Nummer 1 Angst der Deutschen: Geld


New York, 21. Juni 2015
Angst: Die Deutschen haben enorme Angst um ihr Geld. Anstatt es vernünftig anzulegen,

Angst: Die Deutschen haben enorme Angst um ihr Geld. Anstatt es vernünftig anzulegen, ziehen Bundesbürger Spareinlagen wie Festgelder, Bausparen, Versicherungen oder Sparbücher vor.

Wir Sparer bekommen für unser Geld keine Zinsen mehr. Spareinlagen rotten vor sich hin. Keine Zinsen bedeutet: Kein Spass am Sparen. Bestraft werden vor allem alte Menschen, die gewöhnlich einen hohen Anteil ihres Vermögen in mickrig verzinsten Sparformen bunkern.

Dass den Menschen der Spass am Sparen vergeht, ist verständlich. Deutsche suchen Zuflucht in Immobilien, wobei das nicht immer gut endet.

Ein Ausweg ist langfristig die Börse. Wer dort in ein Indexprodukt investiert, macht es besser. Indexpapiere bieten sich als ideale Sparform für den Ruhestand an, weil das Risiko gering ist, wenn Sie mehrere Dekaden Zeit haben. Sparen Sie einfach regelmässig. Kaufen Sie monatlich ein ETF oder einen Indexfonds. In guten wie in schlechten Börsenzeiten.

Ich versuche, mein Einkommen wie folgt auszugeben: Ich spare ein Drittel. In Aktien. Langfristig. Ein Drittel gebe ich fürs Wohnen aus (Wohnen, Hypothek bzw. Miete). Ein Drittel für Sonstiges, worunter Essen, Entertainment, Urlaub usw. fällt.

Viele Bürger geben zu viel Geld für ihr Dach überm Kopf aus. Manch einer zahlt die Hälfte seines Einkommens dafür. Oder noch mehr. Das Heim kann schon zu einem Konsumgut werden, wenn es zu groß und luxuriös ist.

Zurück zur Formel. Ich halte die Aufteilung in je ein Drittel für eine geniale Formel. Aber es ist zugegeben hart. Ein Drittel zu sparen, gelingt wenigen. Wenn Sie „nur“ zehn oder zwanzig Prozent schaffen, ist das schon ordentlich.

Die Börse ist schon recht teuer. Sie ist aber noch immer der ideale Ort für Ihre Spargroschen. Sie dürfen den Aktienmarkt indes nicht als ein Spielkasino betrachten. Sondern als langfristiger Hafen für Ihr Geld. Es gibt keine bessere Alternative zur Börse. Aktien sind einfach unschlagbar.

In der Bevölkerung ist das in weiten Teilen nicht bekannt. Die Mittelschicht meidet die Börse. Die Reichen nutzen sie dagegen bevorzugt. Die Börse schafft nämlich mehr Vermögen. Denn Geld macht, richtig angelegt, mehr Geld.

Vermögen beseitigt ein Problem. Das Problem der Angst. Angst ums Geld ist eine der Top-Ängste der Deutschen. Sie sorgen sich enorm um Schuldenkrisen, Armut und Inflation. Vor nichts in der Welt haben die Deutschen mehr Angst als vor steigenden Lebenshaltungskosten. Das gaben 58 Prozent der Bundesbürger in einer Umfrage an. Das ist erstaunlich. Um die Angst in den Griff zu bekommen, wäre die Börse die richtige Antwort.

Was aber machen die Deutschen? Sie setzen aufs Sparbuch, Bausparen, Lebensversicherung, Festgeld & Co. Nur ganz wenige kaufen Aktien. Verkehrte Welt!


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Nummer 1 Angst der Deutschen: Geld

  1. Felix

    Ich denke mal 1/3 seines Einkommens zu sparen, das geht in einem Single-Haushalt bzw. in einem Haushalt ohne Kinder. Nur ist die Frage, wofür sparen die eigentlich so massiv? Um im Altenheim die Puppen tanzen zu lassen und das Gesparte dann der Kirche zu vermachen?

    Eine Familie mit zwei, drei Kindern und normalem Verdienst hat andere Prioritäten und Sorgen. Sie müssen erst mal über die Runden kommen; sie haben ganz andere Ausgaben: Wohnen, Essen, Auto, Kleidung usw. Wenn dann noch etwas übrig ist, sollte es in die Bildung der Kinder gesteckt werden. Nichts ist deprimirender  als dann im fortgeschrittenen Alter mit an zu sehen, wie Kinder sich mit prekären Beschäftigungen, abgebrochenen Ausbildungen usw. herumschlagen und nicht auf die eigenen Beine kommen, sondern fortlaufende Unterstützung brauchen.

    Deshalb ist in diesen Fällen nicht nur der eigene berufliche Erfolg wichtig, sondern auch, dass man seine Kinder auf die richtige Schiene bringt. Ich jedenfalls bin froh so verfahren zu sein und damit Kinder zu haben, die erfolgreich im Beruf unterwegs sind.

     

  2. Ric

    Hallo Tim,

    Ich finde die Aufteilung mit dem Drittel genial. Ich selbst schaffe aktuell eine Sparquote von über 50%, was aber damit zusammenhängt, dass ich mir die Miete mit meiner Freundin teile, wir sehr sparsam leben und (noch) keine Kinder haben. Für Familien ist die Aufteilung mit dem drittel wahrscheinlich nur grade so zu erreichen.

    Ich denke, es macht am meisten Sinn sein Geld, wenn man etwas erübrigen kann, in Aktien zu stecken, da zum Beispiel der S&P 500 die letzten Jahre nach Inflation eine Rendite von 9,9 % gebracht hat (Quelle: Berkshire Hathaway Inc. 2014 Annual Report)

     

    Gruß

    Ric

  3. wirtschaftswaisewirtschaftswaise

    Ich kann bestätigen,  dass ich hier und anderswo die tollsten Spar-Storys und die höchsten Sparraten immer von Kinderlosen lese 😉

    Als Vater von zwei Töchtern darf ich sagen: das Leben mit Kindern ist un-fass-bar teuer.

     

    Trotzdem schaffen meine Frau und ich im Schnitt 20%, wenn auch nur über’s Jahr gemittelt, denn wir sind selbständig und unser Geschäft sehr volatil.

  4. Fabian S.

    Naja die Angst ist berechtigt, wenn nur noch Geld gedruckt wird und Länder wie Griechenland total unterstützt werden, Verträge dadurch gebrochen werden und der Steuerzahler betrogen wird…und dass auch noch durch Merkel die den Euro als gottgegeben ansieht und keine Ahnung von Wirtschaft und Geschichte hat.

     

    Die Zinsen sind bereits abgeschafft und der Sparer wird enteignet durch die finanzielle Repression!

    Aber solange die Deutschen nicht vernünftig sind und noch die etablierten Parteien wählen und nicht die AFD wird es so weitergehen…

    Man sieht ja schon, dass in der CDU Eurogegner kaltgestellt wurden und die Demokratie nicht mehr existiert…siehe Bosbach und der Art.38 GG!!!

     

     

  5. Jesse Livermore

    @ Tim,

    „In der Bevölkerung ist das in weiten Teilen nicht bekannt. Die Mittelschicht meidet die Börse. „

    Keine Angst. Wenn die Mainstream-Medien Aktien erstmal fuer risikolos erklaeren, dann wird der deutsche Michel schon auf den fahrenden Zug aufspringen. Natuerlich erst wenn der DAX bei 15.000 ist. 🙂

  6. dieter

    Ich für mich selber , habe 1 Tochter , und einen Sohn,  dennoch schaffe ich es zu sparen.

     

    Bin ein normaler Arbeiter.

     

    Ich lege jeden Monat einen Teil des Gehaltes zurück.

     

    Den Euro finde ich immer noch super, das bischen Geld was nach Greichenland geht , sollte Europa nicht spalten.

     

    Da haben einige Bundesstaaten in den USA noch mehr Schulden.

    Wir sollten nie vergessen, wir sind ein Europa, wir haben seit 70 Jahren Frieden.

    lg Dieter

     

     

     

     

  7. Couponschneider

    @Felix

    Das Single-Dasein ist kein endgültiger Zustand. Auch kinderlos zu sein, ist nicht endgültig. Als Single oder als kinderloser Ehemann/Lebensgefährte bietet sich die Strategie an, besonders viel zu sparen, denn sobald die Kinder da sind, wird’s schwieriger. Und wenn die Dividenden das staatliche Kindergeld weit übertreffen, hat das doch schon mal was. Und das ist letztendlich das Kapital, was man für die Kinder aufbringen kann.

    Und noch eine Anmerkung: Viele Leute sparen sich vom Munde ab: Riesterrente, KLV, Bausparvertrag. Und sie haben Kinder. Also scheint ja genug Geld da zu sein. Wenn man 200 € statt in den genannten Finanzprodukten in Aktien investiert, dann ist das viel lukrativer. Geld für Immobilien scheint ja auch genug da zu sein. Also anstatt wie blöde Hypothekenzinsen zu zahlen, einfach mal Aktien vorher kaufen und Eigenkapital schaffen. Man sollte auch die gegenwärtigen Sparvorgänge kritisch prüfen und gegebenenfalls die Strategie wechseln.

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ric

    Deine 50-prozentige Sparquote ist super. Gratulation. Damit sollte der vorzeitige Ruhestand möglich sein, wenn es Dir gelingt, die hohe Sparquote durchzuhalten.

     

    @ Jesse Livermore

    Irgendwann wird der DAX die Hürde von 15.000 Punkten überwinden. Es ist die Eigenschaft der Börse ständig neue Rekorde einzustellen. Ich würde selbst dann nicht meine Aktien verkaufen. Euphorie kommt und geht. Im langen Schnitt gehts einfach aufwärts.

  9. ValueriaValueria

    Also, meine Angst Nummer 1 ist eindeutig die Angst um meine Familie und meine Kinder. Angst ums Geld habe ich noch nie empfunden, da ich mir immer sicher war, dass auch wenn ich mal kein Geld haben sollte, ich (fast) alles tun würde um wieder zu verdienen. Ausserdem hatte ich seit dem ersten Verdienst immer genug auf dem guten alten Sparbuch!

    Aber es stimmt, dass gerade Immobilien ein höheres Einkommen verlangen. So eine Summe muss man erst mal stemmen können. Doch gerade für Familien ist das ja eine Grundbasis – Dach über dem Kopf für alle. Kinder brauchen Sicherheit um sich zu entfalten und für mich war es immer klar, dass ich ihnen zuerst ein sicheres Zuhause bieten will und sie wissen es eindeutig zu schätzen und sparen selbst schon für ihr eigenes Haus (möglichst in der Nähe ;-).

    Da wir keine Miete mehr zahlen, spare ich die Miete schon mal ein 15% . Nochmal 15% spare ich so, ich habe auch kein Auto.

    ca. 20% zahle ich für mein Büro in MUC, das mir gehört – also eher Investition.

    ca. 10% bekommen meine Eltern für die Kinderbetreuung+Bildung (zweisprachig).  Diese zwei Summen setzt man von der Steuer ab, die aber im Großen in der eigenen Familie bleiben.

    Und ca. 40% für Essen, Urlaub, Kleidung, Schule, Bildung, Investition in die eigene Selbständigkeit, Steuer+Nachzahlung usw. Natürlich variiert die Summe ab und an, aber das Einkommen wächst ja auch, momentan zumindest.

    Somit spare ich momentan 30 % ein und zahle 20% Hypothek/Miete für den Arbeitsplatz. Mit 2 Kindern und eigenem Haus. Die Dividenden zähle ich nicht mit. Die reinvestiere ich nach Laune, Chart oder lasse sie liegen, sind aber momentan nicht mal 10% meines Einkommens.

    Klar, mein Mann ist auch da, wobei er nicht der große Sparer ist, aber er ist ein sparsamer Geniesser 😉

    Als Familie muss man sowieso alles doppelt und dreifach  rechnen… Die Familien im Umkreis, die Miete zahlen, können viel weniger sparen und können sich um so weniger die eigene Immo-Sicherheit leisten, damit sie auch mal in Aktien investieren. Aber viel haben nagelneue Kreditautos, oder  mehrere Tiefkühltruhen im Haus, Hund und natürlich die neuesten Fernseher…  Die Prioritäten setzen alle anders.

    Die, die viel sparen oder investieren, sind in der Regel aber auch die Superverdiener – zumindest hier so.

    @Tim, sehr gern habe ich für dich gestimmt! Viel Glück und Erfolg! Fleiß und Durchhaltevermögen muss man Belohnen!!!!

    Und noch eine Frage: Wenn ich unten öfter Google-Add klicke, bekommst du (mehr) Geld dafür?
     

     

  10. Stefan

    Wer kein Drittel seines Einkommens trotz Kinder sparen kann, hat selber schuld. Dann muss man eben härter (an sich) arbeiten.

    Augen auf bei der Berufswahl. Capitalism rules!

  11. Stefan

    @Valueria

    Genauso wird es gemacht. Du bist ein Vorbild für diesen ganzen Jammer-Muttis. Wer nicht mietfrei wohnen kann, muss sich eben damit abfinden zu einer unteren Schicht zu gehören. Solche muss es auch geben. Liest Du auch immer im Mauritius-Urlaub diese Bücher zum sparsamen Leben? Mich baut das immer ungemein auf zu wissen, welcher Kaste ich angehöre.

  12. StefanStefan

    @ Stefan

    ich glaube dich nimmt hier keiner Ernst 😉

    Vom Mauritius Urlaub träumst du wahrscheinlich nur.

  13. AlexanderAlexander

    Ich spare regelmäßig etwa 15% vom Einkommen, ich könnte auch mehr sparen, will ich aber nicht. Ich lebe gut (aber bewusst). Sollte doch mal zu viel am Girokonto sein, wird eben etwas mehr gespart.

     

    @Valueria

    Ja, man bekommt für jeden Google-Add-Klick etwas Geld. Es kommt auf die Anzeige darauf an, mal ein paar Cent, mal einen Euro. Also viele Klicks = viel Geld. Aber reich wird man davon nicht ^^

  14. Markus

    @Valueria

    15 % für Miet-Einsparung…

    Entweder falsch berechnete Quote oder Du hast nen überdurchschnittlich gut bezahlten Job.

    @Ric

    9,9 % auf den S&P500 real (sprich nach Inflation) ist unwahrscheinlich über Dekaden. Ein paar Jahre (auch 5 – 7 Jahre) geht das schon mal… Langfristig ist es schon eine gute nominale (Vor-Inflations) Rendite.

  15. Stefan

    @ Stefan

    ich glaube dich nimmt hier keiner Ernst ????

    Finde es trotzdem beachtenswert, dass Du es weiter versuchst. Toi, toi, toi!

  16. Stefan

    @Markus

    Valueria hat einen besonders gut verdienenden Mann. Im neudeutschen Sprachgebrauch auch Latte Macciato-Mutti genannt. Da fällt es dann eventuell etwas leicht als für den Familienvater mit 1.800 Brutto.

    P.S.: Mal eine generelle Frage: Wer hat den sinnvollsten und einen der härtesten Jobs in Deutschland? Krankenschwestern. Mit welcher Berechtigung vedient jemand mehr als eine Krankenschwester?

  17. Markus

    @Ric

    Die Auflistung der einzelnen Jahres-Renditen sieht nach arithmetischer Rendite-Berechnung aus…

    Korrekter und niedriger wird die geometrische Rendite bei einer Einmalanlage berechnet.

    Bei unterschiedlichen Spar-Intervallen wäre eine zeitgewichtete Berechnung am ehrlichsten.

    Mit der selben Start- und Endsumme kriegt man ganz lustige unterschiedliche p. a. Renditen raus…
    Marketingtechnisch wird das sehr gut ausgenutzt. Zudem wird bei der nominellen Rendite oft übersehen, dass der Dollar-Raum stärkere Inflationsraten hat bzw. eine „getürktere“ Berechnung.

  18. Dr. Jürgen Nawatzki

    Danke für diesen interessanten Beitrag. Weil der Durchschnittsbürger in Deutschland leider in der Mehrzahl Angst vor Aktien hat, müssen wir Finanzblogger weiter Aufklärungsarbeit leisten. Da Banker und Finanzberater häufig nicht auf ETFs hin beraten, weil sie daran kaum etwas verdienen, ist es unsere Aufgabe, alle diejenigen zu informieren, die ihre Geldanlage eigenverantwortlich in die eigenen Hände nehmen. Es muss sich immer weiter herumsprechen, dass es keine bessere Anlage als börsengehandelte Indexfonds bzw. Exchange Traded Funds (ETFs) gibt, wenn man langfristig ein privates Vermögen aufbauen oder mehren möchte.

  19. PierrePierre

    @Dr. Nawatzki

    so, so. ETFs sind also alternativlos & die Emittenten sind barmherzige Samariter, die uns „Durchsnittsdeutschen“ damit den Zugang zum Aktienmarkt ermöglichen. Halleluja.

  20. ValueriaValueria

    @Alexander, danke! Dann klicke ich öfter drauf bei meinen Besuchen. Es gibt doch Bogger, die damit ihr Geld verdienen, also vielleicht kommt ein Minijob dabei raus…

    @Markus, du nimmst es schon sehr genau ;-)! Die Miete müsste ich nur zur Hälfte bezahlen, wenn eine da wäre. Bin ehrlich.  Und wenn ich das Durchschnittsgehalt der Deutschen  google, dann bin ich drüber, ja. Mein Mann verdient so viel wie ich.

    @Stefan (gefrustet), tut mir leid dass du hier deinen Frust so offensichtlich ausleben musst. Das ist ein sehr motivierendes Finanz- und Sparforum. Ich gehe davon aus, dass wir hier Tipps oder Denkanstöße austauschen können. Ich komme aus einem ehemals  kommunistischen armen Land,  bin heilfroh in einem kriegsfreien und kaum korrupten Land leben zu dürfen. Chancen, Freiheit, Sicherheit. Wenn man da drauf nicht aufbauen kann…  wo dann?

    Ich würde gern nach Mauritius und nach New York, sogar auf Mallorca war ich noch nie. Ich habe bis jetzt einfach zu gern gearbeitet. Ich liebe meinen Job, und brauche keinen Urlaub davon. Gern fliege ich aber nach Osteuropa – günstig, in der Nähe und ich kenne mich dort aus.

    @Stefan, bitte nimm STEFAN 🙂 So wird es hier angenehmer!

     

     

  21. Markus

    @Valueria

    Sorry,…wenn Du viel privates öffentlich schreibst und dass vom normalen Schnitt abweicht … werde ich neugierig. 😉

    Ich habe ne leichte Tendenz zu Sachlichkeit, Objektivität und nicht voreingenommener Denkweise…

    Trotz aller Objektivität ist der Mensch an sich emotional und macht kleine und große Fehler.

    Viele Menschen haben einen Hang zur Selbsttäuschung, zu unkorrekter Mathematik und zur Übernahme von ungeprüften Daten, wenn Sie passenderweise dem eigenem Weltbild entsprechen.

    Auch wenn jemand meint, er packt mit 42 die finanzielle Freiheit, oder jemand meint er wäre der neue Buffett und schafft locker 20% p. a. … werde ich einfach neugierig, ob da was dran ist oder ob die Wahrscheinlichkeiten dagegen sprechen.

    Jemand hat mir vorgeworfen das sei eine limitierende Denkweise… evtl. ist das korrekt und deswegen bin ich neugierig auf die „Wundergeschichten“, welche allerdings sich bei genauerem „Hinsehen“ oft als Marketing-Gag erweisen.

    Trotz alledem gibt es immer wieder einzelne Ausnahmeerscheinungen, welche sich leider zudem oft noch durch Zufall erklären lassen können.

    Deswegen finde ich Objektivität kombiniert mir Demut und Dankbarkeit ganz sympathische Wesenszüge… wobei man nicht vergessen darf, dass es so gut wie unmöglich ist, 100 % emotionslos zu sein. 😉

  22. ValueriaValueria

    @Markus, du hast mich schon im Visier 😉 Aber, ich mag deine Neugier!

    Ja, ich weiche grundsätzlich vom normalen Schnitt ab, was nicht immer positiv ist. Eigenbrötlertum wird mir manchmal vorgeworfen, deshalb auch selbständig, aber ich lerne sehr gern dazu. Ich bin eine Macherin, zugegeben dazu gehören auch Fehler dazu, aber nur dadurch konnte ich bis jetzt auch die größten Chancen ergreifen.

    Da ich aber im kreativ-produzierenden  Bereich bin, gehe ich sehr gern unkonventionelle Wege, merke aber dass manche „Mitarbeiter“ gerade durch  zu viel Nachfragen, Theorie,  Ausreden und somit Zeitaufwand mich grundsätzlich einfach  mit „Unwichtigem“ aufhalten.

    Du bist ein Skeptiker, stimmts?;-)

    Wie findest du eigentlich Tims Sparrate?;-)

  23. Markus

    @Valueria

    Skeptiker… na ja, ich würde es eher pragmatischen Realismus nennen wenn man schon ein paar Jahre Börse & andere Lebenserfahrungen auf dem Buckel hat. 😉 Klingt fast so, als wäre ich so alt wie Felix. *g*

    Tim`s Sparrate: 1/3 ist ok… wenn das 2/3 zusätzlich noch für die Hypothek reicht ist es ganz beachtlich für das Ziel etwas sich zu erarbeiten. Die Sparrate ist aber nur ein wichtiger Puzzlestein.

    Ins Visier nehmen… eigentlich habe ich mir vorgenommen weniger öffentlich zu schreiben… nur irgendwie bin ich manchmal zu neugierig bei außergewöhnlichen Menschen oder Meinungen…

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Valueria

    Danke für den Zuspruch. Und danke für den Vorschlag mit der Google-Werbung. Das lohnt sich nicht. Bitte nur auf die Werbung klicken, wenn die wirklich von Interesse sein sollte. Ich schreibe diesen Blog, weil es mir Spass macht. Es geht mir nicht darum, Geld damit zu verdienen.

  25. Gordon Gekko

    @Markus 8:47:absolute Zustimmung zu Deiner Herangehensweise an die Dinge, welche mir sehr gefällt, die aber m.E. Leider zu selten zu finden ist

  26. Stefan

    Die meisten Musterdepots der Blogs sind eh geschönt und nicht real. Mit Speck fängt man Mäuse. Auch im Netz.

  27. Chris

    Hallo

     

    Interessantes Thema. Wenn ihr von 10, 20 oder 30% Sparquote sprecht meint ihr vom netto, oder? Und ist das dann ein Mittelwert über das ganze jahr, oder für jeden monat? Und was ist dann mit steuerrueckzahlung, urlaubsgeld, etc…

    Bei mir sind es im Jahresmittel

    30% für Aktien

    24% Altersvorsorge und  Versicherungen

    30% Tilgung für Wohnung + Zinsen im Verhältnis 0,6 : 0,4

    16% freie Verfügung

     

    Vg

    Chris

     

     

     

  28. Couponschneider

    Meine Sparquote ist über 50 % vom Netto. Sie haben recht: eigentlich müsste man das Brutto zu Rate  ziehen. Sogar das „Zwangsparen“ in die Rentenkasse ist Teil der Sparquote.

    Aber interessant ist nur das Geld, über das ich Verfügungsgewalt habe, also mein Netto.

     

     

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