Seien Sie anders als die konsumgeile Mittelschicht


New York, 11. Oktober 2016
Einkaufen zum Zeitvertreiben. Das machen viele gerne. Das Wochenende verbringen sie im Shoppingstress. Das Konto ist leer, die Schränke sind voll.

Einkaufen zum Zeitvertreib. Das machen Bürger gerne. Das Wochenende verbringen sie im Shoppingstress. Das Konto ist leer, die Schränke voll. Sparen für die Rente? Wozu, das denn? So ein Quatsch!

Verbraucher verhalten sich ziemlich dumm. 40 Prozent der Deutschen haben keinerlei Ersparnisse. Natürlich gibt es etliche, die nichts dafür können. Härtefälle eben. Es gibt aber auch jede Menge Uneinsichtige, die von der Hand in den Mund leben. Konsumgeile geben jeden Monat ihr gesamtes Gehalt aus und schaffen es gerade so von Monat zu Monat über die Runden. All das Geld, das reinkommt, geht gleich wieder raus. Sie fahren Protzautos, gehen in den Urlaub, schlemmen in Restaurants… bis all das Geld weg ist. Ein solches Verhalten ist rücksichtslos, zumindest sich selbst gegenüber.

Irgendwann wird den Verschwendern etwas Unvorhersehbares passieren, dann sind sie ganz schnell pleite. Lebemenschen glauben, sie leben gut. Aber das ist riskant. Massenweise laufen Menschen am Klippenrand entlang. Sie sehen zwar den Abgrund, doch ignorieren ihn. Wenn Jobverlust, Krankheit oder Reparatur sie heimsucht, kann das Kartenhaus zusammen fallen.

Dass erstaunliche 40 Prozent der Deutschen blank ist, sagt nicht irgend jemand, sondern Marcel Fratzscher. Der Ökonom des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung weiß bestimmt, wovon er spricht. Das ist also kein Blödsinn. Das ist die Realität in Deutschland.

Der Durchschnittsbürger verhält sich also dumm. Es ist eine wahnsinnige Verschwendung. Und ich war Teil dessen. Ich hatte mein Girokonto überzogen. Ich hatte Konsumkredite. Ich kaufte Designermöbel per Ratenkredit. Ich bestellte eine neue Einbauküche, ließ feinen Granitboden verlegen. Ich orderte wie ein Irrer Kunst bei eBay. Ich fuhr einen dicken BMW. Ich war dumm. Ich wollte cool erscheinen. In Wahrheit war ich ein Idiot. Ich sparte nicht. Ich verplemperte alles.

Zum Glück wachte ich auf. Ich befand mich in einem sinnlosen Konsumrausch. Das Auto hat mich ein kleines Vermögen gekostet. Ich war ein Durchschnittsbürger. Die Nachbarn verhielten sich so. Die Bekannten. Die Freunde. Manch einer verdiente Geld wie Heu, doch war kein Cent auf dem Girokonto. Im Möbelhaus erkundigten sie sich nach einem Ratenkredit. Die Waschmaschine kam mit einem Finanzvertrag. Der Urlaub wurde mit dem Dispo bezahlt…

Wenn ich mich in mein Girokonto einloggte, sah ich tiefrote Zahlen. Ich zahlte üppige Kreditzinsen. Ich fuhr zwar ein schönes Auto, wohnte in einem wunderschönen Apartment – doch es war alles nur Schein. Ich steckte bis zur Halskrause in Schulden. Ich wollte erfolgreich erscheinen, war aber im Grunde ein Verlierertyp.

Es ging mir nur um eines: Ich wollte großartig erscheinen – nach außen hin. Die meisten wachen nie auf. Ich hatte jede Menge Spielzeug. 67 Prozent der Deutschen möchte in den Ruhestand – mit nichts. Sie haben nur die gesetzliche Rente.

Verhalten Sie sich besser als die Meute. Seien Sie mutig. Seien Sie anders. Seien Sie seltsam.

Mir ist es völlig egal, ob mein Turnschuh ein kleines Loch hat. Mir ist es egal, wie alt meine Couch aussieht (die mir jemand im Haus geschenkt hat). Mir ist es egal, wie alt die Kochtöpfe sind. Mir ist es egal, ob das T-Shirt, das ich am Wochenende trage, verwaschen ist. Ich kaufe im Supermarkt Lebensmittel, die kurz vor dem Verfallsdatum sind. Die Produkte haben einen großen roten 99-Cent-Aufkleber obendrauf. Das kann jeder an der Kasse sehen. Mir ist das egal. Warum soll mich das stören?

Muss immer alles neu sein? Es ist doch völlig egal, wie alt meine Jogginghose ist. Warum ist das Erscheinungsbild für die meisten so wichtig? Was ist so schlimm an einem wirklich alten Gebrauchtwagen? Ist man deshalb ein schlechter Mensch oder Versager. Nein! Ganz und gar nicht.

Wenn ich mit Bekannten spreche, haben sie oft Ausreden, warum sie nichts sparen. Wenn der BMW wichtiger als der Ruhestand ist, dann sind diese Leute einfach dumm und ignorant.

In Bayern explodiert gerade die Zahl der Rentner mit Minijobs. Warum wohl? Weil ihnen die Rente nicht reicht. Insbesondere Politker der CSU streiten das ab. Sie behaupten glatt, die Rentner würden alle jobben, weil es ihnen so viel Spass bereiten würde. So ein Quatsch! In Deutschland haben schon eine Million Rentner Minijobs angenommen. Es nimmt rasant zu. Die Altersarmut breitet sich rasend schnell aus.

Am Wochenende gehe ich statt ins Kaufhaus oder Shoppingcenter lieber an den Strand, in den Park, in die Natur. Das ist wahre Erholung. Shopping ist nur Streß:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Seien Sie anders als die konsumgeile Mittelschicht

  1. Konrad

    Auch mir ist es grundsätzlich vollkommen latte, was andere über mich oder meinen Lebensstil denken. Ich mache alles so, wie ich es für richtig halte. Mir geht´s finanziell ganz gut, lasse es aber überhaupt nicht raushängen.

    Aber: Man sollte nicht in einen „Sparwahn“ verfallen und dadurch die schönen Dinge im Leben missen. Was ich meine: Auch mal schön essen gehen. Auch mal in einen Urlaub fahren. Auch mal neue (teure) Sachen kaufen, die einem gefallen.

    Man muss einen Mittelweg finden. Für die Zukunft vorsorgen, aber dennoch das Leben nicht vergessen. Natürlich müssen auch schöne Dinge nicht viel Geld kosten. Aber wenn mal etwas Teures dabei ist, dann ist es auch mal in Ordnung.

    Die Grundeinstellung ist entscheidend. Tim hat z. B. auch mal geschrieben, dass er glaube ich 250,- Euronen für ein tolles Essen bei einer Spitzenköchin ausgegeben hat. Und das ist doch super! Daran wird er sich lange zurückerinnern – nicht wg. dem Preis, sondern weil das Essen + Drumherum außergewöhnlich war. Ich habe letzte Zeit auch viel Kohle im Urlaub ausgegeben, aber was solls. Wichtig ist halt nur, dass man sich auf seine Grundeinstellung zurückbesinnt und nicht ständig in Saus und Braus und über seine Verhältnisse lebt.

  2. JosefJosef

    Das stimmt Sparen ist die Lösung aber nicht geizen. Wer möchte denn schon mit einem Geizhals Befreundet sein. Irgendwann sitzt man mit seinem Geiz alleine in einer Wohnung. Es soll ja Leute geben die mit Ohrenschmalz Türriegel einfetten. Bewusst Sparen und Geld ausgeben, auch so kann man finanziell frei werden.

  3. ZaVodou

    „Verbraucher verhalten sich ziemlich dumm. 40 Prozent der Deutschen haben keinerlei Ersparnisse. Natürlich gibt es etliche, die nichts dafür können. Härtefälle eben.“

    Ich weiß nicht, ob die sich dumm verhalten oder eher rational. Volker Pispers hat in einer seiner Kabarettshows es mal kurz vorgerechnet, wie viel  Deutsche mal in Altersarmut geraten werden.

    Das sind nämlich all diejenigen, die 2.000 EUR brutto oder weniger pro Monat verdienen. Das sind ca. 40 % der Deutschen.

    Die wären doch doof, wenn sie größere Summen ansparen würden. Wird nämlich auf die GruSi angerechnet. Das will man zwar seitens der Regierung mal ändern, aber, ob 50 Euro, die man dann vielleicht im Monat mehr bekommt einem groß was nützen, weiß ich nicht.

    Also ich kann die Leute verstehen, auch wenn ich es selbst anders mache, aber ich habe auch mehr als 2.000 EUR brutto im Monat verdient.

    Ich habe die 2.000 brutto mal ein wenig recherchiert. Nach dieser Statistik wären es nur 25 % der deutschen Bevölkerung, die 2000 EUR brutto oder weniger verdienen. Nimmt man aber die nächste Stufe mit hinein, also alle bis 2.500 EUR brutto, kommt man auf 45 %.

  4. Boris

    ZaVodue hat ganz Recht, alles, was man an Vermögenswerten angesammelt/angespart hat, wird gnadenlos angerechnet und muss verbraucht werden, bevor man irgendeine Sozialleistung beziehen darf. Von lächerlichen „Freibeträgen abgesehen.  Das ist wie bei Arbeitslosigkeit eines der Kernelemente der Asozialisierungsmaßnahmen rund um Hartz4.

    Das wird diejenigen nicht interessieren müssen, die sich mehr als genug Vermögen aufbauen konnten – die beantragen einfach niemals Leistungen und haben vor den Nachforschungs-Drangsalierungen und Drohungen der Behörden ihre Ruhe.

     

    Trotz allem sehe ich es auch so, dass man sich schon den einen oder anderen Luxus gönnen sollte, und manch einer hat vielleicht ein etwas kostspieligeres Hobby… warum nicht.

    Man sollte aber jederzeit die Kontrolle über und den Weitblick aufs eigene (ökonomische) Leben behalten.

  5. Dominic | Der Portfoliomanager.de

    Ich bin da mit Konrad auf einer Linie. Bei aller Sparsamkeit darf man die schönen Dinge im Leben nicht völlig vergessen. Und diese sind für mich nicht nur die von Minimalisten gepriesenen „Momente & Erlebnisse“, sondern nunmal auch Gegenstände.

    Für mich persönlich ist dies gute Kleidung (die kein Loch hat 😉 ), eine gute Flasche Scotch, mein MacBook, Golf spielen, hochwertiges Schuhwerk, etc …

    Ganz allgemein Dinge von Qualität. Lieber weniger, aber dann gut – das ist mein Credo.

    Durch die längere Haltbarkeit kann das unter Umständen auch wieder wirtschaftlich sein. Beispiel Schuhe: Kaufe ich ein gutes Paar rahmengenähte für 250 Euro, dann halten diese Schuhe bei entsprechender Pflege und regelmäßiger Neubesohlung 10 Jahre. Das ist für mich sehr wirtschaftlich und nachhaltig und gilt für zeitlose Kleidung im Allgemeinen.

     

  6. wirtschaftswaisewirtschaftswaise

    Bei den Minijob-Rentnern könnte ich mir vorstellen, dass viele in jüngeren Jahren in die private Krankenversicherung gewechselt sind. Ich kann mich noch an ganzseitige Anzeigen im SPIEGEL in den 2000er Jahren erinnern: „PKV für 45 € pro Monat!“ u.ä. Dass die PKV in späteren Jahren den Kosten-Turbo zündet, hat man den Leuten natürlich nicht erzählt.

    In einem Artikel in Focus Money wurde mal schön erläutert, dass man das gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung gesparte Geld gut verzinst anlegen muss, damit man in späteren Jahren mit der PKV keinen Schiffbruch erleidet.

  7. Vali

    Die Minijob-Rentner in Bayern, vor allem um München herum, haben Probleme mit den Mieten bekommen. Zwischen 2010 und 2015 gab es einen Anstieg um 28%. Viele Münchner Rentner haben kein Eigentum, wollen aber verständlicherweise nicht aus der schönen Stadt raus. Neuvermietung ist im Speckgürtel auch sehr gestiegen.
    http://www.tz.de/leben/wohnen/mietspiegel-muenchen-so-viel-zahlen-anwohner-wirklich-6535363.html

    Ich beschäftige meine Eltern auch als Mini-Jobber. Ich brauche sie als Kinderbetreuer, denn sie sind die besten;-). Die 450 Euro bekommen sie steuerfrei zusätzlich zu ihren restlichen Einnahmen/Rente. Sehr großzügig vom Staat. Die Steuer dafür zahle ich als Arbeitgeber.

    Die Nachbarn beschäftigen ein älteres Ehepaar als Gärtner – sehr fleißige liebe Leute.

    Tim, ich finde es sehr mutig, wenn du von deinen finanziellen Dummheiten erzählst 😉 So darf man es nicht machen, stimmt. Konsumkredite sind blöd und machen einen finanziell kaputt und abhängig. Aber ein schönes Auto fahren, wenn die Studentenrostlaube (oder der Schuh;) kaputt ist und man sich es leisten kann, ist schon absolut in Ordnung  und den BMW gönne ich jedem, der hart dafür gearbeitet hat! Irgendwann bald werde ich die Aktien davon besitzen… bereite mich mental schon mal vor 😉

    Was ich wichtig finde, ist klug zu konsumieren, zu sparen, zu investieren. Die goldene Mitte finden! Das ist wohl am schwierigsten…

    Sich und die anderen glücklich machen, denn das Jetzt zählt immer mehr als das Später, auch wenn man dafür ein bisschen tiefer ins Konto schauen muss 😉

    PS: Den Gewinnern herzlichen Glückwunsch nachträglich (deshalb spiel ich aber auch nie Lotto;-)

     

     

  8. PIBE350

    Alle Dinge, die du aufgezählt hat, sind mir ebenfalls unwichtig.

    Ich liebe ebenfalls Natur, Parks, Strände und Sonne. Da New York klimatisch etwas milder liegt, muss man als Deutscher öfter Flugzeuge besteigen. 😉

    In 2 Wochen geht es erst mal für 2 Monate nach Lanzarote. Dafür gebe ich gern mein Geld aus, wobei ich mir immer die günstigsten Reiseangebote heraussuche: zeitlich und örtlich flexibel, in der Nebensaison, Langzeitreisen mit Langzeitrabat, Anzahl der Hotelsterne egal.

    Pro Jahr gebe ich grob 4.000 Euro für 4-6 Flugreisen mit einer Gesamtreisedauer von 5-6 Monaten aus. Das ist es mir und meinem Wohlbefinden wert. Ich kann die kalte Jahreszeit in Deutschland einfach nicht ausstehen.

  9. Stefan Meisel

    Ein aktuelles Zitat, das gut hierher passt:

    „If I see a footballer with a Louis Vuitton wash bag I wonder what that does to others. If you are the only young lad in the changing room without one then you feel that pressure that you need to go out and get one. Even if you don’t want one or even like one.

    That’s what I think is wrong with football. It’s completely wrong. Your job is to train well and play well on Saturday and do well week in, week out. That’s your job. Your job isn’t to be going out and buying the best of everything just because someone else is.

    But they feel they all need to have the best because of the pressure. They think they need to look good on their Instagram pictures. They think they have to follow the leader but they are just kids — boys.

    They need protecting, good people looking after them. Parents and agents and people who have their best interests at heart. But sometimes it isn’t the case.

    How do you change it? I don’t know. I just hate the thought of a young player in a dressing room feeling worried because seven of the lads have something that he doesn’t have.“

    (Seamus Coleman, irischer Kapitän des FC Everton)

  10. Stefan Meisel

    Simon Rolfes ist übrigens der einzige in der Öffentlichkeit stehende Deutsche der mir einfällt, der sich offen dazu bekennt, langfristig in Aktien zu investieren (und der das nicht tut, weil er ein Buch verkaufen will oder weil er Fondsmanager/“Börsenexperte“  ist).

    Oder fällt euch noch jemand ein?

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Ich musste auch lachen. Das scheint der Hit zu sein. Diese Elefanten. Im Ernst. Da kommt das kleine Kind beim Shoppen wohl durch.

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Danke, interessant. Ja, es ist allgemein bekannt, dass eine hohe Quote pleite geht.

    „According to a 2009 Sports Illustrated article, 78% of National Football League (NFL) players are either bankrupt or commit suicide within two years of retirement and an estimated 60% of National Basketball Association players go bankrupt within five years after leaving their sport.“

  13. PIBE350

    So eine Elefantenhandtasche würde ich meiner 3-jährigen Nichte schenken, aber nicht für 1000 Euro. Ihre Kamelhandtasche aus dem letzten Ägyptenurlaub kostete nur 5 Euro. 😉

  14. Max Bogen

    Ich erlebe in München täglich Pfandflaschensammelende Senioren! Auch junge Bewohner in Deutschland werden in Mitleidenschaft mittels Steuern und Sozialabgaben gezogen!

    Das ist das, was dieser System möchte! Das System ist bürokratisch und feudalistisch! Mein Ziel ist es, ihn zu vernichten!

    Als Ritter von Bogen werden wir mit Unternehmensaufbau und Konzernaufbau (Small Cap) engagieren! Je mehr Konventionen wir brechen, umso schneller verlieren die Bürokraten die Macht!

    Wir kennen die Gesetzeslücke und werden noch welche wie ein Piratenschatz in Deutschland finden und bergen!

    Als Beispiel ist es, dass GmbH oder AG für Wertpapiersparen 95% Steuerfreiheit genießen, während die 5% mit 15% Körperschaftssteuer, ca. 1% Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer nach Ort und Hebesatz besteuert werden!

    https://knightofbogen.tumblr.com/post/151671014442/exchange-traded-funds

  15. Finanzmixerin

    @Vali: Das klingt ja mal interessant, Familienmitglieder als Selbstständiger zu beschäftigen auf 450 Euro-Basis. Da bleibt das Geld in der Familie. Kannst du das steuerlich absetzen?

    Ich finde auch, dass es schwierig sein kann, einen Mittelweg zu finden. Ich verbiete mir zeitweise zu viel, was Kleidung und die Neuanschaffung von Dingen betrifft. Mal etwas zu essen oder zu trinken wenn man mit Jemanden zusammen unterwegs ist, das verkneife ich mir hingegen nicht. Ich muss etwas aufpassen, dass ich den Minimalismus was materielle Dinge betrifft nicht übertreibe.

    Was verstehst du denn noch unter klug konsumieren? Kaufst du Lebensmittel bspw. auf dem Markt und unterstützt hier regionale kleine Bauern? Ich könnte meinen Konsum noch etwas nachhaltiger gestalten.

  16. Finanzmixerin

    @Lad: Was sagst du denn zu den aktuellen schlechten Neuigkeiten bei Samsung? Du meintest ja in den Kommentaren von anderen Artikeln, dass Apple Konkurrenz von Samsung hat…

  17. Stefan Meisel

    Letzten Samstag hat auf dem Berliner Börsentag jemand ausgerechnet, wie wahrscheinlich es ist, dass Warren Buffetts Rendite, die er zwischen 1965 und 2015 erzielt hat, nur dem Zufall geschuldet ist, wie es ja laut der Theorie der effizienten Märkte (die immerhin mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde) sein müsste.

    Die Wahrscheinlichkeit dafür ist wohl ungefähr so hoch wie die, in 3 aufeinanderfolgenden Wochen 6 Richtige im Lotto zu haben.

  18. benno-bello

    An Alle,

    Jeder sollte nach seiner Facon selig werden.

    Allerdings tun mir die Akteure  Leid, die  den Unterschied, zwischen einem Euro haben,  oder nicht haben, nicht Verstanden haben.

  19. Markus

    @Stefan

    Da hast Du ein falsches Bild von der EMT. Sie behauptet nicht zu 100% die eine richtige Wahrheit zu sein!

    Sie erklärt die Preisbildung der Aktienmaerkte mit unserem jetzigen Wissen am wahrscheinlichsten / plausibelsten.

    Buffett hebelt mit FK, Sonderbedingungen, Low Volity & Quality, Value Aktien. Zudem ist er wahnsinnig begabt, fleißig, hat ein ausgezeichnetes Netzwerk an fähigen Menschen mit Wissensvorsprung um sich geschart und selbst sein Vater hatte schon Interesse an Value Investing als das Wissen darüber noch kein Mainstream war.

    Er ist beeindruckend und Hut ab vor seiner Lebensleistung!

    Ob allerdings die Bedingungen für viele Normalos zur Kopie vorhanden sind… Daran habe ich meine Zweifel.

  20. Marco

    Ganz allgemein Dinge von Qualität. Lieber weniger, aber dann gut – das ist mein Credo.

    @Dominic: Das sehe ich auch so. Lieber die Dinge, die einem etwas bedeuteten oder welche man braucht, in entsprechend guter Qualität. Und wenn sich die Qualität im Preis bemerkbar macht (was oft, aber nicht immer, der Fall ist), dann zahle ich auch gern mal mehr.

    Zum Sparen im Allgemeinen: Ich finde, dass wenn man die Möglichkeit zu Sparen hat, sollte man dies auch tun. Wenn nicht, dann sollte man zumindest seine Situation festigen und dann nach Möglichkeiten suchen, um vielleicht etwas zur Seite zu legen. Das läuft dann vermutlich auf zusätzliche Einnahmen hinaus, wenn sich an den Ausgaben nichts mehr machen lässt.

    Die Reihenfolge, die Tim hier oft vorgibt, halte ich dabei für zielführend: Schulden tilgen, Sparen/Sparpotenzial aufdecken, Investieren.

     

    Gruß,

    Marco

  21. easydividend

    Auch ich bin da genauso. Mir ist es egal was andere über mich denken.

    Wenn ich mir ein Auto kaufe, wird es wieder ein gebrauchtes. Wahrscheinlich dieses Mal mit ein bisschen mehr Ausstattung und so weiter, aber ein gebrauchtes.

    Ich halte nichts von der Konsumgeilheit, aber eines habe ich mit diesen Menschen gemeinsam: Auch mein Giro-Konto ist leer.

    Der einzige Unterschied ist, dass es absichtlich leer ist, denn hier kann es nicht für mich arbeiten. Ich nehme den Großteil des Geldes (das ich nicht zum leben brauche) und stecke es in mein Depot beim Broker. 🙂

    mfG Chri

  22. Fit und Gesund

    also ich war jetzt mal so richtig schön konsumgeil 🙂 es musste einfach mal sein, glänzt und so ein Teilchen wiegt um die 31g….:)  🙂

  23. Vali

    @Finanzmixerin, ja, man kann einen Teil von der Steuer absetzen 🙂 Bei 160 Euro monatlich, lohnt es sich sogar mehr jemanden einzustellen, als schwarz zu bezahlen.

    Unter klug konsumieren verstehe ich z.B. Produkte zu kaufen, die ich vielfältig benutzen kann, die sich irgendwie im Kreislauf bewegen!

    Z.B. kaufe ich eine Jacke für meine Tochter, die ich aber auch tragen kann, bzw. sie auftrage, wenn sie meiner Tochter zu klein ist. Meine Mutter macht es genauso – wir haben alle eine ähnliche Größe zwischen 34-36-38. Auch Schuhe tragen wir oft alle (39-40), müssen natürlich ein neutrales cooles Design haben. Deshalb kaufe ich selten, weil solche Produkte selten anzutreffen sind 😉

    Laptop kaufe ich nur geschäftlich, benutze es 3-4 Jahre und übergebe es meinen Familienmitgliedern. Das Geld ist mir nicht zu schade, denn meine Kinder bilde ich langsam darin aus!

    Ich verreise ungern einfach in den Urlaub, ich verreise meist geschäftlich. Da ich selbständig bin und ziemlich global Produkte habe, pflege ich gern Beziehungen zu Auftraggebern und Kunden, bin auf Messen. Macht mehr Spaß, als am Strand zu liegen 😉

    Das erlaubt die Selbständigkeit, denn ich zahle erst dann die Steuer, nachdem ich klug in meine „Firma“ investiert habe. Also, alles was mir zur Umsatzsteigerung hilft. Neue Kunden anlocken, neue Aufträge, mit neuem Material usw.

    (Aus)geben um einen Mehrwert zu bekommen, und weil es Spaß macht 🙂

    Ein aktiver Kreislauf!

     

     

  24. Gurki

    „Mir ist es völlig egal, ob mein Turnschuh ein kleines Loch hat. Mir ist es egal, wie alt meine Couch aussieht (die mir jemand im Haus geschenkt hat). Mir ist es egal, wie alt die Kochtöpfe sind. Mir ist es egal, ob das T-Shirt, das ich am Wochenende trage, verwaschen ist.“

    Sorry aber übertreibst Du da nicht bisschen mit deinem „Sparwahn“? Ehrlich gesagt, will ich schon mit ordentlicher Kleidung aus dem Haus gehen und nicht mit löcherigen Schuhen durch die Welt stiefeln.
    Nein, man ist sicher kein schlechterer Mensch, aber ein ungepflegter! Und das geht in meinen Augen (vor allem, wenn jemand Geld hat) absolut gar nicht.
    Wer geht schon gerne mit einem ungepflegten Menschen aus oder lässt sich mit dem sehen? Klingt oberflächlich, ist es vielleicht auch. Aber dann bin ich in der Hinsicht halt oberflächlich.
    Die Kleidung muss nicht von Gucci oder Prada sein, aber auch nicht von C&A. Letztere Kleidung wurde mit einer heißen Nadel genäht und hält nicht sehr lang. Die mittelteuren Kleidungsstücke halten da schon deutlich (!!) länger. Und man sieht auch den qualitativen Unterschied. Ich hab es ausprobiert.

    Ich kaufe gerne im Sale. Da lässt sich dann auch mal ein Schnäppchen machen.

    Aber ich kaufe auch (gerne) eine mehrere tausend Euro teure Stereo / Heimkino-Anlage. Weil ich gerne Musik höre. Und weil ich 1x was Ordentliches kaufe. Deutsche Markenqualität sozusagen.

    Und noch mal eine Frage an alle Sparwüttigen (ich spare auch sehr viel, kaufe aber auch mit bedacht): Was macht ihr wenn ihr morgen vom Bus überrollt werdet? Da bringt Euch auch die Million nix mehr. Aber schön rumgegeizt habt ihr… 🙂

     

     

  25. PIBE350

    An Fit und Gesund: Bist du jetzt auch unter die Goldgräber gegangen? Super! Wenn man Gold nicht als Spekulationsobjekt, sondern als eine Art Brand- und Sturmversicherung fürs eigene Depot ansieht, kann man nicht viel falsch machen. Es beruhigt zusätzlich und lässt einen noch besser schlafen. Regelmäßige Nachkäufe glätten den Durchschnittskurs. Für mich gehört Gold zur Abrundung in jedes Depot. Über den Portfolioanteil lässt sich streiten. Ich würde mindestens zu 10 und maximal zu 33 Prozent (3-Speichen-Regel: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/janne-joerg-kipp/die-drei-speichen-regel-das-16-jahre-alte-geldanlage-geheimnis.html) raten. 🙂

    An Gurki: Dann hatte ich ein kurzes, aber schönes Leben ohne materielle Entbehrungen und der Rest wird vererbt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber größer, dass man nicht überfahren wird und weiterhin wie gewünscht sein Leben leben kann. Geiz ist für mich eine zwanghafte Handlung. Sparsamkeit, Einfachheit, Entschleunigung und Genügsamkeit sind dagegen eine freie Lebensentscheidung. Unsere Konsum- und Leistungsgesellschaft macht die Leute auf Dauer krank. Meine Meinung.

  26. Fit und gesund

    @PIBE350

    ja, bin ich 🙂 ich habe mir Deine Beweggründe zu Gemüte geführt und gehe mit Dir einig, zumal ich mein Jahresendziel erreicht habe, ich habe 4 Unzen gekauft (sind noch nicht da) der Goldpreis ist etwas gefallen und da fand ich das eine gute Idee, ich werde wohl nach und nach auf 10% aufstocken, das Ganze kommt aber nicht mit in meine „Bilanz“, es ist mir völlig schnuppe was der Goldkurs dann macht, es soll einfach eine absolut eiserne Reserve darstellen. Ich habe noch knapp 5 Jahre bis zur leicht vorgezogenen Rente und werde nicht zu 100% in Aktien gehen, das macht keinen Sinn, dann hab ich noch meine Wohnung und denke damit hab ich für mein Alter schön vorgesorgt.

    Und ich muss keine Steuern auf das Gold zahlen.

    Ich hatte mächtig Spass ein wenig herumzutelefonieren

    1.Bank völlig unfreundlich

    2.Bank, da waren Alle in der Pause

    3.Bank, hilfreich obwohl ich kein Konto dort habe

    4.Bank, der wusste nicht was Unzen sind

    Ich habe das Gold aber nicht bei einer Bank bestellt sondern in einem Online-shop.

  27. PIBE350

    An Fit und gesund: Bei wem hast du denn bestellt? Ich habe bislang über Preisvergleiche (Gold.de), Ebay (manchmal bieten seriöse Edelmetallhändler wie pro aurum Münzen ohne Aufgeld und Versandkosten an) und Degussa mit Selbstabholung gekauft. Dann habe ich noch einen monatlichen Euwax-Gold-Sparplan mit gebührenfreier, physischer Auslieferung in 100-Gramm-Barren für kleinere Sparbeträge eingerichtet.

    Mit Unternehmen, Immobilien und Edelmetallen im Portfolio bist du gut fürs Rentenalter aufgestellt. Zu 100 Prozent in nur 1 Anlageklasse zu gehen, ist auch nicht mein Ding.

  28. Fit und gesund

    @PIBE350

    Bestellt hab ich bei Degussa Schweiz, den Gold-Sparplan schau ich mir gerne an, aber die werden nicht in die CH ausliefern, ich habe sicher für „irgendwelche“ Bestellungen Adressen von deutschen Freunden, aber sowas muss nicht Jeder wissen.

  29. Slazenger

    @ Fit und Gesund

    Richtig so ein paar Goldmünzen oder Barren können Nie schaden, Gold behält in der Regel seinen Wert!

    zum Service der (deutschen Banken) kann ich auch etwas beitragen: war dort kürzlich am Schalter und wollte 250 britische Pfund. Das muss man bestellen war die Antwort und hat eine Woche Lieferzeit???? Ok sagte ich macht das mal. Auf meine Frage wieviel € mich diese 250Pfund kosten war man nicht vorbereitet. Hektisch wurde eine Kollegin dazugezogen, hm und so stand ich da gute 5 Minuten. Dann kam sie mit dem Umrechnungskurs! Ich sagte zu ihr, das war aber nicht meine Frage, meine Frage war wieviel Euro mich das kostet! Wieder verschwand sie einige Zeit lang und kam mit einen Taschenrechner, und dann nach einer gefühlten Ewigkeit wusste ich was es mich kostet! Natürlich zu dem damals gültigen Umrechnungskurs! Der Höhepunkt aber war, als ich dann eine Woche später meine 250 Pfund abholen wollte, waren diese nicht auffindbar! Dann wurde wieder alles hektisch….den Rest lass ich einfach mal weg! Dies das Ergebnis meiner Hausbank wo ich 40 Jahre lang Kunde war. Wahnsinn was dort für Profis arbeiten! Ich habe mir meine Pfund wo anders besorgt schnell und unbürokratisch!

  30. Snufkin

    Hallo zusammen,

    @Tim:

    Du hast ja schon häufiger geschrieben, dass du in der Vergangenheit dem übermäßigen Konsum erlegen warst. Gab es eine Initialzündung, die deinen Einstellungswechsel vom Konsumidioten hin zum Investieren und zur Sparsamkeit zugrunde liegt?

    Bei mir war es ein Geburtstagsgeschenk – „Die Kunst über Geld nachzudenken“ vom alten Kosto :-). Dieses Buch hat mich zum Aktionär gemacht.

    Beim Thema Sparsamkeit bin ich dann irgendwann auf Mister Money Mustache gestoßen.

    @Max Bogen

    Die Grammatik liegt mir auch nicht sonderlich, aber versuche in deinem Blog da mehr drauf zu achten. Das macht es dann „wertiger“.

    @Stefan Meisel

    Ich glaube gehört zu haben, dass Herr Lahm vom FC Bayern und noch einige andere Sportler sich direkt an Unternehmen als Geldgeber beteiligen. Bin aber momentan zu faul das zu recherchieren.

    @Gold bugs

    Ich finde Goldmünzen und Barren optisch ja auch sehr schön, konnte mich aber bisher nicht durchringen physisches Gold zu kaufen. Ich sehe einfach keinen Sinn darin mein Geld unproduktiv in das Schließfach zu legen. Gold wird ja immer als „Notreserve“ oder „eiserne Reserve“ bezeichnet. In welchen Fällen denkt Ihr denn diese Reserve nutzen zu können? Atomschlag? Zusammenbruch des kapitalistischen Systems? Verfolgung von Minderheiten (siehe Juden im 3. Reich)?

    Meiner Meinung nach ist es in diesen Fällen wichtiger zu wissen wie man Nahrung anbaut / erlegt. Noch besser – 9mm Meinungsverstärker um sein Eigentum auch gegen marodierende Banden und Zombies verteidigen zu können 🙂

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Snufkin

    Was hat mich zum Umdenken veranlaßt hat? Was hat mich vom Verschwender zum Sparer gemacht?

    Ganz einfach. Ich bin vor gut zehn Jahren in die USA gezogen. Mit einem großen Koffer, einem Laptop und sonst nichts. Ich lebte in WGs. Ich lebte ganz bescheiden. Es war eine großartige Zeit. Es war unglaublich schön. Ich merkte, all der Kram (BMW, Edelküche, Kunst, Granitboden…) ist nicht nötig, um zufrieden zu sein. Es sind andere Dinge.

  32. PIBE350

    An Snufkin: Bei mir war es Bodo Schäfer Anfang der 2000er. Er tingelte durch zig Fernsehrunden und stellte sein Buch ,,Der Weg zur finanziellen Freiheit“ vor. Man kann über seine guruähnlichen Auftritte sagen, was man möchte, aber in vielen Gelddingen hat er einfach Recht. Man muss ja nicht seine (teuren) Seminare buchen. Sein neuestes Buch ,,Rente oder Wohlstand“ fand ich sehr informativ.

    Kostolanys Buch hat mir persönlich nicht so gut gefallen, weil es darin zu sehr um klassische Spekulationen geht. Gefallen hat mir nur der psychologische Teil über Hartgesottene und Zittrige. Ich möchte definitiv zu den Hartgesottenen gehören. Seine Biografie finde ich auch interessant. Ich dachte vorher immer, dass er ein Amerikaner ist. Dass er ursprünglich aus Ungarn kommt und so gut deutsch spricht, wusste ich nicht. Es gibt auf YouTube ein paar interessante Videos, in denen er im deutschen Fernsehen spricht.

    Bei Gold denke ich nicht an absolute Krisenszenarien, sondern an klassische Währungsreformen, wie sie alle paar Jahre bis Jahrzehnte in der Welt vorkommen. Sei es aus politischen (z.B. DDR-Anschluss an Westdeutschland oder die Einführung des Euros) oder finanziellen Gründen (z.B. Staatsbankrott in Argentinien oder Hyperinflation in Venezuela).

    Ich möchte in solch einer Krise möglichst nicht mein Gold gegen Lebensmittel oder Gegenstände eintauschen, sondern einen Teil meines Vermögens über eine Krise hinüberretten, bis wieder Ordnung eingekehrt ist.

    Von den Horrorszenarien mancher Goldbesitzer halte ich als in Deutschland Lebender nicht viel. Ich kann mir z.B. keine bürgerkriegsähnlichen Zustände wie in Syrien vorstellen.

    Ein weiterer Grund kann sein, dass Goldbesitz eine gewisse Anonymität verspricht. Es soll Leute geben, die einen Teil ihres Vermögens vor dem Zugriff des Staates verstecken oder sogar bei einer möglichen, späteren Beantragung von Sozialleistungen geheim halten wollen. Dies sind aber nicht meine Beweggründe, da ich nichts zu verbergen habe. 😉

  33. Fit und gesund

    @Snufkin

    mein Gold darf unproduktiv sein, der Kurs interessiert mich nach Kauf nicht mehr sonderlich, Gold wird einen Wert behalten, ich möchte damit nicht handeln,

    bei Kriegszuständen jedwelcher Art in D oder CH wäre Dein *Meinungsverstärker* nützlicher, und sei es nur um damit Suizid zu begehen, wobei ich doch für sanftere Methoden wäre.

    ich möchte nicht mein ganzes Geld in Aktien anlegen, Obligationen sind mir viel zu gefährlich, eine Immobilie habe ich bereits. Das Gold frisst mir kein Brot mehr, keine TER, nix..einmal gekauft und gut ist es.

     

    @PIBE350

    Szenarien wie in Syrien will ich mir auch nicht vorstellen, für völlig ausgeschlossen halte ich sowas jedoch nicht, nicht heute oder morgen, aber es gab lange keinen Krieg mehr und ich hoffe auch inständig dass es so bleibt. Die Syrer hätten sich das vor ein paar Jahren auch nicht vorstellen können.

    Lustig, Bodo Schäfer war auch mein erstes Buch über Geldanlage, und ich habe Kostolany’s „Weisheit eines Spekulanten“ gelesen, gratis vom Hol und Bringetag meiner Gemeinde.

  34. Snufkin

    Danke für die Antworten. Ja, der psychologische Teil des Buches hat mir auch am besten gefallen.

    Vielleicht kann ich mich doch noch irgendwann mal durchringen etwas physisches Gold auf die hohe Kante zu legen. Einen Teil seines Eigentums vor den Krakenarmen des Staates zu sichern kann durchaus sinnvoll sein.

  35. PIBE350

    An Fit und gesund: Das stimmt. So friedlich wie in den letzten Jahrzehnten war es noch nie. Wahnsinn, was in den letzten Jahrhunderten bis Jahrtausenden alles so los war: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen. Hoffen wir das Beste für unseren Kontinent. 😉

  36. silentbob

    Moin,

    @PIBE350:

    Zitat:Ich möchte in solch einer Krise möglichst nicht mein Gold gegen Lebensmittel oder Gegenstände eintauschen, sondern einen Teil meines Vermögens über eine Krise hinüberretten, bis wieder Ordnung eingekehrt ist.

    Wäre es da nicht angebracht, das Gold in physischer Form am besten über das anonyme Tafelgeschäft zu erwerden? Schliesslich gibt es dann keinen Nachweis darüber das man überhaupt Gold besitzt. ( Stichwort Goldverbot ) Denn wenn ich über das Internet kaufe, kann es immer nachverfolgt werden, entweder über den Onlineshop oder über die EC oder Kreditkartenabrechnung.

    MfG silentbob

     

  37. PIBE350

    Ja, wenn man möglichst anonym bleiben möchte. Tafelgeschäfte unter 15.000 Euro sind nicht dokumentierungspflichtig. Ob ein Goldverbot kommen könnte, weiß ich nicht.

    Ich finde, dass man sich beim Thema Gold nicht zu sehr reinsteigern darf. Manche Themen und Beiträge in den üblichen Goldforen nehmen schon leicht verschwörungstheoretische und paranoide Züge an. Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht überwiegend optimistisch wäre. Goldjünger scheuen Aktien. 🙂

  38. ichbins

    „40 Prozent der Deutschen haben keinerlei Ersparnisse.“

     

    Wie sieht die Quote in den USA aus?

  39. hotzenplotz

    @ „Elefantentaschen“ & Co.

    Einer meiner drei wichtigsten Grundsteine zur frühen (geschafften) finanziellen Unabhängigkeit: minimalst in Frauen investieren! Das ist ein Faß ohne Boden, also keine Klunker, Designer-Klamotten, La Prairie Cremes usw. Wahre Liebe sollte man nicht kaufen müssen.

    Ansonsten kann ich den Artikel nur bestätigen, 1. sofort investieren (Immos, Aktien), 2. schlau konsumieren, ja, und 3. dann die „Elefantentaschen“ & Co. Wer das so von Anfang an macht, wird sicher weder auf irgendeine Rente noch sonst irgendwelche Almosen aus der Staatskasse angewiesen sein.

  40. Thomba

    Hallo, diese manchmal etwas repetitive Rumknauserei (das Thema kommt alle zwei Woche in irgendeiner Variation auf) geht mir etwas auf den Hedonismus-Zeiger. Ja, es ist wichtig, zu sparen und Geld anzulegen. Ja, es ist ungemein wichtig, langfristig zu planen. Keine Frage. However, in der Zwischenzeit  zwischen Sparen und Rente findet aber nun mal „das Leben“ statt – und dazu gehört es auch, mal über die Strenge zu schlagen, mit Frauchen schick essen zu gehen und sich auch mal ein paar nette Sachen zu gönnen. Und wer auf eine halbwegs gepflegte Erscheinung keinen Wert legt (e.g. Schlabber-Jogginghose und löchrige Turnschuh), macht m.M. auch wieder was falsch….also bitte eine Portion weniger Franz von Assisi….LG T.

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