Kaufen Sie ALLES im Angebot!


New York, 2. Dezember 2015
Das Mittags-Menü für endlos Sushi für 12,95 Dollar je Person. Das ist sehr günstig. Und das in Manhattan.

Das Mittags-Menü für endlos Sushi für 12,95 Dollar je Person. Das ist sehr günstig. Und das gibt es in Manhattan.

Die Weihnachtszeit verleitet dazu, mehr Geld auszugeben, als Sie eigentlich haben. Passen Sie auf! Wenn Sie sich beim Shoppen unwohl fühlen, ist Vorsicht geboten. Das Unwohlsein ist Ihr Instinkt, der Sie warnt. Geben Sie auf keinen Fall Geld aus, um Leute zu beeindrucken, die Sie nicht mal mögen. Am schlimmsten sind Impulskäufe. Das bereuen die meisten Menschen im Nachgang.

Kommen wir zum Weihnachtsfest: Besonders teure Geschenke sind gar nicht nötig, finde ich. Es kommt nicht auf den Wert eines Geschenks an. In einer Freundschaft/Beziehung spielen andere Dinge eine viel größere Rolle. Etwa Zeit, Vertrauen, Hilfsbereitschaft…

Sparen und investieren Sie ausreichend für den Ruhestand. Sie sollten bei Ihren Investments nie extrem konservativ vorgehen. Das ist ein Fehler. So kommen Sie nämlich nie am Ziel an. Wer per Sparbuch oder Festgeld für den Ruhestand spart, wird es kaum schaffen, ein bequemes Finanzpolster aufzubauen. Ohne Börse geht es nicht. Setzen Sie also auf Aktien bzw. Aktienindizes. So kommen Sie schneller zum Ziel. Aber natürlich brauchen Sie als Aktionär Geduld. Und ein dickes Fell, wenn es crashen sollte.

Im Grunde ist das alles recht einfach zu bewerkstelligen, wenn Sie sich mit der Materie beschäftigen. Geben Sie nur 70 bis 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens aus. Sparen Sie nach Möglichkeit 20 bis 30 Prozent, und zwar jeden Monat. Alles, was Sie kaufen, sollten Sie versuchen, im Sonderangebot zu bekommen. Lebensmittel, Kleidung, gebrauchtes Auto. Und ja auch Aktien. Die Wertpapiere sollten im Idealfall ebenfalls ein Schnäppchen sein. ALLES!

Wenn Sie sehen, wie Ihr Depot wächst, fühlen Sie sich großartig. Wer die Kommentare in meinem Blog liest, merkt, wie glücklich Anleger wie Vali, Matthias Schneider, Dividenden-Claus, Oliver, Anna und andere sind.

Meine Leser lernen alle dazu. Sie investieren immer weiser. Sie pflanzen einen Baum, der ihnen im Alter Schatten spendet. Sie achten auf die Gebühren. Sie streuen. Sie haben Geduld. Wer lange genug investiert, wird belohnt. Immer!

Ich weiß, wer sich von Restaurants fernhält, spart sehr viel Geld. Manchmal kann selbst ich Geizhals dem nicht widerstehen. Ich traf mich gestern mit einem Freund zu einem Endlos-Sushi-Essen in Manhattan. In dem japanischen Restaurant gibt es für 12,95 Dollar je Person einen All-You-Can-Eat-Deal. Ich ass mehrere Teller Sushi. Dazu einen Salat und ein vegetarisches Tofu-Gericht. Lecker! Und es war sehr günstig. Für zwei Personen kostete es nur 28,20 Dollar plus fünf Dollar Trinkgeld. Schauen Sie auf meine Fotos:

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Mika

Hier sehen Sie die Rechnung für zwei Personen: Wir speissten endlos viel Sushi. Und zahlten am Ende zu zweit nur 28,20 Dollar. OK, hinzu kamen 5 Dollar Trinkgeld. Aber teuer war das wirklich nicht.

PS: Ich schreibe eine Value-Investing-Kolumne im „aktien“-Magazin. Eine kostenlose Probeausgabe können Sie hier anfordern: http://www.traderfox.de/aktienmagazin


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Kaufen Sie ALLES im Angebot!

  1. Stefan

    Ich las kürzlich, dass Deutsche in diesem Jahr im Schnitt 200 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen, US-Amerikaner umgerechnet 350.

    Ich habe Mitte 2014 durch Arbeitgeberwechsel einen deutlichen Gehaltssprung nach oben gemacht. Dennoch habe ich letztes Jahr nicht mehr für Weihnachtsgeschenke ausgegeben als 2013 und werde es auch dieses Jahr nicht tun. Es werden ungefähr 8% vom Nettogehalt.

    Derzeit schaffe ich es, jeden Monat etwa 40-45% meines Nettogehalts zur Seite zu legen (in Monaten, in den keine außergewöhnlichen Kosten anfallen für Urlaub oder Autoversicherung). Der Großteil davon fließt in Aktien.

  2. Sams1974

    Ich rechne mittlerweile lieber mit Nettoeinkommen. Weil für 20% vom Nettogehalt muss ich nicht mehr sparen. Das kommt über Zinsen, Dividenden so oder so. Damit wäre ich ja sehr unzufrieden, würde ja bedeuten das ich alles am Giro ausgebe. Ist irgendwie erschreckend wenn man mehr oder weniger mit 0 anfängt, es dauert echt eine Zeit bis man sich daran gewöhnt das das Arbeitseinkommen nur am Anfang das A und O die Basis ist.

    Einerseits sind 200 Euro wenig, anderseits wollen wir dieses Jahr versuchen Schokolade selber zu machen. Für 90 Euro habe ich aber jetzt nicht wenig Kakao und Kakaobutter bekommen. Werden wohl bald die ersten Testtafeln „zusammenpanschen“. Der erste Test war eine einfache Trinkschokolade, die war echt der Hammer. Frischmilch, Kakao etwas Zucker und dann die Schlagsahne obendrauf.

    Ist bald gar nicht mehr so einfach, die einen reagieren auf Nüsse allergisch, die anderen vertragen Honig schlecht, die dritten wollen keinen Zucker, manch einer sagt der Milch den Kampf an…

    Nun ja wünsche der versammelten Runde ein schönes Weihnachten.

     

  3. Der Hanseat

    Wenn man die Kostenfresser einmal ausgeschaltet hat, dann wird man überrascht sein, wie viel Geld am Monatsende übrig bleibt. Dazu gehören insbesondere laufende Kosten für Versicherungen, Handy, Internet, etc. Hier lohnt es sich regelmäßig zu vergleichen, da diese Dienstleistungen im Laufe der Zeit immer günstiger werden. Auswärts essen gehen ist sehr teuer. Hier sollte man aber nicht vollständig drauf verzichten, da ja auch eine soziale Komponente eine Rolle spielt. Wenn ich auswärts esse, dann nur für die Gesellschaft und das beisammen sein mit Freunden, nicht des Essens wegen.

    Man sollte kleine Anpassungen im Alltag nicht unterschätzen. Es geht nicht darum geizig zu werden, sondern aufzupassen, dass man nur für Sachen Geld ausgibt, die man wirklich braucht oder für die es sich lohnt. Man wird überrascht sein, was das für den Kontostand am Monatsende bedeutet.

  4. DivSky

    Schöner Artikel Tim.

    Was sagt Tim denn zu BDC´s und Reits aus Amerika? Ich lese aufmerksam diverse amerikanische Seiten und für viele ist es ein must have. Auch deswegen, weil gerade einige Aktien günstig bewertet sind und einen Einkommensstrom erzeugen.
    Die haben die Aktien dann auch teilweise in ihren spezielen Depots drin

  5. Vali

    Danke Tim :-)! Es wird schon besinnlich und vorweihnachtlich hier und das ist schön!

    Das sieht sehr lecker aus auf dem Foto! Am liebsten mag ich die Sushi mit den Shrimps, mmh! Sushi ist einfach ein Genuss!!!

    Am leckersten ist alles, wenn man es sich nur ab und zu gönnt, finde ich! Sushi, exklusives Essen und exotisches Obst, Süßigkeiten und edle Schokolade oder gute Salami. Mehr Achtsamkeit! Das Genießen dabei ist viel mehr wert, als der Preis, den man dafür bezahlt! Und wer es selber machen kann, genießt auch noch das Vorbereiten, die Vorfreude und dann den eigentlichen Genuss!

    Für mich war Weihnachten schon immer Vorfreude pur! Nicht das Schenken, sondern das Familienessen. Wir essen traditionell vegan und auf dem Boden, aus Respekt vor Maria am heilig Abend. Schokolade und Plätzchen gibt es am 24.12. nicht, außer man bekommt sie vegan hin. Aber die Adventszeit genießen wir absolut Deutsch! Das ist großartig – das Beste aus den Kulturen zu mischen 😉

    @Der Hanseat , finde ich auch 🙂 Für mich waren die größten Sparpositionen das (kein)Auto und die (keine)Miete, auch die (keine) Lebens-, Berufsunfähigkeit- oder Unfallversicherung und kaum neue Kleidung! Dafür Immobilien und Aktien 😉 Aber ich gönne mir den Luxus, Kinder zu haben;-)

    @DivSky, das interessiert mich auch. REITs mag ich sehr, versuche aber mein Depot nicht zu voll damit zu machen und aktuell habe ich eher ein Auge auf Main Street Capital geworfen. Davon habe ich als Test 20 Stück und wollte vorweihnachtlich aufstocken, sollte mein pers. Weihnachtsgeschenk werden mit großzügiger Dividende und steigende Aussichten :-)!Aber den September habe ich verpasst und jetzt schießen die so nach oben… dass ich ein Bisschen dumm hinterherschaue… 🙁
    Angebote muss man nutzen, denn die Schnäppchenzeit kommt nicht so oft…;-)

    So, jetzt muss ich aber wirklich arbeiten 😉

     

     

  6. Markus

    Der Traum eines jeden Unternehmens, Arbeitgebers, der Wirtschaft allgemein:

    1. geizige Kunden und Konsumenten
    2. Gesellschafter, Aktionäre, stille Teilhaber (welche alle aktiv nichts für die Unternehmensentwicklung tun), die immer mehr vom Gewinn abhaben wollen…

  7. StefanStefan

    @ Markus:

    ich glaube da musst du dir keine Sorgen machen. Ein breites Phänomen wird das nicht werden mit Geiz und Konsumverzicht. Eher im Gegenteil.

    Guck dir doch die ganzen Apple-Jünger an…die zahlen alle zwei Jahre über 1.400 € für ein Telefon…(inkl. Vertrag)

    die Top Drei unter dem Weihnachtsbaum:

    Tablet
    Smartphone
    E-Book Reader

     

    Die wahre Seuche sind doch die Gewerkschaften. Die erpressen die Arbeitgeber und richten enorme Schäden an. Die Gewerkschaftsbosse müssen alle paar Jahre ihre Existenzberechtigung beweisen und hetzen die „kleinen Leute“ auf…ekelhaft

     

    @ Der Hanseat

    mit den Kosten hast du recht. Die Leute unterschätzen massiv was ein Zehner hier, ein Zehner hier pro Monat ausmacht. Ich versuche die Fixkosten so gering wie möglich zu halten. Nix Sky Abo, Netflix usw…

    Versicherungen habe ich nur Kranken- und Privathaftpflicht. Der Rest ist unnötig.

     

  8. Oliver

    @Markus

    Da kann ich dich beruhigen. Meine Mutter ist 71 und die hat in ihrem ganzen Leben nie etwas gespart. Hat sie auch nicht interessiert. das zieht sich durch meine ganze Familie, da bin ich das schwarze Schaf :). Manche Freunde von mir verdienen wirklich viel Geld, aber das geben sie auch gerne wieder aus. Es ist ohne Probleme möglich, im Monat 5 – 10.000 € unter die Leute zu bringen. Die Masse sind absolut ideale Kunden. Aber danke für deinen Beitrag, ich mußte echt schmunzeln.

    @Tim:

    Ab und zu gönnst Du dir ja doch was :). Zu Sushi bin ich relativ spät gekommen, aber inzwischen mag ich das auch sehr gerne. So günstig wie Du bin ich aber noch nie weggekommen, herzlichen Glückwunsch. Das sieht nach einer gelungenen Aktion aus. Weihnachtsgeschenke sind bis auf die Kinder bei uns kein großes Thema. Dagegen merke ich im Januar, dass ich mich immer wie eine Mastgans fühle wegen der ganzen leckeren Dinge, die einem zwischen Weihnachten und Neujahr über den Weg laufen. Gerade das Zusammensein und zusätzlich dem Treffen mit Freunden, die dann nicht so gehetzt sind, machen diese Zeit immer sehr schön. In meinem Job ist das 4. Quartal immer am anstrengensten und wenn es endlich um den 20.12. anfängt, nachzulassen, ist das schon eine große Freude. Diese zwei Wochen sind dann einfach ruhig und die Welt dreht sich zum Glück auch mal langsam.

    Das Einkaufen von Geschenken habe ich schon immer gehasst. Nicht, weil sie Geld kosten, sondern der Wahnsinn in den Innenstädten vor Weihnachten. Seit Amazon & Co. ist das etwas entschärft, aber einen großen Sinn sehe ich nicht dahinter, sich lauter Zeug zu schenken, was der andere nicht/kaum braucht. Jeder von uns hat sowieso alles wichtige, was er benötigt und wahrscheinlich noch viele zusätzliche Gegenstände. Vali machts da wesentlich schlauer: Ein kleines Aktien-Weihnachtsgeschenk.

  9. Vali

    @Markus, ich würde mir auch keine Sorgen machen! Im Gegenteil, es wird immer mehr konsumiert und übertrieben! Wir hier sind eine absolute Minderheit!

    Das Hobby der Freunde meiner Kinder ist mittlerweile nicht mehr: Lesen, Fernsehen, oder mit Freunden spielen, sondern Shoppen! 😉

    Das ist für sie wirklich eine Freizeitbeschäftigung wie für uns früher auf der Wiese spielen!

    Und der Freund meines Sohnes meinte: „Du bastelst für deine Mama zu Weihnachten!? Das ist doch blöd, nur Gekauftes ist cool!“

    Ich musste ihm wirklich erklären, dass ich mir sehnlichst seine fantastischen Bastelideen wünsche und er mir auf keinen Fall was kaufen darf, weil das für mich zu unpersönlich ist. Ist auch so 🙂

    @Oliver, danke! „Vali machts da wesentlich schlauer: Ein kleines Aktien-Weihnachtsgeschenk.“ Leider komme ich aber damit nicht um die anderen Geschenke herum;-). Letztendlich gebe ich zu Weihnachten 2015 viel mehr aus als die Jahre zuvor. Aber ein Teil ist wirklich Investition, immer auf der Suche nach der goldenen Mitte 🙂

     

     

  10. kaunlaran

    Sparen beim Essen – das ist immer so eine Sache.

    Bei uns gibt es viele Gelegenheiten, preiswert zu Mittag zu essen. Ich gehe häufig in ein kleines ital. Restaurant, das bietet ein Mittagessen für 5 € an. Zusammen mit einem Getränk zahle ich dann 6,30 €. Täglich wechselndes Angebot, mal Schnitzel, mal Gulasch, mal ein Nudelgericht, Fisch, vegetarisches oder gefüllte Paprika – immer schmackhaft und schön serviert.Natürlich wäre es billiger, wenn man zu Hause alles zubereitet – aber sind die ein, zwei Euro am Tag den Aufwand wert? Vor allem, wenn man berücksichtigt, daß man bei Einkäufen entweder die – teuren – kleinen Portionen kauft oder etwas übrig bleibt. Zubereiten, kochen und anschließend spülen – da steht der Zeitaufwand in meinen Augen in keinem Verhältnis zum „Sparertrag“. Da ich kein Auto habe (weil ich es nicht brauche), kann ich bei anderen Ausgaben ein wenig „großzügiger“ sein, ohne meine Sparziele zu gefährden.

     

  11. PAtrick

    Ich habe in der Vergangenheit so viele Impulsivkäufe getätigt, schrecklich. Wenn ich nur bedenke was ich in den letzten 5 Jahren so an Geld hätte mir ersparen können. Naja sich darüber den Kopf zu zerbrechen macht auch keinen Sinn, ich bin froh dass ich überhaupt begonnen habe sparsamer mit meinem Geld umzugehen. Viel dazu beigetragen hat sicherlich TIM, danke an dieser Stelle 🙂

    PS: Bin am überlegen ob die Linde AG ein gutes Investment wäre, was meint ihr?

     

  12. Patently Absurd

    @Stefan:

    Eine BU-Versicherung ist in der Regel aber auch noch empfehlenswert. Leider hat der Staat inzwischen so viele Sozialleistungen abgebaut, dass man sich den Fall der Berufsunfähigkeit unbedingt noch privat absichern sollte.

    Außer du hast bereits soviel angespart, dass es auf diesen Versicherungsschutz nicht mehr ankommt.

     

  13. chaostrader

    Wer 20-30% spart ist schon viel besser als der Durchschnitt, braucht aber trotzdem noch 28-37 Jahre (bei angenommenen 5% Rendite pro Jahr), bis er in Ruhestand gehen kann. Interessant wirds ab 50% (ca. 17 Jahre). Bei 60% sinds dann nur noch 12,5, bei 67% 10 Jahre. Die Ausgaben dauerhaft zu senken ist übrigens wirksamer als sein Einkommen zu erhöhen.

     

    http://www.mrmoneymustache.com/2012/01/13/the-shockingly-simple-math-behind-early-retirement/

     

    Bin mal gespannt, wo meine Sparrate dieses Jahr gelegen hat,die ersten 3 Monate waren sehr kostspielig und ich habe fast nichts zurückgelegt. Vielleicht schaff ich die 60% trotzdem noch.

  14. Tino

    Gutes Credo Dein Blog-Titel, egal ob Investition oder pure Ausgabe, ich schneide mit Angeboten immer besser ab. Gerade „wertiger“ Konsum sollte umso bedachter sein. Da sind 10, 20, 25% schon ein kleines Vermögen. Die kleinen „das schadet mir nix“ Ausgaben sind tatsächlich besonders fies und heimtückisch. Wer darüber nicht akribisch Haushaltsbuch führt, wird es nie merken oder sich diese in kognitiver Dissonanz zur Erheiterung anderer immer wieder schön reden. Spontankäufe hab ich auch schon getätigt, wie mal eine Festplattenbackup-Lösung im vermeintlichen Angebot, die dann praktisch nicht nutzbar war oder eine small cap value trap Aktie die gen 0 ging, die ich als Erinnerung im Depot belassen habe.. beste Lernerfahrungen für Fehler die nur 1x passieren sollten. Echte Angebote zu erkennen ist auch eine Lebenskunst.

  15. Dividenden-Claus

    Über mangelnden Konsum mache ich mir keinerlei Sorgen, denn jählich kommen ca. 80 Mio neue Erdenbürger auf die Welt – einmal Deutschland – jedes Jahr.

    Daher werden auch die gerade so niedergeprügelten Rohstoff-, Öl-/Gas- und Energiewerte wieder auferstehen, jedenfalls die Besten unter ihnen. Niemand will sie haben. Fossile Brennstoffe sind out. Wirklich? Wozu dann Klimakonferenzen? Und woher kommt wohl der Smog in den vergangenen Tagen, der den Chinesen die Sicht vernebelt und das Atmen schwer macht?

    Vielleicht ist gerade jetzt ein guter Kaufzeitpunkt für diese Werte? Diese Frage kann ich leider nicht beantworten mangels hellseherischer Fähigkeiten.

    Eines weiss ich aber: Die am meisten vernachlässigten Sektoren erholen sich meistens völlig überraschend und sehr stark. Wenn sich die Kurse drastisch erholt haben, fassen  die „Anleger“, die diesen Sektor zuvor als letzte verlassen haben, wieder Vertrauen, springen auf den fahrenden Zug auf und die Kurse steigen noch weiter.

    So läuft es eigentlich immer. Im Jahr 2000 wollte keiner so langweilige Aktien wie Nestle, Loreal & Co. haben. Viel cooler waren Technologiewerte und Aktien vom Neuen Markt, die Gier nach schnellem Reichtum. Doch wie so oft wurde nicht viel daraus. Den Neuen Markt gibt es nicht mehr, die meisten Aktien daraus auch nicht. Doch die „langweiligen Aktien“ haben ihre treuen Besitzer sehr reich belohnt.

    Es lohnt sich also zu sparen (ohne geizig zu sein) und dieses Geld sehr langfristig in die besten Unternehmen aus aller Welt zu investieren. Hierbei kommt es nicht unbedingt auf die Dividende an, sondern vielmehr auf die Unternehmens-Qualität. Es ist wie bei Immobilien. Hier zählt die Lage, die Lage und nochmals die Lage. Wer ein gutes Unternehmen gefunden hat, sollte nach einem sehr guten Unternehmen der gleichen Branche suchen. Häufig wird man fündig.

    Ich kaufe nie (sehr) kleine Unternehmen (< 1 Milliarde Börsenwert) oder Neuemissionen.  Auch bei zyklischen Werten bis ich vorsichtig. Bisher bin ich gut damit gefahren.

     

     

  16. ZEN Investor

    So, mein Wikifolio sollte ab morgen publiziert sein.

    Der Cash-Anteil ist 89%. Wird natürlich sukkzessive gesenkt.

    Übrigens. Mir geht’s gut.

    Der Höhepunkt des Bullenmarktes ist in 6-8 Monaten.

    Ab da geht’s abwärts für fast 2 Jahre.

  17. tim timmer

    @ZENINVESTOR:

    Da freu‘ ich mich, wie ist die Adresse? Und wann gibt es mal ein Blog und eine Webseite?

  18. StefanGE

    @ Dividenden-Claus, das mit den Rohstoffen ist so eine Sache.

    Ich habe mir diese 2 ETFs ins Depot gelegt: DE000A0F5UK5 & DE000A0H08M3. Dazu noch die Aktien von Chevron.

    Alles im Minus aktuell, aber antizyklisch kaufen bedeutet eben auch ein gewisses Risiko. Die Firmen fahren alle gerade ihre Investments zurück, was in 2-3 Jahren zu ersten Knappheiten führen dürfte. Das hilft den Preisen dann wieder auf die Sprünge und die Margen können sich wieder sehen lassen. Ansonsten habe ich ja noch ein paar Jahre Zeit das auszusitzen. Gerade beim Öl dürfte es ja noch einige Zeit dauern, z.B. da der Iran auch wieder Öl liefern darf.

  19. ZEN Investor

    @Tim Timmer

    https://www.wikifolio.com/de/ROAKBV0

    müsste morgen frei geschaltet werden. Habe heute publizieren beantragt.

    Ein paar Meta-Daten über das Wikifolio:

    1 Mio virtuelles Vermögen (kann man bei Eröffnung frei wählen)

    Eröffnung am 10.November 2015 (Publiziert 3.Dezember 2015)

    Stand heute 100,64 (dh +0,64% seit Eröffnung).

    Aktienquote: 11%

    Cash-Quote: 89%

    Atevia AG (+4,58%)
    Telegate AG (-6,14%)
    Volkswagen AG Vorzugsaktien (+28,60%)
    Westgrund AG (-3,80%)

    habe ich je zu fast gleichen Teilen im Depot.

    Das Depot ist insgesamt im Plus, wobei das vor allem dank VW ist, was schon eine Sonder-Situation ist.

    Ohne VW wäre das Depot klar im Minus (ca 2%).

    Allerdings ist auch anzumerken, dass das Depot so oder so kurzzeitig ins Minus rutschen wird, ich dies dann aber für Nachkäufe verwenden würde.

     

  20. ZEN Investor

    Ich habe übrigens, wie ihr dann sehen werdet, noch ein älteres Depot von 2013.

    Ich sehe jetzt schon: Dafür werdet ihr mich aufhängen und zerreissen.

    Allerdings ist dazu klar zu sagen:

    Ich hatte damals auch eine geringe Aktienquote und erst dieses Jahr auf 100% gegangen. Daher hat es sich bis diesen Sommer 1,5 Jahre lang kaum bewegt und ging dann erst rauf.

    Dieses alte Wikifolio sollte in schweizer UNtenrehmen investieren. Aber Wikifolio hat es in 2 Jahren nicht geschafft, schweizer Small-Caps zu integrieren, weswegen ich auf Large-Caps ausweichen musste und dieses alte Wikifolio nun aufgebe oder umbaue.

    Beim neuen Wikifolio ist meine Strategie so:

    Nur wenige Aktien kaufen. Mehr als 20 verschiedene werden es wohl nie.

    Nachkäufe bei gesunkenen Kursen.

    Die Aktien-Quote soll bis ende 2017 auf über 90% ausgebaut werden, eigentlich sind 100% das Ziel zum 31.12.2017.

     

    Eine eigene WebSite folgt dann noch, wobei ich mich frage, ob es klug ist, unter Real-Name aufzutreten.

    Kann man irgendwo Domains anonym registrieren?

     

  21. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Gratulation zur hohen Sparrate! 40% vom Nettogehalt zur Seite zu legen, schaffen die Wenigsten. Du hast eine enorme Selbstdisziplin.

     

    @ Der Hanseat

    Wer die Kostenfresser weg hat, merkt, dass tut langfristig gar nicht weh. Es ist alles eine Frage der Gewohnheit. Auch die kleinen Kostenfresser gehen ganz schön ins Geld. Ich wundere mich oft in den USA über Leute, die das teure „Smart Water“ kaufen. Ich halte das eher für ein „dummes Wasser“. Es ist gefiltertes Leitungswasser: http://www.sidehustlenation.com/what-makes-smartwater-smart/

     

    @ DivSky

    Hohe Dividendenzahler wie REITS sind nicht schlecht. Sie schütten ihre Erträge steuerfrei aus. Das heißt, es wird eine Doppelbesteuerung (Unternehmen + Privataktionär) vermieden, was ganz gut ist. Allerdings haben auch dividendenlose Konzepte wie Berkshire Hathaway ihren Reiz, weil so der Schneeball schneller ins Rollen kommt: Ich als Aktionär spare mir so Steuern auf Dividenden.

     

    @ Vali

    Ich stimme mit Dir so oft überein: „Am leckersten ist alles, wenn man es sich nur ab und zu gönnt, finde ich!“

     

    @ Oliver

    Herrlich. So viele Leser sind auf meiner Wellenlänge.

    New York ist punkto Restaurants extrem gut und günstig. Es gibt immerhin 24.000 Restaurants. Sie kämpfen alle um die Gunst der Menschen. https://www.quora.com/How-many-restaurants-are-there-in-New-York-City

    Wettbewerb belebt bekanntlich das Geschäft.

     

    @ kaunlaran

    Dein Mittagsessen leuchtet ein. Ich habe manchmal allerdings nichts gegen Abwechslung.

     

    @ Patrick

    Danke für das Lob. Sparen ist ja nicht nur für den Geldbeutel/Rente und das Wohlbefinden gut, sondern man tut ganz nebenbei etwas für die Umwelt. Der ganze Elektromüll, Baumwollberge, dicken Autos, großen Häuser… tragen tendenziell zum global Warming bei.

     

    @ Patently Absurd

    Grundsätzlich kann eine Berufunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein. Aber die Versicherer drücken sich ja zuweilen ganz schön, wenn es zum Schadenfall kommt. Es gibt krasse Fälle:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bu-versicherung-diese-versicherer-zahlen-a-1047662.html

     

    @ Tino

    Ja, das stimmt. Gerade für „Normalverdiener“ wirkt sich eine generelle Sparsamkeit für die kleinen und großen Dinge des Alltags enorm auf die Haushaltskasse aus: Der tägliche Kaffee, Strom, Versicherung, Essen, Miete, Bankgebühren, Möbel, Kleidung, Auto, Urlaub…

  22. Der Hanseat

    @ tim

    Herrliches Beispiel. Gerade bei uns auf dem Land, wo es tolles Mineralwasser aus der Leitung gibt, verstehe ich die Menschen nicht, die Einkaufswagenvoll Wasser durch die Gegend karren nur um das Wochenende darauf Zeit am Pfandautomaten zu vergeuden.

  23. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Der Hanseat

    Vielleicht wollen die Leute einfach nur „cool erscheinen“ mit ihren Plastik-  und Glasflaschen. Oder es handelt sich um Unkenntnis.

    Wir wissen: In diesen Flaschen steckt nämlich nichts Besonderes. Es ist mehr Schein als Sein.

    Das Voss-Edelwasser ist so ein typischer Etikettenschwindel, ein Werbewunder: https://www.youtube.com/watch?v=V7kCCR69BAc

  24. AlexanderAlexander

    Ich weiss nicht, manchmal verkommt das Sparen hier in den Beiträgen zu einem Selbstzweck. Sparen ja, aber doch nur vernünftig in einem Rahmen, der einem noch Luft zum Atmen lässt. Ich gehe nicht jeden Tag Essen oder mache Spontankäufe. Aber ich gehe trotzdem ab und an gern mit meiner Frau aus oder kaufe ihr eine Kleinigkeit. Warum nicht ein Budget von 200 € im Monat für Spass und Unsinn einplanen? Das Leben soll doch nicht auf der Strecke bleiben. Wir spenden auch regelmäßig für Ärzte ohne Grenzen, ich habe tiefsten Respekt vor diesen Menschen. Man sollte schon eine gewisse Balance finden, sonst macht das Leben doch keinen Spass.

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Alexander

    Ich habe dieses Jahr ein paar hundert Dollar an die Erdbebenopfer in Nepal gespendet. Klar sind daneben ein paar Euros für Spass, Urlaub, Unsinn in meinem Budget drin.

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Es ist wirklich ein Unterschied, ob man aus Eitelkeit und Geltungssucht Geld raus haut, oder sich eine Freude macht.

    Ich finde z.B. witzig, dass beim Apple MacBook das Logo umgedreht wurde, so, dass es nicht für den Benutzer richtig herum angezeigt wird, wenn er es zuklappt, sondern für das Gegenüber. 😉 Berater haben heraus gefunden, dass es wichtig(er) ist, anderen Leuten korrekt zu zeigen was man hat.

    MS

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