz, CocaCola. Im Büro Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Intel, DeutschePost, Siemens. Unterwegs McDonalds, BP, Shell, Total, Altria;-) usw. Sorry, dass meine Strategie so langweilig ist  🙂

    Und ich versteife mich auch nicht, denn ich habe auch viele Reits, auch mal eine Bank oder Allianz usw. Und ich kaufe immer was Neues, kaufe sehr selten nach. Noch 🙂

     

     

     

  10. Crash Dummy

    Warum um Himmels Willen muss man jetzt kaufen, wenn es durchaus absehbar und wahrscheinlich ist, dass wir noch deutlich tiefere Kurse sehen?

    Ist es die Angst davor, etwas zu verpassen? Das ist Gier. Gier ist kein guter Ratgeber an der Börse.

    Die Zeit der aufgeblähten „buy the dips“-Geschichten ist vorbei. Jetzt bewegen die Kurse sich wieder auf Vor-QE-Niveau zu bis das nächste wirkungslose Paket lanciert wird, um Zeit zu erkaufen.

    Die Deutsche Bank taumelt, italienischen Banken steht das Wasser bis zum Hals. Klar wird Draghi die Zinsen weiter ins Negative senken und somit wieder „etwas heile Welt“ schaffen.

    Aktien sind noch zu teuer. Nicht alle, aber die meisten.

  11. Marci

    Ich hoffe es geht noch massiv weiter abwärts. Robuste Werte wie Coca-Cola und Nestle haben von ihren Allzeithochs erst 7-10% verloren. Das ist doch zu wenig um Nachzukaufen oder?

    Charlie Munger sagte einmal, wer 50 % Papierverlust im Depot nicht aushält, sollte die Finger von der Börse lassen. In diesem Sinne schauen wir mal, wie dieses Jahr läuft.

  12. Patrick

    Ich wünschte ich hätte jetzt viel Cash übrig:) Kann nur alle 2-3 Monate einmal eine Aktien kaufen, bin noch kein Großverdiener.

    Mein derzeitiges Depot ist fett im Minus, fühlt sich nich gut an. Aber noch sehe ich positiv in meine Depot-Zukunft ^^

     

  13. Jan

    Hallo Tim,

    von der Sache her stimme ich dir zu. Ich denke aber auch, dass es noch zu früh ist um zu kaufen. Die Bewertungen der (für mich) spannenden Aktien stehen noch viel zu hoch. Viele Werte haben sich gerade mal 10 oder 15 Prozent vom Hoch entfernt. Trotzdem ist sicherlich schon der ein oder andere Wert dabei der günstig eingesammelt werden kann.

     

    VG

    Jan

  14. Christoph

    @Vali: Du musst ja ne riesen Wohnung haben wenn da Coca Cola, P&G usw reinpasst ;p)

    Ich verfolge genau die gleiche Strategie. Da schläft man auch viel ruhiger.

    Wie Du habe ich auch schon errechnet was ich bis 2045 bekomme. Klar sind das nicht genaue Zahlen aber man sieht wohin der Hase rennt^

    und wenn ich mir so die Zahlen in ein paar Jahren anschaue ertappe ich mich dabei das ich sage: Och ich wäre jetzt gerne schon mitte 50.

    @Crash: gierig wäre es doch eher wenn man noch wartet weil man hofft dass die Kurse noch fallen!? Ich kaufe derzeit jeden Monat mehrere Aristokraten per Sparplan. So mache ich mich nicht kirre ob ich noch warten soll oder nicht.

    @Crushin: ich bin auch bei Consors. Suchst du einen ETF? oder einen gemangten Fonds? Ausschüttend? Ich selbst habe leider nur ganz wenige ETFs mit Ausschüttung entdeckt.

    der hier ist ganz gut: ishares Nasdaq 100 (WKN A0F5UF). Dort sid die großen wie Apple, Microsoft, Cisco, Gilead usw. vertreten.
     

  15. Chrushin

    @ Crash Dummy, das Problem ist doch, dass sich der Markt nicht timen lässt. Was sind denn für Dich Einkaufskurse? Was ist, wenn der DAX jetzt bei 8800 seinen Boden findet (was ich zwar nicht glaube) und nach oben abdreht und niemals mehr unter 9000 fällt? Bleibts Du dann für immer an der Seitenlinie? Ich denke es macht Sinn jetzt schon ein paar Positionen zu kaufen und/oder aufzustocken aber noch nicht sein ganzes Cash zu investieren, sofern man nicht bereits voll investiert ist. Wann sind denn für Dich Aktien nicht mehr teuer bzw. welche sind denn derzeit nicht „teuer“?

     

    @Jan, welchen Wert kann man denn Deiner Meinung nach derzeit „günstig“ einsammeln?

     

    @ Christoph, ich suche nach einem geeigneten Aktiensparplan entweder auf einen Index oder einen Aktienmischfond mit möglichst wenig „Nebenkosten“, so dass es auch lohnend ist, am liebsten thesaurierend.

  16. LK

    Was mich in solchen Marktsituation immer fasziniert, sind Aussagen wie „Der DAX kämpft um die 9000er Marke“. Dabei ist dem DAX völlig egal, wo er steht ;-). Er ist ja nur eine rechnerischer Wert. Ausserdem wird auch niemals mehr verkauft als gekauft. Es gibt nicht mehr Verkäufer als Käufer. Es werden immer genau gleich viele Aktien gekauft und verkauft – Momentan halt zu niedrigeren Preisen als vor einem Jahr.

    Die meisten Anleger erwischen die Tiefs nicht – ich bin auch schon zu früh bei 9700 rein mit der C(r)ash-Reserve. Aber zum Glück erwischen die meisten auch die absoluten Höchststände nicht. Ich habe nie bei einem DAX über 10.000 gekauft.

  17. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @TK; „Ausserdem wird auch niemals mehr verkauft als gekauft. Es gibt nicht mehr Verkäufer als Käufer. Es werden immer genau gleich viele Aktien gekauft und verkauft – Momentan halt zu niedrigeren Preisen als vor einem Jahr.“

    Ganz so einfach ist das wohl nicht. Wenn immer gleich viel Kauf- wie Verkaufsangebote sich gegenüber stünden, würden sich Kurse nicht bewegen.

    Die Orders werden i.d.R. von Market Makern bedient. Davon gibt es etliche Firmen die an den Börsen tätig sind. Diese müssen die Liquidität des Handels gewähren (aus Kontingenten auf eigene Rechnung), und die Kurse (Quotes) stellen.

    Es kann also sein, ein Market Maker muss 1000 Stück an einem Tag von einer Aktie kaufen (annehmen zu seinem Kurs), und kann nur 500 verkaufen. Wenn er sieht, dass es mehr Verkaufsorder als Kauforder gibt, dann senkt er die Kurse und umgekehrt.  Ein anderes Mal reißen sie ihm die Stücke aus der Hand, und er erhöht dadurch die Kurse um Verkäufer zu animieren, ihre Stücke abzugeben.

    Als Beispiel brauchst Du ja nur eine Aktie anschauen. Hier die Deutsche Bank.

    Da stehen z.B. gerade auf Tradegate genau jeweils 1700 Aktien im Ankauf wie Verkauf. Die werden vom Market Maker angeboten zu 13,11 bzw.13,12 EUR.

    Wenn jemand 100 kauft, dann füllt er die wieder auf, ebenso wenn einer welche an ihn verkauft.  Wenn nur Verkäufer auftreten, dann sinkt der Preis, wie oben schon gesagt.

    MS

     

  18. Der Malachit

    @Crash Dummy

    Gratuliere zu deiner Erkenntnis. Wer jetzt kauft, könnte in ein fallendes Messer greifen. Wer noch nicht kauft, wird garantiert nichts verpassen. Und wer warten kann, was ja immer als  Überhauptargument für den ständigen Kauf von Aktien angeführt wird, der wird ja wohl auch in einer gefährlichen Situation wie jetzt, mit dem Aktienkauf warten können.

    Ansonsten würde ich das auch als Angst vor dem Verpassen einer Chance und somit als Gier einschätzen. Aber wir kennen ja alle die Weisheit: „Gier frisst Hirn“ Und da gibt es noch eine alte Weisheit der Händler, die wir beachten sollten: „Im Einkauf liegt der Gewinn“ Ach ja, und das gilt übrigens auch dann, wenn kein ewiges Wachstum die Grundlage von Vermögensbildung liefert und nur die natürlichen Wellenbewegungen von Sachverhalten, die wir übrigens in vielen Bereichen der Natur, des Lebens und der Wirtschaft finden, ablaufen.

    Also schön warten und erst einmal Cash ansammeln. Die Aktien gibt es morgen auch noch und dann vielleicht bei 7500 Dax-Punkten oder bei 6800. Wo stand der Index neulich noch; 12350? Bis etwa 50% davon könnte man die Korrektur ruhig in Betracht ziehen.

    Der Malachit.

     

  19. LK

    Hallo Matthias,

    du hast recht: Die Anzahl der verkaufswilligen und kaufwilligen zu einem bestimmten Kurs kann und wird auch in der Regel unterschiedlich sein. Aber tatsächliche Kunden-Käufe und Verkäufe müssen vom Transaktionsvolumen bis auf einen kleinen Bestand beim  Market Maker gleich sein. Bei einem großen Wert stehen idR auch in schlechten Börsenzeiten immer Käufer zur Verfügung, wenn auch, wie du sagst, zu einem geringeren Preis. Der Market Maker matcht Käufer und Verkäufer und wird versuchen, eigene Stücke möglichst schnell loszuwerden, sonst hätte er schnell ein Paar 100 Mio EUR an Aktien eingesammelt.

    Da kämpft der DAX nicht und erleidet auch keinen Schwächeanfall, eher vielleicht der Empfänger eines Margin Calls 😉

    LK

  20. Vali

    @Christoph, haha, nee Du, nur 130 qm + Keller und Garten – Minimalistin halt! 😉

    Crash Dummy versucht mal wieder die Zukunft zu prognostizieren und macht sich schlauer als wir Dummen hier 😉

    Wann ist denn der richtige Zeitpunkt? Um nicht als habgierige Raffgiersüchtige dazustehen… Wenn die Börse noch 50% tiefer ist?! Ist klar. Dax bei 5000, Dow bei 8000? Dann warten wir mal.

    😉

     

  21. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @LK,

    ist ist sicher etwas Berufsrisiko beim Market Maker vorhanden, wenn auch, wie Du schreibst, der natürlich Routine haben sollte, und das ausbalancieren kann. Zur Not werden die Spreads ausgeweitet. Das ist ja übrigens auch der Grund, warum die Spreads für US-Aktien in DE vor 15:30 höher sind. Das ist eine Art Versicherung für den Market Maker, weil er die Richtung der Aktie im Heimatmarkt noch nicht kennt.

    Heute haben wir mal wieder einen „Dolchstoß“ bei HCP (Mitleid an @Vali).

    Vor US Handelsbeginn in Amerika wurde die in DE noch zum höheren Kurs von gestern gehandelt. Ein paar wenige Stück gingen noch für 29-30 Euro über Tisch auf Tradegate.

    15:16:52
    29,06
    165 Stück

    14:56:38
    29,26
    40 Stück

    14:45:41
    29,55
    100 Stück

    14:13:34
    30,00
    25 Stück

    13:47:17
    30,00
    25 Stück

    Wenn der Market Maker die alle selbst verkaufen konnte, dann hat er Geschäft gemacht. Wenn er sie evtl alle ankaufen musste, dann hat er Pech gehabt.

    -> Market-Maker als Liquiditätsspendende Intermediäre in Börsenmärkten…

    MS

     

  22. ZEN Investor

    Der Malachit belehrte uns wie folgt

    „Wer jetzt kauft, könnte in ein fallendes Messer greifen. Wer noch nicht kauft, wird garantiert nichts verpassen.“

    Sorry, aber da muss ich widersprechen.

    Beim DAX 12’000 wollten alle kaufen, es war völlig klar, wer jetzt nicht einsteigt, verpasst eine Chance.

    Beim Dax unter 9’000 (dh 25% niedriger als noch vor 1 Jahr) finden alle, es sei zu früh zum kaufen.

    Geht es dann leicht bergauf, ist auch der falsche Zeitpunkt. Geht es dann 3 Jahre bergauf, muss man plötzlich sofort kaufen, um nichts zu verpassen.

    Leute: Ob ihr jetzt oder in 3 Monaten kauft, ist egal. Denn niemand weiss, ob es noch weiter runter geht.

    Es ist ebenso möglich (entgegen der Aussage Malachits), dass es ab nächster Woche steil bergauf geht, wir im März 10’000 Punkte und im Herbst 12’000 Punkte und ende Jahr 14’000 Punkte im DAX sehen.

    Jetzt ist auf jeden Fall der beste Zeitpunkt, um einzusteigen, den es die letzen 2 Jahre gab.

     

  23. AlexanderAlexander

    Ich habe heute wieder eine Position gekauft. Ein- bis zweimal im Monat suche ich mir ein Unternehmen in meinem Portfolio und stocke auf. Ob es morgen billiger oder teurer ist? Keine Ahnung.

     

    @Gert

    Ein Telekomaktionär, der einmal gekauft hat, bei 100 oder „nur“ 60 €, kann sich natürlich ärgern. Wenn man eine andere Rechnung aufmacht. Kauf zur Emission und dann jedes Jahr 1.000 € + Dividende nachgeschoben, da schaut die Welt anders aus. Natürlich sollte man von der Telekom überzeugt sein, wer ist das auch nicht? 😉

     

    Den einen oder anderen Rohrkrepierer wird man in seinem Börsenleben immer mal erwischen, das sollten die anderen aber mehr als wett machen. Wer nur Telekom hat und nichts anderes, der sollte mal über sein Anlageverhalten nachdenken. 10 -12 gute Werte langen da schon aus. Sicher wird man nicht Milliardär, aber über die Jahre schafft man sich ein schönes Polster.

     

  24. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mr. Brown,

    es geht mal um die Healthcare REITs. Bei HCP stimmen die Zahlen. Alles im grünen Bereich, aber… man senkt für den Bereich die Erwartung für 2016. Und bekanntlich wird ja die Zukunft gehandelt.

    HCP reported Q4 FFO/share of $0.80 (beat by $0.02), but guided for 2016 FFO/share of $2.74-$2.80 vs. a $3.16 consensus.“

    Healthcare REITs fall sharply after HCP/Brookdale/MPW issue light guidance

    Die ganze Branche wird in Sippenhaft genommen.

    P.S.: Mich wundert, dass die Welle noch gar nicht zu meiner kanadischen NWH.UN übergeschwappt ist.

    MS

  25. Couponschneider

    @LK

    Diese Rhetorik geht mir auch auf den Senkel. Warum ist noch niemand auf die Idee gekommen, den DAX zu sprengen? Mit Dynamit? Nein, mit dem DAX-Hund. 🙂

    Der DAX-Hund ist bekannt für seine gute Nase und einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, was gemeinhin als Sturköpfigkeit fehlinterpretiert wird. Und gerade eine Bodenbildung ist für den kurzläufigen DAX-Hund vorteilhaft.

    Ich möchte so sein wie ein DAX-Hund.

  26. Der Malachit

    @ZEN

    Jetzt ist auf jeden Fall der beste Zeitpunkt, um einzusteigen, den es die letzen 2 Jahre gab.

    Stimmt! Aber in vier Wochen ist es vielleicht noch besser und wer dann noch Cash hat, der … . Aber wer weiß das schon. Ich nicht und Sie auch nicht. Übrigens maße ich mir eine Belehrung nicht an. Das tun schon die so genannten BÖRSEN-EXPERTEN, die hinterher immer jede Entwicklung der Märkte sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung wissenschaftlich genau erklären können. Allerdings ist das völliger Quatsch, denn im Nachhinein kann das jeder. Börse ist zu einem großen Teil Psychologie. Nur wenn viele etwas glauben, klappt es mit der angepeilten Entwicklung.

    Der Malachit.

  27. AlexanderAlexander

    @Mr. Braun

    HCP hat sein FFO mit 2,74 $ bis 2,80 $ für 2016 angegeben, erwartet wurden 3,17 $.

    Mehr habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Dividende scheint aber sicher zu sein.

    FFO:

    Die „Funds From Operations“ (FFO) sind eine wichtige Ergebnisgröße in der Immobilienbranche, um die operative Geschäftsentwicklung zu beurteilen. Die Kennziffer setzt sich zusammen aus dem Ergebnis vor Abschreibung und Steuern und den Gewinnen aus Verkäufen und Entwicklungsprojekten. Die Zahl zeigt, wie viel Cash-Flow im operativen Geschäft erwirtschaftet wird. Daran orientieren sich zum Beispiel die Dividendenausschüttungen an die Aktionäre oder künftige Investitionen des Unternehmens.

    (Quelle: Börse ARD)

  28. ZEN Investor

    Machen wir doch eine kleine Umfrage:

    Wie tief geht es die nächsten 6 Monate noch runter mit dem DAX?

    A) unter 6’000 Punkte
    B) 6’000-7’000
    C) 7’000-8’000
    D) 8’000-8’500
    E) 8’500-8’800

     

    Und wo seht ihr den Dax im Dezember 2016?

    F) 5’000
    G) 6’000
    H) 7’000
    I) 8’000
    J) 9’000
    K) 10’000
    L) 11’000
    M) 12’000
    N) 13’000

    Bin gespannt auf eure Einschätzung.

     

  29. Kakaopulver

    @Zen: hattest du nicht gestern gesagt du kannst Kurse berechnen, dann erleuchte uns doch mal. Dein Programm kann ja auch sagen wo VW in 5 Jahren steht. Ist so einfach wie die Wettervorhersage 😉

  30. Chrushin

    @zen, d) und k), könnte mir vorstellen, dass bis sommer der bärenmarkt endet und dann wieder mehr ruhe einkehrt… natürlich alles nur spielerei

    hab heute auch aufgestockt und mir j&j sowie vonovia ins depot gelegt

  31. ZEN Investor

    Der Malachit stimmt mir zu, dass jetzt der beste Kaufzeitpunkt der letzten 2 Jahre ist. Er fügt aber auch an, in einigen Wochen könne ein besserer Zeitpunkt gekommen sein, das wisse man heute noch nicht.

    Da stimme ich mit ihm überein.

    Allerdings ist anzumerken, dass wir aufgrund der verfügbaren Informationen handeln müssen.

    Ich bin Langfrist-Investor.

    Auch wenn ich Aktien wieder verkaufe. Aber meine bevorzugte Haltezeit ist 10-20 Jahre.

    Und jetzt geht es darum, eine vernünftige Entscheidung mit den vorhandenen Informationen zu treffen.

    Die Frage lautet also: Sollte man jetzt schon kaufen oder nicht?

    Nun, es hängt davon ab, wieviel Cash man hat bzw. ob man alles einsetzen will oder nicht.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die europäischen Aktienmärkte in 2 Jahren höher als heute stehen, erachte ich als 70%.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die europäischen Aktien in 5 Jahren höher als heute stehen, schätze ich auf rund 90%.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die europäischen Aktien in 10 Jahren höher als heute stehen, schätze ich auf 98%.
    (Dh ich gehe davon aus, dass es nur von jedem 50.Jahr aus, in dem wir uns 30% unter den Höchstständen befinden, 10 Jahre später tiefer steht als am Startpunkt).

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die europäischen Aktien den heutigen Stand nochmals um mindestens 5% unterschreiten in diesem Jahr, schätze ich auf rund 99%.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass es mit den europäischen Aktien dieses Jahr nochmals (vom heutigen Stand aus) um mehr als 25% nach unten gehen, schätze ich auf 50%.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass es mit den europäischen Aktien dieses Jahr weitere 50% nach unten geht, schätze ich auf 10%.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die europäischen Aktien am 31.Dezember 2016 höher stehen als am 9.Februar 2016, schätze ich auf 30%.

    Mit europäische Aktien ist der EuroStoxx, der DAX oder der SPI gemeint.

     

    Für mich als Langfrist-Investor sagt die Statistik also:

    Kurzfristig ist alles möglich. Mit einer Tendenz nach unten.

    Aber mittelfristig (1-5 Jahre) sollte es nach oben, längerfristig auch.

    Daher ist klar:

    Wir wissen, dass wir jetzt aussergewöhnlich gute Kaufkurse haben! Der Dax hat 30% innert 6 Monaten verloren!

    Glaubt ihr ernsthaft, er verliert weitere 30%? 30% und 30% ergibt 50%!

    Das ist zwar möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

    Daher sage ich euch: Ich vermute, dass das gesamte 1.Halbjahr 2016 oder evtl. auch das gesamte 2016 ein super Einstiegspunkt ist!

    Kauft Aktien!

    ZENINVESTOREDUCATION

    ICHBINEINEINHORN

     

  32. ZEN Investor

    ICHBINEINEINHORN

    Ich habe übrigens meine diesjährige Performance nachgeschaut:

    01.01.2016-08.02.2016:

    -46,78%

    Das liegt daran, dass Cash im Minus ist (Gebühren wurden abgezogen, während fast nichts auf dem Konto war), und ich besitze genau eine einzige VW-Aktie.

    Tja, das ist jetzt blöd.

    Cash: -67,55 CHF
    Aktienwert: 111,78 CHF (1 VW-Aktie, Kurs gestern)

    TOTAL: 44,23 CHF

    Dh geht VW 1 Euro (1,10 CHF) runter, entspricht das einem Kursrückgang von rund 1,1%, aber bei mir sinkt die Performance um 2,26%!

    Falls VW also (seit gestern) um nochmals 20% sinkt, heisst das für meine Performance rund -44% vom heutigen Stand aus. Bzw. da ich nahe -50% bin, dürften das 22 Prozentpunkte sein. Ich wäre dann bei etwa -70% in diesem Jahr.

    Wobei ich real nur rund 25 CHF verloren hätte (plus Gebühren, also 50 CHF total).

    Köstlich. Ich liebe einfache Mathematik.

    Übrigens: Quanten-Radierer sind geil!

    Ich verkaufe euch für 100 Euro zwei Quantenradierer!

    Abgesehen davon: Der Beobachter erschafft das Universum. Und das sagen keine Esoteriker, sondern Physiker.

     

  33. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Noobsi

    Gratulation. Der Aktienkauf nach dieser Korrektur ist grundsätzlich eine gute Entscheidung. Nach einem solchen Kursbeben macht es Sinn, zuzugreifen. Niemand weiß indes, wie es weiter geht. Es gibt 3 Möglichkeiten: Die Börse rutscht tiefer. Sie bleibt konstant. Die Börse steigt. Nur eines wissen wir: Die Börse ist vom Top deutlich gesunken. Das war in der Vergangenheit immer ein recht guter Punkt, um nachzukaufen. Das gilt nur für Anleger mit Geduld.

     

    @ Gert

    Ok, die Telekom. Wer am Top einsteigt und dann nur diese Aktie im Depot hat, nicht später verbilligt, die Dividenden ausgibt, hat keine Ahnung von der Börse. Wozu soll Dein Beispiel dienen? Couponschneider hat dazu einen schönen Beitrag geschrieben:

    http://couponschneider.blogspot.com/2016/01/langfristigen-sparen-lohnt-sich-am.html

     

    @ Patently Absurd

    Klar, gibt es Horroraktien wie Kodak, GM und andere. Daher ist das Streuen so wichtig. Im Endeffekt ist für die meisten Anleger ein simpler Indexfonds die beste Wahl.

     

    @ Vali

    Danke. Du bist immer gut drauf. Voller Optimismus. Egal, was an der Börse passiert. Richtig so. Großartig.

    Von Sokrates gibt es einen schönen Spruch: „Heirate auf jeden Fall! Kriegst du eine gute Frau, wirst du glücklich. Kriegst du eine böse, dann wirst du ein Philosoph.“ Dein Gatte ist bestimmt kein Philosoph – nehme ich an?

     

    @ Jan

    Es ist ein großes Rätsel für uns alle. Wann der perfekte Zeitpunkt zum Einstieg ist, weiß niemand. Nicht mal das Genie Buffett. Das ist einfach so. Nur wissen das immer alle im Nachgang.

  34. ZEN Investor

    Oh für alle, die etwas übers Wetter labern wollten:

    Wetterberichte sind ja weltweit verfügbar.

    Ich wohne in Zürich (Stadt).

    Sagt mir doch mal: Regnet es morgen um 10 Uhr in Zürich?

    Welche Temperatur wird herrschen?

    Dasselbe für 13 Uhr:

    Regnet es? Wie warm ist es?

    Die Frage ist interessant, weil die meisten Wettermodelle erwarten, dass der Regen am Vormittag nachlässt und es danach trocken ist.

    Als Vergleich mal, was es für Prognosen für Zürich gibt, und morgen Abend gibt’s dann die Auflösung:

    Wetterdienst: Niederschlagswahrscheinlichkeiten für 10 Uhr und 13 Uhr und Temperatur für 10 Uhr und 13 Uhr.
    * bedeutet, dass die Niederschlagswahrscheinlichkeit für einen 3-stündigen Zeitraum (10-13 Uhr) ist und nicht für die exakte Stunde.

    Wetteronline: 60%, 40%, 2°C, 3°C
    Meteo Schweiz:  (trocken, trocken) 1,5°C, 3°C
    SRF Meteo: 83%, 63%, 4°C, 6°C
    WeatherPro (MeteoGroup): 20%*, 2°C, 4°C
    Wunderground: 30%, 24%, 2°C, 4°C
    AccuWeather: 31%, 51%, 2°C, 4°C
    Foreca: 56%, 40%, 2°C, 4°C

    Ihr, die ihr Wetterprognosen für ‚einfach‘ haltet, könnt mir gerne sagen:

    Wenn ich morgen um 13 Uhr das Haus verlasse: Wird es dann noch regnen oder nicht? Und wie warm wird es sein?

     

    Wir haben oben für 13 Uhr Niederschlagswahrscheinlichkeiten von 24% bis 51% und Temperaturen von 3°C bis 6°C.

    Für die exakt selbe Uhrzeit und den selben Ort! Und das bei einer Prognose, die 18 Stunden weit in die Zukunft reicht!

    Man kann heute auf 24 Stunden die Prognosen teils auf 0,1K genau machen. (Temperaturdifferenzen in K, nie in °C).

    Also jetzt will mir einer sagen „Wetter ist einfach berechenbar, Börse nicht“.

    Na gut.

    Regnet es um 10 Uhr in Zürich oder nicht?
    Regnet es um 13 Uhr in Zürich oder nicht?

    Wer in beiden Fällen richtig liegt (und die Prognose vor 6 Uhr morgens abgibt) bekommt 5 Euro von mir.

     

  35. ModiaModia

    Sobald die grossen Fonds verkaufen müssen gehts erst richtig runter. Schade hab ich kein Cash mehr.

  36. Noobsi

    Wenn man noch Cash hat, sollte man es möglichst häppchenweise investieren denke ich, da ja durchaus die Chance besteht, dass es weiter abwärts geht. Aber ich denke auch jetzt ist ein guter Einstiegszeitpunkt.

    @Couponschneider, Zum Thema Schuldenfreiheit: Natürlich sollte man Aktien nicht auf Kredit kaufen. Aber ich finde nicht, dass man generell schuldenfrei sein muss. Wen man z.B. seine Investments streut und eine Immobilie kauft, dann finde ich es legitim, Schulden zu haben. Der Kredit trägt sich im besten Fall selbst und ist real hinterlegt.

  37. Oliver

    Was den Einstiegspunkt betrifft für die Käufe, ist es momentan schwer vorauszusagen, ob wir schon am unteren Ende sind oder mittendrin. Einige haben geschrieben, das ein jetziger Einstieg von Gier zeugt, weil es voraussichtlich weiter nach unten gehen wird. Für mich persönlich kann ich das nicht beurteilen. Weder heute noch vor einem Jahr. Man bedenke: Im Februar 2015 waren alle sehr euphorisch und ich hatte bei dem steilen Anstieg arges Bauchgrummeln. Trotzdem ging das noch bis April so weiter und jeder hat so getan, das es kein Halten mehr gibt. Heute kommt mir die Situation etwas surreal vor, weil die Leute genau das Gegenteil denken. Die Märkte sind stärker zurück gegangen und dann gibts die Fraktion, die den DAX bei 6000 sehen und dabei pessimistisch auftreten, andere sagen, 2016 wird schwer, aber Ende des Jahres wird es etwa pari oder darüber sein. All die Aussagen zeigen mir, dass jeder anhand seiner Persönlichkeit und Erfahrungen glaubt, die Börse müßte sich so und so verhalten. Wir haben hier sogar einen kleinen Gauss unter uns, der glaubt das Wetter äh die Börse berechnen zu können.

    Ich werde über 2016 gar keine Aussage treffen, wie die Kurse am Ende des Jahres sind. Wer weiß, vielleicht ist der DAX bei 20.000 und wir haben Hyperinflation? Keine Ahnung. Aber ich kann eines tun: Ich schaue mir die Bewertungen der Unternehmen an mit den Grundkennzahlen, schaue ob diese weiterhin erfolgreich arbeiten, sprich Gewinn machen und ob die Produkte nachgefragt sind. Wenn ich etwas attraktives finde, dann kaufe ich. Momentan bei der Bewertung – ungeachtet, ob es weiter nach unten geht – finde ich viele Unternehmen an den unterschiedlichsten Börsen, die für mich vom Preis hochattraktiv sind. Wer Steine kaufen will, hat seid der gestrigen wesentlich niedrigeren Kurse bei HCP, OHI oder HCN (sind nicht alle) wirklich Einstiegspreise, die zum kaufen einladen. Aber auch viele andere Werte im DAX, Dow oder der Nasdaq sind so gut bewertet, dass man fast keinen Fehler machen kann, sich hier zu engagieren. Die Unternehmen sind die gleichen wie 2015 und z.T., sieht man von Energie, Rohstoffen und Erdöl ab, erfolgreicher als letztes Jahr. Und dazu billiger.

    Für mich persönlich ist die Korrektur ein Segen. Ich lege jeden Monat Geld in Aktien zurück. Von daher nehme ich natürlich auch preislich die niedrigeren Kurse mit und zeitgleich werden bei fallenden Börsen insgesamt die Buchverluste größer als die Neueinkäufe. Aber das muß ich als langfristiger Investor aushalten. Im Gegenzug kommen viel größere Buchwerte bei steigenden Kursen dazu, als ich verdiene. Diese Buchwerte sind aber nur relevant, wenn ich etwas verkaufen muß. Und genau das tue ich nicht, sondern ich schaue auf den Cashflow. Den habe ich immer und der steigt jedes Jahr. Das würde er auch tun, wenn ich nichts mehr investiere. Selbst Kürzungen der Dividenden sind dabei eingepreist.

    Nach meiner Meinung ist das Nachdenken über Indexstände sicherlich reizvoll. Aber es hat keinen sonderlich großen Wert, da sich die Börse irrational verhält. Das ist wie bei Gefühlen: Man kann auch nicht mit Vernuinft bestimmen, in wen man sich verliebt. Und Geld ist mindestens ebenso emotional, was man alleine an den Diskussionen für Immobilien sieht. Und genau so verhält sich die Börse: Wie ein launische alte zickige Diva. Manchmal gut aufgelegt und manchmal ist sie eine Zumutung. Momentan ist sie halt etwas zickig, aber so what? Wichtiger ist beim Investieren die Kontinuität, d.h. das Sammeln von Assets. Das müssen (sollten) nicht nur Aktien sein. Es ist aber zielführend, wenn es ständig mehr Aktien werden, die immer mehr Erträge erwirtschaften.  Tim bringt hier doch so viele Beispiele von Leuten, die im Alter ein großes Aktienvermögen besitzen. Die haben einfach immer nur dazu gekauft. Bei mir sehe ich das gleiche: Je länger ich das mache, desto mehr Geld kommt monatlich rein und der Wert des Depots geht als langfristige Linie mit Zacken nach oben und unten ständig aufwärts. Auch wenns mal zackig nach unten geht.

     

  38. fit und gesund

    also hier am Bodensee scheint gerade die Sonne, trotz Regenwolken, ich nehme also nachher einen Schirm mit, genauso halte ich es mit den Aktien nun, mit meinen Sparplänen kaufe ich ja jeden Monat neu hinzu, aber mein Cash werde ich nun nicht voreilig investieren,

    steigen die Aktien so freu ich mich, fallen sie weiter so hab ich noch ein wenig Munition, nix ärgerlicher als keine Reserve mehr zu haben falls es weiter abwärts geht (die Glaskugel haben wir ja nicht) ich muss es auch nicht bis auf’s Letzte ausreizen. Ein wenig Cash ist nun eben mein 3-Wetter-Taft (ich musste herzlich lachen wegen dem Ausdruck, danke Herr Couponschneider) Den Telekom-Beitrag von Herrn Couponschneider kann ich nur empfehlen.

     

    Schuldenfreiheit finde ich auch ein absolutes Muss, evtl. ausgenommen Hypothekarschulden, das muss Jeder selber wissen, Konsumschulden sind Teufelszeug, wie schnell passiert noch etwas Unvorhergesehenes und schon bricht das ganze Kartenhauskonstrukt zusammen, aber ich denke das wissen Alle hier.

  39. Lad

    Die heutige Korrektur verursachte nur die Manipulation von Spekulanten, die ganz zufällig im Januar mit fallenden Kursen verdienen wollten. Spekulanten von Goldman Sche-ss, Georg Soros und ähnliche Menschenfeinde. Die dummen Blondinen in TV und in anderen Medien verbreiten dann die Ideen von G.S. und G.S. durch die ganze Welt und deswegen die Handelsautomaten verkaufen wie vorrückt. Daytraders genauso. Anleger aber tun nix im Januar und Februar. Die weniger intelligenten Anleger jammern, die mehr intelligenten schauen dar nicht auf ihre Aktien – sie wissen gar nicht, wie sie im Plus oder im Minus sind. Ich kann nicht kaufen oder verkaufen Aktien, die Korrektur meines spanischen Buchs “Acciones y Bolsa“ kostet mich viel Geld jeden Monat von Oktober bis April.

    Ich freue mich aus meinen Aktien heute wie anders wann, denn ich bekomme monatlich so viele Dividenden, dass ich deswegen meine Arbeitszeit auf 30 Stunden/Woche verkürzt habe. Wie hoch im Plus oder tief im Minus meine Aktien sind, dass sehe ich nur einmal im Jahr, am Silvester.

  40. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Oliver,

    lass uns bitte nicht im Dunkeln wenn Du schöne Werte findest, die Du für nahezu unwiderstehlich hältst. Ansonsten nur Zustimmung.

    Bei HCP ist mir gestern ganz entgangen, dass die durch eine Abschreibung einen Verlust geschrieben haben. Das Minus konnte sich nicht nur aus dem reduzierten Ausblick erklären:

    „Over all, HCP reported a loss of $598.9 million, or $1.29 a share, compared with a year-earlier profit of $196.6 million, or 43 cents a share. The latest period includes net asset write-downs of $810.9 million.“ (HCP shares fall on surprise loss, weak outlook.)

    Ist immer bitter, aber was soll es. Die laufenden Geschäfte sind ja ok, wenn auch etwas reduzierte Prognose.

    MS

  41. Jan

    @chrushin

     

    Ich habe momentan die Bank of New Scotia und die Aktie von Bayer auf dem Schirm. Das ist aber nur meine subjektive Meinung. Die Dauerbrenner Colgate, Coca Cola, Nestlé, Unilever und wie sie alle heißen sind mir leider noch zu teuer.

     

    @LK

    Es ist logisch, dass am Ende genau so viele Käufer wie Verkäufer existieren. Aber ich glaube es ist der Weg dorthin gemeint. Wenn wir ursprünglich nur einen Verkäufer haben und 10 Käufer die um jeden Preis kaufen wollen, steigt der Kurs irgendwann so weit, dass sich noch 9 weitere Verkäufer finden um die Nachfrage zu decken. Gleiches gilt wenn es Abwärts geht.

    VG

     

  42. ZEN Investor

    Kommen wir nun zur Auswertung meines Wetter-Rätsels:

    Niederschlagswahrscheinlichkeiten für 10 Uhr und 13 Uhr und Temperatur für 10 Uhr und 13 Uhr.
    * bedeutet, dass die Niederschlagswahrscheinlichkeit für einen 3-stündigen Zeitraum (10-13 Uhr) ist und nicht für die exakte Stunde.

    Wetteronline: 60%, 40%, 2°C, 3°C
    Meteo Schweiz:  (trocken, trocken) 1,5°C, 3°C
    SRF Meteo: 83%, 63%, 4°C, 6°C
    WeatherPro (MeteoGroup): 20%*, 2°C, 4°C
    Wunderground: 30%, 24%, 2°C, 4°C
    AccuWeather: 31%, 51%, 2°C, 4°C
    Foreca: 56%, 40%, 2°C, 4°C

    Hat es um 10 und 13 Uhr geregnet oder nicht?
    Nun eigentlich geht es um Niederschlag allgemein, nicht um Regen.

    Um 10 Uhr: Ich konnte keine Beobachtung machen. Laut Radar war es trocken.

    Um 13 Uhr: Trocken.

    Allerdings schneite es um 12 Uhr herum.
    Beobachtungsstandort: Zürich-Altstetten.

    Gemäss Niederschlagsradar gab es jedoch immer wieder stellenweise Niederschlag über den ganzen Mittag im Grossraum Zürich.
    Die Niederschlagsmengen waren so gering (unter 0,1mm zwischen 10 und 13 Uhr), dass keine Messung möglich war.

    Gemessene Temperatur
    (Stationen Zürich-Affoltern und Zürichberg)

    10 Uhr: 2,5°C, 3,5 °C
    13:20 Uhr: 3,3 °C, 3,1 °C

    Welches Modell die Nase vorn (Erinnert sich noch jemand an die gleichnamige Sendung?) hatte, ist schwer zu beurteilen.

    Allerdings gab es um 13 Uhr herum deutlich mehr Niederschlag (wenn auch nur in geringen Mengen und nur lokal) als um 10 Uhr, wie sich aus dem Radar-Bild ableiten lässt. Dh diejenigen Modelle, die eine eher höhere Niederschlagswahrschenlichkeit für 13 Uhr als für 10 Uhr vorher sagten, könnten das genauer erkannt haben.

    AccuWeather hat als einziges die Niederschlagswahrscheinlichkeit duetlich erhöht gehabt für 13 Uhr.

     

  43. Vali

    @Tim, danke dir! 🙂 Du hast recht – mein Mann ist überhaupt kein Philosoph 😉

     

    @Zen, langsam musst du dich entscheiden: Wetterfrosch oder Investor? 😉

    Aber mit Bauernweisheiten kommt man auch gut durchs Leben:

    Ist der Dow im Hoch,

    kommt schon bald ein Wetterloch 😉

    Ist der Dax im Regen,

    muss man Geld nachlegen 😉

    War der Einstieg toll,

    ist das Konto nicht mehr voll 😉

     

    Ja Matthias,  meine geliebten Reits leiden so 🙁 , und am liebsten würde ich jetzt mein gesamtes Erspartes da hineinstecken, aber dann komme ich in den Knast für unbezahlte Steuern…

    Außer Realty Income – die läuft bombenfest – da habe ich über 4000 Euro drin und die hält mit einigen anderen (Altria, Kraftfoods, AT&T, Verizon, EliLilly, Microsoft, Alphabet, McDonalds, CocaCola, P&G u.a.) das Depot noch einigermaßen ansehnlich 😉

    Habe übrigens die Natl. Australian Bank-Teile jetzt bekommen – 17,5 Stück CYBG je 2,397 Euro für 41,95€  (wie Cyborg, yeah;)

    Also das Depot ist jetzt voller … mit Cyborgs;-)

    Und TAL (mit -70% schlägt alle;)

     

     

     

  44. tim timmer

    @Vali:

    Realty macht mich wahnsinnig – ich hätte da soooo gerne nachgekauft, bin aber fast 100% im Plus. Also sollte man da wohl eher verkaufen. Aber ich bringe es nicht übers Herz.

  45. ZEN Investor

    Leute, das ist das Problem hier
    Steigt der Dax um vier
    Rufen alle nach mehr Bier

    Geht der Dax heute nach oben
    ist deswegen noch nicht gebildet ein Boden
    die Börse ist langfristig ausgewogen

    Sind wir in einem Bärenmarkt oder einer nötigen Korrektur?
    Langfristig ziehen die Gewinne die Kurse wie an einer Schnur.
    Um davon zu profitieren braucht es Geduld nur.

    Tim Schäfer führt seinen Blog stur
    er selbst macht Buy&Hold nur
    macht davon aber schöne Gewinne pur

     

    Ja ich bin Tabaluga, der letzte meiner Art.

     

     

  46. Patently Absurd

    @Tim:

    Mit Indexfonds kenne ich mich leider nicht so gut aus. Ich denke aber, dass man auch nicht wahllos einen beliebigen Index kaufen und hoffen sollte, dass dieser über viele Jahre eine gute Rendite abwerfen wird.

    Der Athex 20 hat seit dem Jahr 2000 (Höchststände bei ca. 3.000 Punkten) bis heute (120 Punkte), also in immerhin 15 langen Jahren (eine halbe Generation), 96 % Verlust gemacht. Meinem Wissen nach ist der Athex 20 ein Performance-Index und beinhaltet damit die reinvestierten Dividenden.

    Dies bedeutet, dass wenn jemand im Jahr 2000 mit 20.000 EUR in diesen Index eingestiegen wäre, sein Vermögen bis heute auf 800 EUR zusammengeschmolzen wäre – dies trotz Dividendenzahlungen, Reinvestitionen und (im Hinblick auf die Dividendenzahlungen) Dollar-Cost-Averaging.

    Eine einfache Regel zum Reichwerden gibt es an der Börse nicht, auch bei Buy&Hold und ETFs ist der Erfolg keinesfalls garantiert. Wie Andre Kostolany sagte: „An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil“.

  47. ZEN Investor

    Noch als kurzes Spiel:

    Dow-Jones und Nikkei-Index stehen beide bei rund 16’000 Punkten.

    Ratet mal, welcher davon in 10 Jahren höher stehen wird?

    Der Nikkei, dieser ist nämlich krass unterbewertet, im Gegensatz zum Dow-Jones, der überbewertet ist.

    Genau so ist es mit einzelnen Aktien. Die Bewertung zählt langfristig.

  48. ZEN Investor

    Patently Absurd

    Der Athex 20 hat seit dem Jahr 2000 (Höchststände bei ca. 3.000 Punkten) bis heute (120 Punkte), also in immerhin 15 langen Jahren (eine halbe Generation), 96 % Verlust gemacht. Meinem Wissen nach ist der Athex 20 ein Performance-Index und beinhaltet damit die reinvestierten Dividenden.

    Warte mal: Das kann ich kaum glauben:

    Nehmen wir an, die Dividenden betragen nur 1% auf die Kurse aus dem Jahr 2000. Dann wären das 15% Dividenden insgesamt seither. Wie kann es dann sein, dass die Dividenden eingerechnet sind, und der Index um 96% gefallen ist?

    Selbst bei nur 0,1% Dividenden pro Jahr wären das 1,5%.
    Heute sind aber nur 4% vom Ursprungs-Wert übrig. Dh 2,5% der Unternehmenswerte.

    DAs macht für mich keinen Sinn.

    Abgesehen davon waren im Jahr 2000 die Kurse sowieso übertrieben hoch.

    Daher liefere ich euch das fehlende Puzzle-Stein:
    Die Bewertung zählt.

    Der DAX hat langfristig ein KBV von 2,1. Es ist ein Unterschied ob du bei einem KBV von 5,0 oder von 1,5 kaufst. Die Zukunfts-Aussichten sind immens verschieden.

    Darum:

    Ich finde es komisch, wie alle auf die Qualität eines Unternehmens achten, aber nicht auf den Preis. Denn jedes Unternehmen hat einen Wert und ist kaufenswert.

    Jedes Unternehmen ist kaufenswert!

    Aber hochqualitative Titel, da kann man gerne mehr dafür  bezahlen. Aber doch keine Mondpreise.

    Also wer für Facebook 100$ bezahlt ist selber schuld. Ich würde auch Facebook nicht mehr als den Buchwert bezahlen in der Annahme, zum doppelten Buchwert verkaufen zu können.

    Auch eine Coca-Cola ist eher hoch bewertet (40$). Wenn die jetzt rasant auf 100$ steigt, sollte niemand mehr kaufen!

    Auch eine Berkshire Hathaway: Die liegt irgendwo bei 200’000$. Würde die jetzt plötzlich auf 500’000 $ steigen, wäre sie auch tendenziell überbewertet.

    Aber eben, selbst hier drin erlebe ich die Fehlschlüsse immer wieder:

    –> Die Leute kaufen wenn der DAX über 12’000 ist, aber wollen unbedingt auf tiefere Preise warten, wenn der DAX bei 9’000 ist.
    –> Die Leute glauben, für Dividenden-Aristokraten jeden Preis bezahlen zu müssen. Obwohl sie bei 25% tieferen Kursen 33% mehr Dividende erhalten würden. Aber wofür im Monat 1’333$ Dividende erhalten, wenn man bei gleichen Einsatz auch nur 1’000$ bekommt?

    Leute, ihr macht hier die typischen Börsenfehler.

     

  49. Noobsi

    @patently absurd: Man soll ja nicht wahllos auf irgendeinen Index setzen sondern z.B. auf einen ETF World (entwickelte Welt) und einen auf Emerging Markets. Damit ist man breit aufgestellt, wobei mir da die Finanzbranche zu hoch gewichtet wäre. Es gibt aber wohl viele, die das so machen, z.B. hier http://www.zendepot.de. ETF’s sind ein Thema für sich, da sollte man sich einlesen, denn es gibt verschiedene Arten. Ich würde z.B. nicht mehr einen ausländischen, thesaurierenden ETF kaufen, weil diese steuerlich etwas komplizierter sind.

    Warren Buffet rät übrigens zu einem ETF auf den S&P 500, weil er dem US-amerikanischen Markt am meisten zutraut.

  50. Hans Wurst

    „Leute, ihr macht hier die typischen Börsenfehler.“

    Im Gegensatz zum Zen haben hier drin aber alle statt einem Wikifolio ein richtiges Depot mit richtigen Aktien und reden nicht ständig von 26% Rendite die sie irgendwann mal totsicher erwirtschaften werden. Die meisten hier überzeugen durch ihre Taten und nicht durch leeres Geschwätz. Nichts für ungut Zen aber fällt mir schwer dich ernstzunehmen… 😉

  51. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Ich denke, der S&P 500 eignet sich am besten als Indexfonds für Langfristanleger. Der Schutz des Privatvermögens ist in den USA stark ausgeprägt. Es ist eine kapitalistische Demokratie, die bislang alle Krisen gut überwand. Sie haben ihren Dollar noch, während wir unsere Währungen ständig nach den Weltkriegen verloren haben. Ja, die USA haben Schwächen. Ja, die USA machen Fehler. Es ist nicht perfekt. Aber das beste, was sich so bietet – zumindest  ist das meine Meinung.

    Die Entwicklung der US-Börse seit über 100 Jahren:

    http://www.crossingwallstreet.com/wp-content/uploads/2011/05/fredgraph052511a.png

     

  52. Christoph

    @Jan

    wieso ist coca Cola zu teuer? Wie ist deine Strategie?  ich setze auf dividenden

    und coca Cola hat etwa 3,3% derzeit.

    im April wird wieder um 8% erhöht

    (Nein zentrale das sind dann keine 11,3% Rendite *zwinker*)

    solange das so weitergeht kaufe ich immer weiter coca Cola usw.

     

    wenn man allerdings kurzfristig Gewinn erzielen will ist die wirklich zu teuer.

     

    @vali ja realty ist toll. habe leider noch keine. steht aber auf meinem Plan und wird ein fester Bestandteil auf Dauer.

     

    kennt hier jemand eigentlich skyworks solutions?  beliefern u.a.Apple und samsung mit lte chips. die Produktpalette ist aber viel größer.

    sehr gesundes Unternehmen, Umsatz und Gewinn steigen ständig. seit etwa 1.5 Jahren gibt es auch eine Dividende

    erst 0.13 wurde auf 0.26 erhöht und man geht überhaupt nicht an die Substanz

     

    besonders in Sachen Internet of things sehr Zukunfts stark. die Chips für die Telefone sind noch der größte Umsatz Bringer aber man denkt an die Zukunft mit Internet der Dinge

     

     

     

  53. Oliver

    @Christoph:

    Skyworks ist einer der Werte, die ich gegenwärtig sehr interessant finde und die ganz oben auf meiner Einkaufsliste steht. Ich arbeite auch für ein Unternehmen, das IoT weit oben auf der Agenda hat und bekomme die Entwicklung live mit. Skyworks ist stark zurückgekommen und ggw. von der Bewertung gar nicht so schlecht.

    Unternehmen, die die Hardware mit den Sensoren entwickeln, haben meines Erachtens eine gute Zukunft, auch wenn viele Bauteile sehr niedrigpreisig sind. Dafür werden die verkauften Stückzahlen exponentiell ansteigen.  Für mich eindeutig ein Kauf.

    @Matthias: Das wäre jetzt so eine Firma, die ich attraktiv finde :).

     

  54. ZEN Investor

    Die einzige Antwort, die ich erhielt, ist also von einem Hans Wurst, der andeutet, mich nicht ernst zu nehmen.

    Aber dass sich hinter meinen Worten sehr wertvolle Erkenntnisse verbergen, nämlich, dass selbst im Tim Schäfer- Blog 90% aller Kommentatoren beim DAX von 12’000 unbedingt kaufen wollen und beim DAX von 9’000 keinesfalls Aktien kaufen wollen (sondern warten, bis es noch tiefer geht)…..

    Und dass das genau die typsischen Denkfehler sind, die Mensch an der Börse macht……

    Die Frage wg. dem Athen-index konnte auch niemand beantworten.

    Übrigens Hans Wurst:

    Ich habe die letzten 18 Monate nachweislich erheblich mehr Geld mit Aktien verdient, als wenn ich in den DAX, den S&P500 oä investiert hätte.

    Das heisst: Ich habe, gemessen am eingesetzten Vermögen, jeglichen Vergleichsindex geschlagen.

    Verdient: Rund 850 CHF (01.September 2014 – 31.Dezember 2015).
    Maximaler Einsatz eigenen Geldes: 5’000 CHF.

    Das wäre eine Gesamt-Rendite von 17%.

    Allerdings habe ich die meiste Zeit nur 4’000 oder teils auch weniger Geld investiert gehabt.

    Wie gesagt: Ich habe den Index real geschlagen die letzten 18 Monate.

    Ich habe bewiesen, dass die 26% p.a. zumindest vereinzelt zu schaffen sind.

    Jetzt kommst du Hans Wurst und findest „Andere haben ein reales Depot und nicht nur ein Wikifolio.“

    Komisch, ich habe ein Wikifolio aufgeschaltet, gerade *WEIL* es hier drin (und im wertpapier-forum) gefordert wurde, um meine Leistung zu beweisen.

    Bevor ich richtig beginnen kann wird das Vorhandensein des Wikifolio bereits wieder negativ gewertet.

    Kindergarten.

     

  55. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Oliver,

    Danke, ja, mir hat sie auch auf den ersten Blick gefallen. Gleich auf der Watchlist gelandet. Leider ist sie (mit der für die Branche typisch geringen Dividende) nicht wirklich mein Beuteschema. Man müsste sie dann auch mal verkaufen, um Rendite zu erzielen. Und ich trenne mich nur ungern von Aktien, die ich eigentlich mag. Na mal sehen.

    MS

  56. ZEN Investor

    Abschieds-Posting

    Liebe Tim Schäfer-Blog-Leser

    Ich habe jetzt über 1 Jahr lang hier drin mitgelesen und mitgeschrieben.

    Aufgrund von persönlichen Angriffen, die eindeutig unter die Gürtellinie gingen, ziehe ich mich von hier vorläufig
    zurück.

    Wenn mehrere Leute ein Wikifolio fordern, um meine Performance nachvollziehen zu können,
    und danach ich mit Sprüchen angegriffen werden wie „Andere Leute haben ein reales Depot und kein Wikifolio“,
    dann ist mir das hier echt zu blöd.

    Wenn ich sachlich auf unwiderlegbare Tatsachen anspreche, nämlich dass bei überbewerteten DAX
    ihr Kommentatoren hier drin unbedingt kaufen wollt, aber bei einem um 30% tieferen DAX
    plötzlich alle finden, es sei noch zu teuer, es gehe bestimmt noch weiter runter.

    Jetzt wissen alle, dass es definitiv noch weiter runter geht.
    Aber zugleich behauptet man, man könne den Index nicht vorhersagen?
    Ja was denn nun?

    Wenn ich aber einen ungefähren fairen Wert der Indexe, der auf einer jährlichen Wert-Entwicklung
    von 6-8% p.a. basiert, veröffentliche, wird das ins Lächerliche gezogen, als dumme Prognose.

    Niemand fragt aber, wie ich auf diese Prognose komme.

    Und eben, als der DAX über meiner Soll-Höhe stand (9’600, DAX bei 12’000) war meine Prognose viel zu tief.
    Jetzt hingegen ist ein DAX-Stand von 9’000 viel zu hoch zum Kaufen.

    Mensch Leute, merkt ihr es echt nicht, wie ihr euch genau gemäss Herdentrieb verhaltet?

    Ebenso meine Kritik bei den Dividenden-Aktien:
    Kaufen ja, aber doch nicht völlig unabhängig der Bewertung!
    Wenn eine Coca-Cola 33,33% tiefer stünde als heute, würdet ihr für den selben Einsatz 50% mehr Dividende erhalten!

    Da soll mir keiner sagen, das seie nicht relevant.
    Aber es gibt keine positive Reaktion auf so eine Aussage.
    Sie wird entweder ignoriert oder ins Lächerliche gezogen.

    Schlussendlich ist es einfach:

    Meine reale Rendite wird die nächsten 10 Jahre diejenige meiner Kritiker schlagen.
    Das ist schon seit 3 Jahren so, in verschiedenen Foren.
    Ich wurde ausgelacht. Bringe ich dann meine reale Rendite, wird mir Betrug unterstellt.

    Jemand fand, ich solle ein paar Aktien nennenn und in 1-2 Jahren sehe man ja, ob ich überdurchschnittliche Renditen
    abliefern kann.
    Ich fand dann rund 8 Aktientipps von mir im selben Forum, die ich für diese Person zusammen stellte und sagte:
    „Schau dir diese 8 Aktien an, die ich die letzten 18 Monate hier im Forum gepostet habe.
    4 haben den Markt deutlich geschlagen, 1 nicht aber mit positiver Rendite und 3 Aktien haben eine negative Rendite.“
    Die Antwort: Er habe keine Lust zu prüfen, wieviele Empfehlungen ich wirklich abgab,
    ich müsse jetzt neue Aktien benennen.

    Das heisst: Jemand fordert einen Beweis. Ich liefere ihn.
    Er akzeptiert den nach seinen Regeln eingebrachten Beweis nicht und fordert einen neuen Beweis.

    So kommt man nicht weiter und es ist auch unfair und respektlos.

    Mit solchen Kleingeistern meine Zeit zu verschwenden habe ich nicht nötig.

    Ich werde sicher noch vereinzelt die Beiträge von Tim Schäfer lesen.

    Aber ich werde fleissig investieren.

    Wer meinen Erfolg nachvollziehen kann, soll in 5 Jahren mein Wikifolio anschauen.
    Denkt daran: Es ist ein Langzeit-Projekt, dh das Wikifolio kann nach 1 Jahr noch nichts über meine
    wahren Fähigkeiten aussagen.

    Als Kontaktmöglichkeit kann ich euch folgende E-Mail-Adresse geben:

    stadt.            basel@gmx.ch

    Die Leerzeichen zwischen dem Punkt und basel entfernen.

    Die Mail-Adresse wird nur vereinzelt gelesen und die Antwort erfolgt dann von einer anderen Mail-Adresse her.

    Euer Alexander Tschäppet

  57. Oliver

    @Matthias:

    Die zahlen noch nicht so lange Dividende. Ich denke, auf Basis des heutigen Kurses kann die Rendite dort in einigen Jahren sehr interessant werden. Laut Morningstar ggw. 1,58% bei 57,80 $ Kurswert. Die Dividende wurde verdoppelt, was sie sicher nicht mit der nächsten wiederholen werden. Wenn sie die aber wiederum um ca. 10% erhöhen, was bei dem Wert gut möglich ist, dann bist Du schon bei 2%. So schlecht ist das nicht und wenn die Dividende dynamisch weiterwächst, dann hast Du in 5 – 10 Jahren einen sehr guten Posten in deinem Portfolio. Dazu noch Potential bei der Kursentwicklung, weil Wachstumswert. Wenn ich sie kaufe, dann ist das für mich ein Langzeitinvestment.

  58. Marci

    Wo ein Inde steht ist doch wurscht, außer man investiert in Index Zertifikate. Für Einzelwert Anleger kann es jederzeit Kaufgelegenheiten geben. Ich erinnere mich an Monster Beverages, die aufgrund eines Todesfalls Konsument rasant gefallen sind. Bei sowas sollte man zugreifen, egal was der Markt macht. Anererseits sind heute viele Aktien immer noch teuer: Alphabet, Coca-Cola, Visa. Mal schauen, ob sich im Laufe des Jahres noch Gelegenheiten ergeben. Auch wenn der breite Markt fällt, muss das für die Perlen noch lange nicht gelten.

  59. Fritz

    Was passiert wenn Griechenland Pleite geht und den Euro verliert.
    Werden alle Griechischen Aktien Wertlos?
    Was wenn ganz EU Pleite geht?

  60. WW

    @patently absurd:

    Schau mal zum Thema EFT bei Finanztipp nach, da sind die Unterschiede und jeweiligen Risiken ziemlich gut beschrieben, die empfehlen auch die großen ETF´s.  Stimme da auch mit Tim überein, die amerik. Wirtschaft ist die stärkste und innovativste und das wird vermutlich noch einige Zeit so bleiben. Bis Asien so weit is, das dauert noch.
    Bin EFT Fan gewesen, mittlerweile aber etwas skeptischer, da du zumindest bei  den Swap-ETF´s nicht weisst, welche Aktien und Banken dahinter verborgen sind, das gefällt mir gar nicht, das kann man dann nicht beurteilen.

    @ZEN, irgendwie weiss ich nicht was Du eigentlich willst, finde Deine Ausführungen zu lang und man hat nichts davon. Und Gedichte …..

     

     

  61. Patently Absurd

    @Tim:

    In der Praxis sind wir wahrscheinlich sehr nah zusammen. Wie du weißt bin ich ein Fan der Inversion („Invert, always invert“, Charlie Munger, https://rpseawright.wordpress.com/2013/12/17/invert-always-invert/).

    Selbst Ansichten, denen ich grundsätzlich zustimmen will, versuche ich quasi als mein eigener Advocatus diaboli durch die argumentative Verarbeitung der Gegenthese zu überprüfen. Dies sollte Teil einer umfassenden Prüfung bei jeder Investment-Entscheidung sein.

    Im S&P 500 bin ich investiert, ebenso wie im Dow Jones, und zwar gleich mit einigen Unternehmen. Aber (Inversion): das römische Reich ist auch untergegangen und der Wirtschaftsmacht USA kann selbstverständlich grundsätzlich ein ähnliches Schicksal ereilen.

    Der Advocatus diaboli hätte hier aber nur ein schwaches Argument, denn die Bevölkerungsdynamik der USA ist viel günstiger als die anderer Länder und eine Technologieführerschaft ändert sich auch nicht von heute auf morgen. Und schon stimme ich mit deiner Aussage wieder überein.

  62. Patently Absurd

    @WW:

    Mit Aktien oder ETFs ist das glaube ich wie mit Tee oder Kaffee. Entweder mag man das eine oder das andere. Herr Larry Fink ist mir jedenfalls eher unsympathisch.

     

  63. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Theoretisch kann die Welt untergehen. Es kann einen Atom-Krieg geben. Die Börse kann auf Null sinken. Ein Virus kann die Menschheit auslöschen. Die Banken können implodieren. Es gibt Leute, die glauben das. Die sitzen auf Goldmünzen und Bargeld. Verschanzen sich im Wald. Bauen einen Bunker. Kaufen Schußwaffen. Es ist alles eine Frage des Blickwinkels. Ich bin halt ein Optimist.

  64. Jan

    @Christoph

    Meine Strategie besteht eigentlich kurz gesagt darin, Dividendenaristokraten günstig einzukaufen. Coca Cola hat momentan ein 2015er KGV von über 25. Das liegt weit über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

    http://financials.morningstar.com/valuation/price-ratio.html?t=KO&region=usa&culture=en-US

    Ich hoffe auf Möglichkeiten, gute Unternehmen unter dem KGV-Durchschnitt zu bekommen. Leider sind die Dividendenaristokraten momentan so gehyped, dass es schwer ist unter den ganzen Konsumgüterherstellern und Pharma-Unternehmen noch etwas (preislich) spannendes zu finden.

    VG Jan

  65. Christoph

    @Tim Schäfer: Ich glaube wenn ein Atomkrieg usw kommt dann haben wir alle sicher andere Sorgen wie eine Altersabsicherung. Und wenn ein Virus die Menschheit auslöscht dann sowieso.

    Ich bin auch eher Optimist. Es heißt ja auch immer: Solche Probleme gab es noch nie. Vor 15 Jahren war der Anschlag in NY. Dann gab es in Asien durch Tsunami über 300.000 Tote. Dot Com Blase. Dann Finanzkrise.

    In den 90ern Irak Invasion und Irak Krieg 1. Davor Kalter Krieg. Davor Vietnam Krieg. Man kann ewig so weiter machen bis Weltkriege 2 und 1. Davor der 30 jährige Krieg. Pest usw usw.

    Dafür geht es uns heute doch eigentlich super.

    Gestern war die „Anhörung“ von der Fed Chefin Jallen im US Kongress. Einer (Glaube aus Georgia) sagte: Er fühlt sich heute viel besser als 2007/2008 obwohl es Probleme gibt. Rezession, Öl Preise … Man sollte öfters mal positiv denken..

     

    heute Nacht gabs übrigens tolle News:

    Cisco hat ein sehr gutes Quartal hinter sich: Gewinn steigerte sich um 31% auf 3,1 Milliarden. Die Dividende wird von 0,21 auf 0,26 erhöht.

     

  66. Hans Wurst

    Wer hat mein Nick geklaut. Hier spricht der wahre „Hans Wurst“ 🙂

    ist auch wurst.

    Mensch Leute ihr mach so viele Worte und so viel Luft.

    Es ist doch ganz einfach: Man sollte immer kaufen. Ich hab viele Werte von denen ich die Einstiegs-Kurse nicht weiß. Wenn ich überlege weiß ich von allen Werten nicht. Ich bin auch nicht der Meinung das man seine Depot bei Renteneintritt auflösen sollte. Wieso auch…Man bekommt ja weiterhin schöne Dividendente.

    Für mich ist es zurzeit echt tolle Zeit neue Werte zu  kaufen und die anderen Aufzustocken

    Viele Grüße

    Hans Wurst

  67. Christoph

    ich mag Maschmeyer eigentlich nicht (übrigens ist er in der nächsten Höhle der Löwen Staffel dabei) aber das was er in dem Artikel sagt stimmt 100%.

    Man muss sparen und nicht unnötig Geld rauswerfen. Dazu stetig Aktien kaufen und hier auf mehrere Pferde setzen. Dazu noch auf lange Sicht anlegen.

    @Real hans Wurst ,o):

    Ja so mache ich das auch. Mir ist es egal ob ich später 5 Mio im Depot habe oder nur 500.000. Mir ist wichtig das die Dividenden hoch genug sind, weiter steigen und möglichst sicher sind.

  68. StefanGE

    Schön, Zen hat sich verabschiedet :-D, jetzt kann ich es mir sparen seine Posts zu ignorieren…

    Ich schiele wie einige hier auch eher auf Dividenden und deren Steigerung. Klar sieht das im Depot momentan bei einigen Werten echt ziemlich finster aus, aber im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Auszahlungen bei mir deutlich erhöht, bei gleichzeitig kaum gestiegenem Buchwert.

    Von daher fahre ich weiter stumpf und kaufe, wenn ich Geld habe. Was an den Börsen gerade so abgeht interessiert mich nicht wirklich.

    Der Buchwert ist in der Ansparphase, in der ich mich befinde vollkommen egal, solange die Dividenden fließen. Kriegt man eben mehr Aktien für’s gleiche Geld… könnte schlimmer sein 😉

    Gerade erst kamen bei mir Unilever und BASF ins Depot, vor einigen Monaten waren mir beide zu teuer. Jetzt gibt es bei Unilever 3% und bei BASF sogar 5%(!!) Dividendenrendite. Wer da nicht kauft, weil er lieber noch was warten möchte umd dann 2€ weniger zu zahlen, ist selber schuld.

    Man kann sich auch zu Tode timen…

  69. toni

    Ich habe alles verkauft da Riesenverluste.
    Ich höre auf mit Aktien nehme einen Fondsmanager der mir das Geld verwaltet.
    10% Rendite auf sicher.

  70. fit und gesund

    @toni,

    nie nimmer nich mit Rendite 10% auf sicher, sicher ist gar nix! auch nicht mit Fondsmanager, ich habe selber aktiv verwaltete Fonds, auch da Minus und nicht zu knapp, aber ich habe Sparpläne und investiere jeden Monat was. Da Du ja schon verkauft hast, würd ich evtl. das Geld nun scheibchenweise via Sparpläne investieren, da am Besten einen Indexfonds oder aber einen wirklich erstklassigen Aktienfonds.

    ich überlege ob ich nun BASF oder lieber BAYER nehmen soll, hätt am Liebsten ja Beides hi hi…

  71. Christoph

    @ Zen: Sicherlich nicht.

    @ Toni: je nachdem welche Aktien es waren kann es weise oder zu panisch gewesen sein. Bei gemangten Fonds hast du aber auch hohe Gebühren. nehmen wir mal 3% p.a.

    Dann müsste der Fonds schon 5% Gewinn machen nur damit die Gebühr und die Inflation wieder drinn ist. Bei deinen anvisierten 10% müsste er 15% Gewinn machen.

    Wieso gehst Du nicht auf alte Schlachtschiffe wie Johnson & Johnson, Colgate, Coca Cola, P&G usw? Die haben teilweise Weltkriege, Ölkrisen, Wirtschaftskrisen usw überstanden.

    Ich selbst mache es wie fit und gesund aktuell. per Sparplan jeden Monat einige Aktien kaufen.

    Diesen Monat COca, Cola, Johnson, P&G, Boeing, Shell, AT&T, Walmart,Microsoft, Pepsi, General Electric

    Alles Schwergewichte.

     

    Ich habe zwar auch schon in andere EInzeltitel etwas größere Position normal gekauft aber bei den Sparplänen sind es teilweise kleine, teils ganz kleine Beträge.

    zB Coca Coa 230,–, Pepsi, 70,00, Walmart 60,00, P&G 220 usw.

    So erfreue mich mich jeden Monat über neue Käufe (was ich positiver finde als nur alle 3 Monate einen Einzeltitel zu kaufen). Dazu mache ich mich unabhängiger gegenüber den besten Zeitpunkt zu kaufen. So kaufe ich diesen Monat mehr Anteile, steigen die Kurse sind es ein paar weniger. Würde ich zb auf nächsten Monat warten hätte ich dann weniger Aktien im Depot wie mit der Verteilung.

    Dazu kann ich gleich mehrere Unternehmen kaufen.

    Ich bin mittlerweile auch da angelangt lieber selbst über mein Geld zu entscheiden anstatt das jemandem zu überlassen. Ich mache auch keine wilden Sachen mehr (hab ich auch schon gemacht und schön auf den A… gefallen)

    . bezüglich Verluste: Die jucken mich nicht solange es Dividende gibt.

  72. fit und gesund

    Zeninvestor scheint nur die Damen anzusprechen, aber ob ich da hin möchte? vielleicht doch etwas primitiv dann!

  73. Oliver

    @Christoph:

    Wie machst Du das denn mit den Kleinbeträgen und den Gebühren? Ich habe momentan bei der günstigsten Variante 5 $ Gebühren (Lynx), was wesentlich weniger ist als z.B. meine erste Depotbank Consors anbietet.

    Die Strategie mit dem regelmäßigen Kaufe von Dickschiffen finde ich sehr gut. Ich habe zu über 80% auch große Werte und mit dem Rest einige Nebenwerte.

    Walmart ist wie IBM für mich momentan von den Zukunftsaussichten etwas problematisch. Die Unternehmen sind zwar sehr stark und etabliert, aber ich denke, dass die gegenwärtige neue Ausrichtung, die sie anstreben, nicht ganz unproblematisch ist. Walmart erinnert mich so ein bisschen an Kaufhof- und Karstadt-Aktien. Die waren lange Jahre sehr gut und heute findet man sie nicht mehr. IBM ist eine andere Geschichte.

  74. ZEN Investor

    fit und gesund

    Nur die Damen?

    Bei mir gibt es übrigens alle 2 Wochen einen neuen Artikel. Dafür schön regelmässig übers ganze Jahr.

    Ich stelle dort meine Strategie und ein Musterdepot vor.

     

    So dann verabschiede ich mich dann mal von hier.

     

  75. ZEN Investor

    @Toni

    Ich garantiere dir 10% Gewinn nach Gebühren bei einer Anlage-Dauer von mindestens 5 Jahren (bis 31.12.2021), bei einem Investitionsstart vor dem 31.12.2016.

  76. Claus

    Es geht doch nichts über finanzstarke Großunternehmen, die es sich leisten können, auch in diesen stürmischen Börsentagen höhere Dividenden anzukündigen:

    Cisco + 24%
    Pepsi + 7,1%
    Heineken + 18%
    3M + 8%
    Novo Nordisk + 28% (habe ich noch nicht, warte auf „richtigen“ Einbruch
    Exxon + 6% !!!

    Immerhin sollen konstant bleiben:
    Total, Shell, Stryker, Commonwealth Bk. of. Australia, Omnicom.

    Ich freue mich über die teilweise deutlich erhöhten Dividendenzahlungen seit Januar und kaufe attraktive Titel neu hinzu oder stocke auf…

    @toni
    ich hoffe, Du hast nicht wirklich verkauft. Ich weiss zwar nicht, für welche Aktien Du Dich entschieden hast. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Du sehr weit unten verkauft hast, ist recht hoch. Vorausgesetzt, es waren“vernünftige“ Aktien, wirst Du Dich schon bald ärgern. Hier „mit der Herde“ zu laufen und zu verkaufen ist einer der größten Börsenfehler. Darum verdienen auch nur die „Hartgesottenen“ Geld. Die „Zittrigen“ sind die Verlierer und zahlen „die Zeche“. Hast Du Dir mal überlegt, dass bei Deinem Verkauf auf der anderen Seite ein Käufer stand, der Dir grinsend sehr gerne Deine Aktien für viel zu wenig Geld abgenommen hat? Wie lange mustest Du für den Verlust arbeiten?

    Ein Fondmanager ist auch keine sichere Lösung für 10% Gewinn. Hier ist nur eines sicher: 2-3% Gebühren p.a., die auch bei fallenden Kursen noch obendrauf kommen. Rechne mal nach, was Du da in 10, 20 oder 30 Jahren an Gebühren bezahlt hast… Ausserdem: Was soll der beste Fondmanager gerade jetzt tun, wenn massenhaft Anteilseigner Verkaufsorders einreichen und nicht genug Bargeld in den Fond eingezahlt wird? Obwohl er natürlich lieber KAUFEN würde, muss auch er jetzt VERKAUFEN, um die zittrigen Anteilseigner auszubezahlen…

     

  77. Christoph

    @Oliver

    ich zahle bei consors 1,5 auf die sparrate. dies macht natürlich nur bis zu einer gewissen Summe Sinn.

    natürlich wäre es günstiger2.000 Euro auf einmal in eine Aktie zu stecken als 10 mal 200. aber die eventuellen kursvorteile in den 10 Monaten machen das vielleicht wett.

    ja mit Walmart ist das so ne sache. ich glaube aber nicht das Lebensmittel zukünftig mehr im Internet als im laden gekauft werden.

    Walmart wird bei mir aber auch nur eine nebenposition. hautppositionen werden

    coca Cola,  procter, Johnson und Johnson, General Electric, cisco und Microsoft.

    da sind dann Konsum, täglicher bedarf, Gesundheit, Industrie und Technik drinne.

     

  78. ZEN Investor

    Christoph und Stefan

    Warum seit ihr so misslaunisch?

    Blubsch.

    Tim Timmer

    Danke. Bei mir wird’s halt gemütlicher als hier. Ich poste nur alle 2 Wochen und derzeit gehen keine Kommentare.

     

  79. Anna

    Also:  Mein Sohn meinte gestern es wäre doch bald März… Vor sieben Jahren wären die Kurse auch wieder gestiegen.

    Diese Überlegungen in Gottes Ohr oder wer dafür zuständig ist.

  80. Markus

    @Anna

    Sind doch nur Ziffern…

    Lebenspotentiale und Zeit sinnvoll zu nutzen… manchmal ist dass komplett unabhängig von Kontoständen.

    Ciao

  81. Pingback: Aus anderen Finanzblogs – KW 06/2015 u.a. mit Commerzbank, Paion, Barrick Gold, Manz, Apple, Goldpreis, - Kapitalmarktexperten.de

  82. Sebastian

    @ Crash Dummy

    Sag mal, was ist denn aus deinen Prognosen des vergangenen Spätsommers geworden? Der Todesoktober und so?

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