Bank of America will gebeutelten Hypothekenkunden helfen


New York, 26. März 2010

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Bank of America sendet nach Washington ein Signal des Entgegenkommens: Den zu hoch verschuldeten Hauseigentümern will die Bank helfen. Die Hypotheken sollen neu verhandelt werden. Mehr als eine Million Kunden sind bei der Bank of America (siehe Grafik der „New York Times“) in den vergangenen 60 Tagen nicht rechtzeitig ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. Die Kunden stehen entweder vor der Pleite oder sie sind einfach nicht mehr willens, die Kreditzinsen zu zahlen, weil der Wert der Hypothek den Wert des Hauses übersteigt. Viele Amerikaner resignieren in einer solchen Situation, stellen alle Zahlungen an die Bank ein und geben dem Gläubiger die Schlüssel zurück.
Der neue Plan der Bank of America sieht nun vor, diesen Kunden folgenden Deal vorzuschlagen: Ein Bürger schuldet dem Institut sagen wir einmal 300.000 Dollar. Der Wert des Hauses ist aber auf 250.000 Dollar gefallen. Es werden 50.000 Dollar auf ein Spezialkonto umgebucht und der Schuldner muss zunächst nur noch die 250.000 Dollar bedienen. Solange der Kunde brav jeden Monat seine Zahlungen auf die 250.000 Dollar leistet, entfallen jedes Jahr 10.000 Dollar der Restschulden auf dem Sonderkonto.
Ob das Angebot wirklich den Menschen hilft, ist fraglich. Schon in der Vergangenheit versuchten die Banken immer wieder, die Hypotheken neu zu verhandeln und den Kunden Teile der Schulden zu erlassen. Aber auch nach den Neuverhandlungen dauerte es oft nicht lange, dann kamen die Kunden wieder in Verzug. Ursache sind Arbeitslosigkeit, Gehaltskürzungen oder Kreditkartenschulden. Die „New York Times“ hatte am Donnerstag ausführlich berichtet.
Für mich bleiben die Bank of America und Citigroup auf dem aktuell ausgebombten Niveau ein Kauf (Kurs 17,74 bzw. 4,25 Dollar). Beide Geldhäuser werden momentan nur mit dem 0,78-fachen Buchwert taxiert, sprich notieren deutlich unter dem Eigenkapital.


tim schaefer (Author)

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