Nach der Abspaltung ist der Hersteller von U-Booten und Marineschiffen am Steigen. Seit der Erstnotiz am 20. Oktober ging es von 70 auf zuletzt 100 Euro mit dem Börsenneuling. Der Kursanstieg um 60% ist prächtig. Jeder ThyssenKrupp-Aktionär erhielt für 20 gehaltene Aktien des traditionsreichen Stahlkonglomerats jeweils eine Aktie des Werftbetreibers TKMS aus Kiel. Der Spezialist für die maritime Verteidigung profitiert aktuell von hohen Rüstungsaufträgen und geopolitischen Spannungen, was für Anleger Fantasie schafft. Allerdings ist der Kurs stark abhängig von politischen Entscheidungen und Verteidigungsbudgets. Nun kam heraus, dass die Bundeswehr mehrere Fregatten bei TKMS bestellen will. Womöglich geht es um ein Auftragsvolumen von einer Milliarde Euro.
Die Insider sind auf der Pirsch
Mir sind seit einiger Zeit Insiderkäufe aufgefallen. Konzernchef Oliver Burkhard riss sich am 26. Oktober für 300.000 Euro Aktien unter den Nagel, er zahlte einen Kurs von 80,40 Euro. Auch die Vorstände Dirk Steinbrink (CTO) und Paul Glaser (CFO) orderten in den darauffolgenden Tagen die TKMS-Aktie für rund 29.000 bzw. 24.000 Euro.
Durch geopolitische Konflikte, besonders durch den Krieg in der Ukraine, und steigende Verteidigungsbudgets erhält TKMS viele neue Aufträge für U-Boote und Kriegsschiffe. Es steckt ein Milliardenpotenzial in dem Wert. TKMS ist ein Juwel innerhalb des Thyssenkrupp-Imperiums, da die Sparte profitabler ist als die anderen Bereiche. 2024/25 kletterte der Umsatz von 2,0 auf 2,2 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 53% auf 131 Millionen Euro. Der Börsenwert von 6,1 Milliarden entspricht nicht mal drei Jahresumsätzen, was massvoll erscheint.
TKMS steht für „Thyssenkrupp Marine Systems“. Von der grauen Maus scheint die Aktie jetzt zum Rüstungs-Star zu werden. Warum Anleger ganz genau auf die U-Boot-Sparte von Thyssenkrupp schauen sollten, an der der Mutterkonzern noch 51% hält. Warum die Aktie unterschätzt wird? Wer an Thyssenkrupp denkt, denkt oft an alte Industrie, volatile Stahlpreise und endlose Restrukturierungen. Die Aktie der Muttergesellschaft (Thyssenkrupp AG) war in den letzten Jahren wahrlich kein Spaß für Buy-and-Hold-Anleger. Aber: In diesem Konglomerat schlummert ein Schatz, der bisher vom Markt nicht annähernd fair bewertet wird.
Seit dem geopolitischen Umbruch in Europa und dem 100-Milliarden-Sondervermögen der Bundeswehr hat sich der Sektor komplett gedreht. Verteidigung ist nicht mehr „pfui“, sondern ESG-konform und notwendig. Länder weltweit rüsten auf, insbesondere bei der Marine. Die Sicherung von Seewegen und kritischer Infrastruktur (Pipelines, Datenkabel) steht ganz oben auf der Agenda der NATO. Immer wieder werden in der Ostsee Kabel beschädigt, es scheint hier Anschlagspläne aus Russlands zu geben. TKMS sitzt genau in diesem Sweetspot. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, und die Nachfrage nach Fregatten und U-Booten ist so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.
Technologischer Burggraben: Weltmarktführer bei konventionellen U-Booten
Was viele übersehen: TKMS ist nicht irgendeine Werft. Sie sind der globale Marktführer für nicht-nukleare U-Boote. Mit ihrem außenluftunabhängigen Antrieb (Brennstoffzelle) können die U-Boote der Klasse 212A und 214 wochenlang tauchen, ohne aufzutauchen. Das macht sie fast so gefährlich wie Atom-U-Boote, aber viel leiser und günstiger. Ein weiterer Grund für die Aktie sind die enormen Eintrittsbarrieren: Man kann nicht einfach morgen eine U-Boot-Werft eröffnen. Das Know-how ist extrem komplex. TKMS hat hier einen gewaltigen „Moat“ (Burggraben).
Volle Auftragsbücher
Rüstungsprojekte laufen über Jahre, oft Jahrzehnte. Das bedeutet: Hohe Planungssicherheit bei den Einnahmen. Lukrative Wartungsverträge über die gesamte Lebensdauer der Schiffe kommen hinzu, das Service-Geschäft bringt oft höhere Margen als der Neubau. Der Auftragsbestand liegt bei weit über 18 Milliarden Euro. Das ist Arbeit für Jahre. Für Anleger heißt das: TKMS ist Qualität „Made in Germany“ in einem absoluten Wachstumsmarkt. Zudem wollen die Kieler nun die Nachbarwerft German Naval Yards (GNYK) übernehmen, was ein großer Expansionsschritt wäre.
Hallo Tim, warum kaufst du dir nicht einfach ein U-Boot, ob du jetzt 3,8 oder 3,6 Millionen auf deinem Konto hast, spielt doch keine Rolle mehr. VG und gönn dir was…
Ja, man kann U-Boote für den Privatgebrauch kaufen. Ich habe aber kein Interesse daran. Ich kaufe lieber Aktien als Spielzeug. https://www.nauticexpo.de/boot-hersteller/u-boot-privatgebrauch-46957.html
Wenn das U-Boot per Brennstoffzellen angetrieben wird, braucht es ja Wasserstoff an Board. Das stelle ich mir extrem heikel vor mit 700 bar oder so und erst Recht die Bedankung. Bei Autos setzt sich diese Technologie offensichtlich nicht durch. U-Boote sind natürlich eine andere Kategorie.
Die Werften sind in meiner Einschätzung immer eine krisengeschüttelte Branche gewesen. Mag sein, dass das im Rüstungssektor anders ist. Scheint mir ein ziemlich exotisches Wert zu sein, vielleicht wirklich eine interessante Nische.
Ja, das war in der Tat lange Zeit eine krisengeschüttelte Branche. Du brauchst viele Mitarbeiter, schweres Material (Stahl, Maschinen, Spezialglas…)… was viel Geld verschlingt. Und es dauert zig Jahre, bis ein großes Schiff gebaut ist. Aber die Rüstungsbranche kann sich derzeit kaum vor Aufträgen retten – aufgrund der neuen Kriegstreibereien.
Hallo Tim,
Das stimmt, leider sehe ich (ich hoffe ich irre) auch größere Kriege kommen denn die enorme Anzahl an Waffen die derzeit hergestellt wird (TKMS (Marine Systems) ist so eine Firma und hat Milliarden an „Auftragsstau“) müssen ja auch verbraucht werden. Als Investor ist es immer so eine Sache woran man sich beteiligt, aber rein nüchtern betrachtet gehört Krieg genauso zum menschlichen Zyklus, so gesehen ist der Artikel auch gut und „richtig“ irgendwo.
Denke auch dass der aktuelle Run auf Gold damit unter anderem zu tun hat.
Hi Sebastian, ich habe die TKMS-Aktie nicht. Die einzige Rüstungsaktie, die ich habe, ist Boeing, die aber hauptsächlich die zivile Luftfahrt abdeckt. Neuerdings gehen immer mehr Firmen in die Rüstung, etwa meine Deutz. Ich verstehe, wenn Anleger sagen: „Das ist aus ethischen Gründen nichts für mich.“
„aufgrund der neuen Kriegstreibereien… oder aufgrund notwendiger Verteidigungsinvestitionen?
@ Rüstungswerteo
In Deutschland können wir Wirtschaftswachstum gebrauchen. Die Firma klingt in der Tat nach einem Wachstumskandidaten. Dennoch wünsche ich in dem Bereich stagnierende bis fallenden Geschäfte. Stattdessen wären gewinne im Bereich Robotik vielleicht ein Segment für die deutsche Wirtschaft.
@MAGA
Das Konzept habe ich bis heute nicht ganz verstanden. Im kran so d sicherlich äußerst schlimme Dinge passiert und es ist gut wenn man sich entschlossen dagegen stellt. Bei den News Bildern muss ich dennoch darauf achten um welches Land es gerade geht. Ansonsten sind sie sich erschreckend ähnlich. In dem einen Land ist es allerdings eher staubig warm und im anderen kalter Winter. Bin vielleicht einfach auch ein paar Jahre älter und kann langsam eine Brille in betracht ziehen.
Die Fassade bekommt allerdings deutliche Risse. Bruce Springsteen ist vermutlich ein hoffnungslos überschätzte Artist wie viele andere auch. Der Superbowl interessiert mich für gewöhnlich so viel wie ein Sack Reis in China. Dennoch traue ich Greenday zu Basket Case in der MAGA Version aufzuführen. Das wäre einmal ein unglaubliches Statement.
@Edit
Die Edit funktion geht leider nicht. Manche Texte werden seltsam zerhackt. Mit Basket Case ist mir allerdings ein Fehler passiert. Es ist ein Hervorranger Song, aber ich hoffe selbstverständlich auf den noch treffenderen Titel: „American Idiot“.
@Kiev
Du bist doch bei Finanzierungen meist gut informiert.
Baufinanzierungen zB 5ys/10ys richten sich ja nach der Rendite der 5/10 Jahre Bundesanleihen + x Basispunkte Zinsaufschlag.
Welchen Zinsaufschlag findest du gerechtfertigt bei 50% Beleihungswert einer Immo?
@ M
Ich hatte vor kurzem ein Forward Darlehen bei meiner Hausbank angefragt. Das ist aber keine unabhängige Finanzierung. Da die Bank im Grundbuch steht und bei mir ein weiterer Kredit der Bank mit längerer Laufzeit das Projekt langfristig abgesichert hat kann ich die Bank kaum wechseln. Die Konditionen sind entsprechend schlecht. Mir wurden 3.5% angeboten. Tobs hatte noch bessere Konditionen im Bereich von leicht über 3% genannt bekommen. Das hätte ich eventuell gemacht. Das Darlehen zahle ich jetzt einfach ab und habe entsprechend 850€ freie Liquidität im Monat durch die Ablösung des Darlehens. Das verbleibende Darlehen ist mit 3.3% aktuell kaum zu unterbieten. Darüberhinaus kann ich es jederzeit mit 6 Monaten Ankündigung auflösen oder umschulden. Ich werde hier ebenfalls eine Teilkündigung vornehmen, um es eventuell in Kürze ganz abzulösen.
Wir hatten auch bestmögliche Konditionen mit unter 50% Finanzierung. Bist Du noch bei einer Bank. Gibt es da keinen Haustarif? Ich habe Finanzierungen über Kreditvermittler gemacht. Da musst Du zwar alle Informationen zusammentragen. Dafür unterbieten sich dann die Banken mit Angeboten. Bei mir ist ein lokaler großer Anbieter am günstigsten gewesen.bdienlokalen haben oft einen Vorteil, dass sie die Lage besser einschätzen können und so bessere Konditionen geben können.
Aktuell schätze ich die Konditionen etwas schlechter ein ohne sie geprüft zu haben. Aufgrund der neuen Schulden für Rüstung, reduziertem US Zinssenkunkungsausblick und Inflationsgefahr werden die Konditionen vermutlich nicht besser. Ich hatte auch überlebt neu zu finanzieren und das Geld in Rohstoffen, Aktien anzulegen. Die 3.5% Zinsen erscheinen mit trotz Debasement Entwertung allerdings besser. Die Investoren verschiedener Märkte sind durchaus nervös. Es steigen alle Anlageklassen und fallen auch gemeinsam. Da muss ich auf dem Niveau nicht unbedingt Geld investieren, dass ich sicher gegen 3.5% einlösen kann. Zumal ich immer auch eine Kehrtwende machen könnte wenn die Zeiten sich ändern…
Morgen wird Silber vermutlich mehr als 10% steigen oder fallen. Ich kann die Richtung allerdings nicht einschätzen. Eine weitere Korrektur in Silber mit robustem Gold würde mir gefallen. Die Minen würde ich schon gerne günstig zurück holen. Das schöne an den Märkten ist auch, dass man nicht investieren muss. Ich muss nicht Bitcoin, Gold, Silber oder Aktie A oder B kaufen. So lange ich langfristig diversifizierte Investitionen tätige und meine Verbindlichkeiten reduziere läuft alles.
Mein Cashbestand ist aktuell äußerst hoch. Sollte ich im nächsten Jahr keine Investitionsmöglichkeiten finden ist der Dachausbau auch ein Modell. Da würde ich knapp 4% Rendite erzielen, hätte mehr PV Optionen und das Haus modernisiert. Das könnte ich auch einfach direkt bezahlen. Ist sicher leichter als Kredite dafür zu verwenden.
Bei mir ist das gleiche Spiel. DL liegt noch bei der Bank mit 1,6% und das neue Angebot ist unterirdisch.
Ich müsste dann schon eine Bank für den 2. Rang finden, was bei 50% Beleihungsgrenze evtl gar nicht so schwer sein sollte.
Werde auch die „sichere“ Rendite der Kredittilgung nutzen und mich erstmal schnell entschulden. Für Aktien ist dann in paar Jahren wieder Zeit.
Bank schon lange nicht mehr, zum Glück :-)
@ M
In Anbetracht der Marktbewertungen in nahezu allen Bereichen sehe ich für uns beide bei der sicheren Variante keine schlechte Wahl. Die Inflation ist natürlich nicht zu unterschätzen und aufgrund dieser steigen Kredite vermutlich. Andererseits sollte Inflation Assetpreise stützen.
Die Märkte sind allerdings sehr nervös. Da könnte auch eine Gelegenheit erscheinen. Letztes Mal habe ich einfach einen Verbraucherkredit ohne Objekt Hinterlegung durchgeführt. Gute Kaufkurse korrelieren manchmal mit guten Kreditkonditionen. Darüberhinaus hast Du jetzt auch mehr freien Cashflow.
So schaut’s aus. Sobald ich mit dem gröbsten durch bin, ist doppelt Liqui da, um das Depot wieder zu füllen.
Man muss nur damit zurecht kommen, dass man sich auf dem Depotsuszug sehr arm fühlt. Aber gibt schlimmeres. Man weiß ja wo es rein fließt. Depotgeld war für mich eh immer „ausgegebenes“ Geld.
@ M
Mein Depot sieht bald auch „etwas“ bescheidener aus ;-) Andererseits werde ich in ca. 4 Monaten 1450€ weniger im Monat ausgeben oder Einnehmen. Je nach Betrachtungsweise. Dann kommen noch einmal 600€ dazu und ich könnte theoretisch auch weitere 750€ glatt stellen. Dann würde mein Depot allerdings wirklich getrimmt sein. Mein Depot ist aktuell aber auch nicht groß anders als ein einfaches Tagesgeld Konto.
Mit dem freien Cashflow häuft sich nicht nur das Vermögen durch Einzahlung schneller an. Es ist für mich auch eine freie Kreditlinie. Die nutze ich allerdings nur bei größeren Baumaßnahmen. Längerfristig soll diese weiterhin abgebaut werden. Alle 10 Jahre mache ich eine größere Baumaßnahme. Es ist langsam wieder an der Zeit. Vielleicht gibt es 2026/2027 eine Gelegenheit.
@Kiev
Silber +/-10%: Gratuliere beides, bist du jetzt Gamma-Scalper geworden :)
Überbewertung Silber ist/war ja noch nix im Vergleich mit 1980 (Gebrüder Hunt):
Ich halte jetzt nicht so viel von solchen Charts, um so ein Ratio zu erreichen gäbe es 2 Wege, entweder Silber explodiert oder der Dow kollabiert (oder beides). Aktuell ca. 600 das Ratio. Irgendwann vielleicht wieder, kann aber auch in 200 Jahren sein.
@ Bruno
Bei den >+-10 dachte ich nur an eine hohe Volatilität und Nervosität im Markt. Die <-10% konnte man heute zumindest sehen. Unabhängig vom Dow habe ich bei Silber als Industriemetall nur einen Blick auf die Verfügbarkeit gerichtet. Die einzige Ratio ist noch Gold/Silber, die in dem Zusammenhang für mich interessant ist. Hunt Brüder sind keine echte Verknappung gewesen. Die Comex verfügt allerdings über nicht zu unterschätzende Mittel den Preis zu beeinflussen.
Eine passende Gelegenheit wird sich 2026/2027 sicherlich auch in anderen Bereichen finden lassen. Da habe ich jetzt nicht speziell an Rohstoffe oder Edelmetalle gedacht. Auf einen Silberanstieg bei Einbruch des Dow Jones werde ich sicherlich nicht setzen. Das ist eher unwahrscheinlich. Wenn der breite Markt crashed ist Silber in der Regel richtig gut auf dem Weg ins Tal der Tränen dabei. Langfristig würde ich bei so einem chart oben eher Gold verwenden, wenn ich mich gegen zu hohe inflation schützen möchte. Aktuell habe ich nichts von beidem.
Wohin man auch schaut zur Zeit, 100-400% in wenigen Monaten sind wohl neuerdings immer mal drin. Zu viel Cash im System? Zu viele Trader, Spekulanten, Momentumreiter? Fintechs und Neobroker verlocken zum schnellen Euro/Dollar-Gewinn wie im Casino?
Kommt langfristiges Investieren nach und nach aus der Mode?
Erst wenn es in der BILD steht :-) dann ist: Ende der Fahnenstange
Hab ich mich auch gefragt. Allerdings waren viele Aktien ziemlich runtergeprügelt und schlicht viel zu billig (Siemens Energy, Intel, 3M z.B.) Andere „große“ stagnieren oder fallen gar leicht (Microsoft, Amazon…) und andere haben gut vor die Schnute bekommen (Novo Nordisk, Oracle…). Ich sehe da noch keine großen Verwerfungen. Der vorteil im langfristigen Investieren ist, dass man das irgendwie alles mitnimmt. Trotz der komischen und wilden Zeiten springt das Depot immer wieder auf neue Höchststände – mit immer anderen Treibern.
Ein Thema könnte vielleicht die derzeitige Schwäche und US-Staatsanleihen sein. Das Geld will ja auch irgendwo hin.
Ich finde die Ausschläge werden größer. Sowohl unten als oben.
Paypal heute wird ziemlich abgestraft.
Aktuell habe ich seit 10 Jahren meine größte Cashposition aufgebaut. Im April hatte ich tatsächlich das letzte mal einen Einzelwert zugekauft. Das abwarten fällt mir jetzt aber immer schwerer.
Midterm Jahre sind häufiger volatiler.
Statistisch fallen sie eher ab März bis Anfang Oktober um danach stark zu steigen:
Dow Jones Midterm Years :: SeasonalCharts.de
Mit Trump könnte es halt noch etwas ausgeprägter werden als sonst, sind womöglich gute Chancen.
Es geht mir gar nicht um die allgemeine „Marktstimmung“, sondern die Tatsache, dass einzelne „Wertpapiere“ enorme Ausschläge nach oben und unten zeigen.
Als würden die Algos der Big Player sich auf einzelne Titel stürzen, diese hochjazzen und gegeneinander wetteifern, wer früher als die anderen wieder mit ordentlichem Gewinn draußen ist (50% in wenigen Wochen auf’s Jahr hochgerechnet….).
Dank der Neobroker kann dann auch der kleine Privatanleger ohne Gebühren mit 200€ dreifach gehebelt mitspielen und die Wellen reiten.
Das Spiel der Spiele halt. Egal ob Silber, Western Digital oder Bitcoin.
Und Mal sehen, ob wir in Zukunft eine nette Partie Ping-Pong bei Gold und Bitcoin beobachten dürfen.
Amüsant von außen zu betrachten. Das Jucken in den Fingern hat sich nach nun vielen Jahren Börse verabschiedet.
Ich kaufe einfach stur und stetig meine Hochkaräter und warte geduldig ab. Die Volatilität sehe ich eher als Chance.
Die Umsätze und Gewinne steigen, der Werte der Unternehmen mit. Und dann kann auch der Preis gar nicht anders, als mitzuziehen. Langfristig, mit dem üblichen auf und ab, welches scheinbar an Intensität zunimmt.
Das stimmt und liegt denke ich daran dass enorme Erwartungen an gewisse Unternehmen gelegt werden bzw. Verbindlichkeiten. Wenn die platzen zeiht das enorme ripple Effekte nach sich. Siehe Oracle: würde openai seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wäre das ein Albtraum. Das alles ist dann eingerechnet und selbst kleinste Kommentare führen zu solch großen ausschlägen: soweit ist das meine Sicht der Dinge
@Volatilität
Volatilität ist nicht schlecht für value orientierte Investoren.
Interessant finde ich die größten Assets nach ihrer Marketcap.
Hier ist die Reihenfolge: Gold, Nvidea/Silber, Apple, Alphabet, Microsoft… Platz 8 ist Bitcoin. Gold ist dabei grob 8 Mal mehr Wert als Platz 2.
Bin mir nicht sicher, ob Kleinanleger mit TradeRepublik Hebelprodukten hier das Rad drehen. Die Meme Aktien sind von der Marktkapitalisierung eine andere Größenordnung. Den Chinesen bleibt allerdings nicht viel Auswahl ihr Geld anzulegen. Immobilien sind dort soweit mir bekannt nicht unbedingt rosig. Zusätzlich können sie nicht im Ausland investieren. Die Bewegungen sehe ich folglich durch andere Dinge getrieben. Die Kleininvestoren können allerdings die Volatilität weiter ausbauen.
Der Debasement Trade ist eine größere Verschiebung von Vermögen, der bereits eine Zeit läuft. Bitcoin hätte theoretisch das Potenzial hier mitzumischen. Davon sieht man allerdings nichts. Eventuell ist dadurch das Interesse an BTC für größere Bewegungen gesunken. Kann ich nicht beurteilen. Nein. Interesse an Bitcoin ist stabil auf niedrigem Niveau.
Wie lässt sich eine so starke Bewegung in Gold/Silber letzten Freitag erklären? Chapeau an JPM und weitere Beteiligten. Zwei der drei größten Assets so stark zu bewegen erfordert eine gute Strategie und ein bisschen Kleingeld. Handelszeiten, signifikante Marginerhöhung… Ein stabilerer Preis für Silber findet sich in Shanghai Metal Market. Hier landet auch 70% des Rohstoffs durch entsprechende Raffinerien in chinesischer Hand.
Arbitrage finde ich in dem Zusammenhang auch interessant, wenn man sich die Preisunterschiede für einen identischen Rohstoff ansieht. Die Differenzen sind normalerweise deutlich geringer wie bei Aktien auf unterschiedlichen Börsenplätzen auch. Gibt schließlich keinen Free Lunch.
Bei Future Kontrakten konnte man ein Rollen von Kontrakten aus der Zukunft in die Gegenwart sehen und höhere Preise für Futures im aktuellen Monat als in drei Monaten sehen. Das deutet auf einen physischen Mangel hin. Es gibt Comex in USA, London und Shanghai als große Lager. Dort befinden sich Rohstoffe. Registered werden Rohstoffe genannt, die geliefert werden können. Eligible Status haben hingegen Waren im Lager die bereits gebunden sind. Das kann beispielsweise ein ETF mit hinterlegten Rohstoff sein. Bisher gab es Lieferungen aus Shanghai nach London, da Shanghai 70% des Silbers durch Raffinerien erhält. Aktuell wird nichts mehr geliefert, so weit mir bekannt.
Wann wird die Nachfrage nach Silber längerfristig einbrechen? Sie ist an die Industrie gekoppelt. Ki Chips, PV, Batterien, Rechenzentren… Wenn die Nachfrage hier aprubt einbricht fällt Silber deutlich.
Gold verhält sich anders da Zentralbanken die Hauptkunden sind.
Nein, nein die Privatanleger drehen hier kein Rad. Aber diese extremen Schübe mal hier Mal da erzeugen Gier und locken das kleine Geld an den Tisch, welches dann verschwindet. Traurig. Langsam reicht werden ist nicht attraktiv.
@ Freelancer Sebastian
Die chinesischen Privatinvestoren tragen vermutlich einen Teil zu den Steigerungen bei. Das überblicke ich jetzt nicht. Es gibt irgendwo Graphen, die die Art von Käufern darstellen. Das habe ich jetzt nicht im Blick.
Es wird scheinbar verhältnismäßig oft Stop Loss auf Positionen gesetzt. Zusätzlich haben Banken vermutlich Software die regelbasiert handelt. Das verursacht dann vermutlich die Kettenreaktionen, so dass eine Reaktion auf ein Event mit mehr Volatilität reagiert.
Dazu kommen sicherlich noch Privatinvestoren, die dann bei ihrer Marktöffnung Positionen ohne Limit raushauen um den Schaden einzudämmen.
Den Goldanstieg am Mittwoch oder Donnerstag fand ich allerdings erstaunlich. In Anbetracht der Marktkapitalisierung. Das ist auch kein Anstieg außerhalb von Handelszeiten gewesen, wenn ich mich richtig erinnere. Da würde einiges an Volumen benötigt um so einen Anstieg zu erreichen.
Für meine Position habe ich einen weiteren Überblick über Nachrichten als sonst üblich. Aktuell sehe ich an sehr vielen Stellen deutliches Potenzial für Verbesserungen. Um es positiv auszudrücken. Da wundert mich die Volatilität am Markt nicht. Heute morgen wurde eine Drohne von einem US Kriegsschiff abgeschossen. Die Schiffe sind jetzt ein wenig abgerückt. Ein Krieg USA Iran könnte fatale Folgen mit sich bringen. Das sieht man durchaus in den Kursbewegungen.
Meine Strategie für eine Phase erhöhter Volatilität ist der Ausbau von Resilienz.
Tim,
ich finde unmöglich, dass du dem mobbing auf deinem blog eine Plattform gibts. Da du ja durchaus schon mal posts zensiert hattest in der Vergangenheit – wirkt dein Ignorieren und Nichtstun wie eine Bestätigung für den Querulanten und so, als würdest du es gut finden wenn hier einzelne gemobbt werden sollen. Ich denke, solche Leute schaden deinem Blog und schrecken Neulinge eher ab. Ist halt dein Blog.
Hier treibt sich ein Troll leider wieder herum. Ich habe etliches gelöscht. Und werde die Kommentare schließen, wenn es nicht aufhört.
Lass die Kommentarspalte lieber auf – die meisten hier können die Asi-Kommentare ganz gut einordnen, sicher auch Bruno. Ab und an löschen würde mir persönlich ausreichen.
@Slow Mir tut die Person ehrlich gesagt schon fast leid, müssen einige persönliche Probleme vorhanden sein, wenn man sich mit solchen Dingen beschäftigt. Die Person hatte ja schon mal intensiv recherchiert, wer dieser Bruno sein könnte wo er arbeitet und eine IT-Firma gefunden mit einem Bruno XY und diesen Link hier gepostet, ich war das ja nicht (ich weiss schon wie ich anonym bleibe). Ich hoffe die mir unbekannte Person hat nicht noch Beschimpfungen per E-Mail erhalten. Wenn jemand auf eine andere Person losgeht, sagt es halt mehr über die eigene Person aus als über die angegriffene Person. Aber ich will nicht noch Öl ins Feuer giessen und ziehe mich jetzt mal etwas zurück hier :)
@ Bruno sorry für das späte Löschen der Beleidigungen!
Danke, dass du so schnell reagiert hast, Tim.
Danke Tim!
Deine Community hier im Forum ist zu >99% Top. Das liegt an deinem sympathischen und authentisch unaufgeregtem Auftreten denke ich. Die Kommentarfunktion wegen solcher Ausreißer zu schließen wäre echt schade.
Einzelne Aussagen blocken, es gibt immer mal wieder einsame Frustbeulen die keine vernünftigen Hobbys haben und vor ihrem Bildschirm sitzend Schlechtigkeiten schreiben. Aber so einem ETF-Investor ist verständlicherweise langweilig :-)
Könnten ihre Zeit wirklich besser damit verbringen von dir oder anderem im Forum zu lernen.
Ich habe heute ein paar Siemens Healtheneers gekauft. In der Hoffnung, dass der Kursdruck nachlässt wenn Siemens seine Beteiligung von den 70 auf die gewünschten 37% reduziert wurde. mal schauen.