Wirtschaftsboom. Deutsche verdienen im Schnitt 49.000 Euro. Rekord! Trotzdem verpulvern sie ihr Geld. Warum wird nicht mehr gespart? Sparen hat viele Vorteile. Du kannst früher den Ruhestand genießen

Baue Deinen Vermögen wie einen Baum auf. Langsam, stetig, sicher. Einerseits rate ich Dir, nach Sparmöglichkeiten zu suchen. Andererseits versuche Deine Einkommensseite zu erhöhen.

Es ist ein kleines Wunder, was am deutschen Arbeitsmarkt vor sich geht. Er brummt. Die Zahl der Arbeitslosen ist auf dem tiefsten Stand gesunken. Arbeitgeber suchen händeringend nach Fachkräften. Sie können viele Stellen nicht besetzen. Es herrscht Arbeitskräftemangel.

Der SPIEGEL beschreibt die Lage so: Selbst Berufsanfänger können schon mal 45.000 bis 50.000 Euro geboten bekommen – mit etlichen Extras wohlgemerkt: 35-Stunden-Woche, 30 Urlaubstage, betriebliche Altersvorsorge, vergünstigter Fintnessclubzugang… Besonders gefragt sind Handwerker. Die können super verdienen und sich in Ruhe die Firma aussuchen, für die sie arbeiten wollen. „Inzwischen liegt der Durchschnittsverdienst eines Vollzeitbeschäftigten bei rund 49 000 Euro pro Jahr“, schreibt der SPIEGEL über die Deutschen.

Ich verstehe nicht, warum es bei 49.000 Euro Gehalt Millionen Bürger trotzdem nicht schaffen, zu sparen. Zehn Prozent der Bürger sind überschuldet. Wie gelangen sie in den Teufelskreis? Trennung, Krankheit, Arbeitslosigkeit. Aber auch: Konsumwahn!

Die typischen Kostentreiber sind Wohnen, Auto, Essen. In diesen Bereichen neigen Verbraucher dazu, mehr Geld auszugeben als es eigentlich ihr Einkommen zulässt.

Selbst die Bundesregierung warnt schon vor der sinnlosen Schuldenmacherei: „Wenn das Ersparte nicht ausreicht, sollten sich Verbraucher kritisch fragen, ob der erwünschte “Kauf auf Pump” tatsächlich unentbehrlich ist. Verzicht an der richtigen Stelle bietet den effektivsten Schutz vor einer Schuldenspirale.“

Während die einen blitzende Flitzer auf Pump fahren, sparen andere. Du kannst locker 25 Prozent sparen, wenn Du in einem kleineren Appartement wohnst, zur Arbeit läufst (oder ÖPNV bzw. Rad nutzt) und wenn Du zuhause kochst.

Die Deutschen geben immer mehr fürs Wohnen aus. Das Zuhause ist zum Statussymbol geworden. Wenn Du eine Kochinsel hast, bist Du der König, denkst Du.

Aber damit nicht genug. Die Deutschen geben immer mehr für Neuwagen aus. Es sind schon über 31.000 Euro. Es muss eben eine Premium-Marke sein. Die Altersvorsorge rückt dann in den Hintergrund.

Nur noch 42 Prozent der Deutschen kochen zuhause. Ich finde das erschreckend. Das soziale Miteinander zuhause am Küchentisch (was so wichtig ist), rückt in den Hintergrund. Selbst das Frühstück zuhause ist ein Auslaufmodell. Angeblich haben die Menschen immer weniger Zeit. Aber wenn Du Dir die Statistiken über den Medien- und Internetkonsum anschaust, ist der auf einem Rekordhoch angekommen. Der Spruch “Ich habe dafür keine Zeit” ist nur eine Ausrede.

In England hab ich eine schöne Dokumentation über Frührentner entdeckt. Sie sparen wie die Weltmeister, um mit 40 Jahren nicht mehr arbeiten zu müssen. Es geht. Es ist natürlich eine enorme Kraftanstrengung in der heutigen Konsumwelt:

Hier ist die obige Dokumentation über die reichen Frührentner in voller Länge zu sehen.

Wer in frühen Jahren mit dem Aktiensparen anfängt, hat einen Vorteil. Es ist der Zinseszins, der sich mit den Dekaden entfalten kann. Eifrige Menschen schaffen es so deutlich früher in den Ruhestand als die Masse. Es ist ein neuer Trend geworden. Die finanzielle Freiheit predige ich hier im Blog. Ebenso den Minimalismus. Wer sparsam ist, schließt einen Frieden mit sich selbst. Plunder macht auf Dauer nich glücklich. Statussymbole sind ein Holzweg.

Die Sparweltmeister sagen sich: „Warum soll ich mir alle zwei Jahre ein neues Auto kaufen?“ Es ist doch finanziell cleverer ein Auto dem Einkommensniveau anzupassen. Warum nicht ein Auto mindestens zehn Jahre lang fahren? Das macht Sinn oder?

Die Sparsamen schauen, wo sie ihr Leben vereinfachen können. Sie unterscheiden zwischen dem, was sie unbedingt brauchen und dem, was sie haben KÖNNEN (mehr Kleidung, neues Auto, großes Haus, neue Küche).

Gleichzeitig schauen sie, wie sie ihre Einnahmeseite (Gehalt, Bonus, Nebenjob) erhöhen können. Wer in die Frührente will, sollte mindestens eine Sparquote von 50 Prozent haben. Wer voran kommen will, optimiert daneben seine Investments. Meist sparen sie per ETF auf monatlicher Basis. Kostenschonend. Sie wollen nicht so wie die Masse, bis 65 oder 67 Jahre schuften. Um dann mit wenig Vermögen in den Ruhestand zu gehen.

Ihr Ziel ist es schneller frei zu sein. Und mit mehr Vermögen. Der Trick ist zu schauen, wo Sparpotential besteht, um die Sparquote hochzufahren. Etliches lässt sich unter die Lupe nehmen.

Ich behalte meinen Lebensstil im Auge. Ich werfe nicht mein Geld unnötig zum Fenster raus. Kürzlich ging mein Kühlschrank kaputt. Ich kaufte im Baumarkt ein Ausstellungsstück zum halben Preis. Ob da ein paar Schrammen dran sind, ist mir egal.

Ich schaue mich stetig um. Ich mag vor allem Discounter. Aldi, Lidl, Ikea, Target, Wal-Mart, Costco, Ryanair, EasyJet. Ich kaufe nur, wenn ich etwas brauche. Wirklich brauche. Beim Banking lohnt es sich, zu einem Gratis-Girokonto zu wechseln.

Die Ferratum Bank bietet zum Beispiel neue Wege im Online- und Mobilen-Banking. In Schweden, Norwegen und Deutschland rollen sie den Markt auf. Das Girokonto ist gebührenfrei und ohne Mindesteingang. Du erhält einen Dispokredit plus eine kostenlose MasterCard. Du hast Zugriff auf 7 europäische Währungen. Du kannst einfach und schnell Geld per SMS an Freunde und Familie senden. Ganz ohne IBAN und BIC. Die Bank ist der Teil der finnischen Ferratum-Gruppe, die seit der Gründung 2005 schnell wächst. Ferratum ist übrigens börsennotiert. Groß wurde sie mit Konsumkrediten. Heute sind 2 Millionen Kunden in 23 Ländern an Bord. Wenn ich solche Angebote im Web sehe, wo ich Geld sparen kann, schaue ich mir das an.

Discountbroker, Billig-Taxis, AirBnB und andere Angebote aus der Shared Economy – da verschaffe ich mir gerne einen Überblick. Wenn Norwegian Air Billigtickets auf den Markt wirft, schaue ich natürlich nach, ob ich was abstauben kann. Wenn ich nach Osteuropa muss, nehme ich bei Wizz Air und andere Discounter unter die Lupe. Ich hab keine Lust für ein Sandwich plus Kaffee 200 Euro bei der Lufthansa mehr zu bezahlen. Warum soll ich für ein Girokonto Gebühren bezahlen, wenn es gute Gratis-Angebote gibt? Da gleiche gilt für Internet-, Handy-, Stromtarife. Ich schaue, wo ich sparen kann.

Meinen TV habe ich aufgestöpselt. Das Fernsehen mit der nervenden Werbung ging mir auf den Wecker.

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Felix
5 Jahre zuvor

“Groß wurde sie [die Farratum Bank, Geschäftssitz in Malta]  mit Konsumkrediten. Heute sind 2 Millionen Kunden weltweit in 23 Ländern an Bord.”

Könnte es sein, dass sich da irgendwo ein Widerspruch zum sonstigen Text verbirgt?

Jan
5 Jahre zuvor

@Felix,

Konsumkredite der anderen? Gerne doch. Mein halbes Depot hängt davon ab, dass sich andere den Plunder kaufen. Nur der Sitz in Malta, der gefällt mir auch nicht. Ich bleibe gerne bei meiner ING-DiBa. Die sind mir sehr sympathisch und verlangen auch nichts.

@Tim,

klasse Beitrag mal wieder. Sicher müsste man das noch nach Branche und Region differenzieren, denn nicht jeder in Deutschland der etwas leistet verdient auch automatisch gut. Deutschlandweit bist du aber völlig im Recht mit deiner Kritik. Aber auch dir, so wie Felix, sage ich: Sind wir froh um jeden der konsumiert bis dass sich die Balken biegen. Diese Knechte finanzieren uns die Dividende.

Mein Nachbar hat sich nun einen Ford Mustang GT gekauft der natürlich jedes Wochenende publicity-attraktiv geschrubbt werden muss. Derweil bröckelt der ergraute Putz vom Haus. Aber ich gönne es. Insbesondere gönne ich es dem, der FMC1 im Depot hat. 😀

Wir werden die Welt nicht ändern. Jedem das seine.

Schöne Grüße

Jan

Mark 85
5 Jahre zuvor

Ich liebe Dokus, danke!

Ich habe gerade eine Meldung gelesen, dass der Anbieter Smava einen Kredit mit Negativzins anbietet, also Geld fürs Schuldenmachen: http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/kredit-mit-negativzins-warum-ein-start-up-geld-verschenkt-thread-628181-1.html

Verrückt, aber ich bin mir sicher, dass diese Werbeaktion viel Beachtung finden wird. 😉

KostenRunter
5 Jahre zuvor

@Mark85

ganz habe ich das smava Angebot nicht verstanden. Da ist von – 0,4 % eff. Jahreszins die Rede und von 994 EUR Rückzahlung nach 36 Monaten. da fehlt was oder jemand kann nicht rechnen. Ich habe letzten herbst auch meinen ersten Verbraucherkredit des Lebens aufgenommen. Meine Tochter brauchte einen Farbdrucker (mir reicht der vor 5 Jahren gebraucht gekaufte HP Laserjet – eine unverwüstliche Maschine, die bei mir im Jahr soviel druckt wie in einem Buro am Tag). Ein Modell war gefunden und der günstigste Preis gesucht. Für 270 EUR bei notebooksbilliger. Da hatten die eine Aktion 50 EUR auf jeden Drucker, aber nur, wenn man als Bezahlung die 0% Finanzierung angewählt hat. Hab lange überlegt, denn ich hatte noch nie Schulden außer mal eine Zeitlang welche aufs Haus, aber dann mitgemacht. Die Commerzbank wollte mir dann auch gleich eine Kreditkarte mit 2k Kreditrahmen andrehen (natürlich gesalzene Zinsen), aber ich habe nur meine 220 in 6 Monatsraten abgestottert und gut war.

Aber man sollte sich solche Angebote immer sehr genau anschauen. Für 6 Euro hätte ich das nicht gemacht.

5 Jahre zuvor

Tolle Überschrift. Einprägsam, kurz und prägnant! Meinen Glückwunsch 🙂

SilverSurfer
5 Jahre zuvor

@KostenRunter

Bei Finanzierungsangeboten sollte man eher vorsichtig sein. Der Gutschein von 50 Euro ist bewusst gewählt um an deine Daten zu kommen. Meist ist es auch nicht mit nur einem Kreditkartenangebot abgetan, denn deine Daten können verkauft werden.

Was viele jedoch nicht bedenken, das Finazierungsgeschäft kann zu Einträgen bei Schufa, Creditreform usw. führen. Bei vielen Verträgen wird heutzutage auf Bonität geprüft….dadurch kann es sein, dass man dich erst garnicht als Kunde haben möchte. (z.B. Wechsel von Strom-/Gasversorger um Kosten zu senken)

 

Das soll nur ein kleiner Hinweis oder Tipp sein 🙂

chaostrader
5 Jahre zuvor

Langsam wirds lächerlich. Ich schlage vor, dass sich der Herr Schäfer mal öfters aus seinem Elfenbeinturm NYC herauswagt.

Deutsche verdienen im Schnitt 49.000 Euro. Rekord

Quatsch. Das pro-Kopf-Einkommen ist weit darunter.

Man merkt, die Wahlen rücken näher. Alles so wunderbar bei uns!

Gerade eben (12.07.?) war Steuertag. Bis dahin hat man für den Staat gearbeitet. Wir haben laut OECD weltweit die höchste Steuer- und Abgabenlast ((hauchdünn nach Belgien auf Platz 1). Und besser wirds nicht werden.

Die Zahl der Arbeitslosen ist auf dem tiefsten Stand gesunken.

Naja, trau keiner Statistik aus Nürnberg… Wer für 400 Euro Zeitung austrägt, gilt ja nicht mehr als arbeitslos. Schau doch mal auf die Minijobquote, gerade bei Frauen. Also ich kann mich noch an bessere Zeiten erinnern.

Arbeitgeber suchen händeringend nach Fachkräften. Sie können viele Stellen nicht besetzen. Es herrscht Arbeitskräftemangel.

Ist natürlich Quatsch. Arbeitgeber haben vielfach zu hohe und dämliche  Ansprüche und wollen nicht angemessen bezahlen. Deswegen wird rumgeheult.

Selbst Berufsanfänger können schon mal 45.000 bis 50.000 Euro geboten bekommen

Ja nee is klaar! Das ist eine winzige Minderheit.

Besonders gefragt sind Handwerker. Die können super verdienen und sich in Ruhe die Firma aussuchen, für die sie arbeiten wollen. „Inzwischen liegt der Durchschnittsverdienst eines Vollzeitbeschäftigten bei rund 49 000 Euro pro Jahr“

Was rauchen die da beim Spiegel? Will ich auch haben, muss ein geiles Zeug sein. Massenhaft angestellte Handwerker, die 49 Riesen nach hause bringen… ohne Worte.

Die Deutschen geben immer mehr fürs Wohnen aus.

Klar. Weil ein Großteil gar nicht anders KANN. Da hast offensichtlich keine Ahnung, was die Miet- und Kaufpreise in gewissen Gegenden angeht, was für eine Wohnraumknappheit hier herrscht, und nicht jeder kann mal eben nach Kleinkallepupa in die ostdeutschen Provinz ziehen. Weil es da eben keine Jobs gibt, die Infrastruktur einfach mal Scheisse ist und schon gar keine Jobs, die dem Handwerker 50 Riesen zahlen.

Die Deutschen geben immer mehr für Neuwagen aus. Es sind schon über 31.000 Euro. Es muss eben eine Premium-Marke sein.

Die Zeiten, in denen man für 10T DM einen neuen Opel kaufen konnte, die sind lange vorbei. Das war damals vielleicht noch so, als du ausgewandert bist. Und die US-Preise, mit denen du offensichtlich (unbewusst?) die deutschen Preise vergleichst, die sind in keinster Weise vergleichbar. In den USA gibts nen neuen Passat ab 18000$ oder so. Diese Zahl kann man in Deutschland gleich mal VERDOPPELN (und dann wirds immer noch nicht reichen). Und “die Deutschen” kaufen nur sehr wenige Neuwagen, die Premiummarken verkaufen bis zu 90% ihrer Karren als Firmenautos. Der durchschnittliche private Neuwagenkäufer ist um die 50 (und hat die Kohle längst zusammen), der durchschnittliche Deutsche kauft die abgeschriebenen Firmenwagen nach 4 Jahren gebraucht oder fährt eine noch ältere Schüssel.

Da hab ich dann aufgehört zu lesen. Nur der letzte Abschnitt ist mir noch ins Auge gefallen:

Wenn Norwegian Air Billigtickets auf den Markt wirft, schaue ich natürlich nach, ob ich was abstauben kann. Wenn ich nach Osteuropa muss, nehme ich bei Wizz Air und andere Discounter unter die Lupe. Ich hab keine Lust für ein Sandwich plus Kaffee 200 Euro etwa bei der Lufthansa mehr zu bezahlen.

Der arbeitende Durchschnittsdeutsche jettet nicht in der Weltgeschichte rum. Der fliegt alle paar Jahre mal zwei Wochen in Urlaub, und da fängt der nicht an, selbst Billigflüge in der Hauptsaison rauszupicken und dann irgendwie mit zweifelhaften Billighotels zu kombinieren, sondern dann kauft der sich ein Komplettpaket (was auch nicht mehr kostet und sofort ohne langwieriges Suchen verfügbar ist) und wo er annimmt, dass der Anbieter vor Ort hilft und für grobe Schnitzer geradesteht. Dem ist die Lufthansa sowas von Scheissegal egal wenn er einmal im Leben nach Malle oder gar Teneriffa will, der hat auch kein Meilenkonto bei irgend einer Fluggesellschaft. Und ein nicht geringer Teil fliegt nie, oder ist die letzten 10 Jahre nicht mehr geflogen.

Der will auch eine ordentliche Bank haben, wo er überall problemlos Cash ziehen kann und auch mal Kohle einzahlen darf. Nur weil irgend eine neue zypriotische Bank mir minimalst bessere Konditionen bietet wie die örtliche oder die üblichen deutschen Onlinebanken zieht der Durchschnitt da nicht sofort hin. Wenn meine Karten spinnen (gabs letztens vermehrt bei mir), dann fahr ich mal schnell bei der Filiale vorbei und mecker, da will ich keine drei Wochen warten bis ich ne Antwort per Email erhalte, da soll die Karte spätestens morgen wieder funktionieren. Außerdem liegen die Hebel ganz woanders, die zwei Euro Kontoführungsgebühr bei der örtlichen Filialbank oder 0€ bei der deutschen Onlinebank sind nicht entscheidend bei der Frage, ob jemand mal zu Wohlstand kommt oder nicht.

Meinen TV habe ich aufgestöpselt. Das Fernsehen mit der nervenden Werbung ging mir auf den Wecker.

Schön für dich. Wenn ich nach meinen zwei Jobs abends nach hause komme, dann lasse ich mich gern auch mal ne Stunde oder zwei mit RTL2-Gedöns berieseln, während ich im Internet nach dem Rechten schaue, das nehm ich eh kaum wahr. Die Kiste ist seit 10 Jahren bezahlt, und selbst wenn ich sie aus dem Fenster werfen würde dürfte ich weiter GEZ löhnen.

Sorry fürs direkt sein, aber selten so eine gequirlte Kacke gelesen.

 

 

Kai
5 Jahre zuvor

Die 49tsd. € finde ich irre hoch.Das müssen ein paar Wenige mit ihren großen Gehältern hochtreiben.( Automobilbranche oder IT)

Die Masse der Arbeiter bei uns in den Unternehmen auf dem Land hat zwischen 1400 und wenn du einen alten Vetrag hast 1900 €. Dann ist es aus.

Mark 85
5 Jahre zuvor

An KostenRunter: Es kann natürlich jeder für sich selbst entscheiden, ob er solche Angebote oder Konsumkredite im Allgemeinen aufnehmen möchte. Nicht selten kann das der Beginn einer langen Schuldnerkarriere werden, wenn man sich nicht richtig im Griff hat. Zirka 10 Prozent der Erwachsenen gelten hierzulande bereits als überschuldet.

Ich habe mir die Angebotsseite nicht angeschaut, weil ich nichts davon halte, aber es wird es in der beworbenen Form schon geben. Für die vermeintlich eingesparten 6 Euro würde ich mir lieber ein gutes Finanzsachbuch zulegen, es kann ja gebraucht sein. 😉

chaostrader
5 Jahre zuvor

Das deutsche Durchschnittseinkommen beträgt 3703€ brutto. Und selbst das finde ich schon verdammt hoch. Also ich kenne sehr viele, die nicht mal die Hälfte davon haben. Da braucht es mehr als nur ein paar Akademiker und Unternehmer, um den Durchschnitt auf 49T/Jahr anzuheben. Diese Zahl ist absoluter Schwachsinn.

Mit 3009€ netto gehört man zu den obersten 10 Prozent.

chaostrader
5 Jahre zuvor

So, weiter gehts:

durchschnittliches Einstiegsgehalt promovierter Rechtswissenschaftler: 59T

durchschnittl. Einstiegsgehalt von Hochschulabsolventen bei Banken: 50T

durchschnittl. Einstiegsgehalt von FACHINFORMATIKERN: 39161€

Und der durchschnittliche Arbeitnehmer kriegt 49T laut Spiegel und TS. Logisch!

Ich finde diese politischen Kampfbegriffe ja ziemlich dämlich, aber wer setzt solche Fake News in die Welt? Und warum?

 

Mark 85
5 Jahre zuvor

An chaostrader: Warum gleich so aufbrausend? Die 49.000 Euro werden das Durchschnittseinkommen sein, wenn man die Summe aller Einkommen durch die Anzahl aller Arbeiter teilt. Ob es nun 44.- oder 49.000 Euro sind, hängt wohl von der jeweiligen Statistikerhebung ab. Durch extreme Ränder können sich bei dieser Messmethode natürlich Verzerrungen ergeben.

Das Medianeinkommen oder mittlere Einkommen, alle Arbeiter werden wie an einer Perlenschnur hintereinander nach der Höhe ihrer Einkommen aufgereiht und dann wird genau der Arbeiter in der Mitte ausgewählt, liegt natürlich tiefer. Eine Hälfte der Arbeiter verdient weniger, die andere Hälfte mehr als er.

chaostrader
5 Jahre zuvor

Ich hab keine Ahnung, welche Boomregionen da den Durchschnitt nach oben ziehen, aber ich kann dir garantieren, die Wirklichkeit sieht selbst im goldenen Süden ganz anders aus. Von den angeblich 49 brutto kommt nicht viel an.

Ich habe nie von Einstiegsgehältern gesprochen.

Doch. Zitat:

Selbst Berufsanfänger können schon mal 45.000 bis 50.000 Euro geboten bekommen

Da hab ich dann mal dezent darauf hingewiesen, dass das nur sehr wenige Akademiker in speziellen Branchen betrifft.

Warum gleich so aufbrausend?

Weil mir bei solchen Zahlen das Messer in der Tasche aufgeht. Mit der täglich erlebten Realität hat das rein gar nichts zu tun.

 

Andrea
5 Jahre zuvor

Tim, du bist wirklich den Jubelpersern unserer Bundesregierung aufgesessen, da muss ich dem Chaostrader ausnahmsweise recht geben.

Gefühlt werden hier die Lebenshaltungskosten immer höher (Miete, Strom, Lebensmittel usw. – halt die Sachen, die tatsächlich benötigt werden). Im Kino zahlte ich am Samstag nachmittag neben dem Eintritt 6 Eur für Popcorn. Die Getränke hatten wir schon (verbotenerweise) mitgebracht, da die Getränke dort auch so teuer sind.

Ich kenne niemanden, der ein solch hohes Gehalt hat, auch nicht meine studierte Freundin im beneideten Beamtenberuf. Am Dienstag sprach ich mit meinem Ex-Kollegen, der drei Mehrfamilienhäuser hat. Er hat letztens eine Wohnung neu vermietet und erzählte mir, dass unter all den Bewerbern um die Wohnung der mit dem höchsten Gehalt 1700 Euro gehabt habe. An ihn habe er die Wohnung vermietet. Es wären einige Leute dabei gewesen mit Gehältern von 1400-1500 Eur.

Natürlich wird das Durchschnittsgehalt durch die extrem hohen Gehälter nach oben gezogen, doch spiegelt das in keiner Weise die Realität im Lande wieder.

Hier in der Stadt sehe ich, abgesehen von den SUVs und Sportwagen, die hier die Kö ‘rauf und ‘runter fahren (wohl oft geliehen!) inzwischen trotz doppeltverdienenden Familien deutlich mehr Kleinwagen als in der Zeit meiner Kindheit, als sich anscheinend die meisten Leute trotz eines Alleinverdieners in der Familie ein gescheites Auto leisten konnten (Okay, dafür haben viele Familien dann zwei Kleinwagen).

Der Spiegel ist auch längst kein kritisches Blatt mehr, sondern schreibt das, was die meisten Klicks generiert, wie die meisten anderen Medien auch. Man sollte jegliche Medienberichte kritisch hinterfragen.

Ich wette, nach den Bundestagswahlen tauchen dann Berichte in den Zeitungen auf, in denen es heißt, die Renten müssten gesenkt oder das Rentenalter erhöhte werden und dass die Kosten durch Flüchtlinge hier exorbitant sind und daher die GKVs die Beiträge erhöhen müssen etc.

Man merkt, im Moment herrscht in dieser Hinsicht eine Stille, es darf nichts zu negatives geschrieben werden, wegen der Bundestagswahlen. Im Moment gibt es nur positive oder mild negative Nachrichten.

 

Ansonsten hast du, Tim, natürlich wieder Recht, die Leute sollten mehr sparen und sich von ihren Arbeitsplätzen unabhängig machen.

 

 

 

Slazenger
5 Jahre zuvor

Chaos hat halt seine eigene wortgewaltige Ausdrucksweise, aber er hat mit dem was er schreibt nunmal recht und zwar so was von recht, wie er die Situation in good old Germany beschreibt! Genau so isses!!!

Jan
5 Jahre zuvor

@Tim,

die Zahlen vom Spiegel scheinen auch zu passen. So ist das nach oben hin _gestutzte_ Durchschnittseinkommen der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Rentenversicherung derzeit bei 37.100 Euro West und 33.150 Euro Ost. Beachtet man nun, dass wir in Deutschland allein 15 Millionen Teilzeitarbeitnehmer haben, kommt dies gut hin.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/07_lexikon/CD/durchschnittseinkommen.html

Was ich nicht ganz zusammen bringen kann ist warum das Durchschnittsgehalt laut Statista 3.700 Euro beträgt. Aber vermutlich sind da keine Zulagen und Sonderzahlungen erfasst. Multipilziert man es mal mit 13 Gehälter kommt man gut Richtung den 49.000 Euro. Und dann fehlen noch immer Schichtzulagen, etc. Wie gesagt, leider gibt die Statistik da wenig Auskunft über die Berechnung.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/237674/umfrage/durchschnittlicher-bruttomonatsverdienst-eines-arbeitnehmers-in-deutschland/

chaostrader
5 Jahre zuvor

Die Deutschen fliegen Ryanair, EasyJet und andere Billigflieger.

Die Deutschen, die überhaupt fliegen, die mögen das vermehrt tun. Tun sie aber schon seit Jahren.

Der Durchschnittsmichel jettet aber nicht mehrmals im Jahr von X nach Y, der fliegt üblicherweise alle paar Jahre mal. Fliegen ist für die Mehrzahl von uns noch immer etwas Besonderes und nichts Alltägliches. Irgendwas -mit-Medien-DINKS und Fließbandarbeiter in Wolfsburg oder bei Porsche vielleicht mal ausgenommen. Der Rest kann und will sich das gar nicht leisten.

Jan
5 Jahre zuvor

@Andrea,

die Deutschen jammern gerade bei Lebensmitteln auf hohem Niveau. Kaum ein Industriestaat hat so geringe Kosten wie Deutschland.

http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/lebensmittelpreise-deutsche-verhaeltnisse-schwappen-nach-grossbritannien-ueber/13630774.html

Der Anteil der Lebensmittel an den Konsumausgaben in Deutschland ist mit nur <14% seit Jahren historisch niedrig.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75719/umfrage/ausgaben-fuer-nahrungsmittel-in-deutschland-seit-1900/

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Tim: Ja, es gibt halt 2 übliche Berechnungsmethoden. Keine davon ist falsch, also kann sich chaostrader wieder beruhigen. 😉

Ich persönlich bevorzuge den Medianwert, weil er auf starke Verzerrungen an den Rändern besser reagiert. Nehmen wir ein Extrembeispiel zur Veranschaulichung:

33 Arbeiter verdienen 10.000, 33 Arbeiter 20.000, 33 Arbeiter 30.000 und 1 Arbeiter 2.000.000 Euro. Der Durchschnittswert liegt bei 29.800 Euro, obwohl nur 34 Prozent ihn erreichen, der Medianwert bei 20.000 Euro, den immerhin schon 67 Prozent erreichen. Und würde der 1 Oberchef 2 Millionen verdienen, wäre er mit einem Durschnittswert von 39.000 Euro sogar der Einzige. 🙂

Mattoc
5 Jahre zuvor

Tim,

das darfst du Chaos nicht übel nehmen. Er ist eigentlich ein ganz sympathischer Sonderling. Deine Zahlen zum Durschnittseinkommen stimmen jedenfalls. Ich kenne kaum jemanden, der weniger verdient. Insofern gleicht das vielleicht Andrea, die kaum jemanden kennt, der mehr verdient, wieder aus. 🙂

Mark 85
5 Jahre zuvor

Tippfehleralarm: 33 Arbeiter verdienen 10.000, 33 Arbeiter 20.000, 33 Arbeiter 30.000 und 1 Arbeiter 1.000.000 Euro. Der Durchschnittswert liegt bei 29.800 Euro, obwohl nur 34 Prozent ihn erreichen, der Medianwert bei 20.000 Euro, den immerhin schon 67 Prozent erreichen. Und würde der 1 Oberchef 2 Millionen verdienen, wäre er mit einem Durschnittswert von 39.800 Euro sogar der Einzige, während es beim Medianwert 67 blieben.

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

also, ich hab keine Ahnung mehr was man in D verdient, aber für den Chaos möchte ich auch ein gutes Wort einlegen 🙂

chaostrader
5 Jahre zuvor

Ich bin auch Vermieter und Interessenten, die eine Wohnung haben wollen müssen die Hosen runterlassen. Sprich Verdienstbescheinigung und Kopie der Kontoauszüge der letzten Monate woraus ersichtlich ist, welche Einnahmen sie haben. Es ist keinem geholfen, wenn sich der Interessent die überdurchschnittliche Miete nicht leisten kann. Weder mir noch ihm/ihr. Ich sehe also immer mal wieder, was die relativen Gutverdiener nach Hause bringen. Wir reden hier von Beamten, Akademikern, Filialleitern etc. Mal ganz davon abgesehen, dass viele ein viel zu großes Auto fahren und auch sonst dem YOLO frönen (ist ja nix neues, da hat TS natürlich recht) bringt diese Klientel durchaus die zitierten 50 Riesen oder mehr nach Hause. Der Durchschnittsarbeiter oder Angestellte längst nicht. Der hat die Hälfte. Den (ledigen) Handwerker seh ich nur für die 1-Zimmer-Kellerwohnung, mehr kann der nicht.

Leider ist die Wortwahl vom Kollegen chaostrader verletzend und disqualifizierend. Auf dem Niveau gehe ich nicht weiter drauf ein.

Bin auch raus. Es werden sicherlich noch einige andere ihre Meinung dazu kundtun.

Mark 85
5 Jahre zuvor

An chaostrader: ,,Schon mal” bedeutet ja nicht der Durschnitt oder alle. 😀

Wie dem auch sei: Mir persönlich ist es nicht so wichtig, ob ich unter oder über dem Durchschnitt oder Median liege, solange meine Grundbedürfnisse und vielleicht noch etwas mehr befriedigt sind, daher nimmt mich dieses Thema emotional nicht so mit. Mir war aber klar, dass bei diesem Thema schnell die Emotionen hochköcheln können. 😉

martin
5 Jahre zuvor

Hallo,

bin stiller Mitleser und möchte/muss mich bei dieser Diskussion auch mal zu Wort melden. Habe 2013 meinen ersten Job nach meinem Master Studium aufgenommen. Habe damals  ca. 50000 Euro Einstiegsgehalt bekommen (Ig Metall Ekektroindustrie). Auch die anderen Jobangebote zu derzeit waren in diesem Bereich einzuordnen. Denke das ist absolut realistisch bei einem tsrifgebundeben Unternehmen. Mehrere meiner Kollegen (um die 30 Jahre) verdienen ein 6 stelliges Jahresgehalt ohne Führungscerantwortung. Sorry, aber wer den richtigen Einstieg findet für den sollten solche Gehälter kein Problem sein….vg

 

steve
5 Jahre zuvor

ja Durchschnitt ist schon komisch wie manches in der Mathematik. Wie aber schon von Jan gerechnet kann das schon stimmen. Denkt nur mal an die sportprofis da verdienen manche 200 Durchschnittsgehaelter! Ja natürlich nicht jeder ist mir klar. Dax Vorstände oder überhaupt Vorstände kommen wohl größtenteils über den Schnitt. Womit wir das Thema hätten das die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer. Das ist nicht gut und unsere Politiker die dieses Desaster mitverantworten gehören natürlich auch zur oberen Hälfte. Lohnt sich aber nur sehr bedingt zu streiten ob die richtig gerechnet haben. Immer schauen wo man selbst steht und was man verbessern kann, was wohl auch Tim s Anliegen ist.
Gruß Steve

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Tim: Ich auch. Deutschland steht im internationalen Vergleich sehr gut da.

Und wenn wir mal ehrlich sind: Es wird immer Menschen geben, die sich im Vergleich zu anderen ungerecht entlohnt vorkommen, egal wie man den Durchschnitt berechnet.

Entweder ist man mit seinem aktuellen Einkommen zufrieden oder man muss nach Lösungen Ausschau halten. Durch alleiniges Beklagen hat sich noch kein Geldbeutel rascher gefüllt.

Beobachter
5 Jahre zuvor

Ich denke es wird hier nur von Fach- und Führungskräften gesprochen, d.h. es ist klar, dass hierdurch das Bild verzerrt wird. Der “normale” Bürger mit Ausbildung und daran anschließendem Beruf (also ohne Studium) kann nicht mit den 49K gemeint sein. Hier liegt der Durchschnitt mE deutlich drunter, d.h. die sehr gut Verdienenden bzw. wohlhabenden müssen dieses Bild deutlich verzerren.

Wenn die reichsten 10% insgesamt 85% des weltweiten Vermögens besitzen, liest sich die Statistik schon ganz anders. Oder 62 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Welt (stand mal im Handelsblatt). Dann bekommt man doch Zweifel, das es Allen durchschnittlich so gut gehen soll. In meinem Beruf habe ich guten Einblick in Gehälter und Verdienste. 49K halte ich gefühlt für deutlich zu hoch gegriffen.

Trotzdem ist die Wortwahl von Chaos insgesamt unangemessen. Man kann auch anderer Meinung sein ohne so draufzuhauen.

Skywalker
5 Jahre zuvor

Ich finde es sehr schade dass Tim hier so extrem angegriffen wird und auch dass andere das auch noch relativieren. Das hat Tim nicht verdient.

Selbst wenn man anderer Meinung ist kann man das gesittet kund tun.

meine Frau und ich verdienen beide über dem Durchschnitt btw mit. Sie hat 60.000 brutto im Jahr und ich habe 100.000 Bruttoeinkommen im Jahr. Beide Anfang 30, langes Studium und 4 Jahre berufserfahrung. Bisher noch keine Kinder. Es geht also auch anders.

Mattoc
5 Jahre zuvor

Danke Sky für deinen Kommentar. Jetzt fehlen nur noch Ralf und June.

Take care.

Sams1974
5 Jahre zuvor

Also bei den Beamten sollte man die Besoldung doch leicht finden können. 50 K in meiner Erinnerung eher nicht im mittleren Dienst. Eher so A11-A13.  Im Bayerischen Einzelhandel liegt der Tarif für den Verkäufer bei 15,18 ich glaube nicht mal mein Filialleiter bringt die 50K auf die Lohnabrechnung. Werden wohl die Bäckerreifachverkäuferin oder die Metzgereifachverkäuferin den Schnitt nach oben ziehen oder muss ich jetzt Kleider verticken?  Ach der Spiegel wo die Billion mal zur Milliarde wird oder man sich über die Bedeutung von Brutto und Netto erst unterhalten muss. Ne ist nicht wert sich zu zoffen. Schönen Tag

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Beobachter: Die Zahl mit den 62 Superreichen klingt zunächst alarmierend, aber es handelt sich 1. um die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, 2. gehören nach dieser Berechnungsmethode auch Menschen wie Studenten mit Studienkrediten aus den Industriestaaten dazu (negative Vermögensbilanz) und 3. wird kaum einer dieser Superreichen nennenswerte Teile seines Vermögens in Geldmitteln, sondern in Sachwerten vorhalten, die erst wieder zu Geld gemacht werden müssten.

Aussagekräftiger finde ich, dass die Armut in der Welt trotz steigender Weltbevölkerung immer weiter abgenommen hat. Es gibt noch viel zu tun, keine Frage, aber die Tendenz stimmt mich hoffnungsfroh.

Niklas
5 Jahre zuvor

Hi, um mal einen Themenwechsel zu bringen.

Welche Aktie findet ihr besser?

Altria oder direkt Philip Morris

Bin am überlegen, möchte eine Tabak Aktie kann mich nur nicht entscheiden.

Kann mir einer die  für euch relevanten Unterschiede erklären? Ich denke diese Aktien müssten doch einige im Depot liegen haben.

VG

Niklas

5 Jahre zuvor

@Tim,

Du sagst, Handwerker würden besonders gut verdienen, dann steht aber in dem Stepstone Heft, dass das Handwerk die absolute Flop-Branche ist.

Dort verdient der Handwerksmeister die Kohle, weil er zwar gern als “Fachbetrieb” den Auftrag entgegen nimmt, dann aber seine Tagelöhner aus Polen hin schickt. Hatten wir auch schon. Haben auch extra das Handwerk vor Ort unterstützen wollen. Dann kamen aber Hiwis (irgendwelche Subs, Schein-Selbständige). Das nächste Mal gehen wir direkt zu den Polen anfragen.

Der Spiegel ist einfach auch nur System-Presse. Vielleicht verteilen sie als Wahlkampfhilfe rosa Wölkchen, weil sie Lindner verhindern wollen, oder sonst was.

Solange man einen warmen Platz im Getriebe des Systems hat, und immer schön mitmacht, da hat man nichts aus zu stehen. Dieses Schmierentheater des angeblichen Wohlstandes, der sich wie Manna über das deutsche Volk als Resultat dieser unwürdigen Agenda 2010 ergießen würde, das lässt einen wirklich manchmal verzweifeln. Ich hätte nicht die harten, persönlich verletzenden Worte gewählt, aber beim Chaostrader finde ich eher Realität wieder.

Es ist doch sinnlos, sich die Gehälter der bürgerlichen Creme der Gesellschaft anzuschauen, und davon auf den durchschnittlichen Zustand der Gesellschaft zu schließen.

Ich hatte auch so eine Rechnung wie Mark85, die spare ich mir jetzt.

Es mag  ja sein, dass rechnerisch die 49T rauskommen, aber was hilft das der ganz großen Masse an Leuten, die davon nicht einmal träumen. Nur weil man sehr oft Sendungen über Traumschiff-Reisen sieht, ist die AIDA nicht das gewöhnliche Fortbewegungsmittel der Kassiererin oder Wurstverkäuferin, des Schweißers oder Autoklempners. Und diese Leute sind die Masse, nicht der MbA oder Banker.

Wenn man schon das Glück hatte, einen Beruf in der Metallindustrie erfolgreich zu erlernen, und in einem Tarif der IGM zu verdienen, was durchaus ja auch nicht der Durchschnitt ist (viele arbeiten in irgendwelchen Halsabschneiderklitschen), dann steigt man in Bayern wohl mit der ERA-Gruppe 7 ein. Dazu braucht es nach dem Punktesystem 58 Punkte (Ausbildung mit 3 Jahre Lehrzeit). Nach 3 Jahren Erfahrung und Fachkenntnissen können 12 Punkte hinzu kommen, und man kommt evtl. in Gruppe 8.

Gruppe 7: 3.360,00, bzw. 3.496,00 Monatsentgelt (ca. 46.000, bei 13x)

Gruppe 8: 3.643,00, bzw. 3.797,00 Monatsentgelt (ca. 50.000, bei 13x)

Das bekommt man in den großen Firmen, die eben tarifgebunden sind. Davon träumen aber sicherlich die Allermeisten in Deutschland. In den kleinen Drecksbuden wird vielleicht die Hälfte verdient.

Ich will eigentlich gar keine Gedanken an dieses verlogene System verschwenden.

Trotzdem nicht verzagen. Die harten Widerworte vom chaostrader haben schon eine Berechtigung. Aber lass es einfach stehen und schreibe halt Deine Überzeugung. Das muss jede Seite ab können.

Gruß!

MS

Auch Fehleralarm, hatte Punktetabelle aus falschem Bundesland mit 14 Gruppen, Bayern hat nur 12. Evtl leicht andere Ergebnisse…

 

Konstantin
5 Jahre zuvor

Den Sinn und Zweck des Sparen und investierens möchte ich nicht in Frage stellen. Ich stoße mich allerdings daran, dass es immer das günstigste sein soll. Denn irgendwer zahlt den Preis! Sei es ein schlecht behandelter Mitarbeiter bei einer der genannten Airlines, Billigklamotten aus Fabriken die jegliche Sicherheits-Standards missachten etc. Es kommt der Punkt, an dem aus meiner Sicht, der ökonomische Vorteil nicht mehr ausschlaggebend sein darf.

Bei aller Kostendrückerei, Leistung hat seinen Preis!

5 Jahre zuvor

@Konstantin,

gerade zu den Airlines kam erst wieder “die Story” Sendung. Flugkapitäne werden als Schein-Selbständige missbraucht etc…

MS

Mark 85
5 Jahre zuvor

An Matthias: Wir Menschen vergleichen uns nun einmal gern, möchten wissen, in welchem Verhältnis wir zueinander stehen. Und in der Regel wird sich eher nach oben als nach unten orientiert. Im Grunde gehört jeder Westeuropäer vom Lebensstandard her der globalen Oberschicht an, aber einige Menschen wollen dies nicht wahrhaben, weil sie ihr Blickfeld auf die verhältnismäßig wenigen Menschen in der Nahrungskette über ihnen verengen.

Gut, vielleicht hätte der Spiegel den Medianwert nehmen sollen, dann wäre weniger Aufregung entstanden, aber auf der anderen Seite gibt es auch nicht wenige Kommentarschreiber zu solchen Nachrichtenmeldungen, die einem den Eindruck vermitteln wollen, dass in einem Land wie Deutschland alles schlecht ist.

Da frage ich mich manchmal auf Seiten wie Spiegel-, Focus- und Welt.de wirklich, ob die bewusst eine schlechte bis radikale Stimmung im Land entstehen lassen wollen. Werden die vielleicht von Parteien wie Die Linke oder AfD bewusst eingesetzt?

BadBanker
5 Jahre zuvor

@Tim

“Sparen hat viele Vorteile.”

Schon , aber nicht, indem man nach Island und Zypern im Kampf um den letzten Zehntelprozentpunkt nun der nächsten Insel das Ersparte nach derem Inselrecht hinterherwirft.

June
5 Jahre zuvor

@Mattoc,

sagst du mir bitte, wie ich deinen Kommentar zu verstehen habe?

“Jetzt fehlen nur noch Ralf und June.”

Take care,

June

Paulchen Panter
5 Jahre zuvor

Ich habe Zahlen vom Statistischen Bundesamt zur Reallohnentwicklung gefunden:

1992: 97,6

2014: 97,7

Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten also Reallohnstagnation. Erst ab 2014 gibt es wieder Zuwächse (2015 = 100). Die privaten Haushalte scheinen viel mehr “abgebrannt” zu sein, als es der politischen Leitung dieses Landes bewusst ist und das bisschen Reallohnzuwachs vergangener Jahre erinnert mich eher an einen zarten Nieselregen, der auf einen ausgezehrten und staubigen Wüstenboden niedergeht.

@ June und @chaostrader

Ich habe mir eure Süßkartoffelrezepte (vom 14.06.2017) ausgedruckt und werde sie demnächst ausprobieren. Vielen Dank!

Herzliche Grüße

Paulchen

5 Jahre zuvor

@Tim,

ist schon alles ok. Dieses Beispiel ist ja auch vollkommen i.O. Passt ja. Aber das ist eben nur die gut bürgerliche Normalität, die man gern als Normalität verkaufen will.

Ich selbst habe ja auch gar keinen Grund zu klagen. Mir geht es prima. Und ich habe eben auch Glück gehabt. Aber deswegen übersehe ich nicht die vielen Abgehängten, denen es wirklich armselig geht.

Da kommt mir oft die Lobhudelei auf das System heuchlerisch vor.

@Mark85,

Deine Meinung schätze ich besonders. Gerade durch den Abstand, das Betrachten Deutschlands von außen (was mir auch nicht fremd ist), hast Du einen objektiveren Blick. Ich liebe meine Heimat. Ich gehöre nicht zu den Deutschland-Bashern! Aber ich will mich nicht von Medien-Schwachsinn einlullen lassen, der uns flächendeckend vorgesetzt wird.

Ok, kümmere mich wieder um mein Zeug. 😉

MS

chaostrader
5 Jahre zuvor

Muss mich nochmal zurückmelden, dann bin ich wieder weg.

Wie M.Sch. gesagt hat, Master plus IGM-Tarif plus 50T Einstiegsgehalt (Glückwunsch!) hat mit Durchschnitt gar nix zu tun. Auch 160T DINK-Haushaltseinkommen ist ein erfreulicher Ausreißer in der Statistik. Da ist kein Neid, als Vermieter mit 2 Jobs und einer ordentlichen Sparrate gehts mir auch besser wie vielen meiner Mitbürger. Aber wir sind weit vom “Durchschnitt” oder Median entfernt. Ganz weit weg!

Unser Einkommen (ist ja sicher nicht bei den 50T Einstiegsgehalt geblieben) versaut leider einer ganzen Horde von Handwerkern, Verkäufern, Tippsen und Altenpflegern mächtig den Durchschnitt, wie Mark prima vorgerechnet hat. Die 49T sind eine Ohrfeige für die Mittelklasse, wobei das HAUSHALTSEINKOMMEN, von denen mehr als eine Person leben muss doch viel geringer ist.

Um die Fragen in der Überschrift zu beantworten:

Deutsche verdienen im Schnitt 49.000 Euro.

Davon hat die Mehrheit leider rein gar nichts. Auch wenn man die ganzen Arbeitslosen, Alleinerzieher, Hartz4ler etc. mal rausnimmt.

Trotzdem verpulvern sie ihr Geld.

Einige. Längst nicht “alle” Deutsche. Ich würde sagen, 50% oder mehr haben nicht viel über zum Verpulvern. Die haben kein Eiphone und gehen auch nicht jede Woche essen. Sicherlich gibt es bei vielen irgendwelche Einsparpotentiale, aber selbst mit Dividendenstrategie werden sie es nicht allzu weit bringen.

Zitat Spiegel:
> Industriekaufleute im ersten Berufsjahr verdienen bei IMS Gear rund 45.000 Euro. Damit gehören sie in der Firma nicht einmal zu den Topverdienern unter den Berufsanfängern. Ein Haupt- oder Realschüler, der nach seiner Ausbildung als Industriemechaniker im Schichtbetrieb arbeitet, kann es im ersten Jahr nach der Lehre sogar auf mehr als 50.000 Euro bringen.

Schönes Beispiel. Ein Familienmitglied, seit knapp einem Jahr ausgelernter Industriemechaniker, verdient mit Schichtarbeit etwa die Hälfte. Ebenfalls wie IMS Gear in BaWü, zwei Landkreise weiter. Wird wohl dummerweise nicht nach IGM-Tarif bezahlt.

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