Deutsche sparen falsch: Sparbuch, Festgeld, Riester, Versicherung


New York, 12. November 2016
Buchautor Christian Röhl. Er spendiert für meine Leser 10 Bücher. Ich habe die Verlosung gemacht und werde die Gewinner per Email informieren.

Buchautor Christian Röhl. Er spart mit Dividendenaktien für den Ruhestand. Er spendiert für meine Leser 10 Bücher mit dem Titel: „Cool bleiben und Dividenden kassieren„. Ich habe die Verlosung gemacht und werde die Gewinner per Email informieren. Mehr dazu im Video unten.

In Deutschland haben 40 Prozent der Bürger nichts gespart. Sie leben von der Hand in den Mund. Zehn Prozent der Menschen sind sogar überschuldet.

Die Deutschen sind grottenschlecht im Geldanlegen. Der Bundesbürger hat jede Menge Angst. Daher legt er am liebsten seine Ersparnisse in Versicherungen, Sparbücher, Festgelder, Bausparverträgen und Riester Renten an. Unterm Strich kommen nur lausige Renditen mit solchen Dingern zustande. Es stecken in vielen Produkten gewaltige Kosten. Es ist Geld, das dem Sparer am Ende fehlt.

Eine Studie der Allianz zeigt, dass wir Deutsche 200 Milliarden Euro aufgrund einer schlechten Geldanlage verschenkt haben. Kaum ein anderes Volk in Europa ist so dumm wie wir.

Am meisten Rendite fahren die schlauen Finnen in die Scheune. Sie verdienen 6,9 Prozent. Gefolgt von den Spaniern, die fünf Prozent mit ihrem Geld erwirtschaften. Die Bundesbürger erhalten nur 2,3 Prozent.

Ein großer Fehler ist: Die Deutschen meiden Aktien. Es liegt an mangelnder Finanzbildung. Selbst im Reichstag fehlt den Abgeordneten zuweilen das nötige Finanzwissen, wie ich in persönlichen Gesprächen leider feststellen musste. Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken. Wir haben ein Wissensproblem. Und keinen scheint es zu interessieren.

Ich habe mit deutschen Abgeordneten gesprochen und war von deren Finanzbildung bitter enttäuscht. Es ist beschämend.

Ich habe mit deutschen Abgeordneten gesprochen und bin von deren Finanzbildung bitter enttäuscht. Es ist beschämend. Natürlich muss nicht jeder alles wissen. Aber die Grundprinzipien der Finanzmärkte sollten schon bekannt sein, finde ich.

Die Deutschen haben also laut Allianz 200 Milliarden Euro in drei Jahren verschenkt. Man kann sich kaum ausmalen, was für eine Summe zusammenkommt, wenn wir das auf einen Zeitraum von 40 Jahren betrachten. Es ist jedenfalls absurd, wie wir investieren. Wer Angst zum Leitgedanken macht, macht einen Fehler.

Die Allianz formuliert das Dilemma in der Studie (PDF) so:

Trotz Niedrigst- und Negativzinsen präferiert die Mehrzahl kurzfristige und sehr liquide Anlagen wie Bankeinlagen – deren Rendite bei null liegt. Langfristige Anlagen werden dagegen deutlich weniger dotiert; in Europa zum Beispiel ziehen private Haushalte noch immer Geld aus den Kapitalmärkten ab. „Sparen“ entpuppt sich so bei genauerer Analyse vor allem als „Geldparken“ und nicht als Investieren.

Beim Nettovermögen pro Kopf fällt gleich auf, dass etwas hierzulande schief läuft. So haben die Briten das doppelte Vermögen je Kopf (96.000 Euro) als wir Deutschen (47.000 Euro). Die Amis haben mit 161.000 Euro das Dreifache. An der Spitze sind die Schweizer mit 171.000 Euro. (Allerdings hat die Statistik einen Schwachpunkt, den ich aber nicht ausführen möchte.)

Ich glaube ein weiteres Problem in Deutschland ist, dass der Bürger seinem Banker alles glaubt und blindlings Sparverträge bzw. Versicherungen abschließt – ohne den Vertragstext zu lesen oder sich anderweitig zu informieren.

Ich gebe zu: Es ist sehr schwer zu verstehen. Wer möchte schon 200 Seiten kleingedrucktes Kauderwelsch eines Juristen lesen, dass mit Absicht so unverständlich formuliert ist, dass man nach fünf Sätzen Kopfweh bekommt. Der Trick ist, dass in dem Kleingedruckten Gebühren versteckt sind und andere nachteilige Dinge für den Sparer. Ich rate immer: Trauen Sie niemals einem Berater oder Vertreter blindlings, denn die haben oftmals einen knallharten Interessenkonflikt.

In Deutschland ist übrigens der Interessenkonflikt erlaubt, in den USA ist er verboten, wenn es um die Altersvorsorge geht. Der Kunde steht in den USA an erster Stelle. Dessen Interessen sind zu schützen, sagt Präsident Barack Obama.

Wie sparen Sie am besten? Im Idealfall stur und stetig über den Aktienmarkt. Etwa über ETFs oder mehrere Einzelaktien. Am besten ist es langfristig zu sparen. Wer 1970 10.000 Dollar in den S&P-500-Index investiert und seither alle Dividenden reinvestiert hat, hat heute über 900.000 Dollar. Ich habe einmal steuerliche Einflüsse ausgeklammert.

Sagen wir, Sie kamen 1970 zur Welt. Ihre Eltern haben direkt nach der Geburt 10.000 Euro in einen S&P-500-ETF gesteckt. Dann können Sie womöglich heute mit 46 Jahren in den Frühruhestand gehen. Sie hätten ja neben den 10.000 respektive 900.000 Euro von Ihren Eltern sicherlich noch andere Finanzassets aufgebaut. Insofern wären Sie vermutlich deutlich über der 1 Million Euro. Und Sie hätten vermutlich zudem Rentenansprüche erworben, die Sie im Alter in Anspruch nehmen können.

Wer auf Aktien setzt, was richtig ist, muss wissen: Die Börse ist eine Schaukelbörse. Ertragen Sie es. Schaukeln Sie mit. Das Springen in und aus Aktien bringt wenig. Es richtet eher einen Schaden an. Gier und Angst sind keine guten Ratgeber an der Börse. Blenden Sie beide aus.

Welche Firmen eignen sich zum Kaufen-und-Liegenlassen? Es geht um möglichst hohe Profite. Es geht darum, jene Firmen zu finden, die langfristig den Profit steigern können. Das ist Kapitalismus. Das ist der Trick.

Ich habe ein kleines Video dazu gemacht. Und etwas zur Buchverlosung gesagt. Ich werde die Gewinner des Buchs per Email informieren. Ich brauche von den 10 Gewinnern die Anschrift, so dass wir das Exemplar zuschicken können:

Übrigens ging es um dieses Gewinnspiel in meinem Blog:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Deutsche sparen falsch: Sparbuch, Festgeld, Riester, Versicherung

  1. Sams1974

    46 000 Euro, wie soll ich mir das Vorstellen? Alle Häuser mit Grundstücke sind zu 90% mit Kredit belastet. In den äh 90 Millionen Bausparern und Lebensversicherungen ist nichts drin? Gold, Silber, Edelmetalle alles nicht da? Ich kenne die Statistik nicht aber so einen Unterschied kann ich mir kaum nur mit der Dummheit der Deutschen erklären. Rentenpunke hin oder her. Also das glaube ich nicht so einfach. Oder bedeutet pro Kopf das die Reichsten 1% rausgerechnet sind.

    Danke für das Buch, bin noch nicht ganz durch. Deshalb mich bitte aus der Verlosung raus nehmen. Ein schönes Wochenende noch.

     

     

  2. chaostrader

    (Allerdings hat die Statistik einen Schwachpunkt, den ich aber nicht ausführen möchte.)

    Pro-Kopf-Verschuldung?

    Ihre Eltern haben direkt nach der Geburt 10.000 Euro in einen S&P-500-ETF gesteckt

    Gabs damals leider noch nicht… 🙂

    Ich habe einmal steuerliche Einflüsse ausgeklammert.

    Das ist natürlich eine sehr grobe Vereinfachung. Zumindest früher waren solche Aktiengewinne mal steuerfrei, heute sind sie es nicht mehr.

    Wer meint, er könnte ja einfach thesaurierende ETFs nehmen, um die Steuer weit in die Zukunft zu verschieben, der hat 1. nicht bedacht, dass alle Thesaurierer den TOTAL RETURN NET-Index abbilden, also die Dividenden irgendwie auch versteuert werden und nicht voll beim Anleger ankommen, und 2. dass unsere Regierung diese ETFs demnächst auch irgendwie besteuern will.

    Aber selbst wenn nur 400.000 dabei rumgekommen wären, ist ja nicht schlecht.

    Leider wäre aber die Kohle irgendwann so um 1990 verballert worden, für Urlaub, Klamotten, Studium, erste Wohnung etc. Oder etwas später in den Neuen Markt umgeschichtet worden…

    Ausserdem ist man als Eltern gut beraten, nicht alles in einen Korb (S&P500) zu werfen, sondern wirklich global zu investieren. Der Ami-Markt wäre gut gelaufen seit 1970, ob es in den nächsten 45 Jahren genauso weitergeht wage ich mal zu bezweifeln, die globale wirtschaftliche Bedeutung der USA hat abgenommen und sie wird weiter sinken.

     

  3. Oliver

    Die 47.000 EURO sind natürlich mit Vorsicht zu geniessen, schreibt auch Tim. Wir kennen die Bewertungskriterien nicht, z.B. werden Immobilien viel niedriger in Deutschland bewertet als in anderen Ländern. Die Zahl ist aber auch ein Zeichen, dass wir zu hohe Steuern haben und zu viel umverteilen. Kann man natürlich darüber streiten, aber wenn man dem Einzelnen die Verantwortung abnimmt durch Umverteilung, wird der Einzelne natürlich bequemer. Solche Diskussionen mit Altersvorsorge gab es vor 20 Jahren nicht so stark, weil sich viele auf die Rente verlassen haben. Heute scheint es mehr anzukommen, zumindest sieht man es an dem Zulauf bei den Blogs. Trotzdem sind wir hier in einer Minderheit, die sich so aktiv damit beschäftigt.

    Das die Deutschen falsch sparen, ist kein Geheimnis. Das traurige daran ist, dass viele, die das tun, es komplett anders sehen. Möglichst kein Risiko eingehen ist häufig die Devise. Und dieser Faktor ist bei meisten zu sehr auf Sicherheit ausgerichtet. Letztendlich, wenn sich derjenige so wohl fühl, muß es so sein.

    Als Aktionär kann man tatsächlich froh sein, dass Herr Trump gewählt wurde. Ein neuer Höchststand bei den Kursen, wobei die stark steigenden Werte sehr selektiv sind. Bei anderen hatte es keine Auswirkungen und andere Sachen haben z.T. stärker nachgegeben. Interessante Entwicklung und ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird.

    Ich überlege mir, im Dezember noch einiges zu investieren und diesen Monat auszusetzen, da ich erst noch die Entwicklung abwarten möchte. Ggw. sind zwar einige Werte günstiger geworden, wenn man die extremen Plusbewertungen bei einigen Kategorien ignoriert, aber so ganz traue ich dem Frieden noch nicht. Im Dezember werde ich 3 – 4 Positionen kaufen, wobei ich noch keine Entscheidung getroffen habe.

  4. Christoph

    Dem falschen Sparen kann ich nur zu stimmen. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis nur noch 1 paar das auch Aktien bzw ETF bespart. Sonst niemanden. OK einige haben auch Immobilieneigentum. Das ist immerhin auch etwas und sehr solide und man hat gleich am ersten Tag was davon. Speziell mit Zuwachs ne sinnvolle Sache.

    Aber sonst? Nix. Das liegt wie Tim schrieb auch an der Politik. Niemand hat da einen Beruf erlernt den er auch in seinem jetzigen Tätigkeitsbereich ausübt.

    Auch wenn Trump seltsam ist, im Grund ist die Wahl eines Unternehmers für den obersten Führer des Landes (nein nicht auf A.H bezogen!!!) die beste Wahl.

    Denn was macht ein Unternehmer? Er sieht das große ganze im Unternehmen. Des Weiteren deligiert er. Er muss mit den Finanzen aushalten und er muss an die Zukunft denken und das Unternehmen so ausrichten! Also eigentlich alles was der/die Kanzler, Präsident auch tun müsste aber leider die wenigsten tun.

    Angeblich ist der CEO von JP Morgan ja für das Kabinett von Trump im Gespräch. Aber die Frage st ja auch wieso sollte er sich dies antun? Er wäre quais der „Diener“ von Trump. Aber rein fachlich würde so jemand Sinn machen.

    Übrigens sagen viele, egal wer gewonnen hätte, der Markt wäre gestiegen, weil der Markt nichts mehr hasst als Unsicherheit.

     

    Zum Thema Banken und Versicherungen: Man sieht allein schon was das für Gauner sind daran dass viele Lebensversicherer die kunden angeschrieben haben dass es am besten wäre den alten Vertrag zu kündigen. Klar aus Sicht der Versicherung macht das Sinn da diese mit 4% usw verzinst sind.

    http://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/Euro-am-Sonntag-Meldung-Lebensversicherer-stoppt-strittige-Briefe-5182066

    Das ist für mich auch ein Skandal. Telefonmarketing hat der Gesetzgeber ja verboten (in der Praxis klappt es aber eh nicht) aber sowas muss der Gesetzgeber eigentlich auch verbieten.  Aber da hat der sicher auch wenig Interesse dran. Genauso ist es ein Skandal dass VW den Besitzern in den USA eine Entschädigung zahlt für den Abgaskandal in Europa aber nicht. Klar wieso soll die Regierung da auch was machen, schließlich ist sie ja Miteigentümer an VW durch Niedersachsen.

    SOviel zum Thema TTIP ist schlecht für Europa.

     

     

  5. Markus

    @Tim

    10.000 € bei 3 % p. a. Inflation hatten dann 1970 (46 Jahre) eine Kaufkraft von ca. 39.000 €.

    Damals gab es die DM, folglich grob über 70.000 DM für ein Baby übrig zu haben (also ein junges Pärchen, damals waren Eltern deutlich jünger) in einen etf zu investieren, den es damals nicht gab und die finanzielle Bildung war damals noch unaufgeklärter als heute…

    Ich weiß nicht, wann die Aktien sich als Anlageklasse in Deutschland im Bewusstsein der Mittelschicht (ohne Internet) als Alternative angekommen sind (ob sie jemals ganz angekommen sind, ist auch ein Diskussionsthema).

    Aus meiner selektiv verzerrten Wahrnehmung und meinem individuellen Alter, war es um die Dotcom rum. Ich war da gerade volljährig. Gerne würde mich jedoch die Meinung von der vermutlich etwas älteren, erfahreneren Aktienanlegern wie Felix, Claus und Oli interessieren.?

    Trotzdem waren und vermutlich sind Aktien die beste & rentabelste Anlageklasse. Allerdings auch unter der Voraussetzung, dass der Anleger keine individuellen Fehler gemacht hat und auch daran gewachsen ist.

    Ich mag Studien, bzw. finde diese sehr interessant. Nur muss man sich auch immer wieder fragen, von wem sind diese initiiert sind und mit welchem Ziel diese veröffentlicht werden. Eine Studienflut ist natürlich auch wieder unter Vorbehalt zu sehen…

    Die Objektivität der Daten und deren Überprüfung ist für viele Zeit mäßig gar nicht drin…

    Die Überflutung mit Informationen, die immer schneller Hektik und Leistungsgesellschaft scheint viele Menschen ins emotionale flüchten zu lassen. Mit ein Faktor für Trump und die Populisten.

    Für mich ist es jedoch vielschichtig (weitere Punkte: Globalisierungsverlierer, Dekadenz der Eliten, schlecht erklärte und auch umgesetzte etablierte Politik, Vertrauensverlust in die etablierten Medien, Zukunftsangst, tatsächliche Verschiebungen der Mittelschicht in Industrieländern, Verlust von Zusammengehörigkeitsgefühl (weniger Gesellschaft, Freundeskreis, Familienzusammenhalt und mehr Flucht ins Netz), unterdrücke nostalgische Erinnerungen, die kognitiv vieles früher einfacher und besser erscheinen lassen. Die eigene Jugend und die 20er sind für viele im nachhinein eine der schönsten Zeiten, weil man noch wenig Verpflichtungen hatte…

    Emotionen, Bilder und Geschichten (auch wenn sie falsch sind) bewegen viele Menschen doch leichter als langweilige Fakten.

  6. Nick

    Hallo Tim,

    seit einigen Monaten lese ich regelmäßig Deinen Blog. Vielen Dank für Deine treffenden Beiträge.

    Sogar der Spiegel brachte in diesem Jahr einen lesenswerten Artikel, wonach sich der Deutsche arm spart. Bei Interesse hier der link:

    https://www.quirinbank.de/news/spiegel-titel-der-deutsche-spart-sich-arm

     

    Unten auf der Seite geht es dann zum vollständigen Artikel aus dem Spiegel.

    Viele Grüße nach NYC und allen hier ein schönes Wochenende

     

  7. Willy

    Durchschnittliches Vermögen 47.000 Euro in Deutschland bedeutet nur Bargeld, Aktien, Fonds und Gold. Keine Immobilien sind drin. Trotzdem 10% der Menschen in Deutschland sind hoch verschuldet. Mag sein, dass auch Donald Trump verschuldet ist – kein Milliardär, Robert Kiyosaki ist verschuldet – kein Millionär. Und Adolf Merckle war kein Milliardär, sondern hoch verschuldet war, als er 5.1.2009 unter den Zug beim Ulm sprang, weil er Milliarde mit Volkswagen Aktie verlor.

  8. Obama

    Lieber Tim,

    danke für den sehr lesenswerten Beitrag.

    Wer Kinder hat, sollte diese früh an den Umgang mit Aktien heranführen.

    Mein Sohn ist 12 und hat sich vor ein paar Monaten die ersten „eigenen“ Aktien gekauft: Apple.

    Seitdem verfolgt er aktiv das Börsengeschen und plant jetzt schon, dass er ab 2017 sein Taschengeld regelmäßig in einen Wertpapiersparplan anlegt. Er hat sich dafür schon diverse Firmen angesehen, und ist momentan für die Anlage in Berkshire. Mal gespannt, ob es sich noch ändert.

    Gestern hat er die erste Dividende von Apple auf seinem Konto „gesehen“. Das motiviert.

    Der Schritt zum eingenständigen Kauf (bisher hatte ich schon Aktien für die Kinder gekauft) sorgt für einen riesen Motivatioinsschub zum eigenständigen Aneignen von wirtschaftlichen/Finanziellen Fachwissen. Mein Sohn fragt mich jetzt ständig über Aktien/Wirtschaft/….. aus.

    @all: Danke für die vielen tollen Kommentare

    Allen ein schönes Wochenende,

     

  9. PIBE350

    Private Altersvorsorge, in welcher Form auch immer, wird zunehmend wichtiger. Wer ein neues Spiel mit alten Spielregeln (nur gesetzliche Vorsorge) weiterspielen möchte, wird zukünftig zu den Verlierern gehören. Wer sich den neuen Spielregeln anpasst zu den Gewinnern. Die Mitte wird immer mehr in Reich und Arm verschwinden. So sieht nun mal die Realität aus, auch wenn sie vielen nicht gefällt. Meine Entscheidung ist gefallen: Ich passe mich lieber den neuen Spielregeln an. 🙂

    An Obama: Schöne Geschichte. Das macht ihr gut. 😉

    An chaostrader: Wie hoch der Endbetrag auch sein wird, oft hört man von Nichtsparern dann folgende Aussage: ,,Was bringt mir dieser lächerliche Betrag in 40 Jahren?“ Ich möchte dann immer gern antworten: ,,Was bringen dir später 0 Euro?“ Genau aus diesem Grund werden sie immer unvermögend bleiben, weil sie Geld einfach nicht zu schätzen wissen. Diese Wertschätzng fängt schon mit dem ersten gesparten Euro an.

  10. Markus

    Schlimm wenn man dazu selbst wenn man schon über 40 ist von den eigenen Eltern gezwungen wird alles in Versicherungen, merkwürdige Zertifikaten und Riester zu stecken. Klar könnte man sich rechtlich dagegen stellen, jedoch will man sich ja nicht mit den eigenen Eltern verkrachen.

  11. HeikoA

    Wieder einmal ein toller Artikel, danke Tim.

    Mal eine Frage in die Runde: Wie spart Ihr für Eure Kinder und wie motiviert Ihr Sie selbst zu sparen? Obama hat ja schon ein gutes Beispiel genannt.

    Ich für meinen Teil spare für meine fast 10-jährige Tochter seit drei Jahren 25€ in einen MSCI Workd ETF, ab nächsten Monat wird die Sparrate dann verdoppelt. Um Sie selbst zum Sparen zu motivieren zahle ich meiner Tochter „Zinsen“ in ihr Sparschwein. Hat sie einen bestimmten, vorher festgelegten Betrag erreicht, zahlen ich nochmal 10% on Top. Erst gestern wieder um 2 € aufgestockt 😀 .

    Von Ihren 2,50 € Taschengeld gehen 0,50 € ins Sparschwein. Vom Geld was von Opa und Opa kommt ebenfalls ein vernünftiger Anteil. Sobald das Schwein ein gewissen Betrag erreicht hat wird es auf einem Tagesgeldkonto auf ihrem Namen eingezahlt. Selbstverständlich darf Sie sich davon Wünsche erfüllen.

    Viele Grüße

    Heiko

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Wo hast Du die 3% Inflation her?

    Natürlich waren 10.000 Euro 1970 ein Haufen Geld. Ich möchte nur dem Leser die Augen öffnen, was der Zinseszins bewirken kann.

    Ich mache in meinem Blog keinerlei Werbung für Finanzprodukte. Und schreibe sehr kritisch, denke ich.

    In England, USA, Australien kann man so sparen (wie in dem Beispiel mit den 10.000 Euro). Es geht steuerfrei und extrem gebührenarm. Über spezielle „Aktiendepots für den Ruhestand“, die der Arbeitgeber vielfach noch zusätzlich bezuschußt. Die Steuer kommt dann erst im Rentenalter – dann ist sie in der Regel viel geringer für den Bürger.

     

    @ Nick

    Danke für den SPIEGEL-Artikel. Sehr aufschlussreich.

    Die Kernbotschaft aus dem SPIEGEL ist: Berlin fördert die schneeballhaften Vermittler-Strukturbetriebe mit Riester & Co. Die Gewinner sind die Verkäufer von Finanzprodukten, die sich an den Provisionen eine goldene Nase verdienen. Eben Bankberater, Anlagevermittler und Finanzmakler. Sie denken in erster Linie AN SICH SELBST und nicht an den Kunden. So ist das. Leider.

     

    @ Obama

    Danke. Du machst das vorbildlich mit Deinem Sohn.

    Ich finde es auch wichtig, dass Kinder nicht jeden Wunsch sofort erfüllt bekommen. Sondern auf Wünsche selbstständig hinsparen müssen (via Taschengeld und Geld für Arbeiten im Haushalt).

     

    @ HeikoA

    Vorbildlich. Du bringst Deiner Tochter etwas bei, wovon Sie Ihr gesamtes Leben zehren kann: Rücklagen bilden. Nicht alles ausgeben. Vorsichtig sein.

     

    Danke fürs Lesen und Kommentieren. Ihr seid einmalig. Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich allen!

  13. Dividende ist der neue Zins

    Erst vergangene Woche bat mich ein Freund ein Angebot von Canada Life zu prüfen, das ihm ein Berater/Verkäufer für sich und seine Lebensgefährtin erstellt hat.

    Kurz zusammengefasst: Bei den Szenarien Wertentwicklung von weniger als 5% p.a. würde er nach 25 Jahren noch nicht mal das Eingezahlte wieder rausbekommen. Ab ca. 6% p.a. wäre seine Bilanz positiv. Im Vergleich zu einem ETF-Sparplan wäre die Differenz mit den gleichen Parametern berechnet immerhin stolze 150.000 Euro.

    Es wird immer „Banker-Bashing“ betrieben, aber zu Unrecht stehen die ganzen Versicherungsverkäufer nicht ausreichend am Pranger.

  14. Markus

    @Tim

    Geometrischer Durchschnitt  der Inflation von 1970 – 2006 (37 Jahre)  €/ vorher DM = 3,1 % p. a. und beim $ = 4,7 % p. a. Inflation – Quelle Kommer Gerd, Souverän Investieren 2006.

    Die Nominellen US-Aktienrenditen waren zwar höher, hatten aber auch die höhere Inflation.

    Die realen Renditen sind in dem selektiv ausgewählten Zeitraum fast gleich.

     

  15. Klaus-Dieter Stork

    Lieber Tim,

    deine Kommentare lese ich inzwischen regelmäßig. Genauso wie die Antworten und Anregungen der Leser.

    Du schreibst heute“Angst und Gier“ ausblenden. Das hört sich prima an; ist aber schwer zu machen. Bei mir ist es weniger die Gier als die Angst, viel verlieren zu können, wenn eine Krise (Syrien, Brexit etc.) kommt.

    Gibt es denn Verhaltensregeln, oder „Übungen „, damit umzugehen.

    Des Weiteren empfiehlst du im Grundsatz „Buy and hold“. Das kann auch schief gehen-siehe Nokia oder andere. Gibt es Regeln, auszusteigen?

    Du hast mal geschrieben, dass auch du auf falsche Aktien (z.B. Praktika) gesetzt hast, aber sie trotzdem einfach liegen gelassen hast. Ist das sozusagen der „buddhistische Umgang “ mit Fehlinvestitionen.

    Beste Grüße  in das Land, dass ohne  Trump und Clinton und mit Sanders bessere Zukunft vor sich hätte.

    Ka

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Danke!

    @ Klaus-Dieter

    Danke für Dein Interesse.

    Angst und Gier, wie blende ich das aus? Das ist ganz schwierig. Daran scheitern die meisten Anleger.

    Mein Tip: Nicht ständig auf die Kurse schauen. Nicht traden. Langfristig investieren. Dekaden lang. Das Aktiensparen automatisieren. Etwa mit einem ETF- oder Aktiensparplan. Nicht alles auf eine Aktie setzen. Nicht jeden Mist lesen.

    Ja, ich mache extremes Buy and Hold. Ich verkaufe nie. Praktiker habe ich nie im Depot gehabt, aber andere Schieflagen (die noch dort liegen).

    Weise ist es, einen ETF zu kaufen anstatt Einzelaktien. Dann kann Dich eine Pleite nicht aus der Bahn werfen.

    Wer Einzelaktien für mehrere Dekaden kauft, sagen wir für 40 Jahre, sollte wissen: Dass eventuell 20% kaputt gehen bzw. herumkrebsen. 50% schlecht bis mittelmäßig laufen. Und 20% prächtig laufen. Und 10% extrem gut abschneiden. Aber genau diese extrem guten Aktien holen die Rendite für das Gesamtdepot.

    Fazit: Es ist völlig normal, wenn Unternehmen pleite gehen.

    Wer Aktien oder ETFs besitzt, weiß: Ein Absturz um 50% kann passieren. Und das ist auch völlig normal. Und bietet eine Chance.

    Ebenfalls herzliche Grüße und ein schönes Wochenende!

  17. MattySpaghetti

    Mal wieder ein super Artikel Tim. Den hab ich sofort an einige Kollegen geteilt, mit denen ich regelmäßig beim Kaffee auf solche Themen zu sprechen komme. Da gelte ich mittlerweile als Aktienbekehrer. Und das als relativer Anfänger! Da sieht man wo Aktien stehen in der guten alten Bundesrepublik.

    @HeikoA:
    Auf deine Nachfrage hin, wie man für die Kinder spart: Meine beiden Kids haben eine Einmaleinlage von 4t€ ins Depot bekommen. Je ein ETF auf den MSCI World. Die Einmaleinlagen kommen aus einem aufgelösten Bauspar- und einem Riestervertrag! Dazu kommen dann in den nächsten Jahren die Geldgeschenke. 1-2x pro Jahr wird nachgekauft.
    Mit Motivation ist da noch nix: Unser ältester wird bald 4 Jahre. Dauert also noch.
    Auch an Obama: Super dass ihr das so macht mit euren Kids. Das mit dem Apple-Aktien des Sohnes ist der Hammer. Sag ich jedoch als alter Apple-Jünger 🙂

  18. chaostrader

    @Klaus-Dieter,

    Gibt es Regeln, auszusteigen?

    Du kannst dir selber Regeln machen. Ob diese sinnvoll sind und langfristig Mehrrendite versprechen ist eine interessante Frage, deren Beantwortung anhand von historischen Daten nicht ganz trivial ist. Man muss das dann mit historischen Kursdaten überprüfen, das klapp aber eigentlich nur für Indexfonds/ETFs.

    Es gibt eine interessante Strategie namens Dual Momentum, die sowas verspricht und erwiesenermassen in den letzten 40 (und sogar den letzten 200 Jahren) eine beträchtliche Mehrrendite erbracht hätte, wenn man diese denn konsequent durchgezogen hätte. Die Probleme sind, das schafft fast keiner, Steuern bremsen einen aus (Amis etc. können das mit ihren steuerfreien Ruhestandskonten leichter durchziehen), und kurz- bis mittelfristig muss man mit verringerter Rendite leben können, man schlägt damit den Markt nicht in allen Zeiträumen, und das ganze funktioniert eigentlich nur mit ETFs oder billigen Indexfonds. Dual Momentum (und seine Varianten) sagt einem, wann man einen ETF verkaufen soll, in einen anderen umsteigt oder das Geld besser in Anleihen oder als Cash vorhält. Dadurch nimmt man die Crashs nicht voll mit, verpennt allerdings auch den rechtzeitigen Wiedereinstieg. Insgesamt eine überzeugende Sache, die ich irgendwann auch mal angehen werde. Der“Erfinder“ Gary Antonacci hat ein Buch drübergeschrieben (gibts bei Amazon) und hat auch eine Webseite, auf der er interessante Artikel und eine Menge aktuelle Daten postet. Fachartikel von ihm kann man auch runterladen. Einfach mal googeln.

  19. HeikoA

    @MattySpaghetti:

    Sehr gute Entscheidung mit dem Riester- und Bausparvertrag 🙂 Ich hab die 4K grad mal bei Zinsen-berechnen eingegeben und 56 Jahre laufen lassen…irre was da rauskommt. Leider bekomme ich das Foto hier nicht eingefügt…wie kann man hier ein Foto von der Bibliothek des IPad einfügen?

    Hier mal die Zahlen:

    4000 € Einmalzahlung
    56 Jahre Laufzeit
    0,4 % Verwaltungskosten
    kein Ausgabeaufschlag
    1,5 % jährliche Erträge aus thesaurierenden Fonds
    6% Wertentwicklung
    Inkl. 26,375 % Steuersatz und Freibertrag 801,00 €

    Endwert nach Steuer: 147637 Euro!!! Danke Zinsenszins 🙂

     

    Viele Grüße

    Heiko

     

  20. quark

    Du hättest beim Gewinnspiel eventuell nach Namen und nicht nach Anzahl der Kommentare gehen sollen, so hatten die, die 10 Nachrichten geschrieben haben eine höhere Chance…

  21. Frank

    Habe gerade gelesen dass die Steuerfreiheit  von vor 2009 gekauften Fonds fällt.Ein weiterer Schritt Aktionäre zu melken. Für viele wirft das die Altersrentenplanung gehörig durcheinander. Und bei den Fonds wirds wohl nicht bleiben, bald werden wohl auch die Aktien dran glauben müssen!

  22. DivSky

    Guter Artikel,

    dem ich beipflichten kann. Vielleicht wachen unsere Politiker ja mal auf und machen was für die Leute, die selbstständig für die Rente sparen wollen.

     

    @Heiko und Obama,

    das mit euren Kindern finde ich sehr vorbildlich. Mein DivBaby hat momentan drei Aktien im Depot. Bin auf der Suche nach der vierten Aktie. Ideen? Was haltet ihr von Eon?

    @Obama,

    warum Apple? Ich meine geht dadurch nicht Rendite verloren bezüglich der USA Quellensteuer?

  23. Selberdenker

    Soweit ich gelesen habe werden ende nächsten Jahres alle vor 2009 gekauften Fonds aus- und wieder eingebuch. Danach gelten Sie als neu angeschafft und sind ab da bei Veräusserung steuerpflichtig.

    Es ist schon eine bodenlose Frechheit wass sich diese Politmafia alles einfallen lässt um den kleinen Sparer zu melken, um die aufgetürmten gigantischen Schuldenberge der öffentlichen Haushalte, den Bürokratie- und Beamtenapparat und nicht zuletzt ihre fetten Abgeordentenbezüge und Pensionszusagen zu bezahlen.

    Ich finde das empörend! Eine Riesensauerei!

    (Auch deshalb weil ich mich in Vertrauen auf diese Altbestandsregel im Nov.-Dez. 2008 noch extra mit ein paar Fonds eingedeckt hatte.)

    Es zeigt sich auch in dieser Regelung, der kleine Bürger ist der Willkür der Machthaber hilflos ausgeliefert!

    Und dann wundert man sich, dass die Menschen politikverdrossen sind….

     

     

  24. Andrea

    Selberdenker, es zeigt sich, dass unsere Politikerkaste wenig durch keative und gute Ideen zur Bewältigung von Problemen auffällt und vorhandene Probleme teilweise sogar negiert werden, aber komischerweise immer dann Ideen vorhanden sind, wenn es darum geht, den arbeitenden Mittelschichtsbürger zu melken! Hinterher wird dann wieder von den gleichen Politikern gemeckert, dass wir nicht genug getan haben, um unsere irgendwann einmal schmale Rente durch eigene Anstrengungen aufzubessern. Ich meine, die regierenden Politiker hier im Land sind leider längst nicht mehr ernst zu nehmen. Es ist ein trauriges Bild, das sie abgeben. Bei Frau Merkel bekomme ich regelmäßig Anfälle von Fremdschämen, wenn ich mir vorstelle, dass sie uns auch im Ausland vertritt. Bei Siegmar Gabriel bekomme ich ständig Mitleid, weil ich mir denke, er muss doch selber merken, was für einen Stuss er erzählt und wie peinlich er sich benimmt.

    Gibt es denn keine vernünftigen und guten Politiker mehr hier im Lande???

  25. Moses

    wenn das mit dem aus- und einbuchen schule macht, dann kann man fast eine wette abschliessen das zukünftig das jedes jahr gemacht wird um auch die buy and holder jedes jahr abzumelken da die sonst ja nie steuern zahlen

  26. Christoph

    @Klaus Dieter: ich bezweifel stark dass Sanders gut für die USA und den Rest der Welt gewesen wäre. Das Problem mit den Linken ist doch, dass die Unternehmen extrem geschröpft werden sollen. Natürlich sind gute Löhne richtig und wichtig. Aber wenn man die Unternehmen zu sehr schröpft sind diese irgendwann nicht mehr rentabel oder weniger, stellen keine neuen Leute ein, werfen welche raus usw.
    Bei den deutschen Linken habe ich noch nie was vernünftiges zur Wirtschaft oder zur Rente gehört. Das ist eher UDSSR Gequatsche. Der Staat soll alles machen. Aber sieht man sich die Welt an so geht es den Menschen im Sozialismus nirgends besser als in den kapitalistischen Ländern (Natürlich gibt es dort Ausnahmen aber die sind auf die Unfähigkeit in dem Land zurückzuführen).

     

    @Divsky: Wieso soll die Qsteeuer neugtiv sein? USA 15%, Deutschland 10% und die ausländische Quellensteuer wird nach dem Aufbrauchen des Freibetrags angerechnet und verbraucht. Am Ende kommt es aufs gleiche raus.

    Ich würde übrigens auf gar keinen Fall EON in das Depot nehmen. Hätte ich Kinder und würde 4 Aktien aussuchen würde ich 3M, J&J, Microsoft und Pepsi oder Cola ins Dpeot nehmen.

    Da hätte man sehr solide Unternehmen im Depot und viele Bereiche Abgedeckt. 3M für sämtliche Industriebereiche, J&J für Pharma, Medizin und Konsumgüter, Tech durch Microsoft und Lebensmittel mit Pepsi/ Cola.

     

    Bezüglich der Sauerei mit den ETFs, Eigentlich sollte man da klagen.

    Da sieht man einfach wie unfähig die Regierung ist. Ich denke mit der FCP würde sowas nicht passieren. Die sind Dank Lindner wieder wählbar und für mich die beste Partei was die Ansichten angeht.

    https://www.fdp.de/steuerpolitik_sparer-werden-zur-kasse-gebeten

  27. Frank

    Sorry, aber Zwangsausbuchungen mit anschließender Neueinbuchung ist Diebstahl!

    Ich glaube nicht nur die Abgehängten verabschieden sich von der Demokratie, die Politik sorgt dafür (siehe Grünen Parteitag) dass dies die Mittelschicht auch bald tut, dann wirds aber wirklich gefährlich!!

  28. Selberdenker

    @chaostrader

    Nicht jeder war so naiv eine Frau Merkel und Ihre willigen Machtgeilen Helfer und Helferhelfer zu wählen.

    Frau Merkel war mal bei der FDJ war und nach der 89er-Wende ist sie plötzlich zum politisch entgegengesetzen Lager übergewechselt.

    Es ist faktisch belegbar und keine üble Nachrede zu sagen, das diese eine gnadenlose Opportunistin in.

    Echte eigene Überzeugungen oder wahre Grundwerte (wie es so schon auf Neusprech heisst) sucht man bei dieser vergeblich.

     

  29. Gurki

    Ihr sagt immer die Menschen sparen falsch. Warum sparen sie falsch? Ist doch ihre Sache wie sie sparen wollen. Wenn sie nichts mit Aktien zu tun haben wollen, weil es ihnen zu schwierig oder zu unsicher ist. Who cares?!

    Und mal ehrlich, ihr tituliert hier die Aktien als das Allheilmittel! Was macht ihr eigentlich wenn es mal wieder einen Börsencrash gibt und ihr 70+ seid? Und die Million+ auf 300.000€ reduziert wird? Eure Altervorsorge ist also extrem geschrumpft. Seht ihr die Aktie dann immer noch als Allheilmittel?

    Vielleicht liegt es daran, dass ich mittlerweile einige Finanzblogs lese, aber die Aktien werden massiv gehyped. Vor allem für „falsche“ Sparer – denn die MÜSSEN unbedingt in Aktien investieren…

  30. Heinz

    „Was macht ihr eigentlich wenn es mal wieder einen Börsencrash gibt und ihr 70+ seid? Und die Million+ auf 300.000€ reduziert wird? Eure Altervorsorge ist also extrem geschrumpft.“

     

    Mit 300k hast du mehr als 98% der Leute. Also noch immer eine gute Altersvorsorge.

  31. Markus

    @Mattoc

    Was ist daran ein Troll-Beitrag?

    Aktien sind eine der besten Geldanlagen (mit Einschränkung, dass es historisch über 115 Jahre ein der besten Geldanlagen war).

    Trotzdem muss man sich selbst Gedanken machen, ob und in welcher Quote Aktien für einen selbst ins Vermögen und zur eigenen Lebenssituation/Charakter passen.

    Bei nem Millionendepot sind ein paar Jahresausgaben kurzfristig verfügbar (Tagesgeld innerhalb Einlagensicherung, kurz- und mittelfristige AAA-Staatsanleihen (Norwegen, Australien, Kanada, Dänemark, Schweiz, Deutschland), Pfandbriefe, Sparbriefleiter etc., Inflationsanleihen durchaus eine überlegenswerte Komponente für Aktiencrash-Phasen und Anleger, die sich sonst unwohl fühlen.

    Wenn Tim schreibt, er geht zu knapp 100 % in Aktien sollte man das nicht zu wörtlich nehmen! Die eigenen und die vermieteten Immo`s werden schon einen kleinen bis mittleren Prozentwert vom Vermögen ausmachen!

    Einen großen Aktienanteil finde ich für den Vermögensaufbau jedoch sehr wichtig! Selbst für Risikoaverse Anleger ist ein kleiner Teil durchaus in etf`s empfehlenswert!

    Trotzdem tun sich manche Leute doch mit Immo`s leichter (Zwangssparen und die Wertermittlung steht nicht jeden Tag schwarz auf weiß auf dem Bildschirm!)…

  32. chaostrader

    Einen US-Demokraten als „links“ zu bezeichnen ist ja wohl sowas von dämlich… da bleiben einem fast die Worte weg.

    Nicht jeder war so naiv eine Frau Merkel und Ihre willigen Machtgeilen Helfer und Helferhelfer zu wählen.

    Naja, nicht jeder, aber die große Mehrheit.

  33. PIBE350

    An Gurki: Die Aktienquote und die Portfolioaufteilung muss jeder für sich selbst festlegen. Mein Portfolio besteht aktuell aus Aktien (Unternehmen und Immobilien), Unternehmensbeteiligungen (privat), Immobilien (privat), Edelmetallen (Gold) und einer liquiden Notreserve (Tagesgeld). Das ist mein persönlicher Weg. Jeder muss sich eigene Gedanken zu seinem Leben und seiner Zukunft machen. Nur eines steht fest: Ohne private Vorsorge werden zukünftig immer mehr Menschen auf der Strecke bleiben. 😉

  34. Felix

    @ Gurki

    Stimme unbedingt zu. Insgesamt hat sich mein Depot, bis jetzt, in 25 Jahren gut entwickelt. Aber unter welchen Verwerfungen, Schmerzen und depressiven Phasen das geschehen ist, das möchte ich niemanden zumuten, der das nicht von sich aus macht. Ich weiß nicht, wie viele Menschen das wirklich auf Dauer aushalten können.

    Viele hier kennen die Börse seid 2009, eine Schönwetterperiode sondergleichen. Das in die Zukunft einfach fortzuschreiben, ist naiv. Das Sendungsbewusstsein, andere Leute mit ihren schwer verdienten Ersparnissen in Aktien zwingen zu wollen, habe ich nicht. Selbst meinen engsten Freunden empfehle ich es nicht nachdrücklich, wenn sie es nicht von sich aus wollen.

    Auch ich glaube nicht, dass Aktien das finanzielle Allheilmittel sind. Deshalb diversifiziere ich.

     

  35. Heinz

    „Trotzdem tun sich manche Leute doch mit Immo`s leichter“

     

    Kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Immos sind in jeder Beziehung komplizierter als Aktien.

    Kauf auf Kredit (meistens)
    viel gebundenes Kapital, Klumpenrisiko
    Man kann nur am Stück kaufen/verkaufen
    hohe Nebenkosten bei Kauf/Verkauf
    wenig transparente Preisentwicklung
    Risiko mit schlechten Mietern
    unsichere langfristige Attraktivität der Lage

  36. Mr. B

    Ein Bekannter von mir hat über 400 TEUR quasi unverzinst auf Tagesgeldkonten rumliegen. Von Aktien o.ä. hält er nichts. Er hat immer in Rentenpapiere sein Geld angelegt. „Lieber weniger bekommen, aber dafür weiß man was man bekommt“ Er ist Renter und seine Einnahmen übersteigen die Ausgaben.

    Was soll er mit seiner „Reserve“ machen? Natürlich habe ich mal wieder versucht ihm das Thema Unternehmensbeteiligung näher zu bringen. Aber er lässt sein Geld lieber da wo es ist. Wenn er sich damit am wohlsten fühlt, ist das auch gut so. So denken viele ältere Menschen mit mittlerem Vermögen in Deutschland.

     

  37. Christoph

    @Chaostrader: natürlich ist Sanders links einzuordnen. Wo denn sonst?

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=30687

    http://www.tagesspiegel.de/politik/3-tage-nach-der-wahl-bernie-sanders-bietet-trump-unterstuetzung-an/14829018.html

    Was macht denn die linken aus? Dass sie die unternehmen zügeln wollen. Das sie extrem regulieren wollen. All das will Sanders.

    In den USA gibt es diese Parteien Landschaft nicht wie es sie bei uns gibt. Rebuplikaner sind ja auch keine rechten wie NPD hier bei uns. DIe Demokraten könnte man vieleicht als eine ART CDU/CSU einordnen. Aber die „christlichen Werte“ und das konservative passen auch wieder zu den Republikanern.

    Sanders ist auf jeden Fall links. Er sagt über sich selbst er sei ein Sozialist!

    @Heinz. Wenn es so kommen sollte macht mir das nix aus solange das Geschäftsmodell weiter gesund ist bekomm ich ja weiter Dividenden.

     

     

     

  38. Mattoc

    @Markus: Machmal habe ich den Eindruck, dass sich hinter verschiedenen Beiträgen der selbe Autor verbirgt, nur um andere Leser zu einem Beitrag zu verleiten.

    Direkt im ersten Satz ist doch die Provokation von Gurki formuliert. Er bringt zwei Aussagen miteinander in Bezug, die gar nichts miteinander zu tun haben:

    Aussage 1: Die Menschen sparen NICHT FALSCH.

    Aussage 2: Jeder Mensch kann selber entscheiden, ob und wie er spart.

    Die Beiträge von Tim und die Statistiken, wie Deutsche ihr Geld anlegen, zeigen doch, dass sie ihr Geld überwiegend falsch (renditeschwach auf Tagesgeldkonten und Sparbüchern) anlegen. Die Aussage 1 ist damit doch Quatsch. Und die Aussage 2 ist absolut richtig. Natürlich kann jeder Mensch selber entscheiden, ob und wie er spart. Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, ob das, was jemand tut, objektiv richtig oder falsch ist.

  39. DivSky

    @christoph,

    vielen dank. Aber wie sieht die USA das mein DivBaby unter 18 Jahre ist.

    Kann deiner Argumentation noch nicht folgen. Denn wenn mein DivBaby eine Apple im Depot hat und Dividende kassiert, dann zahlt es doch 15Qest an die USA und in der BRD ist es steuerfrei oder?

    Zumindest ist das mein Kenntnisstand und deswegen bin ich nur auf deutsche oder britische Aktien aus. BMG geht auch noch.

     

    @Christoph und Stefan,

    wenn die FDP das im Wahlprogramm wirklich umsetzen will, bekommt Sie unsere zwei Stimmen. Denn es wäre für mich das erste Mal, das eine Partei sowas vorschlägt. Ich finde den Ansatz gut und würde entsprechend mehr zur Gerechtigkeit beitragen.

  40. Christoph

    @Divsky: Wieso ist die Dividende für dein Kind steuerfrei wenn es deutsche Aktien sind?

    Da fallen doch 25 % Kapsteuer an.

    Hast DU US Aktien zieht der US Fiskus aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommen nicht die üblichen 30% sondern 15% ab. Dann wird umgerechnet. Und von dem Ursprünglichen Brutto rechnet der Deutsche Staat dann 10% ab. Da dies aber insgesamt mehr wären als die 25% Kapsteuer werden nach dem Verbrauch des Freibetrags noch die angesammelten ausländischen Quellensteuer erst abgezogen bevor kapsteuer gezahlt werden muss.

     

    Also beispiel

    Dividende: 65 USD

    15% Qsteuer = USD 9,75 = EUR 8,92

    Total 1: 55,25

    Umrechnungskurs: 1,0929 = EUR 50,55

    Da sind die Quellensteuer erstmal erledigt. Nun will der deutsche Staat was haben.

    Das Brutto war USD 65 Das sind umgerechnet EUR 59,47

    Von diesen gehen dann die 10% Kapitalerstragssteuer für den deutschen Fiskus ab. Da Da man allerdings noch einen Freibetrag hat muss man nichts zahlen und bekommt die oben Fett markierten EUR 50,55 ausgezahlt.

    In den Topf anrechenbare ausl. Quellensteuer gehen die oben Kursiv EUR 8,92.

     

    Ist der Freibetrag nun aufgebraucht wird erstmal der Topf anrechenbare ausländische Qsteuer angegangen. Das läuft dan quasi wie ein 2. Freibetragstopf.

    Das muss so sein damit man insgesamt auf die 25% Steuer identisch zu den deutschen 25 Kapsteuern kommt.

    Am Ende macht es dann keinen Unterschied ob die Aktie aus Deutschland oder den USA war. Zumindest Steuertechnisch/Auszahlungsmäßig für Aktionär.

  41. Mr. B

    Das Kind hat den Freibetrag wohl nicht nicht aufgebraucht, deswegen ist die Dividende steuerfrei. Zur Not könnt man sogar eine NV Bescheinigung beantragen. Das mit den deutschen und GB Aktien macht schon Sinn, zumindest steuerlich gesehen.

  42. DivSky

    Interessant, aber nach deiner Berechnung schmaelert eben die Qest aus den USA die Rendite.

    Ein minderjähriges Kind hat einen netto Steuerfreibetrag von ca 9.489,00 Euro brutto. Aber das Kind darf netto nur weniger haben, glaube so ca. 5000 Euro, weil ansonsten Krankenversicherung gezahlt werden muss. Quelle konnte ich auf die schnelle nicht finden.

    Wie dem auch sei, bis man die 5000 Euro erst einmal erreicht, vergeht doch ein wenig Zeit und finde es schade, wenn 15% der Rendite für Steuern verschenkt werden wie z.b. in den USA.

    Deswegen bin ich mehr für Tipps von Ländern aus der BRD, GB, BMG oder oder oder.

  43. ms03

    Zahlt man eigentlich bei den ETF‘ s zum Bsp Lyxor Water World, S&P500, Stoxx dividend( Luxemburg) auch die Quellensteuer?

    Alle ausschüttend.

    Wenn ja wird die Quellensteuer nur bei dividendenauszahlung oder auch beim Verkauf fällig?

    will bald starten brauche noch eure Hilfe. Danke

  44. Markus

    @Heinz

    Ja, manche Menschen bauen leichter Vermögen mit Immos auf, obwohl Aktien im Regelfall rentierlicher sind.

     

     

  45. Stefan Ledabyl

    Gurki said:

    Und mal ehrlich, ihr tituliert hier die Aktien als das Allheilmittel! Was macht ihr eigentlich wenn es mal wieder einen Börsencrash gibt und ihr 70+ seid? Und die Million+ auf 300.000€ reduziert wird? Eure Altervorsorge ist also extrem geschrumpft. Seht ihr die Aktie dann immer noch als Allheilmittel?

     

    Mal ganz doof nachgefragt. Die Anzahl der Aktien bleibt doch gleich. Natürlich ist so ein Buchwertverlust nicht schön mit anzusehen, aber wenn man ein glückliches Händchen bei der Auswahl bewiesen hat, ist doch zumindest die Chance hoch, dass die Firmen die Dividenden stabil halten.

    Oder habe ich da einen groben Denkfehler drinne? Also mich würde das zumindest teilweise beruhigen, und vllt vor schwerwiegenden Panikverkäufen bewahren, wenn die Anzahl der Papiere und damit die Dividenden durchaus stabil bleibt. Aber ob ich die Feuertaufe tatsächlich bestehen werde, wenn es tatsächlich mal Bergab geht? Das steht noch nicht fest, zumindest halte mich mich dann an Tim`s Ratschläge und alle anderen Ratschläge hier, so selten wie möglich ins Depot zu schauen.

    Dieses Wochenende gabs bei der Consorsbank umbauarbeiten, bzw. die Integration der DA-Bank, mal ein Wochenende ohne in das Depot zu schaun, tut immer wieder mal gut. 🙂

  46. Mr. B

    Ich müsst eher öfter ins Depot schauen. Aktuell befinden sich 506 ungelesene Dokumente im Postfach.

  47. Gurki

    @Mattoc:  Warum ist mein Beitrag ein Trollbeitrag? Nur weil ich die Aussage, dass „Falschsparer“ unbedingt in Aktien gehen müssen, hinterfrage?

    Hier wird ja nicht gesagt, dass die „Falschsparer“ auch weitere Assets besitzen sollen. Es liest sich hier und auch auf anderen Finanzblogs immer so, als müsste man all sein Geld in Aktien pumpen, wenn man für das Alter vorsorgen muss bzw. will.

    Von Diversifikation wird hier aber nicht geschrieben.

  48. Andrea

    Gurki, das kann jeder für sich entscheiden, wieviel Prozent seines Ersparten er in Aktien steckt. Dazu gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern es ist eine individuelle Entscheidung. Generell lässt sich sagen, dass die Aktien in der Regel die höhere Rendite einbringen. D.h. auch, je höher der Aktienanteil, je höher die Gesamteendite, je höher aber auch das Risiko.

    Meiner Meinung nach sollte man nur den Betrag in Aktien stecken, bei denen man einen Totalverlust verschmerzen kann, d.h. ich bin dafür, einen gewissen Teil des Ersparten in sichere Produkte zu stecken. Nur was ist sicher??? Also gilt (für mich jedenfalls), breit zu streuen, irgendetwas wird schon in der Not übrig bleiben.

    Wenn Tim alles in Aktien stecken will, ist das seine persönliche Entscheidung und nur er hat die Konsequenzen zu tragen. Ich bin aber ziemlich sicher, dass er hier auch von siener Eigentumswohnung in New York geschrieben hat. Also hat er auch nicht alle Eier in einem Korb.

    Die Eigenverantwortung kann dir hier keiner abnehmen.

    Aktien machen halt unter dem Gesichtspunkt der Rendite Sinn.

     

     

     

     

  49. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Heinz

    Danke. Viele erfolgreiche Unternehmer leben bodenständig. Und denken ans stiften.

    In meiner Heimat Mannheim lebt die Familie Fuchs von Fuchs Petrolub bodenständig – soweit ich weiß. Ein Freund hat mir gesagt, Manfred Fuchs wohnt in einem ganz normalen Haus. Bringt den Müll raus. Und arbeitet am Haus.

    Sie brauchen kein Clown-Auto und keine Clown-Häuser.

    http://www.rnz.de/nachrichten/mannheim_artikel,-Unternehmer-mit-Herz-und-Verstand-Manfred-Fuchs-wird-Ehrenbuerger-_arid,9580.html

    http://www.svz.de/deutschland-welt/politik/deutschlands-reiche-arme-wuerstchen-id15023101.html

  50. chaostrader

    Welche Bank erlaubt es denn einem Baby, ein Depot mit riskanten Wertpapieren zu führen?

  51. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ms03; „Zahlt man eigentlich bei den ETF‘ s zum Bsp Lyxor Water World, S&P500, Stoxx dividend( Luxemburg) auch die Quellensteuer? Alle ausschüttend. Wenn ja wird die Quellensteuer nur bei dividendenauszahlung oder auch beim Verkauf fällig?“

    Moin,

    die Dividenden der einzelnen Aktien des ETFs erhält ja der Fonds. Von den Dividenden sind im jeweiligen Quellenland der Dividenden die Quellensteuer einbehalten worden. Das Fondsmanagement holt die erstattungsfähigen Steuern zurück. Diese werden dann im Jahresbericht unter „sonstige Vermögensgegenstände“ aufgeführt (ebenso wie die Dividendenansprüche des Fonds).

    Z.B. im Halbjahresbericht für iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) für den Berichtszeitraum vom 01.03.2016 bis 31.08.2016

    Quellensteuerrückerstattungsansprüche CHF 441.652,73, EUR 373.387,27 (S. 154)

    Von dem was der ETF ausschüttet wird Dir die Kaptalertragssteuer (KeSt) abgezogen, wenn Dein Freibetrag aufgebraucht ist, also 25%+Soli.

    Wenn Du noch Freibetrag hast, dann bekommst Du die Ausschüttung ohne Abzug.

    Das gilt genauso für Gewinne aus dem Verkauf von ETF-Anteilen. Wenn Gewinne angefallen sind, und der Freibetrag aufgebraucht ist, dann werden die Gewinne mit der KeSt belastet.

    Schönen Tag

    MS

  52. Stefan

    Hallo zusammen,

    einige hatten hier zuletzt geschrieben, dass sie ihr Depotkonto bei der DAB haben. Das Online Banking wurde ja am Wochenende auf die Consorsbank umgestellt.

    Hat jemand hier heute schon Erfahrungen gesammelt? Ich kann mich noch nicht einloggen 😀 Stehe in Kontakt mit dem Kundendienst.

    Im Forum klingt es sehr beunruhigend: https://wissen.consorsbank.de/t5/Die-DAB-Bank-wird-zur/Hilfe-vieles-schlechter/m-p/43835

    Einer schreibt:

    „Nach 30 Min. folgende Resüme:

    – Depotübersicht wesentlich unübersichtlicher und im Handling schlechter

    –  keine Tagesperformance

    – anscheinend kein Intraday-Update der Kurse, zumindest weniger Updates als noch bei der DAB

    – Direkthandel schlägt mehrmals fehl -> Stückzahl nicht ausreichend etc.

    – Es muss immer wieder eine neue TAN erzeugt werden nach einem Fehltrade

    – Keine Anpassung der Stückzahl in der Depotansicht nach Orderausführung

    – Kein Info über Orderentgelte bei der Ordererfassung

    – der ActiveTrade läßt sich nicht installieren, gibt es dort SessionTANs?

    – Wo ist eigentlich das Postfach?“

  53. Christoph

    @Stefan: Also ich war vorher auch schon bei COnsors. Es gibt Dinge die mich stören (früher war es deutlich übersichtlicher) aber insgesamt bin ich zufrieden.

    Das mit der TAN ist doch gut dass es nach Fehlersuchen eine neue benötigt. Es gibt übrigens auch Sessions Tans. (nutze ich allerdings nicht).

    Das mit den Order Entgelten: Das weiß man doch vorher?! OK die genaue Abrechnung sieht man allerdings wirklich erst im Online Archiv.

     

    Das Postfach ist oben Rechts. Bzw dort sind die Benachrichtigungen. Die einzelnen Infos wie online archiv sind nun leider versteckt(war früher besser).

    Mein Konto/ Dann im Bereich Verwaltung unterster Punkt.

     

    Im Portfolio kannst du dir einstellen welche Ansicht du möchtest (nutze ich aber nicht daher kann ich da nicht helfen)

     

     

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Mahlzeit!

    Heute wurde ich aufgeschreckt durch das Übernahmeangebot von Siemens an Mentor Graphics, die ich mal erwähnt habe. Wieder was weg vom Kurszettel. War aber eh kein echter Dividendentitel.

    Aber, was ich sagen wollte…

    Soeben habe ich einen neuen Artikel vom geschätzten „Don Alphonso“ gelesen, den ich hier gern unterbreiten möchte.

    Er beleuchtet anschaulich an einem praktischen Beispiel die negativen Auswirkungen der Globalisierung auf die Befindlichkeit der USA, und die jetzt daraus resultierenden Ergebnisse der Wahl.

    Don Alphonso: Trumps Sieg: Handgemacht in den USA

    Es ist auch eine „schöne“ Aktien-Geschichte über den Aufstieg einer amerikanische Kult-Fahrradmarke (Cannondale), Börsengang 1995, deren Niedergang durch falsche Strategie und letztendlich Verlagerung nach China, Bankrott 2003 und „Ende“ in der kanadischen Firma Dorel. Dort finden sich auch andere bekannte Namen des täglichen Lebens wie „Maxi Cosi“ usw. -> Watchlist.

    Den Niedergang der amerikanischen Provinz  kann man auch beispielhaft (ab Minute 28:20)  in der arte-Doku nachvollziehen (noch 5 Tage online); ARTE Reportage Spezial Donald Trump – US-Präsident. 

    Amerika ist eben nicht nur Manhatten, Disneyland und Muscle Beach Venice Ca.

    MS

     

  55. Christoph

    @Matthias: Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits gebe ich Dir Recht dass die Qualität in Deutschland, USA normalweise besser ist als in China, Indien etc. Aber dann kommt auch das Thema Preis.

    Natürlich spielt es keine Rolle ob man für das Tshirt nun 4 USD (China Ware) Oder 7 USD (USA Ware) zahlt.

    Aber bei Technik kann das schon anders aussehen. Wobei man auch sagen muss das in China das Thema Roboter in der Produktion immer größer wird. Da hinken viele Industrienationen schon jetzt hinterher.

     

    Oft greifen Parteien das Thema Globalisierung aus nostalgischen Gründen auf. Denn die Zeiten ändern sich einfach. Schaut man sich zB in Asien Flughäfen an und dann die in den  USA dann fragt man sich welches die Industrienation ist.

     

    Hinzu kommt das man in den Industrienationen sicher nicht mehr viele Näher findet. Dafür sind sich viele zu schade.

     

    Übrigens die Grünen haben beschlossen dass die Vermögenssteuer wieder kommen soll.

  56. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    mir geht es auch so. China wird es noch weit bringen, keine Frage. Die kopieren ja auch schon den Tesla. Irgendwann, wenn die auch noch aus eigener Kraft innovativ werden, dann gnade uns Gott. Man kann nur hoffen, dass die dann auch bald hohe Löhne zahlen müssen und es entsprechend teure Produkte gibt, die wieder alles ins Gleichgewicht bringen.

    Es geht mir nur darum zu verstehen, was die Amis umtreibt, warum man Trump gewählt hat.

    MS

  57. Stefan Ledabyl

    Guten Tag,

    ich kann mich erinnern, dass vor ca. 2 Monaten noch viele Analysten der Meinung waren, die Commerzbank wird Jahre brauchen, bis Sie sich wieder erholt hat. Und heute ist der Kurs das erste Mal seit ich diesen (Fehl)-Kauf getätigt habe im Plus. Von Erhohlung kann man ja noch nicht sprechen, aber was meint Ihr, wie stehen die Chancen, dass es mit dem Kurs weiter Bergauf geht? Ich stehe kurz davor, das erste Mal in meiner kurzen Börsenkarriere eine Aktie zu verkaufen.

    Für die 600 Euro würde ich lieber meine Philip Morris Anteile quasi verdoppeln, die ja gerade zurückgekommen sind.

    Eigentlich habe ich ja nicht vor zu verkaufen, aber bei der Commerzbank bin ich mir wirklich unsicher.

  58. Christoph

    @Stefan: Kurserholung und geschäftliche Erholung sind 2 Paar Schuh.

     

    Ich glaube auch dass die Banken in Europa noch Jahre brauchen um wieder solide zu wirtschaften.

    @Matthias: Wenn China die Umweltprobleme in den griff bekommt, das wäre ein erster Schritt. Einerseits ist China bei Technik extrem fortschrittlich. So gibt es ja bald extreme Hürden für Autobauer. Also man muss so und so viele Elektrozertifikate haben damit man ein herkömmliches Auto dort verkaufen darf. Andererseits glaube ich nicht dass China innovativ sein kann.

    Das geht nur wenn die Menschen frei sein können.

     

  59. Oliver

    Mit China wiederholt sich, was Japan bis in die 80er Jahre war. Jeder hat sich wahnsinnig vor Japan gefürchtet und diese Nation hat die westlichen Staaten mit der Übernahme einiger Industrien überrollt oder ganz zerstört. Ein Beispiel dafür ist die Uhrenindustrie.

    Das interessante an China sind die wesentlich größeren Ressourcen und das sie noch anpassungsfähiger sind als die Japaner. Die Chinesen sind als Nation extrem fleißig und noch geschäftstüchtiger. Dafür waren sie schon immer bekannt. Ein wesentlicher Nachteil ist aber die geringe Innovationskraft. Japan ist in dem Punkt stärker und deshalb gibt es Gebiete wie z.B. die Robotik, wo sie unangefochten an erster Stelle sind.

    Trotzdem darf man sehr große Firmen schon lange nicht national sehen. Wenn ich mir z.B. Intel anschaue, haben sie eines der modernsten Werke als Kopie von Singapur in China eröffnet. Es gab viele Debatten, warum man das Werk nicht in den USA gebaut hat. Aber das sind nur Rückzugsgefechte. Große Firmen agieren global, was nicht in die Rhetorik vieler Politiker, wo dann viele Bürger gerne folgen, weil es sich so gut anhört, passt. Die nächste noch neuere Fabrik wird auch in China entstehen.

    Die Zukunft sieht eher so aus, das es Inseln von modernen Industrien (sog. Cluster) geben wird. Deutschland ist bei der Clusterbildung durchaus auch dabei. Das platte Land wird für gutbezahlte Zukunftsjobs nicht sonderlich die Rolle spielen, außer die Menschen können von zu Hause arbeiten. Das geht manchmal und wird sich auch noch mehr durchsetzen, aber aufgrund von Effizienz wird Forschung und Produktion in Gebieten auftreten, wo mehrere große Unternehmen Werke am laufen haben.

    In China haben zu Beginn die großen Hafenstädte dominiert. Peking plant eine Megastadt in Peking (neuen Namen bin ich zu faul zu googeln) mit ca. 50 Mio. Einwohnern auf der Größe Bayerns. Größte Stadt ist momentan Chengdou mit 38 Millionen Einwohner im Landesinneren mit etwa der Größe Österreichs. Das Stadtbild scheint sich jedes Jahr zu verändern, so schnell ist die Entwicklung.

    Deutschland als Standort hat für Europa die größten Vorteile. Es liegt zentral, hat eine starke Industrie und viele ausgebildete Leute. Das Land ist immer noch innovativ und hat international einen exzellenten Ruf. Deshalb wollen die Chinesen vor allen sehr gerne Mittelständler kaufen: Viel Innovation durch Patente und gute Arbeitskräfte. Ein chinesischer Mitarbeiter ist z.B. weit weg von loyal, der wechselt regelmäßig alle 2 Jahre den Job. Das ist in Deutschland noch nicht so. Und gerade wegen der Mentalität mache ich mir für Deutschland als Standort sehr wenige Gedanken. Unsere Südländer haben es da wesentlich schwerer, wie man an den Wirtschaftszahlen sehen kann. Ich bin mir sicher, dass Deutschland auch in 50 Jahren noch sehr wohlhabend sein wird. Nur nicht zu sehr schwarz malen, das bringt nichts.

     

  60. Slazenger

    @Oliver

    es gibt ja nicht so viele Experten die Europa eine Zukunft voraussagen. Die Rede ist vom „Endspiel“ , der Euro zerbricht, Austritt der Südländer aus der EU ,das Ende der EU,  usw. eigentlich hat Europa keine Chance , und Deutschland mittendrin,  wenn man das alles so liest und hört!!! Da tut so ein Kommentar wie deiner richtig gut, der Deutschland auch mittel und langfristig auf einem guten Weg sieht! Ich weiß nicht was auf uns zukommt in Europa, ob alles sooo schlimm wird wie prognostiziert , aber ich bleibe Optimist und investiere weiter in Aktien!!!

  61. Michi

    @Matthias Schneider

    „Es geht mir nur darum zu verstehen, was die Amis umtreibt, warum man Trump gewählt hat.“

    Viele wählen Trump, weil Menschen nicht alles nur aus wirtschaftlichem und unternehmerischem Standpunkt sehen, sondern ihr Umfeld auch aus sozialem und gesellschaftlichem Aspekt betrachten.

    Wie verändert sich die Nachbarschaft, das Dorf- und Stadtbild in meiner unmittelbaren Nähe? Stichwort (Jugend-)Kriminalität, Slums und Nogo-areas in Großstädten und wahrscheinlich auch schon in mittelgroßen Städten, vor allem durch ungebildete Unterschicht-Migranten aus Mexiko, Afrika, arabischen Ländern. Wer daran Schuld ist, dass es diesen Migranten schlecht geht, ist natürlich eine andere Frage.

    Schlechte Integration, wenig Interesse an der einheimischen Kultur und fehlende Teilnahme an Aktivitäten (Festen, Vereinen, Kirche u.s.w.) in den kleinen und mittelgroßen Städten dieser Menschen.

    Viele ältere und mittelalte Amerikaner wünschen sich halt die „guten alten Zeiten“ zurück mit weniger Globalisierung u.s.w. auch wenn viele vielleicht  weniger Geld hätten, aber der Zusammenhalt der einheimischen Bevölkerung war damals halt homogener.

    Das sind mit Sicherheit einige Gründe.

     

     

     

  62. MattySpaghetti

    @HeikoA: Ein spätes danke für deine schnelle Rechnung oben. Fand ich nett dass du so schnell die Zahlen reingehackt hattest 🙂

  63. Nils Schröder

    @Christoph: Ich denke nicht, dass „linke“ wie Sanders die Unternehmen „schröpfen“ wollen. Und wenn doch, vielleicht täten die Konzerne ja auch gut daran ihren Steuerpflichten nachzukommen, damit wir u. a. die Bildung unserer Kinder nicht gänzlich in private Hände und deren Portemonnaies legen müssen oder uns aus einer Notsituation wie z. B. der Arbeitslosigkeit nach einer Unternehmenspleite hinaus helfen können.Vielleicht wären meine Hinterbliebenen alleine schon gesetzlich besser versorgt oder ich sähe weniger alte Menschen nach Jahrzehnten der Arbeit Pflandflaschen sammeln. Vielleicht täten die Unternehmen gut daran ihren Angestellten und Arbeitern anständige Löhne zu zahlen, denn schließlich stellen die sich täglich nen Wecker um die Gewinne der jeweiligen Unternehmen auf den Weg zu bringen. Nicht wie ein Winterkorn, der nach dem größten Skandal der VW-, oder gar der Automobilgeschichte an sich, jegliche Schuld von sich weist und mit 14 Mille in der Tasche locker flockig nach Hause schlendert.

    …vielleicht fehlt den Leuten in einem von der SPD „erfolgreich eingeführten“ und von allen anderen konservativen Parteien gefeierten Niedriglohnsektor Deutschland auch einfach nur das nötige Kleingeld, um sich „einigermaßen bedenkenlos“ im Finanzkasino zu tummeln. Aber das gehört hier nicht hin, sorry…

    Ein großes Stück das da fehlt, und da stimme ich dem Tenor des Artikels zu, ist in jedem Fall ein ordentlicher Schnaps Finanzkompetenz!

    Selbst der Sparkassenheini von nebenan Riestert mit solzt geschwellter Brust und zahlt seine Hütte lieber 40 als 20 Jahre ab.

    Wie super man mit einer Buy and Hold Strategie auf Dauer fährt, weiß ich nicht. Auch Apple war schon mehrfach pleite. RWE und E-ON sind als Deutschlands größte Versorger mit Fukushima untergegangen (um jetzt mal die Schlagzeilen zu bedienen). Gegenüber Tesla fahren deutsche Autobauer innovativ auf dem Standstreifen, wie wird es dort weitergehen etc. pp.

    In jedem Fall sollte man sich wohl frei machen von gebleachten Börsengurus und sich selbst auf dem Laufenden halten bezüglich des Zusammenspiels von Devisenkursen, Leitzinsen, Rohstoffpreisen und deren Auswirkungen auf die Aktienmärkte und deren jeweiligen Sektoren. Man nehme nur die reißerischen Überschriften und die immer wieder einkassierten und sich scheinbar mit dem Wetter wechselnden Kurszielen der vermeintlichen Reasearch-Agenturen und Banken oder Wirtschaftsinstituten.

    Ich für meinen Teil verzocke mal lieber „nen Fuffi“ als ihn zu versaufen und halte mir stattdessen lieber ein extra Cash-Polster für Tage wie den BREXIT, denn solche Situationen bringen nicht die Welt ins wanken, sondern sie bieten günstige Einstiegschancen.

    Danke für eure Aufmerksamkeit und viel Spass und vor allem Erfolg weiterhin! Ich habe die vorangegangene Stunde sehr mit euren Kommentaren genossen und werde gerne wieder reinschauen. Viel Erfolg, Tim, guter Ansatz!

     

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