Dividenden-Könige sollten Sie in Krisen kaufen

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Kaufen Sie an der Börse Hausmannskost. Damit meine ich robuste Konzerne, die seit 25 Jahren ihre Dividende erhöht haben. Diese Aktien werden als Aristokraten bezeichnet. Sie sorgen für Stabilität in Ihrem Depot.

Wie legen Sie Ihr Geld am besten für den Ruhestand an? In Aktien. Langfristig. Sie sollten mindestens zehn Jahre Zeit haben. Besser sind 20 oder 30 Jahre. Oder länger. Greifen Sie entweder auf einen Indexfonds bzw. ETF zurück. Oder auf Aktien.

Ich finde langweilige Aktien mit schönen Dividenden sind ideal. Die Dividenden füllen stetig Ihre Kasse. Das führt dazu, dass Sie sich im Falle eines Börsencrashs trotzdem einigermaßen „wohlfühlen“ können. Denn zumindest die Dividenden sollten sprudeln. Das geht natürlich nur, wenn Sie großartige Dividendenzahler besitzen. Bärenstark sind zum Beispiel die sogenannten Aristokraten. Das sind robuste Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Ausschüttungen erhöht haben.

Wenn Sie diese Aktien-Könige besitzen, wird Ihr Ruhestandspolster bequemer, wenn Sie die Dividenden reinvestieren. So entsteht ein Schneeball, der zur Lawine mit den Dekaden wird.

Sinken die Kurse oder kommt es zum Crash, kaufen Sie einfach weitere Aktien hinzu. Ich habe herausgefunden, wenn Sie mit der Einstellung an die Sache gehen, dass Sie die Aktien nie mehr verkaufen wollen, sind Sie viel vorsichtiger, welche Wertpapiere Sie in Ihr Portfolio packen.

Ich habe die Grundeinstellung, dass ich meine Aktien nicht mehr verkaufen möchte. Es ist ein psychologischer Trick. Meine Aktien sollen an meine Nachfahren gehen. Wenn Sie diese Einstellung haben, ergibt sich ein unheimlicher Vorteil, den ich bemerkt habe: Sie reagieren nicht mehr emotional, wenn die Börse sinkt. Selbst ein Blutbad auf dem Börsenparkett ist Ihnen dann ziemlich egal. So geht es jedenfalls mir. Ich denke dann: „Mmmmhhhhhh. Was soll`s? Ist mir egal. Ich verkaufe die Wertpapiere eh nicht. Das wird schon wieder besser werden.“

Es gibt an der Börse keine funktionierende Strategie, mit der Sie schnell und sicher reich werden können.

Versuchen Sie meine Strategie. Ich folge nicht der Herde. Mein Depot ist die meiste Zeit inaktiv. Ganz wenige Zukäufe mache ich im Jahr. Verkäufe kommen nicht in Frage – egal, was mit einer Aktie passiert. Ich spare viele Monate erst Geld an. Wenn ich ausreichend angespart habe, überlege ich, welches Wertpapier Sinn machen würde. Am liebsten ist mir selbstverständlich ein Kurseinbruch, wenn ich ordere.

Durch die Bündelung des Cashs zahle ich weniger Gebühren für die Order. Ich habe eben nur wenige Orders im Jahr, die ich an einer Hand abzählen kann. Fehler mache ich selbstverständlich. Es ist beschämend. Daher ist eine Fokussierung auf Dividenden-Aristorkarten eine herrliche Sache, so sinkt das Risiko. Im Grunde macht das ja Warren Buffett. Dividenden spielen eine Rolle bei seiner Aktienauswahl.

Ich versuche dazu zu lernen. Den perfekten Zeitpunkt erwischen Sie im Grunde genommen nie. Wer das behauptet, der lügt sich selbst etwas vor.

Warum verlieren Leute ständig Geld an der Börse? Weil sie zum falschen Zeitpunkt einsteigen. Und weil sie keine Geduld haben. Wenn sich eine Aktie verdoppelt, verdreifacht oder vervierfacht hat, wollen sie die Leute kaufen. Dann steigt ihr Interesse. Sie werden schließlich gierig. Und fallen natürlich auf die Nase.

Ich mag die Strategie von John Templeton. Der legendäre Investmentfonds-Pionier mochte Krisen. Einer seiner Lieblingssprüche war:

„Trouble is Opportunity“

Diese Vorgehensweise verfolgt noch heute seine Nichte Lauren Templeton. Im Interview erklärte sie mir das.

Ich habe außerdem von Professor Roger Ibbotson viel gelernt. Er empfiehlt, langweilige Firmen zu kaufen. Und noch besser: Wenn eine langweilige Firma vorübergehend Probleme hat und deshalb unpopulär ist. Warum? Dann gibt es diese Aktie mit einem zusätzlichen Rabatt. Also bekommen Sie in den Genuss eines Rabatts (langweilige Firma) auf den Rabatt (interne Probleme).

Zum Schluss möchte ich betonen: Eine lange Haltedauer ist extrem wichtig. Es gibt an der Wall Street einen schönen Spruch, auf was es wirklich ankommt:

„Time in the market not timing the market.“

Kaufen Sie niemals komplizierte Finanzprodukte, die Sie nicht verstehen. Die ganze Zockerei lohnt sich nicht. Vergessen Sie das Spielkasino. Das funktioniert auf Dauer nicht. Es gibt unheimlich dumme Leute, die das nicht verstehen. Sie müssen tief in die Tasche greifen, was traurig ist.

Es ist wie Lottospielen. Ich schrieb schon oft darüber (hier und hier). Die Hälfte des Lottoeinsatzes landet in den Taschen des Staates. Es werden hier Träume verkauft. Die Leute machen sich falsche Hoffnungen.

*******************

Ich schreibe eine Value-Investing-Kolumne im „aktien“-Magazin. Eine kostenlose Probeausgabe können Sie hier anfordern: http://www.traderfox.de/aktienmagazin

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67 Kommentare
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Markus
7 Jahre zuvor

@Tim

Bei dem qualitativ hochwertigem Essen kannst Du gleich nochmal nen Batzen sparen. 😉 Sorry, ich konnte es mir nicht verkneifen.

Wieso sparst Du für “Deine” Kinder bei Deiner Lebenssituation???

Ich finde es zwar nobel seinen Kindern was zu hinterlassen, aber Sie sollten auch selbstständig was lernen und erschaffen können. Gewisse Fähigkeiten/Charaktereigenschaften sind schwer mit Geld aufzuwiegen.

Bin eher für Entnahmepläne als der Reichste auf dem Friedhof zu sein! Vorausgesetzt die Märkte spielen das Spiel weiter so, wie das letzte Jahrhundert…

Die Schuldenkrise ist nicht ausgestanden. Mann muss sich nur die Entkoppelung der Gewinne von den Reallöhnen der letzten Dekaden ansehen.

Wer soll die höhere Produktivität kaufen? Ach ja, Schulden machen. Wenn`s die privaten nicht mehr schaffen, dann springt halt ne Notenbank ein…

Frank
7 Jahre zuvor

Yum jetzt ein Kauf Tim?

Lars
7 Jahre zuvor

Hohe Dividende, die sprudelt. Und Probleme. Na dann mal ran an E.on und RWE. Noch ein bisschen garniert mit VW und K+S. Da kann die Dividende nur so spriessen vor Freude.

Sascha
7 Jahre zuvor

@Frank / Tim

Wer möchte nicht in so ein Unternehmen investieren, dass den Leuten Dreck und abgelaufenes Fleisch als Essen verkauft? Da schlägt das Aktionärsherz doch gleich höher.

Angenommen Du wüsstest, dass die Döner-Bude an der Ecke Gammelfleich verkauft und 10% weniger Umsatz gemacht hat als vorher. Jetzt bietet der Besitzer Ali Baba Dir Anteile an. Wäre das für Dich ein Geschäft, in das Du investieren würdest?

Svetlana
7 Jahre zuvor

Weiss jemand, wo man günstig Verlusttöpfe kaufen kann? Ich bräuchte noch einen fürs Wohnzimmer. Danke.

Markus
7 Jahre zuvor

@Tim

Als Symbol für eine Krise? 😉

Als Assetklasse waren Aktien (unter best. Bedingungen) so gut wie immer langfristig die beste Wahl.

Die Zukunft kennen wir nicht. Da hilft diese ganze Fabulieren, die “Rechthaberitis” und das gegenseitige Frotzeln hier wenig.

Ich denke nur, dass es keine gesunde Entwicklung ist und das System instabil macht, wenn die Reallöhne sich (auch in Amerika) seit Dekaden von den Gewinnen abkoppeln und so die “Nachfrageseite” wegbricht.

Wobei ganz objektiv gesehen, müsste man das weltweit betrachten.

Ric
7 Jahre zuvor

Hi Tim,

ein schöner Beitrag, sehr gut!

Wer in Dividendenaktien investiert, der wird langfristig gewinnen. Wer hingegen auf Entnahmepläne setzt, dem könnte es passieren, dass am Ende des Geldes noch zu viel Leben übrig ist…

Nicht ohne Grund sind in Griechenland seit beginn der Krise 2011 die Selbstmorde von Rentnern um 39% in die Höhe geschnellt. Auch bei uns entfallen 40% der Selbstmorde auf über 60 Jährige. Eine finanzielle Schieflage ist oft der Grund. Das will ich nicht erleben. Im Alter wird alles etwas schwieriger. Die Technik entwickelt sich an einem vorbei, man wird langsamer und hat vielleicht die ein oder andere Krankheit. Dann will ich mir wenigstens um das Geld keine Sorgen machen müssen.

Wie die alte Aktionärsregel schon sagt: “Dividende gut, alles gut”.

 

In diesem Sinne, viele Grüße

Ric

Lad
7 Jahre zuvor

“”Aktien. Langfristig. Sie sollten mindestens zehn Jahre Zeit haben. Besser sind 20 oder 30 Jahre. Oder länger.””

Besser bis zum Tod alle 12 bis 20 Aktien halten, falls die Firma nicht von Bankrott bedroht wird.

“” wird Ihr Ruhestandspolster bequemer, wenn Sie die Dividenden reinvestieren.””

Das ist falsch. Die Dividenden muss man verbrauchen. Das bis zum 65. Jahr investierte Kapital soll langsam von allein wachsen, aber die Dividenden z.B. 1000 Euro monatlich in 65. Jahr muss man zusammen mit 500 Rente verbrauchen, denn die Rente allein wird sehr niedrig, fall man kein Minister, Kanzler, Präsident oder Chef von DAX Konzern war.

Man braucht keine Aristokraten, keine Aktien Coca Cola, keine Aktien Nestlé, sondern lauter gute Aktien:

Markus
7 Jahre zuvor

@Ric

“Wer in Dividendenaktien investiert, der wird langfristig gewinnen. Wer hingegen auf Entnahmepläne setzt, dem könnte es passieren, dass am Ende des Geldes noch zu viel Leben übrig ist…”

Über die sehr pauschale Aussage würde ich persönlich aber nochmal nachdenken bzw. besser differenzieren.

Vali
7 Jahre zuvor

@Tim, super Artikel, genau nach meinem Geschmack! Nur der Leberkäse auf dem Foto fehlt, aber den denke ich mir dazu 😉

@Markus, du hast noch keine Kinder, oder? Wenn man Kinder bekommt – warme, hilflose, schreiende Bündel und erfährt/begreift, dass man ab jetzt bis zum eigenen Lebensende für diese Person die volle Verantwortung trägt, immer anwesend sein muss, praktisch die Zukunft dieses Wesens in den Händen hält, dann erlebt man einen Quantensprung im eigenen Ego. Plötzlich ist man selbst nicht die Hauptperson. Die ganze Welt ändert die Drehachse. Sie dreht sich jetzt ums Kind. Das kann man aber nicht erzählen, das muss man selbst erleben und erst dann kann man es begreifen.

Für mich ist es ein Genuss zu wissen, dass ich von der Dividende leben könnte und meine Kinder diese Sicherheit vererbt bekommen. Das ist für mich der übergeordnete Sinn dieses ganzen Sparens. Ich will mich selbst versorgen und meinen liebsten Menschen diese Sicherheit auch überlassen. Egal ob sie sie brauchen, nutzen usw. Das bedeutet nicht, dass ich die Erziehung, Bildung und Motivation bei meinen Kindern nicht fördere. Sie wollen es durchaus selbst zu etwas bringen, sie sind so motiviert, weil sie mich auch ein wenig als Vorbild sehen. Das ist großartig! Das ist sogar der Zinseszins der Liebe, der Schneeball der eigenen Motivation für die Kinder. Sie werden dann selbst noch besser – wollen jetzt schon von ihrem Taschengeld McDonald und CocaCola Aktien!, statt Süßigkeiten und chinesischer Plastik!

Ich wünsche dir auch bald soviel Glück 🙂

@Ric, deine Ansichten finde ich bewundernswert! Sehe ich genauso!

@Svetlana, nicht mehr Susi? Die Verlusttöpfe sind in der Loserecke, da wo sich Ben, Lad, Ali und die anderen Patienten tummeln, samt Zirkuspferd und Klassenkasper 😉  “wer bin ich und wenn ja wieviele

 

 

Lad
7 Jahre zuvor

BASF, BMW, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Royal Dutch Shell, Tesco, Sanofi, BHP Billiton, AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo.

Svetlana
7 Jahre zuvor

@Vali

Wohl etwas stutenbissig am frühen Morgen? Da musst Du mich aber verwechseln.

Von Dividenden leben? Du erzielst als schon netto 2000-2500 Euro Dividenden pro Monat?

Ben
7 Jahre zuvor

Bitte entschuldigt, Leute. Lad ist mal wieder ohne seine Tabletten zu nehmen an den Anstalts-PC gegangen.

Sonst hätte er natürlich gesehen, dass einige seiner Werte auch Dividenden-Aristokraten sind.

Das mit seinem Banken-Fetisch haben wir schon versucht medikamentös zu behandeln. Geht nicht. Das ist irgendein Kindheitstrauma, weil die Sparkasse am Weltspartag sein Sparschwein damals nicht annehmen wollte.

Susi
7 Jahre zuvor

Bei uns im örtlichen 1 Euro-Shop gibts keine Loserecke, Vali. Gibts die eventuell nur bei Euch im Käfer’s?

Ich habe mir dafür eine Klebebildchen-Album für Essensaktien gekauft. Und weisst Du was? Vorne ist sogar ein goldenes M drauf. Ist das nicht süss?

Ich bin ja eher der Heidi Klum Typ, aber meine Kinder, die essen jede Woche bei McDonald’s. Jetzt, wo die ja auch Bio-Fleisch haben, ist das noch gesünder für meine Kinder.

 

Alex
7 Jahre zuvor

Aus dem Beitrag folgt also: Kauft VW jetzt !!!

Heiko
7 Jahre zuvor

Ich habe die letzten Tage Cisco, Blackrock und JNJ sowie spekulativ K+S bei 23 gekauft. Erwarte eine kräftige Erholung der Märkte.

Die zahlen zwar auch alle eine Dividende, aber das ist nicht mein primäres Kaufkriterium.

Jetzt lasse ich erstmal Mr. Market seine Arbeit machen und schaue im Mai, was aus den Werten geworden ist. Bis dahin habe ich auch genug Cash, um nachzukaufen oder neue Werte zu kaufen.

 

Markus
7 Jahre zuvor

@Vali

Du hast meine Frage an Tim warum er bei seiner Lebenssituation “alle Aktien” für “seine” Kinder vererben will, anders interpretiert wie ich sie interpretiert habe…

Ob man Entnahmepläne jetzt mit 3-4 % fährt oder dasselbe mit 3-4% Dividende ist zwar nicht komplett 1:1, aber in gewisser Weise vergleichbar.

Entnahmeplan ist nicht gleich Entnahmeplan und die Zukunft kennt keiner! Ein breiter diversifiziertes Portfolio als nur Dividenden-Aktien wage ich zu behaupten, ist sogar stabiler. 😉

Diese emotionale Diskussion mit den Dividenden ist genauso eine Glaubensfrage wir aktiv vs. passiv, Aktien vs Fonds vs etf`s…

Bonduelle
7 Jahre zuvor

@Markus

Auch homosexuelle Paare können Kinder adoptieren. Ausserdem hat ja vielleicht einer der Partner ein Kind aus einer vorherigen Beziehung mit eingebracht.

Seit 2003 gilt Homosexualität in den USA auch nicht mehr als Krankheit oder verbotene Perversion – zumindest offiziell.

In Deutschland kann man sich aber noch auf Kassenrezept heilen lassen.

 

Markus
7 Jahre zuvor

@Vali

Nein, man hat nicht immer die volle Verantwortung für Kinder bis ans Lebensende…

Es ist durchaus auch häufig zu sehen, dass ab einem Gewissen Alter die Kinder Verantwortung für pflegebedürftige Eltern übernehmen müssen oder diese abschieben, weil sie “schöner” leben wollen.

Seltsamerweise beobachte ich (evtl. Vorurteil) dass Kinder, die nicht alles auf dem Silbertablet bekommen, oft mehr Verantwortungsbewusstsein (auch für Eltern) entwickeln.

@Bonduelle

Ich möchte nicht auf dem Intimleben anderer rumtrampeln!

Die Hürden für eine Adoption oder bei gleichgeschlechtlichen Eltern sind nicht gut für meine primitiven “Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen”. Auch bei “Sorgerechtszusprechungen” wird es wahrscheinlich komplex.

Ich frage nur nach, wenn manche Thesen unwahrscheinlich rüber kommen…

Mr. Braun
7 Jahre zuvor

@all

hat jemand Erfahrungen mit der Gebührenhöhe beim S-Broker, wenn man sich entscheidet seine Dividende direkt wieder zu Investieren, anstatt der Barauszahlung?

Bonduelle
7 Jahre zuvor

@Markus

Wir leben im 21. Jahrhundert. Das Thema mit einem “normalen” Paar zu hinterfragen, wäre ok, aber bei Gleichgeschlechtlichen würdest Du auf dem Intimleben rumtrampeln? Ich habe das Gefühl, dass ist eher Dein Problem.

Immer wieder erstaunlich, was sich im Netzt so findet.

Beim Finanzwesir schrieb heute jemand, dass er seine Mutter mietfrei in seiner Eigentumswohnung wohnen lassen würde. Und hebt das hervor als ob es eine Heldentat sein.  Ja Herrgottsakra, wo leben wir denn?

Bei Werten denken wohl viele nur noch in ökonomischen Dimensionen.

Die coolste Sau von n-tv
7 Jahre zuvor

Den Hype um Dividenden und die ganzen Blogs, die dazu aus dem Boden schiessen, kann ich nicht so ganz verstehen.

Das ist wohl was typisch deutsches, da es eine gewisse Sicherheit suggeriert. So wie Value. Es ist in meinen Augen ein Irrglaube, dass es reichen würde, auf vergangene Stärke und die damit verbundenen Parameter wie KBV und KGV nach dem Motto “je kleiner desto besser” zu schauen, um “Value-Aktien” zu identifizieren.

Aber es scheint ja auch Anleger zu geben, die völlig ohne Analyse Aktien kaufen. Einfach so nach Bauchgefühl und Gusto. Das ist brandgefährlich und kommt wohl eher dem Lottospielen gleich als dem Investieren. Wer das nicht kann oder will, sollte sich den Gefallen tun und lieber zu guten Fonds (ja, es gibt welche) oder ETFs greifen. Leider kommt dann bei so einigen diese Erkenntnis erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Dann “sitzt man es aus”.

7 Jahre zuvor

@Die coolste Sau von n-tv

“Leider kommt dann bei so einigen diese Erkenntnis erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Dann „sitzt man es aus“.”

Das wird auch gerne buy & hold genannt 😉

7 Jahre zuvor

@Die coolste Sau von n-tv,

“Den Hype um Dividenden und die ganzen Blogs,…”

Dieser “Hype” ist damit zu erklären, dass es eben ein Problem bei festverzinslichen Wertpapieren gibt. Früher hat man sein Geld “ordentlich” in Festgeld, Staatsanleihen, Bundesschatzbriefen usw. angelegt. Da hat man sich das ganze Jahr auf den Zinstermin gefreut, und mit der Frau geplant, was man damit anschafft. Das sind heute aber alles Minusgeschäfte, man verliert bereinigt Geld dabei. Wenn auch nicht nominal natürlich.

Das Dividendeneinkommen war früher eher das Geschäft der Reichen, die es sich leisten konnten Geld mit Firmenbeteiligungen zu riskieren, also die “Kapitalisten”.

Die Segnungen der heutigen Zeit haben es für “Hinz und Kunz” möglich gemacht, sich an diesem Geschäft mittels Mausklick zu beteiligen. Sozusagen eine Demokratisierung des Elitären.

Durch das Verschwinden der verlässlichen festverzinslichen Renditen (außer Junkbonds, verschiedene für Otto Normalo nicht zugängliche oder nicht verständliche Papiere wie amerikanische Preferreds oder Exchange Traded Debt o.ä.), rücken halt zwangsläufig die Dividenden ins Blickfeld. Aber das gibt es schon “ewig”. In Amerika hat das eine viel größere Tradition.

Bei den Amis gibt es ja aus dem Grund, um sich regelmäßig eine Rente mit Dividende zu basteln, eine ausgefeilte Industrie dazu. Da werden eben genau deswegen entsprechende Fonds mit Monatszahlung geschaffen, auch Einzeltitel mit monatlicher Zahlung. Das kommt eben langsam bei uns an. Und durch die Möglichkeit mit besseren Brokern daran zu partizipieren, wacht man auch hier langsam auf, und viele nutzen jetzt die Möglichkeiten.

Aber es gibt da kein Dogma oder Zwang. Man kann für sich ja selbst entscheiden was das Richtige ist. 😉

Gutes Gelingen und Take Share.

MS

PS.: Der “Dividend Hustler” sagt es immer mit verständlichen Worten (von @Tims Predigten natürlich mal abgesehen. Aber seine Einstellung ist für meine Vorstellung zu dogmatisch mit dem bedingungslosen Buy&Hold). Ohne Moos ist halt nix los:

“I don’t know much about life but I do know this:  Life is expensive.  Everything costs money.  You can’t just go to your bank and say, ” Can I pay my mortgage this month with Love?”  They’re tell you to go F yourself.  No joke.  So, bottom line is that Money is important.  You don’t need a ton of it but you do need a constant flow of it.  Income flowing in every month.  If you can’t work no more and so no labour = no money.  That’s why us Freedom Fighters are working on this path to build up our Passive Income.

 

Die coolste Sau von n-tv
7 Jahre zuvor

@Chris @Matthias Schneider

Danke für Eure Antworten.

Früher kaufte man Aktien (auch die oben zitierten “Reichen”, aber selbst meine “normalen” Eltern) eines Unternehmens, weil man von dessen Geschäftsmodell und Zukunftsaussichten überzeugt war oder weil man das Glück hatte als Mitarbeiter/-in an dem unternehmerischen Erfolg beteiligt zu werden. Selbstverständlich zahlte dann das Unternehmen eine Dividende und in Deutschland konnte man sogar auf die Hauptversammlung gehen und ein paar “Goodies” und Häppchen mitnehmen.

Heute kommt es mir so vor als ob einige zuerst die Dividende aussuchen und dann gehört halt zufällig ein Unternehmen dazu. Ich wage sogar in vielen Fällen zu bezweifeln, dass verstanden wird, was das Unternehmen überhaupt so macht, geschweige analysiert, wie die Geschäfte laufen, welche Strategie verfolgt wird, woher der Umsatz kommt, welche Einflussgrössen, Chancen/Risiken es gibt. Von ethischen und moralischen Aspekten ganz zu schweigen. Das sehe ich als Gefahr. Eine Gefahr, die gerne ausgeblendet wird, wenn die Börsen seit sechs Jahren haussieren und durch Notenbankeninterventionen nur eine Richtung kennen.

Es ist gut, eine Identifikation zum Unternehmen aufzubauen (=Unternehmensbteiligung und kein Zock), aber das ausschliesslich über ein Produkt zu machen, finde ich sehr gewagt (man frage aktuell mal die Audi-begeisterten VW-Aktionäre).

Natürlich macht eine Anlage in Qualitätswerte oder BlueChips Sinn. Aber nicht zu jedem Preis und nicht ohne die Risiken zu erwähnen.

In meinen Augen wäre es für 80-90% der Anleger am Besten, sich einen gut gemanagten Aktienfonds oder marktbreiten Bluechip-ETF  ins Depot zu legen und diesen dann langfristig zu besparen. Von mir aus auch zwei, wenn man sich dann besser fühlt. Und gut ist es!

Die wenigsten haben aber die Nerven und Geduld damit durch dick und dünn zu gehen. Eine schwere Weltkrise mit seiner Alterssicherung auszusitzen, schaffen nur sehr wenige Anleger mit guten Nerven und Erfahrung.

Wenn ich in Blogs lese, dass Kommentatoren von 30, 40 Jahren Haltedauer sprechen, die geplant ist, und bei jedem noch so schlimmen Crash Ruhe zu bewahren,  dann muss ich da leider schmunzeln. Erstens kommt im Leben alles anders und zweitens als man denkt.

7 Jahre zuvor

@Die coolste Sau von n-tv

ich kann Dir eigentlich nur zustimmen. Sehe ich auch so. Bedingungsloses Buy & Hold wäre für mich persönlich keine Option. ETFs habe ich genügend, und ich kaufe nur Firmen, die ich auch mag., bzw. nicht kalt abgekoppelt der Dividende wegen, und auch nicht zu jedem Preis. Allerdings schaue ich nur spartanisch in die Berichte. Das machen schon Heerscharen. Schön wäre, wenn man in die Berichte vor Veröffentlichung schauen könnte, das würde was nützen. 😉

MS

Vali
7 Jahre zuvor

Der Alleinunterhalter hat die Neidabteilung betreten, samt Patienten. Hier, die Dosis:  Ja, genauso hoch ist mein passives Einkommen. Dividenden mitgerechnet. Den Rest für mein Luxusleben muss ich noch dazuverdienen mit einem Traumjob! Macht dich das glücklicher?

@Markus, die Verantwortung für die Kinder ist ein Gefühl, ein Programm, das erst aktiviert wird, wenn sie da sind. Das bleibt für immer. Ist so! Ich weiß nicht, wie objektiv deine Beobachtungen sind, aber ein Verantwortungsbewusstsein entwickeln Kinder unabhängig vom Silbertablett – eher hat das was mit Liebe, Charakter  und Eltern-Kind-Beziehung  zu tun 🙂

@Matthias, danke, das hast du toll geschrieben!

@Chris & Cooler Wenn ich einen Dividendenaristokrat kaufe und ihn für immer behalte, nur am Cashflow verdiene, dann verdient die Bank nichts. Die 5 Euro, die ich für die reinvestierte Dividende und die Sparrate ausgebe sind einmalig.

Dividendendepots funktionieren ganz von allein, eigentlich eine Cashflowmaschine. Beim ETF und bei “guten” Fonds fällt immer eine Gebühr an. Dividendenaristokraten+Buy&Hold ist umsonst. Und da ich ja typisch deutsch bin, deshalb nur Dividende ohne Analyse… lasst doch die Leute investieren wie sie wollen… Oder seit ihr bereits Millionäre? Es gibt kein SUPER-Investment und jeder soll aber mit seinem glücklich sein!

 

Anna
7 Jahre zuvor

Endlich kommt wieder Sinn in die Diskussion. Ich habe schon gedacht, ich sollte meine Pharmawerte aufstocken…

@ Alex: Hast Du wenigsten Deinen eigenen Rat befolgt? Bei den VW-Stämmen war doch heute schwer was los. Jede Menge Umsatz.

@ coolste Sau von n-tv: Also, meine “Scheintoten” lasse ich liegen, manche sind schon wieder lebendig geworden, z.B. Nordex sah mal ziemlich schlecht aus. Ein Verkauf ist nur was fürs Auge oder die Statistik, das Geld ist eh weg.

Schönes Wochenende

 

 

Sven
7 Jahre zuvor

@Vali

Ich würde es Dir gönnen, aber ich glaube es Dir nicht.

Um 2.500 Euro pro Monat (30.000 Euro p.a.) müsste man bei einer super Durchschnittsrendite von 4% p.a., die Du nicht mit Qualitätsaktien erzielst, mindestens 1 Mio. in Aktien anlegen. Das hast Du ganz sicher nicht.

Eventuell rechnest Du da aber Deine Mieteinnahmen mit ein und faierweise müsste man davon die Kreditkosten und Nebenkosten + Rücklage abziehen.

Wie gesagt, ich gönne es Dir. Die nette Version von Dir, die hier manchmal schreibt, finde ich übrigens besser.

Absurder Patient
7 Jahre zuvor

Hahahahah @Vali bitte hör auf, ich habe schon Bauchschmerzen vor lachen. Das ist bajuwarisch-osteuropäische Realsatire. Genial! Das toppt selbst nicht der Seehofer oder Söder.

 

Hallo Tim,

Super Artikel, der genau meine Meinung wiederspiegelt. Mit Dividendenstarken Aktien ist es möglich sich einen Puffer gegen Kursverluste aufzubauen. Das macht es gerade für Privatanleger interessant,  weil sie sich nicht ständig um ihr Depot kümmern müssen.

Einen sehr wichtigen Satz habe ich auch in dem Artikel gefunden. Kaufe nicht was du nicht verstehst.  Daran sollten sich alle Privatanleger halten, was das Risiko auf Verluste stark reduziert.

 

Viele Grüße Klaus-Dieter

Sams1974
7 Jahre zuvor

Äh Sven, bei mir machen 4% aus 750 000,- 30 000,- ????

Was habe ich nicht verstanden. mfg

Mr. Braun
7 Jahre zuvor

@Sams

wegen der Abeltungsteuer.

4 % Brutto oder 3% netto sind auch bei Qualitätsaktien durchaus realistisch. Und Millionäre gibt’s es glaube ich mehr als man denkt …

Sams1974
7 Jahre zuvor

Achso Einkommensteuer = Kapitalertragssteuer, ich verstehe danke. Und weg

Patently Absurd
7 Jahre zuvor

@Die coolste Sau von n-tv

ich kann Dir ebenfalls nur zustimmen. Zwei Beispiele, warum das Ein-Parameter-System “Ich kauf die Aktie mit der höchsten Dividende und halte die für immer” gefährlich ist bzw. manchmal nicht immer sinnvoll ist:

A. E.On und RWE waren bis vor wenigen Jahren auch Dividendenaristokraten mit attraktiven Ausschüttungen. Wenn sich die politischen Rahmenbedingungen (hier Energiewende) ändern, dann kann dies Aristokraten gefährden.

Die Dividenden werden derzeit noch aus der Substanz ausgeschüttet. Dies geht auch nur eine Zeitlang, bis das Überleben des Unternehmens auf dem Spiel steht (unzureichende Rückstellungen für Endlager, siehe RWE derzeit). Danach ist der Spielraum für die Strategie erschöpft.

B. Bei Depotleichen (alias Verrecklinge) ist es eventuell interessant, die Beteiligungen aus steuerlichen Gründen zu verkaufen. In diesem Fall kann man das Finanzamt immerhin noch am Vermögensschaden beteiligen.

Dass der Verkauf unter diesem Gesichtspunkt unter Umständen sinnvoll sein kann, hat auch Benjamin Graham immer wieder geschrieben.

Aus psychologischen Gründen mag die Dividenden-Aristokraten-Sammlerei gewisse Reize haben, da man mit dem Cashflow protzen kann. Die Anlage-Philosophie hat jedoch mit Value-Investing nicht viel zu tun und wird auch langfristig nicht die gleichen Überrenditen erwirtschaften.

Vali
7 Jahre zuvor

@Anna, danke dir, das hast du so treffend formuliert! Wünsche dir viel Glück mit Nordex – ich finde die Firma gut, hoffentlich überrascht der Kurs positiv!

@Sven, schön nachgerechnet 😉 Ich möchte auch gern nett bleiben, allerdings platzt mir gelegentlich die Hutschnur hier mit dem Patienten/Svetlana/Lad/Ben/Susi und wahrscheinlich noch mehr, was mir teils sogar Angst macht… wahrscheinlich führt er Notizen, aber wie er auf 2000-2500 Euro Dividende kommt, weiß ich nicht. Er will mich provozieren, ich habe zurückgefaucht, sorry;-)

Daher kurz: ich habe hier bereits von 300 Euro monatlich Dividende aus Aktien geschrieben. Cashflow netto. Tatsächlich beläuft sich aber mein passives Einkommen aus Lizenzen/Gewinnbeteiligungen an eigens entworfenen Produkten auf die o.g. Summe. Immobilien rechne ich da noch nicht mal mit. Aber hier ein Video, das ich mag zur Motivation 🙂  Geheimnis der Reichen Übrigens sind alle Videos der Serie gut!

@Mr.Braun irgendwie konnte keiner hier deine Frage beantworten. Im S-Broker habe ich nichts. Soviel ich weiß, gibt es in Deutschland keine Broker, der Dividenden kostenlos reinvestiert. Falls jemand was genaueres weiß, lasse ich mich gern belehren 🙂

Euch ein entspanntes Wochenende! Nächstes Wochenende soll ja der berühmte CRASH kommen am 17.10. ! 😉

Patently Absurd
7 Jahre zuvor

Bei der DAB-Bank bezahlt man für die Reinvestition der Dividende  fast die normale Gebühr bzw. eine Gebühr, die an die für einen Aktiensparplan angepasst ist. Fazit: es lohnt sich nicht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei S-Broker günstiger ist. Lass dir lieber die Dividenden auszahlen, und wenn du genügend Cash angesammelt hast, kaufst du nach.

Es gibt ja auch meinem Wissen nach keinen steuerlichen Vorteil für die Dividendenreinvestition vs. Auszahlung.

Die coolste Sau von n-tv
7 Jahre zuvor

@Vali

“Dividendendepots funktionieren ganz von allein, eigentlich eine Cashflowmaschine. Beim ETF und bei „guten“ Fonds fällt immer eine Gebühr an. Dividendenaristokraten+Buy&Hold ist umsonst. Und da ich ja typisch deutsch bin, deshalb nur Dividende ohne Analyse… lasst doch die Leute investieren wie sie wollen… ”

Natürlich ist jeder für sein Tun verantwortlich. Auch bei der Geldanlage. Es fällt auf, dass Du Dich noch nicht mal mit den Argumenten auseinandersetzt.

Die Gebühren als “Totschlagargument” haben früher sicherlich zugetroffen, sind nun aber überholt und irrational in Zeiten von Kampfkonditionen für marktbreite ETFs. Eine einfache Recherche würde Dir das bestätigen.

Ein guter Handwerker kostet. Ebenso ein Koch oder Steuerberater. Kann man alles selbst machen. Hier würde keiner daran zweifeln, dass es dafür einer gewissen Grundfähigkeit bedarf.

Ganz ehrliche Frage, die Du auch nicht mir, sondern besser Dir beantworten solltest.

Hast Du Dir überhaupt schon mal die Mühe gemacht, Dein Ergebnis rein faktisch mit den von mir genannten Alternativen zu vergleichen, also einem “guten” Fonds oder einem marktbreiten ETF, um solche Aussagen zu treffen? Und das über einen vollen Marktzyklus (also nicht nur Hausse oder Baisse)? Morningstar und andere Anbieter erlauben sogar kostenfreie Backtests und Vergleiche seines Musterportfolios. Beides gibt es übrigens auch in der ausschüttenden Variante, so dass man auf seine geliebte Dividende nicht verzichten muss.

Du magst zu der 10% Ausnahme zählen. Vielleicht besitzt Du Nerven aus Stahl und bist in der Lage, alles um Dich herum auszublenden, wenn es eine ähnliche Marktphase wie 2008 gibt. Ich bleibe bei der These, dass 80-90% der Anleger mit den von mir genannten Alternativen am Ende besser abschneiden würden.

Das schliesst nicht aus, dass Anleger bereit sind aus emotionalen oder wie Patiently Absurd schreibt aus psychologischen Gründen bereit sind, freiwillig auf die Vorteile einer sinnvollen Diversifikation zu verzichten und eine Minderperformance inkl. höherem Risiko in Kauf zu nehmen.

Vali
7 Jahre zuvor

@Die coolste Sau von n-tv – den Nickname meinst du doch nicht ernst oder, und da möchtest du von mir dass ich ernsthaft auf deine Argumente eingehe 😉 ?!

Aber OK, Die coolste Sau von n-tv, ich habe mir noch nie die Mühe gemacht mein Ergebnis rein faktisch mit den von Dir genannten Alternativen zu vergleichen.

Ich bin glücklich mit meinen Investments! Sehr sogar! Ich bin nicht auf der Suche nach Alternativen, sondern habe bereits genau die Nische gefunden, die mir ruhige Nächte und starke Nerven erlaubt.

Dein Argument, dass 80-90% der Anleger, mit ETFs bei einer Krise/Crash besser abschneiden, weil sie die Nerven behalten, möchte ich nicht als Argument annehmen. Die ETFs sind doch jetzt beim Kursrutscht auch gefallen, oder? Warum sollte da der Privatanleger die Nerven besser behalten?

Und dein Argument, dass früher die Aktionäre zu Hauptversammlungen eingeladen worden sind, gilt auch für meine Strategie. MüRück, Allianz laden mich jedes Frühjahr ein und auch deshalb kaufe ich die Aktie und nicht ETFs, bei denen ich nicht immer weiß, was genau darin ist.

Und der Spaßfaktor eine Aktie zu besitzen, deren Produkt ich habe, im Depot auch ihren Namen zu lesen und gern genau von diesem Unternehmen und nicht von der Konkurrenz das Produkt erwerbe, gibt mir pers. ein Erlebnis beim Einkaufen, das ich noch nie zuvor hatte 🙂

Ich habe schon oft gesagt, dass mir ETFs zu unpersönlich sind. Aber vielleicht mische ich auch was darunter, demnächst im Depot. Damit ich auch mal ein ETF habe um wirklich mitreden zu können 😉 Mein Depot auf Indexfonds möchte ich aber jetzt nicht umstellen.   Ich mache es aber nicht so wie du, und kritisiere die Dividendenaristokraten und -Blogs, um dafür für die ETFs und Fonds zu werben. Fonds besitze ich auch, aber nur zwei, und die können auch fallen. Mehr langweilen mich.

Und dein Argument, dass Dividendenjäger nur Dividende kaufen, stimmt überhaupt nicht für die Allgemeinheit. Ich besitze weder alle Dividendenaristokraten, weil ich eben nicht alle Unternehmen mag und verstehe. Noch habe ich “nur” Dividendenwerte, weil Google z.B. noch gar keine zahlt. Aber ich habe mehrere Auswahlkriterien und wenn ein Aktie, sowie auch Matthias, einem guten Unternehmen gehört, das ich mag, versteh und kenne, eine gute, stetig steigende Dividende zahlt, und ich auch noch im täglichen Bedarf die Produkte kaufe, dann stehe ich dazu, auch wenn die Aktie fällt!

So, Die coolste Sau von n-tv, leben und leben lassen 🙂

Oliver
7 Jahre zuvor

@n-tv: Ich hoffe, Du verzeihst mir, dass ich deinen Namen nicht ausschreibe.

Es gibt so einige Leute wie Du, die meinen die Allgemeinheit mit den ETFs bekehren zu müssen. Die Für und Wider stehen inzwischen tausendfach im Web. Meines Erachtens ist es sowohl mit Einzelaktien als auch mit ETFs möglich, sehr erfolgreich am Markt zu investieren. Beide Seiten haben so ihre Tücken und ihre Vorteile. Einzeln möchte ich die nicht mehr aufführen, da ich sie selber schon episch in einem anderen Blog aufgezählt habe und ich auch keinen Sinn darin sehe.

Gut, Du hast dich also für einen ETF entschieden und als dein Anlagevehikel wirst Du es hoffentlich regelmäßig besparen. Das ist wirklich das wichtigste bei Investitionen: Tatsächlich investieren. Wenn ich mir den Artikel von Tim anschaue, weiß ich aber nicht wirklich, was deine ETF-Strategie dort zu suchen hat?? Hier geht es doch primär darum, große erfolgreiche bekannte Unternehmen in Zeiten zu kaufen, wo die Preise gerade günstig sind. Oder habe ich hier etwas missverstanden? Was diesen Punkt betrifft, bin ich mit Tim ganz einer Meinung. Wobei man immer noch ein Risiko hat, weil man nicht wirklich weiß, was tief ist. Ich habe durchaus Aktien, wo ich beim Einstieg dachte, die wären tief und der Markt hat mir in der Folgezeit vermittelt, dass das nicht wirklich der Fall war. Das geht übrigens mit ETFs genauso gut, auch wenn man ganz viele Unternehmen damit kauft. Und leider können die Biester genauso fallen wir Einzelaktien. Und es wird natürlich viele Leute geben, die ETFs genauso wie Aktien zu Unzeiten verkaufen. Man muß das erst lernen, das man nicht sonderlich aktiv sein sollte.

Für mich gibt es nur das Kriterium, eine Aktie zu verkaufen, wenn ich vom Geschäftsmodell des Unternehmens nicht mehr überzeugt bin. Das ist ein wesentlicher Unterschied ggü. Tim, wobei das nicht heißt, das er am Ende vielleicht doch erfolgreicher ist. Wer weiß? Was das Einzelwerte kaufen betrifft: Ich investiere prinzipiell nur in Sachen, von denen ich überzeugt bin. Das heißt, Unternehmen die gewissen Kriterien entsprechen. Dividenden sind zwar für einige Anleger unwichtig oder nur Nebensache, aber für mich durchaus ein wichtiger Eckpfeiler. Gerade in turbulenten Zeiten merkt man, dass Dividenden erstaunlich wenig nach unten verändert werden.

Jeder hat so seine Philosophie, was seine Geldanlagen betrifft. Letztendlich ist das aber nur für einen persönlich wesentlich, genau das zu tun, womit man denkt (glaubt), das richtige zu tun. Der wesentliche Unterschied in Foren wie hier ist, dass Leute schreiben, die zumindest über Investitionen nachdenken. Wie im richtigen Leben wird es welche geben, die erfolgreich sind und anderen, die das Geld am Ende doch besser in einen Mauritiusurlaub oder eine schöne Karre gesteckt hätten. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass Du jemanden, der hier die Einzelaktienstrategie fährt, mit deinen ETFs wirklich überzeugen wirst.

Ich habe mir mal so einen MCSI World ETF (A0RPWH) gekauft zu Vergleichszwecken. Bis jetzt kackt das Ding ggü. meinen Einzelwerten ziemlich ab. Vielleicht habe ich aber nur den falschen erwischt. Aber so zu investieren, wäre für mich absolut nichts. Da brauch ich dann doch ein bisschen mehr, gerade was die Motivation betrifft.

Mr. Braun
7 Jahre zuvor

ETFs sind nicht so risikolos wie viele, gerade Privatanleger, denken. Es gibt mittlerweile genügend Berichte im Netz, die die Gefahren gut beschreiben. Von synthetischen und gehebelten Produkten halte ich schon lang nichts mehr. In den meisten ETFs wird auch mit Derivaten und Futures jongliert. Gerade was die Liquidität angeht sehe ich hier Risiken, vorallem wenn man die enormen Zuwächse in dieser Anlageform betrachtet. Mich würde es nicht wundern wenn es irgendwann zu einem ähnlich Desaster kommt wie bei Lehman Brothers. Bei Zertifikaten hat man früher auch nicht wirklich auf das Emittentrusiko geachtet …

Da lobe ich mir mittlerweile doch die gute alte Aktie. Inzwischen bin ich wie Tim unterwegs, ich kaufe nur noch. Mindestens jedes Quartal eine neue Perle oder einen Nachkauf, allein durch den Dividendencash Flow. Bei größeren Rücksetzer werden die Cashreserven angezapft. Keine Kauf-Position ist größer als 5 % vom Depotvolumen, außerdem sollte keine Branche massiv Übergewichtet sein. Nach jahrelangem Powertraden ( ca. 5000 p.a) lebt es sich so wesentlich entspannter …

Wünsche aber allen viel Erfolg und Spaß bei ihren Strategien.

Ecckehard
7 Jahre zuvor

Um die Griechenland- und die Flüchtlingskrise zu finanzieren, droht demnächst eine Vermögensabgabe oder- und Zwangshypothek!

 

gruß Ecckehard

SkyHH
7 Jahre zuvor

Hehe Ecckehard,

das glaubst Du doch wohl selbst nicht! Aber schön einfach mal was zu schreiben ohne eine Quelle. Genau die Richtigen!

 

@ntv,

nach meiner Modellberechnung brauche ich nur einen Korb mit 100 Aktien die gut Branchendiversifiziert sind. Sollte sich ein Unternehmen vom Markt verabschieden, dann fangen die anderen 99 Dividendenzahler diese Lücke auf und geben mir Kapital für die nächste Investition. Ansonsten wird nachgekauft bzw. solange investiert bis meine Anzahl 100 erreicht wird. Somit setze ich mich gar nicht erst mit ETF´s auseinander, weil ich mir meinen eigenen baue und spare auch die minimale jährliche Gebühr.  Also ich brauche keine ETF´s, denn die Aktien haben mehr Charme!

Sobald ich die o.g. Anzahl erreicht habe, wird das Risiko sehr gering sein!

 

 

Die coolste Sau von n-tv
7 Jahre zuvor

@Vali & Oliver

Ihr habt leider überhaupt nichts verstanden. Es geht es doch nicht um ETFs oder dogmatische Positionierungen für bzw. gegen Aktien.

Aber bei “Spassfaktor” Aktie hört auch bei mir die Bereitschaft auf. Das Internet ist voll von guten Informationen. Es handelt sich nicht um ein Wissens- sondern Umsetzungsproblem.

Alles Gute!

Okto-Bär
7 Jahre zuvor

Jetzt wird es wieder “überraschend” bergab gehen an den Börsen. Ein Strohfeuer, um noch ein paar Schäfchen zum scheren in die Märkte zu locken.

Aus einem Newsletter:

Ertragreiches Zocken der Banken wiederum funktioniert besonders gut bei hoher Volatilität. Und da Banken und deren Analysten zugleich über die „Propaganda-Hoheit“ in den Medien verfügen und skrupellos die Märkte in ihrem Sinne manipulieren, sind sie auch in der Lage, ein Heer verunsicherter Anleger regelrecht „abzukochen“.

 

De Räuber
7 Jahre zuvor

Jedes Johr em Winter, wenn et widder schneit,
kütt dr Fastelovend un mir sin all bereit.
All de kölsche Jecke süht mr op dr Stroß,
selvs dr kleenste Panz de weeß
jetzt jeht es widder loss.

Denn wenn et Trömmelche jeht,
dann stonn mer all parat
un mer trecke durch die Stadt
un jeder hätt jesaat
Kölle Alaaf, Alaaf – Kölle Alaaf

Jo am 11.11. jeht dat Spillche loss,
denn dann weed dr Aap jemaht,
ejal wat et och koss.
De Oma jeht nom Pfandhaus,
versetzt et letzte Stöck
denn dr Fastelovend es für sie et jrößte Jlöck.

Denn wenn et Trömmelche jeht,
dann stonn mer all parat
un mer trecke durch die Stadt
un jeder hätt jesaat
Kölle Alaaf, Alaaf – Kölle Alaaf

Lad & Friends
7 Jahre zuvor

@Vali(ebt),

Dürfen wir Dich in unserem Buch erwähnen?

Beim Titel sind wir noch nicht so sicher.  Entweder “Aktienanlage für Dummies – wie man es nicht macht” oder eher was fürs Romantikerherz “Alles aus Liebe – wie mir meine Essensaktien das Herz gebrochen haben”.

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