Lesertreffen in Hamburg: Finanziell Freie oder solche die es werden wollen


New York, 2. September 2017

Das Lesertreffen in Hamburg war ein voller Erfolg. Danke fürs Vorbeischauen. Es war mir eine große Ehre, Euch zu treffen.


Nach Hamburg kamen etwa 18 Leser zum Kennenlernen in eine Brauerei. Einige kamen aus 100 Kilometer Entfernung angereist. Mir hat es sehr viel Spass gemacht. Alle machten einen motivierten, bodenständigen Eindruck. Jeder möchte Finanzvermögen aufbauen, um finanziell frei (oder freier) zu werden. Wir sprachen über ETFs, Sparpläne, Immobilien, Dividenden, Jobs, Nebenjobs, Reisen, Familie. Ein Teilnehmer (aus der IT-Branche) war finanziell frei – mit zwei Kindern – er hat erstaunliche monatliche Einnahmen.

Die meisten setzen auf ETFs und Dividendenaktien. Immobilien als Renditeobjekt spielen eher eine Nebenrolle bei meinen Lesern, so jedenfalls mein Eindruck.

Worüber wir intensiv gesprochen haben: Wann hast Du die halbe Wegstrecke in die Freiheit erreicht? Ich sehe sie bei 300.000 Euro Finanzvermögen. Wer das hat, wird den Rest auch noch schaffen.

Wer es ans Ziel schafft, kann sein Finanzvermögen um 4% per annum reduzieren (durch Dividendeneinnahmen und kleine Abverkäufe), um die Lebenshaltungskosten zu decken. Wer also 500.000 Euro im Depot hat, kann 20.000 Euro im Jahr entnehmen. Mehr aber nicht. In den ersten fünf Jahren solltest Du flexibel die Vier-Prozent-Regel anwenden. Geht die Börse in die Knie, wäre es ratsam, eher weniger als die vier Prozent zu entnehmen. Boomt die Börse, erhöhe die vier Prozent keinesfalls, sondern bleibe genügsam.

Wer sparsam lebt, kann mit womöglich 20.000 Euro auskommen. Ja, es ist nicht viel. Es hängt von Deinen Lebensumständen und Deinem Bedarf ab. Mit einem Nebenjob lässt sich das aufpolstern. Mit 30.000 oder 40.000 Euro wird es natürlich bequemer. Dann sind 750.000 beziehungsweise eine Million Euro als Finanzpolster im Depot nötig.

Solche Summen klingen zunächst aus der Ferne enorm. Aber mit einem eisernen Sparwillen, frühen Start und Motivation lässt sich einiges ins Rollen bringen. Hilfreich ist eine minimalistische Einstellung. Viele Haushalte haben alles doppelt oder dreifach. Ihr Leben ist wie ein Gefängnis. Konsumenten werden mit all dem Plunder eine andere Person. Gegenstände nehmen sie ein.

Ein Teilnehmer in Hamburg sprach davon, dass die Eltern verstorben waren und das überfüllte Haus leer geräumt werden musste, was eine große Belastung aufgrund der vielen Dinge war. Es ist sehr traurig, so etwas zu tun. Und öffnet die Augen.

Das Leben vieler Konsumenten entspricht nur noch einer Jagd – einer Jagd nach Dingen. Sie geben ihr Geld mit vollen Händen aus. Und sind unter Stress. Ich hab eine Bekannte, sie kaufte sich mit dem Gatten eine neue Villa. Beide sind bis zur Halskrause verschuldet und wissen nicht, wie sie die Hypothek bezahlen sollen. Was nutzen so viele Zimmer und schnittigen Autos, wenn sie nur Show sind und die Finanzen nicht reichen?

Mein Leben wurde einfacher, als ich begann, mich von Plunder zu trennen. Schulden zu tilgen. Mein Auto zu verkaufen. Meine leere Wohnung in Deutschland zu vermieten. Mein Depot auszubauen – und die Freiheit zu spüren. Den Vollzeitjob an den Nagel zu hängen. Und zu reisen. Bin ich in New York, mache ich längere Spaziergänge am East River. Ich schaue kein TV mehr. Ich höre gerne Podcasts. Ich lese viel. Ich mache jeden Tag Sport.

Wenn ich mich von Dingen trenne, ist das eine große Erleichterung. Natürlich geht es nicht darum, alles wegzuwerfen oder zu spenden. Sondern einfach weniger zu besitzen. Nicht alles muss ich hergeben. Es geht darum, eine Balance im Leben herzustellen und mehr Freude im Leben zu haben. Das heißt, Deine geliebte Buch- oder Filmsammlung behältst Du natürlich.

Das ist eine gute US-Dokumentation über unsere Überflussgesellschaft. Warum Verbraucher so viel kaufen und dass das in die Unzufriedenheit führt: Haus, Auto, Mode, Schmuck… immer mehr. Es ist so sinnlos geworden. Vor allem der Beginn des Films ist sehenswert, ab Minute 20-25 wiederholt sich die Botschaft:

Der Buddhismus lehrt, nicht nur physische Dinge wegzuräumen, auch mental sollen wir aufräumen. Es ist wie ein Frühjahrsputz im Kopf. Alles, was unnötig ist (Gedanken), kann ausgemistet werden.

Beim Nachrichtenkonsum achte ich darauf, nicht allen Mist zu schauen oder zu lesen. Wir haben in den Medien eine Ansammlung von Horror-Ereignissen. Das brauche ich mir nicht anzutun.

Im Herbst haben wir ein altes Haus bei AirBnB gemietet. Es liegt in einer Waldgegend nördlich von New York. Die Großfamilie kommt. Wir gehen jeden Tag wandern und genießen die Natur – fernab des Konsumwahns. Es ist ähnlich wie in diesem Kurz-Video:

Danke für die Gleichgesinnten, die nach Hamburg kamen. Es war mir eine Ehre Euch zu treffen. Ich habe mich über jeden gefreut, der vorbei kam.

Lesertreffen in Hamburg.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Lesertreffen in Hamburg: Finanziell Freie oder solche die es werden wollen

  1. Ruben

    Ich wäre gerne dabei gewesen, die Zusammenfassung finde ich aber auch sehr interessant.

    Die Frage nach den finanziellen Mitteln, die für ein finanziell freieres Leben nötig sind hat mich in letzter Zeit öfter beschäftigt. Für die Erläuterung der einfachen Regel gilt mein besonderer Dank. Obwohl ich meine Arbeit nicht an den Nagel hängen werde, werde ich diese Regel noch etwas strenger auslegen und nach Möglichkeit auch nichts entnehmen. Allein der Gedanke, welche Summe man regelmäßig Entnehmen könnte beruhigt doch umgemein:-)

  2. Andreas

    @Ralf:

    Und was genau macht dich bei diesem Artikel stutzig? Da steht doch mit keiner Silbe, dass Buffet kein Buy and Hold Investor ist, sondern nur, dass Aktien derzeit schon relativ hoch bewertet sind und es derzeit nicht so einfach ist neue Aktien zu kaufen. Aber das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun, also da steht ja nichts davon, dass Buffet munter hin und her tradet;) Letztendlich ist Buffet Value Investor und nach der Grundlage dieser Grundlage, gibt es derzeit eben nicht so viele gute Kaufmöglichkeiten, mehr steht in dem Artikel aus meiner Sicht nicht:)

  3. Lena

    Freut mich, dass das Treffen so gut abgelaufen ist! Ich habe bald mein erstes Finanztreffen in Stuttgart und freue mich schon 🙂  Wie lange bist Du noch in Deutschland, Tim?

    Die Reportage schaue ich bei Gelegenheit mal ganz. Klingt sehr interessant. Danke für’s Teilen 🙂

     

  4. Jan

    Hallo Lena,

    von welchem Blog geht denn die Initiative aus? Das wäre sehr interessant für mich.

    Schöne Grüße

    Jan

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ralf

    Wir wissen alle, Du jammerst gerne. Ich bin froh über die vergangene 8 Jahre. Sie waren großartig. Ich versuche nicht zu timen. Ich spare weiter.

    Ich kann jedem raten, stur und stetig in den Aktienmarkt zu investieren. Im Idealfall monatlich. Auf Sicht von 10, 20, 30, 40 Jahren zahlt sich das aus.

     

    @ Lena

    Ich bin noch eine Woche in Deutschland.

  6. Mark85Mark85

    Es freut mich, dass ihr alle so viel Spaß hattet. Als großer Reiseliebhaber würde es mich zusätzlich interessieren, wenn du noch ein paar Worte über die gesamte Reise verlieren könntest: Planung, Durchführung und Kosten. 😉

    – Planung: Wo und wie hast du die Reise zusammengestellt?
    – Durchführung: Welche Stationen gab bzw. gibt es noch auf deiner Reise?
    – Kosten: Wie viel haben die Flüge und Übernachtungen jeweils gekostet?

    Ich hoffe, dass ich nicht zu indiskret bin. Ich denke nur, dass wir auch beim Thema Reisen etwas voneinander lernen können. Bisher habe ich meist Pauschalreisen den Vorzug gegeben.

  7. Wallstreet Greenhorn

    Klingt nach einem interessanten und inspirierenden Austausch! Viel Spass weiterhin auf Deinem Deutschlandtrip, Tim…wäre super wenn Du mal nach München kommst für ein Lesertreffen. Beste Grüsse aus Bayern!

  8. June

    Hallo Tim,

    das war eine große Runde. Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Menschen persönlich um ihr Geld kümmern.

    @ Jan,

    die Ex-Studentin Jenny richtet am 23. September in Stuttgart ein Lesertreffen aus. Auf ihrer Seite hat sie dazu einen Beitrag.

    Bestimmt meint Lena dieses Lesertreffen. Du kommst doch aus der Nähe, oder?

    Take care,

    June

     

     

  9. Marc

    Hallo Tim, auch ich versuche sparsam zu leben und ein Stück finanzielle Freiheit zu erreichen. Deine Message hat mich nachdenklich gestimmt, denn ich habe in der Vergangenheit auch einen Großteil auf Lebensversicherung und Riester gesetzt. Soll ich diese Verträge kündigen oder ruhen lassen,  um schneller voranzukommen. Sie würden noch ca 30 Jahre laufen? Danke für deine Antwort.

    Gruss

    Marc

  10. Jan

    @June und Lena,

    danke für die Info! Das Wochenende würde mir gut rein passen, thematisch bin ich da wohl auch gut aufgehoben aber ich lese den Blog bisher nicht. Ich bin noch am überlegen, Ex-Studentin kam mir hier in den Kommentaren immer sympathisch und bodenständig rüber.

    Schöne Grüße

    Jan

  11. Manu

    Hallo,

    ich lese seit längerem diesen Blog, und finde die Beiträge und Diskussionen einfach Super.

     

    Als Aktienneuling hätte ich nun eine Frage, und würde mich über Kommentare sehr freuen.

    Immer wieder habe ich gelesen, das für einen langfristigen ETF Sparplan eine Kombination aus MSCI World und Emerging Markets ideal wäre. am besten thesaurierend. Immer wieder ist auch die Rede von einer Beimischung guter Dividendenaktien zum Depot.

    Nun zu meiner Frage:

    Ich bespare seit kurzem monatlich den ishares Global Stoxx Select Dividend 100 um mir lagfristig ein passives Einkommen aus diesem ETF aufzubauen.

    Haltet ihr diesen ETF mit seinen 100 Aktien für ausreichend diversifiziert bzw. für ein Gutes langfristiges Investment, um sich ein passives Einkommen aufzubauen.

    Danke.

     

     

     

     

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark85

    Wir waren in Bayreuth, Leipzig, Heiligendamm, Hamburg, Bonn.

    Ich diene – ganz ehrlich – auf dieser Reise nicht als Sparvorbild. Insofern erspare ich Dir und den Lesern die Details. Für Erlebnisse/Reisen gebe ich als mehr aus. Gerade wenn die Familie mit dabei ist. Dafür spare ich lange. Und achte anderswo auf die Kosten (kein Auto, kein TV, Mode vom Discounter (ganz selten), fast nie Restaurants, kleine Wohnung).

     

    @ Marc

    Das langfristige Sparen über ETFs ist das rentabelste, was Du machen kannst auf Sicht von 10, 20, 30, 40 Jahren. Die Rendite ist erfahrungsgemäß deutlich höher als mit Riester-Verträgen oder Versicherungen.

  13. Mattoc

    Hallo Manu, es gibt Anleger, die behaupten, dass sich Aktien, die sie selbst auswählen, besser entwickeln würden als andere, die in einem Index zusammengestellt werden. Außerdem gibt es Anleger, die an diesem ETF den hohen Anteil an Finanzwerten kritisieren. Und dann gibt es noch welche, die sich daran stören, dass der ETF nach Marktkapitalisierung gewichtet.

    Du wirst also hier kein klares „Ja“ oder „Nein“ von Lesern als Antwort auf deine Frage bekommen.

    Meine Antwort lautet „Ja“, der ETF eignet sich. Du hast Anteile aus Nordamerika, Europa und Asien im Depot – bist also, was Regionen angeht, gut diversifiziert. Die enthaltenen Aktien entsprechen festgelegten Kriterien, die du bei iShares nachlesen kannst.

    Weiterhin wird eine hohe Dividendenrendite, erzielt, was dir offensichtlich sehr wichtig ist.

    Außerdem: Wenn ein Privaanleger 100.000 Euro in diesen ETF investiert, sind das im Durchschnitt 1000 Euro pro Aktie, also ein relativ kleiner Betrag.

    Aus meiner Sicht ist das eine gute Anlage.

    Klar ist allerdings: Auch dieser ETF kann bis zu 60% einbrechen, gerade wenn es nochmal zu einer Finanzkrise kommt. Das musst du aushalten können.

     

  14. Beobachter

    Um nochmal den Fokus auf eine Aktie zu lenken: was hält die Leserschaft von Foot Locker? Die Bilanz ist der Hammer und die Abstrafung im Preis mE nicht nachvollziehbar (oder habe ich da was verpasst?). Meinungen?

  15. Obama

    @Tim, @all

    danke für die vielen inspirierenden Beiträge.

    @Tim

    Würde mich freuen, wenn Du irgendwann einmal ein Treffen im Raum Essen/Düsseldorf/Köln durchführen könntest. Vielleicht passt es irgendwann einmal in Deine Planung rein.

    Im Urlaub bin ich auch kein Vorbild an Minimalismus. Das Geld spare ich dann lieber wieder im Alltag.

     

    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag,

    Obama

     

  16. Rainer Zufall

    Manu

    Ich stimme Mattoc tendenziell zu. Denke auch, dass du den Etf nehmen kannst.

    Wenn ich mich aber entscheiden müsste, würde ich mich trotz geringerer Div Rendite für eine MSCI World und Emerging Markets Kombi entscheiden. Der Stoxx Global Select erscheint mir von der Zusammensetzung etwas speziell. Das muss aber nix heissen, ist nur mein Eindruck.

    Auf Grund der Reform der Fondsbesteuerung würde ich mich zukünftig für einen ausschüttende Etfs entscheiden. Bei  thesaurierende Etfs wird künftig eine Vorabpauschale fällig. Aus meiner Sicht entfällt damit der Vorteil der Steuerstundung.

    Grüsse.

  17. Mark85Mark85

    An Tim: Es ist natürlich klar, dass Langstreckenflüge von New York nach Deutschland und zurück kostenintensiver als Kurz- und Mittelstreckenflüge sind. Es spricht auch nichts dagegen, wenn du in diesem Lebensbereich mehr Wert auf Komfort und Individualität legst. 😉

    Ich versuche zwar schon, immer preislich atttraktive Angebote zu finden, aber in der Summe kommt da durchaus auch etwas zusammen. Dieses Jahr werden es zirka 4.400 Euro für 216 Reisetage sein.

    Über welche Seiten hast du die Flüge und Unterkünfte gebucht? Ich finde Skyscanner, Kayak und Holidaycheck nicht schlecht, lerne aber gern dazu.

  18. Fit und Gesund

    @Beobachter,

    schau mal beim Hamsterradblog, da gibt es eine Analyse zu Foot Locker 🙂

  19. Manu

    @Mattoc

    @ Rainer Zufall

     

    Vielen Dank für eure Einschätzung.

    Ich war mir in Bezug auf diesen ETF nur unsicher, weil er nach Dividendenrendite gewichtet ist.

    Ich war der Meinung,dass solch hohe Dividendenrenditen eher auf Aktien hinweisen die in letzter Zeit stark gefallen sind.

    Deshalb dachte ich, dass sich eher Schwankungsanfällige Aktien im ETF befinden.

    Ist diese Sorge eurer Meinung nach begründet, oder habe ich hier einen Denkfehler ?

    Schönen Sonntag noch !

     

  20. Mattoc

    Hallo Manu,

    da hilft ein Blick ins Kleingedruckte bei iShares. Ich meine da steht, dass die Unternehmen mindeste in 4 der letzten 5 Jahre Dividende gezahlt haben müssen, dass die Dividenden aus Gewinn gezahlt werden müssen und dass höchstens 60% der Gewinne ausgezahlt werden dürfen.

    Ich schreibe das aus der Erinnerung. Lies es dir besser nochmal selbst durch.

    Meine Schlussfolgerung wäre hier:

    Ganz „kaputt“ können die Firmen in diesem Index nicht sein. Aber wie gesagt: 50% in Summer machen meiner Kenntnis nach Finanzen und Immobilien aus. Das ist ein Risiko, falls es zu einer Finanzkrise kommt.

    MSCI World, EM und Europa-Kombi geht aus meiner Sicht auch gut, wie Sparta schreibt. Aber dann hast du knapp über 2% Dividendenrendite, bist dafür aber deutlich breiter aufgestellt.

    Oder du schaust dir mal die ETFs von WisdomTree an. Die haben auch eine hohe Dividendenrendite.

     

  21. Sebastian Fischer

    Hallo,

    als bis jetzt nur stiller Mitleser, was haltet ihr in letzter Zeit davon das immer mehr „ich verkaufe nie meine Aktien“ Blogs auf einmal umschwenken auf Optionshandel und nur davon reden das man da ja praktisch nie verlieren kann bei.

  22. dumpfbacke

    Na was soll man denn von einem gelddruckenden Perpetuum Mobile halten, Sebastian F.? Ist doch ne geile Sache, was soll da schon schiefgehen?!

  23. Voyager

    @Tim

    Vielen Dank für die geteilte Dokumentation. Ich glaube, dass solche Dokumentationen viel öfter geteilt werden müssen, damit der Mensch sich überlegt, was er hier tut – Dinge kaufen um glücklich zu werden? Und es bedarf sicherlich einige Zeit bis einem selber klar wird, wie absurd dies ist. Wenn man aber täglich überschwemmt wird mit genau dieser Botschaft, dann ist es nicht einfach zu widerstehen.

    In diesem Sinne noch eine gute Zeit in good ol‘ germany

    take care

    Voy

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Mark85

    Ja, ich nutze Kayak wie Du. Ich buche aber oft direkt auf der Website der Airline, wenn der Preis stimmt (nach einer Vorsuche auf Kayak wegen der Flugmeilen, die ich sammele).

    Ich gebe manchmal mehr im Urlaub aus. Ich bin finanziell frei und sonst extrem bodenständig. Daher erlaube ich mir das. Du hast ein viel bodenständigeres Reisebudget.

    @ Voyager

    Ich finde die Dokumentation auch super. Die beiden aus dem Film schreiben übrigens einen schönen Blog. Und haben einen tollen Podcast.

    http://www.theminimalists.com

  25. June

    @Jan,

    dann hol mal das Lesen von Jenny’s Blog nach, du hast da eine Leselücke ;). Es lohnt sich. Sie ist wirklich bodenständig und unglaublich nett. Sie schreibt intelligente sehr gut recherchiert Beiträge über alle möglichen Finazthemen. Ihre Beiträge zur Ehe und der Berufsunfähigkeitsversicherung haben mir besonders gut gefallen.

    @ Lena,

    wir sehen uns. Vorrausichtlich bringe ich auch Miss Juni mit.

    @Mark,

    dein Reisebudget ist überaus bescheiden. Deine bisherigen Kosten gibt eine durchschnittliche Familie wohl mal eben fast im Jahresurlaub, 14 Tage, auf Mallorca aus ?. Individuelle Reisen sind meist teurer als Pauschalreisen, dafür aber individuell. Jeder hat andere Bedürfnisse. Dieses Jahr geht es für uns in eine Ferienwohnung an die Nordsee. Für nächstes Jahr planen wir eine USA Reise. Wahnsinn ich habe bisher nur 2 Mal in meinem Leben so lange im Flugzeug gesessen. Einmal USA, als 10 jährige zu meiner Tante, und vor 4 Jahren eine Thailandreise.

    Take care,

    June

  26. Specialist

    @Marc

    Falls du nicht auf deine langlaufenden Versicherungen verzichten und trotzdem Geld sparen möchtest empfehle ich dir einen Blick auf http://www.gonetto.de . Die junge Firma überweist die Bestandsprovision für Versicherungen an ihre Kunden zurück. Finde ich sehr spannend und einen guten Ansatz.

  27. Andrea

    Mark, das sind ja tolle Reisekosten. Mein Mann und ich haben gerade jeder mehr als dein Jahresbudget für eine tolle Reise ausgegeben. Es war toll. Dafür lebe ich sonst eher sparsam, ohne Auto etc.

  28. Mark85Mark85

    An June: Dann ticken wir ähnlich. Ich habe bislang noch keine Fernreisen unternommen, weil mir Flüge über 5 Stunden ein Graus sind. Ziele hätte ich aber schon: USA, Chile, Südafrika, Australien und Neuseeland. Wo soll es denn nächstes Jahr genau hingehen?

    An Andrea: Wohin ging es denn? Du darfst gern mehr erzählen. 😉

  29. Ruben

    Zum Thema Rente und da bei diesem Blogeintrag die 500k zur finanziellen Unabhängigkeit bei sparsamer Lebensweise genannt wurden:

    https://www.arero.de/fileadmin/user_upload/07_downloads/vortrag_professor_weber.pdf

    https://www.youtube.com/watch?v=ztq92J7nXl0

    In dieser Präsentation wird die Entsparphase nochmal von einem Professor mit 500k Vermögen durchgerechnet, mit 4% Entnahme sollte es keine Probleme geben, ab 5% oder mehr wird es schwierig.

    Der Beitrag soll keine Werbung darstellen, ich halte das Produkt nicht und habe es auch nicht vor, aber die Präsentation halte ich für gelungen.

  30. Ich

    @Sebastian Fischer

    Ich glaube, dass liegt bei einigen auch daran, dass diese Menschen glauben, Ihnen rennt die Zeit davon. Natürlich wird niemand jünger, und jeder sollte seinen eigenen Weg gehen.

  31. Mark85Mark85

    An Ruben: Ich finde Herrn Weber klasse und den ARERO vollkommen in Ordnung. Es gibt schlechtere Komplettlösungen für Menschen, die es möglichst einfach, breit gestreut und kostengünstig haben wollen.

    Was die Entnahmephase im Alter und deren Strategie angeht, gibt es wohl kein allgemeingültiges Rezept. Ich lasse das alles auf mich zukommen, bis es soweit ist.

    Familiäre und gesundheitliche Situation, politische und wirtschaftliche Großwetterlage, Kapitalbedarf, Einkommensquellen, Risikobereitschaft usw. Es gibt einfach zu viele Variablen, die sich für einen heute jüngeren Menschen bis dahin noch ändern und verschieben können. 🙂

  32. Andrea

    Mark, es war eine Karibikreise, nach Kuba, vierzehn Tage Rundfahrt über die ganze Insel und anschließend 10 Tage im 5-Sterne-Hotel am Traumstrand ausruhen, es war eine wundervolle Reise. Die Natur ist wunderschön dort und die Menschen sind liebenswert. Die alte Son-Musik dort ist fantastisch, siehe Film Buena Vista Social Club. Ich bin quasi mit dieser Musik groß geworden, da mein Vater sehr viel Musik aus der Karibik gehört hat. Die Reise war sehr teuer, aber wir sind dafür letztes Jahr gar nicht in den Urlaub gefahren, im Schnitt geht es also von den Kosten her. Für mich war die Reise jeden Cent wert. Insofern bedaure ich es nicht, das Geld nicht gespart zu haben. Diesen Monat will ich aber wieder Aktien kaufen, mal schauen, vielleicht Church & Dwight oder Nike …

  33. June

    @Mark,

    wir wollen nach Karlifornien. Zuerst meine Schwester mit dem dann hoffentlich neuen Baby und ihre Familie besuchen. Yosemite Nationalpark, Las Vegas, Grand Canyon, Los Angeles und was uns sonst noch so auf der Route einfällt. Wir können ja noch ein paar Monate planen. Der Reiseführer liegt schon hier.

    Lange Flugreisen finde ich gar nicht so schlimm, ich schlafe sowieso meist ein. Aber wenn ich verreise möchte ich von dem Land viel sehen. Mietwagen, Eintritte   und das drum herum sind leider teuer.  Aber die Erlebnisse sind einfach so wertvoll.

    New York, Südafrika, Kanada und Australien sind Reiseziele die ich noch habe.

    @Andrea,

    die Kuba Reise würde ich auch sofort machen. Aber wenn wir in Amerika waren wir es wieder ein paar Jahre dauern bis wir wieder eine größere Reise machen.

    Take care,

    June

  34. Andrea

    June, wir machen so etwas auch nur alle paar Jahre. Vor 5 Jahren waren wir auf Jamaika. Australien und Kanada würden mich auch interessieren.

  35. Mark85Mark85

    Das klingt beides traumhaft. 🙂

    Ich finde den An- und Abreisetag immer extrem anstrengend. Es bleibt ja nicht bei der reinen Flugzeit, sondern es kommt noch das ganze Vor- und Nachspiel dazu. Mein Mittwoch sah so aus:

    1. 1 Stunde Fahrtzeit zum Flughafen.

    2. 1,5 Stunden Wartezeit bis zum Abflug.

    3. 5 Stunden Flugzeit.

    4. 1 Stunde Wartezeit bis zur Abfahrt.

    5. 1 Stunde Fahrtzeit zum Hotel.

    Nach den insgesamt 10 Stunden war ich auf jeden Fall platt und brauchte erst einmal 1 Tag lang Erholung vom Urlaub. 😀

    Als ich noch berufstätig war, habe ich einmal den Abreisetag genau vor den nächsten Arbeitstag gelegt, weil ich möglichst viele Reisetage haben wollte. Ich kam erst ganz spät nach Hause und musste wieder ganz früh raus. Das würde ich niemandem empfehlen. 😀

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