Mut zu positiver Veränderung


New York, 14. Juni 2015

imageOb Bill Gates oder Richard Branson, ob Steve Jobs oder Warren Buffett – immer wenn sie Fehler machten, sprachen sie offen darüber. Sie stehen dazu. Sie sind ehrlich. Sie lügen nicht. Sie bauen kein Märchenhaus auf.

Das ist beachtlich.

Die Erfolgreichen sind selbstkritisch. So lernen sie. So erhalten sie Wertschätzung anderer.

Im Endeffekt wissen wir alle: Niemand ist fehlerfrei. Die genannten Promis sind nicht nur ehrlich zu sich selbst, sondern auch optimistisch. Sie wollen sich ständig bessern. Sie räumen den Fehler beiseite. Sie packen an.

Viele Menschen lügen. Sie möchten keine Fehler zugeben. Sie sind nicht selbstkritisch. Die Zukunft wird aber besser, wenn wir selbstkritisch sind. Nur so können wir uns ändern.

Bill Gates spricht ständig über seine Fehler.

Richard Branson trickste in jungen Jahren bei der Steuer, als er Importware über die Grenze beförderte. Er wurde erwischt. Fast wäre er im Gefängnis gelandet. Er lernte daraus. Branson spricht unentwegt offen über seinen damaligen Fehler. In seinen Büchern und in Vorträgen beleuchtet er den Missgriff. Immer und immer wieder. Die Erfolgreichen schieben nicht anderen Fehler in die Schuhe, sondern nehmen Schuld auf sich.

Wir können nur besser werden, wenn wir uns kritisch betrachten. Ehrlich zu sein öffnet die Augen. In der Politik habe ich übrigens selten das Gefühl, dass es um Ehrlichkeit, Transparenz und Selbstkritik geht. Tricksen, Täuschen, Tarnen: Darum geht es wohl in erster Linie.

Kommen wir zu den Privatfinanzen: Wer zu wenig spart, muss schauen, was schief läuft. Es stellt sich die Frage, welche Beziehung der Mensch zum Geld hat. Schätzt er das Geld? Beim Lebemensch ist das nicht der Fall. Er wirft Geld achtlos zum Fenster hinaus.

Wer hoch verschuldet ist, sollte etwas ändern. Wer kein Ruhestandspolster hat, muss schnell handeln. 10.000 Euro als Ersparnis reicht bei weiten nicht aus, wenn der Ruhestand beginnt. Sie brauchen mehr Substanz, um die goldenen Jahre genießen zu können. Nur die gesetzliche Rente wird auf Dauer kaum ausreichen:

Wer in einem Konsumrausch lebt, muss schauen, ob ihn das wirklich glücklich macht. Wozu brauchen wir all den Plunder in der Garage, im Keller, im Dachboden?

Ich sprach mit US-Bestsellerautor Larry Winget. Ich fand super, wie hart er mit uns Menschen ins Gericht geht. Er rät: Nur wenn wir uns positiv ändern, können wir besser werden. Das klingt logisch. Fällt den meisten aber schwer. Mir auch.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Mut zu positiver Veränderung

  1. Claudius

    Hallo Tim,

    Ich bin der Meinung, dass es enorm wichtig ist sich seine eigenen Fehler so schnell wie möglich einzugestehen. Fehler sind menschlich. Sie sind nichts schlimmes und wer das erkannt hat und für sich nutzt um aus seinen Fehlern etwas zu lernen, der wird langfristig erfolgreich sein.

    Gruß,

     

    Claudius

  2. Christian

    Hallo Tim,

    danke für denn kurzen aber schönen Beitrag. Wie Claudius schon richtig sagte nicht nur Fehler einzugestehen ist wichtig sondern daraus die richtigen Schlüsse ziehen ist mindestens genauso wichtig.

    Zum Thema Sparen und Ausgeben will ich nur ein kurzes aber Zitat einbringen was das ganze ziemlich gut trifft. Denn es gibt meiner Meinung nach nur zwei wirkliche Dinge in Sachen Finanzen : Vereinfachung und Transparenz.

    „Es gibt zwei Wege, um glücklich zu sein: Wir verringern unsere Wünsche oder vergrößern unsere Mittel … Wenn du weise bist, wirst du beides gleichzeitig tun.“

    Benjamin Franklin.

     

    Gruß

    Christian

  3. Philipp

    Ich finde es super, das erfolgreiche Menschen so offen sind und ihre Fehler mit uns kommunizieren. Daraus kann man eine Menge lernen und diese Fehler dann vermeiden.

    Danke für deinen Link zum Artikel, werde ihn mir gleich mal durchlesen 😉

    LG

    Philipp

  4. Dr. Jürgen Nawatzki

    Sich selbst zu belügen führt zu gar nichts. Ich kann ja verstehen, wenn man anderen Menschen gegenüber nicht jeden Fehler zugeben möchte, aber selbst sollte man schon ehrlich in den Spiegel schauen und bei berechtigtem Anlass auch selbstkritisch sein. Nur so kann man sich weiterentwickeln. Ansonsten tritt man auf der Stelle und kommt nicht weiter. Schließlich bedeutet Leben Veränderung und zur Veränderung ist Entwicklung notwendig. Das geht ohne Ehrlichkeit sich selbst gegenüber nicht.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Claudius

    Absolut. Stimme zu.

    1. Fehler zugeben

    2. Besser werden.

     

    @ Christian

    Danke für das klasse Zitat.

  6. Pingback: Artikel über Wirtschaft und Devisen 21. Juni | Pipsologie

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