Warren Buffetts Erfolgsstrategie


New York, 23. Juni 2016
Zwei Schweizer Schüler kamen nach New York, um mehr über die Wall Street zu erfahren. Sie schrieben für meinen Blog einen Gastbeitrag.

Zwei Schweizer Schüler kamen nach New York, um mehr über die Wall Street zu erfahren. Sie schrieben für meinen Blog einen Gastbeitrag.

Zwei Schüler aus der Schweiz haben mich im Finanzviertel besucht. Mischa Sperlich und David Luginbühl wollten alles mögliche über die Wall Street wissen. Sie arbeiten an einer Abschlussarbeit für ihr Gymnasium. Alle Fragen konnte ich leider nicht beantworten. Aber einige. Bevor ich beide traf, bat ich sie, eine kleine Hausaufgabe zu machen. Ich wollte wissen, wie die Strategie von Warren Buffett aussieht.

Hier ist die Hausaufgabe. Ich finde, sie ist wirklich gut gelungen. Die Schüler bringen es auf den Punkt:

Warren Buffett – der Weg zu seinem Reichtum

Er ist der drittreichste Mensch der Welt mit einem Vermögen von ungefähr 67 Milliarden Dollar. Doch mit welcher Strategie gelangte der 85-jahrige Investmentguru zu diesem Reichtum?

Warren Edward Buffett kam am 30. August 1930 in Nebraska zur Welt. Er ist Chief Executive Officer seiner eigenen Investment-Gesellschaft Berkshire Hathaway, deren Hauptaktionar er selbst mit einem Unternehmensanteil von knapp 19 Prozent ist.

Der 85-jahrige wird dem üblichen Bild eines Traders nicht unbedingt gerecht, da er auf langfristige Investments setzt. Sobald er Unternehmensanteile gekauft hat, behält er diese in den meisten Fällen jahrzehntelang in seinem Aktienportfolio. Beim Kauf achtet er viel mehr auf das Potential des Unternehmens als auf die Kursschwankungen der Aktie. Beispiele hierfür sind Coca-Cola, Procter & Gamble, Apple, Wells Fargo & Co. Damit fährt Buffett grosse Gewinne ein. Coca-Cola-Anteile  kaufte er beispielsweise für 1,3 Milliarden Dollar. Diese 400 Millionen Aktien haben heute einen Wert von rund 17 Milliarden Dollar, was einem Gewinn von über 1.300 Prozent entspricht.

Buffett achtet kaum auf Meinungen anderer Anleger, denn er kauft Anteile derjenigen Firmen, welche von vielen Marktteilnehmern als nicht lukrativ oder gar aussichtslos bewertet werden. Oftmals kauft er in Krisenzeiten, in denen die meisten Investoren Aktien abstossen oder sich gänzlich vom Aktienmarkt fernhalten und profitiert später vom Wiederanstieg des Aktienkurses. Buffett legt zudem grossen Wert darauf, allzeit informiert zu sein. Dafür liest er – wie er dies in einem Interview selbst konstatierte – täglich fünf bis sechs Stunden verschiedenste Zeitungen und andere informative Printmedien.

Mittels seines 1955 gegründeten Unternehmens Berkshire Hathaway kauft der Investmentguru oben erwähnte Unternehmensanteile aber auch Familienunternehmen, deren Führung weiterhin dem Management der jeweiligen Gesellschaft obliegt. Buffett hat demzufolge grosses Vertrauen in die von ihm sorgfaltig ausgewahlten Familienunternehmen sowie in deren Führung. Diese Strategie entpuppt sich als Erfolg, wie sein Vermögen zweifelsohne beweist.

Abschliessend kann festgehalten werden: Der Erfolg Buffetts ist auf seine aussergewöhnliche Anlagestrategie zurückzuführen, die dem womöglich erfolgreichsten Investoren aller Zeiten riesige Erträge beschert hat und dies auch noch immer tut. Womöglich sollten sich einige Händler überlegen, ebenfalls Warren Buffetts Strategie zu fahren, statt täglich zu kaufen und verkaufen. Denn der Milliardär beweist: Wer bei seinen Investments Geduld beweist, wird dafür belohnt.

Warren Buffett: Er schwimmt gegen den Strom. Wenn alle wegrennen, greift er zu. Er ist ein Schnäppchenjäger. Und privat ist er ein Pfennigfuchser. Besitzt er ein Asset (Aktie, Firma oder Immobilie), hat er eine enorme Geduld. Dekaden lang hält er seinen Lieblingen die Treue.

Warren Buffett: Er schwimmt gegen den Strom. Wenn alle wegrennen, greift er zu. Er ist ein Schnäppchenjäger. Und privat ist er ein Pfennigfuchser. Besitzt er ein Asset (Aktie, Firma oder Immobilie), hat er eine enorme Geduld. Dekaden lang hält er seinen Lieblingen die Treue.

Ich versuche schon lange Zeit das Erfolgsgeheimnis des Genies zu ergründen. Ich traf etliche Weggefährten des Milliardärs. Ich sprach mit seiner Freundin Carol Loomis. Sie überarbeitet für ihn seit Ewigkeiten die Geschäftsberichte. Loomis war lange Zeit Redakteurin beim Wirtschaftsmagazin „Fortune“. Das sagt sie über ihn:

Professor Lawrence Cunningham kennt Buffett gut. Mit ihm sprach ich über den Führungsstil des Börsenaltmeisters. Und über seine Familienkonzerne, die er zu 100 Prozent besitzt. Cunningham sieht ein großes Plus in Buffetts Führungsstil, der seinen Managern viel Spielraum lässt.

Schließlich sprach ich mit Fondsmanager Guy Spier, der mit Buffett schon in New York speiste. Spier ersteigerte für einen guten Zweck das alljährliche Mittagessen mit dem Star aus Omaha. Er verriet mir die Lebensweisheiten Buffetts.

Außerdem setzte ich mich mit Thomas Russo zusammen. Er verwaltet zwölf Milliarden Dollar nach den Prinzipien von Buffett. Er setzt vor allem auf traditionsreiche Familienkonzerne. Und auf Geduld. Russos Haltedauer ist die Ewigkeit. So kann sich der Zinseszins am besten entfalten. So kann er sich die Steuern auf die Kursgewinne sparen. Solange er keine Kursgewinne realisiert, sind sie nämlich steuerfrei. Er verdient auf diesem Weg mit steuerfreien Gewinnen immer neue Gewinne. Es ist der berühmte Schneeball, der ins Rollen kommt und zur Lawine wird. Viele Trader unterschätzen den Zinseszins. Nicht aber ein Vollprofi wie Russo. Das sagte mir Russo:

Wer Buffett in jungen Jahren begegnet ist, wusste, dass er schlau wie ein Fuchs ist. Er konnte sich Details merken, wie kaum ein anderer. Er war wie eine Bibliothek auf zwei Beinen. Wie ist das möglich? Buffett hat ein fotografisches Gedächtnis.

Der Geschäftsmann David Gottesman hatte das Glück Buffett in jungen Jahren zu treffen. Gottesman investierte in seine Firma und wurde Milliardär. Auch Journalistin Loomis steckte frühzeitig Geld in seine Berkshire-Hathaway-Aktie und wurde steinreich. Wer 1.000 Dollar vor 50 Jahren investierte, machte daraus zehn Millionen Dollar.

Sie sehen, die beiden Schüler haben genau die richtigen Punkte erfasst. Ich finde, gut ist Buffetts Value-Investing-Strategie in diesem Buch zusammengefasst: „Intelligent Investieren: Der Bestseller über die richtige Anlagestrategie„. Leider ist das Buch mit 40 Euro zu teuer. Das Buch brauchen Sie nicht kaufen. Ich würde es so sagen: Das Genie schwimmt immer gegen die Strömung. Er kauft gute Firmen in der Krise oder wenn sie von anderen nicht geschätzt werden. Krisen sind für ihn ein Freudenfest.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Warren Buffetts Erfolgsstrategie

  1. Joe

    Ich finde es toll das du den Jungs diese Gelegenheit geboten hast.
    Das werden die nie vergessen !
    Gruss aus Salzburg

  2. Duterte

    Sehr wichtig ist und lobenswert, dass die Jungs aus der Schweiz schon Warren Buffett richtig schreiben gelernt haben.
    Dagegen der Besitzer vom berühmtesten Aktien-Blog in Spanien „El monje paciente“ schreibt nach vielen Jahren Erfahrung mit Aktien immer noch falsch W.Buffet und schon verkauft er Investment-Kurse an die spanischen Kinder. Eine Frechheit. Er muss erst allein lernen, dass man W.Buffett schreibt und nicht Buffet.
    Doch die Jungs aus der Schweiz machen auch Fehler in ihrer Hausaufgabe:
    W.B. hat nicht nur 19%, sondern rund 30% der BRK-A Aktien.
    W.B. kaufte keine Apfel Aktien, sondern der Combs oder Weschler aus der BRK. Office kaufte sie. W.B. ist nicht so dumm, um die populäre und gehasste Aktie Apple zu kaufen.
    Gruss aus Pampanga

  3. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Moin!

    Das wird bitter heute. Asien -8%, für uns wird auch mit -8% gerechnet. GBP -10% zu USD. US-Futures limit down, usw. Gold +5%. Bin gespannt, ob der Handel überhaupt aufgenommen wird. Könnte mir eine Aussetzung vorstellen.

    MS

  4. Vali

    Guten Morgen! …nach dem Brexit…

    Leider wurden meine Befürchtungen wahr. Ich versuche heute was einzukaufen, falls es möglich ist. Wenn nicht, wird sich nächste Woche wieder die Gelegenheit höchstwahrscheinlich ergeben.

    Wer sind die nächsten? Wir oder die Italiener? 😉

    D.Trump freut sich, er hat ihnen zum Austritt geraten.

    PS: Die Jungs haben es super gemacht, Tim! Toll!

  5. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    der Kapitän geht traditionell als letzter von Bord, bzw. mit dem Schiff unter. Der Kapitän ist Deutschland. In Frankreich will die Le Pen ja auch (schon länger) ein Referendum.

    Netten Tag trotzdem.

    MS

  6. Christoph

    ich freue mich. BREXIT YES YES YES. Hoffentlich folgen noch andere und das Ende der EU kommt.

    Zurück zur EG und den Wirtschaftsabkommen. Weg mit den Regulierungen und Bevormundungen ex Brüssel!

    Zurück zu den Entscheidungen der Staaten.

    Allein schon dass der Sparkassenkunde hier für ne Bank in Griechenland jetzt mithaftet nee nee nee.

     

  7. Christoph

    @Vali: Dänemark und Niederlande sind die Nächsten die wohl ein Referendum machen werden. Danach sicher Italien und Frankreich.

  8. Max

    @Matthias Schneider: Sag das mal den Italienern. Da geht der Kapitän auch schonmal früher 🙂

     

    Wie ist den die allgemeine Meinung? Heute schon kaufen oder doch noch warten bis sich die ersten Wellen geglättet haben?

  9. Rainer Zufall

    Morgen zusammen,

    hatte ehrlich gesagt nicht mehr mit einem brexit gerechnet, nachdem die letzten Tage massiv auf einen Remain gewettet wurde. Bin jetzt aber froh, dass ich mich bisher komplett zurückgehalten habe.

    Werde es vermutlich wie Du machen, Vali, und schauen, dass ich kaufe. Bin nur noch nicht sicher wann, falls die Börse heute überhaupt offen hat, guter Punkt MS.

    Vlt heute falls möglich ein kleiner Betrag und dann die nächste Woche die nächsten Schritte? Was sind so die Meinungen der Sturmerprobten hier im Forum? MS? Claus? Slaze? usw.

  10. Rainer Zufall

    @ christoph: also auf das schengenabkommen möchte ich persönlich nicht verzichten. bin ganz froh, dass es das gibt. ich stand schon an der grenze libanon und syrien und durfte nicht weiterreisen. Da habe ich die freizügigkeit so richtig schätzen gelernt. Hoffe, dass das so bleibt. Aber über günstige Einstiegskurse freu ich mich auch 🙂

  11. Tobias F.

    Und ich Depp kaufe gestern meine US-Aktien! :-((( Reingefallen!

     

    Ich werde heute oder die Tage nachkaufen, und das ganze wirklich langfrisitg sehen. Die Aristokraten bleiben Aristokraten, langfristig sind die gut. Und wenn es 2-3 bittere Jahre werden, egal. Heute tut es weh. Depotwert von in 12 Stunden um 4000 Euro reduziert 🙁

  12. Christoph

    @Rainer Zufall: Also ich bin einfach optimistisch. Die EU Befürwortet speziell Politiker aus Brüssel malen ja immer das Horror Szenario an die wand.

    Ohne EU, kommen Wirtschaftskrisen, Krieg usw usw

    Ich denke, es wird ein Wirtschaftsabkommen mit England/GB kommen. Allein jedes 2. Auto kommt aus Deutschland. Da wird die Industrie soviel Druck machen, dass das kommen wird. Und das erste Schengenabkommen war 1985 also vor der EU.

    Somit könnte man die EG aufleben lassen. Mit GB, Deutschland, Italien, Frankreich und noch 2-4 anderen. Griechenland usw aber auf keinen Fall.

    Und Schengenabkommen könnte man auch weiter haben. Ob in der jetzigen Größe? ich denke auch hier sollte man leich zurückrudern. Siehe die Ostblockstaaten die da (siehe Flüchtlinge) sowieso nicht ganz so begeistert sind.

    GB und eventuell Niederlande usw sind zu wichtig, als das man da jetzt Zölle usw drauf knallen kann. DIe EU darf nur nicht den Fehler machen, aus trotz ein Exempel zu statuieren!

  13. Stefan

    So ein Tag so wunderschön wie heute! 😉

    Danke Ihr Briten 🙂

    Das ist eben gelebte Demokratie…kapieren die Festland-Europäer leider nicht!

    Sei froh Tim, dass Du überwiegend in den USA lebst!

  14. Christoph

    @Tobias F. Das passiert. Hätte auch andersrum laufen können.

    Ich selbst bin fast traurig wenn die Kurse sehr steigen, weil ich dann teuer nachkaufen muss ;o)

    Also freu dich, dass du ne bessere Rendite haben wirst.

    Wenn du bisher 2,8% hattest, hast du nun 3,2% zB. ist doch toll!

     

  15. Rainer Zufall

    @ christop, weiss was du meinst. dass gb jetzt rausgeht passt schon, hoffe nur nicht, dass es einen krassen schritt zurück zu komplett eigenständigen nationalstaaten gibt. aber ich versuche mir auch meinen optimismus zu bewahren 🙂

  16. Pommes

    Hallo zusammen,

    wollte mich auch mal wieder melden. Erst einmal besten Dank an euch beiden für die nette Ausarbeitung über Buffett, ich habe sie sehr gerne gelesen! Besten Dank natürlich auch an Tim für alles was du hier schreibst und das du damit eine Anlaufstelle geschaffen hast für Interessierte!

    Ja, das mit dem Brexit ist ja eingeschlagen wie  eine Bombe, erinnert etwas an den Absturz von Asien im letzten Sommer, ich werde heute wohl meine Quartalskäufe tätigen. Meine Vermutung ist, dass die Börse aufmacht, letztes Jahr in den Asia Blitzcrash konnte man auch alles an dem Tag handeln (zumindest in DE und die Sachen die mich interessierten).

    Ich wünsche allen schöne Schnäppchenjagd!

    Zur EU: ich kann vieles nachvollziehen und ich bin auch eher einer der wieder eine EG mit freiern Grenzen und guten Binnenmarkt möchte, anstatt einer All Inklusive EU (Wirtschaft und Politik auf gleicher Wellenlänge für 28 Staaten).  Trotzallem schwächt der Austritt die EU wirtschaftlich (und vor allem Deutschland), das ist bedauerlich. Die Zeit wird es zeigen wie es weiter geht, immer schön optimistisch bleiben ;).

  17. Fit und gesund

    Guten Morgen,

    nun sind die Tatsachen auf dem Tisch, das ist schonmal was! Aber dabei wird es evtl. nicht bleiben.

    Heute kauf ich noch nix, ich warte mal noch ab, so schnell wie die Kurse runtergehen kann ich kein Geld verdienen und ich muss mit Bedacht auswählen was ich kaufen werde, zumal da ja auch noch das Wechselkursrisiko ist.

    Irgendwann wird das auch Geschichte sein, ich habe die letzten beiden Crashs mitgemacht, es kommt schon wieder gut.

  18. Hilda

    @Tobias F.

     

    Sei froh, dass es keine britischen oder deutsche Aktien waren! Das kannst du jetzt langsam machen, aber lass dir Zeit, Stichwort: Spanien!

     

    Hilda

  19. tim timmer

    Na toll – bei Cortal Consors kann man sich aus technischen Gründen gerade nicht einloggen… 😀

     

     

  20. Christoph

    @Rainer Zufall: Also ich glaub nicht, dass es ohne EU eine Abschottung wie zu den Ostblock Zeiten gibt.

    Der Herr Hasselbom (Luxemburg) wünscht sich ja sogar die EU als eigenen Staat!

    Das wäre für mich der Horror. ich bin für Eigenständige Staaten, die Ihre Vielfalt behalten.

    @Pommes: Die Börsen sind offen, kannst also kaufen.

    Das kuriose ist ja, Wirtschaftlich schwächt der Austritt angeblich zumindest kurzfristig GB, EU eventuell.

    Aber politisch ist es genau andersrum, da GB im Sicherheitsrat sitzt und aussenpolitisch ein global Player ist.

    Egal  ob pro oder gegen EU. Ich finde es toll, dass endlich mal ein VOlk gefragt wurde ob man das will. Das hätte man viel früher tun sollen.

     

  21. Christoph

    @Tim Timmer: ich bin da auch. Also weiss nicht wie es dir geht, aber mich nervt die Bank mit dem schlechten Service. Gerad an so nem wichtigen Tag geht das gar nicht

  22. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Rainer Zufall,

    ich mache gar nix. Dazu ist es zu spät. Alles wird sich wieder einpegeln. Die Verhältnisse müssen sich neu finden. Das ist alles keine Katastrophe. Solange kein Asteroideneinschlag die Erde für Jahre verdunkelt, oder es einen neuen globalen Krieg gibt…

    Ich finde es bedauerlich, aber gefühlt haben die Briten eh nie dazu gehört. Jetzt können sie nicht mehr gegen die EU stänkern, jetzt ist alles eigenes Versagen. Ernüchterung wird folgen.

    Neulich sah ich mal einen Beitrag, dass die Briten mit Altersruhesitz in Spanien über den Verlust ihrer Niederlassungsfreiheit klagen. Da werden vielleicht billige Ferienimmobilien für uns frei. 😉

    MS

     

  23. Vali

    Ich kann auch nicht in die DAB:-(

    In der DKB ist mein Depot nicht verfügbar…ha 😉

    @Tobias F., Kopf hoch, das wird alles wieder. Bloss nichts verkaufen jetzt. Eher zukaufen 😉

    Vertrau keinem Buchmacher, der mit Geld manipulierbar ist. Auf Guidants stand vor einigen Tagen, dass die Buchmacher Wetten angenommen haben, und dass da viel zu viel Geld eingesetzt worden ist, dass entweder aus der Politik oder aus der Finanzbranche stammt. Also das haben nicht die Wähler selbst gemacht.

    In solchen entscheidenden Fällen ist es sicherer immer auf das Danach zu warten. Vorher ist alles Spekulation. Und auch wenn du mal die besten Kurse verpassen solltest, so ist dies leichter zu ertragen, als zu teuer eingekauft zu haben.

    @Matthias, ein Lächeln ist mir entronnen 😉 Gerade, weil wir jetzt wissen, dass wir im sinkenden Schiff sind…

    Mir tun die Osteuropäer leid, für die ist es heute noch schwärzer… die werden alleine das alles nicht schaffen. Sie sind absolut nicht wettbewerbsfähig ohne EU. Wollen wir einen armen Osten… wieder alle Grenzen zu? Die werden sich mit den Russen zusammentun. Mir graust davor.

    @Christoph, na ja, ob die nationalistischen Renter die sind, auf die wir unsere Zukunft aufbauen sollen?

    Gestern habe ich gelesen, dass eine blinde 93-jährige ins Wahllokal kam und fragte: „Which box for out?“ ;-)Genau sowas habe ich befürchtet. Die (radikalen) Renter machen die Wählerstimmen aus, ist hier auch so.

    Ich bin zwigespalten, aber optimistisch. Denn es heißt immer: Stolpern, aufstehen, Krone richten 😉 weitergehen!

  24. tim timmer

    @Christoph: Danke für den Tipp – leider funktioniert die auf meinem Telefon irgendwie nicht. Aber tatsächlich sehr schlecht, dass die das nicht gewuppt kriegen an so einem wichtigen Tag.

     

    Bezüglich der Volksabstimmungen bin ich sehr gespalten. Ich finde, dass das oft zu den vorgeblich leichten Lösungen führt und leider zu sehr viel populistischem Unsinn. Habe gerade schon ein Interview mit dem Brexit-Hauptbefürworter gesehen, da hat er quasi Teile seiner Werbekampagne zurück genommen mit einem „so war das ja nicht gemeint“. Da kommt dann glaube ich oft so emotionale Ergebnisse raus. Ich finde, dass die Verteilung wer wie gestimmt hat schon viel aussagt. Ich kenne haufenweise Deutsche, Holländer, Polen und Spanier in London, die halten das alle für eine Katastrophe für das United Kingdom. Und die halte ich eher für schlaue Leute, die das einschätzen können.

  25. tim timmer

    @Vali: Das finde ich auch faszinierend, dass die Osteuropäer so stark für die Nationalstaaten und gegen die EU sind und dabei ja nun wirklich maximal davon profitieren…

  26. Pommes

    @Vali, netter Spruch, wenns die alte Queen wäre (R.I.P.), würde noch nach der Krone richten noch ein bisschen Gin ins Glas kommen ;).

    Ansonsten sind wir wohl alle eine Leidensgemeinschaft, Börse offen, die Broker aber nicht verfügbar (zumindest habe ich mit der DKB das gleiche Problem wie Vali). Ja, man zahlt gerne für nicht verfügbare Leistungen.

  27. JJ

    Ich komme weder in mein Depot bei der DAB, noch kann ich bei Finanzen.net irgendwelche Einzelaktien aufrufen, scheinbar ist alles total überlastet. Und dabei freue ich mich schon seit Wochen darauf dass ich Diageo und National Grid im Fall des Falles günstig kaufen kann..

  28. Christoph

    Cameron tritt zurück!

     

    @Vali: Nun das mit dem Alt vs jung ist so ne Sache.

    Man könnte sagen, die Jungen sehen das große ganze und sind offener. Andererseits kann man sagen, die älteren kennen noch das Leben ohne EU.

    Dein Satz mit der blinden Oma verwirrt mich. Du willst sicher nicht, dass die nicht wählen darf oder?

    Die Frage ist ja, wieso schafft es die EU nicht das europäische Volk so zu informieren, dass das Volk der Meinung ist, EU ist toll

    Niederlande, Dänemark, Italien.. hier sind nach Umfragen die Menschen auch gegen die EU. Das kann ja kein Zufall sein, dass so eine große Unzufriedenheit herrscht. Die EU muss sich extrem wandeln um sich noch zu retten

  29. Mario

    Ich habe mir einen Depotauszug vor Bekanntgabe des Brexit gezogen und einen Weiteren nach bekanntwerden. Schon interessant wie die europäischen Kurse gefallen sind. Die Amerikaner gehen hingegen.

    Schöne Woche noch, ich verabschiede mich in den Urlaub. Kann also soieso nichts machen.

  30. tim timmer

    @Christoph:

    Vielleicht sind die Argumente für die EU komplexer als die Argumente dagegen und daher schwieriger zu verstehen. Und es ist halt auch einfacher etwas emotional schlecht zu machen, als es rational gut darzustellen.

    Schauen wir mal, was passiert – ich glaube nicht, dass es uns gut tut, wenn wir wieder anfangen Zölle einzuführen und Grenzen zu schließen. Ich schätze wir haben in meinem näheren Umfeld zehn Kollegen, die wir ohne die Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht hätten. Wo wir da deutschen Ersatz für her kriegen sollten ist mir völlig rätselhaft.

  31. Vali

    @Christoph, nein ich will keine alt-jung-Diskussion. 30% haben gar nicht gewählt. Aber egal, „its done“, wir müssen das beste daraus machen 🙂

    @Tim timmer, im Osten regiert auch viel Dummheit und in der Presse steht wieviel die in die EU einzahlen und dauernd Schlagzeilen welches Projekt die EU nicht mitfinanzieren will. Also, nur Blödsinn!

    Die Dummen radikalisieren sich und gehen wählen. Der Rest arbeitet, bildet sich und zieht ins Ausland  (like me;-)

    Die Medien sind oft mit schuld, weil nur Schlechtes sich so gut verkauft, deshalb ist Allgemeinbildung, Finanzbildung, Motivation so wichtig…

  32. tim timmer

    @Vali:

    Irgendwie haben die auch alle vergessen, wie es damals war in den Ostblockstatten, ich war 94 mal in Tschechien, Rumänien, Polen und Bulgarien und das war damals alles noch so verrückt grau und kaputt und runtergekommen. Aber irgendwie haben die das alle vergessen. Genauso, wenn von der Meinungsfreiheit in der DDR geschwärmt wird…

  33. O.T.

    Die EU ist tatsächlich nur für die Anhänger eines Großeuropäischen Reiches gut, für die Deutschen vor allem (und einige versprengte Luxemburger), da können sie so richtig ihre Macht ausüben.

    Merkel holt Millionen Flüchtlinge, dann wird sie von den anderen Ländern, vor allem den Osteuropäern ausgestoppt, in dem sie einfach die Grenzen zumachen. Und nun sollen diese Osteuropäer die Flüchtlinge von den Deutschen übernehmen, ernsthaft? So können nur Deutsche ticken – was da gestern bei Illner und Markus Lanz an Meinungen von den Deutschen so rausgehauen wurde – unglaublich!

    Gratulation GB – ich hoffe die Hoffnungen von Christoph gehen auf! Ich hoffe ist kommt wieder zur selbstbewussten Nationalstaaten, obwohl ich zumindest für Österreich schwarz sehe. Da stellt sich der Sozialist Kern wieder an die Seite Merkels und fordert die Briten auf in der EU zu bleiben …

    Für den Zerfall der EU bin ich gerne bereit 20% meines Depots oder mehr aufzugeben.

     

  34. Christoph

    Tim Timmer: Soweit ich das mitbekommen habe sind die Brexit Anhänger nicht gegen Zuwanderung. Aber sie wollen sich nicht vorschreiben lassen wen sie nehmen. Wenn ein Arzt aus Neuseland besser als ein Arzt aus Spanien ist, man aber nicht den aus Neuseland nehmen darf, kann ich verstehen dass das Land sagt das tut uns nicht gut.

    Ich bin ja sowieso für ein Einwanderungsgesetz für uns wie in Kanada oder Australien.

     

    Wenn das mit den Zöllen kommen würde, wäre es wirklich schlecht. Aber das passiert nicht. Der neue IFO Chef sagt auch, es muss ein Freihandelsabkommen mit GB getroffen werden. Deutschland wäre ja dumm wenn man das nicht machen würde.

  35. Oliver

    Jetzt ist also der Brexit da und die Kurse fallen. Im Grunde bin ich positiv überrascht, dass die Engländer so entschieden haben. Endlich bekommen die EU-Bürokraten mit, dass doch nicht alles so chic ist, wie sie meinen. Wir haben meiner Ansicht nach großen Handlungsbedarf, diese EU zu reformieren und wieder für die Bürger attraktiv zu machen. Schafft die EU das nicht, werden andere austreten und man muß dann wieder versuchen, auf einer kleineren Ebene mit weniger Partnern neue Verträge aufzubauen. Diese Bevormundungen und ständigen Vertragsverletzungen sind für die Menschen auf Dauer nicht zumutbar. Man merkt, dass ich insgeheim gehofft habe, dass die Engländer sich so entscheiden, obwohl ich nicht daran geglaubt habe.

    Die Frage momentan ist: Wie reagiert man persönlich auf die Kurseinbrüche und nutzt man den Einbruch für Käufe? Ich persönlich habe mich heute entschieden, nichts zu machen. Wir haben einen tiefen Einbruch und sind jetzt etwa 3% wieder über den Tiefstständen von heute morgen. Persönlich bin ich aber der Meinung, das man noch keine Tendenz sehen kann, wie es weitergeht. Kann sein, wenn sich die Leute vom Schock erholt haben, das wieder viele einsteigen. Kann aber sein, das wir nur eine temporäre Gegenbewegung haben und die nächste Zeit die Kurse eher verhalten reagieren. Ich tendiere zu dieser Ansicht und werde im Juni inaktiv bleiben. Damit kann ich natürlich ganz falsch liegen, aber wenn ich nichts mache, habe ich nur einen entgangenen Kursgewinn. Verkaufen werde ich nichts. Ich wünsche allen viel Glück, die heute die Kurse für Zukäufe nutzen. Letztendlich ist doch das eine oder andere Schnäppchen dabei. Vielleicht ein paar UK-Aktien? Das wäre für mich eine Option im Juli.

  36. Markus

     

    @O.T.

    „Für den Zerfall der EU bin ich gerne bereit 20% meines Depots oder mehr aufzugeben.“

    Deine andersartigen Thesen (evtl. der gewünschten Provokation geschuldet) sind nicht rational.

  37. Claus

    Brexit, und nun??

    wir müsses es akzeptieren, so unangenehm es für unsere Depots erst einmal ist.

    Hier ist auch wieder mal sehr viel Psychologie und Angst vor dem Ungewissen im Spiel. Eigentlich gute Kaufbedingungen.

    Man sollte überlegen, was der Brexit für „unsere“ Unternehmen bedeutet. Gibt es vielleicht sogar Vorteile?

    Das Brit. Pfund wertet deutlich ab. Hierdurch werden die Produkte brit. Firmen im Ausland günstiger, was zu höheren Exportraten führen könnte. Im Ausland erzielte Umsätze führen beim Wechsel in Pfund zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Das könnte die Kurse von BAT, Reckitt B. u.s.w. zukünftig deutlich steigen lassen.

    Ich werde am Wochenende in aller Ruhe prüfen, ob und wenn ja, wo ich nächste Woche zuschlage.

    Das Wichtigste: Ruhe bewahren, nichts Unüberlegtes tun, erst recht keine Verkäufe! Panik ist ein schlechter und meist sehr teurer Ratgeber…

     

  38. O.T.

    @Markus

    Es sind keine Thesen und keine Provokation, es ist meine Meinung.

    Jeder kleine EU-Beamtenarsch fühlt sich berufen Seilbahngesetze für Lissabon zu erlassen, oder auch dem italienischen Restaurant vorzuschreiben wie das Olivenöl auszusehen hat, welches auf den Tisch kommt.

    Die wirklichen Großeuropäer wie Merkel, Schultz & Co wollen die anderen Ländern für ihre Fehler büßen lassen, die Kölner Vergewaltiger wollen sie auf die osteuropäischen Ländern aufteilen, nur weg aus Deutschland, denn sie wissen das sie so nicht wiedergewählt werden.

  39. Vali

    Ich habe es jetzt geschafft über die DKB 30 Stk. Imperial Tobacco Brands (mit Davidoff drin;) zu bestellen. Mein Depot sieht erstaunlich gut aus, ich bin weiter zuversichtlich.

    Die DAB geht immer noch nicht, aber ich schaue dort nächste Woche rein.

    Ich hoffe, dass in Brüssel sich jetzt was bewegt und wir besser und europäischer, nicht bürokratischer zusammen weiter arbeiten. Ich hoffe, die EU bleibt stark!

    Sonnige Grüße allen und viel Glück bei der Schnäppchenjagd 🙂

  40. Christoph

    @Oliver: Sehe ich ganz genauso. Toller Kommentar.

     

    Gestern war bei Illner Herr Öttinger. Alle dachten es gibt keinen Brexit.  wurde gefragt was die EU tun muss um die Bürger wieder mitzunehmen. Es kam: Mehr Job schaffen durch mehr Investition in Infrastruktur, Bildung und Forschung.

     

    Also das die Menschen solche Phrasen nicht mehr hören wollen ist echt verständlich.

     

    Ich bin frohen Mutes auf a) Die EU ändert sich wirklich oder b) Mehr Staaten austreten, die EU zerfällt, Rückkehr zu r EG mit 6-8 starken Ländern und kleineres Schengenabkommen. Denn wenn man ehrlich ist, das jetzige Europa mißtraut sich doch selbst. Daher sollte man den Staaten mehr Freiheit wieder geben damit das miteinander besser wird

  41. Markus

    @O.T.

    Sorry, diese Meinung und dieser Wortschatz ist mir zu emotional und zu wenig rational geprägt.

    Ebenso wie Deine Meinung, dass Du Steuerhinterziehung schon mal hier stark befürwortest hast…

    Wenn Du mit dieser Weltsicht glücklich und zufrieden als soziales Wesen leben kannst, ok…

    Ich halte es für sehr erstaunlich (positiv formuliert)… 😉

  42. Markus

    @Christoph

    „Mehr Job schaffen durch mehr Investition in Infrastruktur, Bildung und Forschung.

    Also das die Menschen solche Phrasen nicht mehr hören wollen ist echt verständlich.“

    Was ist an den Phrasen schlecht?

    Die selbe Argumentation bringst Du doch auch, wenn Du Dich an Produktivkapital beteiligst.

  43. tim timmer

    Ich bin gespannt, wie das so wird, wenn die „selbstbewussten Nationalstaaten“ miteinander verhandeln. Ob das dann so schön wird, wie gerade mit der Türkei die Verhandlungen?  Für mich klingt das alles sehr nach einem Gegeneinander statt eines Miteinanders.

    Da fängt dann der erste an, einen bestimmten Schutzzoll einzuführen für irgendein Produkt, der nächste streicht die Arbeitnehmerfreizügigkeit für die Osteuropäer und dann schaukelt sich das langsam so hoch.

    Kann natürlich sein, dass es uns dann besser geht, kann aber auch sein, dass es uns dann deutlich schlechter geht. Ich hab halt irgendwie die Erfahrung gemacht, dass ein Miteinander eher besser ist…

  44. Christoph

    @Markus: Natürlich ist das alles richtig. Aber das weiß doch wirklich jeder. Anstatt zu sagen was die EU Behörde ändern will kam sowas.

    Denn sowas kann auch Berlin, paris, Madrid usw selbst tun.

    Alternativ könnte die EU sagen. Wir planen jetzt das und das. Also Netzausbau, Digitalisierung wird zb mit Summe X gefördert wenn das und das getan wird.

    Mir geht es zumindest so, dass ich einen Plan mit Detaisl hören will. Ebenso bei der nächsten Bundestagswahl. Da sollen die sagen wir wollen dies und das tun. Und zwar so….

    Ebenso müsste die EU sagen, wir nehmen die Haftung der Bürger für andere EU Bürger zurück usw usw.

     

    Einfach nur sagen man muss Jobs durch Investionen schaffen ist einfach zu wenig.

  45. Christoph

    @Tim: Aber derzeit haben wir doch ein Gegeneinander. Bei Griechenland sagte Deutschland das wird so und so gemacht. Bei den Flüchtlingen hat auch nichts geklappt.

    Türkei ist für mich sowieso ein NOGO für EU. Die haben nur einen Zipfel in Europa und kulturell und gedanklich haben die keine europäischen Gemeinsamkeiten.

    Auch das Frau Merkel quasi im Alleingang mit erdogan diesen Deal ausgehandelt hat.. nee nee nee

    Selbst Sarkozy sagt, man hätte Merkel nie allein mit Erdogan verhandeln lassen dürfen.

    Die EU sagt aber natürlich dass wurde im Parlament verabschiedet.. Wer es glaubt…

    Gerade die Osteuropäer schotten sich doch schon ab wegen den Flüchtlingen.

  46. Mario

    Einen Brexit hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten. Da dürfte es die nächsten Tage noch sehr volatil zugehen und es gibt bestimmt noch die ein oder andere Einstiegsgelegenheit. Auf meiner Kaufliste standen heute morgen Unilever und British A. Tobacco. Beide hatte ich noch schon lange auf meiner Liste und heute bot sich endlich eine tolle Gelegenheit.

    Heute mittag werde ich evt. noch ein paar amerikanische Standardwerte (PG,PSX,JNJ,WFC,KO) aufstocken. Cash ist noch ein wenig vorhanden.

  47. Jan

    Ist denn groß etwas passiert? Zum jetzigen Zeitpunkt stehen wir genau da, wo wir vor 2 Wochen auch waren. In meinen Augen muss es noch deutlich weiter herunterkommen um in einen Kaufrausch zu verfallen.

  48. Markus

    @Christoph

    Es ist richtig, dass Phrasen alleine nicht helfen.

    Umsetzung und die Kommunikation hat natürlich einen deutlichen Verbesserungsbedarf. Ist einfach gesagt, aber in der Umsetzung deutlich komplexer.

    Wenn Du dir die Auswertungen der Wahl in GB anschaust http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-die-ergebnisse-in-einer-karte-a-1099133.html dann hat die Aussage von Vali mit den älteren/jüngeren & gebildet und ungebildet durchaus ein wenig einen wahren Kern…

    Bin gespannt, was die Schotten machen…

    Im Endeffekt wegen der paar Prozent jetzt hier das große Kaufen zu proklamieren…. die meisten werden sicherlich keine riesige Liquidität im Verhältnis zu einem 6stelligen Depot haben… ein paar k… ist eigentlich ohne Aussagekraft.

  49. Tobias F.

    HEute morgen um 07:00 Uhr wurden meine USA WErte alle mit 7 – 8 % im Minus gehandelt. Jetzt wieder alles gut, kaum Bewegung. Was ich heute u.a. gelernt habe: der außerbörsliche HAndel ist ein Witz und höchstens ein grober Indikator.

  50. Anna

    Ne, ne, nicht mal auf die britischen Buchmacher ist Verlass..! Nun, wir müssen da durch. Ob der Brexit richtig ist? Wir werden sehen. Brüssel brauchte vielleicht auch mal eine „vor’n Latz“.

    Mein Depot zeigt nur ein Minus von 2,8 %. Das ist der Vorteil eines US-lastigen Depots. Ich werde die Füße ruhig halten und abwarten. Ansonsten gebe ich Jan recht. Der gleiche Stand wie vor 2 Wochen.

  51. tim timmer

    @Christoph:

    Da hast du recht, das ist jetzt schon viel gegeneinander. Ob das besser wird in einem Europa der „selbstbewussten Nationalstaaten“, wenn das so Nationalstaaten werden wie die Türkei?

    Kommt mir zumindest nicht besonders plausibel vor.

    Und wie dann das Auftreten gegenüber China/Indien und den USA aussehen wird, wird man sehen…

     

  52. Christoph

    @Markus: ja das mit dem großen Cash zum einsteigen, zumindest bei mir ist es nicht vorhanden.

    Habe oft gehört, die ungebildeten Voten für brexit. Ich finde das schon sehr arrogant und heftig. Denn immer wenn es für die Etablierten nicht so läuft sagen diese: Ja die Dummen die wählen den Brexit, die AFD usw.

    Aber vielleicht ist es auch andersrum? Das die nicht so schlauen sich nicht mit Dingen auseinander setzen und eine eigene Meinung bilden. Aber die schlauen Infos sammeln und dann vielleicht auch ne andere Meinung haben und so handeln.

    Das Nazis Vollpfosten sind, ist aber wirklich so, da braucht man ja nicht drüber sprechen.

    Aber nehmen wir die AFD. Da sagen die partein: Das sind alles Rechte. Aber die Mehrheit sind aus der Mitte, die sich mit den etablierten Partein nicht wohl fühlen. Anstatt über sich selbst nachzudenken was vielleicht falsch gemacht wird sagt man: die sind rechts, die sind dumm.

     

    In GB werden jetzt Unterschriften für eine zweite Abstimmung gesammelt. Geht’s noch? Ist das Demokratie? ich wähle solange bis das Ergebnis passt?

    Andersrum wäre der Aufschrei sicher groß, wenn der Brexit nicht wäre, die Anhänger aber nochmal wählen wollen.

  53. tim timmer

    Ich glaube, dass das hier sehr typisch ist – die, die am meisten davon profitieren sind dagegen, weil sie es gar nicht merken, wie sie davon profitieren.

    Eigentlich genauso wie man es erwartet…

    Brexiting yourself in the foot

     

     

  54. tim timmer

    @Christoph: Du hast recht, dass das immer ein bisschen arrogant wirkt, aber wenn du dir so Interviews mit Fischern aus Südengland anhörst, hast du schon das Gefühl, dass die EU abgelehnt wird, weil man ohne die EU wieder in den glorreichen Tagen landet, als UK das industrialisierteste Land der Welt war und dass die Industrie ohne die EU wieder zurück kommt und alles total schön wird…

    Das kommt mir dann oft sehr naiv vor.

  55. Tom

    Ohje ein Brexit. Hat leider nicht der Kurssturz gebracht den ich gedacht hatte.
    Verkaufen und dann tiefer einsteigen ist vieleicht gut. Vielleicht gehts ja Montag wieder rauf. Oder ich behalt mein momentanes Depot, kaufe nicht nach und mach damit nur wenig Verluste. Irre machen mich solche Gedanken!
    Schade hab ich mein Geld vor 2 Monaten verschleudert.
    Nun habe ich kaum Kapital zum nachkaufen.

    Ohje mein Depot schon tief geschrumpft mein Bankberater hat mir geraten ich solle verkaufen. Er hatte wohl doch Recht!! Mein Herz!!!!
    Auch die Ganzen Spezialisten auf den Webs hattenRecht !!
    Hilfe!!!!

  56. Christoph

    @Tim: stimmt. Für die Pro EU war es natürlich auch nicht so leicht. Die Brexitler konnten sagen: Das und jenes wird besser.

    Die Pro EUler konnten nur sagen: Es bleibt alles beim alten.

    Natürlich war früher nicht alles besser. Aber so wie es jetzt ist, ist die EU auch nicht gut geführt.

    Weiß jemand ob die EU durch den Brexit verkleinert wird? Also im Parlamament und in der Kommission? Oder werden die freien Plätze auf die anderen Staaten aufgeteilt?

    http://diepresse.com/images/uploads/0/b/4/1355956/APA_1363196199746622.jpg

    Es geht ja um 73 Plätze..

  57. Christoph

    Mir kam gerade folgender Gedanke.

    Amazon, Google, Apple usw zahlen ja in der EU kaum steuern weil das über Luxemburg oder Irland läuft.

    Wenn GB nun aus der eu draussen ist, müsste doch Amazon, Google usw direkt in GB steuern bezahlen oder?

    Das wäre dann ne schlaue Sache von GB.

    Oder habe ich da einen Denkfehler?

  58. tim timmer

    @Christoph:

    Es ist halt immer einfacher gegen etwas zu sein, das ist bei allem so…

     

    @Tom:

    Nicht verrückt machen lassen. Falls dein Posting ernst gemeint war… 🙂

  59. Markus

    @Christoph

    Die Glorifizierung der guten alten Zeit ist ja auch etwas, dass Trump betreibt…

    Ich kann diesem „ewig gestrigen“ und „früher war alles besser“ wenig abgewinnen, da es für mich signalisiert ich als Individuum bin unschuldig und muss nichts tun.

    Es sind die da oben, die es verbockt haben…

    Sorry, dass ist zu naiv und kognitiv verzerrt.

    Diese Denkweise ist für mich zu passiv.

    Auch wenn viele Dinge komplex sind, es manchmal sehr heftig umstritten ist, müssen wir doch als Gesellschaft an der Zukunft und deren Optimierung arbeiten. Die Gründungsmotive der EU waren und sind durchaus nobel.

    Die Umsetzung ist leider komplexer und erfordert immer wieder Hinterfragung und Ausbesserung.

    Einen evtl. möglichen Zerfall der EU jetzt zu feiern, finde ich etwas abartig, da die Zielsetzungen der EU durchaus erstrebenswert sind.

    Dass es gehörigen Optimierungsbedarf gibt, darüber muss man nicht diskutieren.

  60. tim timmer

    @Christoph:

    Amazon und Konsorten sind doch in Irland, oder? Also nicht in Nordireland sondern im „richtigen“ Irland und die sind doch seit 1921 unabhängig. 🙂

  61. tim timmer

    @Markus:

    Ich finde auch, dass dieser „Hass“ auf „Eliten“ und „die da oben“ total überhand nimmt. Oft ist dann ja bereits jeder Elite, der ein Studium abgeschlossen hat, so wie Ärzte oder Banker oder generell Manager…

    Die Fischer freuen sich jetzt ja auch, dass UK seine eigenen Fangquoten machen kann. Das ist sicher total gut für die Meere, wenn jedes Land jetzt so viel fischt, wie es kann. Ich bin sicher, dass das langfristige zu total guten Ergebnissen führt!

     

  62. Christoph

    @Tim: Habe grad nachgelesen. Also Google zB ist wohl in Irland ansäßig schickt das Geld aber über die Niederlande auf die  Bermudas.

    In den Niederlanden zahlen Unternehmen wohl kaum Steuern auf Unternehmensgewinne.

    Ist aber ne komplizierte geschichte.

    Aber wenn das Wegfällt und GB nicht mehr zur EU gehört, muss Google usw ja in GB versteuern, da es ja eigenständig ist.

     

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/google-schleuste-milliarden-durch-steuerschlupfloecher-14079856.html

    Wobei die Bermudas sind ja britisches Überseegebiet.. Puuuh. Bermuda ist aber größtenteils unabhängig.. hmmm..

    Deutschland würde es bei einem EU Austritt aber so machen können. Da würde sicher auch einiges zusammenkommen als Steuereinnahme.

  63. stoxxfish

    also wenn der tiefere Sinn des Brexit war , Steuereinnahmen von Google zu erzielen….

    ….vielleicht macht Google auch einen großen Bogen um GB und spart ein paar Arbeitsplätze ein, Großbanken/-unternehmen wandern ab, die PremierLeague schickt alle ausländischen Profis mangels gültiger Arbeitserlaubnis zurück…..

    ….aber der südengliche Fischer ( ein fröhliches „rule Britannia,Britannia rule the world“ auf den Lippen) sorgt für Wachstum und rettet das BIP.

  64. Christoph

    @Tim: http://www.focus.de/politik/ausland/eu/brexit-angstwort-dominoeffekt-diese-liste-fuerchtet-bruessel-noch-mehr-als-den-brexit_id_5665121.html?utm_source=finanzen100&utm_medium=referral&utm_term=htl&utm_content=crossportal&utm_campaign=unser%20netzwerk

     

    Aber wieso wollen die alle raus aus der EU? Sicher nicht weil es Handelsabkommen gibt usw. Nein, sondern weil die Länder eigenständig bleiben wollen. Die EU will ja auch einen FInanzminister der das sagen hat. Aber daswollen die meisten eben nicht. Die EUsollte zurückrudern. Dann wollen sicher viele auch nicht raus.

    Ich bin pro Europa, aber gegen EU.

  65. Markus

    @Christoph

    „Ich bin pro Europa, aber gegen EU.“

    Also pro Europa in Form von Kleinstaaterei und zunehmenden Nationalismus?

    Sorry, ist für mich ein riesen Rückschritt und ein zunehmender Zerfall des größten Wirtschaftsraums in die politische & wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit zwischen China und USA.

    Alleine sind wir stärker… die Logik funktioniert selten.

  66. Claus

    Über den Wegfall der „fast Steuerfreiheit“ einiger Großkonzerne in GB oder auch anderswo würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen. Erst recht würde ich aus diesen Gründen keine Aktien kaufen oder gar verkaufen, da es langfristig eher irrelevant sein dürfte. Die Großunternehmen werden dorthin gehen, wo es für sie am günstigsten ist und ihren Firmensitz entsprechend verlagern, wie z.B. Medtronic letztes Jahr von USA nach Irland.

    Ich würde mich nicht wundern, wenn einige Großbanken aus London abwandern, evtl. sogar nach Frankfurt/M. HSBC könnte z.B. den zuletzt verworfenen Plan, den Firmensitz nach Asien zu verlegen, wieder aufnehmen…

  67. Marci

    Schnäppchen gibt es an den Börsen derzeit leider noch nicht. Aber vielleicht ist der Brexit der Auftackt zur einer Baise, die wieder zu normaleren Bewertung der Titel führt. Hierfür müsste es aber noch 20-40% runtergehen. Mal schauen..

  68. Christoph

    @Markus: Du hast mich falsch verstanden. Ich wünsche mir souveräne Staaten die alleine viele Dinge entscheiden können. Aber zwischen den größten Handelsabkommen ähnlich der früheren EG.

    Und ich wünsche mir das Schengenabkommen.

    Beim Euro.. nun da bin ich gespalten. Manchen Ländern tut er gut, anderen nicht. Ich denke, gerade die ganzen Rechtspopulistischen Kräfte kommen nur hoch, weil die EU keine Lösungen hat. Sind die Staaten wieder selbst entscheidungsfähig in gewissen Dingen, so wird sich vieles bessern.

    Nehmen wir mal Italien. Die könnten mit Abwerten der Lira ihrer Wirtschaft nach vorn bringen. Haben die vor dem Euro immer so gemacht.

    Das es für viele Dinge gibt die nicht wichtig sind Regelungen gibt dafür aber zB keine Regeln für Flüchtlinge gibt, die durchgeführt werden ohne dass die Staat etwas tun können verstehe ich nicht. So wehren sich manche was ich verstehen kann.

    ich selbst bin auch dafür dass man Flüchtlinge aufnehmen muss, keine Frage. Aber vor allem muss die EU vor Ort viel mehr tun. Aber auch hier passiert nicht wirklich etwas.+

     

  69. der der hier gerne mitliest

    Ich bin sehr enttäuscht darüber, das es zu einem Austritt gekommen ist. Ich empfinde diesen Austritt als Rückschritt der Geschichte.
    Bald wird wieder der Atlantikwall hochgezogen, an der Maginot Linie Graben sich Deutsche und Franzosen ein, dann dauert es nicht mehr lange, und Preußen führt gegen Bayern Krieg, und von da aus ist es nicht mehr weit bis sich das Fürstentum Baden von Würtemberg trennt.
    Der letzte Schritt wird sein, dass Ritter wie Götz von Berlichingen der Stadt Nürnberg die Fehde erklären…das ist natürlich nicht ernst gemeint, persönlich empfinde ich den heutigen Tag leider nur als Rückschritt. 2 Schritte vor und 3 zurück.

  70. Couponschneider

    Ich sehe den Brexit als große Chance. Nicht weil vermeintlich querulantische Briten endlich draußen wären, sondern weil es eine Zäsur ist und Brüssel endlich mal Widerstand aufgezeigt bekommen hat. In den alle Diskussionen in den letzten Jahren war mir die britische Position immer die liebste: Weniger Integration und die Zurückführung der EU auf eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Zentralististischen Politiker Kontinentaleuropas aber wollen viel mehr Integration und Befugnisse in Brüssel. Linke Politiker fordern sogar nach einem „sozialen Europa“, d.h. die paneuropäische soziale Hängematte. Auch die Rettung Griechenlands um jeden Preis fand ich falsch.

    Ich bin Europäer und für europäische Zusammenarbeit. Ich bin aber für überschaubare Verträge. Die gab es vorher und die gibt es heute noch. Beispielsweise haben die Ostsee-Anrainer multilatere Verträge unterzeichnet, um die Ostsee zu schützen. Das ging ohne EU. Das Schengen-Abkommen ging auch ohne EU.

    Die EU war die Wichsvorlage machtgieriger und regulierungswütiger Politiker. Wir brauchen aber weniger und nicht mehr Politik. Brüssel wird jetzt hoffentlich richtig geschwächt.

    Mein Depot hat heute 2,66 % eingebüßt. Ich habe auch britische Aktien, aber auch viele deutsche. Die amerikanischen Aktien stinken ein wenig gegen die Kursverluste an. Mein Depot, basierend auf international diversifzierten Standardwerten hat sich als robust bewährt, finde ich.

  71. Freelancer Sebastian

    @ Christoph

    Warum darf ein gebildeter 17-jähriger Bürger nicht wählen, dafür aber ein seniler 95-jähriger Opa, der von der Zukunft nicht mehr viel mitbekommt? Ist das gerecht?

    Vali trifft da schon einen wunden Punkt. Die Brexitbefürworter waren wohl eher ältere Menschen, die von der „guten alten Zeit“ träumen. Auch bei Bildung und Einkommen (wenn vorhanden) gibt es Unterschiede.

    Bei Trump läuft das ähnlich. Nicht falsch verstehen. Jedem steht die Meinungsäußerung zu. Es gab und gibt viel zu klagen und die EU-Fans müssen das jetzt ausbaden.

    Ich mache das gerne am Ton fest. Egal ob EU, Ausländer, Staat, Beamte – man hört den Gossenjargon heraus, wenn gemotzt und genörgelt wird. Eigenes politisches Engagement, Verbesserungsvorschläge mit Niveau? Fehlanzeige.

    Infos sammeln? Was sind das für Infos? Polemiken bekommt man zu hören.

    Na ja, „Britain first“…. das muß reichen.

    Sachliches Miteinander gefällt mir besser als Ausgrenzung.

    Zur Wirtschaftslage in GB. So wie ich das sehe, werden Unternehmen wie Reckitt, die wesentliche Umsätze in fremden Währungsräumen erwirtschaften, nicht mehr so viel Pfund für ihre ausländischen Gewinne bekommen. Also ist eher Gewinnschrumpfen angesagt. Andere Meinungen dazu?

     

    Mein Depot steht aktuell bei -2%. Ein ganz gewöhnlicher Börsentag…..

  72. O.T.

    @Couponscheider

    Ich stimme zu, aber befürchte das die Großeuropäischen Politiker jetzt erst recht jubilieren werden, weil einer der schwergewichtigsten Gegner der EU-Bürokraten ihnen das Feld überlässt. Wir werden uns weiterhin daran gewöhnen müssen das die Türkei als Musterland dargestellt wird, an dem sich alle EU-Länder ein Beispiel nehmen sollen.

    Mein Depot hat 1,02 % eingebüßt, da ich keine Aktien aus Deutschland habe. Nur GSK, und viel zu viele Ölwerte … aber ich hoffe das sich nach dem Wochenende herumsprechen wird, das auch GB nach dem Austritt Energie braucht.

  73. O.T.

    @Freelancer Sebastian

    Ganz einfach, weil man nicht weiß ob der 95jährige wirklich senil ist – oder willst Du ab jetzt eine eigene Beamtenbürokratie einführen, die das prüft? Glauben sie an den Klimawandel, die Energiewende, den Sozialismus? Ja, nicht senil! Nein, senil!

    Die 17jährigen sollen ein mal Geld verdienen, Lebenserfahrung sammeln – und dann wählen.

    Fehlt nur noch das Du uns Gossenjongleure als EU-Rassisten bezeichnest …

  74. Freelancer Sebastian

    @ O.T.

    Hast du schon mit senilen 95-jährigen gearbeitet? Ich schon.

    Warum machst du das Wahlrecht am „Geld verdienen“ fest? Dürfen Arbeitslose nach deiner Logik nicht wählen? Kommt von dir noch ein anderes logisches Argument? Vielleicht auch in einem anderen Ton? Ich finde Bürokratie auch nicht schön, diffamiere aber die Mitarbeiter dort nicht….

    „Gossenjargon“ hast du auf dich bezogen? Warum bloß….?

    Und ja, unter den Brexitbefürwortern, sowie bei Trump und AfD-Fans findest du nicht wenig Rassisten. Ist leider so…

    Und jetzt lächeln und den Tag genießen… 😉 .

     

  75. Frank / Berlin

    mein Depot ist heute 1,4% im plus. Tabak, Fleisch, Rüstung, nur USA und keine Finanzwerte.

    wenn das ein schwarzer Freitag ist, dann hätte ich den gerne jede Woche.

  76. Delura

    Was für ein wunderschöner Morgen bzw. Tag!

    Selten so gut gelaunt wie heute Morgen.

    Ich danke allen Engländern – sie haben den ersten dicken Brocken aus dem EU Wahnsinn rausgebrochen. Hoffe es geht jetzt weiter und zurück zur „EG“ und gut ist.

    Habe die niedrigen Kurse heute Morgen genutzt und mir eine Anfangsposition Unilever zu 3,3% Divi – Rendite ins Körbchen gelegt.

     

  77. smitheyesmitheye

    Mein doch eher finanzwertelastiges Depot ist heute 4,5% im Minus. Aber das macht nichts, hätte schlimmer kommen können. Ich sehe den Brexit als Chance für die EU. Sie muss sich allerdings klar gegenüber GB positionieren. Viel Spaß noch beim Schnäpchenjagen 😉

  78. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Freelancer Sebastian,

    ich wäre ja für einen generellen Wahlbefähigungsnachweis. Also eine Art Führerschein. Man sollte einen bestandenen Grundkurs in politischem Verständnis nachweisen müssen. Nur damit wäre man wahlberechtigt.

    Dann könnte das Mindestalter auch gesenkt werden. Aber so ist es natürlich ein Witz, wenn man zu junge Leute wählen lässt. Das weiß man doch von sich selber, dass man viel zu kindische Vorstellungen hat in der Jugend. Wie sollten denn die Wahlversprechen aussehen? Billige Playstation wenn Du uns wählst?

    Andererseits ist es tatsächlich so, dass man im Alter intoleranter wird (man hat einfach den immer wieder gleich „gut gemeinten“ Unsinn gehört und erlebt). Man will seine Ruhe vor dem ganzen Quatsch. Ich finde es schade, wenn sich viele Alte nicht mehr auf Neues einstellen wollen, aber so ist die Realität. Und deswegen ist es eben auch gefährlich, wenn man um die Stimmen von senilen Alten buhlen muss, die immer größeres Gewicht bekommen.

    Mein (USD- und CAD-lastiges) Lynx-Depot ist heute auch sogar 250 Euro im Plus, in Euro. Die Verluste in  USD und CAD werden vom schwächeren EUR kompensiert.

    MS

     

  79. Slazenger

    @Delura

    hallo mein Freund stimme dir in allen Punkten zu. Habe heute zwar noch nicht gekauft, aber ein Blick auf mein Depot sagt nichts passiert! Plus minus null gegenüber gestern!

    Weißt du eigentlich warum unser Fleischfabrikant auf soviel Gegenwind stößt? Kapier ich nicht so ganz, aber bekomme hier im Süden der Repuplik auch nicht soviel mit! Ich denke mal ohne Ihn wäre S04 nicht da wo es heute ist,oder liege ich da soooo falsch!

    Nice Weekend, was denkst, haben wir ein Viertelfinale gegen Italien!???

  80. Delura

    @Slazenger – mein Schalker Bruder

    Mit unserem Fleischfabrikanten aus Rheda-Wiedenbrück (Das Sizilien der Wurstmafia) weiß nicht so genau, komme aus Brühl bei Köln – fehlt mir etwas die räumliche Nähe.

    Und ja, Viertelfinale schaffen wir, habe heute Morgen an der Kaffeebud nen Euro gewettet. Ergebnis 4:1 für UNSERE.

    Mein Depot hat sich auch so gut wie gar nicht geändert, außer na ja Banco Santander (da gings 20% runter). Ich habe lange nach wenigstens einem südeuropäischen Wert der brauchbar ist gesucht. Und mich irgendwann für die Santander entschieden. Na ja werden schon wieder hochkommen (vorhin nur noch -17%)

    GLÜCK AUF!

  81. Freelancer Sebastian

    @ Matthias

    Interessanter Vorschlag. Dir ist doch aber sicherlich klar, dass dann ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung von der Wahl ausgeschloßen wird. Nicht zuletzt diejenigen, die ganz vehement den Staatsbürgertest für Ausländer fordern…. 😉 . Und wer entscheidet über die Befähigung? Ein Wespennest.

    Warum sollte eine informierte, interessierte und engagierte 16-jährige nicht wählen dürfen? Fehlende Reife? Sie wählt die Tierschutzpartei, also das Falsche?

    Von anderen Bevölkerungskohorten verlangt man da auch nichts…

    Na ja, war auch nur so in den Raum geworfen. Da hängt nicht meine Leidenschaft dran. Natürlich kann man älteren Menschen nicht einfach das Wahlrecht absprechen.

    Jungen Menschen gehört die Zukunft – sie dürfen nicht.

    Alte Menschen hängen in der Vergangeheit – sie dürfen wie sie wollen. Kann man drüber streiten, finde ich.

    Das mit der Playstation kann ein Grund sein, okay. Fällt aber „mehr Netto vom Brutto“ nicht in die gleiche Sparte 😉 ? Ködern kann man alle….

  82. qleverkauf

    @Jörg Elle

    Darum macht Warren Buffett auch keine kurzfristigen Voraussagen. Bin schon gespannt ob wir im nächsten BRK Annual Report einen großen europäischen Wert im Depot sehen.

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