2016: Sparen, Investieren, Schulden tilgen


New York, 29. Dezember 2015
Das Eine-Millionen-Depot wäre zum Ruhestand perfekt. Sie könnten Entnahmen vornehmen von 30.000 bis 40.000 Euro im Jahr, ohne das Depot langfristig zu plündern.

Investieren Sie in jungen Jahren – so früh wie möglich. Meiden Sie Schulden. Leben Sie gesund. Stecken Sie sich Ziele. Machen Sie Sport. All das führt zu einem zufriedenen Leben.

Die meisten Deutschen haben enorme Geldsorgen. Sie sorgen sich vor steigenden Lebenshaltungskosten. Sie haben vor den hohen Staatsschulden Angst. Sorgen ums Geld ist die größte Angst, die in Deutschen schlummert.

Wie können Sie die Angst bekämpfen? Indem Sie sparen und investieren. Leben Sie unterhalb Ihrer Verhältnisse.

Was ich Ihnen für 2016 rate: Zahlen Sie nach Möglichkeit Ihre Schulden zurück. Das nimmt Ihnen Last von den Schultern. Schuldenfrei zu sein ist etwas Herrliches. Es spart Ihnen nebenbei Zinsen. Es sorgt für finanziellen Frieden. Es wirkt beruhigend.

Kurzum: Kämpfen Sie sich frei. Schulden ruinieren massenhaft Menschen. Wie erreichen Sie am besten Ihre Ziele? Schreiben Sie Ihre Ziele für 2016 auf. Detailliert, realistisch, erreichbar und messbar. Das Aufschreiben hilft.

Wenn ich Menschen sehe, die Geld mit vollen Händen ausgeben, weiß ich: Diese Leute haben große Probleme. Das ist einfach so. Diese Leute sprechen natürlich ungern offen darüber. Wer gibt schon zu, finanzielle Probleme zu haben? Schon gar nicht auf Facebook. Ich finde: Auf Facebook wird mehr Schein als Sein gezeigt: Schöne Partys, luxuriöse Urlaube, schnelle Autos, neue Häuser, feine Mahlzeiten…

Die Folge von den schönen Fotos in den sozialen Medien ist: Die Menschen vergleichen sich ständig miteinander. Insbesondere Freunde, Bekannte, Kollegen. Aber es besteht kein Grund dazu. Noch was: Niemand sollte auf andere neidisch sein. Das sorgt nur für Unzufriedenheit.

Leben Sie gesund. Diagnosen wie Diabetes sind absolut vermeidbar, wenn Sie sich um Ihr Wohlergehen kümmern. Ausreichend Bewegung, Sport und eine gesunde Ernährung sind gut für die Seele.

Diabetes und Krebs breiten sich rund um den Globus wie eine Seuche aus. Fast jeder zweite Deutsche erkrankt mittlerweile in seinem Leben an Krebs. In den USA haben fast zehn Prozent der Bevölkerung Diabetes bzw. 29 Millionen Menschen. Gesund und sparsam zu leben – das muss einleuchten. Es macht Sie stark.

Gesundheit und Vermögensbildung gehen Hand in Hand. Dazu gibt es viele Studien.

Denken Sie daran, dass Ihr Rentendasein 25 bis 30 Jahre dauern wird – oder sogar länger. Wie wollen Sie das finanzieren, wenn Sie nichts zurücklegen bzw. krank sind? Es ist schockierend, dass darüber endlos geschrieben werden muss. Aber die Menschen halten sich nicht mal an grundlegende Dinge. Dabei leuchtet alles sofort ein. Der gesunde Menschenverstand sagt das einem schon.

PS: Ich schreibe eine Value-Investing-Kolumne im „aktien“-Magazin. Eine kostenlose Probeausgabe können Sie hier anfordern: http://www.traderfox.de/aktienmagazin


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „2016: Sparen, Investieren, Schulden tilgen

  1. AlexanderAlexander

    Schuldenfrei zu sein ist ein wunderbares Gefühl. Ich habe letztes Jahr die letzte Rate von meinem Haus überwiesen und seither fühle ich mich noch wohler. Wenn man erst mal schuldenfrei ist, dann kommt das Geld von alleine zu einem. Einfach etwas weniger ausgeben als reinkommt und gut ist es.

     

    Guten Rutsch allen und viele Grüße nach NY aus Bayern.

  2. Felix

    German Angst: Angst vor Terrorismus, vor Krankheit, vor Flüchtlingen, ums Geld, vor dem Islam, …

    Man könnte meinen die Deutschen haben Angst vor dem Leben. Sind wir wirklich solche Angsthasen und Weicheier oder müssen solche „Angststudien“ nicht zu solchen Angstergebnissen kommen?

    Ob es wirklich stimmt, dass „die meisten Deutschen enorme Geldsorgen“ haben, ist für mich auch fraglich. Nach außen hin zumindest, erscheint mir das nicht so zu sein.

  3. Vali

    Ein guter Artikel Tim, um ins 2016 erfolgreich hineinzuschlittern (falls Schnee;-)

    Ich habe mir auch eine Liste gemacht, welche Aktien ich 2016 nach Möglichkeit kaufen möchte. Und ich habe noch etwas getan. Die, die mich hier besser kennen, werden wissen, dass das ein großer Schritt für Vali ist 😉

    Ich habe heute einen kostenlosen ETF-Sparplan abgeschlossen mit 50€ monatlich erst mal aus Dividenden zum 1.1.2016 für geplante 10 Jahre.

    db x-trackers Nikkei 225 UCITS ETF (DR) 1D

    Mein Gedanke dabei: Jahrelang habe ich keine einzige Japanaktie gekauft, weil ich nicht wusste welche und ich zu dividendeversessen bin;o), finde ich ist das ein guter Kompromiss!

    Ich denke, das kann jeder, auch mit kleinem Einkommen.

    Und zum Artikel: Angst sollten die Deutschen nicht haben. Starkes Volk, stabile Wirtschaft, jahrelange Erfolge und beste Aussichten!

    Ansonsten: Wir schaffen das 😉

    Übrigens habe ich neulich dem Caritas-Chef zugehört: Äußerst motivierte Flüchtlinge, sehr positive Rückmeldungen von Lehrern von Flüchtlingskindern, die sehr wissbegierig und zuverlässig Deutsch lernen. 2016 wird ein gutes Jahr! Ich glaube daran 🙂

  4. willihope

    @Felix

    Hast du schon einmal von Frech Angst gehört?

    Oder English Angst?

    Nein? Ich auch nicht! Gibt auch nur ein Land welches mal eben seine Kraftwerke abschaltet weil wonaders mal eben zuviel Wasser war!

    German Angst, das kennt nun schon fast die ganze Welt. Man könnte auch German Stampede sagen, Hirn aus, Augen zu und durch. 🙁

     

  5. fit und gesund

    Guter Artikel den ich praktisch so unterschreiben würde.

    Ich lebe sparsam und ich lebe gesund, eine Garantie gibt es dennoch nicht. In meinem Bekanntenkreis sieht es meist anders aus, Autos auf Pump, für Wohneigentum hat man sich verschuldet bis unter den Stehkragen ( die Zinsen sind so tief, mit Schulden steh ich steuerlich gesehen viel besser da, das Motto lautet überall, ich gehe arbeiten und deswegen kann ich mir doch was leisten, ich bin da schon lange still und sage besser nix dazu.

    Aber ich sage auch nix zu dem 58jährigen, jahrelang rechte Hand des Chefs, enge Freundschaft, dann ein Zerwürfnis, Kündigung, kein neuer Job gut genug, Ende vom Lied, Hartz4, verbittert und depressiv, Alle haben schuld!

    German Angst, hm… also völlig ohne Angst erlebe ich diese Zeiten auch nicht, irgendwann muss das mal bezahlt werden, der Staat wird vermutlich nicht davor zurückschrecken da was zu holen wo was zu holen ist, scheint ja nichtmal Wohneigentum vor Beschlagnahmung sicher zu sein, ebenso sehe ich mit Verwunderung die Manipulation der Bevölkerung durch die Medien, das ist mir früher nie so aufgefallen.

  6. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @willihope,

    dafür kennt die Welt aber auch deutsche Begriffe wie (derzeit getrübtes) „Fahrvergnügen“. 😉

    Ich glaube nicht, dass die Deutschen sonderlich furchtsamer sind als andere Völker. Die Deutschen lieben es eben nur gern korrekt, zuverlässig und berechenbar. So ein Lebensentwurf ist halt stark gefährdet, was schneller zu Ängsten führt. Andere Leute haben sicher Ängste, die bei uns gar nicht entstehen, weil man es gar nicht für möglich hält, dass es so sein könnte. Ich glaube z.B. immer noch, dass die deutsche Bürokratie i.d.R. nicht korrupt ist, und ich als kleiner Bürger ohne Bakschisch mein Anliegen zuverlässig bearbeitet bekomme. Das ist in anderen Ländern durchaus nicht die Regel.

    Was die Amis angeht, da teile ich z.B. auch die Angst Nr. 1, dass unsere Gesetze von der Industrie, bzw. den Lobby-Vertretern gemacht werden.

    Here were the top 10 fears for 2015:

    Corruption of government officials (58.0%)
    Cyber-terrorism (44.8%)
    Corporate tracking of personal information (44.6%)
    Terrorist attacks (44.4%)
    Government tracking of personal information (41.4%)
    Bio-warfare (40.9%)
    Identity theft (39.6%)
    Economic collapse (39.2%)
    Running out of money in the future (37.4%)
    Credit card fraud (36.9%)

    MS

  7. Markus

    Tja, der eine typische Deutsche, Schweizer, Amerikaner, Flüchtling…

    Polemik & Verallgemeinerung ist selten ein guter & objektiver Ratgeber.

    Ich vermute mal die Studie mit Krebs bezieht auch die gutartigen Zellausartungen mit, die mit steigenden Alter häufiger ohne gesundheitlichen Auswirkungen auftreten.

    Extreme beim Pessimismus & Optimismus…

    Eine Mischung aus leicht positiver Grundhaltung mit einer Prise Realismus finde ich persönlich sympathisch.

    Allgemein sind viele Menschen weltweit zu ängstlich, da Medien sich mit schlechten Nachrichten, Aufhängern usw. viel besser verkaufen (weltweit).

  8. willihope

    @Matthias

    Ja auch die Wanderlust und der Kindergarten haben es ins englische geschafft, das ist aber lange her.

    Es hat schon jedes Volk seine Eigenschaften, natürlich nicht jeder aber als Ganzes ist man eben stolz auf die Pünktlichkeit, Fleiß und Sparsamkeit, nur die unguten Eigenschaften hört man nicht gerne. Wenn ich den Rollifahrer über die Vorteile des Staatshaushaltes in der Hand der schwäbischen Hausfrau schwafeln höre weiss ich das da mehr kaputt ist als nur die Nervenbahnen, und das nicht nur bei ihm!

    Du als Investor musst ja klar erkennen ob Sparbuch und Lebensversicherung optimistische Lebeneinstellungen wiederspiegeln oder eher Pessimismus und Zukunftangst.

    Die wenigen hier sind keine typisch deutschen Miesepeter sondern aktive Investoren oder auch Zocker, zumindest anders als die Sparbuch- und „der Strom kommt aus der Steckdose-“ herde. Du alter Zocker musst sowieso irgendwie eine Mischung aus Spanien in dir haben, wer weiss was vor 54 Jahren im Urlaub in Spanien so passiert ist! 🙂

    Heute ist Abverkauf! Alles muss raus!

     

  9. PIBE350

    Meine Ziele für 2016:
    – hohe Sparquote von 66-70% beibehalten
    – für 15.000€ neue ETF-Anteile kaufen
    – viel verreisen (Marokko, Tunesien, Ägypten, Griechenland und Spanien)

    Ich wünsche Tim und allen Lesern ein finanziell erfolgreiches Jahr 2016! 🙂

  10. Xaver

    Auch die Wörter „Zeitgeist“ und „Blitzkrieg“ sind feste Bestandteile der englischen Sprache. Viele deutsch(klingende) Wörter wie „Spiel“ oder „Schmus“ auf Grund jüdischer Einwanderer und nicht aus Liebe zu den ängstlichen Teutonen.

    Übrigens ist Angst eine der ältesten Ur-Emotionen. Niemand ist frei von Angst. Die Ursachen können sich jedoch stark unterscheiden. Es wäre Schwachfug dagegen anzukämpfen. Es geht nur um den entsprechenden Umgang damit.

  11. Pingback: Artikel über Wirtschaft und Devisen 3. Jan | Pipsologie

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