Achten Sie auf Ihr soziales Umfeld


New York, 23. April 2016
Das Leben am Strand ist möglich. Der frühzeitige Ruhestand ist machbar. Klar, Entbehrungen sind zu machen. Nichts fliegt einem zu. Mit einem Traum, Ziel, Plan fängt alles an.

Das Leben am Strand ist möglich. Der frühzeitige Ruhestand ist machbar. Klar, Entbehrungen sind zu nötig. Nichts fliegt einem zu. Mit einem Traum, Ziel, Plan fängt alles an.

Ein Blogleser gab mir dankenswerterweise den Hinweis auf diese Erfolgsgeschichte: Im Alter von 33 Jahren waren Sabine und Burkhard Koch finanziell unabhängig. Wie begann alles? Sie reisten schon in jungen Jahren für ihr Leben gern. Sie schmiedeten einen Plan: Sie wollten per Wohnmobil die Welt bereisen. Aber zunächst brauchten sie das Geld, um finanziell frei zu sein.

Burkhard Koch hängte sein Studium an den Nagel. Er nahm einen Job als Hilfsarbeiter an, machte Überstunden, arbeitete Nachts und hatte einige Nebenjobs. Das Ersparte investierte er in Aktien. Für Aktien interessierte sich Burkhard schon während des BWL-Studiums. Der Erfolg kam schnell. Es dauerte nur 18 Jahre. Sie investierten stetig, stur, clever.

„Für unsere Freunde und Verwandten war das Ganze am Anfang eher eine Spinnerei. Deshalb haben wir nur noch wenigen Freunden erzählt, dass wir daran arbeiten, unseren Traum in die Tat umsetzen. Unsere Tochter haben wir von Anfang an in unsere Pläne mit einbezogen. Mit 33 Jahren waren wir – viel früher als in unseren Prognosen berechnet – finanziell unabhängig. Burkhard kündigte seinen Job und kümmerte sich nun intensiv um die Reisevorbereitungen und unser Reisefahrzeug, die lila Pistenkuh.“

Hier erzählen die beiden Frührenter in der NDR-Talkrunde über ihr Leben. Ich finde das beeindruckend.

Kabarettist Urban Priol erzählt in der Talksendung, wie man es nicht machen soll. Er kaufte Aktien auf dem Top. Hatte keine Ahnung. Dann verlor er den Glauben an Aktien. Verkaufte seine abgestürzten Aktien auf dem Tief. Seitdem hat Priol nie mehr Aktien angerührt. Er hat die Schnauze voll. Der Mann hat von der Börse eben keine Ahnung. Dumm gelaufen! Erst informieren, dann handeln. Sie laufen ja auch keinen Marathon ohne vorher trainiert zu haben.

Burkhard Koch gibt zu, dass das Aktiensparen nicht einfach ist:

„Es ist keine Einbahnstraße. Es gibt auch Strecken, da kann man nachts nicht schlafen, weil das ist ja eine Unternehmensbeteiligung. Das weiß jeder, der ein Unternehmen hat. Es gibt Phasen, wo man denkt, ob das alles richtig ist, was man macht.“

Koch gibt Kabarettist Priol einen Rat: „Der Fehler war schon zum Bankberater zu gehen.“

Das Beispiel der beiden Weltenbummler zeigt, die finanzielle Freiheit geht schneller, als gemeinhin für möglich gehalten wird. Es erfordert gewiss Entbehrungen.

Es gibt unterschiedliche Konzepte des Frühruhestands. Ich finde Matt Gibson kultig. Er zog nach Thailand an den Strand. Er reist für sein Leben gern. Das Bloggen und seine Autorentätigkeit bringen ihm im Monat zwischen 3.000 und 5.000 Dollar ein. Im Grunde ist er halb in Frührente, halb freiberuflich tätig. Ich finde das super.

Haben Sie Ihren Traum vor Augen, beginnen Sie die einzelnen Schritte durchzuplanen. Schreiben Sie alles auf. Setzen Sie den Traum in die Tat um. Vieles geht. Wo ein Wille ist, ist ein Weg.

Die Konzepte der Weltenbummler haben einen gemeinsamen Nenner: Sie leben ziemlich minimalistisch. Sie sparen. Sie haben keine Schulden. Wenig Zeug. Sie haben sich vom endlosen Konsum verabschiedet. Sie haben einen Traum vor Augen.

Der prominente Autor Napolean Hill sagt dazu: „A goal is a dream with a deadline.“ Ein Ziel ist ein Traum mit einem Schlusstermin. Ich kann Hills Buch „Denke nach und werde reich. Die Erfolgsgesetze“ empfehlen.

Die Erfolgsformel ist so einfach: Ziele setzen. Mit einem Datum versehen. Alles aufschreiben. Realisitisch bei der Zielsetzung bleiben. Hart arbeiten. Sparen. Schulden tilgen. Konsum eindämmen. Investieren. Aktien oder ETFs kaufen.

Wer früh mit dem Aktiensparen anfängt, ein Ziel vor Augen hat, kann es schaffen. Hauptsache Sie fangen an. Wer wenig Geld am Monatsende übrig hat, soll wenigstens mit zehn Euro am Tag beginnen. Das sind 300 Euro im Monat bzw. 3.600 Euro im Jahr. So machen Sie einen Anfang.

Ich habe keine Lust zu arbeiten, bis ich 70 Jahre alt bin, so wie es die CDU nun vorgeschlagen hat. Die Volkspartei will das Renteneintrittsalter krass heraufsetzen.

Gleichwohl rate ich Ihnen: Lassen Sie sich von Ängsten und Sorgen nicht verrückt machen. Ich lese keine Horror-News. Es gibt bestimmte Finanzwebsites, die davon leben, den Weltuntergang, Niedergang des Euros, Europas und des Währungssystems heraufzubeschwören. Angstthemen ziehen Leser an. Das ist nichts für mich.

Klar gibt es in der Welt Probleme. Sehr große sogar. Aber davon lasse ich mich in meinen Plänen keineswegs ablenken. Ich bin ein Optimist.

Was viele nicht wissen: Unser Umfeld bestimmt darüber, wer wir selbst sind. Unsere Freunde und Familie bestimmen, was aus uns wird. Erfolg oder Misserfolg hängt mit dem sozialen Umfeld zusammen. Wir sind ein Produkt unserer Umgebung. Wer viel Zeit mit negativen Menschen verbringt, wird eine saure Seele bekommen.

„Wenn Deine Freunde fettsüchtig sind, ist Dein Risiko fettsüchtig zu werden, um 45 Prozent größer“, sagt Yale-Professer Nicholas Christakis. „Wenn die Freunde Deines Freundes fettsüchtig sind, ist Dein Risiko fettsüchtig zu werden, 25 Prozent größer.“

Also ziehe ich daraus folgende Lehre: Verbringen Sie Ihre Zeit mit Menschen, die glücklich, erfolgreich, freundlich, ehrgeizig, ehrlich, hilfsbereit, bescheiden, intelligent, spendenfreudig sind. Das hat eine positive Wirkung auf Sie selbst. Das verändert Ihr Leben dramatisch zum Positiven. Wählen Sie Ihr Umfeld mit Bedacht. Genau das rät Warren Buffett. Der Vermögensverwalter Guy Spier kennt Buffett sehr gut. Spier sagte mir in einem Interview, was ihm Buffett geraten hat:

„Die Kernbotschaft war: Umgib Dich mit Leuten, die besser sind als Du. So kannst Du Dich selbst verbessern. Eine vergleichbare gedankliche Übung lernte ich außerdem von ihm: Laufe zum Strand Deines Karmas. Es geht darum, zu prüfen, was auf meiner eigenen Werteliste steht. Ich muss wissen, was wichtig für mich ist. Dann muss ich messen, ob ich es tatsächlich erreicht habe. Es bedeutet nicht unbedingt, dass ich so weit laufen muss wie jemand anders zum Strand. Aber meine wichtigen Dinge muss ich erreichen. Messe Dein Leben an Deinem eigenen Maßstab, nicht anhand eines externen Maßstabs. Es geht im Endeffekt um Deine innere Stimme, die Dir sagt, was richtig ist. Ich erkannte, so lebt Buffett sein Leben. Er macht, was für ihn wichtig ist.“

Ich rate Ihnen, sich nicht ständig mit anderen zu vergleichen. Es wird immer Menschen geben, die reicher als Sie sind oder die dickere Autos fahren. Oder die im Job erfolgreicher sind. Laufen Sie Ihr eigenes Rennen. Versuchen Sie nicht mithalten zu müssen mit anderen. Wer das macht, eben ständig versucht mithalten zu müssen, wird in einem Elend enden. Ich vergleiche mich mit mir selbst, wo ich vor einem Jahr stand.

Die meisten Menschen sind Idioten. Es ist doch egal, was für ein Auto der Nachbar fährt. Die Masse denkt: „Oh, der Nachbar hat das tollste Haus, Auto, Familie, Kinder, Gattin, Leben…“ Das ist alles eine Lüge.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Achten Sie auf Ihr soziales Umfeld

  1. Christoph

    Tim: Sowas von wahr!

    Wobei man sich schon mit anderen vergleichen kann die in den eigenen Augen dieses und jenes richtig machen. Dann kann man reflektieren und überlegen was man da übernehmen könnte.

     

    Bei VIva gab es mal den Mola. Da rief ein junger Kerl an und es ging um seine Freundin. Er hätte die chance auch mit ner anderen zusammenzukommen die toll aussieht.

    Molas Rat: Es wird immer eine noch hübschere geben. Aber deine Freundin, die liebst Du!

    Toller Rat. Genau das kann man auf andere Dinge im Leben beziehen. Der Nachbar hat einen Porsche? Toll.

    Aber 2 Straßen weiter fährt einer einen Maserati. Und der Nachbar von dem fährt einen Ferrari usw usw.

    Wenn man immer nur denkt oh was hat der tolles das will ich auch kommt man nie wirklich weiter.

    Wichtiger sind Freunde.

     

  2. StefanStefan

    Das mit den digitalen Nomaden finde ich auch hochinteressant und bewundernswert!

    Bei SpiegelOnline bin ich neulich auf diese Dame hier gestoßen:

    http://www.planetbackpack.de/blog/

    Connie heisst sie. Zieht voll ihr Ding durch und lebt wo es ihr gefällt.

    Mittlwerweile verdient sie wohl ca 9.000€ (!!!) mit ihrem Blog. Im Monat versteht sich.

    Da träumt man sich als gefangener Familievater gern mal hin: in diese grenzenlose Freiheit, keinerlei Zwänge. Natürlich geht das nur weil sie allein ist und keine Kinder hat…

    Ich bewundere solche Leute jedenfalls weil sie nicht der Norm entsprechen. Niemals würde die bis 70 in ein Büro rennen und von 9-5 arbeitend am Schreibtisch sitzen…

    mit dem Vergleichen hast du natürlich recht Tim. Allerdings ist es gar nicht so einfach das abzustellen. Das ist tief in uns drin.

    Auf dem Land unterliegt man übrigens ganz schön einer sozialen Kontrolle, das glaubt man gar nicht wie sich da das Maul zerrissen wird.

  3. Christoph

    Sabine & Burkhard machen das richtige. Das Leben genießen, die Welt sehen! Bravo. Leider kam ich erst vor ca 1 Jahr auf die gleiche idee. Wäre mir das doch schon mit 18 eingefallen ;o(

    Aber besser spät als nie. Ich habe auch vor per Wohnmobil die Welt zu sehen. Allerdings wenn möglich ein etwas größeres. Aber mal schauen wie das klappt.

  4. Guy Incognito

    @Stefan

    Oh ja. Auf dem Land ist das so eine Sache. Aber ich denke, dass das ländliche Niederbayern schon den Zenit der sozialen Kontrolle erreicht. Die Leute analysieren, vergleichen sich, erwarten, als Beispiel, dass man auch am Samstag in die unbezahlte und „zwangsfreiwillige“ Besprechung kommt, dass der Arbeitskollege sich auch für ein teures deutsches Auto verschuldet, dass man auch ein Haus auf Pump kauft, dass man auch einen Thermomix für sage und schreibe 1108,- € kauft, usw,… Weil es halt schon immer so gemacht wurde und / oder andere das auch machen und man dadurch ja eine ganz schöne geschlossene Gemeinschaft bilden kann. Ich mache genau das Gegenteil von dem was von mir erwartet wird.

    Entschuldigung, mir kommt gerade mein Abendessen hoch…

  5. Oliver

    Die für mich wichtigste Aussage des Ehepaares war für mich, dass sie am Anfang den Zinseszins etwas unterschätzt haben und einige Jahre früher ihr Ziel erreicht haben. Insgesamt haben sie gar nicht so viel angespart, aber durch Kostenminimierung sind sie in der Lage, ihren Weg zu machen. Ich schätze aber, dass die ständige Rumreiserei und das Leben in einem 10 m² Wohnmobil für viele Leute die Hölle ist. Dafür muß man geschaffen sein.

    Ich strebe auch die finanzielle Freiheit an und wenn ich sie in vielleicht 4 Jahren erreicht habe, dann nöchte ich, falls ich tatsächlich nichts mehr arbeite, auch keine Blogs schreiben oder andere Dinge machen, um noch das Delta zu verdienen, um  noch komfortabler zu leben. Jeder hat andere Plänne. Eine Auszeit von 2 oder 3 Jahren kann ich mir schon vorstellen, wo man sich die Welt anschaut.

    Was das Umfeld betrifft: Das ist leichter gesagt als getan. Es laufen auf dieser Welt mehr unperfekte Menschen herum als die Vorbilder. Ich weiß nicht, wie es bei den beteiligten Schreibern hier ist. In meinem Geschäftsumfeld habe ich viele, die viel Geld verdienen. Andersherum geben sie aber so ziemlich alles wieder aus für Häuser, Autos, Urlaube, was auch immer sie für ein Steckenpferd haben, aus. Ich kenne nur einen, der wirklich spart und der kommt aus einer wohlhabenden Familie. Aber er legt sein Geld nicht an. Wenn er das gemacht hätte, wäre er wohl mit 35 finanziell frei gewesen. So hat er eine größere Summe, die auf der Bank rumliegt. Er sagt immer: Ich brauch eigentlich nichts großartig. Deswegen bleibt mir monatlich immer Geld übrig. Er wohnt mit 40 in einer 2-Zimmer-Wohnung seid Jahren recht zentrumsnah in München zur Miete. Die ist natürlich immer wieder erhöht worden. Ansonsten kein Auto, Urlaube interessieren ihn nur am Rande und macht er nicht so viel, dafür ein paar Freizeitausgaben wie Fitnessstudio, gutes Fahrrad und netten Computer. Mehr nicht. Das zeigt mir, dass es viele Leute schaffen könnten, unabhängig zu werden, selbst wenn sie nicht den Superjob haben. Alles eine Frage der Zeit, die wichtig dafür ist.

    Alles andere verdient z.T. dramatisch mehr, hat aber außer der Immobilie zur Eigennutzung keine nennenswerten Rücklagen. Durch den Immo-Boom in München haben sie natürlich stark davon profitiert. Andererseits wohnen sie darin und da es sich um große Häuser handelt, müssen sie viel verdienen, um die monatlichen Kosten abdecken zu können. Mit Aktiensparen irgendwann finanziell frei werden ist utopisch.

    Da ich nunmal ein soziales Wesen wie so viele andere auch bin, habe ich zu solchen Leuten natürlich Kontakt. Mein langjährigster Freund lebt mit drei Kindern in einem größeren Haus auf dem Lande im Umkreis von München. Dem bleibt wirklich nichts und trotzdem ist er ganz zufrieden. Passieren darf halt nichts. Ein anderer langjähriger Freund aus dem Studium lebt in einer Mietwohnung für 2.500 €/monatlich mit seiner Familie. Das macht er nur wegen seiner Frau. Ihm selber ist das nicht so wichtig, aber da sie es mag, wird es gemacht. Beide haben sich für Lebenswege entschieden, wo es ihnen mathematisch gesehen nicht möglich sein wird, finanziell unabhängig zu werden. Sie machen sich darüber auch keine Gedanken, obwohl sie wissen, dass ich diesen Weg anstrebe. Die Frage ist, ob sie wirklich bis 65 oder 70 mit der Arbeit durchhalten oder ob die Firmen sie wirklich so lange wollen. Man wird sehen. Es sind sehr gute Freunde und ich möchte sie nicht missen. Trotzdem unterscheide ich mich im Lebensstil. Ich schätze, es liegt an einem selber, festzustellen was man im Leben erreichen möchte. Das ist unabhängig vom Freundeskreis. Da wir Rudeltiere sind, passen wir uns natürlich an unsere Umgebung an und es kommt zu den Effekten, die Tim beschrieben hat. Ich schätze aber, dass dies hier bei einigen Kommentatoren und dem Blogbetreiber reduziert ist, da etwas angestrebt wird, was mit viel Anstrengung erreicht wird: So viel anzusparen, dass man ein nennenswertes passives Einkommen aufbaut.  Allein mit diesem Ziel ist es schwer, einen Gleichgesinnten zu finden. Gefunden habe ich bisher noch niemanden. Bei dem einen Freund ist das eher ein Unfall, da er keine so großen Konsumbedürfnisse hat. Mein Ziel z.B. ist es, etwas über 2.000 €/Monat passives Einkommen nach heutigem Stand zu bekommen. Das wäre ein komfortables Leben. Der Betrag ist aber sicher von einem augfwendigen Konsumleben weit entfernt.

     

  6. Couponschneider

    Auch interessant: 1989 haben die die Entscheidung getroffen. Die haben die Mega-Hausse in den 90ern miterlebt. Die hat nicht gereicht, um finanziell frei zu werden, wahrscheinlich mangels Kapital. Dann gab es den tiefen Fall zur Jahrtausendwende, dann kam der elfte September und wir hatten Rekordarbeitslosigkeit. Die Agenda 2010 wurde im März 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Deutschland galt als der kranke Mann Europas. Es lohnt sich, stur zu bleiben. An der Börse ist zwei plus zwei nicht vier, sondern fünf minus eins.

    Die müssen zwischen 2005 und 2008 finanziell frei geworden zu sein. 2008 ging es mit der Börse wieder runter. Manche Dividenden wurden gekürzt, aber die reisten einfach. Die wurden acht Jahre zuvor derartig gestählt, dass das nichts ausmachte.

    @Oliver

    Ich habe den Effekt des Zinseszinses auch unterschätzt. Ich hätte nicht gedacht, wie schnell es geht. Hätte ich linear Geld in Höhe meines Aktiendepots ansparen müssen, ich hätte innerhalb von sieben Jahren fast 22000 € pro Jahr zurücklegen müssen, alleine von meinem Gehalt. Das wäre selbst dann nicht gegangen, wenn ich unter der Brücke genächtigt hätte, um die Miete zu sparen. Tatsächlich ist mein persönlicher Beitrag aus meinem Gehalt viel geringer. Dividenden und Kurswachstum sind der Rest.

    Wenn ich das optimistisch hochrechne, dann könnte ich bereits in fünf Jahren finanziell frei sein.

  7. Felix

    Die Aussteiger sprechen wohl die Träume und Sehnsüchte vieler an, die nine to five in Büros sitzen. Warren Buffett, der hier auch eine Sehnsuchtsprojektion abgibt, ist kein Aussteigertyp, sondern eher einer der durchhält, der durchzieht auch gegen Widerstände wie z.B Schäuble oder Merkel. Die hätten sicher alle Geld genug, um hinzuschmeißen und im Luxus am Strand abzuhängen. Sie sind aber aus einem anderen Holz geschnitzt, haben eine andere als eine rein private Mission.

    Wer eine Familie hat mit kleinen Kindern, wird wohl kaum Wüstendurchquerungen zu seinem Lebensziel erheben. Für neurotische Großstadtsingles oder kinderlose -paare mag das anders aussehen. Die o.g. junge Frau, die als digitale Nomadin durch die Welt zieht und mit ihrem Blog 9000 €/Monat verdient, ist m.E. so ein Beispiel. Keine längerfristigen Bindungen, weder privat noch im Job. Wer ihren Blog liest, erkennt, dass sie enorme psychische Probleme hat, denen sie wohl dadurch zu entgehen sucht, dass sie ständig auf der Flucht ist.

    Ach ja, um Urban Priol muss man sich keine Sorgen machen. Zwar hat er keine Ahnung von Aktien. Reich ist er trotzdem geworden; er verdient sicher eine Million im Jahr, braucht also keine Aktien. Interessanterweise kommt sein Erfolg daher, dass er mit seinem Kabarettprogramm als Salonsozialist durch die Lande zieht und gegen alles wettert, was die gegenwärtige Welt- und Politiklage so ausmacht, als gegen Amerika, gegen Merkel, gegen die Konzerne, gegen Kapitalismus selbstredend – auch damit kann man reich werden.
    Den Leuten gefällst; sie merken nicht, wie sie vorgeführt werden. Wahrscheinlich brauchen sie das als Katharsis für ihr Leben im kapitalistischen Wohlstand, das mit ihrem linken Gedankengut nicht so ganz harmonisiert..

  8. vonaufdenboden

    Interessant welche Begeisterung in der talkshow aufkam, als Burkhard über den finanziellen Teil sprach und Wörter wie Inflation, Unternehmensbeteiligungen, oder Aktien verwendete. Als ob es sich um Stellare Schwarze Löcher handelte.
    Daran kann man ablesen wie erschreckend wenig sich die Menschen mit „personal finance“ beschäftigen. Eigentlich Wahnsinn: die Mehrheit arbeitet hart für ihr Geld und hat keine Ahnung wie man damit umgeht.
    Beinahe alle Leute die ich kenne denken, dass man bis zum vom Staat vorgegebenen Pensionsalter arbeiten muss. Niemand in meinem Bekanntenkreis denkt an die Möglichkeit langfristig in Aktien anzusparen und bereits etwas früher von den Kapitalerträgen leben zu können. Diese Alternative existiert in ihren Gedankengut erst gar nicht. Dank der staatlich vorgegebenen Ausbildung scheint der Weg zum Arbeiter/Angestellten bis hin zum Pensionsalter für die Mehrheit wie in Stein gemeisselt zu sein. Auch für mich war das so, bis ich zufälligerweise auf all die Blogs über „personal finance“ gestossen bin. Plötzlich hat sich mein Horizont erweitert und ich habe begonnen Szenarien durchzurechnen.
    Tim hat vollkommen recht: das Umfeld spielt eine grosse Rolle.
    vonaufdenboden

     

  9. Alex von Homemade Finance

    @vonaufdenboden

    Das finde ich einen sehr interessanten Punkt, dass viele Leute im Kopf haben bis zu einem ihnen vorgegebenen Alter arbeiten zu müssen. Dem stimme ich vollkommen zu und es ist wirklich so, in der Schule/Ausbildung/Universität bekommt meine eine gewisse Arbeitnehmermentalität eingepflanzt.

    Nichts gegen nichtselbständiges Einkommen aber es ist nicht so, dass es sonst nichts gibt auf der Welt. Nicht umsonst werden steuerlich 7 Einkunftsarten unterschieden 😉

    Alex

  10. Xaver

    Ich liebe meine berufliche Tätigkeit. Sie macht mich sehr glücklich, weil sie wohl mein Herz und meine Seele berührt und mich erfüllt. Zudem betreibt diese Tätigkeit keinen Raubbau an mir oder verhindert über ein normales Maß hinaus, dass ich kostbare Zeit mit meiner Familie oder meinem sozialen Umfeld verbringe. Kurzum, ich strebe nicht nach Weltenbummeln oder „finanzieller Freiheit“, sondern den aktuellen Status solange wie möglich zu erhalten. Innere Freiheit ist kostbarer als die finanzielle Freiheit. Dazu zählt u.a. der Blick auf Ausgeglichenheit, Psychohygiene, physische und psychische Gesundheit. In meiner Profession gibt es auch keine „Rente“ und viele meiner Kollegen arbeiten solange es ihr gesunder Geist (und Körper) ermöglicht. Und natürlich gibt es auch schlechte Tage oder unangenehme Momente.

    Mir fällt auf, dass Glück zunehmend und auf manchen Blogs ausschließlich über Geld definiert wird und ich frage mich, woher dieser wachsende Trend kommt, das Glücklichsein in die Zukunft zu verschieben.

    Zum Thema soziale Vergleiche: Das ist menschlich und auch nicht vermeidbar. Der Großteil davon läuft unbewußt ab. Es kommt halt eben auch auf eine realistische Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten und Ressourcen an. Wenn ich mich mit Lionel Messi fußballerisch vergleiche, kann ich nur verlieren. In anderen Disziplinen werde ich um Längen besser abschneiden als er.

    Auch die o.g. „besseren Menschen“ erkennt man ja nur durch den Vergleich. Es ist ein gut erforschtes sozialpsychologisches Phänomen, dass Menschen, die nach Verbesserung/Leistungssteigerung streben, sich mit „Besseren“ vergleichen und Menschen, die ihren Selbstwert erhalten oder steigern möchten, sich mit „Schlechteren“ messen.

    Mein letztes Wort zum Thema: Erheblich bedeutender als das hier im Artikel genannte aktuelle soziale Umfeld ist die Sozialisation (wie und mit wem ist man groß geworden) und die entwickelte Bindungsfähigkeit (bei Interesse Bowlby oder Ainsworth lesen), die eine Grundvoraussetzung dafür ist, im Erwachsenenalter überhaupt soziale Kontakte und Bindungen (mit wem auch immer) zu knüpfen und zu halten.

  11. ZaVodou

    Zitat Tim: „Der Erfolg kam schnell. Es dauerte nur 18 Jahre.“

    Die Beiden sind 1965 gebohren. 1989, also im Alter von 24 Jahren, hatten sie ihr einschneidendes Erlebnis in der Türkei, worauf Burkhard sein Studium schmiss und einen Job als Hilfsarbeiter annahm, Mit 33, also 1998, waren sie finanziell unabhängig. Ergo hat es bei diesem Pärchen gerade mal neun Jahre gedauert bis sie finanziell unabhängig waren!

    Ging das aber tatsächlich nur durch reine Aktienanlage? Mich erinnert die Geschichte an meine Lieblingsgeschichte, die mich sehr stark inspirierte. Es ist die Geschichte vom Bimbesverwalter.

    Die Geschichte ist irgendwie zu ähnlich, so dass ich sogar vermute, das die selbe Person dahinter steht.

    Wie hat er es also geschafft?

    Zitat aus dem Link: „… ich entwickelte eine Strategie mit Optionen, die ich bis heute verfolge.
    Ich verkaufe auf Aktien mit günstigem KGV und guter Dividendenrendite Puts und auf die Aktien im Depot entsprechend calls.“

     

    Die Geschichte hat mich zwar inspiriert, aber von Optionen habe ich trotzdem immer die Finger gelassen.

  12. ZaVodou

    Wer solche (Erfolgs-) Geschichten gerne liest und vom Aussteigen und Reisen träumt, kann  hier mal lesen.

    Auch ein Pärchen, das es geschafft hat. Auch sie reisen gerne und veranstalten dann Lichtbildervorträge mit denen sie wiederum ein zusätzliches Einkommen erzielen.

  13. K.

    Ja die Macht des Zinseszins. Jährliche Ausgaben habe ich monatliche runtergerechnet und schiebe jeden Monat den anteiligen Betrag per Dauerauftrag aufs Tagesgeld. Früher habe ich das wenn die Zahlung kam einfach so gezahlt, von den laufenden Kosten. Ging und geht auch ohne Probleme. Dadurch das ich jetzt die monatlichen Anteile aufs Tagesgeld schiebe, können Sie bis zur Zahlung/Abbuchung für mich arbeiten. Wird der Rechnungs-Betrag vom Girokonto bei Zahlung abgebucht überweise ich händisch den entsprechenden Betrag wieder zurück aufs Girokonto. Als ich das manchen erzählte haben sie gemeint, was für ein Aufwand.

    Ich habe mal, just for fun, den Stundenlohn für meinen Aufwand (Rückholen des Geldes vom Tagesgeld, denn hin geht es ja automatish) ausgerechnet:

    Die monatlichen Kleinbeträge sind bspw. Hostinggebühren, Fachzeitschriftabos, Nebenkostenpuffer oder jährlich anfallende Gebühren (z.B. Müllabfuhr) oder Versicherungen die nicht monatlich abbuchen. Pro Posten teilweise 3-8 Euro. Manchmal auch 10-30 Euro. Automatisiert und in drei Überweisungen pro Monat aufs Tagesgeld zusammengefasst. Pro Monat eine gesamt Summe von ca. 205 EUR.

    Aktuell gibt es mickrige 0,7% Zinsen (monatlich gebucht) aufs Tagesgeld. Allein für diesen Kleinbeträge-Posten gibt es pro Jahr anteilig 9,35 EUR an Zinsen (Entnahmen nicht eingerechnet).

    Ich bin ca. 20-26 Minuten pro Jahr damit „beschäftigt“ die Rückbuchungen vom Tagesgeldkonto zu veranlassen. Bei 26 Minuten sind das (9,35/26) 0,36 EUR pro Minute Verdienst. 0,36 * 60 = 21,58 EUR „Stundenlohn“.

    Das diese Zinsen ggf. durch Entnahmen unterjährig variieren und ggf. kleiner ausfallen bedeutet das der Stundenlohn ggf. auf (vermutlich) 15-18 EUR geschätzt fällt. Immer noch ein guter Stundensatz.

    Plus der Effekt das diese „kleinen Beträge“ auch zusammen mit den sonstigen Rücklagen (Notgroschen, Puffer, Urlaubsgeld, Sparphasen für/vor Aktienkäufe(n) u.ä.) am großen Zinsschneeball mitwirken. Selbst bei diesen wenigen Zinsen momentan.

    Unter diesen Gesichtspunkten machen mir diese 26 Minuten im Jahr sehr viel Freude. Und um die Abrechnungen herunterzuladen müsste ich mich eh hin und wieder (alle paar Monate mindestens/spätestens) im Tagesgeldkonto einloggen. Das geschieht dann gleich mit. Somit zwei Dinge miteinander verbunden.

    Das soziale Umfeld:
    Einerseits bodenständige Freunde und eine Partnerin die auch sparsam (aber nicht übertrieben) denkt und lebt, auch wenn sie ihre Finanzplanung noch nicht so durchgezogen hat wie ich.

    Andererseits als „soziales Umfeld“/Einfluss die Finanzblogs wie dieser hier. Bis Anfang/Mitte letzten Jahres habe ich 90 EUR aufs Sparbuch gespart. Der Rest hatte mich nicht interessiert. Ich habe (meist) nie über meine Verhältnisse gelebt. Von dem her war immer Geld da. Dann habe ich Versicherungen und Riester hinterfragt, Fehler gefunden plus Uneffektivität/wenige Rendite. Habe meine Finanzen umgekrempelt, ein Haushaltsbuch zur Übersicht und für Sparpotenziale angelegt. Unnötige Kosten, doppelte Konten und Gebühren, einige Versicherungen und Abos entdeckt und gekündigt. Das Zusammenziehen mit meiner Freundin sparte nochmals Geld (günstigere aber (meist) tolle Mietwohnung, LED-Lampen, geteilte Miete, etc…) Trotzdem lebe ich gut und spare im normalen Rahmen (gute Lebensmittel, daran wird nicht „gespart“ aber auch nicht zu viel bezahlt).

    Erinnerung: 90 EUR pro Monat wurden gespart. Plus 40 EUR in einen Bausparer.

    Nun bin ich bei ca. 400-500 EUR pro Monat (Tagesgeldzufluss). Zusammen mit Versicherungsrückkäufen/kündigungen und damit einhergehenden Einmalbeträgen. Plus 250 EUR/Monat in einem Bausparer die ich bis zum Ende der Bindungsfrist noch weiterlaufen lasse um kein Geld (hohe Abschlussgebühr die auf jedenfall weg ist plus Zulagen in Zukunft) kaputt zumachen, kurzfristig gab es mal die Überlegung für ein Eigenheim und auch ein „Berater“ (der nun weiß das ich Dinge hinterfrage, Nachteile aufdecke und plötzlich sehr still und „kleinlaut“ ist. Ja sogar selbst überrascht war (und heftig schluckte als er die hörte und „sah“) von den Nachteilen so mancher Versicherung die er verkaufte). Diese 250 EUR wären an der Börse sicherlich besser angelegt, so sehe ich es als festverzinslichen Risikopuffer an. Danach werde ich das Geld nehmen und investieren.
    Aber nicht in ein Eigenheim. Bei den Preisen und vor allem der jahrezehntelangen Kreditbindung bei der nichts schief laufen darf utopisch und nur ein Klotz am Bein. Wenn sich nach Kündigung kein Glücksgriff aufzeigt, wovon ich nicht ausgehe.

    Zusätzlich sieht es momentan trotz zwei guter mittlerer Durchschnitts-Einkommen, das finanziell entweder Kinder oder Wohneigentum möglich ist. Beides zeitgleich geht nicht. Und erst in 18-20 Jahren oder noch später mit Wohneigentum zu beginnen ist utopisch. Dann zahle ich bis zur Rente ab Plus Kreditklumpen an der Hacke.
    Kind und sparen für die Rente oder die finanzielle Unabhängigkeit/Teilzeit* haben da ganz klar den Vorzug bekommen.
    *) Bis 70 werde ich meinen Job nicht so durchhalten können wenn die Arbeitsbelastung so weiter steigt. Das sehe ich schon an meinen Kollegen/innen die jetzt aktuell Ü60 sind.

    Zusätzlich kommen 300-400 EUR pro Monat in Einzelaktien und Indexfonds/ETFs. Plus jährliche Einmalzahlungen.

    Fazit nach einem Jahr und schrittweisen Änderungen:

    Ausgangspunk monatlich: 90 EUR Sparabuch plus 40 Bausparer plus Riester-Vesicherungen (130-160 EUR gesamt) und uneffektive Risikoabsicherungen

    aktuell:

    -keine Riesterversicherungen u.ä., dafür (neue) reelle und gute Risikoabsicherungen (ca. ca. 150 EUR/Monat), da ich später ein paar Jahre der „Hauptverdiener“ seien werde wenn der Nachwuchs ansteht.

    – 250 EUR Bausparvertrag

    – 400-500 EUR aufs Tagesgeld inkl. obigen „Kleinkram“ (Sparleistung ca. 200 EUR)

    – 300-400 EUR für die Börse (teils monatlich und teils quartalsweise zugekauft, je nachdem ob es Sparpläne für meine Wunschaktien/ETFs gibt oder nicht)

    plus Einmalzahlungen.

    Man sieht die Sparanteile sind massiv gestiegen und ich lebe trotzdem nicht anderes und auch nicht eingeschränkter als zuvor. Nur bewusster. Ich achte mehr auf manche Dinge (Preise, Qualität, Nutzen, langfristige Ziele). Habe unnötiges identifiziert, durchdacht und beendet.

    Und das alles aus Eigenleistung / Eigenverantwortung und eigenem Gehalt. Vielen fehlt nach meiner Beobachtung vermutlich die Muße und die Ausdauer sich wirklich mit ihren Finanzen auseinander zu setzen. Es gibt sicherlich schönere Dinge, kurzfristig gesehen, die man tun könte. Aber wenn man sie mal entworren, verstanden und auf Kurs gebracht hat bringt allein dies (und das man es geschafft hat und die „Kontrolle“ bzw. den Überblick hat) viel Ruhe, Gelassenheit (im Leben und auch mit der Steuer 🙂 und Zufriedenheit.

    Ich persönlich würde sogar sagen das es mir besser geht. „Unsicherheiten“/Unklarheiten sind beseitigt. Ich fühle mich noch zufriedener und glücklicher. Und das liegt nicht am Geld, sondern daran wie man damit umgeht und mit dem Leben (Arbeit, Alltag, Privat, Organisation, Umfeld, Finanzen, Beziehungen) das man führt. Beides bzw. alles hängt miteinander zusammen und wirkt sich aufs andere aus. Zufriedenheit mit den Finanzen (ohne Gier, deswegen Dividenden-Aktien und ETFs mit Marktdurchschnitt. Kein Trading / keine Optionen und Co) sondern das was kommt, kommt. Zufriedenheit mit sich dem erreichten, den eigenen Zielen und Wünschen, dem Umfeld. Das was ich beeinflussen kann ändere/beeinflusse ich. Alles andere nehme ich wahr aber es bereitet mir kein Kopfzerbrechen. Trotzdem sind natürlich manche politischen Richtungen oder Entscheidungen oder Rententendenzen u.ä. nicht ausser acht zu lassen und ich habe meine Meinung dazu, informiere mich und tue meine Meinung auch kund.

  14. Ben

    Man muss viele kleine Einnahmen  zusammen zählen. Monatlich 500 EUR Rente vom Staat. 380 EUR Kindergeld für 2 Kinder. 100 EUR von der Werbung Google AdSense auf eigener Webseite. Monatlich 500 EUR Dividenden von 10 bis 20 Bluechips Aktien aus dem DAX, Eurostoxx50, Stoxx50, Dow Jones, plus Wells Fargo und AT&T, in die man in 15 Jahren 200.000 EUR investiert hat. Nur Dividenden-Aktien kaufen, mit Rendite 3% bis 8%, die in vergangenen 15 Jahren rund 10% jährlich stiegen. Wenn sie so weiter steigen, dann können sich die Dividenden alle 8 Jahre verdoppeln. Nach 8 Jahren hätte man schon 1000 EUR monatlich Dividenden. Nach 16 Jahren 2000 EUR monatlich Dividenden. Dazu noch die Rente 500 EUR vom Staat. Plus 380 EUR Kindergeld. Sollten die Dividenden nur 7% oder 5% jährlich steigen, auch dann erlebt man eine Verdoppelung der Dividenden oder einige Verdoppelungen. Später wird auch Citigroup und Royal Bank of Scotland 4% Dividenden zahlen. 🙂

  15. Christoph

    @Ben: Ich glaube nicht dass man Rente und Kindergeld zusammen bekommen wird. Wobei es natürlich in meinen Augen Wahnsinnige gibt die in dem Alter noch Kinder bekommen. Aber normalerweise sind Kinder in dem Alter schon so alt bzw arbeiten, dass man kein Kindergeld mehr bekommt. ;o)

    @Xaver: Ich habe gar nicht das gefühl dass in so vielen Blogs Glück mit Geld gleichgestzt wird. Im Gegenteil. VIele, auch Tims, sagen eher: Konsum macht nicht glücklich sondern die einfachen Dinge im Leben. Zeit mit Freunden genießen, Sport machen, Familie, Natur und Sonne genießen. Alles Dinge die nicht viel kosten müssen.

    Und das Geld macht in sofern glücklich, dass man bei finanzieller Sicherheit natürlich einfach befreit ist. Keine Angst vor Jobverlust usw.

     

    Ich glaube generell auch dass viele nicht noch mit 70 arbeiten wollen, weil der Beruf nicht die Erfüllung ist. Es gibt Menschen die haben Glück. Nehmen wir mal Nadal: Der braucht schon lange nicht mehr Tennis spielen. Aber es macht ihm einfach Spass und er hat Ehrgeiz so dass es ihn mit Glück erfüllt.

    Oder auch Zuckerberg. Er will (angeblich und ich nehme ihm das auch ab) genauso wie die Google Gründer die welt besser machen. Zuckerberg wil überall Internet möglich machen. Google will gerne das geheimnis des Alterns und Sterbens knacken und foscht auch an Lösungen für Krankheiten.

    Das ist einfach Ihre Passion und macht sie glücklich.

    Bei mir selbst ist es so dass ich im Büro arbeite. Und der Job ist halt nicht meine Passion. Da bin ich ehrlich. Das wäre irgendwas mit SPort gewesen. Am liebsten Fußballer oder tennisspieler.

    Jetzt sage ich: Versuch finanziell unanghängig zu werden so dass du die Welt bereisen kannst. Und danach würde ich gerne eine Art Tierauffangstation aufmachen irgendwo wo es warm ist, am liebsten in den USA. Für Hunde, Katzen, Ziegen usw usw. Das wäre dann auch eine Art Passion für mich. Wobei ich dann auch gerne einen Pool usw hätte^

     

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chistoph

    Danke. Du hast mich verstanden. Es sind in der Tat die kleinen Dinge im Leben, die es großartig machen. Das Lagerfeuer, die Wanderung, das Buch am See, das Schwimmen im Meer, die Radtour, Witze, Lachen, Freunde, Familie, Reisen, Sport, anderen Helfen, Lernen, Erdbeeren pflücken… Und eben eine Passion (Job, Hobby). Diese Dinge machen das Leben wunderschön. Die Tierauffangstation ist übrigens eine ganz tolle Sache.

  17. Fit und gesund

    Also die Welt bereisen im Wohnmobil wäre definitiv nix für mich, mal als Urlaub ja, aber nicht andauernd, aber toll wie die das machen. Sie hatten ein Ziel und haben das durchgezogen, mit Ziel ist Alles einfacher.

    @K

    ich habe das mehr oder minder genauso gemacht wie Du, hingesetzt und Alle Finanzen durchleuchtet, Änderungen vorgenommen und ja, ich habe früher auch meine Rechnungen einfach vom jeweiligen Lohn bezahlt, jetzt lege ich dafür auch jeden Monat anteilig was weg und fahre besser so, meine Sparleistung hat sich seit letztem Jahr sehr erhöht, wobei ich eigentlich immer was gespart hatte, aber eher planlos und es eben auch Zeiten gab wo ich geprasst habe aber ohne Schulden natürlich.

    Meinen Beruf möchte ich halt nicht bis Alter 65 ausüben, die Personalsituation ist mehr als angespannt, ich merke wie ich nicht mehr so mithalten kann, Erfahrung macht Manches wieder wett, aber nicht Alles.

    Aus diversen Blogs hab ich mir überall das Beste rausgepickt, in meinem Umfeld gibt es leider keine Vorbilder, wenigstens in den blogs merke ich dass ich kein alien bin hi..hi…

    @Christoph,

    Tierauffangstation wäre genial, ich bin absolut tierlieb, habe aber selber bereits 7 Katzen, Rassekatzen aus dem gesamten europäischen Raum zusammengekauft, die ältesten Tiere sind nun 11Jahre alt, ich habe leider auch kranke Viecher, ich liebe Alle, aber ob das damals vernünftig war, eher nicht, die Folgekosten sind in manchem Jahr enorm, besonders die Tierarztkosten schlagen heftig zu Buche, Futter und Streu kauf ich mit gutem Rabatt in Deutschland, und Urlaub ist seit 10 Jahren keiner mehr gewesen, aber den vermisse ich am wenigsten, wo ich wohne machen ja Viele Urlaub. Eigentlich wollte ich diese Dummheit gar nicht so preisgeben, aber es scheint noch mehr Leute zu geben die Tiere mögen. *Lach*

  18. Christoph

    @Fit und Gesund: 11 Katzen? WOW

    Ja immer schade wenn Tiere krank sind. Und teuer. Ich kenne das selbst. Ich hatte einen Hund. Über 17.000 nur an Arztkosten!

    Aber am schlimmsten war die nervliche Belastung als er krank war.

    Nun ich stelle mir das mit dem Wohnmobil toll vor. Wenn man finanziell frei ist los fährt und sagt: Wo fahre ich hin? in den Norden? oder in den Süden? Und zeit? Habe ich genug. Dann zB Südmaerika. Dort die Salzwüste anschauen. Einsame Gegenden. Oder auch die Menschen dort. Und wenn es einem nicht gefällt, einfach gleich weiter. Und wenn man es toll findet: Bleibt man anstatt 3 Tagen einfach 3 Wochen.

     

    @All: Nächste Woche ist einiges los. extrem viele haben Berichtswoche. Montag: u.a. Pioneer.

    Interessant wird es danach

    Dienstag: Apple, AT&T, Chipotle, Twitter

    Mittwoch: Facebook, Paypal, First Solar (Hier besonders interessant da Sun Edison ja Insolvenz angemeldet hat )

    Donnerstag: Amazon, linkedin, Amgen und Gilead

    Freitag: Chevron und Exxonmobil

     

    @Stefan: Skyworks berichtet übrigens am 28. nach der Bell. Das ist hier um 22 Uhr. Habe mir übrigens gerade deinen Post über Skyworks in deinem Blog durchgelesen. Danke für die Erwähnung. Gut geschriebener Artikel. Werde mir mal deinen Blog näher anschauen.  Ich bin gespannt ob Apple wirklich weniger verkauft hat und welche Auswirkungen dies bei Skyworks hat. Ich hoffe dass die Unabhängigkeit von Apple schon größer wird.

    Die haben vor ca 2 Wochen auch wieder was neues rausgebracht. Aber leider weiß ich nicht mehr was es genau war.

    Aber schon Wahnsinn was die alles machen: Handy  ist ja klar. Aber dass es selbst U-boote und Kampfjets und sogar den Weltraum betrifft: uiuiui.

    Abgesehen von Skyworks, dieses Video ist generell faszinierend wenn man mal sieht was alles verbunden wird. Wenn man einfach mal 20 Jahre zurückschaut.. WAHNSINN.

    http://www.skyworksinc.com/downloads/video/Skyworks_Promo.mp4

     

     

  19. Christoph

    Wer sich schon immer mal gefragt wie funktioniert eigentlich die Wireless Übertragung vor allem wie kann der eine was schreiben und es kommt beim anderen auch so an und genau das gleiche mit Sprache .. hier ein echt tolles Video.

    Wirklich verständlich wie ich finde und interessant. Da sieht man auch was genau das Modem macht, was das RF Signal für einen Sinn hat macht, und der Amplifier tut.

    http://www.skyworksinc.com/downloads/video/Skyworks_HowWirelessWorks-720.mp4

     

     

  20. Fit und gesund

    hi Christoph,

    nein, „nur“ 7, aber die ältesten Tiere sind 11Jahre alt, ja, ein krankes Tierchen geht mir auch an die Substanz, als Kind hatte ich immer Katzen, später dann lange nicht mehr, ich war ja im Ausland und eine zeitlang eben nicht sesshaft, irgendwie meinte ich wohl das aufholen zu müssen. Für meine Viecher lege ich auch Geld zurück, Tierarzt bezahl ich meist gleich cash, die kennen mich, würd ich mir schrecklich vorstellen wenn ich mir das nicht leisten könnte.

    Ach ja, ich bin also kein Züchter, also Geld hab ich mit den Tieren nie verdient.

  21. Stefan

    @ Christoph

    Merci beaucoup!

    Auf den Donnerstag bin ich auch gespannt. Neben Skyworks berichten noch 4 weitere meiner 13 Beteiligungen ihre Quartalszahlen, am Freitag ein weiteres Unternehmen.

    Hach, Skyworks. Von  denen erwarte ich einiges in den nächsten Jahren. Ich muss mich richtig bremsen, nicht noch mehr zu investieren als die 11%, die es jetzt schon von meinem Portfolio ausmacht.

  22. Christoph

    @Andrea: es wird geschätzt dass Apple 30-40% Umsatz ausmacht. Allerdings gibt es noch andere Kunden wie Samsung usw. Und Skyworks geht stark in Richtung Internet der Dinge.

     

    ich finde das Kunde bei Skyworks dass man noch relativ günstig investieren kann (ich war aber glücklicherweise noch früher dran und habe das erste mal bei 42 gekauft) und vor allem dass man viele Kunden hat und sehr viele Bereiche. Investiert man zB in Apple so ist man von diesem einem Unternehmen abhängig. Nimmt man einen Zulieferer wie Skyworks so tut es natürlich weh wenn ein Kunde schlechte Umsätze hat aber da man noch andere Kunden hat ist es nicht so extrem. Noch besser natürlich wenn noch andere Bereiche beliefern kann.

    Bereiche sind: Militär, Internet der Dinge, Mobile, Infrastruktur, vernetztes Zuhause, Wearables und Automotive.

    Und fast alles davon wird weiter stark wachsen. Allein Internet der Dinge wird der Mega Markt in den nächsten Jahren. Thyssen zB weiß zukünftig dass der Aufzug XY in 2 Monaten gewartet werden soll. Aber dank IoT bekommt man die Meldung dass es ein Problem gibt. Reagiert man gleich ist der Schaden gering und kann schnell gelöst werden.

    Würde man in 2 Monaten erst nachschauen wäre mehr defekt und die Reparaturdauer länger. Oder noch schlimmer es geht einfach kaputt und es ist ein richtig großer Schaden.

    Dasselbe bei Gabelstaplern. Die kann man auch bezüglich Defekten überwachen. Aber genauso kann man zukünftig die größtenteils selbstständig im Lager Waren Ein und Auslagern.

    Es gibt so viele Möglichkeiten die man sich eigentlich nicht vorstellen kann, aber wenn es da ist sagt man: Stimmt ist ja auch sinnvoll.

    Hier kann man gut sehen wie sich der Umsatz bzw die Verteilung wahrscheinlich entwickeln wird. Man sieht es dauert nicht mehr lange und die Handys spielen nur noch eine kleine Rolle (Teil IV anschauen)

    http://www.skyworksinc.com/downloads/about/skyworks_overview.pdf

    beim vernetzten Zuhause sind die Kunden: NEST (Google Tochter), Amazon etc. Auch dieser Bereich ist noch in den Kinderschuhen kommt aber immer mehr und mehr.

     

    Beim autonomen Fahren sind die Kunden schon: Audoi, VW, Ford, GM, Hyundai, Kia. Die Schätzungen gehen davon aus dass im Jahr 2020 75% aller neuen Autos vernetzt sind. Dafür braucht man Chips usw und die stellt Skyworks her. Natürlich gibt es noch andere. Aber die Bandreite der Produkte die Skyworks hat, finde ich für ein Investment toll.

     

     

    @Stefan: Ja ich verstehe Dich. Ich würde am liebsten auch nochmal zugreifen aber ich muss mich zügeln da ich eigentlich erstmal andere Aktien kaufen will. Andererseits denke ich mir: noch ist der Preis in meinen Augen gut. in 2 Jahren ist er sicher höher.

    Aber das denke ich eigentlich von all den Unternehmen die ich kaufen will ;o)

     

  23. Christoph

    Tim: Da sieht man das der Schein oft trügt. Und gerade wenn man Sachen selbst kauft und zubereitet ist es günstig. Lass es Dir schmecken.

    Wo kaufen die New Yorker eigentlich so ein? im Laden um die Ecke oder fahren Sie raus zu den großen Stores?

  24. Patently Absurd

    Hallo Tim:

    deine Sparsamkeit ist sicherlich vorbildlich. Jedoch spare ich nicht an Lebensmitteln. Ich kaufe fast ausschließlich Bio-Qualität, einfach weil ich anerkenne, dass ein Landwirt hochwertige Produkte nicht billig produzieren kann.

    Es macht auch schon einen großen Unterschied, ob die Kuh, deren Fleisch ich esse bzw. deren Milch ich trinke, auf einer Weide (glücklich) gelebt hat, oder den Stall aus Kostengründen nie verlassen hat und mit Antibiotika vollgepumpt wurde.

    Ein anderes Thema: habe gerade das Buch „Endspiel“ von Florian Homm gelesen. Es schon interessant, einmal die Perspektive eines (geläuterten) Baissiers nachzuvollziehen. Viele seiner Aussagen regen zum Denken an.

    Jedenfalls hält Herr Homm den Aktienmarkt derzeit für überbewertet. Er stützt dies auf etliche makroökonomische Indikatoren, darunter den Warren-Buffett-Index, Wolkenkratzerindex u.a. Leider differenziert er nicht zwischen dem US-Markt und anderen Märkten.

    Hat noch jemand das Buch gelesen?

     

  25. Patently Absurd

    P.S. Die Allianzaktie hält er im Übrigen für überbewertet, weil der Cashflow zu gering ist und die ausgewiesenen Gewinne nicht aussagekräftig seien.

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Ich kaufe einen Mix aus Bio und konventionellen Lebensmitteln. Die Eier waren immerhin von freilaufenden Hühnern.

    Das Buch „Endspiel“ ist wieder so ein Krisenbuch, weil sich vermutlich mit Krisengerde mehr Geld verdienen lässt als mit einem positiven Buch. Langfristig steigt die Börse. Eine Krise/Rezession/Crash wird es immer wieder geben.

  27. Christoph

    Tim: Ich kaufe auch immer Freiland. Finde das ist das Minimum.

    Ich glaube es war McDonalds oder ein anderer großer der ab 2020 auf Käfig verzichten wird.

    Die Frage ist ja immer an was man das Überbewertet mißt. An den Zahlen, wie Gewinn, Umsatz usw? Oder am Gesamtmarkt? oder an den Zukunftsaussichten?

    Da kann das Ergebnis komplett anders aussehen.

    Apple vor dem iPhone Start: Wahrscheinlich überbewertet. Aber durch das neue Produkt Extrem unterbewertet.

    Derzeit wiederum an den reinen Zahlen total unterbewertet. Aber wie die Zukunft ausschaut?

    Genauso hinkte lange Zeit die alte Tech Riege, Microsoft, Cisco usw hinterher. Aber momentan sind die FANG eher hinter den Erwartungen.

     

  28. Vali

    Interessante Ansichten!

    Da ich bereits seit Jahren genau das tue, was ich mir schon immer erträumt habe, weiß ich, dass sich an meinem Leben nichts ändern würde, wenn ich die finanzielle Unabhängigkeit erreiche.

    Ich war schon immer gern sehr sparsam, daher blieb immer gut Geld übrig, das ich bis jetzt sehr sinnvoll investiert habe: in meinen Traumjob, in meine Familie, in ein Eigenheim mit Garten, eine zweite Wohnung und Aktien.

    Ich werde nicht aufhören zu arbeiten oder andere Arbeit machen – ist nicht mein Ziel. Und ich plane nicht mehr zu reisen oder gar auszuwandern – bin hier absolut glücklich! Mit der finanziellen Unabhängigkeit wäre ich nicht glücklicher, aber zuversichtlicher. Und es macht einfach Spaß zu investieren!

    Ob der Markt überbewertet ist, interessiert mich wenig, da wir keine anderen Alternativen haben. Keine Zinsen, den meisten sind die Immos zu teuer. Wohin sonst mit dem Geld? Der Markt ist das wert, was man aktuell dafür bezahlt. Was die Zukunft bringt – ich bin ein absoluter Optimist!

    Wer arbeitet, spart, investiert und glücklich genau das Jetzt genießt, braucht sich keine Sorgen machen!

    @Anna, danke für die zwei tollen Argumente für Geo Group 🙂

    @Tim, finde es gut, dass du sparsam bist! Mir macht es auch Spaß, sparsam einzukaufen und zu kochen. Wir haben/hatten noch nie Gewichtsprobleme.

    Wünsche allen, dass sich ihre Träume möglichst schnell erfüllen 🙂

     

     

  29. Patently Absurd

    @Tim:

    Die nächste Wirtschaftskrise wird allerdings so fürchte ich weitaus größere Wellen schlagen. In der letzten Finanzkrise haben die Notenbanken und Politik nicht zuletzt durch diverse „Rettungsmaßnahmen“ fast sämtliche Munition verschossen. Die Staatsverschuldung ist inzwischen ein sehr großes Problem.

    Ich will ja nicht unbedingt die Parallelen zu Japan aufzeigen. Aber auch der Aktienmarkt ist keine Einbahnstraße.

  30. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Ob die nächste Wirtschaftskrise schlimmer wird als jene, die wir erlebt haben, weiß ich nicht. Die letzte Krise war heftig: Massenarbeitslosigkeit, Schieflagen in der Finanzbranche, das Geldsystem kam zum Stillstand, Börsenbeben, Angst, Panik, Privatinsolvenzen, Zwangsversteigerungen. Wir hatten fast eine Große Depression.

    Die Probleme, die Du ansprichst, sind in der Tat nicht zu leugnen. Wir haben viele Probleme. Etwa, dass die Mittelschicht immer weniger Geld zur Verfügung hat. Die Reichen werden gleichzeitig immer reicher. Die Rentensysteme trocknen aus. Die Zahl der gut bezahlten Jobs nehmen ab. Rationalisierungen führen zu Jobverlusten. Flüchtlingswellen. Das Gesundheitssystem wird teurer. Alternde Bevölkerung. Mieten gehen durch die Decke, Global Warming, Umweltverschmutzung… Trotzdem bleibe ich ein Optimist. Ich schaue auf den Langfristchart des Dow Jones. Die Menschheit fand bislang immer Lösungen für Probleme.

  31. Burkhard

    In einer E-Mail wurde ich auf dieses Forum aufmerksam gemacht.
    Ich möchte mich zeitlich nicht so sehr hier engagieren, nur ein paar Dinge verständlicher machen.
    Ich bin Burkhard Koch, der in der NDR-Talk Show kurz von seiner finanziellen Unabhängigkeit berichtete.
    Früher postet ich im Wallstreet-online-Forum unter Bimbesverwalter, das ist richtig.
    Die Strategie war und ist es immer noch, Call Optionen auf Aktienbestände zu verkaufen, bzw. die kleinen Geschwister BLOC-Zertifikate oder auch Discount-Zertifikate zu kaufen.

    Mein Weg zur FU (Finanzielle Unabhängigkeit) dauerte genau 143 Monate.

    Das Erlebnis in der Türkei war 1989, das war das Ereignis, was den Wunsch zum zeitlich unabhängigen Reisenden auslöste, die Idee der FU kam im ersten Semester des BWL Studiums, jedoch ohne eine Idee was ich machen werde wenn die FU erreicht ist. Dies ist jedoch in kurzen Statements nicht zu kommunizieren und interessiert so genau auch niemanden, daher die Differenz von 4 Jahren.

    Meines Erachtens ist einer der wichtigsten Schritte zur FU eine genaue Kosten- und Ausgabenkontrolle, insbesondere zu Beginn der Sparphase.

    Einen schönen Abend wünscht
    Burkhard Koch

  32. Christoph

    Hallo Burkhard,

     

    schön Dich hier zu treffen. Du und deine Frau macht das wirklich toll. Da kann man nur Glückwunsch sagen. Ich habe heute vormittag kurz angefangen Euren Blog zu lesen. 1991 in Marokko. Wahnsinn 25 Jahre her. Für euch muss das sicher komisch sein an die alten Zeiten zu denken.

    War für euch rückblickend das Reisen früher schöner als heute?

     

    Was mich erschreckte war dass ihr damals Flüchtlinge und Schlepper getroffen habt wegen dem Krieg. Und heute? Genau das gleiche. Der dumme Mensch kann man da nur sagen. Anstatt friedrlich zusammen zu leben immer der gleiche mist.

    Euch wünsche ich weiterhin tolle Reiseziele und vor allem Gesundheit und Freude.

     

    @Patiently: Also Krisen gibt es leider immer:

    Weltwirtschaftskrise 1929

    30er und 40er:  2. Weltkrieg

    50er: Indochina Krieg, Korea Krieg

    60er : bau der Mauer, Vietnamkrieg, Ermordung Kennedy, 6-Tage Krieg, Kuba Krise

    70er: Ölkrise, Watergate, Libanesischer Bürgerkrieg,

    80er: Einmarsch Sowjetischer truppen in Afghanistan, 1. Golfgkrieg Iran-Iark, Aids, Hungerkatastrophe in Äthiopien, Tschernobyl, Lockerbie Anschlag

    90er: 2. Golfkrieg, Mogadischu, Völkermord in Ruanda von ca 800.000-1Mio Menschen, Jugoslawienkriege

    2000er: 9/11, neuer Irakkrieg, terroranschläge in Spanien, hurrikan Katrina, Tsunami Südoastasie mit ca 300.000 Toten, Finanzkrise, Eurokrise

    2010er: Terroranschlag Boston, Ukraine-Rußland Konflikt, Bürgerkrieg Syrien und Irak, IS

     

    man sieht, das die Menschheit es nicht schafft in Frieden zu leben und andere zu respektieren so wie sie sind. Man sieht aber auch, dass trotz der Krisen in jedem Jahrzehnt und hier sind bei weitem nicht alle aufgeführt und vor den hier aufgezählten war es noch schlimmer, geht es der Menschheit eigentlich immer besser.

    Auch fällt auf, dass Kriege zwischen Länden zurückgehen dafür aber mehr terror herrscht. Wenn man mich fragt in welcher zeit der hier aufgeführten ich leben möchte, würde ich sofort heute unterschreiben.

    Natürlich sind die Bürgerkriege schlimm, Natürlich ist IS Schlimm. Aber der 2. Weltkrieg war mit Abstand das allerschlimmste.

    Für uns in WestEuropa waren sicherlich die 90er die ruhigsten Zeiten.

    EIgentlich traurig wenn man das so schreibt und einem bewusst wird, dass in Jugoslawien tausende Starben und in Ruands hunderttaausende …

     

    Aber trotz den ganzen Kriesen war auf lange Sicht immer eines sicher: Die Entwicklung geht weiter und damit auch der Umsatz der Unternehmen. Und ebenso Kurse etc.

     

    Wünsche uns allen (auch den Tieren die können nämlich gar nichts für uns Menschen) friedvollere Zeiten in den nächsten Jahrzehnten.

     

     

     

  33. Patently Absurd

    @Christoph & Tim:

    Die „normalen“ Rezessionen sind unproblematisch. Das ist wie Ebbe und Flut, die kommen und gehen. Diese kann man an der Börse wunderbar zum aufstocken nutzen.

    Homm hat aber plausible Gründe, warum die nächste Wirtschaftskrise noch die von 1929 übertreffen könnte.

    Die Staatsverschuldung der USA in 1929 war vergleichsweise gering. Hier hatte der Staat verschiedenste Möglichkeiten, durch Konjunkturprogramme der Korrektur des überbewerteten Marktes entgegenzuwirken. Diese Programme wurden umgesetzt und die Wirtschaft hat sich in den 1930er Jahren im Anschluss ziemlich zügig erholt.

    Im Ergebnis hatten wir eine scharfe Korrektur, dann ging es aber wieder zügig bergauf.

    Heute sind die USA sowie zahlreiche westliche Staaten (mal mit Ausnahme noch: Deutschland) quasi pleite. Die extreme Verschuldung lässt sich selbst in den (an Bilanzbetrug grenzend manipulierten) Statistiken der staatlichen Statistikämter ablesen. Viele Zahlen sind noch viel schlechter als dies den Anschein hat. Zumindest in Europa veraltert die Gesellschaft, die Babyboomer gehen bald in Rente und machen ihre Ansprüche geltend.

    Selbst als Optimist muss ich zugeben, dass an der düsteren Prognose von Herrn Homm etwas dran sein könnte.

  34. Christoph

    @Patently: Ich gebe Dir Recht dass die Statten idiotischerweise extrem verschuldet sind.

    Momentan sollte gerade auch in Deutschland viel mehr investiert werden. Allein in der Infrastruktur müsste man mehrere Milliarden ausgeben. Und momentan kann man sich so billig wie nie Geld leihen (Zumindest als Staat)

    Und wenn man es endlich mal schaffen würde, idiotische Bauvorhaben nicht durchzuführen würde man auch Geld sparen und somit Schuldenberge abbauen.

    In der DDR gab es ein Gesetz. Politiker die Mist machten konnten zur Verantwortung gezogen werden. Das wäre mal ein Anfang finde ich.

     

    Dennoch glaube ich, dass es nicht so schlimm wie von dir im 1929 genannt ist und wird. Ganz einfach denn nur ein paar Jahre danach begann der 2. Weltkrieg. Und ich glaube nicht das dies wieder geschieht.

     

    Das einzig „gute“ in der zeit für die Wirtschaft war, das immer wieder viel aufgebaut werden musste. Aber darauf kann jeder verzichten.

  35. Vali

    Hallo Burkhard,

    schön, dass du vorbeischaust!

    Irgendwie hast du uns jetzt die ganze Illusion genommen, dass du „nur“ Buy&Hold ohne Trading finanziell unabhängig wurdest 😉

    Trotzdem tolle Leistung, Ziel erreicht – dafür kann man nur sagen: BRAVO!

    Und noch viel Glück auf euren Reisen! Genießt eure Freiheit!

    @Patently Absurd , ich lese auch gerade das Buch von Bodo Schäfer „Wohlstand oder Rente“ und seine Prognose ist auch sehr düster, aber vor allem für die Rente. Sie wird mit der Zeit so weit gekürzt/aufgeteilt werden, dass die Babyboomer praktisch kaum was bekommen werden. Und wir danach sowieso. Er plädiert, genau so wie Tim hier, für private Vorsorge. Und zwar mit richtig dicker Verzinsung (10-12%!!!). Bis zu 3% ist das praktisch nix. Und er empfiehlt: Sparen, sparen, sparen. Mehr verdienen, Kosten und Schulden reduzieren, investieren.

    Und er ist der Meinung, dass man am besten von den Zinsen des Kapitals leben sollte. Erst dann ist man finanziell frei. Nicht bei teilweiser Kapitalverzerrung, da 100-jährige und älter in Zukunft keine Seltenheit sein werden und der Markt absolut schwankungsanfällig ist.

    Übrigens hier für dich, warum heute Aktien unterbewertet sind

    Es wird noch richtig turbulent, da bin ich mir auch sicher, aber es werden wieder die Armen leiden und auch teils die Mittelschicht. Deshalb ist es mir auch äußerst wichtig möglichst mehrere Schutzschichten aufzubauen.

    Was genau schlägt Homm vor? Wenn der Aktienmarkt überbewertet ist, Immobilien zu teuer, oder den meisten zu riskant. Gold? Obstwiese? So viel bleibt dann nicht übrig…

  36. Christoph

    Oft sagen die Bären ja raus aus Aktien und cash behalten um auf den Crash zu warten. Aber das kann 1 Monat dauern oder auch erst in 10 Jahren passieren. Und da die meisten ja hier sowieso in solide Unternehmen investieren und nicht spekulieren macht ein Crash nichts aus.

    Denn diese Unternehmen bleiben auch in der Krise erfolgreich. WIe zB J&J, Coca Cola, P&G usw

    All diese Produkte werden immer gekauft.

    Das ah man am Jahresanfang auch. Die stabilen Dividendenunternehmen wurden gekauft, daher gingen die Kurse hoch. Mittlerweile lässt das wieder nach da der Ölpreis besser wurde und nach der US Wahl geht auch der Bio Sektor wieder besser. es sei denn der/die Präsident(-in) geht wirklich diesen Sektor an.

     

  37. Vali

    @Christoph, genau! Und was viele noch an guten Aktien unterschätzen: Dividende ist auch Cash. Jeden Monat kann ich soviel Cash sammeln, dass ich mit ganz normaler Sparrate mindestens 1-2 Aktienpakete mntl. dazukaufen kann. Auch im Crash.

    Das ist ca. 1% monatlich zum Depot. Im Jahr sogar mehr als 12% Zuwachs momentan, allein durch Sparrate und Dividenden. Das gibt mir soviel Zuversicht 😉

    Cash sollte man halten, aber fern vom Depot. Für Notfälle mind. 6 Monatsgehälter am besten.

    Alles andere geht momentan sofort in Aktien…

  38. Slazenger

    Gemessen an ihrem langjährigen durchschnittlichen KGV sind Qualitätsaktien derzeit sicher nicht günstig zu haben! Gemessen an der Alternative, dem Risikolosen Zins, sind sie aber sehrwohl kaufenswert!

    Für mich spielt vor allem bei den Aristokraten eine große Rolle, dass die Ausschüttungsquote nicht zu weit nach oben geht, und hier Spielraum bleibt. Ist natürlich auch abhängig von der Branche. Tabakproduzenten können sicherlich höher ausschütten als Pharma oder Technologiewerte, die Kapital für Invstitionen und Forschung benötigen!
    @Delura
    Fehlen dir auch noch die Worte über das Wochenende?

  39. Patently Absurd

    Zu den Thesen von Herrn Homm in „Endspiel“ kann ich mich nur wie folgt bedingt anschließen:

    A) Gefahr einer schweren Rezession

    Im Hinblick auf die hohe Verschuldung eigentlich aller westlicher Staaten und begrenzter Möglichkeiten, durch Konjunkturprogramme einer auftretenden Krisen durch politische Maßnahmen entgegenzusteuern, ist die Gefahr einer schweren Rezession gegeben. Dem kann ich mich auch als Optimist zu 100 % anschließen. Die Verschuldung, Überalterung und das Rentenproblem sind Fakten, d.h. keine Fiktionen.

    B) Folgen für die Anlagestrategie

    Homm schlägt vor, sehr sparsam zu leben und nicht viel zu konsumieren. Dem schließe ich mich zu 100 % an. Ich glaube, Tim (sowieso) und viele hier im Blog leben bereits sparsam und haben hohe Sparquoten.

    Homm schlägt ferner vor, einen Teil des Vermögens (10 %) in Gold umzuschichten, weil Gold im Falle einer Hyperinflation sehr gefragt sein wird. Da hohe Inflation von der EZB gewollt und massiv gefördert wird, halte ich diesen Vorschlag jedenfalls für nicht ganz dumm. Gegenthese: Warren Buffett hält nicht viel von Gold – zurecht, denn es wirft keine Dividende ab. Allerdings lebt Buffett in den USA: die Politiker handeln dort oft wirtschaftlich intelligenter, fördern die eigene Industrie. Die USA sind aufgrund der Größe und des geopolitischen Gewichtes auch insgesamt wirtschaftlich stabilier als bespielsweise Deutschland. Es gibt keine Garantie, dass die Maßnahmen der EZB ungewollt (oder aus südeuropäischer Sicht gewollt) in einer Hyperinflation münden.

    In kleinen, instabileren Ländern mit hoher Exportabhängigkeit wie Deutschland kann man aus meiner Sicht die Anlagestrategie durchaus anpassen. Gold lässt sich zudem nicht so einfach enteignen, wie Immobilien, Aktien, Anleihen etc. Enteignungen sind in Deutschland politisch leichter möglich als in den USA.

    C) Anlagestragien, denen ich mich nicht anschließe

    Homm schlägt ferner vor, Aktien abzustoßen und größere Mengen Cash zu halten. Die Idee dahinter ist, dass es zunächst eine Deflation geben könnte (ähnlich Japan in den 80er Jahren) oder einen Aktiencrash und hiernach eine Hyperinflation. Dem kann ich mich überhaupt nicht anschließen. Aus meiner Sicht ist die tatsächliche Inflation (gemessen am Vermögenspreisindex) bereits jetzt sehr hoch, die statistische Inflation ist dagegen ohnehin manipuliert. Im inflationären Umfeld ist Geld einfach eine äußerst schlechte Anlageklasse. Auch die These, es gäbe erst eine Deflation, und dann eine Hyperinflation halte ich für sehr spekulativ.

    Innerhalb der Anlageklasse „Aktien“ halte ich es überdies für sehr wichtig, über Länder hinweg zu diversifizieren, also insbesondere US-Aktien und JP-Aktien angemessen zu gewichten. Japan hat die Krise schon hinter sich bzw. befindet sich in einer Dauerkrise. Aus diesem Grund sind die Aktien in Japan extrem günstig. Das Abwärtspotential ist allgemein nur gering. US-Aktien sind dagegen sehr teuer, allerdings sind die Unternehmen teilweise von hoher Qualität. In den USA kommt es mehr als in anderen Ländern darauf an, in welche Unternehmen (Franchise-Unternehmen, Buffett-Investments) konkret investiert wird, da das Abwärtspotential teilweise groß ist.

  40. Christoph

    Irgendwie kann ich mich mit Gold als Sicherheit gar nicht anfreunden.

    Was ist denn wenn alle sagen: Och Gold nöö wir finden das mittlerweile hässlich?

    Dann ist das Gold nix mehr wert.

    Habe mal nen Scifi Roman gelesen. Da sind Menschen auf einem anderen Planeten gelandet. Die machten eine Erkundungstour. 2 vondenen fanden eine Stelle mit Unmengen von Gold.

    Die Gier kam gleich hoch. Wenn wir es wieder auf die Erde schaffen, nehmen wir das mit und sind reich.

    Es kamraus, dass Gold auf diesem Planeten so häufig vorkam, dass die Einheimischen es ansahen wie wir nen Klumpen Lehm. Es ist halt da aber mehr nicht.

     

    So denke ich ehrlich gesagt auch. Ist natürlich eine persönliche Ansichtssache. Die einzige sichere Alternative wäre für mich Immobilieneigentum. Alles andere wie zB Gemälde etc muss man erstmal einen finden der sagt: Oh dieses 200 jahre alte Bild ist mir noch mehr wert.

  41. ZaVodou

    Hallo „Bimbesverwalter“ Burkhard,

    vielen Dank für die erklärenden Worte und vielen Dank für Deine Geschichte bei Wallstreet-Online.

    Mich hat damals an Deiner Geschiche fasziniert, dass man sogar als Hilfsarbeiter die FU erreichen kann, wenn man nur hart genug daran arbeitet.

    Ja , man hat sogar Vorteile gegenüber einen Akademiker, der mit ca. 30 erst beginnt richtig Geld zu verdienen, denn das in der Zwischenzeit gesparte und gut investierte Geld dann schon zehn oder noch mehr Jahre für einen arbeiten. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Voraussetzung ist natürlich eine sparsame Lebensweise, was Tim hier auch immer probagiert.

    Ich will damit nicht sagen , dass man jetzt sein Studium schmeißen soll, aber Deine Geschichte gibt all denjenigen Hoffnung,  denen es nicht vergönnt ist, einen gut bezahlten Job zu ergattern.

    Meine ersten Bücher über Geldanlage und Börse, waren die von Andre Kostolany. Er warnte immer vor Optionen, weshalb ich mich aus solchen Geschäften immer rausgehalten habe.

    Später kam in mir der Gedanke auf: Firmen zahlen ja eine Dividende. Wenn ich nun immer wieder Geld in solche Firmen investiere, die ich von meinem relativ normalen Gehalt spare, könnte es eines Tages auch zur FU reichen, wenn nicht, habe ich zumindest ein Zubrot zu meiner Rente oder kann etwas früher in Rente gehen.

    Ich habe Deine Geschichte etwas abgewandelt und daraus meinen Weg gemacht. Trotzdem hatte mich Deine Geschichte – neben dem Buch „Die Asket Strategie““ – sehr inpiriert.

    Ich finde es jedenfalls toll, wie Du/Ihr das geschafft habt und dass ihr neben den vielen schönen Reisen – bin ganz neidisch –  auch noch eine Tochter großgezogen habt.

    Ahoj ZaVodou

    P.S.

    Viele Menschen haben Angst vor Aktien. Sie scheuen das Risiko. Hier habe ich mal meine Gedanken niedergeschrieben, warum man sich trotzdem gerade als Arbeiter/kleiner Angestellter am Aktienkapital beteiligen sollte.

    Ach ja, und gebohren natürlich ohne h, vielleicht kannst du das noch ändern Tim.

     

     

     

     

     

     

  42. Patently Absurd

    @Christoph:

    Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht gering, dass die Menschen irgendwann sagen:

    „Och, diese Papierscheine mit den bunten Bildchen und dem Schriftzug „Mario Draghi“, nöö wir finden die mittlerweile hässlich“.

    Aus dem Gold kann ich mir dann immer noch hochwertige Zahnblomben machen.

  43. Christoph

    @Zavodou: Habe gerade deine Meinung zu Aktien gelesen. Tolle Gedanken. Aber ich fürchte die meisten Deutschen haben dennoch Angst weil die immer sagen: jaja und dann geht das Unternehmen pleite und ich habe alles verloren.

    Aber sie denken da an Horrorgeschichten.

    Es kommt nämlich ganz selten vor, das ein Unternehmen das zb seit 50 Jahren ununterbrochen Dividende zahlt und anhebt in solch eine Situation kommt.

    Denn diese Unternehmen legen Wert drauf nicht die nächsten 2 Jahre toll auszusehen sondern die verfolgen ein Ziel für die nächsten 10-20 Jahre.

     

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ZaVodou,

    hier ist es wirklich wichtig, etwas zu den Optionen klar zu stellen. Die Allermeisten haben den Unterschied zwischen Käufer und Verkäufer (Stillhalter) nicht klar begriffen. Das ist zwar von verschiedenen Blogschreibern sehr ausführlich beschrieben worden (Rico, Gert z.B.), aber es wird meistens nicht begriffen. Man sollte keine Optionen kaufen! Aber (so wie Burkhard eben auch) kann man Optionen verkaufen, also Stillhalter werden. Da kann man unmöglich Geld verlieren, wenn man die covered Call Option  in der eigenen Gewinnzone verkauft.

    Man kann lediglich weiter ins Plus laufenden Gewinn der dann verkauften/eingelösten Aktie verpassen, wenn der Optionskäufer Glück hat, und seine Option den Break-Even schafft (in dem Fall $ 17, also Strike plus gezahlte Prämie), und er sie ausübt (also man die Aktie liefern muss zu dem Strike).

    Praktisches Beispiel (aus der Luft gegriffene Preise); man besitzt 200 Aktien XY zum Einstandspreis von $ 10 gekauft. Der Kurs ist bei $ 15, man ist also mit der Aktie 50% im Plus. Man denkt sich, ok, ich könnte mal ans Verkaufen denken, aber wenn ich sie behalte ist es auch ok. Jetzt verkauft man 1 Call-Option (gilt für 100 Aktien) zum Strike $ 16 für vielleicht $ 1 (x 100). Man bekommt also $ 100. Wenn der Aktienkurs bis zum Verfall der Option jetzt höher als $ 16 steigt, dann muss man sie für $ 16 verkaufen (realisiert also 60% Kursgewinn plus $ 100 Stillhalterprämie). In dem Fall behält man die zweiten 100 Aktien von den 200. Man hätte auch 2 Optionen verkaufen können, oder verkauft jetzt die 2. Option zu höherem Strike, oder auch nicht.

    Die vorrangig gewünschte Variante ist aber, dass der Kurs es nicht schafft, und die Option für den Käufer wertlos verfällt, man als Verkäufer die Prämie und die Aktien behält.

    „Kostolany: „[…] Nein, keine Optionen kaufen. Wenn man schon mit Optionen handeln will, dann soll man Optionen verkaufen bzw. nicht die Optionen verkaufen, sondern Wandelanleihen … Ja, also man sagt ”Stillhalten” dazu. Stillhalten soll man: Das ist ein kapitalistisches Geschäft, bei dem viele kapitalistische Institute, unter anderem der Vatikan, von dem man sagt, er ist der größte Stillhalter, große Portfolios haben, viele Aktien, und auf die verkaufen sie Derivate, Optionen. Diese Optionen kaufen die Zocker. Viele Leute, die nicht investieren wollen oder die dazu nicht das Geld haben, sind Spieler. Es ist mathematisch bewiesen, daß 80 Prozent der Spieler (die Käufer! Nicht die Verkäufer! Anm. von mir) mit Derivaten das Geld zum Schluß verlieren. […] (Quelle)“

    MS

  45. chaostrader

    Die japanische Notenbank ist Top-10-Aktionär bei 90% der Nikkei-225-Indexwerte. Die Japaner waren ja Vorläufer mit der „Quantitative Easing“-Methode der Wirtschaftspolitik. Der Staat pumpt einfach immer mehr frisch erfundenes, magisch aus dem Nichts generiertes Giralgeld  in den Markt. Was kann da schon schiefgehen?

    Wo ist eigentlich die Grenze, ab der so ein Land als Planwirtschaft zählt und nicht mehr als Kapitalismus?

    http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-04-24/the-tokyo-whale-is-quietly-buying-up-huge-stakes-in-japan-inc

    Obama hat mehr Schulden angehäuft als alle Präsidenten vor ihm ZUSAMMEN. Wo sind wir denn jetzt offiziell? 20 Billionen oder so? je nach Zählweise sinds auch mal über 30 Billionen

    Irgendwann platzt diese Blase, und dann werden Coca Colas Dividenden auch den Bach runtergehen. Wer trinkt eigentlich noch Coca Cola? Ist doch viel zu teuer, also ich kauf immer das 39c/1,5L Billiggelumpe, und jeder den ich kenne auch. Ich geb doch nicht das dreifache aus wenn ich nicht muss.

    Die Verfechter von den Portfolios mit Gold drin liegen gar nicht soo falsch. Das sind „ewige“ Portfolios, die überstehen jede Krise und überdauern Jahrhunderte, wenn sie denn etwas gepflegt und gelegentlich rebalanciert werden.

  46. Christoph

    @Chaostrade: Wenn Dir das billige schmeckt ist das ja auch total ok.

    Ich trinke lieber Coca Cola

    Bei Energy Drinks kaufe ich aber auch kein Red Bull sondern eine Alternative.

    Und Coca Cola hat ja auch noch Wassermarken und Tee im Angebot. Diese Sektoren bringen aktuell das Wachstum im Konzern.

     

  47. Leon

    @Matthias

    Thx für die Erklärung.

    Wobei das klingt fast so, als wären das risikolose Gewinne und den Fakt, dass die Aktie erst mal ins Plus laufen muss nimmt man einfach als gegeben an…? 😉

    Wenn das so einfach wäre, warum machen das nicht alle Institutionellen und schlagen irgendwelche Index-Benchmark`s?

    @Burkhard

    Es freut mich für Euch, dass Ihr euren Lebenstraum erfüllen konntet…

    In unserer Firma gab es da auch so eine Geschichte von einem Bankierssohn um die Jahrtausendwende & mit Optionen.

    Allerdings vermute ich stark, dass die 90er Jahre ein super Aktien-Jahrzehnt waren (hab irgendwas im Kopf mit ca. 15 % p. a. über 10 Jahre, müsste nachlesen) und mit dem Höhepunkt der dotcom auch eine super Gelegenheit für die wenigen war, die nicht der Gier erlegen sind.

    Zudem war es dadurch evtl. auch Glück im Lebenszyklus, neben gewaltiger Sparleistung und kühlem Kopf, oder?

  48. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Leon,

    es macht halt keinen Sinn covered Calls auf Aktien im Minus zu verkaufen, weil man eben kein Minus möglicherweise realisieren will. Deswegen sollte man es nur auf Aktien im Plus machen.

    Ich habe heute die Abrechnung für die verkaufte Avon bekommen. Die habe ich nun schon paarmal gehabt. Mal Puts verkauft ohne sie kaufen zu müssen, also Prämie behalten. Jetzt hatte ich sie das letzte Mal zu $ 2,96 gekauft. Ich habe dann auf einen Strike $ 4,50 einen Call verkauft. Der ist am Freitag zum Verfall ausgeübt worden. Habe also zu 4,50 geliefert. Wenn die wieder Richtung $ 4 fallen sollte, dann verkaufe ich wieder einen Put, um sie entweder über den Put zu kaufen, oder die Prämie zu behalten, usw…

    Bei Institutionellen geht es weniger um Benchmark schlagen als um Income zu generieren mit covered call strategy. Es gibt einige ETFs die zusätzlich damit Income generieren. Aber das will ja auch nicht Jeder. Die haben mehr Arbeit, also etwas mehr TER, aber auch mehr Ausschüttung. Das interessiert nur Income-Investoren. Ich habe da z.B. STK (Columbia Seligman Premium Technology Growth Fund), ZWU (BMO Covered Call Utilities ETF) oder ZWB (BMO Covered Call Canadian Banks ETF).

    Es ist halt nur eine Spielart unter anderen.

    MS

  49. JosefJosef

    @Christoph

    Aktien anlegen ist schwer hab auch einen Totalverlust hinter mir. Und mein Portfolio ist erst nächstes Jahr vielleicht wieder im plus. Überleg schon länger wie weiter… Bleibe aber vorerst investiert. Geniesse leider keine gute Finanzkenntnisse, womit falschAnalysen vorkommen werden. Ein teures Hobby halt ?

  50. Christoph

    @Josef:

    Eigentlich ist investieren nicht schwer. Traden schon.

    Ich kenne Deine Ziele nicht, Aber wenn Du Dich jetzt nicht so gut auskennst, kaufe am besten Aktien von Unternehmen aus deinem Leben.

    Zahnpasta = Procter und Gamble oder COlgate

    Taschentücher usw = Kimberly Clark

    Coca Cola = Coca Cola

    PC: Microsoft

    usw

    Das sind stabile Unternehmen die Dividenden alle 4 Monate ausschütten.

    Colgate zB seit über 100 Jahren.

    Da wird man nicht schnell reich, aber im laufe der Zeit wird das immer besser und besser.

  51. Vali

    @Patently Absurd , danke für die Ausführungen!

    Ich bezweifle, dass im Endspiel-Fall, wenn Immobilien und Aktien zugrunde versteuert, gepfändet und/oder wertlos sind, das Gold gebührenfrei und unversteuert weiter verkauft werden darf 😉 Im Fall der Fälle, holt sich der Staat das Geld von allen.

    Zuerst kommt aber Inflation und mit einer Goldkrone kann man auch nicht Essen kaufen. Und wenn man Draghis Papierchen nicht mag, kommt der nächste EZB-Chef und druckt neues – Euro 2.o. Das Spiel ist dann das Gleiche – Reiche werden reicher, arme – ärmer. ZaVodou hat es so gut geschrieben – danke 🙂

    Als Ziel sollte man zuerst Vermögen aufbauen und erst dann Vermögen erhalten. Mit Gold kann man kein Vermögen aufbauen, sondern evtl. erhalten.

    Das Spiel ist seit Jahrtausenden das Gleiche – Immobilien, Land, Geschäft, Geschäftsbeteiligungen. Ob das Geld aus Gold, Kupfer, Papier oder blauem Plastik ist – ist es eigentlich egal. Geld an sich ist nur Mittel zum Zweck – schon immer – um sich daraus ein Vermögen aufzubauen, Eigentümer zu werden, Cashflow zu generieren.

    @Josef, wo hast du einen Totalverlust erlitten? Und wo hast du investiert, dass es nicht aufwärts ging?

  52. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    @ Josef

    Ich glaube, CocaCola schüttet seit 1920 Dividenden aus. Und die Dividenden steigen seit über 50 Jahren stetig.

    Christoph, wie Du sagst, es ist wirklich nicht schwer. Einfach einen Korb mit Qualitätswerten zusammenstellen. Und Dekaden durchhalten. Die Performance auf 1- oder 5-Jahres-Basis hat wenig bzw. gar keine Aussagekraft. Was zählt, sind die Dekaden. Ich finde solche Erfolgsfirmen erwägenswert: Visa, Home Depot, P&G, IBM, MasterCard, Pepsi, 3M, Boeing, Berkshire, Colgate, BASF, Nestle, Nike…

    oder einen Indexfonds bzw. ETF kaufen (der ganz geringe Gebühren hat).

  53. Riester Walter von Blümchen

    Tja, auch ich will meinen Beitrag zum Zinszins leisten. Wie es der Zufall will habe ich heute einen Auszug von meinem Pensionfond bekommen in den ich jetzt 13 Jahre lang eingezahlt habe und ich habe auch gleich kurz nachgerechnet.

    Fazit:

    Eine jährliche Rendite von 0,50 % wurde erzielt.

    Die Leistung wurde auch noch mit staatlicher Förderung erzielt, durch die sich meine gesetzliche Rente gemindert hat und mit 67 Jahren darf ich dass alles dann auch noch voll versteuern. Bei solchen staatlich geförderten privaten Vorsorgekonstrukten setzte ich lieber auf die gesetzliche Rente. Da ist sogar die Rendite höher – falls man es Rendite nennen will.

    Schön, wenn es für andere besser läuft.

  54. Delura

    @slazenger

    Macht nix – bin Schalke Fan seit 72, ob ich verroste und verkalke: „ICH GEHE IMMER NOCH AUF SCHALKE“ Haben wenigstens in der ersten Halbzeit wieder mal nen guten Ball gespielt.

    Ansonsten freue ich mich über die gerade bekannt gewordene Divi – Erhöhung von IBM (8%) und bin am überlegen welchen Wert ich mir im Mai „zulege“. Favorit ist Aufstockung von Praxair, die Alternativen sind Erhöhungen von P&G, Altria oder IBM.

    Ich schaue mal was am Sinnvollsten ist. Finanzielle Unabhängigkeit (Stand heute) knapp 70% – noch 5-7 Jahre….

    Glück Auf!

     

     

  55. Delura

    @chaostrader

    Also ich trinke Coca-Cola oder Fanta (aber Lemon) – allerdings sehr wenig. Als Buy&Hold Investor denke ich, sollte man diesen Bereich (Getränke, nicht alkoholisch) abdecken – Fast schon Pflicht.

    Ob es dann eine Coca-Cola oder eine PepsiCo ist muss jeder für sich selbst entscheiden, kommt auf die Gelegenheit an (Der Gewinn liegt im Einkauf) Man muss ja auch Geld zum Zeitpunkt „X“ dafür zur Verfügung haben. Das gilt im übrigen auch für den alkoholischen Sektor (Diageo, Carlsberg oder SAB Miller etc.) Den sollte man nicht außer Acht lassen.

    Mit Gold sehe ich ähnlich, wie Vali – sollte man haben, aber zum Schluss der FU als Vermögenserhalt (3-5%) Ich habe z.Zt. 0,6% – aber ich bin noch im Aufbau.

    Wie immer nur meine Meinung, Glück Auf !

     

     

  56. Slazenger

    @Delura

    schön wenn du das so locker siehst! Wenns dumm läuft ist der 7. Platz auch noch weg!is Weinzierl schon safe?

    Ich habe kürzlich bei 3M ,Pepsi , BASF, aufgestockt! IBM sehe ich jetzt nicht ganz so positiv, da finde ich die Cisco besser, der Rest befindet sich auch in meinem Depot!

    viel Spaß auf dem weg zur finanziellen Unabhänigkeit!

  57. ZaVodou

    Danke MS für Deine Ausführungen.

    Ich habe mich letztes Jahr tatsächlich mal kurz für Optionen interessiert. Ich fand das Verkaufen von Verkaufsoptionen ganz interessant. Wenn man eine Aktie zu einem bestimmt Preis kaufen würde, warum nicht das Geld vorhalten und eine Prämie kassieren. Fällt die Aktie dann tatsächlich auf den Preis, muss man sie eben kaufen, aber das hätte man sowieso zu dem Kurs getan.

    Der DividenGrowthInvestor macht so was und scheint in den USA recht einfach vonstatten zu gehen. Und Du hattest auch mal was hier im Blog darüber geschrieben.

    Ich habe jedenfalls gemerkt, dass man dazu den passenden Broker braucht. Meine Bank bietet so was nicht an. Ich hätte dann bei IB ein Konto eröffnen müssen. Das alles in Englisch und mein Englisch ist nicht sonderlich gut. Schien mir alles zu aufwendig. Dazu noch der Aufwand bei der Steuererklärung.

    Ich halte es deshalb nach wie vor wie Tim. Kaufen, Halten, Dividende kassieren. Irgendwann fangen die Kurse an zu steigen. Wenn nicht auch nicht so schlimm. Viele meiner Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück.

    Das Einzige, was ich anders mache, ist, dass ich nicht zu einem festen Zeitpunkt, sondern lieber bei Kursschwäche kaufe. Das erscheint mir am logischsten, so mache ich es im Alltag auch, weswegen ich auch kein Freund der Trendfolge bin. Erfordert allerdings viel Geduld.

  58. Delura

    @slazenger

    Danke für die Wünsche! Cisco werde ich de facto auch in mein Depot integrieren, aber wie sagt man so schön immer eins nach dem Anderen.

    Weinzierl, weiß ich nicht und passt meiner Meinung nach nicht zu Schalke, mir wäre Wilmots oder Büskens am liebsten – aber das Leben ist kein Wunschkonzert. 7.Platz ? (Wir steigen auf, wir steigen ab – zwischen durch UEFA-Cup) = Egal

    Ist immer wieder erstaunlich das die „Zecken“ da etwas cleverer sind wie wir – aber bei uns sind zu viele Emotionen im Spiel – das wird sich auch leider nie ändern – wir leben SCHALKE.

    Glück Auf!

     

     

  59. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Genau. So machst Du es richtig. Durchhalten. Zukaufen. Sich über die steigenden Dividenden freuen. Nicht ständig auf den Kurs schauen. Denn der Kurs macht einen nur irre.

    Vali, Matthias Schneider und andere Leser hier im Blog machen es auch so. Der Schlüssel zum Erfolg ist es Geduld zu haben. Einfach am Ball bleiben.

    Wer durchhält, spart sich drei Dinge: Steuern, Transaktionskosten, falsches Timing. Der Wiedereinstieg ist nie perfekt zu timen. Die Trader, die ständig rein- und rausspringen, merken gar nicht, auf wie viel Rendite sie verzichten. Allein die Steuern hauen ein riesiges Loch in die mögliche Rendite, die auf dem Zinseszins basiert.

  60. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ZaVodou,

    vollkommen richtig! Mein Hauptaugenmerk ist ebenfalls, „ordentliche“ Sachen kaufen und liegen lassen, auf dass sie immer schön Ertrag abwerfen. Aber zum Befriedigen des Spieltriebes mache ich ab und an so paar Sachen. Mit Junk etwas dazu verdienen, was man dann in die anderen Sachen steckt.

    Ich kaufe aber trotzdem nur Werte, denen ich prinzipiell was zutraue, und ich generell haben will, wenn auch nicht als Dauergast.

    Ich habe derzeit 2 Kandidaten. Ich habe Gerdau (GGB) zu $ 1,70 gekauft. Die sind derzeit bei $2,13. Ich warte hier auf die Möglichkeit, Calls zu verkaufen. Leider ist da die Auswahl der Kontrakte nicht sehr gut. Ebenfalls will ich auf Hi-Crush (HCLP) einen Call verkaufen (mein Kaufkurs ist $ 6,15). Mal sehen.

    Es ist wirklich so, dass man bei IB sein muss. Aber die deutschen Ableger lassen sich alle gut handhaben. Mir ist das einfach etwas mehr Mühe wert, bei einem Erwachsenen-Broker zu sein. 😉

    Über die App kann man das ganz easy machen. Ich werfe dazu nicht einmal die TWS an. Hier ein Screenshot des Ablaufs.

    MS

     

  61. DivSky

    @MS,

    nicht das Du der zweite Ulli wirst 🙂

     

    Aber welche mittel- bzw. langfristigen Aktien stehen  denn gerade ganz oben bei Dir?

  62. JosefJosef

    @vali

    Es war die Banco Espirito Santo.

    Laut Port. Staat konnte diese Bank damals nicht Pleite gehn. Regel X traue keinen Medien und Politiker. Nun bin ich Miteigentümer einer Bad Bank mit x Milliarden Schulden.

  63. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    na ja, mit meinen Pillepalle-Beträgen ist da keine Gefahr, dem Hoeneß Konkurrenz zu machen. 😉

    Ich habe derzeit keine Einzelwerte zum liegen lassen neu gekauft. Es gibt zwar einige Aktien die mir gefallen würden, aber das sind eher so Nebenwerte, die ich einfach mag. Ich habe die letzten Monate fast nur ETFs und REITs gekauft. Diesen Monat paar Stücke XEI und von dem FIE aufgestockt. Davor den DRG.UN aufgestockt, ENF erste kleine Position gekauft, NWH.UN aufgestockt, und ZPR (Preferred Shares) gekauft, und so in der Art halt. Sowas kann ich im Zweifel jederzeit kaufen. Einfach um den monatlichen Cashflow zu erhöhen.

    Wenn jemand viel mehr Zeithorizont hat als ich, für den wäre das Depot vom Alexander zu empfehlen. Auch Vali würde ich empfehlen nachzumachen, was man so mitbekommt. Ich orientiere mich eher so beim Dividend Hustler (Tyler). Leider natürlich nicht in seiner Größenordnung. Aber seine Denke kommt mir nahe.

    MS

  64. Anna

    @ Josef

    Du bist nicht allein … Auf den Namen (heiliger Geist) kannste nichts geben.

  65. Couponschneider

    vonaufdenboden schrieb: Interessant welche Begeisterung in der talkshow aufkam, als Burkhard über den finanziellen Teil sprach und Wörter wie Inflation, Unternehmensbeteiligungen, oder Aktien verwendete. Als ob es sich um Stellare Schwarze Löcher handelte.

    Das ist wirklich interessant. Laut wurden die, als es um Kläranlagen ging. „Geschissen wird immer.“, „Mit Scheiße Geld verdienen.“ – Hohoho… Da haben wir uns alle auf die Schenkel gehauen und gelacht.

    Walter Sittlers Frage, wie lange denn das Geld reiche, war schon bezeichnend. Vermögende Menschen wissen, dass sie die  Substanz nicht angreifen dürfen. Man lebt von Dividenden und man könnte zusätzlich ein oder zwei Prozent des Depots veräußern, ohne dass es an die Substanz geht.

    Walter Sittler hat auch schon gegen S21 opponiert. Von dem halte ich nichts. Der hat’s so gut, weil er Engagements in unterklassigen Filmen im öffentlich-rechtlichen Fersehen bekommt und dabei kräftig absahnt.

  66. ZaVodou

    Nimm einfach die Seite von Coca-Cola direkt.

    Zitat: The Coca-Cola Company has paid a quarterly dividend since 1920 and has increased dividends in each of the last 54 years.

    Und berücksichtige die Splits,  da die Tabelle nicht splitbereinigt ist.

  67. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hans

    Ja, immer auf die Aktiensplits achten. Solche Tabellen sind insofern mit Vorsicht zu genießen.

     

    @ ZaVodou

    Danke für den Hinweis zur CocaCola-Dividenden-Maschine. Super!

     

    @ Christoph

    Danke. Aber auch hier ist der Aktiensplit nich zu sehen. Es scheint zu einem Dividendeneinbruch zu kommen. Das Gegenteil ist der Fall. CocaCola zahlt seit 1920 Dividenden. Und seit 54 Jahren steigt sie jedes Jahr.

  68. Christoph

    Mal eine Frage zu dem Thema.

    Wie zählt denn eine Fusion bei sowas?

    zb Dupont und Dow chemical gehen ja zusammen.

    Wir dann der Mittelwert genommen seitdem gezahlt bzw erhöht wird?

     

    sagen wir die eine zahlt seit 40 Jahren die andere seit 20 Jahren. Dann 30 nach der Fusion? Oder zählt immer der der aufkauft als maßgebend? Exxon hat 1999 ja mobil gekauft. Weiß jemand wie es da war?

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