Washington hat unserem Sohn 1.000 Dollar in sein neues Depot geschenkt. Lukas ist 3 Monate alt und hat schon einen ETF im Wert von 1.000 Dollar. Das ist ein super Start ins Leben, finde ich. So hilft man seinen Bürgern, Geld frühzeitig für sich arbeiten zu lassen, so dass man nicht mit leeren Taschen dasteht. So lernen Kinder und Jugendliche die Finanzmärkte kennen.
Das sogenannte Trump-Depot arbeitet steuerfrei, ich habe darüber schon im Blog geschrieben. Das Geld muss im Depot bleiben bis zur Volljährigkeit des Kindes. Eltern, Verwandte oder Freunde können bis zu 5.000 Dollar jedes Jahr ins Depot geben, dass sich dann steuerfrei vermehren kann.
Daneben haben die Amerikaner andere Depotformen, die das steuerbefreite Investieren erlauben. Etwa 529 Depot für Bildungsausgaben. Oder das 401(k) oder SEP IRA sowie Roth IRA für den Ruhestand.
In Deutschland tut sich endlich auch was, aber es ist zaghaft: Die Altersvorsorge soll auch hier steuerfrei über die Börse ermöglicht werden. Aber Berlin hat Dekaden geschlafen und stattdessen Gebührenmonster und Renditekiller Riester mit Milliardensummen bezuschusst. Es war grauenvoll zu sehen, wie die Politik in Sachen Altersvorsorge versagt hat.
Das ist das neue Depot für unser Baby Lukas



Kritik am Trump Konto: Hohe Bewertungen und Mag-7-Hype
Natürlich gibt es auch Kritik am neuen US-Baby-Depot: Eltern müssen das aktiv aufsetzen, sonst kommen sie nicht in den Genuss des Startguthabens bzw. der steuerfreien Verzinsung.
Etwa 60% der Amerikaner besitzen Aktien (deutlich mehr als die deutsche Bevölkerung Aktien besitzt). Dabei handelt es sich überwiegend um weiße Personen mit Hochschulabschluss und hohem Einkommen. Wir wissen: Der Aktienmarkt ist der Haupttreiber bei der Vermögensbildung. So werden gerade die Reichen immer reicher.
Die enorme Volatilität der Börse, die hohen Bewertungen und Dominanz der „Magnificent 7“ im S&P 500 lassen freilich einige zweifeln. Aber langfristig zahlt sich die Börse aus. Gerade für Babys ist das lukrativ. Der Aktienmarkt ist in den USA einer der stabilsten Wege zum Vermögensaufbau – gerade auf Sicht von Dekaden. Der S&P 500 erzielte in den letzten 30 Jahren eine Rendite von immerhin circa 10%. Und das Beste, was Neugeborene haben, ist eben Zeit, um Krisen bzw. Crashs auszusitzen. Es juckt sie auch nicht.
Die Frage, die sich stellt: Wie kann Washington helfen, denen zu helfen, die gar kein Vermögen haben? Hier können die Trump-Konten eine Chance sein, um die Vermögenslücke zu verringern. Aber die Eltern müssen eben die Initiative ergreifen. Und einige Milliardäre helfen bereits gerade ärmeren Familien.
Auch Arbeitgeber und Milliardäre füllen die Trump-Depots für Babys
Übrigens können nicht nur Familien, Bekannte und Freunde in das Trump-Depot einzahlen (maximal 5.000 Dollar im Jahr), sondern auch Arbeitgeber (bis zu 2.500 Euro pro Jahr und Mitarbeiter). Über 40 große Unternehmen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Auch haben Milliardäre wie Michel und Susan Dell zugesagt, Kindern in Postleitzahlgebieten zu helfen, die mittlere Familieneinkommen aufweisen. Ebenfalls sagte Hedgefondsguru Ray Dalio zu, Kindern in Connecticut zu helfen, um das Trump-Depot zu füllen.
Das nenne ich Zukunftsorientierung. Und das macht Hoffnung. Ich glaube, dass die Trump-Konten das Potenzial haben, Denken und Verhalten positiv zu verändern, selbst wenn Familien nicht oder nur wenig sparen. Es ist allein die Existenz dieser Depots im Haushalt. Dann fangen Menschen hoffentlich an, mehr über Geld nachzudenken.
Hier ist mein Video aus New York
In diesem neuen Live-Streaming-Video aus Manhattan gebe ich ein Update zur Wall Street: