So sparte ich mich reich


New York, 25. April 2017

Ich lebte fast immer unterhalb meiner Verhältnisse. Das ist die Grundvoraussetzung zur Vermögensbildung, was in Deutschland kaum jemand akzeptieren mag. Ich sparte über 10.000 Euro im Jahr. Ich sparte immer. Nebenjobs beschleunigten das Sparen. Konsum spielte nie eine große Rolle in meinem Leben. Ich hasse es, Geld für unnötigen Konsum zu verschwenden. Impulskäufe sind wirklich bescheuert.

Schon als Jugendlicher legte ich Geld zur Seite. Ich investierte frühzeitig in Aktien und Immobilien. Meine Eltern brachten mir das Sparen von Kleinauf bei. Kaum war ich Anfang 20, halfen Sie mir beim Kauf meiner ersten Wohnung. Sie gaben ein wenig Geld sogar dazu. Es war keine große Summe. Es wirkte aber wie ein Motivationsschub auf mich. Meine erste Bude war ein Renditeobjekt. Ohne die Hilfe (Rat, Renovierung) meiner Eltern wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Ich mache mit meinen Aktien pures „Buy and Hold“, und zwar schon lange. Das Konzept sagte mir immer zu. So kam der Schneeball ins Rollen. Ich versuche nicht die Börse zu timen. Ich bin zu dumm dazu.

Ich würde niemals meine Aktien verkaufen, nur weil ich Angst vor einem Crash habe. Mein Investmentstil ist ziemlich passiv. Kaufen und Liegenlassen. Ich glänze mit Nichtstun. Meine Bank mag mich gar nicht, weil mit mir kaum etwas zu verdienen ist. Meine Inaktivität bringt jedenfalls wenig Gebühren. Ich habe bis auf eine Krankenversicherung keine Versicherungen.

Ich weiß, dass die Börse langfristig eine Geldmaschine ist. Hier ist ein wertvolles Instrument, wo Du sehen kannst, wie viel Geld mit dem S&P-500-Index zu verdienen ist. Wenn Du 30, 40, 50 Jahre aggressiv Aktien kaufst, wirst Du sehr vermögend, wenn Du die Grundprinzipien von Warren Buffett befolgst (Marktführer, Dividendenaristokrat, Burggraben, einwandfreies Management, moderate Verschuldung…). Meine Strategie ähnelt der von Buffett. Ich kopiere ihn – um ehrlich zu sein. Bei einigen Aktien hatte ich Glück – das geb ich zu.

Ich kaufte CTS Eventim für rund 2.500 Euro und machte 118.000 Euro daraus innerhalb einiger Jahre, indem ich die Position einfach behielt. Ich kaufte Netflix für rund 5.000 Euro und machte daraus fast 100.000 Euro. Beide Aktien sind noch immer in meinem Depot. Sie werden dort bleiben. Ich ziehe ein extremes „Buy and Hold“ durch. Ich verkaufe nie.

Warum steigt die Börse weiter? Es liegt am Bevölkerungswachstum. Die Wirtschaft wird effizienter. Immer weniger Menschen müssen in der Landwirtschaft arbeiten. Dank der Automatisierung können Menschen mit Spezialkenntnissen mehr verdienen. Neue Technologien befeuern nebenbei die Wirtschaft.

Länder mit viel Zuwanderung boomen. Etwa: Kanada, USA, Australien… Wer keine Immigration hat wie Japan schrumpft. Die Notenbank Fed hat die Vorteile der Zuwanderung in einer Studie (PDF) analysiert.

Bei Immobilien wäre ich vorsichtig. Es gibt keinen freien Bestand mehr an Wohnungen/Häusern in Deutschland. Der Markt ist leergefegt. Die Preise ziehen zum Teil um zehn Prozent innerhalb von einem Jahren an. Ich denke, eine Blase ist in Sichtweise beim Betongold. Mir tun junge Hauskäufer leid.

Ich lebte im Studentenwohnheim und in WGs. Ich merkte um mich herum eine Lebensstil-Explosion. Meine Umgebung gab immer mehr Geld für Autos, Küchen, Möbel… aus. Ich vermied es. Ich hasse Kredite. Besonders Konsumkredite. Ich nahm nie welche in Anspruch (bis auf eine dumme Ausnahme für eine neue Couch).


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „So sparte ich mich reich

  1. Patently Absurd

    Hallo Tim,

    vielen Dank für den guten Artikel. Etwas fehlt jedoch in deiner Analyse: einen Ratschlag nicht zu heiraten und vor allem, als Mann keine Kinder zu zeugen. Als Single ohne Kinder fällt das Sparen ja bekanntlich leichter.

    Nach der Trennung durch meine Frau zahle ich trotz eines Betreuungsanteils von ca. 50 % und trotz eines sehr hohen Einkommens meiner Frau, Kindesunterhalt für zwei minderjährige Kinder (4 bis 6 Jahre), insgesamt über 1.300 EUR im Monat. Das Kindergeld in Höhe von 390 EUR kassiert ebenfalls meine Frau, weil sie vor dem Staat als „alleinerziehende Mutter“ gilt.

    Mein Betreuungsanteil und die damit verbundenen Kosten (Kleidung für die Kinder, Essen, Miete für Kinderzimmer, Fahrtkosten) werden vom Gesetzgeber in der Berechnung übersehen. Nach Aussage meines Rechtsanwaltes ist mein Umgang mit den Kindern reiner „Luxus“, der jedenfalls nicht zur Reduzierung des Unterhaltes führen wird. Ebenso wird das nicht unerhebliche Einkommen meiner Frau vom Gesetzgeber übersehen, denn die Düsseldorfer Tabelle berücksichtigt nur das Einkommen des Kindesvaters.

    Jeden Euro, den ich zur Zeit zur Seite legen würde, stände unmittelbar nicht mehr für Kleidung und Essen meiner Kinder zur Verfügung. Ich bin froh, dass das Geld noch gerade für eine 2 1/2 Zimmer-Wohnung reicht und ich die Kinder noch mit selbstgekochtem Essen ernähren kann. Da ich meine Kinder liebe, werde ich nicht auf den Umgang mit ihnen freiwillig verzichten, auch wenn dies finanziell entlasten würde.

    Aber im nächsten Leben mache ich es wie du, heirate nicht und werde auch Millionär ;o)

     

     

     

     

  2. Ex-Studentin

    @Patenty Absurd

    Tim ist verheiratet. 😉

    Ohne Unterhaltszahlungen hat man es im Leben sicherlich einfacher. Wieso musst du so viel Unterhalt zahlen, wenn die Kinder zu 50% bei dir sind? Sind da Kindergartengebühren mit drin? (Denn bei so hohem Unterhalt nur für die Kinder müsstest du über 5k netto im Monat verdienen). Musst du auch für deine Ex zahlen?

    @Tim

    Super Beitrag! Sehr motivierend und zur Nachahmung empfohlen. Ich bin gespannt, ob ich jemals solche Traumwerte in meinem Depot haben werde.

  3. alexstyriaalexstyria

    Guten Morgen Tim!

    Vorweg, top Beitrag, der wieder mal sehr motivierend auf mich wirkt!

    Da ich ja selber Besitzer einer kleineren Wohnung bin und diese schon über 2 Jahre fix vermiete, hat es mir die Immobilie insgesamt angetan.

    Meinst du jetzt in Bezug auf Deutschland, dass der Immobilienmarkt nicht mehr lukrativ zum Einsteigen ist, oder siehst du in Österreich das selbe Problem?

    Mein Traum wäre nämlich schon, längerfristig mehrere Immobilien zu besitzen und zu vermieten …

    Natürlich würde ich beim Kaufen die nächste Zinshochphase abwarten, da anzunehmen ist, dass dann auch die Preise sinken, wenn Geld wieder „teuer“ wird, und hauptsächlich Cash kaufen …

    Liebe Grüße aus Graz,

    Alex

  4. Rainer Zufall

    @ Tim

    Toller Bericht. Tolle Leistung.

    Nur einen Punkt Sehe ich kritisch. Du verzichtest auf eine Haftpflicht. Der Jahresbeitrag ist aus meiner Sicht zu vernachlässigen bzw. ist kaum relevant. Ich kenne Deine Gründe (Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls, Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherer im Schadensfall zahlt).Trotzdem, aus meiner Sicht wäre diese Versicherung wichtig.

    Ansonsten kann Dir niemand was erzählen. Du hast Dein Ziel erreicht 🙂 Prima!

  5. Patently Absurd

    @Ex-Studentin:

    Ich muss soviel bezahlen, weil meine Frau sich nicht auf das Wechselmodell einlassen wollte. Nur bei genau hälftiger Betreuungszeiten heben sich die Unterhaltsansprüche auf. Deshalb habe ich „ca.“ geschrieben. Tatsächlich fehlen mir etwa 15 Tage im Jahr, um auf genau 50 % zu kommen.

    Siehe: https://manndat.de/vaeter/schluss-mit-der-ungerechtigkeit-beim-kindesunterhalt.html

    Kindergarten und Kinderhort sind darin enthalten. Nicht enthalten sind die sonstigen Ansprüche der Frau.

  6. Patently Absurd

    P.S. Der „Investmentpunk“ Gerd Hörhan hat über den Finanzirrtum „Heirat“ ein gutes Video zur Verfügung gestellt.

    https://www.youtube.com/watch?v=vc96E9FMZ2I

    Ich finde die Beiträge von Tim hier immer sehr gut. Allerdings sollte man die Sparsamkeit nicht als Allheilmittel gegen Armut verstehen.

  7. Renditejäger

    @alexstyria

     

    denk aber dran, dass es durchaus auch möglich ist auf die „falschen“ mieter zu treffen, die einem das Leben zur Hölle machen können 😉

    dennoch viel erfolg

  8. freaky finance

    Hallo Tim,

    danke für die Einblicke!

    Vieles kann ich nachvollziehen oder kenne es von mir selbst. Auch ich lebe schon immer unterhalb meiner Verhältnisse, was meinen Vermögensaufbau extrem beschleunigt. Bei den allermeisten steigen die Ausgaben parallel zu den Einnahmen. Wer es schafft seinen Lebensstil aus Studenten- oder Ausbildungszeiten einigermaßen beizubehalten, auch wenn er mit der Zeit immer größere Gehaltssteigerungen erfährt, kann ordentlich was sparen und anlegen. Schon nach 20 Jahren sind die ältesten Werte im Depot, die mit dem dicksten Plus und die persönliche Dividendenrendite zweistellig. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber dann hat man es im Prinzip schon geschafft. Alle anderen sind Sklaven ihres übertriebenen Konsums. Jeder wie er will.

    Ich lese deine Beiträge immer wieder gerne. Die Sache mit der (scheinbar) fehlenden Haftpflichtversicherung ist mir aber auch aufgefallen. 60€ im Jahr tun nicht weh, wenn man auf über 200.000€ Buchgewinnen allein aus 2 Käufen sitzt 😉

    Oder gibt es gravierende Unterschiede in der PHV zwischen Deutschland und USA. An der Begründung wäre ich jedenfalls auch interessiert.

    Beste Grüße

    Vincent

  9. Markus

    @Tim

    Mit Anfang 20 eine Wohnung als Renditeobjekt (nicht als Wohnobjekt!) zu kaufen ist aber schon außergewöhnlich.

    Ich hatte einen Kollegen, der konnte das auch in dem Alter mit einem Mehrparteien-Haus… allerdings nur mit Hilfe der schon wohlhabenden Eltern, die sowohl unterstützt, gebürgt und angeleitet haben.

    Ein Studium, wo man noch nahe der Vollzeit bezahlt wird ist auch nicht der Regelfall. Die meisten müssen da was dazu schießen, bzw. die Eltern helfen finanzieren.

    Auch die Tenbagger (bzw. ver-20 & ver50facher) sind sehr schwierig zu erwischen oder hast Du da ein Patentrezept? 😉 Welche heutigen Aktien traust Du das noch zu? 😉

    Insgesamt gesehen, wenn jemand so früh schon so fokussiert ist, würde ich den Einfluss der Familie als sehr hoch ansehen. Auch sind da zum Fleiß, der Sparsamkeit und dem richtigen Fokus noch ein Faktor Glück bei einigen Weichenstellungen und Entwicklungen hinzu gekommen.

    Die 10 k im Jahr sind ok, aber fast schon Pflicht wenn man früh wohlhabend(er) will. Allerdings sollte die Wertentwicklung auch passen wenn man überdurchschnittliches schaffen will!

    PS: Du bezeichnest Dich selbst als schlechten markettimer, erwischt aber solche Granaten weit unten? 😉

  10. Oliver

    Die verlinkte Tabelle (S&P 1971/2016) zeigt sehr gut, dass die Zeit einer der – wenn nicht der – wichtigsten Faktoren ist. Andererseits war 2000 – 2010 ein verlorenes Jahrzehnt – rein von den Kurswerten – für den Buy & Holdanleger. Die Frage ist natürlich, ob man das Markettimining hinbekommen hätte, wobei ich hier sehr große Zweifel habe.  Man sieht auch sehr gut, dass wir momentan eine Seitwärtsphase hinter uns haben (2015 bis Anfang 2016 war abwärtsgerichtet) und jetzt wieder in einer Aufschwungphase befinden. Was wirklich beeindruckend ist, ist dieser kleine unscheinbare Knick 1987/88, an dem ich mich gut erinnern kann. Dort sind die Börsen massiv eingebrochen und wenn man sich das im Verhältnis zu heute anschaut, möchte man meinen, dass es keine Auswirkungen hatte. Damals waren aber alle genauso panisch wie z.B. 2008 mit der Finanzkrise und ich habe das in meiner Bankzeit live miterlebt. Im Grunde ein sehr gutes Lehrbeispiel, dass selbst ein tiefer Einbruch bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren nur eine Episode ist. Hier sind noch nicht die Dividenden eingerechnet, die kämen on top noch dazu inklusive der Erträge, wenn ich das erhaltene Geld weiter anlege. Das heißt, dieser Chart ist noch eine Untertreibung.

    Klingt das zu optimistisch? Vielleicht, weil je nachdem, wie man investiert, andere Ergebnisse erzielt werden. Und die meisten real haben, egal ob Aktien- oder ETF-Sparer. Fast alle verkaufen irgendwann immer, weil sie meinen, dass sie genug Gewinn gemacht haben oder weil der Kurs zu tief gefallen ist und man keinen Mut hat, den Wert zu behalten. Ich bin bei beiden schuldig und das gehört mit großer Sicherheit zum Lernprozess dazu. Das dumme an der Geschichte ist, dass man manchmal tatsächlich zumindest kurzfristig Recht hat. Was macht man heutzutage z.B. mit einer Kinder Morgan, die bis vor zwei Jahren der absolute Liebling der Dividendenanleger war? Damals sind viele zu den Tiefstpunkten ausgestiegen ($13 – 15). Aber heute, obwohl die Aktie wieder um einiges höher notiert ($20), kann man nicht sagen, ob es ein gutes Investment ist. Was ist z.B. mit eine Gilead? Früher Liebling der Wachstumsaktienkäufer, ein gesundes sehr profitables Unternehmen, welches aber momentan nicht in der Lage ist, ein Wachstum zu generieren und die Zukunft zeigen muß, wohin die Richtung geht. Hier möchte ich auf Markus Kommentar zu den Verzehnfachern einsteigen. Wenn diese Unternehmen es schaffen, ihr Potential zu entwickeln und sich ständig weiter zu verbessern, ist die Möglichkeit da. Aber es kann genau andersherum laufen und die Geschäftsverläufe entwickeln sich katastrophal. Trotzdem bin ich in beiden investiert. Die Wahrscheinlichkeit, einen zukünftigen Verfielfacher zu finden ist mit Abstand am höchsten bei den sog. Fragezeichen. Unternehmen, die eine gewisse Stärke und Produkte/Dienstleistungen besitzen, die hohe Nachfrage und Profite nach sich ziehen. Das Problem ist, dass wir nicht wissen, wer wirklich erfolgreich wird. Ich sehe das jedes Jahr wieder in meinem Depot. Das Unternehmen mit dem am höchsten relativ gestiegenen Kurswert ist immer eines, mit dem ich nicht gerechnet habe. Von daher schließe ich zumindest für mich aus, solche Entwicklungen voraussehen zu können. Das einzige, was ich machen kann, ist mir zu überlegen, ob die Produkte/Dienstleistungen in Zukunft auch gefragt sind und gleichzeitig steigende Profite abwerfen. Bei Apple z.B. habe ich das für mich bejaht, bei IBM bin ich mir nicht ganz so sicher, obwohl eine höhere Dividendenrendite und sehr altes erfolgreiches Unternehmen. Das ist der Grund, warum ich Apple besitze und IBM nicht.

    Man kann natürlich sich auch auf sehr stabile Werte wie Procter & Gamble, Johnson & Johnson, Coca Cola etc. stürzen, die schon sehr lange erfolgreich sind. Hier haben gerade Wachstumsanleger mehr Skepsis, die nicht zu unrecht argumentieren, dass diese Unternehmen satt sind und nicht mehr so stark wachsen können. Das ist ein absolut richtiges Argument. Andererseits darf man nicht unterschätzen, dass solche Unternehmen schwer angreifbar sind und eine sehr große Marktmacht durch Geld, langjährige Handelsnetze und umfangreicher Strukturen besitzen. Gleiches für Kreditwürdigkeit und die Erfahrung in ihren Geschäftsfeldern. Das sind sehr gute Gründe in solche Unternehmen zu investieren und sie sehr lange zu halten. Deshalb besitze ich Aktien von diesen Unternehmen. Nur darf man nicht erwarten, wie es z.B. Tim mit einer Netflix oder einer CTS geglückt ist, in einem so kurzen Zeitraum so viel Kursgewinn zu erwirtschaften. Das sind cash cows, mit denen bekommt man einen moderat steigenden Anteil an Ertrag. Ich persönlich finde, wenn man mit Einzelaktien starten möchte und sich gegen ETFs entscheidet, dass man genau mit diese beginnen sollte, ein Fundament zu schaffen.

    Diese Aktien haben bei sehr unerfahrenen Anlegern ein paar positive Aspekte. Sie reagieren natürlich genauso wie andere Aktien auch, aber man bekommt regelmäßige Erträge, die fast immer steigend sind. Man hat äußerst selten total extreme Erlebnisse, wie dass das Unternehmen komplett kippt. Aber es kann auch eine Einbahnstraße sein mit äußerst geringen Möglichkeiten der Entwicklung. Hier z.B. ein Link zu 5 Unternehmen, die kritisch gesehen werden und wo die Gefahr des Stillstandes vorhanden ist:

    http://dailytradealert.com/2017/04/02/warning-5-dead-money-dividend-aristocrats-to-avoid/

    Eine von denen besitze ich selber (KO). Ich kaufe keine mehr dazu, halte aber meine Anteile. Die Rendite ist inzwischen für mich ganz gut und ich habe einigen Kursgewinn. Nur ist das ein Unternehmen, das sich neu erfinden muß, um nicht weiter zu stagnieren. Hier sehe ich die Möglichkeiten der Weiterentwicklung durch die Vorteile sehr großer Unternehmen, die ich weiter oben aufgeführt habe.

    Brandgefährlich finde ich zur Zeit Walmart. Ein Geschäftsmodell, was schnell kippen kann. Kaufhof- & Karstadtaktien waren lange Zeit beliebt, nur wo sind die heute? McDonalds ist auch so ein Fall: Das Unternehmen versucht zwar ständig sein Portfolio mit neuen Speisen/Getränken zu verbessern, aber das Alleinstellungsmerkmal ist nicht mehr da. Es gibt zum einen andere Burgerketten (Wendy, Burger King, KFC), zum anderen immer mehr andersartig vereinheitlichte Lokale, die zusätzlich Kunden abziehen wie Pizza Hut, Taco Bell, Starbucks, Vapiano etc. Ich sehe dort kein großes Wachstumspotential und gleichzeitig durch das fehlende Eigenkapital Risiken. Nicht das ich McDonalds als gefährdet sehe, sie werden weiterhin Gewinn machen, aber sehr schwer mehr Umsatz & Gewinn. Außer sie sind in der Lage, zusätzliche Geschäftsfelder aufzubauen.

    Mein Fazit bei der Sache mit der Zeitlinie beim Invest ist diese: Am Anfang am besten bekannte große Unternehmen kaufen. Wenn das Fundament da ist, dann das Depot zusätzlich mit Unternehmen mischen, die eine gute Chance haben, einmal erfolgreich zu werden. Hier würde ich in erster Linie auf das Geschäftsmodell achten, welche Potentiale das Unternehmen hat und ob es schon bewiesen hat, das es Geld verdienen kann. Mit diesen Komponenten wird man niemals zielsicher die erfolgreichsten Unternehmen ermitteln können, aber man hat zumindest eine Chance, eine oder zwei zu erwischen. Die reichen locker aus, um die ganzen Flaschen auszugleichen und zusätzlich noch guten Gesamtertrag zu generieren. Mit dieser Herangehensweise und stetigem Investieren sollte es gut möglich sein, sich mit der Zeit ein ordentliches Depot aufzubauen.

  11. Pascal

    Für Walmart gibt`s aktuell nur schlechte Kommentare, wenn das nicht auf lange Sicht gar eine Kaufempfehlung ist …

  12. Daniel

    Zu McDonalds sollte man vielleicht an einigen Stellen ein paar Punkte in den Raum werfen. 1. Erinnert ihr euch noch daran als Starbucks hierzulande versuchte Fuß zu fassen? Wie schnell waren plötzlich in jedem McDonalds McCaffee´s zu finden? Für mich ist das eine Demonstration purer Marktmacht und einem schnell schaltenden Management. Der zweite Punt ist, steigt nicht mit steigendem Wohlstand auch wieder die Filialdichte? Ist wirklich anzunehmen dass die Chinesen, sollten sie in den nächsten Jahren massiv Wohlstand aufbauen nicht auch irgendwie westlich leben wollen? Wer symbolisiert das besser als Coca Cola und McDonalds?

    Dritter und für mich wichtigster Punkt…betrachtet McDonalds mal nicht als Burgerkette sondern als ein Unternehmen das auf einem gigantischen Berg vermieteter Immobilien in bester Lage sitzt. Sollten in 20 Jahren tatsächlich mal Burger durch ein neues Geschäftsfeld ersetzt werden, räumst du überspitzt formuliert die Friteusen raus und stellst was neues rein.

    Für mich sind weder McDonalds noch CocaCola Marken die ernsthaft Gefahr laufen in Schieflage zu  kommen. Ja..der Trend wird vermutlich zukünftig eher seitwärts gehen, aber solange die Dividendenrendite stimmt ist auch ein gleichbleibender Kurs zu verkraften. Großes Wachstum sehe ich zwar auch nicht, aber eine wesentlich soliderer Basis als z.B. bei Walmart der jetzt erst neue Konkurrenz durch Onlinehandel bekommt, wohingegen sich erstgenannte bereits seit Jahrzehnten mit der Konkurrenz arrangiert haben.

  13. Markus

    Hi Tim,

     

    mich würde mal interessieren wie hoch deine Jährliche Rendite bis Heute war? Hast du den MSCI World geschlagen?

     

    lg,

    Markus

  14. Rechnen

    Sehr geehrte Tim-Jünger,

    irgendwie komme ich nicht mit und muss einiges falsch machen.

    Zu mir:

    43 Jahre

    Spare zwischen 20 und 50k p.a.; je nach Lebensalter; umso älter umso mehr

    Arbeite Vollzeit seit ich 30 bin. Vorher studiert, Ausland und Teilzeit.

    Lege wie folgt an:

    25 % ETF

    40 % Aktien

    35 % Cash und festverzinslich

     

    Ich komme derzeit gemittelt auf 8,7% Bruttorendite!

     

    Und nun das wichtigste:

    Ich werde nicht Millionär bevor ich nicht Mitte/Ende 50 bin. Und das auch nur, wenn alles weiter gut läuft (Job, Börse…).

     

    Ich halte die Berichte hier häufig für schöne Finanzmärchen.

    10k p.a. sparen und anlegen und dann zum Millionär?

    Solide Werte und ETF empfehlen und dann in CTS und Netflix investieren, als sie reine Coinflips waren?

    Buy and hold forever… und mit welchen Mitteln wird dann das Leben bezahlt?

    Netflix und die meisten anderen Vervielfacher schütten keine Dividende aus.

    Die solide Werte, die Dividende ausschütten, bringen nicht genug Cashflow, um Immobilien abzubezahlen und zu leben, es sei denn man hat extremes Markettiming betrieben.

    Viele Spaß noch.

    J.

     

  15. Rechnen

    Nachtrag:

    Man darf natürlich nicht außer acht lassen, dass die Steuer- und Abgabenlast in den USA – bei geschickter Nutzung der legalen Möglichkeiten – deutlich geringer ist als in Deutschland.

  16. Rainer Zufall

    Hallo Rechnen

    Zum einen gibt’s hier wohl nur einzelne (wenn überhaupt) die von sich sagen können, dass sie Millionär sind würde ich mal sagen.

    Zum anderen bist doch ein gutes Beispiel, dass das möglich ist bis Mitte / Ende 50 – prima 🙂

    VG.

     

  17. Colibri

    Hallo Tim,

    Du hast frühzeitig auf Aktien wie CTS Eventim und Netflix gesetzt. Mag sein, dass das pures Glück war. Aber Du hast diese Aktien bis heute behalten. Das war kein Glück! Du hast eine vernünftige Strategie, an der Du eisern festhältst. Du bist nicht den Gesängen der Sirenen auf den Inseln der Verlustaversion verfallen. Vorbildlich.

    Kurshalten wie ein Sturmvogel. Das ist der Schlüssel.

     

    Viele Grüße

    Colibri

    (der sich anschickt, ein Albatros zu werden)

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Tut mir leid. Mit dem deutschen Scheidungsrecht kenne ich mich nicht aus. Kinder sind das schönste „Investment“, das es gibt.

     

    @ Ex-Studentin

    Du wirst das schaffen. Falls nicht, auch nicht schlimm.

     

    @ alexstyria

    Österreichs Immobilienmarkt ist auch teuer. Es hängt vom Einzelfall bei Deiner Immobilie (Lage, Zustand, Größe, Mieteinnahme…) ab.

     

    @ Rainer Zufall

    @ freaky finance

    Wie oft kommt ein schwerer Privathaftpflichtschaden vor? Statistisch ist das ziemlich unwahrscheinlich. Abgesehen von der Blumenvase des Nachbarn. Es sind konstruierte Fälle, die Dir der Versicherungsmakler erzählt.

    Die Amis haben eher Berufshaftpflicht.

     

    @ Markus

    Die Wohnung war eine 1-Zimmer-Wohnung. Ein Wohn-Klo mit Kochnische. Nichts Besonderes. Ich hatte damals einen Bausparvertrag genutzt zur Finanzierung.

    Meine Rendite kenne ich nicht.

    Einige Verzehnfacher sind in meinem Depot: CTS, Netflix, SAP. Heute setze ich überwiegend auf Blue Chips wie Bank of America, Berkshire, Citi, Exxon, Chevron, Adidas, Nike, Microsoft, J&J, Verizon…

    Ich hab fast immer neben dem Hauptjob einen Nebenjob gehabt. Mein erster Job mit 15 Jahren. Während des Dualen Studiums ist vom Arbeitgeber ein Gehalt geflossen. Als ich an der Uni war, immer Jobs gehabt. Im Studentenwohnheim gelebt. Ich hab Gas gegeben im Job. Oft bekam ich Boni. Die hab ich investiert.

    Bei meinen Aktien hatte ich Glück. Ja! Ich hab aber auch einige Totalausfälle wie Alno oder Pfaff Nähmaschinen.

  19. Flo

    Hallo Rechnen,

    so ganz kann ich deiner Rechnung nicht folgen.

    Wenn man – wie du es wohl machst – durchschnittlich 30k pro Jahr zu einer Bruttorendite von 8,7% anlegt, dann ist man nach 16 Jahren (Brutto-)Millionär. Mit deinen 43 Lenzen solltest du also nicht mehr weit entfernt von der Ziellinie sein. Irgendetwas stimmt da nicht so ganz mit deinen Zahlen, würd‘ ich mal sagen.

    Nix für ungut.

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Colibri

    Danke. Sehr nett.

    Genau. Das Durchhalten ist die Kunst. Das können wenige. Entweder funkt die Angst dazwischen oder der Konsum.

    In meinem Fall gibt es eigentlich nichts, womit ich groß angeben könnte. Es ist eine einfache Strategie:

    1. Arbeiten, bis der Arzt kommt.
    2. Sparen, bis der Arzt kommt.
    3. Buy and Hold, bis der Arzt kommt.
    4. Jetzt kommt die Belohnungsphase: Kein Job mehr bzw. Frühruhestand.

    (Ich habe alles meinen Eltern und ihrer Erziehung zu verdanken.)

  21. Martin

    Hey Tim, vielen Dank für die tollen Blogeinträge. Deinen unumstößlichen Optimismus was die langfristigen Aussichten für Aktien angeht finde ich super. Hoffentlich hält dieser mich in der nächsten Krise davon ab, in Panik meine Aktien zu Schleuderpreisen zu verramschen.

    Würdest du dein Aktienportfolio (in %) hier veröffentlichen? Oder könntest du uns zumindest sagen, wie viele Positionen du hältst und welches deine größten Einzelpositionen (in % des Gesamtportfolios) sind?

    Zur Zeit baue ich nach und nach mein eigenes breit diversifiziertes Portfolio auf und setze dabei auf eine Mischung von ETFs (ca 6o%) und einigen wenigen wohl selektierten Einzelwerten (40%). Die ETFs finde ich hierbei super, um Small-Caps und die EmergingMarkets abzubilden.

    Gerade zweitere scheinen viele in ihren Portfolios zu vergessen. Ich habe mich mal ganz mutig während der Ukraine Krise mit einem höheren Betrag auf einen Emerging Markets ETF gestürzt. In dieser Zeit war auch der Ölpreis total im Keller und das Wachstum in China drohte zu stagnieren. Genau die richtige Zeit also, für einen atizyklischrn Einstieg. Mittlerweile ist dieses Investment das mit Abstand Erfolgreichste in meinem Portfolio.

    Bei den USA habe ich bisher noch nicht zugeschlagen, da mich die Kombi aus hohem Dollar (oder eben schwachem Euro) und recht hohem KGV eher dazu stimmt, mit dem Einstieg noch etwas zu warten.

    Soll ich, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, lieber für 30% meines Vermögens einen Sp500 ETF (TER nur 0,07%) kaufen oder lieber 30% direkt in Berkshire stecken? Könnte das Klumpenrisiko mit 30% in Berkshire evtl doch zu hoch sein?

    Bei meinen ETFs verfolge ich eine strickte Buy&Hold Strategie. Berkshire würde ich dann eher wie einen ETF in meinem Portfolio führen und ebenfalls nie mehr aus der Hand geben.

    Als Einzelaktie gefällt mir in den USA eigentlich nur Apple. Ihr KGV ist angesichts des hohen Cash-Bestandes sehr günstig. Außerdem tut man Apple mit einem KGV zwischen 9-13, wie es für einen produzierenden Hersteller ähnlich Samsung oder Daimler üblich ist, völlig unrecht. Denn Apples Burggraben ist seine einfach zu bedienende, allzeit gut funktionierende Software. Für Softwareunternehmen werden bekanntlich weitaus höhere KGVs vom Markt akzeptiert.

    Auch haben sich die Zeiten völlig geändert. Handys sind nicht mehr nur lustige Gadgets, sondern essentielle Werkzeuge unseres Alltags. Die heutigen Opportunitätskosten schlecht funktionierender Elektronik (Sprichwort chinesische Billighersteller) sind weitaus höher als die doch gesalzenen Preise, die Apple für seine iPhones aufruft. Daher werden auch in Zukunft immer mehr Menschen bereit sein, ein hohes Apple Premium zu bezahlen.

    Wenn Apple dann noch erfolgreich das Zahlungsgeschäft ausbaut, wird die Aktie abermals durch die Decke gehen. Man denke einfach daran, welchen konstanten Revenue-Stream bisher Firmen wie Visa, mit ihren doch recht unsicheren Kreditkarten generieren. Zusätzlich sehe ich noch gewaltiges Potential im Gesundheitsmarkt (Sprichwort E-Health), bei dem Handy und SmartWatch eine immer wichtigere Rolle einnehmen werden. Auf wen wenn nicht auf Apple sollten hier die Konsumenten setzen?

    Wäre es angesichts dieser Überzeugung für Apple ratsam, diese Einzelaktie mit bis zu 20% ins Portfolio zu nehmen, oder empfiehlst du eine %-Höchstschwelle je Einzelaktie?

    Danke fürs Lesen und bleib so wie du bist Tim

     

     

     

     

     

     

  22. freaky finance

    Hi Tim,

    richtig, ein gravierender Haftpflichtschaden (also nicht Nachbars Vase) kommt extrem selten vor aber wenn es mal richtig kracht und alles so richtig schön schief läuft (Murphys Law) hast du einen existenzbedrohenden Schaden, weil du 60€ pro Jahr gespart hast. Und dann ist nix mehr mit „buy & hold“. Dann ist „sell“ angesagt, um den Schaden zu begleichen und wenn du Pech hast, reicht das hübsch angesparte Depot nicht mal.

    Das ist mir die Sache (PHV) wert und trotzdem danke ich Gott, wenn der unwahrscheinliche Schadensfall nicht eintritt!

    Ich wünsche dir, dass es gut geht. Sonst war alles für die Katz!

    Beste Grüße

    Vincent

     

     

  23. Andrea

    Hallo Tim, die moustache (hier: money moustache)  hast du dir wohlverdient. Das ist eine inspirierende Geschichte. Schön, dass du dies in relativ jungem Alter erreicht hast und also hoffentlich noch lange dein Leben geniessen kannst. Erstaunlich, wie du schon als junger Mensch zum Sparen kamst und dir etwas aufgebaut hast.

  24. Felix

    Schöne Gesichte! Beim Sparen kann ich sicher mithalten, bei der Performanz der Investition nicht. Es ist eine Sache 5.000 € anzulegen und eine ganze andere, daraus 118.000 € werden zu lassen.

    Das Sparen ist nur eine Seite Medaillie, m.E. die einfachere (ohne sie geht aber nichts , das ist klar), das richtige Investieren die andere, schwerere Seite. Bis man 100.000 € durch Sparen zusammen hat – das dauert. Wenn man sie falsch anlegt, sind sie sehr schnell wieder weg. Das haben viele Lottomillionäre erfahren.
    Buffett’s Reichtum erklärt sich nicht durchs Sparen, sondern durch richtig gutes Investieren.

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Martin

    Warren Buffett ist von Apple begeistert. Jedenfalls hat er sich ein großes Aktienpaket zugelegt. Wie hoch der Apple-Anteil sein kann in Deinem Depot, da bin ich überfragt. Ich streue ganz gerne. Ich halte 10 bis 15% für noch darstellbar.

     

    @ freaky finance

    Millionenschäden in der Privaten Haftpflicht sind extrem selten. Ich weiß, dass meine Leser diese Versicherung empfehlen.

     

    @ Andrea

    Danke! Mir hat das Sparen und Investieren sogar Spaß gemacht. Das ist spannend. Mode- oder Autohäuser oder Einkaufszentren reizen mich überhaupt nicht. Mir geht das eher auf die Nerven.

     

    @ Felix

    Danke! Ich stimme zu.

    Ich würde sagen, Buffetts Reichtum erklärt sich durchs Sparen + Investieren. Er ist durch und durch ein Schnäppchenjäger. Bei Übernahmen, Gehältern, Gebühren achtet er strikt auf die Kosten.

  26. June

    Hallo Tim,

    ein schöner motivierender Text. Und ein toller Erfolg. Auch bei „nur“ einem Wohnklokauf gehört mit Anfang 20 viel Mut dazu. Ich find es auch super, dass Du uns an den Änderungen deiner Strategie teilhaben lässt. Denn nur wenn man ständig reflektiert, aus seinen Erfolgen und Fehlern lernt und dann seine Strategie anpasst kann man langfristig erfolgreich bleiben.

    @Ex-Studentin, gut erkannt.

    @Patently Absurd,

    Kinder und Heiraten sind keine Fehler. Kinder sind das wertvollste und wohl teuerste Geschenk Deines Lebens. Sie bringen uns Eltern viel Freude, können bittere Tränen kosten, sind eine Bereicherung unseres Lebens und wenn wir als Eltern vieles richtig machen unsere teuersten Freunde und gleichzeitig unsere teuerste Anschaffung. Je Kind ein Einfamilienhaus. Willkommen in der Realität.

    Obwohl ich eine totale Allergie gegen frisch getrennten Väterjammerlappen 😉 habe, möchte ich Dich aufbauen. Komme bitte aus Deinem „alle sind gegen mich und ich bin der Verlierer“ Schneckenhaus und sehe Dir bitte deine tollen Möglichkeiten an.

    1. Du hast 2 wundervolle Kinder.
    2. Du darfst sie regelmäßig sehen und eine gute Zeit mit ihnen verbringen.
    3. Du darfst Unterhalt der Stufe 10 der Düsseldorfer Tabelle zahlen. Ja, auch das ist eine tolle Sache.
    4. Du verdienst richtig, bärenmäßig gut. Mindestens 100 k € pro Jahr.
    5. Du hast bisher eine tolle Kariere hingelegt, sonnst hättest Du dieses Einkommen nicht.

    Mit diesen dicken Pluspunkten in deinem Leben ist alles drin. Selbst mit Deinen Abzügen durch den Unterhalt, hast du noch ein sehr überdurchschnittliches Einkommen. Du solltest locker in der Lage sein von der Hälfte bis 2/3 Deines übrig bleibenden 3400 € hohen Nettogehaltes zu leben. Dann kannst Du immer noch jeden Monat 1000 € sparen. Damit gehörtest du immer noch zu den Topsparen.

    Wenn Du es schaffst aus der „ich bin der Verlierer“ Haltung rauszukommen, dann steht Dir die Welt und auch die Finanzielle Freiheit offen.

    Das hälftige Kindergeld wird Dir normalerweise angerechnet, wenn Du nicht darauf verzichtet hast. Was im übrigen ab der Stufe 9 häufig vorkommt, oder Du ein noch höheres Einkommen hast.

    Wie Tim immer schreibt, schraube Deinen Lebensstil runter und Du wirst noch mehr von Deinem Leben haben.

    Und man kann wirklich auch mit viel schlechteren Voraussetzungen die Finanzielle Freiheit erreichen.

    @Oliver,
    Danke für den Beitrag mit den 5 Stillstandsunternehmen. Was mich aber wirklich überrascht hat, ist das Amazon darin vorkommt. Ich setze da mal ein ? in meiner Wunschliste dahinter.

    @Alex,
    Auch in den überhitzten Immobilienmärkten in Süddeutschland findet man immer wieder eine Perle. Gerade letztens hatte ich gleich 2 Fundstücke. 2 x 2 Zimmer-Küche-Bad in einer Stadt mit 90 tausend Einwohner (Metropolregion) für je 60k € im Doppelpack oder Einzel abzugeben. Rendite ca. 8%. Blöd nur, dass ich in dem Moment voll investiert war.

    Take care

    June

  27. Obama

    @Rechnen:

    wenn Du z. B. 833,33 € pro Monat mit 8% Rendite anlegst (d. h. 10000€ pro Jahr) hast Du nach 30 Jahren: 1.250.240,98 EUR

    Das versucht uns TIm mit seinen motivierenden Texten immer wieder klar zu machen. Es braucht nicht viel Kapitaleinsatz, am wichtigsten ist die Zeit, um in die steile Kurve des exponentiellen Wachstums zu kommen.

    Hätte man die in Berkshire investiert und im Schnitt mit 18% gerechnet (ist doch glaube ich mind. die Durschnittsrendite sei Bestehen der Aktie, oder täusche ich mich hier ?; habe jetzt keine Lust dies zu recherchieren, wären wir nach 30 Jahre bei: 11.937.693,23 EUR

     

    @Tim: Danke für den wiederum sehr motivierenden Artikel.

     

    Alles Liebe,

    Obama

  28. K.

    Gut geschrieben June. Hin- und wieder sollte man sich auf das Besinnen was man hat und dankbar dafür sein. Achtsamkeit und so. Braucht aber etwas bis man das verinnerlicht hat….

     

    Bzgl. der „Stillstandsunternehmen“.
    Ich habe bspw. bzgl. MCD oder CocaCola auch keine Bauchschmerzen und denke auch das diese sich weiterhin „anpassen“, reagieren, weiterleben und überleben werden. Wie oben von anderen auch schon erwähnt wurde.

  29. June

    @chaostrader,

    würde ich machen, jetzt sind sie aber bereits weg. Zuerst hat sich niemand dafür interessiert und die beiden Wohungen standen mehrere Wochen in Immoscout. Und dann sind sie wohl getrennt verkauft worden. Zurzeit findet man nur Angebote ab 90 k €.

    Ich schaue immer mal wieder nach Wohnungen obwohl wir erst in frühestens einem Jahr wieder was kaufen wollen. Nachdem wir jeweils 2014, 2015 und 2016 eine Wohnung renoviert haben, wollen wir dieses Jahr Pause machen. Außerdem habe ich meine Anlagestrategie überdacht. 1. Sicherheitspolster aufstocken, 2. wieder mehr in Aktien investieren, 3. Cash für günstige Gelegenheiten oder (Traummodus an) den Neubau meines zukünftiges 6 Parteienhaus (Traummodus aus) ansparen.

    @K.

    Danke für Deinen Zuspruch. Ja, manchmal muss man aufrütteln und Menschen zeigen, dass sie dankbar sein dürfen.

    Take care,

    June

  30. Pametan

    Vorsicht politisch, aber eine wichtige Sache und hier sind vielleicht ein paar kluge Köpfe, die das ähnlich sehen.

    https://www.campact.de/panzerfabrik/

    Ich finde es wichtig, als Mensch und Aktionär Verantwortung zu übernehmen. Und damit keine Misverständnisse entstehen, ich habe selber einen Migrationshintergrund (Vater) und bin mit einigen türkisch/deutschen Mitbürgern eng befreundet.

  31. Christoph

    @Patently: Ganz ehrlich ich kann das gejammere bezüglich Familie, Kinder generell nicht mehr hören. Seid doch froh dass ihr Familie habt. Das ist viel mehr Wert als ein 1 Mio € Depot.

    Spart und legt was ihr euch leisten könnt und verbringt zeit mit Euren liebsten. Das ist das wertvollste im Leben.

     

    @Oliver: Ha jetzt muss ich Dir mal widersprechen obwohl ich mit dir sonst immer übereinstimme ;o)

    McDonalds: Die sind gerade extrem am pushen. Das Kursziel wurde von sehr vielen Analysten nach oben geschraubt und auch das letzte Qaurtal was wirklich gut.

    Natürlich wird der Wettbewerb nicht kleiner. Aber mcDo ist einfach der größte. Allein schon das Ganztagesfrühstück hat sehr sehr viel gebracht. Angeblich will man auch HotDogs versuchen. Und in Italien gibt es sogar Nutella Burger. Da kann ich mir sehr gut was großes vorstellen.

     

    Coca Cola wandelt sich auch. Der neue CEO war gestern auf CNBC zu sehen. KO reduziert seine Angestellten von 150.000 auf knapp über 40.000.

    Er will weiter stark wachsen. Er wurde auf das Problem der sinkenden Zuckerhaltigen Getränke angesprochen und auf die Gesundheitsgefahren.

    Was er sagte fand ich gut. Wie alles im Leben soll man nicht Zuviel von etwas nehmen. Also auch nicht Zuviel Zuckerhaltige Limo.

    Er verwies auch auf das Wachstum von Coke Zero.

    http://www.cnbc.com/2017/04/25/coca-cola-reports-first-quarter-earnings.html

    Ich werde daher weiter COke kaufen. Schließlich ist es die bekannteste Marke der Welt und als stabiles Unternehmen für mich unverzichtbar.

    Aber natürlich sind keine Sprünge wie bei Tech zu erwarten

     

    @All: Wer hat noch Geo Group? Es gab gestern ja einen Split.Consors hat zwar den neuen Kurs gebucht aber nicht die neuen Anteile eingebucht.

    Hoffentlich macht der WM Datenservice da nicht wieder einen Mist mit Steuer..

     

  32. Oliver

    @Christoph

    Ich möchte weder dir noch einigen anderen hier sehr große Bluechips madig machen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass eine McDonalds oder Coca Cola in absehbarer Zeit in Schwierigkeiten kommen. Sonst würde ich meine Coca Cola Aktien verkaufen. Der Punkt, den ich angesprochen habe ist der Zwang, dass sich stagnierende Unternehmen neu erfinden müssen, um Wachstum zu erzeugen. Beide Unternehmen versuchen das natürlich aktiv. Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass es Geschäftsfelder wie z.B. mit der Coca Cola Limo nicht wie Sand am Meer gibt. Die Leute sind heute gesundheitsbewußter und deshalb hat McDonalds als auch Coca Cola natürlich einen schwereren Stand und müssen kämpfen. Wenn sie quasi eine neue Strategie finden, mehr Kunden zu bekommen und Produkte mit weiterhin guten Deckungsbeiträgen zu verkaufen, dann schaut die Sache ganz anders aus. Beide Unternehmen hatten in der Vergangenheit auch schon Durststrecken, die sie wieder überwunden haben.

    Im Grunde benimmt sich der Kurswert von Coca Cola ähnlich zum Geschäftsverlauf. Der stagniert, die Auszahlungsquote für die Dividende wird höher. Kein guter Ausblick, deshalb heute auch kein Kandidat für eine Verzehnfachung. Der Kurs bei McDonalds dagegen verhält sich konträr zum allgemeinen Geschäftsergebnis. Hier scheinen viele Leute der Meinung zu sein, dass sich der Verlauf in absehbarer Zeit zum positiven verändert. Wir werden es sehen, aber zu diesem Kurs würde ich heute keine McDonalds-Aktien kaufen. Ich kann mich aber irren, zukünftige Verläufe sind nicht vorhersehbar.

    Interessant zu McDonalds ist folgendes Buch:

    Die McDonalds Story von John F. Love

    Sehr interessant zu lesen, was für ein Kampf es war, McDonalds aufzubauen. Herr Krock war bis zur Gründung der AG ein ganz armer Teufel und hatte viel Sorgen mit seinem Geschäftspartner, den er jahrelang nicht losgeworden ist.

    Was ich damit ausdrücken möchte: Man soll auch bei etablierten Unternehmen immer wieder prüfen, ob die Kosten in Relation zur Unternehmung stehen und wie sich das Geschäftsmodell entwickelt. Bei beiden ist es intakt, aber es sind aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen und Konkurrenzsituation kein großes Wachstum zu erwarten. Dazu eine sehr hohe Kursbewertung, die den Geschäftsverlauf nicht rechtfertigen und eher die allgemein höheren Bewertungen an der US-Börse abbilden.

    Man kann tatsächlich trotzdem mit einem oder beiden Werten in Zukunft gut fahren. Wenn die Börsenlaune weiterhin so gut ist, werden sie mitschwimmen. Wenn sie in ihrem Geschäftsverlauf Lösungen finden, um zum Wachstum zurückkommen, werden die beiden Werte sich gut entwickeln. Jedes Unternehmen entwickelt sich weiter und genau das ist der Grund, warum wir keine Voraussage machen können, wie ein Wert in 1, 5 oder 10 Jahren steht.

    @June:

    Amazon ist ein interessantes Unternehmen. Ich denke, dass man schon eine Position besitzen darf oder sich zulegen kann. Die Marktmacht ist ein großer Vorteil. Es scheint, dass Herr Beezos auch andere Geschäftsfelder aufbauen möchte. Obwohl die Aktie sehr teuer ist, kauft man damit viel Potential.

     

  33. StockSaver

    Sparsamkeit macht Sinn. Ein Private Haftpflicht schützt aber vor dem Verlust des Ersparten, wenn mal richtig was schief geht. Gerade wer Kinder hat, die Älter als 6 oder 7 Jahre sind, kann zumindest in Deutschland zur Kasse gebeten werden. Das hängt natürlich auch von einigen rechtlichen Würdigungen ab. Aber die nicht mal 80 Euro im Jahr sollte man investieren. So mal man Papa Staat über die Steuererklärung ein bischen an den Kosten beteiligen kann. Es gibt aber jede Menge Versicherungen die man nicht braucht. Am schlimmsten sind die „Spar“Versicherungen für Kinder für Führerschein oder für die Eltern die Beerdigungsversicherung. Lege das Geld für die Versicherung gut an und Du hast nach her mehr. Genauso Fekalie sind Bausparverträge. Auch die kann und sollte man sich sparen. Bei dem derzeitigen garantierten Zinssätzen gehen die entweder Pleite oder müssen vom Steuerzahler gerettet werden oder man spart das Geld mittels ETFs und hat echte Gewinne durch Dividenden oder Kurssteigerungen. Unter gewissen Bedingungen kriegst Du aktuell bei einem Bausparer nicht mal die Antragskosten über die Zinsen heraus (1% des Vertragsumfangs). Kann man mit jedem Zinseszinsrechner nachrechnen. Bausparsumme: 100.000 Euro, Zinsatz: 0,25 %, Laufzeit 7 Jahre, monatlich 250 Euro ansparen. Macht nach 7 Jahren ca 21190 Euro, Eingezahlt hat man 21.000 Euro das ganze Minus 1% (1000 Euro) Antragskosten macht ein sattes Minus von ca. 800 Euro nach 7 Jahren.  Bauen ist halt teuer. Nicht mal mit einbezogen ist hier die Inflation. In Deutschland beträgt diese langfristig ca. 2,9% laut WWW. Zur Zeit beträgt sie ca. 2%. Man spart also gar nicht, wenn der Zinssatz nicht über dem Wert der Inflation liegt.

    Sparen kann man auch beim Einkauf der Waren des täglichen Bedarfs.
    Zum einen durch Einkauslisten und führen eines Haushaltsbuchs und mit Sonderangeboten (riesige Umwege dafür sollte man sich aber sparen). Bei Frische Ware (Obst, Gemüse, Fleisch,…) wird selbst bei Discountern der Preis kurz vor Ablauf nochmal runtergesetzt. Wegschmeissen ist inzwischen wohl auch teurer.

    Ein neues Zelt kaufe ich zum Saisonende, nicht am Anfang, usw.

    Man kann zurückhaltend Autofahren das spart Benzin und beim Verschleiß.

    Beim Sparen muß man seine ganzen Kosten betrachten und sehen, das einem nichts davonläuft.

    Kredite sind nicht grundsätzlich zu verteufeln. Wenn mich ein Kredit seitens der Zinsen weniger kostet, als ich durch Zins- und Dividendenerträge bekomme, dann ist ein Kredit sinnvoll. Erstens habe ich mein gespartes noch, das bedeutet bessere Liquidität. Eine Zeitlang hat man dann aber gesunkene Ertäge aus dem Gesparten.

    Kredite kommen nur Infrage für ein Auto oder eine Immobilie, wenn es Sinn macht.

    Dank Dacia gibt es Neuwagen zu einem Preis von einem 4 oder 5 Jahre alten Golf oder A3. Da ist mir der Neuwagen lieber, wegen Garantie und eher nicht zu erwartender Reparaturen von Verschleißteilen.

    Für mich ist sparen deswegen immer eine Frage der Situation und nicht das pauschale Ablehnen von Möglichkeiten. So brauche ich auch keinen Nebenjob. Meiner bringt genug, macht mir sehr viel Spaß. Ich habe aber das Ziel mit 65 Jahren finanziell unabhängig zu sein, weil ich dann nicht mehr arbeiten möchte.

  34. DivSky

    @Christoph,

    habe auch Geo und werde heute mal bei der Hotline anrufen. Mir fehlen gerade Aktien im Depot.

  35. Christoph

    @Divsky: Auch consorsbank? ja mir fehlt die zugetilte Splitmenge. Aber der kurs ist angepasst

    VOr allem, was wäre wenn ich jetzt alle verkaufen möchte?

    Wahrscheinlich kommt wieder: Die Clearing Stelle hat es noch nicht geliefert.

  36. Claus

    @ Martin

    Bei Apple scheiden sich die Geister. Viel Gutes, aber auch nicht ohne Risiko, da von 1-2 Produkten weitgehend abhängig.

    Ich glaube auch nicht, dass immer mehr Menschen bereit sein werden, mehr Geld für nicht bessere Smartphones als die der Konkurrenz (Samsung) auszugeben.

    Hier mal Kritiken zum neuen S8 von Samsung.

    Samsung hat bei den Smartphones enorm aufgeholt und gewinnt Marktanteile. Ferner ist Samsung sehr breit aufgestellt und somit viel weniger anfällig, wenn es in einer Sparte mal etwas schwächer zugeht.

    Auch die von Dir angesprochenen „schrottigen“ Chinesen sind m.E. ernst zu nehmen, denn Huawei ist mit dem P10 mit Leica-Kamera sicher alles andere als Schrott und deutlich günstiger im Preis.

    In den bereits gesättigten Märkten könnte es mit den Smartphones zukünftig ähnlich laufen, wie in der Vergangenheit mit den PCs: Preise geraten aufgrung immer stärkerer Konkurrenz unter Druck, Margen sinken, Gewinne schrumpfen, Marktführer verlieren Marktanteile.

    Vielleicht gibt es irgendwann neue Techniken, die Smartphones verdrängen oder überflüssig machen, wer weiss.

    Welche Aktie zukünftig besser läuft, kann natürlich niemand sagen.

    Meine Wahl wäre heute jedoch Samsung aufgrund der deutlich breiteren Aufstellung.

    Man kann aber auch beide ins Depot legen…

     

  37. Fit und Gesund

    Ich hab zwar ein iphone aber ich bin nicht sicher ob ich das nächste Mal nicht Samsung probiere….dauert hoffentlich noch.

    Dafür steh ich jetzt wieder da und weiss nicht was kaufen..

    BASF, IBM oder P&G….finde Alle brauchbar, geht aber nur 1 Wert….BASF zahlt Dividende im Mai,  die beiden Anderen kann man auch später kaufen, guter Rat wie immer teuer… *lach*

    gerade gesehen, P&G hab ich gerade auch Ex-Dividenden Datum verpasst…

     

  38. Slazenger

    @Fit und Gesund

    wenn ich meine Meinung dazu schreiben darf, BASF halte ich bei Preisen um 90€ für zu teuer aktuell, wenn es nicht unbedingt ein Dividendenkracher sein muss, sondern ein solider Wachstumswert würde ich mal Fresenius anschauen!

    LG in die Schweiz

    @Claus

    wie so oft kann ich dir im Fall Samsung/Apple nur zustimmen! Wenn dann Samsung! Ich halte mich aktuell mit Käufen zurück, so richtig bietet sich grad nichts an!

  39. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ June

    @ Obama

    Danke fürs Lesen und rücksichtsvolle Kommentieren.

  40. Fit und Gesund

    @Slazenger,

    danke, nein, ich bin jetzt nicht nur hinter der Mordsdividende her, und Fresenius  steckt mir auch in der Nase, ebenso SAP und Fuchs Petrolub,

    ich hab leider einen immer länger werdenden Wunschzettel, will mich aber eigentlich ein wenig mit der Aktienanzahl begrenzen, das passt wieder 🙂

    liebe Grüsse

  41. Michael

    Hallo zusammen,

    bin jetzt seit bald einem Monat aktiver Leser dieses Blogs und besonders der Kommentarsektion (da lerne ich fast noch mehr draus).

    Ich hatte in einem anderen Thread schon einmal gefragt, wie der einstieg am besten geht etc..

    Nach viel Recherche habe ich mich für ein OnVista FreeDepot entschieden, das ich anfangs mit einem ETF-Sparplan von 150 bis max. 250€ füllen möchte. Später (wenn mein Studium abgeschlossen ist und ich anständig verdiene) sollen dann einzelne Aktien dazu kommen.

    Für die ETF-Sparplan auswahl wurde ich von Rainer Zufall auf die Seite JustETF aufmerksam gemacht. Diese empfiehlt bei meiner Situation 60% ETF und 40% Anteile in Renten. Anscheinend ist bei ETFs mehr Risiko – wenn man Tims und eure Kommentare dazu liest, scheint das Risiko aber irgendwo gegen 0 zu tendieren?
    Wie macht ihr das? Investiert ihr auch in eine super sichere Bank wie Renten? Lohnt sich das? Soll ich meinen niedrigen Betrag im Monat tatsächlich aufsplitten? Oder würdet ihr nur in ETFs investieren?

    Als Einzelaktie würde ich persönlich mal den Spotify Börsengang beobachten. Das ist (in meinen Augen) in der Musikindustrie das, was Netflix in der Filmindustrie ist.

    Beste Grüße,
    Michael

  42. Renditejäger

    ihr könnt an apple rummäkeln wie ihr wollt.. aber manche FAKTEN sind einfach nicht von der hand zu weisen.. nämlich der jährliche cashflow, der im endeffekt jährlich generiert wird (natürlich hat das iphone einen großen anteil) und der riesige haufen cash der auf dem konto schlummert und nur darauf wartet eingesetzt zu werden.. sei es für übernahmen oder was auch immer.. zudem versteht es apple einfach die kunden immer mehr an seine produkte zu binden um so zu verhindern dass sie zur konkurrenz laufen.. Beispiel Icloud, datenaustausch zwischen iphone und macbook etc.. das funktioniert alles jedenfalls ziemlich gut und es macht einfach spaß, teure geräte hin oder her. die qulität ist natürlich auch top

  43. anonym

    @Renditejäger:
    Apple sehe ich als zweischneidiges Schwert. Aktuell läuft es gut bei denen, ja – die richtigen Entscheidungen werden getroffen. Aber Nokia war auch mal Marktführer. Kodak war Marktführer bei Analogkameras (unabhängig davon ob es jetzt ne AG ist oder nicht). Eine falsche Entscheidung kann da schon verheerend sein…

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Michael,

    ETFs haben natürlich nie ein Risiko gegen Null. Sie sind halt einfach nicht sooo volatil.

    Und gerade für Dich am Anfang empfiehlt sich das, da Du alles andere gebrauchen kannst, als Schocks mit Kursstürzen in Einzelaktien.

    Das kann absolut jede Aktie betreffen, egal wie der „Common Sense“ sie als unfehlbar bejubelt. Es braucht bei einer börsennotierten Firma nur ein Skandal wie damals bei Sandoz passieren, oder der Contergan-Skandal etc.

    Es gibt für alles ein erstes Mal. Das kann man mit einem großen Portfolio verkraften, wo eine Einzelposition vielleicht 1% ausmacht. Aber wenn Du mit 2 oder 3 Aktien anfängst, und nach kurzer Zeit trifft Dich gleich ein richtiger Schlag ins Kontor, dann verlierst Du den Glauben, bevor Du Erfolg gesehen hast.

    Als Anfänger ist Dein (nicht vorhandenes) großes Portfolio (so kann es mal aussehen) der/die ETF. Dann kann man theoretisch auch mal die ETFs in Einzelwerte tauschen, wenn eine kritische Masse überschritten ist.

    Heute trifft es gerade mit 25% Minus an einem Tag die „X“ (U.S. Steel Corp.):

    U.S. Steel suffers biggest stock plunge in its 26-year public history

    Und so geht es eben reihum…

    Irgendwann ist das mal wieder vergessen. Aber den Psychostress kann man sich ersparen.

    Guten Erfolg

    MS

     

  45. Rainer Zufall

    Michael
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich falsch verstehe, aber es gibt nicht nur Aktien Etfs sondern auch Renten Etfs.
    Ob Du letztere brauchst, ist abhängig von Deinem persönlichen Geschmack. Aus meiner Sicht zwingen sich Renten momentan nicht auf.
    Falls Du nicht alles in Aktien Etfs investieren möchtest, kannst Du einen Teil auch aufs Tagesgeldkonto legen.
    Zim Thema Spotify. Finde ich auch toll. Aber: IPos lasse ich grundsätzlich an mir vorüberziehen. Denn Its Probably Overprized. Beispiele: Rocket, Snap.

  46. Fit und Gesund

    @Michael,

    ich lang auch keine Renten an, auch keine Renten-ETF’s, (hab aber einen Emerging Markets Bond ETF und der ist kein Witwen und Waisenpapier!)

    IPO’s als konservative Anfängerin die ich nun mal bin, nie nimmer nicht 🙂

  47. O.T.

    Solange Tim Cook nicht öffentlich einen kleinen süßen Hund erwürgt, werden die Millionen IPhone-Nutzer auch das IPhone 8, 8S … 21, 25S. Es ist für diese Leute Religion, Status.
    Samsung könnte ein Telefon herausbringen das selbständig Frühstück kocht, es hätte keine Chance gegen Apple.

    Die einzige Möglichkeit über diese Tatsache hinwegzukommen ist sich Apple ins Depot zu legen – dann ist es egal wie dämlich die Applebenutzer sind.

  48. Fit und Gesund

    na ja, sind Applebenutzer wirklich nur dämlich in Deinen Augen? auch bisschen arrogant, oder? Ich mag die Apple Produkte.

  49. O.T.

    @Fit und Gesund

    Nein, natürlich nicht! Ich habe ja Aktien. Die sind super :-), die Aktien und die Applebenutzer.

    @Michael

    Es ist immer ein 2-schneidiges Schwert. Wenn Du in „sichere“ ETFs investierst – also das Pendant zu Versicherungen, wirst Du nie wirklich erleben wie es sich anfühlt „selbst“ verantwortlich zu sein. Dann ist halt der Markt eingebrochen, Pech gehabt.

    Bei der Aktie müßtest Du Dich fragen, was habe ich da falsch gemacht?

    Rückblickend betrachtet hatte ich zwar nicht die Möglichkeit in ETFs zu investieren, aber das war auch gut so. Anfangs investiert man natürlich immer kleine Summen. Da fand ich es nicht mal so schlecht das nach den ersten 30tsd in meinem Depot gleich mal die NYSE für eine Woche (9/11) schloß und die nächsten 2 Jahre nur noch Kursverluste zu sehen waren.

    Das härtet ab und macht demütig.

    Meine Empfehlung: Steig voll „eigenverantwortlich“ mit Einzelaktien ein, und rechne damit das Du 50 % verlierst! Aber Du lernst daraus viel mehr als Du mit diesen ETFs lernen könntest – und es geht bei Dir anfangs nun wirklich um lächerliche Summen bei 200 EUR monatlich.

  50. Anna

    @ Christoph und Divsky

    Ich bin bei der ING DiBa. Auch bei mir sind die neuen Geo Group Aktien noch nicht im Depot, jedoch der Kurs angepasst. Wird schon werden.

  51. chaostrader

    O.T.,

    was sind denn sichere ETFs? Und wieso kann man mit denen beim Crash nicht 50% oder mehr verlieren?

  52. June

    @Oliver,

    Danke für Deine Einschäzung zu Amazon. Ich denke darüber nach. Mal schauen, dabei dachte ich Deine Info würde meine Wunschliste verkleinern.

    @Tim,

    gerne.

    @ Michael,

    Bei einem Studenten, der 150 € bis 250 € je Monat investieren möchte, stellen sich mir folgende Fragen:

    1. Wie hoch ist Deine Sparquote?
    2. Hast Du bereits Rücklagen, für Auslandssemester, Praktikas…?
    3. Kannst Du ohne Probleme für die Dauer Deines Studiums und sogar darüber hinaus auf dieses Geld verzichten.
    Wenn Du die letzten beiden Punkte mit JA beantworten kannst, könntest Du auch nur in ETF’s investieren. Und kein Geld in Renten ETF’s anlegen, denn dies finde ich bei einem sehr jungen Menschen, der noch viel Zeit hat eventuelle Verluste auszusitzen sehr konservativ. Nach der Faustformel 100 – Lebensalter in Aktien, müsstest Du dann ja schon vierzig sein. Zumal bei vielen Experten diese Richtschnur heute als überholt gilt. Wenn Du aber noch kein Sicherungspolster hast, dann lege Dir lieber mit einem Teil Deines Geldes diese Rücklagen auf einem Tagesgeldkonto an. Direkt in Einzelaktien zu gehen macht keine Freude, da Du dafür lange sparen müsstest. Sinnvoll könnten aber Aktiensparpläne sein.

    @O.T.

    und es geht bei Dir anfangs nun wirklich um lächerliche Summen bei 200 EUR monatlich.

    Also lächerliche Summen sind sehr relativ. Was für Dich lächerlich ist, kann bei einem Studenten bereits eine Sparquote von 30% sein. Finde ich jetzt nicht lächerlich, zumal bei kleinen Einkommen manche Kosten, wie z.B. wohnen überproportional hoch sind.

    Take care

    June

  53. O.T.

    @chaostrader

    Natürlich sind ETFs 100% sicher! Und ein Crash kann maximal 50 % sein. Dann tritt an der Börse nach pakistanischen Vorbild die Regel in Kraft das Aktien nur noch steigen dürfen.

    Wußtest Du das nicht?

  54. chaostrader

    Na ich hab mich halt gefragt, wieso man beim Crash bei der Aktienauswahl selbst verantwortlich ist, wenn so gut wie alle Anlagen plötzlich zu nahe 100% korrelieren und alles sinnfrei gen Süden geht. Gibts Aktien, die davon ausgenommen sind? Dürften recht wenige sein. Und würde man die auch kaufen, wenn man keinen unmittelbaren Crash erwartet? Das wäre ja dann die ideale Kombination, Stock Picking und Market Timing in Reinkultur…

     

  55. Helmut Koester6

    Hallo Tim,

    bisher habe ich von Dir oder auch von anderen wenig kritisches zu Warren Buffett gelesen.

    Hier sollte nicht alles durch die  „rosarote Brille “ betrachtet werden.

    Einer der großen  Widerspruch zu Deiner und Meiner  strengen

    “ Buy and Hold Strategie “

    haben  die  Valueisten um Buffett und Graham.

    Sie verkaufen Ihre  Papiere wenn sich Ihre Kennzahlen verschlechtern, oder Ihre Anforderungen nicht mehr erfüllen.

    Ich bin kein Valueist.

    Ich habe nicht verkauft – trotz schlechter Zeiten und Zahlen.

    Was machst Du, oder Ihr…??

    Bleibt Ihr dann immer noch beim „Hold“ ? unter dem Motto..

    In guten wie in schlechten Zeiten halten wir die Treue ….oder ?

    Wird dann doch verkauft ?

     

  56. Ex-Studentin

    @June

    So wie ich dich kennen gelernt habe, ist dieser Traum nicht unbedingt unrealistisch. Einfach weiter nach Immobilien schauen (mache ich auch, obwohl ich aktuell nicht unbedingt kaufen will), Augen offen halten und zuschlagen, wenn das Glück auf dich zukommt.

    Liebe Grüße

    Jenny

  57. DivSky

    @Anna und Christoph,

    der Kurs ist ja auch bei der CB angepasst.

    Gerade mit der Hotline telefoniert und die sagte es gibt einen 2 zu 1 Split. Sprich meine Position würde sich halbieren. Irgendwie sind die MA dort nicht qualifiziert. Jetzt werde ich Morgen angerufen, weil die Dame ein Ticket diesbezüglich aufgemacht hat.

     

  58. chaostrader

    @O.T. Na da oben! 6 bzw. 10 Posts weiter oben. Könnte man zumindest so verstehen (fuffzich prozent minus)…

  59. Renditejäger

    @anonym

    hast aber schon gelesen was ich geschrieben habe oder? 😉

    bei aller liebe.. weder nokia noch kodak hatten/haben über 200 mrd (tendenz immer wieter zunehmend) aufm sparbuch. was wäre denn wenn apple auf einmal netflix schluckt? die kohle hätten sie. das meine ich, und die führung ist bestimmt nicht aufn kopf gefallen

  60. Michael

    @O.T.: Einzelaktien halte ich bei meinem Budget nicht für sinnvoll. Da fressen ja die Gebühren alle möglichen Renditen. Und außerdem glaube ich nicht, dass ich nen super Riecher habe. Ich werde Spotify kaufen, wenn diese an die Börse gehen, sowie ich Tesla (leider ein bisschen zu spät) gekauft habe. Unternehmen mit denen ich mich viel beschäftigt habe, bei denen ich das Geschäftsmodell verstehe und die Chancen sehe. Aber das sind absolute Ausnahmen. Mein Spargeld soll sinnvoll investiert werden und da ist bei meinem Budget wohl der ETF die beste Wahl (was ich so lese/höre).

    @June:
    1) 20% etwa, aber das reicht mir (ich habe teure Hobbies und ein Auto).
    2) Ja hab ich, auslandssemester nicht angedacht und praxisrücklagen nicht nötig, weil ich dual studiere
    3) Ja, könnte ich – sonst würde es in meinen Augen keinen Sinn ergeben, sich mit ETFs/Aktien zu beschäftigen.

    Also sollte ich 80% ETFs und 20% Renten machen? Naja, ich habe eigentlich nur Angst vor einem Totalverlust. Bei den vielen Lebensjahren die ich (hoffentlich) noch vor mir habe, gehe ich davon aus, dass ein ETF langfristig definitiv Ertrag bringen wird.
    Also kann ich auch mit 100% ETFs nicht viel falsch machen?

    @O.T.: Ich bin ja auch erst 22, also kann ich noch gar nicht so viel verdienen. Aber ich denke, je früher man anfängt (und seien es nur kleine Summen), desto größer der Erfolg. Das predigt Tim doch auch dauernd 😉

    @Tim: Eine Frage noch an dich:
    Du predigst das Großsparen des Depots und das Überstehen einer Krise. Ergibt viel Sinn für mich soweit. Was machst du nun aber, wenn du von der Zeit her am „Ende deines Lebens“ (also… zum Beispiel 65+) in einer Krisenzeit landest? Dein Depot verliert mit jedem Tag an Wert und du bist gezwungen mit wenig Gewinn zu verkaufen, um zu überleben. Denn du kannst von deiner Lebenszeit her nicht einfach die Pobacken zusammenkneifen und warten bis es wieder aufwärts geht (weil du dann vllt. schon tot bist). Oder verstehe ich das falsch?

    Grüße,
    Michael

    PS: Danke für eure großartige „Start“hilfe! 🙂

  61. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Helmut Koester6

    Warren Buffett hält seine Aktien 20, 30, 40, 50, 60 Jahre lang. Das ist ein extremes Buy-and-Hold. All seine Tochtergesellschaften hält er ewig. Ich glaube, er hat noch keine einzige Tochter verkauft.

    Ich mache es genauso. Ich halte meine Aktien in guten wie in schlechten Zeiten. Ich verkaufe nicht. Punkt. Schluss.

     

    @ Michael

    Es gibt die 4%-Formel. Demnach kannst Du jedes Jahr 4% Deines Depots wegnehmen (die 4% beinhalten die Dividende). Sprich wenn Du 2% Dividende kassiert, kannst Du 2% des Aktienbestands verkaufen – ohne Dein Vermögen dauerhaft aufzuzehren. Wer besonders vorsichtig vorgehen mag, wählt die 3%-Formel. Sprich 2% Dividende kassieren und 1% des Depots verkaufen pro Jahr. Mehr geht nicht.

    https://earlyretirementnow.com/2016/12/07/the-ultimate-guide-to-safe-withdrawal-rates-part-1-intro/

  62. chaostrader

    Also sollte ich 80% ETFs und 20% Renten machen?

    Das musst du selbst entscheiden. Gerade am Anfang ist 100% nicht zu empfehlen. mein persönlicher und vollkommen voreingenommener Ratschlag. Mach 90:10.

    Von Anleihen würde ich aber die Finger lassen. Wenn die Zinsen mal wieder steigen sollten droht da ein heftiger Verlust. Machs einfach: pack einfach etwas von dem Geld aufs Tagesgeldkonto.

    Naja, ich habe eigentlich nur Angst vor einem Totalverlust.

    Brauchst du nicht.

    Bei den vielen Lebensjahren die ich (hoffentlich) noch vor mir habe, gehe ich davon aus, dass ein ETF langfristig definitiv Ertrag bringen wird.

    Davon ist auszugehen. Wenn du stetig weitersparst kann das gar nicht schiefgehen.
    > Also kann ich auch mit 100% ETFs nicht viel falsch machen?

    Doch. Das nennt sich Psychologie. Die bringt einen dazu, dumme Sachen zu machen.

    Was machst du nun aber, wenn du von der Zeit her am „Ende deines Lebens“ (also… zum Beispiel 65+) in einer Krisenzeit landest?

    Auch die geht vorüber.

    Dein Depot verliert mit jedem Tag an Wert und du bist gezwungen mit wenig Gewinn zu verkaufen, um zu überleben. Denn du kannst von deiner Lebenszeit her nicht einfach die Pobacken zusammenkneifen und warten bis es wieder aufwärts geht (weil du dann vllt. schon tot bist). Oder verstehe ich das falsch?

    Es gibt da viele Möglichkeiten (z.B. mal zwei Jahre von Cashrücklagen überleben, Minijob annehmen, Mieteinnahmen verballern, Ausgaben beschränken etc.). Aber selbst wenn man was verkaufen MUSS ist das kein Weltuntergang. Wie schon erwähnt, 4%-Regel, „Trinity Study“ und „Safe Widthdrawal Rate“ sind die geeigneten Suchwörter für Google.

    Da würde ich mich jetzt noch nicht drum kümmern, das „Problem“ kannst du angehen, wenn die sprichwörtliche Million erstmal voll ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *