Das Geheimnis von Warren Buffett: Mit Dividenden reich werden


New York, 2. März 2015

Vor einigen Tagen hat Warren Buffett seinen Brief an die Aktionäre veröffentlicht. Auf Seite 17 in dem PDF finden Sie sein Kern-Aktienportfolio. Es fällt auf, dass es sich überwiegend um uralte Firmen handelt, die schöne Dividenden auskehren. Schauen Sie selbst in meiner Tabelle:

Buffetts Portfolio. Stand Geschäftsbericht zum 31.12.2014 Berkshire Hathaway. Weitere Quellen: Yahoo Finance, Comdirect.de, Reuters

Buffetts Portfolio. Quellen: Geschäftsbericht Berkshire Hathaway zum 31.12.2014, Yahoo Finance, Comdirect.de, Reuters.

Nehmen Sie die Münchener Rück: 1880 gegründet. Sie hat zwei Depressionen und zwei Weltkriege überstanden. Unzählige Finanzkrisen und andere Wirtschaftsbeben gemeistert. Der DAX-Titel rentiert mit 4,6 Prozent Dividende. Hier sehen Sie, wie dynamisch sich beim weltweit führenden Rückversicherer die Dividende entwickelt. Das ist genau nach dem Geschmack des Börsengenies. Er möchte eine moderate Bewertung, einen schützenden Burggraben, eine lange Historie. Und steigende Dividenden.

Ich habe in der Tabelle oben das Gründungsjahr und die aktuelle Dividendenrendite zusammengetragen. Es gibt wenige Aktien in der Tabelle wie der Dialyse-Dienstleister DaVita oder TV-Anbieter DirecTV, die keine Dividende bezahlen. Diese Investments gehen zurück auf Buffetts‘ Investment-Manager Todd Combs und Ted Weschler, die einen anderen Ansatz als der Altmeister haben. Er heuerte sie vor einigen Jahren an. So kann er Arbeit an sie abgeben.

Senior Buffett liebt uralte Konzerne, während seine beiden jüngeren Schützlinge sich für jüngere Firmen begeistern können.

Langfristiges Dividendenwachstum ist für Buffett eines der wichtigsten Kaufargumente. Um die Dividenden zahlen zu können, müssen die Vorstände seiner Lieblingskonzerne hohe freie Cashflows haben. Das ist ein Kriterium, auf das Buffett achtet. Im S&P-500-Index beträgt derzeit die durchschnittliche Dividendenrendite 2,0 Prozent.

Wenn Sie auf die Tabelle schauen, liegt sie in Buffetts‘ Portfolio darüber.

Buffetts‘ Depot ist nicht so schwankungsanfällig. Die Volatilität ist niedrig. Es liegt an den stabilen Geschäftsmodellen. Die relativ hohen Dividenden sichern nebenbei den Kurs ab.

Aus der Langzeit-Studie der Credit Suisse geht hervor (Abbildung 2): Es zahlen sich die Branchen Tabak, Chemie, Eisenbahn, Haushaltswaren oder Lebensmittel aus. Seit dem Jahr 1900 lassen diese Branchen andere im Staub zurück. Was langweilig ist, hat Vorteile. Lebensmittel erfordern zum Beispiel wenig Investitionen, wenig Forschung. Das beutetet: Viel überschüssiges Cash plus wenig Risiko.

Genau hier tummelt sich Buffett. Die Kursschwankungen sind gering. Ausgedrückt wird dies anhand der „Beta“-Kennziffer, die bei den meisten Buffett-Aktien unterhalb von 1,0 rangiert. Das bedeutet, diese Aktien schwanken weniger stark als der S&P 500, der im Schnitt exakt 1,0 hat. Ein Beta von mehr als 1,0 bedeutet: Heftige Auf und Abs der Aktie. Typischerweise sind das Biotechs, Solarbetriebe, Soziale Medien, die wild hüpfen. Sie reagieren wie Halbstarke. Sie sind unberechenbar. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Der kalifornische Sonnenergie-Riese SolarCity ist ein typisch wildes Papier, das Beta liegt bei hohen 3,0.

Sie brauchen starke Nerven bei solchen Solar-Investments. Buffett meidet das. Er mag in Ruhe reich werden. Das ist sein Erfolgsgeheimnis. Es gibt unzählige Studien (wie diese), die zeigen: Ein niedriges Beta sorgt für eine Outperformance. Langweiliges lohnt sich. Hohe, wilde Wachstumsraten sind brisant. Jedenfalls meidet solche Branchen das Genie in Omaha, das ist ihm zu „heiß“.

Warren Buffett auf seiner Hauptversammlungen in Omaha. Das Foto machte ich vor einigen Jahren von ihm.

Warren Buffett auf seiner Hauptversammlungen in Omaha. Das Foto machte ich vor einigen Jahren von ihm. Er liebt Konzerne mit hohen Cashflüssen, Dividenden und Aktienrückkäufen. So profitiert er langfristig. Schnelles Wachstum ist ihm nicht wichtig. Langweilige, stabile Konzerne sind ihm tausend Mal lieber.

Also fassen wir zusammen: Buffett liebt Konzerne, die mindestens 100 Jahre alt sind. Firmen, die Dividenden seit Ewigkeiten ausschütten und erhöhen. Niedrige Beta-Kennziffern sind ein anderes Kaufkriterium für ihn. Er möchte eine höhere Dividende, als sie der S&P-500-Index bietet, kassieren. Gerade stockte er seine IBM-Position auf. Der IT-Konzern rentiert mit 2,7 Prozent gegenüber 2,0 Prozent (Dividende) für den S&P.

Stetige Dividenden, die mit den Jahrzehnten zu einer Lawine werden – das ist sein Ziel. Hohe freie Cashflows nutzen die Vorstände von IBM, Coca-Cola oder Wells Fargo nicht nur für Dividenden, sondern auch für Aktienrückkäufe, was dazu führt, dass Buffetts‘ Anteil an den Konzernen automatisch mit der Zeit steigt. Sein Anteil an dem Kreditkartenanbieter American Express erreicht fast 15 Prozent. Eingestiegen ist er in den 60er Jahren, als der New Yorker Finanzdienstleister von einem Salat-Öl-Skandal erschüttert worden ist. Damals stürzte die Aktie ab. Buffett griff zu. Seither profitiert er von den Aktienrückkäufen und Dividenden. American Express ist zu einer Lawine für ihn herangewachsen. Er wartete ein halbes Jahrhundert geduldig ab. Dank des Zinseszinses ist die Aktie eine Goldgrube geworden.

Buffett ist nicht auf schnelle Gewinne aus, sondern eher auf stetige Cashflüsse. Sie kennen ja bestimmt den Spruch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Dass einmalige fette Erträge für viele Menschen ein Problem sind, sehen Sie an all den Lottogewinnern, die den Jackpot knacken und ein Jahr später pleite sind.

Dividenden sind etwas Herrliches. Lernen Sie von Buffett langsam reich zu werden. Nicht schnell. Wenn ein Konzern seit 50 Jahren fette Ausschüttungen vornimmt, braucht niemand eine Kristallkugel, um zu ahnen, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit sich so fortsetzen dürfte.

Ein empfehlenswertes Buch ist dieses hier, das die Bedeutung der Dividende erklärt: The Single Best Investment: Creating Wealth with Dividend Growth.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Das Geheimnis von Warren Buffett: Mit Dividenden reich werden

  1. Fabian S.

    Hallo Tim,

     

    wie ist es eigentlich mit Coca Cola Aktien für die Zukunft?!

     

    Viele meinen, dass mittlerweile die großen Wachstumschancen aufgrund der Marktsättigung erschöpft sind. Und auch das gewandelte Gesundheitsbewusstsein gegen Coca Cola spricht, wonach die Aktie nicht mehr so ertragreich sein wird wie seit den 80ern für Warren Buffett.

    Würde gern Deine Meinung dazu hören?!

     

    Andere meinen IBM sei für Buffett eine Fehlinvestition gewesen, was ich gar nicht verstehen kann?!

     

  2. Jan

    Hallo Tim,

    genau so sieht es doch aus, das ist langfristiges und nachhaltiges investieren. Leider kennt der Deutsche im allgemeinen kaum den Unterschied zwischen Spekulieren und Investieren. Häufig werden Aktien sofort verteufelt und das Geld in andere, vermeintlich sichere Geldanlagen, gesteckt.

    Leider schmeißt einem hier die Politik seit einigen Jahren mit der Abgeltungssteuer recht große Knüppel zwischen die Beine.

     

    VG Jan

  3. Ulrich

    Große Überschrift: „Das Geheimnis von Warren Buffett“ … Nun ja.

    Buffett verdient mit Dividenden natürlich gutes Geld. Aber das (nicht wirklich geheime) „Geheimnis“ seines heute unermesslichen Reichtums ist doch vor allem sein massiver Kredit-Hebel.

    Der wird allerdings immer wieder sträflich vernachlässigt – auch in deinem Artikel. Passt wohl nicht ins gewünschte Bild, wenn man den Leuten ein Vorgehen wie Buffett empfiehlt und Ihnen dann konsequenterweise einen kreditfinanzierten Aktienkauf empfehlen müsste …

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/finanzinvestment-die-erfolgsformel-von-warren-buffett-a-940648.html

    Buffett will „in Ruhe reich werden“ mit 60% Kredithebel?

    Wenn du meinst …

  4. Daniel

    @Fabian S.:

    Ich gebe Dir recht dass Coca-Cola derzeit eine Schwächephase hat, die Ursachen beschreibst Du ja. Wenn die Erfischungsgetränke gesättigt sind, warum nicht auf andere Getränke ausweichen? Genug Kohle für Zukäufe haben sie ja. Im letzten Geschäftsbericht hat Coca-Cola übrigens bei CO2-haltigen Getränken 1% Mengenwachstum gehabt, bei Getränken ohne ‚Blubb‘ 4%.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S

    Die Menschen werden in Zukunft trinken müssen. Leitungswasser oder selbstgebrühter Tee/Kaffee ist vielen Konsumenten zu langweilig. Daher gibt es immer einen Bedarf an Sprudelgetränken, Energydrinks, Milch, Sprite, Cola, Säften, kalten Tees und anderem Zeug.

     

    @ Jan

    Das stimmt. Das nachhaltige Investieren wird von den meisten Menschen nicht verstanden. Es hat mit Qualität, Dividenden + Geduld zu tun. Es schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Das Zocken ist eine andere Baustelle. Unsere Regierung wäre gut beraten, zwischen den Investoren und den Zockern einen Unterschied zu machen. Wer langfristig für den Ruhestand vorsorgen möchte, sollte steuerlich belohnt und nicht bestraft werden. Die Riester-Produkte genügen nach meinem Dafürhalten nicht. Riester-Produkte sind vielfach zu teuer, zu bürokratisch. Würde ein fairer Wettbewerb unter den Riester-Anbietern bestehen, wären die Gebühren dramatisch geringer. Aber es sind eben die Lobbyisten, die in geheimnisvollen Treffen mit der Regierung Seilschaften knüpfen, von denen offiziell kein Bürger etwas wissen darf. Warum diese Lobbyisten-Treffen hinter verschlossenen Türen stattfinden, weiß im Grunde jeder. Es lohnt sich zu schauen, von welchen Versicherungen, Banken und Finanzvertrieben die Parteien/Politiker in den vergangenen Dekaden Spenden/Honorare/Jobs erhalten haben.

     

    @ Ulrich

    Buffett schreibt über den Float ausführlich im Geschäftsbericht. Es sind ja keine Schulden im klassischen Sinne. Es sind Prämieneinnahmen aus seinen Versicherungen. Wenn Du eine Hausratversicherung hast, muss Du den Jahresbeitrag im Voraus bezahlen. Meist wirst Du aber keinen Schaden geltend machen, so dass die Versicherung die Prämie behalten darf. Buffett erhält so Milliardensummen aus all seinen Versicherungen (zum Beispiel Geico). Wenn aber nichts passiert, etwa ein Unwetter/Unfall ausbleibt, darf er das Geld behalten. Er investiert die Versicherungsprämien clever an der Börse, hält aber immer ausreichend Cash bereit, falls doch etwas passieren sollte. Für Atom-Unfälle bietet er keine Versicherungen an. Das wäre zu riskant.

     

    @ Daniel

    Danke für den Hinweis.

  6. Couponschneider

    Ich halte es für ein Märchen, dass die Menschen mehr Wert auf „gesunde“ Ernährung legen. Das ist die Traumwelt von linken Journalisten, genauso sind in den Unterhaltungsformaten nur Biobauern zu Gange, niemals normale Bauern. Und was „gesunde Ernährung“ sein soll, darüber ist man sich nicht einig. Ich jedenfalls trinke meine Cola mit gutem Gewissen. Natürlich trinke ich auch viel Kaffee und Tee, aber aus Genussgründen, nicht aus vermeintlichen Gesundheitsgründen.

     

     

     

  7. Jens

    Hallo Tim,

    ich denke das Geheimnis von Waren Buffett ist eher das er der Meister im Markettiming und Stockpicking ist. Wenn man das einmal richtig gemacht hat, hat man gewonnen.

    Das ist ein bisschen so wie zu sagen es Cristiano Ronalds Geheimnis in jedem Spiel zwei Tore zu schiessen, und das über die gesamte Saison.

    Das Problem ist halt nicht das was, sondern das wie. Beim Fußball ist es nicht so einfach zwei Tore zu schiessen obwohl 11 andere was dagegen haben. Und beim Investieren muss man zum richtigen Zeitpunkt das richtige Qualitätsunternehmen kaufen.

    Aber ein Investment geht zum Glück länger als 90 Minuten, und langfristig ist der Faktor Markettiming relativ egal. Bleibt also noch das Problem mit dem Stockpicking.

    Gruß Jens

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Hallo Jens,

    stimmt. Durch 50 Jahre hartes Praxis-Training ist Buffett immer besser geworden.

    Im Grunde hat ja Ulrich schon Recht. Das Clevere an Berkshire ist das zugrundeliegende Versicherungsgeschäft, das einen jährlichen Fluss an Cash („float“) erzeugt, das Buffett smart investiert. Das gibt ihm eine Art Hebel. So ist er einer der reichsten Männer der Erde geworden. Er ist aber wohlgemerkt am langfristigen Wohl all seiner Firmen interessiert. Er ist kein Zocker. So wie viele andere, die nur auf einen schnellen Gewinn aus sind.

    Ich finde an Buffett super, wie er sich selbst auf den Arm nimmt. Er ist nicht arrogant. Er sagt: „Ich esse wie ein sechsjähriges Kind.“ Sodas, Eiscreme, Hot Dogs… Er kritisiert sich selbst. Macht er einen Investment-Fehler, beschuldigt er nicht andere, sondern sich selbst. Dass er als einer der reichsten Menschen sozialistische Gedanken hat, ist nebenbei erfrischend (Krankenversicherung, Besteuerung der Reichen etc). Das hat Seltenheitswert.

  9. Frank(München)

    das Beste an Buffett ist daß man ihn als fondsmanager so billig bekommt.wenn man bedenkt für welche summen andere das tun, ist buffett ein schnäppchen.meine einzige aktie bei der ich froh bin keine dividenden zu bekommen, warren reinvestiert einfach am besten, obwohl ich ihn  vor tesco gewarnt habe. er hat sich noch immer nicht bei mir gemeldet;)

  10. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Schwarzer Kater

    Derivate sind kein Geheimnis bei Berkshire Hathaway. Die sind als Bilanzposten in jedem Abschluss dokumentiert. Sie nehmen durchgängig ihren Platz ein. Ich wäre auch sehr verwundert, wenn das nicht geschähe. Das sind strategische Investments, wie sie auch der Kleinanleger machen kann. Entweder man sichert sich selbst (teilweise) ab, indem man Gewinne mit Kauf von Puts hedged. Oder man betreibt ein Zusatzgeschäft (wie Berkshire), und verkauft Puts (oder Calls, geht regulär wohl nur „covered“, man muss also den Gegenwert halten). In dem Fall bekommt man einen Premium auf den „inneren Wert“ des Puts. Dieser Aufpreis wird mit der Laufzeit immer billiger. Wenn man also einen Put auf einen Wert oder Index verkauft, der Basiswert sich aber nicht verändert, dann wird der Rückkaufwert trotzdem immer geringer. Der Käufer verliert den gezahlten Aufpreis an den Verkäufer. Es ist also eine Versicherungsprämie wie im klassischen Sinne einer Versicherung. Selbst wenn der unterlegte Wert des Puts leicht verliert, der Put also teurer wird, aber weniger als der Premiumverfall, dann ist es immer noch ein Geschäft für den Verkäufer. Ich bin selbst zu faul dafür. Ich bin naked long. 😉

    Buffett sagt ja genau wie das gemeint ist: „…, I said that I expected the contracts would deliver us an “underwriting profit,” meaning that our losses would be less than the premiums we received. In addition, I said we would benefit from the use of float.“ 

    Jetzt kam aber 2008. Buffett hat nicht geglaubt, dass Lehman Bros. u.a. schon wissen werden, warum sie einen Put kaufen wollen von Berkshire. Mit anderen Worten; Buffett und Berkshire hatten keine Ahnung von der Lage. Das führte dazu, das BRK im Jahr 2008 einen Verlust in diesem Geschäftsfeld von 7,461 Mrd, bzw. 4,65 Mrd netto. Nun ja, shit happens.

    Aber das ist ja nur die eine Seite der Medaille. Die meisten anderen Jahre wird damit Geld verdient:

    Investment and derivative gains/losses (1,3) ………………4,081 Mrd (2014), 6,673 Mrd (2013), 3,425 Mrd (2012), -830 Mio (2011), 2,346 Mrd (2010), 787 Mio (2009), -7,461 Mrd (2008), 5,509 Mrd (2007), 2,635 Mrd (2006)

    (1)(3) Investment gains/losses include realized gains and losses and other-than-temporary impairment losses. Derivative gains/losses include significant amounts related to non-cash changes in the fair value of long-term contracts arising from shortterm changes in equity prices, interest rates and foreign currency rates, among other market factors.
    After-tax investment and derivative gains/losses were $3.3 billion in 2014, $4.3 billion in 2013, $2.2 billion in 2012, $(521) million in 2011, $1.9 billion in 2010, $486 million in 2009, $(4.65) billion in 2008, $3.58 billion in 2007 and $1.71 billion in 2006.

    MS

  11. Alexander

    Eine Anmerkung zu Coca-Cola, die Firma besteht nicht nur aus der braunen Brause. Coca Cola hat um die 500 Marken, da geht immer irgendwo was. Das große Wachstum ist wohl vorbei, aber die Firma bietet eine relativ hohe Sicherheit. Würde jemand die nächsten 30 Jahre nur Cola-Aktien kaufen, dürfte er vermutlich nicht so schlecht damit fahren. Jedenfalls besser als mit „sicheren“ Sparanlagen wie Sparbuch, Festgeld oder Riesterprodukte.

     

    Warum IBM ein Fehler sein sollte, erschließt sich mir nicht. Grundsolide und finanzstark. Ich hätte auch gern 10% davon in meinem Depot.

     

    PS: Wie ist eigentlich das Wetter in NY? Man hört da wenig gutes in den Nachrichten.

  12. Ingolf

    Zu Coca Cola:

    Das Management tut etwas! Die Partnerschaft mit Monster Beverage ist wohl erst der Anfang, denke ich.

    Monster (ehemals Hansen Naturals, in den 1930er Jahren gegründet!) gehört zu denjenigen Werten, mit denen viele meiner (Blog)Leser(innen) ihre bislang höchsten Gewinne erzielt haben…

    http://www.aktientagebuchblog.de/warum-die-aktie-von-monster-beverage-heute-ueber-20-steigt.html

    Coca Cola halten wir in unserem „Dividendedepot“ ebenfalls, bislang läuft das Anfang 2013 gestartete Projekt recht gut, wobei viele derzeit die hohe „Hebelwirkung“, den „Zinseszinseffekt“ der Dividendn bzw. ihres Reinvestierens noch nicht verinnerlicht haben dürften?! Wer z.B. seine BASF-Aktien Ende 2008 gekauft hat, dessen „damals“ eingesetztes Kapital wirft heuer bereits eine Dividendenrendite von gut 12% p.a. ab, Tendenz steigend! Bei Fuchs Petrolub sind es schon 19% p.a. zuzüglich der Kursgewinne…

    Ich finde es sehr gut, dass auf diesem Blog hier das im Mittelpunkt steht, was wirklich sinnvoll ist, also das langfristige Investieren. (Natürlich kann man diese Staretgie durch andere ergänzen wie die Trendfolge, ETF- oder Fondssparpläne usw.)… Bitte weiter so!

  13. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Ich halte die Rechnung „Yield on Cost“ für Selbstbetrug. Die habe ich noch nie angestellt. Ich beobachte, dass vorwiegend Leute mit Depots geringerer laufender Rendite sich über eine vermutete/erhoffte Dividend-Growth Zinseszins-Rechnung das so schön rechnen.

    Für mich zählt eigentlich nur die laufende Rendite. Man muss davon ausgehen, dass das verfügbare Kapital als Grundlage zum Investment gilt (natürlich minus Abzug der Steuern bei Verkauf). Wenn mein laufendes Kapital zwar 10% YOC nach Jahren aufweist, aber derzeit nur echt mit 3% rentiert, dann kann ich die Position verkaufen und in etwas stecken, was meinetwegen 5% in echt bringt.

    Gerade kam ein Artikel von „Seeking Alpha“ rein zum Thema. Habe selbst gerade nur überflogen. Aber das hat mich gleich zu dieser Gegenrede hier bewogen. 😉

    – 5 Common Errors Of A Dividend Growth Forecast

    MS

  14. Felix

    @ Schneider

    Wenn ich 10.000 € investiert habe und darauf dank Dividendensteigerung jetzt 15 % bekomme, dann ist das schon was wert, auch wenn diese Position jetzt wegen Kurssteigerungen 30.000 € wert ist und somit aktuell mit 5 % rentiert. Wenn ich verkaufe, sind von meinen 20.000 € Kursgewinn, schon mal knapp 6.000 € beim Finanzamt. Auf die gibt’s keinerlei Rendite mehr.

     

  15. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Felix, auch wenn es nicht von großem Belang ist, ich möchte dennoch darum bitten, mich nicht so unhöflich mit dem Nachnamen anzuraunzen. Meine Name steht da. Ich möchte entweder mit dem Vornamen oder meinem Kürzel MS angesprochen werden. Ich habe noch nicht gesehen, dass Du unseren Gastgeber mit @Schaefer angesprochen hättest.

    Es gibt in anderen Foren mehrere Matthias und beim Dividenden-Sammler auch einen @Schneider. Das bin ich aber nicht.

    Zu dem Dividend-Growth. Wenn Du auf das Kapital 5% (bei 15% YOC) bekommst, dann ist das ja eine akzeptable Rendite, meiner Meinung nach. Da gäbe es bei mir auch kaum Handlungsbedarf. Aber ich habe ja von 3% gesprochen. Das ist so der typische Satz bei den üblichen Verdächtigen.

    In Deinem Beispiel müsstest Du in eine Anlage mit >6,25% auf die 24.000 (30.000 nach Steuer) wechseln, um mehr zu bekommen. Das ist schon eher schwierig.

    Bei 3% brauche ich aber nur mehr als 3,75% um besser zu fahren. Wenn man dann aber in eine Anlage mit 5% auf 24k wechselt, dann bekommt man gleich 33% mehr Rendite als bei 3% auf 30k 1200 statt 900). Damit kommt eine andere Dynamik ins Spiel, das ist ja auch ganz einfach und klar. Man muss sich nur klar im Kopf machen, dass man sich von der unversteuerten höheren Summe blenden lässt. Die gehört einem aber nicht zur Gänze!

    Na ja, aber natürlich sollte es jeder nach seinem Gusto machen.

    MS

     

  16. Felix

    @ MS

    Das mit dem Nachnamen war eher gedankenlos hingeschrieben und keinesfalls als Unhöflichkeit gemeint, also sorry!

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