Bei Aktien zählt die Bewertung: Der Preis ist heiß


New York, 13. Oktober 2015
dasasdsda dassad

Es kommt an der Börse auf den Preis an. Sie wollen ja für ein Frühstück auch nicht jeden Preis bezahlen.

Ich schreibe in diesem Blog immer, dass Sie Qualitätsfirmen in Ihr Depot packen sollten. Hier möchte ich klarstellen: Qualitätsfirmen für Langfristanleger sind natürlich ideal. Aber nicht zu jedem Preis. Sie sollten schon schauen, wie hoch die Börse das Unternehmen bewertet.

Es ist so, als ob Sie ein kleines Frühstück einnehmen wollen. Sie sind ja dann nicht bereit, jeden Preis für ein Rührei mit Brot und Kaffee zu bezahlen. Sondern es sollte schon einigermaßen fair sein.

Ein guter Maßstab, um einen ersten Überblick zu bekommen, ist der Umsatz. Wird ein Klempner- oder Schreinerbetrieb in Ihrem Ort verkauft, wird oftmals der einfache Umsatz als Kaufpreis zugrundegelegt. Das ist eine gute Ausgangsbasis – auch an der Börse. Natürlich hängt es von der Branche und den Margen ab. So werden beispielsweise Softwarefirmen oder kerngesunde Markenartikler mit einem Vielfachen des Jahresumsatzes bewertet. Aber irgendwo hört logischerweise die Freundschaft auf. Wenn ich etwas vom zehn-fachen Umsatz als Kaufpreis höre, werde ich vorsichtig und denke: „Meine Güte. Da stecken viele Vorschusslorbeeren drin.“

Daneben sollten Sie sich das Gewinnvielfache (KGV) anschauen, das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und andere Dinge. Schön ist, wenn eine angemessene Dividende fließt. Die muss nicht besonders üppig ausfallen. Mit zwei Prozent kann ich gut leben. Alle Kennziffern zusammen müssen ein schönes Bild ergeben. Und ich muss dem Vorstand vertrauen, sonst macht ein Investment wenig Sinn.

Warren Buffett hat für die Gießerei Precision Castparts einen hohen Preis bezahlt. Das KGV beträgt 22, das Umsatz-Vielfache stolze 3,2. Es hängt gewiss vom Einzelfall ab und lässt sich kaum verallgemeinern.

Grundsätzlich finde ich es gut, wenn die Schulden nicht zu hoch gemessen am Eigenkapital sind. Wenn ein Kurs deutlich korrigiert hat und die Insider beginnen, die Aktie einzusammeln, ist das für mich ein herrliches Kaufsignal. Mich fasziniert es, wenn Insider die eigene Aktie kaufen. Ich schaue dann genauer hin.

Haben Sie ein Qualitätsunternehmen zu einem fairen Preis gekauft, sollten Sie lange investiert bleiben. Mindestens fünf Jahre sollten Sie schon Zeit haben. Besser sind zehn oder 20 Jahre. Je länger, desto besser. Für Langfristanleger besteht im Grunde kaum ein Risiko, wenn Sie auf die Qualität, die Bewertung und eine ausreichende Streuung achten. Es kann kaum etwas für uns Buy-and-Hold-Fans anbrennen. Im Gegensatz zu den Zockern, die hohe Risiken eingehen und die Gebühren samt Steuern oftmals unterschätzen. Ganz zu schweigen von der Selbstüberschätzung, der Gier, Euphorie und Angst.

Was viele Anleger nicht begreifen, ist die Wichtigkeit des Zinseszinses. Machen wir eine kleine Rechnung. Angenommen Sie finden das ultimative Investment, dass sich jedes Jahr verdoppelt. Sie investieren 1 Euro. Wie viel haben Sie nach 20 Jahren des Wartens? Eine Million Euro.

Sagen wir, Sie möchten jedes Jahr den Gewinn mitnehmen. Sie realisieren also stets vor Silvester die 100 Prozent Kursgewinn. Sie versteuern den Gewinn und zahlen an Ihre Bank Gebühren. Sagen wir, Sie führen 35 Prozent des Kursgewinns einmal jährlich an den Fiskus ab. Wie viel haben Sie als Ungeduldiger am Ende der 20 Jahre im Depot? 24.000 Euro. Ich frage Sie, was wäre Ihnen lieber? Die 24.000 Euro oder die eine Million Euro?

So viel zum Thema „Gewinne mitnehmen“.

Ich schreibe eine Value-Investing-Kolumne im „aktien“-Magazin. Eine kostenlose Probeausgabe können Sie hier anfordern: http://www.traderfox.de/aktienmagazin


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Bei Aktien zählt die Bewertung: Der Preis ist heiß

  1. Sven

    @Tim

    Ja, der „Preis ist heiss“. Nur wann ausser in extremen Phasen wie zu Subprime-Zeiten sind Qualitätsunternehmen wirklich preiswert.

    Nehmen wir aktuell eine Nestlé. Ohne Frage ein Qualitätsunternehmen. Teuer oder billig mit KGV von 22? Kraft Heiz mit KGV 27? Starbucks mit KGV 38?

    Natürlich reicht es nicht aus nur auf das KGV zu schauen. Dann wäre VW jetzt ein Superschnäppchen. E.on und RWE, Value oder Schrott? BASF günstig oder teuer? Es hilft zumindest auf das durchschnittliche KGV über einen längeren Zeitraum zu schauen.

    In den Kursen steckt doch sehr viel „Alternativlosigkeit“ und Notenbankmanipulation. Es kann dann auch mal gut 10 Jahre dauern bis man erst auf Einstiegskurs zurück ist. Das sollte man auch nicht verschweigen. Alte Allianz und Münchener Rück Aktionäre warten heute noch auf die alten Kurse.

  2. Patently Absurd

    Super, Tim! Endlich gibst du Butter bei die Fische.

    Da erkennt man, dass du „The Intelligent Investor“ nicht nur als Lektüre empfiehlst sondern auch gelesen hast.

    Für mich persönlich wäre es  noch wichtig, dass zumindest etwas Wachstum (gemessen am bereinigten Ergebnis/Aktie) erkennbar ist und dass über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahre immer kontinuierlich eine Dividende ausgezahlt wurde.

    Aktien mit einem KGV (Durchschnitt über die letzten drei Jahre) von über 20 fasse ich nicht an. Es kann sein, dass Buffett solche Investments im Einzelfall tätigt – bei einer sportlichen Bewertung wie z.B. der von Precision Castparts muss man aber sehr genau wissen, was man tut. Für so schlau halte ich mich dann doch nicht.

  3. Frank

    Hallo Tim,

    ja,Insiderkäufe sind wichtig. Auch Sondersituationen wie Managementwechsel, Skandale, Übertreibungen(BSE  sei Dank konnte man MCD richtig billig haben) sorgen für angemessenere Preise. Außerdem gibts immer Lieblinge und böse Buben, aktuell werden ÖL,Bank,Energie gehasst.

    Eine Yum gibts 25 Euro billiger wegen Managementfehlern ( Billigeinkauf von schlechtem Fleisch)

    Eine Deutsche Bank ist für mich ebenfalls ein Blick wert. Klar, aktuell siehts böse aus, aber wird  die DB untergehen, ich denke nein , jetzt in stürmischer Zeit gibts gute Preise(nicht auf den jetzigen Wert, aber auf künftige Erträge.)

    Was ich wirklich nicht einschätzen kann sind die verrückten Notenbanken, ich gebe Sven hier 100% recht.

  4. Susi

    Ich finde den Artikel nicht gut. Vali ist doch das beste Beispiel dafür, dass man auf diesen ganzen Kram verzichten kann. Spass, ein gutes Gefühl und das Depot als Versuchskaninchen betrachten. Das sind die Erfolgsrezepte.

  5. Vali

    Das KGV bei Aktien vergleiche ich meist mit dem KGV bei Immobilien. Gute Lage, gute Immobilie steigert die Beliebtheit, die Gewinnaussicht, die Sicherheit und somit den Wert. Muss nicht sein, ist aber in vielen Fällen so.

    Da ich nicht die nächsten Gewinntranchen  in Immobilien stecken wollte, zwecks Diversifizierung, entschied ich mich für teure, qualitative Aktien. Die Hausse könnte jetzt zu Ende sein, sie könnte aber die nächsten 10 Jahre dauern. Ich weiß nicht, wann ich Chancen verpasse, wenn ich „nur“ warte und habe mich auch Dank Tim für stetiges konsequentes Investieren in Qualitätsunternehmen entschieden (Versuchskaninchen aus Neugier schließe ich nicht aus ;-)).

    Somit betrachte ich das KGV als relativen Wert, der sich revidiert je früher ich eine Aktie kaufe. Aus Finanzen.net für Johnson&Johnson:

    2014 – KGV  17,58

    2015 -KGV 14,88

    2016 -KGV 14,30

    2017 KGV 13,49

    Halten und dann evtl. Nachkaufen bei sinkenden Kursen revidiert fast jeden Preis, finde ich… Subprime haben wir ja momentan nicht.

    Wenn es einen Crash gibt, wird stärker eingekauft. So die Theorie…

  6. Thomas

    @Frank: Auch ich sehe bei der Deutschen Bank langfristig enormes Potential. Die alten Zöpfe werden gerade abgeschnitten. Auch bei der CoBa würde ein wechsel des Management sicherlich neues vertrauen schaffen.

  7. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Vali

    Der Faktor Zeit alleine reicht da meiner Meinung nach nicht zur Betrachtung.

    Hier werden ja immerhin Kurs und Gewinn in Relation gesetzt.

    Das heisst viele schrumpfende Unternehmen (=niedriger bis gar kein Gewinn) sehen dann optisch günstig aus. Zykliker haben oft genau am Höhepunkt die niedrigsten KGVs, weshalb man in dem Bereich ja auch gerne zu alternativen Bewertungsmethoden greift.

    Wie @Sven schrieb, enthält eine Starbucks mit KGV 30 entweder eine Wette des Marktes, dass das Wachstum in den nächsten Jahren exorbitant grösser sein wird oder man erkauft sich heute schon die Gewinne der nächsten Dekaden mit dem aktuellen Kurs. Die von Tim schon öfters erwähnte Netflix hat beispielsweise ein KGV von 515.

    Ein guter Mittelweg ist die KGVs zum Beispiel der letzten 5 oder 10 Jahre zu nehmen und die aktuelle Bewertung zum Durchschnitt zu vergleichen. Da liegen dann viele Konsumgüterwerte und Lieblinge der Dividendenszene gerade deutlich drüber.

     

  8. Oliver

    Das mit dem Preis ist so eine Sache. Die KGVs sind ja nicht in Stein gemeiselt und haben mehrere Einflußgrößen. Einer ist der Preis der Aktie, die andere aber der Gewinn des Unternehmens. Da ich selber jahrelang Unternehmen geführt habe, weiß ich aus eigener Erfahrung, wie variabel am Ende ein Gewinn sein kann. Gerade bei Wechsel der Geschäftsführung kann man sehen, dass der alte noch einen hohen Gewinn ausweist und der neue am Anfang einen niedrigen, um „Wachstumspotential“ zu bekommen. Da gibt es ganz lustige Kombinationen.

    Ein KGV ist für mich nur eine Richtgröße. Genauso der Umsatz, obwohl ich steigende Umsätze sehr wohlwollend sehe. Umsatz ist aber nicht alles, der Gewinn, der offiziell ausgewiesen wird, aber leider auch nicht. Das heißt für mich, ich habe eine Menge Variablen, die ich bestenfalls einschätzen kann. Aufgrund der Vergangenheit kann ich vermuten, ob ein Unternehmen niedrig bewertet ist. Nehmen wir doch z.B. Gilead. Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von 146 Milliarden, also sehr hoch.  Der Umsatz wird auf über 30 Mrd steigen und der Gewinn irgendwo bei 16 – 17 Mrd rauskommen. Die Aktie kostete gestern etwas weniger als 100$ und der Gewinn pro Aktie etwa 11 – 12 $. Traumhafte Zahlen also, trotzdem hat die Aktie in der letzten Zeit wie so jede Biotechnologie-Aktie geschwächelt. Höchstkurs war 123.37 $ und legt man die genannten Zahlen zugrunde, wäre selbst dieser Preis fair (!?). Warum das Zeichen am Ende des letzten Satzes? Es gibt das Statement von Hillary Clinton, ähnlich wie z.B. in Deutschland obere Preisgrenzen für Medikamente einzuführen. Es ist ja offensichtlich, dass Gilead sehr viel Geld für ihre Medikamente verlangt und dadurch die sehr hohen Margen zustande kommen. Andererseits müssen die Staaten bzw. Allgemeinheit vorsichtig sein, da die Entwicklung neuer Medikamente für sehr schwere Krankheiten viel Geld kosten und ein hohes Risiko bergen. Ein Flop oder schlimmer noch, ein Medikament mit sehr schlimmen Nebenwirkungen kann sehr schnell die schönen Gewinne auffressen oder im Extremfall das Unternehmen gefährden. Gleiches für Medikamente, die sich als wirkungslos oder nur sehr gering wirksam herausstellen. Was ist, wenn ein Mitbewerber ein komplett neues Medikament entwickelt, was meinen Blockbuster innerhalb von Monaten vom Markt wirft? Das sind alles Entwicklungen, die ich nicht voraussehen kann. Von daher wird mir mein KGV nur insoweit helfen, wenn ich z.B. wie bei Tesla oder Netflix sehe, dass die jenseits von Gut und Böse sind. Aber das einzige, was ich hier sehe: Ich gehe mit dem Kauf von solchen Unternehmen ein sehr großes Risiko ein. Trotzdem kann es die richtige Entscheidung sein, wenn z.B. Tesla tatsächlich mit ihrer Batteriefabrik (wie auch immer man das nennen mag) ein Produkt entwerfen, dass weltweit so nachgefragt ist, dass die Umsätze anfangen, sich zu überschlagen. Dann wäre die Aktie nach heutigem Stand billig und der heutige KGV hinfällig.

    Controlling-Zahlen sind für mich immer nur ein Mittel zum Zweck, um grundsätzlich die finanziellen fundamentalen Daten zu analysieren. Das heißt, durchaus wichtig. Aber was in meinen Augen ebenso wichtig ist: Was macht das Unternehmen? In welche Märkte möchten sie, wieviel finanzielle Kraft hat es und ist es überhaupt in der Lage, neue interessante Produkte zu entwickeln? Auch z.B. eine langweilige Firma wie Coca Cola oder McDonalds entwickeln sich weiter. Hier gehts also nicht nur um Technologie. Das Konzept von McDonalds mit den neuen Terminals finde ich wegweisend. An Flughäfen wird das sehr gerne genutzt. In den USA kann man sich sogar seinen eigenen Burger über ein Menü zusammenstellen und bekommt es von der Servicekraft an den Tisch gebracht. Interessante Weiterentwicklung und wenn es sich durchsetzt, werden sie wieder wachsen.

    Mit der Zeit habe ich gelernt, dass eben nicht nur die Zahlen oder die Charts (damit befasse ich mich nicht mehr wirklich) das alleinige ausschlaggebende sind. Das zeigt mir lediglich an, ob ein Unternehmen sich gesund entwickelt und wie die Finanzkraft des Unternehmens ist. Hier ist noch ein verstecktes Bonbon: Kleinere/mittlere Unternehmen aus der 2. und 3. Reihe werden gerne von großen mit einem Aufschlag gekauft. Da gibts so einige Kandidaten, wenn man sich länger mit Investieren beschäftigt, die ganz laut Hallo rufen, um aufgekauft zu werden. Aber ein ebenso wichtiger Punkt für mich ist, wie sich Geschäftsfelder entwickeln und darauf meine Entscheidungen zu treffen. Viele große Unternehmen sind in den interessantesten Feldern tätig und häufig in Teilbereichen Marktführer. Deshalb ist das langfristig so erfolgreich, genau dort zu investieren, auch wenn der Preis nicht gerade an einem historischen Tief ist. Vali hat z.B. sehr gut die Entwicklung einer meiner langjährigsten Aktienbeteiligung genannt. Würde ich heute ohne groß nachzudenken immer noch kaufen und manchmal mache ich das auch.

     

     

  9. Vali

    @Schwarzer Kater, danke dir 🙂 Gratuliere zu Roche, übrigens! Aber Moment mal, Roche hat ein KGV von 18,29. Mein Johnson „nur“ 14,88. Somit relativierst du selbst die Wichtigkeit des KGV 😉 …kleiner Scherz am Rande!

    Ich bin kein Experte, aber wenn ich auf so eine Seite  gehe http://www.finanzen.net/fundamentalanalyse/JohnsonJohnson, dann sehe ich, dass die Aktie als leicht unterbewertet eingestuft wird. Da wir alle nicht in die Zukunft blicken können, gehe ich davon aus, dass ein KGV um 20 und darunter für ein globales Qualitätsunternehmen durchaus angemessen ist.

    Starbucks beobachte ich auch und traue mich nicht bei KGV von 30. Netflix mag ich nicht. KraftFoods bzw. Kraftheinz hatte letztes Jahr ein ganz anderes KGV. Hab gekauft, Buffett kaufte nach, wollte noch 2 Mrd. glaube ich hineininvestieren und der Kurs explodierte, das KGV sowieso. Ja, die Leute haben Zukunft gekauft. Ob man jetzt dort einsteigen soll oder nicht, das weiß keiner. Ich bin froh eingestiegen zu sein und somit betrachte ich all diese Bewertungen als relative  Orientierungsgröße, vor allem bei den Qualitätsunternehmen mit Geschichte (Zykliker hier ausgeschlossen). Wenn Buffett kauft, kauft er auch Qualität+Zukunft. Den genauen Preis dafür weiß keiner…

    @Oliver, danke! Großartig!!!

     

     

  10. Teilzeitinvestor

    Was die Insiderkäufe angeht: Das hatte ich vor Jahren auch mal als DEN Schlüssel zu unterbewerteten Aktien gesehen. Wenn eine Aktie stark zurückgekommen ist, ein niedriges KGV hat, und dann der Finanzvorstand wie wild eigene Aktien kauft, muss das doch ein todsicheres Investment sein. Wer wenn nicht der eigene Vorstand sollte schließlich am besten wissen, ob eine Firma Leichen im Keller hat oder ob das Geschäft viel besser läuft als der Kurs an der Börse es widerspiegelt. Hab dann, wie die Insider, fleißig Commerzbank-Aktien gekauft. Und die liegen derzeit gut 90 Prozent im Minus …

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sven

    Ja, es kann viele Jahre dauern, bis ein Anleger nach dem Einstieg im Plus ist. Daher sind mindestens 5 Jahre Haltedauer ratsam. Besser ist noch mehr Zeit einzuplanen.

     

    @ Patently Absurd

    Danke.

    Logisch, Wachstum ist immer schön. Buffett mag zum Beispiel solche Reihen mit Blick auf das Ergebnis je Aktie über die Jahre: 2,29 – 2,74 – 3,35 – 3,73 – 3,63 – 4,57 Dollar…. Ähnlich die Dividende: 0,96 – 1,14 – 1,32 – 1,50 – 1,66 – 1,84 Dollar…

    Das Beispiel sind die Zahlen von Johnson & Johnson:

    http://seekingalpha.com/article/2572055-johnson-and-johnson-growth-growth-growth-win-win-win-part-iii

    Also Buffett mag stetige Anstiege, Rücksetzer in einem Jahr kann er verkraften.

     

    @ Frank

    Logisch. Krisen bieten enorme Chancen. Ein schönes Beispiel für einen übertriebenen Kurssturz ist McDonalds vor einigen Jahren. Da fiel der Kurs um 80%. Das wäre herrlich gewesen hier reinzugehen. Die meisten Aktionäre haben seinerzeit entnervt die Flinte ins Korn geworfen. Problem ist gewiss, dass man den Turnaround immer erst hinterher sieht. Daher ist das Streuen ratsam.

  12. Chris

    Das KGV ist kein wirklich guter Bewertungsmaßstab und zwei unterschiedliche Firmen kann man über das KGV sowieso nicht vergleichen.

    Grüße

  13. Otto

    @Chris

    Welche Bewertungsmethoden sind in Deinen Augen besser? Und sollte man nicht davon ausgehen, dass alle relevanten Informationen bereits im Kurs sind?

  14. Markus

    Also wenn das Super-Rechenmodell den Crash am 17.Oktober voraussagt… hat es vielleicht übersehen, dass das ein Samstag ist und die Börsen zu sind…

  15. ZEN Investor

    Es freut mich, dass Tim endlich auch etwas zum Preis sagt.

    Ich hoffe, dass ihn meine Kommentare dazu letzte Woche dazu angeregt haben.
    Übrigens was haltet ihr denn von folgenden deutschen Unternehmen?

    Bavaria Industries Group AG
    Deutsche Balaton AG
    Powerland AG
    telegate AG

    Kennt jemand diese Unternehmen und wie bewertet ihr die?
    Sie scheinen günstig zu sein und langfristig gute Gewinne zu erwirtschaften.
    Dieses Jahr scheinen die etwas Pech gehabt zu haben.

  16. ZEN Investor

    Also ich habe mir gerade Powerland AG angeschaut und bin etwas irritiert.

    Ich meine, okay, das ist eine chinesische Aktie, die in Deutschland gelistet wird. Ich habe ja schon von Betrügereien mit China-Aktien gehört.

    Aber wenn ich mir da die Kennzahlen anschaue, Quelle onvista.de, da komme ich nicht aus dem Staunen heraus.

    Vielleicht könnt ihr mir helfen?

    Alle Angaben von onvista.de und per 31.12.2014 sowie in Euro, soweit nicht anders angegeben:
    Link: http://www.onvista.de/aktien/fundamental/POWERLAND-AG-Aktie-DE000PLD5558

    Buchwert pro Aktie: 11,37
    KBV (13.10.2015): 0,07
    Eigenkapitalquote: 78,47%
    Gewinn je Aktie: 0,25
    KGV (13.10.2015): 3
    Gewinn je Aktie, Durchschnitt 2011-2014: 0,91
    KGV (13.10.2015 mit Gewinnen 2011-2014): 0,82
    Gesamtkapitalrendite: 3,21% (Durchschnitt 2011-2014: 8,32%
    Cashflow pro Aktie: 1,62
    Bilanzsumme: 217,4 Mio Euro
    Eigenkapital: 170,6 Mio Euro
    Fremdkapital: 46,8 Mio Euro
    Umsatz: 175,10 Mio Euro
    Marktkapitalisierung: 26,08 Mio Euro

    Dividende wurde letztmals 2011 bezahlt.

    Also ich bin etwas irritiert:
    Ich kenne das Geschäft nicht im Detail. Sie sind aber offensichtlich Marktführer in China
    wenn es um Leder (vor allem Kunstleder) Taschen und ähnliches geht, wobei sie 2 Markennamen verwenden,
    einen für Billig-Artikel und dann noch die Luxusklasse.

    Der Gewinn ist in den Vergangenen Jahren stetig gesunken. Ich weiss nicht wieso.
    Der Cashflow hingegen war 2014 auf einem neuen Hoch. (Dh zahlreiche Abschreibungen getätigt?).

    Was mir besonders auffällt:
    Der Buchwert ist 15 mal höher als der Aktienkurs. Recht ungewöhnlich, wenn eine Firma nicht gerade
    in der Insolvenz steckt. (Und das ist hier offensichtlich nicht der Fall).
    Die Marktkapitalisierung ist nur 1/10 der Bilanzsumme.
    Das Kurs-Cashflow-Verhältnis beträgt aktuell 0,46. Selbst mit den tieferen Cashflows früherer Jahre
    ist das KCV in der Nähe von 1.
    Das KGV liegt bei 3. Nimmt man jedoch die durchschnittlichen Gewinne 2011-2014, so liegt das KGV bei 0,8.
    Was sehr ungewöhnlich ist!
    Die Eigenkapitalquote ist auch überdurchschnittlich hoch (über 70%).

    Also kann mir jemand eine fundamentale (dh auf Unternehmenszahlen bzw. Geschäftsgang) basierende
    Erklärung liefern?
    (Dass der Aktienkurs seit Jahren massiv sinkt, sehe ich auch. Aber wieso geht er so extrem tief?).

    Natürlich kann es sein, dass das Unternehmen kurz vor der Pleite steht, und ich habe
    die entsprechenden Informationen noch nicht entdeckt. Weiss da jemand mehr?

  17. Lad & Friends

    @willi-hopeless

    Wie hiess das Zeug nochmal, was Du empfohlen hast? Ich würde das gerne mal nehmen bevor ich die ZEN Investor Kommentare lese.

    @Zen Investor

    Gehst Du manchmal an die frische Luft? Das wirkt wirklich Wunder.

  18. Vali

    @Zen Investor, es ist eine richtige Herausforderung deinen Gedanken zu folgen  🙂

    Ist das die Aktie, die du 20 Jahre halten willst, oder evtl. für die Rente? Powerland – ein Taschenfabrikant aus China? Von mir darfst du keine Fundamentalanalyse erwarten, sondern eine sehr intuitive, instinktive Antwort bekommen.

    Und das fiel mir spontan zu deinen Ausführungen ein:

    – ich kenne die Firma nicht, weder ihre Produkte, noch Logo, noch Werbung noch von Empfehlungen

     

    – wenn der Kurs fällt und sie so billig ist, will sie keiner, d.h. falls ich sie als Schnäppchen kaufe, warum soll sie nach mir irgendjemand kaufen?

     

    – Welche Taschen – versteckte Plagiate von der übelsten Sorte? Mit ihrer Luxusvariante verdienen sie anscheinend nicht viel ((-45%) seit Jahren extrem schrumpfend), weil sie hier keiner kennt, weder bei Amazon noch in einem bekannten Shop. Also keine globale Marke. Bei Textil-Investments muss man aufpassen,  Trends ändern sich dauernd und den neuesten haben sie wohl verschlafen – nur Kopieren bringt einen nicht weiter.

     

    – keine Dividende mehr? – entweder zu viele Schulden, die nicht offiziell ausgewiesen werden, manipulierte Bilanzen, oder die Manager belohnen sich  lieber selbst mit dicken Gehältern, oder sie haben keine Lust Aktionäre an sich zu binden – was soll mich bewegen diese Aktie zu halten.

     

    – Ein Chart, der seit Jahren fällt, kann weiter fallen. Wenn es nur eine Delle wäre, könnte man überlegen, aber so kaufst du höchstwahrscheinlich die Katze im Sack…

     

    – Grundsätzlich kaufe ich keine Pennystocks, keine Firmen mit einer Marktkapitalisierung unter 1 Milliarde und keine Firmen mehr, die keiner kennt, außer evtl. StartUps. Du kannst nur hoffen, dass sie ein Großer kauft, aber mit dieser Bilanz… schwierig.

     

    – Das KGV  ist in diesem Fall billig, weil Loser-Firma. Pure Spekulation für die Zukunft.

    Alles rein intuitiv 🙂

    Viel Glück! Bin gespannt auf die anderen Antworten!

  19. Anna

    @ ZEN Investor

    Mir geht’s wie Vali. Ich halte auch nichts davon.

    Chinesische Aktien? Was kannst Du da kontrollieren? Die können Dir viel erzählen.  Für mich ein total spekulativer Wert. Wenn Du kaufen willst, dann warte ab, ob der Kurs wieder steigt (aber nicht bloß für eine kurze Zeit, Pennystocks lassen sich auch hochjubeln).

    Beteiligungsgesellschaften: Daran habe ich mir vor Jahren mal die Finger verbrannt, muss nicht nochmal sein.

    Und Telegate (11880) verdient auch nichts.

    Dividende zahlt keine von den vieren. Ich habe da keine Lust, dort mein Geld reinzustecken ohne eine jährliche Anerkennung (Dividende). Auf dicke Kursgewinne zu hoffen, dazu sind mir alle zu unsicher.

    Wenn Du die versteckte Kursrakete suchst, ob Du die findest ist äußerst fraglich und hat meiner Meinung nach nur mit Glück zu tun. Über dem Suchen vergeht das Leben und „Außer Spesen nichts gewesen“.

    Nichts für ungut.

  20. Patently Absurd

    @ ZEN Investor:

    Bei chinesischen Aktien würde ich generell davon abraten, diese über die klassischen quantitativen Bewertungskriterien KGV, KBV, KCV etc. zu bewerten. Der Grund ist, dass man den Bilanzen nicht trauen kann.

    Hier würde ich es erst einmal eine qualitativen Analyse versuchen, wie Vali das auch vorschlägt. Frage dich also:

    A) Wo kann ich die Produkte kaufen? Welche Qualität haben Sie? Wie bekannt ist die Marke?

    B) Kann ich dem Management trauen? Vielleicht findest du Angaben zum CEO oder CFO. Haben die gute Qualifizierungen, Harvard-Abschluss o.ä.? Wie ehrlich schätzt du das Management ein?

    C) Wie sieht es mit den Vorbesitzern des Unternehmens aus? Warum wurde das Unternehmen überhaupt an die Börse gebracht? Wenn es hoch profitabel ist, dann hätte der Eigentümer nicht verkaufen müssen. Was sind die Hintergründe?

    D) Welche Qualität hat das Vertriebssystem. Gibt es Shops oder findet alles online statt? Oder wird nur an Großhändler verkauft?

    E) Wie gut ist die Entwicklungsabteilung? Vielleicht findest du Patente und Marken des Unternehmens, z.B. hier: http://worldwide.espacenet.com/advancedSearch?locale=de_EP

    F) Wenn die Gewinnmargen sehr hoch sind, ist die Frage, wie diese erzielt werden? Was ist der Wettbewerbsvorteil des Unternehmens? Wenn der Vorteil auf niedrigen Löhnen in China basiert, dann könnte das Geschäftsmodell bei steigenden Löhnen eruieren.

    Wenn du als Verbraucher noch nicht von Powerland gehört hast (ich kenne das Unternehmen nicht), dann wäre ich da als Investor sehr sehr vorsichtig.

    Hast du mal über Google Maps das Unternehmen vor Ort „besichtigt“?

     

     

  21. Zirpegigu

    Hirn aus, Gefühle an und Kaufen bis der Arzt kommt. Draghi wirds schon richten.

    Happy Year End Rally to Everyone!

  22. Markus

    @Zen

    Bei dem lockerem Focus Deiner Gedankenwelt willst Du wie eine mechanische Strategie Jahrzehnte durchhalten???

    Wenn Du ein wenig über in Deutschland gelistete chinesische Unternehmen erfahren willst, schau Dir mal die Homepage „simple value investing“ an. Im speziellen Musterdepot un die Kommentare zur Auflösung an.

    Bei manchen Post`s im Netz muss man sich schon ernsthaft fragen, ist das wirklich ernst gemeint oder Satire.

  23. Lad & Friends

    @Markus

    Wie vor ein paar Tagen bereits geschrieben, hoffe ich doch sehr für so einige hier, dass es nur Satire ist und bloss kein echtes Geld im Spiel ist.

    @ZEN

    Gibts das Zeug was Du nimmst nur in der Schweiz?

  24. ValiVali

    @Lad+Susi&Friends, du scheinst hier der allerklügste unter uns zu sein,… wenn so viele Hirne in einem Kopf gleichzeitig denken…

    Wie sieht eigentlich dein Portfolio aus? Lass uns von deiner Vielseitigkeit lernen 😉

    Cash, Gold, Immobilien? Oder hattest du gar die Weisheit 2008 Aktien einzukaufen und genießt es jetzt,  die neuen Frischlinge beim Investieren auszulachen?

    Oder ist gar deine Sorge echt !?!?

    Was schlägst du eigentlich vor?

    @Markus, danke für den Link!

  25. Lad & Friends

    @Vali(iebt in Aktien)

    Bitte nicht ablenken. Hier stehen andere doch viel lieber im Mittelpunkt, gelle? Heute schon die Blumen im Verlusttopf gegossen?

    Übrigens hier die neuesten News vom Zen-Fantastilliarden-Investor aus dem WPF

    „London Mining, ARBB AG und Alpha Petrovision waren Spielereien. Allerdings mit kleinen Geldsummen.
    Mit allen 3 Spielereien habe ich übrigens insgesamt schönen Gewinn gemacht.
    ARBB AG nämlich quasi neutral wieder verkauft, Alpha Petrovision mit +133,33% Gewinn (650 CHF Gewinn bei 450 Einsatz) gemacht.
    Dh ARBB AG ist neutral, und Alpha Petrovision hat London Mining mehr als heraus geholt.
    (Übrigens stieg London Mining am Tag nach meinem Kauf um das 7-fache oder so, ich war nur zu blöd, zu Verkaufen. Dann wurde der Konkurs eröffnet.)

    Aber ja, es waren Zocks. Ich schrieb deshalb auch in den Regeln schon, dass ich bis zu 5 Ausnahme, „Spielereien“ mir erlauben kann, mit entsprechend kleineren Summen.

    Und ja, die London Mining sind noch im Depot und werde ich nicht mehr los.
    (Ich würde die gerne löschen lassen alleine wg. der Übersichtlichkeit).

    Und trotz 100% Verlust in London Mining habe ich insgesamt gewonnen.“

    So wird das gemacht!

  26. Tobias

    Wo wir gerade beim Stockpicking sind, was haltet ihr von Daikin ( Weltmarktführer Klimaanlagen aus Japan, WKN 857771)?

  27. Patently Absurd

    Daikin: wäre mir zu teuer, sowohl vom KBV her, und auch vom KGV. Dividendenrendite ist ebenfalls lausig.

    Bei der sportlichen Bewertung ist schon einiges an zukünftigem Wachstum vorweggenommen.

  28. ValiVali

    @Schwarzer Kater, ja genau Wal-Mart! Wenn nicht jetzt, wann dann … Ok nach dem 17.10 😉

    Ein Dividendenaristokrat, der nur momentan kämpft, aber wenn sie in neue Technologien investieren möchten (evtl. auch Online-Shops), könnte das Ganze viel besser aussehen.

    (aus Jandaya heute zu lesen):  Erwarten 2017 durch den Anstieg des Mindestlohns einen EPS-Rückgang um 6-12%.

    Das könnte bedeuten, dass uns 2018 evtl. eine Schock-Bilanz droht… aber das dürfte auch auf andere zutreffen. Will man das aushalten? Warum nicht? Dann eben nochmal nachkaufen…

    Ich kenne aber Wal-Mart nicht in echt. Tim? Kaufst du dort gern ein? Wie ist die allgemeine Stimmung/Kundenzufriedenheit? Und was meinst Du dazu?

  29. Frank

    @vali,

    Achtung, ich wäre vorsichtig. Überall wo ALDI und LIDL einsteigen sind die Konkurenten früher oder später abgeschmiert.

  30. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Vali

    Das sind die Zahlen:
    FY16 sales: +3% sales growth seen after excluding F/X swings.
    FY16-FY18 sales: +3% to +4% annual growth seen.
    FY17 profit: EPS expected to decline 6% to 12% due in part to wage hikes.
    FY19 profit: The company expects EPS to grow again, +5% to +10% profit growth is anticipated.
    CapEx: FY15 $11.8B; FY16 revised to $12.4B from $11.6B-$12.9B; FY17 projected at $11.0B.
    Wal-Mart also announced a new $20B share buyback plan after retiring the old authorization with a balance of $8.6B. The $20B is expected to be used up over two years.
    Shares of WMT are down 8.59% to $61.00, just off the session low of $60.12 earlier today which was also a multi-year low.

  31. Value

    Liebe Leute, ich lese hier schon ziemlich lange mit und freue mich über Tims Artikel und seine Ratschläge, nur zur Zeit wird’s mir mit den Kommentaren die weder zum aktuellen Artikel noch zum Thema Valueinvesting was substantielles beitragen dann doch zu viel.

    Bitte seid doch alle so fair und müllt hier den Blog nicht mit allem möglichen Bullshit zu.

    Sicher ist die Startegie B&H die Tim hier rauf und runter predigt einfach, leicht ist sie aber in der Umsetzung deshalb noch lange nicht. Ich bin nicht erst seit diesem Blog ein Freund von B&H mit Blick auf Value sowie einer Spur von gegen den Strom schwimmen.

    Euch weiterhin hohe Erfolge beim investieren und Tim, Dir danke für deine Geduld mit uns allen und deine Ausdauer.

    Bleibt gelassen.

     

     

  32. Michael (Blog von John Doe)

    Nicht alle Schweizer Investoren sind „Zen Investoren“ 😉

    Passend zu dem Thema und den Kommentaren hier, ein Video vom „quirligen“ Finanz Professor Erwin Heri http://www.fintool.ch/

    Wir in der Schweiz haben noch mächtig Aufholpotenzial an guten Finanzseiten und Blogs wie diesem hier von Tim.

    Wir geben uns aber Mühe dieses Defizit zu korrigieren.

    Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz

    Michael (Blog langfristiges-aktieninvestment)

  33. ZEN Investor

    Hi Michael aka John Doe,

    wir kennen uns ja bereits. Schade, dass du mich missverstehst, wie so oft. 😉

    Ein Österreicher und ein Schweizer unterhalten sich in einem deutschen Blog.
    Ich bin dein Fan.

    Z I

     

  34. Lad & Friends

    So, liebe Freunde dieser Satire-Seite. Heute noch ein paar Informationen zu Eurem Quoten-Troll.

    Der ZEN Investor rühmt sich damit am selben Tag wie Warren B. Geburtstag zu haben. Das MUSS doch qualifizieren. Ich hoffe, hier hat keiner am 20.4. Geburtstag.

    Und, wenn Ihr dem ZEN ein Geschenk machen wollt, dann kauft ihm Pfefferspray. Ich schätze mal in Zürich gibt es viele Tiere, die abgewehrt werden müssen.

    Weitere spannende Episoden im WPF.

     

     

  35. Ladis

    Tim,

    du hast das Gewinnwachstum vergessen. Auch die „Dogs of Dow“ oder „Hunde von DAX“ bringen nix, wenn die Unternehmen ihre Gewinne nicht steigern können, weil ihnen die Konkurrenz schadet. Deswegen sollte man die Aktien wie General Motors, Nokia, Intel, Apple, IBM, Microsoft, H.P., Micron, Aerolinien, McDonalds oder Coca-Cola meiden, wenn sie einmal billig wären, weil den Unternehmen die Konkurrenz schadet, oder schaden kann, ihre Gewinne zu steigern. Von Gewinnwachstum steigen auch die Aktienkurse und Dividenden. Viele Menschen kaufen lieber billigere Samsung-Handys als Apple und lieber eine billige no name Orange-Cola als die giftige Original Cola.

    Die Dividendenrendite sollte immer mehr als 3% machen und langfristig Dividenden steigen. Dann ist es nicht so traurig, falls eine Aktie einige Jahre im minus ist. Mit jeder Aktie im Portfolio sollte man bis zum Tod rechnen, falls dem Unternehmen Bankrott nicht drohen wird. Dann kann die Dividendenrendite von heutigen 3% in 38 Jahren auf 100% Dividendenrendite steigen. Falls wir heute von 100.000 Euro in 16 Aktien und 3% Dividende = 3.000 Euro haben, im Jahre 39 (=2054) kann die Dividende 100.000 Euro sein, falls die Dividenden 10% jährlich steigen wie beim Procter, Gamble und Johnson. Falls wir nicht mehr, unsere Kinder werden es 2054 erleben.

    Beim Kauf KGV immer unter 15,0, KBV immer unter 3,0 KUV immer unter 3,0. Dann weiss man gleich, dass die Coca-Cola Aktie 2x überbewertet ist und niemals einen Kauf wert wird. Gewinnwachstum bei Coca-Cola langfristig nur 4% jährlich. Wir brauchen aber Gewinnwachstum langfristig 10% jährlich.

    Und niemals Stop Loss Order anwenden!

    Du solltest nicht in einem Trader-Magazin über Value Investing belehren, das liest kaum jemand, aber Menschen gehen einmal in der Woche in die Stadtbibliothek oder Staatsbibliothek um die teuren, 2x überbewerteten Magazine: Börse Online, Focus Money, Der Aktionär und Euro am Sonntag an Aktienkurs-Manipulation und an Unsinn zu kontrollieren. Und dort solltest du Tim schon bald beginnen, von Value Investing zu schreiben. Dort werden es viele Menschen sehen.

  36. Axel

    @Ladis

    Welche Werte würden denn diese Kriterien heute erfüllen? Könntest Du da ein paar Beispiele nennen? Meine Vermutung ist, dass die Kriterien auch auf eine RWE und E.on zutreffen.

    Bei KGV unter 15 landest Du unweigerlich bei Banken und Zyklikern. Oder Du kaufst nur zu Krisenzeiten.

  37. AlexanderAlexander

    @Oliver

    Einer der besten Beiträge seit langem!

    @Vali

    Deine Art von Unternehmensanalyse finde ich klasse. Gesunder Menschenverstand langt in den meisten Fällen.

     

    KGV interessiert mich (fast) überhaupt nicht. Kann zu leicht manipuliert werden.

    Ich schau mehr auf die Eigenkapital- und Gesamtkapitalrendite. Nebenbei auch auf die Dividendenhistorie und das Dividendenwachstum.

    Eines der besten Bücher in meiner Sammlung ist von Mary Buffett & David Clark „Buffettology“. Dieses Buch hat mich sehr viel gelehrt und ich fahre damit seit Jahren sehr gut.

     

  38. Marcel

    Ich probiere mal was. Für SAB Miller liegt ein Übernahmeangebot für umgerechnet 59 Euro pro Aktie vor. Die Aktie notiert 10% drunter.

    Risiko ist, dass der Deal abgeblasen wird. Geht er durch, sind das 10% Freelunch (den es ja eigentlich nicht gibt).

    Wenn morgen der grosse Crash kommt, ist eh alles vorbei.

  39. Pingback: Artikel über Wirtschaft und Devisen 18. Okt. | Pipsologie

  40. Patently Absurd

    @Alexander:

    Du hast immer noch nicht erklärt, wie du von der Eigen- bzw. Gesamtkapitalrendite auf den fairen Kurswert kommst. Beides sind qualitative Bewertungskriterien, keine quantitativen, wie z.B. KGV, KBV. Gleiches gilt auch für das Dividendenwachstum.

    Oder ist dir der Preis, den du bezahlst, egal, wenn nur die Qualität stimmt?

    IBM hat eine Eigenkapitalrendite von 98 % und steigert die Dividende – also ein sicherer Kauf für dich???

  41. Vali

    @Alexander, danke! Ich finde deine Denkweise auch sehr positiv und vernünftig, auch was die Spar-, Zuverdienst-, Einstellungs- und Investitionsmöglichkeiten (im neueren Artikel) angeht!

     

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