Ein Leben auf Pump


New York, 30. März 2015
Louise Vouitten Taschen.

Louis Vouitton Taschen. Teures Luxusobjekt. Die Taschen kosten zwischen 3.000 und 12.000 Euro.

Ich verstehe nicht, wie sich konsumgeprägte Lebemenschen verhalten. Fast jeder Zehnte Deutsche ist überschuldet. Jeder Vierte hat nichts gespart. Im Endeffekt verhalten sich diese Menschen wie Kleinkinder. Sie übernehmen einfach keine Verantwortung. Nicht mal zehn Euro können sie in der Woche sparen? Es wäre doch ein erster Schritt.

Wer nie etwas gespart hat, sollte den symbolischen Schritt gehen und endlich damit anfangen. Selbst wenn es nur fünf Euro je Woche sind. Der kanadische Motivationstrainer T. Harv Eker hat dazu einen guten Artikel verfasst. Eker rät, mit dem Sparen sofort anzufangen. Und nicht endlos abzuwarten, um immer neue Ausreden zu erfinden. Am Schlimmsten finde ich Ratenkredite bzw. Konsumkredite. Das kann der Beginn einer Abwärtsspirale sein.

Wer Schulden aufnimmt, muss wissen, dass diese zurückzuzahlen sind. Wir werden alle eines Tages Verantwortung übernehmen müssen für den Konsum, den wir gedankenlos machen.

Wer in einem zu großen Haus residiert, muss dafür womöglich eines Tages tief in die Tasche greifen. Wer zu große Autos fährt, zu viel Geld für Kleidung oder Schmuck ausgibt, muss wissen, was er/sie tut.

Schuldendienste können sich ändern. Die Leitzinsen werden irgendwann wieder steigen. Dies kann auf unsere finanzielle Verfassung Einfluss nehmen. Es hängt vom Einzelfall ab.

Wer eine hohe Hypothek hat, muss aufpassen. Wenn sich Umstände ändern (Scheidung, Jobverlust, Krankheit), kann sich ein Finanzdrama abspielen. Sie sollten sich im Vorfeld dazu Gedanken machen. Bevor der Hypothekenvertrag unterschrieben wird. Die Immobilienblase in Deutschland kann noch gefährlich werden, wenn Häuserfans zu euphorisch werden und Banken nicht aufpassen. Fazit: Ein Leben auf Pump bzw. ohne Ersparnisse ist riskant.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Ein Leben auf Pump

  1. Fruchtwein

    Zeit ist der wichtigste Faktor beim Ivestieren.

    Ich hatte mal ausgerechnet, dass jemand der von 18 – 28 Jahre jeweils 2.000,- EUR pro Jahr spart und investiert gegen jemanden gewinnt, der erst mit 28 beginnt und 30 Jahre jeweils 2.000,- EUR pro Jahr spart und investiert.

    Ich kann es nicht oft genug sagen: Lieber gestern als heute investieren! Jeder EUR, USD oder RYM, der für euch arbeitet vermehrt sich dank des Zinseszins so stark über die Jahrzehnte.

    Ansonsten ist das Leben auf Pump aber das staatlich gewünschte, oder wieso wissen die Leute nicht über Finanzthemen einfachster Art (Unterschied Girokonto und Sparbuch, Zinsen ausrechnen, usw.) bescheid?

     

  2. Felix

    Die Deutschen waren, möglicherweise sind Weltmeister im Sparen. Freilich sind die Rahmenbedingungen mittlerweile so, dass man daran keine rechte Freude mehr hat. Früher ist zumindest der nominale Sparbetrag gestiegen, wenn die Zinsen gut geschrieben worden sind. Inzwischen bewegt sich zumindest in dieser Hinsicht nichts mehr.

    Ich weiß, nun sagen alle, Aktien kaufen. Das war in den letzten 5 Jahren immer richtig. Ob jetzt noch der richtige Einstiegszeitpunkt ist und ob der Kleinsparer (mit 10 € die Woche) tatsächlich einzelne Aktien, wie hier meist empfohlen, kaufen sollen, ist fraglich.

    Es ist auch eine Frage der Mentalität, ob jemand sich ohne Sparpolster wohl fühlt. Ich kenne Menschen, die haben damit absolut kein Problem. Die leben nach dem Bibelspruch „… sie säen nicht, sie ernten nicht und sie leben trotzdem …“ oder so ähnlich. Bei ihnen ist deswegen auch keine Einbuße an Lebensqualität zu erkennen. Ich könnte das nicht, vielleicht auch eine Zwangshandlung.

  3. stevoxx

    Tim, du bist ein intelligenter Mensch, weshalb ich deine Aussage „Was ich nicht verstehe ist, wie sich konsumgeprägte Lebemenschen verhalten“ ein wenig seltsam finde.

    Menschen sind verschieden, ist nun mal so. Der eine hat mit zuviel Dopamin und Testosteron zu kämpfen und ist somit schon aus neurochemischen Prozessen heraus ein Lebemensch.  Nicht alle sind rationale Menschen gemäß dem Modell des Homo Oeconomicus. Leider, aber vielleicht auch zum Glück.

    Ich habe mich in den letzten Jahren sehr viel mit Marketing in Zuammenhang mit Neurowissenschaften und Sozialpsychologie befasst. Sicherlich ein Thema, wo die wissenschaftlichen Grundlagen noch nicht ganz fundiert und sattelfest sind, aber auf alle Fälle sehr spannend mit einigen sehr guten Einsichten in die Psyche der Menschen.

    Sehr gute Autoren in diesem Zusammenhang sind H. G. Häusel, Christian Scheier, Dan Ariely, Daniel Kahneman, R. Cialdini.

  4. willihope

    @Fruchtwein

    Die Antwort ist einfach, Deutschland ist in ökonomischer Bildung uneschreiblich schlecht und darauf ist man auch noch besonders stolz.

    German Angst treibt sie alle Kopflos in eine Richtung, egal welches Thema – man begreift sich als führend und rennt auf den Abgrund zu, das soll dann las Blaupause für die Welt dienen.

    http://www.monde-diplomatique.de/pm/2015/03/13.mondeText1.artikel,a0015.idx,5

     

    Zitat:

    Wenn das Reichwerden oder Reichbleiben da-von abhinge, dass man versteht, was Geld ist und wie es in unseren Zeiten funktioniert, müssten die meisten Deutschen längst verarmt sein. In der Kommunikation über Wirtschaftsfragen im Allgemeinen und über Geld im Besonderen äußert sich hierzulande fast nur Unverstand. Besonders deutlich wird das, wenn Positionen zur Staatsverschuldung, zur Eurokrise und zur Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) bezogen werden.

    /Zitat

     

     

  5. Lad

    Wie unsicher sind die Banken in der Schweiz

    Der arme Milliardär Carsten Maschmeyer AWD hat wieder 20 Millionen verloren. Und die blonde Veronika Feres 500.000 Euro. Auch Drogerie-König Erwin Müller hat Millionen verloren. Und einige Fußball-Millionäre und ein Milliardär aus Portugal.

    Carsten Maschmeyer suchte eine „geile Investition“, nix langweiliges in der Schweiz. Und so ein guter Freund – Eric Sarasin aus der Bank J. Safra Sarasin in Basel hat ihm 12% jährlich versprochen. Mit dem Fonds Sheridan in Luxemburg wurden „Cum-Ex-Deals“ Geschäfte gemacht, wo die Steuer von Finanzamt zweimal zurückgefordert wurde. Am Ende ging Alles schief und nun haben die Millionäre einige Millionen weniger und klagen beim Gericht gegen Eric Sarasin und gegen Bank J. Safra Sarasin. Wenn sie keine Ahnung von Investieren haben, sollten sie ihre Millionen in ETF auf DAX stecken 🙂

  6. Felix

    Gut passend zum Artikel ist die soeben vermeldete Privatinsolvenz von Thomas Middelhoff.

    Das mit Australien verwundert: Wurden die hier nicht als vorbildlich bei der Altersvorsorge vorgestellt. Und nimmt der Staat Gespartes (Substanzsteuer, keine Kapitalertragssteuer, wenn ich das richtig verstanden habe) weg?!

  7. Armer Charlie

    Leider wird der Grundsatz, dass jeder für gedankenlosen Konsum die Verantwortung übernehmen und Schulden eines Tages zurückzahlen muss, von Staaten und Zentralbanken immer mehr aufgeweicht. Null- und Negativzinsen oder sogar Zwangsabgaben auf Guthaben bestrafen Sparer und belohnen Konsumenten und Schuldner. Zuletzt sollen mit einer höheren Inflation die Schuldner auf Kosten der Gläubiger entlastet werden.

    Sicher wird es immer konsumorientierte Lebemenschen geben, aber ich kann es schon verstehen, dass unter den derzeitigen Umständen z.B. auch sparsame und verantwortungsvolle Menschen in meinem Bekanntenkreis ihr Geld lieber ausgeben.

     

  8. Kriss

    @willihoppe

    Ich würde die Themen Wirtschaft und Geldverständnis trennen.

    Schuldenkrise etc. interessiert mich beispielsweise überhaupt nicht. Aber was mich interessiert ist die Kohle auf meinem Sparbuch.

    Lieber investiere ich meine Zeit in das Lesen von interessanten Blogs (wie Tim’s hier) oder Fachbüchern zum Vermögensaufbau. Oder in neue Wege wie ich meine Sparquote erhöhen kann. Oder in meine Frau, damit diese nicht die ganze Kohle ausm Fenster wirft. Sie ist nämlich auch eher konsumorientiert.

    Irgendwann habe ich mir gesagt, dass ich meine Energie und Zeit nur noch in Themen investiere, die meine persönliche Situation verbessern. Unser System knallt doch eh irgendwann. Dann will ich vorbereitet sein.

     

  9. Treptow

    Im Mai wird alles glatt gestellt und Gewinne mitgenommen. Buy and Hold is dead.

    Aktuell soll uns von den Medien der „Grexit“ ja schön geredet werden. Nach dem Mott „ist kein Problem mehr.“.

     

  10. Poseidon

    Dividenden sind die neuen Zinsen, so lautet das neue Mantra der Fondsverkäufer. Der Irrglaube an die immer und ewig einzig richtige Assetklasse treibt auch in den Medien wieder ihre Blüten. Und so kaufen wieder alle ihre Winterjacken in der Hochsaison…

    Viele Äußerungen zum Aktien- und Anleihenmarkt sind eher blass und zeugen von oft erschreckend geringer Detailskenntnis. Nun kann man bekanntlich nicht nur an der Börse auch ohne Fachkenntnisse viel Geld gewinnen, allerdings sind dafür die oft haarsträubenden Begründungen für jede noch so unbedeutende Kursbewegung überflüssig.

    Die Verklärung von Dividenden zu einer Art neuer Zinskupons ist eine Umdeutung der gefährlicheren Art. Das heißt nicht, dass Aktien oder Bonds generell besser oder schlechter sind. Eine Aktie ist aber etwas völlig anderes als eine Anleihe, mit allen Vor- und Nachteilen.

  11. Markus

    Warum verwundert es manche, wenn Tim manche Dinge nicht versteht oder verstehen will, um gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit zu bekommen???

    Die Überschrift mit dem „Millionärsruheständler“ ist faktisch nicht gut recherchiert, aber generiert viel Gepolter, Emotionalität und Klicks.

    Gleichzeitig ist es natürlich verlockend sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen und alle anderen als Betonköpfe und speziell die „Deutschen“ als miese Investoren hinzustellen…

    Demut, Hinterfragung und Sachlichkeit wären wünschenswerte Attribute, wenn man nicht selbst ein Betonkopf sein möchte. 😉

     

  12. AlexanderAlexander

    Ist man erst einmal im Würgegriff der Schulden, kommt man kaum noch raus. Genauso ist das Gegenteil gegeben. Wenn erst mal ein  Kapitalstock vorhanden ist, dann lebt es sich entspannter und es läuft wie von alleine, das Kapital mehrt sich immer schneller.

     

    Dieses Getrommel „Dividenden sind die neuen Zinsen“ bereitet mir auch Unbehagen. Da werden die ganzen Ahnungslosen in Aktien getrieben, die dann am Tiefstpunkt der Krise verkaufen. Ich bin aber davon überzeugt, dass es nach einer Krise wieder aufwärts geht und wer dann weiterhin in gute Unternehmen investiert, wird schneller wieder oben auf sein, während der Rest nur dumm schaut.

    Wenn es crasht, wird mein Depot fürchterlich leiden, aber durch die Nachkäufe relativiert sich das schnell wieder.

     

    Wenn man sich dazu entschlossen hat, sparen anzufangen, dann bringen auch 5 € in der Woche etwas.

    Mein Neffe kriegt jeden Monat 20 € und das seit 5 Jahren. Der Kleine hat inzwischen also über 1.240 € Kapital. Glücklicherweise hat sein Onkel das Geld gut investiert und er ist bereits an zwei Unternehmen beteiligt, welche ihm 184 € Dividende dieses Jahr reinspülen werden. Wenn er 18 Jahre alt ist, dann dürfte sein Depot schon ordentlich gewachsen sein. Kleinvieh macht eben auch Mist.

  13. Sebastian

    @Treptow
    „Gewinne mitnehmen“ finde ich schön… da dürfen wir dann günstig einkaufen ;).

    @Alexander
    Ergibt ja eine stolze Dividendenrendite ?!

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ stevoxx

    Was ich damit sagen wollte: Ich persönlich kann es nicht verstehen, wenn jemand sein gesamtes Einkommen regelmässig ausgibt (und sogar noch mehr). Ich habe eine andere Einstellung. Selbst wenn ich nur ganz wenig je Stunde verdienen würde, so würde ich versuchen, etwas zu sparen.

    Ich bin geprägt von Vorsicht und Weitsicht. (Natürlich mache ich Fehler.) Der „Lebemann“ scheint mir eine grundlegend falsche Herangehensweise zu haben. Irgendwann rächst es sich, von der Hand in den Mund zu leben. Das ist einfach so.

    Wenn ich ein Hypothek unterschreibe, überlege ich sehr genau, was dann passieren wird. Das hat ja alles Folgen, Wechselwirkungen. Das wollte ich damit ausdrücken.

    In den USA ist das übrigens auch ein großes Problem. Jeder Dritte hat dort kein Notpolster, keine Ersparnisse:
    http://www.usatoday.com/story/money/personalfinance/2015/03/31/millions-of-americans-have-no-money-saved/70680904/

  15. willihope

    @Kriss

    Da muss man nichts trennen, sie verstehen nicht was Geld ist, sie verstehen nicht was Kapital ist und Makroökonomie ist ihnen total fremd wie man seit Jahren sehen kann!

    Schulden hin oder her, wenn ich alle anderen unterbiete dann nehme ich denen die Märkte weg und die sind Pleite. Dieser einfache Zusammenhang ist für den Großteil der Deutschen nicht zu erkennen.

     

    Ich empfehle erstmal die 5 Seiten und dabei auch die Grafiken mit den Daten genau und aufmerksam zu betrachten! Lohnstückkosten, Exportvolumen seit Euroeinführung und solche Sachen, Deutschland kämpft gegen die ganze Welt und die Welt wird sich das nicht mehr allzulange gefallen lassen.

     

    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44423/1.html

     

    Reiche Länder müssen Defizite haben (wie die USA seit Jahrzenten) um den armen auf die Beine zu helfen, derzeit vernichtet Deutschland alles was in Jahrzenten mühsam erreicht wurde.

     

  16. Hans Wurst

    @Alexander:

    Zu deinem Beitrag (Speziell erste Absatz) fällt mir spontan ein:

    Zinseszins:

    Wenn einer ihn versteht, dann bekommt er sie. Wenn einer diesen nicht versteht bezahlt er diesen

     

    Gruß

  17. toovoc

    @Markus:

    Don’t read the Words, understand the Spirit. Ich finde in wenigen Blogs soviel  Hinterfragung und Sachlichkeit wie hier in Tims Blog, zumindest von den meisten Schreibern. Mit der Demut hapert es aber manchmal, was ich bei den dicken Depots, die sich bei uns mittlerweile angesammelt haben, gut verstehen kann 🙂

  18. Markus

    @willihope

    Ist es nicht so, dass man im Kapitalismus den Konkurrenten entweder mit Qualität überbieten oder mit dem Preis unterbieten muss?

    Vorausgesetzt wir hätten reinen Kapitalismus, was man aber auch wiederum in Frage stellen muss.

    Bei der Globalisierung stehen wir Deutschen nicht im Wettbewerb mit China, Rumänien oder anderen noch billigeren Lohn-Dumping-Ländern? Einige Konzerne hüpfen gerne ins billigste Land oder dahin, wo sie die meisten Subventionen bekommen.

    Oder sollen wir wieder Grenzen und Zölle einführen?

    Waren wir um 2000 rum nicht der „kranke Mann“ Europas mit zu hohen Lohnkosten?

    Klar ist es legitim sich die Frage zu stellen, wohin diese Spirale mit dem unterbieten führen wird…

    Die Deindustrialisierung Deutschlands und das ewige Verursachen von Defiziten soll allen reichen Ländern welche Vorteile bringen (die nicht über die aktuelle Leitwährung Dollar verfügen)?

     

    Die Überschrift: Ein Leben auf Pump passt doch prima auf Amerika 😉

  19. willihope

    @Markus

    Das kann man schon machen und das hat Deutschland lange Jahre auch gemacht, leider haben die anderen dann immer abgewertet und die DMark hat aufgewertet. Dadurch hatten die anderen immer Luft zum schnaufen.

    Im selben Währungsraum ist das aber verboten denn dann machst du den anderen alle Märkte kaputt, auch den Inslandmarkt denn die Menschen kaufen immer die billigeren Produkte!

     

    Das mit den Subventionen ist ein eigenes Thema, auch in Deutschland sind Steueroasen kein Fremdwort und die gesamte „grüne“ Energie würde ohne Steuerzahler garnicht existieren.

     

    Deutschland hat die Arbeitsplatzprobleme aus den 90ern an die anderen exportiert, dort explodieren die Arbeitslosenzahlen denn die Wirtschaften kollabieren dort. Der deutsche Binnenmarkt ist schon lange ein Problem denn im Unterschied zu den USA spart man in Deutschland lieber, das ist aber schlecht für die Wirtschaft und schafft auch keinen einzigen Arbeitsplatz. Ohne Export hätte Deutschland nix.

    Mit dem sogenannten Leben auf Pump haben die USA innerhalb von nur 200 Jahren aus einer verarmten Kolonie die keine Steuern mehr an England zahlen wolle den reichsten Wirtschaftraum der Welt gemacht. So dumm haben die sich dabei nicht angestellt finde ich. Ohne dem Konsum in USA hätte die halbe Welt keinen Export!

    Es hilft wenn man sich mal den Globus nimmt und über Warenströme nachdenkt, manchen erreicht dann doch das Licht der Erkenntnis und die dumme deutsche Arroganz wird weniger. Daran scheitert dieses Land immer wieder, man weiss einfach alles besser als der Rest der ganzen Menschheit.

    Was ist das deutsche Erfolgsmodel? Export! Wenn 5 Länder miteinander Handel treiben und jeder macht Überschüsse wer macht dann das Defizit?

    Hmm?

    Dämmerts?

     

     

  20. Felix

    @ willihope

    Da wir keine Staatswirtschaft (wie China) haben, stehen nicht in erster Linie Länder in Konkurrenz zueinander, sondern Unternehmen, z.B. Siemens  und GE. Wenn nun bei Siemens die Löhne um 20 % erhöht werden und bei GE nicht, wer bekommt dann die Aufträge? Am Ende ist dann Siemens weg vom Fenster. Hilft das dem Schafskäseproduzenten in Griechenland?

  21. Poseidon

    Nach Meldung der EZB wird QE in den nächsten 12 Monaten zu einem Wirtschaftswachstum von 3% in der Eurozone führen. Banken geben schon vermehrt Kredite an Unternehmen aus, besonders in Spanien und Italien. Weiter ist positiv zu vermelden, dass die Reformpläne der neuen griechischen Regierung dazu führen, dass das Land alle seine Schulden zurückzahlen wird und in Zukunft ohne weitere Hilfsgelder zweistellig wachsen wird.

     

    April, April:-)

     

    Realität:

    Draghi druckt weiter bis zum großen Knall.

  22. Markus

    @Willihope

    Also bei Subprime und den anschließenden wirtschaftlichen Verwerfungen weltweit darf man schon fragen:

    Wer hat es in die Welt exportiert?

    Im zyklischen Maschinenbau in Deutschland haben es einige Leute am Arbeitsplatz gemerkt…

    Deutschland die Schuld für die Arbeitslosigkeit in Deutschland oder Europa dafür zu geben, erscheint für diese Menschen doch etwas zynisch…

    Wenn die Südeuropäer die viel zu günstigen Kredite des Euro`s nicht in produktives Wirtschaftswachstum umsetzen bzw. investieren konnten… war es evtl. einfach stupid money bzw. die Länder müssen sich dem kapitalistischem Wettbewerb stellen und tragfähige wirtschaftliche Lösungen finden. Leicht geschrieben, allerdings komplex umzusetzen.

    Dasselbe stupid money, dass man dem unbedarften amerikanischen Häuslebauer aufgeschwatzt hat.

    Dasselbe stupid money, mit dem versucht wurde die dotcom-Blase abzuschwächen.

    Es wird wie blöd gedruckt, Bilanztricks angewendet, Bilanzsummen ausgeweitet usw. usw. usw.

    Allgemein wenn die Liquidität am Markt viel zu stark ist, treibt es irgendwann Tulpen.

    Wenn ein Land oder eine Firma besser & billiger bestimmte Warengruppen exportieren kann, als eine andere Firma oder Land, dann setzt sich diese/s im zerstörischem Wandel für eine bestimmte Zeit durch.

    Bis eine bessere Firma oder Idee kommt und der zerstörerische Wandel beginnt von vorne. Im allgemeinen ist das der Fortschritt, der der Allgemeinheit zugute kommt bzw. zugute kommen sollte.

    Ist es Deutschland vorzuwerfen, wenn es in diesem Spiel, dass fast alle betrifft, versucht gut mitzuspielen?

    Wenn Du den Blickwinkel auf Amerika etwas vergrößerst und historische Ereignisse und Entwicklungen mit einbeziehst, dann ist bis zum heutigen Tag jedes Imperium abgelöst worden.

    Ob wir das erleben, steht auf einem anderen Blatt.

    „Was ist das deutsche Erfolgsmodell? Export! Wenn 5 Länder miteinander Handel treiben und jeder macht Überschüsse wer macht dann das Defizit?“

    Diese Logik verstehe ich nicht, da jeder Export von einem Land dieser Erde einen Import in einem anderem Land dieser Erde erfordert… außer wir entwickeln uns ins All.

    Außer Du meinst, wir Deutschen sollen das amerikanische „Erfolgsmodell“ übernehmen… Dazu müsste erst mal klar sein, ob das amerikanische Erfolgsmodell auf Deutschland übertragbar ist.

    Zudem stellt sich die Frage, ob manche „Amerika-Vergötterer“ sich wirklich schon das gelobte Land und die glückliche, reichste, gesündeste Bevölkerung längere Zeit vor Ort angesehen haben.

    Ich finde es persönlich schwierig, ein Land oder dessen Bevölkerung über ein anderes zu inthronisieren! In jedem Land findet man sehr sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Attributen und Wesenszügen.

     

  23. Markus

    Das deutsche „Erfolgsmodell“ mit dem Export ist nicht übertragbar für alle Länder der Welt.

    Genauso wenig ist das amerikanische „Erfolgsmodell“ nicht übertragbar für alle Länder der Welt.

    Mir ist nicht aufgefallen, das Deutschland sein Exportmodell mit Maschinen-& Autobau Griechenland aufdrängen will oder sich plötzlich so selbstbewusst präsentiert, dass es seine Überzeugungen dem Rest der Welt aufzwängen will…. Ein Schelm, wer da an ein anderes Land denkt. 😉

  24. willihope

    @Felix

    Die beiden haben nicht den selben Währungsraum und Dank deutschem Lohndumping hat Siemens Vorteile die nicht an deren Produkten liegen!

    Zusätzlich hat der Euro zum Dollar 30% abgewertet.

    Deutschland befindet sich im Krieg, dem Wirtschaftskrieg gegen die ganze Welt. Seht euch doch wenigstens die Daten an wenn euch der Text schon zuviel ist!

    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44423/1.html

    Von den Exporterfolgen profitiert ja nicht das gesamte Volk sondern nur die Konzerne, auf lange Sicht ist der Wettbewerb um die niedrigsten Löhne doch für alle deutschen Arbeitnehmer ein Verlußt an Einkommen und Altersvorsorge! Der Niedriglohnsektor steigt und steigt obwohl Deutschland von einem Exportrekort zum andren hetzt! Wann sollen die Menschen denn davon profitieren wenn nicht zu Hochzeiten? In der Rezession? Schwachsinn hoch 3!

     

    @Markus

    Nunja ich habe keine Lust zu dem Dummfug was zu sagen, wenn du nicht mitbekommen hast dass Merkl und Schäuble und all die anderen Flachdenker den anderen Ländern das deutsche Model empfiehlt dann weiss ich auch nicht. Hartz ist übrigends bei den Franzosen, was glaubst du macht er dort?

    Deutschland sagt alle müssen Exportüberschüsse machen aber wie soll das gehen? Naja egal, geht es nach detschen Politikern und Sinn dann müssen jetzt die Franzosen erstmal 30% runter, schaun wir mal würde ich sagen.

    Die Rechnung gibts am Schluß und diesmal wird es teuer für die Hohlköpfe.

     

  25. Markus

    @willihope

    Einige Thesen (ob nun durch Medien verkürzt oder nicht) von Politikern sind manchmal einfach nur Unfug, egal ob jetzt Merkel, Obama….

    Es gibt allgemein auf der gesamten Welt nicht optimale (mal schön formuliert) Bedingungen:

    -Lebensmittelmarken in Amerika für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung

    -Mehr Gefängnisinsassen als Lehrer & Ingenieure in Amerika

    -Chinas Menschenrechte

    -Lohndumping in Deutschland

    und vieles mehr in unzähligen Ländern der Welt….

    Deine spezielle Gefühlsbeziehung/Abneigung zu Deutschland klingt irgendwie voreingenommen, aber gegen Vorurteile hilft nun mal keine Sachlichkeit.

  26. Markus

    Ich behaupte nicht, dass alles super in Deutschland ist!!!

    Das perfekte Land auf dieser Welt ist eine Illusion und Wertungen sind selten sachlich bzw. abhängig von den spezifisch gewählten Parametern.

  27. willihope

    @Markus

    -Lebensmittelmarken in Amerika für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung

    Wirken sich NULL auf die restliche Welt aus!

     

    -Mehr Gefängnisinsassen als Lehrer & Ingenieure in Amerika

    Wirkt sich NULL auf die restliche Welt aus!

     

    -Chinas Menschenrechte

    Eine westliche Erfindung die der Unterdrückung dient! Die MEHRHEIT der Menschheit hat diesem christlichem Weltbild nie zugestimmt, der Islam (Orient) und die Buddisten, Hindus und andere (ganz Asien) kann mit der christlichen Peitsche nichts anfangen. Sie wurden auch in Asien nie ratifiziert!

     

    -Lohndumping in Deutschland

    Zerstört die Wirtschaft in allen entwickelten Ländern! Auf Dauer können die einfach nicht mithalten und verlieren ihre Märkte und Arbeitsplätze.

    http://www.heise.de/tp/bild/44/44423/44423_3.html

     

    Was ist das Ziel? Ein Lohnniveau von Bangladesh oder Cambodia?

     

  28. willihope

    @Markus

    Vorurteile kann man mit Fakten bekämpfen, ich liefere die ja aber du bisher nur Blabla.

     

  29. Markus

    @willihope

    Menschenrechte sind die christliche Peitsche und dienen der Unterdrückung?

    Das Niveau kennt kein halten mehr. 😉

  30. Kriss

    @ willihope

    Danke für den Link. Das ist genau was ich meine: Interessiert mich nicht und bringt mich nicht weiter.

    Ich habe nach der Überschrift schon abgebrochen.

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