Kaufen und Liegenlassen: So sind Sie den meisten Anlegern überlegen


New York, 19. November 2015
Kaufen und Liegenlassen zahlt sich an der Börse aus. Mit den Dekaden macht sich der Zinseszins mit einer Hebelwirkung bemerkbar. Die meisten Anleger haben nicht die Geduld.

Kaufen und Liegenlassen zahlt sich an der Börse aus. Mit den Dekaden macht sich der Zinseszins mit einer gewaltigen Hebelwirkung bemerkbar. Die meisten Anleger haben wohlgemerkt nicht die Geduld. Sie verlieren auf der Strecke zum Erfolg die Nerven und geben auf.

Kaufen und Liegenlassen ist die überlegene Strategie, weil die Börse langfristig steigt. Das macht der Dow-Jones-Index seit mehr als 100 Jahren.

Viele Anleger haben keine Geduld, weil sie schnell reich werden wollen. Und weil sie es nicht aushalten, wenn ihre geliebten Aktien eines Tages aus heiterem Himmel abstürzen. Sie können es nicht ertragen und ändern ihre Stratgie. Meist zum schlechtesten Zeitpunkt. Weil so viele Anleger keine Geduld haben, weil so viele Anleger nicht an „Buy and hold“ glauben, funktioniert es so genial gut.

Ich rate, in Dekaden zu denken. Nicht in Jahren. Nicht in Monaten. Besser in Dekaden oder gar Generationen. So denkt Warren Buffett. Die Gewerbeimmobilie in New York, die er besitzt, hat er für seine Kinder gekauft. Buffett denkt immer an die nächste und übernächste Generation.

Das hat den großen Vorteil, dass wertvolle Assets mit den Dekaden noch wertvoller werden.

Momentan fühlt es sich einfach an, „Buy and Hold“ durchzuziehen, weil wir uns in einem Bullenmarkt befinden.

Dreht die Stimmung, werden viele merken, dass sie es nicht schaffen, durchzuhalten. Wenn die meisten entnervt aussteigen, ist die Zeit gekommen. Dann dreht die Börse nach oben. Wie von Geisterhand.

Natürlich ist das Durchhalten nicht die beste Strategie. Besser wäre es, wenn Sie die Börse genau timen könnten. Das ist aber nicht möglich. Millionen von Menschen haben das versucht. 80 bis 90 Prozent scheitern.

Es gibt selbstverständlich positive Ausnahmen. Denken Sie an Meisterspekulant George Soros, der unglaublich viel Geld mit seinen Währungs-Zocks gescheffelt hat. Oder nehmen Sie Trader John Arnold aus Houston, der es im Alter von 38 Jahren zum vierfachen Milliardär geschafft hat.

Für den Normalo-Anleger ist das kaum möglich. In der Theorie schon. Aber in der Praxis fallen die meisten Zocker auf die Nase. Nach Abzug der Gebühren, Steuern und Fehlgriffe bleibt unterm Strich nichts übrig.

Die Schlaftabletten-Methode funktioniert am besten, wenn Sie die Methode mit der Value-Strategie und Dividenden kombinieren. Dann müssen Sie die Strategie durch alle Zyklen knallhart durchziehen und sich nicht verrückt machen lassen vom Geschrei im Markt.

Wenn die Medien wieder brüllen, in welcher desolaten Situation die Börse/Wirtschaft ist, hören Sie besten nicht zu. Klar ist das einfacher gesagt, als getan. Aber versuchen Sie es. Langfristig erholt sich die Börse wieder. Sie ist eine Gelddruckmaschine, wenn Sie das Prinzip einmal verstanden haben. Was heute passiert, ist in 20 oder 30 Jahren völlig Wurst egal.

Natürlich gibt es unzählige Experten, die behaupten, dass „Buy and Hold“ heute nicht mehr funktioniere. Oftmals sind die Leute, die das behaupten, befangen. Sie müssen wissen, die Wall Street lebt von Aktivität. So verdient die Finanzbranche ihr Geld.

Der Durchschnittsanleger ist sehr aktiv. Und so kommt es, dass Max Mustermann nur zwei Prozent Rendite erzielt, während die US-Börse auf knapp zehn Prozent Rendite im langen Schnitt kommt.

Das Analysehaus Morningstar sagt, es sei „Schwachsinn, zu behaupten, Buy and Hold ist tot“. Es sei verrückt, so etwas zu sagen, erklärt Morningstar-Fachmann John Rekenthaler.

Fazit: Investieren Sie langfristig. Fügen Sie frische Mittel stetig hinzu. Achten Sie auf die Gebühren und Steuern. Und lassen Sie sich nicht verrückt machen.

PS: Ich schreibe eine Value-Investing-Kolumne im „aktien“-Magazin. Eine kostenlose Probeausgabe können Sie hier anfordern: http://www.traderfox.de/aktienmagazin


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Kaufen und Liegenlassen: So sind Sie den meisten Anlegern überlegen

  1. Der Hanseat

    Du hast absolut recht. Ich selbst habe mir vor einigen Monaten ein absolutes Verkaufsverbot auferlegt. Es ist einfach so, dass Krisen, Kurskorrekturen, schwierige Jahre kommen und gehen. Aber genauso kommen auch die guten Jahre wieder und auf die gilt es sich zu freuen.

    Der Hanseat

  2. James

    Wie sich die Stimmung auf einmal absenkt, nur weil die Börse mal ein paar Prozentpunkte sinkt, hat man zuletzt ja gut anhand der Kommentare hier in deinem Blog mitbekommen. War wirklich spannend zu lesen wie gereizt die Leute da gleich sind. Und wenn die Börse wieder steigt heisst es „ja klar, ich bin buy and hold Anleger“ ;D

  3. kaunlaran

    Grundsätzlich ist das alles richtig. Nur – was macht man, wenn die Umstände sich langfristig ändern?

    Ich denke hier z.B. an die deutschen Energieversorger RWE und Eon. Die waren vor Jahren ein gutes Investment, sog. Witwen- und Waisenpapiere. Als die „Energiewende“ kam, sackten die Kurse ab. Wer nicht verkauft hat, sitzt auf erheblichen Verlusten, die auch durch die zwischenzeitlich (und hoffentlich auch künftig) gezahlten Dividenden nicht wieder aufgezehrt werden.

     

     

     

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Der Hanseat

    Viel Erfolg mit Deiner Website!

    Aktien wie Berkshire, Walt Disney, Boeing, BASF, Nike, Colgate, Nestle, Henkel, Fielmann, Johnson & Johnson, Wells Fargo… werden mit den Dekaden bislang immer wertvoller. Daher lohnt sich der Verkauf nicht, wenn man das Geld nicht braucht.

     

    @ James

    Ja, das Gemüt verhält sich so wie das Auf und Ab der Kurse. Die meisten Leute haben nicht die Geduld. Sie schichten wild die Positionen um. Sie zocken. Sie gewinnen. Sie verlieren. Sie blechen für Gebühren, Steuern und Fehler.

     

    @ kaunlaran

    Das stimmt. Es gibt Aktien, die schneiden grausam ab. Manchmal erholen sich die grottenschlechten Aktien wieder. Ob das bei E.ON oder RWE der Fall sein wird, weiß ich nicht.

    Daher ist das Streuen wichtig. Eine andere Möglichkeit ist: Mit einem Indexfonds/ETF einfach „Buy and Hold“ durchziehen.

  5. Nero

    Ich freue mich wenn der Aktienmarkt steigt aber auch wenn er fällt. Da ich in der Ansparphase bin und das noch für viele Jahre wäre mir ein sinkender Aktienmarkt am liebsten. So bekomme ich mehr Anteile für mein Geld.

  6. Stefan

    Mir helfen solide Unternehmensanleihen und Pfandbriefe sehr gut, um mit meinen Qualitätstiteln stures Buy&Hold zu betreiben. Die Dosis macht das Gift.

  7. Vali

    @Joe, ich habe 31 Stück Kraft Heinz seit Oktober 2014 (da waren sie noch Kraft Foods). Danach hat sie Buffett gekauft. Sie haben gerade die Dividende erhöht und ich glaube KraftHeinz wird ein Dividendenaristokrat – Essen war schon immer aktuell und ich werde diese Aktie für die Ewigkeit halten 🙂

    Tim, genau, ich finde die Schlaftabletten-Methode super! Ich habe als Laie auch viel getradet und viel Mist gebaut. Seitdem ich halte (immerhin seit einem Jahr, aber man muss ja irgendwo beginnen ;-), sehe ich was (auch an Dividende) möglich ist und das ist für einen Privatanleger ohne viel Erfahrung eine nachvollziehbare gute Strategie 🙂

  8. Kurt

    Danke Tim für den super Artikel. Das stimmt, Buy&Hold hat sehr viele Vorteile. Wie sieht du das mit dem regelmäßigen einsteigen und dem Depot aus wenn die Aktien immer weiter steigen und du irgendwann 100er KGVs bei Blue Chips hast? Denkst du da an verkaufen, zukaufen macht ja da wenig Sinn. Buffett hat ja das auch schon mal in den 60er Jahren  gemacht. Wie stehst du dazu, weil das ist ja auch ein Problem, wenn du nicht mehr wirklich vernünftig reinkommen kannst.

    Danke!

    lg

  9. Markus

    @Kaunlaren

    Mit einzelnen Schwerpunktaktien setzt man sich mehr „Chancen“ aus (wie Vali es formulieren würde;-) ).

    Da hat man dann die Chance deutlich von den Indexen abzuweichen.

    Positiv wie negativ. Die Mehrzahl liegt laut vielen Studien darunter.

    Was dabei unter den Tisch gekehrt wird, ist dass man ein deutlich stärkeres Risiko eingeht, deutlich stärkere Nerven braucht und auch nicht zuletzt verdammtes Glück.

    Im Nachhinein wird dann erklärt, dass das am Wissen gelegen hat, dass VW in Zukunft den DAX mit so und soviel Prozent über die nächste Dekade übertrifft…

    Dass Alphabet, Apple, Fielmann, Netflix, Novartis, Gilead auch zukünftig ihre jeweiligen Indexe einfach so übertrumpfen… und ehemalige Gewinner nicht zu Verlierern werden….

    Die großen Unternehmen werden von zig institutionellen Analysten mit Top-Werkzeugen durchleuchtet…

    Trotzdem gibt es random walk`s, kurzfristige Ineffizienzen, staatliche Eingriffe, Klagen, Bilanztricksereien, Konkurrenz, zerstörerische Kraft neuer Ideen usw.

     

  10. Vali

    @Markus, dicken Knuddler an diesem Regenmorgen 😉 Du verstehst mich schon 😉

    @Kurt (kann es rein zufällig sein, dass du unser Patient mit den zwei möchte-gern-abbezahlten Immobilien bist? nur so aus Neugier;-)

    Deine Frage ist sehr berechtigt: Was machen wir alle, wenn alle Bluechips 100 KGV erreichen? Schwierig. Wo warst du jetzt im September? Wie viele Bluechips hatten da KGV über 25 ? Jetzt kannst du die Füße wieder stillhalten, wie willihope sagt, warte bis zum Sommer oder wenigstens bis zum nächsten -5%-Chartrücksetzer und wenn du nicht warten kannst, frag ZEN Investor. Er kennt gute Aktien mit KGV unter 10 🙂

    Es gibt für alles eine Lösung, wenn man denn überhaupt eine sucht … 🙂

    @kaunlaran , wenn man immer nur an Telekom und an die deutschen Energieversorger denkt, dann sollte man Börse lieber lassen. Wie oft haben wir hier von Buy&Hold von Dividendenaristokraten/Qualitätsunternehmen + Diversifikation gesprochen. Macht ihr das mit Absicht, immer die Nieten rauszusuchen?

     

  11. Markus

    @Vali

    Wer kann den mit Gewissheit sagen, das Telekom, RWE & Eon die nächsten 5 Jahre nicht Alphabet, Novo Nordisk und FMC mit der Aktionärsrendite übertrumpfen?

  12. Vali

    @Markus, niemand 🙂

    Wer mutig ist, kauft jetzt VW, RWE, Eon usw. Und am besten noch 20 andere gute Werte dazu, damit man mögliche Bärencharts im Depot ausgleichen kann.

    Ich habe damals auch gemeint, jetzt rette ich TAL International mit 1000 Euro. Hätte nicht gedacht, dass ich den größten Bären meines Depots kaufe…  😉

    Deshalb verfolge ich eine Dividendenstrategie. KGV um 20 ist für mich OK. Ich schaue mir die stetige steigende Dividende an und sammle viele davon. Wenn ich Lust auf Raketen habe, kaufe ich in Korrekturen Google, Apple, Gilead usw.

    Aber Kurssteigerungen interessieren mich einfach nicht 😉

  13. StefanStefan

    Ich schaue auch nicht mehr wirklich nach Kurssteigerungen. Die sind nämlich kurzfristig rein willkürlich und nicht vorhersehbar. Was nicht heisst, dass ich die nicht gerne mitnehme 😉

    Lieber konzentriere ich mich auf stetig steigende Dividenden. Das sorgt auch dafür, dass die Ansprüche schön niedrig bleiben und man nicht von 20% Rendite träumt wie der ZEN Investor…

    Lieber langfristig (relativ) sicher 4-5% als ein möglicher Geldverlust. Siehe Rule Number 1: never loose money

    Denn eine Apple ist extrem angewiesen auf ein erfolgreiches I-Phone. Irgendwann ist da die Luft raus. Zugegeben: die haben schon eine recht lange Erfolgswelle. Aber irgendwann bringt ein Konkurrent DAS Telefon raus und Apple schmiert total ab…

     

    @ Vali:

    fände es nicht mutig Eon, VW oder RWE zu kaufen sondern einfach Harakiri. Da kann ich auch in die Spielbank und 5.000 € auf schwarz setzen…das ist einfach Zocken und nicht investieren. Bei Turnaround-Situationen sollte man schon sehr genau wissen was man tut. Und da tun sich selbst die Profis schwer.

     

    Das Liegenlassen fällt mir seit der Abgeltungssteuer deutlich leichter. Beispiel: sitze mit Microsoft auf über 20.000€ Gewinn. Würde ich die realisieren wären auf einen Schlag 5.300 € futsch ans Finanzamt ! Da ich das nicht einsehe behalte ich die 😉

    Wäre der Gewinn wie früher nach einem Jahr steuerfrei hätte ich wahrscheinlich schon bei 10.000€ plus verkauft…von daher hat sogar diese Steuer was Gutes :-;

  14. david

    ich habe mir vor einer Woche einen kleinen Teil VW Vorzüge gekauft. Da die Preise der Vorzüge und Stämme lange Zeit fast paralell liefen sehe ich da noch potenzial. Die Stämme haben sind grob gesagt von 160 auf 130 und die Vorzüge von 160 auf 100 gefallen. Ich denke langfristig werden sie sich auch wieder angleichen.

    Inzwischen sind die Werte in einer Woche um 12% gestiegen. Das sind also fast 250€ Kursgewinn. Wenn ich jetzt auf schnelles Geld aus bin würde ich die Werte sofort wieder verkaufen. Wer weiß, vielleicht fallen sie nochmal bis auf 80€, vielleicht stehen sie aber auch in 2 Jahren wieder bei 250€.

    Seis drum, ich werde sie behalten, so wie sie sind, und wenn der Kurs nochmal auf 80 fällt schön nachkaufen.

     

     

  15. willihope

    @Stefan

    Die 20% sind eher meine Vorgabe, Brutto vor Kosten, ZEN rechnet schon mit solchen kuriosen Zahlen:

    474.6735 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    41.87 % p.a.

    Einfach so. 🙂 Und wenn der Buffett 50%/p.a. ansagt dann kann das doch nicht so schwer sein! 🙂

    Irgendwo hat er sich ja mal mit ~4.000 Einkommen auf x00 Millionen hochgerechnet. Ein Joke.

    Rein mit Dividendenaktien und ohne Hebel ist 20%/p.a. im Schnitt schon richtig richtig gut! Da müssen einige spekulative Invests dabei sein sonst ist das unmöglich. Da darf man noch keine Eon oder RWE erwischen. und auch keine Aktien auf ATH kaufen.

  16. willihope

    @Matthias

    Du als alter Kanadaspezialist, hast du BBD im Auge?

    Und als Jäger und Sammler wird STX für dich interessant?

  17. Vali

    @Stefan, Wow 20000 € nur bei Microsoft? Wie lange hast du sie schon? Wie viel Prozent sind das?

    Ja, Harakiri ist gut. Kann sein, dass VW jetzt Kursgewinne macht, aber wie sicher ist die Dividende? Und wie wird die Börse auf eine mögliche Kürzung reagieren? Und da wartet noch USA mit jahrelangen Klagen? Die sind sehr kreativ, wenn es darum geht deutsche Unternehmen zu verklagen, siehe Deutsche Bank…

    @david, ich wünsche dir Glück! Für mich ist VW kein Langzeitinvestment. Bei zyklischen Werten sollte wenigstens die Dividendenpolitik durchgehend stabil/steigend sein. Bis VW sein Image zurückhat, könnte die nächste Rezession an der Tür klopfen. Und da will ich nicht drin sein. Und mit Nachkäufen bin ich mittlerweile sehr vorsichtig… wirf kein gutes Geld nach, hieß es doch…  das mache ich nur bei Dividendenaristokraten.

    Aber, ich hoffe, ich irre mich bei VW. Ich mag den neuen Chef 😉

  18. ZEN Investor

    Volkswagen zu kaufen war genau das richtige diesen Herbst!

    Geht es nochmals runter? Rauf? Ich weiss es nicht.

    Wie wird die Aktie ende 2020 stehen?

    Hier welt-exklusiv meine Aktien-Prognosen in weltweiter Erst-Veröffentlichung:
    Die Kurs-Ziele und Entwicklung beziehen sich auf 5 Jahre, dh bis ende 2020.

    VW (Vorzugsaktien)

    KBV: 1.05
    GKR: 3 %
    EKQ: 25 %
    Ausschüttungs-Quote: 27 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    189.52 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    23.7 % p.a.

    Swiss Re:

    KBV: 0.95
    GKR: 1.75 %
    EKQ: 17 %
    Ausschüttungs-Quote: 100 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    110.53 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    16.1 % p.a.

    Swiss Life:

    KBV: 0.7
    GKR: 0.5 %
    EKQ: 6 %
    Ausschüttungs-Quote: 23 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    288.57 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    31.2 % p.a.

    Nestle

    KBV: 3
    GKR: 12 %
    EKQ: 50 %
    Ausschüttungs-Quote: 48 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    20 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    3.7 % p.a.
    Hinweis: Nestle hat ein KBV von 3,4 , mein Tool geht nur bis 3,0, dh die Rendite wäre eigentlich negativ.

    UBS

    KBV: 1.4
    GKR: 0.5 %
    EKQ: 5 %
    Ausschüttungs-Quote: 30 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    100 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    14.9 % p.a.

    PAX-Anlage

    KBV: 0.85
    GKR: 6.5 %
    EKQ: 59 %
    Ausschüttungs-Quote: 10 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    276.47 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    30.4 % p.a.

    Vetropack-Holding
    KBV: 0.95
    GKR: 6.25 %
    EKQ: 76 %
    Ausschüttungs-Quote: 50 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    156.84 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    20.8 % p.a.

    PAX-Anlage

    KBV: 0.85
    GKR: 6.5 %
    EKQ: 59 %
    Ausschüttungs-Quote: 10 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    276.47 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    30.4 % p.a.

    Vetropack-Holding
    KBV: 0.95
    GKR: 6.25 %
    EKQ: 76 %
    Ausschüttungs-Quote: 50 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    156.84 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    20.8 % p.a.

  19. Felix

    Tim hat absolut  Recht. Wie oft ist in meinem Anlegerleben schon die Welt untergegangen?

    Das erste Mal als ich Geld im Markt hatte und die Welt unterging, war 1987. Weiß noch jemand, was damals war? Der Dow fiel über 20 % an einem Tag – und ich war wie gelähmt und konnte nicht klar denken, geschweige denn vernünftig handeln. Rückblickend war das ein großes Glück; es  gab nur einen Fehler, nämlich nicht investiert gewesen zu sein und durchgehalten zu haben bis jetzt. Damals hatte ich BASF und ich habe sie immer noch. Inzwischen kriege ich von der BASF jährlich mein damaliges Investment als Dividende ausbezahlt – und zwar jedes Jahr, Tendenz steigend.

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Willihope,

    Du meinst Bombardier, oder? Die hatte ich nach die Finanzkrise im Auge. Ein Glück, dass ich sie nicht genommen habe. Nach 7 Jahren inzwischen nochmal halbiert und von der Pleite bedroht. Ist ja gerade Titelartikel auf fool.ca.

    Haben die Aktie oft schon als Pleite-Anwärter gehandelt. Jetzt werden wohl Assets in Notverkäufen verscherbelt. Finger weg, denke ich.

    STX ist sicher Seagate (nicht der kleine austr. Miner). Die schaut gut aus. Aber mit der Branche habe ich mich nicht mehr beschäftigt. Weiß nicht, was die alles machen heutzutage. Nur Festplatten sind sicher kein ausreichendes Geschäft mehr. Speicher braucht es zwar ohne Ende, aber welchen und wie? In der Richtung hätte ich mir gern diesen REIT geholt. Der (DFT) hat Immos für die Cloudspeicher etc., also nur Datencenter. Den habe ich vor kurzem bei 26 USD angesprochen, inzwischen weg gelaufen. Und ich hatte keine Kohle wie immer.

    Ansonsten wird beim Fool gerade auch der Boardwalk REIT (Appartments) angesprochen, den hat der Hustler auch gerade gekauft.  Was man alles kaufen könnte… es ist ein Jammer.

    Mir gefallen ja auch einfach diese vielen kleinen Werte. Gerade in eine Finanzbude, einen Retailer für die unterversorgte Pampa (ist nicht billig, aber wohl prima), einen Versorger (schon länger) und viele mehr verguckt. 😉

    Nach wie vor komme ich auch vom Öl/Energy nicht los. Was sagst Du denn zu diesem Zahlenwerk von ATW? Driller, Kohle, Stahl, Kupfer usw. ist sowas von am Boden und spottbillig zum Teil, es ist ein Witz. Bei NMM muss allerdings jemand etwas wissen, was andere nicht wissen. Das riecht nach Pleite. Schade. Eine schlimme Enttäuschung und Schlag ins Kontor.

    MS

  21. Markus

    @Felix

    Kennst Du mit Deiner Erfahrung andere private Investoren, die langfristig (>15 Jahre) ca. 15 % p. a. oder größer mit dem kompletten Depot geschafft haben?

    Wenn ich mir z. B. den msci world die letzten 5 Jahre anschaue stehen da aktuell knapp 14% p. a.

    Bei 3 Jahren knapp 18 % p. a.

    Eigentlich würde ich eher auf eine Regression zur Mitte tippen und deutlich schlechtere Renditen erwarten um wieder auf den langfristigen Schnitt zu kommen.

    Ob diese langfristigen immer postulierten ca. 7 – 11 % p. a. nominal erreichbar sind, hängt natürlich von vielen verschiedenen Faktoren ab.

  22. ZEN Investor

    Ja ich bin Tabaluga! Der letzte meiner Art!
    Ich weiss, mein neues Leben, das geht heute an den Start!

    Wir Drachen können fliegen, Gebäuden hoch hinauf.
    Und unser Drachenfeuer das geht uns so schnell nicht aus.

    Ja ich bin Tabaluga, der letzte meiner Art!
    Ich such nach neuen Wegen, kommt’s auch manchmal hart auf hart!

    Mich würde es ja nach wie vor interessieren, wie ihr eure Aktien aussucht.

    Meine Strategie ist ja bekannt und wurde kürzlich noch erweitert:

    Neu werden meine Aktien noch mittels „Value Calculator 2017“ geprüft, einer Software extra für Value-Investoren.

    Frage: Wenn es eine Software für Langfrist-Investoren gäbe, was müsste diese können?

    Ich denke an Sachen wie:

    „Ich erhalte 4% Dividende, die jährlich um 10% (zB von 4 auf 4,4%) steigt, wieviel Dividende erhalte ich in 10 Jahren?“ und solchen Kram.

     

     

  23. SkyHH

    @MS,

    deine Nebenwerte sind immer sehr interessant. Wie kommst Du darauf, das NMM jetzt in konkurs geht? Die nächsten fünf Jahre soll die Dividende auf dem aktuellen Niveau gesichert sein.
    Bin am überlegen, einmal nachzukaufen.

  24. StefanGE

    @Zen, am Ende des Tages ist es doch eh immer blind geraten, was man kauft. Das will man am Anfang nicht wahrhaben und zerbricht sich pausenlos den Kopf für jede 1000€, die man wieder in den Markt wirft.

    Nach einigen Jahren merkt man dann, dass das Nachdenken nicht so viel bringt im Vergleich zu einfach nach Gefühl kaufen. Die Zukunft lässt sich einfach nicht errechnen.

    Man guckt auf Zahlen der Vergangenheit. Da kann man in etwa sehen, was man so zu erwarten hat, aber ganz genau weiß man es halt nie.

    Wonach ich auswähle? Nun, ich sehe mir die historischen Zahlen an, sehe mir an, wie lange die schon eine Dividende ausschütten, wie oft diese erhöht wird und ob die Ausschüttung auch gut durch Gewinne abgedeckt ist. Dann hoffe ich, dass das auch weiterhin so bleibt.

    Von Technologie und Fluglinien sowie Banken halte ich normalerweise gar nichts. Ich stehe mehr auf sowas handfestes wie John Deere, Rio Tinto, General Electric, Dow Chemicals, Chevron usw., also Firmen die etwas herstellen, das weltweit gebraucht wird und was nicht so einfach über Nacht wegrevoluzioniert werden kann.

    Allerdings habe ich neuerdings auch AT&T und Citigroup im Depot, meine Richtlinien sind da nicht mehr so streng wie vor 5-6 Jahren, da hätte ich mir lieber die Finger abgehackt ;-).

     

  25. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @SkyHH,

    ich habe keine konkreten Anhaltspunkte wegen NMM. Aber mir ist der Verfall in diesem Ausmaß einfach zu spooky. Bei Ölwerten ist das noch nachzuvollziehen, aber dieser Pessimismus im Transportgewerbe ist mir schleierhaft. Der Markt tut gerade so, als ob nichts mehr gehandelt werden würde. Natürlich ist gerade aktuell der auf den absoluten Tiefstand gefallen. Aber die Verträge sind ja da für Jahre fix. Dass Schiffe auf Kredit finanziert werden ist auch nicht neues. Keine Ahnung. Ja, hier können sich Leute beweisen, dass sie es ernst meinen mit Losungen wie: Aktien muss man kaufen, wenn sie keiner will und am Boden liegen. 😉 Da gibt es keine „besseren“ Branchen als Rohstoffe (Öl, Kupfer, Gold-Silber, Eisen usw), Schiffe, Driller (Upstream), Midstream (Pipelines) usw.

    @StefanGE,

    Du bringst es auf den Punkt. Alle Rechnerei bringt es nicht wirklich, und die Zukunft zu deuten ist Hokuspokus.

    MS

  26. Felix

    @Markus

    Vielleicht bin ich einfach zu saturiert, aber ich jage keiner Benchmark nach. Mal ist der Index besser mal jener – interessiert mich nicht. Ich halte einfach meine Aktien.

    Als Kernportfolio habe ich die Aktien, die Tim oben nennt und die jeder kennt. Ich stocke auf, wenn es crasht, 2008 und 2009 z.B.. Zuletzt habe ich heuer im September aufgestockt und die sind schon wieder zweistellig im Plus, nach zwei Monaten. Natürlich könnte ich verkaufen und mich über die Rendite freuen. Aber wohin soll ich mit dem Geld. Dauernd der nächsten Rakete nachjagen ist mir zu anstrengend, dafür habe ich auch gar nicht die Zeit. Das sind meine Dividendenbringer für die Zukunft, die behalte ich. Inzwischen sammle ich Cash und beim nächsten Erbeben kaufe ich wieder aggressiv.

    Alle Spezialthemen (Schwellenländer, Nebenwerte, Biotech, …) decke ich über darauf spezialisierte Fonds ab. Sollen die sich da den Kopf zerbrechen, mir ist das zu exotisch. Die Gebühr zahle ich, was soll’s. Wenn man Expertise will, muss man dafür zahlen; mein Auto repariere ich auch nicht selber.

    Zwei Drittel meines Portfolios bestehen aus den bekannten, weit überwiegend aus US-Bluechips (meist die Aristokraten halt, von McD, Danaher über Microsoft bis Nike und CocaCola, aber auch NovoNordisk halte ich mit fantastischer Performance, inzwischen bei mir ein Verzehnfacher, 8000 investiert, steht bei 80.000 – wenn die mal nicht laufen, was soll’s, 1000 € Dividende schütten sie trotzdem aus, die geb‘ ich nicht mehr her).

    Erstaunlicherweise entwickeln sich auch Totgeglaubte manchmal wieder zum Leben: Mein Telekom-Aktien haben sich plötzlich in einer relativ kurzen Zeit im Wert verdoppelt. Andere, wie Vale, sind am Boden, ich lass sie dort liegen. Vielleicht kommt mal wieder eine Zeit, in der Rohstoffe wieder hipp sind.

    Das Prortfolio

  27. Markus

    @Felix

    Ich „benchmarke“ auch nicht mit dem msci wold, mdax, msci emerging usw.

    Trotzdem schaue ich mir dass aus Neugierde an.

    Ich nehme einen Zinssatz und die jeweiligen absoluten Beträge je nach Lebensalter als Benchmark und grobe Orientierung für meine individuellen Ziele.

    Ist natürlich etwas theoretisch, da wenn man sowohl dotcom und subprime mitgemacht hat, weiß dass z. B. viele theoretische Konstrukte reißen können und dass es mitunter auch mal 5 oder 10 Jahre die Ziele mehr Zeit erfordern können (wenn es mal Börsentechnisch bescheiden läuft).

    Trotzdem, wenn man schon auf einem gutem Weg ist und z. B. mit Mitte 30 die theoretischen, nominalen & Vergangenheitsbezogenen langfristigen ca. 10 % p. a. den beruflichen Cashflow übersteigen und man eigentlich nur 50 % des beruflichen Cashflow`s zum Leben benötigt… sitzt da irgendwo ein Teufelchen über der Schulter namens Gier und Ungeduld und man möchte mit Aktivität doch alpha generieren.

    Eigentlich rational nicht logisch… wenn man sogar mit unterdurchschnittlicher Aktienmarktrendite auf einem gutem Weg ist und auch genügend Zeit.

  28. Vali

    @Felix, WOW, das motiviert zum Kaufen und Festhalten ;-)! Deinen Beitrag sollten sich hier alle Kurts+Skeptiker mal ausdrucken und an die Wand kleben!

    @StefanGE , auch super geschrieben! Du hältst auch gern Öl 😉

    @Matthias, du ja auch 😉 Was denkst du darüber: „BofA: Die Auflösung des Riyal-Pegs zum Dollar ist unser Nummer 1 Black-Swan für 2016. Wenn Saudi-Arabien seinen Währungs-Peg aufgibt, könnte Öl auf $25 kollabieren. „  Gestern auf Jandaya. Ich glaube zwar nicht, dass das einen langfristigen Crash auslöst, weil wir Öl einfach brauchen, aber ob Öl nicht grundsätzlich momentan noch zu teuer ist, frage ich mich… oder ich will einfach deine beruhigenden Worte lesen 😉
    …will sagen, es bremst mich momentan einfach weiter Öl aufzustocken…

     

     

  29. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    alles theoretische Spekulationen. Barclays hält einen Preis von 100 wieder für möglich. Alles Theorie. Jeder Ölverkäufer braucht gewisse Mindestpreise. Einige werden auf der Strecke bleiben, einige sich gut optimieren. Wenn jetzt Iran wieder ins Spiel kommt, dann wollen die es auch nicht verschenken. Es wird Kartellabsprachen geben. Ich denke, das ist jetzt schon auch politisch um Putin zu schaden. Leichte Verschwörungstheorie, aber die Welt ist nun mal schlecht. 😉

    Es wird nach wie vor die Förderung gesenkt. Jede Woche weniger aktiv fördernde Quellen. Die Preise gehen runter bis zur Unwirtschaftlichkeit, dann geben Produzenten auf, bis die übrigen die Preise wieder erhöhen können. Das ist ein normaler Zyklus. Dass Öl völlig unnötig wird kann ich mir nicht vorstellen. Wir denken immer nur an Benzin, Heizung und so. Aber die ganze chemische Industrie verarbeitet Öl zu Kunststoffen usw. Die goldenen Zeiten mögen vorbei sein, aber es wird weiter eine Rolle spielen.

    MS

  30. Sams1974

    Spooky finde ich nicht das man sagt es wird halt viele kleine, mittlere vom Markt fegen.

    Shell, Chevron, Billiton, Tinto, BP, Vale… das finde ich spooky… die kommen doch alle Richtung KBV 1. Fast surreale Dividendenrenditen, die KGV´s….. Brocken mit 160 Milliarden MK, Bilanzsummen von Chevron z.B. über 260 Milliarden. Sogar Exxon… bei den Drillern sind wohl schon die Büro´s geschlossen und die Buchhalter rechnen gerade durch was nach der Liquidation noch übrigbleibt. Zumindest werden sie so gerade gehandelt.

    Da weiß man ja kaum ob man Feuer schreien soll und sich aus dem Fenster stürzt oder ob man einsammelt.

     

  31. StefanGE

    @Vali, Öl ist ne tolle Sache, dem ganzen Öko Gelaber zum Trotz ist es noch auf Jahrzehnte der Treibstoff der Weltwirtschaft. Aktuell lassen ja alle die Finger von Öl- und Minenwerten, ich denke das ist DIE Gelegenheit günstig an tolle Unternehmen zu kommen.

    Bhp Billiton wird im Februar mein nächster Kauf. Wenn es so einfach ist wie aktuell antizyklisch zu kaufen, muss man diese Chance auch nutzen. In 5 Jahren beisst man sich sonst in den Allerwertesten, weil man damals zu feige war in Konzerne zu investieren, die selbst jetzt ja noch zig Milliarden $ Gewinn erwirtschaften.

  32. Sams1974

    Ja Bhp Billiton, der Chart an der LSE,  der sieht Scheiße aus.

    Die haben es jetzt sogar unter die Tief´s in der Finanzkrise geschafft. Wollen an der Dividendenpolitik festhalten! Bin gespannt wird schwer und kaum zu halten sein.

     

     

  33. AlexanderAlexander

    Ich habe auch Kraft Heinz im Depot. Ich habe sie vor der Fusion gekauft und werde sie behalten. Das Kursplus beruhigt, leider habe ich ein Problem, diese Position aktuell aufzustocken. Mir geht es wie Felix, einen Benchmark habe ich nicht. Interessiert mich auch nicht. Meine einzige Benchmark ist mein persönliches Dividendeneinkommen: Liegt dieses höher als im gleichen Monat des Vorjahres? Wenn ja, dann passt alles.

    Ich habe vor einigen Jahren Freenet gekauft, inzwischen sind die sehr deutlich im plus und die Dividende ist auch nicht zu verachten. Solange der Laden läuft, habe ich keine Lust bei einem Verkauf mehrere K Steuer zu bezahlen. Und Aktien mit fast 4stelliger Performance kann man nur über lange Haltedauern bekommen.

     

  34. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Alexander,

    Dich wollte ich neulich schon zu dem Kurssprung bei Airgas beglückwünschen. Oder auch nicht. Dir wäre die Airgas wahrscheinlich lieber, ohne die avisierte Übernahme. Denn nun bekommst Du wohl eine franz. Quellensteuer auf nur eine Jahresdividende dafür? Willst Du sie in Air Liquide tauschen und halten? Ansonsten wirst Du den „Schmerz“ der Steuern auf schöne Gewinne schon ertragen. 😉 Ich sehe das eh entspannter. Man muss sein Depot immer mit dem „Netto-Blick“ betrachten. Es gehört einem immer nur exclusive latenten Steuern. Ob gleich oder in Zukunft… Lieber Steuern auf Gewinne zahlen, als warten, bis man wieder im Minus ist. So kommt es ja oft.

    Und überhaupt, ich lege ja im Supermarkt auch die Artikel nicht zurück, weil ich mir überlege, wie günstig sie ohne Mehrwertsteuer wären. Man muss sich über den Nettogewinn freuen, und die Steuern vergessen. Sie sind ein lästiges, aber schon notwendiges Übel.

    MS

  35. Vali

    @Matthias, danke dir! Öl werden wir immer brauchen, aber wo der Boden ist, scheint noch nicht sichtbar zu sein…

    @StefanGE, wünsche dir Glück mit BHP Billiton! Ich gehe nicht mit. Bei Payout Ratio von 310% und halbjährlicher Dividende ist mir das aktive Zittern zu groß! Siehe Seadrill… Ich mag passive Investments. Kaufen, liegen lassen und es vermehrt sich von allein. Ich habe in BP, Chevron, Total und Shell investiert und hoffe, sie halten die Dividende und diesen Kurs zumindest…

    In 5 Jahren hoffe ich, dass ich den vielen verpassten Chancen hinterherweine und nicht meinem Geld 😉

  36. StefanGE

    @ Sams und Vali, BHP wird im Februar voraussichtlich die Dividenden halbieren. Mit dem Schritt liegt man aber noch immer bei 4% Dividendenrendite, kann es aber wieder mit den Gewinnen abdecken. Ist halt ein Zykliker. Wie lange der Zyklus andauert ist wieder ne andere Frage. Der Vergleich mit Seadrill hinkt aber.

  37. Markus

    @Felix

    Du stockst auf, wenn es crasht? 2008/09 und jetzt im September…

    Wie hast Du dass in Deiner Ansparphase gemacht?

    Keine monatlichen, Quartalsmäßigen regelmäßigen Käufe?

    Um ordentlich aufzustocken wenn es crasht:

    – braucht man ordentlich Cash, was die gesamte Portfolio-Langfrist-Rendite senkt
    – muss man Tiefpunkte erwischen
    – die letzen Jahre war es seltsam einfach, da es sich immer wieder schnell erholt hat
    – 08/09 war es schwierig, nicht die ganze Liquidität zu verballern
    – außer der von außen aufgezwungende Abgeltungssteuerstichtag hat ein wenig beim timing geholfen…

  38. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Kurt

    Was ich mache, wenn es 100er KGVs gibt? Das kommt selten vor, dass es 100er KGVs im DAX oder Dow Jones gibt. Insofern zerbreche ich mir darüber nicht den Kopf. Ich betreibe extremes Buy and Hold. Kaufen und Liegenlassen. So bin ich der Masse der Anleger überlegen. Die Masse tradet zu viel. Ich kann nur besser sein als die Herde, indem ich mich anders als die Herde verhalte.

    Gut, es gibt ein paar Aktien, die aus KGV-Sicht sehr teuer sind: Amazon, Facebook, Netflix etc. Das hat aber einen guten Grund: Sie wachsen sehr schnell, haben gute Perspektiven. Warren Buffett würde dort nie investieren, weil ihm die Bewertungen zu teuer sind und er nicht lange genug zurück (Historie) und nach vorne schauen kann. Zudem fehlt ihm die Dividende bei diesen Wachstums-Titeln.

     

  39. Random Walk

    100%, 1000%, 10000%…

    Herrlich nur Gewinner genauso wie es nur überdurchschnittliche Autofahrer und Hochschulprofessoren gibt. Entweder Zufall, dass sich alle hier tummeln oder vielleicht doch nur die halbe Wahrheit. 😉

  40. ZEN Investor

    Wie ich mit Kursschwankungen bzw. der Aktienmarkt-Entwicklung umgehe:

    Nun, ich kaufe nur wenn der SPI unter 7’875 Punkte steht (erhöht sich pro Quartal um 125 Punkte). Oder beim DAX ist das Limit glaube ich 9’000 oder so (müsste ich nachschauen).

    Dh ich kaufe damit grundsätzlich nie bei Höchststanden, sondern bei eher tiefen Ständen, bzw. nahe des fairen Wertes des Indexes. Der Sinn liegt darin, dass ich dann eine Art Rückenwind vom Index erhalte.

    Klar, in einem Bärenmarkt wird meine Grenze unterschritten, und danach noch 6 Monate weiter bergab. Aber trotzdem ist es besser, unter so einer Grenze zu kaufen als darüber.
    (Denk an die Rendite 2016-2025, wenn du bei Dax 13’000 oder bei Dax 9’000 kaufst. Egal ob der Dax 2025 bei 15’000 oder bei 25’000 steht, der tiefere EInkauf bringt mehr Rendite).

     

    Also mein Verhalten zum Index:

    1. Ich kaufe nur unter einer fixen Grenze, die jährlich um ein paar Prozente angepasst wird.

    2. Bei Höchstständen reagiere ich nicht, dh meine Verkaufsentscheidung hängt vom Wert der gekauften Aktie ab, egal wie hoch der Index steht.

    Das wars eigentlich, sonst spielt die Index-Bewertung keinerlei Rolle für mich.

    Allerdings halte ich Aktien ja auch nicht ewig, im Gegensatz zu Tim.

    Meine Haltedauer beträgt rund 5 Jahre, wobei das von der Entwicklung abhängt.

     

    ZENINVESTOREDUCATION

  41. Felix

    @ Markus

    Damals hatte ich nicht die Übersicht und Coolness, um Marktschwankungen zu nutzen. Deshalb habe ich alle drei Monate so um die 1000 € über mehr als 10 Jahre investiert. durch alle ups und downs.

    Und in der Tat bevor am 1.01.09 die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, habe ich alle Aktien gekauft, die noch haben wollte und war voll investiert Danach – dachte ich – halte ich nur noch und habe meine Ansparphase abgeschlossen. Im Nachhinein war dieser äußere Zwang eine glückliche Fügung, weil es ein gutes Timing war.

    Mangels Anlagealternativen kaufe ich weiter eben Aktien. Jetzt halt immer dann, wenn der Markt eingeknickt ist und in der ARD ein Brennpunkt nach dem anderen läuft.

  42. Markus

    @Felix

    Wobei ich denke, dass die regelmäßige Investition von noch kleineren Sparsummen deutlich sinnvoller in der Ansparphase ist, als mit ein paar k timing zu betreiben (wenn man einen sehr langfristigen Horizont hat).

    Man kann ja seine Wunschliste abklappern, was gerade im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungen günstiger erscheint.

  43. Pingback: Artikel über Wirtschaft und Devisen 22. Nov. | Pipsologie

  44. Dani

    @ Vali

    Shell hab ich auch und ich denke bei denen mußt du dir  ( wie bei deinen anderen Ölwerten auch)  wirklich wenig Gedanken machen, insbesondere was die Dividende angeht. Shell hat seine Dividende seit 1945 nicht gesenkt und es ist wohl sehr Unwahrscheinlich das sie solche Spirenzien anfangen. 😉

    @ Tim

    Zitat: Zudem fehlt ihm die Dividende bei diesen Wachstums-Titeln.

    Meinst du wirklich das er so viel Wert auf Dividende legt? Meine mich zu Erinnern das er es eher bevorzuge, wenn ein Unternehmen keine Dividende zahlt.

    Wegen Steuern!

  45. willihope

    @Matthias

    Driller again, keine Ahnung, kenne auch die Geschäftsberichte nicht. Nix für mich.

    NMM überlege ich einen Nachkauf, ist aber nicht wichtig denn Kaufgrund war die Dividende und nicht der Kurs.

    BBD wird es schon schaffen, sind gute Jobs in Kanada und Bahnsparte ist nicht so schlecht, der Flieger wird es schon packen, 2016 könnte es soweit sein. 🙂

    STX liefert Speicher, welchen auch immer, die Menge explodiert in den nächsten 10 Jahren. Sie ist mir aber noch viiieel zu teuer! 🙁

  46. Ben

    Buy and Hold Ikonie Buffett trennt sich von Münchener Rück Anteilen

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/warren-buffett-starinvestor-schiebt-muenchener-rueck-ab/12714898.html

    Die 8,53 Millionen Papiere haben zum Schlusskurs vom Freitag einen Wert von rund 1,56 Milliarden Euro. Buffett, der über seine börsennotierte Holding Berkshire Hathaway seit 2010 an der Münchener Rück beteiligt ist, hält nun noch 4,6 Prozent an dem weltgrößten Rückversicherer. Sein restliches Aktienpaket ist immer noch 1,4 Milliarden Euro wert.

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