Finanziell frei: Hohe Sparquote ist das A+O


New York, 29. Juli 2016
So sieht der Eingang zu den Stiftungen und Beteiligungen der Milliardärsfamilie Wallenberg aus. Das Büro begindet sich in einem Altbau in Stockholm.

So sieht der Eingang zu den Stiftungen und Beteiligungen der schwedischen Milliardärsfamilie Wallenberg aus. Das Büro befindet sich in einem Altbau in Stockholm. Es machte alles einen sehr bodenständigen Eindruck auf mich.

Beim Aktiensparen gehe ich nach dem Prinzip des „Buy and Hold“ vor. Ich kaufe gute Firmen und gebe sie nie mehr her. Ich besuchte in Stockholm die Beteiligungsfirma „Investor AB“. Es ist ein riesiges Konglomerat, das der schwedischen Miliardärsfamilie Wallenberg gehört. Der Clan stellt mit Haltedauern von 50 oder 100 Jahren sogar Warren Buffett in den Schatten. Es war faszinierend, die Mitarbeiter der Holding mit ihrer extremen langfristigen Mentalität zu erleben. Sie sind auf meiner Wellenlänge.

Die Holding hält Anteile an SEB-Bank, dem Handyausrüster Ericsson, dem Börsenbetreiber Nasdaq, dem Pharmariesen AstraZeneca, dem Haushaltsgerätehersteller Electrolux… Die Haltedauer ist die Ewigkeit. Hier können Sie meinen Artikel über Investor AB lesen.

Wer früh finanziell frei werden möchte, muss seine Sparquote massiv nach oben fahren. 50, 60 oder 70 Prozent vom Nettoeinkommen sollten Sie dann sparen. Die meisten Menschen schaffen nicht mal zehn oder 20 Prozent. Sie verprassen alles. Ich gehe lieber in den Vorruhestand, um zu wandern, zu schwimmen, zu reisen… anstatt mich 45 Jahre abarbeiten zu müssen wie ein Irrer. Wollen Sie nicht lieber etwas früher in den Ruhestand? Haben Sie ausreichend Geld, dann sind Sie freier. Dann können Sie Ihren Job an den Nagel hängen, wenn es Ihnen passt.

Wollen Sie Ihr Leben ändern? Möchten Sie Ihre Finanzen in Ordnung bringen? Das wäre klasse. In Deutschland gibt es übrigens immer mehr Altersarmut. Dieser traurige Fall ist symptomatisch.

Beim Sparen geht es nur um Sie. Sofern Sie durchstarten wollen, fangen Sie zuerst an, Ihre Konsumschulden komplett zu tilgen. Sollte Ihr Einkommen nicht reichen, nehmen Sie einen Nebenjob an und tilgen Sie so schnell es geht. Warum das so wichtig ist? Sie müssen die Zinsen (Guthabenzinsen) für sich arbeiten lassen und nicht gegen sich (Schuldzinsen).

Haben Sie die Schulden getilgt, beginnen Sie mit dem Aktien- oder Indexsparen. Dann lassen Sie den Schneeball rollen, indem Sie hohe Sparquoten haben.

Ich habe den amerikanischen Erfolgsautor Daniel Solin interviewt. Er rät massiv zu sparen. So früh wie möglich. Solin ist ein Fan der Indexfonds.

Wenn Sie sich anstrengen, werden Sie erstaunt sein, was dann passiert. Sie werden sehen, dass Sie zufriedener werden. Denn Sie haben ein Ziel vor Augen. Sie erreichen etwas. Nur mit Anstrengung macht das Leben richtig Freude. Sie fühlen sich besser. Das ist bei allem so. Beim Sport. Beim Aufräumen. Beim Arbeiten.

Kaufen Sie nur, was Sie brauchen. Es gibt Leute, die sind in einem regelrechten Kaufrausch. Wenn ich allein in deren Kühlschrank schaue, denke ich: „Meine Güte. Was haben die massig Zeug. Wozu braucht man so einen riesigen Gefrierschrank – vollgestopft mit Zeug?“ Wie Sie mit ihren Dingen (Schubladen, Schrank, Eisfach, Kleidung…) umgehen, sagt etwas über Ihren Charakter aus.

Mein Eisschrank ist leer. Gefriergut brauche ich nicht. Wozu? Natürlich sollten Sie sich nicht alles verkneifen. Ein Mittelweg ist ok. Zumindest sollte Ihr Konsum moderat sein.

Sie brauchen jetzt nicht, nur ein Mal im Monat zu duschen, um Geld zu sparen. Sie könnten Ihren Partner/Ihre Partnerin sowie Freunde verlieren… bloß nicht. Das wäre es nicht wert. Hollywood-Star Leonardo DiCaprio verzichtet übrigens auf die Körperhygiene – wegen der Umwelt. Und gerät in Schwierigkeiten.

Ich gehe beim Sparen schon extrem vor. Aber Duschen muss sein.

Ich bin ein Minimalist. Wenn ich ausmiste, ist das wie eine Therapie für mich. Es ist entspannend, wenn ich es getan habe. Wenn der Schrank in Ordnung ist. Die Schubladen etc.

Mein Lebenskonzept sieht so aus: Kein Auto. Kein Fernseher. Kein Festnetztelefon. Nur ein Handy. Ein Voice-over-IP-Telefon. Gebrauchte Möbel. Extrem selten Restaurantsbesuche. Selbst Kochen. Oder grillen. Bin Vegetarier seit langer Zeit. Ich kaufe im Supermarkt, wenn Qualitätsware kurz vor dem Ablaufdatum zum Billigpreis von 99 Cent angeboten wird. Sonderangebote kaufe ich nur, wenn ich das Zeug wirklich brauche. Sonst nicht. Hohe Preise zahle ich nicht. Ich koche meinen eigenen Brühkaffee. Mein Haarschnitt kostet mich 14 Dollar. Ich trockene meine Wäsche auf einem Wäscheständer in der Wohnung. Der Trockner ist zu teuer. Außerdem geht die Wäsche im Trockner schnell kaputt.

Das ist mein Friseur in Chelsea. Ganze 14 Dollar kostet der Haarschnitt.

Das ist mein Friseur in Chelsea. Ganze 14 Dollar kostet der Haarschnitt.

Ich gehe gerne wandern, Joggen, Radfahren, spazieren – das ist gratis. Ich kaufe gebrauchte Dinge statt neu. Sparen ist in mir tief verankert. Ich hasse jedwede Form von Verschwendung. Ich habe so hart für mein Geld gearbeitet, warum soll ich es dann raushauen?

Ich kaufe ganze Früchte und Gemüse – anstatt Vorgeschnittenes. Ich kaufe frische, statt abgepackte Ware. Ich trinke Leitungswasser, statt Sprudelwasser. Das teure Mineralwasser ist ja ein Etikettenschwindel.

Auf was ich noch warte? Es sind niedrigere Steuern. Das würde mir helfen, mehr zu sparen. Nur wird dieser Tag wohl nie kommen. Ich suche noch zusätzliches Cash. Bin ich im Hotel, packe ich die verbliebenen Seifenstücke und Mini-Shampoos ein. Mein Vater mag das gar nicht. Er sagt: „Wenn das jeder machen würde, wären die Zimmerpreise teurer.“ Ich habe aber den Eindruck, dass die Seifen aus dem Zimmer nach der Abreise ohnehin in den Müll wandern. Ich gebe wohlgemerkt ein schönes Trinkgeld an das Putzpersonal.

Mit Vorliebe packe ich die kleinen Seifen im Hotel ein. Kann ich das machen? Oder ist das nicht richtig? Was meinen Sie?

Mit Vorliebe packe ich die kleinen Seifen im Hotel ein, die ich nicht benutzt habe. Kann ich das machen? Oder ist das nicht richtig? Was meinen Sie?


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Finanziell frei: Hohe Sparquote ist das A+O

  1. chaostrader

    Die Seifen werden weggeschmissen. 800 Mio. Stück pro Jahr in den USA…

    Ein USA-Einwanderer aus Afrika hat daraus ein Hilfsprojekt gemacht. Für ihn ist Seife etwas wertvolles, weil er sie sich früher als Kriegsflüchtling nicht leisten konnte. Er lässt diese Seifenreste sammeln, wiederaufarbeiten und transportiert sie nach Afrika. Ob das ganze jetzt sinnvoll ist, ist eine andere Frage, aber es zeigt, wie wertvoll unser Abfall für Menschen in anderen Ländern ist.

    http://www.globalsoap.org/

    http://www.huffingtonpost.com/kristi-york-wooten/africa-soap-_b_1086072.html

  2. Dieter

    Die steuern  sind doch niedrig in den USA.

    Ich habe  meinen aktien Sparplan.

     

    Lg dieter

     

  3. Gurki

    Eine Freundin fragte mich heute ob wir mal wieder Sushi essen gehen wollen. Ja gerne, All-you can eat für 19€ + Getränk – nicht günstig, aber ok. Kann man mal machen.

    Aber nein, das Restaurant sollte es gar nicht sein. Es soll das exklusive teure neue Sushirestaurant sein, wo 2 (! In Worten: ZWEI) Reisklopse mit bisschen Fisch 8€ kosten sollen.
    Natürlich habe ich an meine Stirn getippt.

    Die 8€ investiere ich dann lieber in meinen ETF -Sparplan. Oder demnächst in Einzelaktien. Oder einfach in Socken. Socken brauch der Mann immer.

     

     

     

  4. Ex-Studentin

    Seife mitnehmen ist für mich auch ok. Wobei ich es besser finde, wenn Hotels Seifenspender und Shampoospender nutzen. Weniger Müll, weniger Verpackungen. Von dem Wunsch nach weniger Steuern kann man auch als Deutscher ein Liedchen singen.

    Einen Trockner habe ich auch nicht, obwohl mich meine Eltern dazu schon lange überreden wollen. „Deine Handtücher wären dann viel weicher!“ Mein Wäscheständer hat 10€ gekostet, während ein Trockner nur teuer in der Anschaffung ist, Platz wdgnimmt und auch noch eine Menge Strom verbraucht. Ich habe gerne leichte Möbelstücke, da ich bisher bei Umzügen nie viel Unterstützung beim Tragen hatte.

  5. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim: „Mit Vorliebe packe ich die kleinen Seifen im Hotel ein, die ich nicht benutzt habe. Kann ich das machen? Oder ist das nicht richtig? Was meinen Sie?“

    Da wirst Du nicht allein sein mit dieser Vorliebe. Aber das ist streng genommen nicht erlaubt. Wahrscheinlich wird das niemand kontrollieren, aber ich habe gelesen, dass es sich juristisch tatsächlich um Diebstahl handelt, auch wenn ich es selbst nicht so sehen würde.

    Aber auch aus dem Abfallcontainer hinterm Supermarkt darf man nichts mitnehmen. Egal ob man es einsieht oder nicht.

    Witziger „Zufall“ mit der Investor AB… die habe ich mir auch vor 2 oder 3 Wochen mal angeschaut. Weiß gar nicht wie ich drauf gekommen bin. Habe sie auf eine Watchlist gesetzt bei mir, aber ist eigentlich für mich nicht lohnend. Schweden, relativ wenig und nur jährliche Dividende… na ja, so viel Zeit (Geduld) habe ich nicht (mehr). 😉

    Schönes Wochenende.

    MS

  6. Gurki

    @Ex-Studentin; ich habe auch so einen Wäscheständer für 8-10€ und ich ärgere mich, nicht den für 30-40€ von Leifheit genommen zu haben. Bei dem billigen Ständer sind mir jetzt schon 4 Stangen rausgebrochen (ergo kann man weniger aufhängen). Und wenn eine Seite zu schwer wird, kippt er um… Das heißt, ich muss wieder was neues kaufen. Und diesmal wird es ein stabiler Leifheit!

    Hier zieht also wieder: Wer billig kauft, kauft zwei mal!

  7. Mark

    Ich nehme auch die übrig gebliebenen Seifen etc. mit – ich hätte es ja auch während meines Aufenthalts aufbrauchen können!?

    Ich weiß, dass es streng genommen tatsächlich Diebstahl ist, aber ich sehe das auch anders….

    @Gurki: das mit dem „Essen-gehen“ kenne ich von meiner Frau auch – sie geht leider auch gerne gut und teuer essen. Ab und zu ist das ja auch in Ordnung, aber wenn die Rechnung kommt, geht mir direkt durch den Kopf, welche schönen Anteile man davon hätte kaufen können….

  8. Fit und gesund

    Ich mache es ähnlich wie Tim, hohe Sparrate, über 50%, seit knapp einem Jahr, habe Alles auf den Prüfstand gestellt und optimiert, minimalistisch leb ich sowieso, aus Überzeugung, ich hasse Kram.

    Gestern war ich in der Stadt, da kauf ich mir immer ein Eis und setz mich auf eine Parkbank und schau den Touris zu, die zahlen viel Geld, die Restaurants sind rappelvoll, für mich ist das aber gratis.

    Ich vermisse nix, völliger Geiz ist auch nix für mich, Containern wär das Letzte, kaufen tue ich eher Qualitätsware, aber im Ausverkauf, nächste Woche kauf ich die Sommerklamotten für 2017, dieses Jahr musste ich nix kaufen, hatte noch, ausser den Sandalen, die sind neu. Ich passe auf meine Sachen auf und schludere nicht,

    manchmal lernt man noch was, so werde ich meine Goretex-Jacke heute das erste Mal selber waschen und nicht in die Reinigung tragen, das kann man wohl machen, es spart Geld.

    Am Anfang mag sparsames Leben mühsam sein, man gewöhnt sich und das ist gut, denn es sind viele Jahre die man so leben muss bis man finanziell frei ist, halten Viele nicht durch, man muss das System verinnerlichen, dann klappt es auch. Wer das Gefühl hat nur Opfer zu bringen für ein fernes Ziel der macht es falsch.

  9. Finanzmixerin

    Bei den Wäscheständern gibt es Qualitätsunterschiede. Aber die gibt es auch innerhalb einer Preisklasse. Für 10-15 Euro bei Billigladen bekomme man schlechtere Qualität als bei Sonderangeboten bei normalen Geschäften für denselben Preis. Es muss kein Leifheit sein.

  10. Ex-Studentin

    @Finanzmixerin & Gurki: Ich denke mir auch, dass billig nicht automatisch schlecht sein muss und teuer nicht automatisch gut. Mein Wäscheständer begleitet mich nun seit rund 5 Jahren und tuts einwandfrei. Umkippen bei ungleichmäßiger Belastung tut er natürlich, aber als Ingenieurin bin ich mir dieser physikalischen Gesetze bewusst und verteile meine Wäsche gleichmäßig. Irgendwann geht alles mal kaputt.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chaostrader

    Danke für den Link. Ja, wir im Westen haben eine schlimme Wegwerfgesellschaft entwickelt. Ich sehe es als mit Schaudern in Restaurants (wo ich sehr selten bin). Was die Leute alles bestellen und dann nicht essen, ist der Hammer. Sie haben ein paar Happen – der Rest geht in die Mülltonne. Das ist bei vielen Dingen so.

     

    @ Dieter

    Danke für den Hinweis. Du hast schon Recht. Ich sollte zufriedener mit der Steuer sein. Was herrlich ist: In den USA kann ich das Aktiensparen für die Rente voll von der Steuer absetzen. Das ist ein großes Plus gegenüber Deutschland.

    Lg Tim

     

    @ Gurki

    Das ist teuer. Meine Güte. Ich habe für New York einen Geheimtipp: Sushi für 13 Dollar pro Person. All you can eat:

    http://timschaefermedia.com/kaufen-sie-alles-im-angebot/

     

    @ Ex-Studentin

    Ja, weniger Zeug zu besitzen, hilft nicht nur beim Umzug. Auch bei der Wohnungsgröße, beim Abstauben, Putzen, Aufräumen. Es macht das Leben „leichter“. Zu viel Zeug kann zu einer Last werden.

     

    @ Matthias

    Ich kann mir das kaum vorstellen mit der Seife im Hotel. Denn sie ist ja Teil des Zimmerpreises. Wäre die Mitnahme der kleinen Seife Diebstahl, wäre das absurd.

     

    @ Fit und gesund

    Die meisten Menschen schaffen das nicht. Deine Sparquote von über 50% zeugt von einer starken Disziplin. Die Masse gibt das Einkommen aus, sobald es reinkommt. Sie haben einfach keine Ahnung. Sie beschäftigen sich ungern mit Gelddingen. Dicke Autos, große Wohnungen, ständig neue Elektronik und Kleidung… Beginnt bei denen der Ruhestand, herrscht Flaute im Geldbeutel. http://scomics.de/118.html

     

    @ alle

    Danke an alle fürs Lesen, die Unterstützung, das Kommentieren. Es ist super, dass es so viele Gleichgesinnte gibt. Ein erholsames, wunderschönes Wochenende wünsche ich.

  12. PIBE350

    Tim: ,,Wer früh finanziell frei werden möchte, muss seine Sparquote massiv nach oben fahren. 50, 60 oder 70 Prozent vom Nettoeinkommen sollten Sie dann sparen. Die meisten Menschen schaffen nicht mal zehn oder 20 Prozent. Sie verprassen alles. Ich gehe lieber in den Vorruhestand, um zu wandern, zu schwimmen, zu reisen… anstatt mich 45 Jahre abarbeiten zu müssen wie ein Irrer. Wollen Sie nicht lieber etwas früher in den Ruhestand? Haben Sie ausreichend Geld, dann sind Sie freier. Dann können Sie Ihren Job an den Nagel hängen, wenn es Ihnen passt.“

     

    Ohne eine hohe Sparquote wird es in der Tat schwierig. Das Gute ist, dass man hierfür kein Spitzenverdiener sein muss. Man muss sich lediglich fragen, was einem wichtiger ist bzw. dauerhaft glücklicher macht: heute mehr Besitz/Konsum/Status oder später mehr finanzielle Freiheiten/Unabhängigkeiten?

    Ich finde es völlig in Ordnung, wenn sich Leute für ersteres entscheiden. Personen, die sich für zweiteres entscheiden wollen, aber noch etwas zögerlich sind, weil sie nur Normalverdiener sind, möchte ich sagen: Die Umstellung am Anfang kann hart sein und es ist in den ersten Jahren schwierig, seine Motivation aufrechtzuerhalten, aber es lohnt sich. Die Früchte für die eigene Arbeit werden mit Jahr zu Jahr immer sichtbarer und irgendwann werdet ihr euch sagen: ,,Gut, dass ich vor 5/10/15/20 Jahren (je nach Sparquote und Investitionsentscheidungen) den Startschuss gesetzt habe.“

    So war das jedenfalls bei mir. Konsummensch und ständig blanker Prasser bis 17/18, danach machte es klick im Kopf. Heute mit 31 bin ich sehr dankbar darüber. 😉

  13. PIBE350

    Tim: ,,Mit Vorliebe packe ich die kleinen Seifen im Hotel ein, die ich nicht benutzt habe. Kann ich das machen? Oder ist das nicht richtig? Was meinen Sie?“

     

    Die kleinen Schampooflaschen benutze ich erst gar nicht. Die Seifen ja, wenn es keinen Spender gibt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich immer Wochen in Hotels verbringe, daher habe ich noch nie etwas eingesteckt.

    Da du ,,unbenutzt“ geschrieben hast: Bei einzelnen Übernachtungen spricht gegen das Einstecken wohl nichts. Das Zeug würde sowieso (aus hygienischen Gründen?) weggeschmissen werden.

    Nur von Hand- und Badetüchern sowie Bademänteln sollte man die Finger lassen. In einem Hotelzimmer fand ich sogar mal einen an der Wand angeketteten Fernseher vor. Es muss Leute geben, die vor nichts zurückschrecken. 😀

  14. Oliver

    Die Sparquote ist in der Tat die wichtigste Frage, die einen am Anfang beschäftigen sollte. Es kommt natürlich auf die Zielsetzung an. Wenn ich mit 20 oder 25 noch am Anfang stehe und erste Erfahrungen mit Invetitionen sammle, dann finde ich 10 oder 20% auch schon sehr gut. Ich habe in den 20ern durchaus viel Geld für irgendwas ausgegeben und im Nachhinein denke ich mir, dass das absolut OK war. Man muß die Erfahrungen machen, dass Konsumsachen, die man vorher sich nie leisten konnte, einen auch nicht unbedingt glücklich machen. Wir Menschen sind Erfahrungstiere. Andere benötigen vielleicht diese Erfahrung nicht und fangen früh diszipliniert an. In meinen Freundeskreis – und der war wirklich zwischen 16 und 25 sehr groß – habe ich keinen Sparfuchs kennengelernt. Die Bankleute z.T. haben sehr früh an Familie und Haus/Immobilie gedacht und damit angefangen, das durchzuziehen. Fand ich erstaunlich, mit 20 hatte ich die Reife definitiv nicht und wollte erst was erleben.

    Natürlich sind 50/60 oder gar 70% Sparquote außerordentlich. Wenn man nicht viel verdient, wird das ganz schwer. Erst wenn man soviel Einkommen hat, dass man leichter größere Summen weglegen kann, kommt das in den Bereich des möglichen. Nicht jeder möchte wie ein Yeti leben und wenn man eine Freundin hat, kommt man um dies und das sowieso nicht herum. Deshalb ist ebenso wichtig, sich in Bereiche einzuarbeiten, wo man gut verdienen kann, um dann wirklich ohne sich bis zum Bettelmönch zu kasteien, gute Beträge zu sparen. Wenn man z.B. 500 €/Monat sparen kann, finde ich das eine reife Leistung. Mehr ist natürlich nie schlecht und man kommt damit schneller voran, ist aber eine Binsenwahrheit.

    Interessant finde ich immer wieder in anderen Blogs, womit sich die Leute so beschäftigen. Die Themen Verdienst und monatliche Sparsumme finde ich die Grundsteine für intelligentes Investieren. Aber es treten dann immer Diskussionen auf wie Einzelaktien/ETF oder Dividendenausschüttung schlecht oder gut. Aufgrund der unterschiedlichen Mentalität der Leute finde ich das – gerade wenn man noch nicht die 100.000 € erreicht hat – als Thema zweitrangig. Jeder wird sich doch das heraussuchen, was am besten zu ihm passt. Investitionen müssen ja auch nicht nur Aktien oder ETFs sein.

    Eine solche Diskussion gab es hier wieder (ein komplett neuer Blog für mich):

    http://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/

    Obwohl ich nicht die Meinung des Autors teile, sehe ich es auch nicht als komplett falsch an. Der Artikel spiegelt einfach die Meinung des Betreibers wieder. Erstaunlicher fand ich dann einige „Abnicker“ in den Kommentaren. Aber jeder darf sich selber eine Meinung bilden, wenn er möchte.

    Eins muß ich allerdings gestehen: So viele Gedanken um Kleiderständer, Seife und Shampoo mache ich mir nicht. Aber ich oute mich mal: Ich habe einmal in meinem Leben in Barcelona in einem 5-Sterne-Hotel einen Bademantel mitgehen lassen. Das Zimmer war hundsteuer (mußte ich zum Glück nicht selber zahlen) und wer für einen Capucchino 12,50 € oder ein Bier 18 € verlangt, kann so ein Ding verschmerzen. Meine Gedanken ziehen eher in die andere Richtung: Wie schaffe ich es, ein bisschen mehr zu verdienen, damit ich mehr anlegen kann? Das war unterm Strich immer einträglicher als z.B. ein paar € für irgendwelche Gegenstände sparen. Trotzdem: Das Haarschneiden geht in München ohne Probleme für 10 €. So was mache ich tatsächlich auch.

  15. Christoph

    Oliver

    ich muß grad wegen dem hotel in Barcelona lachen. mein Vater war mal mit Freunden in diesem 5 Sterne das irgendwas mit dem König zu tun hat. Die trugen polo Hemden. und irgendwie dachten die hotel Angestellten die gehören alle zum Nationalteam von dem polo Turnier das stattfindet. daher bekamen sie die Zimmer extrem billig. ist aber ewig her.

    wegen seife usw. Also ich bin da anders. denn irgendwie denke ich mir wenn ich anfange Sowas mitzunehmen dann stimmt was nicht. Abgesehen davon das ich es gern hab wenn ich den Duft vom duschgel mag das ich nutze.

    Ich komm mit einem duschgel bei 2 mal duschen am Tag geschätzt etwa 1 Monat hin. Und diese 2 Euro nun dafür hab ich doch meinen stolz mir die Sachen die ich nutze selbst zu kaufen. Was aber nicht heisst das ich nicht aufs Geld schaue.

    zb ist die blendamet bei DM billiger als bei Aldi.

  16. Oliver

    @ Oliver:

    „Nicht jeder möchte wie ein Yeti leben und wenn man eine Freundin hat, kommt man um dies und das sowieso nicht herum.“

    An was hast du denn dabei gedacht? 😉
    Wo wir schon beim Thema Haarschnitte sind: Dafür bezahle ich mittlerweile gar kein Geld mehr, denn genau das macht bei mir besagte Freundin.

    @ Tim:
    Der Artikel gefällt mir sehr gut, schön dass noch mehr Leute genauso denken!

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Ja, die finanzielle Freiheit ist mehr wert als der Plastikmüll (TVs, Handys…) im Haus. In den USA ist in fast jedem Zimmer ein Fernseher installiert: Bad, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Sportzimmer, Außenbereich…. Manche Häuser haben sogar ein eigenes Kino. Es ist der Wahnsinn.

    Keine Sorge. Ich klaue keine Handtücher und dergleichen aus den Hotels. Ich nehme nur die Seife und Mini-Shampoos mit.

     

    @ Oliver
    Danke für Deine immer sehr lesenswerten Kommentare.

    @ Oliver

    Danke fürs Lesen und das Lob. Ein spannendes Leben/Blog hast Du!

  18. PIBE350

    Oliver: ,,Natürlich sind 50/60 oder gar 70% Sparquote außerordentlich. Wenn man nicht viel verdient, wird das ganz schwer. Erst wenn man soviel Einkommen hat, dass man leichter größere Summen weglegen kann, kommt das in den Bereich des möglichen. Nicht jeder möchte wie ein Yeti leben …“

     

    Meine Erfahrung ist, dass man weder ein Spitzeneinkommen braucht noch wie ein Yeti leben muss, um hohe Sparquoten erreichen zu können.

    Wie viel kostet ein normales Auto pro Monat? Ich brauche keines.

    Wie viel eine normale Wohnung? Ich zahle 100€ inkl. Strom (kleines Apartment zum Schnäppchenpreis gekauft).

    Allein durch diese beiden Maßnahmen spare ich schon fast 1000 Euro pro Monat gegenüber einem normalen Single-Haushalt ein, denke ich. Mit einen kleinen Teil der eingesparten Differenz verbringe ich lieber 4-6 Monate pro Jahr im Süden. Ein Yeti-Leben sieht anders aus. Mit meinem passiven Einkommen von derzeit 2000 Euro komme ich spielend hin. Der Großteil wird wieder investiert.

    Oder dein Namensvetter Oliver: Er zeigt mit seinem Blog Frugalisten.de ebenfalls, was alles möglich ist. Er bezieht ein gutes, aber kein Spitzeneinkommen. Trotzdem schafft er durch sein kleveres Ausgabeverhalten eine Menge zur Seite. Ich habe nicht das Gefühl, dass er auf etwas verzichten muss.

    Man muss definitiv kein hohes Bruttoeinkommen wie Mr. Money Mustache oder die Rechtsanwältin aus einem vorherigen Artikel haben, um etwas reißen zu können. Lediglich Prioritäten setzen und klever handeln. 😉

  19. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Genau. Die typische konsumorientierte Mittelschicht hämmert das Einkommen zum Fenster raus. Und merkt nicht einmal, dass sie auf dem Holzweg sind. Es kann mit viel Leid (Schulden, Geldnot, knappe Rente, Beziehungsstress, Schlafstörungen) verbunden sein.

    Wir Sparsamen ticken anders.

    Ich fand diesen Artikel über amerikanische Millionäre so treffend. Die sparen wie die Weltmeister. Sie sind vorsichtig, konservativ, bodenständig im Umgang mit Geld. Deshalb sind sie ja auch reich:

    http://www.marketwatch.com/story/5-things-that-prove-rich-people-are-cheap-2016-07-26?mod=mw_share_twitter

  20. Oliver

    @Oliver:

    Bisher hat ja nur der Reinhold Messmer einen gesehen. Aber wenn ich so ein Yeti wäre, dann wohne ich in einer Höhle (kost nix, weil viel zu abgelegen), schaue, ob so ein schöner fleischiger Europäer oder Amerikaner gerade den Mount Everest besteigt und nenne den mal kostenloses Mittagessen. Wenn ich Glück habe, hat er einen Gipfelschnaps dabei und den Rucksack bringe ich als Geschenk meiner Yetidame als Handtasche mit. Friseur brauch ich natürlich auch keinen, die Dame des Hauses äh der Höhle muß mir natürlich manchmal die Flöhe aus dem Fell entfernen. Und das alles umsonst :).

    @PIPE:

    Ich habe auch kein Auto. Wenn man in einer Gegend wohnt, wo man das nicht zwingend braucht, ist es natürlich ein großer Sparposten, darauf zu verzichten. Mit dem Wohnen im Raum München ist es schon anders. Selbst ein kleines WG-Zimmer kostet mehrere Hundert EURO. Ich bin aber ganz ehrlich: Ich möchte schon wo wohnen, wo es mir gefällt, d.h. eine vernünftige Wohnung. München ist bei mir nur, weil dort meine Auftraggeber sitzen. Von dort wegzuziehen denke ich schon länger drüber nach. Macht nur keinen Sinn im Moment.

    Die Lage des Einzelnen und auch die Wünsche sind ganz unterschiedlich. Viele möchten einfach ein paar liebgewonnene Sachen um sich haben. Da bin ich nicht anders und deshalb nicht sehr geeignet für das frugale Leben. Ich bin zwar weit weg von verschwenderisch, aber auch eine ganze Ecke weg von deinen Verhältnissen, da Du sehr wenig Ansprüche hast. Ich denke, das ist der Schlüssel bei dir, dass Du nicht mehr arbeiten musst und in der Lage warst, soviel zu investieren, dass Du jetzt machen kannst was Du willst. Das klappt aber nicht bei jedem, siehe bei mir. Deshalb brauch ich auch mehr als 2.000 € passives Einkommen/Monat.

  21. Hans

    Hallo Tim,

    vielen Dank für Deinen Blog, den ich regelmäßig und gerne lese.

    Folgende Frage bewegt mich: Wenn alle Menschen (oder zumindest viele davon) sich den „minimalistischen“ Lebensstil zu eigen machen würden, den Du propagierst – woher würden dann die Umsätze (und Gewinne) derjenigen Unternehmen komen, in die Du investierst?
    Danke im Voraus und Gruß, Hans

     

  22. JosefJosef

    50% sparquote ist bei mir nicht möglich mit Steuern Wohnung und Krankenkasse bin ich schon drüber, eine günstigere Wohnung bin ich seit 2 Jahren am suchen und finde nix. Klar habe eine 3.5 zimmer Wohnung aber die meissten 1 zimmer sind schon teurer.

  23. Der Malachit

    @ Fit und gesund

    „… man muss das System verinnerlichen, dann klappt es auch. Wer das Gefühl hat nur Opfer zu bringen für ein fernes Ziel der macht es falsch“

    Genau das ist der Schlüssel zu Wohlstand und Reichtum. Es sind die vielen kleinen „Geldweggaben“, die den Unterschied zwischen reich werden und arm bleiben aus machen. Und es ist das sich anders Verhalten als die Masse, die ewig in Abhängigkeit verbleibt, letztendlich auf Almosen angewiesen ist und mehr existiert als lebt.

  24. Alexander

    Hallo Tim,

    mal ne andere Frage. Was planst du mit dem Geld irgendwann mal anzustellen bzw. wann gehst du in die Auszahlungsphase?

    Ich persönlich bin jetzt 36, in einer Beziehung aber noch keine Kinder. Mein Networth liegt so um die 1,2 Mio. Euro. Für mich alleine könnte ich also bei 3-4% Entnahme p.a. sagen das wars… Problem ist mein Job macht mir Spass und ich fühle mich noch zu jung 🙂 Also fließt weiter Cash in Anlagen und mein Networth sollte weiter zulegen. Meine Sparquote liegt bei ca. 60%, zahle keine Miete dank abbezahltem Eigentum, habe aber Auto und auch paar Luxus Gadgets wie ne Rolex, ne neue Küche usw. Bin also nicht der absolute reine Spartyp, ich kaufe auch gerne mal was wenn mir etwas gefällt. Wäre mir sonst zu langweilig nur auf Zahlen zu starren.

    Lange Rede kurzer Sinn, es bringt nichts am Ende der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein. Irgendwann muss man mit dem Geld was anstellen es sei denn man findet es toll wenn die Erben es verprassen.

    Wann hast du für dich die Entnahmephase geplant oder willst du irgendwann ala Bill Gates alles spenden?

     

  25. Der Malachit

    @ Oliver

    Die bergsteigerischen Leistungen von Reinhold Messner und sein Lebenswerk sind wohl einmalig. Die Sache mit dem Yeti ist wohl dem Sauerstoffmangel in der großen Höhe geschuldet. Sehen wir es ihm nach.

    Ich gehe übrigens auch sehr gern in die Berge (Harz). Der Rucksack ist dann mein Gasthaus, ein Wanderrastplatz die Terrasse davor und das Wasser aus dem vorbei fließenden Bergbach mein Getränk. Kein Eintritt, keine Fahrkosten, weil ich dort wohne, Sonne, Wasser und die frische Luft gratis. – Erholung pur! Da ich finanziell frei bin, kann ich mir den Zeitpunkt je nach Wetter aussuchen. Gesamtkosten für den Tag drei bis vier Euro. Wenn ich dann darüber nachdenke, dass ich vieles richtig gemacht habe, bin ich einfach nur dankbar und glücklich. – Und ich kann nur jedem empfehlen, es genau so zu tun.

  26. Fit und gesund

    @Malachit,

    Danke, und Du sprichst hier einen weiteren Punkt an, Dankbarkeit, ich bin auch dankbar, ich bin zufrieden mit dem was ich erreicht habe, es hätte soo anders kommen können, es muss auch mal genug sein, mein Lebensglück kann doch nicht von irgendwelchen Dingen abhängen, ich muss doch nicht von Allem das Allerbeste und Chicste und Neueste haben, mir fehlt nix, sicher kein Yeti-Frauendasein dass ich führe, ich bin echt zufrieden mit mir selber, ich habe keine Sorgen, ich bin aber auch nicht so angewiesen auf die Meinung Anderer, die müssen ihr Leben leben, ich lebe Meines.

    Vielleicht hilft es auch schon ein wenig Lebenserfahrung zu haben, mit sich selber im Reinen zu sein ist für mich die beste Erfahrung.

    Sicher kenn ich auch Stress, die ersten Monate diesen Jahres hatte ich grosse Sorgen wegen meiner Mutter die ins Pflegeheim musste, keine finanziellen Sorgen, aber es waren so viel Dinge die zu erledigen waren, die Wohnung auflösen und renovieren und dann vermieten, völlig neue Sachen auch für mich. Ein freundliches Zugehen auf Andere ist auch sehr hilfreich, das habe ich schon lange realisiert, als die GEZ z.B wieder die Gebühren vom Konto meiner Mutter abgebucht hatte schrieb ich einen höflichen Brief und bat darum doch diese Gebühren meiner Mutter zu erlassen, nach Wochen erhielt ich einen positiven Bescheid und sogar noch eine Rückzahlung, hätte ich da einen bösen Brief geschrieben so bin ich nicht so sicher ob das geklappt hätte, verpflichtet sind die nicht unbedingt dazu.

    Lächeln ist auch oft eine Wunderwaffe, glaubt es oder glaubt es nicht, ob im Laden, bei der Arbeit, egal wo, nein, kein dämliches Dauergrinsen, das meine ich nicht, sondern einfach nur ein wohlwollendes Zugehen auf den Anderen, so dass der Andere sich ernstgenommen und auch angenommen fühlt, probiert es ruhig mal aus 🙂

     

    @Josef,

    mit den Wohnungen in der CH hast Du recht, es gibt viel mehr 3Zimmer-Wohnungen als Appartments, in D ist das anders, wenn Du mehr sparen möchtest musst Du mal Deine ganzen Ausgaben überprüfen und mal 2-3 Monate Haushaltsbuch führen, da findest Du sicher was was noch optimiert werden kann, ich habe z.B die höchste Franchise bei der Krankenkasse (aber genug Geld beiseite gelegt um im Ernstfall auch zahlen zu können)

    Ich freue mich an blogs wie den von Oliver’s Frugalisten, ich kann auch von jungen Menschen was lernen und mich motivieren lassen! Das sind junge Menschen die so wohltuend aus der Masse herausstechen! Danke auch dafür.

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hans

    Die meisten Menschen können weder sparen noch investieren. Insofern ist Deine Frage zu hypothetisch.

    Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Vielen ist das Angeben mit Statussymbolen äußerst wichtig (Frisur, Auto, Haus, Urlaub, Smartphone, Küche, Mode, Schmuck, Möbel…).

     

    @ Alexander

    Gratulation zu Deinem erheblichen Vermögen. Das schaffen in Deinem Alter wenige. Du musst eine enorme Selbstdisziplin haben.

    Was mache ich mit meinem Vermögen? Es soll mir Freiheit bringen. Zu tun, was ich will. Ich muss es aber schützen. Wenn ich beginne, es auszugeben, kann die Freiheit irgendwann flöten gehen. Ich gehe mit dem Vermögen vorsichtig um. Mir fällt es nicht schwer, weil ich Verschwendung ohnehin hasse. Ich werde mir irgendwann noch ein Haus im Grünen im Hudson-Valley zulegen. Am See/Wald/Farm.

    Mein Ziel: Eine kleine Wohnung in der Metropole und ein altes Haus im Grünen. Abbezahlt. Und Dividenflüsse. Dann bekomme ich die Einstellung, wenn mich was nervt: „Du kannst mich mal.“ Nach diesem Motto:

    https://www.youtube.com/watch?v=xdfeXqHFmPI

    Das mit dem Ruhestand ist so eine Sache. Mir macht meine Arbeit unglaublich viel Spass. Ich habe aber auch keinen typischen Job, der von 8 bis 17 Uhr verläuft. Ich reise viel. Genieße es.

    Wenn ich alt bin, werde ich Teile spenden. Den Rest vererben.

  28. Guy Incognito

    Hi Tim,

    ich verstehe die Konsummenschen auch nicht. Es ist zwar schön sich etwas zu kaufen, aber sich alle paar Monate ein neues Smartphone oder einen neuen Fernseher zuzulegen, wie einige aus meinem Bekanntenkreis, nur weil es ein, zwei neue Funktionen hat. wäre für mich nichts. Mir ist es lieber in Aktien zu investieren und sich Edelmetalle (Silber) schenken zu lassen.

    Schau, letztes Jahr habe ich mir ein neues Smartphone zugelegt und gestern brach mir die Abdeckung der Ladebuchse ab und der Deckel war nicht mehr wiederauffindbar. Ich dachte mir „na toll, haste aber noch Garantie“. Schnell zum Shop gefahren, den Sachverhalt geschildert und….denkste. Keine Garantie auf mechanische/bewegliche Teile.

    Ich könnte dir jetzt weitere „tolle“ Anekdoten über mangelhaft ausgeführte Garantiereparaturen, arrogante Verkäufer, defekte Geräte gleich nach dem Auspacken und nicht mehr lieferbare Ersatzteile erzählen.

    Das ist mittlerweile unter anderem auch der Grund, warum ich eine Sparquote von 50% Prozent habe, denn das Shoppen macht mir keinen Spaß mehr. Vieles ist das ganze Geld eh‘ nicht mehr Wert.

     

  29. Alexander

    @Tim

    Selbstdisziplin habe ich, aber ich will gleichzeitig auch nicht auf einen gewissen Konsum verzichten. Ich gehe gerne in guten Restaurants essen oder abends mal in eine Bar. Dafür bleiben in der Woche auch mal 200-300 Euro liegen. Ich möchte auch ein gutes Smartphone und einen großen Fernseher und ein schönes Auto. 🙂

    Was bei mir der Unterschied ist, ich hebe meinen Lebensstil nicht auf ein unnötig hohes Niveau an. D.h. ich habe meine Wohnung mit 3 Zimmern, die reicht mir. Leisten könnte ich mir auch ein Penthouse für 4000 Euro Miete im Monat, das mache ich aber eben nicht. Leisten könnte ich mir auch nen Porsche, aber mir reicht der Audi 🙂

    Was ich damit sagen will ist, ich finde diese Diskussion ob ich nun die Seife im Hotel mitgehen lasse oder mir einen neuen Fernseher alle 5 Jahre leiste eigentlich nicht relevant. Klar könnte ich auch 80% des Einkommens sparen, aber dafür dann auf Essen gehen und Kneipe verzichten? Eher nicht.

    Jeder muss denke ich da seinen Stil finden mit dem er glücklich wird.

    Ich spare Geld seit ich etwa 17 bin, da hab ich begonnen zu arbeiten und bin nun bald 37. D.h. ich habe 20 Jahre relativ konsequent Geld zur Seite gelegt und es in Aktien investiert, Anleihen, Fonds usw. Damit relativiert sich die ganze Sache bei mir auch. Viele studieren bis 26 oder 27 und fangen dann erst an mal ihre Schulden abzutragen.

    Optimalerweise läuft es ja so das ich bis zum Punkt X spare und dann anfange das Geld auszugeben und an meinem Todestag exakt mit Null dastehe 🙂 Dass dies nicht funktioniert ist klar.

    Sollte ich mal Kinder haben sollen die aber auch nicht in dem Glauben leben nie was leisten zu müssen weil Daddy ja genug Kohle auf dem Konto hat. Das wäre ebenso kontraproduktiv.

    Der Spagat ist schwierig. Ich lebe bei weitem nicht so zurückhaltend wie die Mehrheit hier die Sache beschreibt, teile aber den Grundgedanken. Daher leiste ich mir auch Sachen die einfach nur Spass machen und deshalb keinen unbedingten Sinn ergeben. Konsum ist nicht per sé schlecht, denn ohne Konsum hätte ich kein Leben. Würde ich die Nespresso Kapseln nicht kaufen wie viele andere würden mir meine Nestle Aktien wohl nicht jedes Jahr so eine dicke Dividende zahlen können. 🙂 Ich versuche den Kreislauf schon zu erhalten, der mir den Wohlstand beschert.

    Soweit meine Gedanken.

    Danke und ich lese hier gerne mit.

     

  30. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Guy Incognito

    Klar, gibt es diesen Wahn bei konsumorientierten Menschen immer das beste haben zu müssen: Den besten Rasenmäher, das schnellste Rennrad, das neueste Auto, den besten Herd/Kühlschrank/Waschmaschine, Handy… Und dann ist damit nicht mal eine höhere Qualität/Zufriedenheit gewährt.

     

    @ Alexander

    Sein Leben muss jeder gestalten, wie es ihm/ihr gefällt. Wir leben in einer freien Gesellschaft. Jeder muss das mit sich selbst ausmachen. Wir sind alle zum Glück anders „gestrickt“.

    Die Seife aus dem Hotel ist halt eine Neurose von mir.

    Arbeit zu haben, Hobbys, Aufgaben ist verdammt wichtig. Reiner Konsum führt zu nichts. Eher zu Unzufriedenheit/Drogen/Abhängigkeit. Man muss verantwortlich mit Geld und seinem Leben umgehen. Ziele haben. Etwas verwirklichen wollen.

    Wozu reiner Konsum führt, sieht man anhand von Promi-Kindern:

    http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-2751012/Michael-Douglas-son-Cameron-released-prison-earlier-expected-THREE-years-serve.html

    http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-2175923/Authorities-said-believe-late-Sage-Stallone-drug-dealer-addict.html

     

    Ich koche übrigens meinen Kaffee in einer Brüh-Maschine, die 10 Dollar bei Macy’s gekostet hat. Ich muss aber hier etwas zugeben. In meiner Küche steht noch nebenan die Nespresso-Maschine. Ich nutze sie nur für Gäste. Für mich ist mir die Kapsel-Maschine zu teuer. Ich muss so hart für mein Geld arbeiten. Da ist mir die Ausgabe für die Kapsel einfach zu viel. Aber wie gesagt: Jeder tickt anders.

  31. vandenboomo

    @ PIBE350
    @ Malachit

    Da ihr beide ja finanziell frei seid und wenn ich das richtig verstanden habe lebt ihr ja von euren passiven Einkommen. Meine Frage an Euch ist wie macht ihr das mit der Krankenversicherung. Seid ihr Privat versichert, oder Gesetzlich versichert? Wie wird der Beitrag berechnet? Was ist das für ein Tarif?
    Danke!

  32. Alexander

    Reiner Konsum führt zu nichts. Eher zu Unzufriedenheit/Drogen/Abhängigkeit.

    Ich gebe dir absolut recht. Aber selbiges gilt auch für das Sparen. Wer nur nach dem Motto Geiz ist geil lebt und an jeder Ecke versucht jeden nur erdenklichen Euro zu sparen ist m.E. nicht besser dran als der konsumsüchtige.

    Er ist dann eben sparsüchtig.

    Ich finde man sollte eher etwas mehr für den Mittelweg plädieren.

    Es ist nicht so das Sparen = Super und Konsum = Böse ist.

    Nur der Ausgleich schafft den goldenen Mittelweg. Was nutzt es mir aus der Konsumsucht zu entkommen und gleich in der Sparsucht zu landen.

    Ich finde es gut wie du dich für das Aktiensparen einsetzt. Aber wie gesagt, man sollte es nicht übertreiben damit. Abends mal mit Freunden einen trinken zu gehen in der Kneipe und Fussball zu schauen ist ja nicht schlecht, nur weil es mich vlt. mal 20-30 Euro kostet. Man hat ne gute Zeit, das ist auch was wert.

    Bei vielen Schreibern hier kommt es mir leider so vor als das diese nur den Extremweg gehen können. Also alles sparen was geht. Sich nichts spontan gönnen. Manchmal komme ich an nem Starbucks oder whatever vorbei und dann kaufe ich mir eben den Kaffee für 3 Euro. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Für viele Leute die hier schreiben scheint sowas dann aber schon nahe dem Weltuntergang und der bevorstehenden Pleite zu sein 😉

    Also tappt nicht aus der einen Falle heraus um in die nächste hinein zu tappen 🙂 Ihr kennt das ja, the grass is always greener on the other side

  33. PIBE350

    Oliver: ,,Die Lage des Einzelnen und auch die Wünsche sind ganz unterschiedlich. Viele möchten einfach ein paar liebgewonnene Sachen um sich haben. Da bin ich nicht anders und deshalb nicht sehr geeignet für das frugale Leben. Ich bin zwar weit weg von verschwenderisch, aber auch eine ganze Ecke weg von deinen Verhältnissen, da Du sehr wenig Ansprüche hast. Ich denke, das ist der Schlüssel bei dir, dass Du nicht mehr arbeiten musst und in der Lage warst, soviel zu investieren, dass Du jetzt machen kannst was Du willst. Das klappt aber nicht bei jedem, siehe bei mir. Deshalb brauch ich auch mehr als 2.000 € passives Einkommen/Monat.“

    Das ist in Ordnung. Ich wollte nur aufzeigen, dass man kein 6-stelliges Spitzeneinkommen braucht, um eine hohe Sparquote realisieren zu können. Damit es nicht frustriert heißt: ,,Toll, mit Mr. Money Mustaches Einkommenshöhe hätte ich auch eine hohe Sparquote.“ 😉

     

    Guy incognito: ,,Ich könnte dir jetzt weitere „tolle“ Anekdoten über mangelhaft ausgeführte Garantiereparaturen, arrogante Verkäufer, defekte Geräte gleich nach dem Auspacken und nicht mehr lieferbare Ersatzteile erzählen.

    Das ist mittlerweile unter anderem auch der Grund, warum ich eine Sparquote von 50% Prozent habe, denn das Shoppen macht mir keinen Spaß mehr. Vieles ist das ganze Geld eh‘ nicht mehr Wert.“

    Ärgerlich, wenn ein technischer Defekt auftritt, der nicht von der Garantie abgedeckt ist. Ich habe mit meinem Einsteigergerät bisher Glück. Ich teile deine Konsummüdigkeit. Ziel der Industrie ist es, dass wir möglichst jedes Jahr auf ein neues Modell umsteigen. Als ich das letzte Mal in einem großen Einkaufszentrum war, fragte ich mich: ,,Wer braucht und kauft all diesen Plunder?“ 😉

     

     

  34. Anna

    @ Vandenboomo

    Berechtigte Frage nach der KV. Schau mal auf den Blog vom Privatier. Der hat da mal was geschrieben.

  35. Guy Incognito

    @Tim

    Habe ganz vergessen zu schreiben, dass ich diese Seifen, Shampoos und Bodylotions aus Hotels sehr gerne mitnehme. Soweit ich weiss, ist oft Werbung des jeweiligen Hotels auf den Packungen aufgedruckt und es sogar ausdrücklich erwünscht ist, diese mitzunehmen.

     

    @PIBE350:

    Mit den günstigsten Zeug (Smartphone, Fernseher, Autos,..) habe ich auch bisher die besten Erfahrungen, was Wertverlust, Haltbarkeit und Bedienerfreundlichkeit gemacht. Und wenn es mal doch kaputt geht, wird es bei einem bekannten Internet-Auktionshaus als „DEFEKT“ an irgendeinen Bastler für ein Taschengeld verscherbelt.

     

  36. Couponschneider

    @Alexander

    Die Frage ist, ob man das einmalig macht oder ob man es ständig macht. Gegen einmalige Ausgaben hat hier niemand was. Spontan fünfmal im Jahr bei Starbucks reinschauen, dagegen hat niemand was. Aber jede Woche oder gar täglich, ist Unsinn.

    Viele von uns setzen Schwerpunkte. Man fährt gerne und viel Fahrrad und dann darf es ruhig 2000 € kosten; ich habe mir neulich Fahrräder dieser Preiskategorie angeschaut. Dafür hat man dann kein Auto oder fährt eine alte Gurke. Man hat eine gute Küche, verzichtet aber auf zu viele Restaurantbesuche. Oder aber man geht viel ins Restaurant und hat eine billige Küche. Oder aber man legt auf andere Dinge wert als Küchenutensilien und Essen.

    Manche Lebemänner aber geben viel Geld für eine Küche aus, reisen aber um die halbe Welt und wenn sie dann mal zu Hause sind, gehen sie teuer essen. Das passt doch nicht. Das ist in etwa so, als würde eine Firma hohe laufende Kosten in vielen Bereichen erzeugen, die nicht vordergründig dem Erwerb von Einnahmen dienen. Wenn eine Softwarebude 100000 € pro Jahr für den Chefentwickler ausgibt, dann ist das nichts verkehrtes. Wenn aber die Softwarebude teure Firmenwagen anschafft, die dann sowieso nur herumstehen, dann ist das Geldverschwendung. Die Autos zu mieten, ist mitunter günstiger. Eine Firma engagiert doch auch nicht dauerhaft Küchenpersonal, um die Mitarbeiter zu verköstigen, sondern es wird zur Weihnachtsfeier ein Catering-Service beauftragt.

    Man kann nicht auf tausend Hochzeiten gleichzeitig tanzen und das begreifen manche Leute nicht. Was ich bisher gelesen habe, haben viele, die ihre finanzielle Freiheit erlangen wollen, einzelne Hobbys, für die sie viel Geld ausgeben. Tim Schäfer beispielsweise ist ein Sparer vor dem Herrn, aber er versorgt uns immer mit Urlaubsberichten, aus Island, San Sebastián oder Stockholm.

  37. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Alexander

    Sparsame Menschen gehen selbstverständlich mit Freunden/Familie aus. Das ist kein finanzieller Untergang. Es kann gewiss in einem Gartenlokal mehr Spass machen als in einem 3-Sterne-Restaurant. Es geht ja in erster Linie um die Gemeinschaft, Spass, Plaudern.

    Picknick, Grillen, Wandern, Strandsparziergang, Essenseinladung zuhause, Frühstück aufm Balkon… kann was Großartiges sein. Es geht nicht ums Geldausgeben an sich (Eurobetrag), sondern nur um das Beisammensein.

    Ich habe mir schon richtig teure Restaurants geleistet. Es ist ein Erlebnis, ja. Aber dieses Restaurant brauche ich nicht noch einmal besuchen:

    http://timschaefermedia.com/meine-geldsuende-in-spanien/

     

    @ Guy Incognito

    Danke für den Hinweis. Ja, nicht nur die Hotels, auch die Creme- und Seifenhersteller machen manchmal Werbung auf den Packungen.

  38. ZaVodou

    @Tim

    Eins verstehe ich nicht. Einerseits schreibst Du „Mir macht meine Arbeit unglaublich viel Spass“ und dann: „Ich muss so hart für mein Geld arbeiten…“

    Für mich ist das ein Widerspruch. Also wenn etwas hart für mich wäre, würde es mir keinen Spass machen.

  39. Christoph

    zum Thema essen. eines meiner lieblingsrestaurants ist http://im-herzen-afrikas.de/

    sehr lecker, preislich super und tolle Atmosphäre

     

    aber das ist meist die Ausnahme. Ich gehe lieber einmal in ein teureres Restaurant als 2 mal in gleicher zeit in ein billiges. denn die Qualität ist fast immer besser. Das liegt zuerst an der Qualität der Lebensmittel und auch an den Köchen.

     

  40. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Ich sehe darin keinen Widerspruch.

    Schau Dir andere Leute an. Andy Warhol, Warren Buffett, George Soros, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Roger Federer… Denen macht die Arbeit enorm viel Spass. Gleichzeitig arbeiten sie hart. Ich vergleiche mich jetzt nicht mit denen. Ich wollte Dir nur zeigen, dass das kein Widerspruch ist.

  41. Christoph

    Tim

    ja da hast du recht. Die haben ihre Berufung zum Beruf machen können. Das ist natürlich das beste. Allerdings passiert das leider den wenigsten

  42. Der Finanzfisch

    Hallo Tim,

    ich kann Dir nur zustimmen: Wenn man mit dem Sparen ein Ziel verfolgt, fällt es einem plötzlich viel leichter, sparsam zu leben und auf gewisse Dinge zu verzichten.

    Mir ging es genau so. Am Anfang war es etwas ungewohnt, auf so viel Luxus zu verzichten und genau über jede Ausgabe nachzudenken. Mittlerweile fühlt es sich aber deutlich besser an, als das ganze Gehalt gedankenlos zu verkonsumieren.

    Und auch ich habe nichts dagegen, in Hotels die Seife mitzunehmen. Diese kleinen Portionen sind gerade für Reisen sehr praktisch und werden ohnehin nur entsorgt. Solange man keine Handtücher / Bademäntel mitgehen lässt 😉

    Viele Grüße
    der Finanzfisch

  43. Andrea

    ich glaube dass Arbeit nicht immer Spaß macht, zumindest bei den meisten Menschen ist das der Fall! Spass macht nur wer selbst partizipiert oder seinen Traum leben kann! das sind die wenigsten die dann auch wirklich Geld mit verdienen können! ja und zuckerberg und buffets sind eben die Ausnahmen und nicht die Regel

  44. JJ

    Ich denke auch, dass man eine hohe Sparquote erreichen kann, ohne es mit den Abstrichen bei der Lebensqualität zu übertreiben: Mal ein Kaffee auswärts für 2,50€ oder Essen gehen für 15€ sollten schon drin sein. Selbst wenn ich beides einmal pro Woche mache sind das 70€ im Monat. Das steht in keinem Vergleich zu den Größenordnungen die man sparen kann, wenn man seine Fixkosten gut im Griff hat (Strom- und Gasanbieter wechseln, keine übertriebene Wohnung, ggf. aufs Auto verzichten).

    Wer dennoch extrem sparen möchte findet hier ein paar gute Tipps (*Fremdschäm..*): https://www.youtube.com/watch?v=MbZ5bx2jDKY

  45. Dennis

    @Couponschneider

    Stimmt, ich habe mir auch gerade ein neues Fahrrad gekauft, das hat zwar nur 800 Euro gekostet, aber bin mehr als zufrieden damit, da ich auch auf die Arbeit fahre und als Auto fahre ich ein 20 Jahren Peugeot der noch super läuft und kaum Kosten verursacht.

     

     

  46. Michael

    Mahlzeit,

    wegen Krankenversicherung z.B. GKV (freiwillige Versicherung) ohne Kinder wären 17,7% Beitrag. Mindestens 171,39€ bis hin zum Maximum von 750,04€. Wobei man nicht die Abzocke nach Asozialgesetzbuch (Berechnungsverfahren) vergessen darf und als Selbstständiger nochmal nen Zacken teuer … :).

     

    Grüße Michael

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @JJ,

    wieso „JA“? Eben nicht, sondern es wird der Höchstsatz an der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt, der 2016 bei monatl. 4.237,50 EUR liegt.

    Man zahlt also bei einem Einkommen von 100.000, 1 Mio usw. nicht mehr Beitrag als mit einem Einkommen von 4.237,50 EUR.

    MS

  48. JJ

    @ Matthias:

    Natürlich hast du recht, die Beträge sind gedeckelt, das hatte Michael ja bereits geschrieben.

    Ich hatte die Frage nach den „gesamten Einnahmen“ darauf bezogen wo das Geld herkommt und da beschreibt die TK ja dass dies letztlich egal ist ob es sich um Vermietungen, Dividenden oder andere Quellen handelt (wenn man vom minimalen Unterschied zwischen allgemeinem und ermäßigtem Satz absieht). Deshalb mein „Ja“.

  49. Christoph

    interessant. Wie läuft das denn in der Praxis? Gerade mit dividenden steigen die Einnahmen ja teilweise jeden Monat.  Sinn würde da eine Neuberechnung Ende des Jahres machen.

    wenn man zb mit 57 aufhört zu arbeiten müsste man sich ja zb freiwillig gesetzlich versichern. wobei ich mir denke auch andere Angebote könnten da sinnvoll sein.

    Nun ist man also gesetzlich versichert da man ja kein Rentner ist. Wenn man dann mit 63 in Rente gehen würde,wäre man ja als Rentner Krankenversichert. zählen dann auch alle Einnahmen oder nur die Rente die man erhält zum berechnen des kv Beitrags?

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    soweit ich das beurteilen kann, sind die Kapitalerträge nur bei freiwillig gesetzlich Versicherten beitragspflichtig. Bei versicherten „normalen Rentnern“ bei der „Krankenversicherung der Rentner“ (KVdR), sind Kapitalerträge nicht beitragspflichtig (Quelle). Auch gut: kein Mindestbeitrag.

    MS

  51. PIBE350

    An vandenboomo und Anna: Ich bin gesetzlich krankenversichert. In meinem speziellen Fall muss ich aber nicht extra dafür aufkommen. Ansonsten scheint wohl das zu gelten, was Michael, JJ und Matthias geschrieben haben. Was wohl auch geht: über eine geringfügige Beschäftigung in der Gleitzone (monatliches Einkommen zwischen 451 und 850 Euro) krankenversichert zu sein. Das ist für die Leute interessant, die nicht vollkommen ohne Arbeit auskommen und/oder etwas mehr Geld zur Verfügung haben wollen. 😉

  52. Anna

    @ PIBE350

    Ich hab da keine Probleme mehr damit, das wird von der gesetzlichen Rente abgezogen. Aber die Pflegeversicherung bezahlt man komplett selbst.

    Der Vorschlag Gleitzone ist richtig. Es ist nicht nur die KV, sondern auch die Rentenversicherung. Es kommen zwar keine Riesenbeiträge zusammen, aber die Versicherungszeiten zählen.

  53. PIBE350

    Genau, man ist dann voll sozialversichert und die Abzüge halten sich in Grenzen. Halbprivatier zu sein, könnte ja für den einen oder anderen auch eine interessante Möglichkeit sein. Um auf 451 Euro zu kommen, bräuchte man bei einem Stundenlohn von 10 Euro gerade mal 45,1 Stunden monatlich bzw. 10,5 Stunden wöchentlich zu arbeiten. Aber selbst der Mindestlohn bei z.B. Lidl liegt für Ungelernte schon bei 11,50 Euro. 😉

  54. PIBE350

    An JJ: Dein Video werde ich mir nachher anschauen. Passend dazu kam gestern ein Themenabend übers Erben im Fernsehen. Ein Nachlassverwalter erzählte kopfschüttelnd, dass es Verstorbene gibt, die hohe Vermögenswerte vererben, weil sie sich selbst nie etwas gegönnt haben. Die eine Wohnung war z.B. noch wie in den Nachkriegsjahren eingerichtet. 😀

    Jagd aufs Erbe: https://youtu.be/4VmcMnuvyZc
    Achtung Erbschleicher – der Kampf um Omas Häuschen: https://youtu.be/ywcFZSAeuf8
    Verlassen und verramscht – wenn keiner Omas Haus will: https://youtu.be/m_GJz0NsvUg

  55. JJ

    @PIBE350: Danke für die Links zu den Videos! Ich warte ja auch noch darauf dass ich von einem unbekannten um-sieben-Ecken-Onkel ein paar Millionen erbe.. 😛

  56. Couponschneider

    @Christoph

    Das ist kein interessanter Gedanke, sondern ideologisch verbrämter Unsinn. Wenn ich das schon lese: „Big Data und erweiterte Analytics werden in Zukunft dabei helfen, sowohl Prognosen für die Energieproduktion, als auch Automatisierungsprozesse und die Demokratisierung von Energie zu verbessern.“

    Was hat das mit „Demokratisierung“ oder mit Demokratie zu tun? Ist das herkömmliche denn diktatorisch? Ist der Bäcker um die Ecke diktatorisch, weil er seine Brötchen nicht verschenkt?

    There is no such thing as a free lunch! Alles muss bezahlt werden und mir ist jede ehrliche Rechnung lieber als wenn das über den Steuertopf geht.

    Von „erneuerbaren Energien“ halte ich nichts. Da wird Zappelstrom unabhängig vom Bedarf produziert und dann auch noch sehr hoch vergütet. Es herrscht DDR light im Energiemarkt. In der DDR konnte man ein Kaninchen für 60 Mark verkaufen, während die Konsumläden das Kaninchenfleisch für wenige Mark pro Kilogramm verkauften. Ein typischer DDR-Geruch war für mich ein nach Brot riechendes Auto. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und viele hielten Schweine. Und die wurden mit Brot gefüttert, weil es billiger war als Kraftfutter, obwohl die Herstellung von Brot teurer war. Das Auto eines Nachbarn roch im Inneren immer nach Brot, weil täglich mehrere Laibe gekauft wurden, die den halben Tag auf der Rückbank verbrachten.

    Die ganze Trittinsche-Merkelsche Energiewende wird uns noch kräftig um die Ohren fliegen.

     

     

  57. Maschinist

    Hi Tim, ich habe jetzt erst Deinen Blog gefunden. Ich komme aus Deutschland, lebe seit ein paar Jahren mit meiner Familie bei Washington DC und bin mittlerweile finanziell unabhaengig.

    Ich komme aus einem deutschen Arbeiterhaushalt. Meine Eltern wussten nichts ueber den Aktienmarkt und seinen Moeglichkeiten aber Sie haben mir zum Glueck beigebracht, einen Teil meines Geldes zu sparen und nie Schulden zu machen. Den Rest habe ich nach meinem Studium mit der Zeit selbst gelernt. Hier in den USA sind die Gehaelter und der Konsumwahnsinn noch hoeher. Die Menschen denken, Sie verdienen zu wenig. Dabei fahren Sie einen geleasten Pick Up Truck oder hier in DC geleaste Deutsche Luxuslimousinen und leben in Ihrem 350m2 Haus mit $1M Immobilienkredit.  Es ist unfassbar. Aber da es alle machen, faellt niemandem auf, dass sie Ihre Zukunft mit den Haenden aus dem Fenster schmeissen. Hier in den USA ist mit dem richtigen Mindset einfach, wohlhabend zu werden (Hoehere Loehne, niedrigere Steuern und spezielle steuerbefreite Sparkonten (401k)). Ich habe eine Deutsche Webseite, auf der ich neben meinem Kindern auch anderen Interessierten den Weg dazu zeigen moechte. http://www.freiheitsmaschine.com

    Ich wuensche Dir und allen anderen viel Erfolg auf eurem Weg!

    Maschinist

  58. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Maschinist

    Danke für Deinen Kommentar. Ja, da haben wir ein paar Gemeinsamkeiten. Wir merken den Konsumwahnsinn. Die Werbemaschine. Wer das begreift, kann in der Tat schnell ein Vermögen aufbauen. Besonders in den Staaten. Das stimmt.

    Die Amis haben im Schnitt in ihrem „Aktiendepot für die Rente“ rund 100.000 Dollar.

    https://pressroom.vanguard.com/nonindexed/HAS2016_Final.pdf

    Das ist deutlich mehr als wir Deutsche mit der Gebührenmonstern Riester jemals im Schnitt haben werden. Das Problem ist im politischen Bereich zu finden. Da waren „Versicherungsberater“ unterwegs, Herr Rürup und Herr Riester. Sie erhielten vom AWD Geld (Honore etc.). Sie haben uns Garantieprodukte aufs Auge gedrückt. Ein großer Fehler. Er basiert vermutlich auf Unkenntnis. Im Schnitt bekommt ein Deutscher aus einem Riester-Vertrag nicht mal 100 Euro im Monat.

    Die Amis sind beim Sparen für die Rente einfach schlauer. Wobei die USA auch Schwächen hat. Es ist kein Paradies.

  59. Christoph

    @Couponschneider

    klar muss das bezahlt werden.aber die Idee des teilens macht Sinn.

    man stelle sich vor fast jeder Haushalt hat solar auf dem Dach und stromspeicher die es übrigens schon gibt aber beides muss natürlich noch effektiver werden. Wenn nun 10% am Wochenende nicht da sind oder in urlaub fahren und deren Speicher voll sind wieso soll der weiter erzeugte Strom verfallen? Da wäre es doch sinnvoll diesen ins Gemeinde Netz einzuspeisen.

    Das Video hat das gut erklärt finde ich.

     

    @mechanist.

    War auf deiner Seite. und nach den ersten Zeilen erschrocken. Wie kann man den Leuten so angst machen?

    Du hast recht dass nur GE von den dow jones Gründern übrig ist. aber ist das relevant? Nein!

    relevant ist das Unternehmen wie colgate seit über 100 Jahren ein solides Geschäft haben und seit über 100 Jahren dividende ausschütten. oder caterpillar. hat Weltkrieg, Ölkrise usw überlebt.

    wieso versteifst du dich auf den dow jones zu Anfang?

    Habe nicht weitergelesen aber wenn du etfs empfiehlst wäre das ja konträr zu deiner Aussage.

    Ich persönlich kaufe Einzelaktien auch wenn ich kein Buffet bin.

    So Leute wie du halten die Leute von Aktien ab denn das erste was sie als Info bekommen ist: fast alle gehen pleite.

     

    Dass der dow jones am Anfang nur aus 11 oder waren es 12 unternehmen bestand schreibst du auch nicht.

    Und wenn du ab 1940 rechnen würdest wären zb procter, ExxonMobil, Dupont etc dabei.

    Aber wie gesagt, wichtiger als die Listung in einem Index ist das solide geschäftsmodell, Management, ausrichten auf die Zukunft und KapitalRückgabe an die Aktionäre.

  60. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    tja, die unbequemen Worte des „Mechanisten“ kann man sich schon zu Herzen nehmen.

    Du schreibst: „wieso versteifst du dich auf den dow jones zu Anfang?

    Habe nicht weitergelesen aber wenn du etfs empfiehlst wäre das ja konträr zu deiner Aussage.“

    Warum sollte er das nicht? Es wird doch immer auf die Unfehlbarkeit steigender Märkte auf lange Sicht hingewiesen. Man zeigt doch immer den Dow von ewig her, und wie er nur gestiegen ist.

    Aber davon kann man eben nicht auf jedes der einzelnen Unternehmen ableiten. Und weil genau nur die Indizes (und natürlich wenige Einzelunternehmen) über die Zeit nur zu steigen scheinen, deswegen sollte einem die Logik gebieten, dass man auch nur mit einem Index-ETF davon gefahrlos über die Dauer profitieren kann.

    Meine Meinung ist ebenfalls: wenn man Einzelunternehmen hat, kann das eine ganz ordentliche Zeit gut gehen, aber jedes verflossene Jahr erhöht die Wahrscheinlichkeit, das Verschwinden dieser Firma zu erleben. Das gilt auch für die ganz Großen. Wenn ein Unternehmen das Glück hatte, 100 Jahre zu überleben, dann bedeutet das für mich nicht, dass die Wahrscheinlichkeit auf weitere 100 Jahre groß ist. Im Gegenteil, ich denke eher, die Wahrscheinlichkeit der schöpferischen Zerstörung anheim zu fallen ist mit jedem Jahr größer geworden. Wie im richtigen Leben eben… Jedes gelebte Jahr ist ein Jahr weniger bis zum Tod, dessen Zeitpunkt man zwar nicht kennt, aber ganz sicher ist, dass man ein Jahr weniger zu leben hat. 🙁

    Für mich sieht die Lage so aus, dass die großen Fische nichts Neues mehr zu bieten haben. Man kämpft darum, das Erreichte zu bewahren. Umsatzrückgänge werden versucht mit Kosteneinsparungen zu kompensieren.  Das kann natürlich noch Jahrzehnte gut gehen. Je nachdem ob innovative Neulinge auf den Plan treten, oder eben nicht.

    „Überall dort, wo Unternehmen und Unternehmer aus lauter Bequemlichkeit nur ihren erreichten Status behaupten und verteidigen wollen, da ziehen am Horizont schon die Schatten des Untergangs auf.“ (Quelle)

    MS

     

  61. Christoph

    Matthias:

    nun aber ein etf bildet den Index ja ab also in dem Fall den dow jones. und auch im etf wären die Anteile der pleite gegangenen unternehmen wertlos.

    Besser wäre der s&p 500 da dort einfach mehr Unternehmen drinn sind.

    Natürlich wird nicht jede Firma die heute erfolgreich ist auch in 50 Jahren erfolgreich sein. Das liegt oft am schlechten Management siehe zb Yahoo, Nokia usw.

    aber unternehmen die lange die o.g. Punkte beachten haben eine höhere wahrscheinlichkeit erfolgreich zu bleiben.

    Das liegt an der kundenbasis, an der bereits vorhandenen Infrastruktur und an den vorhandenen Mitteln.

    Nehmen wir coca Cola. natürlich ist Cola dort rückläufig aber dennoch noch profitabel. wenn nun eine neue Firma dort angreifen will würde das zig Milliarden verschlingen. allein die Bekanntheit der Marke ist unschlagbar.

    Microsoft litt eine zeitlang daran den Start ins smartphone verpasst zu haben. aber aufgrund des neuen Ceo sieht die Gegenwart und vor allem Zukunft rosig aus. Das ging durch die finanziellen Mittel die man hat.

    Ein weiteres Beispiel ist johnson und Johnson. breit aufgestellt, tolles Management, finanzielles Polster und man ruht sich nicht aus.

    daher kann ich nicht nachvollziehen wieso Maschinist Einzelwerte per dow jones Gründer madig macht.

    Die bei ihm genannten Beispiele RWE zb waren doch absehbar. Für mich zumindest. denn bis heute gibt’s in Deutschland ja nicht mal ein richtiges endlager.

    So würde ich heute zb auch nicht in einen Autohersteller investieren der nicht an Alternativen antrieben arbeitet und schon relativ weit ist.

    Denn ich bin sicher elektro, Brennstoffzelle etc wird die derzeitigeneue Antriebe in den nächsten 20 Jahren abgelöst haben.

    Vor allem wegen den immer strengeren umweltauflagen.

    So sind heute schon in Paris Autos verboten die vor 1995 zugelassen wurden und man plant ab 2020 keine Autos fahren zu lassen die älter als 10 Jahre sind.

    Wie du schreibst muß man informiert bleiben, denn die schöpferische Zerstörung wird es immer geben und das ist gut

  62. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    das ist schon klar, habe ich ja auch nicht behauptet. Ich meinte nur, wenn man die langfristige Performance des Dow oder welchen Index auch immer haben will, dann muss man eben auch diesen Index kaufen in Form von ETFs. Man wird es nicht (außer durch pures Glück) mit ein paar wenigen einzelnen Aktien schaffen, selbst wenn alle überleben.

    Die Werte, die aus dem Index fliegen, das sind ja die Underperformer. Der Index („die Karawane“) zieht weiter, die Verlierer im Staub zurück lassend.

    Gerade werden ja Credit Suisse und Deutsche Bank aus dem Stoxx 50 geschmissen, bzw. gegen Vinci und ASML ausgetauscht.

    Allerdings bleibe ich dabei, dass für mich das Überlebensrisiko von Einzelaktien eben immer gegeben ist, und man sich nicht von Größe in Sicherheit wiegen sollte.

    MS

     

  63. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Nein, Du hast das nicht behauptet.

    Solche Artikel sind verwirrend. Zwischen den Zeilen klingt das immer nach Insolvez, was nicht stimmt. Die Leser denken das schnell.

    Wenn Firmen einen Spin-off machen, werden sie vom Börsenwert kleiner. Und dann fliegen sie eventuell aus dem Index. Wenn sie den Geschäftssitz ins Ausland verlegen, fliegen sie aus dem Index. Das heißt nicht automatisch, dass es dann schlechte Performer sind. Wenn Sie im großen Umfang Aktien zurückkaufen, können sie aus dem Index fliegen.

    Firmen fliegen aus dem Index, weil sie fusionieren, abspecken, sich neu ausrichten, verkauft werden, Töchter abstoßen und ja zuweilen leiden. Es sind vielfältige Gründe. Oder wenn andere jüngere Firmen schlicht größer werden. Siehe Google, Facebook, Apple…

    Top-Performer Berkshire Hathaway war lange Zeit nicht im Index, weil Warren Buffett keinen Aktien-Split vornahm. Und weil er auf Investor Relations verzichtet hat. Er lehnt es außerdem ab, Dividenden auszuschütten, womit er Dividendenfans ausklammert.

  64. Couponschneider

    @Christoph

    Man stelle sich vor, jeder Haushalt hat seinen eigenen Brotbackautomat, hat seinen eigenen 3D-Drucker, hat dies und hat das. Aber es ist nicht wirtschaftlich. Mit dicken Kraftwerken kann man sehr gut eine Industrie beliefern und nebenbei eine Bevölkerung, deren Bedarf sich stochastisch gut erfassen lässt. Mit dem Zappelstrom kam eine neue Zufallsgröße herein und die ist leider stochastisch nicht so gut erfassbar. Während die Privathaushalte im Großen und Ganzen als i.i.d. angesehen werden können, ist dies bei Solar- und Windkraftwerken nicht mehr der Fall.

    Angenommen, im Schnitt kommen die Deutschen zwischen 18 und 19 Uhr nach Hause. Dann schmeißt Mutti den Herd an. Eine Million Muttis um 18:27, eine Million Muttis um 18:28, eine weitere Million um 18:29 usw. Der Vorteil ist: Die Muttis sind über über die ganze Republik verteilt. Es gilt: i.i.d. (independent and identically distributed). Die Solaranlagen aber korrelieren und sind nicht unabhängig. Die Solaranlagen zwei benachbarter Häuser werden von der selben Regenwolken beeinträchtigt und den Sonnenuntergang erleben sie auch zur selben Zeit. Und wenn ein Windrad wegen Windstille steht, wird sich das benachbarte Windrad nicht wie blöde drehen, sondern steht genauso.

    Das ist ein sehr großes Problem der Energiewende. Die Eingriffe zur Netzstabilisierungen nahmen in den letzten Jahren exorbitant zu. Es wird immer noch vertuscht, da die Energiewende ein goldenes Kalb ist. Man muss schon „Achse des Guten“ oder „Novo Argumente“ lesen, um darüber zu erfahren.. Und es gibt noch technische Probleme: Wie will man mit Zappelstrom Drehstrom mit 50 Hz und in Phase ins Netz einspeisen? Man benötigt gut organsierte Boliden, die sicherstellen, dass wir überall 50 Hz in der selben Phase haben. Daran orientieren sich dann auch Kleinkraftwerke.

    Der Wohlstand der Nationen ist die Frucht von Arbeitsteilung und Spezialisierung. Wir halten ja auch keine Hühner mehr, sondern kaufen die Eier im Supermarkt. Das Brot backen wir nicht selber, sondern kaufen es beim Bäcker. Nur weil man es kann, heißt es noch lange nicht, dass es profitabel ist.

  65. Christoph

    @Coupon: also dein Vergleich hinkt irgendwie finde ich.

    denn das würde ja bedeuten dass man das elektro Auto auch zwingend an der elektro Säule aufladen soll. Ebenso das man nicht mehr zu Hause kochen sollte usw usw.  und viele Haushalte backen wirklich zu hause. Brot, Kuchen usw.

    Was würden denn die Kraftwerks Betreiber anders machen? Auch diese investieren ja in erneuerbare Energie.

    Das mit dem alle nutzen gleichzeitig Strom ist ja mit den stromspeichern kein Problem.

    Und was ist nachts? Da drehen sich die windräder ja auch weiter und kaum jemand braucht Strom ausser Industrie.

    da wird dieser dann gespeichert. und am nächsten Tag kann die Gemeinde ihn nutzen.

    in Australien wird gerade eine Stadt gebaut. Dort nutzt man diese Technik.

    http://www.forbes.com/sites/kristintablang/2016/07/19/tesla-suburb-yarrabend-melbourne-australia/#244d3fd01a11

    bis auf die energieversorger hat da niemand Nachteile. und technisch funktioniert das ja jetzt schon auch wenn die Effektivität noch deutlich Luft hat.

     

     

  66. JosefJosef

    @ Fit und Gesund

    mit den Wohnungen in der CH hast Du recht, es gibt viel mehr 3Zimmer-Wohnungen als Appartments, in D ist das anders, wenn Du mehr sparen möchtest musst Du mal Deine ganzen Ausgaben überprüfen und mal 2-3 Monate Haushaltsbuch führen, da findest Du sicher was was noch optimiert werden kann, ich habe z.B die höchste Franchise bei der Krankenkasse (aber genug Geld beiseite gelegt um im Ernstfall auch zahlen zu können)

    Da hast du Recht. Bei der Krankenkasse  habe auch die höchste Franchise, die Krankenkasse wechseln möchte ich aber nicht mehr. Ein Haushaltsbuch führe ich auch, bisher immer unter gerechneten Ausgaben. Hehe muss ich wohl mit meinem Arbeitgeber maln ernstes Wörtchen reden. hehe 🙂

     

  67. Christian Smarzlik

    Ich würde niemals Seife mitgehen lassen. Warum?

    Grund=Es ist industriell billigst produzierte Massenware-Seife, welche oftmals Halogene, Mikroplastikpartikel, Lauyrlsulfate, Hormonähnlich wirkende Substanzen und andere künstliche Chemikalien enthält.

    Dadurch vermindere ich wiederum mein Human (Menschliches) Kapital-Vermögen. Es schadet wissenschaftlich nachgewiesen auf Dauer meiner Gesundheit. Ich habe ein Recht darauf lange gesund zu leben und gesund vitale Kinder zu bekommen! Ich lasse mich nicht mehr Verheizen für die Industrikonzerne und ihre Gewinne!

  68. Jens K.

    „Essen gehen für 15€ sollten schon drin sein. Selbst wenn ich beides einmal pro Woche mache sind das 70€ im Monat.“

     

    Also das würde ich schon als extrem verschwenderischen Lebensstil ansehen.

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